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Re: Museum

Beitrag von Gastam Di Jul 26, 2016 2:03 pm

(Einstieg)

Wie lange hatte er geschlafen? Wie spät es wohl war? Vielleicht ja schon Mittag.
Es war nicht sein gewohntes Nachtquartier gewesen, diese verlassene Lagerhalle, aber man nahm eben, was man finden konnte, richtig? Und als Menki gestern Abend in Septerna City angekommen war, war er einfach viel zu müde gewesen, um sich noch einen bequemeren Schlafplatz zu organisieren. Jetzt zwängte Menki sich durch die losen Bretter des Lagerhauses nach Draußen, streckte sich ausgiebig, nahm die Mütze vom Kopf, um sich einmal darunter zu kratzen und klatschte sich die Kopfbedeckung dann wieder aufs Haupt. Dann schlenderte er los, wobei er so ausgiebig gähnte, dass ihm die Tränen in die Augen stiegen. Na, vielleicht blendete ihn die Sonne auch einfach nur so kräftig.
Was er in dieser Stadt tat, wo er doch eigentlich in Stratos City heimisch war?
Tja. Manchmal brauchte man einfach etwas frischen Wind um die Nase. Und außerdem war Menki das Pflaster in der Slim Street etwas zu heiß geworden. Er hätte sich mit diesem doofen Gangmitglied besser nicht anlegen sollen, aber manchmal ging eben das Temperament mit ihm durch. Der Kerl war aber auch frech gewesen. Und was sollte das überhaupt heißen, Menki stank „zehn Meilen gegen den Wind“?! Er stank doch nicht, oder? Duflor stank, aber er selbst!?
Der Junge zog den Kragen seines blauen Kapuzenpullovers bis auf Nasenhöhe und schnupperte.
Guuut, okay, vielleicht war er nicht frisch gewaschen und in Parfüm getränkt worden, aber stinken war etwas anderes. Dieser doofe Mistkerl! Wenn Menki erst einmal ein paar starke Pokémon in seinem Team hatte, dann würde er diesem aufgeblasenen Kerl eine Abreibung verpassen, dass ihm Hören und Sehen verging! Und dann würde er schon aufpassen, was er Menki an den Kopf warf! Jip! Der konnte was erleben! Ein fieses Grinsen bildete sich auf dem Gesicht des Jungen und er beschleunigte seine Schritte. Genau, er brauchte nur ein paar starke Pokémon und dann…!
Menki hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, als er wie angewurzelt stehen blieb.
In einiger Entfernung entdeckte er ein Mädchen, das im Gras saß und sich mit zwei Pokémon beschäftigte. Als hätte er es nicht gerade gedacht! Was hatte er denn hier?!
„Ein Hundemon!“, hauchte er und konnte seinen Blick nur schwer von dem Pokémon abwenden, um das andere zu betrachten. Das andere… ein Stein? Hä? Nein. Mit aufgeregten Fingern holte Menki seinen Pokédex hervor.
„Smettbo!“, eröffnete der Pokédex ihm gut gelaunt und Menkis Miene wurde säuerlich. Dass das kein Smettbo war, sah man mit geschlossenen Augen! Er gab seinem Pokédex einen kräftigen Schlag. „…stäääändiiiig aaaauuuuuf deeeeeer Suuuu…“, verlangsamte sich die Stimme des Geräts und wurde zugleich sehr tief. Dann klang er plötzlich wieder normal: „Kabuto!“, es wurde das korrigierte Bild angezeigt. „Ein aus einem Fossil wiederbelebtes Urzeit-Pokémon, welches vor Äonen auf dem Meeresgrund lebte.“
„Uhhh…“, raunte Menki. Wenn das mal nicht selten klang! Ob es stark war? Er klappte den Pokédex zu und schlenderte ruhig an der Grasfläche vorbei, auf der die Trainerin saß. Er konnte ihr unmöglich am hellen Tag und in dieser Gegend die Pokémon stehlen, aber er könnte sich das eigenartige Urzeitpokémon wenigstens schon mal aus der Nähe ansehen. Und später, vielleicht wenn es dunkel war, oder wenn sie allein und ihr Hundemon im Ball war… Ja, vielleicht dann!
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Re: Museum

Beitrag von Majaraam Mi Jul 27, 2016 2:02 pm

In Septerna City- - - #55

Majara überlegte bereits, wo sie mit Achak nun wohl am besten trainieren konnte. Sie wollte die Kraft ihres neuen Pokemons schließlich so schnell wie möglich austesten und schauen, wo man noch Verbesserungen einbauen könnte, damit Achak so bald wie möglich auch in Arenakämpfen teilnehmen konnte. Es wäre bestimmt interessant zu sehen, wie sich das Urzeitpokemon im Kampf entfaltete und was genau seine Stärken und Schwächen waren, denn über Kabuto hatte Majara wirklich kaum Informationen – das lag wohl einfach daran, dass es einfach kaum noch lebende Exemplare davon gab. Mit regem Interesse betrachtete sie ihr neues Pokemon und auch Sakima schien wirklich neugierig auf das Kabuto zu sein. Es sah zwar nicht besonders spektakulär aus, eher wie ein großer Stein, aber die rot leuchtenden Augen hatten schon irgendwie Stil. Die Trainerin grinste daher leicht, während sie beobachtete wie Achak durch das Gras krabbelte und sich die Umgebung ansah. Sie konnte sich gut vorstellen, dass es wahrscheinlich unheimlich befremdlich für das Pokemon war, nun in einer komplett neuen Zeit wieder zu leben, wo es doch vor Millionen von Jahren einmal gestorben war. Es war schon ein Wunder, wozu die heutige Technik so im Stande war und eigentlich würde die Brünette auch wirklich gerne wissen, wie genau das funktionierte, doch würde sie davon vermutlich sowieso kein Wort verstehen. Sie war nur glücklich darüber, dass das Museum die Fossile umsonst wiederbelebte. Sie hatte zwar viel Geld, allerdings wollte sie das auch nicht so schnell ausgeben, dass sie ihrem Vater bald schreiben müsste – dem Kontakt mit ihm würde sie nämlich gerne aus dem Weg gehen, bis es wirklich unumgänglich war. Sie hatte sich bis jetzt schließlich noch gar nicht wieder bei ihm gemeldet, obwohl er oft versuchte sie anzurufen oder zu kontaktieren – aber nein, die Wut saß noch immer tief, also würde sie dem auch nicht nachgeben.

Nachdenklich war ihr Blick auf Achak gerichtet, ehe Majara in den Sinn kam, dass Macawi ja noch in ihrem Ball war. Mit einem schnellen Handgriff war das Roselia aus dem Ball befreit und sah Majara mit einem entschuldigenden Blick an, die daraufhin aber nur seufzte. „Ich wusste ganz genau, dass du nicht besiegt warst.“, meinte sie lediglich, nahm ihre Kappe ab und hielt sie dem Roselia hin, welches daraufhin hinein sprang und es sich dann auf Majaras Kopf gemütlich machte. Majara setzte die Kappe wieder auf und Macawi lugte unter ihr hervor, während sie Achak interessiert beobachtete. „Das ist Achak, Macawi.“, stellte sie das Kabuto vor, welches sich daraufhin ruckartig umdrehte und Macawi ansah. Das Roselia winkte mit eine der Rosen und kicherte kurz.
Sakima war es schließlich, der Majaras Aufmerksamkeit umlenkte. Das Hundemon richtete sich plötzlich wieder auf und legte den Kopf leicht in den Nacken, während die Nase zuckte und er offenbar eine Spur in der Luft aufgenommen hatte. Sein Kopf zuckte hin und her, bis er die Stelle ausgemacht hatte aus der die Spur kam und anschließend mit verengten Augen dort hin sah. Sakima nieste kurz und schüttelte dann den Kopf, so dass Majara den Jungen musterte, der an der Grasfläche vorbei schlenderte. „Was ist, Sakima?“, fragte sie verwirrt, ehe sich das Hundemon bereits auf den Weg gemacht hatte und dem Jungen den Weg abzuschneiden. Die Nase weiterhin zuckend schnüffelte das Pokemon über den Boden rund um das Pokemon herum, ehe er erneut nieste. Majara folgte ihrem Pokemon verwirrt und auch Achak krabbelte hinterher, ehe sie bei dem Jungen zum Stehen kam. „Uhm… Tut mir Leid, ich habe wirklich keine Ahnung, was mit ihm los ist.“, murmelte sie verwirrt und schüttelte den Kopf. „Sakima, lass den Jungen in Ruhe.“, seufzte sie kurz und warf dem Blonden einen entschuldigenden Blick zu. Sie hatte wirklich keine Ahnung was in ihr Pokemon gefahren war, dass es sich so nun benehmen musste - einfach an wildfremden Menschen schnüffeln war schließlich nicht gerade die feine Art. Allerdings schien Sakima auch nicht auf Majara hören zu wollen und es zu lassen. Wunderbar.

