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Innenstadt

Beitrag von Gastam So Mai 22, 2016 8:19 pm

Innenstadt

Die Innenstadt von Rayono City ist mindestens so imposant wie der Freizeitpark! Man findet hier alles was das Herz begehrt und kann sich die Zeit schön mit einer großen Shoppingtour vertreiben. Zentral gelegen ist außerdem das Oakdale Medical Center, ein großes Krankenhaus.

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Re: Innenstadt

Beitrag von Gastam So Mai 22, 2016 8:23 pm

IN RAYONO CITY
001

Odile Beauvaise – Ritter des Rechts! … Nun hieß es also wieder, dass sie sich aus ihrem Büro bewegen musste um selbst die Zügel in die Hand zu nehmen. Eigentlich war ihr Beruf mittlerweile ja eher administrativ gewesen und allzu oft war sie tatsächlich nicht mehr im Einsatz, aber heute sollte es mal anders laufen, einfach weil sie es so wollte. Man konnte ja schließlich auch nicht für immer im Büro am Schreibtisch hocken und sich über den Papierkram beugen, früher oder später würde das ernsthafte Rückenbeschwerden bedeuten! Auf die konnte Odile natürlich verzichten, ihr reichte ja schon ihre Migräne mit der sie oft genug unvorhergesehen kämpfen musste. Doch immerhin konnte sie die mittlerweile behandeln oder zumindest „in Zaum halten“, weil sie endlich richtige Tabletten bekommen hatte. Gegen Rückenschmerzen hatte sie partout nichts im Petto, zumindest nicht momentan, also musste man eben etwas dafür tun, dass sie gar nicht erst auftraten: nach draußen gehen! An die frische Luft und ein paar Verbrecher dingfest machen. Ja, das war ihr Plan für heute gewesen, allerdings macht es überhaupt keinen Sinn einfach aus dem Gebäude heraus zu spazieren und sich umzusehen ob irgendwo irgendwelche Verbrecher zufällig herumstanden… das taten sie nämlich im Normalfall nicht. Vor allem nicht vor dem Gebäude der Ranger- und Polizistenvereinigung. Schade eigentlich, das würde so vieles einfacher und vor allem auch billiger machen. Die ganzen Polizeieinsätze kosteten schließlich auch nicht wenig und an wem blieb es dann letztlich immer hängen? Richtig, an ihr. Aber was auch immer; was sein musste, musste eben sein, ob es nun viel kostete oder nicht. Heute allerdings würde der Einsatz nicht viel kosten, weil sie lediglich sich selbst mitnahm. Natürlich hätte sie den Fall auch an einen ihrer Untergebenen weiterleiten können oder sich einen Hilfsscheriff nehmen können, aber Odile hatte mehr Lust allein zu arbeiten heute – beziehungsweise mit ihren Pokemon, denn die waren schließlich immer bei ihr.
So auch jetzt gerade. Odile war noch über den Schreibtisch gebeugt und las sich die Akte über „die Silberne Hand“ durch. Ein Dieb, der sich offenbar einen Spaß daraus machte Nachts in Häuser einzusteigen und unbemerkt Wertsachen zu entnehmen – eigentlich ja kein großes Ding, vor allem nicht für die RPV, wenn da nicht die kleine Tatsache wäre, dass er zusätzlich dazu immer einen Finger am Tatort hinterlässt. Richtig! Einen Finger! Woher diese Finger immer stammen oder ob sie von dem selben Menschen stammen muss die Forscherabteilung erstmal noch herausfinden, genau so wie herausgefunden werden muss, ob es irgendwo Vermisstenanzeigen gibt die von der Zeit her in den Tatverlauf passen… Die RPV arbeitete auf Hochtouren, denn die Menschen die nach Hause kamen und a) ihre Schränke leer geräumt hatten und b) einen abgetrennten Finger direkt daneben fanden wurden dann doch langsam ein wenig panisch, vor allem weil es keinen festen Ort gab auf dem sich die Silberne Hand spezialisiert hatte – doch mittlerweile hatte man immerhin schon ein Muster herausgefunden. Der Täter arbeitete Nachts und trug dabei stets seidene, silberne Handschuhe, was man aufgrund von einigen Fasern an den abgetrennten Fingern herausfinden konnte. Außerdem war es ihm möglich ziemlich schnell von Stadt zu Stadt zu gelangen, was entweder ein besonderes Fahrzeug oder ein schnelles Pokemon bedeutete. Soweit waren sie bisher – Geschlecht und Alter bleibt unbekannt, genau so wie das Aussehen des Täters. Lediglich die silbernen Handschuhe (woher er letztlich auch seine Bezeichnung bekommen hatte) waren ein Indiz für seine Erscheinung – oder ihre, wer wusste das schon.
Es fiel auch eigentlich nicht in ihren Arbeitsbereich sich um Diebe zu kümmern. Odile war eher auf Serientäter und Psychopathen spezialisiert, allerdings hakte die Silberne Hand seinen Opfern die Finger ab und musste (um das überhaupt zu können) diese erst einmal entführen. Auf eine gewisse Art und Weise zählte es dann also doch schon zu ihren Aufgaben und weil ihr der Fall viel Freude versprach nahm sich Odile ihm an, als er auf ihrem Schreibtisch landete – ausgerechnet heute, denn die Silberne Hand wurde in Rayono City gesichtet, oder zumindest jemand, der auf die Beschreibung passte. Ein Passant hatte beobachtet wie jemand in ein Fenster hatte einsteigen wollen, gekleidet in schwarz von dem sich lediglich die silbernen Handschuhe abhoben. Als er merkte, dass er gesehen wurde ergriff er die Flucht und der Zeuge hatte direkt die Polizei verständigt. Nun musste man nur noch hoffen, dass der Täter auch noch in Rayono City verweilte – doch es passte ganz und gar nicht in sein Profil, einfach die Stadt zu wechseln ohne etwas zu hinterlassen. Odile hatte die Akte und sämtliche Notizen der vorigen beschäftigten Polizisten und Detektive über Nacht durchgewälzt und ihr war ein Muster aufgefallen: er klapperte jede Stadt in Einall alphabetisch ab. Wann er zuschlug stand zwar in den Sternen, denn die Tatzeiten (und Daten) wirkten immer sehr willkürlich, doch die Reihenfolge der Städte blieb immer gleich – von A bis Z. Daran konnte man nun immerhin festmachen in welcher Stadt er als nächstes zuschlagen würde, sofern er seinem Muster treu blieb – doch nach Odiles Erfahrung waren diese Tatmuster das einzig beständige im Leben dieser Menschen, daher machte sie sich herzlich wenig Sorgen darum, dass er sein Verhalten ändern könnte.

Odile legte die Akten und Aufzeichnungen zurück in den Pappkarton auf ihrem Tisch und verschloss ihn wieder, ehe sie ihn auf den Boden hievte und schließlich aufstand. Amelia, ihre Lucario-Dame, stand an die Wand gelehnt und starrte offenbar Löcher in die Luft, aber das tat sie meistens – besonders gesprächig war sie nämlich nicht gerade. Ohnehin war das Lucario ziemlich eigen was ihr Verhalten anging, aber dazu irgendwann anders mehr.
“Dann wollen wir mal.“, meinte sie gut gelaunt und verließ vor Amelia ihr Büro, schloss die Tür hinter sich ab und ging dann den Flur entlang, der sie irgendwann zum Haupteingang führen sollte. “Ich denke die beste Möglichkeit schnell nach Rayono City zu kommen wäre Charles.“, murmelte sie nachdenklich, woraufhin Amelia knapp nickte, jedoch weiterhin stur gerade aus sah. Hach, Charles! Ein so liebeswürdiges Pokemon hatte Odile wirklich noch nie gesehen – die Vorstellung von ihm in einem Kampf grenzte schon fast ans Unmögliche und trotzdem hatte Odile schon viele Kämpfe mit dem Golgantes geschlagen. Dass eine so friedfertige Natur doch tatsächlich zu Pokemonkämpfen bereit war, war wohl ziemlich verwunderlich, doch da Odile wusste, dass Charles nicht gerne kämpfte setzte sie ihn auch meist nur ein, wenn es nicht anders ging oder es sich um einen Notfall handelte.
Odile hatte die Eingangshalle bald erreicht und verabschiedete sich höflich von der Empfangsdame mit den Worten, wo sie nun war und wie sie erreichbar war – eigentlich müssten das alle wissen, die es etwas anging, aber man konnte ja nie sicher genug sein. Das Hauptgebäude der RPV wurde verlassen, doch Charles könnte sie hier noch nicht aus seinem Ball lassen – der Riese war doch etwas zu groß für die kleine Straße hier. Es würde also erst einmal ein kleiner Spaziergang durch Stratos City folgen bis zu einem Platz, an dem Charles sich auch ungestört bewegen konnte und mit seinem Düsenantrieb nichts wichtiges verbrannte oder zerstörte. Außerhalb der Stadt oder zumindest an den Stadtgrenzen war immer ein perfekter Ort dazu und den Weg dorthin kannte Odile schon fast blind…

“Da wären wir dann.“, murmelte sie als sie von Charles großem Körper herunterkletterte und sich bei dem Golgantes bedankte, ehe sie es zurück rief. Amelia war nun wieder das einzige Pokemon außerhalb seines Balles und das würde auch so bleiben. Amelia war aufgrund ihrer Fähigkeit gerade bei Einsätzen eine unverzichtbare Hilfe und auch nun würde Odile sie nicht nicht nutzen. Ihr erste Anlaufstelle war das hiesige Polizeirevier, wo sie „ihr Lager aufschlagen“ wollte um von dort aus zu arbeiten – natürlich gepaart mit dem Befragen von Zeugen und dem Herumlaufen durch die Stadt um die Silberne Hand irgendwie zu fassen.
Als der ganze theoretische Teil abgeschlossen war, sprich das Vorstellen und die Besprechung der Vorangehensweise, war es bereits schon wieder Abend – perfekt um endlich richtig anzufangen! Odile verließ das Polizeirevier also mit Amelia im Schlepptau und wanderte durch die Straßen – fürs erste blieb ihr nichts anderes übrig, als zu patrouillieren und die Stadt etwas besser kennen zu lernen. Letztlich tat sie das ja auch nicht alleine – sie hatte in jeder Straße in der es etwas zu holen gab, sprich die reicheren Siedlungen sowie Läden und Geschäfte, eine Gruppe aus je zwei Polizisten aufstellen lassen, die die Nachtschicht übernahmen und unauffällig darauf achteten, ob sich irgendwo etwas tat. Natürlich war es schwierig rechtzeitig an Ort und Stelle zu sein, wenn etwas passieren sollte, doch das war eben ein Risiko, das Odile eingehen musste.
Die Straße in der sie gerade unterwegs war schien jedoch ruhig zu sein. Weit und breit war niemand zu sehen und auch sonst lag nichts verdächtiges in der Luft, bis eine Gestalt um die Ecke bog. Augenblicklich hatte sie Odile aus dem Sichtfeld verkrümelt um zu beobachten was passierte – und diese Person, gekleidet in Schwarz, hatte zusätzlich silberne Handschuhe an und steuerte direkt auf die Haustür einer Villa zu. Wenn das mal nicht ein Treffer ins Schwarze (ha!) war, was war es dann? Da lief ihr die Silberne Hand doch tatsächlich direkt in die Arme, ohne es selbst zu wissen! Die Person stand nun mit dem Rücken zu Odile und fuchtelte an dem Türschluss herum, was die Polizistin schließlich für ihre Chance erachtete und einschritt. “Polizei! Hände dorthin, wo ich sie sehen kann!“ Die Silberne Hand erschreckte sich wohl zu Tode, drehte sich dann jedoch langsam um und entpuppte sich überhaupt erstmal als Frau, was Odile dann doch etwas wunderte – doch das ließ sie sich nicht ansehen. „Wa-Was ist denn los?“, stotterte sie verwirrt und sah Odile mit großen Augen an, doch das würde sie nicht weichkochen lassen! “Im Namen der Polizei von Rayono City verhafte ich sie wegen zahlreicher Diebstähle und dem Entführen so wie Verstümmeln mehrerer Menschen.“ Der Frau glitt alles aus dem Gesicht – doch sie war zu perplex um sich noch zu wehren und ließ die Handschellen um ihre Gelenke surren.

Odile schlug mit dem Kopf auf den Tisch. Diese Frau war nicht die Silberne Hand gewesen, auch wenn sie so gut gepasst hätte. Schwarze Kleidung, silberne Handschuhe, ein reiches Haus… Es hatte sich aber herausgestellt, dass es sich bei diesem Haus um ihr Haus handelte und bei den Handschuhen um ganz normale, silberne Handschuhe die sie erst am Tag zuvor gekauft hatte, was durch einen Kassenbeleg hatte bewiesen werden können. Die Frau erklärte zudem, dass diese Art von Handschuhen derzeit in den gehobenen Kreisen sehr beliebt waren, weil sie die neuste Kreation von Karl Speicherfeld waren – jeder der etwas von sich hielt trug solche Handschuhe. Natürlich hatte Odile sich bei der Frau entschuldigt, die das jedoch recht gut verkraftete und sogar Verständnis dafür zeigte – letztlich wollte die Polizei ja nur helfen und vor allem die Bürger beschützen, und es war ja auch niemandem etwas passiert. Dazu gekommen sie zu verabschieden war Odile jedoch auch nicht mehr gekommen, weil sie von einem der anderen Polizisten angepiept wurde und sie schnurstracks das Revier wieder verlassen musste um zu ihm zu eilen – gleichzeitig auch noch so unauffällig wie möglich.
Odile hatte schnell zu dem Polizisten aufgeschlossen, und gesellt sich zu ihm um zu beobachten, was er als auffällig empfunden hatte: wieder eine schwarz gekleidete Person von der man lediglich die Handschuhe im sanften Mondlicht erkennen konnte. Es blieb nur zu hoffen, dass es sich hierbei nun um die richtige Silberne Hand handelte und nicht wieder um ein Modestatement. Odile waren auf dem Weg hierher mehrere Menschen mit diesem Kleidungsstil begegnet – offenbar hatte es vielleicht irgendwo ein Fest oder eine Modenschau gegeben. Natürlich erschwerte es die Operation an der sie sich befand ungemein, weil man Unschuldige irgendwie vom Täter abgrenzen musste, was gar nicht so leicht war, wenn sie alle gleich aussahen und sich gleich bewegten. Der Kerl den sie nun beobachteten schien allerdings nicht zu den gehobenen Kreisen zu gehören, denn er trug zwar die Handschuhe, allerdings unglaublich kaputt gelaufene Sneaker, die rein gar nicht in das restliche Aussehen passten – und da, tatschlich! Er wickelte seine Hand in ein Stück Stoff ein und im nächsten Moment hatte er in aller Seelenruhe das Fenster zu einem Haus eingeschlagen. Sofort setzten Odile und der Polizist sich in Bewegung um zu dem Verbrecher aufzuschließen und ihn dingfest zu machen. Amelia lief ihnen währenddessen eher gemächlich hinterher und schien sich gar nicht daran zu stören, dass das hier eine sehr wichtige Mission war… Aber Odile kannte es nicht anders von ihrem Pokemon.

„Ist er es?“, fragte einer der Polizisten nachdenklich, als Odile und ein paar andere hinter der gespiegelten Glasscheibe standen und den Verdächtigen im Verhörraum beobachteten. Odile war sich nicht ganz sicher – ihr Bauchgefühl sagte ihr, dass er es nicht war, doch unweigerlich trotzdem etwas war. Er hatte seine Finger in der ganzen Sache mit im Spiel, die Frage war nur inwiefern und ob sie das herausfinden konnten. “Ich gehe rein.“, meinte sie dann aus heiterem Himmel, verließ den Raum und betrat kurz darauf, gefolgt von Amelia, den Verhörraum. Wie immer platzierte sich Amelia in einer der Ecken, verschränkte die Arme vor der Brust und durchbohrte den zu Verhörenden mit ihrem starren, unnachgiebigem Blick, während Odile sich ihm gegenüber setzte und ihn ebenfalls ziemlich kalt ansah. Sie hielt nicht viel von diesem „guter Cop, böser Cop“-Gehabe und verzichtete selbst auch lieber darauf, einfach weil viele auf sowas schon gar nicht mehr herein fielen.
Lieber beobachtete sie die Gestik und Mimik ihres Gegenübers, der schon beim Eintritt von Odile zusammengezuckt war und dessen Blick von hier nach dort huschte, nur nicht in Odiles Gesicht. Der Polizistin war schon direkt nach Betreten des Raumes klar, dass dieser Mann nicht die Fähigkeiten hatte, mehrere Menschen unauffällig zu entführen und zu verstümmeln – wenn nicht sogar zu töten. Diebstähle vielleicht, aber nicht mehr. Die Gedanken ließ Odile sich aber nicht ansehen, sondern starrte ihren Gegenüber einfach nur weiter an, während sich auf dessen Stirn Schweißperlen bildeten und er anfing seine Finger nervös durchzukneten – kein Blickkontakt. Odile wandte den Blick nach kurzer Zeit zu Amelia, die noch immer vollkommen fixiert auf den Täter war, dann sah sie wieder zu ihm. “Nun, Herr … Wie war ihr Name noch gleich?“ Sie schenkte ihm ein entschuldigendes Lächeln, fuhr jedoch sofort fort. “Sie bekennen sich also dazu, die Diebstähle der Silbernen Hand ausgeführt zu haben?“, fragte sie dann. Natürlich war es kein leichtes gewesen, den Kerl überhaupt hier hin zu bringen – oder gar fest zu nehmen. Ein richtiger Kampf war ausgebrochen und Odiles weißes Hemd war an ihrem rechten Oberarm noch immer zerrissen und rot gefärbt – der Mistkerl hatte doch tatsächlich zu einem Messer gegriffen! Doch das stand nun nicht im Fouks – er war hier und nur darum ging es dann schließlich auch. Der Mann nickte auf ihre Frage hin kurz und Odile kritzelte etwas auf ihren Block. “Wie genau haben Sie diese Einbrüche ausgeführt?“ Alles wichtig fürs Protokoll, auch wenn Odile immer noch nicht überzeugt davon war, dass er tatsächlich der Täter war. Der Mann fing an stotternd zu erzählen wie er die Handschuhe stets trug, sich schwarz kleidete und schließlich in die Häuser einstieg um die Wertsachen an sich zu nehmen und einen Finger zu hinterlassen. Alles stimmte soweit mit dem Überein was die Polizei bereits wusste und Odile war sich sehr sicher, dass die Polizei von Rayono City ihr bereits im Nacken saß – er hatte schließlich ein Geständnis geliefert und damit hatte sich die Sache; doch nicht für Odile.
Die Polizistin räusperte sich kurz und nickte während sie sich alles wichtige aufschrieb was er sagte. Zusätzlich wurde dieses Gespräch natürlich auch aufgezeichnet, doch für sie persönlich waren die Notizen sehr wichtig. “Gut.“, kommentierte sie, dann riss sie das oberste Blatt aus und schob dem Mann den Notizblock samt Stift hin. “Wenn Sie uns nun die letzten Städte nennen, in denen Sie aktiv waren ist das Gericht dazu bereit Verhandlungen mit ihnen aufzunehmen.“ Das war natürlich gelogen, aber Odile verfolgte einen bestimmten Plan. Unsicher sah der Mann vom Papier zu Odile und wieder zurück, ehe er nach einer Bedenkzeit von fast 5 Minuten zögerlich nach dem Stift griff und die Städte eine nach der anderen aufschrieb. Er schob den Block zurück zu Odile, die ihn nahm, kurz ansah und dann nickte. Amelia blieb im Raum während Odile ihn verließ und zurück zu den anderen Polizisten ging.

