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Beyond Our Wishes gibt es nun schon seit zwei Jahren! Zur Feier des Tages haben wir uns ein paar schöne Dinge für euch ausgedacht, die ihr hier nachlesen könnt!

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Heute verabschieden wir uns leider von Shawn, der das Team aus zeitlichen Gründen verlässt, uns aber als User weiterhin beehrt! Wir bedanken uns herzlich für seine Unterstützung und die Arbeit, die er geleistet hat.

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Beyond Our Wishes wünscht euch allen frohe Ostern! Aus gegebenem Anlass haben sich 70 Eier im Forum versteckt. Ob ihr sie findet?

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Es weihnachtet in BoW! Bis zum 23.12.2016 habt ihr die Möglichkeit, eure Punkte zu verschenken. Die Bescherung gibt es am 24. Weitere Informationen findet ihr hier.

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Wie auch im letzten Jahr gibt es auch dieses Mal einen Adventskalender, bei dem ihr schöne Preise gewinnen könnt. Alles was ihr dafür tun müsst, ist euch anzumelden!

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Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Fr Apr 22, 2016 3:48 pm

Alte Lagerhalle am Hafen

Eine alte Lagerhalle am Rande des Hafengebietes. Vor einiger Zeit gehörte sie einer Firma, die am Hafen ansässig war. Mittlerweile gibt es besagte Firma allerdings nicht mehr und die Laghalle wurde ausgeräumt. Da sie seit dem leer steht, wird sie anderweitig benutzt. Unter anderem für Boxkämpfe und andere Untergrundevents.

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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Fr Apr 22, 2016 3:52 pm


Das Finale
mit Claudio| #012



cf: Pokemoncenter von Stratos City
Tage lang hatte Ayaka sich auf das Event gefreut und nun war es endlich soweit. Der Boxkampf zweier aufstrebender Talente ihrer Sportart stand unmittelbar bevor und natürlich hatte es sich die Trainerin, deren Hauptaugenmerk auf den Pokemon des Typs Kampf lag, nicht nehmen lassen, ihn live zu sehen. Ayaka war dort, hatte sich einen Platz, unmittelbar vor dem Ring gesichert. Sitzplätze gab es keine. Die Location bestand aus einem alten Lagerhaus, von dem man auf den ersten Blick nicht zwingend sagen konnte, ob es nicht vielleicht einsturzgefährdet war. Die Fenster waren teilweise kaputt, die Halle einfach leer geräumt. Am Rande standen noch ein paar alte, verrostete Maschinen, die wahrscheinlich nur deswegen nicht mitgenommen wurden, weil sie zu lädiert waren. Das Ganze glich eher einem Untergrundkampf, es handelte sich ja auch noch nicht um Profiboxer. Nach diesem Kampf allerdings, hatte einer der beiden eine realistische Chance genau das zu werden. Natürlich konnte dies nur der Sieger des Kampfes sein. Der andere müsste neu ansetzen, würde auf seinem Weg an die Spitze zurückgeworfen werden. Wenn er auch nicht chancenlos war, es ebenfalls zu schaffen und ein Profi zu werden, so war es für einen Boxer dennoch nicht wünschenswert. Der große Sprung, er war für beide zum Greifen nahe, doch konnte ihn nur einer der Beiden machen.
Ayaka konnte es sich nur eingestehen, sie war aufgeregt. Wenn sie doch nur ihr Quappo rufen könnte. Es konnte so viel von dem Kampf lernen! Allerdings waren unter den Zuschauern keine Pokemon erwünscht. Die Rothaarige würde ihn also ohne ihre Mitstreiter genießen müssen.
Nicht mehr lange und es würde losgehen. Die Reihen füllten sich und das Gedränge wurde dichter. Die Top Vier hatte die Kapuze ihres Pullovers über den Kopf gezogen. Das hatte sie schon, seit sie in der Nähe des Schauplatzes war. Sie wollte nicht erkannt werden, wenn es irgend möglich war. An diesem Abend ging es nicht um sie, sondern um die Zwei, die in ein paar Minuten in den Ring steigen würden, um sich in einem fairen Zweikampf zu messen.



Zuletzt von Ayaka Shōjiki am Fr Apr 22, 2016 8:30 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Fr Apr 22, 2016 7:07 pm

cf: Route 7

Nach den zuletzt sehr turbulenten Tagen war es für Claudio eine Wohltat sich in einer gewohnten Umgebung mit gewohnten Gesichtern zu befinden. Diese alte Lagerhalle und auch das versammelte Publikum waren ganz nach seinem Geschmack. Trotzdem war der Trainer nicht nur zur Entspannung hier. Während sich die Masse bereits um den Ring scharrte und ein Announcer die Stimmung anheizte nutzte er die Gunst der Stunde um die letzten Vorbereitungen für den Abend einzutüten. Über alte Kontakte hatte er sich die Möglichkeit geschaffen einen der aufstrebenden Boxer heute vor dem Kampf treffen zu dürfen. Das Ganze fand in einer ziemlich schäbigen Umkleidekabine statt, aber die Umgebung war Claudio einerlei. Er hatte einige gute Tipps für den aufstrebenden Kämpfer parat, die er ihm auch gut einredete. All dies geschah aber lediglich, um einen Vorwand zu haben warum er hier anwesend war. Tatsächlich schritt er erst zu seinem eigentlichen Plan, als der junge Mann aufgefordert wurde sich auf zum Ring zu machen.
Sofort wünschten ihm sein versammelter Anhang noch einmal viel Glück. Trainer, Sparringspartner, Freunde - es waren schon allerhand Leute da, um bei diesem womöglich zukunftsweisenden Kampf dabei zu sein. Ein großer Vorteil für Claudio, denn bei all dem Trubel ließ er unbemerkt eine kleine Tablette in die Wasserflasche fallen, mit der sich der Sportler in den Pausen stärken würde. Das Mittel würde dafür sorgen, dass dieser Boxer rasch müde würde, womit seine Niederlage quasi besiegelt war. Der Gegner musste nur die erste Runde überstehen und dann später Kapital schlagen. Natürlich hatte Claudio bereits eine nette Summe auf den Gegner des Mannes gesetzt, dem er eben noch vermeintlich gut zu geredet hatte.
Zufrieden mischte sich der Glatzkopf wenig später wieder unter die Zuschauer. Seinen Platz in der ersten Reihe nahm er ein, indem er sich einfach in letzter Minute durch die anderen Zuschauer drängelte. Es waren deutlich mehr als beim letzten Event in dieser Halle und dieser Umstand freute den ehemaligen Kickboxer, obgleich er ihn fast schon zu schmerzlich an seine eigene Karriere erinnerte. Das war der einzige große Wermutstropfen wenn er sich auf diesen Veranstaltungen herum trieb.
Dank seiner guten Position konnte er mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen, das die präparierte Trinkflasche vom Trainer direkt am Ring postiert worden war. Der Ansager stellte dem Publikum gerade die Kämpfer vor, als Claudio das wichtige Objekt erkannte. Entspannt konnte er nun den Kampf genießen, wobei er wusste, dass dies nicht geschehen würde. Immerhin hatte er trotz des manipulierten Ausgangs doch einiges zu befürchten. Hoffentlich würde es keinen K.O in der ersten Runde geben, in dieser Hinsicht konnte er definitiv mitfiebern. Auch das restliche Publikum war gut gelaunt. Einige Zuschauer direkt am Ring klopften mit beiden Händen im Rhythmus auf die Ringmatte, die Anderen machten mit Rufen Stimmung. An Kulisse würde es also bestimmt nicht mangeln. Claudio ließ seinen Blick durch dieses Publikum schweifen, konnte aber keine bekannten Gesichter ausmachen. Neben ihm standen ein älterer Herr mit Wollmütze und Schnurrbart, sowie eine Frau mit der Kapuze über dem Kopf gezogen. Keine sonderlich gefährliche Gesellschaft für Jemanden, der befürchten musste sich selbst durch einen einfachen Rempler schwerer zu verletzen.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Apr 23, 2016 6:21 am


Ready? Fight!
mit Claudio| #013



Je näher das Einläuten der ersten Runde heranrückte, desto aufgeregter wurde Ayaka. Sie liebte den sportlichen Zweikampf, nein, sie lebte ihn. Mit Freude beobachtete sie, wie der Bereich um den Ring herum sich füllte. Die Zuschauer rückten bis ganz eng an den Ring heran, sodass sie ihn sogar anfassen konnten. Die Rothaarige war mitten unter ihnen, wenn nicht sogar noch vor ihnen. Mit beiden Händen stütze sie sich am Ring ab, sorgte so dafür, dass man sie nicht zerdrückte. Das war jedoch nur eine Vorsichtsmaßnahme, denn vorerst rückte ihr niemand wirklich zu nahe. Die Größte war die Top Vier schließlich nicht grade. Dazu kam noch, dass ein Großteil der Zuschauer selbst mit dem Boxgewerbe zu tun hatten oder den Sport sogar selbst ausübten. Demensprechende Kanten und Hünen waren dabei. Davon ließ sich Ayaka allerdings nicht beeindrucken. Ihr würde schon keiner krumm kommen. Und wenn, dann würde er sich noch umsehen. Zwar wirkte die Sportlerin etwas fehl am Platze, fast so wie ein neugieriges Kind unter all den erwachsenen, doch der Schein trügt. Sie wusste sich mehr als  gut zu verteidigen. Rechts neben ihr fiel Ayaka ein Mann auf, der bereits voll und ganz auf den Ring fixiert zu sein schien. Besonders euphorisch wirkte er nicht, jedenfalls nicht ansatzweise so sehr wie sie selbst. Ob er nur dort war, um durch Wetteinsätze etwas Geld zu machen? Er trug einen Schnauzer im Gesicht und eine Wollmütze darüber, also auf dem Kopf. Allerdings rückte er ein Stück bei Seite, als ein weiterer Mann hinzukam, der sich im letzten Moment nach vorne gedrängelt hatte. Ein Glatzkopf, der wie so viele andere danach aussah, als interessiere er sich für den Kampf, da er selbst Kämpfte oder es irgendwann in seinem Leben mal getan hatte. Erst als Ayaka ein zweites Mal hinsah, viel ihr auf, dass sie den Kerl, der sich grade nach vorne gedrängelt hatte, zuvor noch bei einem der beiden Boxer gesehen hatte. Unverblümt und grade heraus fragte sie ihn einfach. Sie musste ihre Stimme deutlich anheben, damit sie über die Geräuschkulisse der Zuschauer und des anheizenden Kommentators hinweg zu verstehen war. >>Hey! Sind sie mit ihm verwandt? Oder sind sie sein Trainer?<<, rief die Rothaarige ihrem Stehnachbarn einfach zu. Dabei schaute sie selbstverständlich in seine Richtung… und zu ihm herauf, um auf eine Reaktion zu warten. Allerdings sollte es, kurz nachdem sie ihre Fragen gestellt hatte, losgehen. So wanderte der Blick der Top Vier kurz zwischen Ring und Mann hin und her, bis er allerdings am Ring haften blieb. Was natürlich nicht bedeutete, dass sie dem Kahlköpfigen keine Aufmerksamkeit mehr zukommen ließ. Die beiden Sportler wurden vorgestellt und, obwohl es spürbar unnötig war, wurde das Publikum zum Anfeuern aufgerufen. Beide Boxer nahmen ihren Platz in den jeweiligen Ecken ein, dann wurden sie zueinander geführt und sollten die Boxhandschuhe gegeneinander drücken, als Zeichen für einen fairen Kampf. Die letzten Sekunden der Vorbereitung verstrichen. Es war soweit, der Kampf wurde eingeläutet und ging in die erste Runde. Die Kontrahenten tanzten etwas im Kreis, wobei der Abstand zwischen ihnen sich kaum änderte. Die Abtastphase begann und leichte, beinahe kraftlose Schläge wurden ausgetauscht.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Apr 23, 2016 1:33 pm

