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Hafenmeile

Beitrag von Gastam Mo Jan 25, 2016 7:00 pm

Hafenmeile

In der Hafenmeile von Marea City lassen sich aller Hand Geschäfte, Cafés und kleinere Restaurants finden, von denen man den Blick auf den Hafen und die See genießen kann. Es gibt viele verschiedene Angebote und hin und wieder einige, kleinere Märkte, an denen neue Waren angeboten werden. Die Warenvielfalt ist zwar nicht so groß wie in der Markthalle, dafür punktet die Hafenmeile aber mit einem netten Ausblick beim Einkaufen.

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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Mo Jan 25, 2016 7:31 pm

mit Claire & Carmen.
Es war noch nicht allzu lange her, als das kleine Passagierschiff von Vapydro City in der hiesigen Stadt angelegt hatte. Marea City erschien dem frischgebackenen Koordinator wie ein hervorragender Start. Getäuscht hatte er sich darin nicht. Auch, wenn der Schiffsverkehr eher auf den Warenverkehr ausgelegt war, schien die Hafenstadt unglaublich lebhaft und interessant. Einen schönen Anblick bot der Hafen jedenfalls, auch wenn Vince nicht vor hatte, sich davon gänzlich einnehmen zu lassen. Bloß eine Wettbewerbshalle fehlte, wäre in einer Stadt wie Marea City aber vielleicht auch Fehl am Platze gewesen. Noch hatte der junge Koordinator sich nicht entschieden, ob er als erstes Rayono City oder aber Nevaio City ansteuern sollte - er wusste ja nicht einmal, ob in einer der beiden Städte bald ein Wettbewerb stattfinden würde. Vielleicht war es aber auch verfrüht bereits darüber nachzudenken.

"Pokébälle sind drin, ... ein paar Tränke, ... Hyperheiler und Beleber für den Notfall, ...", zählte der Junge; seine Tasche prüfend; leise auf. Sein treues Piccolente starrte währenddessen zu ihm hinauf, ehe er gelangweilt doch den Blick abschweifen ließ und stattdessen neugierig die Passanten betrachtete. Das war ja auch spannender, als seinem Trainer dabei zuzuschauen, wie er den Inhalt seiner Tasche prüfte. Dabei erblickte das Wasser- und Flugpokémon einige Pokémon, die es noch nie zuvor zu Gesicht bekommen hatte. Fremde Pokémon, die dem jungen Koordinator doch glatt entgingen.
"Okay!", sprach er nach einer Weile und lächelte sein Pokémon vorfreudig an. Jetzt konnte die Reise beginnen! Jedenfalls, wenn er nicht doch irgendetwas Wichtiges vergessen hatte. "Ich denke, ich hab alles." Mit fragendem Blick legte das Entenpokémon seinen Kopf schief und betrachtete geduldig seinen Trainer, der ein wenig ratlos darüber war, was dieses Piccolente eigentlich ausdrücken wollte. Kurzum wurde die Tasche wieder geöffnet und noch einmal ein prüfender Blick hinein geworfen. Vielleicht hatte er ja doch noch nicht alles.
"Vielleicht sollte ich noch eine Karte kaufen, für alle Fälle...", murmelte er nachdenklich. Auf die Technik konnte man sich schließlich auch nicht immer verlassen. Das Wasserpokémon antwortete darauf lediglich mit einem Seufzer, als hätte es bereits geahnt, dass die Einkaufstour noch nicht ganz beendet war. Auf eine Reise aber, musste man sich nun einmal gut vorbereiten. Stellte sich bloß noch die Frage, ob er überhaupt einen Laden finden würde, in dem er eine Karte von Einall kaufen könnte. So blickte er sich aufmerksam nach einem geeigneten Laden um, wenn auch etwas unaufmerksam, was Passanten anging.

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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Mo Jan 25, 2016 9:54 pm



She warned him not to be deceived by appearances, for beauty is found within...

Da war man also nun. Die Hafenmeile von Marea City. Ein wundervoller Ort zum Einkaufen - also, dieser Meinung war Claire. Die kleinen Märkte, die Schaufenster und die niedlichen Cafés luden einfach zu einem Bummel ein und genau dies hatte Claire für den heutigen Tag auch vor - eine Shoppingtour! Einiges hatte die Top Vier auch auf dem Zettel - Dinge für sich selber, Pflegeprodukte für ihre geliebten Stahl-Pokémon und das eine oder andere Kleidungsstück war geplant. Na ja, direkt an ihren Zettel würde sich die junge Dame eh nicht halten, fandet man doch immer mal wieder etwas neues interessantes - ganz nach dem Motto 'Oh! Es glitzert! Es ist unnötig? Das muss ich haben!' und geleitet von diesem Motto schlenderte Claire die Meile entlang. Einige Leute und Pokémon waren ebenfalls anwesend, somit musste man sich teils durch die Menge quetschen um weiter kommen zu können. Jedes mal seufzte sie genervt wenn sie sich an einer weiteren Menge vorbei drängelt musste. So was hasste die Top Vier, Leute die sich mitten auf den Weg stellten um sich irgendetwas ansehen zu müssen. Doch achtete sie doch selber nie darauf wo sie gerade stand und dementsprechend vielleicht anderen im Weg stand - Claire eben.

Und dann. Dann fiel ihr Blick auf ein kleinen Laden mit Pokémon-Zubehör. Fasziniert blieb sie vor diesem Laden stehen und blickte mit großen Augen durch das Schaufenster. "Wow..." kam es leise von ihr. So viele Dinge waren dort ausgelegt. Funkelnde Pokébälle, verschiedene Bürsten, Döschen mit Salben und und und. Die Beschwerden der anderen Passanten überhörte Claire natürlich gekonnt, denn nun war sie eine von diesen Leuten, die einfach im Weg standen und andere sich ihren Weg suchen mussten.
Post: #001 | with Vince & Carmen | place: Marea City - Hafenmeile
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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Mo Jan 25, 2016 11:55 pm

Geschafft verließ Carmen endlich das Schiff. Es war eine beschwerliche und ermüdende Fahrt, aber nicht jeder fuhr dauernd von einer zur anderen Region. Der Beruf als Matrose könnte sie sich also abschminken. Dass sie zudem unweigerlich von Graphitport City ablegen musste, hatte ihr Unbehagen verstärkt, was dann in Nervosität vor der neuen Region übergegangen ist. Einen angenehmen Schlaf hatte sie definitiv nicht gehabt.
Sie streckte sich, es knackte unüberhörbar, und beobachtete die Seemannsleute, wie sie eine Ladung nach der anderen transportierten. Ein Teil der restlichen Passagiere ihres Schiffes folgten einem Touristenführer, der genauso bunt gekleidet war wie die Gruppe, die er anführte. Sie verstand nicht wirklich die Menschen, die sich von einem leiteten, anstatt selbst was in die Hand zu nehmen und auf eigenem Weg etwas zu erkunden. Oder sich so auffallend kleideten, nur um jeden ins Gehirn zu meißeln: Ich bin Tourist! Ich bin eure Geldquelle!
Ob das auf die Händler oder vermeintlichen Diebe bezogen war, war jedem selbst überlassen.

Mag sein, dass sie nicht wirklich unauffällig durch ihre Fliegermütze war, aber sie würde sich von der niemals abringen lassen. Mit dem Blick auf das weite Meer, dass sie so sehr an zuhause erinnerte, ging sie die Straße entlang. Viele Stände waren zu ihrer Linken, eigentlich hatte sie schon vorher alles eingepackt was sie bräuchte, war dies ja nicht ihre erste Reise. Aber man wusste ja nie, ob etwas Interessantes zu finden gab und es war dann doch amüsant, wie die Verkäufer ihre Waren anpriesen und Kunden zum Kauf verführten. Vielleicht sollte sie sich doch umgucken, jetzt wo die Gelegenheit da war.
In Gedanken vertieft übersah sie das verschlagene Grinsen ihres Partners. Das Sniebel an ihrer Seite heckte wiedermal Streiche aus, waren doch genug andere Leute und Pokemon in der Nähe anwesend. Da würde es auch nicht so schnell auffallen, wer verantwortlich für so manch eingefrorenen Schuhe oder vereisten Boden war. An die Gefahr, dachte das Eis-Pokemon nicht und stahl sich klammheimlich von seiner Trainerin davon, es würde seine Freundin schon wiederfinden.
Oder sie ihn, wenn der nächste Schrei vor Schreck ertönen würde.

»Was meinst du Benkò? Sollen wir nach einer Scharfklaue für deine Entwicklung suchen oder eher nach Typverstärkern?« Lächelnd wollte Carmen ihr Sniebel fragend anblicken. Bis sie bemerkte, dass sich dieses schon auf und davon gemacht hatte. Es war doch immer wieder das gleiche Spiel mit diesem Kerl! Und sie durfte sich am Ende für seine Streiche entschuldigen.
»Wenn ich dich in die Finger kriege!«, flüsterte sie bedrohlich.
Folglich stolzierte sie wütend durch die Straße, Ausschau haltend nach ihrem Pokemon. Dass sie so manche Passanten dabei anrempelte, ignorierte sie schlichtweg, was interessierte sie schon Poke-Zubehör oder modischer Schnick-Schnack? Ihr kleiner Teufel war wichtiger.

Das Eis-Pokemon inzwischen hatte einige Meter vor einem blauen Pokemon mit Schnabel Halt gemacht. So eines hatte es noch nie gesehen. Verwirrt legte es zuerst den Kopf schief, bevor es grinste. Flink schlich es sich von hinten an und formte mit seinem Eissturm einen Schneeball. Eine kühle Abreibung hatte ja noch niemanden geschadet, dachte es und warf.
»Benkò, was glaubst du, hast du da getan?« Quiekend drehte sich das Pokemon um.
Jetzt war alles aus.


#01 mit Vince und Claire


Zuletzt von Carmen am Di Jan 26, 2016 1:12 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Di Jan 26, 2016 11:14 am

mit Claire & Carmen.
Während der Suche nach einem Geschäft, das auch Karten anbot, fielen Vince immer mehr Dinge ein, die sich für seine Reise vielleicht nützlich machten. Zubehöre für Wettbewerbe, vielleicht. Er zweifelte nicht daran, dass sein Piccolente Interesse hätte. Immerhin ging es doch auch darum, sich in ein gutes Licht zu rücken. Dann wiederum wäre es wohl verfrüht, sich um das Äußere Gedanken zu machen, wenn er noch nicht einen Wettbewerb bestritten hatte. Sicher, er hatte Übertragungen im Fernsehen gesehen, aber das war nunmal doch ganz anders, als die Realität. Auf jeden Fall anders genug, als dass er sich nicht weiter den Kopf darüber zerbrechen wollte.

"Hast du schon-", begann der Koordinator, bevor er von einem Schneeball jäh unterbrochen wurde. Auch, wenn er nicht das Ziel war. Doch das treue Piccolente fand es weniger witzig, flatterte wild mit den Flügeln und quakte vor Schreck, ehe es sich abrupt herumwandte und den Streichespieler mit einer Ladung kochend heißem Siedewasser begrüßte. Etwas ziellos; konnte das Entenpokémon doch nur erahnen, dass dieses Sniebel der Übeltäter war.
"Vorsicht!", rief Vince schnell, um wenigstens vor der drohenden Gefahr zu warnen, was dafür sorgte, dass ein paar Passanten bereits einen hohen Bogen machten. Verständlicherweise wollten sie natürlich nicht Bekanntschaft mit dieser Attacke machen, die Verbrennungen auslösen konnte. Nur ein Grund, warum es Vince nicht behagte, dass sein Piccolente einfach Angriff, statt Ruhe zu bewahren, obwohl er den Unmut seines Pokémon durchaus verstehen konnte. Etwas mehr Beherrschung war aber durchaus angebracht. Wie sollte es denn sonst aussehen, wenn sie erst einmal auf der Bühne standen?
Mit strengem Blick entgegnete er seinem Pokémon, das als Reaktion eingeschnappt wegschaute. Es hatte sich ja nur verteidigt! Ein Argument, das Vince ohnehin nicht akzeptiert hätte. Schließlich konnte man einen Schneeball nur bedingt mit einem Angriff gleichsetzen - wenn überhaupt. "Du kannst nicht einfach mit einer Attacke kontern. Schon gar nicht, wenn sie ins Auge gehen könnte!", schimpfte er mit seinem Piccolente, das so tat, als würde es gar nicht zuhören und beleidigt den Schnabel in die Höhe reckte. Ein wenig konnte der Koordinator sein Pokémon ja verstehen. Ein Angriff war aber dennoch nicht der rechte Weg, um damit umzugehen. Allen voran, wenn das Wasserpokémon in einem richtigen Kampf wahrscheinlich ohnehin nur verlieren würde, weil es keine Kampferfahrung hatte.

