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✗ 30.11.2017 | Adventskalender 2017
Auch dieses Jahr dürft ihr euch wieder auf unseren Adventskalender freuen! Auch Bewerber haben etwas davon und dürfen die enthaltenen Geschenke für ihre unfertigen Steckbriefe verwenden.

✗ 13.08.2017 | Änderung der Wettbewerbe
Die Wettbewerbe des Forums haben bisher nicht wirklich geglänzt, weshalb ihr nun ins Spiel kommt! Habt ihr Ideen, Anregungen oder Wünsche für den Ablauf von Wettbewerben? Teilt sie uns mit uns sagt uns eure Meinung! Mehr dazu hier!

✗ 02.07.2017 | BoW feiert Zweijähriges!
Beyond Our Wishes gibt es nun schon seit zwei Jahren! Zur Feier des Tages haben wir uns ein paar schöne Dinge für euch ausgedacht, die ihr hier nachlesen könnt!

✗ 20.04.2017 | Ein alter Gegner tritt ab
Heute verabschieden wir uns leider von Shawn, der das Team aus zeitlichen Gründen verlässt, uns aber als User weiterhin beehrt! Wir bedanken uns herzlich für seine Unterstützung und die Arbeit, die er geleistet hat.

✗ 13.04.2017 | Eier hier, Eier dort!
Beyond Our Wishes wünscht euch allen frohe Ostern! Aus gegebenem Anlass haben sich 70 Eier im Forum versteckt. Ob ihr sie findet?

✗ 16.12.2016 | BoWinnliche Weihnachten!
Es weihnachtet in BoW! Bis zum 23.12.2016 habt ihr die Möglichkeit, eure Punkte zu verschenken. Die Bescherung gibt es am 24. Weitere Informationen findet ihr hier.

✗ 24.11.2016 | Adventskalender
Wie auch im letzten Jahr gibt es auch dieses Mal einen Adventskalender, bei dem ihr schöne Preise gewinnen könnt. Alles was ihr dafür tun müsst, ist euch anzumelden!

✗ 27.10.2016 | Teamwiederaufnahme
Wie in diesem Thread darauf hingewiesen wurde, wird Nahash ab heute ihre Teamarbeit als Gründungsadministratorin wieder aufnehmen.

✗ 02.07.2016 | Happy Birthday, BoW!
Das Beyond our Wishes feiert heute seinen ersten Geburtstag.

✗ 22.06.2016 | Geburtstags-Countdown
Es ist so weit! Nicht mehr lange und Beyond Our Wishes feiert seinen ersten Geburtstag! Um die Wartezeit bis zum großen Tag etwas spannender zu gestalten, gibt es einen Geburtstags-Coundown, an dem ihr teilnehmen könnt!

✗ 29.03.2016 | Teamänderungen
Avery hat das Team verlassen, wird aber als Nanaki weiterhin im Forum aufzufinden sein. Shawn wurde daher nun zum Admin ernannt und BoW hat mit Trafalgar, Qiuyi und Saari auch noch drei neue Moderatoren erhalten! Näheres hierzu findet ihr hier.

✗ 28.03.2016 | Oster Event
Überraschung gefällig? Zieht bis zu 3 Ostereier in diesem Thread und lasst euch überraschen, was daraus schlüpfen wird!

✗ 03.03.2016 | Yoshi nur noch im Hintergrund
Wie ihr in diesem Thread entnehmen könnt, hat Yoshi praktisch alle Aufgaben abgelegt und ist nur noch für die Technik und den Style zuständig.

✗ 01.01.2016 | Glücksziehen zum Neujahr
Versuch dein Glück doch mal bei unserem Glücksziehen, eventuell ziehst du ja das ganz grosse Los...?

✗ 30.11.2015 | Adventskalender
Passend zur Adventszeit könnt ihr jeden Tag ein Türchen in unserem Adventskalender öffnen. Was sich wohl dahinter verbirgt?

✗ 23.09.2015 | Das Oktoberevent
Sie ist wieder da. Die schaurig schöne Halloweenzeit! Daher haben wir für unser Oktoberevent gleich eine ganze Zombieapokalypse für euch parat. Fressen oder noch am fliehen?

✗ 14.09.2015 | Ein neuer Gegner erscheint!
Wie ihr aus diesem Thread entnehmen könnt, wird das Team von nun an von Shawn unterstützt.

