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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Mo Nov 07, 2016 7:39 pm

#012 · mit Claudio
Experiment vor Fantasie
CF · Stratos City, Straßen von Stratos City
Nachdem sie mit großem Tramtram den Zweitschlüssel feierlich von ihrem inoffiziellen Adoptiv-Dad - nach dem einen Debakel, adoptiert zu sein, machte es ein zweites Mal auch nciht schlimmer, fand sie - erhalten hatte, der sie in seinem ziemlich coolen silbernen Van auch schnurstracks dahinbefördert hatte, hatte Elvan doch eine recht produktive Zeit. Zumindest, nachdem sie das wirre System eines noch wirreren Geistes entziffert und auf ihr eigenes angehoben hatte. Oder abgesunken? Bei allem Missfallen, sie konnte nicht verneinen, dass dieser Kerl durchaus eine ziemlich hohe Intelligenz aufwies. Beinahe eigentlich schon beänstigend... und er war ein Nichtsnutz? So konnte es wohl auch laufen. Hätte Elvan nicht ihre Ambitionen, die sie auch an diesem Abend bis in die späte Nacht trieben, wäre sie wohl auch nicht die, die sie gerade war.
Sie verbrachte eigentlich ziemlich lange in dem Labor des ehemaligen Forschers der RPV, und dem Arzt und Biologen und wie auch immer. Die Forscher-Kompanie des Wie-man-jagt... "Was für ein lächerlicher Name...", murmelte sie, während sie das Experiment, welches sie gestartet hatte, noch einmal auf Herz und Nieren prüfte. Sie nahm sich die verschiedenen Substanzen, von welchen eine rätselhafter und mit einem längeren Namen versehen war als die andere. Dann ließ sie das Experiment auch über die Nacht laufen.
Oder auch über den ganzen Tag, denn dann war sie auch schon wach - und es war 18 Uhr am Abend. Sie blickte nur kurz die Uhr an, nur kurz das Experiment und dessen Ergebnis, ehe sie alles sicherte und aufschrieb, es in die alte Unordnung warf, und dann auch schon aus der Wohnung verschwand, um sich dem Treffen zu widmen. Es war 19 Uhr, als sie losgegangen war, wenn sie die Adresse nicht schnell fand, würde sie wohl zu spät kommen, ha ha... Sie zupfte ihren Kittel, den sie nach wie vor trug, zurecht. Er hatte einen kleinen öligen Fleck von den Experimenten davongetragen, doch die Substanz sollte größenteils unbedenklich sein. Während sie die Karte auf ihrem Handhelden - neuerdings hatten diese ja immer ausgefeiltere Features - studierte, dachte sie nach, wie sie ihre neuen Erkenntnisse wohl in ihren bisherigen Stand einweben konnte.
Im Grunde achtete sie dabei nur nebensächlich auf ihre Umgebung, und rempelte sogar die ein oder andere abendliche Gestalt auf ihrem Weg an. Langsam nahm die Masse jedoch ab, und sie fand sich schließlich dort wieder, wo sie sein sollte. Nun war es auch fast 20 Uhr, doch eine komplette Pünktlichkeit hatte man wohl ohnehin nicht erwartet, richtig? Sie blickte sich prüfend um, noch sah sie keine Menschenseele. Ihre Gedanken fokussierten ihre Lage nun auch um, betteten sie selbst wieder in die eigentliche Realität ein, welche sich nicht im allerkleinsten wiederfand.
Ein ominöser Zettel hing an der Wand, und hah! Da stand "E." drauf. Für einen Moment verweilte sie doch tatsächlich triumphierend da, schnappte sich den Zettel, nachdem sie "Schrank" draufgekritzelt hatte, packte ihn sich ein, und stapfte in das Innere des Gebäudes. Büro am Ende des Ganges, dritte Tür, linke Seite. War ja nicht so schwer ausfindig zu machen, oder? Sie klopfte an der Tür. "'E' hier", verwendete sie die Bezeichnung auch weiterhin. Ob sie noch mehr sagen sollte? Außer, dass es perfekt zu ihren Szenarien passte - okay, da fehlte hier und da noch Action, aber so war es wohl auch ganz entspannend. (Sie ging viel zu leichtfertig mit Kriminalität um. Aber vermutlich hatte sie einfach keine Angst?)
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Mo Nov 07, 2016 8:49 pm

Kaum das er Elvan erblickt hatte machte sich Claudio sofort eifrig daran die Umgebung abzusuchen. War ihr jemand gefolgt? Oder gar bewusst mitgekommen? Hatte sich ein Fahrzeug genähert? Gab es anderweitige Auffälligkeiten? Da er alle diese Fragen mit 'Nein' beantworten konnte eilte er zur gegenüberliegenden Lagerhalle. Damit hatte Stöpsel bestimmt nun einige Zeit warten müssen, doch das machte nichts, zumal ein Blick auf die Uhr genügte um festzustellen, dass sie beinahe eine Stunde zu früh dran war. Claudio sah sich also in seiner Vermutung sie würde erst die Lage auskundschaften wollen bestätigt, was aber durchaus auch als Pluspunkt für die Forscherin ausgelegt werden konnte.
"Du bist zu früh.", lautete seine Begrüßung, mit der er sie auch auf ihre Verfehlung hinwies. Wie angewiesen hatte sich Elvan zu einem der hinteren Büros begeben, zu dem Claudio nach seinem Ruf nun in aller Ruhe schlenderte. Es brauchte nicht einmal einen Schlüssel um einzutreten, denn diese Tür war die einzige im Gebäude mit kaputtem Schloss. Niemand hatte sich die Mühe gemacht es zu reparieren, da die Halle ohnehin nur spärlich genutzt wurde, also trat Claudio ganz ungeniert ein. Der Raum selbst schaffte es trotz zahlreicher Möbel leer zu wirken. Die Regale waren allesamt leer und verstaubt, Flecken zeugte von den Stellen an denen einst Bilder gehangen hatten. Dutzende Plastik-Stühle waren aufeinander gestapelt, sie wurden hier für verschiedene Events gelagert und bildeten die einzigen Sitzgelegenheiten, sodass Claudio rasch zwei der Stühle herunter löste und gegenüber stellte.
"Setz dich ruhig.", meinte er zu Elvan, die er dann mit ernstem Blick ansah. "Ich vermute stark, dass du wissen willst was das hier soll.", traf er eine Aussage, deren Antwort er gar nicht erst abwartete. "Du wolltest gestern wissen wie es sich erreichen lässt die Pokemon zu schützen und ich sage es dir nun: Schritt für Schritt.", begann er seine Erklärung überaus unspektakulär und trocken, da er hoffte ihr Interesse durch bewusstes vorenthalten von Informationen steigern zu können.
"Wie sagt ihr großen Denker zu solchen Ausflügen? Experimente? Feldforschung? Exkursion? Ist jedenfalls egal wie man es nennt, wir werden heute einen kleinen, praktischen Schritt unternehmen.", ging es etwas süffisant weiter, ehe er endlich zum Punkt kam. "So ein paar dahergelaufene Möchtegern-Rapper aus'm Ausland haben reihenweise Sleima aus der Kanalisation gefangen. Die Typen haben nicht nur einen Dachschaden - kleiden sich mit allerhand Totenköpfen und hören ständig diesen Hiphop Rotz - sie sind auch noch gefährlich. Exklusive Quellen haben mir verraten, dass sie die Sleima in Supermärkten überall in der Stadt loslassen wollen, damit die Ladenbesitzer kräftig für ihre Entfernung löhnen. Wir werden diesen Abschaum also heute mit einem Denkzettel nach Hause schicken und die Sleima wieder in die Kanalisation bringen. Denn nicht nur sind sie wichtig für eine gesunde Kanalisation, es ist auch ein gesunder Lebensraum für sie und wir dürfen nicht zulassen, dass irgendwelche Großkotze Pokemon als Waffe für ihre Erpressungen nutzen.", kam also endlich Substanz in die Sache und am Ende öffnete Claudio das kleine Paket, dass er die ganze Zeit unter dem Arm geklemmt hatte. "Wenn du dabei bist...", meinte er zu Elvan, während er ihr den soeben erhaltenen Taser hinhielt. Nun würde sich also zeigen aus welchem Holz sie geschnitzt war. Als Forscherin mit so umfassendem Wissen würde sie zwar später nicht die Drecksarbeit machen, aber nach Claudios Meinung sollte Jeder erstmal die Sporen als Frontschwein verdienen um überhaupt General werden zu können. In diesem Fall sollte Elvan also dabei helfen Konkurrenz zu vertreiben, bevor sie richtig Fuß fassen konnte. Das er dabei natürlich immer noch den ehrbaren Wohltäter für Pokemon mimte machte die Angelegenheit umso köstlicher.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Nov 12, 2016 1:11 pm

#013 · mit Claudio
Umschaltung auf Wohltätigkeit
Die Tür wurde nicht sofort geöffnet, was Elvan Raum für weitere Spielereien ihrer Gedanken ließ. Zum Beispiel, dass Claudio sich erst noch versichern musste, dass sie alleine gekommen war, oder eine Schlägertruppe vorbereitete, um sie dann doch zu überwältigen... in manchen Dingen war ihr das Risiko doch wirklich näher als ihr gut tun würde. Aber das war das Leben, in ihren Augen, und sie würde es wohl kaum missen wollen. Dieses Auf und ab...! Und doch konnte sie manchmal auch herzlich darauf verzichten.
Da kam auch Claudio hinein, und sie blickte ihn mit einem Grinsen an. "Man darf immerhin nicht zu spät für die Action sein", entgegnete sie, er wirkte unverändert auf sie wie ein Krimineller. Damit kleidete sie zwar auch den Rest der Menschen, welche in ähnlicher Weise herumliefen, in dieses Gewand, aber das war ihr so ziemlich egal. Wenn jeder meinte, dass eine Person, welche einen weißen Kittel anhatte, ein Forscher war, durfte sie ja wohl auch ihre Annahmen treffen. Mit der Ausnahme, dass wohl nur tatsächliche Forscher diesen Kittel in irgendeiner Weise auch cool fanden. Sie trat nach ihm in den Raum hinein, der, sehr zu ihrem Ärger, gar nicht verschlossen war. Da hätte sie ja auch direkt hineintreten können! Doch es nützte ja nichts, wenn man nur sah, und nicht bemerkte.
Ein leerer Raum erwartete sie, der trotz weniger spärlicher Möbel immer noch leer wirkte. "Verlassen...", murmelte Elvan noch als Adjektiv hinzu, und blickte sich interessiert um. Auch die Flecken an der Wand schafften es doch, ihr Interesse auf irgendeine Art und Weise zu erregen. Auch wenn es kaum in ihren Fachbereich fallen konnte, irgendeine Verknüpfung ließ sich sicherlich immer finden. Dann ließ sie diese Ansicht aber fallen und nahm auf einen der Stühle Platz, die Claudio ihr anbot. Einfache Plastikstühle, die doch eine Weile hier waren. Manche hätten sich wahrscheinlich nicht einmal hierher getraut.
Sie nickte, als er redete, und wollte gerade eine Antwort liefern, als er sie dann auch schon gab. Sie seufzte in sich hinein und schmollte für den Bruchteil eines Augenblickes, ehe sie sich aufrechter hinsetzte, die Hände in die Kitteltaschen steckte, und wieder herausnahm. Sie wippte mit ihrem Fuß, um ihre irgendwie allzeit überströmende Energie in irgendeiner Form loszuwerden, und wollte ihn gerade bitten, einen Schritt schneller zu machen, als er auch endlich mit der Sache auf dem Tisch kam.
"Je nach Ansichtssache. Für mich wäre es Feldforschung", warf sie noch den Kommentar hinein, da es sich nach einer Frage anhörte. Vermutlich rhethorischer Natur, aber er hatte sie nun einmal gestellt. Die weitere Ausführung klang dann doch wieder interessanter, und Elvan beugte sich etwas vor, die Arme, die den Kopf hielten, stützte sie auf den Knien ab. Beinahe wäre sie in dieser Haltung eingefallen oder zur Seite gekippt, so... gutherzig klang das ganze Unterfangen. Ihre erste Meinung zu dem Ganzen konnte man wohl auf ihrem Gesicht ablesen, ebenso wie die nun zunichte gewordenen Fantasievorstellungen, die sie noch eben gehegt hatte. Sie richtete sich wieder gerade auf, um sich mit der Realität abzufinden. "Auch wenn Sleimas sicherlich nicht die nett riechendsten Wesen der Erde sind..." Sie blickte auf, als er dann nun den Taser herausholte. "Bin dabei." Sie wirkte nun deutlich entschlossener, was wohl der Tatsache zu verdanken war, dass sie nachher wohl noch, da sie ohnehin schon einmal da war, eine Feldstudie ergänzen würde. Sie hatte den Tag ja eh nichts mehr zu tun - mal ganz davon abgesehen, dass ihr Viso-Caster in der Wohnung von John Aurel einen Höllenlärm veranstalten musste. Sie hatte ihn halt nicht ausschalten wollen!
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Nov 12, 2016 5:41 pm