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Re: Museum

Beitrag von Gastam Mi Jul 27, 2016 4:32 pm

Wie er den asphaltierten Weg entlangschlenderte, überholte ihn ein flottes, kleines Mädchen, das sein gestyltes Coiffwaff ausführte. Menki beachtete es jedoch nicht.
Er vergrub die Hände tief in die Hosentaschen seiner Jeans. Die Bommeln seiner Mütze schwangen bei jedem seiner Schritte gleichmäßig hin und her. An seiner linken Schulter trug er die Tasche mit seinen Habseligkeiten. Sie war an einer Seite ganz weiß von dem Staub der Halle, in der er übernachtet hatte. Das war ihm noch nicht aufgefallen. Aber ob es ihn gestört hätte?
Aus den Augenwinkeln beobachtete er die Trainerin. Sie saß noch immer im Gras. Jetzt lugte ein Roselia unter ihrer Kappe hervor. Sie ließ drei ihrer Pokémon zugleich frei herumlaufen…? War ihr das nicht zu anstrengend…? Naja, aber sie wirkten doch auch viel besser erzogen als er das von seinen eigenen Pokémon kannte… Und hey. Die Trainerin war ganz anders im Umgang mit ihnen. Ganz anders als Menki mit Duflor oder Blitza umsprang.

Plötzlich beschlich den Jungen ein mulmiges Gefühl. Sein Blick viel abermals auf das Hundemon, das nun in seine Richtung witterte und Menki fühlte sich auf einen Schlag ertappt! Als wenn das Hundemon ihn anhand seines Geruchs als das enttarnte, was er war! Ein Dieb nämlich! Ein Dieb, der es auf das Kabuto abgesehen hatte! Menkis Glieder versteiften sich und er schluckte. Seine löchrigen Turnschuhe schabten über den Asphalt, als er langsamer wurde, und dann stehen blieb… weil er sah, dass das Hundemon plötzlich auf ihn zukam!
„Oh, verdammter Mist!“, war alles, was er denken konnte und fast hätte Menki seinem natürlichen Instinkt folgend die Beine in die Hand genommen. Aber dann fiel es ihm ein. Er hatte ja noch gar nichts getan! Er HATTE doch noch gar nichts gestohlen! Noch nicht!! Deswegen stolperte er einen Schritt zurück, als das Hundemon vor ihm auf dem Weg anhielt, und hob abwehrend die Arme vor den Körper.
„W-was?!“, keuchte er und warf der Besitzerin einen nervösen Blick zu, die ihrem Hundemon gefolgt war und sich bei Menki entschuldigte. Sie war eine Handbreit größer als er selbst und ein paar Jahre älter, wie er schätzte. Aber egal, das war jetzt nicht so wichtig wie das Hundemon, dass ihm vom Weitergehen abhielt. Ob es tatsächlich roch, was Menki verbrochen hatte?!
„Nimm es weg!“, klagte Menki die Braunhaarige böse an. „Bevor es mich beißt! Tu es in seinen Pokéball zurück, wenn du es nicht unter Kontrolle hast!“
Wieso mussten die Leute auch immer ihre Pokémon frei rumlaufen lassen? Wofür waren die Bälle denn da, hm?
Menki ließ die Arme sinken und wechselte trotzige Blicke mit dem Hundemon. Und selbst wenn es ihn verdächtigte, es könnte ja doch nichts beweisen. Es war eben nur ein Pokémon und konnte nicht einmal sprechen! Wenn es Menki’s Hundemon wäre, dann würde er besser darauf aufpassen. Er würde es nicht so einfach in der Stadt herumlaufen lassen. Er hätte es, genau wie das Kabuto, ja wirklich gerne in sein Team aufgenommen, aber wie sollte er der Brünette in dieser Situation ihre Pokebälle abnehmen…? Hier liefen dauernd Menschen vorbei, die zum Museum wollten.
Hey, da kam ihm eine Idee.
Vielleicht könnte er freundlich tun und sich mit der da bekannt machen und auf eine günstige Gelegenheit warten?! Na, war doch gar keine schlechte Idee, oder?
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Re: Museum

Beitrag von Majaraam Mi Jul 27, 2016 5:27 pm

In Septerna City- - - #56

Was auch immer Sakima an dem Jungen so toll fand, es hatte etwas mit seinem Geruch zu tun. Auf Majara wirkte der Junge nun nicht so als würde er bis zum Himmel stinken, aber ein Hundemon hatte bekanntlich auch eine bessere Nase als ein Mensch, also würde es wohl irgendeinen Grund haben, weshalb Sakima derart interessiert an dem Blonden war. Dass das Hundemon nun aber einfach auf den armen Kerl zu lief und ihn die ganze Zeit umkreiste war nicht die feine Art, das stand außer Frage und das konnte auch Majara einsehen. Allerdings war sie ja auch gerade deswegen hinter ihrem Pokemon hergegangen und wollte dem nun ein Ende bereiten, so dass sie vor dem Jüngeren stehen blieb und zu ihrem Pokemon sah.
Anfangs schien der Blonde noch verwirrt über die (nicht mal schlimme) Attacke des Pokemons zu sein, allerdings verflüchtigte sich das ganz schnell wieder und er nahm sich tatsächlich heraus, Majara maßregeln zu wollen. Die Brünette hob eine Augenbraue und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wie wäre es, wenn du deinen Blutdruck unter Kontrolle kriegst und aufhörst dich anzustellen, als würde er dich angreifen?“, schlug sie knapp vor und verengte die Augen leicht. Es war immer wunderschön zu beobachten wie fremde Menschen meinten, über andere Pokemon urteilen zu können, die sie nicht kannten. Für den Moment spielte sie mit dem Gedanken ihm vielleicht doch ein wenig mehr Angst zu machen, verwarf ihn aber schließlich wieder, schließlich war sie keine vierzehn Jahre mehr jung. Sie gab einen knappen Pfiff von sich, nach welchem sich Sakima wieder brummelnd umwandte und an ihre Seite tapste, die Nase allerdings immer noch interessiert zu dem Blonden gerichtet. „Das nächste Mal wenn sich so ein fieses Monster angreift, solltest du vielleicht überlegen das Weite zu suchen.“ Der Sarkasmus triefte förmlich aus ihren Worten, schließlich hatte Sakima rein gar nichts getan – und wenn Majara wüsste, was die eigentlichen Absichten des Blonden waren wäre sie wohl auch nicht mal mehr ansatzweise so freundlich wie jetzt – denn das war sie momentan durchaus noch.

Der Blick des Hundemon ging zur Tasche des fremden Jungen und er schnupperte erneut in der Luft, allerdings hatte Majara keine große Lust darauf noch mehr Zeit mit einem Menschen zu verbringen, der derart wenig Manieren besaß. „Kommt.“, meinte sie zu ihren beiden Pokemon die nicht auf ihre Kopf saßen und wollte sich umdrehen, um wieder zu gehen. Sie hätte wirklich gerne gewusst, was Sakima so unglaublich interessant an diesem Jungen fand, allerdings hatte sie auch kein Interesse daran, weiter mit ihm zu reden. Erste Eindrücke waren prägend und der gute Herr hier hatte seinen beachtlich in den Sand gesetzt. Das Hundemon wandte den Kopf nochmal zurück und betrachtete den Jungen weiterhin, während Achak sich schon wieder an Majara geheftet hatte und wohl einfach kein Interesse an dem Jungen hatte. Immerhin ein Pokemon, das nicht vollkommen den Verstand verloren hatte – und sicher war es wohl auch Sakimas Schuld, dass der Junge derart reagiert hatte, allerdings sollte man wohl in jeder Situation seine Contenance aufrecht erhalten, sonst würde man sich nur selbst schaden. So wie der Junge allerdings aussah schien er ohnehin nicht viel Erziehung genossen zu haben, wie es auf Majara wirkte. Vermutlich ein Straßenkind oder ähnliches. Hmh.

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Re: Museum

Beitrag von Gastam Mi Jul 27, 2016 6:26 pm

Ihm kam gar nicht in den Sinn, dass das Hundemon ihn aus reiner Freundlichkeit so bedrängen könnte. Ein Mensch mit schlechtem Gewissen sah überall Hinweise auf seine Vergehen. Da! Schnüffelte das Hundemon nicht gerade in Richtung seiner Tasche?! In der befanden sich Menkis Pokébälle, und nicht nur einer von denen war gestohlen!
Der Junge schob die Tasche von seiner Seite weg mehr hinter seinen Rücken. Auch trat er einen Schritt zurück. Ein böser, anklagender Blick traf erneut die Brünette. Aber die blieb total cool und faselte etwas von seinem Blutdruck und dass er sich abregen sollte.

Dieses aufdringliche Hundemon, die lässige Art der Trainerin… Menki fühlte sich echt unwohl. Und dann noch der Sarkasmus in ihrer Stimme. Da kam er sich ja vor wie ein kleiner, dummer Junge!  Die… die bildete sich doch echt was ein, nur weil sie ein paar Jahre älter war?! Weil sie diese seltenen Pokémon besaß?!? Was sollte das überhaupt heißen, er würde sich anstellen?! Na… gut. Vielleicht wäre Menki ja ruhiger geblieben, wenn er sich nicht so ertappt gefühlt hätte. Oder wenn er nicht die Erniedrigung des Gangmitgliedes am Vortag hätte erdulden müssen. Aber so brachte ihn die Trainerin fast zum Explodieren. Echt mal!
Menki holte tief Luft und reckte den Hals. Wie ein kleiner, wütender Vogel, der sein Gefieder aufplusterte, um sich größer erscheinen zu lassen, als er tatsächlich war. Na, die konnte was erleben!
„Ich stell mich nicht-…!“, startete Menki gerade die Anfuhr, aber er musste sich unterbrechen. Das Mädchen forderte nämlich ihre Pokémon auf, mitzukommen. Sie wollte gehen... Und ihn einfach hier stehen lassen.
Menki ballte die Hände zu Fäusten und musste sich beherrschen, nicht mit dem Fuß auf den Boden zu stampfen. Dann würde sie ihn ganz bestimmt als bockigen kleinen Jungen abstempeln. Und eigentlich hatte Menki doch etwas ganz anderes vor gehabt, oder?

