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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Spenceram Mo März 13, 2017 12:11 am

Man konnte Nanna ansehen, dass sie mit Leidenschaft dabei war, sobald es um solche Themen ging. Spencer lächelte nach wie vor, als er aufmerksam ihrer etwas ausschweifenden Antwort zuhörte. Es war trotz dessen jedoch etwas schmerzlich, dass eine in seinen Augen noch junge Frau wie sie sich derart intensive Gedanken über ihren Tod machte. So wie es schien musste sie einiges belasten. Den Eindruck hatte der Weißhaarige bereits häufiger gewonnen, doch er hatte es bisher noch nicht gewagt, nachzuhaken. Er wollte sich ebenso wenig in ihr Privatleben einmischen wie sie es mit dem seinen tat. Wenn jemand wusste, wie wichtig es war, bestimmte Dinge geheim zu halten, dann war er es. "Ich hoffe doch sehr, dass bis zu diesem Zeitpunkt noch einige Jahre vergehen werden.", erwiderte er schließlich sanft und beugte sich etwas näher an sie heran, während sein Lächeln verständnisvollere Züge annahm. "In diesem Zeitraum kann noch einiges geschehen. Wenn es bisher funktioniert hat, kann es vielleicht noch besser werden." Er war sich nicht sicher, weshalb er sich darum bemühte, aufmunternde Worte zu sprechen. Vor allem, weil sie im falschen Kontext auch unangebracht sein konnten und er sich diesen noch nicht völlig erschlossen hatte. Aber es war einfach nicht schön, Nanna so über den Tod reden zu sehen... Er empfand ihn alles andere als angenehm, auch wenn er ihn schon oft genug miterlebt oder gar hervorgerufen hatte.
Der Gedanke, der Spencer danach kam, als sie über das ihm soeben empfohlene Café sprachen, war jedoch umso angehmer. Als die Bibliothekarin davon sprach, dass diese Erfahrung umso angenehmer wäre, würde man sie teilen, musste der brillenträger verschmitzt lächeln, kommentierte diese begebenheit jedoch nicht weiter. Die Röte auf ihren Wangen verriet, was sie sich wohl darunter vorstellen könnte. Stattdessen ging er nun auf die Antwort zu seiner vorigen Frage ein: "Ach... nichts besonderes. Ich habe mir nur gedacht, dass wir eventuell einen kurzen Spaziergang machen könnten." Er sprach diese Worte, als wären sie nur beiläufig eingeworfen worden und bedeutungslos. Da bemühte sich wohl wer, möglichst bescheiden zu bleiben. "Du hast mir ja von all deinen liebsten Orten erzählt... da wäre es wohl nur gerecht, dir meinen liebsten Ort zu zeigen, oder?", fügte er schließlich an und neigte in spielerischer Freundlichkeit seinen Kopf zur Seite. So hatte er sich doch dazu entschlossen, sich diesen Tag völlig für die etwas angenehmeren Dinge in seinem Leben zu reservieren. Dass er bis jetzt noch keine Nachrichten über irgendwelche dringlichen Vorfälle erhalten hatte, musste doch sicher etwas bedeuten.

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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nannaam Di März 21, 2017 6:37 pm

Nanna Sagah


#011 // Spencer Riley


Sie hatte bei diesem Gespräch doch tatsächlich den eigenen Tod angesprochen – das war wohl nicht ganz angemessen gewesen. Aber wann war dieses Thema schon passend? Eigentlich doch nie, egal, wie viel man damit zu tun hatte. Umso erfreulicher, beruhigender war dann doch gleich Spencers Reaktion auf ihre unbedachten Worte hin. Er äußerte, dass er hoffte, dass bis zu ihrem Ableben noch einiges an Zeit verstrich. Sein Lächeln war verständnisvoll, seine Stimme gar sanft. Das … hatte sie so selten erlebt. Sie konnte nicht anders, als dies zu erwidern, wohl einem Ausdruck, der einer jüngeren Frau besser gestanden hätte, denn Verlegenheit war nicht ganz Nannas Stärke. Sie kam da immer so schwer wieder heraus …
„Nun, ich … ich hoffe zumindest, dass dem so sein wird. Das wäre mir höchst angenehm.“, entgegnete sie also eine Spur leiser, bevor sie die Schultern etwas straffte und stumm durchatmete. Es war doch alles gut – warum jetzt so verlegen sein? Es war doch „nur“ Spencer, mit dem sie da sprach – und das tat sie nun wirklich nicht allzu selten! Dennoch, es hatte etwas tröstliches, dass er so dachte … Ein Glück verflogen jegliche Gedanken an das Ableben, sobald es um das Café ging. Sie schweifte etwas aus, als sie davon sprach, wie sie einen solchen Moment am liebsten genoss – und musste so feststellen, dass sie heute wohl wirklich etwas durch den Wind war. Das war ihr ja noch nie so häufig passiert! Und dann noch diese Bemerkung, dass eine gemeinsame Erfahrung gleich schöner würde … hoffentlich fühlte Spencer sich durch dergleichen nicht bedrängt! Aber … dem schien glücklicher Weise nicht so! Tatsächlich ließ er ganz beiläufig verlauten, dass er überlegt hatte, dass sie einen Spaziergang unternehmen konnten. Er erklärte da auch, dass sie ihm ja von ihren liebsten Orten erzählt hatte – und es so nur recht sei, würde er ihr die seinen zeigen. Sie sah ihn überrascht an – selbst ihr Herz schlug ein wenig schneller, oder irrte sie? Nein, gewiss nicht. Und dann nach diese Geste mit dem Kopf – wenn sie nicht immer os bemüht wäre, ihre Fassade aufrecht zu erhalten, würde sie ihm jetzt wohl durch die Haare fahren … Schnell hinfort mit diesen Gedankenspielchen! Dafür zauberte sie ein warmes Lächeln auf ihre Lippen, während in ihren Augen tatsächlich Freude tanzen musste.
„Nur zu gerne – es wäre mir eine Ehre, ein wenig Zeit auch außerhalb dieser Wände mit dir zu verbringen.“, erwiderte sie also, wobei sie gar nicht versuchte, ihr Wohlwollen für diesen Vorschlag zu verbergen. Tatsächlich erfüllte es die Bibliothekarin mit einem überwältigend positiven Gefühl – und ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es auch gar nicht lange hin war, bis zum Feierabend. Tatsächlich konnte sie die Bibliothek ohne Gewissensbisse bereits in fünfzehn Minuten schließen! Ein leises Kichern entrang sich ihren Lippen, als sie schon überlegte, was er ihr wohl zu zeigen gedachte. „Gib mir wenige Minuten, ich will mich nur schnell umziehen.“, sagte sie dann also schließlich und trat mit beflügelten Schritten in die Räume hinter der Bibliothek. Hinter der Tür verschwunden atmete sie noch einmal tief durch – und konnte sich kurzzeitig ein breites Grinsen mit feuerroten Wangen nicht verkneifen, bevor sie zu ihrem Kleiderschrank trat. Sie wechselte ihre Kleidung generell, wenn sie die Bibliothek schloss – auch wenn man vermuten konnte, dass sie hier nicht viel tat, so musste doch gesagt sein, dass die Restauration alter Werke und die Beschäftigung mit Kindern durchaus den einen oder anderen Fleck verursachte. Und selbst, wenn sie sie nicht sah, sie konnten ja dennoch da sein! Also schlüpfte sie in ein dunkelblaues Essemble, drehte den Silberring an ihre Hand zurecht und überlegte kurz, ob sie ihre Haare anders binden sollte – aber letztlich schüttelte sie den Kopf. Das war doch kein Date! Sie ging nur mit Spencer ein wenig spazieren, ganz genau! Ein Nicken, bevor sie nach ihrer kleinen Tasche griff und ihren Wohnbereich verließ. Den schloss sie ganz normal ab, bevor sie Spencer ein nun wesentlich gefassteres Lächeln schenkte. „Laut meiner Uhr bin ich nun frei für das, was du dir ausmalst. Wo geht es denn hin?“, sprach sie, gleichzeitig neugierig ihre Frage stellend. Resi wackelte auf seinem Regal kurz mit den Flügeln – ob das junge eF-eM wohl lieber hier bleiben wollte? Nun, letztlich konnte sie das Pokémon ohnehin zu nichts zwingen, immerhin gehörte es ihr ja nicht. Sie waren nur Freunde und Freunden schrieb man nichts vor!