✗ 25.08.2015 | Megaentwicklungen 2.0
Die Megaentwicklungs-Umfrage geht in die zweite Runde! Dieses Mal könnt ihr bis zum 30.08.2015 voten, wie die Megaentwicklungen in Zukunft gehändelt werden sollen. Hier könnt ihr abstimmen.

✗ 12.08.2015 | Megaentwicklungen
Entscheidet bis zum 20.08.2015 mit, wie Megaentwicklungen zukünftig gehandhabt werden sollen. Hier geht's zur Umfrage!

✗ 12.08.2015 | Wettbewerbshallen-Abstimmung
Bis zum 20.08.2015 könnt ihr nun für die Hallen abstimmen, die ihr im RPG sehen wollt! Die Abstimmung findet ihr hier.

✗ 16.07.2015 | Wettbewerbshallen
Bis zum 11.08.2015 (verlängert) könnt ihr mitwirken und uns eure Beschreibungen für Wettbewerbshallen schicken. Weiteres findet ihr hier.

✗ 16.07.2015 | Quests
Es gibt nun eine Übersicht, in der alle aktuellen Quests gelistet sind. Zudem wurde das Thema "Informationen zu Quests" erweitert.

✗ 11.07.2015 | Reservationsliste
Beim Erstellen eines Steckbriefes wird nun oberhalb des Editors eine Textbox mit Links zu den Reservationen angezeigt.

✗ 02.07.2015 | Eröffnung
Das Forum hat nun offiziell eröffnet! Ihr könnt euch anmelden und eure Steckbriefe beginnen. Sobald eure Steckbriefe angenommen sind, könnt ihr auch schon loslegen!

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Re: Wiese vor dem Musiktheater

Beitrag von Solomonam Do März 30, 2017 1:37 pm

cf: Vergnügungspark

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht verfolgte Solomon das heitere Treiben seiner Pokemon. Einzig das Evoli war bei ihm geblieben und kuschelte sich etwas an sein Bein, der Rest war eifrig damit beschäftigt Attacken zu proben. Duflor stand in der Mitte der Pokemon und drehte sich im Kreis. Jedes Mal wenn es Kong, Kleopatra oder Becky ansah sollten die Pokemon es mit einer beliebigen Attacke angreifen. Musashis Aufgabe lag dann darin Joyce mit Schutzschild zu beschützen und das natürlich rechtzeitig und mit dem Handicap ebenfalls außen im Kreis um Joyce herum zu stehen. Das Lohgock musste sich ordentlich ins Zeug legen, aber Solomon wusste, dass dies dem ehrgeizigen Pokemon sehr gefiel.
Irgendwann ordnete er eine Umkehr des Spiels ein. Joyce schoss nun in zufälligen Abständen Toxin auf die Pokemon außen, die wiederum versuchen mussten mit Musashis Hilfe zu entgehen. Im Zweifelsfall konnte Joyce mittels Aromakur schnell für Abhilfe schaffen, sodass Solomon eigentlich hauptsächlich Beobachter blieb und nur gelegentliche Hinweise gab. Die Pokemon machten ihre Sache irgendwann so gut, dass er damit beginnen konnte Charles Lehmschelle üben zu lassen. Das Evoli stengte sich an und zeigte seine Schnelligkeit, am Ende wurde der Schaden auf der Wiese von Duflor mit Grasfeld repariert.
Solomon konnte also sehr zufrieden mit seinem Team sein. Sie machten eine Pause und er genehmigte sich einige Sandwiches, da erhielt er wieder einen Anruf von Lancelot. Offenbar befand sich der ehemalige Arenaleiter nun kurz davor aus der Obhut des Arztes entlassen zu werden. Sie würden die genauen Ergebnisse gemeinsam besprechen können, am Telefon erschien es zu unpraktisch. Man einigte sich darauf im Pokemoncenter von Abidaya City wieder aufeinander zu treffen, sodass Solomon das Training abbrach um die Reise vorzubereiten.

gt: Abidaya City, Pokemoncenter

__________________________
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Soon to be Ace
Trainer

Pokémon-Team :
Mein Team:


Impergator ("Kong")
[verfressen, angeberisch, treu]

Giflor ("Joyce")
[verspielt, neugierig, freundlich]

Lohgock ("Musashi")
[stolz, ehrgeizig, tapfer]

Voltula("Becky")
[nervös, fleißig, verschmust]

Evoli("Charles")
[ruhig, ernst, gerecht]

Lunala ("Artemis")
[elegant, großzügig, weise]

Anderswo:


Skorgro ("Kleopatra")
[eitel, arrogant, anspruchsvoll]

Punkte : 730
Multiaccounts : Anela
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Re: Wiese vor dem Musiktheater

Beitrag von Gastam Di Jun 27, 2017 4:24 pm

37 | ALLEIN
cf. Innere des Alten Palasts
Der Weg bis nach Rayono City war glücklicher Weise relativ schnell hinter sich gebracht worden. Der Sandsturm, der auf Route 4 getobt hatte, hatte sich während Rumi und Shiro im Alten Palast unterwegs gewesen waren, zum Glück ein wenig gelichtet. Das hatte den Rückweg einfacher gemacht und sie waren schneller vorangekommen, doch Rumi hatte mehr und mehr gemerkt, dass das Laufen ihr langsam zu anstrengend wurde. Trotzdem wollte sie nun nicht mitten auf der Route eine Pause einlegen, sondern es zumindest noch bis Rayono City schaffen. Immerhin konnte man sich ja nicht von jeder Kleinigkeit unterkriegen lassen, so fand sie. Die alte Dame hatte also die Zähne zusammengebissen und sich weiter durch die Route gekämpft. Kodai lief fröhlich vor ihr her und besah sich alles mögliche, was ihm eben so interessant vorkam. Sie beobachtete ihn mit einem Lächeln und damit waren sie eigentlich schon beinahe in Rayono City angekommen. Nur noch die Unterführung hinter sich bringen und schon lag die Vergnügungsstadt vor ihnen. Zufrieden seufzte sie aus und sah sich um. „Wie wäre es, wenn wir ein kleines Picknick machen?“, schlug sie vor und erntete ein hastiges Nicken von ihrem Larvitar. Gemeinsam machten sie sich auf zur Wiese vor dem Musiktheater, auf der Rumi schon öfter gepicknickt hatte, weil es derart schön hier war. Sie entließ auch Anmei wieder aus seinem Ball und setzte sich nahe eines kleinen Teichs hin, damit auch Tadezu schwimmen konnte. Das Karpador schien heute so aktiv wie noch nie zu sein, plantschte sofort herum und übte seine Sprünge. Jedes Mal, wenn er aus dem Wasser herausbrach, sprang er ein kleines Stück höher. Rumi vermutete, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis er sich entwickelte.
Die alte Dame ließ sich auf dem Boden nieder und streckte sich kurz, ehe sie die Tasche von ihrem Rücken nahm und das Proviant, was sie dabei hatte, auspackte. Jetzt merkte sie auch, wie sehr ihr Magen eigentlich knurrte! Sie hatte ja auch schon länger nichts mehr gegessen. Kodai ließ sich zufrieden neben sie auf den Boden plumpsen und nahm sich ein paar der Leckerlis für Pokémon und auch Anmei flatterte zu ihnen, um zu essen. Hin und wieder warf sie Tadezu etwas in den Teich, was er dann schnell futterte. Es verging ein wenig Zeit, da hörte sie plötzlich Gekicher. Es kam von einer Gruppe Jugendlichen, bestehend aus drei Kindern die, wie Rumi schätzte, zwischen 14 und 16 Jahre alt waren, und die offenbar irgendetwas Lustiges in ihrer Richtung entdeckt hatten. Rumi hob kurz die Augenbrauen und schüttelte den Kopf, dann aß sie weiter. Das Gekicher hörte jedoch nicht auf, und als schließlich zwei Pokémon, die wohl zu den Teenagern gehörten, zu ihnen kamen, hob Rumi wieder den Blick. Ein Fuegro und ein Garstella, soweit Rumi wusste, und sie sprachen Anmei an. Das Golbat flatterte in die Luft und schien über das was sie zu ihm sagten nicht erfreut zu sein – nein, sogar ziemlich verärgert. Die beiden anderen Pokémon lachten jedoch nur hämisch und auch Kodai starrte das Fuegro nun wütend an und stellte sich „vor“ Anmei, wohl um ihn zu beschützen. „Was soll das?“, fragte Rumi also ernst und stand auf. Sie konnte die Sprache der Pokémon zwar nicht verstehen, doch es war offensichtlich, dass die beiden versuchten Anmei zu ärgern. Beide Pokémon ließen sich von Rumi jedoch nicht beirren und ärgerten Anmei weiter, bis die Teenager dazu kamen. „Habt ihr nicht gelernt euren Pokémon Benehmen beizubringen?