"Im Gegenteil. Man muss man verschwunden sein bevor die Action beginnt.", entgegnete Claudio, als Elvan ihm mitteilte man dürfe nicht zu spät zur Action kommen. Dabei wandte er sich auch schon ab, sodass er ihre Reaktion nicht sehen mehr sehen konnte, doch er hoffte sie damit irritiert zu haben. Im Gegenzug irritierte es dann ihn, als Stöpsel seine rhetorische Frage beantwortete. "Feldforschung also...", grummelte er, während er sich den Begriff einprägte. Viel wichtiger als die Bezeichnung waren aber harte Fakten, wozu auch Elvans Beteiligung zählen würde. Der Glatzkopf beobachtete genau welche Regungen sich bei ihr zu welchem Zeitpunkt zeigten, allerdings war es überaus schwierig dieses Energiebündel zu lesen, weil er sich nie sicher seien konnte ob eine Geste oder Grimasse der Ausdruck einer Gefühlsregung war oder dem Abbau überschüssiger Energie diente.
Letzten Endes bekam er aber die gewünschte Antwort. Zufrieden nickend drückte er ihr den Taser fest in die Hand. "Den wirst du brauchen.", versicherte er, denn wenn seine Informationen stimmten - was eigentlich immer der Fall war - würde ein schnelles Eindringen und das Überwinden eines Wachpostens vonnöten sein. Ein genaues Bild konnte man sich aber erst vor Ort machen, weshalb er den genauen Plan noch nicht enthüllte. "Sleimas riechen zwar nicht gut, sie sind aber verdammt nützlich. Ohne sie würde man dem ganzen Industriemüll doch nie Herr werden.", hielt er es noch für notwendig Elvan eine kleine Lehrstunde zu erteilen, während er ihr noch ein Paar schwarzer Handschuhe aushändigte. Dann sah er auf die Uhr.
"Da du zu früh bist können wir noch nicht starten. Es ist nicht dunkel genug.", teilte er ihr mit, weshalb wohl Geduld angeraten war. Da Claudio aber nicht unnütz herumlungern wollte rückte er einige weitere Stühle in einer ganz bestimmten Anordnung zurecht. Es war ein überaus provisorisches Modell der Umgebung, in der man die Sleima vermutete. "Also, mal angenommen dieser Stuhl hier stellt die Lagerhalle dar, in der wir uns gerade befinden...", begann er seine Erklärung, noch während er den besagten Stuhl als Letzten auf seine Position rückte. "Dann wäre dies hier die letzte leere Halle, sodass sich das Hafenbecken dort drüben befinden müsste.", endete die Beschreibung der Ausgangslage. Nun legte er die Überreste des Paketpapiers auf einen mittigen Stuhl.
"Hier etwa müsste sich der nächste Zugang zur Kanalisation befinden. Und hier gegenüber dieser Halle beginnt dann auf der anderen Straßenseite eine Wohnblock mit einem U-förmigen alten Schulgebäude. Dort hat sich das Pack eingenistet. Wir müssen uns getrennt voneinander nach Eingängen und etwaigen Wachposten umsehen, sobald es dunkel genug ist.", lautete dann der Abschluss, wonach das Ganze hoffentlich ein stimmiges Gesamtbild ergeben hatte. Zwar war so eine abstrakte Anordnung nicht mit der Realität zu vergleichen, aber es war immerhin ein Weg die Wartezeit zu überbrücken.
"Hast du eigentlich Pokemon dabei?", wollte Claudio dann wissen, denn bestimmt konnte man sie in einen Plan einbeziehen. Zu gerne wollte er ihren heutigen Widersachern einen gehörigen Denkzettel verpassen, der sie für immer aus der Stadt vertrieb. Aber im Moment war nicht einmal sicher ob Elvan nicht doch noch kalte Füße bekam. Sie wirkte entschlossen und zu Allem fähig, aber Claudio hielt sie für zu unberechenbar um irgendetwas mit Sicherheit zu sagen.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Nov 13, 2016 3:39 pm

#014 · mit Claudio
Schlachtpläne
Die Umdrehung ihrer Worte war in manchen Fällen wohl auch nicht so schlecht - zumindest war das das Ergebnis, nachdem sie noch eine Weile darüber gegrübelt hatte, ob es wohl auch Ausnahmefälle gab. "Solange man sie nicht ganz verpasst, vielleicht", erwiderte sie darauf dann schlicht, denn sie selbst würde immer noch präferieren, hautnah dabei zu sein. Oder zumindest... augenkontaktnah. Den Begriff der Feldforschung schien er sich aber wirklich einprägen zu wollen, ein Grinsen konnte sich die Forscherin bei Weitem nicht verkneifen. "Oder auch Feldstudie, wenn man's noch komplizierter haben will."
Einen Taser hielt sie erstaunlicherweise nicht zum ersten Mal in der Hand - eine Weile lang war ihre Adoptivmutter der festen Überzeugung gewesen, dass sie noch entführt wurde oder so. Dies stellte sich dann aber als ziemlich unbegründete Sorge heraus, ihr Charakter war einfach zu anstrengend für die meisten Personen. "Na, dann werde ich ihn wohl auch mal benutzen." Wenn sie nicht alle vorher vergraulte, hehe. Auf die Lehrstunde konnte sie aber ziemlich gut verzichten, immerhin wusste sie es ja wohl selbst ebenso gut. "Jep, weiß ich doch. An den Geruch habe ich mich vielleicht sogar fast gewöhnt... wieso dieser Idiot eigentlich ein Sleimok bei sich halten muss", fügte sie noch in einem murmelnden Tonfall der Unzufriedenheit hinzu. Echt jetzt, es gab durchaus bessere Geschmäcker!
Die Mission schien jedoch auch noch nicht wirklich starten zu können - es war noch nicht dunkel genug. Immerhin eine Sache! Mit einem diabolisch angehauchten Grinsen verhakte sie ihre Hände ineinander und streckte sich, als würde sie sich schonmal bereit machen oder so. (Fehlten nur noch wirkliche Dehnübungen.) Bevor es jedoch in die wirkliche Schlacht ging, klügelte man noch Schlachtpläne aus - zumindest vermutete Elvan das, als er anfing, Stühle herumzurücken. Um mehr Energie loswerden zu können, stand sie ebenfalls auf und musterte aufmerksam die Formationen, die sich bildeten. So also sah das ganze in einer Modellversion aus... sie haben sich also in einer alten Schule eingenistet? "Idealer Ort, um ihnen eine Lektion zu erteilen, würde ich mal behaupten", kommentierte sie diese Begebenheit auch schon prompt. Achja, die Schule. Wo andere sie erst seit etwa drei Jahren nicht mehr gesehen hatten, waren es bei Elvan nun rund fünf Jahre. Und sie vermisste diesen Ort mit Sicherheit nicht. "Werden wir die Bande einfach überfallen, oder gibt es da noch einen kronkreteren Plan?", stellte sie noch eine Frage, welche ihr ziemlich unklar war.
"Jep, habe ich. Fünf Icognitos und mein Ditto." Sie grinste, als sie ihre Icognitos erwähnte, denn mit etwas Geschick und einem improvisierten U ließen sich doch witzige Dinge mit ihnen anstellen... Achja. Sie fand Icognitos schon ziemlich cool, aber sonst hätte sie wohl auch nicht 16 an der Zahl von diesen Pokémon. "Welche Pokémon hast du dabei?", stellte sie dann noch die Gegenfrage, weil sie nicht davon ausging, dass er keine Pokémon hatte. Sie erinnerte sich noch an das Nebulak, und an das Magnayen. Ob er wohl noch ein Pokémon hatte? Sie selbst hatte zu viele, als dass sie sie alle tragen konnte. Und gleichzeitig waren sie nicht allzu stark, aber darauf legte es die Forscherin bei der Wahl dieser Pokémon mit Sicherheit auch nicht.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Nov 13, 2016 5:53 pm

"Welcher... Idiot?", war die simple Frage die sich unweigerlich bei Claudio aufdrängte, als Elvan von einem Idioten mit Sleimok sprach. Er konnte nicht wissen was da in ihrem Kopf vor sich ging, wenn er nach ihrem lapidaren Kommentar über den Taser ging wollte er es wohl auch nicht wissen. Fest stand jedenfalls das Stöpsel eine sehr eigenwillige Gedankenwelt hatte. Oder waren etwa alle Akademiker so drauf? Eine beängstigende Vorstellung.
Zumindest schien sie seine Erklärungen anhand der Stühle aufmerksam zu verfolgen und auch zu verstehen. Claudio musste sogar grinsen, als sie den Kommentar über den idealen Ort für eine Lehrstunde abließ. "Stimmt.", gestand er ihr auf überaus knappe Weise ein geistreiche gewesen zu sein. Und auch ihre folgende Frage stimmte ihn zuversichtlicher was das Vorhaben anging, denn wenn sie in der Lage war fundierte Fragen zu stellen hatte sie gut zugehört und auch Interesse an der Sache.
"Einen wirklich konkreten Plan können wir leider erst schmieden, wenn wir uns mit der genauen Ausgangslage vertraut gemacht haben. Aber ja, danach sollte es ein blitzartiger Überfall werden. Sie werden uns zahlenmäßig überlegen sein, aber verstreut unterschiedlichen Vorbereitungen nachgehen, sodass wir den Überraschungsmoment auf unserer Seite haben sollten. Wir schlagen dann schnell und hart zu, richten möglichst viel Chaos an und verschwinden im Idealfall mit den Sleima bevor auch nur ein einziger Punk begriffen hat was Sache ist.", beantwortete er also so gut es momentan ging die Frage, die Details würden sie wohl improvisieren müssen.
Zu diesem Zweck waren die Pokemon unerlässlich. Elvans Auswahl gefiel Claudio exzellent, allerdings nicht wegen der Icognito. "Ein Ditto? Nicht schlecht. Damit kann man Einiges anfangen.", lobte er ihr Normalpokemon ohne es je gesehen zu haben. Das brauchte er aber auch nicht, denn Dittos Ruf eilte dem Pokemon voraus. "Nebulak. Magnayen. Rasaff.", gab dann auch der Glatzkopf sein Team bekannt. Er tat es mit einigem Stolz in der Stimme, schließlich hatte er viel Zeit und Mühe in diese Pokemon investiert. Ein weitere Blick fiel auf die Uhr, dann aus dem Fenster. "Hm... hilf mir die Stühle zurückzustellen. Danach gehen wir los.", entschied er sich nun doch in Bewegung zu setzen. Wie es wohl nicht anders zu erwarten war brannte die Ruhe vor dem Sturm seine Geduld rapide ab.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Mi Nov 16, 2016 8:02 pm