Er beobachete mit zusammengebissenen Zähnen, wie die junge Trainerin sich umdrehte und das Kabuto sich sofort an sie wandte, als wäre Menki schon wieder uninteressant geworden. Nur das Hundemon sah Menki noch einmal an. Sie würde jetzt gehen. Und dann? Was war mit seinem Plan? So wurde das doch nichts!
Menki atmete tief durch…
Dann fasste er sich ein Herz.
„Warte!“, rief er zerknirscht und machte sich an die Verfolgung. „So war das nicht gemeint!“ Er lief an der Brünette und ihren Pokémon vorbei und dann rückwärts vor ihr her, falls sie denn ging. „Ich habe mich nur erschrocken.“, presste er mit niedergeschlagenem Blick hervor und kratzte sich am Nasenflügel. Seine andere Hand schob er wieder in die Hosentasche. „...Hundemon sind... echt ziemlich krass.“, fügte er leise hinzu und warf dem ihren einen scheuen Blick zu.
Was sollte er auch sagen? Kontakte zu knüpfen fiel ihm nicht leicht. Es war besser geworden, seit er mit Sinnai unterwegs gewesen war, aber im Umgang mit anderen glänzte er trotzdem nicht gerade. Wie machte man sich zum Beispiel bei jemand anderen beliebt? Einen guten Start hatte Menki ja nicht gerade hingelegt. Und er hatte keine große Hoffnung, dass er lange höflich bleiben konnte, selbst wenn er wollte. Aber ein Versuch kostete nichts. Nur Zeit. Und davon hatte der Junge viel!
Menki sah die Brünette vorsichtig an: „Kommst du von hier?“
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Re: Museum

Beitrag von Majaraam Do Jul 28, 2016 2:24 pm

In Septerna City- - - #57

Was nur immer mit den Leuten los war. Wenn sich die Menschen mal selbst nur ein bisschen weniger Stress machen würden, dann wären sie auch nicht immer so leicht zu reizen. Der meiste Druck kam schließlich sowieso immer nur von einem selbst und wenn man sich schon über ein einfaches Pokemon aufregte, das nichts mehr machte als um einen herum zu laufen und ein wenig zu schnüffeln, dann war es kein Wunder, dass man stets unter Stress stand und dementsprechend schlecht gelaunt war. Majara war ja ohnehin eher der Typ dafür, Dinge ruhig anzugehen und sich nicht allzu viel über irgendetwas aufzuregen, wenn man Mal von der Geschichte mit ihrem Vater absah. Sie konnte daher auch nur selten verstehen, wenn Menschen plötzlich anfingen sich über Nichtigkeiten aufzuregen und einen riesigen Streit anzettelten, nur um sich selbst geltend zu machen. Wie auch immer. Dieser Junge hatte sich als äußerst unhöflich gegeben und damit schon einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen, nicht nur bei Majara. Sakima schien davon zwar vollkommen abzusehen, dass man ihn derart frech behandelte, weil ihn ja irgendetwas an dem Jungen interessierte, aber Achak hatte das Interesse genau so schnell verloren wie es gekommen war und auch Macawi fand das Verhalten ihres Feuer-Freundes viel interessanter als den Jungen selbst.
Für Majara gab es daher auch keinen weiteren Grund mehr, noch länger hier zu bleiben. Natürlich hätte sie gerne gewusst was für Sakima derart interessant an ihm war, aber sie hatte schlichtweg keine Lust darauf sich noch länger mit ihm zu beschäftigen. Unfreundliche Menschen waren Menschen, die Majara einfach nicht leiden konnte. Vermutlich war es von ihrer Seite aus dann auch nicht gerade freundlich, den Jungen nicht mal aussprechen zu lassen und stattdessen ihre Pokemon zu rufen um sich wieder umzudrehen und schließlich zu gehen – aber wie du mir, so ich dir. Majara war bereits ein paar Schritte gegangen (Sakima hatte den Kopf immer noch zum Jungen gewandt), da rief er ihr plötzlich zu, sie solle warten. Mehr aus Verwunderung und Überraschung als aus der wirklichen Intention stehen bleiben zu wollen, verlangsamte sie schließlich den Schritt und blieb stehen, als der Junge sie überholt hatte. Die Brünette verengte leicht die Augen während er sprach, seufzte dann aber und schüttelte den Kopf. „Ist in Ordnung.“, erwiderte sie und lächelte leicht. Sie war ja nun kein großartig nachtragender Mensch und immerhin hatte sich der Junge entschuldigt – das konnte man nicht von jedem Menschen behaupten. Ihr Blick ging zu Sakima als der Blonde Hundemon ansprach und nickte leicht. Ja, dass man von dieser Pokemon-Art negatives erwartete hatte sie die letzten Tage ja auch schon bemerkt. Sie (und auch Sakima) nickte daher leicht und verzog kurz den Mund. „Er tut aber niemandem etwas.“, versicherte sie ihm nochmal, nicht dass er wieder auf die Idee kam, Sakima würde ihn angreifen wollen.

Auf seine Frage hin schüttelte Majara schließlich den Kopf. „Nein, ich bin nur auf der Durchreise.“, erklärte sie ihm und ersparte sich die Geschichte darüber, dass sie eigentlich aus Kanto kam. Ihr Blick musterte den Jungen kurz, ehe sie die Lippen schürzte. „Und du?“ Der Schmutz an seiner Kleidung und die zerzausten Haare die unter der Mütze hervor lugten wiesen darauf hin, dass er zumindest die letzte Nacht nicht in einer Unterkunft verbracht hatte. Hmmm. Sakima meldete sich schließlich wieder zu Wort und deutete mit einem Kopfnicken auf die Tasche des Jungen, woraufhin Majara kurz die Augenbrauen hob. „Sakima, das ist seine Tasche, nicht deiner. Du hast darin nichts zu suchen.“, murmelte sie und schüttelte den Kopf. Was war es nur?

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Re: Museum

Beitrag von Gastam Fr Jul 29, 2016 2:13 am

Menki durfte sich geistig beglückwünschen. Er hatte es doch tatsächlich geschafft, das Mädchen wieder zu beruhigen! Na? War doch gar nicht so schwer gewesen, oder? Entschuldigen und öhm, da fehlte noch was... Ja, na klar! Lächeln nicht vergessen!
Und so erwiderte Menki das Lächeln, das die junge Trainerin ihm bereits schenkte. Seines war aber keines der breiten, herzlichen Sorte, wie man es von offenen, vertrauensseligen Menschen kannte. Es war ein zaghaftes, fast zurückhaltendes Lächeln. Eines, das nicht sehr oft zum Einsatz kam. Wann war er auch schon mal freundlich?
Menki nickte und schlug die Augen nieder, als die Brünette ihm nochmals versicherte, dass ihr Hundemon aber niemandem etwas tat. Seine Haltung war trotzdem noch recht verkrampft. Die Aufmerksamkeit des Pokémons war noch immer auf seine Tasche gerichtet und Menki hielt sie lieber weiter hinter seinen Rücken geschoben.

Die Braunhaarige kam nicht aus der Stadt? Das war doch super! Keinen würde es interessieren, wenn eine Reisende hier ein oder zwei Pokémon verlor. Ja, klar, die Polizei… aber Menki meinte das „Interessieren“ im Sinne von Anteilnahme und den Zorn der Freunde und Verwandte. Man würde das nicht so streng verfolgen wie von einem Einheimischen. Das war zumindest etwas, was Sinnai ihm immer verklickert hatte…
„Ne. Ich komme auch nicht von hier.“, Menki zuckte mit den Schultern. Aber genau wie sie, ging auch er nicht näher auf seine Herkunft ein. Eigentlich fiel es ihm nicht einmal auf. Aber etwas anderes war sehr auffällig.
Ey! Verdammt, wieso nickte das Hundemon zu seiner Tasche?!
„Er riecht bestimmt mein Essen, hm? Ha… haha…“, lachte Meki unsicher und schob die Tasche so, dass er sie mit seinem Körper vor Hundemon abschirmte. „Ah – ehm.“, jetzt zog er den Kopf zwischen die Schultern, wandte das Gesicht zur Seite und sah die Trainerin aus den Augenwinkeln an. „Ich heiße Menki. Und… und du?“
Hui, das war vielleicht schwierig! Menschliche Interaktion, die sich nicht darum drehte, jemanden zu beschimpfen oder zu verhöhnen! Kein Wunder, dass er sich plötzlich so unsicher fühlte… Er kratzte sich mit einer Hand an der Mütze. Das Stoffstück verrutschte hierbei leicht.
Bestimmt kam jetzt ein doofer Spruch zu seinem Namen.
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Re: Museum