„Miss Beauvais, bei allem Respekt gegenüber Ihrer Arbeit, aber…“, begann der Chef der Wache, doch wurde augenblicklich von Odile unterbrochen. “Er ist nicht unser Täter, aber er weiß, wer er ist.“, warf sie also ein und ließ den verdutzten Blick des Chefs über sich ergehen, ignorierte ihn. Odile erklärte ihnen das Muster des Täters, das sich auf die Städte bezog und gab ihnen zum Vergleich die Städte die er ihr aufgeschrieben hatte. Diese entsprachen ganz und gar nicht dem Muster und schienen vor allem nicht einmal ein Muster zu haben – keine alphabetische Ordnung. “Ich vermute, dass er von der echten Silbernen Hand angeheuert wurde um für ihn den Platz einzunehmen.“, fuhr sie fort und strich sich die Haare aus dem Gesicht. “…oder gezwungen.“ Der Mann machte einen solch devoten und unterwürfigen Eindruck auf Odile, dass sie sich nicht vorstellen konnte, dass er vollkommen bewusst und absichtlich für jemanden ins Gefängnis gehen wollte. Die anderen Polizisten glaubten ihr nur mäßig, doch vertrauten erst einmal auf ihr Urteil und ließen Odile machen – die nächste Hürde wäre nämlich herauszufinden wer die richtige Silberne Hand war und vor allem ob es noch mehr Opfer gab, die man noch retten konnte. Tatsächlich konnte ihr der Kerl auf letzteres aber keine Antwort geben, was Odiles Vermutung schließlich bestätigte, dass er es nicht sein konnte. Es dauerte auch sehr lange bis sie ihn so weit bekommen hatten ihnen zumindest einen kleinen Hinweis zu geben – dafür mussten sie ihm Polizeischutz gewähren und ihm versichern, dass ihm nichts geschah. Letztlich war seine einzige „richtige“ Straftat auch nur das Einschlagen des Fenster gewesen. Doch sie erhielten einen kleinen Hinweis, der Odile schon um einiges weiter brachte als vorher: eine alte Lagerhalle. Das war das Einzige was er ihnen sagen wollte (und vielleicht konnte? Odile war sich nicht sicher ob der Kerl bisher wohl jemals der Silbernen Hand persönlich begegnet war) und damit müsste Odile jetzt arbeiten, doch glücklicherweise war Rayono City ja nicht Marea City und war überfüllt von Lagerhallen. Es gab ohnehin nur wenige die in Frage kamen, denn sie mussten schließlich leer sein oder zumindest nicht mehr genutzt werden, sonst würde die Silberne Hand schlecht darin hausen können ohne entdeckt zu werden.

Der, nun für unschuldig empfundene, Mann blieb auf der Wache während Odile sich wieder auf den Weg machte. Mittlerweile war es ungefähr drei Uhr Morgens aber Odile fühlte sich fit wie ein Turnschuh – auch um die Wunde an ihrem Arm hatte man sich mittlerweile gekümmert und auch wenn ihr davon abgeraten wurde nun wieder los zu ziehen hatte sie sich nicht aufhalten können. Die Silberne Hand war ihr Fall, ihr Gegner und sie würde ihn auch zur Strecke bringen. Nicht anders sah das Amelia, die ihrer Trainerin noch immer miesepetrig gelaunt hinterher ging. Während ihre Wunde am Arm behandelt worden war hatten sich die Spezialisten der Polizeiwache daran gesetzt herauszufinden welche Lagerhallen in Rayono City dafür wohl in Frage kamen, ein geeignetes Versteck für jemanden zu bieten. Sie hatten schließlich 5 Stück gefunden die mögliche Verstecke sein könnten, doch da Odile nicht alle fünf auf einmal abklappern konnte waren auch noch andere Polizisten losgeschickt worden. Sie selbst war nun in Begleitung von zwei anderen Polizisten weil der Chef der Wache sie vehement nicht alleine losziehen lassen wollte; letztlich hatte Odile das akzeptiert und sich die (ihrer Meinung nach) Besten herausgepickt.
Sie waren auf dem Weg zu einer Lagerhalle in der Nähe des Vergnügungsparks. Sie gehörte einer Fabrik an, die allerdings vor mehreren Jahren geschlossen werden musste damit der Park expandieren konnte und weil die Firma so oder so fast pleite war. Seitdem stand sowohl die Lagerhalle als auch das Fabrikgebäude leer und wurde gerne von Kindern für Mutproben benutzt oder als Dach über den Kopf für Obdachlose – oder vielleicht auch als Versteck für einen Dieb. Sie würden es herausfinden. Odile hoffte nämlich wirklich inständig, dass sie diejenige mit der richtigen Lagerhalle war – sonst wäre es wirklich, wirklich langweilig. “Wo genau befindest sich die Halle nun?“, fragte sie schließlich als sie am Vergnügungspark vorbei gegangen waren und sich auf einem Waldgelände befanden. „Dort drüben, Miss.“, entgegnete einer der Polizisten und führte sie dann tiefer in den Wald, bis sich die Bäume wieder lichteten und sie auf einem weiten Platz landeten an dessen Ende das Fabrikgebäude stand. Natürlich war alles ziemlich zugewachsen und die Wände waren mit Graffiti besprüht, die Fenster eingeschlagen… wie man es eben kannte. Odile verengte kurz die Augen und sah sich skeptisch um, dann entdeckte sie die Lagerhalle – nicht ganz so groß wie das Fabrikgebäude, aber doch schon beachtlich. “Gehen wir.“
Odile ging vor und erreichte das Gebäude als Erstes, betrat es und fand sich in einer wirklich langweiligen Lagerhalle wieder. Hier standen noch hohe Regale mit Kisten herum und ein paar Maschinen, die allerdings so zugestaubt waren wie der Sarg eines Echnatolls. Odile knipste ihre Taschenlampe an und ging weiter hinein, die beiden anderen Polizisten folgten ihr schließlich. Der erste Raum der Lagerhalle, sprich der Größte, war definitiv nicht weiter interessant. Hier befand sich wirklich nur genau das, was man auch erwartete. Eine Treppe führte hoch zu einem verglasten Raum, der vermutlich früher genutzt wurde um die Übersicht zu gewähren, eine andere Tür führte weiter durch das Gebäude und genau diese Tür steuerte sie an, blieb jedoch kurz vorher nochmal stehen und wandte sich zu den beiden Polizisten. “Besser wir teilen uns auf. Sie gehen hoch in den Raum und schauen nach Hinweisen und Sie kämmen nochmal diesen Raum hier durch während ich mich hier hinten umsehe.“ Glücklich schienen sie damit nicht zu sein, doch nickten und wandten sich dann von Odile ab um dem Befehl Folge zu leisten – Odile ihrerseits drehte sich auch wieder um und betrat den nächsten Raum. Hätte sie noch eine Sekunde länger da gestanden wo sie stand hätte sie mit Sicherheit gesehen wie beide Polizisten nach einander einfach ins Nichts verschwanden…

Amelia folgte Odile noch immer ruhig, machte Odile jedoch darauf aufmerksam, dass sie etwas wahrnahm. Also waren sie tatsächlich richtig. Kurz atmete sie tief durch, dann befreite sie zusätzlich zu Amelia auch noch Freud aus seinem Ball und deutete dem Sonnfel an, ruhig zu sein. Zu dritt gingen sie nun den Gang entlang und an immer mehr Türen vorbei, doch Odile vertraute darauf, dass Amelia ihr Bescheid sagen würde, wenn sie etwas spürte – letztlich kam es auch genau so und sie blieben an einer eher unauffälligen Tür stehen. Das Lucario nickte und Odile trat bei Seite und mit einem gekonnten Tritt flog die Tür aus dem Angeln in den Raum hinein und Odile konnte eintreten. Zu Erst wurden beide Seiten abgesichert um sicher zu stellen, dass kein Hinterhalt folgte, dann konzentrierte sie sich auf das, was vor ihr war. Offenbar war das hier früher ein Büro und es war, im Gegensatz zu den anderen Räumen, noch tip top erhalten. Ein weicher, edler roter Teppich lag vor ihr an dessen Ende sich ein dunkler Holzschreibttisch befand und Gemälde zierten die Wände, während hier und dort ein Regal mit Büchern stand. Hinter dem Tisch saß ein maskierter Mann, der Odile amüsiert ansah und den Kopf neigte – schwarze Kleidung, silberne Handschuhe. Odile wusste um wen es sich handelte, doch für den Bruchteil einer Sekunde wurde sie von einigen Kisten abgelenkt die in ihrer Nähe standen und in denen sich ein Haufen silberner Handschuhe befanden.
„Richtig, Miss Beauvais!“, fing der Mann an zu sprechen und gab ein kurzes Lachen von sich. Er verhakte die Finger in einander und stützte sein Kinn auf diese, während er ihr weiter entgegen sah. Woher er ihren Namen kannte fragte Odile erstmal nicht, stattdessen sah sie ihm alarmiert entgegen. Sie musste nun vorsichtig sein, das war klar. Wieder ertönte ein leises, kurzes Lachen und der Mann schüttelte den Kopf. „Ist es nicht raffiniert?“, fragte er, ehe an sich gewandt als an Odile. Er richtete sich von seine, Stuhl auf und drehte sich zum Fenster, während er die Hände hinter dem Rücken verschränkte. „Gefälschte Mode unter die Reichen zu bringen, nur um die Polizei zu täuschen?“, fuhr er fort und Odile hob die Augenbrauen – diese Handschuhe die alle trugen und angeblich die neuste Mode waren, waren von der Silbernen Hand unter Karl Speicherfelds Namen unter die Menge gemischt worden – unglaublich. Mit einem solchen Ausmaß an Böswilligkeit (und auch Intelligenz) hatte Odile tatsächlich nicht gerechnet. Sie verengte nur die Augen und sah dem Mann entgegen, auch wenn er ihr den Rücken zugewandt hatte. Sie vermutete, dass er noch irgendetwas im Petto hatte, sonst würde er sich nicht so sicher fühlen. Immerhin war sein Gengar nicht anwesend weil es sich um die beiden Polizisten kümmerte, aber das wusste Odile ja nicht. “Unheimlich ausgefuchst.“, gab sie lediglich unbeeindruckt zurück und sah zu Amelia, die sich bereits auf einen Angriff vorbereitete. Freud zu ihrer linken starrte dem Mann nur entgegen wie er es eigentlich immer tat, doch ebenso bereit zum Angriff wie auch Amelia war. Die Silberne Hand lachte kurz wieder leise in sich hinein, dann wirbelte er herum und warf einen Pokeball nach vorn. „Aber wir sind nicht hier um zu rede, nicht wahr?“, fragte er dann als ein großes Arbok aus dem Ball hervor kam, das Amelia und Freud mit kampflustigem Blick ansah.

Zwischen den beiden Parteien brach ein Kampf aus, von dem man rein aufgrund der Besetzung der Seiten denken könnte, Odile wäre im Vorteil. Doch das Arbok der Silbernen Hand war eines von der Stärke-Sorte, die Odile bisher noch nie gesehen hatte. Amelia und auf Freud kämpften sehr gut und setzten dem Arbok ordentlich zu, doch auch das Arbok wusste sich zu wehren und anzugreifen. Während des Kampfes hatte sich die Silberne Hand lässig gegen den Schreibtisch gelehnt und gab seinem Arbok nicht einmal Befehle – es kämpfte vollkommen nach eigenem Ermessen und es kämpfte gut; sehr gut. Freud war schließlich das erste Pokemon, das ein Ende fand. Arbok erledigte es mit einem Knirscher, der das Sonnfel letztlich zu Boden zwang. Doch Amelia war noch gut im Rennen und versuchte dem Pokemon immer wieder zuzusetzen, bis schließlich die Hiobsattacke ihren Einsatz fand: Schnarcher. Auch ein Lucario, das so gut trainiert war wie Amelia, konnte gegen diese Attacke nicht viel ausmachen und so dauerte es nicht lange bis das blaue Pokemon zu Boden ging, allerdings krampfhaft dagegen ankämpfte wach zu bleiben. Die Augen behielt sie tatsächlich noch auf, bewegen konnte sie sich allerdings auch nicht und konnte lediglich zusehen, was passierte.

Es ging ohnehin alles schneller als Odile hätte handeln können. Die violette Schlange war auf sie zu gestürzt, Odile fand sich auf dem Boden wieder und spürte das schreckliche Gefühl nicht atmen zu können – das Arbok hatte seinen Körper um ihren Hals geschlungen und schnürte ihr die Luft ab – größtenteils, denn noch konnte sie atmen, wenn auch schwierig. Die Silberne Hand lachte wieder und stieß sich vom Tisch ab und ging langsamen Schrittes auf Odile zu um sich zu ihr zu knien. Die Polizistin hatte den Körper der Schlange der um ihren Hals gelegt war mit den Händen gepackt, kam allerdings gegen die Muskelkraft nicht an; so blieb ihr nichts anderes übrig als der Silbernen Hand entgegen zu blicken und sich auf ihren Atem zu konzentrieren. „Wie viele Menschen Sie noch hätten retten können!“, rief er plötzlich aus und schüttelte enttäuscht den Kopf. „Wissen Sie, alle Finger die sie gefunden hatten stammen von Menschen, die noch am Leben sind! Wer wäre ich denn, wenn ich ihnen ihr wertvolles Leben nehmen würde?“ Er seufzte kurz. „Doch bei Ihnen könnte ich eine Ausnahme machen, jetzt wo Sie wissen, wo ich hause.“ Er runzelte kurz die Stirn. “Nicht… allein.“, brachte sie hervor, was ihn wieder zu amüsieren schien. „Sie meinen Ihre beiden Begleiter? Ich glaube die haben mit meinem Gengar zu tun… Tut mir Leid Sie enttäuschen zu müssen. Sie sind vollkommen allein.“ Er nahm die Maske ab, Odile kannte das Gesicht allerdings nicht, und schenkte ihr ein Lächeln. „Ich muss sagen, dass ich schon sehr überrascht war, dass die RPV persönlich sich um mich kümmern möchte. Dann habe ich natürlich Nachforschungen angestellt – die tolle Odile Beauvais höchstpersönlich. Schade, dass es so sein Ende nehmen muss.“ Er lächelte wieder und richtete sich auf, machte eine kurze Handbewegung und der Druck um Odiles Hals wurde stärker.
Gerade als Odile anfing das Bewusstsein zu verlieren spürte sie, wie die Muskeln des Arboks um ihren Hals erschlafften und das Pokemon nach hinten fiel. Der Schweif löste sich von ihrem Hals und sie rang nach Luft. Sie hatte keine Zeit um sich umzusehen um zu erkennen was passiert war, doch offensichtlich hatten Amelia noch einen letzten Angriff gegen das Pokemon gestartet und es damit endlich kampfunfähig gemacht – oder es zumindest derart erschreckt, dass es für den Moment aufgehört hatte sie zu würgen. Doch auch wenn das beklemmende Gefühl um ihren Hals nun verschwunden war hatte sie nicht mehr die Kraft sich auch nur aufzurichten. Odile fiel zu Boden und atmete hektisch ein und aus, während sie aus dem Blickwinkel mitbekam, wie der Silberne Finger aus dem Raum verschwand. Dann wurde es schwarz.

