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✗ 30.11.2017 | Adventskalender 2017
Auch dieses Jahr dürft ihr euch wieder auf unseren Adventskalender freuen! Auch Bewerber haben etwas davon und dürfen die enthaltenen Geschenke für ihre unfertigen Steckbriefe verwenden.

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Die Wettbewerbe des Forums haben bisher nicht wirklich geglänzt, weshalb ihr nun ins Spiel kommt! Habt ihr Ideen, Anregungen oder Wünsche für den Ablauf von Wettbewerben? Teilt sie uns mit uns sagt uns eure Meinung! Mehr dazu hier!

✗ 02.07.2017 | BoW feiert Zweijähriges!
Beyond Our Wishes gibt es nun schon seit zwei Jahren! Zur Feier des Tages haben wir uns ein paar schöne Dinge für euch ausgedacht, die ihr hier nachlesen könnt!

✗ 20.04.2017 | Ein alter Gegner tritt ab
Heute verabschieden wir uns leider von Shawn, der das Team aus zeitlichen Gründen verlässt, uns aber als User weiterhin beehrt! Wir bedanken uns herzlich für seine Unterstützung und die Arbeit, die er geleistet hat.

✗ 13.04.2017 | Eier hier, Eier dort!
Beyond Our Wishes wünscht euch allen frohe Ostern! Aus gegebenem Anlass haben sich 70 Eier im Forum versteckt. Ob ihr sie findet?

✗ 16.12.2016 | BoWinnliche Weihnachten!
Es weihnachtet in BoW! Bis zum 23.12.2016 habt ihr die Möglichkeit, eure Punkte zu verschenken. Die Bescherung gibt es am 24. Weitere Informationen findet ihr hier.

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Wie auch im letzten Jahr gibt es auch dieses Mal einen Adventskalender, bei dem ihr schöne Preise gewinnen könnt. Alles was ihr dafür tun müsst, ist euch anzumelden!

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Wie in diesem Thread darauf hingewiesen wurde, wird Nahash ab heute ihre Teamarbeit als Gründungsadministratorin wieder aufnehmen.

✗ 02.07.2016 | Happy Birthday, BoW!
Das Beyond our Wishes feiert heute seinen ersten Geburtstag.

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Es ist so weit! Nicht mehr lange und Beyond Our Wishes feiert seinen ersten Geburtstag! Um die Wartezeit bis zum großen Tag etwas spannender zu gestalten, gibt es einen Geburtstags-Coundown, an dem ihr teilnehmen könnt!

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Avery hat das Team verlassen, wird aber als Nanaki weiterhin im Forum aufzufinden sein. Shawn wurde daher nun zum Admin ernannt und BoW hat mit Trafalgar, Qiuyi und Saari auch noch drei neue Moderatoren erhalten! Näheres hierzu findet ihr hier.

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Labyrinth

Beitrag von Micaham So Jul 31, 2016 1:02 pm

Labyrinth

Geht man tiefer in den Wald hinein, trifft man auf große Wände, die aus Geäst und Wurzeln entstehen und ein Durckommen fast unmöglich machen. Doch geht man herum, erkennt man einen Eingang, der einen in ein Gewirr aus Wegen führt, die mit der Zeit durch unkontrolliertes Wachsum von Bäumen, Büschen und Sträuchern entstanden sind. Durch mehrere Ranken, hohe und dicke Wurzeln und dichtes Gebüsch wird der Weg abgegrenzt und so kommt es dazu, dass man hin und wieder auf Sackgassen trifft, die einen dazu zwingen, einen anderen Weg zu wählen. Weiß man einmal, wo man lang laufen muss, in das Labyrinth gar nicht so groß, wie man zu Anfang vermutet hat, doch obwohl man hin und wieder durch die dichten Äste hindurchschauen kann, ist es nicht einfach, den richtigen Weg ausfindig zu machen - oder wieder hinaus zu finden, wenn man sich einmal darin befindet.

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Re: Labyrinth

Beitrag von Micaham So Jul 31, 2016 1:02 pm

Post #001 ღ Labyrinth ღ Ewigenwald ღ Damon
Früh, wirklich sehr früh am Morgen hatte sich Micah gemeinsam mit ihrem kleinen Partnerpokémon auf den Weg nach Septerna City gemacht, um gleich um die Mittagszeit dort einzutreffen. Hier Plan für den heutigen Tag war einfach: sie wollte sich das dortige Museum anschauen. Es war reiner Zeitvertreib und hatte nur wenig mit ihrem Beruf zu tun, doch manchmal war auch das nötig. Einfach ein wenig entspannen und zur Ruhe kommen. Natürlich hatte sie ihren FangKom trotz allem eingesteckt, nur für alle Fälle, denn seitdem sie Ranger geworden war, hatte sie das Haus nicht mehr ohne ihren FangKom verlassen. Er bildete wohl das einzige, technische Gerät, mit dem sie tatsächlich auch umgehen konnte. Wie sie es geschafft hatte, damit auch zu telefonieren? Nun, es war wirklich harte Arbeit gewesen. Sie wusste gar nicht mehr genau, wie lange es gedauert hatte, bis sie ansatzweise mit diesem Gerät klargekommen war. Heute wusste sie ihn glücklicherweise genauestens einzusetzen und hatte Ahnung von seinem Umgang. Es wäre auch alles andere als gut, könnte sie nicht damit umgehen. Immerhin war sie ein Ranger! Ein Ranger zwar, der eigentlich nie Ranger hatte werden wollen, sich mittlerweile aber damit arrangiert hatte. Sie musste nur an Taran denken, um weiter zu machen. Die Erinnerung war zwar schmerzhaft, aber sie machte das alles nur für ihn.
An solcherlei Dinge wollte sie heute aber nicht denken, denn sie war zusammen mit Kekona in Septerna City, um Spaß zu haben. Gerade wollte sie das Museum betreten, als sie eine Frau verzweifelt rufen hörte. Suchend wandte Micah ihren Blick nach hinten, erntete dafür aber einen skeptischen Blick von ihrem Strawickl, das gerade einmal seit vier Tagen ihr Partnerpokémon war. Natürlich war es von einem freien Tag ausgegangen, doch Micah konnte die Frau nicht einfach hilflos stehen lassen. Dafür war der Drang, anderen zu helfen, einfach viel zu groß. "Bitte, kann mir denn niemand helfen?! Ranger - gibt es hier einen Ranger?" Als Micah den Ursprung der verzweifelten Rufe endlich ausfindig gemacht hatte, lief sie augenblicklich zu der Frau hin. Wenn sie schon nach einem Ranger rief, war das mit Sicherheit die perfekte Aufgabe für Micah! Immerhin war sie Ranger, auch wenn sie nicht immer in passender Uniform durch die Gegend lief. »Ich bin Ranger. Was ist denn passiert?« "Oh, Arceus sei Dank! Im Wald, mein Pokémon - mein armes, armes Eneco. Da waren Pokémon, viel zu viele und sie haben angefangen, mein armes, kleines Eneco zu jagen. Ich konnte ihr nicht helfen - bitte Ranger, du musst mir helfen!" Das Flehen und die Hilflosigkeit in der Stimme zerrissen Micah fast das Herz - natürlich würde sie helfen, was für eine Frage! Kekona war zwar weniger begeistert davon, war aber trotzdem auch der Meinung, dass das Eneco Hilfe benötigte. Und was wäre sie für ein Ranger, wenn sie ihr die nicht auch geben würde? Die Blicke von Ranger und Partnerpokémon trafen sich kurz, ehe beide nickten, dann wurden sie von der Frau in den Wald geführt, immer tiefer hinein.

Da das Eneco gejagt worden war, befand es sich natürlich nicht mehr an der Stelle, an der die Frau ihr Pokémon allein gelassen hatte. So mussten sie es zunächst finden, um überhaupt helfen zu können, was sich in einem solch großen Wald nicht als einfach heraus stellte. »Kannst du irgendetwas hören?« fragte sie an ihr Pokémon gewandt, das glücklicherweise im Ewigenwald aufgewachsen war. Es hatte hier gelebt, bis ein Waldbrand sein Nest zerstört und seine Familie getötet hatte. Trotzdem kannte es den Wald noch immer wie seine Westentasche, was ihnen einen enormen Vorteil einbrachte. Das kleine Pflanzen-Pokémon lauschte angestrengt und auch Micah und die Frau hielten Augen und Ohren offen, während sie immer tiefer in den Wald hinein liefen. Eine gefühlte Ewigkeit verging, in der die Frau Micah immer wieder damit in den Ohren lag, was sie nur ohne ihr geliebtes Eneco tun würde und dass sie es unbedingt retten mussten. Alle paar Sekunden fing sie davon an, dass sie es niemals hätte allein lassen geschweige denn überhaupt erst in den Wald hatte gehen dürfen. Das war zwar nervig und auch ein wenig störend, doch Micah ließ es über sich ergehen. Sie kannte das Gefühl purer Verzweiflung, wenn das eigene Pokémon verschwunden war und sie wollte alles dafür tun, dass die Frau nicht auch das Gefühl des Verlustes kennenlernte.
Dann endlich glaubte Micah, den Laut des Eneco vernommen zu haben. Das Problem war nur nach wie vor das ewige Gerede der Frau, die auch jetzt noch nicht verstummt war. »Seien Sie bitte einmal leise - ich glaube, ich habe etwas gehört.« Höflich bat sie um Ruhe, die ihr allerdings noch immer nicht gewährt wurde. "Wirklich? Haben Sie mein Eneco gefunden? Oh, ich hoffe, Sie retten es! Wo ist es denn? Ist es noch in Gefahr?" »Pscht!« machte Micah nur noch und lauschte erneut. Da die Frau nun auch endlich leise war, konnte sie das Wimmern eines Pokémon nur zu deutlich hören. Es musste ganz in der Nähe sein. »Warten Sie hier. Und - seien Sie lieber still.« Mit diesen Worten schlich Micah weiter nach vorne in Richtung des Wimmerns, stieß dann aber auf eine Wand aus Wurzeln und Geäst. Als sie hindurch sah, erblickte sie das Eneco in einer Ecke, umringt von mehreren Toxiped, die Micah auf die schnelle nicht alle zählen konnte. »Da ist es. Weißt du, wie man am schnellsten dorthin kommt?« fragte sie Kekona, die augenblicklich nickte und Micah schließlich um das Geäst herum führte, hinein in ein Labyrinth aus Wurzeln, Sträuchern, Ästen und Büschen. Über die Jahre waren die Pflanzen scheinbar unkontrolliert gewachsen und hatten so für ein Labyrinth aus Grün- und Brauntönen gesorgt, in dem man sich durchaus auch verlaufen konnte. Ranken schlängelten sich um ein paar hohe Steine, die Micah nicht passieren konnte, doch Kekona führte sie sicher durch das Labyrinth. Es stellte sich heraus, dass die Toxiped gar nicht so weit vom Ein- und Ausgang entfernt waren, wenn man denn nur wusste, welchen Weg man einzuschlagen hatte. Dann bogen sie um eine letzte Ecke und Micah hatte direkten Sichtkontakt zu den Gift-Pokémon, die das Eneco noch immer umzingelten. Dieses sah völlig verängstigt von einem zum anderen, bis es Micah entdeckte. »Gut gemacht Kekona.« sagte Micah noch, bevor das Eneco einen Heuler losließ und damit die Toxiped nur wütender machte. »Wir müssen sie beruhigen, um das Eneco zu retten.« Verstehend nickte Kekona eifrig, als das Eneco plötzlich versuchte, durch die Toxiped hindurch direkt auf Micah zuzurennen. Natürlich ohne Erfolg, denn eines der Pokémon rollte sich zu einem Ball zusammen und griff das Eneco direkt an. Dadurch, dass es noch in die Attacke hinein gelaufen war, traf der Walzer es mit voller Wucht, sodass es nach hinten gegen eine große Baumwurzel geschleudert wurde. Fluchend zückte Micah ihren FangKom und richtete ihn auf die Toxiped. »Hey! Lasst das Eneco in Ruhe!« rief sie, ohne darüber nachzudenken, dass dann sie das nächste Ziel der Giftpokémon werden würde. Hin und wieder handelte sie einfach, ohne nachzudenken, aber sie musste sie von dem Eneco ablenken. Natürlich wandten sich die giftigen Pokémon dann Micah zu, die gleich darauf einen Schritt zurück machte und ihren FangKom auf die Gruppe richtete. Sie überflog die Zahl der feindlichen Pokémon und kam auf acht Toxiped, die nun sie und Kekona als Ziel anvisiert hatten. Das Toxiped, das zuvor den Walzer auf das Eneco eingesetzt hatte, rollte sich nun erneut zusammen und kam direkt auf Micah zu. »Versuch' es mit Fadenschus festzuhalten!« sagte Micah schnell, wohl wissend, dass sie mit Kekona gegen die Toxiped klar im Nachteil war. Schnell feuerte Kekona einen Faden auf das Toxiped, um es an Ort und Stelle einzuwickeln, doch der Walzer war zu schnell und stark und der Faden riss, sodass es weiter auf Micah zugerollt kam. »Gar nicht gut.« Kurz bevor das Toxiped sie hatte treffen können, sprang Micah schnell zur Seite, verlor aber den Halt und fiel auf den Boden. Fluchend richtete sie nun ihren FangKom auf das in der Nähe befindliche Pokémon, konzentrierte sich und zog im Sitzen ihre Kreise damit, während das Toxiped bereits wieder auf sie zusteuerte. Gerade rechtzeitig schaffte sie es, das Pokémon zu fangen und so zur Vernunft zu bringen. »Eines haben wir, bleiben noch 7!« Eine eigentlich ziemlich schwierige Situation, doch Micah rappelte sich wieder auf und richtete ihren FangKom auf die verbliebenen Toxiped, die nun wütend zu ihr starrten. Bevor sie irgendetwas machen konnten, startete Micah den nächsten Fangversuch, während Kekona von sich aus Faden auf die Pokémon schoss, um sie daran zu hindern, näher zu kommen. Das klappte nur bedingt, da Käfer-Attacken bei Toxiped nicht unbedingt stark sein konnten, sodass die Gruppe trotzdem langsam näher zu Micah kam.