#015 · mit Claudio
Du-weißt-schon-wer
Es war selbstverständlich, dass Elvan nicht ihre ganze Gedankenwelt offen legte, das wollte, ehrlich gesagt, auch nicht unbedingt jeder wissen. Sonst würde sie wohl jemanden, der vorhatte, das gesamte Universum zu beleidigen, und zwar jede Person und Nicht-Person einzeln, wohl recht nahe kommen. Die Gegenfrage verwunderte sie dennoch für einen Moment, nach dessen Verstreichen sie sich auch wieder an eine Antwort erinnerte. "Dr. Dr. Dr. John Aurel, oder wat der nicht alles gemacht hat. Gerichtsmedizinmedizinfuzzi, der eine interessante Sammlung an Chemikalien und Geräten aufweist." Sie hatte absolut kein Problem damit, Informationen über andere herauszugeben, wie es dann bei ihr selbst aussah, war dann natürlich eine vollkommen andere Geschichte.
Ihr Kommentar wurde positiv aufgenommen, was für sie auch irgendwie selbstredend war. Was wäre denn an ihren Kommentaren nicht absolut passend, mal ganz abgesehen von den Sticheleien, die sie meisten verpackte? Der Plan schien jedoch gerade ziemlich ohne Konsistenz und Substanz dazustehen, es war wohl schwierig, ihn wirklich nun schmieden zu können. Mehr Informationen über die Aufstellung der Bande hatten sie wohl nicht - ob dies ein Zeichen dafür war, dass es sich um eine recht neue und entsprechend unbekannte Bande handelte?
"Also wenig denken, aber schnell reagieren", resümierte sie das Ganze mit einem diabolischen Grinsen, das klang nach einem sehr einfach zu händelnden Plan. Bei ihr vergingen immerhin auch keine Minuten damit, nachzudenken, ob dies nun irgendwie zu hart wäre oder was nicht alles. "Gibt es eine grobe Vorstellung davon, wie viele Sleimas es dort gibt?", hakte sie nach, es war immerhin leicht gesagt, einfach so eine Horde Sleimas zu sich zu nehmen, aber wie leicht es wurde, hing definitiv von der Anzahl ab.
Jep, Ditto war wirklich schon ein cooles Pokémon! Auch wenn sie es zuerst für einen Schleimhaufen wie Sleima nur nicht so schlimm gehalten hatte. Sünden ihrer Kindheit Jugend! "Es könnte sich sicher in ein Sleima verwandeln, und dann die restliche Truppe nach draußen bugsieren", mutmaßte sie, mal sehen, ob Clemence es aber wirklich so exzellent hinkriegen würde. Würde sie ihm einprügeln müssen, aber er wusste ja, wie sie die Dinge sah, wie er sie erledigen sollte. Oder sollte sie es sagen?
Sie nickte, als er seine Pokémon aufzählte. Jep, da waren durchaus einige ordentliche dabei, wenn sie ordentlich trainiert waren, was sie ihm definitiv zumutete. "Gibst du ihnen auch Spitznamen?", fragte Elvan dann aus ihrer Neugier heraus, da es immer wieder Personen gab, die es taten, und dann wieder welche, die es nicht taten. Ob dies dann irgendetwas aussagte, müsste sie wohl ihre Soziologie-Freundin mal wieder fragen, die irgendwo in den Nirvana der Beziehungen zwischen Menschen und Pokémon verloren gegangen war. Müsste sie wohl auch mal suchen gehen.
"Na, dann wollen wir doch mal!", entlud sich die Energie der letzten Sekunden, und sie schnappte sich einen Stuhl, brachte ihn weg, und danach einen anderen Stuhl. Energiesparend war sie meistens nicht unterwegs gewesen, eher noch ähnelte sie wohl einem Flummi im eingegrenzten Nichts - ohne Verlust der Energie würde sie wohl noch ewig herumflutschen und ihrem Leben fröhnen, sich an niemals geringer werdender Geschwindigkeit erfreuen. Oder sich daran verflucht sehen, das war immer Ansichtssache.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Do Nov 17, 2016 3:00 pm

"Mhm... das klingt nach Jemandem der ein Sleimok halten würde.", kommentierte Claudio die Antwort bewusst desinteressiert. Dabei war es doch erstaunlich was für Leute Elvan kannte. Die ganzen Doktortitel waren keinesfalls der spannende Teil, eher die Sache mit der Gerichtsmedizin. Ob sich diese Verbindung ausnutzen ließe? Vorerst musste er den Gedanken beiseite schieben. Sie hatten sich für diese Nacht viel vorgenommen, da würde es zu gefährlich mit den Gedanken woanders zu sein. Überhaupt machte Stöpsel dazu eine sehr passende Aussage. "So kann man es formulieren, ja.", stimmte er ihr zu. Sie würden während des Einsatzes nicht viel denken dürfen, dafür aber umso mehr handeln.
"Es sind fünf oder sechs Bandenmitglieder. Also dürften es um die dreißig Sleima sein, wenn sie wirklich innerhalb einer schnellen Aktion verteilt werden sollen.", war dann die geforderte Vorstellung von der Anzahl der Sleima. Es mochten gut und gerne noch viel mehr oder auch viel weniger Exemplare sein, aber Claudio hielt diese Einschätzung für logisch. "Aber wir müssen auf jede Anzahl vorbereitet sein.", fügte er noch an, schließlich wollte er nicht das Elvan sich auf eine bestimmte Anzahl versteifte. Kreativität bewies sie zumindest, die Idee mit Ditto war ein guter Gedanke. "Wenn sich die Gelegenheit ergibt könnte das praktisch sein.", meinte er, aber einen Einwand gab es dennoch. "Es kann aber auch gut sein, dass die Pokemon die ganze Zeit in den Pokebällen gehalten werden, wegen des Gestanks.", machte er sie auf die Möglichkeit aufmerksam vielleicht nicht ein einziges Sleima tatsächlich zu Gesicht zu bekommen.
"Selbstverständlich. Esmeralda, Melissa und Thiago.", antwortete er noch sehr knapp in der passenden Reihenfolge auf die Spitznamen, dann ging es los. "Und du?", wollte er es nun auch von Stöpsel wissen, während sie das Büro verließen. "Wir sollten übrigens getrennt um das Schulgebäude gehen. Wenn jeder eine Seite übernimmt geht es schneller, womit das Risiko schon vor dem Einsatz Verdacht zu erwecken sinkt.", machte er sie darauf aufmerksam vorerst allein vorgehen zu wollen. "Wir treffen uns dann abseits des Gebäudes wieder. Achte auf Fenster, Türen, Wachposten... ach, versuch einfach dir so viel wie möglich einzuprägen.", hatte er noch einen Hinweis, ehe er sich von ihr trennte. Hier bei den verlassenen Lagerhallen war keine Menschenseele, abgesehen von Elvan und ihm. Aber gleich würde es sich ändern, da sollte er auf der Hut sein und nicht zu offensichtlich zum Schulgebäude starren. Gar nicht einfach trotzdem noch genug Informationen aufzuschnappen.
Claudio schritt also wie ein gewöhnlicher Passant die Straße entlang. Die Fenster waren auf dieser Seite zahlreich, doch es gab hier nur einen Eingang, der direkt auf den Innenhof führte. Vermutlich waren die Kinder so einst auf den Hof zur großen Pause geströmt, aber dieses baufällige Gebäude bot längst keinen Unterricht mehr an. Es war schlichtweg billiger gewesen ein anderes Gebäude zu nutzen als das im Vergleich zum Rest der Großstadt uralte Gemäuer zu sanieren. Dementsprechend hoffte Claudio auch auf das ein oder andere kaputte Fenster, aber es war im Dunkel schwer dergleichen zu erkennen. Nur ein verdächtiges Licht stach ihm ins Auge. Scheinbar war Jemand am östlichen Teil, also der früheren Turnhalle zugegen. Das Licht war schwach, aber dank der restlichen Dunkelheit wahrnehmbar. Claudio hatte also seine Beobachtungen gemacht, als er seine Hälfte abgeschritten hatte.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Nov 19, 2016 4:08 pm

#016 · mit Claudio
Jetzt geht's los!
Elvan blickte ihn skeptisch an, aber nicht, weil sie sein Desinteresse hinterfragte, sondern, wieso er dann wohl eigentlich fragte. Wenngleich, es war immer besser, wenn sie mehr zu reden hatte, und just im nächsten Moment kümmerte es sie ohnehin nicht mehr, ob ihr Gegenüber interessiert war oder nicht. "Richtig merkwürdiger Kauz, sag ich dir. Scheint demnächst aber wohl zu heiraten, hab 'nen paar Blumen gesehen." Und die waren mal angerichtet... sie hatte beinahe gedacht, dass sie trotz der kalten und schmucklosen Wände wieder im Herrenhaus Mairieux waren, im Haus, in welchem sie aufgewachsen waren. Gruselige Vorstellung, nur, weil da ein paar deplatzierte, fast verwelkte Blumen standen. Es war aber geklärt, was sie nun tun sollten - na, zum Glück war Denken nur eine ihrer vielen Stärken!
Sie nickte, als er die Anzahl der Sleima aufzählte, ebenso wie die Bandenmitglieder. Es war also eher klein, aber immerhin schon ungefähr das Dreifache ihrer Personenzahl. Na, nichts, was wirklich unmöglich für sie war, jep. "Na, klingt machbar", erwiderte sie grinsend, aber wenn man ehrlich war... sie hätte das zu absolut jeder Anzahl gesagt. Etwas nachdenklicher wurde sie dann, als sie sich wieder daran erinnerte, dass sie anderen einen Strich durch die Rechnung machen würden. Mieh. Nicht unbedingt ihre liebste Beschäftigung, aber wegen diesem ominösen Gutmenschenverein war sie nun wohl da - ihre Neugier obsiegte da wohl. Sie nickte dann, als der praktische Wert ihrer Idee gelobt wurde - wenngleich es da immer einen Haken zu geben schien. Erneut nickte sie. "Ist vermutlich sicherer, außer es dient als Abschreckungsmethode." Sie musste erneut grinsen, es war wirklich erstaunlich, wie sensibel manche Studenten waren. Und dann auch noch Biologie oder Medizin! Also, die haben ja mal ganz das falsche Fach ausgesucht. "Wäre sicher auch witzig, wenn sie auf ihrer eigenen Schleimspur ausrutschen", merkte Elvan dann nicht ohne einen gewissen Hintergedanken an und einem gewissen teuflischen Ausdruck auf ihrem Gesicht.
Sie hörte sich die Namen an, und hatte sie in einer Nische ihres Gedächtnisses verfrachtet. Könnte sicher nützlich sein! "Clemence und Sushila, Tadala, Peter-Paul, Dian, Iseul", gab sie ihre Namen ebenso knapp wieder, die Anfangsbuchstaben würde er ja wohl dann noch den Icognitos zuordnen können, oder? Wobei... so sicher war sie sich dann auch nicht. Dann trennten sie sich auch schon, Elvan steckte ihre Hand mit dem Taser in ihre Kitteltasche, und ging eher beiläufig in die Richtung des Schulgebäudes. Sich viel einzuprägen wäre vermutlich nicht die größte Schwierigkeit, die sie haben würde - eher noch, dass sie nicht irgendetwas unglaublich Interessantes entdeckte, ha ha.
Die Forscherin befand sich zu ihrem Pech und Glück aber auf der schattigen Seite des Gebäudes, sodass in der sich anbahnenden Dunkelheit eigentlich genauso gut nichts auszumachen war, bis auf ein paar gewisse Umrisse, welche die Schule darstellten. Sie stolperte erstaunlicherweise nie, sodass sie doch mal den Blick auf den Boden warf. Er schien erstaunlich eben zu sein, doch ob dies irgendetwas bedeutete? Sie zuckte mit den Schultern, und blickte wieder zu dem Gebäude, oder eher, zum Himmel darüber. Die meisten Fenster schienen sogar halbwegs intakt zu sein, auch wenn sie sich vorstellen konnte, dass dies nicht der Fall war. Krach würde es aber sicherlich geben, wenn man eines von diesen zerschlug... Eher aus Reflex hatte sie einen Stein zur Hand genommen, und ebenfalls in ihre weitläufigen Kitteltaschen getan.
Es schien sich keiner zu regen, sie waren ja wohl nun doch nicht ernstlich naiv genug, dass man hier keine Posten aufstellte?! So langsam festigte sich bei Elvan der Verdacht, dass man diesen Menschen keinen Plan vereitelte, sondern sie ihn auch sich selbst vereitelt hatten.
[out: Wenn einem plötzlich eine Abneigung wieder in den Sinn kommt, ha ha... orz]
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Nov 19, 2016 5:18 pm