Als Odile die Augen öffnete wurde sie vom hellen, weißen Licht geblendet, das den Raum zu überfluten schien. Sogleich schloss sie sie wieder um dem Gefühl zu entkommen, doch bringen tat es letztlich nicht. Odile hatte unheimliche Schmerzen am Hals und das Gefühl, nicht sprechen zu können – doch versuchen tat sie es auch nicht. Stattdessen öffnete sie nach ein paar Minuten wieder die Augen und versuchte sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen, bis sich die Schemen eines Mobiliars zu erkennen gaben und Odile nach ein paar Mal blinzeln endlich erkennen konnte, wo sie war. Sie befand sich in einem weißen, hübschen Raum in einem hellen und flauschigen Bett und war hier und dort mit Kabeln versehen. Ihre Hand, an deren Finger sich auch ein komisches Kabel befand, wanderte zu ihrem Hals und stieß statt auf Haut auf einen Verband, was sie tatsächlich nur noch mehr verwirrte. Der Blick schwankte zu einem der Monitore, der offenbar ihren Puls anzeigte – der doch etwas schneller wurde als sie entdeckte, wer da in der Ecke stand: Amelia! Das Lucario sah wie von einem Bibor gestochen auf als sie spürte, dass Odile aufgewacht war und lief mit schnellem Schritt zu ihr um sie anzulächeln – das passierte tatsächlich herzlich wenig. Sie erwiderte das Lächeln und versuchte etwas zu sagen, doch ihre Stimme war nicht da, wo sie hingehörte. Schnell wie Amelia gekommen war, war sie auch schon wieder aus der Tür verschwunden und kam kurze Zeit später mit einem Arzt im Schlepptau zurück, der sich sogleich an das Bett von Odile stellte.
„Guten Abend Miss Beauvais!“, begrüßte er sie mit einem leichten Lächeln und musterte sie. „Geht es Ihnen soweit gut?“ Odile zog nur die Brauen zusammen, doch da sie keine ernsthaften Schmerzen hatte nickte sie kurz. Der Arzt nickte daraufhin auch wieder. „Sie wurden von ihren Kollegen aus dem Lager geholt und hier her gebracht. Es war wirklich ein großes Glück für Sie, dass ihr Lucario derart ausdauernd ist, ansonsten hätten Sie es vielleicht nicht mehr geschafft. Jedenfalls – wir würden Sie gerne noch ein, zwei Tage hier behalten um ihren Zustand zu überwachen, dann sind Sie wieder frei. Ihre Stimme dürfte im Laufe des Tages wieder kommen. Das Würgen hat ansonsten keine größeren Schäden hinterlassen, lediglich die Male dürften noch ein paar Tage zu sehen sein.“ Odile nickte kurz, allerdings brannte ihr eine sehr wichtige Frage auf der Zunge – nämlich ob die Silberne Hand nun gefasst wurde. Darauf erhielt sie jedoch von Amelia eine Antwort, die wohl gespürte  hatte, was Odile sich fragte: sie nickte. Überrascht blinzelte Odile, konnte sich aber sogleich endlich ein wenig beruhigen. Dann hatte sie die Mission ja doch halbwegs erfolgreich abschließen können… Sie legte den Kopf wieder zurück und schloss die Augen schließlich wieder, als der Arzt den Raum verlassen hatte.
tbc. ???





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Re: Innenstadt

Beitrag von Sakuam Do Dez 29, 2016 3:11 pm

Rayono City - das blühende Leben! Zumindest aber war das Leben in dieser Stadt wohl farbenfroher, als in Stratos City. Immerhin war Rayono City die reinste Vergnügungsstadt und obwohl Saku mit Sicherheit nichts gegen eine gute Bar einzuwenden hatte, vermisste er doch die gute alte Bar in Nevaio City. Dort, wo es ruhiger war. Wo Cherry ihn noch mit Blicken, messerscharf wie Dolche, durchbohrt hatte, weil ihr der Laden missfiel. Das würde nun aber wohl ausbleiben. Immerhin ruhte sie nach ihrer Verletzung nun im Haus von Sakus Eltern. Besuche blieben nicht aus, natürlich, aber ihr Bein hatte es wohl schlimmer erwischt, als ursprünglich angenommen. Weit kam sie damit nicht mehr.
"Wie sieht's aus?", fragte einer seiner Kollegen, mit denen er zum Essen nach Rayono City gekommen war. Zumindest seine Geselligkeit hatte keineswegs abgenommen, obwohl er sich mittlerweile fragte, ob es nicht besser gewesen wäre, die Einladung abzulehnen. Der Fragenhagel, den sie stellten war nämlich keinesfalls wünschenswert und auch wenn Saku eine deutliche Ablehnungshaltung hatte, bohrten sie stattdessen weiter. "Hast du schon einen neuen Partner ins Auge gefasst?", hakte sein Kollege weiter nach und glaubte nach Sakus tiefen Seufzen nun fast, er hätte ihn endlich geknackt. Tatsächlich war der Ranger aber eigentlich nur vollends genervt von diesem neugierigen Verhalten. Nun, die Frage, ob er sich ein neues Partnerpokémon zulegte, war doch schließlich vollends seine Sache.
"Bisher nicht.", antwortete er schließlich und enttäuschte damit seinen Kollegen, der nun selbst seufzte. "Aber was ist schon ein Ranger ohne Partnerpokémon?" Darauf gab es doch eine herzlich einfache Antwort, die den Schwarzhaarigen sogleich zu einem breiten Grinsen brachte. "Ein immer noch besserer Ranger, als du es bist."
Verdutzt starrte sein Kollege ihn an. Tatsache war, dass er nach all den Jahren Rangerdasein immer noch ein "normaler" Ranger war, obwohl er sich schon lange gewünscht hatte, endlich zum Top-Ranger aufzusteigen. Da konnten sich auch die anderen Kollegen mit ihren Partnerpokémon ein hämisches Gekicher nicht verkneifen. Die hatten aber auch leicht reden.
"Mach dir nichts draus!", räumte Saku schließlich ein. "So toll ist es eigentlich auch nicht." Ein wohl schwacher Trost. Letztendlich konnte man Leuten aber nichts ausreden, was sie sich sehnlichst wünschen.

Letztendlich blieb Saku jedoch stehen, als sie vor dem altbekannten Blumenladen angekommen waren. Kurz darauf auch seine Kollegen, als sie endlich gemerkt hatten, dass der Schwarzhaarige stehengeblieben war. "Tut mir leid, ich hab noch was zu erledigen.", meinte der Ranger schließlich. Seine Kollegen sahen kurz einander an, ehe sie sich von Saku verabschiedeten und weiter gingen.
Manchmal hatte das Alleinsein auch etwas positives, auch wenn er natürlich nicht vollkommen allein war. Rayono City war eine belebte Stadt. Die Tatsache jedoch, dass seine Kollegen weitergezogen waren, kam ihm wie Alleinsein vor, nachdem Cherry nun nicht mehr an seiner Seite war. Ob er vielleicht auch einen Strauß für sie kaufen sollte? Bestimmt war die alte Vulnonadame froh, wenn man noch an sie dachte. Dann wiederum hatte Saku keine Ahnung, welche Blumen sie mochte oder ob sie sich überhaupt irgendetwas aus Blumen machte.
Im Endeffekt setzte sich der Schwarzhaarige an den Springbrunnen gegenüber des Blumenladens und starrte das Geschäft wie immer an, als käme es sogleich zu ihm geflogen. Jahr für Jahr. War das nicht schon eine Art Tradition geworden, erst einmal das Treiben zu beobachten und sich nach einer oder zwei Stunden schließlich dazu durchzuringen, Rosen zu kaufen? So schnell würde sich das wohl nicht mehr ändern.

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Re: Innenstadt

Beitrag von Gastam Do Dez 29, 2016 9:34 pm

Lächelnd betrachtete er das Gesicht seines Sohnes, der die beiden Enkelkinder hochhielt, sodass auch sie noch mal ihren Großvater sahen..Wenn auch nur über einen Ollen Bildschirmes und so weit von einander entfernt. Die Alten Augen füllten sich mit Tränen als die Kinder dann wieder an die Mutter gereicht wurden. "Also Papa, noch viel Glück auf deinen Reisen. Dir auch Luxtra!" Schon war das Bild schwarz. Leicht schluckte der Alte ehemalige Polizist. "Na dann. Wollen wir weitergehen!" Sein Blick wandte sich dem bereits stark gealterten Pokémon zu, welches sich wie früher strikt weigerte in den Ball zu wollen. Der festen Überzeugung seinen Herrn weiterhin beschützen zu müssen. Auflachend strich er seinem Partner mit fester Hand über den Kopf, ehe er enthusiastisch die Arme in die Seiten stemmte. Ein breites grinsen war auf sein Gesicht getreten, die Brille leicht schief. So stapfte er los! Warum auch nicht? Er war ein schrulliger Alter Kerl, zudem Polizist im Ruhestand. Da durfte man das doch .. Oder nicht?

Er liebte das belebte Städtchen Rayono, überall war was los. Nirgends Ruhe. Quasi wie er selber auch war, zumindest wenn er einmal in Fahrt kam. "Na, wie gefällt es dir hier Partner?" Der Alte Herr neben ihm sah weniger zufrieden aus. Grummelte stetig und vertrieb die Menschen auch mit kleineren Blitzen, die um seinen Körper tanzten.
"Schicken sie denn gefälligst in seinen Ball!" Eine Mutter mit Kind. "Bestie!" Eine Alte Dame. "Und ich dachte Pokémon sind Cool.." Ein kleinerer Junge. Ach Ja. Belebtes Städtchen!
Wenn sein Partner in seinem Alter etwas tun konnte, dann Menschen vergraulen oder wütend machen. An für sich Ja das gleiche. Doch es tat auch ihm, ihm als Trainer, weh! Früher war dieses Pokémon aufgeschlossen gewesen, saß mit stolzem Blick neben Chiko selbst und half ihm bei seinen Fällen. Heute ... "Willst du vielleicht doch lieber in den Ball?" Wenn er auch weiter lief hielt er den roten Ball vor die Nase des Luxtra's, welches den Kopf jedoch leicht wegdrehte. Ablehnung. Lieber ärgerte er weiter die Menschen. Chiko grinste schief. Das war dann wohl sein Partner, wie er leibt und lebt.

Das Grinsen schwand als er den Blumenladen erblickte,..Asuka hatte Blumen geliebt. Die Farbe oder gar die Art einer Blume, es hatte sie nie gekümmert. Alle hatte sie in die Hand genommen, daran gerochen und gelächelt. Sie behielt sie, bis sie starben. Er würde nie weider in der Lage sein ihr eine Blume zu überreichen.
Ein stoßen an seinem Bein ließ ihn hinunterblicken, Luxtra rieb seinen mächtigen Schädel an seinem Bein. "Ja du vermisst sie sicherlich auch. Hm?" Ruhig kraulte er diesem hinter den Ohren. "Oder etwa nur ihre gute Küche?" Eine Art jaulen von sich gebend wandte er sich von seinem Trainer ab und lief .. Auf einen Jungen Mann zu. Saß wohl am Brunnen Rand und.. . Dies mal griff er doch mal zu seiner Brille, rückte sie gerade. Ja, auch er schien den Laden zu betrachten. Erneut fiel auch sein Blick auf den Laden, ließ Luxtra auf den Knaben zugehen. Was sollte schon geschehen? Außer dem kleinen schreck?
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Re: Innenstadt

Beitrag von Sakuam Mo Jan 02, 2017 12:33 am

Der Entschluss war gefasst! Blumen mochten für ein Pokémon nun wohl doch nicht das richtige sein. Deswegen musste nun einmal etwas anderes her. Ob es vielleicht einen guten Laden für Pokémon-Bedarf hier in der Stadt gab? Vielleicht gab es ja irgendwelche Köstlichkeiten, die auch dieser überaus kritischen Vulnonadame munden würden. Und wenn nicht, so gab es doch mit Sicherheit irgendwelche Accessoires für Pokémon. Eine hübsche Schleife vielleicht? Obwohl Saku sich durchaus fragte, ob Cherry das nicht falsch auffassen würde, aber deswegen zog er ein Halsband auch schon gar nicht erst ins Betracht.
Kaum richtete sich der Schwarzhaarige jedoch auf und hatte endlich den Mut gefasst, in den Blumenladen zu gehen, trat jedoch auch schon ein Luxtra aus heiterem Himmel vor ihn. So plötzlich - vielleicht auch, weil er zuvor so arg in Gedanken versunken war - dass er erschrocken einen Schritt zurückweichen wollte, wäre da nicht der Brunnen hinter ihm gewesen. Das Gleichgewicht ward bei diesem dummen "Ausweichmanöver" schnell verloren und kurzum ruderte der Ranger mit den Armen in der Luft, um es irgendwie wieder zurückzugewinnen. Vergebens. Nur von Glück konnte er sagen, dass er nicht im Brunnen landete, sondern noch auf den steinernden Brunnenrand, wenn auch unsanft.
Saku wäre jedoch nicht Saku, wenn er erzürnt darüber wäre. Immerhin war er ja auch nicht im Wasser gelandet, sondern saß im Grunde wieder in der gleichen Position wie zuvor auch. Nur, dass da nun ein fremdes Luxtra vor ihm war, das er weder kannte, noch von dem er wusste, was es eigentlich von ihm wollte. Ob es jemandem ausgebüchst war? Kurz sah der Ranger sich um und schon bald blieb sein Blick an einem älteren Herrn haften. Ob er der Trainer dieses Luxtras war? Kurz darauf widmete er sich jedoch wieder dem Luxtra; grinste es sogar keck an. "Und du hast mich nicht ins Wasser befördert, ha!", meinte er, als wäre es die Lebensaufgabe dieses Pokémon gewesen, andere Menschen in Brunnen zu ertränken. Das war es nicht - hoffentlich -, aber Saku nahm das ganze doch lieber mit etwas Humor, als dem Trainer dieses Pokémon wütend anzuschnauzen, dass er gefälligst aufzupassen hatte. Ohnehin hatte der Ranger noch nie verstanden, wieso manche Menschen sich derart über Pokémon aufregten. Man konnte ja schließlich nicht ihre Gedanken kontrollieren, auch wenn es Menschen gab, die ihre Pokémon mit überaus strenger Hand erzogen. Saku bevorzugte es jedoch, wenn sie ihre eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringen konnten. Selbst wenn das bedeutete, eine Partnerin an der Seite zu haben, die sich wie eine verzogene Diva und Prinzessin aufführte. Ironischerweise brachte Cherry seinen Eltern jedoch ein völlig anderes Verhalten entgegen, war genügsam und ruhig. Vielleicht lag das aber auch an ihrer Situation und ihrer plötzlichen Unfähigkeit, vernünftig zu laufen. Er würde wirklich ein gutes Geschenk für diese Vulnonadame benötigen.
Schließlich blickte Saku wieder zu dem älteren Herrn, von dem er glaubte, dass er zum Luxtra gehörte. Weshalb er ihm auch plötzlich unbeschwert zuwinkte, als wäre es das normalste auf der Welt. Nun, in gewisser Weise war es das für Saku auch. Ihn kümmerte aber auch wirklich nicht, was andere davon denken mochten.

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Re: Innenstadt

Beitrag von Gastam Di Jan 03, 2017 1:54 pm

Seine Augenbraue machte eine eigene Wanderschaft als er das überaus unbeschwerte Winken des Jungen Mannes bemerkte. Natürlich hatte er nichts gegen eine solche Offenheit, ihm gefiel sie sogar sehr, auch weil dieser Mann ihn an seinen eigenen Sohn erinnerte! Auch dieser schien sich nie wirklich um die Gedanken der Außenwelt zu machen, was sie von ihm dachten oder wollten. Was die Welt von ihm erwartete. Einst war auch er so, natürlich besaß er auch noch heute, einige dieser Aspekte..Größtenteils waren sie ihm jedoch verloren gegangen. Sich zur Räson bringend winkte auch er dem Mann zu, wenn auch weitaus zögerlicher, ehe er auf besagten zu trat. "Ich Entschuldige mich, für das Verhalten meines Partners!" Besagter trat nun zu seinem Trainer und rieb seinen Kopf gegen dessen Seite. Wenn man es nicht besser wusste, wer würde diesem Pokémon böse sein wollen? "Er ist etwas .. Frech geworden, auf seine Alten Tage."

Erneut wandte sich sein Blick, seine Aufmerksamkeit dem Laden zu. Dem Laden den auch dieser Junge hier betrachtet hatte. Ein Junge, vielleicht kaum Älter als seine eigenen Kinder. Stark erinnerte er ihn an seinen eigenen Sohn. Den,mit dem er gerade erst noch gesprochen hatte. So viele Meilen von Zuhause weg. "Weswegen betrachten Sie diesen Laden?" Auch wenn sein Blick wie festgewachsen am Laden hing, war die Frage deutlich an den Jungen gerichtet. Es machte ihn neugierig, weswegen zwei Personen, völlig vertieft einen Laden betrachten. Lediglich Erinnerungen oder auch nur der Gedanke, welche Blumen man holen sollte. Für wen und aus welchem Grund! Der Laden schien einfach eine Magische Anziehungskraft zu haben, so wie es auch so manche Heilige Stätten besaßen. Eine Magische Anziehungskraft war hier wohl vorhanden, durch das Aussehen des Ladens. Blumenladen war Blumenladen. Sahen im Prinzip alle gleich aus..Gleich und damit waren alle mit Erinnerungen verknüpft. Schöne, Qualvolle, Lustige..Zu viele. Leicht wanderte sein Blick zu seinem Alten Freund, vor ihm stehend, war er auch Alt den Kopf stolz erhoben. Doch stetig sah er in ihm dieses kleine Sheinux was er damals traf! Ein Sheinux welches mit ihm höhen und tiefen überstand! Sein Partner und stetiger Wegbegleiter.

Erinnerungen konnten wohl überall und nirgends auftauchen. Wenn er es nicht besser wüsste, könnte er sagen behaupten das Bäume Erinnerungen wecken konnten! Blieb nur die Frage ob dieser Mann hier ebenfalls etwas mit diesem Laden oder den Blumen verband. Oder er sich einfach nur überlegte welche zu kaufen..
Ja man konnte sagen, Chiko war ein durchaus neugieriger Mann!
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Re: Innenstadt

Beitrag von Sakuam Di Jan 17, 2017 11:58 pm

Tatsächlich winkte der Mann sogar zurück, wenn auch zögern. Nun gut, das war wohl nur allzu verständlich. Immerhin winkten einem nicht täglich wildfremde Leute. Solange es ihn jedoch nicht allzu unangenehm war, war es Saku aber nur recht. Nur die plötzliche Entschuldigung ließ den Schwarzhaarigen kurz verwirrt dasitzen. Immerhin hatte er sich von diesem Luxtra keinesfalls belästigt gefühlt. Letztendlich konnte er den Gedanken, dass sich manche Menschen von einem solchen Verhalten gestört fühlten, wohl verstehen. Saku winkte jedoch schlicht ab. "Nicht doch.", sagte er. "Im Gegensatz zu meiner alten Partnerin ist dieses Luxtra das reinste Schmusekätzchen." Insgeheim war er froh, dass Cherry genau diese Aussage nicht hören konnte. Sie hätte ihn gevierteilt und über Rayono City verstreut oder wahrscheinlich gleich auf der nächsten Müllhalde begraben.
Nur, dass Cherry nicht "frech" war, weil sie alt geworden war - wobei Saku wirklich nicht wusste, wie alt dieses Vulnona war -, sondern weil sie schlicht und ergreifend schon immer eine Diva gewesen war. Schon von dem Tage an, an dem sie sich kennengelernt hatten. Obwohl Cherry durchaus auch ihre guten Seiten hatten. Sie war eine zuverlässige und vor allem hilfreiche Partnerin gewesen. Jetzt spielte sie Hausherrin in Sakus Elternhaus. Wobei der Schwarzhaarige sich doch arg hatte wundern müssen, wie handzahm sie dort war. Fast so, als hätte sie ihm all die Jahre bloß auf die Nerven gehen wollen.