Diese wich immer wieder einen Schritt zurück, bis sie einen großen Schatten wahrnahm, der sich über ihr ausgebreitet hatte. Sie stoppte in ihrer Bewegung und drehte ihren Kopf langsam nach hinten, wobei natürlich auch ihr Körper folgte. Direkt hinter sich, höchstens einen Metern entfernt, ragte ein großes, lilanes Pokémon von ihr auf. Obwohl sie es noch nie zuvor gesehen hatte, war die Ähnlichkeit zu den Toxiped unverkennbar. Zwar kannte sie den Namen des Pokémon nicht, doch das Cerapendra starrte sie aus böse funkelnden Augen heraus an. »Mist.« murmelte Micah vor sich hin und das kleine Kekona sah ängstlich zu dem Cerapendra hoch. Der Fangversuch war natürlich abgebrochen, denn ihre Konzentration lag nun voll und ganz auf dem großen Gift-Pokémon, das alles andere als begeistert darüber schien, dass sich Micah in sein Gebiet vorgewagt hatte. Ihr Herz fing an, wie wild zu klopfen, da sie die Gefahr, in der sie sich nun befand, durchaus erkannt hatte. Nur wie sollte sie aus der Situation wieder heraus kommen? Hinter ihr war die Gruppe Toxiped, vor ihr das große Pokémon, das bedrohlich zu ihr hinab sah. Sie schluckte und überlegte fieberhaft, wie sie sich hieraus noch befreien konnte. Und dann, zu allem Überfluss, fing der Schweif des Cerapendra auch noch zu Leuchten an, was definitiv nichts Gutes verhieß. Bevor sie auch nur hätte reagieren können, sauste der Giftschweif auf sie herab. Ohne zu überlegen schnappte sie sich Kekona und sprang zur Seite, sodass sie erneut auf dem Boden landete. Leider und das spürte sie direkt in den ersten Sekunden, hatte sie es nicht ganz geschafft, der Attacke zu entkommen und so zog sich ein stechender Schmerz ihren Arm hoch. Sie unterdrückte ein Stöhnen und krabbelte auf dem Boden weiter nach hinten, als sie bemerkte, dass das Cerapendra immer näher kam, solange, bis sie an eine dicke Wurzel stieß, die es ihr unmöglich machte, noch weiter nach hinten auszuweichen.
Besorgt sah das Strawickl zu Micah empor, auf deren Gesicht sich kleine Schweißperlen bildeten. Sie konnte nur hoffen, dass sie vom Gift verschont blieb, das durch die Attacke des Cerapendra hatte übertragen werden können. Trotzdem traute sie sich nicht, ihren Arm genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit dem anderen richtete sie nun ihren FangKom wieder auf das Cerapendra, da das wohl die einzige Chance für sie war, noch einigermaßen unbeschadet aus der Situation zu entkommen. Hilfe konnte sie jedenfalls von niemandem erwarten.
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Re: Labyrinth

Beitrag von Gastam Di Aug 02, 2016 4:42 pm







Damon Yamato

Orden: 2 . Pokémon im Team: 1 .



Rufe aus dem Labyrinth

„Uff… Schon wieder eine Sackgasse…“ Sichtlich genervt blickte er der Überwucherung an Wurzeln und Geäst entgegen, die sich zu einer dichten Wand zusammengeflochten hatten und ein Durchgehen vollkommen unmöglich machten. Nach und nach fing er an es zu bereuen, dass er alleine in den Wald hier gekommen war und nicht einfach die nächstbeste Stadt von Stratos City aus anvisiert hatte, die nicht irgendein komisches Labyrinth inne gehabt hatte, das ihn nur unnötige Zeit kostete geschweige denn einen Wald. Sich im Nachhinein darüber zu beschweren oder Trübsal zu blasen brachte ihm auch nicht sonderlich viel. Im Normalfall hätte er bei so etwas einfach auf seinen Viso-Caster zurückgreifen können, um sich besser zu orientieren doch hatte dieser absolut keinen Akku mehr und war bereits von alleine ausgegangen kurz nachdem er den Wald betreten hatte.
Statt sich aber weiter in dem Labyrinth zu verirren und unnötig Energie zu verschwenden, ließ er sich auf der Stelle nieder und zückte den einzigen Ball, den er an seinem Gurt hängen hatte, ehe sein Turtok aus diesem herausgekommen war und sich vor seinen Trainer setzte. „Wir legen hier eine kleine Pause ein, hier ein Riegel für dich.“ Kurz in seiner Jutetasche kramend holte er einen Riegel heraus, den er immer extra für sein Turtok dabei hatte, speziell für es zubereitet. Nach all den Jahren wo man sich mittlerweile kannte, hatte er nach etwas probieren einen Riegel gefunden gehabt, der genau nach dem Geschmack des Pokemons gewesen war. Turrrrrtok!!
Gerade in solchen Momenten wo man die Euphorie in den Augen des Wasser-Pokémons erkennen konnte, sah Damon vor sich das kleine Schiggy was vor vielen Jahren aus seinem Ei geschlüpft war und seither der beste Freund für Damon gewesen war.
Der Schwarzhaarige selbst hatte einen Apfel in der Hand, in welchen er gerade reinbeißen wollte, als er glaubte nicht allzu weit von sich entfernt den Ruf eines Pokémon gehört zu haben, war sich aber nicht sicher ob er sich das vielleicht nur eingebildet hatte da sein Turtok unbeschwert weiter seinen Riegel verputzte. Sich nichts dabei denkend nahm er einen weiteren Bissen von dem Apfel und überlegte wie er am Einfachsten wieder aus diesem Labyrinth wieder herauskommen könnte. Wenn er die Karte aus seinem Viso-Caster richtig in Erinnerung hatte, dann führten mindestens zwei Pfade in die Richtung, in die er wollte. Gerade als er sich aufrichten wollte und den Ball seines Begleiters zückte, ertönte wieder der Ruf des Pokémon, was auch Turtok gehört zu haben schien sodass er es sich vorhin doch nicht eingebildet hatte. Nicht das er darauf aus gewesen war das zu fangen oder dergleichen, klang der Ruf aber eher danach als würde es nach Hilfe rufen. Keine paar Sekunden später waren auch schon weitere Geräusche aufgekommen, die anders klangen als das vorherige. Gereizt, sogar bis zu einem gewissen Grad aggressiv, was sowohl für Turtok als auch Damon das Zeichen gewesen waren sich in Bewegung zu setzen. Es wäre überhaupt nicht seine Art – egal ob Mensch oder Pokémon – jemanden im Stich zu lassen, jetzt hieß es nur noch den Rufen folgen und zeitgleich auch noch sich einen Weg durch das schier endlose Labyrinth bahnen. Immer wenn die beiden glaubten die Gruppe zum Greifen nah zu haben erstreckte sich vor ihren Augen nur eine weitere hohe Mauer und blockierte ihnen den Weg. Synchron entlockte diese Tatsache beiden ein tiefes Grummeln, während sie noch lauter die Rufe der Pokémon vernahmen was einerseits gut war, andererseits aber auch nervig das sie diese nicht erreichen konnten. Weiter durch den Irrgarten umher zu laufen würde sie nur müde werden lassen und vermutlich nicht einmal ans Ziel bringen, ohne, dass sie großartig eine Ahnung hatten ob sie wirklich dahin steuerten, wo Not am Mann war. Aus dem Nichts heraus kam zu den Rufen nun noch eine weibliche Stimme hinzu, die Damon scheinbar zuvorgekommen war. Immerhin jemand, der da aushelfen konnte und die Situation entschärfte… dachte er sich zumindest ehe im nächsten Moment aus dem Augenwinkel des Trainers ein weiteres Pokémon die „Bühne“ betrat, wobei ein Blinder selbst gemerkt hätte wie es den Gästen des Labyrinths gesonnen war. Überhaupt nicht gut. Er wusste nicht wie die Lage da drüben war, aber er konnte nur vermuten, dass sie nicht so rosig aussah und er nach wie vor hinter dieser Mauer festgehalten wurde. Ein prüfender Blick zu seinem Pokémon, während sich über dem Kopf Damons fast schon Rauchschwaden bildeten brachte ihn auf die Idee, die ihn zu seinem Ziel bringen würde. „Turtok! Wirf mich über diese Mauer auf die andere Seite und folg mir mit einer Wasserdüse!“ Ob er den Wurf bis nach ganz oben schaffen würde war ihm in dem Moment ein Rätsel gewesen, aber eine andere Alternative hatten sie in diesem Moment nicht. Ohne die Aktion zu hinterfragen kletterte der Trainer auf den Panzer seines Begleiters, wo dieses Damon an den Armen packte und hoch zur Mauer schleuderte, ehe er aus dem Augenwinkel erkennen konnte, wie etwas – umhüllt von Wasser – an ihm vorbeirauschte und mit einem lauten Knall auf der anderen Seite landete, während er selbst knapp an der Mauer fast zum Stillstand kam, aber sich noch selbst mit den Füßen etwas abstieß, ehe er bereits die andere Seite der Mauer herunter schlenderte, dabei der rechte Ärmel und das rechte Bein durch das Gestrüpp in Mitleidenschaft gezogen wurde. Während das Turtok vor der weiblichen Gestalt gelandet war, welche am Boden lag und scheinbar durch das Cerapendra verletzt worden war. Einen genauen Überblick konnte er sich von der Situation nicht verschaffen, alles was er in dem Moment kurz vor seiner Landung überblicken konnte war – wie bereits erwähnt – ein Cerapendra und mehrere Toxiped, wobei letztere nach Turtoks Erscheinen eher zurückgewichen waren  und Platz für ihre voll entwickelte Form machten. „Hydropumpe auf das Cerapendra Turtok!“ In diesem Moment ärgerte er sich leicht nicht unbedingt den entsprechenden Typen dabei zu haben, der gegen diesen Gegner helfen würde, doch war sein Turtok zur selben Zeit auch das stärkste Pokémon gewesen, was er je im Team hatte. Er hatte keine Zweifel, dass es die Auseinandersetzung für sich entscheiden würde, viel wichtiger war ihm gerade aber der Zustand des blonden Mädchens vor ihm, die nicht gerade den Eindruck erweckte als könnte sie im Moment Berge ausreißen. Erst jetzt bemerkte er den – scheinbar – Begleiter der Blondine und das Gerät in ihrer Hand, das er irgendwo bereits gesehen hatte, im Affekt des Moments aber einfach nicht darauf kam wo. „Geht es euch beiden gut? Soll ich dir aufhelfen?“ Mittlerweile hatte er sich zu ihr hinunter gekniet und reichte ihr eine Hand, um ihr auf zu helfen bzw sie abzustützen. Sie erweckte äußerlich nicht unbedingt den Anschein, als habe sie schwerwiegende Schäden davongetragen, doch wie so oft konnte der Schein trügen.