Machbar war es in der Tat, aber eben auch nur per Definition, weil es nicht unmöglich war. Elvan sollte es lieber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Normalerweise würde Claudio sich darum nicht scheren, aber da sie in dieser Angelegenheit nun bereits unter einer Decke steckten musste er sich wohl darum kümmern, dass sie nicht übermütig wurde. Vorerst sagte er nichts, aber später sah er sich dann doch dazu genötigt einzuschreiten. "Was witzig wäre sollte uns einen Dreck interessieren.", meinte er auf den Kommentar mit dem Ausrutschen hin. Sicherlich wäre dies lustig. Aber die Angelegenheit war zu ernst, als das sie sich mit solchen Kinkerlitzchen aufhalten sollten.
Deutlich wohlwollender nahm er die Spitznamen ihrer Pokemon zur Kenntnis. Zwar konnte er die sich jetzt unmöglich Alle auf einen Schlag merken, aber irgendwie fand er es immer besser wenn die Leute ihren Pokemon wenigstens Namen gaben, so wirkten sie doch gleich mehr wie fühlende Wesen. Da jetzt aber gewiss nichts sentimentales an erster Stelle stehen sollte hakte Claudio nicht weiter nach. Es ging nur noch ums Geschäft, ein äußerst gefährliches Geschäft noch dazu.
Nach seiner Runde erkannte er Elvan schon von Weitem. Trotz der Dunkelheit schaffte sie es unübersehbar zu sein, so strotzte sie voll Energie. Gleich würde sie diese Energie auslassen können, da war sich Claudio sicher. Nachdem er also sicher war, dass sie ihn ebenfalls erkannt hatte ging er wortlos ein Stück weiter. Erst als die Schule nicht mehr direkt sichtbar war, wandte er sich ihr zu.
"Bei mir gab es einen großen Eingang. Doppeltürig und zum Innenhof gerichtet. Fenster satt, aber nur in der Turnhalle Licht. Kein Wachposten auf meiner Seite.", berichtete er mit leiser Stimme, kurz und zackig seine Observation, dann hob er auffordernd das Kinn in ihre Richtung. "Ich schlage vor, wir schleichen uns direkt mal bei der Turnhalle heran. Oder gab es bei dir einen Wachposten? Oder Licht?", gab er direkt einen Plan bekannt, soweit es eben mit ihren Informationen möglich war. Warum auch erst durch das ganze Gebäude turnen, wenn sich die Sache mit einem schnellen Zugriff regeln ließ? Die Abwesenheit von Wachposten ließ jedenfalls nur zwei Schlüsse zu. "Wenn sie es nicht für nötig halten Wachen zu postieren sind sie entweder ihrer Sache zu sicher oder sie stecken mittendrin in den letzten Vorbereitungen und brauchen jede helfende Hand. Beides sollte zu unserem Vorteil sein, da es ihre Aufmerksamkeit beeinträchtigt."
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Nov 20, 2016 6:58 pm

#017 · mit Claudio
Langeweile
Mannomann, das war doch wirklich nun ziemlich langweilig! Er schien wohl wirklich eher in die Spießerkategorie zu gehören, wieso denn bloß so vorsichtig? Sie hatte echt keine Ahnung, wieso man sein Leben nicht eigentlich nutzen sollte, was auch immer nun als sinnvoll bezeichnet wurde und was nicht. Ihrer Meinung nach wäre es das Maß aller Dinge, sich möglichst das Interessanteste herauszupicken, doch da war der vermutlich Ältere nicht derselben Meinung. "Aber der Rest ist doch so langweilig...", maulte sie, auch wenn es mit Sicherheit nicht besonders klug gewesen war. Jugendlicher Leichtsinn, oder wie auch immer man das bei der eigentlich erwachsenen Frau nennen sollte. Sie verfügte jedenfalls blendend über diesen, oder aber auch über ein erhöhtes Maß an Langeweile, welches ausradiert werden sollte.
Die Namen ihrer Pokémon konnte sie dann selbstverständlich fehlerfrei aufsagen, waren manche auch recht kurios - das war wohl ihre Absicht dahintergewesen. Das größere Wohlwollen von Claudio bemerkte sie nicht wirklich, denn dann ging es auch schon los - endlich würde sie auch etwas tun dürfen, wenngleich es wohl eher auf die vorsichtige und langweilige Art geschehen würde. Die Gefahr in dem allen sah sie nicht, sodass sie in Gedanken immer noch damit beschäftigt war, sich auszumalen, wie sich diese Gangster mit ein wenig Geschick von selbst vernichteten. Platz genug bot diese Schule ja, damit herumstreunende Wesen gegeneinander liefen, Attacken gegen das Unbekannte würden den eigenen Freund treffen... Sie lachte sich ins Fäustchen, auch wenn es gerade nicht gewünscht war. Es war einfach zu köstlich, sich vorzustellen, wie diese Personen sich ihr eigenes Grab schaufeln würden, stellte man es doch nur geschickt genug an... dass sie das Gebäude viel zu wenig kannte, um einen derartigen Plan aufstellen zu können, ließ sie dann komplett unbeachtet.
Sie erkannte Claudio auf der anderen Seite, er schien sie wohl auch zu bemerken. War das das Signal, dass sie wieder aufeinandertreffen sollten? Nun, erstmal wohl nicht. Sie setzte ihren Spaziergang fort, bis man das Gebäude nicht mehr sehen konnte und sie wieder aufeinandertrafen. "Auf meiner Seite gab es so gut wie nichts, bis auf die Fenster, viel Dunkelheit und keine Menschenseele, die man hätte sehen können. Wirkte aber auch eher ausgestorben", berichtete sie, was so Ereignloses auf ihrer Seite geschehen war. Sie schüttelte auf seine Nachfrage den Kopf und streckte sich mit diabolischen, aber auch irgendwie mies gelaunten Grinsen. Na, was soll's. Man konnte wohl nicht immer das tuen, was einem beliebte.
"Ich tippe zwar immer, dass sie Idioten sind, aber ja, das könnte auch sein. Dann sollten wir uns aber auch beeilen, sonst rennen sie uns auch noch um." Immerhin konnte es ja immer auch so weit sein, dass sie um die nächste Ecke gestürmt kamen, um die Supermärkte zu bedrohen und Lösegeld auszupressen. Was, wenn man so will, kreativer als ein Bankraub war, aber immer noch ziemlich langweilig klang. Wieso besetzte man nicht lieber gleich irgendetwas... Interessanteres? "Naja, oder sie haben Geistpokémon postiert, die uns jetzt verpfeifen gehen." Das wäre zumindest spannend! Aber wohl wenig vorteilhaft. Außer, dass man nun mit großem Trammtramm in dieses Gebäude stürmen könnte, wenn man wollte.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Nov 20, 2016 7:59 pm

Claudio wusste nicht recht was er von Elvans Bericht halten sollte. Kein Licht auf ihrer Seite und auch keine Wachen. Also musste die Bande tatsächlich gerade im empfindlichsten Teil ihrer Vorbereitungen stecken. Claudio nickte während sie sprach mehrfach, aber sein eigenes Bild hatte sich bereits einzementiert, da störte er sich auch nicht daran das Stöpsel die "Idioten" immer noch auf die leichte Schulter zu nehmen schien. Was sie dann aber vorbrachte führte zu einer völligen Kehrtwende bei ihm. War er gerade schon quasi auf dem Weg zur Turnhalle gewesen hielt Claudio nun inne und glotzte Elvan mit Kuhaugen an. "Verdammt. Das kann gut sein.", musste er zugeben, womit er den Teil mit den Geistpokemon meinte.
"Aber noch verpfeifen die nix. Wir sind ja nur daher gegangen. Zwei Passanten, die über den Bürgersteig schlendern. Da gibts noch nix zu melden. Aber... sobald wir uns unbefugt auf das Grundstück begeben...", führte er aus, weshalb vermutlich noch kein Alarm geschlagen wurde. Den letzten Satz ließ er bewusst unvollendet stehen, schließlich war Elvan vielleicht schräg, aber nicht dumm. Es war nicht einmal bewiesen, dass da wirklich Geistpokemon waren, aber Claudio ließ sich so eine Gelegenheit sich abzusichern nicht entgehen. Mit einem Grinsen zückte er einen Pokeball.
"Wenn da wirklich Geispokemon sind kann Esmeralda es im Handumdrehen herausfinden.", erklärte er, womit sein Nebulak auch schon erschien. "Und sie dann auch sicherlich davon überzeugen nicht petzen zu gehen. Geistpokemon sind nämlich verschlagen und schwierig zu kontrollieren, auch für den eigenen Trainer. Da braucht es schon viel Zuwendung, verstehst du? Und ich möchte wetten, dass ich meine Aufgabe besser erfüllt habe als die da drinnen.", fügte er noch an und schon war Esmeralda auf dem Weg das Gebäude abzufliegen.
Derweil wandte sich der Glatzkopf seiner Komplizin zu. Er musterte sie, sagte aber nichts. Dann kehrte Nebulak mit einem Shuppet im Schlepptau zurück. "Gute Intuition, Stöpsel.", gab es ein Lob mitsamt Schulterklopfer, dann trudelten die Geister ein und kicherten dabei unablässig. "Hm... kein Wachposten. Eher ein zufällig anwesendes Pokemon. aufgescheucht von Esmeralda.", urteilte Claudio, doch sofort schüttelte er mit Blick auf die Geister den Kopf. "Nein, nicht aufgescheucht. Sagen wir lieber... um den Finger gewickelt. Darin ist sie unübertroffen.", lautete das neue Urteil, dieses Mal blieb es rechtskräftig. Kein Zweifel, das Nebulak verstand sich gut mit dem neuen Komplizen.
"Tja... was hältst du davon die beiden Turtelgeister ins Gebäude zu schicken, damit sie einen anständigen Spuk starten. Wir nutzen die Gelegenheit und schleichen uns ein. Wenn sich dann eine Gelegenheit ergibt und wir wissen wo die Sleima sind lassen wir alle unsere Pokemon los und nutzen das Chaos aus. Und wenn vorher jemand in unseren Weg kommst, setz den Taser ein. Wie klingt das?", trug er einen Plan vor, der endlich nicht mehr so furchtbar vage und provisorisch klang. Zwar war da immer noch Interpretations- und Improvisationsspielraum in Massen vorhanden, aber im Vergleich zu ihrer Situation in der Lagerhalle war es eine drastische Besserung. "Oh, am Besten gehen wir dann auch durch den Haupteingang, nicht direkt zur Turnhalle. Besser nicht bei zu viel Licht aufkreuzen, während die Bande gerade auf Trab ist.", ergänzte er dann noch, aber vielleicht hatte Stöpsel ja wieder einen guten Einfall.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Nov 26, 2016 3:36 pm

#018 · mit Claudio
Der Plan steht auf Füßen
Es war kein Wunder, dass Elvan ihren Gegenüber unterschätzte, sie überschätzte sich immerhin regelmäßig. Und sie war niemand, der sich in dieser Hinsicht wohl jemals bessern würde. Eine Bestätigung ihres unglaublichen Intellektes war nun auch Claudios unerwartet heftige Reaktion auf den Kommentar der Forscherin, dass sie ja auch Geist-Pokémon postiert haben konnten. Ein für sie eher abwegiger Gedanke, aber im Nachhinein vielleicht ganz gut, dass sie ihn erwähnt hatte.
Sie nickte, als sie seinen Ausführungen zuhörte. Zugegeben, sie hatte diesen Stein eingesteckt, aber ob dies auffällig gewesen war? Da sie nach einer Forscherin aussah hatte dieser Stein alles Mögliche bedeuten können. Am Ende dachten diese Deppen noch, sie hätte einen Megastein oder so angeschleppt... "... sind wir wohl dran", beendete Elvan seinen Satz recht trocken, auch sie verstand Humor nur zu den passenden Zeitpunkten. Und dies hier war keiner. Das Grinsen auf dem Gesicht ihres Gegenübers schien jedoch zu sagen, dass er einen Plan hatte.
Wie erwartet wurde das Nebulak gerufen, welches als Esmeralda bekannt wurde. "Heyho, altes Haus." Ob sie mit dieser Begrüßung und dem verschlagenen Grinsen den richtigen Ton bei der Dame angeschlagen hatte, wusste sie bei Weitem nicht. War es auch wichtig für sie? Eher weniger. "Da kann ich nur sagen... Clemence ist witzig, Icognitos sind witzig. Ziemlich variabel, diese Typen..." Sie schüttelte halb prustend den Kopf. Holla, was gab es da nicht für Geschichten, die sie erlebt hatte. Und das alles in den Alph-Ruinen - teilweise mehr Action als in einem Film. "Zumindest gibt es da ein breites Spektrum an Charakteren. Ich würde auch sagen, dass sie ein Faible für Verfolgungsjagden haben, oder ich nur Pech. Naja, sie sind jedenfalls lustige Gesellen." Sie hätte noch stundenlang reden können, aber da kam auch Claudios Pokémon wieder hergeschwebt.
Ihr Grinsen verstärkte sich, als sie gelobt wurde, auch wenn sie es insgeheim nicht wirklich brauchte, um sich wie ein Genie zu fühlen. (Zugegeben, in manchen Bereichen war sie es mit Sicherheit auch.) "Sie scheinen sich ja wirklich prächtig zu verstehen", kommentierte sie die ganze Lage nachdem Claudio sie analysiert hatte, streckte ihre Arme in die Höhe und verschränkte sie dann hinter ihrem Kopf.
"Unter diesem Gesichtspunkt würde ich sie eher Poltergeister nennen, aber keine Einwände soweit." Wobei sie das letzte Stück mit einem Rutsch durchbringen musste, denn im Grunde war es auch irgendwie wieder etwas, was sie nicht gerne tat. Aber nun gut, wenn man es nicht so händeln konnte, dass sie sich gegenseitig die Köpfe einschlugen... langweilig, nach wie vor! Sie hörte dem Plan aufmerksam zu, welcher nun weitaus ausgefeilter war als zuvor. "Wenn man richtige Panik verursachen will, sollte man wohl noch jede Fluchtmöglichkeit abschneiden, also die Türen und Fenster verbarrikadieren", ergänzte sie dann noch, da Schrank dies noch nicht erwähnt hatte. "Wenn irgendjemand von uns Anwesenden Psychokinese so gut beherrscht, dass er oder sie Menschen auf ein Dach befördern kann, wäre das mit Sicherheit auch ziemlich witzig." Aber ob dies dann wirklich funktionieren konnte...? "Oder man nimmt halt die Treppe." Was bedeutend unspektakulärer und langweiliger war, wieso hatte sie das eigentlich gleich eingebracht? Achja. Sie konnte ihre Klappe nicht halten.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Nov 26, 2016 5:48 pm