Gleich konnte der Kampf beginnen. Claudio konnte es nun kaum noch erwarten. Die kleine Lagerhalle hatte sich in einen Hexenkessel verwandelt, vermutlich hätte es den Ansager gar nicht gebraucht. Doch all dieser Lärm wurde noch von einer Stimme übertönt, die sich eindeutig an ihn richtete. Verwundert blickte Claudio auf die junge Frau mit dem Kapuzenpullover. Da sie ihn direkt ansah musste sie die Urheberin der Frage sein. Man hatte ihn also bei dem einen Boxer gesehen, es war nicht weiter schlimm. "Nee, nix davon. Aber ich kenn den Trainer von ihm.", konnte er sogar wahrheitsgemäß, wenn auch etwas genervt, antworten. Dabei versuchte der Glatzkopf einen Eindruck zu gewinnen mit wem er überhaupt sprach. Er musste sich leicht vorbeugen um das Gesicht unter der Kapuze zu sehen, seltsamerweise kam es ihm sogar bekannt vor.
Obwohl Claudio versuchte es sich nicht anmerken zu lassen, indem er sich wieder dem Geschehen im Ring zu wandte, überlegte er fieberhaft wieso das Mädel ihm so bekannt vorkam. Wahrscheinlich hatte es nichts weiter zu bedeuten, nur war er eben nervös während er ein krummes Ding drehte. Vielleicht hatte sie ja auch mehr beobachtet als gut wäre. "Sag mal, warum glaube ich das ich dich kenne? Biste öfter hier?", fragte er also einfach ebenso geradeheraus wie sie es bei ihm getan hatte. Dabei behielt er allerdings nur das Geschehen im Ring im Blick, denn gerade begann die Action. Beinahe erwartungsgemäß ging es in ein Phase des Abtastens. Beide Kontrahenten mussten nervös sein, Niemand wollte hier den ersten Fehler machen und so blieb es bei einer sehr defensiven Gangart.
Dies gefiel Claudio natürlich außerordentlich gut, weil er darauf hoffte, die erste Runde würde ohne Sieger bleiben. Einzig die Anfeuerungsrufe der Zuschauer schienen mit der Zeit dafür zu sorgen, dass der Kampf hitziger wurde. Schließlich wollte auch jeder Boxer hier einen Eindruck hinterlassen und die noch recht jungen, unerfahrenen Kämpfer ließen sich leicht von dieser Menge anstacheln mehr zu wagen. Trotz des interessanter werdenden Kampfes zuckten Claudios Augenwinkel aber gelegentlich mal zur Kapuzenträgerin.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Di Apr 26, 2016 11:42 pm


Gib ihm Saures!
mit Claudio| #014



Eigentlich war Ayaka nicht hergekommen, um Bekanntschaften zu machen, sondern um den Kampf zu sehen. Doch sie war nun mal keine besonders verschlossene Person und so teilte sich ihre Aufmerksamkeit gewissermaßen auf. Ihr Hauptaugenmerk lag auf den beiden Boxern, die etwas zurückhaltend mit dem Kampf begannen, doch hin und wieder drehte die Rothaarige ihren Kopf ein klein wenig, sodass sie den Kahlköpfigen im Augenwinkel beobachten konnte. Als die Antwort von ihm kam, musste Ayaka feststellen, dass sie mit beiden ihrer Vermutungen daneben lag. Der Mann war weder mit dem Boxer verwand, noch war er sein Trainer. Allerdings kannte er genau diesen. Dementsprechend knapp lag sie also daneben. >>Ah!<< gab die Top Vier laut genug von sich, um auszudrücken, dass sie verstanden hatte. >>Dann drücken sie ihm also die Daumen!<< Das grade dem nicht so war, konnte sie ja nicht ahnen. Bisher machte sich der Kerl jedenfalls nicht schlecht, aber das Match war ja auch noch nicht in die heiße Phase übergegangen. Besagter Trainer allerdings, also der, den der Mann neben ihr kannte, wollte daran etwas ändern. Er rief seinem Schützling zu, dass er seinem Gegner mal Feuer unter dem Hintern machen solle, was Ayaka befürwortete. Sicher, ein solcher Kampf, ein Finale, sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen. Es war nur natürlich, dass man da mit einer leichten Zurückhaltung begann, da man keinen Fehler begehen wollte. Beide Kämpfer taten dies. Allerdings könnte derjenige sich einen Vorteil erhaschen, der diese mentale Blockade als erstes durchbricht und mit etwas mehr Risiko an die Sache heranging. >>Ja! Trau dich! Zeig ihm was du hast!<< Für den Moment schloss sich Ayaka der anfeuernden Meute an, ehe sie bemerkte, dass der Kerl neben ihr sie etwas fragte. >>Mhm?<<, stieß sie reflexartig aus, da sie erstdachte, sie habe ihn nicht richtig verstanden. Allerdings war es ohnehin fragwürdig, ob er dieses Geräusch überhaupt hören konnte. Sie drehte sich ein Stück mehr und schaute sich den Glatzköpfigen einmal genauer an. >>Nein, also nicht regelmäßig.<< Ein freches Grinsen konnte sie sich nicht verkneifen. Natürlich hatte sie ihre Vermutung, warum der Mann glaubte sie zu kennen. Andersherum kam er ihr nicht bekannt vor, was ihre Vermutung unterstreichen sollte. Ein lautes Raunen ging durch die Halle und ruckartig schaute Ayaka erneut zum Ring. Sie konnte grade noch sehen, wie einer der beiden Boxer sich aus den Seilen drückte und mit seinem Handschuh über den Mund fuhr. Er hatte ordentlich einen kassiert und wurde zurückgestoßen. Endlich gab einer dem anderen mal eine Kostprobe seiner Power. Der Blick zur Uhr verriet der Rothaarigen, dass die Hälfte der ersten Runde vorbei war. >>Sieht doch gar nicht so schlecht aus.<<, rief sie ihrem Nebenmann zu, nachdem sie sich etwas zu ihm herübergebeugt hatte. Sie ging davon aus, dass er sich über den Schlag des Boxers, der von seinem Freund trainiert wurde, freuen würde. Das wäre ihrer Meinung nach jedenfalls die logische Reaktion gewesen. Es sei denn natürlich, der Typ hätte den Boxer zuvor besucht, um ihm viel Pech zu wünschen. An platzierte Wetten dachte sie naiver Weise nicht. Wobei diese doch grade im Boxsport keine Seltenheit waren.  
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Mi Apr 27, 2016 5:59 pm

Nur gut, dass Claudio sich dem Ring zugedreht hatte als das Mädel ihm antwortete, sonst hätte sie sicherlich sein kurz aufkommendes, hämisches Grinsen bemerkt. Die Daumen drücken? In der Tat fieberte der Trainer bei diesem Kampf mit und einen Favoriten hatte er ebenfalls. Nur gestaltete sich die Sache wohl anders, als es die Frau wohl erwartete. Sie kam Claudio mittlerweile wie eine ausgemachte Nervensäge vor, da es ihm gerade ganz und gar nicht passte mit Fragen und Vermutungen traktiert zu werden - selbst wenn man bei bislang eigentlich nur eine Frage von ihr gestellt worden war. "Nein. Ich hab schnell gemerkt das der nur Grütze im Hirn hat. Sein Gegner macht einen besseren Eindruck.", brummte er dennoch zurück, allein schon damit sie nicht wieder verwundert nachfragen würde, falls er später im Kampf anders mitging als sie es erwartete.
Leider ließ ihn seine Einschätzung wenig später dumm dastehen. Gerade kam eine wenig aufschlussreiche Antwort - und noch dazu ein freches Grinsen - auf seine Frage woher sie ihm bekannt vor komme, da setzte der von Claudio zum Verlierer auserkorene Boxer die erste Duftmarke im Kampf. "Scheiße! Das war doch gar nix!", rief er aus, verärgert darüber das es hier in der ersten Runde so rasch zur Sache ging. Nur die eine Runde überstehen, mehr musste der andere Boxer gar nicht erreichen, auch wenn er es nicht wusste. Es kam ein Zuruf von der Nervensäge und Claudio drehte sich kurz zu ihr hin, nur um den Kopf zu schütteln. "Ist viel zu früh darüber zu urteilen.", grunzte er missmutig, da das Geschehen gerade gegen ihn lief und er dementsprechend angespannt wurde. Glücklicherweise befreite sich der scheinbar unterlegene Boxer aus seiner misslichen Lage, ebenso brachte er zwei Körpertreffer unter. Zwar war keiner sonderlich stark, trotzdem sah sich der Glatzkopf endlich bestätigt. "Na, also! Geht doch!", schimpfte er, dann musste er aber schon wieder mit ansehen wie sich das Blatt abermals wendete.
Es war ein unübersichtlicher Kampf, bei dem nun jedwede Taktik vom Publikum ausgetrieben war. Immerhin ging es einigermaßen ausgeglichen zur Sache, auch wenn Claudio trotzdem stark ins Schwitzen geriet. Er stützte sich mit beiden Ellbogen auf dem Ringrand ab, sein Kopf ruhte auf den Handflächen, während er teilweise unruhig an einem Fingernagel kaute. So spannend hätte es nie werden sollen. Um sich abzulenken und festzustellen wie frech die Rothaarige tatsächlich war, sprach er sie wieder an. "Hey, mal im Ernst. Warum hab ich dein Gesicht schon mal gesehen, wenn du dich hier nicht rum treibst. Bist du die Tochter von 'nem Trainer oder sowas?"
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Fr Apr 29, 2016 3:30 pm