Der Blumenladen schien jedoch auch für den anderen von Interesse zu sein; vielleicht ebenfalls von Bedeutung zu sein. Bloß die Frage, die er stellte, passte Saku nicht sonderlich in den Kram. Es klang genauso neugierig wie die Fragen, wenn man die Blumen erst kaufte. Manche Verkäuferinnen, die dort arbeiteten dachten sich wohl schlicht nichts dabei zu fragen, ob die Blumen für die Freundin oder Ehefrau waren. Rote Rosen trafen immerhin auch eine Aussage, obwohl Saku sie bloß kaufte, weil Ilona sie am liebsten hatte. Andere Blumen für ihr Grab zu kaufen käme ihm da doch gar nicht erst in den Sinn.
"Ich mag Rosen, wissen Sie, rote.", begann er, auch wenn die Aussage keiner Erklärung gleichkommen sollte. Nein, Saku hatte nicht vor diesem Mann seine Lebensgeschichte auf die Nase zu binden. Er wollte nicht über Ilona reden. Nicht über ihren Tod und erst recht nicht davon, wie schwer es nach sieben Jahren noch war, loszulassen. "Ich überlege mir nur, ob ich wieder einmal erklären muss, dass sie für mich sind." Er grinste keck bei dieser Aussage. Auch, wenn es wohl eine dreiste Lüge sein mochte. Er hätte sie wohl eher noch als "faule Ausrede" bezeichnet. Aber war es so abwegig, dass ein Mann sich rote Rosen kaufte, weil er sie ganz einfach mochte und sich für die Sprache der Blumen keinesfalls interessierte? Anscheinend, wenn er sich immer wieder mit dämlichen Fragen konfrontiert sah, die er nicht beantworten wollte und auf die er zumeist ohnehin nicht antwortete.
"Und Sie?", fragte er anschließend, während er ebenfalls zum Laden sah, um kurz darauf aus seinen Augenwinkeln heraus wieder jenen Mann zu betrachten, der die Frage gestellt hatte und nun mit der Selben konfrontiert wurde. Nun, über eine Gegenfrage konnte er sich doch sicher nicht beschweren, richtig?

# tbc: Route 6


Zuletzt von Saku am Do März 09, 2017 1:01 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Innenstadt

Beitrag von Veitam Mi März 08, 2017 7:37 pm

Rayono City - das blühende Leben! Die Stadt der weggeworfenen Träume und Pleitegeier! Nun ja, bis auf die wenigen vielleicht, die beim Glücksspiel tatsächlich einmal Glück hatten. Nervenkitzel, die Gelegenheit, das große und schnelle Geld zu verdienen! Behauptungen, die Veit für unsinnig hielt. Man konnte nur verlieren, indem man ein Risiko einging. Der Gedanke an schnelles Geld hatte zwar durchaus seinen Reiz, nicht aber Reiz genug, damit dieses obdachlose Kerlchen ein solches Risiko einging. Lieber machte er sich wieder auf die Suche nach Schnäppchen. Davon hatte er jedenfalls was.
Pluspunkt bekam Rayono City jedoch dadurch, dass manche kuriose Vögel, die dem Glücksspiel frönten, bereits ihr Geld zum Fenster rauswarfen, noch ehe sie überhaupt gewonnen hatten. Nun ja, wenn man es wirklich als Pluspunkt deuten wollte. Der letzte komische Vogel hatte es nämlich für amüsant befunden, kleine Scheinchen in Veits frisch gekauften Kaffee zu stecken! Nun gut, gekauft war er ja eigentlich nicht. Denn streng genommen hatte Veit sich den Kaffee für eine kleine Gefälligkeit erschnorrt. Alte Leute waren manchmal nämlich ziemlich spendabel, obwohl er eigentlich auf ein wenig Geld gehofft hatte.

Sein Kaffee war jetzt leider nicht mehr wirklich trinkbar. Zumindest hätte ihn wohl jeder normal denkende Mensch ausgekippt, wenn ein Fremder seine Finger reingesteckt hätte, um sein Geld loszuwerden. Nicht jedoch Veit. Er hatte sich kurzer Hand auf eine Bank in der Nähe eines Springbrunnens gesetzt und wartete darauf, dass der Kaffee im Plastikbecher ein wenig abkühlte. Dann konnte er ganz bequem die Scheinchen herausnehmen und seinen Kaffee trinken! Das wäre jedenfalls der Plan gewesen.
Wie es nun einmal kommen musste, hatte sich das Pokémon irgendeines Trainers ganz unachtsam zum Springbrunnen begeben und den Kaffeebecher, den Veit abgestellt hatte, umgekippt. Adé, leckerer Kaffee! Der Trainer hatte sich zwar entschuldigt, aber auf die Idee einen neuen Kaffee zu kaufen, war er nicht gekommen! Nun gut, so arg wie Veit ihn angefahren hatte, war das wohl auch verständlich gewesen.
"Ich hasse diese Stadt...", murmelte der Ex-Trainer vor sich hin, während er versuchte, die Scheine irgendwie trocken zu bekommen. Sicher, klug war es wohl nicht, so offen mit Geld zu hantieren. Auf der anderen Seite legte man sich aber besser auch nicht mit Veit an. Der hätte jedem Gelegenheitsdieb die Augen ausgekratzt, wenn er glaubte, sich an seinem Geld zu schaffen machen zu können! Nun, mehr als kratzen konnte er wohl auch nicht. Er war weder ein Schläger, noch besaß er Pokémon, die das für ihn hätten übernehmen können. Aber das wussten die anderen ja glücklicherweise nicht. Und das sollten sie so schnell auch nicht erfahren.
Die eigenartigen Blicke mancher Passanten wusste Veit gekonnt zu ignorieren. "Der hätte ruhig mehr springen lassen können. Dann wäre vielleicht noch ein Kaffee dringewesen.", fuhr er sein kleines Selbstgespräch fort. Nun gut, selbst wenn man ihm mehr in den Kaffeebecher gesteckt hätte, hätte er sich wohl keinen zweiten Kaffee davon gekauft. Das wäre reinste Geldverschwendung. Da konnte er sich besser in irgendeinem Supermarkt Instantkaffee kaufen. Auch wenn der nicht ganz so gut schmeckte. Der Geschmack war in manchen Belangen aber nunmal Nebensache.

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Re: Innenstadt

Beitrag von Arimaam Sa März 11, 2017 6:06 pm


Rayono City schien es meist nicht gut mit Arima zu meinen. Kleider machten Leute, oder? Er hatte sich in Geschaftsmannmanier gekleidet (und sich sogar um das Nest auf seinem Kopf gekümmert!), weil er einige Sponsorenverträge erneuern musste und bei solchen Gesprächen eben jedes Detail zählte. Dies lockte jedoch auch zahlreiche Geldgeier an, die sich einen guten Deal mit dem Weisshaarigen erhofften, was dann doch an seinen Nerven zehrte, sodass er Rayono City in nächster Zeit sicherlich etwas mied.
Im Grossen und Ganzen würde die RPV von Rayono City nun weniger Geld als im vorigen Jahre einnehmen. Arima konnte sich zwar bei einem grösseren Sponsor sogar einen netten Bonus erschwatzen, aber dieser glich leider trotzdem bei Weitem nicht den Verlust eines anderen, genauso grossen Sponsors aus. Diese idiotische Firma wollte ihn doch tatsächlich bestechen! Das wäre natürlich eine Schlagzeile, wenn ausgerechnet er darauf eingehen würde.
Im Grunde hatte er während dem Gespräch, als er auf ein Kaffee warten sollte, aus Langeweile einen Lineal der Firma auf dem Tisch vor ihm mit seinem eigenen nachgemessen. Es erschien eben auch ein klein wenig unpassend. Und tatsächlich, das Ding war ganze 16mm falsch! Problematischerweise wurden diese falschen Lineale bereits ausgeliefert und diese Firma hängte viel zu sehr an ihrem Image (das war auch der alleinige Grund zur Unterstützung der RPV). Jedenfalls wurde Arima ein saftiger Sponsorenbonus vorgeschlagen, wenn er darüber kein Wort verlieren würde. Immerhin rühmte sich die Firma ja mit ihren Präzisions-Zeichnungsutensilien! Als Endresultat landete diese Firma auf der Blacklist, Oksana bekam Viso-Caster-Post und ein paar Polizisten durften sich über Arbeit freuen. Arima verliess das Gebäude ohne einen neuen Sponsorenvertrag, jedoch mit dem vermaledeiten Lineal. Immerhin war es absolut gegen seine Prinzipien, dass dort ein Angestellter mit einem derart falschen Lineal arbeiten musste! Daher wechselte er den Seinen mit der Fehlproduktion ein.

So wanderte er nun mit seinem Psiana durch Rayono City und seufzte. Ein solcher Tag war doch wirklich ermüdend! Erst, als sein Psiana ihn kurz an seiner Hose anstupste und sich einem Rosarothaarigen näherte, schien seine Aufmerksamkeit zurückzukehren. Dieser beschwerte sich über die Grosszügigkeit eines Spenders und wedelte wie verrückt mit Geld herum. Rayono City war wahrlich eine krumme Stadt, wenn es um Geld ging. Wenn bei dem Kerl nun jedoch nicht einmal mehr ein Kaffee drin lag, schien es nicht sonderlich gut um ihn bestellt zu sein. Eventuell war er aber auch zu knausrig um mit eigenem Geld ein Kaffee zu bezahlen. So genau wusste Arima das ja nun auch nicht. Er selbst hatte es ja indirekt einem Kaffee zu verdanken, dass sich die eine Firma korrupt zeigte.
Arimas sonst ruhiges Psiana war aber eher entsetzt von der Sauerei, die dieser Kerl veranstaltet hatte und jetzt einfach mit Geld rumwedelte anstelle sich darum zu kümmern. Sie war ja sowas auch nicht von ihrem Trainer gewohnt! Also machte sie sich gleich daran, die ärgsten Kaffeeüberbleibsel irgendwie mit ihrer Konfusionattacke zu bereinigen.
Sie haben ihn nicht richtig ausgeKnetet. Badumm Tss. Ein Schnipsen. Ein Grinsen. Und da war nun dieser erwartungsvolle "Sag, dass der schlecht war"-Blick.  Oh ja, dieses absolut fantastische Wortspiel hatte ihm gerade den Tag gerettet! Ausserdem konnte man doch nicht besser ein Gespräch beginnen! Und irgendwie tat dies auch seiner Laune gut, immerhin war der Tag bisher nicht sonderlich angenehm gewesen. Wirklich hilfreich war er aber nicht.
Das Lineal stellte zudem ein optimales Spielutensil dar, immerhin konnte er nun an seinem Dreh-den-Lineal-zwischen-den-Fingern-Skill feilen.

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Re: Innenstadt

Beitrag von Veitam Do März 16, 2017 3:07 pm

Rayono City - Die Stadt der Verrückten! Nein, wirklich, er lernte an diesem Tage noch, diese Stadt so richtig zu hassen. Nicht nur, dass er sich seinen Kaffee nun schenken sollte, jetzt glaubte auch noch ein Psiana, die Sauerei wegmachen zu müssen, während der vermeintliche Trainer dumme Witze riss. Tatsächlich sah Veit den weißhaarigen Mann mit einer Mischung aus Genervtheit und vollkommener Unverständnis an. War dieses schlechte Wortspiel sein Ernst? Hatte er einen Clown gefrühstückt? Oder war er vielleicht doch nur irgendeiner Irrenanstalt entkommen? Letzteres klang eigentlich sogar plausibel!
"Der war so schlecht, dass ich Schadensersatz verlangen sollte.", kommentierte Veit den überaus schlechten Witz. Wenn er aber genau darüber nachdachte, dann war das vielleicht keine allzu schlechte Idee. Ein neuer Kaffee tat nicht weh, richtig? Also, jedem außer ihm. So wie dieser Kerl angezogen war, hatte er bestimmt Geld wie Heu oder zumindest genug, dass auch ein Kaffee für einen Fremden bei rausspringen konnte. Hoffentlich war er bloß kein Anwalt. Dann wiederum hatte Veit eh keine Anschrift. Wer sollte ihm da schon zuverlässig eine Anzeige zukommen lassen? Und trotzdem. Wenn dieser Kerl ein Anwalt war, dann würde er sich hier und jetzt verdrücken! Nicht, dass irgendwelche dummen, rechtlichen Belehrungen folgten, die er sich eh nicht anhören würde.
"Ein Kaffee wäre zum Beispiel nicht schlecht." Das Geld stopfte er bei seiner Aussage achtlos in seine Jackentasche. Ja, sicher, er konnte sich auch selbst einen kaufen, aber es war so verdammt teuer! Es war guter Kaffee, in der Tat, aber teuer! Außerdem war es ihm doch nur recht, wenn er sich einen neuen Kaffee erschnorren konnte. Und zwar dafür, dass er einen so schlechten Witz hatte ertragen müssen!

Unweigerlich musterte Veit aber doch wieder die Kleidung des Mannes. Er sah zu stark nach Geschäftsmann aus und Veit hatte doch einige, schlechte Erfahrungen damit gemacht. Besonders in Stratos City, wo die Zeit Geld war. Wenn dieser Kerl aber schon stoppte um Witze zu reißen, konnte er aber kein so arroganter Geschäftsmann sein, richtig? Es sei denn, er tat es nur, um sich über ihn lustig zu machen. Nun, wenn dem so war, dann hatte Veit dem nichts mehr hinzuzufügen, würde vielleicht ein wenig provozieren und anschließend das Weite suchen.
Der Blick glitt anschließend zu dem Psiana. Ugh, Psychopokémon! Er hasste Psychopokémon! Nun gut, es war kein wirklicher Hass, doch er verteufelte diese Pokémon für die Empathie, die sie für gewöhnlich mitbrachten. Von Glück konnte er aber wohl sagen, dass es nur ein Psiana war und kein Trasla. Das wäre doch bei Weitem verräterischer gewesen. Hoffentlich war es das einzige Psychopokémon, das er besaß. Und hoffentlich besaß er erst recht kein Lucario.
Tatsächlich rückte Veit sogleich ein gutes Stück von dem Pokémon weg. Sollte es den Boden blitzeblank putzen, ihm aber bloß nicht zu nahe kommen! Hoffentlich hatte es den Wink mit dem Zaunpfahl auch verstanden und hielt sich daran. Fürs Erste. Wenigstens wollte er doch noch einen neuen Kaffee abstauben. Wenn er sich danach aus dem Staub machte, ging er wenigstens nicht leer aus. Vorausgesetzt dieses Pokémon spielte ganz lieb mit.

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Re: Innenstadt

Beitrag von Arimaam Fr März 17, 2017 10:20 pm


Oho. Der Blick des anderen sah vielversprechend aus. Und siehe da, sein Witz wurde tatsächlich kommentiert! Als wäre das noch nicht genug gewesen, stimmte auch die Antwort exakt mit seinen Witzstandards überein. Da war es ihm natürlich auch schnurzpiepe, ob der Kerl ein Witzinsider war oder ihn tatsächlich einfach nur schlecht fand. Richtig reagiert war richtig reagiert! So machte sich auch gleich ein Strahlen im Gesicht des Weisshaarigen breit; er wusste, warum er alberne Wortspiele so liebte!
Sein Psiana schien davon etwas genervt zu sein und schüttelte lediglich den Kopf, ehe sie mit ihrer Putzarbeit fortfuhr.
Schliesslich kam es auch zur nächsten Forderung: Kaffee als Schadenersatz. Der Wunsch nach Kaffee war zumindest verständlich, immerhin schien sein vorheriger nicht in seinem Magen gelandet zu sein, obwohl jener wohl auch quasi geschenkt war, wenn er von "springen lassen" sprach. Ausserdem mal eine etwas origineller verpackte Forderung hier in Rayono City, die sich nicht um Geld handelte.
Nun war halt da so die Sache, dass Arima diesen Kerl mit der unorthodoxen Haarfarbe gerade mal einige Minuten lang kannte. Normalerweise wäre das also nix mit kostenlosem Kaffee geworden, immerhin war er ja kein spendabler Samariter und hatte bereits den ganzen Tag erfolgreich "Deals" abgelehnt. Aber dieser Kerl war auf seinem Humor-Level! Und der bessere Grund war natürlich, dass langweiliges Nummernabtippen in Gesellschaft von einem Nichtlangweiler gleich viel interessanter wurde und ein Café nach Arimaansprüchen eben Internet besass.
So antwortete er ihm schliesslich nach kurzem Abwägen des Für- und Wider schulterzuckend: Ein Kaffee schadet nie. Er checkte zur Sicherheit noch kurz die Uhrzeit auf seinem Viso-Caster, immerhin wollte er eigentlich heute noch in die Zentrale zurückkehren, aber so lange dauerte ein Cafébesuch nicht, oder? Sollte er seine Arbeit ohnehin bevor fertig bekommen, müsste er nicht einmal unbedingt zurück nach Stratos City. Ich möchte aber in ein Café, einverstanden?, fuhr er schliesslich fort und wartete auf eine Antwort. Eventuell hatte der Schnorrer ja auch eine noch bessere Idee, die ihm noch mehr zusagte.

Sein Psiana unterdessen war endlich fertig mit saubermachen und Arima fiel auf, dass sein Gesprächspartner offenbar Distanz suchte, wenn es um Osama ging, da er ziemlich rasch wegtrat, nachdem er sie kurz begutachtet hatte. So winkte er sein Pokémon sogleich zurück und die Psianadame folgte der stummen Anweisung ihres Trainers und begab sich hinter ihm. Entschuldigung für die Unannehmlichkeit. Zurückrufen steht leider nicht zur Option, aber Osama wird sich ohnehin nicht für Sie interessieren. Nungut, das war lediglich die halbe Wahrheit, immerhin konnte das Interesse seines Psianas ziemlich steigen, sollte jemand ihrem Trainer Übles wollen und zurückrufen wäre technisch gesehen auch möglich. Arima besass jedoch einfach dieses Basisvertrauen in Menschen nicht, dass ihn nicht irgendein Idiot plötzlich beispielsweise von einer Treppe runterschubsen würde. Dies lag aber auch eher daran, dass er in seiner Position zu einem attraktiveren Angriffsziel wurde und es sich doch entspannter mit Menschen abhängen liess, wenn man nicht ständig vorsichtig sein musste.
Mein Name ist übrigens Arima, wie darf ich Sie nennen? Er spielte immer noch an dem Lineal herum, es fiel ihm jedoch nicht mehr auf.