“, fragte sie ernst, doch die Teenies zuckten nur mit den Schultern. „Naja, Zubat und seine Entwicklungen sind halt einfach Loser.“, erwiderte eines der Kinder locker und erntete zustimmendes Nicken der anderen. „Die sind halt zu nix zu gebrauchen.“ Das Fuegro und das Garstella lachten amüsiert und auch die Kinder kicherten wieder. Anmei verengte die Augen und plusterte sich auf, doch Rumi sah ihm an, dass ihn das doch sehr traf. „Offensichtlich haben eure Eltern bei euch auch keinen Wert auf Anstand gelegt.“, meinte Rumi und verschränkte die Arme vor der Brust. Solche Rotzbengel nahm sie auf keinen Fall ernst, aber es ging ihr gehörig gegen den Strich, dass sie sich über Anmei lustig machten! Sicher sagte man Zubat zu, dass sie schwache Pokémon waren, aber das war Unsinn. Wenn man an sie glaubte und ordentlich trainierte, dann konnten sie durchaus stark sein! Wieder lachte das Fuegro, als Anmei ihn wütend ansah. „Wir können das ja in einem Kampf klären!“, meinte einer der Jungs und zwinkerte Rumi zu. „Dein Loser-Golbat gegen mein Fuegro!“ Rumi wollte erst ablehnen, immerhin war sie nicht hier um irgendwelchen kleinen Kindern Benehmen beizubringen, doch Anmei griff das Fuegro direkt mit einem Windschnitt an. Das Fuegro stolperte zurück und plumpste auf den Hintern, sah daraufhin nur noch wütender aus und richtete sich wieder auf, bereit zum Angreifen. Rumi seufzte kurz. Gut, wenn es Anmei half.
Das Fuegro wollte Anmei mit einem Feuerzahn angreifen, doch Anmei wich ihm gezielt aus und konnte ihn erneut mit einem Windschnitt treffen. Der Trainer des Feuerpokémons schien darüber nicht unbedingt erfreut zu sein, und trieb sein Pokémon weiter an, so dass Anmei von einem Flammenwurf getroffen wurde und ein Stück in der Luft zurücktaumelte. Doch das Golbat ließ sich davon nicht beirren, flog im Salto auf den Gegner zu und traf ihn mit einem Giftzahn. Es dauerte einen Moment bis klar wurde, dass der Giftzahn tatsächlich etwas gebracht und das Fuegro vergiftet hatte. Rumi schmunzelte kurz – perfekt. Es ließ sich davon jedoch nicht beirren, schnappte sich Anmei mit einem gezielten Sprung aus der Luft und schmetterte ihn auf den Boden, wo er ein paar Schläge abbekam. Anmei schaffte es, ihn durch einen Flügelschlag von sich zu fegen, blieb jedoch erstmal noch liegen. „Ha, siehst du!“, rief der Trainer lachend und auch das Garstella und das Fuegro lachten wieder. „Nur ein paar Schläge und schon ist es besiegt!“ Offenbar glaubten sie tatsächlich daran, dass der Kampf schon vorbei war. Rumi schüttelte kurz den Kopf und ging zu ihrem Pokémon, um sich zu ihm zu knien. „Alles in Ordnung, Anmei?“, fragte sie besorgt und musterte seine Flügel, die unter den Schlägen am meisten gelitten hatten. Es schien aber alles so weit in Ordnung zu sein. „Lass dich nicht von ihnen ärgern. Ich halte dich nicht für schwach und Kodai und Tadezu auch nicht.“, lächelte sie und sah dabei zu, wie das Golbat sich wieder langsam auf die Beine kämpfte. Es schnaubte wütend und flatterte ein paar Mal mit den Flügeln, so dass Rumi wieder zurückwich. Das Fuegro hatte sich abgewandt um mit seinem Trainer amüsiert zu lachen, so dass es gar nicht bemerkte, wie Anmei wieder auf ihn zuflog. In einer beachtlichen Geschwindigkeit! Rumi blinzelte verwundert, als die Spitzen seiner Flügel im Flug begannen zu Leuchten und sich dieses Leuchten auf seinen ganzen Körper übertrug. Innerhalb von Sekunden veränderte sich die Form des Pokémons; es wurde größer und zwei neue Flügel wuchsen, während der Körper kleiner wurde – und als es beim Fuegro angekommen war, griff es ihn mit einer Giftattacke an, die Rumi so noch gar nicht kannte. Sie schätzte sie, rein vom Aussehen her, als Giftstreich ein, denn die Kanten seiner Flügel erhielten einen violetten Schimmer, als er sie gekreuzt über den Rücken des Fuegros zog. Das Pokémon taumelte erschrocken zurück und knurrte auf, wandte sich um und wollte Anmei eigentlich packen, doch die Vergiftung und die Stärke dieser Attacke zwangen es schließlich in die Knie. Siegessicher sah Anmei zu dem Pokémon herunter, warf seinem Trainer und dem Garstella einen vernichtenden Blick zu und flatterte zurück zu Rumi, wo es sich schließlich neben sie auf die Wiese stellte.