Zeit für 'ne Pause
mit Claudio| #015



Ayaka war von der Reaktion des Kahlkopfes wirklich überrascht. Sie hatte voreilig erwartet, dass er den Schüler seines Bekannten unterstützen würde, was wohl auch die logische, oder zumindest die höfliche Herangehensweise gewesen wäre. Doch der Mann neben ihr sah das nicht so. Vielleicht besaß er noch den Anstand, dem Jungen alles Gute zu wünschen, ihm seine Meinung wenigstens nicht ins Gesicht zu sagen, nicht direkt vor dem Kampf, doch das konnte die Rothaarige schlecht beurteilen, da sie bei dem Gespräch der Beiden nicht anwesend war. Jedenfalls beschrieb er seine Meinung von ihm mit „er habe nur Grütze im Kopf“. Der Kerl hatte eine wesentlich höhere Meinung vom gegnerischen Boxer. Er ging davon aus, dass dieser den Kampf gewinnen würde. Das war ja auch sein gutes Recht auf Meinungsfreiheit. Allerdings sollte diese Ansicht der Dinge sich nicht so schnell bestätigen, jedenfalls nicht sofort. Der Mann hatte seine Einschätzung grade erst abgegeben, da ging es im Ring plötzlich etwas mehr zur Sache. Der Boxschüler seines Bekannten ging nun energischer zur Sache, er schickte seinen Gegner kurz in die Seile und sorgte für einen ersten Höhepunkt der ersten Runde und damit auch des Matches. Es war alles andere als ein Vorentscheid, dafür war es viel zu früh und daran dachte auch niemand, aber es war ein erstes Zeichen, das gesetzt wurde. Von da an nahm der Kampf ein wenig Fahrt auf. Sein Gegner ließ sich natürlich nicht lumpen, er musste antworten und brachte ein paar Hiebe bei ihm unter. Dar Glatzköpfige fieberte nun richtig mit. Er war keineswegs erfreut von dem eingesteckten Treffer seines favorisierten Mannes, darum war er auch umso erfreuter von dessen Reaktion. So sollte ein vernünftiger Boxkampf laufen. Da Ayaka in diesem Kampf keine Partei ergriff, auch wenn es zuerst danach ausgesehen hatte, begeisterte sie die aufkommende Hitzigkeit natürlich umso mehr. >>Man hat uns nicht zu viel versprochen!<<, stieß sie begeistert aus. Das Finale sollte zunächst halten, was es versprach. Spannung und einen heißen Fight, kein 0815 Geschubse. Für den Moment, für dieses Highlight, lag die Aufmerksamkeit so ziemlich aller Anwesenden auf dem Ring, doch kurz danach hakte der Fremde doch noch einmal nach. Er wurde das Gefühl nicht los, dass er Ayaka schon einmal gesehen hatte, was sie natürlich voll und ganz nachvollziehen konnte. >>Mhm…<<, sie überlegte kurz, was sie darauf antworten solle und kam zu dem Gedanken, dass die Personen um sie herum wohl ohnehin abgelenkt waren. Außerdem war sie als Top Vier zwar bekannt, jedoch auch nicht zwingend ein Popstar. Erneut legte sich das freche Grinsen auf ihre Lippen, als sie sich in ihre Kapuze griff und sich diese vom Kopf zog. Fragend blickte sie zu ihrem Nebenmann auf, um an seiner Reaktion erkennen zu können, ob der unverhüllte Anblick ihm nun mehr verriet, oder ob er immer noch auf dem Schlauch stand. >>Hilft das?<<, fügte sie noch hinzu. Die zweite Hälfte ihrer kurz gefassten Frage, ging jedoch schon im Glockenschlag unter. Die erste Runde des Kampfes war vorbei. Als Ringrichterin hätte Ayaka leichte Vorteile für den Boxer verbucht, der seinen Gegner das erste Mal in die Seile gehauen hatte, doch war es keinesfalls ein Vorsprung, der schwierig aufzuholen gewesen wäre. Es folgte eine kurze Pause, in der die Kämpfer sich in ihre Ecken zurückzogen und von ihren Trainern versorgt und gecoacht wurden.  
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Fr Apr 29, 2016 6:28 pm

"Das kann man wohl sagen.", sprach Claudio laut aus, als er den Ausruf der Nervensäge vernahm, man habe den Zuschauern nicht zu viel versprochen. Vermutlich waren die Worte nicht einmal an ihn gerichtet gewesen, aber in dieser Phase war er vom Kampf so mitgenommen, dass er darüber gar nicht nachdachte. Immer wieder rief er es sich in den Kopf, sein Favorit musste nur die erste Runde heil überstehen, weiter nichts. Was so einfach klang sorgte trotzdem für Unruhe beim Glatzkopf wann immer ein Boxer einen Schlag zeigte, selbst wenn er noch so wirkungslos in der Deckung verpuffte. So durfte es später gerne weitergehen, wenn dann irgendwann die Müdigkeit beim Unglücksraben einsetzen würde.
Doch nicht nur der Kampf beschäftigte Claudio. Immer wieder gab es kurze Wortwechsel mit der jungen Frau neben ihm. Was ihre Identität anging war sie ganz schön geheimniskrämerisch. Normalerweise hieß das Taijitu Mitglied solcherlei Verhalten sogar gut, aber ihr freches Grinsen und der angedeutete Hohn in ihren Taten veränderte seine Einschätzung natürlich. "Das hilft gar nix. Ich hab dein Gesicht schon gesehen.", motzte er kurz, dann machte er eine abwinkende Geste mit seiner Hand. "Passt schon, ich werde dir damit nicht mehr auf den Geist gehen.", maulte er noch kopfschüttelnd, da erlöste ihn die Ringglocke von der ersten Runde und in gewisser Weise auch von der Nervensäge. Denn obwohl er nun immerhin wusste, dass sie rote Haare hatte und damit vielleicht auch etwas anfangen sollte, interessierte er sich nur noch für einen bestimmten Boxer.
Natürlich hatten sich beide Kontrahenten in ihre jeweilige Ringecke begeben. Dort bekamen sie von ihren Trainern hastig allerlei Tipps und Anweisungen auf den Weg, ebenso kümmerten sich Assistenten darum die Boxer kurz zu untersuchen und sie mit Handtüchern und Wasser zu erfrischen. Es zauberte Claudio ein selbstgefälliges Grinsen auf die Lippen, als dabei auch die präparierte Wasserflasche zum Einsatz kam. Das Mittel würde nicht schlagartig wirken, aber den Kämpfer immer weiter schwächen und dazu führen, dass er schneller erschöpfte. Während Claudio sich bereits auszurechnen versuchte wie lange es nun noch dauern mochte bis es einen Knockout gab sah ihn der Boxer an, dessen Niederlage soeben besiegelt worden war. Er lächelte und nickte dem Glatzkopf zu, als würde er glauben er sei ebenfalls angelächelt worden, von dem Freund seines Trainers der eben noch all die guten Ratschläge gehabt hatte. Claudio senkte seinen Blick dezent während er dem Boxer ein "Daumen hoch" schickte, denn er hatte Mühe sich ein Lachen zu verkneifen.
Wieder ertönte die Glocke und beide Kämpfer gingen wieder ans Werk. Dieses Mal kamen sie schneller in Fahrt als in der ersten Runde, doch das Tempo wurde nicht gehalten. Der Vergiftete legte eigentlich gut los, wurde jedoch zusehends langsamer. "Auf den Körper! Auf den Körper! Und dann die Deckung hoch!", rief Claudio in den Ring, allerdings an den frischen Kontrahenten gerichtet. Tatsächlich gelang es diesem in etwa auf Höhe der Leber zu treffen und der Glatzkopf riss triumphierend die Faust nach oben. "Der ist fix und alle! Keine Kondition, aber loslegen wie die Feuerwehr! Hab ich ja gesagt!", tönte er in Richtung der Rothaarigen, als hätte er tatsächlich eine fundierte Meinung zum Besten gegeben und als lege die zunehmende Schwäche des einen Boxers nicht an einem schädlichen Getränk.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Mai 08, 2016 4:29 pm


Eine seltsame Wendung
mit Claudio| #016



Ayaka registrierte die Zustimmung ihres Nebenmannes, bezogen auf die Spannung des Kampfes, die sich nun das erste Mal entlud. Allerdings gab es da auch keine zwei Meinungen, jedenfalls dachte es sich die Rothaarige so. Jemand, der das noch nicht ansprechend oder spannend genug fand, der sollte gar nicht erst vor Ort sein. Als es dann um ihre Erscheinung ging, reagierte der Glatzkopf ganz anders auf ihre kleine Hilfestellung, als sie erwartet hatte. Er glaubte sie erkannt zu haben, darum nahm sie ihre Kapuze ab, damit er sie noch einmal uneingeschränkt betrachten konnte, doch zu helfen schien es nicht. Stattdessen pampte der Kerl sie dafür an. Er reagierte ihrer Meinung nach vollkommen über, versprach ihr dann zickig, dass er ihr „damit nicht mehr auf den Geist gehen“ würde. Die Rothaarige zuckte mit den Schultern. Wie er meinte. Sie hatte zwar gar nichts dagegen, doch wenn er sich vollkommen wider seiner Statur und seines äußeren Auftretens wie ein kleines Kind verhalten wollte, dann sollte er nur machen. Vielleicht reagierte Ayaka nun über, doch verstehen konnte sie seine Reaktion nun mal nicht.
Jedenfalls läutete also die Glocke. Die Pause setzte ein. Beide Boxer wurden mitten aus ihrem Kampf gerissen und vom Referee getrennt und in ihre jeweilige Ecke geschickt, wo sich dann Trainer und Betreuer um die Sportler kümmerten, ihre kleinen Wehwehchen versorgten und ihnen Wasser gaben. Für die Top Vier, eine vom Boxsport begeisterte Sportlerin, verlief alles so wie es üblich war. Alles ging seinen geregelten Gang. Die beiden Trainer versuchten zu ihren Schützlingen durchzudringen, ihre Taktik zu korrigieren und ihnen Mut zuzusprechen. Kurz vor Ende der Pause sah Ayaka, wie der eine Boxer zu dem Glatzkopf herüberschaute und ihm zunickte und den Daumen entgegenstreckte. Anscheinend schien der Mann ihm wenigstens nicht ins Gesicht gesagt zu haben, dass er nichts von ihm hielt. Das sprach für ihn, auch wenn seine Grundeinstellung fragwürdig war. Den kleinen Zwischenfall mit der Kapuze vergessen, richtete die Rothaarige wieder ihr Wort zu ihrem Stehnachbarn. >>Hast ihm doch Glück gewünscht.<<, rief sie ihm zu, wendete zunächst den Blick nicht vom Boxer ab, bis sie den Mann doch anschaute und ihn anlächelte.
Dann ertönte abermals die Glocke, die nicht nur zum Aus- sondern auch zum Einläuten einer jeden Kampfrunde verwendet wurde. Es ging also in Runde zwei.
Die Vorsicht aus den ersten zwei Minuten war abgelegt, grade der Boxer des Freundes vom Glatzkopf wollte sich nun beweisen. Er legte turbulent los, bedrängte seinen Gegner, doch plötzlich drehte sich der Spieß um. Nicht so, wie es eigentlich lief, jedenfalls kam es Ayaka sehr seltsam vor. Dem Kerl ging plötzlich die Puste aus, er schnaubte richtig. An sich keine große Sache, Boxen war schließlich anstrengend, doch schon in der zweiten Runde? Fragwürdig. Ihr Nebenmann schien jedenfalls Recht zu behalten, was er auch offenkundig herausbrüllte. Die Top Vier schaute verwirrt zur Seite, schaute in das triumphierende Gesicht des Mannes, dann wieder zum Ring. >>Gib doch jetzt nicht nach!<<, rief sie dem mittlerweile unterlegenen Boxer zu, doch schienen ihre Worte nicht bei ihm anzukommen. An seinem Verhalten veränderte sich nichts. Runde zwei verlief deutlich zu Ungunsten des armen Schluckers, der um den Betrug nichts wusste, sich allerdings sicher wunderte, was da grade vor sich ging. Kritisch beäugte Ayaka was vor sich ging. Ihr blieb die Sprache weg, wenn das so weiter läuft und er sich nicht berappelte, würde das kein langer Kampf werden.