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Re: Innenstadt

Beitrag von Veitam So März 19, 2017 4:41 pm

Hatte dieser Typ gerade wirklich eingewilligt, ihm einen Kaffee zu spendieren? Das war ja fast zu schön, um wahr zu sein! Da war die Forderung, in ein Café zu gehen auch nicht das große Problem. Es war jedenfalls ein öffentlicher Ort. Was sollte da schon passieren? Oder hegte dieser Typ etwa irgendwelche Hintergedanken? Tatsächlich grübelte Veit für einen Moment, ob er diesem Angebot trauen konnte. Ein öffentlicher Ort schadete nicht, richtig? Würde er halt einfach besonders gut auf seine Tasse aufpassen! Dieser Kerl würde schon keine Gelegenheit bekommen, ihm irgendetwas unterzujubeln. Anzugträgern konnte man eben nicht trauen. Aber ein solches Angebot ausschlagen, stand auch nicht zur Option. "Einverstanden.", antwortete er deswegen knapp.
Ohnehin, wenn jemand dämliche Blicke kassieren würde, dann doch dieser Mann! War ja schon auffällig, wenn sich so jemand mit jemandem wie Veit herumtrieb. Veit malte sich jetzt schon das Getuschel aus, das es geben würde. Damit musste dann aber dieser spendable Herr leben. Jetzt, wo er das Angebot gemacht hatte, gab es nämlich für ihn auch kein Zurück mehr! Nun gut, theoretisch schon. Aber ob er Veit wirklich dermaßen auflaufen lassen würde? "Aber nur, wenn du sofort zahlst.", fügte er schließlich seine eigene Bedingung an. Nicht, dass Veit seinen Kaffee genoss und dann doch selbst zahlen sollte. Das konnte er ja wohl knicken.

Dass dieses Pokémon ihm keine Umstände bereiten würde, klang ja schon mal nicht schlecht. Ob dem wirklich so war, blieb abzuwarten. Schließlich konnte Veit doch nicht wissen, wie dieses Pokémon handeln würde, wenn sie erst einmal im Kaffee waren. Dass man ein Pokémon zum Schutz an der Seite wissen wollte, war jedenfalls nachvollziehbar. Vor allem, wenn man vielleicht sogar der Chef irgendeiner Firma war! Oh Gott, war dieser Kerl etwa Unternehmer?
"Lass das. Das ist ekelhaft.", entgegnete der Ex-Champ jedoch. Damit war aber nicht etwa die Aussage gemeint, die der Mann getätigt hatte, sondern das schlichte Siezen. Für wen hielt dieser Kerl sich auch? Für einen reichen Geschäftsmann? Ja, gut, das war er vielleicht auch. Gerade deswegen empfand Veit das Siezen jedoch auch eher als Sarkasmus. Warum sollte man ihn auch schon Siezen. Und warum sollte er jemanden Siezen, wenn er das Siezen hasste? Das konnte man natürlich als unhöflich betrachten, jedoch war es Veit auch so ziemlich egal.
"Wehe, es kommt mir doch zu nahe.", warf er noch ein. Auch, wenn man seine leere Drohung wohl ruhigen Gewissens ignorieren konnte. Was sollte er auch schon dagegen tun? Er besaß ja nicht einmal mehr ein eigenes Pokémon.

Als der andere sich vorgestellt hatte, überlegte Veit jedoch für einen Moment, ob er sich wirklich mit richtigem Namen vorstellen sollte. Nun, man erwartete wohl keinen Nachnamen, wenn man sich selbst mit Vornamen vorstellte - jedenfalls glaubte er, dass "Arima" den Vornamen darstellen sollte -, aber sich selbst verraten wollte man schließlich auch nicht. "Veit.", beschloss er zu antworten. Ohne Nachnamen konnte das aber mit Sicherheit auch nur als Zufall gewertet werden. Vorausgesetzt, dieser Mann hatte überhaupt Dinge aus Kalos gehört. Das musste ja schließlich nicht gegeben sein. Unweigerlich fiel der Blick aber doch wieder auf den Anzug. Angenommen, er war tatsächlich der Chef irgendeines Unternehmens oder aber zumindest in einer hohen Position, was für ein Unternehmen mochte es wohl sein?

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Re: Innenstadt

Beitrag von Arimaam So Apr 02, 2017 7:17 pm


Na das lief doch alles fein am Schnürchen! Der anscheinende Kaffeeliebhaber willigte zumindest ohne Widerrede auf Arimas kleine Bedingung ein. Also benutzte er sogleich auch seinen Viso-Caster, nutzte wie ein Hipster eine Spracherkennungsfunktion im Anfangsstadium und fragte das kleine Gerät wiederholt, wo denn der Weg zum nächsten Café mit Internet war. Im Endeffekt war er ein klein wenig verärgert von der Ineffizienz dieser Technik und beschloss, einfach zu dem einen Café in Rayono City zu gehen, das er eben bereits kannte.
Schliesslich vernahm er auch die geduzte Bedingung des anderen. Dieser junge Mann war in der Tat ein wahrer Nichtlangweiler! Und eventuell gar ein kleiner Miesepeter. Interessant aber, dass er solche Forderungen stellte, wenn ihm gerade ein Kaffee offeriert wurde. Er riskierte also auch, dass Arima es sich mit dieser Aussage anders überlegen könnte. Er hatte jedoch im Grunde nur das Gegenteil bewirkt und der Weisshaarige wurde etwas weniger steif. Sah ganz danach aus, als wurde er weder erkannt, noch war seinem Gegenüber der gesellschaftliche Pro Forma Kram wichtig. Perfekt! Ein solcher Umgang war ihm doch weitaus lieber. Trotzdem schien er den anderen zunächst noch einen Moment lang zu fixieren, ungefähr die Zeit, die für viele Menschen unangenehm erschien, wenn Stille während eines Gesprächs herrschte.  
Kein Problem., kam es dann schliesslich doch noch achselzuckend. Jetzt blieb nur noch zu hoffen, dass das Café, welches er kannte, überhaupt noch existierte und auch offen war.

Schliesslich schaffte es der Rosarothaarige dann doch, Arima eine Augenbraue hochziehen zu lassen. Im Kopfe ging er noch einmal die getätigte Aussage durch, ehe er kurz zu seinem Psiana schaute, welches jedoch lediglich den Kopf schief legte und wohl auch etwas verwirrt war. Er konnte also lediglich Vermutungen anstellen, was dem anderen sauer aufstiess. So vergrub er schliesslich eine Hand im Anzug, während die andere immer noch mit dem Lineal beschäftigt war. Die Ausdrucksweise und/oder das Siezen?, wollte er schliesslich wissen, nachdem er im Kopf nach Ausschlussverfahren zu diesen beiden Möglichkeiten kam und die schnippische Art gekonnt ignorierte.
Schliesslich offenbarte sein Gegenüber auch sein nächstes Misstrauen: Osama. Der Fremde erschien Arima langsam wie ein Shaymin, dass sich einkullerte. Im Grunde erinnerte ihn der Fremde an ihn selbst, jedoch schien er sein Misstrauen weitaus offensichtlicher zu zeigen. Im Grunde aber wurde ihm der Rosarothaarige genau deswegen sympathisch. Wird nicht passieren, versicherte er ihm schliesslich, immerhin erweckte der Fremde keinen gefährlichen Eindruck auf ihn. Sollte er entgegen seinen Erwartungen dann doch dumme Sachen anstellen, kümmerte es Arima dann doch herzlich wenig, wenn ihm Osama doch zu nahe kam.

Schliesslich stellte sich der andere dann auch vor. Veit. Ein Name, den er nicht so oft hörte, aber doch schon einige Male aufgeschnappt hatte. Cooler Name. Er hielt sich zurück, nicht direkt noch ein schlechtes Wortspiel anzuhängen, immerhin bot sich der Name doch geradezu dazu an!
Jetzt muss ich wissen, ob du selbst auch ein cooler Typ bist: Zockst du? Trainierst du Pokémon? Kennst du noch schlechtere Wortspiele als die meinen? Sein Psiana fand die Fragerei weniger toll und stupste ihn etwas mit ihrem Kopf an den Beinen an. Immerhin kannte sie ihren Trainer gut genug, um zu erahnen, was seine wahre Intention mit den Fragen war und sie konnte unnötige Neugierde einfach nicht leiden.
Dadurch erinnerte sie Arima jedoch an ihre Präsenz, sodass er sogleich den mittlerweile zu warmen Anzug mitsamt Krawatte auszog und beides in ihre Richtung warf. Wie üblich, musste sie ihre Konfusion-Attacke dazu verwenden, um die Kleider ihres Trainers zu falten. Da Arima es ihrer Meinung nach ohnehin nicht perfekt genug machte, ging man dieser Tätigkeit eben auch ohne Widerworte nach.
Ah, viel besser., kommentierte er nun in seinem weissen Hemd, obwohl er sich nun leider weniger wie ein supercooler Geheimagent fühlte.
Lass uns gehen, meinte er dann schliesslich auch zu Veit, ehe er in die Richtung des ihm bekannten Restaurants fortmarschierte. Sein Psiana lieferte ihm unterdessen die peinlichst genau gefaltene Kleidung, die er sogleich auch in seine Umhängetasche verstaute.

tbc: Café Illumina

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Re: Innenstadt

Beitrag von Veitam So Apr 02, 2017 8:46 pm

Dieser Typ wandelte ja doch schnell von augenscheinlich erfolgreichem Unternehmer zu peinlichem Vollidioten. Veit hatte noch nie wirklich verstanden, warum man zwanghaft versuchte, mit einer Spracherkennungsfunktion zu arbeiten, wenn es einfach nicht klappen wollte. Das Spektakel beobachtete der Ex-Trainer daher mit einem vielsagenden Blick, der offen zur Interpretation blieb. Man hätte ihn als die Bitte sehen können, ihn hier und jetzt zu erschießen, um sich diese Peinlichkeit nicht länger mitansehen zu müssen oder als die Bitte, jemanden zu verständigen, der diesen Irren mitnehmen konnte, um ihn zu schützen. Tatsächlich war es für Veit jedoch eher ein Blick, der einem stummen Gebet gleich kam, der Herr möge Hirn vom Himmel regnen lassen.
Letztendlich trug diese Aktion, dem Viso-Caster Anleitung geben zu wollen, ja auch keine Früchte und zum Glück unterließ Arima es, es zwanghaft weiter zu versuchen. Ja, das kam doch einer Erlösung gleich! Der Erlösung, sich diesen Schwachsinn nicht mehr anschauen zu müssen, denn es war wie ein Unfall. Man wollte nicht hinsehen, man wollte lieber schnellstmöglich das Weite suchen, aber man konnte einfach nicht anders! Zumal von diesem Typen sein Ersatzgratiskaffee abhängig war. Koste es, was es wollte, doch er würde diesen Ersatzgratiskaffee jetzt auch bekommen!
Blöd nur, dass der andere nicht antwortete und das Gespräch tatsächlich in einer peinlichen Stille mündete. Da hoffte Veit tatsächlich, dass dieser Kerl jetzt ganz einfach seine Antwort geben würde. Was überlegte er überhaupt so lange?! Hatte er etwa doch vor, ihn auszutricksen? Schließlich kam die erlösende Antwort, die ganz zu Veits Zufriedenheit ausfiel. Somit hatte er nun eine kleine Sicherheit. "Sehr gut.", meinte er, nickend, mit einem fast siegessicheren, aber doch zaghaften, Lächeln auf den Lippen. Immerhin ging es hier auch um guten Kaffee. Es hätte in der Seele weh getan, wenn nun doch eine Ablehnung gekommen wäre.

"Das Siezen.", stellte Veit klar, nachdem Arima sicherheitshalber nachgefragt hatte. Nun, der Ex-Trainer hatte sich immerhin nicht wirklich klar ausgedrückt, da war es wohl nicht sonderlich verwerflich, dass Arima nachhakte. Hoffentlich würde er das wenigstens berücksichtigen! Menschen, die jemanden wie ihn Siezten, waren ihm nicht ganz geheuer, auch wenn man sicherlich einfach nur von Höflichkeit sprechen konnte. Eigentlich war das ja doch bemerkenswert.
Arima versicherte ihm schließlich auch nochmal, dass dieses Psiana sich ihm nicht nähern würde. Hoffentlich meinte er es auch genauso wie es gesagt war! Veit wollte keine böse Überraschung erleben. Auf der anderen Seite hatte das Psiana bisher aber wirklich keinen interessierten Eindruck gemacht. Nun, dann konnte er vielleicht ja doch Vertrauen darin setzen, dass es sich wirklich fernhalten würde. Besser war es jedenfalls.

Mit der Art und Weise wie Arima auf seinen Namen reagierte, hatte Veit jedoch nun wirklich nicht gerechnet. Er wurde mit Fragen überhäuft! Im Grunde war es ihm jedoch vollends egal, ob dieser Kerl ihn nun für cool halten würde oder nicht. Eigentlich bekam der junge Mann sogar das leichte Gefühl, an der Nase herumgeführt zu werden. Was tat man also, wenn man das glaubte? Genau. Darauf antworten!
"Ich zocke nicht. Ich mag keine Pokémon. Und wenn ich so schlechte Wortspiele von mir geben würde, würde ich mir die Kugel geben." Antwort genug? Ganz der Wahrheit entsprachen diese Antworten natürlich nicht. Es war nicht, dass er Videospiele nicht mochte. Er fand nur keine Gelegenheit sie je zu spielen, so ohne Dach über den Kopf und Pokémon mochte er doch eigentlich ziemlich gerne und so dermaßen daneben waren die Wortspiele des anderen auch nicht wirklich. Zumindest nicht so daneben, dass er sich wirklich umbringen würde.
Für einen Moment war der Ex-Trainer jedoch tatsächlich erschrocken, als sein Gegenüber begann, sich auszuziehen. Nun gut, es waren nur Krawatte und Anzugjacke, aber es hatte ohne Kontext und Begründung im ersten Moment so falsch gewirkt, dass Veit den Kerl immer noch verdutzt anstarrte, nachdem er seine Klamotten auf dem Psiana abgeladen hatte. Das schreckte Veit jedoch nicht ab, sich seinen Gratiskaffee abzuholen! Was tat man nicht alles für guten Kaffee? Hoffentlich war er in dem Café, das sie ansteuerten nun auch wirklich gut.
"Wehe du legst noch 'nen Striptease hin.", meinte er noch, während er Arima zum Café begleitete. Er hatte schließlich keine Lust, sich mit einem Exhibitionisten abzugeben, obwohl es wohl mehr als verständlich war, dass man zu warme Klamotten auszog, wenn man sie nicht mehr wirklich benötigte.

# tbc: Café Illumina - Rayono City

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Re: Innenstadt

Beitrag von Gastam Fr Aug 04, 2017 6:59 pm

Post 1

Diese Stadt ist Illumina City unglaublich ähnlich..., stellte Cho fest, während sie durch die Innenstadt von Rayono City lief. Sie war noch nicht lange in Einall, doch sie hatte schon jetzt Gefallen an der Region gefunden. Panaero City hatte ihr auch schon gefallen, aber Rayono war noch einmal etwas komplett anderes. Ihrer Begeisterung merkte man von Außen allerdings nicht viel an, denn ihr Gesicht hatte noch immer einen relativ Emotionslosen Ausdruck. Mit Sahra, ihrem Vulnona an ihrer Seite lief sie also weiter und verschaffte sich einen Überblick über die doch ziemlich große Stadt. Vielleicht würde sie hier doch noch etwas länger bleiben, als geplant, denn schließlich gab es hier auch eine Wettbewerbshalle. Als Koordinatorin durfte sie sich diese nicht entgehen lassen!
Wie immer lief Cho mit einer aufrechten und erwachsenen Haltung durch die Stadt, wodurch es die Neunzehnjährige nicht wundern würde, wenn schon jemand, der sie nur auf der Straße gesehen hatte etwas älter eingeschätzt hätte. Diese Situation wäre nicht die erste für Cho, doch ihr war das auch so ziemlich egal. Wenn sie älter geschätzt wurde, konnte sie sich wenigstens sicher sein, dass ihre Haltung auch ordentlich war. Sahra war nicht anders. Schließlich leitete sich ihr Name von Herrscherin ab und die grazile Figur, zusammen mit der Anmutigen Haltung drückte auch genau dies aus. Manchmal bemerkte Cho, wie manche Leute sie verwundert anstarrten, weil sie sich nicht sicher waren, ob sie nun eine junge Dame, oder eine Erwachsene Frau sahen, oder wegen dem Auftreten des Duos. Sie lief aber nicht schneller, weil sie es unangenehm fand, oder seufzte genervt. Stattdessen lief sie einfach in ihrem üblichen Tempo weiter und betrachtete nebenbei die verschiedenen, in den Schaufenstern ausgestellten Waren. Es gab hier viele verschiedene Dinge, jedoch würde sie es wahrscheinlich beim Ansehen belassen, da sie keine Lust auf eine wirkliche Shoppingtour hatte.
Während sie sich weiter umsah, achtete sie jedoch nicht wirklich auf den Weg. Sahra warte sie meistens noch rechtzeitig vor und half ihrer Trainerin auch bei der Orientierung, denn dies war eines der Dinge, die Cho nicht wirklich lagen. Dankbar schaute sie zu dem Fuchspokémon, das nie ein Problem damit hatte, wenn Cho einmal etwas Orientierungslos durch die Städte lief, sondern ihr dabei half sich zurecht zu finden.
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Re: Innenstadt

Beitrag von Gastam So Aug 06, 2017 2:07 am

cf: Gassen

Zu Schade, dass Blackie sich aus dem Staub gemacht hatte. Eigentlich wollte Kazuya ihn ja nicht gehen lassen, aber dann kam ihm der Gedanke, dass es bestimmt langweilig werden würde, wenn er ständig nur mit einer Person zusammen war. Der kleine Teufel brauchte Abwechslung. Möglichst viel davon, denn er langweilte sich ziemlich schnell zu Tode. Oftmals wirkte es einfach so, als hätten Menschen nichts besonderes zu bieten, die ganzen Chemas kannte er immerhin bereits. So viele machten hauptsächlich auf Friede-Freude-Eierkuchen und das widerte den Rotschopf wirklich an. Wie konnte man nur so verweichlicht sein?! Das konnte er beim besten Willen nicht verstehen. Tze...aber was regte er sich auf? Er konnte ja doch nichts daran ändern. Sollten sie nur weiter ihre schmierige Fassade behalten, denn er würde ganz sicher nicht auf sie hereinfallen.