Seufzend entschloss er sich fürs Erste, sein eingeschnapptes Piccolente zu ignorieren. Sollte es doch schmollen, wenn es Mist gebaut hatte, musste es das nun einmal akzeptieren. Stattdessen vergewisserte Vince sich lieber, dass nichts Schlimmeres passiert war und bewegte sich auf Sniebel und der vermeintlichen Trainerin zu. "Alles in Ordnung?", fragte er schließlich, als ihm das Piccolente doch wieder Gesellschaft leistete. Allerdings hatte es nur einen bösen Blick übrig, was Vince erneut ein Seufzen entlockte. Zumindest hätte dieses Pokémon sich mal ein wenig versöhnlicher zeigen können.

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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Sa Jan 30, 2016 1:33 pm



She warned him not to be deceived by appearances, for beauty is found within...

Zu abgelenkt war Claire nun auch und merkte nicht einmal das sie an gerempelt wurde. Man hätte ihr die Tasche stehlen können und Claire wäre es erst beim bezahlen aufgefallen - ein normaler Shopping-Tag. Ihr Interesse lag an den Salben, welche für speziell für Stahl-Pokémon war und überlegte wirklich, diese zu kaufen. Sie liebte ihre Stahl-Pokémon und auch wenn es einst die Pokémon ihres Vaters waren, haben sich Mensch und Pokémon wunderbar zu einem Team entwickelt. So ging Claire einige Schritte von dem Schaufenster weg und wollte gerade in den Laden gehen als sie von irgendwo ein 'Vorsicht!' hörte. Die Top Vier drehte sich in die Richtung aus welcher sie die Stimme vermutete und sah, wie ein Pokémon - es musste irgendwas kleines sein weil Claire es auf Anhieb nicht sah - eine Wasserattacke einsetzte. Sportlich wie Claire nun mal war, sprang sie zur Seite und konnte so einigem an Wasser ausweichen, welches nun direkt vor ihren Füßen landete. Genervt wurde in die Richtung geschaut aus welcher die Attacke stammte und konnte das Ding von Pokémon nicht erkennen welches einfach so eine Attacke von sich gab.

Den Laden aus dem Sinn, machte sich Claire auf die Suche nach dem Trainer mit seinem Pokémon, das sie gerade aus den Gedanken gerissen hatte. Auch dauerte es nicht lange den wahrscheinlichen Übeltäter zu finden. Ihr viel ein junger Typ auf, der auf sein Pokémon einredete. Ein blaues Enten-Pokémon und wenn es auch noch vom Typ Wasser war, dann wusste Claire wem sie den Schrecken zu verdanken hatte. Aber er war nicht der einzige der wohl mit seinem Pokémon Diskutierte - eine junges Mädchen mit Fliegerbrille auf dem Kopf redete auch mit einem Pokémon. Ob die Pokémon in Verbindung stehen könnten? ging es der Top Vier durch den Kopf und so näherte man sich beiden Parteien und winkte mit die Aufmerksamkeit beider zu erlangen. "Was ist das den hier für ein durcheinander." rief sie, während man immer näher kam. Ihr Ziel waren die beiden Leutchen - der Junge mit dem Enten-Pokémon hatte sich in der zwischen Zeit zu dem Mädchen mit der Fliegerbrille bewegt. Die Augenbrauen wurden leicht erhoben während die Top Vier Junge und Pokémon musterte. "Nett von dir, Bescheid zu geben das die Meile samt Leute Unterwasser gesetzt wird" kam es leicht überspitzt von ihr. Dann wanderte der Blick weiter zum Mädel. "Wahrscheinlich ist es nicht meine Aufgabe und bin mir auch sicher das es nicht meine Aufgabe ist aber kann man helfen?" Gespannt schaute sie die beiden an, als sie ihre Frage gestellt hatte. Das man nicht einmal in Ruhe Shoppen gehen kann - ging es ihr durch den Kopf.
Post: #002 | with Vince & Carmen | place: Marea City - Hafenmeile
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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam So Jan 31, 2016 7:50 pm

»Du weißt genau, was-« Gerade als Carmen ihrem Sniebel die Ohren lang ziehen wollte, ertönte ein lauter Ausruf und unterbrach sie von ihrer anfänglichen Schimpftirade.
»Vorsicht!«, zu spät bemerkte sie das ein Schwall dampfenden Wassers direkt auf sie zusteuerte. Die Attacke verfehlte ihr ursprüngliches Ziel, dem eigentlichen Übeltäter, und traf sie zum Teil in die Brust. Der andere landete weiter hinter ihr auf dem Boden.
Eher wegen dem Schrecken als von der Wucht taumelte sie zurück und landete ungalant auf ihren vier Buchstaben. Dass sie dabei von sämtlichen Passanten angestarrt wurde, verbesserte ihre Lage nicht im Geringsten.
Schwerfällig erhob sie sich, die besorgten Augen ihres Pokemon auf sich, und überprüfte den angerichteten Schaden. Obwohl das Wasser nicht eiskalt war, wie erwartet, durchnässte es ihr langärmliges Top und klebte unangenehm auf ihrer Haut. Das es nicht ihr Gesicht getroffen hatte, schrieb sie ihrem geringen Gehalt an Glück zu. Manches Mal aber wünschte sie sich, dass ihr Partner nachdenken würde bevor er eine seiner Aktionen startete. Es würde sie nicht immer in solch prekäre Situationen bringen. In Hoenn hatte sie schon genug davon gehabt.

»Nächstes Mal trifft dich die Attacke und ich werde es bewusst ignorieren. Dann kannst du ja schauen, wo du bleibst.«, versprach sie ihm, wenngleich es eine leere Drohung war. Es würde wie immer Abfolgen, er baut Mist und sie würde ihn da raus holen. Naturgesetze konnte man auch nicht ändern.
Doch die Worte verfehlten ihre Wirkung nicht, das Eis-Pokemon schaute schuldbewusst auf den Boden und scharte mit dem Fuß auf dem Boden. »Ich bin nicht die, bei der du dich entschuldigen musst. Du könntest auch mal ausnahmsweise dein Opfer um Entschuldigung bitten.« Knurrend antwortete das Sniebel, dass sein Scherz so ausfallen würde, hatte er doch nicht gewusst. Und er trug doch nicht die Alleinschuld an dem Geschehen.
Carmen wusste was in seinem Kopf vor sich ging, doch sie blieb standhaft bei ihrer Meinung, wie sollte sie sonst diesem kleinen Wicht erziehen? Dass es nicht zu einem Kampf kam, war schon ein Wunder.

Als ein Junge auf sie zukam, der scheinbar der Besitzer des getroffenen Pokemon war, und nach ihr fragte, war sie überrascht, wie ruhig er sich verhielt. Sie hätte an seiner Stelle schon getobt. Mit einem Blick auf den Unglücksvogel bewahrheitete sich ihre Annahme, dass nicht alle es so gefasst nahmen. Für sie war der Tag schon durch die Fahrt anstrengend, da wollte sie sich nicht unnötig aufregen. Das Pokemon hatte auch nicht bewusst auf sie gezielt, wie sollte sie ihm das dann übel nehmen.
Als danach auch noch eine weitere Passantin sich zu ihnen gesellten und nach ihr fragte, wurde sie allmählich nervös. Sie fühlte ein leichtes Unbehagen, dass von dieser schieren Aufmerksamkeit führte und die umstehenden Passanten machten es mit ihren Blicken nicht einfacher. Solche Situationen würde sie gerne umgehen, wenn es da nicht ihr Benkò geben würde.

»Es geht mir gut, keine Sorge. Ein nasses Top ist nicht die Welt. Mein Sniebel hier ist wohl der Auslöser der ganzen Sache… und es tut mir leid.« antwortete sie leicht patzig. Sich zu entschuldigen, wo sie doch nicht wirklich die Schuld trug, war mühsam, gar lästig, bedenkt man, wie oft sie das schon machen musste. Aber als Trainerin wurde erwartet, dass man seine Pokemon unter Kontrolle hatte. Dass das nicht immer einfach war, konnte man ja sehen.
»Und ihr könnt wieder weitergehen! Es gibt nichts mehr zu sehen!« wurde sie lauter zu den restlichen Leuten. Tuschelnd zischten diese langsam ab, da würde die Gerüchteküche wohl brodeln.
Irgendwie musste sie aber ihrem Unmut Luft machen.

»Hattest du nicht auch nicht auch noch was vor?« stupste sie ihr Sniebel an und traktierte es mit drohenden Blicken. Unwillig schob sich das Eis-Pokemon nach vorn und wand sich in dem bösen Blick des Vogels, bevor es seine Klaue als Symbol der Versöhnung hinreichte. Die Wut des fremden Pokemons war ihm lieber, als dem der seiner Trainerin.


#02 mit Vince und Claire
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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Sa Feb 06, 2016 8:01 pm

mit Claire & Carmen.
Natürlich kam es, wie es kommen musste. Das Entenpokémon verfehlte sein Ziel und traf stattdessen die Trainerin dieses frechen Sniebels, die unschuldig an der ganzen Sache war - oder zumindest schien. Jedenfalls glaubte der junge Koordinator nicht daran, dass jemand seinem Pokémon befehlen würde, Streiche zu spielen. Ins Besondere, wenn doch stets die Trainer für das Verhalten ihrer Pokémon verantwortlich gemacht wurden. Schließlich gesellte sich auch noch eine dritte Person in die Runde, dessen überspritzte Aussage Vince fürs Erste lieber ignorierte. Er hatte seinem Piccolente immerhin nicht befohlen die Meile unter Wasser zu setzen. Was hätte er auch davon? Nachdem die Fremde in gewisser Weise Hilfe angeboten hatte, ergriff auch schon die Trainerin des Sniebels das Wort. Der Tonfall ihrer Entschuldigung ließ jedenfalls die Vermutung zu, dass ihr Pokémon derlei Streiche öfter spielte. Wer mochte sich schon gerne für die Fehler anderer entschuldigen?
Neugierige Passanten wurden von ihr auch schleunigst wieder verjagt. Verständlicherweise. Kurz kramte Vince in seinem Gedächtnis, ob er nicht vielleicht ein Handtuch im Gepäck hatte, vergeblich, stattdessen hatte er doch lieber eine Wolldecke eingepackt. Für den Fall der Fälle. Das Handtuch wäre ihm in der aktellen Lage jedoch weitaus lieber gewesen. Dann hätte er es dem Mädchen wenigstens anbieten können. Immerhin war doch sein Piccolente Schuld daran, dass sie überhaupt nass wurde, weil es so glorreich sein Ziel verfehlt hatte. An der Zielgenauigkeit mussten sie wohl noch feilen.
"Queen hat überreagiert, entschuldige." Ganz gleich, dass er dafür einen eingeschnappten Blick des Piccolente erntete, hatte er zumindest das Gefühl, dass eine Entschuldigung nur gerechtfertigt war.