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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Mai 08, 2016 8:33 pm

Dieses Mal meldete sich das weiterhin unbekannte Mädchen aus einem eher erfreulichen Grund zu Wort. Zumindest klang ihre Stimmlage so, als wäre es ihr überaus recht, dass Claudio dem Boxschüler seines Bekannten doch Glück gewünscht hatte. Der Trainer war sehr froh über die große Ahnungslosigkeit von ihr und allen anderen Zuschauern. Etwas verwundert drehte er sich zu ihr hin, da er überhaupt nicht damit gerechnet hatte deswegen angesprochen zu werden. Sie lächelte und auch Claudio lächelte nun, während er ihr kurz zunickte. "Einen Hauch Anstand habe ich ja auch.", behauptete er nun, obwohl es blanker Hohn war dies ausgerechnet in diesem Kontext zu sagen, wo er doch immerhin mitten im Begriff war den ahnungslosen Boxer zu betrügen.
Jedenfalls ging dieser Betrug allem Anschein nach auf. Nach einer anfangs ausgeglichenen Runde setzte die Müdigkeit mehr und mehr ein. Claudio war dies nur recht, er fieberte dem Ende des Kampfes entgegen. Dabei war es ihm recht egal ob er in dieser Runde oder später kommen würde. Ihm gefiel es zu denken, dass der schwächelnde Boxer ein Insekt im Netz eines Ariados war - scheinbar gab es noch Hoffnung, doch die Zeit spielte gegen den jungen Mann. "Die Deckung halten! Schön die Arme hoch!", rief er also in den Ring. Es war eine bequeme Lage selbst aus einem defensiven Stillstand zu profitieren. Noch besser allerdings war es, dass der überlegene Boxer in der Tat Druck machte. Nicht jedem im Publikum schien es zu gefallen, dass sich hier früh ein klares Bild abzeichnete. Die Anfeuerungsrufe für den erschöpften Sportler wurden lauter, auch die Rothaarige beteiligte sich.
Stirnrunzelnd sah Claudio kurz zu ihr rüber. Es war nur ein flüchtiger Moment, allerdings genug um ihn das Ende dieser Runde verpassen zu lassen. Die Ringglocke ertönte und wieder gingen die Kontrahenten in ihre jeweilige Ecke. Für den Glatzkopf war dies Anlass genug sich kurz aus der Menge zu schälen. Er drängelte sich in Richtung eines provisorischen Imbissstands, der aus wenig mehr als zwei mit weißen Decken behangenen Tapeziertischen bestand, durch. Kaum dort angelangt warf er noch einen prüfenden Blick zum Ring. Wie üblich gab es zahlreiche Hinweise von den Trainern, zudem weitere Erfrischungen. Nicht nur die präparierte Wasserflasche kam hier zum Einsatz, auch ein Schwall kühles Nass durchs Gesicht und eine ordentliche Standpauke des Trainers sorgten für einen Energieschub beim erschöpften Boxer. Zufrieden war der Coach keineswegs, doch von seinem Beobachtungspunkt aus schien es Claudio mehr so, als wäre er einfach mit der Leistung unzufrieden ohne einen Verdacht geschöpft zu haben.
Dementsprechend beruhigt konnte er sich also einen Hotdog bestellen. Er wollte nicht weiter in der Menge stehen. Nicht nur wurde das Gedränge nach dem Kampf erfahrungsgemäß dichter - und damit ungemütlich für jemanden der eine Verletzung mit sich rumschleppt - auch wollte er möglichst der Erste sein, der seinen Wetteinsatz einstrich. Eine pure Vorsichtsmaßnahme und Gewohnheit, schließlich sollte es ja gar nicht erst zu einer Verzögerung kommen, sobald Fragen nach der schlechten Kondition laut wurden. Kaum das Claudio seinen Snack erhalten hatte, ging es im Ring auch weiter. Nach der kurzen Linderung während der Pause machte der benachteiligte Mann den Eindruck, als wolle er seine vorherige Passivität nun ausbügeln. "Los jetzt! Hau drauf!", brüllte er auch von weit hinten seine Anfeuerungen Richtung Ring, allerdings zum frischeren Kämpfer. Diesem gelang es dann auch mit der Zeit wieder überlegt die Kontrolle an sich zu reißen. Als die Müdigkeit erneut für eine Art Nebel im Geist des Vergifteten sorgte geschah es dann. Eine rechte Gerade schickte den Boxer auf die Bretter, doch er rappelte sich schnell auf. Würde der Ringrichter eine Fortsetzung des Kampfes erlauben? Für Claudio genügte dieser kleine Triumph jedenfalls vollauf, um sich entspannt zurückzulehnen.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Mai 15, 2016 10:14 am


Enttäuschend...
mit Claudio| #017



Ayaka war noch dabei sich ein genaueres Bild von dem Kahlkopf zu verschaffen. Einerseits wirkte er wie ein harter Hund, andererseits schien es aber auch so, als besaß er Anstand, wie er selbst auch über sich sagte. Dabei lächelte er sogar. Er war okay, irgendwie. Sie nickte ihm bestätigend und lächelnd zu, ehe sie sich dann wieder dem Ring zuwendete. Was sie da mit ansah, enttäuschte sie maßlos. Die Rothaarige verschränkte die Arme vor der Brust und konnte nur noch mit dem Kopf schütteln. Allem Anschein nach hatte sie sich doch zu viel von dem Boxkampf erwartet. Dabei sollte es doch das große Finale werden! Ob der Trainer seinen Kämpfer verkauft hatte? Ob er seinen Aufstieg verbaute, um einmal richtig abzukassieren? Leider war das durchaus denkbar. Dem Boxgeschäft haftete so manche unvorteilhafte Story an, darüber gab es Zeitungsberichte, Gerichtsprozesse, sogar duzende Filme. Schön war das nicht, doch wenn dem wirklich so war, dann lag es nicht an ihr sich darum zu kümmern. Ayaka sorgte sich einzig und alleine um die Unterhaltung, denn die litt unter… unter was auch immer der Grund für den plötzlichen Leistungsabfall des Boxers war. Dies ließ die Menge auch schnell deutlich werden. Klar, es gab Lager für beide Seiten, die ohnehin ungemütlich wurden, wenn ihr Favorit nicht spurte, doch gab es eben auch eine Menge neutrale Zuschauer, die ihren Unmut laut machten. Pfiffe und Buhruhfe schallten durchs Lagerhaus, nur noch vereinzelte Aufbauparolen waren zu vernehmen.
Ayaka überlegte schon, ob sie vielleicht schon vor Kampfende verschwinden sollte. Eigentlich lohnte es sich nicht mehr zu bleiben. Der Kampf wurde verdammt einseitig und das Ende zeichnete sich von Sekunde zu Sekunde deutlicher ab. Sie seufzte laut auf, was jedoch kaum zu vernehmen war. Nicht zuletzt das laute Ringen der Glocke übertönte sie. Als sie dann flüchtig zur Seite blickte, war der Glatzkopf auf einmal verschwunden. Hastig schaute die Rothaarige sich um, doch sie konnte ihn nirgends entdecken, er war einfach weg. Als wäre es der Grund, auf den sie gewartet hatte um den Ringrand zu verlassen, entschied sich Ayaka dafür, sich ebenfalls zu verkrümeln. Vorsichtig zwängte sie sich durch die Menge. Ihre Körpergröße lag deutlich und weit unter dem Schnitt der Besucher, was dafür sorgte, dass man sie gut und gerne übersah. Nicht nur einmal wurde sie beinahe umgerannt, doch ging es jedes Mal gut aus. Als sie die Menge dann hinter sich gelassen hatte, fiel ihr Blick auf einen Fastfoodstand, an dem zufällig auch ihr Stehnachbar von zuvor stand. Die Hände in die Taschen geschoben, trat sie an ihn heran. Wie man sich denken konnte, wenn er schon diesen Essensstand aufgesucht hatte, hatte er sich eben etwas für zwischen die Kauleiste besorgt. Lauthals warf er Anweisungen in Richtung des Kampfes, der soeben wieder begonnen hatte. >>Mannomann. Ich hab wirklich mehr erwartet.<<, seufzte sie heraus. Dann drehte sie sich abermals zu dem Mann. >>Ich bin übrigens Ayaka.<<, sprach sie lächelnd, während sie ihre Hand wieder aus der Tasche zog, um sie dem Mann entgegenzustrecken. >>Wir hatten einen blöden Einstieg.<<, fügte sie noch an und dachte dabei an die Reaktion des Glatzköpfigen.



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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Mai 15, 2016 7:43 pm

In seinem Eifer bemerkte Claudio gar nicht wie sich die Rothaarige näherte. Erst als sie ihn ansprach sah er zu ihr herüber, zunächst sehr verdutzt. Als er aber ihre Worte verarbeitet hatte nickte er grinsend. "Tja, ich schätze das Risiko besteht immer.", gab er geradezu scheinheilig von sich, da er der Schuldige war, der ihr den Spaß verdorben hatte. Leid tat es ihm nicht, jedenfalls nicht wegen der jungen Frau. Einen schönen Boxkampf zu ruinieren missfiel ihm sogar, aber es brachte viel Geld ein, weshalb er sich darum auch nur sehr kurz sorgte.
Was ihn viel eher interessierte war nun erstaunlicherweise wieder die Nervensäge. Kaum das er ihren Namen gehört hatte war der Groschen gefallen. "Ach klar! Du bist diese Hupfdohle von der Liga!", tönte er ohne groß darüber nachzudenken. Als er ihre ausgestreckte Hand wahrnahm zuckte er kurz zusammen. "Oh... äh... Sorry. Na, wenn schon blöder Einstieg dann richtig, wie?", versuchte er seinen dämlichen Spruch mit Humor zu übertönen, aber es war ihm selbst zu stumpf. Also entschloss er sich einfach ihre Hand zu schütteln. "Ich bin Claudio.", stellte er sich nur kurz vor, denn nun witterte er eine Gelegenheit wie er sie sich schon länger gewünscht hatte.
"Bist doch von der Liga, oder?", vergewisserte er sich noch einmal, doch es passte einfach zu gut zusammen um jetzt doch einfach in Luft aufzugehen. Ihr Name, ihr Aussehen - Beides hatte er erkannt und nun endlich in einen Zusammenhang bringen können. "Nichts für ungut, aber ich verstehe einfach nicht warum die Leute euch für so tolle Trainer halten.", meinte er mit klarer Herausforderung in der Stimme zu ihr. In gewisser Weise waren Top Vier und Champ ihm sogar ein Dorn im Auge, da sie Claudios Ansichten nach viele junge Menschen dazu verleiteten Trainer werden zu wollen. Das dabei längst nicht Jeder dafür geeignet war sich um ein Pokemon zu kümmern schien von den Leuten geradezu ignoriert zu werden.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Fr Mai 20, 2016 12:58 pm