@Micah . Ewigenwald . Labyrinth . Post 001


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Re: Labyrinth

Beitrag von Micaham Di Aug 02, 2016 5:39 pm

Post #002 ღ Labyrinth ღ Ewigenwald ღ Damon
War es eine aussichtslose Situation? Ja. Würde sie deshalb aufgeben? Nein. Trotz starker Zweifel, dass sie es lebend wieder hier heraus schaffen würde, richtete Micah ihren FangKom auf das große Cerapendra und war bemüht, sich darauf zu konzentrieren, erste Kreise zu ziehen, um es einzufangen. Sie würde auf jeden Fall alles dafür tun, dass Kekona nichts geschah, ganz gleich, was sie dafür auf sich nehmen musste. Sie würde nicht noch einen Partner verlieren. Mit klopfendem Herzen richtete sie ihre volle Konzentration auf den Fangversuch, als plötzlich etwas mit lautem Krach direkt vor ihr landete und eine kleine Erschütterung auslöste. Erschrocken zuckte Micah zusammen und versuchte, im Affekt noch weiter nach hinten zu krabbeln, stieß aber nur wieder an die dicke Wurzel, die ihr das Ausweichen nach hinten noch immer unmöglich machte. Kekona hingegen, die sich durchaus auch erschreckt hatte, war sofort aus Micahs Armen gesprungen und hatte sich schützend vor sie gestellt, obwohl klar war, dass sie weder gegen das eine, noch gegen das andere Pokémon irgendetwas hätte ausrichten können. Dafür war sie einfach viel zu winzig und unerfahren im Kampf. Zunächst hatte Micah geglaubt, sich nun noch einem Problem entgegen stellen zu müssen, doch es stellte sich heraus, das das neu dazu gekommene Pokémon seinen Blick auf das Cerapendra geheftet hatte. Als sich Micah umsah, erkannte sie, dass die Toxiped vor der großen Schildkröte zurückgewichen waren. Verwirrt und überrascht über das plötzliche Auftauchen eines solch großen Pokémon, starrte sie es zunächst nur an. Wo war es her gekommen? Und seit wann konnte diese Art von Pokémon fliegen? Dass es eine Attacke für den Aufschwung verwendet hatte, hatte Micah gar nicht realisiert. Und auch den jungen Mann bemerkte sie erst, als er neben ihr auf dem Boden landete und zu ihr herunter sah. Fragend, überrascht, aber gleichzeitig auch skeptisch sah sie zu ihm hoch und auch Kekona schien nicht mehr wirklich zu wissen, was sie eigentlich tun sollte. Der Fremde gab seinem Pokémon schließlich den Befehl, das Cerapendra anzugreifen, woraufhin sich Micah zumindest teilweise entspannen konnte. Er war auf ihrer Seite. Er half ihr. Und obwohl sie es nicht besonders leiden konnte, wenn man ihr helfen musste - nicht etwa, weil sie undankbar war, sondern weil sie dann stets das Gefühl hatte, versagt zu haben - war sie dankbar für das plötzliche Auftauchen des Schwarzhaarigen. Trotzdem starrte sie ihn weiterhin an und antwortete auch im ersten Moment nicht auf seine Fragen, einfach zu perplex, um irgendetwas von sich zu geben. Wo war er her gekommen? Und spielte das überhaupt eine Rolle? Erst als er sich zu ihr kniete und ihr die Hand reichte, schien sie aus ihrer Starre zu erwachen. »Mir geht's gut, denke ich...« antwortete sie noch immer etwas überrascht und nahm seine helfende Hand entgegen, mit deren Hilfe sie sich nun aufrichtete. Doch noch ehe sie richtig stand, durchzog ein stechender Schmerz ihren Arm und sie biss fest die Zähne zusammen, um keinen Laut von sich zu geben. Es ging ihr gut. Sie musste dafür sorgen, dass es auch Kekona weiterhin gut ging, da war die Verletzung an ihrem Arm vollkommen egal. »Danke.« sagte sie noch leise, was sie beinahe vergessen hätte, ehe sie ihren blauen Schal, den sie immer bei sich trug, noch einmal mehr um den Hals wickelte, damit er nicht noch schmutziger wurde. Dann erst wagte sie es sich, einen Blick auf ihren Arm zu werfen. Ihre Jacke war zerrissen und darunter erkannte man eine Wunde, von der Micah nicht sagen konnte, ob sie tief oder gar gefährlich war. Sie blutete, das war aber auch schon alles und sie bemühte sich, dieses kleine Detail einfach zu übersehen. Sie musste dem Turtok behilflich sein!

Währenddessen wich das Cerapendra der Hydropumpe aus, indem es sich in die Erde eingrub - wohl hatte es Schaufler eingesetzt, bevor Hydropumpe hätte treffen können. Stattdessen schlug sie in der Mauer hinter dem nun verschwundenen Pokémon ein, das unter der Erde auf Turtok zugeschossen kam - ohne dass man sehen konnte, wo es sich gerade befand. »Kekona, Klebenetz in die Umgebung vor Turtok. Vielleicht wird das Cerapendra so ja...aufgehalten.« Besorgt sah das Strawickl zu seiner Trainerin hoch, für die es eigentlich nicht typisch war, ihren Satz für Sekunden zu unterbrechen, nur um dann ein einzelnes Wort anzufügen. »Mir geht es gut, los jetzt.« meinte Micah allerdings nur, woraufhin das kleine Pokémon viele Klumpen in die Umgebung vor Turtok sprühte, die bei Berührung zu Netzen werden würden, die dann das Cerapendra hoffentlich für kurze Zeit aufhielten.
Micah allerdings musste sich währenddessen schwer zusammenreißen, sich auch weiterhin auf das Kampfgeschehen zu konzentrieren. Sobald das Cerapendra wieder an der Oberfläche war, musste sie bereit für einen Fangversuch sein. Das Problem war nur, dass sie mittlerweile das Gefühl hatte, dass die Temperatur um mehrere Grade angestiegen war und sie fürchterlich zu schwitzen begann. Sie schob das auf die Aufregung und auf die Angst, die sie verspürte. Wer hatte schon keine Angst, wenn er einem wütenden Cerapendra gegenüberstand, das nicht davor zurück schreckte, auch Menschen anzugreifen. Als sie dann aber auch noch das Gefühl bekam, dass der Boden unter ihren Füßen verschwand, hielt sie sich aus Reflex an dem Fremden fest, um nicht umzufallen. »Konzentrier' dich.« murmelte sie zu sich selbst, atmete einmal tief durch, blinzelte ein paar Mal und ließ dann wieder von dem jungen Mann ab. »Tut mir leid.« Warum sie sich entschuldigte? Sie würde es sicher nicht gut finden, wenn man sie einfach anfassen würde. Und sie hatte das Bedürfnis danach gehabt, sich zu entschuldigen. Nun strengte sie sich noch mehr an, sich auf den Kampf zu konzentrieren und schüttelte alles Negative einfach ab. Für eine gewisse Zeit würde das wohl auch noch funktionieren und dann würde sie sich einfach ein wenig ausruhen. Es war schon anstrengend genug gewesen, nicht von dem Cerapendra und den Toxiped vergiftet zu werden. Und diese Anstrengung führte zu Müdigkeit. Das war ganz normal und nichts, worüber man sich Sorgen machen musste! Das war jedenfalls Micahs Ansicht. Und als das Cerapendra schließlich aus dem Boden geschossen kam, blieb auch keine Zeit mehr, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Blitzschnell richtete sie den FangKom auf das große Gift-Pokémon und begann, Kreise zu ziehen, während von ihrem Gesicht Schweißperlen hinab liefen. Heute war wohl wirklich nicht ihr Tag, ganz und gar nicht. Man konnte nur hoffen, dass er noch besser werden würde.
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Re: Labyrinth

Beitrag von Gastam Di Aug 02, 2016 5:44 pm







Damon Yamato

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Gut? Das ist gut?!

Ob es ihr wirklich so gut ging, wie sie gerade behauptete wagte er anzuzweifeln. Wem würde es schon gut gehen, wenn man von einem Pokémon der Größenordnung angegriffen wird und keine großartigen Verteidigungsmöglichkeiten hat oder gar in ihrem Fall selbst getroffen wird. Immerhin ließ sie sich aufhelfen und wirkte im ersten Moment zumindest so, als hätte der Angriff keinerlei großartigen Spuren hinterlassen. „Dafür nicht.“, gab er in einem ruhigen, wenn auch kühlen Ton zurück, ehe er einen kurzen Blick in die Richtung des Kampfes erhaschte. Die Hydropumpe hatte verfehlt, gerade weil das gegnerische Pokémon in der Erde verschwunden war. Eines musste man ihm lassen: Es wusste sein eigenes Revier meisterlich zu benutzen, kannte sich vermutlich auch in dem Labyrinth besser aus, als jeder der hier anwesenden weshalb es nicht verwunderlich war, dass es auch das Terrain unterhalb des Labyrinths zu seinen Gunsten nutzte. Bevor er aber seinem Begleiter irgendetwas sagen konnte, fiel ihm erst aus dem Augenwinkel heraus die Wunde am Arm der Rangerin auf, was den kompletten Fokus vom Kampf nahm. „Gut? Wem willst du hier ein Ursaring aufbinden? Das Cerapendra hat dich übel erwischt!“ Was sie dabei vernachlässigte war, dass der Angriff womöglich auch noch giftig sein konnte und sich dieses Gift langsam durch ihr Blutsystem arbeitete, wenn sie nicht schleunigst etwas dagegen tat, doch wirkte sie nicht so, als würde ihr Körper sich gegen sie stellen, was zumindest der Vermutung ein Bein stellte.  Umso besser… Das Letzte was sie jetzt gebrauchen konnten war, dass sie auch noch vergiftet worden war und den Druck in dieser Situation unnötig steigern würde. Erst als sie ihrem Begleiter anwies um Turtok herum einige Klebenetze anzubringen, wandte er sich wieder dem Kampfgeschehen zu. Ihre Aktion brachte ihnen zumindest den Vorteil ein, dass das gegnerische Pokémon langsamer an die Oberfläche kommen würde, darüber hinaus gab es seinem Turtok genau die Zeit um nicht nur vom Schaufler erspart zu bleiben, sondern auch noch einen effektiven Gegenangriff einzuleiten. Nichtdestotrotz schien auch ihr Pokémon bemerkt zu haben, das mit ihr etwas nicht stimmte, woraufhin sie auch das wieder verneint hatte. „Konzentrier dich Turtok und versuch zu spüren, wo es rauskommen könnte.“ Tok!, gab es flüchtig und mit einem Nicken von sich, ehe es sich langsam umherblickte und zeitgleich versuchte zu spüren, wo es herauskommen würde, als er hinter sich etwas spürte und schlagartig umdrehte, als sich etwas schon in den Klebenetzen verfing und einige Sekunden drin hängen blieb, ehe es sich loslösen wollte. „Drachenpuls!“ Kaum hatte er den Befehl ausgesprochen, woraufhin Turtok eine Energiesphäre in seinem Mund bildete, spürte er nur wie sich jemand an ihm festhielt, um nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. „Ein Scheiß ist mit dir in Ordnung!“ So vulgär das auch klang, war das die Eigenart Damons gewesen ehrlich heraus seine Meinung zu sagen. Mit seinem Handrücken tastete er instinktiv ihre Stirn ab, um ihre Körpertemperatur zu checken, nur um im Nachhinein festzustellen, dass sie sich warm anfühlte, wärmer als der Normalfall erlaubte. Alles was er von der Seite vernahm war nur ein lauter Knall und eine aufgewirbelte Staubwolke, die die Sicht auf die Dinge im Geschehen erschwerte, wobei der Fokus von Damon auf dem Zustand von Micah lag. „Du glühst förmlich! Du hast eine offene Wunde und eine erhöhte Körpertemperatur, solltest du Gift im Körper haben sollte das rausgesaugt werden! Reich mal deinen Arm her…“  Er war zwar kein Arzt, hatte aber genug Erfahrung in erster Hilfe gehabt, um in so einem Fall aushelfen zu können und würde wohl oder übel das bisschen Gift aussaugen und ausspucken, um schlimmeres zu verhindern, wenn sie sich denn helfen ließ.