Währenddessen schien sich wenigstens das Sniebel versöhnlicher zu zeigen, als die eingeschnappte Ente, die nur skeptisch die dargebotene Klaue begutachtete, als würde sie einen Handschocker erwarten. Wenigstens hielt der skeptische Blick nur wenige Augenblicke, ehe Queen auch schon seinen gefiederten Flügel reichte als Zeichen, dass sie die Entschuldigung zumindest akzeptierte. Ob das Sniebel es nun ernst meinte oder nicht. Weitere Diskussionen wollte das Wasserpokémon sich doch lieber ersparen. Vielleicht ein kleiner Fortschritt.
Schließlich wandte Vince sich der dazugestoßenen Person zu, die wohl so etwas wie Hilfe anbot. Jedenfalls klang es für den Koordinatoren nicht nach bereitwilliger Hilfe, was jedoch nicht weiter von Belang war. "Sie haben nicht zufällig ein Handtuch?", fragte er schlicht, obwohl er nicht damit rechnete, dass irgendwelche Passanten einfach Handtücher spazieren führten. Das schien dann doch absurd, wenn sie nicht gerade selbst auf Reisen waren und daran gedacht hatten, eines einzupacken. "Oder wissen, wo man hier eines kaufen könnte?", fügte er schließlich an. Die Frage, ob sie wisse, wo man Karten kaufen könne, stellte er fürs Erste hinten an. Damit konnte er sich später noch befassen.
"Oder haben sonst irgendetwas zum Trocknen?" Eine erneute Ergänzung. Hatte er nun alle Möglichkeiten abgeklappert? Hoffentlich. Die Botschaft sollte zumindest zweifelsfrei angekommen sein. Mit nassen Klamotten herumzulaufen, hielt er jedenfalls offensichtlich nicht für angenehm und selbst wenn es der Trainerin nichts ausmachte, so wusste Vince nun wenigstens, dass es wohl nicht verkehrt war, für die Zukunft ein Handtuch in sein Gepäck aufzunehmen. Wenn man mit einem Wasserpokémon reiste, konnten solche Dinge wohl öfter passieren. Da war es sicher nicht verkehrt, aus dieser Begebenheit seine Lehren zu ziehen.

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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Fr Feb 12, 2016 4:31 pm



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Die Top Vier schaute zwischen den beiden hin und her, einfach damit auch sie ein Überblick von der ganzen Sache bekam. Beim genaueren Betrachten fiel es Claira auf, das die junge Dame vor ihr, nass war - wahrscheinlich hatte sie zu spät reagiert und wurde daher von dem Wasser getroffen. Uff, immer diese Trainer die ihre Pokémon nicht unter Kontrolle hatte... - still tauchte dieser Gedanke auch, ließ sich aber nichts anmerken, das sie sich innerlich über die Inkompetenz des Trainers - sie ging nun einfach dazu aus, das er ein Trainer war - aufregte. Doch allein auf den Trainer konnte Claire nicht sauer sein, denn die Dame mit dem nassen Top deutete schon an, das ihr Pokémon der Auslöser für diese unangenehme Situation gewesen sei. Claire seufzte leise. Ohje... wahrscheinlich beides Neulinge auf dem Gebiet... Dennoch, gefiel es Claire, zu sehen wie die Dame ihrem Sniebel deutlich machte, die Situation zu erklären - soweit wie es für ein Pokémon möglich war. Solch ein Verhalten schätze Claire sehr, das zeigte ihr einfach das es doch noch Leute gab, die versuchten ihren Pokémon etwas benehmen beizubringen. Doch lange konnte sie auch nicht aufregen, das der Trainer sie nun ansprach und wohl ihre Hilfe beanspruchte. So hob sich eine Braue und musste erst einmal den Kopf schütteln. "Nein, ein Handtuch habe ich nicht mit, auch etwas anderes habe ich nicht mit. Dennoch kenne ich ein Laden, den einem sicherlich weiter helfen würde." Ihr Blick ging hinüber zu der jungen Dame. "Also, wenn das auch in deinem Interesse ist. Warm genug ist es noch nicht, das man mit nassen Klamotten rumrennen kann." entgegnete Claira schlicht und einfach. Ob es nun eher genervt oder einfach nur ohne Emotion an kam, lag wohl an den Ohren der beiden. Claire versuchte ihre Ärgernis über diese Situation zu verbergen und als Schauspielerin war es eine leichte Sache, doch gab es immer noch Leute die gute Menschenkenntnisse besaßen und gespieltes erkannten.

Während Claire aber nun in der Situation 'gefangen' war, wurde ihr bewusst, wieso sie ihre Pokémon - wenn sie unterwegs war - im Pokéball ließ. Natürlich liebte sie ihre Stahlpokémon und liebte es wenn sie ihre Lieblinge in Aktion sah aber man wusste ja nie, was passieren würde und wie dementsprechend die Pokémon reagierten. Doch waren ihre Stahl-Lieblinge ja gut erzogen und würden sich nie mit Attacken wehren - naja, bis aus Tron - Tron war sowieso der Ausnahmefall in der Gruppe - den das verspielte Stollrak unterschätze gerne mal seine wirklich Kraft und verwüstet mal die Umgebung - daher hatte Claire sich generelle dazu entschieden, die Pokémon nur zu Hause oder in der Arena aus den Bällen zu lassen.

Edit:

Auch wenn die junge Top 4 noch immer leicht irritiert von der gesamt Situation war, bemerkte sie es fast zu spät, als ihr Viso-Caster klingelte. "Verzeihung." kam es etwas kleinlaut von Claire und zückte ihr Viso-Caster. Eine Nachricht von ihrer Mutter. Schnell wurde die Nachricht geöffnet und schnell gelesen und eine Antwort zurück geschrieben. Nach dem sie fertig war, schaute sie wieder hoch. "Ich denke, ihr beide kommt auch ohne mich weiter. Ich muss leider weiter." erklärte sie knapp und drehte sich auch schon um, um zu gehen.
Post: #003 | with Vince & Carmen | place: Marea City - Hafenmeile | TBC: ???
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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Mo März 28, 2016 2:17 pm


cf: Tiefkühlcontainer
»Noch immer saß der kleine, rote Vogel auf Jeremys Schulter, als sie die Hafenmeile erreichten. Der Temperaturunterschied ließ das kleine Pokémon erbeben, als es von den warmen Winden erfasst wurde und es sich sofort auf die doppelte Größe plusterte. Allerdings begann es sich rasch seiner Umgebung anzupassen und trällerte fröhlich ein Lied, während es sich noch enger an seinen Trainer schmiegte und zufrieden die kleinen Augen schloss. Obwohl Clementine das jüngste Mitglied ihrer Gruppe war, schien sie schon jetzt eine engere Bindung zu ihrem Trainer aufgebaut zu haben, als Anastasia oder Prince. Nur mit Ceasar konnte sie noch nicht ganz mithalten. Ein lautes Lachen erregte die Aufmerksamkeit des jungen Arenaleiters. Er beobachtete, wie drei Kinder einen Holzpfosten umkreist hatten und ihre kleinen Ärmchen versuchten nach etwas  zu greifen. Gar nicht so ungefährlich, da besagter Pfosten vorne am Steg befestigt war und die Kinder nur wenige Zentimeter vom gewaltigen Meer trennte. Ein anderer hätte die Kinder jetzt wohl gewarnt, so aber nicht er. Sollten sie doch selber auf sich aufpassen, er war doch nicht ihr Babysitter.
Es war etwas anderes, was seinen Blick auf die Szene gerichtet hielt. Ein nahezu winziges Pokémon trällerte fröhlich sein Liedchen, während es hoch oben auf dem Holzpfosten einen Tanz aufführte. Scheinbar versuchten die Kinder genau nach diesem Pokémon zu greifen, waren allerdings zu klein. Dabei lachten sie und schienen mit ihm spielen zu wollen.  Er selbst fragte sich, wie dieses Pokémon überhaupt darauf gekommen war. So ein Pokémon hatte er noch nie gesehen, vielleicht war es ja selten. Auf jeden Fall erschien es ihm sehr schwach, klein und zerbrechlich. Wie ein Kind also. Da allerdings fast jeder Gegner ihm schwach, klein und zerbrechlich vorkam, war dies nichts Neues. Gerade als er sich abwenden wollte, da ihm das Gelächter der Kinder langsam aber sicher auf den Zeiger ging, konnte er beobachten, wie die kleinen Hände des Pokémon in einem weißen Licht zu glühen zu begangen. Ohne dies scheinbar zu wollen, setzte es eine Attacke ein. Mit einem Mal feuerte es harte Felsen und Gestein ab, die von einer Energie umhüllt waren.

Schnell reagierte Clementine auf seiner Schulter, indem sie mit einem Ruckzuckhieb den Jungen, der direkt in der Schusslinie stand, zur Seite drückte. Sie selbst konnte dem Geschoß noch gerade ausweichen. Erstarrt realisiert das kleinere, fremde Pokémon, was gerade passiert war. Anscheinend hatte es wirklich nicht die Absicht gehabt, die Kinder anzugreifen. Und dann, plötzlich, fing es an zu weinen. Der Junge hatte sich inzwischen aufgerichtete und war, zusammen mit den anderen zwei Mädchen, verschwunden. Anscheinend hatte er Angst bekommen. Es war doch einfach nur jämmerlich, wie konnte man vor so einem Winzling Angst haben? Endlich hatte das Pokémon auch Jeremy gesehen und sah ihn mit tränenden Augen an. Als er sich dem Pokémon nähern wollte, reagierte es mit Schrecken und wedelte abwehrend mit den Armen. Erneut fingen sie an zu glühen, doch dieses Mal setzte es nicht Felswurf ein, sondern Sprungfeder. Mit einem hilfesuchenden Schrei, fiel es Rückwerts von dem Holzpfosten und landete im Wasser, wo es sich mit rudernden Armen versuchte, sich zurück an die Oberfläche zu kämpfen. Scheinbar war es kein Wasserpokémon.
Jeremy zog den Pokéball von Anastasia, seinem Swaroness hervor und ließ sie frei. »Hilf ihm«, befahl er ihr und deutete mit einer Kopfbewegung auf die Stelle, wo das Pokémon noch immer um sein Leben paddelte. Sofort machte sie sich an die Arbeit und landete elegant auf dem Wasser, wo sie ihren Kopf Unterwasser tauchte und das kleine Pokémon packte und sich anschließend auf den Rücken zog. Ausgelaugt rang es nach Luft und klammerte sich im Gefieder und am Hals der weißen Schönheit fest. Langsam hob sie sich zusammen mit dem Fremdling aus dem Wasser und landete direkt vor Jeremy auf dem Steg. Noch immer weigerte sich das kleine Pokémon von ihrem Rücken zu steigen, stattdessen umklammerte es noch fester an ihren Hals und sah den Trainer scheu an.
Jetzt konnte er  es zum ersten Mal von nahem betrachten. Nein, er hatte dieses Pokémon definitiv noch nie gesehen, weder in Sinnoh, noch in Einall. Wer weiß, vielleicht war es tatsächlich selten. Er kramte seinen PokéDex aus der Jackentasche und richtete ihn auf das kleine Geschöpf. Er wartete. »Togepi also«, sagte er mit einem Blick auf den Display. Anschließend klappte er das Gerät wieder zu und betrachtete es erneut. »Wie kommt es, dass ich dich noch nie zuvor gesehen habe?«, murmelte er mehr zu sich selbst, während er sich zu ihr hinunter beugte und ihr seine Hand entgegenstreckte. Zunächst wich das Pokémon noch entschlossen aus, als es allerdings einen Blick zu ihrer Retterin warf, auf deren Rücken sie sich immer noch befand und diese ihr zunickte, ließ sie sich von seinen rauen Händen berühren. Es wirkte noch immer zerstreut und unsicher und anscheinend schämte es sich, wegen seinem Angriff auf die Kinder. Jetzt schien es sich allerdings allmählig zu beruhigen. Anscheinend war es nicht in der Lage, seinen Angriff zu kontrollieren, aber es war ja auch erst ein Baby. Trotzdem wirkte es zerknirscht und deprimiert. Clementine landete neben dem Pokémon und piepste es freundlich an, woraufhin es zum ersten Mal lächelte. Es sprang von dem Rücken des Swaroness, welches sofort Anfing sein Gefieder zu säubern und schien eine hitzige Diskussion mit dem kleinen Pokémon zu führen.