Yeah, it's me!
mit Claudio| #018



Ayaka lächelte als Reaktion auf den überraschten Gesichtsausdruck des Mannes, der sie zunächst gar nicht bemerkt haben musste. »Ein Jammer.« Es gab für die Rothaarige beim Boxen kaum ein größeres Fiasko, das auftreten könnte, als ein total einseitiger Kampf. So etwas war doch selbst für parteiische Zuschauer, die hinter dem gewinnenden Boxer standen, nicht unterhaltend, oder? So ein Zweikampf brauchte Spannung! Ein Kampf, bei dem jemand knapp und nur unter höchster Anstrengung gewinnt, war wesentlich befriedigender als ein K.O. in der ersten Runde, selbst für den Kämpfer selbst. Das war Sache des Sportsgeistes.
Nachdem Ayaka sich dann auch mit Namen vorgestellt hatte, erkannte der Kahlköpfige auch endlich, mit wem er es zu tun hatte und warum sie ihm so bekannt vorkam, obwohl sie sich noch nie getroffen hatte. Seine Feststellung klang zwar alles andere als freundlich, doch davon ließ die Top Vier sich nicht beirren. Verlegen kratzte sie sich mit einer Hand am Hinterkopf. »Äh, ja. Das bin ich wohl.«, stieß sie mit aufgesetztem Lächeln aus. Mit dem Händeschütteln, fiel dem Mann seine unhöfliche Art dann auf und er entschuldigte sich. »Keine Ursache.« Es schien vorrausschauend von ihr gewesen zu sein, sich nicht gleich angegriffen zu fühlen. Eine bewusste Beleidigung war es nicht gewesen, ganz davon abgesehen, dass „Hupfdohle“ ja auch nicht die schwerwiegendste Bezeichnung war. Dann bekam die Rothaarige auch den Namen ihres Gegenüber. Claudio lautete er, was Ayaka nickend zur Kenntnis nahm. »Ja, richtig. Das bin ich. Top Vier Kampf, um genauer zu sein.«, bestätigte sie die Vermutung Claudios. Dass diese Vergewisserung einer bestimmten Bemerkung vorrausgehen würde, konnte sie da noch nicht ahnen. Als sie die Worte „nichts für ungut“ vernahm, hob sie fragend die Augenbrauen. Was Claudio dann anzumerken hatte, konnte sie dann allerdings nur bestätigen. Sicher nicht grade die Reaktion, mit der der Mann rechnen würde, aber… »Ja, so ganz kann ich das auch nicht nachvollziehen.«, seufzte sie, während sie mit den Achseln zuckte. »Ein gewisses Maß an Respekt finde ich ja angebracht, schließlich übernimmt man diese Aufgabe nicht grundlos, aber diesen Hype drum herum, den verstehe ich absolut nicht. Das ist übertrieben.« Teilweise sind Ayaka und ihre Kollegen ja schon mit Popstars gleichzusetzen. Speziell für aufstrebende und neue Trainer. Umso angenehmer kam es der Rothaarigen vor, jemandem gegenüberzustehen, der sie als ganz normale Trainerin anzusehen schien. Wo das also nun geklärt war…
»Und was führt dich nun genau hierhin? Ich persönlich bin eine Sportfanatikerin. Ich lebe den Sport, vor allem Kampfsport. Darum wohl auch mein Job.« Sie lachte kurz auf. »Wie sieht’s mit dir aus? Bist du wegen deinem Freund hier? Dem Trainer?« Ein kurzer, verstohlener Blick zurück zum Ring folgte, doch nur ein kurzer Moment reichte aus, um die Lage dort einschätzen zu können und wie es aussah, hatte sich an den Kräfteverhältnissen nichts mehr geändert. Es war nur noch eine Frage von wenigen Runden, vielleicht sogar Sekunden, bis der Boxkampf sein vorherbestimmtes Ende finden sollte. Überraschungen schienen ausgeschlossen, dafür verlief alles zu eindeutig. Damit standen die Wege der Kontrahenten fest. Der eine würde weiter nach oben streben und der andere sollte noch mal an seinen Grundlagen arbeiten und zwar hart.



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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Fr Mai 20, 2016 9:55 pm

Ayaka schien keineswegs gekränkt zu sein, viel eher wirkte es so als wäre Claudios dummer Spruch direkt an ihr vorbei gegangen. Obwohl er keine hohe Meinung von den Top Vier Mitgliedern hatte war Claudio darüber schon erleichtert, schließlich hatte es nie in seiner Absicht gelegen ihr vor den Kopf zu stoßen. Nachdem sie auch noch verkündet hatte den Typ Kampf zu repräsentieren hielt er es aber nicht mehr aus sie mit seiner Frage nach ihren Fähigkeiten herauszufordern. Er tat seine Meinung zu den Top Vier kund und überraschenderweise erhielt er dafür ausgerechnet auch noch Zustimmung. War das wirklich geschehen? Für einen Moment konnte Claudio die Worte von Ayaka kaum glauben, doch es beeindruckte ihn umso mehr als sie von dem unnötigen Hype sprach und scheinbar ehrlich von Übertreibung sprach. So etwas hätte das Taijitu Mitglied nicht für möglich gehalten, gerade deshalb freute es ihn umso mehr.
"Es ist wirklich übertrieben.", stimmte er zu, auch wenn dies wieder leicht als Beleidigung oder Nachtreten aufgefasst werden konnte. Es war nun egal geworden, da es ihn interessierte wie dieses Top Vier Mitglied sonst so zum eigenen Beruf und natürlich dem Pokemontraining stand. Aber schon mit ihren nächsten paar Sätzen schaffte es die Rothaarige sein Wohlwollen wieder zu verlieren. "So? Du lebst den Sport?", fragte er höhnisch nach, wobei er die Arme verschränkte. Kurz sah er sie prüfend an. Freundlich war sie durchaus, aber so leichtfertig wie sie diese Worte benutzte spielte das in diesem Moment keine Rolle für Claudio. Er entschloss sich weiter nachzuhaken.
"Das geht doch gar nicht. Wenn du für den Sport lebst, wo bleibt dann die Zeit für deine Rolle als Top Vier? Du müsstest doch deine Pokemon vernachlässigen um wirklich, wahrhaftig für den Sport zu leben.", teilte er ihr mit großem Eifer mit, da ein persönliches Thema ungewollt angeschnitten worden war. Mit diesem Leben für den Sport konnte sich Claudio gut identifizieren. Vor Jahren hatte er dies wirklich getan und nun war er nicht mehr in der Lage dazu. Er war zu stolz um jetzt einfach so eine ihm noch immer recht fremde Person so reden zu lassen als wäre sie mit ähnlicher Hingabe bei der Sache. Begeisterung war ihr durchaus anzusehen, dennoch hatte sie Claudio auf dem falschen Fuß erwischt, weshalb er in ihr - wie bei den meisten Trainern - viel Schlechtes zu sehen begann.
"Ich bin hier weil ich diesen Sport liebe. Aber ich wage es nicht mehr zu sagen das ich ihn lebe.", antwortete er noch auf ihre Frage, dann aber wollte er schon wieder Bestätigung für seine Vermutung Ayaka sei schlecht zu ihren Pokemon. "Wie bekommst du Sport und Pokemon unter einen Hut? Das würde mich wirklich interessieren.", blieb er deshalb hartnäckig.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Mai 21, 2016 5:07 pm


Multitaskingmaschine?
mit Claudio| #019



Irgendwie erahnte Ayaka schon vorher, dass Claudio von ihrer Antwort überrascht sein würde und so kam es dann auch. Es brachte sie zum Schmunzeln, dass er für den Moment ein wenig verwirrt wirkte. Sie waren da eben ähnlicher Meinung. Die Rothaarige hatte sich noch nie etwas auf ihre plötzliche Bekanntheit eingebildet, im Gegenteil. Sie war ihr unangenehm und nur langsam konnte sie sich daran gewöhnen und sie als Teil ihres Berufs akzeptieren. Ayaka nickte, als der Mann ihr noch einmal bestätigte, dass es wirklich übertrieben war. Es wirkte fast so, als würden die Zwei sich verstehen, doch dann sagte die Top Vier anscheinend etwas, was dem Kerl anstieß. Dabei hatte sie lediglich offen und ehrlich, mit voller Überzeugung gesagt, dass sie Sport lebe. Claudio gefiel das gar nicht. Der Spott war aus seiner Stimme herauszufiltern, als er sich diesbezüglich erkundigte. Verwundert schaute sie ihn an. >>Öhm, ja. Warum?<<, fragte sie etwas verunsichert. Was war denn daran so falsch? Sie verstand nicht so ganz, was daran auszusetzen war. Claudio würde nun dazu übergehen, sich zu erklären. Er war fest der Meinung, dass das nicht ginge. Er glaubte nicht, dass man als Top Vier Zeit dafür hatte, Sport zu leben. Pokemon und sich so intensiv mit Sport befassen, ginge nicht unter einen Hut. Doch da kannte er Ayaka zu schlecht und ihre Pokemon ebenfalls. Die Verwunderung schwand so langsam aus ihrem Gesicht und ein mildes Lächeln fand dort Platz. Kurz darauf ließ Claudio auch anklingen, woher dieses Entsetzen in seiner Stimme stammte. Er selbst lebte den Sport einst auch, doch wagte er es nicht mehr dies so auszudrücken. Es hatte also mit eigenen Erfahrungen zu tun, was das Ganze für die Rothaarige ein Stück weit verständlicher machte. >>Ah…<<, stieß sie verstehend aus. Bis dahin hatte sie noch nicht geantwortet, sie ließ den Glatzkopf ausführen und wollte sich alle Zeit und vor allem Ruhe nehmen, darauf zu reagieren. Als er noch einmal nachhakte und fragte, wie sie das beides unter einen Hut bekam, ging sie dann zur Antwort über. >>Das ist überraschend simpel, vertrau mir.<<, leitete sie ein. >>Ich muss dazu anmerken, dass du meine Pokemon kennen müsstest, um mich voll und ganz zu verstehen. Sie teilen meine Leidenschaft, oder ich ihre, je nachdem, wie man das betrachten mag.<< Sie stemmte eine Hand in die Hüfte, legte die andere offen in die Luft. >>Mein Quappo wäre echt enttäuscht gewesen, hätte es diesen Kampf da gesehen.<< Sie nickte herüber zum Boxring. >>Wir trainieren sogar zusammen. Jedes meiner Pokemon hat verschiedene Vorlieben und ich unterstütze sie alle!. Ich trainiere sogar mit ihnen.<< Die Top Vier löste ihre Haltung wieder auf. >>Es fällt mir also so leicht alles unter einen Hut zu bringen, weil quasi bereits alles unter einem Hut ist. Meine Freunde lieben und leben den Sport ebenfalls.<< Eigentlich dachte sie schon, sie sei fertig mit ihrer Erklärung, doch fiel ihr noch etwas ein, das sie nachzutragen hatte. >>Ach, und was meine Kämpfe angeht. Viel zu tun hatte ich in der Liga bisher gar nicht.<< Ayaka war fest ´davon überzeugt, dass dies ausreichte, um Claudio umzustimmen, doch hatte dieser wiederum ihr Interesse geweckt. >>Sag mal, was meinst du eigentlich damit, wenn du sagst, du wagst es nicht mehr zu sagen, dass du den Sport lebst?<< Die Neugierde war ihr deutlich anzuhören.  