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Re: Labyrinth

Beitrag von Micaham Di Aug 02, 2016 5:57 pm

Post #003 ღ Labyrinth ღ Ewigenwald ღ Damon
Okay, vielleicht war „gut“ wirklich der falsche Ausdruck, aber so schlimm war es doch gar nicht. Sie konnte stehen, klar denken, sich konzentrieren…zugegeben, all das gestaltete sich schon als schwierig, aber sie würde Kekona unter keinen Umständen, niemals, im Stich lassen. Sie würde sich um es kümmern und wenn sie sich selbst dafür zurückstecken musste, würde sie das tun. Sie würde es auf keinen Fall dem Cerapendra überlassen und sich um sich selbst kümmern. Sobald die Situation entschärft war, blieb noch genug Zeit, sich um die Verletzung zu kümmern. Es war jetzt eben einfach nicht der richtige Zeitpunkt, auch wenn sie nicht behaupten konnte, keine Schmerzen zu haben. Scheinbar hatte der Fremde bisher gar nicht bemerkt, dass das Cerapendra sie tatsächlich verletzt hatte und nun beschwerte er sich mehr oder weniger darüber, dass es ihr gar nicht gut gehen konnte. Sollte das nicht lieber ihre Sorge sein? Natürlich sollte man Verletzungen nicht leichtfertig hinnehmen, allerdings hatte sie das auch gar nicht vor. Sobald sie aus der Situation entkommen würden, würde sie sich auch darum kümmern – nur eben nicht sofort. Und niemand konnte ihr sagen, was sie tat und was nicht. Wenn Sie sagte, dass alles in Ordnung war, dann hatte man ihr das auch zu glauben, so einfach war das. »Es sieht schlimmer aus, als es ist.« sagte sie dazu nur, ehe sie sich wieder dem Kampf widmete, was sie dem Fremden auch dringend riet. Das große Gift-Pokémon aus den Augen zu lassen, war nämlich keine besonders schlaue Idee.
Dieses war mittlerweile im Erdboden verschwunden und Micah hatte Gelegenheit dazu, das Feld in eine kleine Falle aus klebrigen Netzen zu verwandeln, sodass das Cerapendra hoffentlich eine Weile abgelenkt sein würde. Und tatsächlich verfing es sich beim Herausschießen aus der Erde in einem der klebrigen Klumpen, der sich sogleich in ein Spinnennetz verwandelte. Menschen mit Käferphobie hätten jetzt wahrscheinlich das größte Problem ihres Lebens. Da war nicht nur das kleine Strawickl, sondern auch mehrere Toxiped – die sich seltsamerweise aus dem Kampfgeschehen heraus hielten – und ein großes Cerapendra, das sich nun für kurze Zeit in einem Netz verfangen hatte. Glücklicherweise gehörte Micah nicht zu den Menschen mit Angst vor Käfern, auch wenn sie mittlerweile ganz andere Probleme hatte. Das vorerst noch ignorierend, konnte sie gerade so mitbekommen, dass das Turtok schnell zum Gegenangriff ansetzte, indem es Drachenpuls verwendete und eine große Energiekugel formte, die es auf das Cerapendra abfeuern würde. Leider und zu ihrem großen Ärger musste sie sich genau in dem Moment an dem Schwarzhaarigen festhalten, da sie sonst vermutlich umgefallen war. Und statt es einfach dabei zu belassen, fuhr er sie dann auch noch ziemlich unhöflich an, sodass sie zu allem Überfluss auch noch zusammenzuckte. Was fiel ihm eigentlich ein? Er hatte kein Recht dazu, sie anzuschreien! Es war immer noch ihre Sache, was sie tat und nicht und wenn sie sagte, dass alles gut war, hatte er ihr das zu glauben. Auch wenn viele Anzeichen definitiv dagegen sprachen. Da Micah aber kein Mensch war, der ihre Meinung direkt mit bösen Worten ausschmückte, hielt sie vorerst den Mund und war bemüht, einfach einen Schritt nach hinten zu machen, doch der junge Mann hielt sie fest und besaß nun auch noch die Frechheit, mit seiner Hand ihre Stirn abzutasten. »Lass das.« Mit diesen Worten nahm sie seine Hand und zog sie von ihrem Gesicht weg, ließ sie dann aber auch sofort wieder los. Angeblich besaß sie also eine erhöhte Körpertemperatur – na und? Sie musste Kekona helfen! Sie konnte nicht zulassen, dass ihr etwas passierte. Und unter keinen Umständen würde sie den Fremden an ihren Arm lassen! Soweit kam es noch. »Nein.« sagte sie leise aber bestimmt. »Gut, vielleicht ist „gut“ nicht ganz richtig, aber es geht mir gut genug, um sich auf Wichtigeres zu konzentrieren. Kekona ist wichtig. Ich muss sie beschützen. Und wenn wir…wenn wir…das geschafft haben, dann…« Die Welt fing an, sich um sie herum zu drehen. Nur vage bekam sie mit, dass Turtok das Cerapendra tatsächlich getroffen hatte, da dieses nicht damit gerechnet hatte, in einem Netz gefangen zu werden und daher nicht mehr rechtzeitig hatte reagieren können. Aber das war nicht richtig…»Ich muss es beruhigen…« murmelte sie, immerhin war es das, was Ranger taten. Sie kämpften nur selten, wenn es eben wirklich nötig war. Und sie beruhigen Pokémon. Gerade versagte sie also in vielerlei Hinsicht, was sie einerseits störte, andererseits war sie aber auch darauf konzentriert, nicht an Ort und Stelle umzufallen. War es eigentlich wirklich so heiß, wie sie glaubte? Oder war das alles nur Einbildung…?

Besorgt wandte Kekona ihren Blick zu Micah, die sich nun mit zitternder Hand über die Stirn fuhr und sich dort kalten Schweiß abwischte. Erst jetzt realisierte sie wirklich, dass das Gift des Cerapendra sie tatsächlich auch hatte vergiften können und Tränen der Angst stiegen ihr in die Augen, die sie allerdings zu unterdrücken versuchte. Sie würde nicht vor dem jungen Mann zu weinen beginnen. Da Kekona das Gefühlschaos ihrer Partnerin aber bemerkt hatte, überließ sie dem Turtok den Kampf vollkommen und kam auf Micah zugeflitzt, da auch das Pokémon zu Hilfe eilen wollte. Vorsichtig stupste sie die Blondine an, woraufhin Micah ihren Blick auf den Boden wandte und das Schwindelgefühl schlagartig stärker wurde. Sie schwankte und fiel, direkt auf den Schwarzhaarigen zu…vielleicht hätte sie doch auf ihn hören sollen?
Währenddessen war das Cerapendra wütender als zuvor und funkelte das Turtok aus wilden Augen heraus an. Es würde keine Gnade zeigen. Wer in sein Revier eindrang, musste dafür bezahlen und wer es wagte, ihn auch noch anzugreifen, würde leiden. Bei der letzten Attacke war es ein Stück zurück geschleudert worden, rappelte sich aber schnell wieder auf und feuerte sogleich matschige Kugeln auf das Turtok – es war eine Matschbombe, die es in sich hatte. Das Strawickl hatte es dabei schon längst wieder vergessen.

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Re: Labyrinth

Beitrag von Gastam Di Aug 02, 2016 6:00 pm







Damon Yamato

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Nur die Ruhe...

Wenn es einen Preis für eine der größten Untertreibungen gäbe, würde Damon ihn der jungen Dame vor sich überreichen, die das Maß ihrer Verletzung völlig unterschätzte. Hätten sie hier nicht mit einem Gift-Pokémon zu tun, dann wäre es weniger besorgniserregend, doch im Zusammenspiel mit ihren Symptomen roch das nur so nach einer Vergiftung… Wieso wollte sie sich nicht helfen lassen und stellte sich so absolut stur, ihre eigene Gesundheit so fahrlässig aufs Spiel setzend? Irgendwie musste er ihr doch verklickern können, dass sie sich in Gefahr befand und so niemandem eine Hilfe sein konnte, wenn das Gift sich gänzlich in ihrem Körper ausgebreitet hatte… Insbesondere als er ihre Stirn abtastete und sie umgehend seine Hand wieder wegzog.
Da bot man jemand Wildfremden seine Hilfe an und wollte dessen Leben womöglich retten und sie spielte sich gerade so auf, als würde sie nicht langsam das Bewusstsein verlieren und ihr eigener Körper ihr ein Bein stellen. Wozu das Ganze? Was hatte sie davon, wenn sie wertvolle Sekunden verschwendete oder die Hilfe eines anderen ablehnte, wenn es nur zu ihrem Besten wäre? Als hätte das alles nicht schon gereicht, versuchte sie weiterhin alles noch zu überspielen und dann auch noch eine aufopfernde Art zu präsentieren, die in ihrem aktuellen Zustand – aus Damons Perspektive – überflüssig gewesen war. Bevor er darauf aber eine Antwort geben konnte, brach sie ihren eigenen Satz ab und hatte scheinbar erneut mit ihrem eigenen Körper einen Kampf auszutragen, der sich zunehmend schwieriger gestaltete je mehr sich das in die Länge zog. „Beruhigen? Ich glaube kaum, dass das Ding da sich mit einem „Du,Du,Du“ wieder normalisiert und das Weite sucht…“ Das es sich bei ihr um einen Ranger handelte und sie da gewisse Möglichkeiten hatte, war ihm immer noch nicht in den Sinn gekommen, bei all der Hektik die einerseits durch den Kampf und andererseits durch ihren Zustand ausgelöst wurde.
Auch ihr Begleiter schien mittlerweile den Ernst der Situation begriffen zu haben und wandte sich gänzlich vom Kampf ab, nur um so schnell wie möglich an sie heranzutreten und besorgt zu ihr aufzublicken. Wenn sie jetzt immer noch behaupten würde, dass das nichts war dann würde der Trainer vermutlich selbst sich noch mit dem Gift-Pokémon anlegen, so außer sich wie er dann wäre. Jetzt hatten sie allerdings einen Punkt erreicht, wo sie mit Sicherheit – selbst als Optimist schlechthin – nicht mehr von sich behaupten können würde, dass alles gut wäre. Vorhin hatte sie sich noch mit etwas Kraft abfangen- und auf eigenen Beinen halten können, was scheinbar nicht mehr der Fall war, da sie auf geradem Weg auf ihn zufiel. Gerade im letzten Moment konnte er sich noch mit beiden Armen abfangen, dabei aus dem Augenwinkel bemerkend wie sein Turtok wohl gleich eine weitere Attacke abbekommen könnte. Es schien ihm, dass er heute das große Los gezogen hatte und die Situation sich zunehmend hochschaukelte, nicht unbedingt zu seinen Gunsten. „Einfach einen kühlen Kopf bewahren, du kriegst das hin, Damon.“ Mit dem Zweck sich selbst beruhigen zu wollen, hatte er auch noch angefangen auf sich selbst einzureden, während er für beide Sachen am Überlegen war. Bezüglich seines Turtoks konnte er keine großflächigere Attacke einsetzen, auf die Gefahr hin dass das Cerapendra ausweichen und der Angriff sie treffen würde. Hinter seinem Begleiter standen auch noch die Toxiped, die sich ungewöhnlich ruhig verhielten, fast schon zu ruhig als würden sie nur auf eine Gelegenheit warten und alles was Turtok an Möglichkeiten hatte auszuweichen war nach oben. „Warte bis zum letzten Augenblick ab!“, wies er es an, während er selbst sich die Verletzung der Rangerin genauer ansehen konnte. Mal abgesehen davon das die Wunde blutete und man die Blutung ebenfalls stoppen musste, würde er erst dafür sorgen müssen einen Teil des Gifts aus ihr heraus zu kriegen. Bevor er sich aber etwas „entspannter“ an die Sache machen konnte, warf er noch einen flüchtigen Blick in Richtung seines Turtoks, als schließlich mehrere Geschosse aus dem Mund des gegnerischen Pokémon erfolgten, eindeutig eine Matschbombe, was genau der Moment gewesen war, worauf Damon gewartet hatte. „Wasserdüse nach oben und Turbodreher im Anschluss!“ Bevor das erste Geschoss sein Wasser-Pokémon überhaupt treffen konnte, war es schon umhüllt von einem dicken Wasserfilm in die Luft geschossen, wobei die ersten Matschbomben die Toxiped trafen, die sich hinter dem Turtok befunden hatten. Wozu der Turbodreher diente? Um nachfolgende Geschosse umzulenken und im Zweifelsfall auf dem Panzer des Turtok landen zu lassen, was zwar ein bestimmtes Maß an Schaden verursachen konnte, aber eine Vergiftung ausschließen würde. In dem flüchtigen Moment der „Ruhe“ konnte er sich schließlich wieder der Blondine widmen. „Wenn du anderen helfen willst oder beschützen, musst du selbst solche Aktionen von anderen akzeptieren. Du kannst mir gerne später dafür eine Ohrfeige geben, aber wenn das Gift nicht etwas aufgehalten wird, kannst du niemandem mehr helfen.“ Ohne auf ihre Zustimmung zu warten, krempelte er vorsichtig den kompletten Ärmel so hoch, dass die Verletzung frei stand. Die ersten Augenblicke hätte das Aussagen vielleicht noch etwas gebracht, aber jetzt wusste er nicht ob es wirklich einen Unterschied machte. Irgendwie musste er das Gift in ihrem Körper aber verlangsamen nur wie?
Durch den ganzen Stress wurde auch ihm – obwohl er die Ruhe in Person war – allmählich mulmig und vor allem warm, sodass die ersten Schweißperlen ihm die Stirn hinab rannen. Aus dem Nichts heraus riss er sich dann einen größeren Stofffetzen von seinem Ärmel ab, welcher eben nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde und band diesen mit etwas Druck einige Zentimeter über der Wunde, sodass das Gift deutlich langsamer von der Ursprungsstelle aus verteilt werden würde als bisher. „Arm so wenig wie möglich bewegen!“, wies er im Anschluss noch an. Je mehr sie den Arm bewegen würde, desto schwieriger würde sie es für sich selbst machen. Mittlerweile versuchte er einen Blick auf das Geschehen zu erhaschen, nur um festzustellen, dass sein Turtok im selben Moment vom Eisenschweif des Cerapendra erfasst wurde und etwas nach hinten schlenderte. Wie war es denn dazu gekommen, dass das Cerapendra scheinbar jetzt doch etwas schneller geworden war, nur um nach dem Angriff erneut mit dem Schweif anzugreifen, dieses Mal jedoch einer anderen Attacke. Giftschweif.
„Aurasphäre auf den Schweif!“ Direkt bei dem Namen der Attacke hatte das Turtok zwischen seinen Händen eine weitere Sphäre erschaffen, die er kurz vor knapp noch gegen den Schweif drücken konnte und so das Käfer-Pokémon nicht nur am Angriff hindern konnte, sondern auch noch zurückdrängte. So allmählich mussten sie sich aber hier vom Acker machen, wenn die Blondine noch bei Bewusstsein war und halbwegs stehen konnte, falls sie denn noch dazu in der Lage war. Bei dem ganzen Geschehen hatte er noch nicht einmal realisieren können, wieso es sie hierhin verschlagen hatte und was der Ruf eigentlich gewesen war, den er vorhin vernommen hatte.