Jeremy setzte sich währenddessen auf eine alte Holzbank nahe dem Steg und lehnte sich zurück, um das Gesicht Richtung Himmel zu lenken und schloss die Augen. Er wusste nicht genau, wie viel Zeit verstrichen war, doch als er aufwachte blickte er geradewegs in das Gesicht von Clementine, die ihn mit ihrem Gesang aufgeweckt hatte. »Ich versuchte hier zu entspannen«, murrte er leicht gereizt, doch beobachtete er auch, wie das rote Pokémon auf etwas neben ihm schaute. Er folgte ihrem Blick und erkannte, dass sich das Togepi neben ihm auf die Bank gesetzt hatte und ihn mit strahlenden Augen musterte. Was wollte es von ihm? Entschlossen wandte er das Gesicht ab und ließ sein Kopf wieder in den Nacken fallen, um sich wieder der Ruhe hinzugeben. »Ich habe nichts zu Essen für dich, verschwinde«, wies er es mit geschlossenen Augen zurecht.«
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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Mi März 30, 2016 6:22 pm

Ein angebrochener Tag der noch lange nicht zum Ende verweilen mag. Die Sonne schien ohne sonderlich großen Unterbrechungen von einzelnen Wolken am Firmament, auf die Erde hinab. Die angenehme Wärme die von den Sonnenstrahlen ausgeht, erfüllt Geist und Seele eines jeden. So lässt die Vermutung auch zu, dass jenes Wasser am Küstenbereich angenehm warm sein müsste. Doch um dies herauszufinden, ist die Rothaarige nicht in der Hafenmeile unterwegs. Die junge Dame, welche von jedem Passanten einen schockierenden Blick zugeworfen bekommt, aufgrund der knalligen Haarfarbe, ist mit ihren Pokémon auf den Straßen unterwegs. Einige wen nicht eher gesagt, viele Geschäfte warten hier vor Ort. Hafenstädte sind nicht nur Schön, sondern auch ein Ort wo Reisende aufbrechen und selbstverständlich auch ankommen. Ein Solcher Ort, ist natürlich ideal für fast jegliche Art von Konsumhandel. Auch der Hafen von Marea City macht hier, keine Ausnahme und bietet für jeden Konsumenten die passenden Güter an. Restaurants, Boutiquen, Souvenirs und noch einiges mehr. Etwas anderes und noch viel wertvolleres ist das Alter der Stadt. Die Bauart, so wie die verwendeten Steine lassen auf einige Jahre zurück schätzen, doch um dies genau zu wissen, musste man sich die Stadtgeschichte durchlesen. Welche an sich, denkbar nicht schlecht sein dürfte, aber nicht der Grund ist, für welchen Sora nun hier ist.

Pichu ist derzeit relativ ruhig in den Armen von ihrer Erzieherin am Sitzen. Es fühlt sich sehr wahrscheinlich sicher und geborgen, während es auf dem sitzend die Umgebung begutachtet. An manchen Stellen, wo zum Beispiel die wellen an der Küste stoßen und ein Plätschern erzeugt wenn das aufspritzende Wasser wieder zurück im Meer fällt, bleibt das junge Pokémon mit dem Kopf verharren und lächelt mit einem weit geöffnetem Mund vor sich hin. Durch das gleißende Sonnenlicht, erscheinen die einzelnen Wassertropfen in der Luft, wie schimmerne... nein, viel mehr wie regenbogenfarbene Tränen oder Kristalle. Einfach ein herrlicher Anblick. Zur linken Seite der jungen Erzieherin, wird sie von einem rötlichem Pokémon begleitet. Einem sehr kleinen Pokémon, ebenso klein wie das Pichu welches immer noch in den Armen von Sora sitzt, selbst. Hierbei handelt es sich um ein Eneco, welches ihrer Trainerin folgt. Auch dieses kleine vierbeinige Pokémon, macht einen äußerst glücklichen Eindruck. Die Winde die hier ab und zu aufkommen, sind zum einem in einer angenehmen Temperatur. Der andere Punkt ist, wie er durch das Fell des begleitenden Pokémon braust. Die Haarspitzen an den Ohren vernehmen das Gefühl am stärksten und verleiten das kleine Pokémon zum lächeln. Mit seiner Route wedelt es leicht umher, um seine Freude noch dicker zu untermalen. Sein Blickt folgt seiner Trainerin, hoch bis ins Gesicht, wo es weder ein Laut von sich gab noch ein anderes Geräusch erzeugte. Es sind nicht immer Worte nötig um etwas auszudrücken. Manchmal sind es die einfachen, kleinen Gesten die bereits alles und noch mehr sagen als man es mit Worten je könnte. So war auch die Antwort von Sora, die ebenso den Blick mit Schweigen aber einem lächeln und nicken, erwiderte.

Plötzlich aber wurde die Ruhe gestört. Ein Kind, die Vermutung liegt bei acht Jahren, lief an Sora und ihren Pokémon vorbei. Es weinte bitte und war sichtlich verängstigt. Eh Sora sich auch nur fragen konnte, was dem jungen Mann wohl zu geschehen hätte können, so liefen auch noch zwei Mädchen, schätzungsweise im selben Alter an ihr vorbei. Ebenso am weinen. Leicht verwirrt und gleich auch verstört, warum die Kinder weinend davon liefen, war sie sich sicher, den Ursprung für dieses Problem ausfindig zu machen, doch als sie um die Ecke bog, vernahm sie nichts sonderliches, was hätte der Auslöser dafür sein können. Die vereinzelten Steine zu Boden, deuteten für ihr auf nichts hin wodurch sie erst recht verwirrt wurde. Doch eh sie sich in etwas zu tief vergrub, erblickte ihr Augenlicht eine ganz andere Szene in der Nähe. Ein junger Mann, der mit einem Togepi, wohl bemerkt ein Baby Pokémon, kommunizierte. Sora nahm fälschlicherweise die Vermutung an, dass es sich hierbei um seines handelt und er es in etwas unterrichten würde. So trat sie dem Geschehen näher um zu erlauschen um was es hier geht. Ihr kleines, rötliches Pokémon sprang auf gewisser Nähe auf die Bank und gab ein kleinen Laut von sich.

>>Eneco<<

Das kleine Normalpokémon, begutachtete das winzige, Weißfarbende Pokémon und leckte es sacht an der Wange. In der Pokémonwelt ein Zeichen für Sicherheit und Geborgenheit. Mitunter jedoch auch eine Tätigkeit um das andere Pokémon sauber zu machen. Sora stieß nun auch, nach einigen Sekunden ihres Eneco dazu und lächelte das kleine Togepi an. Sie wandte sich dem jungen Mann zu, der direkt daneben Stand und offensichtlich der Trainer wohl ist.

>>Ein wirklich schönes Pokémon haben sie da. Wissen sie, nicht viele Trainer schaffen sich ein Babypokémon an, auf Grund der damit verbundenen Arbeit.<<

Die rothaarige machte eine kurze Pause eh, sie mit den Auflisten der Aufgaben fortsetzte.

>>Füttern teilweise mit der Flasche, jeden Tag ein warmes Bad einrichten, ständig liebe und Zuneigung geben, dann noch die Attacken die es noch nicht kontrollieren kann in diesem Alter ertragen und selbstverständlich dem Pokémon beibringen.... ach, es ist schön, dass es doch Menschen gibt wie sie.<<

Die schreien Kinder, bereits aus dem Kurzzeitgedächtnis gelöscht ist das aktuelle Thema Togepi und Erziehung so wie der fremde Trainer zu ihrer linken. Erst jetzt einige Zeit später, bemerkte sie auch die zwei andere Pokémon die zu im Standen. Ein kleines Vogelpokémon sie wie ein großes Vogelpokémon. Mit diesen zwei Pokémon unterwegs, war Sora gleich hin und weg. Eine Schönheit in weißen Federkleid gehüllt. Die Eleganz und diese Anmut dies es ausstrahl. Welche Freu würde den Besitz eines solchem Pokémon ablehnen? Die Rothaarige jedenfalls nicht, sie ist jedoch auch nicht im Besitzt dieses Pokémon. Doch würde sie es eintauschen? Selbstverständlich nicht. Eneco ist die beste Freundin von Sora und auch wenn es sich um das große Vogelpokémon um ein wirklich schönes handelt, so steht die Freundschaft über die Optik. Das kleinere Pokémon wiederum wirkt eher niedlich und schmuse bedürftig. Es ist auf der Schulter des Trainers am Sitzen und schmiegt sich sehr doll an ihm.

>>Sie haben wirklich ein paar wunderbare Pokémon und so wie sich ihre Pokemon an ihnen schmiegen, müssen sie wirklich gut mit ihnen umgehen. Ich bin sehr erstaunt, wirklich sehr erstaunt.<<
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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Do März 31, 2016 12:17 pm


»Den Kopf in den Nacken gelegt und den Blick gen Himmel gerichtet, blieb er noch eine Weile dort sitzen. Er konnte deutlich spüren, wie die Temperatur langsam abfiel.
Bald würde die Nacht hereinbrechen. Immer wieder blickte er auf das kleine Babypokémon neben sich. Wie selbstverständlich hatte es sich dort platziert und spielte mit einem kleinen Blatt. Wie konnte man nur dermaßen fasziniert davon sein? Schon irgendwie süß, auch wenn er es natürlich niemals zugeben würde. Aber wieso war es hier? Es musste doch einem Trainer gehören. Ach, jemand würde es schon finden und abholen, er musste sich langsam auf den Heimweg machen. Gerade er sich aufgerichtete hatte, vernahm er eine ihm fremde Stimme. Ein kokettes Lächeln legte sich auf seine Lippen, als er die junge Frau neben sich bemerkte.

»Vielen Dank, aber dieses Pokémon gehört mir eigentlich gar nicht«, gestand er mit einem Blick auf das kleine Togepi. Dieses hatte sich inzwischen von seinem Blatt abgewendet und schaute Jeremy mit großen Augen an, ganz so als wollte es sagen: bitte geh nicht. Der Arenaleiter übersah diese Botschaft allerdings und konzentrierte sich für den Moment nur auf die junge Frau vor ihm. Anscheinend hatte sie ihn nicht erkannt. Vielleicht stammte sie gar nicht aus Marea City? Er verließ die Stadt nur äußerst selten und hatte sie bisher definitiv noch nie gesehen. An diese Haare würde es sich wohl erinnern. Die Augen des kleinen, weißen Pokémon füllten sich mich Tränen, doch bevor es laut losheulen konnte, wurde es von einer warmen Zunge abgeschleckt. Mit geschwollenen Augen blickte es auf das Eneco neben sich. Es betrachtete das fremde Pokémon, als hätte es noch nie zuvor,  einen anderen Vertreter seiner Art gesehen. Doch bereits im nächsten Moment, leuchteten seine Augen hell auf.
»Pi! Toge-Pi!«, rufte es erfreut aus und strich mit seinen kleinen Ärmchen über ihr Fell, ganz so, als versuchte es das fremde Pokémon zu streicheln. »Toge-Pi!«
Auch Jeremy war diese Geste nicht entgangen. »Scheint als hätte dein Eneco eine neu Freundin gefunden«, sagte er mit einem belustigten Grinsen und wandte sich dann wieder seinem Gegenüber zu. »Du scheinst mir keine normale Trainerin zu sein«, stellte er fest, »also was bist du? So eine Art Lehrerin über Pokémon?«  Dass sie keine gewöhnliche Trainerin war, hatte er bereits nach wenigen Sekunden begriffen. Zumal eine Trainerin sicher gewusst hätte, mit wem sie da eigentlich sprach.  Er war ja nicht irgendwer. Aber eigentlich war es ihre Art, die sie verraten hatte. Allerdings musste er zugeben, dass es ihm gefiel.

Bei der Aussage der jungen Frau, musste er schmunzeln. Was sie wohl gesagt hätte, wenn sie statt Clementine und Anastasia, Ampyra und Caesar gesehen hätte? Die zwei  würden sich nicht einmal an ihn kuscheln, wenn er es ihnen befehlen würde. Clementine allerdings hatte ihren Trainer sofort ins Herz geschlossen, aber auch der Gast schien ihr zu gefallen. Der rote Vogel hebte von seiner Schulter ab und flog auf Sora zu und setzte sich – ganz unverfroren – auf ihren Kopf, wobei es ihr gewohntes Lied trällerte. Die Haarfarbe der jungen Frau schien Clementine zu gefallen. Jeremy konnte nur seufzten.. »Tut mir Leid, Clementine ist noch neu in meinem Team und mit Manieren tut sie sich reichlich schwer.«  Erst als er seinen Arm rausstreckte, verstand das Pokémon seine Anweisung und landete dort. Sora piepste der rötliche Vogel noch kurz an, bevor er sich wieder auf seiner Schulter platzierte. Jetzt streckte Jeremy der Frau auch zum ersten Mal die Hand entgegen: »Meine Name ist übrigens Jeremy, ich bin in Marea City der Arenaleiter«, stellte er sich höflich vor.«
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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Fr Apr 01, 2016 5:07 pm

Sora wirkte nun schlussendlich doch etwas verunsichert für den Moment. Dieses junge Pokémon, was dort auf der Bank saß, war nicht das seine. Dennoch schien die Chemie zwischen ihnen zu stimmen, denn was der junge Mann missfiel schnappte die rothaarige junge Dame auf. Das kleine weißfarbende Pokémon war bereits nah am Wasser gebaut als es bemerkte, dass der junge Mann aufbrechen wollte.