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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Mai 22, 2016 9:21 am

Nun war Claudio wirklich gespannt wie Ayaka reagieren würde. Erneut schaffte es die Rothaarige ihn sehr früh zu erstaunen. Sie wirkte in der Tat so als hätten seine Anschuldigungen sie völlig kalt gelassen und schon als sie meinte er müsse ihre Pokemon kennen um das Ganze zu verstehen ahnte er, wie Unrecht er ihr getan hatte. Die Erwähnung der Pokemon als erstes Argument entlockte Claudio sogar ein Lächeln. Er nickte und freute sich regelrecht vom Quappo des Top Vier Mitglieds zu hören. In seinen Augen waren nur sehr wenig Leute dazu geeignet überhaupt Pokemon trainieren zu dürfen, Ayaka war drauf und dran ihn davon zu überzeugen, dass sie zu diesem erlesenen Kreis gehörte.
Mit leicht gesenktem Kopf zuckte der Glatzkopf mit den Schultern als sie fertig war. "Okay, scheinbar ist doch etwas am Sonderstatus der Top Vier dran.", gestand er ein, dann musste er wieder schmunzeln. "Ich finde es fantastisch wie du mit deinen Pokemon umgehst und von ihnen sprichst. Wenn doch nur alle Menschen so wären.", meinte er nun äußerst freundlich, dann aber hob er noch einmal mahnend den Zeigefinger. "Jetzt hast du mich aber auch neugierig gemacht. Ich würde unheimlich gerne dein Quappo sehen und deinen Kampfstil. Daher fordere ich dich zu einem Kampf heraus, sobald diese Veranstaltung zu Ende ist. Was... nicht mehr allzu lange dauern kann. Dein Quappo gegen mein Nebulak, einfach um sich kennenzulernen.", lauteten seine nächsten Worte, woraufhin er sehr selbstzufrieden die Arme verschränkte.
Es mochte geradezu arrogant sein ein Top Vier Mitglied mit einem Basispokemon herauszufordern, aber Claudio vertraute seinem Nebulak. Vielleicht würde Ayaka den Kampf auch ablehnen. Er glaubte nicht das sie kneifen würde, aber vielleicht hatte sie schlichtweg keine Zeit. Mit Neugierde war die Rothaarige jedenfalls ausgestattet, bloß konzentrierte sie sich auf ein höchst unangenehmes Thema. Sofort verschwand Claudios Lächeln. Er sah kurz zum Ring wo es in der Zwischenzeit keinen Zweifel mehr gab wer der Sieger sein würde. Der geschwächte Boxer hing wie ein Schluck Wasser in der Kurve in den Seilen, es war wirklich nur noch eine Frage der Zeit bis zur Entscheidung. In seinem geistigen Auge nahm Claudio die Szene aus einer ganz anderen Perspektive wahr. Als würde er selbst im Ring stehen sah er sich dem überlegenen Boxer quasi Auge in Auge gegenüber. Doch der Tagtraum war nur von kurzer Dauer, denn er glaubte den Blick der Rothaarigen bereits spüren zu können.
"Früher stand ich selbst in dem Ring. Mehr brauchst du nicht zu wissen.", wies er ihre Frage schließlich in recht rüdem Tonfall ab. Erneut sah er zum Geschehen herüber und endlich war es soweit. "Sieh!", sprach er laut zu Ayaka, wobei er aufgeregt zum Ring deutete. Der unterlegene Boxer versuchte gerade einen verzweifelten Gegenangriff zu starten, wodurch es noch einmal heftig zur Sache ging. Willenskraft hatte der Mann, dass musste Claudio anerkennen. Doch da alle anderen Dinge gegen ihn liefen nutzte auch Willenskraft wenig. Ein harter Schlag des Konkurrenten schickte den Vergifteten mit gekrümmten Leib auf die Bretter. "Die Leber getroffen. Das tut zu weh, der kommt nicht mehr hoch.", kommentierte Claudio leise und als der Ringrichter sogleich eindeutig das Kampfende signalisierte und eine Glocke ertönte reckte das Taijitu Mitglied erleichtert die Faust hoch.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Mai 22, 2016 11:17 pm


Unausweichliches Ende
mit Claudio| #019



Claudio klang sehr vorwurfsvoll, als Ayaka davon sprach, dass sie sich dem Sport, schier jedwedem Sport verschrieb. Was sie dabei genau angeschnitten hatte, konnte sie nicht sagen. Die Verbindung ihres Hobbys und ihres Berufes als Trainerin der Top Vier, schien ihm jedenfalls nicht zu schmecken. Allerdings hatte die Rothaarige sich ja noch nicht erklärt. Aus ihrer Sicht passte alles perfekt zueinander, darum wollte sie dem Boxfan erst einmal verdeutlichen, wie die Lage war, damit er sich dann ein neues, ein vernünftiges Bild davon machen und die Situation vielleicht neu einschätzen konnte. Als die Rothaarige damit fertig war, erkannte sie bereits an Claudios Gesichtsausdruck, dass er seine Meinung geändert hatte. Sein Lächeln steckte an. Ihre Erklärung hatte nicht nur sein Bild von ihr, sondern auch das von den Top Vier allgemein verändert. Er klang plötzlich viel positiver, als er seine neue Bewertung abgab. Fast schon wieder zu positiv, sodass Ayaka das Gefühl bekam, dass sie ihn bremsen müsse. >>Danke, danke. Aber so wie du sprichst, bin ich mir sicher, dass du genauso mit deinen Partnern umgehst.<< Der Satz war als halbe Frage zu verstehen, die sich die Trainerin eigentlich auch schon selbst beantwortet hatte. >>Ich denke auch, dass das einer der Schlüssel zum Erfolg ist. Ich glaube nicht, dass so schnell jemand an mir vorbeikommt, der grundlegend andere Auffassungen von der Trainer-Pokemon-Beziehung hat. Wenn er überhaupt bis zu mir vordringen kann…<< Mit Claudios Lob war es dann jedoch nicht getan. Mit dem, was die Sportfanatikerin ihm so von sich und ihren Pokemon erzählt hatte, hatte sie sein Interesse geweckt. Er forderte die Top Vier heraus. >>Ein inoffizieller Kampf meinst du?<< Ob der Mann bisher Orden sammelte und in der Position war, sie offiziell zu einem Ligakampf herauszufordern, wusste sie nicht. Doch so wie er bisher von den Top Vier dachte und sprach, konnte sie sich nicht vorstellen, dass er diesen Weg beschritt. >>N-Nebulak?<<, fragte Ayaka verunsichert. Als sie diesen Namen hörte, stellten sich ihre Nackenhaare auf und ein kalter Schauer rutschte ihr über den Rücken. Natürlich war ihr bewusst, dass es sich dabei um ein Geistpokemon handelte. Geister… ihre liebsten Gesellen, also im ironischen Sinne. Was die Wahl ihres Gegners anging, so tat sie das Folgende nicht wirklich gerne, doch als Vollblut Sportlerin und –Kämpferin würde sie einem fairen Wettkampf nicht einfach so ausweichen, das gehörte ebenfalls zu ihrer Person und zu ihrem Beruf. >>N-Na gut. Eigentlich wähle ich gegen Geistpokemon einen meiner anderen Kameraden, aber wenn du Interesse daran hast, mein Quappo zu sehen, dann soll es so sein.<< Zögerlich, ob des Faktes, dass Ayaka wusste, dass sie bald mal wieder einem ihrer liebsten Freunde gegenüberstehen würde, machte sie einen halben Schritt nach vorne, um ihre Hand für einen weiteren Handschlag zu erheben, der die Herausforderung besiegeln sollte.
Was Ihre Neugierde bezüglich Claudios Hintergründe anging, so sollte diese mäßig bis gar nicht gestillt werden. All die Positivität und das gute Klima, welches nun zwischen ihnen herrschte, sollte in nur einem kurzen Moment verpuffen. Der Kahlköpfige schien dieses Thema absolut nicht zu mögen. Mit einer groben und unfreundlichen Art schmetterte er es ab. Alles was er dazu sagte war, dass er einst selbst im Ring stand. Mehr brauche sie nicht zu wissen, sagte er. Damit gab er natürlich mehr von sich, als die reine Information, dass er einst Boxer war. Man brauchte nur zwischen den Zeilen lesen. Es lag auf der Hand, irgendetwas war vorgefallen. Er wurde enttäuscht, von Personen. Vielleicht seinem Trainer. Oder aber, eine Verletzung zerstörte seine Träume. Vielleicht wurde er auch betrogen. Irgendetwas in dieser Richtung eben. Die Rothaarige entschied sich dazu, es dabei erst einmal zu belassen. Sie wollte den Großen ja nicht unnötig reizen oder verletzen. Viel Zeit sich darüber Gedanken zu machen, blieben ihr ohnehin nicht. Claudio riss sie aus eben diesen und wies sie auf die Ereignisse im Ring hin, die er zufällig grade beobachtet hatte, als er seinen Blick von Ayaka und dem unangenehmen Thema abwendete. Sie konnte grade noch beobachten, wie der unterlegene Boxer sich mit scheinbar letzter Kraft, mehr schlecht als recht, auf seinen Gegner warf und gekonnt, fast schon einfach geblockt und zu Boden geschmettert wurde. Ein Raunen ging durch die Reihen der Zuschauer. Es geschah, was längst überfällig gewesen war. Dem Boxer wurden seine Grenzen aufgewiesen. Er kam um nach der Spitze zu greifen, doch verlor er den Halt und fiel tief. Tiefer noch, als nur auf den Boden des Boxringes. >>Es lag ja in der Luft….<<, antwortete die Top Vier enttäuscht auf den Kommentar des ehemaligen Boxers, stimmte ihm damit indirekt zu. Den Treffer verkraftete er garantiert nicht mehr. Darum war es nun auch Zeit für den Ringrichter, die Sache zu beenden. Er hob die Hände, wedelte mit ihnen herum, kreuzte sie und zog sie wieder auseinander. Mehrfach. Der Kampf war zu Ende. Sieg durch Knock Out. Der Unparteiische griff nach dem Arm des noch stehenden Boxers und riss ihn in die Luft. Die Menge tobte, der Sieger stand fest. Im Augenwinkel erspähte Ayaka, dass nicht nur der Handschuh des Siegers nach oben ragte. Auch Claudio hob seine Faust. Sein Favorit hatte gewonnen. Einen kurzen Moment ließ die Top Vier den Moment auf sich wirken, ehe sie sich wieder ihrem Gesprächspartner widmete und sich ihm zuwandte. >>Also gut, wollen wir?<<, fragte sie ihn. Es ging natürlich um ihren kleinen Kampf, den sie Claudio versprochen hatte. >>Willst du woanders hin, oder sollen wir das gleich draußen austragen, vor der Halle?<< In der Lagerhalle an sich waren Pokemon nicht gerne gesehen, jedenfalls nicht während Events und das aktuelle würde noch eine Weile andauern. Bis alle Zuschauer den Ring endgültig verlassen hatten, brauchte es locker noch eine Stunde oder mehr. Vor der Tür allerdings, sollte ein kleiner Kampf niemanden stören. Die Halle stand auf einem großen Grundstück und wer weiß, vielleicht boten die Beiden den Zuschauern auf ihrem Heimweg ja einen besseren Kampf, als es die beiden Boxer taten. Nebulak war zwar nur ein Basispokemon, doch es hatte seine Vorteile gegen das Kampfversierte Quappo. Ausgeschlossen war ein langer und intensiver Kampf also nicht und Eintritt würden sie wohl kaum verlangen.
 