Out: Eine Verabredung, yay *Q*
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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Spenceram Sa Apr 01, 2017 7:57 pm

Die Verlegenheit in Nannas Gesicht, nachdem er etwas zum Thema ihres eigenen Ablebens erwidert hatte, erleichterte Spencer etwas. Ihren Worten konnte man entnehmen, dass sie trotz allem froh war, am Leben zu sein. Er verzichtete jedoch darauf, weiter auf dieses Thema einzugehen. Das war keine Richtung, die er sich im Augenblick wünschen würde. Je mehr man auf deprimierende Gedanken einging, umso schlimmer wurden sie.
Umso erfreulicher war daher auch die Reaktion der Bibliothekarin auf seine Einladung hin. Es war nicht zu leugnen, dass diese Freude, die sich in ihren Augen widerspiegelte, auch auf Spencer selbst abfärbte. Im Grunde war er doch am zufriedensten, wenn die Menschen um ihn herum glücklich waren. Etwas, worüber sich so manche seiner Untergebenen bestimmt wundern würden. Man konnte allerdings auch kein vernünftiger Vorgesetzter sein, wenn man nicht auf das Wohl seiner Mitmenschen achtete. Davon war er fest überzeugt. Nanna betrachtete diese Begebenheit schließlich als "Ehre" und wieder einmal konnte der Brillenträger das Gefühl nicht abschütteln, dass sie ihn in einem weitaus höher gestellten Licht sah, als ihm wirklich lieb war. Dennoch konnte er sich ein amüsiertes Schmunzeln nicht verkneifen. Die Eigenarten seiner Gesprächspartnerin waren durchaus interessant anzusehen. "Nicht doch - die Ehre ist ganz auf meiner Seite.", entgegnete er daher möglichst bescheiden. Es kam aber auch wirklich selten vor, dass er sich anderen gegenüber derart locker gab. Er wollte diesen Tag in guter Erinnerung behalten. Wer wusste schon, wann er das nächste Mal eine Gelegenheit dazu finden würde, sich Zeit für solche Dinge zu nehmen.
Nanna meinte schließlich, dass sie sich noch umziehen wollte, woraufhin Spencer nickte und ihr kurz nachsah, als sie im anderen Raum verschwand. Er überbrückte die Zeit, indem er die Regale nach interessanten Titeln durchforstete, die er in Zukunft vielleicht einmal ausleihen könnte. Allerdings erwischte er sich dabei, wie er der Schrift weniger Beachtung schenkte als seinen eigenen Gedanken. Ihm ging immer wieder durch den Kopf, dass er Nanna nun tatsächlich eingeladen hatte. Zwar war er nach außen hin nach wie vor die Ruhe in Person, doch innerlich konnte er seine Freude einfach nicht leugnen. Dieses Gefühl war ihm beinahe unerklärlich.

Es dauerte auch gar nicht lange, da war Nanna wieder zurückgekehrt. Kurz überflog der Brillenträger mit seinem Blick einmal ihre Aufmachung und musste darüber grinsen. Dunkelblau stand ihr wirklich sehr gut, doch dann war diese Farbe wiederum auch eine seiner absoluten Lieblingsfarben. "Sehr gut. Ich wollte in das Zentrum der Stadt.", entgegnete er auf ihre Worte hin und sah für einen Moment nach draußen. Allmählich wurde es dunkel, passend für sein Vorhaben.
"Um diese Uhrzeit ist es wirklich schön dort.", merkte er noch an, ohne allzu viel zu verraten. Er wusste nicht, ob Nanna zu dieser Stunde nicht auch schon einmal dort gewesen war, doch selbst wenn das der Fall war, war es doch umso schöner, diesen Ort gleich zu zweit aufzusuchen. Sie musste bestimmt ähnlich denken, wenn man sich eine ihrer vorigen Aussagen wieder ins Gedächtnis rief. So machte er sich daran, mit ihr die Bibliothek zu verlassen, damit sie sich auf den Weg machen konnten. Am Abend war Statos City aufgrund des Feierabendverkehrs bestimmt weitaus geschäftiger, doch das sollte sich eigentlich recht bald legen.

[tbc: Stadtzentrum]

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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nannaam So Jul 09, 2017 1:09 pm


Nanna Sagah

Comming from Panaero-Höhle


#019 with „Nathaniel Cavanaugh“


Es waren nun bereits einige Tage vergangen, seit sie das Flapteryx bei sich aufgenommen hatte. Es hatte ziemlich gedauert, die Wunden, die es sich durch seine kläglichen Flugversuche selber beigebracht hatte, zu behandeln und sie wirklich verheilen zu lassen, aber letztlich ging es dem Fossilwesen nun so gut wie nie zuvor. Nanna hatte vorgehabt, das junge Ding dann wieder in die Freiheit zu entlassen, aber sie musste inzwischen bemerken, dass das Flapteryx ihre Bibliothek nicht mehr verließ, wenn sie nicht ebenfalls hinaus ging. Und stets, wenn sie es frei lassen wollte, lief es ihr wieder bis zur Bibliothek zurück hinterher. Nun, sie hatte wohl zu akzeptieren, dass es neben Resi nun noch ein Pokémon in ihrem Heim gab – sie störte sich allerdings nicht daran, denn das kleine Kerlchen war munter und erheiterte sie sehr. Im Zuge dessen, dass es nun wohl offiziell einzog, gab sie dem Flapteryx auch einen Namen – Intarabus sollte es heißen. Das war der Name eine nahezu unbekannten Gottheit aus alten Geschichten – Resis Name war ähnlich gewichtet, also sollte Intarabus ebenfalls so bedeutend heißen! Auf jedenfalls hatte sie dies so dem Flapteryx erklärt – und es schien ihm zu gefallen!
So kehrte nun neue Routine in den Alltag der Bibliothekarin – sie frühstückten zu dritt und nun half auch Intarabus dabei, die Bibliothek in Schuss zu halten. Resi zeigte dem neuen Gesellen so einiges, Nanna erklärte, an welche Bücher der junge Kerl besser nicht ging und wie es mit den Besuchern umgehen sollte. Kinder zu erschrecken war nämlich keine gute Idee und so enthusiastisch, wie das Flapteryx jene immer begrüßen wollte, geschah dies leider allzu häufig. Sobald die Bibliothek schloss, gingen sie einkaufen, falls nötig, und bereiteten das Abendessen zu, um dann den nächsten Tag ein wenig vorzubereiten.
Davon aber abgesehen lösste Nanna ihr versprechen ein – im Wohnzimmer hinter der Bibliothek hatte sie einen Berg aus Kissen geschaffen, damit Intarabus fliegen üben konnte, ohne sich dabei zu verletzen. Resi machte die Flügelbewegungen vor und obwohl beide wussten, dass das Flapteryx es wohl nie lernen würde, wollten sie dem jungen Wesen Mut machen. Wenn es diesen Traum hatte, sollte es auch dafür arbeiten dürfen! Als Aeropteryx konnte Intarabus schließlich irgendwann mal fliegen!
So gingen diese Tage, die sie nun zusammen verbrachten, ins Land und ein neuer war angebrochen. Es war gerade zehn Uhr morgens und Nanna hatte vor einer Stunde die Bibliothek eröffnet. Da sie mit der Restauration ihres neuen Meisterwerkes fertig war, bereitete sie dieses gerade für die Bibliothek vor. Es würde allerdings im Regal hinter ihr landen und somit nur an jene Leute verliehen werden, denen sie völlig vertraute. Resi hatte sich wieder auf einem der Regale niedergelassen – und Intarabus saß davor und versuchte vergeblich, dort ebenfalls hinauf zu kommen. Glücklicherweise ohne sich dabei zu verletzen oder einem der Bücher Schaden zu zufügen. Bald schien das Flapteryx zu schnauben – und letztlich kam es zu Nanna, die es auf den Schreibtisch setzte, wo es ja auch schon einmal einen guten Überblick hatte. Sie lächelte milde – und blickte erwartungsvoll in den Tag.