Beitrag von Majaraam Fr Jul 29, 2016 7:50 pm

In Septerna City- - - #58

Die Situation hatte sich ein wenig entschärft, als der Junge Majara und ihren Pokemon hinterher geeilt war, um sie daran zu hindern weiter zu gehen. Majara war durchaus kein Mensch, der den Kontakt mit anderen ablehnte. Ganz im Gegenteil: sie unterhielt sich sehr gerne, konnte gut auf andere zugehen und lernte auch gerne dazu. Das musste eben einfach nur auf eine angemessene Art und Weise passieren, ohne negative Einflüsse und Reaktionen. Natürlich war der erste Eindruck prägend und weil der Blonde diesen eher minder gut hinterlassen hatte, war Majara auch trotzdem noch ein wenig skeptisch, was das Miteinander von ihnen anging. Aber er hatte sich entschuldigt und schließlich auch zugegeben, dass er sich erschrocken hatte und in einer solchen Situation konnte man wohl durchaus mal die Fassung verlieren. Das war verständlich; es war menschlich. Und genau deswegen, weil es eben jedem passieren wollte, legte Majara ihren Groll ihm gegenüber ab und entschloss sich dazu, ihm eine neue Chance zu geben. Der schlechte Eindruck würde im Hintergrund zwar bestehen bleiben, aber vielleicht konnte er ihn auch noch mit etwas positivem überschatten.
Das zögerliche Lächeln des Jüngeren sagte schließlich auch schon genug über ihn aus. Vermutlich hatte er einfach nur selten Kontakt mit anderen oder war vielleicht einfach nur schüchtern. Majara war schon lange niemand mehr, der andere Menschen einfach so abstempelte ohne tiefer zu ergründen, was tatsächlich sein mochte. Als sie jünger war, war sie eine wirklich unausstehliche Person gewesen, doch hatte sich das mit der Zeit wieder geändert. Auf diesen Wechsel ihrer Person war sie wirklich ein wenig stolz, auch wenn sich hin und wieder noch alte Züge ihrer früheren Persönlichkeit nach vorn kämpften. Aber wie auch immer. Nachdenklich betrachtete sie den Jüngeren einen Moment, ehe sie locker mit den Schultern zuckte. „Und keine Sorge, Sakima geht auch nicht an deine Sachen, wenn du es ihm nicht erlaubst. Irgendetwas scheint in deiner Tasche nur gut zu riechen.“ Schuldbewusst senkte das Hundemon kurz den Kopf und kräuselte die Nase, ehe es den Kopf schüttelte. Majara sah kurz herunter zu ihrem Pokemon und hob abwartend die Augenbrauen, damit er endlich aufhörte den armen Kerl so in Bedrängnis zu bringen.

Majara nickte als der Junge meinte, er würde auch nicht von hier kommen. Sie verzog kurz nachdenklich den Mund und blickte nach oben, um ihrem Roselia ins Gesicht zu schauen, welches schließlich immer noch unter ihrer Kappe hervorlugte. Neugierig betrachtete das Pflanzenpokemon den fremden Trainer und winkte ihm fröhlich zu, als sich ihre Blicke trafen. Ja ja, so ein herzliches Ding.
„Kann gut sein.“, stimmte sie ihm zu und sah von Menkis Tasche, die er halbwegs hinter seinem Rücken versteckte, wieder zu Sakima. Eigentlich hatte er erst vor kurzem gegessen, allerdings war man bekanntlich nie richtig satt. Sie schüttelte kurz den Kopf und seufzte kaum hörbar, bis der Junge sich als Menki vorstellte. Ein sehr interessanter Name und sicher nicht sein richtiger, allerdings würde es wohl einen Grund haben weshalb er sich so vorstellte und den würde Majara nicht hinterfragen. „Interessanter Name.“, grinste sie daher nur kurz amüsiert. „Ich bin Majara. Sakima, Macawi und Achak.“, stellte sie schließlich sich und nacheinander ihre Pokemon vor. Das frisch wiederbelebte Kabuto krabbelte vor und hatte die rot leuchtenden Augen aufmerksam auf Menki gerichtet, wandte sich dann aber wieder aus Desinteresse ab – offenbar war es nicht einfach, dieses Kabuto zu beeindrucken. Majara musterte den Jungen kurz abschätzig, sah wieder zu Sakima und schließlich zurück zu Menki. „Hast du Hunger?“, fragte sie daher und hob abwartend die Augenbrauen. „Nicht weit von hier ist ein Bäcker.“ Wenn man ehrlich war sah Menki schließlich nicht so aus als würde er im Geld (oder Lebensmitteln) baden können…

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Re: Museum

Beitrag von Gastam Sa Jul 30, 2016 4:52 pm

Menkis Blick streifte das Roselia und blieb an ihm hängen, weil es ihm mit einem seiner Rosenarme zuwinkte. Er hob zögernd die eigene Hand und winkte in einer winzigen Handbewegung zurück. Hui, kam er sich doof vor! Fühlten sich so alle freundlichen Leute oder ging es nur ihm so? Naja, war egal. Hauptsache war das Ergebnis, dann konnte er sich jetzt doch ruhig etwas lächerlich machen. Er würde dieses Mädchen eh nie wieder sehen, wenn er erst mal seine Pokémon stibitzt hatte.
Die Namensvorstellung Menkis entlockte der Fremden nur ein amüsiertes Grinsen. Sie betitelte seinen Namen als "interessant", was viel netter war als andere Sprüche, die Menki schon zu hören bekommen hatte. Nervig war es auch immer, wenn sie anfingen mit ihm darüber zu diskutieren. Frei nach dem Motto: "Das ist kein richtiger Name! Wie heißt du wirklich?!" Voll ätzend. Aber die Trainerin reagierte ungewöhnlich. Und jetzt begann sie sich selbst vorzustellen. Und ihre Pokémon. Fast, wie man es mit Freunden tat... Und hey, hatte sie echt jedem einen Spitznamen verpasst? Vielleicht sollte Menki das auch mal tun. Aber wie sollte er Duflor taufen? Stinktier? ...

Er sah sie der Reihe nach an und landete dann wieder bei der jungen Trainerin. Majara, hieß sie also...  Und Menki beschlich ein seltsames Gefühl. Er hatte nie die Namen der Leute gekannt, denen er ein Pokémon stahl. Und kurz, ganz kurz stellte er in Frage, ob sein Plan wirklich so eine gute Idee gewesen war...
Er sah auf, als Majara ihn fragte, ob er Hunger hatte. Klar hatte er Hunger! Er hatte eigentlich immer Hunger! Aber... er hatte kein Geld. Oder war das etwa eine Einladung gewesen?! Wollte sie ihm etwas spendieren?! Es wäre natürlich echt peinlich, wenn er das fälschlicherweise als Einladung erkannte, richtig? Und es wäre auch peinlich zuzugeben, dass in Menkis Portmonee Flaute herrschte. Aber Hunger hatte er tatsächlich, wieso lügen? Also entschied er sich für einen Mittelweg.
Er verschränkte die Arme hinter dem Kopf und sah zur Seite: "Och, ich habe noch nicht gefrühstückt, falls du das meinst..." Er spürte seinen Magen grummeln und hoffte, dass man es nicht hören konnte. Scheu warf er ihr einen Blick zu.
Hm, ob er Majara auch seine Pokémon vorstellen sollte? Menki interessierte es irgendwie, wie sie aufeinander reagieren würden. Und vielleicht würde das Hundemon dann auch endlich mal Ruhe geben. Menki ließ schon die Arme sinken und legte eine Hand auf seiner Tasche ab. Doch dann rief er sich wieder zur Besinnung! Was für einen Sinn hatte das bitte?! Außerdem waren seine Pokémon nicht so umgänglich wie Majaras Truppe, die so brav und lieb mit ihr ging. Die hatten alle das ein oder andere, na, nannten wir es mal "Problemchen".
"Weißt du, ich bin auch Trainer.", meinte Menki trotzdem, auf der Suche nach einem Gesprächsthema für eine Plauderei. "Mein stärkstes Pokémon ist ein Blitza. Aber ich habe auch noch ein Duflor und ein Lichtel."
Er verschränkte die Arme und sah stolz drein. "Erst letztens hat Blitza das Mähikel eines Kerls in Stratos besiegt, dass es ihm die Bartstoppeln weggebrutzelt hat! Ich sag's dir, der hat vielleicht doof aus der Wäsche geguckt, der Typ! Blitza ist echt cool! ...Fast so cool wie dein Hundemon!" An dieser Stelle galt Menkis Grinsen genau diesem, bevor er Majara wieder musterte. "Duu... bist doch Trainer, oder?", fügte er unsicher hinzu.
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Re: Museum

Beitrag von Majaraam Mo Aug 01, 2016 12:32 pm

In Septerna City- - - #59

Macawi freute sich riesig, als der Junge zurückwinkte. Zwar zögerlich, aber er winkte zurück! Kichernd zog sie den Arm dann zurück und beobachtete Menki weiter, denn jetzt wo er zurück gewunken hatte schien er ja ein ganz netter Typ zu sein! Das war vermutlich eine ziemlich unbegründete Logik, aber andererseits war das Roselia ja noch jung… früher oder später würde es seine Erfahrungen machen.
Dass der Junge Menki hieß störte Majara nicht weiter. Es gab allerlei Menschen mit interessanten Spitznamen (oder richtigen Namen), da sollte man sich an so etwas nicht aufhängen. Er würde einen Grund haben wieso er sich so nannte und so neugierig war Majara nun auch nicht, um ihn herausfinden zu wollen. Sie schenkte ihm daher ein kurzes Lächeln nachdem sie sich und ihre Pokemon vorgestellt hatte, weil er ein weeenig verwundert drein blickte. Vermutlich erhielt er nicht immer eine so „neutrale“ Reaktion auf seinen Namen oder begegnete nur selten Pokemontrainern, die ihren Pokemon Spitznamen gaben.