@Micah . Ewigenwald . Labyrinth . Post 003


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Re: Labyrinth

Beitrag von Micaham Di Aug 02, 2016 6:28 pm

Post #004 ღ Labyrinth ღ Ewigenwald ღ Damon
Der Fremde schien durchaus aufgebracht darüber zu sein, dass sich Micah zunächst vehement gegen sämtliche Hilfe sträubte, aber sie tat das aus einem bestimmten Grund. Sie würde nicht zulassen, dass man ihr Kekona auch noch wegnahm. Sie sah sich dabei einfach nicht als wichtiger an - was den Schwarzhaarigen allerdings noch mehr zu stören schien. Auch ihre Aussage, dass sie das Cerapendra beruhigen musste, schien bei ihm nicht auf Anklang zu stoßen. Trotzdem verwirrte sie seine Aussage doch ein wenig. Hielt er sie etwa für blöd? Es klang beinahe so. Als wenn sie schlicht mit dem Finger auf das Pokémon zeigen und es ermahnen würde, endlich damit aufzuhören. Hatte er den FangKom in ihrer Hand denn gar nicht bemerkt? »Weiß ich selbst.« entgegnete sie trotz ihrem Zustand noch etwas patzig, da der Fremde keinen Grund hatte, sie für minderbemittelt zu halten. Natürlich war sie vielleicht unvorsichtig, unverantwortlich und dumm in Bezug auf ihre Verletzung, aber sie war nicht blöd. Was die Intelligenz anging, würde sie sich durchaus dem Durschnitt zuordnen. Und dass man ein gefährliches Pokémon, das noch dazu angriffslustig war und glaubte, etwas beschützen zu müssen, nicht mit Worten beruhigen konnte, war auch ihr klar. »Wofür hab ich aber dieses Ding hier?« Sie wedelte kurz mit dem FangKom vor der Nase des Schwarzhaarigen herum, damit dieser es auch endlich erkennen konnte. Wenn er dann immer noch nichts damit anfangen konnte, konnte sie ihm auch nicht mehr helfen. Sie war also durchaus dazu in der Lage, einen Beruhigungsversuch zu starten, dafür war sie schließlich da und sie würde sich noch Tage Vorwürfe machen, dass sie es nicht geschafft hatte, wenn sie nun versagte. Sie musste doch ihren Job machen! Und sie hatte der Frau versprochen zu helfen...das arme Eneco war immer noch total verängstigt, auch wenn es sich mittlerweile versteckt hatte und aus Micahs Sichtfeld entkommen war. Sie wusste nicht, wo es sich befand, hatte dafür aber auch keinen Gedanken mehr. Sie war zu sehr damit beschäftigt, sich auf sich selbst zu konzentrieren.
Denn es war, auch wenn sie das nicht gern zugab, eben nicht alles in Ordnung. Ihr war unglaublich warm und schwindlig und sie wollte sich einfach nur in ihr Bett legen und schlafen. Sich ausruhen. Noch durfte sie das aber nicht! Sie wollte zuerst das Problem lösen. Ihr Körper sah das allerdings ganz anders und versagte ihr letztlich doch noch den Dienst. Sie verlor den Halt und fiel - direkt in die Arme des Fremden, der sie zum Glück aufgefangen hatte, bevor sie hätte auf dem Boden landen können. Es war ein nicht gerade berauschendes Gefühl, keine Kraft mehr zu haben, um zu stehen - und dann auch noch von jemandem aufgefangen zu werden, den man nicht kannte. Und ehrlicherweise bisher auch nicht sehr mochte. Schön und gut, dass er helfen wollte - dafür war sie ihm wirklich dankbar - aber dass er sie schon mehrfach angefahren hatte, konnte sie einfach nicht gutheißen. Sie hatte zwar nichts gesagt, da es nicht ihre Art war, aber das hieß nicht, dass sie sich nicht von ihm behandelt fühlte, als wäre sie ein kleines Kind. Es erinnerte sie an ihre Eltern, dass man ihr einfach nichts zutraute. Dass ihre Schwester eben immer besser war als sie...gut, sie mochte es vielleicht übertrieben haben, aber das hatte einen Grund! Den er allerdings auch nicht zu verstehen schien. Noch immer hielt sie aufkommende Tränen zurück, als er sie vorsichtig auf dem Boden absetzte und sich anschließend mal wieder um ihren Arm kümmern wollte. Dieses Mal allerdings hatte Micah nicht vor, ihn davon abzuhalten. Sie hörte sich seine Worte zwar an, antwortete aber nicht - einmal ganz davon abgesehen, dass er ohnehin nicht auf ihre Zustimmung gewartet hätte. Als er ihren Ärmel hoch krempelte, zog sie wegen der Schmerzen scharf die Luft ein und schaffte es schließlich doch nicht mehr, die Tränen zurück zuhalten. Erste Wassertropfen kullerten ihr über die Wange und sie wandte den Blick ab. Sie mochte es nicht besonders, wenn Fremde sie weinen sahen - oder generell irgendjemand. Sie hörte das Geräusch von reißendem Stoff und spürte schließlich, wie er ihren Arm damit verband und fest daran zog. Zu ihrer Überraschung und gleichzeitig auch Beunruhigung spürte sie dieses Mal kaum noch Schmerz - was unlogisch war, da die Verletzung nicht einfach so verschwinden konnte. Auf seine Worte hin nickte sie nur noch artig, da sie nicht mehr vor hatte, ihm in irgendeiner Weise zu widersprechen. Dass er ihr half, musste sie ihm später noch danken, egal, wie er sie sonst behandelt hatte. Ohne seine Hilfe wäre sie aufgeschmissen - und vielleicht auch tot, wer wusste das schon? Das Cerapendra war jedenfalls nicht sehr freundlich gesinnt.

Dieses hatte das Turtok mit einer ordentlichen Matschbombe beworfen, der das Wasser-Pokémon ausweichen sollte, indem es durch Wasserdüse in die Luft schoss und anschließend andere giftige Bomben durch Turbodreher abwehrte, die dann allerdings teilweise seinen Panzer trafen. Micah bekam von alledem nichts mit, da sie mit dem Fremden beschäftigt war - der sich übrigens vorhin selbst als Damon bezeichnet hatte, ob das wohl sein Name war? Vermutlich, allerdings hatte Micah dem kaum Beachtung geschenkt - und sich darauf konzentrierte, nicht auch noch das Bewusstsein zu verlieren. Sie hoffte nur, dass es alles halb so schlimm war und sie einfach überreagierte. Ähnlich wie das Cerapendra, das Turtok dann direkt mit einem Eisenschweif attackiert und sogar getroffen hatte. Direkt im Anschluss richtete es seinen Giftschweif, den Micah zuvor abbekommen hatte, auf das Turtok, der dann den Befehl seines Trainers bekam, diesen mit Aurasphäre abzuwehren. Tatsächlich schaffte es das Turtok rechtzeitig, den Schweif zu treffen und drängte das Cerapendra so ein wenig zurück. »Kekona?« Das Strawickl, das bisher ängstlich und besorgt an Micahs Seite geblieben war, sah nun aufmerksam zu dem Ranger empor. »Versuch' nochmal, es mit Klebenetz und Fadenschuss festzuhalten. Ich versuche dann, es nochmal zu beruhigen. Ich...will nicht, dass jemand verletzt wird.« Außer sie selbst natürlich, die es bereits erwischt hatte. Und sie wusste auch nicht, ob sie sich ausreichend würde konzentrieren können, aber sie würde es versuchen müssen - ganz gleich, ob Damon, wenn er denn so hieß, das für Gut befand oder nicht. Wegen ihrer eher schwachen Stimme sah Kekona eher skeptisch zu Micah hoch, nickte dann aber, als sie merkte, dass diese es durchaus ernst meinte. Schnell lief sie auf das Kampfgeschehen zu und spukte zunächst wieder klebrige Klumpen, die sich bei Berührung mit dem Cerapendra sofort zu Netzen verwandelten und es so ein wenig in seiner Bewegung einschränkten. Anschließend schoss es noch einen Faden hinterher, um das Cerapendra weiter von einer Bewegung abzuhalten.
Die Hilfe von Damon, ihr aufzuhelfen, hatte sie zuvor abgelehnt, da sie es vorzog, lieber sitzen zu bleiben und das kam ihr nun zu Gute. So musste sie sich nicht darauf konzentrieren, stehen zu bleiben und konnte ihre Gefühle auf den FangKom richten. Würde sie es nicht schaffen, irgendetwas zu übertragen, wäre der Versuch ohnehin sinnlos. Sie atmete tief durch, schloss kurz die Augen, um sich zu sammeln und öffnete sie dann wieder. Während sie ihren verletzen Arm leicht an ihren Körper drückte, um ihn nicht zu belasten, richtete sie mit dem anderen Arm den FangKom auf das Cerapendra und begann, Kreise zu ziehen, so wie sie es gelernt hatte. Dabei musste sie sich stark konzentrieren, was sie mehr anstrengte als gehofft. Da das cerapendra sich allerdings nicht richtig bewegen konnte, schaffte es es auch nicht, sich groß zu wehren. Wohl versuchte es, mit einem Giftschweif den Faden zu zerstören, doch Kekona erneuerte ihn augenblicklich, um Micah so viel Zeit wie nötig zu geben. Es dauerte eine Zeit lang, doch zu ihrer großen Überraschung und Freude schaffte sie es tatsächlich, das Cerapendra einzufangen und zu beruhigen. Sobald das geschafft war, ließ sie ihren Arm kraftlos auf den Boden sinken und stützte sich damit ab. Nun konnte es ihr wieder vollkommen egal sein, ob sie fiel, lag, schlief oder wach war. Ihr war nach wie vor unglaublich heiß, doch sie war überglücklich und vor allem stolz, dass sie es trotz allem geschafft hatte. Vermutlich hatten die Angriffe des Turtoks, die das Cerapendra geschwächt hatten, zusätzlich dazu beigetragen, dass sie es geschafft hatte. »Wir tun dir nichts...wir werden wieder gehen...wir holen nur das Eneco und dann...sind wir weg. Du kannst..beruhigt sein.« Es fiel ihr schwer zu sprechen, doch letztlich hatte das Cerapendra wohl verstanden und machte sogar den Weg frei. Micah hatte es tatsächlich geschafft. Nicht allein, aber das Cerapendra war beruhigt und die Situation entschärft. Auch die Toxiped schienen nicht mehr feindlich gesinnt zu sein und Micah konnte beide wieder in die Freiheit entlassen. Sie war eben kein Trainer, sondern ein Ranger. Der allerdings kaum noch Kraft hatte, aufrecht zu sitzen. Sie würde nur noch in ein Pokémon-Center kommen müssen. Oder ein Krankenhaus. Aber da war auch noch das Eneco, das sich nicht mehr aus seinem Versteck wagte...Micah schaffte es aber auch nicht, Ausschau nach ihm zu halten. Sie wollte eigentlich nur noch schlafen...

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Re: Labyrinth

Beitrag von Gastam Di Aug 02, 2016 7:20 pm


 
 

 

 

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Einmal aus dem Labyrinth bitte?