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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nathanielam So Jul 09, 2017 2:45 pm

# cf: Die schwarzen Gassen; Stratos City

Die kleine Aktion in den schwarzen Gassen hatte doch zugegeben etwas deutlich Negatives mit sich gezogen. Ohne Zweifel hatte der werte Herr Richards sich doch gehörig gewundert, wieso der Bote mit dem seltenen Pokémon nicht erschienen war. Nathaniel trug das Typ:Null ja schließlich nun seit einigen Tage bei sich und seine anonyme Nachricht bei der RPV hatte offenbar noch nicht gefruchtet. Sie würde, da war der Kleinkriminelle sich doch ziemlich sicher. Nie im Leben würde die große Organisation sich einen Schmugglerring durch die Lappen gehen lassen. Nachforschungen anzustellen bedeutete jedoch Zeit.
Für Nathaniel bedeutete die ganze Sache jedoch nur, dass er sich nun besser nicht des Nachts auf den Straßen herumtrieb. Wenn der Schwarzmarkthändler ihn je wieder zu Gesicht bekam, hätte er wohl ein gehöriges Problem an der Backe. Immerhin hatte der Junge auch nicht vor, das Typ:Null wieder abzutreten. Problematisch war lediglich der Umstand, dass er eigentlich noch immer nicht wusste, was es überhaupt für ein Pokémon war. Sein alter Pokédex schaffte es nicht, ihm bei dieser Frage behilflich zu sein. Zugegeben, das Ding war wirklich unfassbar alt und das letzte Update war wohl ebenfalls eine Ewigkeit her. Es verwunderte ihn also nicht einmal großartig, dass er sich anders Informationen beschaffen musste.
Da Nathaniel, bevor er seine Suche fortsetzen konnte, auf die Reaktion der RPV warten musste, hatte er sich kurzer Hand entschlossen, doch lieber Nachforschungen anzustellen, was dieses fremdartige Pokémon betraf. So gerne er auch schnellstmöglich die Mörder seines Vaters finden wollte, es nützte ihm nichts, wenn er diesem zwielichtigen Händler zuvor wieder in die Arme lief. Das wäre eine Sache, die für ihn wahrlich nicht gut ausgehen würde.
Stattdessen stand er nun hier. Vor einer Bibliothek, da sie wohl noch die beste Informationsquelle war. Diesem Schwarzmarkthändler würde er hier mit Sicherheit nicht begegnen. Blieb nur zu hoffen, dass dieser Harold Richards kein großer Freund von Büchern war.

Kaum war Nathaniel jedoch in das Gebäude eingetreten, zweifelte er sogleich doch an seiner Entscheidung. Es genügte ein Blick um zu erkennen, dass diese Bibliothek wirklich reichlich gefüllt war. Letztendlich sollte man das von einer Bibliothek wohl erwarten können. Ob er hier wirklich ein Buch finden würde, das ihm Aufschluss über dieses maskierte Pokémon geben würde? Er wollte es fürs Erste vermeiden, dieses Pokémon herumzuzeigen. Das konnte im Moment nämlich unfassbar schnell zurückfeuern, solange dieser Schmugglerring noch auf freiem Fuß war. Ein Risiko, das er nun wirklich nicht eingehen wollte.
Während sein Hundemon sich brav neben der Eingangstür niederließ, um den Büchern nicht zu nah zu kommen, bahnte Nathaniel sich seinen Weg durch die erste Bücherreihe. Wenn ungebetener Besuch kam, würde Cerberus ihn schon rechtzeitig alarmieren, doch ein Feuerpokémon näherte sich den Büchern wohl besser nicht. Man wusste ja schließlich nie, ob das nicht gehörig schiefgehen würde. Das Hundemon zurückzurufen war jedoch auch keine Option. Das war eine Sache, die Cerberus einfach nicht mit sich machen ließ.
Während er die Bücher betrachtete, legte der Kleinkriminelle seine Kapuze nur ein wenig zurück. Sie ganz abzusetzen war für ihn nämlich ebenso wenig eine Option. Sollte er widererwarten doch auf ungebetenen Besuch stoßen, wollte er zumindest nicht sofort erkannt werden. Dann konnte man wenigstens noch über eine Flucht nachdenken.
Statt seinen Blick weiter ergebnislos über die Bücher in den Regalen schweifen zu lassen, steuerte Nathaniel nun doch lieber den Schreibtisch mit der Bibliothekarin an. Die konnte ihm doch bestimmt weiterhelfen. Entschuldigung., begann er, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, hatte sich jedoch nicht ganz zurecht gelegt, wie er seine Frage überhaupt formulieren sollte. Er konnte ja schlecht fragen, ob sie ein Buch über eigenartige, maskierte Pokémon besaß, die gerne geschmuggelt wurden. Den Blick, den er dafür ernten würde, wollte er sich gar nicht erst ausmalen.
Sein Blick fiel schließlich auf das Flapteryx. Eine willkommene Ablenkung! So konnte er für einen Moment in Ruhe darüber nachdenken, wie er seine Frage formulieren sollte, ohne allzu merkwürdig zu wirken. Es war wohl natürlich, dass sich manche Menschen verwirrt zeigten, wenn da ein Pokémon auf dem Tisch saß - und dann auch noch ein Fossilpokémon!
Als er seine Antwort gefunden hatte, blickte er jedoch wieder zu der Bibliothekarin auf. Oh, ähm..., gab er dabei zunächst von sich, um den Eindruck zu erwecken, dass das Flapteryx ihn wirklich für einen Moment abgelenkt hätte. Ich suche ein möglichst ausführliches Buch über regionsfremde Pokémon. Blöd nur, dass er keine spezifische Region benennen konnte. Er hatte wirklich keine Ahnung, woher dieses maskierte Pokémon überhaupt kam. Es war nicht in Einall heimisch, so viel war jedenfalls sicher. Aber wie es in anderen Regionen aussah? Er hatte keinen blassen Schimmer. Dabei war er, was das Thema Pokémon anging, eigentlich gar nicht mal so unbewandert.