Claudio nickte. Elvan hatte den Nagel auf den Kopf getroffen, sie sollten lieber unentdeckt bleiben. Eine schwere Aufgabe, falls da wirklich Geistpokemon wachten, aber darum kümmerte sich ja nun Esmeralda. Die eigenwillige Begrüßung durch Stöpsel hatte der Geist jedenfalls mit einem fröhlichen Salto aufgenommen. Derweil das Nebulak fort war kam auch wieder Elvan zu Wort und ihre Beschreibungen der Icognito passten zu Claudios bisherigen Beobachtungen. "Das glaube ich gerne. Da ist bestimmt immer Leben in der Bude.", erwiderte er, aber für mehr Gequatsche reichte es bei ihm dann doch nicht.
Dafür wurde er bei ihrem Plan umso gesprächiger. Elvan hatte auch so ihre Beiträge, aber der Glatzkopf wurde den Eindruck nicht los, dass die Forscherin dabei mehr auf ihre persönliche Unterhaltung aus war und nicht auf einen feuerfesten Angriffsplan. "Wenn wir sämtliche Eingänge verbarrikadieren werden wir es schwer haben ins Gebäude zu gelangen und die Sleima zu holen. Esmeralda könnte zwar wieder rein schweben und einige Pokebälle schnappen, allerdings ist ihre Tragfähigkeit auch begrenzt, sodass wir uns unbedingt selbst Zugang verschaffen müssen. Überhaupt wüsste sich auch nicht woher wir Zeit und Gegenstände nehmen sollen, um sämtliche Türen zu verrammeln.", äußerte er sich also kritisch über ihre Einwände und Vorschläge.
In einem Punkt hatte Stöpsel jedoch Recht gehabt. "Das Dach könnte wirklich von großem Wert sein. Ich werde mein Rasaff dort hoch klettern lassen, dann kann es im Notfall aus einem völlig neuen Winkel angreifen, falls etwas schief geht.", antwortete er auf ihre Idee mit der Psychokinese mit einer ganz neuen Idee. Derweil schienen es Nebulak und Shuppet gar nicht mehr aushalten zu können. Die kichernden Geister zischten los und Claudio konnte gar nicht so schnell gucken, da waren sie auch schon auf dem Schulgelände verschwunden und damit quasi nicht mehr zu erkennen. "Frechheit! Das Shuppet ist ganz schlechter Einfluss für Esmeralda!", nörgelte er über diese Flucht. Es bedeutete zugleich auch, dass die Zeit des Herumstehens vorbei war.
"Los gehts.", meinte er also und sofort ging es im Eilschritt an die Turnhalle heran. Immer wieder suchte sein Blick die Umgebung ab, während er direkt an das Gebäude heranhuschte. Aus dem Inneren drang ein monotoner Technobeat, die grässliche Musik machte das Anschleichen allerdings auch leichter. Jetzt erst erkannte Claudio eine weitere kleine Tür, wohl für den Hausmeister, direkt am Übergang zwischen Turnhalle und Schulgebäude. Durch ein Fenster riskierte er einen Blick in die Halle und staunte nicht schlecht.
Sechs Motorräder standen da, mit Transportboxen auf den Gepäckträgern hinten. Das Tor der Turnhalle war groß genug um sie hindurch zu lassen, was also gar nicht so dumm war. Die Wände waren mit Graffitis vollgesprüht und die Musik wurde lauter. Fünf Halbstarke lungerten vor einer Karte der Stadt herum, die an eine alte Tafel geklebt war. Einer von Ihnen deutete immer wieder zwischen rot eingekreisten Bereichen umher, es musste sich um den Anführer halten und sie erlebten gerade die finale Besprechung. Auf einem Klapptisch lag ein Stapel Papier, wohl die Erpresserschreiben. Ein einzelner Halbstarker lungerte an der Tür herum, schnippte unaufmerksam immer wieder eine Münze in die Luft. Sein Aussehen ließ Claudio die Nase rümpfen. Grün gefärbte Haare, Schlabberhose, schwarzes Tanktop mit Tohaido-Logo - ein Nichtsnutz sondergleichen. Der Rest gab kein besseres Bild ab und Claudio konnte es kaum erwarten die Bande aufzumischen. "Die Geister müssten gleich loslegen.", flüsterte er, dann erst sah er sich um, ob Elvan überhaupt gefolgt war.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Mi Nov 30, 2016 4:39 pm

#019 · mit Claudio
Die Truppe schweift aus!
Heyho, da schienen sich doch welche zu verstehen! Zumindest nahm Esmeralda Elvan die Begrüßung nicht übel, wenngleich die Forscherin mindestens fünfzehn Personen aufzählen konnte, die darüber mindestens empört gewesen wären... Ihre ach so erlauchte Umgebung konnte sie mal. "Definitiv, vor allem, wenn manche da nur noch Unsinn im Kopf haben", grinste sie, und erinnerte sich mit Wohlwollen an das ein oder andere Chaos, welches im Anwesen Mairieux im weit entfernten Johto entstanden war. "Es ist schon interessant, wie Pokémon das Leben bereichern können." Und wie sie es ebenso in demselben Maße zerstörten.
Schrank besaß gleich Einwände dagegen, alle Ein- und Ausgänge zu verbarrikadieren, die Elvan selbstverständlich recht langweilig fand. Der Eindruck Claudios, dass sie nur auf ihren eigenen Spaß bedacht war, war also keineswegs in irgendeiner Weise unberechtigt - dadurch, dass sie ihr Leben lang das tun konnte, was sie wollte, wollte sie auch ihren Spaß haben. Aber dass sie tatsächlich auch Pflichtbewusstsein besaß, würde man ihr wohl kaum abkaufen. "In der Schule steht sicherlich noch Zeug und Gerümpel, aber ja gut... die Zeit ist knapp bemessen, jep. Wäre aber eine witzige Idee gewesen", murmelte sie, als sie die Einwände gehört hatte, denn einen Gegenvorschlag da konnte sie auch nicht bringen. Wieso denn auch Spaß immer so sorgfältig vorbereitet werden musste! Aber vermutlich war es dann der Witz an der Sache, wenn sie sich nachher selbst die Köpfe einschlugen würden.
Das Dach wurde jedoch zumindest angenommen, war es auch sicher... leider würde aber wohl doch nur das Rasaff auf das Dach steigen. "Dann hoffe ich mal, dass es ein geübter Springer ist!", ließ sie sich aber nicht beirren, "Ich positioniere wohl auch noch meine Icognitos verteilt über die Eingänge und auch das Dach. Könnte noch nützlich werden." Und sie waren in ihrer Zahl ja auch fünf, da musste man es mehr oder weniger flächendeckend einsetzen können!
Die Flucht des Nebulaks mit dem Shuppet fand sie aber ziemlich amüsant, und so konnte sie sich von einem Prusten und herzhaften Lachen nicht mehr abhalten, auch wenn sie damit ganz sicher Minuspunkte ernten würde. "Oder aber sie wissen die Dringlichkeit der Situation einzuschätzen!"
Und dann ging es auch schon los. Sie näherten sich vorsichtig der Turnhalle, und auch Elvan hatte sich mittlerweile wieder zusammengerissen. Aufmerksam blickte sie sich um und achtete auf die Details, die ihr wichtig erschienen. Auch wenn es schrecklich langweilig war, nach wie vor... Schreckliche Musik machte die ganze Situation nicht besser, und sie würde allein aufgrund dieser am liebsten auf Zack einfach in dieses Gebäude stürmen. Sie hielt sich an Claudio, auch wenn sie sich auch ein wenig entfernt hielt, um mal zu schauen, was dort war - abgesehen von der Musik natürlich, und diesen grässlichen Graffitis.
Sie schienen während dieses Lärms ihre Besprechung zu halten, waren das eigentlich Taube, die sich für besonders genial hielten, oder einfach richtige Schwachmaten, die noch dümmer waren, als Elvan angenommen hatte?! Sie lugte durch dasselbe Fenster wie Claudio hinein, und spähte auch in den schmuddeligen Raum hinein. Für Ordnung hatten sie nicht besonders gesorgt, auch die Erpresserschreiben waren nicht besonders... originell. Soweit Elvan erkennen konnte, hatte man sie mit Zeitungen erstellt, löcherige Exemplare davon lagen zumindest unweit der Tafel, an der die Karte befestigt war.
Sie zog sich etwas zurück, um schließlich auch ihre Icognitos herumschwirren zu lassen - auch wenn ein paar gleich wieder abhauen wollten, sie hielt sie zurück. Auch Clemence, ihr Ditto, entließ sie aus seinem Ball. "Also gut, meine Jungens und Mädels oder Geschlechtslosen oder Inters oder Zwitters", sprach sie ihren bequem unbequem geschlechtslosen Haufen an, "Ihr positioniert euch an Eingängen und sorgt dafür, dass ihr dem Haufen mal Niveau verleiht." Sie zeigte dabei auf den Haufen da drinnen. Mehr Absprache bedarf es nicht, sie schwebten los. Ob sie Claudio dabei ausreichend exklusiviert hatte? Ein Blick auf den Türwächter bestätigte ihr dies jedoch. Immerhin war ihr Kumpane ein Krimineller mit Stil! (Oder so.)
"Okesdokes, wie sieht's aus?" Clemence hatte sich an ihre Seite gerobbt, er schien wohl noch nicht allzu wach zu sein, wenn sie es richtig bedachte. Seinen Teil sollte sie ihm wohl auch noch sagen, aber er besaß auch glücklicherweise schon einmal die Angewohnheit, sich in alles zu verwandeln, was er sah.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Mi Nov 30, 2016 7:45 pm