Oh… Sie hatte ja immer noch dieses Gerät, was sie ihm förmlich unter die Nase hielt und er nach wie vor nichts damit anfangen konnte. Wo hatte er dieses Ding denn schon einmal gesehen, wenn auch nicht selbst benutzt? Jede Lektion aus der Schule und Erfahrungen aus all den Regionen im Kopf durchforstend, ratterte es allmählich in seinem Kopf bis ihm der Begriff „Ranger“ in den Sinn kam. Hatten denn nicht diese immer so etwas bei sich gehabt, womit sie förmlich eine Beziehung eingegangen waren und stets bei sich trugen. Dann war die Blondine ein Ranger gewesen, was auch erklären würde was sie hier im Wald trieb. Demnach hatte sie ebenfalls der Ruf des Pokémons hierhin verschlagen gehabt oder aber ein Auftrag, was Anderes konnte er sich gerade im Moment nicht zusammenreimen, zumal er dazu auch nicht sonderlich die Zeit hatte. „Das… ergibt Sinn.“ Darauf hätte er eigentlich auch von alleine kommen können, statt sich wie den Vollidioten der Nation hinzustellen.
Viel Spielraum großartig über Sachen nachzudenken ließ die Hitze des Gefechts nicht zu, sodass sie ihm die Art wohl kaum krumm nehmen würde, sollten sie im Nachhinein denn miteinander noch zu tun haben, geschweige denn sich überhaupt widersehen.
Allerdings fing er an sein Verhalten ihr gegenüber ein klein wenig zu bereuen, als sie dann schließlich vor ihm lag und er – während er den Verband anlegte – mit ansah, wie sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten konnte, sei es durch den Schmerz oder durch ihr aufgewühltes Innere.  
„Eh du… Falls ich etwas zu harsch rüber kam… War nicht meine Absicht.“ Ein eher mangelhafter Versuch sich bei ihr für sein Verhalten zu entschuldigen, auch wenn er es die ganze Zeit über mit ihr nur gut gemeint hatte und es eher seine Art war jeden, den er nicht kannte auf diese Art und Weise zu behandeln. Wenn er an ihrer Stelle gewesen wäre, hätte er auch nicht sonderlich Lust darauf gehabt von jemand anderem angepampt zu werden, obwohl er im Endeffekt nur eine Hilfe sein wollte und sein angefangenes Werk beenden wollte. In der Hinsicht schienen sie sich zumindest zu ähneln…
Immerhin schien seine Aktion ihr zumindest etwas geholfen zu haben, um das letzte bisschen an Konzentration zu mobilisieren und sich wieder auf die Beine zu raffen oder besser gesagt sich vom Liegen ins Sitzen zu befördern, während sein Begleiter nach wie vor mit dem Käfer-Pokémon zugange war und einige der Matschbomben unschöne Verzierungen am Panzer von ihm hinterlassen hatten, mal von den anderen Treffern des Celapendras zu schweigen. Umso erfreuter war Damon, als die Aurasphäre den Kontrahenten Turtoks zurückdrängen konnte und scheinbar Micah die Gelegenheit gab die Initiative ergreifen zu können, als sie ihrem Pokémon bereits einige Anweisungen gab. Immer noch war ihr das Wohl der anderen wichtiger gewesen, als ihr eigenes und auch wenn andere diese Art vielleicht als naiv und unnötig befunden hätten, erntete sie von Damons Seite großen Respekt. Nicht jeder würde angesichts der Situation in der sie sich befanden an das Wohlergehen der anderen gedacht. Während ihr Kekona – so hatte sie es vermutlich genannt – das Cerapendra immobilisierte und daran hindern wollte sich weiter großartig zu bewegen, fing Micah an mit ihrem „gesunden“ Arm einige Kreisbewegungen zu ziehen, wobei Damon aufmerksam dem Unterfangen zusah und nicht großartig viel davon verstand, nur das es scheinbar Früchte trug und etwas später schon die Situation vollkommen entspannt wirkte.
„Phew…“ Sie mit einem Arm den Schweiß von der Stirn wischend, nickte er seinem Turtok zu, welches sich ein letztes Mal umsah und gewährleistete, das kein Angriff mehr von irgendeiner  Seite erfolgte, bis dieses eine seiner drei Krallen in die Lüfte hob und selbstsicher grinste. Erst jetzt kam ihm wieder der Zustand der Blondine in den Sinn, drehte sich schlagartig zu ihr um nur um zu realisieren, dass sie noch fertiger aussah als vorhin. Scheinbar verlangte der Prozess eben ein großes Maß an Konzentration ab, was angesichts des Gifts in ihrer Blutbahn sogar ein Wunder gewesen war überhaupt so viel auf die Beine stellen zu können. Ihre darauffolgenden Worte waren zwar an das Käfer-Pokémon gerichtet gewesen, ergaben auch für ihn allmählich Sinn. Das hatte er vorhin also gehört gehabt und deswegen war die Blondine überhaupt hier gewesen. Statt dass sie durch die Suche noch Schwächer wurde und an Kraft einbüßte, übernahm er das umsehen und erkannte das Eneco etwas später in einem Gebüsch zusammengekauert hinter seinem Turtok. „Meinst du, du kannst es beruhigen?“
Statt das eine Antwort von ihm folgte, drehte er sich zu dem Eneco um und setzte sich direkt vor diesem auf dem Boden, ehe es in einem ruhigen Ton auf es einzusprechen begann, was auch immer er da von sich gab. Damon konnte nur vermuten, was er da sagte und auch wenn es die ersten Augenblicke nicht aus seinem Versteck traute, drehte sich sein Turtok nach einiger Zeit um, ehe das Eneco schon seinen Panzer vorsichtig hochtapste. „Guck mal, da ist es. Können wir jetzt rau-… HEY!“ Kaum hatte er sich wieder zu ihr umgedreht gehabt, erkannte er nur wie sie es scheinbar noch schwerer hatte selbst im Sitzen das Gleichgewicht zu halten. Schnell zu ihr rennend gewährleistete er erst, dass sie nicht auf den Boden fiel und versuchte zeitgleich dafür zu sorgen das sie wach blieb. „Wehe du schläfst hier jetzt plötzlich weg. Vergiss nicht dass du das Eneco noch zurückbringen musst und mit deinem Begleiter hier heil raus willst.“ Auch wenn es vielleicht ein nerviger Akt von ihm war, pustete er ihr mit einem Mal Luft ins Gesicht, einerseits um sie wach zu halten und andererseits das Gesicht kühl zu halten, wobei das in dem Moment eine strunzdumme Idee gewesen war. Stattdessen riss nahm er erst das Tuch an seinem Arm ab und zog sich das Hemd aus, sodass er das Band wieder am Ärmel seines T-Shirts zusammenzog, ehe er das zusammengeknäulte Hemd in Richtung des Turtok hielt. Als hätte dieses nur darauf gewartet schoss es geringe Mengen aus seinen Geschützen am Rücken auf das Hemd und tränkte dieses in kaltes Wasser ein, was er der Blondine in den Nacken legte. Sicher ein unangenehm nasses Gefühl im ersten Moment, doch würde ihr die Kälte sicherlich gut tun und sie noch etwas wach halten. Als wäre das nicht schon genug packte er sie schließlich an ihrem gesunden Arm und zog sie etwas seinen Rücken hoch, bis ihre Arme automatisch über seine Schultern nach unten hingen und er sie an den Beinen festhalten konnte, während sein Oberkörper leicht vorgebeugt war um sicher zu stellen, dass sie nicht runterfallen würde. „Wehr dich dagegen so viel du willst, aber mir ist es lieber das ich dich mit blauen Flecken schnell wo hin bringe, dass du schnell behandelt wirst, als das alles nur schlimmer wird.“ Eneco auf dem Rücken von Turtok und Micah auf dem von Damon, starrte nun zum  Pokémon von Micah. „Kannst du uns schnell aus diesem Labyrinth führen?“
Je schneller sie aus dem Labyrinth raus waren, desto schneller würden sie das Eneco abgeben können und Micah behandeln lassen. Zeit war gerade im Moment nicht wirklich das, was sie einen Freund nennen konnten.


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Re: Labyrinth

Beitrag von Micaham Mi Aug 03, 2016 7:22 am

Post #005 ღ Labyrinth ღ Ewigenwald ღ Damon
Vermutlich hatten ihre Tränen ein Stückchen dazu beigetragen, dass sich der Schwarzhaarige schlecht fühlte oder sein Verhalten zumindest ein wenig bereute - oder er konnte einfach nicht mit weinenden Mädchen umgehen. Was es auch war, er entschuldigte sich überraschend für seine vorherige Art, was Micah, die zu diesem Zeitpunkt gerade von ihm behandelt wurde, allerdings unkommentiert ließ. Es war seine Entscheidung, wie er andere behandelte und nur, weil sie sich deshalb angegriffen fühlte, musste er sich nicht entschuldigen. Er war eben, wie er war. Ob ihr seine Art gefiel oder nicht spielte dabei nur wenig eine Rolle, trotzdem musste sie zugeben, dass sie positiv überrascht war. Nur konnte sie das in dem Moment einfach nicht deutlich machen. Stattdessen war sie bemüht, ihre Tränen versiegen zu lassen und sich wieder auf das wütende Pokémon zu konzentrieren, das sie nach wie vor beruhigen wollte. Die Situation schien aussichtslos, aber sie hatte in dem vergangenen Jahr, in dem sie Ranger war und auch während ihrer Ausbildung einiges an Erfahrung sammeln können. Dabei lernte man auch, dass scheinbar aussichtslose Situation trotzdem noch lösbar waren und sich zum Guten wenden konnten, wenn man sich nur gut genug anstrengte. Und das tat Micah. Obwohl sie geschwächt war und sich das Gift vermutlich langsam in ihrem Körper ausbreitete - und sie nicht wusste, wie lange sie überhaupt noch wach bleiben konnte - wollte sie von ihrer Partnerin, dass sie das Cerapendra festhielt, indem es mit Netzen und Fäden auf es schoss und fesselte, damit sie schließlich ihren Job machen konnte. Nur aus den Augenwinkeln nahm sie wahr, dass der junge Mann das Ganze aufmerksam beobachtete, doch ihre volle Konzentration hatte auf dem Fangversuch gelegen - der glücklicherweise und zu ihrer eigenen Überraschung auch geglückt war.
Nun war sie zwar noch erschöpfter als zuvor, konnte aber nun auch nach dem Eneco Ausschau halten. Da sie dazu jedoch kaum noch in der Lage war, wollte sie zunächst ihr Strawickl auf die Suche schicken, doch Damon kam ihr zuvor und machte sich auf die Suche nach dem kleinen Wesen. Vermutlich hatte er ihre zuvor gesprochenen Worte mit angehört. Und zu ihrer Erleichterung schien er das Pokémon auch tatsächlich auszumachen. Sein Turtok sollte es beruhigen und so konnte sich Micah etwas entspannter fallen lassen. Nicht wortwörtlich natürlich, sie war nach wie vor bemüht, nicht wieder umzukippen, aber selbst das aufrechte Sitzen bereitete ihr mittlerweile Probleme. Es war definitiv kein schönes Gefühl, wenn der eigene Körper gegen einen arbeitete und man keine Kontrolle mehr über sich selbst hatte. Sie wollte das gewiss nicht noch einmal erleben, doch obwohl sie Angst hatte, bereute sie keinen einzigen Schritt. Würde sie es noch einmal erleben müssen, würde sie alles noch einmal genauso machen. Sie hatte das Cerapendra beruhigt und vor größerem Schaden bewahrt und dadurch zur Rettung von Eneco beigetragen. Es war also ein erfolgreicher Tag gewesen, eine erfolgreiche Mission. Wenn da nicht das Problem des Giftes wäre, das durch ihren Körper floss. Innerlich betete sie, dass sie keine ernsthaften Schäden davon tragen und heil aus dem Ganzen herauskommen würde, doch schon als sie bemerkte, dass das Eneco auf den Rücken des Turtok kletterte und damit endgültig in Sicherheit war, spürte sie, wie sie doch langsam nach hinten fiel. Auch Damon realisierte das und war sofort zur Stelle, um ihr dabei zu helfen, weiterhin sitzen bleiben zu können. Es war seltsam, Hilfe von einem Wildfremden bekommen zu müssen und sie hoffte wirklich, das nicht noch einmal erleben zu müssen. Andererseits war es ihr im Augenblick auch fast egal - sie wollte nur die Augen schließen und schlafen. Hatte sie sich das denn nicht verdient?
Damon allerdings versuchte sie mit aller Kraft, wach zu halten und als er Eneco und Kekona ansprach, entstand doch tatsächlich ein schwaches Lächeln auf ihren Lippen. Ja, sie musste das Eneco noch zurück bringen. Und zusammen mit Kekona aus diesem Labyrinth entkommen. Nur dafür hatte sie das hier doch erst alles gemacht. Jetzt, da die Situation entschärft war, konnte sie sich darum kümmern, selbst heil wieder heraus zu kommen. Sie musste sich auf nichts anderes mehr konzentrieren, als auf sich selbst. Leicht nickte sie, war dann aber weniger begeistert davon, dass er ihr einfach so ins Gesicht pustete. Sie rümpfte die Nase, sagte aber nichts dazu, da sie sich lieber so weit es ging schonen wollte. Sprechen konnte doch ganz schön anstrengend sein...auch als sie bemerkte, dass er sein Hemd auszog und das Band, das er zuvor darüber getragen hatte, nun an dem Ärmel seines T-Shirts befestigte - es erinnerte sie ein wenig an ihr eigenes Tuch, das sie auch jetzt noch um den Hals trug; sie hoffte inständig, dass es nicht mit Blut besudelt war - sagte sie keinen Ton. Sie zuckte lediglich zurück, als das von Turtok nass gemachte Hemd schließlich in ihrem Nacken landete. Und vermutlich auch ihren Schal nass machte. Es durfte auf keinen Fall kaputt gehen, unter keinen Umständen. Es war das Einzige, was ihr noch von Taran geblieben war. »Der Schal...er darf nicht...nicht beschädigt werden.« murmelte sie leise, in der Hoffnung, dass Damon es vielleicht gehört hatte und ein wenig darauf achtete, wie er damit umging. Sie konnte es nur hoffen...
Schließlich zog er sie recht unvermittelt an ihrem gesunden Arm, der noch immer den FangKom umklammert hielt, auf seinen Rücken hinauf, wo sie sich versuchte, irgendwie festzuhalten, um nicht direkt wieder nach unten zu rutschen. Damon half ihr dabei, indem er sie ebenfalls festhielt. Seltsamerweise spürte sie bei der ganzen Aktion keinen Schmerz in ihrem Arm - was ihr doch Angst einjagte. Was, wenn sie ihn nie wieder würde spüren können? Sich zu wehren war ihr gar nicht mehr in den Sinn gekommen, da es ohnehin sinnlos war und nun, da sie den Pokémon geholfen hatte, konnte sie sich eigentlich nun auch selbst helfen lassen. »Ich spüre ihn nicht mehr..« flüsterte sie, was Damon, da ihr Kopf recht nah an seinem Ohr war, trotzdem gehört haben sollte. Was er mit dieser Information nun anfing, war dann allerdings seine Sache. Sie selbst bekam deswegen tatsächlich Panik und bemühte sich auch nicht, diese noch zu verbergen. Glücklicherweise hatten sie einen kleinen Reiseführer dabei, denn Kekona war schließlich hier im Wald aufgewachsen. Micah wusste nicht, ob sie auch im Labyrinth gewesen war, den Weg hinein hatte sie aber gut hinbekommen und sie war sich sicher, dass sie sie auch nach draußen führen konnte. Eifrig nickte das Pokémon daher auf Damons Worte und lief auch schon voraus, immer darauf bedacht, dass die Menschen mit ihr mit hielten. Tatsächlich war das kleine Pokémon nämlich recht flink. Sicher führte es die beiden durch das Labyrinth hindurch, den selben Weg zurück, den sie zuvor auch hinein genommen hatten und so standen sie relativ schnell wieder am Ausgang. Stolz sah Kekona zu Damon empor, betrachtete ihre Partnerin im nächsten Moment allerdings auch schon besorgt, da sie wirklich Schwierigkeiten damit hatte, die Augen offen zu halten.