>>Ich hätte wirklich schwören können, dass du der rechtmäßige Trainer des kleinem Pokémon hier bist. Wenn du aber sagst, dass es nicht so ist, bin ich noch viel überraschter. Es scheint dich nämlich deutlich zu mögen. <<

Eneco, welches schlimmeres verhindern konnte, war nun mit dem Babypokémon beschäftigt. Erst wurde es von jenem Pokémon gestreichelt und getätschelt. Kurze Zeit später, spielte es mit Eneco seinem Schweif. Das dem rötlichem Vierbeiner die Aufgabe das Babysitten leicht viel, lag daran, dass es bereits jahrelange Erfahrung darin aufweist. Ein Pokémon in so jungem Alter zu beschäftigen, beruhigen und zu liebkosen ist eine einfache Aufgabe für das Mondpokémon.
Ein kleines Lächeln, seitens der Trainerin drückte ihre Zufriedenheit aus und witmette sich wieder ihrem Gegenüber zu.

>>Eneco ist erfahren, was das angeht. Immerhin beschäftige ich mich mit diesen kleinen nicht zum ersten mal.<<

Ihr Gegenüber grinste etwas, eh er sie nach ihrem Beruf fragte.

>>Ich bin Pokémonerzieherin. Ich arbeite bereits seit Jahren mit Babypokémon oder etwas älteren auch manchmal. Sunny, meine kleine Eneco-Dame ist dabei meine treue Freundin und Partnerin in diesem Job.<<

Auf einmal wurde das kleine, rötliche Vogelpokémon wohl neugierig. Es flatterte munter auf und flog auf dem Kopf der jungen Frau. Dort sich etwas eingenistet, trällerte es vor sich hin. Dieses kleine Zwitschern empfand Sora sehr positiv und versuchte es dort oben zu erblicken, doch so steil nach oben starren gelang ihr nicht und eh sie sich versah, gab es auch schon, durch einer Gestik des Trainers den Befehl wieder zu ihm zu kommen.

>>Ach, dass macht doch nichts. Sie sollten lieber froh darüber sein, eine solch treue Seele ihr Freund nennen zu dürfen. Das kleine Vogelpokémon scheint sie ja sehr doll im Herzen geschlossen zu haben.... auch wenn ich gestehen muss, dass ich so etwas zum ersten mal heute sehe. Auch ihr anderes Pokémon zu ihrer Seite sehe ich heute zum ersten mal. <<

Jeremy machte jedoch nun den Schritt sich erst mal, nach dem ganzen hin und her, selber vorzustellen. Die Information darüber, dass er ein Arenaleiter ist, war nicht wirklich für Sora von belangen.

>>Ah, Jeremy also. Dann bist du also hier im Ort so etwas wie eine Berühmtheit.<<

Etwas sarkastisch klang zwar die Antwort, war aber keinesfalls falsch zu verstehen.

>>Mein Name ist Sora und dies beiden hier sind Sunny und Pichu.<<

Eneco wackelte mit der Route um zu grüßen, eh das Togepi wieder nach dieser griff. Pichu hingegen winkte einfach vom sitzen aus. In den Armen von Sora war es zu gemütlich um auf zu stehen.

>>Das ist mein aktuelles Aufzuchtspokémon. Ein Pichu was ich vor einer ganzen Weile in Johto erhielt. Ich werde es noch eine Weile behalten und es in der richtigen Richtung stupsen. Wenn es genug von mir gelernt hat und auf eigenen Pfoten stehen kann, werde ich es seinem Trainer zurück geben.<<

Der Blick von Sora wandert jedoch wieder nach Togepi mit der Frage, wenn es niemanden gehört, wo es her kommt?

>>Wenn es niemanden von uns gehört, woher stammt das kleine Pokémon dann? Entweder seine Eltern oder sein Besitzer muss doch in der Nähe sein. Für Erkundungstouren ganz alleine ist es noch viel zu jung.<<



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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam So Apr 03, 2016 7:06 pm


»Schweigend hörte der junge Mann seiner Gesprächspartnerin zu, ohne sie zu unterbrechen. Anschließend nickte er. »Ich habe dieses Pokémon ebenfalls noch nie gesehen«, gestand er, während er das fremde Pokémon begutachtete. Begeistert versuchte es immer wieder nach der Route des Eneco zu greifen und daran zu ziehen. Das Pokémon dieser Jungen Frau musste wirklich eine Engelsgeduld aufweisen, wenn es sich von so etwas nicht stören ließ. Seine Pokémon wären nicht so gnädig mit dem jungen Pokémon umgegangen.
»Du kümmerst dich also um junge Pokémon«, flüsterte er, »aber das bedeutet auch, dass du sie nach einiger Zeit wieder weggeben musst. Stört dich das denn nicht? Immerhin investierst du deine ganze Zeit in sie und am Ende siehst du sie nie wieder.« Für Jeremy war diese Art von Berufung nichts. Wie konnte man so viel Herz und Zeit in die Erziehung eines Pokémon stecken, wenn man genau weiß, dass es man es bald nie wiedersehen wird? Er selbst kümmerte sich einzig und alleine um seine Pokémon und die der anderen waren ihm egal. Gut möglich, dass es auch Menschen gab die anders dachten, aber auch diese waren ihm egal. Er konnte sich schließlich nicht um jeden Menschen und um jedes Pokémon sorgen, welches ihm über den Weg läuft.

Erst als sie ihre Stimme erneut anhob, lenke er wieder seine ganze Aufmerksamkeit auf sie. Sie schien sich sorgen um dieses junge Pokémon zu machen. Aber wieso? Es gehörte ihr doch gar nicht. Für Jeremy war diese Art Mitleid zu empfinden ungewohnt. Natürlich hatte er auch das eine oder andere Mal so etwas wie Mitleid empfunden, aber dieses Pokémon machte doch einen fröhlichen Eindruck, also was sollte das? »Ich weiß es wirklich nicht, vielleicht hat es seinen Trainer oder seine Familie verloren, Marea City ist immerhin kein kleines Dorf. Vielleicht wurde es aber auch von seinem Trainer zurückgelassen, du sagst ja selbst, dass es viel Verantwortung ist und irgendjemandem ist sie vielleicht übern Kopf gewachsen. Hier dachte er wohl, wäre ein guter Platz es loszuwerden. Vermutlich war es so.« Ziemlich sicher darüber, dass es irgendwie so abgelaufen war, lenkte er seinen Blick wieder auf die zwei Pokémon. Eigentlich waren es inzwischen drei.
Clementine hatte sich zu den beiden gesellt und pickte mit ihrem Schnabel leicht an der Panzerung des Babypokémon, welcher ausschaute wie eine übergroße Eierschale.
Das Togepi tätschelte währenddessen fröhlich ihren Kopf und schaute immer wieder zu Eneco und ihrer sich bewegenden Route. Ja, bald würde sie wieder danach schnappen und das ganze würde von vorne losgehen.
Wie fernab man von doch allem bösen dieser Welt war, wenn man noch jung ist. Wie naiv und unschuldig die Gedanken der Wesen waren, die den hässlichen Alltag dieser Welt noch nicht miterlebt haben. Irgendwann würde sich das jedoch ändern. Ja, diese Welt war grausam.

»Togepi!«, rufte die hohe Stimme des kleinen, weißen Pokémon aus. Es starrte Jeremy an, als wollte es etwas von ihm. Aber was nur? Ohne darauf zu achten, wo die Bank ihr Ende fand, lief das Togepi auf den jungen Arenaleiter zu, mit weit ausgestreckten Ärmchen und einem vor Freude strahlendem Gesicht. Doch lange ging das nicht gut. Gerade als es fast blindlings von der Bank stürzte, konnte Jeremy es noch rechtzeitig auffangen.
»Oh Mann, Babypokémon scheinen einem ja echt viel Arbeit zu machen«, sagte er mit einem Blick auf Sora. Das kleine Pokémon schien es sich währenddessen in seinen Armen gemütlich zu machen, ganz im Unmut von Clementine, sie sich ihres Platzes bedroht fühlte. Sie piepste das kleine Geschöpf an, welches aber anscheinend bereits in eine tiefen Schlaf versunken war. Nachdenklich betrachtete er es.«
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Re: Hafenmeile

Beitrag von Gastam Fr Apr 08, 2016 8:19 pm

Sunny wackelte mit seiner Route hin und her um den Jagdtrieb des jungen Babypokémon zu reizen und um es somit zu beschäftigen. Es griff immer wieder nach der Route des rötlichen Pokémon um damit zu spielen. Mal hüpfte es um an dieser zu gelangen, die anderen Male fuchtelte es mit seinen kurzen Armen und Händen in der Luft herum. Manchmal schaffte es, die Route zu ergattern, aber kurze Zeit später, verlor es die Kraft, noch länger diese zu halten und so hob Eneco diese wieder und der Spaß ging von vorne los.

>>Hm. Um die erste Frage zu beantworten. Ja ich kümmere mich um die Pokémon und gebe sie auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder ab. Um aber deine andere Frage zu beantworten, nein es stört mich nicht!<<

Sora kam einige Schritte nähe zu dem jungen Mann und stellte sich direkt vor ihm.

>>Schau dir mal dieses junge Pichu an. Die meisten Pokémon erhalten entweder eine Elternerziehung in der Wildnis oder aber gar keine Erziehung und werden von Trainer gleich wie vollwertige Pokémon betrachtet. Solche Pokémon werden niemals die vollständige Zuneigung ihrem Trainer gegenüber bringen. Es wird viel mehr ein Respektverhältniss untereinander werden. Eventuell sieht das Pokémon in dir einen guten Kumpel. <<

Sora seufzte eh sie wieder anfing zu reden.

>>Solche Pokémon haben eine innerliche Grenze wie weit sie ihrem Trainer folgen und gehorchen. Auch ist meist ihr kämpferisches Können nur auf den Trainer abgestimmt, was dann dazu führt, wenn es eigenständig handeln muss, meistens nicht weiß, was es nun tun soll.<<

Die Erzieherin strubbelte mit ihrer Hand durch das Köpfchen des Pichu, welches die Augen schloss aber mit den Händen versuchte die Hand von Sora zu greifen, jedoch ohne Erfolg.

>>Anders bei den Pokémon die von Erziehern aufgezogen wurden. Ich bringe ihnen zum Beispiel bei, wie sie alleine zurecht kommen, wie sie auf Situationen reagieren sollten und wie Attacken richtig angewandt werden. Ein Pokémon erlernt so sich selbst zu vertrauen und wenn das eigene Selbstvertrauen steigt, so ist es sich auch in seinen Taten Sicher. Das wiederum sichert und verbessert die Beziehung zwischen Trainer und Pokémon.<<

Sora bemerkte erst jetzt wie sehr sie ins Detail ging und nahm wieder ewtas Abstand von ihrem Gegenüber. Sie verbeugte sich leicht vor ihm.

>>Oh, Entschuldigung. Ich bin da etwas abgeschweift. Hoffentlich habe ich dir jetzt nicht zu sehr das Ohr abgekaut, aber ich denke du hast jetzt ein besseren Einblick in meiner Arbeit und Entlohnung habe ich für meine Arbeit genug. Glückliche Pokémon und Trainer halt, die auch sicher für immer zusammen bleiben werden. Naja, manchmal bekomme ich auch wirklich eine Entlohnung, aber das ist nicht unbedingt notwendig, würde aber nicht nein zu sagen.<<

Beide beobachteten wieder das junge Pokémon, als auch Jeremy sich Gedanken machte, warum das kleine Poki wohl hier ist. So war Sora jedoch von dieser Theorie gar nicht begeistert.

>>Wie ich solche Art Menschen hasse. Es gibt genug Erzieher und Orte wo man Pokémon abgeben kann. Heime und Pensionen gibt es doch sicher auch in Einall oder nicht?<<

Zwar war dies eine Frage, doch ist sich Sora innerlich sicher, dass es so sein muss. Welcher Kontinent, der solch eine große Metropole aufweist, bietet keine Stationen für Pokémon an? Das wäre wirklich eigenartig, wenn dies hier so wäre.