Wie immer gelangweilt, eine Hand in der Hosentasche vergraben und einen Apfel hoch und runter werfend - spaziert er durch die Straßen. Wenn man ihn so sah konnte man durchaus sagen, dass er einen Tunnelblick aufgesetzt hatte, da er auf keinen anderen achtete. Sein Pam-Pam lief dabei vor ihm her und suchte nach potenziellen Opfern, denen sie etwas Geld oder Proviant abknöpfen konnten. So langsam neigte sich sein Vermögen nämlich dem Ende zu, aber einen Job suchen? Pah! Sowas brauchte Kazuya nicht. Er und arbeiten...da würde er lieber aus dem Flugzeug springen.
Beinahe wäre der Inugami über sein eigenes Pokemon gestolpert, da dieses plötzlich stehen blieb. Da konnte er sich grade noch so fangen. ,,Sag mal spinnst du?!", blaffte er den kleinen Panda an. Blieb er einfach stehen. Wie peinlich war das denn, wenn er sich vor aller Leute Augen abgelegt hätte? ,,Wo sind wir hier überhaupt?" Der kleine Teufel sah sich um. Wie war er denn hier bitte gelandet? Vorhin befand er sich doch noch in der Schwarzen Stadt. Kazuya hatte nicht mal gemerkt, dass er die Stadt verlassen hatte. Da hatte ihn die Grübelei aber ordentlich eingenommen! Wenn er schon mal hier war konnte er ja auch gleich etwas bleiben und sich umsehen. Bisher hatte der junge Mann sowieso noch nicht sonderlich viel von Einall gesehen. Immerhin kam er schon kurz nach seiner Ankunft nach einem Raubüberfall ins Gefängnis. Und seine Entlassung war auch nicht allzu lange her, deshalb hatte er Städtemäßig einiges aufzuholen. Doch seine Gedankengänge wurden abermals jäh unterbrochen durch den Panda, der an seinem Hosenbein zog. Grimmig blickte er hinunter und sah, dass er irgendwohin zeigte. Wehe es war nichts wichtiges. Aber sein kleiner Freund schien ihn wieder einmal nicht zu enttäuschen. Ein kleines Mädchen, das in seinen Augen recht zierlich aussah mit einem Vulnona an ihrer Seite. Wenn das mal nicht leichte Beute war! ,,Du hast echt ein gutes Auge für sowas, Kumpel." Es schenkte ihm als Antwort bloß ein verschmitztes Lächeln und Augenzwinkern. Jetzt war nur noch die Frage, welche Tour er heute durchziehen würde. In dieser Stadt war recht viel los, da kam ein Überfall vor aller Augen nicht in Frage. Zumindest nicht, wenn er es selbst machte. Nein, das hier war ein Fall für Snibunna, welches er auch sogleich aus seinem Ball ließ. ,,Kannst dich freuen, denn du darfst wieder deiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen." Ein gemeines Lächeln schlich sich auf die Lippen seines Pokemon. Es freute sich jedes Mal aufs Neue, wenn es bei einem Diebstahl teilnehmen durfte.
,,Ihr beide wisst was zu tun ist." Ohne weitere Umschweife machten sich die beiden Pokemon auf den Weg, während Kazuya selbst sich im Hintergrund versteckt hielt und beobachtete. Zuerst steuerte nur Snibunna das Mädchen und Vulnona an, - während der kleine Pander sich hinter einem Blumentopf am Eingang eines Geschäfts versteckte - wartete bis es ihre Aufmerksamkeit hatte, ehe es seinen Kreideschrei einsetzte. Das war Pam-Pams Stichwort. Kurz darauf sprang es hervor auf den Rücken vom Fuchspokemon und von da aus auf das Mädchen zu, luchste ihr die Tasche ab und verschwand mit dieser hinter der nächsten Ecke, woraufhin auch Snibunna aufhörte. Es grinste den Beiden noch einmal ins Gesicht, ehe es auch los rannte.

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Re: Innenstadt

Beitrag von Gastam So Aug 06, 2017 2:51 am

Post 2


Ohne, dass Cho es bemerkt hatte, bewegte sich ein Snibunna auf sie zu. Etwas verdutzt, aber auch mit einem Stirnrunzeln blickte sie dieses an, als es direkt vor ihr stand. Sie mochte Unlichtpokémon überhaupt nicht. Warum wusste sie selbst nicht wirklich, aber sie waren ihr einfach...zu hinterlistig. Das dies nicht bei allen, aber bei diesem Unlichtpokémon zutraf sollte sie gleich merken, denn das Snibunna setzte seinen Kreideschrei ein. Mit schmerzverzerrten Gesicht hielt sie sich ihre Ohren zu, doch bekam gerade so mit, wie ihre Tasche von einem anderen Pokémon entwendet wurde. Aus dem Augenwinkel konnte sie ungefähr sagen, wo das Pokémon verschwunden war. Dankbarerweise hörte das Snibunna mit seinem Kreideschrei auf und grinste das Duo frech an, bevor es ebenfalls verschwand.
"H-hey!", rief sie und rannte, ohne nachzudenken dort hin, wo die 19 Jährige das Pokémon mit ihrer Tasche gesehen hatte. Sahra direkt hinter ihr. Sie konnte nicht genau sagen, ob sie es dort finden würde, aber sie musste es einfach versuchen. In dieser Tasche waren Maelys und Celine! Sie durfte die beiden einfach nicht verlieren! Das war einer der wenigen Momente, wo man Cho deutlich Emotionen ansehen konnte: Angst, Verzweiflung und vor allem Wut. Gerade so konnte die junge Dame mit den weißen Haaren das Pokémon, anscheinend ein Pam-Pam und das Snibunna in einer Seitenstraße verschwinden sehen. Entschlossen rannte sie den beiden Pokémon hinterher. Sie musste die beiden Diebe fassen und ihre Tasche zurückbekommen! Doch hierbei konnte es sich doch niemals um zwei Pokémon handeln, die einfach nur spielten, oder? Kein normales Pokémon würde einfach so die Tasche einer fremden Frau klauen und abhauen. Cho glaubte eher daran, dass es sich um irgend einen Kriminellen handeln musste. 
Als sie in die Seitenstraße einbog konnte sie wieder das Pam-Pam und das Snibunna sehen. Bevor diese weiter rennen konnten, rief sie außer Puste: "Sahra...Funkenflug!" Das Vulnona tat, wie ihre Trainerin es ihr gesagt hatte. Auch, wenn ihre Pokémon mehr für Wettbewerbe, als für Kämpfe trainiert waren hatte der Feuerfuchs immer noch einen ziemlichen Vorteil, wenn es um's Zielen ging. Sie traf das Kampfpokémon und das Unlichtpokémon vor die Füße, so, dass Cho und Sahra wenigstens etwas aufholen konnten, bevor die beiden sich wieder aus dem Staub machen wollten. "Nochmal!", rief sie ihrem Pokémon zu, doch dieses Mal verfehlte das Vulnona und das hieß, dass Cho weiter den beiden Pokémon hinterher rennen durfte.
'Verdammt!', dachte sie verzweifelt, denn sie merkte, wie langsam ihre Ausdauer aufhörte und der Abstand zwischen ihr und den Pokémon sich immer weiter vergrößerte. Sahra konnte aber mit den Pokémon mithalten, entfernte sich allerdings dadurch immer mehr von ihrer Trainerin. Das Feuerpokémon wusste, wie wichtig die Pokémon in der Tasche waren, denn auch für Sahra waren das Chillabell Maelys und das Guardevoir Celine unglaublich wichtig. Die drei waren nämlich mittlerweile nicht nur ein eingespieltes Team, sondern verstanden sich mittlerweile auch ziemlich gut miteinander. Das Vulnona selbst bemerkte den Abstand, den es zu seiner Trainerin schuf nicht, doch zum Glück konnte Cho die drei noch sehen und war noch nicht all zu weit entfernt. Solange sich die Pokémon in ihrem Blickfeld befand, war alles gut...hoffte sie zumindest.
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Re: Innenstadt

Beitrag von Gastam Mo Aug 07, 2017 1:56 am

Das Ganze verlief ja wie am Schnürchen! Kreideschrei war eben unfassbar hilfreich, denn die Benommenheit der anderen konnte man sehr gut ausnutzen. Und auch, wenn seine Pokemon recht klein waren fand Kazuya es fast schon besser so, denn sie konnten dadurch viel leichter sich durch engere Passagen quetschen, in die ein Mensch nicht hinein passte. Wäre nicht das erste Mal, dass seine Pokemon auf diese Weise mit einem Diebstahl davonkamen. Zur Not hatten diese ja auch noch andere Attacken drauf, um sich zur Wehr zu setzen.
Der Inugami zog sich zurück, als Snibunna ebenfalls in einer Seitengasse verschwand und setzte sich in Bewegung, um die beiden abzufangen. Was er wohl dieses Mal für Beute machte? Geld musste einfach dabei sein! Wer lief denn heute auch noch ohne herum? Ganz besonders Mädchen schleppten das doch immer mit sich herum, um ihrem Shoppingwahn nachgehen zu können. Wie die immer stundenlang in einem Laden bleiben konnten verstand er bis heute nicht. In der Zeit wäre er schon durch 30 Läden durch und hätte am Ende sogar bestimmt mehr, als sie! Aber das war ja jetzt sowieso nebensächlich. Er musste sich konzentrieren, damit er nicht schon wieder die Orientierung verlor. Sonst durfte er seine Pokemon suchen gehen und darauf hatte Kazuya keine Lust.
Er nährte sich einer Abzweigung von wo er auch Befehle für Attacken hörte. Das musste bestimmt das Mädchen sein! Also hatte er Pam-Pam und Snibunna fast erreicht. Nur noch um diese Ecke...und tatsächlich! Da waren sie. ,,Du guckst, wie 7 Tage Regenwetter.", sagte er an das Unlichtpokemon gewandt.  Denn dieses Snibunna sah alles andere, als glücklich aus. Wenn Blicke töten könnten, dann würde der Feuerfuchs geradewegs umfallen. Aber so blieb es nur bei den Blicken. Es wollte sich zur Wehr setzen, wovon der kleine Teufel sie aber abhielt.
,,Noch nicht." Erst einmal ließ er sich von Pam-Pam die Tasche geben, die er grinsend betrachtete, bevor er zu dem weißhaarigen Mädchen sah. ,,Das hier war mal deine, Kleine. Wollen doch mal sehen, was da so alles drin ist." Ohne sie weiter zu beachten widmete er sich der Tasche. Wieso sollte er auch Angst haben? Schließlich hatte er 2 Pokemon an seiner Seite, die schon entsprechend reagieren würden, wenn sie oder ihr Pokemon etwas versuchten. Außerdem bei einem Mädchen befürchtete der Rotschopf generell nichts. ,,Na sieh mal einer an. Da sind uns doch glatt 2 Pokemon in die Hände gefallen." Interessiert musterte er einen der Bälle, den er herausgenommen hatte. Welche sich wohl darin befanden? Das würde er noch herausfinden. ,,Gute Neuigkeiten: Unser Proviant wurde wieder aufgestockt, denn hier sind einige leckere Sachen dabei." Doch kurz stockte der Inugami, als er die Bänderbox erblickte. ,,Huh...Was ist denn das?" Mit leicht schief gelegtem Kopf betrachtete er die Schachtel, öffnete sie kurz darauf und zog die Brauen zusammen. ,,Ein Band? Sag nicht du bist eine Koordinatorin? Tze...den Mist brauche ich nicht." Die Box warf Kazuya dem Fuchspokemon vor die Füße. ,,Ist das einzige von dem Ganzen hier, dass ihr gerne behalten könnt." Grinsend blickte er nun wieder zu dem Mädchen. Ob sie versuchen würde ihre Tasche zurück zu bekommen? Bestimmt. Aber die rückte der Kriminelle jetzt ganz sicher nicht mehr einfach so heraus.
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Re: Innenstadt

Beitrag von Gastam Mo Aug 07, 2017 2:49 am

Post 3

Es dauerte nicht lange und Chos Vermutung stellte sich leider als Wahrheit heraus. Ein junger Mann trat plötzlich hinter einer Ecke hervor. Es handelte sich um einen Kriminellen, der die Pokémon vorgeschickt hatte, um ihre Tasche zu klauen. Der Mann vor ihr hatte rötliche Haare, grüne Augen und war nur ein paar Zentimeter größer als Cho selbst. Zudem vermittelte er mit den Tattoos und seiner Kleidung das typische Bild eines Rowdys. Zumindest aus der Sicht von Cho. Dies war auch eine Art von Mensch, die die Weißhaarige verabscheute.
"Kleine?!", fragte sie kalt während ihr Gegenüber anfing grinsend und in aller Ruhe  den Inhalt ihrer Tasche zu studieren. Am liebsten hätte sie sofort Sahra auf diesen Idioten gehetzt, doch ihr standen auch noch zwei Pokémon gegenüber, während Sahra alleine war. Es war kaum merklich, aber als der Kriminelle die beiden Pokébälle in der Tasche erwähnte, zuckte sie leicht zusammen. 'Celine...Maelys...', dachte sie niedergeschlagen, ließ sich aber nach außen hin wie immer nichts anmerken. Das Gesicht der Koordinatorin hatte nun wieder seine kalte und ernste Fassade wiedererlangt. Dem Rest des Monologes hörte Cho nur halb anwesend zu, denn zeitgleich versuchte sie irgendeine Möglichkeit zu finden, die beiden, kampfbereiten Pokémon zu schwächen. Wenigstens so, dass Sahra eine faire Chance im Kampf hätte. Aber die momentane Situation erschien einfach auswegslos.
Erst, als der Rotschopf ihre Bänderbox vor die Pfoten des Vulnonas warf, kam ihr ein Geistesblitz. Sie war zwar nicht sonderlich gut im Kämpfen, doch es gab eine Attacke, die die beiden schon bei Wettbewerben oft genug eingesetzt hatten und ihnen jetzt einen Vorteil verschaffen konnte: Irrlicht. Sie wusste, dass der Gegner Verbrennungen erlitt und zumindest könnte sie ihre Gegner behindern, oder ihnen einen Nachteil schaffen. 'Versuch einfach dir vorzustellen...das es ein Wettbewerb wäre..., versuchte sie sich selbst zu beruhigen, obwohl sie wusste, wie dämlich dieser Vergleich gerade war. Da der Rotschopf die Bänderbox vor Sahras Pfoten geworfen hatte, hatte sie eine Chance dem Feuerpokémon die Attacke zu zuflüstern. Es war zwar nur eine kleine Chance, aber sie war da.
Sie bewegte sich auf die Schachtel zu, während Sahra immer noch da stand und den Todesblick des Snibunnas erwiderte. Wortlos bückte Cho sich nach der Box und flüsterte, als sie sich mit dem Kopf neben dem Ohr ihres Vulnonas befand: "Irrlicht!" Ihr war klar, dass der junge Mann es wahrscheinlich gehört haben musste, doch kaum hatte sie die Attacke befohlen, erschienen auch schon die lila-blauen, geisterhaften Flammen an den Schwanzspitzen des Fuchs-Pokémons und schleuderte diese auf die Pokémon des Diebes. Man hatte dem Feuerpokémon angesehen, dass es die Attacke tatsächlich, wie bei einem Wettbewerb ausgeführt hatte. War Chos Vergleich vielleicht doch nicht so weit hergeholt? Aber darüber hatte sie jetzt nicht die Zeit nachzudenken.
Cho machte rechtzeitig einen kleinen Schritt zurück, um nicht selber von den Flammen erwischt zu werden. Sahra hatte es zwar nicht geschafft beide Pokémon zu treffen, aber immerhin das Pam-Pam hatte sie mit einer der Flammen treffen können. So hatte sie diesen Kampf zumindest etwas ausgleichen können. Ihre Augen fixierten sich auf den Bereich vor sich und sie meinte mit ihrer, wie üblich ernsten und leicht monotonen Stimme: "Bloß, weil ich eine Koordinatorin bin solltest du mich nicht unterschätzen. Sahra, Psychoschock." Dieses Mal war die Attacke ganz klar auf ihr Gegenüber gerichtet. Sie hatte nicht vor ihn ernsthaft zu verletzen, sondern nur irgendwie an ihre Tasche zurück zu kommen. Würde er doch verletzt werden...würde sie ihm wahrscheinlich doch helfen, sollte es möglich sein. So viel Ehre hatte sie noch.
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Re: Innenstadt

Beitrag von Gastam Do Aug 17, 2017 4:18 pm

Wie die Koordinatorin sich über den Begriff ärgerte fand Kazuya mehr, als nur amüsant. Aber etwas dazu sagen? Nein, das hielt er nicht für nötig. Immerhin musste sich der Rothaarige ja nicht an jedem Wort aufhängen. Stattdessen widmete er seine ganze Aufmerksamkeit der geklauten Tasche, die natürlich erst einmal gründlich inspiziert werden musste. Und da von der Weißhaarigen auch kein Protest kam...wurde er auch nicht gestört. Selbst wenn wären seine Pokemon ja noch da, um sie abzuwehren.