Stöpsel schaffte es doch immer wieder Claudio Rätsel aufzugeben. Erst brachte sie ihn mit ihrer Aussage wie Pokemon das Leben bereichern zum Lächeln, nur um im nächsten Moment mit ihrer seltsamen Fixierung auf einen möglichst witzigen Angriff für Stirnrunzeln zu sorgen. Immerhin akzeptierte sie, dass es besser war keine Eingänge zu versperren, sodass es rasch um die Positionierung der Pokemon ging. "Und ob Thiago springen kann. Ist ja schließlich ein Rasaff.", sah sich Claudio geradezu herausgefordert von Stöpsels Worten. Er würde bestimmt darauf achten, dass sein Kampfpokemon beim Angriff eine besonders gute Figur abgeben würde. Normalerweise besann er sich lieber, anstatt solchen Stolz die Oberhand gewinnen zu lassen, aber wenn seine Pokemon in Frage gestellt wurden fiel es ihm immer schwer sich zurückzuhalten.
"Guter Gedanke.", meinte er, als Elvan ihre Icognitos ausschwärmen lassen wollte. Und auch war sie über den Abgang von Nebulak sagte konnte Claudio akzeptieren. "Dann nichts wie hinterher.", fügte er also hinzu und die Operation begann. Nach der kurzen Observation begann Elvan ihre Icognitos loszuschicken und Claudio nutzte den Moment um sein Rasaff und sein Magnayen einzusetzen. "Thiago, ab aufs Dach mit dir. Melissa, du bleibst dicht bei mir. Wir werden die Typen da drin aufmischen. Keine Faxen, kein Pardon.", lauteten seine Anweisungen und ein selbstzufriedenes Grinsen bildete sich, als sein Rasaff geschickt und in Windeseil das Dach erklomm.
Damit waren beinahe alle Vorbereitungen getroffen. Bald würden die Geister zuschlagen und das Chaos eröffnen. Claudio sah Elvan direkt in die Augen, als sie fragte wie es aussehe. Er wollte, dass sie nun endlich mit vollem Ernst bei der Sache war und nicht mehr an ihren persönlichen Spaß dachte. "Jetzt geht es gleich los. Ich will, dass du durch den Nebeneingang schleichst und dich bereit machst. Sobald die Geister anfliegen, machst du den Wachmann fertig. Taser ihn, der darf gar nicht wissen wie ihm geschieht. Ich gehe mit Melissa durch das Haupttor und ab da heißt es schnell sein. Wir rennen zu den Motorrädern, schnappen uns die Boxen. Wer sich in den Weg stellt wird fertig gemacht.",  erklärte er mit großem Ernst die Herangehensweise, für die er sich nun letztendlich entschieden hatte.
Damit schlich Claudio auch schon davon. Er musste die Seite des Gebäudes wechseln, um rechtzeitig am Tor zu sein. Es würde keine einfache Übung werden es schnell genug zu öffnen, wenn die Action begann, aber der Glatzkopf war entschlossen nicht an so einem trivialen Hindernis zu scheitern. Sein Nebulak bewies dann auch perfektes Timing. Durch ein schmales Fenster konnte Claudio erkennen wie der Tisch mit den Erpresserschreiben umgeworfen wurde und das Papier in einer plötzlichen Wolke nach oben trieb. Sofort riss Claudio am Tor und es öffnete sich krachend. Einer der Punks drehte sich zu ihm um, wurde aber sofort von zwei Seilen, an denen zuvor wohl die Kinder in der Turnhalle hatten hochklettern müssen, gepackt und an den Schultern nach oben gerissen - als wären die Seile wie von Geisterhand lebendig geworden. Die Geistpokemon spielten ihre Rolle wirklich gut und sorgten dafür das jeder kleine Gegenstand, der nicht angenagelt war, durch den Raum flog. Das Chaos war groß, es gab viel Geschrei und in der allgemeinen Panik war es Claudio ein Leichtes auch den nächsten Halbstarken abzuservieren. Es steckte noch genug Kickboxer in ihm um es mit zwei kräftigen Schlägen an den Kopf zu erledigen, während sein Magnayen sich knurrend auf einen anderen Punk stürzte und ihn so von den Beinen riss. Schreiend krabbelte der Mann davon, während Claudio versuchte in all dem Chaos kurz nach Elvan zu sehen, derweil er sich zu den Motorrädern aufmachte.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Dez 03, 2016 3:16 pm

#020 · mit Claudio
Versinken im Chaos Allerlei
Dass Elvan Personen mit ihrem Gemüt aus dem Konzept brachte, wusste sie wohl kaum. Viel interessanter war für sie auch weniger die Mimik ihres Gegenübers - Soziologie und Psychologie waren interessante Fächer, aber nicht unbedingt ihre komplette Spezialisierung - sondern der weitere Plan, auch wenn er schrecklich langweilig anmutete. Irgendwie sollte sie sich aber wohl noch einbringen, und das vielleicht nicht nur, indem sie irgendwelche Kommentare machte, die sie sich aber schlichtweg nicht verkneifen konnte. "Na, dann bin ich auf die akrobatischen Leistungen gespannt - auch wenn ich von Olympia nicht viel halte." Sie grinste ihn herausfordernd an, da war sie wirklich gespannt.
Nützlich machte sie sich aber mit ihren Icognitos, die ja glücklicherweise zahlreich und nicht unbedingt schwach waren. Zumal sie einige wirklich ausgefuchste Exemplare besaß... Die Operation begann schließlich, man pirschte sich heran und ließ die Pokémon unauffällig aus den Bällen. Sechs addiert mit zwei Lichtstrahlen erhellten für einen kurzen, unauffälligen Moment das Dunkel der anbrechenden Nacht. Sie schickte ihre Icognitos alle los, sie würden sich schon selbst formieren können, und kehrte mit ihrem Ditto zurück.
Der ernste Blick, mit dem Elvan regelrecht fixiert wurde, ließ sie für einen Augenblick zusammenzucken, ehe sie ihr Pflichtbewusstsein aufrief und wieder ernster wurde. Wenngleich Spaß immer ein wichtiger Bestandteil von all ihren Handlungen sein würde, das konnte sie wirklich nur schlecht ablegen. "Wird gemacht, Cheffe", antwortete sie mit einem Nicken und dezent ironischen Unterton, doch wer der wirkliche Chef dieser Organisation war, wusste sie nicht. Zeder? Sie war gespannt, ob er wohl nur jemand war, der sich unter den Schleiern seiner Untergebenen hielt.
Als er losging, machte sie sich auch daran, zu dem besagten Nebeneingang zu schleichen, ihr Ditto dabei ein Schatten hinter ihr selbst. Sie lugte durch ein Fenster hinein, und da ging es auch schon los. Na, da musste die Forscherin beweisen, dass sie auch Arbeit leisten konnte, wenn man ihr nicht mit der Formel F multipliziert mit s war - auch wenn es gerade das war. Mit ein paar schnell erfolgten Sätzen war sie bei dem Wachmann, und setzte den Taser ein und schaltete den einen Wachposten innerhalb kurzer Zeit außer Gefecht. Wirklich interessante Waffe, bemerkte sie mal wieder, auch wenn ihr eines Exemplar wohl deutlich wirkungsloser gewesen war. Auch Clemence, das Ditto, war nicht untätig geblieben, es hatte das Magnayen kopiert und machte sich ebenso fleißig daran, die Gegner zu verwirren, welche auch zu ihren Pokébällen griffen und ihre Pokémon befreiten. Ein Bissbark, dessen Form Clemence nun annahm, und ein Iscalar, wenn sich Elvan nicht irrte. Und das tat sie bei Pokémon selten.
Sie überließ das Gewusel auch ihren Icognitos, welche unter großem Geschrei und Gekreische und mit Kraftreserve die Punks, die fliehen wollten, wieder in die Halle zurückdrängten, wobei sie immer wieder zusammenkamen, um kurzzeitig ein Wort zu bilden, welchem leider ein Buchstabe fehlte, und dann wieder auseinanderstoben. Elvan betrachtete das Spektakel nicht wirklich, hielt aber wohl durchaus mit Grinsen nach dem Rasaff Ausschau, und wuselte sich zu den Motorrädern hindurch. Mittlerweile flog ihr Ditto als Iscalar durch die Gegend, die Punks waren sichtlich verwirrt, welches Pokémon eigentlich nun zu ihnen gehörte und welche nicht.
"Kommando ab?", fragte sie dann knapp, als sie Claudio bei den Motorrädern erreicht hatte, ihr Blick war nun alles andere als amüsiert. Vermutlich schmeckte es ihr nach wie vor nicht, dass diese Leute es sich nicht einfach selbst versauen konnten.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Dez 03, 2016 4:48 pm

Alles Gerede war nun nichts mehr wert. Elvan und Claudio mussten Beide beweisen aus welchem Holz sie geschnitzt waren. Und entgegen ihrer vorherigen Verhaltensweise erwies sich Stöpsel als überaus zielstrebig und hochkonzentriert. Claudio musste feststellen, dass sie den Wachmann wie geplant außer Gefecht gesetzt hatte, sodass die weniger vorbereiteten Punks nun im Chaos des Überraschungsangriffs wenig entgegenzusetzen hatten. Pokemon wurden trotzdem herbei gerufen und es wurde nun allmählich viel zu voll in dieser Halle, jedenfalls für Claudios Geschmack. Der Mann, den er niedergeschlagen hatte erhob sich nicht, aber der mit den seilen hochgezogene Punk hatte sich befreit und auch der von Magnayen umgerissene Gegner war noch aktiv.
Höchste Zeit also für den Abgang. Damit war wohl auch Stöpsel einverstanden und als sie bei den Motorrädern angekommen war und ihre Frage stellte nickte Claudio sofort. "Abgang. Aber mit Stil. Sitz auf.", meinte er knapp, womit er auf die Motorräder deutete. Rasch lud er die Kisten um, während seine Pokemon ihm Deckung gaben. Auch Rasaff war nun herunter gesprungen, es attackierte ein herbeigerufenes Blanas, nachdem es zuvor einem Punk auf den Kopf gesprungen war.
Claudio hatte bemerkt, dass die Schlüssel in sämtlichen Maschinen steckten. Vermutlich sollte dies einen raschen Aufbruch im Notfall ermöglichen, was nun wiederum Elvan und ihm zugute kam. Ganz gleich ob Stöpsel bei ihm Beifahrerin spielen oder selbst ein anderes Motorrad fahren wollte, schwang sich Claudio also auf das Motorrad mit nun sämtlichen Pokebällen. Das Tor hatte er bereits vorhin geöffnet gehabt, also war der Fluchtweg frei. "Abmarsch!", rief er, damit seine Pokemon es mitbekamen. Dann trat er gegen die übrig gebliebenen Maschinen, damit sie für eine Verfolgungsjagd nicht direkt genutzt werden konnten. Sein Motorrad donnerte auf und er startete durch. Magnayen und Rasaff folgten durch das Tor, Nebulak über das Dach. Das Glatzkopf nahm eine scharfe Kurve und nutzte einen kurzen Halt, um seine Pokemon zurückzurufen. Danach düste er wieder los und der Angriff schien so schnell wieder vorbei zu sein, wie er begonnen hatte.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Di Dez 06, 2016 6:01 pm

#021 · mit Claudio
Wie gekommen so gegangen
Der wahre Charakter offenbarte sich nicht in Worten und Geschwätz, sondern in Taten. Dies war vielleicht einer der Grundsprüche und Grundsätze, die man verfolgen konnte, wenn man wollte. Elvan jedenfalls legte nun mehr Pflichtbewusstsein an den Tag als man von ihr hätte erwarten können. Menschen besaßen wohl mehr als nur eine Seite, doch welche zeigten sie der Sonne entgegen?
Es herrschte jedenfalls ein bizarres Chaos in dieser Halle, eines, welches zu großer Unübersichtlichkeit führen würde, früher oder später. Und auch jetzt drohte Elvan manchmal, der Faden zu entgleiten, vor allem bei Clemence, wenngleich sie instinktiv wohl auch spürte, welches der Wesen dieses Pokémon war. Es war immerhin ihr erster und längster Kamerad von allen. Sie eilte nun jedoch eher zu den Motorrädern mit den Kisten, die Icognitos waren auch in den Raum marschiert. Sie sah mit einem Grinsen, wie das Rasaff zielgerichtet auf ein Blanas sprang, welches hervorgerufen wurde, doch dann ging es an das Eingemachte. Stil entsprach doch ihrem Geschmack, und weil in jedem Motorrad ein Schlüssel steckte, schnappte sie sich ein eigenes - sie bevorzugte zwar das Auto, doch auch für Motorräder konnte man sie begeistern.
"Houhdahey!", rief sie laut, kurz bevor sie ihren Motor startete, ein klares Zeichen für ihre Pokémon, dass sie nun verduften sollten. Clemence nahm die Gestalt eines Icognitos an und verschwand mit ihnen über das Dach, während die Trainerin des Buchstabenhaufens Claudio hinterherdüste, wenngleich sie aufpassen musste, dass sie bei seiner Kurve nicht in ihn hineinfuhr. Die Maschine hatte sie anfänglich zwar nicht allzu unter Kontrolle, aber das besserte sich, und langsam fand sie Gefallen daran. Das Motorengebrumm war doch das schönste Geschenk auf Erden, hehe.
Als sie sichergestellt hatte, dass all ihre Pokémon nun hinter ihr herflogen, rief sie alle in vereinter Manier wieder in die Bälle zurück, wenngleich sie für einen Augenblick sogar riskierte, umzukippen. Sie brachte die Maschine aber wieder unter Kontrolle, und schnappte endlich auch ihre Fliegerbrille nach unten. Wofür hatte man das Teil denn, wenn nicht um die Augen angemessen zu schützen? Auch wenn es ihre Sicht ein wenig verdunkelte, die Straßenlaternen am Rand spendeten noch weiter ihr Licht, der Himmel zierte sich nun auch in dunklen Tönen. Ein gelungener Abschluss für die Mission, fand sie, und ließ den Motor aufheulen. Klang zwar nicht so schön wie gewisse andere Modelle, aber es klang doch recht gut. Eines hatten diese Gangster ja doch gekonnt!
Wohin auch immer Claudio sie dann eigentlich hin dirigierte, und ob sie das Motorrad wohl behalten durfte? Naja. Vermutlich nicht, es war immerhin bestimmt leicht wiederzuerkennen. In dem Sinne sollten sie wohl auch nicht allzu viel damit herumfahren. Noch viel interessanter waren dann aber wohl die Sleima - sie hatten nun auch hoffentlich alle, sonst wäre es eine Aktion für die Hose gewesen.
"Sach mal, aus welcher Region kommt diese Gangsterbande eigentlich?", fragte sie Claudio schließlich entweder in voller Fahrt, nachdem sie zu ihm aufgeholt hatte, oder nachdem sie gestoppt hatten. "Es gibt nämlich einige interessante Phänomen ein paar Inseln und Regionen weiter von hier - wobei dann auch das Auswildern wieder schwierig wird." Sie hatte sich jedoch auch nicht so intensiv damit befasst, als dass sie nun etwas wirklich dazu sagen könnte.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Di Dez 06, 2016 8:38 pm