Das Togepi hat bereits auf Umwege den Weg in den Armen von Jeremy gefunden und dort Sicherheit und Geborgenheit gefunden. So schlief es rasch ein, da es bereits vom ganzen Spielen und wahrscheinlich Stress, welches es vor der Ankunft von Jeremy und Sora erlebte, völlig sich erschöpfte.

>>Ich denke du solltest es behalten. Es scheint dich zu mögen und dies würde die Erziehung des Pokémon deutlich vereinfachen, ansonsten würde ich es in meiner Obhut nehmen, aber es wird dich wohl vermissen. So ein Kinderherz kann ganz schön nachtragend sein. Ich kann dich ja unterstützen, wenn du dich für das kleine Pokémon entscheidest.<<
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Re: Hafenmeile

Beitrag von Danam Fr Okt 28, 2016 6:21 pm

Dan Chapell



Es war ein klarer Tag – die Morgensonne schien auf die Masse geschäftiger Menschen herab. Einige Pelipper krächzten laut, während sie über den Himmel dahin glitten. Er schnaubte, während er sich eine Zigarette ansteckte und anschließend den Kragen seiner Jacke aufstellte. Für seinen Geschmack war das alles hier viel zu früh. Er war es ja gewohnt, früh zur Arbeit zu müssen, aber ausgerechnet heute war er im Büro angekommen und hatte direkt diesen Fall untergejubelt bekommen. Eine Diebesbande in Marea City, die tatsächlich die Frechheit besaß, jeden Tag zur gleichen Zeit und auf die gleiche Art und Weise zuzuschlagen. Und auf der anderen Seite die aufgeheizten Gemüter jener, die hier ihre Waren ausstellten. Als er sich die Akte durchgelesen hatte, überlegte er erst, ob er diesen Firlefanz jemand anderem überlassen konnte, aber Fakt war, dass er seinem Team bereits andere Aufgaben übermittelt hatte. Daher war er nun selbst aufgebrochen – dabei hatte er noch nicht einmal seinen Kaffee getrunken.
Jetzt, wo er die halbe Zigarette schon weg hatte, fuhr er sich durch die wilden, rotblonden Haare, ehe er sich kurz umsah. Der Markt war ja nicht gerade klein hier am Hafen. Wo konnte er wohl am besten anfangen? Er hatte sich auf den Weg hierher zurecht gelegt, dass er sich erst einmal umhören sollte. Er wusste, dass es noch etwa eine Stunde Zeit hatte, bis es kritisch wurde. Bis dahin sollte er ein paar nützliche Informationen zusammen haben. Er sah hinab zu seinen Füßen, als sich etwas gegen seine Beine drückte. Valor hechelte leise, während er sich seinerseits umsah, bevor das Fukano zu seinem Trainer aufblickte. Die Hundemarke klimperte leise. Er öffnete gerade die Lippen, um etwas zu sagen, als Radau an einem Stand gemacht wurde. Ein kurzer Blick reichte um zu wissen, dass ein Junge wohl gestolpert und einen Teil der Auslage mitgerissne hatte. Er zog argwöhnisch eine Augenbraue hoch, ehe er wieder zum Fukano blickte.
„Wird 'n langer Tag, mein Freund.“, murrte er und zur Antwort bellte das Feuerpokémon lautstark, ehe es weiter lief. Zu diesem Stand eben. Der Polizist in zivil folgte ihm. Am Stand angekommen, lauschte er kurz den Worten, die da gewechselt wurden. Der Verkäufer beharrte darauf, dass es Absicht war, die Mutter wiederum sagte, es war ein Unfall. Und das Kind heulte lautstark – naja, zumindest bis Valor es anstupste und so ablenkte. Dan nahmd en letzten Zug und drückte die Zigarette auf dem Boden aus, ehe er den Filter in eine kleine Tüte warf. Als Polizist sollte er wohl kaum seine Kippen hier liegen lassen … Dann entschied er sich, den Streit abzuwürfen.
„Tachchen, Chapell, Polizist. Wollen Sie mir erklären, was hier los ist?“, fragte er simpel und mit tiefer Stimme, was sofort die Aufmerksamkeit der Beteiligten auf sich zog. Natürlich ging das Gezeter wieder los, aber seine Hand schnellte in die Höhe, um den Leuten zu sagen, dass sie ruhig sein sollten. Er beugte sich dann zu dem Jungen herunter - Valor schmuste etwas mit ihm, er hatte sich also beruhigt. „Was ist denn los, hm?“, fragte er also das Kind. Der Junge japste, sah irritiert zu seiner Mutter und diesem dickbäuchigen Verkäufer. „Schon gut. Sag es mir einfach. Wird auch keiner böse.“, versprach er dann – und der Junge nickte nach kurzem Zögern. Und erzählte. Es war genau so, wie Dan es sich gedacht hatte. Er war gestolpert, hatte die Waren mitgerissen und war nun verängstigt, weil der Mann ihn so angeschrien hatte. Dan nickte. Richtete sich auf und blickte zwischen den beiden Erwachsenen kurz hin und her. „Sind Waren beschädigt worden?“, fragte er also – da hier aber weder zerbrechliche Dinge noch Lebensmittel verkauft wurden, ging er im ersten Moment nicht davon aus. Und das bestätigte auch der Verkäufer zähneknirschend. Dan nickte abermals. „Dann schlage ich vor wir räumen das alles schnell zusammen und vergesse den ganzen Vorfall. Und du, mein Junge, passt dann beim nächsten Mal sicher besser auf, hm?“, sprach er also und das Kind wischte sich die Tränen weg und nickte eifrig. Als Dan dann den Verkäufer anfunkelte, gab auch der nach. Das Aufräumen war schnell erledigt, am Ende entschuldigte sich der Dickbäuchige sogar bei dem Kind und die kleine Familie zog von dannen. Nun konnte der Blondschopf sich also seiner eigentlichen Arbeit hier widmen.
„Kommen wir also zum wesentlichen. Ich bin wegen dieser Diebstähle hier. Können Sie mir etwas darüber erzählen?“, fragte er nun also. Und sofort lief der Verkäufer rot an vor Wut und jene, die die Stände um sie herum betrieben, wurden hellhörig.
„Diese Schweine – ständig tauchen die hier auf und vergreifen sich an unseren Waren!“
„Bei mir waren sie auch schon – dreimal! Wissen Sie, was das für ein Verlust ist?“
„Erst letzte Woche sind bei ihrer Flucht auch noch Waren zu Bruch gegangen!“