Abwartend sah Majara Menki an während dieser augenscheinlich darüber nachdachte, ob er Hunger hatte. Es wunderte sie nicht wirklich, schließlich war eingeladen werden nicht immer für jeden so angenehm, aber die Brünette selbst sah darin immer selten ein Problem. Es war einfach nur eine nette Geste und sonst nichts, da sollten sich die Menschen mal nicht so anstellen. Während er überlegte stopfte Majara ihre Hände in die Taschen ihrer Weste und wartete. Nachdenklich verzog sie den Mund und beobachtete Achak, der herum krabbelte und sich alles was in der Nähe war genauestens ansah. Vermutlich wäre es besser, wenn sie das Kabuto erst einmal zurück in seinen Ball holte… allerdings hatte Majara ihre Pokemon so unheimlich ungerne in den Bällen. Es war ihr einfach angenehmer, wenn sie sie begleiteten.
Menki offenbarte schließlich, dass er noch nicht gefrühstückt hatte, was Majara ehrlich gesagt nicht gerade verwunderte. Sie nickte daher gut gelaunt, nahm die Hände aus ihren Taschen und zeigte in die Richtung, in der der Bäcker lag. „Dann los.“, forderte sie ihn auf und setzte sich wieder in Bewegung. Achak krabbelte nun zurück zu ihr und schloss auf, während Sakima gut gelaunt hinter ihr her lief. Majara warf Menki einen Seitenblick zu als dieser von seinen Pokemon erzählte und hob anerkennend die Augenbrauen. „Nicht schlecht.“, gab sie ehrlich zu und runzelte dann kurz die Stirn. „Würde es dir etwas ausmachen, wenn ich mir von deinem Lichtel einen Pokedex-Eintrag sammle? Ich bin gerade dabei den Einall-Dex zu vervollständigen.“ Und ein Lichtel hatte sie noch nicht. Allerdings würde sie es auch verstehen, wenn Menki das nicht zulassen wollte… schließlich waren es ja seine Pokemon. Bei Menkis Kompliment an Sakima reckte das Hundemon stolz den Kopf und streckte die Brust raus, was Majara kurz amüsiert den Kopf schütteln ließ. „Wenn du Lust hast können wir später kämpfen.“, schlug sie daher vor und Sakima nickte hastig – ein Kampf gegen ein Blitza! Coole Sache!

Majara nickte auf seine Frage und schmunzelte. „Ja, bin ich.“, stimmte sie zu und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. „Es gibt doch nichts besseres als gute Pokemonkämpfe.“, schwärmte sie leicht, ehe sie stehen blieb und die Tür zur Bäckerei öffnete, damit Menki vor ihr eintreten konnte. „Sooo… was hättest du gerne? Ich lade dich ein.“, fragte sie schließlich an ihn gewandt, als sie beide vor der Auswahl standen.

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Re: Museum

Beitrag von Gastam Do Aug 18, 2016 10:16 pm

Menki schloss sich Majara sogleich an, als sie die Richtung der Bäckerei einschlug. Ihre Pokémon folgten ihr ebenfalls ohne zu zögern. Und abermals war Menki etwas neidisch darauf, wie gut sie auf sie hörten. Als wäre es ganz natürlich. Hm...
Der Junge sah Majara an, als sie sich danach erkundigte, ob sie wohl einen Eintrag von Menkis Lichtel machen dürfte.
"Tjoar, also..." Von dem Lichtel, hn? "Ja, klar, wieso nicht...", er murmelte es nur. Das war Menki in Wahrheit nicht ganz so recht, weil es noch nicht sehr lange her war, dass er das Lichtel einem Trainer abgenommen hatte und... naja, es hatte sich noch nicht wirklich an ihn gewöhnt, könnte man so sagen. Andererseits konnten Pokémon nicht sprechen, also wen, verdammt nochmal, interessierte es schon? Es würde sich wohl kaum bei Majara beschweren!

Menkis Lob an das Hundemon wurde positiv aufgenommen. Stolz reckte das Pokémon den Kopf. Allerdings schien es Majara auch zu einem speziellen Vorschlag zu verleiten...
Kämpfen?!
"Ohh...", machte Menki gedehnt. Er kratzte sich wieder an seiner Mütze - eine Geste der Verlegenheit. "Eigentlich ist Blitza noch nicht wieder ganz fit, deswegen muss ich passen." Das war ja nicht das, was er wollte. Gegen die Trainerin kämpfen. Er hatte andere Pläne! Und so ein richtiger Pokémontrainer, das war er ja gar nicht. Er war nur... ein armseliger Kerl, der anderen ihre Pokémon wegnahm, weil er selbst nicht dazu in der Lage war, starke zu fangen.
Menki vertrieb den Gedanken.
Selbstmitleid konnte er nicht gebrauchen. Das mit Blitza war keine Lüge gewesen. Er hatte wirklich einen Kampf gewonnen! Der Junge hob den Kopf, den er bei seinen negativen Gedanken hatte sinken lassen. Na, da vorne war ja auch schon eine Bäckerei! Die meinte Majara bestimmt, oder? Ja, sie machte Anstalten, den Laden zu betreten. Menki wollte ihr voraus durch die Tür treten. Er hatte schon einen Fuß hinein gesetzt und Majara ihn gefragt, was er haben wollte... "Du willst mir echt was spendieren? Voll gei -", als ... er aus den Augenwinkeln etwas sah, was das Blut in seinen Adern gefrieren ließ.
Denn drinnen, an einem der Tische, saß ein Mann. Ein junger, gutaussehender Mann, der sein Brötchen mit einem Dartiri teilte, indem er ihm immer mal wieder kleine Krümel hinwarf. Er trug blondes, kinnlanges Haar, einen sportlich wirkenden Mantel und fingerlose Handschuhe. Er kannte diesen Mann und der Mann kannte ihn...

Menkis Gesicht war bleich geworden. Er war kurz davor, einfach abzudrehen und Fersengeld zu geben. Vielleicht übersah ihn der Mann ja? Ha, als wenn! Mechanisch trat er zurück.
"Ja, ja, genau - ", haspelte er abgelenkt und ohne Sinn. "H-hey, ich warte dann einfach draußen, okay? Ich hab eh keinen Hunger.", presste er deutlicher hervor und trat weiter zurück und zurück... und rückwärts aus der Tür hinaus!
Hastige Schritte brachten ihn von der großen Glasscheibe der Bäckerei weg, damit man ihn von drinnen nicht sah. Keine Sekunde zu früh, denn der Mann hob den Kopf und begutachtete die neue Kundin. Er war wirklich gutaussehend. Aber etwas an seinem Gesicht schmälerte dies. Vielleicht waren es seine kalten Augen. Oder der leicht arrogante Zug, der um seine Lippen lag...
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Re: Museum

Beitrag von Majaraam Sa Aug 20, 2016 1:25 am

In Septerna City- - - #60

Majara bemerkte, dass Menki ihr in Richtung Bäckerei folgte und lächelte zufrieden. Das Vorkommnis von vorhin hatte sie bereits in der Vergangenheit gelassen und war dem Jungen auch nicht weiter böse drum, schließlich hatte das Ganze sowieso eher auf einem Missverständnis basiert als auf der tatsächlichen Intention, irgendjemanden beleidigen zu wollen. Daher auch kein Grund weiter schlecht gelaunt zu sein und Majara war sowieso keine Person, die großartig nachtragend war oder nur in der Vergangenheit lebte. Auch Sakima schien Menki soweit verziehen zu haben, von ihm derart angemotzt geworden zu sein, auch wenn das mysteriöse Etwas, was sich in seiner Tasche befand, immer noch seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Vielleicht würden sie früher oder später auch noch herausfinden was es war, aber Majara wollte Menki nun auch nicht darum beten seine Tasche auszuräumen. Das gehörte sich schließlich nicht im Geringsten und Majara hatte schon eine so gute Erziehung genossen, dass sie das wusste und auch davon absah, so gerne Sakima seine Nase wohl in die Tasche gesteckt hätte.
Die Frage danach ob sie den Pokédex-Eintrag seines Lichtels haben dürfte schien Menki doch irgendwie zu verwundern, auch wenn Majara das nicht nachvollziehen konnte. Es war schließlich eigentlich ganz normal, dass manche Trainer Einträge für ihre Dexe Einträge sammelten und dafür hin und wieder auch andere Trainer fragten… aber Menki hatte ja heute sowieso schon mit einer gewissen Verwirrtheit geglänzt, so dass Majara sich nicht weiter daran störte, geschweige denn darüber nachdachte. Letzten Endes hatte er ihr ja auch zugesagt, sein Lichtel aus dem Ball zu befreien, also war für sie sowieso alles in Ordnung. Abwartend sah sie ihn an, da er sein Pokemon aber nicht aus dem Ball befreite vermutete sie, dass er es nach dem Besuch in der Bäckerei tun würde. Die beiden machten sich also weiter auf den Weg in Richtung der gebackenen Leckereien.