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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Mo Mai 23, 2016 4:44 pm

"Selbstverständlich.", bekräftigte Claudio mit nicht wenig Stolz, dass auch er seine Pokemon mit großer Fürsorge trainierte. Alles Andere käme für ihn überhaupt nicht in Frage und da er bei diesem Thema sehr engagiert bei der Sache war hatte er natürlich auch zu Ayakas folgenden Worten eine genaue Meinung. "Nur die Wenigsten schaffen es, das stimmt. Aber es gibt so Viele die es versuchen wollen ohne das Zeug dafür zu haben. Es gibt so Viele die ihre Pokemon schlecht behandeln, dass macht mich krank.", sprach er also sehr deutlich seinen Abscheu über die weniger engagierten Trainer aus. Seinen Wunsch ihnen die Pokemon abzunehmen ließ er unerwähnt. Es genügte vollauf das Ayaka so verantwortungsvoll und scheinbar hochanständig war, da wollte er sie nicht direkt mit diesem Thema behelligen. "Nur gut, dass es deine Pokemon besser haben.", fügte er also noch rasch an, um wieder zur Freundlichkeit zurückzukehren.
Sein Angebot eines kleinen Kampfes sorgte für eine unerwartete Reaktion. Eigentlich war Claudio davon ausgegangen sofort eine Gegnerin vor sich zu haben die Feuer und Flamme war. Aber irgendwie wollte es ihr wohl nicht richtig behagen gegen ein Nebulak zu kämpfen. "Ja, ein inoffizieller Kampf.", bestätigte der Glatzkopf zunächst noch, wohingegen er bei der nächsten Nachfrage nur nickte. Zum Glück lieferte die Top Vier selbst die Erklärung für ihr Zögern. "Es war nur ein Vorschlag das du Quappo nimmst, weil ich sonst ja nicht weiß welche anderen Pokemon du hast. Wenn du magst kann ich auch ein anderes Pokemon einsetzen.", stellte er noch klar, bevor er ihren Händedruck annahm. Übervorteilen wollte er sie ja auch nicht, falls das Quappo völlig wehrlos gegen Geister war. Ob es wohl nur Kampfattacken kannte?
Als der eine Kampf endete stand der nächste Kampf also schon in den Startlöchern. Die Boxer waren fertig, nun waren die Pokemon am Zug. Es freute Claudio das Ayaka seine Herausforderung nun besser verkraftet hatte. "Gehen wir einfach vor die Halle, da ist Platz genug da.", antwortete er ihr, doch zunächst gab es noch eine Kleinigkeit zu regeln. "Entschuldige mich kurz, ich komme sofort raus.", meinte er und ohne auf eine Antwort zu warten ging es in Richtung eines Buchmachers. Claudio hatte sich bewusst beeilt, denn nun würden die Meisten ihre Wettscheine einlösen wollen. Er hatte es geschafft diesem Anstrom zuvor zu kommen und so konnte er schnell dafür sorgen, dass sich der Abend auszahlte. Nachdem ein Umschlag in seiner Jacke verschwunden war machte sich Claudio auf nach draußen wo er Ayaka und einen freien Platz suchte.
Sogleich befreite er seine drei Pokemon aus ihren Bällen. Es gab jeweils eine kurze Streicheleinheit, dann stellte er sich kampfbereit auf. "Ich würde gerne mit Nebulak kämpfen, weil es eine sehr wertvolle Erfahrung für sie wäre. Aber ich halte mein Wort, wenn es ein anderes Pokemon seien soll gib einfach Bescheid.", sprach er zu Ayaka, ehe er sich daran machte seine Pokemon kurz zu instruieren. Er wollte diesen Kampf nicht auf die leichte Schulter genommen haben. Es ging zwar um keinen Orden aber um eine wertvolle Erfahrung eine gute Portion Stolz. Vielleicht würde das Geistpokemon mithalten können, einen Sieg erwartete er gar nicht. Nur Einsatz, den würde es garantiert geben.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Mai 29, 2016 1:03 am


Als hätte sie einen Geist gesehen
mit Claudio| #020



Claudio ließ auf seine Meinung blicken. Er erklärte sich mehr oder weniger, jedenfalls tat er das was seine Reaktionen anging. Kein Wunder, dass er so aufbrausend wirkte. Er hielt fiel auf einen korrekten Umgang mit Pokemon. Das Ayaka dieser ebenfalls wichtig war und es bei ihr auch keine Probleme damit gab, konnte er ja nicht ahnen. Die Top Vier war von seinen Ansichten doch sehr überrascht. Rein äußerlich war damit gar nicht zu rechnen. Der Mann wirkte eher kühl und… na anlegen will man sich mit ihm nicht. Nicht als eine junge Frau, wie beispielsweise Ayaka sie war. Auch wenn diese genau wusste, wie sie sich zu verteidigen hatte, wenn es darauf ankam. Provozieren musste man eine solche Situation ja trotzdem nicht. Was ihre Vermutung und damit auch ihre Nachfrage anging, so sollte sie Recht haben. Claudio wollte einen inoffiziellen Kampf, lediglich ein kleiner Showdown, sozusagen. »Alles klar.« Nach einem inoffiziellen Kampf wurde gefragt, dann sollte er einen bekommen. Die Top Vier hatte an jedweden Kämpfen Spaß und aus jedem Kampf konnte man lernen. Dies wünschte sich ihr Gegner auch für sein Pokemon, für sein… Nebulak. Der Rothaarigen gefiel es zwar gar nicht, dass sie sich wiedermal einem Geistpokemon gegenübersah, doch kneifen wollte sie auch nicht. Außerdem wollte sie sich ihren Ängsten, als solche musste man ihre Reaktion auf den Gegner einfach bezeichnen, stellen. »Ist schon okay. Ich zeige dir mein Quappo. Außerdem geht es ja um nichts, da kann es sich auch mal richtig ausprobieren.« Dass es „um nichts“ gehen würde, hieß bei Ayaka allerdings nicht, dass sie nicht gewinnen wollte, denn das wollte sie immer. Der Kampf wurde für draußen, für vor der Halle angesetzt. Claudio schickte seine Gegnerin allerdings schon einmal vor, er würde gleich nachkommen. Ayaka wusste zwar nicht, was er noch erledigen wollte, doch das ging sie ja auch nichts an. »Okay.« Guter Dinge ging sie bereits vor. Draußen angekommen ging sie ein paar Meter zur Seite, in Richtung des leeren Geländes, wo keine Passanten, die auf dem Heimweg waren hinströmten. Das bisschen Zeit, was ihr gegeben wurde, wollte sie dann auch sinnvoll nutzen. In diesem Falle also zur Vorbereitung. Sie zückte einen Pokeball und ließ das darin befindliche Pokemon frei. »Zeit für’s Training, Bubbles!«, rief sie und ihr Quappo erschien. Sogleich schwang es seine Fäuste, als wollte es sich bereits aufwärmen. Ein paar Schläge in die Luft, einstudierte Angriffsabfolgen. Dann senkte es seine Fäuste und lenkte seine Aufmerksamkeit auf die Top Vier. »Pass auf mein Guter. Ein kleiner Testkampf für dich. Ich möchte, dass du zeigst was du auf dem Kasten hast, okay?« Bubbles machte deutlich, dass es überflüssig war, ihn auf derlei Dinge hinzuweisen. Wie seine Trainerin, war auch er stets darauf versessen sein Bestes zu geben. Ein Showkampf war nicht drin. »Unterschätze deinen Gegner nicht, es wird ein Geist sein.« Bei diesem Wort bekam auch Bubbles große Augen. Nicht aus Angst, eher aus Verwunderung. Normalerweise kämpfte er nicht gegen Geister, dass wusste er. In diesem Moment kam auch schon der Glatzköpfige heraus. Er rief gleich drei seiner Pokemon und begrüßte sie herzlich. Er hatte sich scheinbar nicht aufgeblasen und ging tatsächlich besonders gut mit seinen Gefährten um. Der Anblick des schwebenden Pokemons trieb Ayaka den Schweiß auf die Stirn, doch da musste sie durch. Besonderes, eher positives Augenmerk, legte sie eher auf sein Rasaff. Kein Wunder bei ihrer Vorliebe für den Typ Kampf. Doch zunächst sollte es mal zum Zweikampf kommen, danach konnte sie es sich ja auch noch ansehen. Claudio bot der Rothaarigen noch an, dass er auch ein anderes seiner Pokemon wählen könne, doch sogleich schüttelte sie mit dem Kopf. »Nein, nein. Ist schon okay. Kämpfe mit deinem Nebulak.«, sprach sie eindringlich. »Wenn du nichts dagegen hast, rufe ich auch noch einen Zuschauer. Mein Neuling, er steht noch ganz am Anfang und sollte sich den Kampf zu Lernzwecken mal ansehen.« Dagegen hatte der Mann sicher nichts, das war ihr klar. Doch wollte sie die Höflichkeit wahren. Jedenfalls holte die Trainerin noch ihr Pannflam hinzu. »Komm mal her, Lui!« Das Pokemon erschien und sprang Ayaka direkt an, um es zu umarmen. Sie tätschelte es und machte ihm klar, was nun geschehen würde. Gespannt und fröhlich kletterte es dann um sie herum und schaute ihr über die Schulter. »Also gut, bereit?«, fragte sie ihren Kontrahenten noch. Sie war es jedenfalls. Es konnte losgehen!
 



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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Mai 29, 2016 1:09 pm

Draußen vor der Halle erwartete ihn Ayaka bereits kampfbereit. Claudio bekam die Gelegenheit schon jetzt ihr Quappo zu begutachten und der erste Eindruck des Pokemons war ein Guter. Doch so richtig würde sich das erst während des Kampfes zeigen, vor allem interessierte es ihn dann ja auch aus welchem Holz die Rothaarige geschnitzt war. Es sprach für sie, dass sie den Kampf gegen Nebulak bestreiten wollte, obwohl es irgendwie unbehaglich für sie erschien. Kampfgeist würde also nicht fehlen. "Nur zu.", erlaubte Claudio den Zuschauer nur allzu gerne, denn so konnte er ein weiteres Pokemon der Top Vier erblicken. Vielleicht wäre es sogar angemessener gewesen gegen das Panflam zu kämpfen, aber da er zum Zeitpunkt seiner Herausforderung nur von Quappo gewusst hatte war dies unmöglich geworden.
Nachdem Ayaka sich also um ihr Feuerpokemon gekümmert hatte fragte sie ob es losgehen konnte. Sofort nickte Claudio und sein Nebulak schwebte auf die freie Fläche vor dem Trainer. "So bereit wie es geht.", gab er sich siegessicher, dann durfte es auch direkt losgehen. "Dein Gegner ist ein Berg, also wirst du wie ein Fluss sein.", sprach er mit sehr ruhigem Tonfall und völlig ausdruckslos zu seinem Geist und das Basispokemon wusste was dies bedeuten sollte. Es würde viel in Bewegung bleiben müssen um nicht von einer starken Attacke direkt kampfunfähig gemacht zu werden. "Los gehts! Konfustrahl!", kam dann der erste Befehl mit lauter und strenger Stimme. Esmeralda würde jeden Vorteil in diesem Kampf brauchen den es zu erringen gab. Und ein verwirrtes Quappo würde sicherlich Schwierigkeiten haben einen flinken Geist zu treffen. Daher also der Konfustrahl, ein bunter Lichtball segelte in scheinbar willkürlichem Muster auf das Wasserpokemon zu. Währenddessen begann auch das Nebulak sich in Bewegung zu setzen, es versuchte seine Distanz zum Gegner hoch zu halten.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Di Mai 31, 2016 6:32 pm