Und ab ging die wilde Fahrt. Da Elvan sich ein eigenes Motorrad unter den Nagel gerissen hatte konnte Claudio etwas mehr auf die Tube drücken. Dafür musste er aber auch aufpassen, in keine Karambolage verwickelt zu werden und ihr zudem die Möglichkeit bieten zu folgen. Sein Motor dröhnte und es war ein herrlich belebendes Gefühl in die dunklen Straßen zu düsen und die Erleichterung über den bislang großartig verlaufenen Auftrag zu genießen. Claudio musste sich konzentrieren, um jetzt nicht die Beherrschung zu verlieren. Denn noch waren sie nicht in Sicherheit. Es konnte etwaige Verfolger geben, weswegen noch immer Eile und Wachsamkeit gefragt war. Zwar hatte er die Motorräder umgestoßen, aber wenn die Bande sich vom Schock erholt hatte würden sie die Maschinen sicher wieder aufrichten und die Verfolgung aufnehmen können.
Demzufolge wählte Claudio ein wildes Zickzack durch einen der ärmlicheren Blocks. Je mehr Abzweigungen, desto schwieriger wurde es ja ihnen zu folgen. Da dies aber auch für Elvan galt musste er regelmäßig checken, ob sie noch hintendran war. Da dies der Fall war steuerte er eine Sackgasse an, wo er einen Zugang zur Kanalisation kannte. "Aus Alola. Mit ziemlicher Sicherheit.", antwortete er bei diesem Stopp auf Elvans Frage, während er bereits dazu überging die Sleima vom Motorrad abzuladen und die Kisten neben den schweren Kanaldeckel zu platzieren.
Er war eindeutig in Eile, also störte er sich nicht an Elvans weiteren Ausführungen. "Mhm. Darüber müssen wir leider später palavern.", würgte er sie ab, denn noch waren sie ja nicht aus dem Schneider. Keine Zeit für Smalltalk. Zwar hatte er keinen Verfolger ausmachen können, aber solange sie die Sleima nicht los und in einer sicheren Gegend waren, wollte er Nichts dem Zufall überlassen. "Komm, Stöpsel. Hilf mir.", winkte er sie dann heran, denn dieser Kanaldeckel war ein verflucht schweres Teil. Ihn zu Zweit anzugehen beschleunigte die Angelegenheit natürlich ungemein.
"Du kletterst runter und nimmst die ersten Kisten an.", meinte er dann, während er sich hastig umsah. Der Gestank der Kanalisation drang schon jetzt wie eine handfeste Wolke aus Hitze und Verfaultem in sein Gesicht, unten würde es noch schlimmer werden. Es war aber nicht der Grund, warum er Elvan herunter schickte. Er wollte einfach sehen wie gut sie gehorchte, wenn es an unangenehme Aufgaben ging. "Bist übrigens keine üble Fahrerin, Stöpsel.", bemerkte er noch, als sein Blick kurz auf die Motorräder fiel. Sie würden die Maschinen zurücklassen. Sie zu behalten würde nicht zum von ihm gesponnenen Bild der unkonventionellen Wohltäter passen, zumal es zu riskant war nach dem Besuch in der Kanalisation wieder hier aufzutauchen, um die Motorräder zu sichern.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Dez 10, 2016 4:53 pm

#022 · mit Claudio
Das Geruchsvermögen eines Tieres
Elvan war in einem ihrer Elemente, wenn sie gerade auf diesem Motorrad durch die Straßen düste, wenngleich die Nacht ihr mit zunehmender Dunkelheit die Sicht nahm und sie aufpassen musste, nicht gegen irgendetwas oder irgendjemanden zu fahren. Dass sie dabei immer noch nicht in Sicherheit waren, ließ die Forscherin mal außer Acht, da sie ja ohnehin nichts wirklich mehr tat als Claudio zu folgen - über mögliche Konsequenzen und so machte sie sich dann Gedanken, wenn sich das Fahrgefühl auf einem normalen Pensum umgependelt hatte.
Und dies war nach ihren zwei Aktionen mit den Pokébällen mit Sicherheit der Fall, nach einen kurzem Adrenalinkick war sie auch schon wieder etwas ruhiger. Wenn sie denn jemals wirklich ruhig war. Das Zickzack, welches Schrank vorgab, entsprach da ihrem Energielevel, und sie erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration, um die Maschine in die richtigen Richtungen zu lenken. Wann sie das letzte Mal ein Motorrad gefahren hatte? Es schien Ewigkeiten her zu sein, aber das Gefühl war nach wie vor vertraut. Letzten Endes kamen sie bei einer Kanalisation an, Elvan stoppte scharf und stellte ihre Frage, während sie auch ebenfalls Kisten neben den Kanaldeckel abstellte. Die Antwort ließ ein Grinsen auf ihrem Gesicht erkennen. "Das ist ja wunderbar!", rief sie verzückt aus und klatschte in die Hände, das hieß wohl auch, dass diese Sleimoks nicht unbedingt die normalen waren...!
Wirkliches Interesse daran schien der Schrank jedoch nicht zu haben, denn er schnitt jedes darauf folgende Gespräch damit ab, dass sie darüber wohl später reden mussten. Nun gut, sie waren ja wohl auch noch nicht komplett in Sicherheit - ihr Zickzack war menschenmöglich gewesen, also war die Verfolgung auch im Rahmen dessen, was ein Mensch tun konnte. "Na gut", seufzte sie, ließ aber von diesen Gedanken nicht mehr ab. Dann half sie so gut es ihren mickrigen Kräften gelang, den Kanaldeckel zu erheben, wobei sie auch tief Luft holen musste. Sie vertrug zwar Einiges, aber das hieß nicht, dass ihr Körper nicht auch auf starke Gerüche reagieren durfte.
Die Aufgabe nahm sie mit skeptischen Blick entgegen, nicht, weil ihr die Aufgabe zu eklig war oder Ähnliches. Das wäre der letzte Grund bei all dem, was sie schon in den Händen hatte. Es war einfach so, weil sie keine Aufgabe direkt annahm, dann jedoch war sie auch schon in der Kanalisation verschwunden, oder zumindest teilweise. Sie streckte ihre Arme nach oben, darauf wartend, in der nassen und feuchten Umgebung die Kisten in Empfang zu nehmen. "Hehe, danke, danke!", erwiderte sie dann auf das Kompliment, und ignorierte dabei wohlwollend das Stöpsel. "Motorbegeisterte Väter sind halt dann doch zu etwas zu gebrauchen."
"Und was nun?", fragte sie dann von unten, als die letzte Kiste - sie hatte sie gezählt! - auch unten war. Die Motorräder würden sie ja wohl kaum mitnehmen, wäre ja irgendwie auch so schon gegen das Gesetz... Naja, wenn sie ihr Hab und Gut wiederhaben wollten, sollten sie wohl ihre Augen offenhalten und vielleicht auch ihre Riecher. Oder waren sie letzten Endes doch so zimperlich, dass sie den Geruch nicht ertrugen? Elvan hatte jedenfalls das Gefühl, dass sie mittlerweile schon kaum mehr etwas von der Kanalisation roch - ein Hoch auf die biologische Beschränktheit!
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Sa Dez 10, 2016 6:49 pm

Warum Stöpsel so begeistert war, als er die Herkunft der Punks erwähnte konnte sich Claudio beim besten Willen nicht ausrechnen. Er wusste zwar von den seltenen Alola-Formen, allerdings stammten diese Sleima allesamt aus der Kanalisation von Stratos City, was er ihr auch eingangs erklärt hatte. Aber er ließ ihr die Freude. Im Moment brachte es nichts, ihr diesen Spaß zu nehmen. Stattdessen galt es sich auf die vorliegende Aufgabe zu konzentrieren, die unangenehm genug war. Der Gestank war einfach nur ekelerregend, umso besser war es, dass er Jemanden hatte, den er vorschicken konnte.
Kiste um Kiste wurde dann gemeinsam verladen und am Ende stieg auch Claudio herab, wobei er den Kanaldeckel mühevoll wieder über sich her wuchtete, sodass ihr Eingang verschlossen war. "Wir gehen ein Stück weit rein und lassen die Sleima frei. Dann suchen wir den nächstgelegenen, anderen Ausgang. Danach sollten wir vorerst getrennter Wege gehen und Duschen.", lautete der grobe Plan, wofür sich Claudio einen Großteil der Kisten schnappte. Auch Elvan musste etwas tragen, allerdings deutlich weniger. Der Geruch trieb Claudio zur Eile. Immerhin gab es einen schmalen Seitenstreifen, der wohl von Kanalarbeitern genutzt werden sollte. Sie mussten also in keinerlei Schweinerei treten, dafür aber trotzdem aufpassen nicht auszurutschen.
Von verschiedenen Stellen fiel immer wieder Licht herab, sodass die Beleuchtung kein Problem war. Es waren zumeist kleine Gitter, die von Straßenlaternen gerade genug Licht bekamen, dass man unten sehen konnte. Sonderlich Zeit wollte er hier deswegen aber nicht vertrödeln.
Als sie auf eine Art Kreuzung kamen, hatte der Glatzkopf genug. "So, jetzt ist Schluss. Wir lassen die Sleima frei und dann nichts wie weg.", sprach er leise, damit er möglichst wenig atmen musste. Er stellte seine Kisten ab, befreite aber zunächst sein Nebulak. Er wollte nicht ungeschützt daran gehen die Sleima freizulassen, da er nicht wusste wie sie reagieren würden. Sein Giftpokemon würde diesen Gestank am Besten ertragen, zudem hielt er Thiagos Temperament für ungeeignet in dieser Situation Beistand zu leisten. Melissa durfte passen, weil er sonst ihr Fell mühevoll würde waschen müssen, sonst würde die ganze Wohnung nach Kanalisation stinken. Mit der geisterhaften Bewacherin an seiner Seite begann Claudio also ein Sleima nach dem Anderen zu entlassen. "Am Besten wir lassen sie direkt ins Abwasser springen.", meinte er zu Elvan, als ihm auffiel, dass die Giftpokemon ohnehin sofort dorthin strömten. So waren die Sleimas weit von den Menschen weg und direkt in einer für sie angenehmen Umgebung. Eine wahre Drecksarbeit, dieses Prozedere mit beinahe 40 Exemplaren zu wiederholen.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Do Dez 15, 2016 5:45 pm