Das übliche Gezeter eben – abgesehen davon, dass nun nach und nach alle anwesenden zu dem Schluss kamen, dass sie das alles endlich selbst in die Hand nehmen musste. Dan seufzte innerlich, während er äußerlich die grimmige Fassade wahrte.
„Hier unternimmt niemand etwas auf eigene Faust – andernfalls könnte ich meinen Job ja direkt an den Nagel hängen. Also tun Sie mir den gefallen und bleiben einen Moment lang ruhig. Andernfalls … kann ich Sie auch gerne alle abführen. Auf dem Revier gibt es genug Plätze für jeden einzelnen hier.“, erwiderte er dann den Anwesenden. „Also diese Diebe lassen sich immer in ähnlichem Zeitraum blicken, ja? Und haben sie es bisher auf irgendetwas spezielles abgesehen, oder klauen sie jedes mal an einem anderen Stand?“, fragte er also.
Und so ging das noch die nächsten vierzig Minuten weiter. Er erfuhr so einiges, aber das meiste war wohl eher unbrauchbar. Eigentlich hatten sich nur die Informationen bestätigt, die bereits in der Akte gestanden hatten – ähnlicher Zeitraum, dunkel gekleidet, so schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht sind. Sie hatten es vor allem auf Waren aus anderen Regionen abgesehen. Dan, der zwischen den Ständen gelaufen war, hatte bei diesem Rundgang gleich erfasst, wo sich diese Waren derzeit befanden. Da ein paar noch abgeladen und demnach fest verschnürt waren, konnte er diese wohl getrost ausschließen. Alle anderen waren aber quer über den Markt verteilt. Um also alles im Blick zu haben, würde er hier Hilfe brauchen. Er war natürlich als einziger hier – wenn irgendjemand diesen Fall hätte übernehmen wollen, hätte man diese Akte wohl kaum ihm zugeschoben –, aber das hieß ja nicht gleich, dass er das allein bewältigen musste. Er zückte also zwei Pokébälle und ließ Yakira, sein Magnayen, und Shane, sein Snobilikat, heraus. Die zwei sahen sich nur kurz um, ehe sie ihrem Trainer erwartungsvoll in die Augen sahen. Er ging in die Hocke, die drei Pokémon kamen näher.
„Eine Diebesbande, dunkel gekleidet. Sie wollen hier einige Waren abstauben – ihr müsst sie finden. Ihr helft mir doch?“, wisperte er – und bekam sofort zustimmendes Gejauel von allen drei Seiten. Er nickte – und Yakira und Shane verschwanden zwischen den Ständen. Er wusste, dass sich beide ein dunkles Fleckchen suchen würden, sodass er sich auf Valor konzentrierte. Das Fukano saß angespannt vor ihm. „Behalte die Seitengassen im Blick, die hierher führen – von irgendwo müssen sie ja kommen.“, sprach er dann leise – und das Fukano verschwand ebenfalls. Er richtete sich auf, glättete die Kleidung. Es war sein Vorteil, dass er in zivil hier war – so fiel er kaum auf. Also mischte er sich nun selbst unter die Menge – wieder einmal. Als er sich einen guten Platz gesucht hatte, steckte er sich eine Zigarette an. Ein Blick auf die Uhr sagte ihm, dass es nun wohl ernst werden würde. Also wartete er. Er war nicht gerade jemand, den man „geduldig“ nennen konnte, daher suchte er mit den Blicken alles ab. Und die Zigarette musste auch schnell gewechselt werden. Verdammt, er konnte jetzt echt gut einen Kaffee gebrauchen. Aber diesen Gedanken musste er wohl erst einmal zur Seite schieben.
So wartete er noch eine ganze Weile – ob sie ausgerechnet heute nicht zuschlagen würden? Hatten sie den Tumult um diesen Stand vorhin vielleicht mitbekommen? Ihm war ja klar, dass sie hier auf dem Markt herum streunen mussten – anders konnten sie die verschiedenen Stände ja auch gar nicht im Blick behalten. Selbst wenn sie es nicht selbst taten, so musste in jedem Fall ein Informant hier irgendwo herumhängen. Aus dem Dunkel hinter einem Beerenstand zu seiner rechten sah er etwas zwischen den Massen aufblitzen – Shanes Augen. Er war hergekommen – er wollte seinen Trainer wohl holen. Dan nickte leicht, ehe er sich unauffällig auf den Weg machte und langsam seinem Pokémon in den Schatten folgte. Hier und da blieb er stehen, um sich scheinbar die Waren anzusehen, während er allmählich dem Platz näher kam, den Shane wohl gemeint hatte. Hier war eine Ecke, in der besonders viel los war. In einem weiteren Schatten machte Dan Yakira aus, die ihn kurz anfunkelte, sich dann aber wieter konzentrierte. Da gab es nämlich zwei Typen auf der anderen Seite, die tatsächlich verdächtig wirkten. Sie taten zwar so, als würden sie sich die Waren ansehen, aber Fakt war, dass einer sich immer wieder umsah, vor allem, um zu dem einen Stand mit den Typenjuwelen zu schauen. Und dann … waren das Handzeichen? Dans Blick schoss auf die andere Seite – da war sie, Person Nummer drei. Eine junge Frau mit streng geflochtenen Haaren. Blond, schmal, kleine Statur, während einer der anderen beiden eher als breitschultrig zu bezeichnen war. Dann gab ein Fingerzeichen und Shane, der in seiner Nähe gewartet hatte, lief los. Das Snobilikat umrundete den Platz weiträumig, um sich dann in der Nähe dieser Frau auf die Lauern zu legen. Indes tauchte Valor neben ihm auf. Das Fukano schmiegte sich ans eine Beine. Dan sah hinab. „Schneid ihnen den Weg ab.“, wisperte er – und da verschwand Valor auch bereits. Yakira wartete geduldig auf Dan's Zeichen – der jedoch wollte die drei lieber auf frischer Tat ertappen. Sonst würde man ihm am Ende noch ein vorschnelles Handeln unterstellen. Also suchte er sich wieder einen guten Platz bei einem Stand, der ein wenig abseits von dem war, den die drei wohl ins Auge gefasst hatten. Er sah die Verkäuferin finster an, als diese etwas sagen wollte und zog kurz seinen Ausweis aus der Jackentasche. Nur so lange, dass es einen kurzen Widerschein gab – dann verschwand er auch schon wieder und Dan legte den Finger an die Lippen, um sie zum Schweigen zu bewegen. Also verabschiedete er sich von der Zigarette und sah sich stattdessen diese … waren das Pokériegel? Die sahen nicht unbedingt appetitlich aus. Die bekam er selbst sicher besser hin … Aber vielleicht waren die ja auch aus einer anderen Region und mussten so abstoßend aussehen.
Besser, er sagte nichts dazu.
Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Der Verkäufer brüllt laut los, diese Frau verneigte sich heftig. Sie hatte die Ware umgestoßen. Es täte ihr Leid. Sie solle aufpassen. Ein Luftzug – eine Bewegung im Augenwinkel, dann zwei vermummte Gestalten. Sie liefen zum Stand, die Hände griffen nach den Juwelen. Drei verschwanden bereits in der Tasche. Alle waren mit der Frau beschäftigt – die anderen beiden steckten sich die Schätze in die Tasche. Das reichte ihm – er hob die Hand. Yakira schoss aus dem Schatten hervor und sprang in die Meute. Das Magnayen schreckte alle so auf, dass es ungehindert zu den zwei Dieben vordringen konnte. Die erschraken natürlich nicht minder und wollten direkt türmen, als sie bemerkten, dass dieser ungebetene Gast ihretwegen aus dem Schatten gesprungen war – doch Dan reagierte da deutlich schneller, denn damit hatte er bereits gerechnet.
„Shane, Juwelenkraft!“, rief er – und das Snobilikat tauchte direkt vor den Dieben auf, um seine Attacke auf den Boden vor ihre Füße zu richten. Diese erschraken abermals und sprangen zurück. Yakira indes bedrohte die beiden mit einem tiefen Knurren. Aber es gab ja nicht nur zwei Wege – und jetzt, wo alle sie bemerkt hatten, wurde es Zeit, zu verschwinden. Als sie sich trennten, um in zwei Richtungen davon zu eilen, schüttelte der Polizist den Kopf. „Yakira, fass!“, war alles, was er sagen musste, damit das Magnayen einen der beiden, den größeren, mit einem Sprung nieder rang, nur um sich dann in dessen dunkler Jacke zu verbeißen. „Shane, Knuddler!“, fügte er dann hinzu – wobei das Snobilikat diese Aufforderung gar nicht gebraucht hätte, denn es hatte sich bereits auf den zweiten Dieb geworfen. Dan nickte, er wollte ursprünglich dieses Weibsbild fassen, aber sie war flinker, als er gedacht hatte. Er spuckte aus und verzog das Gesicht zu einer finsteren Maske. „Passt auf sie auf!“, sagte er harsch, ehe er die Verfolgung aufnahm. Da die Menschen weiter hintem auf dem Markt nicht wussten, was Sache war, kam er schwer voran, aber er hatte diese Frau noch nicht aus den Augen verloren. Und als sie zwischen zwei Ständen verschwand, wusste er, wo sie hin wollte. Da kam eine Seitengasse – ein Glück, dass es da ja noch ein Pokémon gab. Er konnte Valor nicht sehen, aber er hatte den Eindruck, das Klimpern der Hundemarke zu hören.
„Valor, Flammenblitz!“, rief er laut und deutlich – und dann konnte er bereits den entsetzten Aufschrei hören. Er bog um die Ecke – und fand wenige Meter später die Frau, die vor Angst gestolpert und gestürzt war. Vor ihr das Fukano, dass sie bedrohend anknurrte, wie es Yakira bereits bei dem anderen Dieb getan hatte. Dan trat zu ihr, holte die Handschellen heraus und legte sie ihr an, während er sie auf die Beine zog.
„Festgenommen wegen Diebstahls. Sie können mir gerne alles erzählen, was sie wollen, aber Sie sollten wissen, dass das alles später gegen sie verwendet wird.“, begrüßte er sie kalt, ehe er sie harsch mit sich zog.
„I-ich habe nichts geta-“
„Schon klar, Sie sind unschuldig. Wissen Sie, das war der Kerl, der meine Verlobte umgebracht hat, auch.“, knurrte er nun seinerseits und die Frau verstummte augenblicklich. Er zog sie mit sich zu den anderen beiden, die inzwischen, festgesetzt durch seine anderen beiden Pokémon, von den ganzen Leuten umringt waren. Valor folgte ihm. Er zog die Frau zu sich und kettete sie kurzerhand an den stämmigsten Verkäufer, den er ausmachen konnte – der sah ihn zwar einen Moment entsetzt an, aber er zuckte lediglich mit den Schultern. Da er allein war, musste er sich ja irgendetwas einfallen lassen. Er ging vor dem einen in die Hocke, zog dabei eine Zigarette aus der Tasche und steckte sie sich an.
„Ist ziemlich blöd gelaufen, hm? Ihr hättet euch 'n besseren Plan zurecht legen sollen.“
„Das ist unverschämt! S-Sie können mich nicht einfach-“
„Was, festhalten? Oh doch, ich denke schon.“, unterbrach ihn der Polizist, ehe er ihm die Maske abzog. Der Kerl war vielleicht Anfang zwanzig. Er hatte weiche Gesichtszüge – wohl ein ziemliches Weichei. Allein hätte der das nicht durchgezogen.Er blies den Qualm aus, ehe er das zweite paar Handschuhe zückte. Die würde er allerdings nicht dem Schwächling anlegen, sondern dem Großen. Der machte ihm von der Statur her doch mehr Sorgen und Dan hatte nur zwei paar Handschellen parat. Er richtete sich also auf und trat zu dem anderen. Yakira machte ihm etwas Platz, sodass er dem Schwergewicht die Fesseln anlegen konnte. Dann zog er auch ihn auf die Beine und befreite ihn von der Maske. Ja, das Gesicht war, wie zuvor erahnt, deutlich markanter. Und der Blick so ungemein dunkel, dass Dan am liebsten mit den Augen gerollt hatte. Darin konnte ihn ja ohnehin keiner schlagen.
„Ich wiederhole es für euch zwei Vögel – ihr seid dann hiermit wegen Diebstahls in mehreren Fällen und versuchten Diebstahls festgenommen. Und alles, was ihr mir an den Kopf werft, werde ich irgendwie so auf den Plan bringen, damit es euch richtig in die Scheiße reitet.“, sprach er dann deutlich. Als der Riese sich wehren wollte, fasste Yakira erneut nach seiner Jacke, sodass Dan sein Telefon zücken konnte. Kurzwahltaste 3, das Revier, war schnell gedrückt. Er wartete, während es klingelte. Als endlich jemand abhob, schilderte er, was Sache war …
Eine Stunde später lehnte er an einem Streifenwagen, während gerade der Transporter mit den drei Dieben abfuhr. Einer der jüngeren Kollegen hatte ihm gerade ein Formular gegeben, auf welches er seine Unterschrift setzte.
„Das war echt fantastisch – ganz allein!“, sprach der Jüngling strahlend, Dan winkte nur ab und gab ihm den Wisch zurück.
„Keine große Sache. Verhört sich – wenn sie irgendetwas sagen, ruft mich an.“, erwiderte er schließlich. Der Jüngling nickte eifrig. Jetzt konnte er sich endlich verabschieden. Er sah noch zu, wie der Polizist mit dem Wagen abfuhr, dann ging er in die Hocke, um all seine drei Pokémon zu empfangen, die sich etwas abseits gehalten hatten. Er kraulte alle drei, lobte sie.
„Gut gemacht.“, sagte er – und zeigte tatsächlich ein kurzes Lächeln. Er holte ein paar Knurspe heraus – er hatte immer welche dabei – und gab sie seinen drei Freunden. Dann richtete er sich auf. Von einer der Verkäuferinnen hatte er ein paar Tsitrubeeren zugesteckt bekommen, als Dank, dass nun alles vorbei war. Er wusste gar nichts, mit den Teilen anzufangen – aber vielleicht konnte er sie verarbeiten. Jetzte aber wurde es Zeit, sich auf den Rückweg zu machen. „Kommt – wir müssen auf's Revier.“, sagte er und streckte sich, rollte mit den Schultern, ehe er losging. Der Weg war weit – warum hatte er nicht darauf bestanden, gefahren zu werden? Manchmal dachte er nicht mit. Er schüttelte den Kopf. Naja, blieb nur zu hoffen, dass Ferris den Kaffee bis zu seiner Rückkehr nicht wieder aufgebraucht hatte. Denn allmählich hatte er sich den wirklich verdient.

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Re: Hafenmeile

Beitrag von Odileam So Apr 16, 2017 4:59 pm

Odile
„crime generally punishes itself“
- 33 -
cf. Büro von Odile Beauvais, Stratos City
- mehrere Tage später -

Schon wieder die Hafenmeile von Marea City. Die örtliche Polizei hatte schon öfter mit ein paar Diebstählen hier zu tun gehabt, aber vor einiger Zeit hatte auch einer ihrer Mitarbeiter, Dan Chapell, sich der Sache angenommen. Eigentlich waren so simple Diebstähle nichts, worum sich die Ranger- und Polizistenvereinigung kümmerte. Nichtsdestotrotz hatte sich die örtliche Dienststelle nun an sie gewandt, weil erneut Waren gestohlen worden waren und es sich dabei in diesem Fall nicht um Souvenirs, Beeren oder ähnliches handelte, sondern Pokémon. Ein neuer Händler war nämlich auf dem Markt erschienen, der Pokémon verkaufte. Ein Züchter aus Alola, der hoffte mit fremden Pokémon hier das große Geld machen zu können. Natürlich wurde er ausreichend geprüft und er hatte sämtliche Bescheinigungen und Zulassungen die er brauchte, um nicht als illegaler Händler zu gelten – bei ihm lag das Problem definitiv nicht. Die Diebe um die sich Dan eigentlich gekümmert hatte sollten nun wohl das Problem sein, aber ob es sich um die selben handelten wie die letzten, das sei mal dahingestellt und würde sich erst zeigen, wenn Odile sie dingfest gemacht hatte. Eigentlich wäre das wohl auch keine Aufgabe für sie gewesen. Sie hätte sie auch einfach an einen normalen Polizisten der Abteilung abgeben können, aber gerade stand Odile nach etwas, was nicht direkt wieder an ihren Nerven zerrte. Der Angriff auf sie persönlich, die Sache mit Chloé und schließlich auch mit Lily… da konnte man gegen eine simple Verbrecherjagd nichts sagen, wer wusste schon, wann der nächste Tiefschlag folgte. Momentan fühlte sie sich im Büro ohnehin nicht ausgelastet. Mit der Papierarbeit kam sie gut hinterher, es gab keine Praktikanten die man herumscheuchen konnte und auch der Rest der Abteilung benahm sich weitestgehend zufriedenstellend, so dass Odile die meiste Zeit über einfach kaum etwas zu tun hatte. Abwechslung war da gut, vor allem wenn sie nicht in Form von ihrem eigenen Beinahe-Tod oder dem eines jungen Mädchens ausdrückte.
Charles hatte sie und Amelia freundlicher Weise nach Marea City geflogen. Das Golgantes freute sich immerhin auch jedes Mal, wenn es etwas tun konnte. Aufgrund seiner Größe konnte der großgewachsene Golem schließlich nicht überall hin mit, was ihn oft sehr traurig machte. Verstehen konnte Odile das, aber ändern konnte man es nicht mehr. Charles setzte die beiden etwas abseits von Marea ab um nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und statt ihn zurück in seinen Pokéball zu rufen, entschloss Odile sich dazu ihn einfach ein wenig herumfliegen zu lassen, damit er sich umsehen konnte. Wiederfinden würden sie sich allemal, schließlich konnte man ein Golgantes nur schwer übersehen. An der Seite ihres Mega-Lucarios machte sich Odile dann auf den Weg ins Innere der Stadt und schlug den Weg Richtung Hafen ein. Dort fand der wöchentliche Markt immer statt, und wenn ihre Informationen stimmten und es sich tatsächlich um die selbe Bande handelte, die sie sowieso schon dokumentiert hatten, dann würden sie auch zur selben Zeit wie immer zuschlagen. Es galt also eigentlich nur abwarten und die Augen offenhalten, doch als Erstes machte sie sich auf zum Verkäufer, um sich einen Überblick zu verschaffen. Sein Stand war offenbar recht beliebt und es tummelten sich ein paar kleinere Pokémon, die Odile nicht kannte. Lediglich eines von ihnen erhaschte kurz ihre Aufmerksamkeit: ein kleines, schwebendes Pokémon, das an einen Meteor erinnerte. Wirklich süß und interessant, und wäre Odile nicht dienstlich hier, hätte sie sich wohl darüber informiert. Aber dafür war sie nicht hier, also konzentrierte sie sich lieber auf ihre Arbeit. Sie kaufte sich an einem nahegelegenen Stand einen Milchshake und trank jenen in Ruhe etwas abseits, ließ den Blick hier und dorthin schweifen und unterhielt sich mit Amelia, während sie die Umgebung trotzdem wachsam im Auge behielt. Sie hatte im Voraus bereits mit dem Verkäufer gesprochen, was zugegebener Maßen auch durchaus gesitteter hätte ablaufen können. Dass die Händler wegen dieser Problematik wütend waren, war vollkommen nachvollziehbar. Sie wollten schließlich auch schon die Schritte zur Selbstjustiz einleiten, was es ebenfalls zu unterbinden galt. Er war also nicht gerade erfreut oder gar zuversichtlich gewesen und andere Händler hatten sich dann schließlich auch in die Diskussion eingemischt, weil sie ihren Senf hatten dazugeben wollen. Es war also eine eher angeregte Sache gewesen, aber auch das hatten sie hinbekommen können. Odile hatte sich jedenfalls mit dem Verkäufer einigen können, den Tätern eine Falle zu stellen. Einige der Pokébälle sollten dort liegen wo man sie am einfachsten ungesehen mitgehen lassen konnte und auch der Verkäufer sollte keine Anstalten machen, öfter nach ihnen zu sehen. So wollte Odile die Täter entlarven, denn wer ließ sich schon so eine leichte Chance entgehen?