Verstehend nickte Majara schließlich auf die Ablehnung des Kampfes. Wenn ein Pokemon verletzt war und es noch keine Möglichkeit gegeben hatte, es in ein Pokemon Center zu bringen sollte man auf Kämpfe tatsächlich lieber verzichten. Das konnte sie durchaus verstehen, denn auch wenn Pokemon in Kämpfen auch wirklich nur die Funktion von Kämpfern hatten, wollte sie doch trotzdem keine Verletzungen in Kauf nehmen. „Klar, kein Problem. „Kann ich verstehen.“, meinte sie und schenkte ihm ein fröhliches Lächeln. Das Leben bestand ja auch nicht nur aus Kämpfen… hehe… eigentlich doch, aber Majara konnte durchaus auch darüber hinwegsehen.
Sie betraten die Bäckerei und ohne weiter auf ihre Umgebung zu achten ging Majara schon weiter nach vorne zu der freundlichen Dame, die sie anlächelte. Sie wollte gerade auf Menkis Frage antworten als sie bemerkte, dass er nicht nur im Satz gestoppt hatte, sondern auch allgemein nicht weiter gelaufen war. Verwundert drehte sie sich um sah fragend zu dem Jungen. Menki sah aus als wäre gerade ein Alpollo durch sein Gesicht geflogen, so kreidebleich stand er dort. Die Brünette hob eine Augenbraue und legte den Kopf zur Seite während sie ihn musterte, ehe er bereits etwas vor sich hin stammelte und den Laden wieder verließ. Selbst Sakima gab ein verwundertes Schnauben von sich und Majara sah Menki hinterher, ehe sie den Kopf schüttelte. „Wie auch immer.“, murmelte sie schließlich, zuckte mit den Schultern und drehte sich wieder um. Dass der Mann sie musterte fiel ihr dabei gar nicht auf. Relativ schnell kaufte sie ein paar Leckereien, bedankte sich bei der jungen Dame und verließ die Bäckerei wieder, ehe sie zu Menki aufschloss und ihm die Tüte hinhielt, damit er sich etwas aussuchte. „Was war denn da los?“, fragte sie daher verwundert und nahm sich selbst eine Zimtschnecke aus der Tüte. Sakima musterte Menki von oben bis unten besorgt, während Macawi unter der Kappe hervorschaute und Achak krabbelte auf dem Boden um Majara herum, offenbar unheimlich desinteressiert an der ganzen Sache.

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Re: Museum

Beitrag von Gastam Mo Aug 22, 2016 11:24 am

Fast fiel er von der Stufe vor dem Eingang der Bäckerei. Seine Füße liefen ihm zu langsam, doch als er rannte, kam ihm auch das plötzlich seltsam vor. Wieso nahm er Reißaus? Wieso hatte er Angst? Sollte er nicht eigentlich sauer sein? Sollte er nicht reingehen und den Kerl anschreien?
Wut kroch ihm unter die Haut und ließ Menkis geballten Fäuste zittern. Mit einem Ruck drehte er sich um und starrte in Richtung der Bäckerei. Er stellte sich vor, wie er wieder rein ging. Wie er zu dem Tisch schlenderte. Und wie er einen kräftigen Fausthieb mitten in dem gutaussehenden Gesicht platzierte.
...Eine tolle Vorstellung. Und es würde bei einer Vorstellung bleiben. Denn wie ein Feigling drückte er sich gegen Bretterwand einer Lagerhalle, wie um Schutz an ihr zu suchen, ballte weiter die Fäuste und spähte zu dem Geschäft, um, bereit zur Flucht, das Auftauchen des blonden Mannes abzuwarten.
Aber er kam nicht.
Als sich die Tür öffnete, war es Majaras braunes Haar, das auftauchte. Sie verließ das Geschäft mit einer Tüte in den Händen. Menki schob sich die Hände in die Hosentaschen und löste sich von der Wand, damit sie ihn besser sehen konnte.   Als sie bei ihm ankam, hielt Majara ihm die besagte Tüte hin. Menki zögerte. Aufregung und Hunger kämpften kurz miteinander. Doch der Hunger siegte... Er griff zu. Und noch während er das Gebäck aus der Tüte nahm und den Blick in Majaras Gesicht hob, ging etwas seltsames in ihm vor. Heute war ein absurder Tag, oder? Ein verwirrender Tag...
"Danke.", murmelte Menki. Und starrte die klebrig süße Zimtschnecke in seiner Hand an, wie ein Objekt von einem fremden Stern.

"Da war jemand, den ich kannte."
Der Satz flutschte ihm so schnell über die Lippen, dass er ihn nicht mehr einfangen und aufhalten konnte. Menkis Herz pochte kräftig. Einmal, zweimal. Er sprach nicht über... solche Dinge. Eigentlich sprach er überhaupt nicht. Mit niemandem. Natürlich sprach er schon! Aber nicht über... richtige Sachen eben. Da war niemand... mit dem er reden konnte. Und Majara? Majara war eine Fremde, der er die Pokémon stehlen wollte. So war das. Und... und es spielte dabei keine Rolle, ob sie ihr Essen mit ihm teilte oder so. Genau...
Menki versuchte die Kurve zu kriegen und das Gespräch wieder in lockere Bahnen zu lenken. Aber es gelang ihm nicht. Ihm fiel nichts passendes ein, was das Gesprächsthema in eine andere Richtung gelenkt hätte. Kein Wunder, denn seine Gedanken hörten nicht auf, darum zu kreisen. Wieder und wieder. Und es bestand ja noch immer die Chance, dass der blonde Mann aus der Bäckerei treten, und ihn hier entdecken könnte. Was würde er wohl machen?!
"K-können wir hier weggehen?", fragte Menki kläglich und deutete mit Kopf und Ellbogen in eine Seitenstraße. Er hatte noch immer nicht von der Zimtschnecke abgebissen. Aber das fiel ihm jetzt auf. Er korrigierte diesen Umstand, obwohl ihm selbst diese normale Handlung aufgrund der Aufregung mehr mechanisch und unnatürlich vorkam.
Hm.
Dass Essen einfach tausendmal besser schmeckte, wenn man hungrig war!
"Wenn... hnm... er sich länger in Septerna aufhält... bin ich weg. Zurück... nach Stratos... Was macht er überhaupt in Einall...", murmelte er, halb kauend vor sich hin. Ihm hatte niemand erfolgreich beigebracht, nicht mit vollem Mund zu reden. Auch Majaras Bitte mit dem Lichtel war ihm vollkommen entfallen. "Dann... dann bin ich... noch heute weg..." Er schluckte den süßen Klumpen Gebäck, Zucker und Zimt herunter.
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Re: Museum

Beitrag von Gastam Mi Aug 24, 2016 2:32 am


Nowi & Menki & Majara



#001 - RPG Einstieg
Eher ohne ein wirkliches Ziel, war Nowi einfach von ihrem Heimatort- Stratos-City aufgebrochen und kam irgendwie schneller als erwartet in Septerna-City an. Was möglicherweise auch nur daran lag, dass sie allein –nun gut nicht ganz allein, sie hatte ja noch ihre Pokemon bei sich- aber eben ohne einen Menschlichen Begleiter unterwegs war, mit dem sie Reden, sich genauer umschauen konnte. Irgendwie hatte sie ja insgeheim gehofft das Tetsuo sie als Einsteigerin ins Reisen ein paar Wochen begleiten würde, dass sie zusammen etwas erlebten, aber dem war nicht so. Gut okay, er hatte Nowi dann endgültig davon überzeugt, dass sie nun doch mal den Mut aufbringen sollte etwas mehr von der Welt zu sehen. Was sie ja eigentlich schon etwas hatte, wenn man mal außer Acht ließ, dass es nur der vielen Umzüge geschuldet war, dass sie so viele Regionen und Städte mitbekommen hatte, nein das konnte man nun wirklich nicht als Reisen oder viel von der Welt gesehen haben bezeichnen.
Bei dem Gedanken, dass sie noch immer nicht so recht wusste wohin sie nun sollte, dass sie regelrecht muttersehn allein war und irgendwie auch einsam, seufzte Nowi einmal . Ehe sie sich mit den flachen Händen auf ihre Wangen schlug. Nicht zu stark, aber so dass sie wieder  ‘Wachgerüttelt war‘ und wieder positiver an die ganze Sache ranging. Immerhin wollte sie ja neue Pokemon Fangen und einfach die Zeit genießen, die Blondine dachte schon gar nicht mehr wirklich an ihr Zuhause nein sie war –nach einem kleinen Tief- wieder im hier und jetzt. Und nun schaute sie sich ihre neue Umgebung erst einmal an. Beschwingt lief sie durch die Straßen schaute sich die Läden an und musste ab und an spielenden Kindern oder Pokemon ausweichen, ab und an kassierte, dass Mädchen einen komischen, oder Prüfenden Blick, welches Nowi mit einem innerlichen Schulterzucken abfertigte, sie konnte es sich dies einbilden oder ihr war es bekannt dass sie nicht gerade Typisch rumlief, was ihre Kleiderwahl anging aber jeder konnte ja entscheide was er trug.
Da sie lange nichts mehr gegessen hatte, entschied sich Nowi auf einer Bank nahe eines kleinen Brunnes etwas zu essen, gerade hatte sie einen Riegel aus der Tasche geholt und wollte ihre Pokemon davon etwas geben, hörte sie zwei älterer Damen welche zu der Nachbarbank schlenderten, beim Gespräch zu, dass was Nowi da aufschnappte bewirkte bei der jungen Trainerin beinahe eine Schnappatmung. „Eine neue Uhr am Museum, es soll ein Künstler extra Gebaut haben“.
Uhr. Neu. Technik. Metal. Schrauben. Öl. War denn schon wieder Weihnachten? Die Augen von Nowi leuchteten regelrecht auf und wie im Reflex zuückte dass Mädchen einen ihrer Schraubenschlüsseln und grinste freudig, verschob den kleinen Imbiss auf später und sprang voller Vorfreude auf, sie wollte…nein sie musste diese Uhr sehen und auch wenn sie in einer kleinen Zelle ihres Körpers schon wusste, dass sie diese wahrscheinlich nicht auseinanderschrauben durfte um zu sehen wie sie von innen aussah, wie sie lief, wollte die blondhaarige Nowi es wenigstens versucht haben.
Nachdem sie einen Mann mit einer Zeitschrift nach dem Weg gefragt hatte, rannte sie beinahe zu dem Ort und blieb sofort stehen als sie bereits am Museum stand, mit großen Augen schaute sie zu der Uhr hinauf.
3…..2…..1…..“Ohhh die ist ja Wunderschön, und die Räder laufe so wundervoll ruhig, da ist bestimmt ein Meister an werk gegangen, UHHHHHHH wie gerne würde ich sie mir von innen ansehen. Sie aufmachen und ansehen wie es gemacht und wieder zusammen bauen“
Japp, es dauerte keine 10 Minuten und Nowi hatte mal wieder einen ihrer hysterischen Anfälle welche mit einem Freudentanz noch mal etwas mehr zu Geltung gebracht wurden. Natürlich war es nicht verwunderlich, dass man sich nach dem Mädchen umdrehte, sie belustigt, erstaunt oder entsetzte Blicke zuwarf. Aber Nowi war gerade vollkommen hin und weg, dass letzte Mal war sie so euphorisch als sie in Stratos einen neuen Maschinen und Equipment Laden gefunden hatte.
Zu dem war Nowi nicht sonderlich leise, gerade fixierte sie den Sekundenzeiger, und schwärmte von den Vorziehungen welche in diesen eingearbeitet waren, japp sie hatte Adleraugen.
„So hochwertiges Material, und eine saubere feine Verarbeitung…ich wurde gerne Wissen was für Werkzeug man dafür genommen hat“ rief sie weiter aus, wobei ihre Miene zu dem extrem freudig/ erheiterndem noch eine nachdenklichen Ton annahm, sie dachte wirklich ernsthaft darüber nach.
Hinter Nowi gingen die Leute, zum Teil weiter zum Teil blieben sie auch stehen, oder kicherten leise… Nowi musste wirken wie ein Bauerntrampel in einer Großstadt.
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Re: Museum