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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nannaam So Jul 16, 2017 10:28 am


Nanna Sagah

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#020 with „Nathaniel Cavanaugh“


Die Bibliothek war noch nicht lange geöffnet, als sie hörte, wie die Tür aufging. Da sie aber nach kurzem Aufblicken niemanden entdeckte, sah sich diese Person wohl erst einmal in den Regalen um – sie nickte leicht zu sich selbst und widmete sich der Arbeit vor ihr. Anders als Resi, der den Fremden sofort entdeckte und iohn von seinem Platz auf dem Regal aus beobachtete. Auch Intarabus war neugierig, wollte aber nicht wieder auf dem Boden herum watscheln und blieb daher dennoch sitzen, starrte aber dennoch begierig in die Richtung der Tür, die das Fossilpokémon natürlich nicht sehen konnte von hier aus.
Es dauerte aber nicht lange, da wurde die Neugier des Flapteryx befriedigt, denn die Gestalt, die auch Nanna fremd war, trat an den Tresen. Er sprach sie an und die Bibliothekarin sah auf – ihr entging der Blick zu Intarabus nicht, dennoch wirkte er weniger überrascht, fasziniert oder neugierig, als viel mehr überlegend. Ordnete er seine Worte? Sie würde es nicht hinterfragen. Der Grünhaarige, der die Kapuze nur etwas zurückgeschoben hatte, aber nicht fallen ließ, sah auf und Nanna konnte nun deutlich die roten Augen erkennen. Augen wie ihre, wie sie feststellen musste – zumindest, wenn sie nicht ihre ockerfarbenen Kontaktlinsen trug, wie es gerade der Fall war. Sie lächelte aufmunternd. Der junge Mann äußerte dann, was er suchte. Nanna nickte und erhob sich, was Intarabus sofort Leben einhauchte. Es sprang vom Tisch hinab – mit vergeblichen Versuchen, in der Luft zu bleiben – und wartete, dass Nanna eben jenen umrundete.
„Ich denke, da kann ich Ihnen weiterhelfen. Wissen Sie denn, um welche Region es sich handeln soll?“, fragte sie also, während sie um den Tisch trat und, gefolgt vom Flapteryx, zu dem entsprechenden Regal trat. Sie musste die Reihen nicht absuchen – sie wusste von jedem Buch, das sie besaß, wo es stand. „Hier wären alle Pokémon von Kanto und Johto aufgelistet, hier finden Sie Pokémon aus Hoenn, Sinnoh und Kalos.“, zeigte sie auf die ersten Bände – es war eine laufende Enzyklopädie, weshalb sich auch alle Buchrücken stark ähnelten. „Orre, Fiore, Sevii Eiland, Almia und Oblivia sind in diesem Buch zusammen gefasst, wobei hier eher auf die Regionen selbst eingegangen wird. Es gibt noch einen Band über Alola, der ist allerdings gerade verliehen. Er sollte allerdings heute im Laufe des Vormittags zurückgebracht werden.“, endete die junge Frau dann und sah den Grünhaarigen höflich lächelnd an. „Sie werden gewiss einige Zeit brauchen, um zu finden, was Sie suchen. Dort hinten finden sich ein paar Tische, an denen sie sich in Ruhe der Recherche hingeben können, falls Sie die Bücher nicht auszuleihen gedenken. Darf ich Ihnen für die Zeit eine Tasse Earl Grey anbieten?“, sprach sie dann, deutete in die Richtung der Tische und bot den Tee an, wie es ihr immer angenehm war, wenn sie das Gefühl hatte, dass sich jemand länger in der Bibliothek aufhalten würde. Man möge sich nur vorstellen was geschah, wenn hier jemand dehydrierte, nur, weil er vergaß, etwas Flüssigkeit aufzunehmen. Wenigstens dergleichen konnte Nanna in jedem Fall unterbinden. Deshalb sah sie den Grünhaarigen auch fragend an und wartete, wie er reagieren würde. Denn wenn er ablehnte … Nun, sie würde gewiss niemanden zu etwas zwingen.




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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nathanielam So Jul 16, 2017 1:47 pm

Die Frage, um welche Region es sich handeln sollte, war wohl offensichtlich gewesen. Schließlich war es wohl auch vollkommen normal, nachzuhaken. Das änderte nur leider nichts daran, dass Nathaniel wirklich keine Antwort wusste. Wenn er wenigstens eine grobe Ahnung hätte, dann würde er nicht alle Bücher durchwälzen müssen. Eine Aufgabe, auf die er tatsächlich keine allzu große Lust hat. Aber das war wohl zu erwarten. Immerhin war es lästig, wenn man bloß nach diesem einen einzigen Pokémon suchen wollte. Er hatte auch nicht angedacht, sich länger als nötig in der Bibliothek aufzuhalten. Im Grunde wollte er sich lieber in irgendein Hotelzimmer verziehen, für das er kein Geld hatte. Das war aber wohl zumindest sicherer, als sich an einem öffentlichen Ort aufzuhalten.
Ich weiß die Region leider nicht., antwortete er schließlich wahrheitsgemäß, während die Bibliothekarin ihn zum passenden Regal führte. Diese Bibliothek hatte... wirklich zu viele Bücher. Wobei er die Regionen, die keine spezifischen, einmaligen Pokémon hatten, wohl von vornherein ausschließen konnte. Nun, vielleicht nicht komplett ausschließen. Dieses maskierte Pokémon wirkte nämlich nicht gerade wie das, was man in der Wildnis antraf. Besser jedoch, er konzentrierte sich zunächst auf die Regionen mit eigenen Pokémon, ehe er sich an die anderen Regionen wagte. Als sie sagte, dass der Band über Alola zurzeit verliehen war, blickte Nathaniel sie ein wenig nachdenklich an. Ist er schon lange verliehen?, fragte er. Nun gut, das mochte ihn wahrscheinlich nichts angehen, aber er fragte ja immerhin auch nicht danach, wer ihn geliehen hatte! Das zählte wohl ohnehin unter Datenschutz oder Ähnlichem. Wobei es wahrscheinlich noch angenehmer zu wissen wäre, wer diesen Band ausgeliehen hatte und war es nur, um seine Paranoia zu befriedigen.
Eines stand jedoch fest: Diese Bibliothekarin schien ziemlich gutherzig zu sein, wenn sie ihm einfach so eine Tasse Tee anbot. Schade nur, dass Nathaniel kein Teefreund war und dass er nicht vor hatte, sich hier länger als nötig aufzuhalten. Auch, wenn es mit Sicherheit ein wenig eigenartig wirkte, hatte er nicht vor, sich hinzusetzen und die Bücher in aller Ruhe zu durchstöbern. Er wusste, wonach er suchte. Da konnte er das Ganze unterfangen auch noch etwas beschleunigen und sich immer noch setzen, wenn er merkte, dass er mit einfachem Durchblättern nicht weiter kam.
Nein, danke., antwortete er ihr knapp auf das Angebot des Tees. Und in gewisser Weise wohl auch auf den Hinweis mit den Tischen. Stattdessen nahm er sich den ersten Band über Kanto aus dem Regal und schlug das Buch an Ort und Stelle auf. Im Moment stand er anderen Kunden immerhin auch nicht im Weg und wenn ungebetener Besuch kam, konnte er so schneller das Weite suchen, als wenn er erst von einem Platz aufstehen musste. Paranoia kannte doch keine Grenzen.
Verwunderlich war der Umstand, dass Cerberus letztendlich doch nicht weiter an der Tür verweilte. Nein, das Hundemon bahnte sich ebenfalls seinen Weg durch die Regalreihen, bis es seinen Trainer gefunden hatte und die Bibliothekarin mit skeptischen Blicken musterte. Eine gesunde Skepsis mochte ja in Ordnung sein, aber manchmal übertrieb dieses Hundemon es doch einfach. Cerberus., begann Nathaniel mit strengem Unterton und sah von dem Buch auf, um seinen Blick dann auf seinen Partner zu richten. Du sollst an der Tür bleiben. Eine Aussage, die das Hundemon leider nicht großartig zu interessieren schien. Stattdessen richtete es seinen Blick doch alsbald wieder auf die Bibliothekarin, als stellte sie irgendeine Bedrohung dar.