Die Frau, die ihr den Auftrag gegeben hatte, kam auch sogleich angerannt und sah die Gruppe fragend und besorgt an. Als sie dann jedoch das Eneco entdeckte, war die Freude und die Erleichterung unverkennbar. Und genau deshalb liebte sie das, was sie tat, im Grunde - auch, wenn ihr eigentlicher Berufswunsch sicher nicht so gefährlich werden konnte. »Auftrag ausgeführt.« sagte Micah nur mit brüchiger Stimme, aber mit einem Lächeln auf den Lippen. "Oh ich danke dir so! Meinem kleinen Eneco geht es gut! Komm her, du Süße!" Mit großer Freude schloss sie das Eneco, das sofort von Turtoks Rücken herunter gesprungen war, in ihre Arme, glücklich darüber, dass sie es wieder hatte. "Aber - Ihnen scheint es nicht gut zu gehen. Was ist denn vorgefallen?" Es hatte wohl etwas gedauert, da die Freude über das Wiedersehen überwogen hatte, doch nun hatte auch die Frau realisiert, dass mit Micah etwas ganz und gar nicht stimmte. Diese schüttelte allerdings nur den Kopf, da sie nicht die Kraft dafür hatte, alles, was geschehen war, nun auch zu erklären.
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Re: Labyrinth

Beitrag von Gastam Mi Aug 03, 2016 6:22 pm


 
 

 

 

  Damon Yamato
 

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Ein Rennen gegen die Zeit

Leicht perplex blickte er im ersten Moment zur Blondine, als sie ihn darum gebeten hatte doch bitte auf den Schal aufzupassen, während er mit dem nassen Hemd hantierte. Für den Bruchteil einer Sekunde kam in ihm der Impuls auf nachzufragen, was es mit dem Schal den auf sich hatte, verkniff es sich aber wieder im darauffolgenden Augenblick, als sein eigener Blick auf dem Tuch um seinen Arm fiel.
Viele Menschen hatten die teuersten Schätze der Welt im Kopf und jagten diesen nach, während es bestimmte – simple Alltagsgegenstände- gab, die sich im Laufe der Zeit zu etwas weitaus Wertvollerem entwickelten, unbezahlbare Schätze an denen viele Erinnerungen und Emotionen hängen. Allein deswegen möchte man nicht, dass diesen etwas passiert… Vermutlich hatte sie auch ebenso eine Verbindung zu ihrem Schal, doch oblag es ihm nicht dies zu hinterfragen, kannte er sie doch kaum, dass er so etwas persönliches in Erfahrung bringen könnte.
„Mach ich.“, erwiderte er kurz und knapp während er vorsichtiger als zuvor in der Gegend hantierte und darauf achtete, dass der Schal nicht durch sein Hemd nass wurde oder irgendwoher anders in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch als er sie auf dem Rücken trug achtete er darauf nicht zu nah ans Gebüsch zu kommen oder aber sich irgendwo zu verfangen. Für den Moment schien alles sich etwas beruhigt zu haben, sodass er etwas entspannt aufatmete… nur um wenige Sekunden später in sein Ohr gewispert zu bekommen, dass sie ihren Arm nicht mehr spürte. „Bitte?!, entwich es ihm unglaubwürdig und leicht geschockt, da er einfach nicht damit gerechnet hatte und ihm zig Dinge durch den Kopf schossen. Hatte er den Verband etwa zu fest angelegt, als das überhaupt kein Blut mehr durchfloss? Nein… Oder doch? Nein, er hatte extra noch den Druck geprüft, aber jetzt wurde auch er etwas unruhig und hatte es umso eiliger aus dem Labyrinth heraus zu kommen, auch wenn er sich äußerlich nichts anmerken ließ. Es würde ihr mit Sicherheit nicht helfen, wenn er jetzt auch noch unruhig werden würde und diese Unruhe noch auf sie übertrug, obwohl sie selbst schon durch die Tatsache etwas verängstigt wirkte. „Das Blut fließt durch den Druck langsamer in deinen Arm, was zeitgleich die Übertragung des Gifts verhindert. Beides zusammen sind wohl der Grund dafür, dass du im Moment deinen Arm nicht spürst. Denk gar nicht daran den provisorischen Druckverband abzumachen, dann geht das dort angesammelte Gift mit einem Mal in die komplette Blutbahn.“ Ja, genau so müsste es sein. So logisch die Erklärung vielleicht auch im ersten Moment klang, rezitierte er eigentlich nur die Worte die ihm aus dem Erste-Hilfe Kurs hängen geblieben war und worauf er eigentlich hingearbeitet hatte, auch wenn er keinen vernünftigen Druckverband zur Hand gehabt hatte und mehr improvisieren musste. Zu ihrem Glück schien Micahs Begleiter sich hier ziemlich gut auszukennen, sodass es zumindest fix aus dem Labyrinth hinausging. Dieses verlassen nickte der Trainer ihrem Wegführer dankend zu ehe ihnen schon eine Frau entgegen kam, der wohl das Eneco gehörte und dieses auch voller Freude annahm. Tatsächlich war sie also wegen eines Auftrags hier gewesen und ihr Treffen war mehr ein Zufall gewesen, ein glücklicher Zufall um genau zu sein. Er wollte sich nicht ausmalen wie die Sache verlaufen wäre, wenn er vielleicht nicht aufgetaucht wäre. Klar, sie wäre vielleicht heil aus der heiklen Lage herausgekommen oder aber… Nein, den Gedanken wollte er sich gar nicht ausmalen, stattdessen schüttelte er den Gedanken wieder ab und konzentrierte sich auf die Frau, die nun auch den Zustand der Blondine bemerkt hatte. „Zu lange Geschichte, zu wenig Zeit. Wo geht es am Schnellsten zum nächsten Krankenhaus?“ Ein klein wenig direkt und vielleicht unfreundlich, die Geschichte nicht erzählen zu wollen, doch hatte er nicht gerade die Zeit für ausschweifende Erzählungen. Nicht während er eine vergiftete Person auf dem Rücken trug, die dringend eine Behandlung brauchte. „Wenn ihr diesem Pfad folgt, kommt ihr in der nächstgelegenen Stadt an.“ Ohne ein weiteres Wort zu verlieren und sein Turtok mit ach und krach in seinen Ball zurückzurufen, rannte er so schnell er mit dem zusätzlichen Gewicht konnte in die Richtung, in welche er gewiesen wurde, ungeachtet wie schwer seine Beine wurden, wie sehr seine Muskeln zogen. Seine Müdigkeit spielte im Moment absolut keine Rolle, schlafen und sich ausruhen konnte er noch wenn er die Blondine ins Krankenhaus oder eben in ein Pokémon-Center gebracht hatte. Seit seiner letzten Reise hatten sie ihrem Adoptivsohn immer gesagt, dass er mit seiner Kunst weitermachen soll und eigentlich genug Orte gesehen hatte. Was tat er? Einfach eine weitere Reise antreten und jetzt die Verantwortung über das Leben einer anderen Person tragen. Beschweren tat er sich darüber nicht… Es war für ihn in diesem Moment nur ein enormer Stress – ungeachtet seiner ruhigen Persönlichkeit -  im Hinterkopf habend, dass das Gift weitaus schlimmeres anrichten konnte, wenn er nicht schnell genug in Septerna ankam und sie behandeln ließ. „Ey, nicht schlafen! Wenn du bis zum Krankenhaus nicht wach bleibst, dann…“ Ja, was dann? Er kannte sie überhaupt nicht, als das er jetzt irgendetwas nennen konnte, was sie motivieren würde wach zu bleiben. Darüber hinaus hatte er sonst auch nicht sonderlich viele Menschen um sich, um auch nur überhaupt etwas auf gut Glück aus dem Hut zu ziehen, was eventuell ziehen würde. Das Einzige, was ihm aus der Pokémon-Schule im Kopf hängen geblieben war waren Süßigkeiten. Er war zwar selbst kein Fan von gewesen aber dafür der ganze Rest. Vielleicht klappte das? … gibt es keine Süßigkeiten?“ So wie es aus ihm gekommen war, klang das absolut nicht glaubwürdig und er selbst zweifelte daran, dass die Aussage sonderlich zog, aber etwas Besseres war ihm nicht eingefallen. „Okay, das klang vielleicht bescheuert. Uff… Ich gebe dir einfach was aus, wenn du heil aus dem Krankenhaus raus bist.“ Er war nicht unbedingt gut in solchen Dingen, aber immerhin würde sie vielleicht durch ein Gratis-Essen motiviert sein wach zu bleiben und nicht in die Bewusstlosigkeit dahin zu driften? Einen Versuch war es immerhin wert gewesen und ehe er sich bereits versah konnte er von weitem die ersten Gebäude der Stadt erkennen, sodass er – trotz seiner Müdigkeit und dem leichten Schnaufen, was man von ihm hören konnte – einen Zahn zulegte.  

TBC: ???