Seine Augen verengten sich leicht, als sich die Kleine auf einmal in Bewegung setzte. Nicht, dass er Angst hätte, aber man behielt sein Gegenüber doch besser im Auge. Bisher hatte sie nämlich noch fast keinerlei Regung gezeigt bis auf die Tatsache, dass sie seinen Pokemon nachgerannt war. Daher war dem Inugami auch klar, dass ihr zumindest die Pokemon in der Tasche wichtig sein mussten. Schließlich konnte man das ganze andere Zeug auch neu kaufen, deswegen war sie also ganz bestimmt nicht hinter ihm her. Und damit sollte der kleine Teufel auch Recht behalten. Die Lippenbewegung des Mädchens erkannte er zwar noch, doch richtig verstehen konnte er es nicht. Aber das nächste was er sah waren dann auch schon die Flammen. Zischend biss er die Zähne zusammen und war schon dabei etwas anzusetzen, doch da war es bereits zu spät. Snibunne hatte zwar rechtzeitig reagiert und war zur Seite gesprungen, doch sein treuster Wegbegleiter hingegen nicht. Es wurde von den Flammen erfasst und ein paar Meter zurückgeschleudert. Das hatte gesessen...ein echter Volltreffer. Pam-Pam hielt für ein solch kleines Wesen recht viel aus, aber brauchte dennoch eine kurze Erholungspause, bevor es sich nach einem solchen Treffer wieder aufrichtete.

Jetzt war auch Kazuya wütend. Während Snibunna weiterhin ihres Todesblick auf Vulnona fixierte wurde seiner aggressiv, die Stirn in Zornesfalten gelegt. ,,Das wirst du noch bereuen!", zischte er. Sich mit jemandem wie ihm anzulegen endete in den meisten Fällen nicht sonderlich gut für die andere Person. Hauptsächlich waren es Männer, die ihm dumm kamen, die dann auch mal mit einer gebrochenen Nase oder dergleichen im Krankenhaus endeten, doch selbst bei Frauen machte er keinen Halt, wenn ihm etwas gegen den Strich ging. Und die wollten ja schließlich auch immer Gleichberechtigung in der Behandlung, also bekamen sie diese auch bei ihm. Rücksicht fehl am Platz. ,,Nachthieb!", rief Kazuya aus, als die lilanen Strahlen auf ihn zugeschossen kamen. Snibunnas Klauen fingen daraufhin an zu leuchten und es sprang den Strahlen entgegen, um sie so gut es ging abzufangen. So wirklich klappen tat das aber nicht. Ihre Attacke war einfach zu schwach, weshalb es gegen die Wand geschleudert wurde. Irgendwo war ihm schon klar gewesen, dass sie die Attacke nicht könne aufhalten, aber eine stärkere besaß sie nicht und die Zeit fehlte, um Traunfugil rauszulassen. Trotzdem versuchte er sich noch zur Seite abzurollen, aber noch während er sich in der Luft befand trafen ihn die Attacke, woraufhin er die Augen zusammenkniff und etwas über den Boden rollte. Die Tasche hatte er auch aus der Hand verloren. ,,Verdammt...!" So leicht würde er sich nicht geschlagen geben! Dafür war der Inugami viel zu stur. Mit zusammengebissenen Zähnen stützte er seinen Körper mit dem Unterarm ab und hob den Kopf an. Er sah sein Snibunna, das sich zum Glück wieder gefasst hatte und bei der Tasche stand. Ihre Wut war anscheinend bereits denn zu groß, denn sie wartete nicht mal auf einen Befehl von Kazuya, sondern griff von selber an. Sie rannte auf das Vulnona zu und während des Rennens leuchteten ihre Klauen weiß. Snibunna setzte die Metallklaue ein, um sich für die bisherigen Angriffe zu rächen. Der Rotschopf erhob auch keinen Widerspruch, sondern beobachtete viel mehr sein Pokemon, während er seine Kräfte neu generierte.


(OoC: Sry, dass ich erst jetzt wieder antworte. Die letzte Woche war recht stressig :/)
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Re: Innenstadt

Beitrag von Gastam Do Aug 17, 2017 9:39 pm

Post 4


Der Mann schien nun mehr als wütend, aber das interessierte die Koordinatorin herzlich wenig in Anbetracht dessen, dass dieser Typ ihr ihre Tasche geklaut hatte. Das Pandapokémon hatte es ziemlich mitgenomen und auch das andere Unlichtpokémon, das vergeblich versucht hatte Psychoschock abzuwehren, hatte es gegen eine Wand gescleudert.  Den Mann hatte es ebenfalls getroffen. Andere hätten wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen gehabt, doch hier zeigte sich der "Vorteil" von Chos fehlender Empathie für andere Menschen. Sie fühlte nähmlich weder Schuld, noch Mitleid für den Rotschopf. Sie fühlte sich eher schlecht wegen der Pokémon, vertrieb dieses Gefühl aber schnell. Jetzt war keine Zeit für Mitleid! Stattdessen zollte sie zu ihrer Tasche laufen, doch das Snibunna hatte sich schneller gefangen, als Cho es erwartet hätte und stand Auch schon wieder neben der Tasche und ihrem wertvollen Inhalt.
Bevor sie es registrieren konnte, rannte das Pokémon auf Sahra zu. Die Krallen des Pokémons leuchteten auf und das Snibunna schien sich wohl rächen zu wollen. Sahra konnte noch rechtzeitig von sich selbst aus reagieren und versuchte dem Angriff auszuweichen. Dennoch wurde das Feuerpokémon ziemlich hart getroffen. Das Vulnona konnte sich zwar wieder aufrichten und normalerweise hätte eine Stahlattacke nicht so viel gegen ein Feuerpokémon ausgerichtet, wenn das Pokémon ordentlich trainiert wäre. Doch genau da lag das Problem: Chos Pokémon wahren nunmal nicht für den Kampf trainiert und deshalb schien die Attacke den Feuerfuchs auch mitgenommen zu haben.
Die Beine der zierlichen Frau wollten zu ihrer Partnerin rennen, doch Chos Gehirn schielt sich ein. Der Kriminelle war vorerst noch am Boden, das Snibunna bei Sahra und das Pam-Pam schien sich auch wieder Halbwegs gefangen zu haben, aber hatte immer noch die Verbrennungen von Irrlicht. So eine Chance würde sie in dieser Situation kein zweites Mal bekommen und Wenn sie ersteinmal ihre beiden anderen Pokémon hatte, wäre der Kampf um einiges fairer.
Bevor das Kampf- oder das Eis- und Unlichtpokémon kapierten, was die junge Frau vorhatte, bewegte sie sich zu ihrer Tasche und holte die wahrscheinliche Lösung ihres Problèmes aus ihrer Tasche: den Pokéball von Celine, ihrem Guardevoir.
Dummerweise hatte es das Snibunna es geschafft Sahra ein zweites Mal anzugreifen und diese sah nun nicht mehr wirklich gut aus. "Sahra, zurück!", rief sie das Pokémon wieder zurück und steckte den Pokéball schnell in ihre Jackentasche, bevor sie ihr anderes Pokémon heraus holte.
Das Guardevoir schien etwas verwirrt, aber schaffte es aber schnell den Ernst der Lage zu erkennen, sobald es den Blick des Snibunnas sah. Cho dachte nicht lange über die Attackenwahl nach, sondern befahl ihrem Guardevoir: "Guardevoir, Mondgewalt!" Viel konnte das Mädchen über Wechselwirkungen nicht sagen, aber dass Feenattacken effektiv gegen Unlichtpokémon waren, wusste sie. Und dass Mondgewalt eine nicht gerade schwache Feenattacke von Guardevoir war, war ihr ebenfalls bekannt, weshalb sie sich eigentlich sicher war, dass diese Attacke dem Snibunna etwas zusetzen würde. Die pinke Energiekugel, die von dem Psycho- und Feepokémon beschworen wurde flog direkt auf das Snibunna zu und konnte es sogar erwischen. "Ich sagte doch, dass du mich nicht unterschätzen sollst!" Cho, doch das der Kriminelle noch ein anderes Pokémon im Kampf hatte, hatte sie fast vergessen.
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Re: Innenstadt

Beitrag von Akiraam Mo März 19, 2018 12:16 am

First Post

Heute Morgen war Akira nach Rayono City aufgebrochen um an einem Schönheitswettbewerb teilzunehmen. Sowas war genau sein Ding. Sich und seine Pokemon schön herausputzen und allen, die eigene Schönheit präsentieren. Und da er sowieso der Meinung war, dass er selbst und auch seine Pokemon, so schon ziemlich hübsch aus sahen, malte er sich bei so einem Wettbewerb gute Chancen auf den Sieg aus.
Gut gelaunt ritt er auf Leroy also nun zum Veranstaltungsort des Wettbewerbes, der sich in der Innenstadt befand. Da dieser Wettbewerb regelmäßig stattfand und er nicht zum ersten Mal daran teilnahm, hatte er auch keine Schwierigkeiten diesen Ort zu finden. Das Wetter war heute besonders schön, perfekt um sich einen schönen Tag bei diesem Wettbewerb zu machen. Aber im Grunde war das Wetter für die Veranstaltung unwichtig, da sich alles in einem Gebäude abspielte. Es handelte sich dabei um ein großes Haus, in einem alten, edlen Stil gehalten. Auch innen hatte es eine prächtige Einrichtung. In einem riesigen Saal waren ein breiter Laufsteg, die Jury-Plätze, sowie unzählige Stühle für die Zuschauer aufgebaut.
Außerdem gab es einige Nebenräume, in denen befanden sich  Umkleideräume, Toiletten, Aufenthaltsräume und Ähnliches für die Teilnehmer mit ihren Pokemon.

Als er an besagtem Gebäude eintraf, stieg er von seinem Gallopa und rief es in seinen Pokeball zurück. "Tut mir leid, Leroy aber heute ist Lunara dran.", sagte er noch lächelnd zu ihm. Lunara war sein schillerndes Nachtara, welches heute mit ihm am Wettbewerb teilnehmen würde. Kaum war Leroy in seinem Pokeball verschwunden, holte er Lunara raus. "So meine kleine, bald geht es los!" sagte er fröhlich zu ihr, sobald sie neben ihm stand. Nun gingen sie das letzte Stück des Weges zu Fuß. Beim näherkommen stellten sie fest, dass die Anmeldung heute draußen stattfand. Das war bisher meistens nicht der Fall gewesen, aber vermutlich hing es mit dem schönen Wetter zusammen. Neben der großen Flügeltür, die in das Gebäude führte, war ein kleiner Stand aufgebaut, auf dem groß 'Anmeldung'  geschrieben stand. Davor hatte sich auch schon eine ordentliche Schlange gebildet. Schien, als wäre der Wettbewerb an diesem Tag besonders gut besucht. So viele Teilnehmer gab es nicht jedes Mal.  Jetzt hieß es wohl erst einmal anstehen. Aber das konnte seine gute Laune heute kein bisschen trüben.  Er stellte sich an das Ende der Schlange und betrachtete lächelnd sein Nachtara, während seine Gedanken zu ihrem kommenden Auftritt schweiften.

Doch ein paar Stimmen rissen ihn bald wieder aus seinen Gedanken.  "Was willst du denn mit so einem hässlichen Ding hier!?" hörte er von ein bisschen weiter vorn in der Schlange. Mit "Hey, weißt du nicht,  dass das hier ein SCHÖNHEITSwettbewerb ist?" und  "Na mit dem Vieh hast du hier aber keine Chance!" und "Oder weißt du nicht was das Wort SCHÖNHEIT bedeutet?!" ging das ganze weiter. Dabei hörte er spottendes Gelächter von mehreren Personen. Er begann sich zu fragen was da wohl vor sich ging. Wurde da etwa jemand gehänselt? Als er hörte wie jemand spottend fragte: "Oder denkst du etwa du bekommst hier einen Extrapreis für das hässlichste Pokemon?" und dann fies lachte, konnte er das nicht mehr weiter mit anhören. Er wollte nun unbedingt wissen, was da los war. Als Polizist konnte er doch nicht einfach da stehen und zusehen, wie jemand beleidigt wurde. Doch die Menschen und Pokemon vor ihm versperrten ihm jegliche Sicht. Fragend schaute er Lunara an: "Was meinst du, sollen wir mal schauen was da vorne los ist?" Lunara nickte, also reihte er sich aus der Schlange aus und ging an dieser vorbei weiter nach vorne.

Dort angekommen, bot sich ihm folgendes Szenario. Da stand eine junge Frau mit einem Unratütox und bekam von einer kleinen Gruppe Trainern, die hinter ihr in der Schlange standen, fiese Bemerkungen ab, weil sie mit ihrem Unratütox an dem Wettbewerb teilnehmen wollte. Gut, zugegeben, ein Unratütox hatte nun mal nicht die angeborene Ästhetik eines Vulnonas, aber das war doch noch lange kein Grund es zu hänseln! Wahre Schönheit kam schließlich von innen, oder irgendwie so ähnlich ging doch dieses Sprichwort. Er hatte eigentlich vorgehabt sich voll auf seinen eigenen Auftritt zu konzentrieren, aber er hatte das Gefühl, hier dringend gebraucht zu werden. Da regte sich seine Polizisten-Ehre, er musste dieser armen Frau doch helfen! Und wer wäre besser dafür geeignet, alles aus dem kleinen Pokemon heraus zu holen, was ging, im Bezug auf Mode und Schönheit, als er? Er war doch schließlich ein Experte auf diesem Gebiet.

Also ging er zwischen die junge Frau und die drei Trainer, die sie hänselten.  Die drei hatten ein Chillabell, ein Aquana und - …ein Sleima dabei. Ach, selbst ein Sleima dabei haben, aber sich über jemanden mit einem Unratütox lustig machen. Na solche Leute mochte er ja besonders gern. Denn wirklich zu den hübschesten Pokemon zählte er Sleima nun nicht. Er schaute den Trainer mit dem Sleima mit einem Echt-Jetzt?-Blick an, sagte aber nichts, das würde wohl eh nichts bringen. Stattdessen wandte er sich gleich an alle drei: "So meine lieben, ich verstehe nicht, wo euer Problem liegt und es ist mir auch völlig egal. Alles was ich möchte ist, dass ihr aufhört euch in die Angelegenheiten fremder Personen einzumischen und euch lieber um eure eigenen Probleme kümmert." Er sagte es keineswegs unfreundlich, sondern war vollkommen ruhig. Aber das fanden die drei, offensichtlich jüngeren, wohl nicht so toll. Der mit dem Sleima blaffte ihn daraufhin an: "Ey, was mischst du dummer Blödmann dich da eigentlich ein, he!?" Von seinen Kameraden kamen heftiges Nicken und böse Blicke dazu.
Akira seufzte, gut wenn die auch noch frech wurden, dann würde er jetzt eben den Polizisten heraushängen lassen. Er würde sich hier sicher nicht von so ein paar Bengeln beleidigen lassen.
"Ihr habt die Wahl, entweder ihr lasst das ganze ab sofort sein, oder ich werde euch festnehmen. Denn ich bin übrigens Polizist. Ich könnte euch schon jetzt wegen Beamtenbeleidigung oder Erregung öffentlichen Ärgernisses belangen. Und wenn ihr nicht im Knast enden wollt…", sagte er mit einem leichten, überlegenden Grinsen im Gesicht. Daraufhin guckten die drei ganz schockiert aus der Wäsche und waren erst mal ruhig. Gut so. Sie mussten ja nicht wissen, dass diese Strafmaßnahme völlig übertrieben war und, vor allem da die drei noch ziemlich jung aussahen, nicht der Wahrheit entsprach.

Jetzt konnte er sich endlich an die junge Dame wenden. Doch bevor er etwas sagen konnte, hatte sie schon den Mund aufgemacht: "V-vielen Dank." , sagte sie etwas schüchtern und lächelte verlegen. "Ich weiß nicht warum Sie mir helfen, aber das ist sehr freundlich von ihnen, nochmal vielen Dank!" Er lächelte sie freundlich an und sagte: "Ach keine Ursache, das war doch meine Pflicht. Ich hoffe es ist in Ordnung wenn ich 'du' sage?" Sie nickte. "Gut, ich bin Akira. Und ich würde dir gerne meine Hilfe anbieten, für deinen Auftritt mit dem kleinen Unratütox hier. Das Gehänsel konnte ich mir vorhin einfach nicht mehr anhören, denn ich bin davon überzeugt, dass auch ein Unratütox hier eine Chance hat, wenn man es richtig anstellt. Du möchtest doch noch teilnehmen, oder?"
Die junge Frau lächelte nun auch und antwortete: "Ich bin Marla, freut mich dich kennen zu lernen. Das wäre sehr freundlich, wenn du mir helfen würdest. Natürlich möchte ich noch teilnehmen. Weißt du, ich bin seit kurzem erst Koordinatorin und ich möchte gerne den Leuten zeigen, dass auch Pokemon, die auf den ersten Blick nicht die hübschesten sind, trotzdem total süß und liebenswert sind. Denn ich glaube, die meisten Menschen bilden sich ein vorschnelles Urteil, nur nach dem Äußeren, dabei sind doch die inneren Werte viel wichtiger! Wie heißt es doch so schön? Ein Buch sollte man nie nach dem Einband beurteilen … Achso und das hier ist übrigens Bob", fügte sie noch hinzu un deutete auf ihr Pokemon.

Er lächelte über ihre Worte. "Was für eine noble Einstellung. Davon sollten sich einige Andere ruhig mal eine Scheibe abschneiden. Und das ist übrigens Lunara.", sagte er freundlich und deutete auf sein Nachtara. "Oh, die ist aber süß, darf ich die mal streicheln?", fragte die junge Koordinatorin begeistert. "Ich glaube, da wird sie nichts gegen haben." , meinte er schmunzelnd und sah sein Nachtara fragend an. Daraufhin ging Lunara als Bestätigung ein paar Schritte auf Marla zu. Diese beugte sich hinunter und streichelte sie kurz, bevor sie sich wieder aufrichtete und sich wieder an Akira wenden wollte. Doch vorher wurde sie von der Empfangsdame an der Anmeldung angesprochen. Sie beide hatten gar nicht bemerkt, dass sie schon am Anfang der Schlange angekommen waren. Sie meldeten sich also beide an und betraten schließlich das Gebäude.