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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nannaam So Aug 06, 2017 11:44 am


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#021 with „Nathaniel Cavanaugh“


So war das also – dieser junge Mann war wohl auf der Suche nach einem bestimmten Pokémon, konnte die Region aber nicht benennen. Nun, das kam tatsächlich öfter vor, als man denken mochte. Nanna lächelte also aufmunternd und nickte, um zu zeigen, dass sie seine Entgegnung zur Kenntnis genommen hatte. Also führte sie ihn anschließend zum entsprechenden Regal und zeigte die Bände, erwähnte dabei aber auch, dass einer derzeit fehlte. Die folgende Frage bezog sich daraus, wie lange dieser schon fort war. Nanna musste da nicht lange überlegen.
„Seit zwei Wochen – heute läuft die Frist ab.“, gab sie freundlich zurück. Das war nichts, womit man hinter dem Berg halten musste, sie gab ja schließlich keine persönlichen Daten heraus. Als der Unbekannte dann auf ihr Angebot hin erwiderte, dass er kein Interesse hätte, nickte sie abermals. „Nun, wenn das so ist, lasse ich Sie mit Ihren Nachforschungen allein.“, sprach sie dann. Es wirkte auch nicht, als wolle er sich setzen – nun, manche studierten ihre gesuchten Unterlagen eben lieber im stehen. Sie wollte sich gerade umdrehen und zurück zu ihrem Platz laufen, als Intarabus ein Krächzen hören ließ und sie so auf ein Hundemon aufmerksam machte, das geradewegs zu diesem jungen Mann trabte. Der erhob sofort die Stimme und ließ ernst verlauten, dass Cerberus, so hieß dieses Geschöpf wohl, draußen warten sollte. Doch das Feuerpokémon reagierte nicht einmal darauf sondern starrte lieber Nanna an. Sie hatte erst einen Moment verwundert ausgesehen – nur sehr kurz, verstand sich –, jedoch war ihr Lächeln bald zurück. Und da sie sich entspannte, gab es auch Intarabus auf, den neuen Gast skeptisch anzusehen. Resi, der alles von den Regalen aus beobachtete, war allerdings etwas verbissener in dieser Angelegenheit.
„Euer Freund kann gerne hier im Inneren verbleiben.“, sagte sie dann an den jungen Mann gewandt, bevor sie sich dem Hundemon direkt widmete. „Nur bitte versuche, deine Flammen nicht auf meine Bücher zu übertragen, ja?“, sprach sie breit lächelnd. „Falls Sie noch etwas brauchen, ich werde an meinem Platz verweilen. Intarabus, komm mit.“, fügte sie dann noch an und begab sich nun zu ihrem Schreibtisch zurück. Das Flapteryx folgte ihr und ließ sich auch wieder auf den Schreibtisch heben, bevor sie wieder anfing, ihrer Arbeit nachzugehen.
So verstrich ein wenig Zeit, in der sie überlegte, ob der junge Mann wohl fand, was er suchte. Und außerdem grübelte sie ja noch über etwas anderes nach. Sie lehnte sich schließlich zurück und sah aus einem der großen Fenster hinter ihr heraus, sobald sie sich etwas im Stuhl gedreht hatte. Es war ruhig draußen – ungewöhnlich für diese belebte Straße. Aber auch sehr angenehm. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es bald 13 Uhr war. Sie stand auf.
„Ich hole euch etwas zu essen – passe gut auf alles auf.“, sprach sie zu dem Flapteryx, welches sofort begeistert war, eine solch wichtige Aufgabe übernehmen zu dürfen. Sie kicherte leise und ging in den hinteren Bereich, um etwas Pokémonfutter zu holen. Als sie zurückkehrte, stellte sie Resi und Intarabus jeweils etwas hin – für Intarabus auf dem Tisch, für Resi auf dem Regal hinter ihr. Das eF-eM war allerdings immer noch damit beschäftigt, den Fremden mit Argusaugen zu beobachten. Nun gut, dann würde das kleine Pokémon eben später essen. Sie überlegte, ob er dem Fremden auch etwas Futter für sein Pokémon hinstellen sollte, allerdings fanden das die meisten äußerst suspekt, weshalb sie es lieber doch bleiben ließ. Sie setzte sich also wieder – und just in dem Moment kam eine junge Frau mit ihrer Tochter herein. Nicht, dass sie sie gesehen hätte, aber diese engelsgleiche Stimme des jungen Mädchens erkannte sie sofort. Die beiden traten zum Tresen vor und grüßten Nanne freundlich. Sie sprachen kurz miteinander – sie fragte das junge Mädchen, Melanie, ob sie denn Freude an ihrem Bilderbuch gehabt hatte und bekam sogleich zu hören, was es denn in der Geschichte so alles entdeckt hatte. Dann durfte sie schließlich von ihrer Mutter aus ein neues Buch aussuchen gehen. Unterdessen nahm Nanna die ausgeliehenen Bücher entgegen.
„Vielen Dank – für die Pokémonkunde aus Alola gibt es sogar bereits einen neuen Interessenten. Haben Sie denn gefunden, was sie suchten?“, fragte sie und bekam eine positive Antwort. Ihr Mann hatte seiner Tochter vor drei Wochen nämlich ein Pokémon aus Alola geschenkt und sie wollte sich darüber erkundigen, was sie so wissen musste. Offenbar waren sie weit genug, damit dieses Pokémon draußen vor den Türen wartete. Nanna lauschte aufmerksam und nickte hier und da um zu bestätigen, dass sie zuhörte. Schließlich kam Melanie zurück und zeigte ihr nächstes Objekt der Wahl. Nanna trug alles in die vorgesehene Akte ein und gab das Buch dem Mädchen zurück.
„Ich habe noch eine Kleinigkeit für Sie, Miss Sagah.“, begann die junge Frau schließlich und holte einen kleinen Umschlag aus ihrer Tasche. „Eigentlich wollten mein Mann und ich diese Karten nutzen, jedoch muss er bereits wieder zu einem längeren Einsatz. Sie sollen nicht verfallen, das wäre schade – deshalb will ich, dass Sie sie nehmen.“, erklärte sie und Nanna nahm überrascht den Umschlag entgegen und entdeckte darin zwei Karten für das Musiktheater in Rayono City! Sie wollte gerade erwidern, dass sie dieses Geschenk nicht annehmen konnte, aber die junge Mutter kam ihr zuvor. „Keine Widerrede. Sie können dort sicher einen angenehmen Abend mit diesem jungen Mann verbringen, den man hier ab und zu sieht. Ich sehe doch, welche Blicke Sie zwei tauschen.“, gab sie also lachend zurück – und verabschiedete sich, während Nanna noch damit beschäftigt war, überrascht die Luft einzuziehen. Man merkte, wie sie Spencer ansah? Oh weh, wie peinlich! Aber … es war schon nicht zu leugnen, nicht wahr? „D-Danke! Und einen schönen Tag noch!“, rief sie dann doch noch rasch hinterher – und versteckte dann erst einmal ihr Gesicht hinter diesem Umschlag. Ein Abend im Musiktheater – ob Spencer wirklich mitkommen würde? Das wäre … eine zu schöne Vorstellung. Sie räusperte sich und legte den Umschlag beiseite, nahm dann das Buch über Alola und richtete sich auf. Der junge Mann wollte dieses Buch sicherlich auch noch durchforsten, also ging sie zu ihm.
„Der Band über Alola kam soeben zurück – falls Sie noch nicht gefunden haben, was Sie suchen, können Sie es gern direkt haben.“, sprach sie freundlich, wobei sie vermutete, dass ihre Wangen noch immer etwas gerötet waren. Nun gut, daran war nichts zu ändern. Sie gab ihm den Band. „Sollten Sie doch noch etwas trinken wollen – ich hätte auch Wasser und gewiss einen Saft oder eine Limonade parat. Melden Sie sich einfach.“, bot sie abermals an, bevor sie zu dem Hundemon sah. „Und für Ihren Freund ließe sich auch etwas erübrigen – Sie zwei sind schließlich schon eine ganze Weile hier.“, sagte die Bibliothekarin freundlich, ehe sie mit einer Handbewegung bedeutete, dass sie wieder vorne sei. Allerdings kehrte sie dieses Mal nur zum Tisch zurück, weil sie die Bücher holen und zurück sortieren wollte – immerhin waren hier noch das Kinderbuch und der Roman, den sich die junge Frau noch ausgeliehen hatte. Also nahm sie die beiden Bände in die Arme und brachte sie zurück, wobei sie mit dem Roman anfing und mit dem Kinderbuch endete. In der Ecke für Kinder konnte sie außerdem mal etwas Ordnung in die Regale bringen – das würde aber sicher nicht lange dauern. Und während sie dieser Arbeit nachging, gesellte sich das Flapteryx wieder zu ihr. Sie lächelte freudig. „Wenn er vorbei kommt, zeige ich dir, wen die junge Dame meinte.“, versprach sie, denn der Blick des kleinen Fossilpokémons war fragend. „Du wirst ihn sicher mögen – Spencer ist sehr freundlich.“, fuhr sie fort, widmete sich aber wieder den Regalen. Resi wurde mit dem Weißhaarigen zwar nicht warm … aber vielleicht änderte sich das irgendwann noch? Das wäre jedenfalls sehr schön, fand Nanna, deshalb wollte sie gerne daran glauben. Hoffentzlich kam er bald wieder vorbei.