#023 · mit Claudio
Realitätsflucht
Elvan war momentan wohl ein exzellentes Beispiel dafür, wie man Dinge, die man nicht mehr wissen wollte, einfach verdrängen kann, oder wie man doch trotz allen normalen Üblichkeiten auch mal gegen die Bresche schlug. Es war wohl ein Gutes, dass Claudio bisher nichts dagegen vorgebracht hatte, war es dann doch auch viel erträglicher, den nach wie vor bestialischen Gestank hier in der Kanalisation auszuhalten.
Nach und nach fand jede Kiste den Weg nach unten, sorgsam stapelte sie eine nach der anderen darauf. Sie achtete darauf, möglichst auf nichts Schleimiges zu treten, was vielleicht noch am Leben war, und erst recht nicht auf so etwas auszurutschen. Bei aller fehlender Scheu, sie konnte doch darauf verzichten, dass ihre Kleidung mehrere Wochen lang noch stank. Sie beobachtete, wie Claudio den Deckel über den Eingang zog, und somit wohl nur die Motorräder noch von ihnen zeugten. "Jep, machen wir das." Sie rieb sich vor Vorfreude die Hände, als sie sich ihren Teil der Kisten nahm. Weniger für die kleine Person, woran sie nicht herummäkelte. "Hmm... ich frage mich ja, wieso es eigentlich nur in einer Region solche Regionalformen gibt - sind die Wetterverhältnisse sonst so ähnlich?" Sie überlegte, und verglich in Gedanken Johto und Einall, die Regionen, in denen sie auch sesshaft gewohnt hatte, miteinander.
Dabei störte sie sich augenscheinlich nur wenig am Geruch, versuchte sie auch, ihn weitgehend auszublenden. Es gab ja auch andere Dinge, auf die sie sich konzentrieren musste, und zum Glück gehörte der Weg dann nicht wirklich dazu. Ein schmaler Streifen war frei, auf dem sie hier und da von dem Licht der Straßenlaternen beleuchtet ihren Weg gingen.
Irgendwann schien es Claudio aber genug zu sein, doch auch Elvan merkte, wie ihre Laune immer angespannter wurde. Man konnte sagen, was man wollte, der Geruch stank zum Himmel. Claudio rief sich Verstärkung auf das Feld, die Forscherin konnte es sich aber auch nicht verkneifen, ihr Ditto hinauszurufen. "Dann mal los", meinte sie gut gelaunt, was jedoch ebenso schnell wieder umschlug. Man konnte regelrecht ihre Enttäuschung greifen, die sich breit machte, als es sich doch nur um stinknormale Einall-Sleimas handelte. Brummelnd ging sie aber ihrer Arbeit nach. "Immerhin ergibt es dann kein Ungleichgewicht", seufzte sie, als sie ihren Clemence dabei beobachtete, wie er schier mit den anderen Sleimas zu verschmelzen schien oder so. Er fiel weder in seinem Verhalten noch durch irgendetwas Anderes wirklich auf. Und gerade das war also das Interessante. "Aber darauf haben sie wohl kaum geachtet... wieso haben sie nicht welche aus ihrer Region mitgenommen?" Natürlich nahm sie dabei Bezug auf die Bande.
Aufgrund des Gestandes wagte sie es kaum, sich hinzuhocken, sondern blieb stehen, griff nach einem Pokémonball und entließ ein Sleima nach dem anderen in die Freiheit. Was taten sie da? Sie schienen... sich zu beschnuppern? Sie war sich nicht wirklich sicher, konnte sie in der schemenhaften Dunkelheit nicht wirklich etwas erkennen. Die Umgebung schien ihnen jedoch unbekannt zu sein, zumindest erkundeten einige erst den Kanal, und schauten sich um, oder was auch immer sie taten. Das hieß also, sie kamen nicht von hier? "Du weißt nicht zufällig, woher die Sleima genau kommen?"
Aus dem linken Kanal kam auch noch ein Geräusch, welches den Lauten der freigelassenen Sleimas ähnelte. Sie hielt in ihrer Arbeit inne, möglichst wenig atmend, und blickte sich um. Da. Sie hätte es nicht für möglich gehalten, aber tatsächlich - da waren noch mehr Sleimas gekommen. Mit Neugierde betrachtete die Forscherin die Neuankömmlinge. "Es scheint, als würden sie hier noch weitere Gesellen kriegen."
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam Do Dez 15, 2016 7:43 pm

Kurz musste Claudio nachdenken, dann schüttelte er den Kopf. "Das ist eine gute Frage. Aber ich persönlich glaube nicht, dass es am Wetter liegt. Vergleich allein Nevaio City mit dem Wüstenresort, dann siehst du ja wie unterschiedlich das Wetter in nur einer Region sein kann.", äußerte er seine Überlegungen zu der aufgekommenen Frage. Da sie hier in der Kanalisation quasi wieder unter sich waren und keine direkte Verfolgungsjagd mehr vorlag war er auch wieder offener für dieses Gespräch, zumal es ein wenig vom Gestank ablenkte. "Du hast schon Recht, Stöpsel. Es ist ein interessantes Thema. Aber... puh... ich bin da wahrscheinlich der falsche Ansprechpartner. Wer weiß, vielleicht kannst du später mit Professor Zeder darüber diskutieren. Ich hörte er war schon einige Mal in Alola.", vermischten sich bei den nächsten Aussagen Wahrheit und dreiste Lüge. Aber Claudio wollte unbedingt wieder den ausgedachten Professor ins Spiel bringen, um zu prüfen, wie stark Elvans Interesse noch war.
Mangelnden Eifer bei diesem Auftrag konnte man ihr jedenfalls nicht vorwerfen, auch wenn die Ernüchterung über die gewöhnliche Form der Sleimas deutlich raus klang. Wieder warf Elvan eine Frage auf, die Claudio nicht so recht beantworten konnte. "Ich weiß es nicht.", musste er gestehen, denn es konnte tausend Gründe haben. Ehrlich gesagt interessierte es den Glatzkopf auch nicht. Für ihn zählte im Moment nur die Sleimas abzusetzen und sich dem Gestank zu entziehen. Allerdings machte ihn Stöpsel auf ein kleines Problem aufmerksam. Anfangs wusste er nicht recht was er von der Sache halten sollte, aber wo er die Sleima nun aufmerksamer betrachtete musste er ihr Recht geben.
"Nein, genauer weiß ich es nicht.", musste er abermals Unwissen anmelden. So wie es aussah gab es aber zumindest eine Spur. "Mhm...", murmelte er als Reaktion auf ihre Feststellung nur unruhig, denn er konnte sich angenehmeres vorstellen als von mehr und mehr Sleimas umringt zu werden. Die Giftpokemon jedenfalls schienen mit dieser Umgebung wirklich nicht vertraut zu sein. Sie rotteten sich zusammen, wodurch ein in der Dunkelheit kaum zu durchblickender Pulk entstand, als wäre da eine einzige, undefinierbare Masse aus Sleima. "Puh... das ist jetzt aber wirklich unschön. So können wir sie jedenfalls nicht zurück lassen.", stellte Claudio ungehalten und mit einem Seufzer fest. Allein schon weil es den Burschen aus Alola allzu leicht fallen würde die frisch ausgesetzten Pokemon wieder zu befreien. Die Lösung schien ebenso simpel wie unangenehm.
"Wir... sollten sie tiefer in die Kanalisation führen, Stöpsel.", schlug Claudio mit Blick auf die Forscherin vor. Begeistert war er selbst nicht davon. Aber wenn sie schon eine Arbeit erledigten, dann wenigstens richtig. Sie würden ja ohnehin stinken, da spielte es keine Rolle nach welcher Schattierung von Abwasser. "Bloß... wie zur Hölle kann man so eine Meute Sleima dirigieren?", brachte er das Problem an der Sache zur Frage. Claudio stand auf dem Schlauch. Ob es an der stickigen Luft lag, die jeden Gedanken endlos zäh in die Länge zog oder ob es wirklich keine sinnvolle Lösung gab vermochte er nicht zu sagen. Jetzt war es wohl wirklich an Elvan ihren Einfallsreichtum unter Beweis zu stellen. Eine Richtung hatten sie ja wenigstens schon, jetzt galt es nur noch die Sleima zu bewegen, ohne sie in ihre Bälle zurück zu verfrachten, schließlich war dieses Band gebrochen worden.
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Re: Alte Lagerhalle am Hafen

Beitrag von Gastam So Dez 18, 2016 1:35 pm

#024 · mit Claudio
Mit vollem Schleim voraus
Den Einwänden Claudios konnte Elvan nur zu gut zustimmen. "Ich bin zwar leider eher selten dort, aber ja, die Wetterverhältnisse sind wechselhaft. Oder ist das gerade das, was zu solchen Regionalformen führt? Immerhin ist Alola ja eher von tropischen Winden geprägt - doch Hoenn wohl ebenso...", fügte sie ihre eigenen Gedanken dem Gespräch dazu, welches dann auch endlich mal wieder in Fahrt kam! Sie mochte es nie sonderlich, wenn ein Gespräch mit ihr aus welchen Gründen auch immer einfach abgewürgt wurde. Professor Zeder kam wieder ins Spiel, und sie nickte nachdenklich. "Jep, ich denke, das werde ich wohl mal - müsste eigentlich auch mal raus aus den altbekannten Regionen, ab in die unbekannte Sonne!" Sie grinste, als sie dies sagte, wusste sie doch, dass es auch in Einall erst einmal genug für sie zu tun gab. "Hier sollte ich es aber zumindest schaffen, DNA-Analysen der Alola-Formen aufzutreiben." Und damit würde sie dann wohl erstmal eine Weile beschäftigt sein, mal ganz abgesehen davon, dass ihre anderen Forschungen nicht liegen bleiben durften.
Schrank wusste es nicht, und Elvan wusste es auch nicht. "Man kann wohl also nur bei der Spekulation bleiben", seufzte die Forscherin dramatisch und grinsend. Das war wieder etwas, wo ihre Fantasie tausend Gründe finden konnte, wie absurd sie auch waren. Als sie sich dann jedoch auf die Wirklichkeit fokussierte und die Sleimas beobachtete, fiel ihr etwas ganz Anderes auf.
"Zu schade! Ich kann leider weder Sleimas anhand ihres Geruches platzieren, noch Personen aufgrund ihres Dialektes." Freunde in der Phonetik zu haben war aber doch immer wieder eine Freude! Die Sleimas schienen ähnlich zu denken, zumindest näherten sich wieder einige heran. Aufmerksam beobachtete Elvan die Szene, die sich ihr bot, sie rotteten sich immer mehr zusammen und bildeten irgendetwas Undefinierbares und unfassbar Ekliges. Dennoch war sie durchaus fasziniert. "Jep, definitiv. Ich kann mir vorstellen, dass so Verstopfungen in der Kanalisation passieren", gab sie immer noch gut gelaunt zur Kenntnis, bäumten sich hier und da kleinere Stellen auf, als würden gerade mehrere Sleima übereinander hinwegfließen. Hatte das auch eine Bedeutung? Vielleicht war das ihre Art, sich zu begrüßen. "Vielleicht nehmen sie gerade den Geruch der Unbekannten auf", mutmaßte Elvan dann nach einigen weiteren Sekunden, "und erkennen, dass sie nicht hierher gehören."
Die Lösung für dieses Problem erschien wirklich einfach, man würde sie einfach zurückführen müssen! Es war zwar unangenehm, noch länger hier festzusitzen, aber was tat man denn nicht alles für glückliche Pokémon, selbst wenn es sich dabei um recht widerwärtige handelte? "Ich würde vorschlagen, dass Clemence sich ihnen annimmt. Er scheint sich jedenfalls schon pudelwohl zu fühlen", kommentierte sie noch mit einem trocken-ironischen Unterton, als sie in die Richtung der Masse zeigte. Dort hielt sich wohl, unerkannt und eigentlich kaum zu unterscheiden, ihr Ditto auf. Es war eine klare Übertreibung, denn tatsächlich wirkte Clemence eher hochkonzentriert als in irgendeiner Weise amüsiert. Ganz so leicht fiel es dem Formwandler doch nicht, nicht aus der Masse herauzustechen.
"Hecle!", rief sie zu ihrem Pokémon, damit es sich wieder ein wenig in ihre Richtung robbte. Den anderen Sleimas fiel es gar nicht auf, was wiederum interessant für sie war. Ignorierten sie sie als Fremdkörper einfach, oder hörten sie sie schlichtweg nicht? "Wir müssen tiefer rein, also hopp, tu mal so, als wärst du der Boss!" Sie grinste ihr "Sleima" an, welches erst ungläubig verharrte, dann aber den Ernst der Stimme bemerkte. Und sich dann davontrottete, um die Nachricht, dass er einen Plan habe, kriechend und schleimend zu verbreiten. "Am besten gehen wir voraus, damit Clemence uns folgen kann", merkte sie dann noch zu Claudio an.
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