Beitrag von Majaraam Sa Aug 27, 2016 12:48 am

In Septerna City- - - #61

Sie war sich nicht zu einhundert Prozent sicher, weshalb sie Menki nun hinterher gelaufen war. Sie war zwar ein freundlicher Mensch, allerdings würde sie sich selbst auch nicht als zu aufopfernd bezeichnen und wenn der Blonde eben meinte, dass er einfach ohne Weiteres das Weite suchen musste war sie sonst eigentlich eine Person, die ihn daran nicht hindern würde. Vielleicht war es die Tatsache, dass es ihm offensichtlich nicht gut ging und sie den Eindruck hatte, dass er zu wenig aß, was sie dazu brachte seine Portion Leckereien beim Bäcker trotzdem zu kaufen und sich, nachdem sie den Laden verlassen hatte, auf die Suche nach ihm zu machen. Sakima schien von der Entscheidung sehr angetan zu sein, wo er ja sonst auch ein eher freundliches Pokemon war und den Kontakt zu anderen nicht scheute. Von Macawi war keine Rede, schließlich umarmte sie ja alles was nicht bei drei auf den Bäumen war; lediglich Achak konnte Majara noch nicht richtig einschätzen, aber sie hatte ihn ja auch erst seit knapp ein paar Stunden in ihrem Team. Dafür, dass er vorhin erst erweckt worden war machte das Kabuto aber einen äußerst wachen und vor allem wachsamen Eindruck. Wirklich großartig für seine Umwelt schien er sich zwar nicht zu interessieren, aber soweit es ihm möglich war schenkte er doch allem seine Beachtung, nur weswegen war Majara noch nicht ganz klar. Sie würde ihn aber wohl mit der Zeit noch besser kennen lernen, und die Tatsache, dass Achak einfach hinter ihr her wuselte egal wohin sie ging war wohl ein gutes Zeichen dafür, dass sich tatsächlich eine halbwegs feste Bindung aufbauen konnte; Majara war ja nun nicht so der Typ um Bindungen mit Pokemon einzugehen. Sie mochte sie, kein Frage, aber wirklich Freundschaft oder ein Band zu ihnen knüpfen, das konnte sie nicht. Sakima war da die einzige Ausnahme, weil er ihr durch die schwere Zeit geholfen hatte.
Majara konnte Menki schließlich einholen und hielt ihm die Tüte mit Backwaren hin, damit er sich etwas aussuchen konnte. Auch wenn sie nicht sonderbar neugierig war, war der Junge ihr wohl doch eine kleine Erklärung schuldig, schließlich hatte er sie ja einfach mir nichts dir nichts stehen gelassen. Eine richtige Erklärung erhielt sie aber trotzdem nicht, er zeigte ihr lediglich das Offensichtliche auf: dass er den Kerl kannte. Majara hob die Augenbrauen und biss von ihrer Zimtschnecke ab, entschied sich aber dazu, dem nicht weiter auf den Zahn zu fühlen. „Na dann.“, meinte sie lediglich und fragte tatsächlich nicht weiter nach. Offensichtlich hatte Menki keine Lust darüber zu sprechen, und dass er mit dem Kerl in der Bäckerei nicht gut auskam war ja mehr als offensichtlich gewesen. Es war seine private Sache; Menki mischte sich ja auch nicht in ihre Sachen ein. Die Braunhaarige nickte lediglich langsam als der Blonde fragte ob sie weiter gehen konnten und setzte sich schließlich in Bewegung, neben ihm herlaufend. Einen Moment schwiegen beide, dann fing Menki wieder an zu sprechen, auch wenn es sich eher wie ein Monolog anhörte. Sie hob die Augenbrauen und ließ seine Worte einen Moment im Raum stehen, ehe sie mit den Schultern zuckte. „Vor seiner Vergangenheit weglaufen bringt nichts.“, murmelte sie und war sich der Ironie vollkommen bewusst, dass sie selbst nichts anderes in Einall tat als sich vor ihrer Vergangenheit zu verstecken, oder viel mehr der Konfrontation mit ihrem Vater. Wie paradox. Kopfschüttelnd seufzte sie und verzog kurz den Mund. „Nach Stratos City ist es nicht weit. Wenn du heute noch aufbrichst bist du bestimmt vor Abend da.“ Sie würde ihn jedenfalls nicht aufhalten. Ihr Weg führte erst einmal nach Avenitia um die Einträge der restlichen Starterpokémon von Einall zu sammeln.

Majara blieb schließlich stehen und hob eine Augenbraue als sie wieder näher am Museum waren und ihr dort ein Mädchen ins Auge stach, das wohl offensichtlich sehr angetan von der Uhr des Museums zu sein schien. Nicht nur das, sie rief das auch ziemlich laut aus und zog damit die Aufmerksamkeit mehrerer Passanten auf sich, die kurz stehen blieben oder weiter gingen und mit einem Blick zurück über das Mädchen tuschelten. „Hm.“, brummte sie und Sakima sah neugierig in die Richtung des Mädchens, folgte ihrem Blick zu der Uhr und sah wieder zurück zu dem Mädchen. Was war an dem Ding nur so interessant? Achak, vollkommen der Ansicht, dass man sich wohl um nichts kümmern musste, krabbelte einfach an Majara vorbei und direkt auf das Mädchen zu, blieb aber vor ihr stehen und sah lediglich zu ihr hoch um sie zu mustern – man musste ja in dieser neuen Welt alles genaustens unter die Lupe nehmen. Majara verdrehte kurz die Augen, seufzte und ging hinterher. „Hey.“, begrüßte sie das Mädchen knapp und musterte sie kurz. Sie schien ebenfalls jünger als Majara zu sein, weshalb jene kurz den Mund verzog. „Alsoo… was auch immer an der Uhr so interessant ist, ich würde das nicht unbedingt durch ganz Septerna City schreien.“ Sie zuckte mit den Schultern, aber so wirklich interessierte es sie auch gar nicht, was das Mädchen machte. Lediglich dass Achak zu ihr gelaufen war, war der Grund dass sie nun hier stand… sie wollte schließlich nicht schon wieder so eine Szene wie mit Menki verursachen.
Achak schien das Interesse an der jungen Dame allerdings auch recht schnell wieder zu verlieren wie es aufgekommen war. Auch wenn das Kabuto noch nicht allzu lange im Team von Majara war, wunderte die Braunhaarige das Verhalten doch überhaupt nicht. Das Urzeitpokemon hatte schon längst bewiesen, dass es schwer war sein tatsächliches Interesse zu wecken. Mit einem leisen Klick-Geräusch entfernte sich Achak daher wieder von der Blonden und blieb neben Sakima stehen – damit hatte Majara dann schließlich auch keinen Grund mehr noch weiter bei dem Mädchen stehen zu bleiben. Doch als sie sich umdrehte um zurück zu Menki zu gehen war dieser bereits wieder verschwunden. Mit gehobener Braue sah sie sich um, konnte den Blondschopf aber nicht mehr wiederfinden – dann eben nicht. Sie war niemand der anderen nun hinterher laufen musste. Dann würden sie eben erst einmal etwas anderes unternehmen, Maja wollte sowieso langsam wieder weiter. Mit einem Blick zu Sakima und Achak nickte sie dem jungen Mädchen zum Abschied noch kurz zu, ehe sie sich auf den Weg machte – erst einmal wollte sie zum Pokemon Center gehen und Achak durchchecken lassen um sicher zu gehen, dass mit ihm alles in Ordnung war. Man konnte ja schließlich nie wissen.