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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nathanielam So Sep 17, 2017 10:07 pm

Nathaniel konnte verstehen, wenn Leute diese Bibliothek aufsuchten. Die hiesige Bibliothekarin schien wirklich freundlich zu sein. Vielleicht sogar zu freundlich. Sogar Cerberus durfte im Innern bleiben, solange er nicht zündelte. Etwas, was er eigentlich nicht tat, wenn es nicht unbedingt sein musste. Leider festigte die Erlaubnis der Bibliothekarin das Hundemon nur darin, an Ort und Stelle zu verharren. Es nickte schnaubend, als wollte es seinem Trainer gegenüber Protest aussprechen. Vielleicht hätte der Kleinkriminelle dieses seltene Pokémon doch nicht mitgehen lassen sollen, dann wäre Cerberus mit Sicherheit weniger darauf versessen, nun an seiner Seite zu bleiben. Es war schade, dass Nathaniel diesem Hundemon nicht einfach den Kopf tätscheln und sich auf diese Weise bedanken konnte. Allein der Versuch hätte Unmengen an Überwindung gekostet. Und in der Bibliothek? Lieber nicht. Das wollte er der freundlichen Bibliothekarin wirklich nicht zumuten.
Nachdem Nathaniel eine Weile lang die verschiedensten Bücher durchblättert hatte, kam er zu dem Entschluss, dass der Band über Alola wohl seine letzte Hoffnung sein würde. Vorausgesetzt, er hatte beim Durchblättern nicht etwas übersehen. Schließlich wollte er schnellstmöglich finden, was er suchte. Die Rettung kam jedoch genau passend! Tatsächlich war der Band über Alola zurückgekommen und Nanna so freundlich, dem Kleinkriminellen das mitzuteilen. Auch, wenn jener nicht so ganz verstand, wieso sie errötet war. Hatte derjenige, der das Buch geliehen hatte, etwas eigenartiges gesagt? Letztendlich mochte das aber keineswegs seine Angelegenheit sein. Stattdessen nahm er das Buch einfach dankend entgegen, um auch baldigst darin zu blättern. Vielen Dank., erwiderte er, auch auf das Angebot eines Wassers oder einer Limo hin. Sich hinsetzen und gemütlich etwas Trinken, wollte er nun aber wirklich nicht. Während die Bibliothekarin wieder ihrer Arbeit nachging, fand auch Nathaniel endlich, was er gesucht hatte. Eine kurze Passage. Ein kleines Fetzen an Information. Typ:Null. Das war das Pokémon, das er gesucht hatte. Nur leider gab auch dieses Buch nicht genug Informationen her. War dieses Pokémon etwa wirklich so selten? Hatte er sich mit dem Diebstahl dieses Pokémons in etwas wirklich Furchtbares geritten? Nathaniel musste sein Hundemon nicht einmal anblicken, um zu merken, dass es nun ziemlich beunruhigt war. Es wurde sogleich umso aufmerksamer und wachsamer, weil es das Gefühl bekam, dass es das sein musste.
Kurzum beschloss der Kleinkriminelle, sich erneut an die Bibliothekarin zu wenden, nachdem er das Buch zurückgestellt hatte. Konkreter. Vielleicht wusste sie mehr über Typ:Null oder besaß Bücher, die ihm mehr verraten konnten. Besaß es Entwicklungen? Gab es eine begrenzte Anzahl? Doch kaum hielt er Ausschau nach ihr und hatte sie auch endlich gefunden, vernahm er dieses kleine Wörtchen, das sofort sämtliche Aufmerksamkeit bekam. Hatte sie gerade Spencer gesagt? Nun gut, es war durchaus kein seltener Name und vielleicht war es auch wieder einmal nur die Besessenheit, die ihn aufmerksam lauschen ließ. Ihr Freund?, mischte er sich kurzum ein. Es war wohl zu auffällig, wenn er direkt nach seinem Nachnamen fragte. Doch wie hakte er am Besten nach? Wie bekam er am Besten die Information, ob es sich um den gesuchten Spencer Riley handelte? Auf jeden Fall nicht, indem er gar nicht nachhakte. Auf der anderen Seite brachte es ihm aber auch nichts, wenn er sich verdächtig machte. Empfand diese Frau eigentlich überhaupt irgendetwas als verdächtig?