Geduldsspiel
mit Claudio| #021



Wie Ayaka es sich gedacht hatte, störte es Claudio nicht, dass sie ihren Frischling zum Zuschauen hinzuzog. Wäre auch seltsam gewesen, wenn er gleich mit drei Pokemon antanzte und jedes weitere, über ihr Quappo hinausgehende als störend empfand. Lui, welches ab diesem Zeitpunkt also von ihrer Schulter aus das Geschehen beobachtete, war bereits gespannt darauf, was nun geschehen würde. Als der Glatzkopf bemerkte, dass er bereit war, konnte es auch schon losgehen. Den für sein Nebulak gedachten Kommentar, ignorierte die Top vier weitestgehend. Sie ahnte zwar, was damit gemeint war, doch hatte sie bereits ihre ganz eigene Taktik im Kopf und sie dachte gar nicht daran, von dieser abzusehen. Ihr Ziel war es, den Gegner nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen und nicht sich ihm hinzugeben. Nebulaks Attacke war dann der erste Reiz zur Handlung. >>Beinarbeit!<<, rief Ayaka ihrem Quappo nur zu und so geschwind, wie es einem Pokemon seiner Art nur möglich war, tanzte es zur Seite, wartete auf die letzten Bewegungen der verwirrenden und verwirrend fliegenden Attacke, um sich dann unter ihr hindurch zu ducken und so auszuweichen. >>Sehr gut. Lass es nicht aus den Augen. Geister sind tückisch.<< Fokussiert lag Bubbles Blick auf dem Geisterpokemon. Da die Rothaarige wusste, dass ihr Pokemon nicht viel im Repertoire hatte, um seinem Gegner gefährlich zu werden, musste sie ihre Patronen sinnvoll nutzen. Ein stumpfes darauf los Gekämpfe wäre fatal gewesen. So sehr sie auch wusste, dass es Quappo reizte in den Nahkampf über zu gehen, wollte sie ihm diesen Wunsch diesmal nicht gewähren. Seine Fäuste würden höchstens die Luft bekämpfen. >>Deine Ausdauer ist gefragt. Beobachte es gut, das wird kein schneller Sieg.<< Ob es überhaupt ein Sieg werden würde, stand ja noch aus. Mit viel Raffinesse und einer zusätzlichen Portion Glück, konnte Nebulak ihr Pokemon lange genug austanzen und ihm den Gnadenstoß verpassen, doch das wollte Ayaka natürlich nicht zulassen. Durch ihre Verbissenheit, blendete sie für den Moment sogar ihre Angst vor den unnatürlichen Wesen etwas aus. Bubbles wusste genau was seine Trainerin mit Beobachten meinte. Wie ein Boxer im Ring, drehte es seine Kreise. Es blieb nie stehen, richtete seinen Blick stets auf seinen Gegner, die Fäuste zur Deckung erhoben. Letzteres war nicht so elementar, doch gehörte es zu seinem Kampfstil. Ab und an ließ es ein paar Angriffskombinationen ab, die einerseits etwas seiner überschüssigen Energie abließen, denn davon hatte Quappo eine ganze Menge und andererseits etwas für Eindruck sorgen sollten. Ob Esmeralda, wie Claudio sein Pokemon nannte, sich davon beeindrucken ließ, würde sich noch zeigen. Nun wartete die Rothaarige den nächsten Schritt ihres Gegners ab. Offensive war erst einmal nicht, darauf musste sie warten. Genauer gesagt auf den richtigen Moment, musste sie warten. Lui ging das alles zu langsam. Lauthals feuerte es seinen erfahreneren Freund an, wovon Bubbles sich nicht ablenken ließ. Es wusste, dass es auf die Taktik seiner Trainerin bauen konnte. Das Panflam hatte eben noch viel zu lernen und Ayaka tätschelte es schmunzelnd. Irgendwann würde es auch vor ihr stehen und vielleicht auch gegen ein Geistpokemon kämpfen. Diese Lektion war wertvoll für alle Beteiligten.



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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Di Mai 31, 2016 10:28 pm

Allem Anschein nach benutzte auch Ayaka einen eigenen Pool von Begriffen mit dem sie ihre Pokemon instruieren konnte ohne das der Gegner es direkt durchschaute. 'Beinarbeit' ließ zwar eine schnelle Entschlüsselung des Codes zu, aber Claudio war überrascht, dass auch andere Trainer so handelten wie er. Nur selten tauschte er sich mit anderen Personen über das Pokemontraining aus, da ihm die meisten Leute schon nach wenigen Minuten wie unfähige Möchtegerne erschienen.
Das seine Gegnerin weitaus mehr war bewiesen die Bewegungen des Quappo. Es war erstaunlich schnell für ein Pokemon dieser Größenordnung und konnte dem Konfustrahl somit ausweichen. "Gar nicht übel! Du hast ein sehr fittes Pokemon.", rief der Glatzkopf zur Top Vier herüber. Einerseits hatte sie sich dieses Lob verdient, andrerseits wollte er auch sehen ob und wie sie darauf reagieren würde. Konnte er sie womöglich ablenken? Bevor er weitere Gedanken auf diese Idee verschwenden konnte widmete sich Claudio lieber seinem Nebulak. Der erste Angriff war ein Misserfolg, doch es freute ihn zu sehen wie diszipliniert das Geistpokemon die Distanz hielt.
Ayaka instruierte ihr Pokemon sehr defensiv, weshalb Claudio sich entschied einfach so weiterzumachen wie bisher. Wenn der Gegner nicht selbst zur Attacke kommt war es schließlich unmöglich zu verlieren. "Setz Hypnose ein! Bleib aber immer in Bewegung!", rief er Esmeralda zu und sofort wurde das Quappo mit einer ganz neuen Aufgabe konfrontiert. Der einschläfernden Attacke konnte es immerhin nicht einfach ausweichen, hier war nun Willenskraft gefragt. Zwar zweifelte Claudio nicht am Kampfgeist des Wasserpokemons, jedoch glaubte er es verlangsamen zu können. Und da sein Geist scheinbar ohnehin den Geschwindigkeitsvorteil innehielt konnte dies nur von Nutzen sein.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Fr Jun 10, 2016 2:17 pm


Verteidigen ist die beste Offensive... oder so
mit Claudio| #022



Es war nicht grade ein Geheimcode, den Ayaka benutzte, um ihr Pokemon anzuweisen. Quappo glich einem Boxer und unter diesen war der Begriff der Beinarbeit weit verbreitet und hatte seine feste Bedeutung. Wer einfach nur auf dem Fleck stand, der war leicht anzugreifen, konnte den Hieben seines Gegners kaum entgehen. Wenn man leichtfüßig war, so konnte man schneller reagieren und ausweichen. Genau das verlangte die Rothaarige nun von Bubbles und es enttäuschte seine Trainerin nicht. »Danke!«, antwortete sie kurz und knapp auf das Kompliment ihres Gegners. Dies bedeutete ihr allerdings kaum etwas, nicht mitten im Kampf, was nichts mit abgehoben sein zu tun hatte. Claudio hatte das volle Potential ihres Pokemons noch gar nicht gesehen. Er sollte sich ein Urteil machen, wenn es soweit war. Während Ayaka weiter abwarten wollte, versuchte ihr Kontrahent ein weiteres Mittel, um sie und ihren Partner in Schwierigkeiten zu bringen. Er wies sein Nebulak an, Quappo zu hypnotisieren. »Pass auf Quappo, sieh es nicht an! Deckung hoch!« Sogleich hob ihr Pokemon seine Arme. Es schob die Fäuste zwischen sich und den Geist und verhinderte so vorerst die Kontrolle zu verlieren. »Gut so, ich leite dich.« Die Hypnose war vereitelt, doch ohne den Gegner zu sehen, konnte Quappo nur schwer einen Angriff landen. Außerdem konnte Bubbles so kaum wahrnehmen, wann und wie Nebulak die nächste Attacke plante. Ayaka dachte trotzdem noch nicht daran, in die Offensive überzugehen. Sie spielte ein Geduldsspiel. Es gefiel ihr nicht, doch war es ihrer Meinung nach für den Moment das sinnvollste. »10 Uhr!« Quappo verstand die Anweisung und machte eine leichte Drehung nach links um Nebulak nicht in seinen Rücken kommen zu lassen. »Schön die Deckung oben lassen!« Es sollte weiter blind agieren, sich schützen. »Was hast du noch so zu bieten?«, rief die Top Vier dann Claudio zu. Sie wollte ihn reizen, mehr aus ihm herauskitzeln und sehen, wozu er und sein Partner noch so in der Lage waren. Sie konnten mehr, dass wusste sie. Sie schätzte den ehemaligen Boxer stark und intelligent genug ein, um zu wissen, dass er nicht gleich all sein Pulver und seine Ideen verschießen würde. Als ehemaliger Sportler der faszinierenden Sportart, kannte er sich mit dem Abtasten sicher sehr gut aus. Er verstand sich sicher gut darin, seinen Gegner einzuschätzen und zu beurteilen, um sich dann eine Strategie zu erarbeiten, wie er ihn kleinbekam. Unteranderem deswegen versuchte Ayaka ihr Quappo zurückzuhalten. Trotz der Tatsache, dass ihr Gegner wusste, mit wem er es zu tun hatte, versuchte sie ihn zu überraschen. Sie musste nur den richtigen Zeitpunkt abwarten und sich einen Zug überlegen, mit dem sie gleich verheerend zuschlagen konnte. Gegen einen Geist war sie stark im Nachteil und sie würde nicht viele Chancen bekommen, den Kampf für sich zu entscheiden. Die wenigen, oder sogar die eine, die sie bekam, musste sie also weise nutzen. »7 Uhr!« Immer wieder korrigierte Ayaka die Stellung ihres Quappos, welches wie aus der Pistole geschossen reagierte und sich bis auf wenige Grade genau neu ausrichtete. Dennoch wusste die Rothaarige, dass das Nebulak noch weitere Tücken im Petto haben würde und sie auf Überraschungen gefasst sein musste.



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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Jun 11, 2016 1:45 pm

Ayaka ließ sich nicht ablenken. Sie war eisern und blieb auch ihrer Taktik treu. Claudio war es einerlei ob sie wirklich die ganze Zeit so in der Defensive bleiben wollte. Auch ihre knappe Reaktion auf sein Kompliment würdigte er keiner Reaktion mehr. Die Rothaarige wollte also einen entschlossenen Kampf und puren Ernst? Genau das sollte sie bekommen!
"Schön in Bewegung bleiben.", sprach der Glatzkopf mit fester Stimme auf das provisorische Kampffeld. Sein Nebulak durfte sich das Quappo schön ausgucken, sonderlich viele Verteidigungstaktiken traute er dem Pokemon nämlich nicht zu. Während Esmeralda also um das Wasserpokemon tanzte hielt dieses seine Fäuste stets schützend vor dem Gesicht. Die ständigen Zurufe der Top Vier brachten Claudio zum schmunzeln.
Das Pokemon musste seiner Trainerin bei so einem Blindflug vertrauen, ein gutes Zeichen also das Quappo so ruhig blieb. Es sprach für die Stärke des gegnerischen Gespanns und mahnte Claudio zur Vorsicht. Statt also einen Frontalangriff zu initiieren blieb auch er seiner Linie treu. "Wir kitzeln es aus der Deckung! Toxin!", rief er, gerade als Nebulak seinen Gegner wieder zu einem Richtungswechsel bewogen hatte. Es war ein interessanter, ungewöhnlicher Kampverlauf der sich nun womöglich ändern konnte. Toxin würde Quappo im Erfolgsfall schwer vergiften, womit es nicht länger nur verteidigen konnte. Erhobene Fäuste würden gegen das Gift sicher nicht helfen, Ayaka würde also ein neues Ass aus ihrem Ärmel schütteln müssen. Die einzige Befürchtung des Taijitu Mitglieds war es, dass sich sein Nebulak von seinem Gegner einlullen ließ. Als ehemaliger Boxer wusste er, dass stets die Chance auf einen Luckypunch gegeben war. "Niemals nachlassen!", mahnte er seinen Geist also, wobei er in die Hände klatschte. Derweil wirkte sein Rasaff an der Seitenlinie ungehalten. Es fuchtelte mit den Fäusten und schien sich wohl mehr Action zu wünschen. Ob dies Wirkung zeigen würde stand natürlich auf einem anderen Blatt.
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