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Re: Museum

Beitrag von Gastam So Apr 16, 2017 9:29 pm

#004

» My voice, it won't
cry anymore
Screaming won't help me now
to erase all my scars


cf. Alter Palast, Eingangshalle

Am darauffolgenden Tag war sie extrem früh aufgestanden und im Museum aufgekreuzt. Die Lichter waren um diese Uhrzeit natürlich noch nicht angeschaltet. Ein leicht unruhiges Gefühl erfasste sie, was aber nicht dem Unbehagen geschuldet war, dass sie so früh da war - das machte ihr im Grunde nun wirklich nichts aus. Es war ... vielmehr die Tatsache des schlafenden Pokémons, dessen Fossil sie mit sich genommen hatte.
Aerodactyl. Wie oft hatte sie nur in Legenden und Sagen von ihm gehört, alte Bilder gesehen und sich immerzu mit einem leichten Schauer erfüllt gefühlt, wann immer sie das Pokémon auch nur in der Weite erahnen konnte. Sie blieb ruhig, als sie das Museum betrat und neben dem Klackern ihrer Schuhe mit Absätzen war nur noch das Anschalten der Lichter zu hören, das Umlegen des Schalters. Niemand war hier, auch die Nachtwache hatte sich verabschiedet, nachdem sie gekommen war. Auch kein Pokémon begleitete sie diesmal auf ihrem Gang.
Sie verschloss ihre Tasche so lautlos wie möglich in ihrer Kabine und atmete tief durch, als die die Tür schloss und abschloss. Ihr Kopf lehnte sich kurz an das kühle Metall an und sie musste aufpassen, dass ihre Beine sich nicht doch in eine andere Richtung verzogen als sie es eigentlich geplant hatte. Sei kein Weichei. Sie musste immer wieder an die Pokémon ihres Vaters denken, an die gewaltigen Pokémon, die er mühelos befehligen konnte - nach außen hin war sie immer ruhig geblieben, beinahe sogar gelangweilt, doch sie hatte eine Angst gegen sie entwickelt. Die beachtliche Größe ging mit einem beträchtlichen Schadenspotenzial einher und manchmal traute sie sich nicht, überhaupt eines von ihnen zum Freund machen zu können oder gar zur Akzeptanz von ihrer Gestalt zu bringen. Ihr Rocara und ihr Rotomurf waren beides dagegen relativ kleine, knuffige Wesen - wieso hatte sie sich überhaupt die Mühe gemacht, nach einem Aerodactyl zu suchen? Nach einem Altbernstein ...

Ihr Herz pulsierte, als sie ihre Schritte auf dem Boden hörte. Sie zögerte noch einmal mehr vor der Labortür, riss sie dann aber doch auf und schaltete auch hier das Licht an. Seltsam, wie heimatlich es wurde, sobald das Licht die Dunkelheit erleuchtete. Sie schnappte sich ihren weißen Kittel und zog ihn sich über, platzierte das Fossil fachmännisch auf einem der Untersuchungstische und checkte alle Maschinen noch einmal durch. "Technische Gerätschaften ... bereit", murmelte sie vor sich hin, um sich zu beruhigen. Es vergewisserte sie auch noch einmal, dass alles bei halbwegs bester Ordnung war.
Sie unterzog dem Fossil genaue Abmessungen und Analysen, schaltete es einmal hier und einmal da an die Geräte an, scannte es und erstellte sich ein 3D-Abbild. "Größe ... erfasst. Bestandteile ... erfasst. Grad der Verunreinigung ... Drei Komma Acht Prozent." Das war erstaunlich wenig ... ob das an dem Sand lag? Sie löste die Kabel und Drähte von dem Fossil und nutzte einen feinen Pinsel, um die letzten Schmutzreste zu entfernen. "Säuberung ... erledigt." Ein leises Lächeln platzierte sich auf Shiories Gesicht, als sie die bernsteinfarbene Gestalt in ihren Händen sah. Wenn sie ganz still war, pulsierte das Wesen in ihm. Sie ... brauchte keine Angst zu haben. ... Oder?
Wahrscheinlich war es ziemlich dumm, so aufgeregt nur wegen dem einen Fossil zu sein, was noch nicht einmal als das Größte seiner Art durchging, doch sie respektierte das Pokémon und deren Freiheit. Es konnte fliegen, wohin es wollte, also war es noch nicht einmal festgelegt, dass es überhaupt bei ihr blieb. Sie würde es sich wünschen, doch Entscheidungen für andere zu treffen lenkte nicht selten sofort in das Verderben. Shiori lief zu der Reaktivierungsmaschine hinüber und platzierte das Fossil mittig, ehe sie das Gerät schloss und eine Glashülle einen Zylinder um das Fossil formte.
"Fossil eingelegt, Einstellungen werden vorgenommen", murmelte sie weiter, während ihre Hände routiniert das eingaben, was ihre Analysen ergeben hatten. Größe, Form ... alles, was nützlich war. Exakte Voraussagen waren wichtig, um ein optimales Ergebnis, sprich ein lebensfähiges Pokémon zu erhalten. Sie hatte das mittlerweile schon oft gemacht, doch nie war sie so aufgeregt gewesen, auch wenn es größere Pokémon gegeben hatte. "Eingabe abgeschlossen", sprach sie weiter und trat einen Schritt zurück. Der Zylinder vegrößerte sich etwas, um sich an das Aerodactyl anzupassen. "Reaktivierung in fünf ... vier ... drei ... zwei ... eins ..." Sie schaltete um. "Null." Leben begann das Gerät zu erfassen, nach und nach leuchteten die einzelnen Bestandteile auf und steuerten direkt das bernsteinfarbene Fossil an, den Altbernstein. Ein konserviertes Urzeitpokémon, nicht das erste und nicht das letzte seiner Art. Das Licht blendete die Weißhaarige und sie musste ihre Augen für einen kurzen Moment verdecken. In ihrem Kopf zählte sie wieder. ... drei, vier, fünf. Bei Zehn legte sie den Schalter erneut um.
Die Geräte verfielen wieder aus ihrer Lebendigkeit, etwas, was sie gerne "Dornröschenschlaf" nannte. Doch sie hatte nicht lange Zeit, um weiter darüber nachzudenken, als sie der große Kreatur gegenüber trat. Ihr Herz stockte. Ihr Atem ging flach. Atmete sie überhaupt? In ihrem Hals bildete sich ein Kloß, als sie das majestätische Pokémon ruhig vor sich stehen sah, auf der Plattform. Ihre Hände fanden die Einstellungen rasch selbst, wo sie die Glashülle wieder einfahren ließ und das Pokémon freigab. Immer noch bewegte sich das Pokémon nicht. Unsicher näherte sich die Weißhaarige dem Pokémon. Eigentlich war sie eine erfahrene Archäologin, doch dennoch ... war sie nie so nah an einem Aerodactyl gewesen. Das Pokémon sah sie nur ruhig an, schien etwas von ihr zu erwarten. Zögernd streckte sie die Hand nach dem Pokémon aus, bis sie fast die Oberfläche des Pokémons erreicht. Sie zuckte zusammen, als sie das Pokémon nur kurz berührte, doch das Pokémon blieb ruhig und sah sie nur neugierig an. Langsam legte Shiori ihre komplette Hand auf die kühle und doch lebendige Haut des Urzeitpokémons. Es bewegte sich nicht und schien weiterhin ruhig zu bleiben. Sie trat einen Schritt näher, ihr Herz klopfte und sie selbst wurde aber mit der Ruhe des Aerodactyls ein wenig ruhiger. Vertraute es ihr? Vertraute sie ihm?
Sie hob die andere Hand, vorsichtig. Neugierig wurde die zweite Hand begutachtet, doch das Pokémon regte sich weiterhin nicht. Hatte sie die Einstellungen vermasselt? Lebte es? Sie umfasste mit der zweiten Hand die andere Seite des Gesichtes des Pokémons und hielt nun das Gesicht locker in beiden Händen. Das längliche Maul kam ihrem Gesicht doch nahe ... Das Aerodactyl senkte seinen Kopf etwas, sodass sein Maul nach unten zeigte. Sie näherte sie ihm noch für einen Schritt und lehnte ihren Kopf langsam, vorsichtig, gegen den Kopf des Pokémons. Sie schloss die Augen und küsste das große Pokémon leicht auf die Stirn.
Brauchte sie Angst haben?
Sie holte einen Pokéball heraus und fing damit das Aerodactyl, welches keine Anstalten machte, sich irgendwie zu regen. Merkwürdiges Exemplar.

tbc. Route 16
© Shiori | Images © JYA

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