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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nannaam Sa Sep 30, 2017 2:43 pm


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#022 with „Nathaniel Cavanaugh“


Sie lächelte freundlich, nickte leicht, als der junge Mann sich bei ihr bedankte, dafür, dass sie ihm direkt den Band über die Pokémon Alolas reichte. Sie erinnerte ihn abermals daran, dass er sich bei jeglichen Bedürfnissen gerne bei ihr melden konnte – immerhin konnten Durst und Hunger doch schneller eintreten, als man so manches Mal zu glauben wagte. So empfahl sie sich und widmete sich den Arbeiten in der Bibliothek, während der junge Mann offenbar das Buch über Alola durchzublättern begann. Sie war durchaus neugierig, was genau er suchte – aber es geziemte sich nicht, Fremde auszufragen, wenn sie nicht von allein auf das Thema zu sprechen kamen.
Sie ordnete also die Ecke, in der alle Bücher und kleine Spielzeuge, sowie Kassetten und CDs für Kinder standen, während sie Intarabus versprach, ihm Spencer vorzustellen. Ihr Herz klopfte noch immer wie wild – ob er wirklich mit ihr ins Musiktheater gehen würde? Still lächelte sie in sich hinein – das wäre einfach traumhaft! Ihre Gedanken wurden allerdings jäh unterbrochen, als der junge Mann sie auf Spencer ansprach. Nun, zumindest ging sie davon aus, dass es ihm gerade um Spencer ging. Sie sah auf und musterte ihn einen Sekundenbruchteil. Sie wusste um Spencers wahre Identität – wenn jemand nach ihm fragte, klingelte in ihrem Kopf immer eine leise Alarmglocke. Immerhin wollte sie ihn nicht in Gefahr bringen, weil sie unbedacht handelte. War es also nur reines Interesse, ein wenig Neugier auf Seiten des Grünhaarigen – oder steckte mehr dahinter?
Ihr Lächeln verlor nicht an Kraft, während sie antwortete.
„Nun … Wohl etwas in der Art. Wir verstehen uns gut.“, gab sie also zurück und stellte das nächste Buch um. Sie wusste, dass es von ihrer Seite aus deutlich mehr als „gut verstehen“ war – aber das würde sie gewiss niemandem ins Gesicht sagen. Niemandem – ohne Ausnahme. „Ein Stammgast meiner Bibliothek – da kommt man ins Gespräch.“, fuhr sie dann fort. Sie war gespannt, wie der junge Mann reagierte – wie das Gespräch weiterhin verlief. Ob er sich verdächtig machen würde? Sie würde es bemerken. So beendete sie das Ordnen der Kinderecke erfolgreich und trat langsam zu ihrem Tisch zurück, mit Intarabus an ihrer Seite. „Haben Sie finden können, wonach Sie gesucht haben?“, fragte sie nun ihrerseits. Wenn der Grünhaarige mit den roten Augen wirklich nur wegen Spencer zu ihr gekommen war, dann war das wirklich alarmierend …




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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nathanielam So Okt 08, 2017 12:36 pm

Etwas in der Art? Vielleicht war es besser, da nicht weiter nachzuhaken. Was war denn ein in-der-Art-Freund überhaupt? Unweigerlich musste Nathaniel doch an "Freunde mit gewissen Vorzügen" denken, obwohl er diesen Gedanken schnellstmöglich wieder aus seinem Kopf zu verbannen versuchte. Nein, über so etwas sollte er nun wirklich nicht nachdenken, wenn er hier doch noch ein Anliegen zu erledigen hatte. Davon abgesehen wollte er es sich wirklich einfach nicht vorstellen müssen. Warum musste diese Antwort auch so eigenartig ausfallen? Viel wichtiger war jedoch die Frage, wie er nun am besten nachhaken sollte. Dummerweise rückte die Bibliothekarin nicht mit dem Nachnamen heraus und das schürte zugegeben Nathaniels Neugierde und Ungeduld, obwohl er natürlich versuchte, sich das nicht anmerken zu lassen. Geduld in der Sache Spencer Riley war aber nun einmal nicht gerade seine Stärke. Dafür suchte er schon viel zu lange. Und verbittert.
Wenn dieser Spencer aber ein Stammgast dieser Bibliothek war, war das vielleicht seine Chance. Zu warten schadete ja schließlich nicht, oder? Nur, um ganz sicher zu gehen, dass dieser Gast nicht Spencer Riley war. Oder dass er es doch war! Man konnte seine Chance doch nicht einfach so vertun. Sich auffällig zu verhalten, war nur leider auch nicht des Rätsels Lösung. Schließlich war diese Bibliothekarin kein Verbrecher, den man einschüchtern musste und eine Szene in der Bibliothek, wo es Kundenverkehr gab, wollte er nun auch wirklich nicht machen. Zufällig Spencer Riley?, hakte Nathaniel schließlich jedoch ziemlich offen nach. Nun, er würde ihr sicherlich nicht um die Ohren hauen, warum er Spencer wirklich suchte, aber er hatte zumindest eine Ausrede parat.
Mein Vater erzählte mir, er sei Mythenforscher, vielleicht weiß er da mehr über Typ:Null. Die Bücher gaben mir leider nicht genug Aufschluss über dieses Pokémon. Ein Glück war Eris in seinem Pokéball, andernfalls hätte das Typ:Null nun wohl einen gehörigen Aufstand gemacht, dass es als Ausrede benutzt wurde. Ganz zu Schweigen davon, dass Nathaniel damit nun ausgeplaudert hatte, dass er an diesem Pokémon interessiert war. Höchstwahrscheinlich war Nanna auch scharfsinnig genug, um die Verknüpfung zu ziehen, dass er dieses Pokémon besitzen musste. Gleichermaßen hoffte er jedoch auch darauf, dass sie eben nicht scharfsinnig genug war, diese Ausrede zu durchschauen. Manchmal mussten aber eben einfach Opfer gebracht werden!
Dumm nur, dass es Cerberus nicht sonderlich gefiel, dass Eris so dreist als Ausrede missbraucht wurde. Es gefiel dem Hundemon wirklich ganz und gar nicht, dass Nathaniel so offen das mysteriöse Pokémon ansprach. Nein, wenn es nach dem Hundemon ging, konnte man einer vielleicht neugierig forschenden Bibliothekarin so etwas doch nicht mitteilen! In einem kurzen Anflug von Wut, kläffte das Pokémon wütend und stampfte zornig in Nathaniels Richtung auf. Es hatte dabei völlig vergessen, dass es seinem Trainer besser nicht zu nahe kommen sollte. Denn Nathaniel reagierte sofort und zog sich hektisch; vielleicht auch mit einem leichten Anflug von Panik; zurück. Dabei stieß er so abrupt und heftig gegen das Regal hinter ihm, dass die Bücher aus dem oberen Regal daran dachten, ihm einen freudigen Besuch abzustatten. Man konnte wohl von Glück sagen, dass Nathaniel schnell daran dachte, seinen Kopf zu schützen. Das Hundemon zog sich jedoch so gleich winselnd zurück, obwohl Nathaniel nicht einmal sauer war. Nein, eigentlich hoffte er nur, dass er die Bücher nicht allzu sehr beschädigt hatte, auch wenn man sich wohl eher die Frage stellen sollte, ob sie ihn nicht allzu sehr beschädigt hatten. Blaue Flecken würde es auf jeden Fall geben.