„Oh nein, Fuegro!“, rief der Trainer und rief sein Pokémon zurück. Wütend sah er zu Rumi und schnaubte. „Von mir aus.“, meinte er dann und sah zu seinen Freunden. „Kommt, wir gehen.“, brummelte er und seine Freunde und er wandten sich ab um zu gehen. Lediglich das Garstella blieb noch kurz zurück und streckte ihnen die Zunge heraus, ehe es zu ihnen aufholte. Rumi sah ihnen nach und blickte schließlich zu Anmei, der nun beachtlich größer war als sie selbst. „Nicht schlecht, Anmei!“, meinte sie begeistert und lächelte. „Du hast dich tatsächlich entwickelt! Schau an wie groß du nun bist.“ Stolz blickte das frisch gebackene Iksbat seine Trainerin an und flatterte in die Luft, um seine ganze Größe unter Beweis zu stellen.
„Ooohooo…“, ertönte es plötzlich nur knapp hinter ihr. „Damals… Damals als ich Trainer war…“ Man hörte ein Schniefen. „Damals habe ich auch Kämpfe bestritten und meine Pokémon gestärkt. Damit ist nun alles vorbei…“ Rumi wandte sich verwirrt um und erblickte einen Mann mittleren Alters mit einem Aktenkoffer. Er war in einen schicken Anzug gekleidet und allgemein wirkte er wie ein recht wichtiger Geschäftsmann – lediglich sein Gesicht sprach Bände darüber, wie traurig er wohl gerade sein musste. Er rieb sich mit dem Handrücken über die Augen und ging auf Rumi zu, um sich schließlich einfach neben ihr ins Gras fallen zu lassen. Kodai sah ihn verwirrt an und bot ihm einfach mal einen Keks an, welchen der Mann nickend annahm. Verdattert sah Rumi zu Anmei, der sich ebenfalls ins Gras niederließ und tat es ihm dann gleich, während sie den Mann ansah. „Warum sind Sie denn kein Trainer mehr?“, fragte sie vorsichtig. Augenblicklich schniefte der Mann wieder und schüttelte den Kopf, während er vom Keks abbiss. „Was soll ich schon machen? Ich kann doch nicht ewig durch die Region reisen und keine Verantwortung tragen. ‚Harold, du musst wirklich an deine Zukunft denken!‘, ‚Harold, hör auf mit diesen Kindereien und such dir einen Job!‘, ‚Harold, denk doch an die Kinder!‘ Dabei hatte ich zu dem Zeitpunkt gar keine Kinder! Aber was soll man schon machen, wenn die Frau, die Liebe deines Lebens, nicht möchte, dass du weiter reist? Du kannst dann nicht einfach weiter machen, immerhin willst du sie nicht verlieren. Doch war es das wert, frage ich mich? War es das wert?“ Wieder ein Schniefen und Rumi hob die Augenbrauen. Herrje, da versank aber gerade jemand in Selbstmitleid! „Aber nun haben Sie doch sicher eine schöne Familie mit ihr, nicht wahr?“, fragte sie und neigte den Kopf zur Seite. Herzzerreißend seufzte er und schüttelte den Kopf. Es dauerte einen Moment bis er wieder sprach, noch immer mit dem Kopf schüttelnd, und den Keks aufaß. Kodai gab ihm sogleich den nächsten. „Eine schöne Familie? Meine Frau hat mich verlassen; sie ist mit einem Trainer durchgebrannt! Einem Trainer! Wo sie mir noch gepredigt hat wie wichtig es wäre, dass man sich niederlässt und diese kindischen Träume loslässt. Mit einem Trainer! Und wissen Sie mit wem? Unserem Nachbarn!! Schon von Anfang an habe ich meine Vermutungen gehabt, aber natürlich nicht ganz geglaubt. Ich liebte sie ja und sie mich auch, dachte ich. Aber dann hat sie sich heimlich mit ihm getroffen und dann das. Einfach so! Ich kam von der Arbeit nach Hause und fand einen Zettel auf dem Küchentisch. „Lieber Harold, es tut mir Leid, aber unsere Ehe ist nicht mehr das, was es einmal war. Ich bin mit Herbert auf Reisen gegangen und werde nicht zurück kommen. Die Papiere von meinem Anwalt werden bald kommen.“ Und was mache ich? Ich arbeite tagtäglich um ihr ein schönes Leben zu ermöglichen und sie lässt mich einfach so sitzen!“ Wieder schniefte er und futterte den Keks.