"Wow, ist das groß hier.", stellte Marla erstaunt fest und brachte ihren Begleiter damit zum Schmunzeln. Er kannte das  ja schließlich schon. Sie betraten einen der Räume in denen Kleidungsstücke für die Pokemon bereitgestellt wurden. Es gab eine riesen große Auswahl an verschiedensten Variationen von Stoffen, Farben und Mustern. Dazu gab es unzählige Accessoires, in allen Varianten, die man sich nur vorstellen konnte. "Soo, na dann wollen wir mal!" sagte er begeistert und freute sich, dass er jetzt der Modeberater sein durfte. "Hast du denn schon eine Idee, was unserem kleinen Bob gut stehen könnte?", fragte er. Darauf antwortete sie: "Hhhmm… das ist gar nicht so einfach… vielleicht etwas in orange?", schlug sie vor. Der Blonde hob eine Augenbraue: "Orange? Bist du dir sicher?" Er besah sich noch einmal das Unratütox. "Du willst orange zu olivgrün kombinieren? Nein, nein Schätzchen, das wäre so ziemlich das schlimmste was wir tun könnten, das passt überhaupt nicht zusammen." Dann schlug sie etwas anderes vor: "Ach wirklich? Oh. Hhmm… dann vielleicht ockergelb?" Oh man, wie es aussah hatte er da noch eine Menge Arbeit vor sich. Das könnte schwieriger werden als er gedacht hatte. Aber was sollte es, sie würden schon was finden. So leicht würde er nicht aufgeben, er hatte ihr schließlich seine Hilfe angeboten.

"Also, ockergelb geht auch gar nicht, aber das hat nichts mit der Kombination zu tun, die Farbe ist generell schrecklich. Deshalb solltest du immer versuchen möglichst auf diese Farbe zu verzichten.", erklärte er ihr, da er selbst ockergelb überhaupt nicht leiden konnte. "Also gut wir haben ein überwiegend olivgrünes Pokemon, welches wir möglichst geschlossen einkleiden sollten, damit es nachher wirklich schöner aussieht als vorher.", überlegte er laut. "Ich denke wir sollten viel weiß verwenden. Dazu können wir royalblaue sowie himmelblaue und silberne Akzente setzen. Alternativ könnten wir bei den Akzenten auch in Richtung bordeauxrot bis rosa und gold gehen. Farben wie gelb, grün, orange oder lila fallen schon mal weg. Und es gäbe die Möglichkeit nicht weiß, sondern schwarz zu wählen. Allerdings ist olivgrün alleine schon recht dunkel, daher bin ich der Meinung wir sollten eher weiß nehmen, da das heller ist und dadurch besser an Bob wirkt. Also, was sagst du?", mit dieser Frage beendete er seinen kleinen Vortrag und schaute Marla erwartungsvoll an. Diese hatte ihm aufmerksam zugehört und schien nun zu überlegen.

Währenddessen betrachtete Lunara, die ebenfalls zugehört hatte, eingehend Marlas Outfit. Es war schlicht, größtenteils schwarz mit ein bisschen dunkelrot. Sie überlegte kurz und zupfte erst an dem Umhang ihres Trainers, bevor sie zu einem blauen Kleidungsstück ging und darauf zeigte. Akira schaute sie nachdenklich an und sagte dann: "Du meinst also wir sollten blaue Akzente wählen?" Lunara nickte und zeigte auf Marla. "Natürlich, es muss ja auch zu ihrem Outfit passen. Und du meinst zu schwarz und rot sollten wir zu weiß und blau kombinieren? Stimmt das wäre zwar etwas gewagt, aber es wäre der perfekte Kontrast. Das machen wir!", sagte er begeistert. Lunara und Bob setzten sich nun an den Rand des Raumes und überließen die weitere Auswahl der Kleider ihren Trainern.

Es dauerte auch nicht lange, da hatte Marla ein weißes Kleidungsstück in der Hand und präsentierte es ihrem Begleiter: "Wie wäre es denn hiermit?" Das Kleidungstück war von der Form her so, dass es wie eine Art Kleid an Bob sitzen würde. Es war komplett weiß und hatte an den Seiten, in der Mitte ringsum und am Saum Himmelblauen Stoff mit weißer Spitze darüber. Der selbsternannte Modeexperte fasste nun wieder Hoffnung, dass das ganze doch nicht so schwierig werden würde. "Perfekt!", meinte er einfach.
Er selbst hatte in der Zwischenzeit royalblaue Teile, die wie Stulpen fungieren würden, mit einem silbernen Muster, welches an Spitze erinnerte, gefunden. Fröhlich gingen sie zu Bob hinüber und kleideten ihn ein. Alles saß perfekt. "Sehr schön! Jetzt brauchen wir nur noch schöne Accessoires!", stellte er begeistert fest.
Er lief in Richtung der Accessoire-Ständer und begutachtete die Auswahl. Schließlich kam er mit zwei verschiedenen, silbernen Armreifen und einer dezenten silbernen Kette zurück. Alles in allem wirkte das Outfit sogar wirklich stimmig. "Hhmm… irgendwas fehlt noch…", meldete Marla sich schließlich zu Wort. Ja, sie hatte recht irgendwie fehlte da noch etwas. Ohne ein Wort zu sagen lief sie plötzlich los, noch einmal in Richtung der Accessoires. Ihr Begleiter blieb derweil wo er war. Er war gespannt, was sie wohl für einen Einfall hatte.
Schließlich kam sie mit einer Art Kopfbedeckung wieder. Es sah aus wie ein Hut, der weiß war, mit einer himmelblauen Feder daran und an der Seite zwei Löchern für die Ohren. Der Blonde grinste. "Das ist es!" rief er begeistert. Damit war Bob also fertig eingekleidet.

Nun war es Zeit Lunara fertig zu machen. Aber das ging schnell, da er ihr Outfit schon fertig mitgebracht hatte. Es war wesentlich einfacher, die Stücke maßgefertigt schneidern zu lassen, als sich beim Wettbewerb selbst noch den Stress zu machen, irgendwas Passendes zu finden. Naja, wenn man das Geld hatte, konnte man das jedenfalls so machen. Lunara bekam einen edlen blauen Rock, dazu zwei passende kleine Stulpen für die Vorderbeine und eine kleine silberne Rosenkette. Das würde bei ihr vollkommen reichen. Er war einfach der Meinung, dass sie so schon recht hübsch war, da war weniger meistens mehr.

Und dann war es schließlich soweit. Der große Auftritt war gekommen. Sie hatten das Glück direkt hintereinander dran zu sein. Als erstes war Marla mit Bob an der Reihe. Akira schaute zu, wie die beiden über den Laufstieg gingen. Er fand, dass sie das sehr gut machte. Sie ging mit einem Selbstvertrauen, welches er ihr gar nicht zugetraut hätte und einer tollen Ausstrahlung  über den Laufsteg und präsentierte ihr Unratütox wirklich gut. Als sie dann fertig war, war er selbst an der Reihe. Eine Rose in der einen Hand, Lunara ging auf der anderen Seite, stolzierte er mit einer aufrechten Haltung und einem großen Selbstvertrauen über den Laufsteg. In diesem Moment hatte er unfassbar gute Laune. Er genoss die Aufmerksamkeit der vielen Zuschauer total.
Und dann war der große Moment auch schon wieder vorbei.

"Hach, ich liebe solche Wettbewerbe einfach!", schwärmte er, als er später mit Marla in einem der Aufenthaltsräume saß und sie auf die Bekanntgabe der Gewinner warteten. Auch sie bestätigte, dass es heute sehr viel Spaß gemacht habe.
Sie unterhielten sich noch eine Weile und dann war es auch schon soweit. Siegerehrung! Das Ergebnis war besser als sie es beide erwartet hätten. Der Polizist hatte es mit Lunara doch wirklich geschafft auf dem ersten Platz zu landen! Aber noch viel wichtiger, Marla hatte es mit Bob heute wirklich allen gezeigt. Sie hatten den dritten Platz belegt!

"Wow, das hätte ich wirklich nicht erwartet.", sagte Marla später überglücklich zu ihm, als sie auf den Ausgang zusteuerten. Er schmunzelte und sagte: "Ihr beide könnt wirklich stolz auf euch sein, mit einem Unratütöx auf dem dritten Platz zu landen ist wirklich eine gute Leistung. Aber ich denke Lunara und ich können auch stolz auf uns sein." Bei den letzten Worten grinste er Lunara fröhlich an. Darauf sagte Marla: "Ja, ich denke wir können wirklich alle stolz sein. Wobei ich das ohne deine Hilfe wohl nicht geschafft hätte. Also nochmal vielen Dank!" Gutgelaunt entgegnete er: "Ach, keine Ursache! In Sachen Mode, helfe ich wirklich gern. Es war schön deine Bekanntschaft zu machen, Marla aber hier muss ich mich nun von euch beiden verabschieden. Also auf Wiedersehen!" Auch Marla verabschiedete sich von ihm: "Ich habe mich auch gefreut dich kennen zu lernen, Macht’s gut ihr beiden!"

Damit neigte der Tag sich auch dem Ende zu und Akira rief sein Nachtara in ihren Pokeball zurück, während er sein Gallopa heraus holte, um nach Hause zu reiten.

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Re: Innenstadt

Beitrag von Catleyaam Mo Apr 09, 2018 4:32 pm

Innenstadt
Post #002 [QP #01], mit: Izumi
cf: Vergnügungspark von Rayono City; einen Tag später
Nachdem der Wettbewerb am vergangenen Tag beendet war, hatte sich Catleya lediglich eine Unterkunft für die Nacht gesucht. Das Pokémon-Center hatte sich da wirklich hervorragend angeboten und so war sie am nächsten Morgen erholt aufgewacht. Leider hatte sie bereits beim ersten Blick aus dem Fenster bemerkt, dass der heutige Tag alles andere als schön werden würde. Dunkle Wolken waren am Himmel zu erkennen und auch sonst wurde es nicht wirklich hell. »Das wird noch Regen geben. Vielleicht sollten wir einen weiteren Tag in der Stadt bleiben, bevor wir nach Hause aufbrechen.« schlug sie ihren Pokémon vor, doch sie wollte nicht nur ihre Zeit im Pokémon-Center verbringen, weshalb sie bald schon in die Innenstadt aufgebrochen war. Sie wollte einfach schauen, ob sie etwas Hübsches fand - neue, seltene Stoffe vielleicht oder auch ein Item, dass sie gebrauchen konnte. Vielleicht konnte sie ja auch ein paar neue Ballsticker auftreiben? Sie würde sehen, was sich ergab, doch schon nach nur knapp einer Stunde bewahrheitete sich das, was der wolkenverhangene Himmel bereits angekündigt hatte. Kräftige Regentropfen fielen auf die Erde hinab und bald schon wurde daraus ein Gewitter. Starke Windböen peitschten Catleya den Regen ins Gesicht und innerhalb von Sekunden war sie vollkommen durchnässt. Doch sie war nicht die Einzige, die dem Wetter zum Opfer fiel. Eine ältere Dame hatte einen Stand aufgebaut, an dem sie mit einem kleinen Mädchen wohl ein paar Poképuppen verkaufen wollte. Leider wirkte es nun eher so, als würde sie die Waren verlieren, indem alles auf die Straße gefegt wurde und auch der Stand war stark in Mitleidenschaft gezogen. Schnell rief Catleya ihr Feuer-Vulnona in ihren Ball zurück, da dieses Wasser natürlich nicht besonders leiden konnte und eilte mit Amaranth zu der armen Frau, die völlig überfordert schien. Natürlich war Catleyas alles andere als froh darüber, jetzt hier im Regen zu stehen, aber ihr tat die Frau leid, die eilig versuchte, alles einzusammeln und abzubauen. Das Kind schien leider viel zu große Angst zu haben, um der Seniorin zu helfen. Ob sie wohl ihre Enkelin war? »Warten Sie, ich helfe Ihnen!« rief Catleya der Frau zu, noch bevor sie bei ihr angekommen war, als sich der Regen auch noch in Hagel verwandelte. Na wunderbar...als sie zu ihrem Alola-Vulnona herüber sah, erkannte sie, dass zumindest einer seinen Spaß hatte. Amaranth liebte Hagel schließlich. Catleya allerdings weniger, weshalb sie auch schnellstmöglich hier weg wollte. Auch wenn es mittlerweile im Grunde bereits ganz egal geworden war.



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Re: Innenstadt

Beitrag von Izumiam Mo Apr 09, 2018 9:46 pm

Post #1 / Izumi und Catleya / Questpost #1

Ruhig aber doch etwas schnell ging Izumi durch den Regen. Ihr war klar, dass sie gerade klitschnass wurde und sie bei dem aufgezogenem Gewitter eigentlich auch Schutz suchen sollte, aber ein bisschen wollte sie sich noch im Regen aufhalten. Obwohl die Forscherin sowohl Kälte, als auch Hitze nicht abkonnte, mochte sie den Regen.
Es war nicht zu kalt und außerdem fand Izumi selbst den Regen irgendwie beruhigend. Auch Ampharos schien das Gewitter zu mögen. Dennoch wollte sie sich das Gewitter von einem Windgeschützten Ort ansehen. In diesem Beschluss wurde sie bestärkt, als der Regen kein Regen mehr war, sondern zu Hagel wurde.
"Komm, Ampharos! Das Pokémoncenter ist nicht mehr weit!", rief die Rothaarige ihrem Pokémon zu und verschnellerte ihren Schritt. Auch ihr Pokémon stolperte ihr etwas tollpatschig hinterher. Ampharos war nicht immer der Geschickteste, wenn es darum ging sich schnell zu bewegen. Deswegen war er im Kampf meistens auf Attacken angewiesen, durch die er seinen Gegner auf Distanz halten konnte angewiesen, oder musste sich im Kampf auf Minun verlassen, da es um einiges schneller war.
Als sie weiter die Straße entlangliefen, sah Izumi eine ältere Dame, ein kleines Mädchen und eine junge Frau, die versuchten einen Stand mit Poképuppen vor dem Sturm zu retten. Izumi hatte persönlich noch nie etwas mit Puppen anfangen können. Auch mit anderem Spielzeug hatte sie sich nie großartig beschäftigt.
Andere hätten wahrscheinlich sofort geholfen, aber ganz ehrlich: Izumi wollte lieber sofort zum Pokémon Center. Zumal die Hagelkörner immer größer wurden und mittlerweile auch ziemlich weh taten.
Also lief sie mit Ampharos an ihrer Seite schnell weiter, als ihr plötzlich etwas vor die Füße geweht wurde. Es war eine der Puppen, die Aussah wie ein Nagelotz. Sie bückte sich nach der Puppe und schaute noch einmal zu dem Stand.
Sollte sie vielleicht doch helfen?
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Re: Innenstadt

Beitrag von Catleyaam Di Apr 10, 2018 5:35 pm

Innenstadt
Post #003 [QP #02], mit: Izumi
Sich klatschnass durch die Innenstadt zu begeben und irgendeiner Fremden zu helfen, war vielleicht nicht unbedingt das, was sie sich für den heutigen Tag vorgestellt hatte, aber sie konnte die arme Frau nicht allein lassen. Außerdem sah das Kind auch gleich viel zuversichtlicher aus, als es ihr Vulnona erblickte. Fast ehrfürchtig sah sie ihr Pokémon an und Catleya schenkte dem Mädchen ein Lächeln. "Ich danke Ihnen vielmals!" bedankte sich die ältere Dame mehrfach bei der Koordinatorin, die es eigentlich als selbstverständlich betrachtete, jemandem in Not zu helfen. Aber es waren wohl nicht alle so. Sie jedenfalls versuchte, die umher fliegenden Plüschpuppen einzusammeln, beschloss dann allerdings, dass Amaranth diese Aufgabe vielleicht eher erledigen konnte, immerhin musste auch noch der Stand in Sicherheit gebracht werden. Und bevor dieser komplett in sich zusammenfiel, sollte sie wohl zunächst diesen abbauen, bevor sie irgendetwas anderes anfing. »Amaranth, versuch' du, die Puppen einzusammeln!« rief sie ihrem Pokémon zu, das sie zunächst lediglich arrogant musterte. Es würde sicher keine Plüschpuppen einsammeln, dafür war es viel zu stolz! Catleya sah ihr Pokémon allerdings mit einem strengen Blick an und als das Mädchen zu dem Vulnona getreten war und ihre Hände in sein Fell vergraben hatte, nur um dann flehend zu ihm hochzusehen, legte sich bei Amaranth wohl ein kleiner Schalter um. Resigniert ließ er den Kopf hängen und machte sich dann tatsächlich dran, die Puppen aufzusammeln, gefolgt von dem kleinen Mädchen, das sich bei dem Vulnona wohl sicher zu fühlen schien. Catleya indes machte sich daran, der Frau dabei zu helfen, den eigentlichen Stand abzubauen. Dieser bestand aus einem Stoffdach, das an vier Stangen befestigt worden war. Diese wiederum waren an einem Tisch festgemacht, der mit seinen vier Standfüßen zumindest theoretisch festen Halt bieten sollte. Durch den Regen und den Sturm war dem allerdings nicht mehr so, weshalb sie schnell handeln mussten, bevor der Tisch noch jemanden verletzte. Leider war es alles andere als einfach, die Stangen vom Tisch wieder zu entfernen, da der Wind ihr ins Gesicht peitschte und der Hagel ihr die Sicht erschwerte. Amaranth hatte mittlerweile sogar ein paar Puppen auftreiben können, die das Mädchen nun in ihren Armen hielt, doch als er der nächsten Puppe folgte, stieß er auf eine weitere Frau, die zu ihnen herübersah, aber keine Anstalten machte, zu helfen. Das war wirklich sehr nett. Mit einem Ausruf machte er Catleya darauf aufmerksam, die nun ihrerseits zu der Frau blickte. Wunderbar, wenn sie ihr helfen würde, würde es mit Sicherheit wesentlicher einfacher werden! »Wir könnten noch etwas Hilfe gebrauchen!« rief sie dem Neuankömmling also zu, wobei sie keineswegs unfreundlich war. Sie hatte ja auch noch nicht gemerkt, dass die andere Frau schon eine Weile dort stand und zu ihnen herüber gesehen hatte. Sie war nun lediglich froh darüber, noch weitere Hilfe bekommen zu können. Im Augenblick versuchte sie nämlich, den Stand festzuhalten, damit er ihnen nicht um die Ohren flog. Ihn dann auch noch abzubauen, gestaltete sich als etwas schwierig, zumal die Dame, der dieser Stand gehörte, ja auch nicht mehr die Jüngste war.



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