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Re: Labyrinth

Beitrag von Micaham Mi Aug 03, 2016 6:55 pm

Post #006 ღ Labyrinth ღ Ewigenwald ღ Damon
Trotz seiner Erklärung wegen ihres Armes war der junge Ranger nicht wirklich beruhigt, aber was sollte sie schon noch dagegen sagen? Solange man sie noch behandeln konnte und es eben noch nicht zu spät war, war doch alles gut. Mehr oder weniger. Dass er sein Hemd um ihren Arm gewickelt hatte, würde da vielleicht sogar helfen. Sie wusste es nicht und im Grunde war es ihr auch herzlich egal, wenn sie nur endlich schlafen konnte. Doch zuerst mussten sie der Frau ihr Eneco bringen. Dann erst wäre der Auftrag komplett erfüllt und so lange zwang sie sich, wach zu bleiben. Kekona führte sie auch relativ schnell aus dem Labyrinth heraus, wo ihnen die Frau entgegen kam und ihr Pokémon in die Arme schloss, ehe sie wissen wollte, was denn eigentlich passiert war. Micah war allerdings nicht dazu im stande, ihr diese Geschichte zu erzählen und auch Damon zog es vor, sie lieber schnellstmöglich in die nächste Stadt zu verfrachten. Hätte sie noch selbst laufen können, hätte sie ihm den Weg durchaus zeigen können, immerhin war sie gerade eben erst dorther gekommen, allerdings war das eben nicht möglich. Trotz der eher unhöflichen Antwort von Damon - davon hatte er wohl viele parat - erklärte ihm die Frau, wie er zur nächsten Stadt kam und ehe sie sich versah, lief er auch schon direkt los, gefolgt von Turtok und Kekona. Sie hatte den Auftrag geschafft. Das war das Wichtigste gewesen. Nun war es das Wichtigste, dass es ihr wieder besser ging. Dazu konnte sie selbst allerdings nichts beitragen. Lieber schloss sie die Augen und ruhte sich einfach nur aus...langsam fielen ihr die Lider zu, als sie die Stimme des jungen Mannes vernahm. Wieso half der Fremde ihr überhaupt? Sie kannte ihn doch gar nicht. Und wieso ließ sie es zu, dass er sie auf dem Rücken den Weg entlang trug? Viele Fragen schwebten ihr durch den Kopf - sie war eindeutig nicht mehr ganz da, musste aber trotzdem lächeln, als er seine Drohung aussprach. Sie sollte also nicht einschlafen - warum auch immer - ansonsten bekam sie keine Süßigkeiten mehr. Eine wirklich zuckersüße Drohung. Aber...sie liebte Lollipops! Was, wenn es dann nie wieder diese süße Köstlichkeit geben würde? Andererseits...konnte ihr das nicht ganz egal sein, solange sie schlafen durfte? Damon hielt das Argument wohl selbst für bescheuert, obwohl Micah daran gar nicht gedacht hatte. Eigentlich war es doch gar nicht so bescheuert, oder? »Ich versuch's.« murmelte sie nur, auch wenn sie nicht besonders scharf darauf war, von ihm irgendetwas ausgegeben zu bekommen. Außer natürlich, es handelte sich um Lollipops! Wieso hatte sie sich eigentlich keinen eingesteckt, als sie aufgebrochen war? Und wo war eigentlich Kekona?
Tatsächlich hatte diese Schwierigkeiten, mit der Schnelligkeit des Schwarzhaarigen mitzuhalten, gab sich aber alle Mühe, nicht zu weit zurück zu fallen. Immerhin musste sie ihrer Partnerin beistehen! Da es ihr letztlich aber doch zu schnell ging, feuerte sie einen Fadenschuss auf den nächstgelegenen Baum ab, zog sich daran hoch und nutzte ihn als eine Art Liane. Kurz bevor sie dann wieder zurückgeschwungen wäre, setzte sie den nächsten Fadenschuss auf den nächsten Baum ein, sodass sie sich so wie ein Griffel von Baum zu Baum hangelte. Als ihre Familie noch gelebt hatte, hatte sie das oft getan, einfach weil es Spaß machte. Nun machte sie es, um mit Micah mitzuhalten und gleichzeitig mit ihr in der Stadt anzukommen. Hätte sie es gesehen, hätte der Ranger das wohl unglaublich niedlich gefunden. Nur war diese zu sehr damit beschäftigt, nicht doch einzuschlafen. Immer wieder fielen ihr die Augen zu. Wie lange würde sie wohl noch wach bleiben?
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Re: Labyrinth

Beitrag von Callunaam Sa Mai 13, 2017 8:10 pm

Calluna is alone
Post #021 :: cf: Ewigenwald
Mittlerweile waren sie wieder ein ganzes Stück weiter gegangen, doch vom Weg war immer noch keine Spur. Da die Verwirrung von Zola nachgelassen hatte, setzte Calluna das Pokémon nun auch wieder auf dem Boden ab. »Wenn du den Weg wiederfindest, dann sag' Bescheid, ja?« Calluna sah sich ein wenig um, konnte aber nichts entdecken, das nach Weg aussah. Vielmehr hatte sie nun das Gefühl, in einem Labyrinth gelandet zu sein. Würde sie hier jemals wieder rausfinden? Glücklicherweise blieb Zola dieses Mal ganz nah an ihrer Seite, um nicht wieder gegen ein aufgebrachtes Rollum zu stoßen, dass sie dann angreifen wollte. Darauf konnte das Vulpix getrost verzichten! Außerdem fand sie es hier irgendwie doch unheimlich - sie hatte das Gefühl, von allen Seiten beobachtet zu werden. Aber konnte das denn überhaupt sein? Wahrscheinlich wurde sie einfach paranoid oder dergleichen, Calluna jedenfalls spürte davon absolut gar nichts, weshalb Zola beschloss, sich ebenfalls keine Sorgen zu machen. Auch wenn Calluna ja bekanntlich öfter mal in ihrer Welt war...»Ich glaube, wir haben uns offiziell verlaufen.« verkündete sie, klang dabei aber weder traurig, noch ängstlich. Sie klang wie immer: verträumt und als würde ihr das alles nicht viel ausmachen. Eigentlich war es ja auch so, denn auf diese Weise konnte sie wenigstens ein paar Abenteuer erleben! So lange wie sie mittlerweile aber im Wald umher geirrt waren, war es auch schon wieder Abend geworden, weshalb Calluna beschloss, einfach gleich hier ihr Zelt aufzuschlagen! Eine gute Idee? Zola fand, dass dem nicht so war und war bemüht, Calluna weiter zu ziehen, diese aber hatte ihre Tasche schon auf dem Boden abgestellt und fing an, das Zelt aufzubauen. »Das ist doch ein gutes Plätzchen. Und wenn wir die pokémon nicht ärgern, werden sie uns auch nicht ärgern.« Und davon war Calluna auch wirklich überzeugend. Zola aber sah sich skeptisch und mittlerweile auch ein wenig ängstlich um - ihr war das hier nicht wirklich geheuer, aber wenn Calluna bleiben wollte, hatte sie wohl keine andere Wahl. Es dauerte gar nicht lange, da hatte Calluna schon das Zelt aufgebaut und war gemeinsam mit Zola hinein gekrabbelt. Hier würden sie nun übernachten, ganz egal, was geschah! »Ein aufregender Tag, findest du nicht?« sprach sie zu ihrem Pokémon, auch wenn sie streng genommen gar nicht so viel gemacht hatten. Sie hatten die Himmelspfeilbrücke überquert, den Ewigenwald betreten und sich, nachdem sie ein Rollum bekämpft hatten, hoffnungslos verlaufen. Calluna machte das nicht viel aus, denn sie war zuversichtlich, dass sie den Weg nach Septerna City am nächsten Tag schon finden würden. Konnte ja nicht so schwer sein! »Uns wird hier schon nichts passieren - ich beschütze dich.« sagte sie noch zu Zola, deren Angst sie mittlerweile doch spüren konnte. Aber sie würde sie beschützen, egal wie und egal was sie dafür tun musste. So war es doch immer gewesen. Und mit diesen Gedanken schliefen sie aneinander gekuschelt schließlich auch ein.
***
Mitten in der Nacht wachte Zola jedoch auf, weil starker Regen von oben auf das Zeltdach prasselte. Sie mochte Regen nicht und hatte Angst, dass das Zelt diesen nicht abhalten würde. Sie kuschelte sich noch enger an Calluna und versteckte sich in ihrem Schlafsack. Wirklich schlafen konnte sie nicht und sie war froh, als Calluna am nächsten Morgen die Augen öffnete und sich streckte. Sie hatte von dem strömenden Regen gar nichts mitbekommen, doch nun sprang Zola fröhlich auf ihren Brustkorb und schleckte ihr abermals das Gesicht ab. Calluna musste lachen und hob Zola schließlich von sich herunter. »Ich war doch gar nicht weit weg.« sagte sie lachend und richtete sich auf. Nun hieß es, den Weg aus dem Wald heraus zu finden. Als sie aus dem Zelt krabbelte, bemerkte sie, dass sowohl Waldboden als auch Zelt noch nass waren - hatte es also in der vergangenen Nacht geregnet? »Vom Regen habe ich gar nichts mitbekommen.« grübelte sie laut und Zola warf ihr nur einen vorwurfsvollen Blick zu. Sie hatte sehr wohl mitbekommen, dass es geregnet hatte! Nur war Calluna nicht wach gewesen...was auch Zola entgangen war, war die Schar an Pokémon, die direkt auf dem Zelt gewartet und sich in alle Winde verstreut hatten, sobald sie bemerkt hatten, dass Calluna das Zelt verließ. »Dann wollen wir doch mal!« sagte sie, packte das Zelt in Windeseile - gut, es dauerte etwas, da sie es auch noch abtrocknen musste - wieder zusammen und schulterte ihre Tasche. Ohne weiter zu überlegen, suchte sie sich irgendeinen Weg aus und lief diesen entlang, unabhängig der Tatsache, dass er vielleicht falsch sein könnte.
Auf dem Weg begegneten sie einigen Strawickl und Waumboll, die sich Calluna zwar ansah, denen sie aber nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenkte. Waren eben keine Pokémon aus dem All, nicht wahr? Außerdem wollte sie wirklich dringend diesen Wald verlassen...als sie um die nächste Ecke bog, sah sie jedoch direkt in die Augen eines blauen, wie ein Kampfsportler aussehendes Pokémon. Ein Karadonis, auch wenn sie auch diesen Namen nicht kannte. So viele Pokémon, die sie in ihren Pokédex hätte aufnehmen können, wenn sie bereits einen gehabt hätte! Ohne das Pokémon weiterer Beachtung zu schenken, sah sie an ihm vorbei - dort führte ein Weg entlang, allerdings war es fraglich, ob er zum Ausgang führte oder nicht. Erst als das Karadonis seine Fäuste zusammen schlug und Zola ängstlich zusammenzuckte, wandte sie ihre Aufmerksamkeit auf das Kampf-Pokémon. Hatte sie es verärgert? Hoffentlich nicht! Aus den Ranken, die sich um das Labyrinth wanden, konnte Zola viele kleinere Augen erkennen, die direkt auf sie gerichtet waren. Oder bildete sie sich das bloß ein? »Wir möchten nur hier vorbei, das geht wirklich ganz schnell.« sprach sie zu dem wilden Pokémon, ungeachtet der Tatsache, dass dieser Versuch auch bei dem Rollum schon keine Wirkung gezeigt hatte. Nur wollte Zola auch nicht gegen das andere Pokémon kämpfen. Es war so viel größer als sie und sah irgendwie gefährlich aus! Ängstlich versteckte sie sich hinter Callunas Beinen, als das Karadonis auch schon mit einem Fußtritt auf Calluna zugesprungen kam und sie ganz offensichtlich angreifen wollte. Calluna sah die Gefahr glücklicherweise rechtzeitig kommen und konnte zur Seite springen, allerdings war Zola nun das neue Ziel - diese wich allerdings mit Ruckzuckhieb aus und sprühte eine Glut-Attacke auf das Kampf-Pokémon, das dieses nur wütender machte. Wutentbrannt wollte es einen Doppelkick einsetzen, als plötzlich von oben herab ein weißer Puder auf das Karadonis herab gerieselt kam und es augenblicklich in Schlaf versetzte. Verwirrt sahen sich Calluna und Zola um und entdeckten ein kleines, rosanes Wesen, das wie ein Pilz aussah. Auch kein Pokémon aus dem All, aber es hatte ihnen gerade geholfen! »Vielen Dank!« bedankte sich Calluna aufrichtig, froh, nicht gegen das Karadonis kämpfen zu müssen und stattdessen verschwinden zu können. Das Feen-Wesen sprang über das Karadonis hinweg und deutete mit dem Kopf in eine Richtung - offensichtlich wollte es, dass Calluna ihm folgte. »Kennst du den Weg nach draußen?« wollte sie wissen und das unbekannte Pokémon nickte eifrig. Dankbar sah Calluna es an und Zola bedankte sich auf Pokémon-Sprache bei ihm, kurz bevor sie dem kleinen Wesen auch schon folgten.
Relativ schnell hatten sie das Labyrinth tatsächlich verlassen und das Bubungus führte sie auch noch aus dem Rest des Waldes hinaus. »Vielen, vielen Dank! Du hast uns wirklich sehr geholfen. Jetzt kannst du aber wieder zu deinen Artgenossen zurück, die vermissen dich sicher schon.« Immerhin waren sie schon eine Weile unterwegs. Zola bedankte sich auch noch einmal aufrichtig, ehe sich die beiden abwandten und Septerna City betraten - ohne zu bemerken, dass das Bubungus nicht zu seinen Artgenossen zurückkehrte, sondern ihnen auf Schritt und Tritt folgte.
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