Die Anhaltspunkte die sie hatten waren lediglich, dass es sich um mehrere Täter handelte und dass sie schwarz gekleidet waren. Das war definitiv nicht viel, aber besser als nichts. Odile achtete also vor allem auf diese Erkennungszeichen bei jedem Menschen, der sich einen Moment mit dem Stand beschäftigte. Es dauerte seine Zeit in der Odile sich eben ganz normal auf dem Markt umsah, bis es schließlich geschah: als sie das nächste Mal am Stand vorbei kam, standen dort zwei junge Männer in unauffälligen, schwarzen Kapuzenpullovern, recht nah an dem Tisch, auf dem die Köder ausgelegt waren. Wie besprochen hatte der Verkäufer ihnen den Rücken zugewandt und kümmerte sich gerade darum, ein paar Interessenten ein Pokémon vorzustellen, dass stark an einen Hund erinnerte, so dass die Aufmerksamkeit definitiv nicht auf den beiden Männern lag. Odile näherte sich ihnen und bekam mit, wie der ältere der beiden sich einen Pokéball unauffällig und unheimlich flink in die Tasche des Pullovers steckte, während der andere gerade dabei war die anderen beiden zu nehmen. „Haben Sie vor, die auch zu bezahlen?“, frage Odile recht stumpf, nachdem sie sich möglichst lautlos an die beiden herangeschlichen hatte. Erschrocken fuhr der jüngere zusammen und drehte sich blitzartig um, während der andere es ihm gleichtat und im nächsten Moment bereits die Flucht ergriff. Ein kurzer Blick zu Amelia reichte um klar zu machen, dass sie den jüngeren Dieb hier festhalten sollte, dann rannte Odile dem älteren Mann nach.
Eine ganz klischeehafte, unspektakuläre Verbrecherjagd. Das hatte Odile wirklich gefehlt! Der Mann hatte sich in die Menge gestürzt um in der Menschenmasse unterzugehen, doch Odile war ihm dicht auf den Fersen. Sie konnte nicht behaupten, dass er unsportlich war. Er wich den meisten Menschen die ihm im Weg standen perfekt aus, auch wenn er einige ungeniert einfach aus dem Weg schubste, und schien auch so recht fit zu sein. Doch Odile war das auch, und sie würde ihn definitiv in die Finger bekommen. Gleichmäßig, doch schnell, atmend lief sie ihm nach und hätte ihn ein paar Mal beinahe gehabt, doch er schlug haken und hin und wieder musste sie auch anderen Menschen ausweichen, was wieder Abstand zwischen sie und den Mann brachte. Wo wollte er hin? Hatten sie irgendwo ein Versteck? Vielleicht wäre es das sinnvollste, jenes zu finden und auszulöschen statt einzelnen Personen nachzulaufen. Das Problem sozusagen im Keim ersticken… Doch diese Verfolgungsjagd aufzugeben war gerade keine Option, also lief Odile weiter. Im Laufen zog sie den Pokéball von Fromm von ihrem Gürtel und ließ das Lunastein aus seinem Ball. Über den Köpfen der anderen hinweg schwebte es neben Odile her. „Der Mann mit dem schwarzen Pullover und der schwarzen Mütze – wir brauchen ihn.“, rief sie ihrem Pokémon zu, welches nickte und sich hastig auf den Weg machte. Fromm würde mit seinen Psychokräften sicher eine Hilfe sein. Odile musste ohnehin kurz anhalten, weil sich ein paar kleine Kinder in den Weg gedrängt hatten und dort nun im Kreis tanzten (mitten in der Menge?!), so dass sie um sie herum gehen musste. Sie verlor den Mann so kurz aus den Augen, doch Fromm war ihm immerhin auf den Fersen, so dass sie lediglich Ausschau nach dem Lunastein halten musste. Odile entdeckte das Pokémon gerade dabei wie es in eine Gasse abbog und machte sich augenblicklich auf den Weg dorthin.
Sie holte ihr Lunastein ein, und damit auch den Dieb. Er war gerade dabei über einen Zaun zu klettern um auf der anderen Seite wegzurennen, doch Odile bekam gerade noch sein Bein zu packen. Allerdings trat er ihr wirklich fest ins Gesicht, woraufhin sie ihn losließ. Aus ihrer Nase floss das Blut, aber sie störte sich daran nicht und hatte es trotzdem geschafft, den Dieb am Klettern zu hindern. Er fiel den Zaun wieder herunter und landete hart auf dem Boden, wo er einen Moment liegen blieb.  Odile brauchte allerdings auch einen Moment um sich wieder zu fangen und hielt sich die Hand an die blutende Nase. Es fühlte sich nicht gebrochen an, aber gesund war es auch nicht. „Sie sind festgenommen.“, nuschelte sie und sah zu Fromm, der daraufhin mit einer Psychokinese dafür sorgte, dass der Dieb sich nicht mehr bewegen konnte. Odile zog sich ihre Jacke aus und hielt sie sich an die Nase, ehe sie sich wieder dem Täter zuwandte und ihn durchsuchte. Er hatte nichts weiter bei sich außer den Pokébällen, die sie ihm dann auch abnahm. „Sie und Ihr Freund werden eine schöne Zeit auf dem Präsidium haben…“, fuhr sie fort und legte ihm Handschellen an, woraufhin Fromm dann auch wieder von seinen Psychokräften absah. Odile zerrte den Mann dann mit sich, zurück zum Stand, und hatte auf dem Weg dorthin die Polizei verständigt, damit sie Verstärkung schickten. Der Verhör war Aufgabe des örtlichen Präsidiums, nicht der Polizei. Die Menschen rund um den Stand lösten sich langsam auf und machten Platz als Odile zurück kam und der Verkäufer war auch so nett, Odile ein paar Taschentücher zu geben, damit sie nicht weiter ihre Jacke vollblutete. „Sie sollten das ansehen lassen.“, meinte er und musterte sie sorgenvoll, als Odile ihm die drei Pokébälle zurückgab. Odile nickte lediglich und sah zu Amelia, die noch immer den jüngeren fest im Griff hatte. „Ich wollte das gar nicht!“, rief er laut und verzweifelt und warf dem älteren einen wütenden Blick zu. „Von Anfang an wollte ich nicht in die Bande gehören, du hast mich gezwungen!“ Der Ältere schien darüber auch nicht sehr glücklich zu sein. „Halt die Klappe!“, rief er aufgebracht, doch der Jüngere schüttelte den Kopf und sah zu Odile. „Sie haben ein kleines Lager am östlichen Stadtrand in einer alten Scheune, da halten sie sich immer auf.“, verriet er ihr, woraufhin der Ältere sich von Odile losreißen wollte, doch sie hielt ihn eisern fest. Odile nickte lediglich und gab diese Information auch an den Polizisten weiter, der schließlich auch bald mit zwei Kollegen eintraf um die beiden mit aufs Revier zu nehmen. Sie bedanken sich bei ihr und fuhren dann davon, so dass Odile mit dem Händler allein blieb.

„Dankesehr.“, meinte er ehrlich und schien sichtlich erleichtert. „Vielleicht wird es ja jetzt besser.“, murmelte er hoffnungsvoll und sah zu drei kleinen Pokémon, die hinter dem Stand spielten. „Pah, als ob!“, hörte man eine hohe, genervte Stimme rufen und eine alte Frau kam angelaufen, die Hände in die Hüfte gestemmt. Die Blutung ihrer Nase ließ langsam nach, weshalb Odile die Taschentücher wieder senkte und der Frau entgegen sah. Sie kannte sie bereits. Sie war eine derjenigen, die die Selbstjustiz für die beste Lösung gehalten hatte. „Hier waren schon einmal Polizisten und trotzdem hat es nicht aufgehört!“, fuhr sie fort und wedelte wild mit den Händen. „Warum sollte es nun aufhören?“ Odile sah kurz zu Amelia und schien zu überlegen ob sie überhaupt antworten sollte. „Die örtliche Polizei weiß wo sich ihr Lager befindet und wird sich darum kümmern.“, versicherte Odile ihr und versuchte den Schmerz in ihrer Nase und an ihren Wangenknochen zu ignorieren. „Sie als Verkäufer können jedoch auch für mehr Sicherheit sorgen…“, fing sie an, doch wurde von ihr unterbrochen. „Nun sollen wir Schuld sein?! Es ist die Aufgabe der Polizei, dass wir uns sicher fühlen!“ Sie schien sich wirklich in Rage reden zu wollen. „Natürlich. Und die Polizei wird sich auch um alles wichtige kümmern. Trotzdem schadet es nicht, selbst die Augen aufzuhalten.“, warf der Verkäufer der Pokémon ein und sah kurz entschuldigend zu Odile, dann zurück zu der Frau. „Margaret, die Dame muss nun dringend einen Arzt aufsuchen. Ich bin mir sicher, dass sie alles getan hat was momentan in ihrer Macht steht.“, fuhr er fort und Margaret holte gerade Luft um wieder etwas zu sagen, da wandte er sich schon wieder Odile zu. Er kramte in einer Kiste von seinem Stand herum und reichte ihr dann einen Beutel mit Beeren. „Es ist nicht viel, aber mehr habe ich nicht. Wenn Sie jemals Hilfe wegen Alola-Pokémon brauchen, dann suchen Sie mich auf, ich bin Experte.“, meinte er und Odile nickte kurz. „Sicher. Wenn noch einmal etwas sein sollte, scheuen sie nicht die Polizei zu rufen.“ Auch wenn Odile hoffte, dass es dazu nicht kommen würde. Er nickte und wandte sich dann wieder Margaret zu, die schon wieder hitzig mit ein paar anderen diskutierte. Odile hätte wirklich nichts dagegen gehabt sich noch weiter mit ihr zu unterhalten, allerdings wurde der pochende Schmerz in ihrem Gesicht immer präsenter und es wäre wohl besser, endlich jemanden darauf gucken zu lassen. Sie entfernte sich also langsam als sie sicher war, dass sich das gleich nicht in eine Prügelei entwickelte, und steuerte den Stadtrand wieder an, wo Charles bereits auf sie wartete.  

tbc. Städtische Bank, Stratos City


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the moral of this story is that no matter how much we try, no matter how much we want it … some stories just don’t have a happy ending.
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