Herrje. Rumi hob kurz die Augenbrauen und sah herüber zu Kodai, der ebenso ahnungslos drein schaute wie sie. „Und… wieso sind Sie nun nicht wieder Trainer geworden?“, fragte sie und sah ihn weiterhin an. Die Frage entlockte ihm ein bitteres Lächeln. „Weil ich meine Pokémon verschenkt habe! Und an wen? An meine undankbaren Blagen. Allesamt! „Papa, Papa, wir wollen auf Reisen gehen!“ hieß es damals. Na sicher, nur zu. Wollte ich ja auch mal. Also habe ich ihnen meine Pokémon gegeben für den Anfang. Sie machten ihre Reisen, wurden erfolgreich und je älter man wurde, desto weniger hörte man von ihnen. George ist mittlerweile in Sinnoh und Eric in Johto. Fragen Sie mich nicht was Bertha macht, von ihr habe ich seit Jahren nichts gehört. Was soll ich da schon großartig machen? Mir bleibt ja nichts anderes als zu arbeiten! Zuhause in meiner Wohnung bin ich allein und Freunde habe ich auch nicht.“, fuhr er fort und warf die Hände in die Luft. „Die haben mich alle verlassen, als Katrice verschwunden ist. Von wegen wie es denn sein könnte, dass ich meine eigene Frau nicht bei mir behalten könnte. Das einzige was bei mir funktioniert ist die Arbeit, aber die macht mir auch keinen Spaß! Vorsitzender einer Baufirma. Wie konnte ich mich dazu je überreden lassen? Wirklich.“ Er schüttelte den Kopf und aß den Keks auf. „Nun, sehen Sie doch das Positive an der ganzen Sache.“, warf Rumi mit einem warmen Lächeln ein. „Jetzt haben sie Zeit für sich allein und können tun und lassen, was Sie möchten. Wenn Sie momentan so viel Geld haben, dann schmeißen sie doch den Job und fangen wieder als Trainer an. Man ist dafür nie zu alt! Ich bin selbst noch Trainerin und habe definitiv mehr Jahre auf dem Buckel als Sie. Die Regionsprofessorin wird Ihnen auch Ihr erstes Pokémon überreichen, egal wie alt Sie sind und dann steht dem Abenteuer doch nichts mehr im Wege. Zuhause halten Sie ja weder ihre Kinder, noch ihre Freunde, also was spräche dagegen?“ Das schien den Mann kurz nachdenklich zu stimmen. Er seufzte still und zuckte schließlich mit den Schultern. „Ich vermute da spricht nichts gegen…“, murmelte er und rang sich sogar zu einem Lächeln durch, als er den Kopf anhob und Rumi ansah. „Wissen Sie was? Das mache ich so! Gleich heute!“, meinte er und sprang auf die Füße. „Schluss mit Selbstmitleid! Ab heute nehme ich mein Leben in die Hand und lasse mich nicht mehr unterkriegen. Dankesehr, mysteriöse alte Dame!“ Und mit diesen Worten war er verschwunden. Rumi blinzelte verwundert und sah ihm nach. „Damit meinte ich eigentlich nicht jetzt sofort…“, murmelte sie und kratzte sich am Hinterkopf. Mit einem Kopfschütteln seufzte sie leicht und wandte sich dann endlich ihrem Essen zu. „Und später testen wir mal, ob dieser Mythos stimmt, dass man mithilfe eines Iksbats fliegen kann.“, murmelte sie grinsend und Anmei nickte. Darüber hatten sie schon gesprochen als er noch ein Zubat war. Rumi scheute sich davor definitiv nicht! Sie war immerhin noch jung und Anmei freute sich schon seit Ewigkeiten darauf, das mal auszuprobieren. Wahrscheinlich war es aber in der Theorie einfacher als in der Praxis – doch sie war gespannt.
tbc. Hafen von Ondula, Ondula


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