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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nannaam So Okt 15, 2017 4:05 pm


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#023 with „Nathaniel Cavanaugh“


Sie äußerte also ihre Antwort auf die Frage des Fremden hin, der schwieg dann allerdings zunächst. War da eine Spur Ungeduld in seinem Blick? Sie widmete sich der Kinderecke, bevor sie sich wieder zum Schreibtisch begeben wollte. Sie hatte gerade nachgefragt, ob der junge Mann denn gefunden hatte, was er suchte, doch stattdessen hakte er in der anderen Angelegenheit nach. Spencer Riley – es ging also wirklich um ihn. Es gab nun zwei Möglichkeiten. Entweder, dieser Mann suchte nach dem Spencer Riley der Öffentlichkeit, der Inhaber einer Organisation, die sich für wohltätige Zwecke einsetzte – oder er suchte nach dem echten Spencer Riley, dessen Organisation in alle erdenklichen Untergrundaktivitäten involviert war. Wenn die erste Möglichkeit zutraf, war alles in Ordnung – war es aber die Zweite, würde sie Spencer mit jedem Wort, das sie sprach, in Gefahr bringen. Aber der junge Mann äußerte etwas anderes – sein Vater hätte ihm gesagt, er sei Mythenforscher und er wüsste vielleicht über ein Pokémon namens Typ:Null, über das er nachforschen wollte, aber auch in Nannas Büchern nichts gefunden hatte. Sie drehte sich gerade wieder um – für sie war die Münze gefallen. Wenn es um den öffentlichen Spencer gehen würde, hätte er das gewiss erwähnt – man ließ unbewusst eine Floskel wie „der von der Wohltätigkeitsorganisation“ oder „der, der letztes Jahr so viel Geld gespendet hat“ einfließen, um sicher zu stellen, dass man wusste, von wem man sprach. Aber das hatte dieser Fremde nicht getan – er hatte sich also eine Ausrede einfallen lassen. Der folgenden Reaktion des Hundemons nach zu urteilen war es eine Ausrede, die er mit seinem tatsächlichen Anliegen hier in der Bibliothek verbunden hatte. Das Feuerwesen kläffte wütend und rückte näher zu dem jungen Mann, der daraufhin hektisch zurück trat – und ein Regal anstieß. Das Hundemon zog sich sofort zurück mit einem Anflug eines Winselns, während der Fremde die Arme rechtzeitig hoch riss, um sich vor den fallenden Büchern zu schützen, die alle aus dem Regal stürzten. Nanna hatte noch während seines Rückwärtsschrittes die Augen aufgerissen und die Hand ausgestreckt, jedoch den jungen Mann nicht mehr packen können, weshalb sie letztlich mit ansehen musste, wie er von den Büchern getroffen wurde. Als alles vorbei war, stand Nanna noch immer mit ausgestreckter Hand da, Resi flatterte wild über ihren Köpfen und Intarabus war vor Schreck in Angriffsstellung gegangen. Die Bibliothekarin schluckte, bevor sie wieder alle Sinne beisammen hatte. Sie erfasste nun den Ärmel des Jungen Mannes.
„Ist alles in Ordnung? Haben Sie sich verletzt?“, kam es sofort über ihre Lippen. Sie sah kurz zu dem Hundemon, dann zurück zu dem Mann und letztlich gab sie Resi und Intarabus das Zeichen, dass sie sich beruhigen sollten. „Kommen Sie – das will ich mir besser mal ansehen. Keine Widerrede!“, sprach sie dann weiter und machte unmissverständlich klar, dass er sich nun nicht aus der Sache herauswinden konnte. Sie deutete auf die Tür nahe des Tisches, der in ihren Privatbereich führte. Sie sah zu dem Feuerwesen. Langsam streckte sie die Hand aus. „Komm, Liebes – es ist alles gut. Komm mit.“, sagte sie mit einem freundlichen Lächeln und einer Stimme, die einem ruhigen Ozean glich. Sie schloss die Tür auf und hielt sie offen. „Nach rechts.“, sagte sie – da war nämlich die Wohnküche. Auf dem Sofa wäre dann genug Platz für beide, damit sie schauen konnten, ob sich der junge Mann doch ernsthafter verletzt hatte, als man annehmen mochte. Und dann war da ja noch die Sache mit Spencer und diesem ominösen Typ:Null.




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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nathanielam So Okt 15, 2017 4:55 pm

Das schien ja gar nicht gut zu verlaufen. Ganz und gar nicht. Die Bibliothekarin erwiderte nichts auf Nathaniels Aussage und ein gutes Zeichen mochte das mit Sicherheit nicht sein. Vielleicht aber hatte sie auch einfach nur keine Gelegenheit mehr dazu? Cerberus handelte schließlich schnell und machte seinem Trainer deutlich, was er von der Ausrede hielt. Das plötzliche Verhalten hatte schließlich auch die zwei kleinen Pokémon von Nanna ziemlich aufgescheucht. Während das eF-eM wild flatterte, begab sich das Flapteryx in Angriffsstellung. Etwas, worauf das Hundemon jedoch wirklich nicht ansprang. Im Moment gab es schließlich wichtigeres als einen aufgescheuchten Vogel.
Glücklicherweise beruhigte Nanna ihre Pokémon jedoch schnell wieder und machte sich überraschend wenig Sorgen, um die Unversertheit ihrer Bücher. Wohl ein Zeichen, dass dieser Bibliothekarin Menschen eindeutig noch wichtiger waren, als Bücher. Sie bestand ja sogar darauf, sich um die Verletzung zu kümmern! Auch, wenn Nathaniel nicht glaubte, dass er wirklich verletzt war. Einige blaue Flecken, sicher, aber Schlimmeres doch nicht. Die Bücher..., gab der Kleinkriminelle jedoch nur von sich. Sollte er sie etwa einfach so liegenlassen, wenn er dafür verantwortlich war? Andererseits wirkte die Bibliothekarin gerade nicht, als würde sie große Widerworte zulassen. Cerberus im Übrigen auch nicht. Das Hundemon hatte sich doch überraschend schnell wieder gefangen und deutete seinem Trainer, einfach Folge zu leisten. Nannas sanfte Worte hatten dazu wohl ihren Teil beigetragen. Wenn aber Nathaniel nicht ganz auf der Höhe war, dann war es nun einmal Cerberus' Aufgabe, die Stimme der Vernunft zu spielen! Auch, wenn seine Stimme wohl eher ein Bellen war.
Hatte Nathaniel letztendlich eine große Wahl? Definitiv nicht. Etwas widerwillig hörte er aber doch lieber auf die Bibliothekarin und seinem Hundemon, das ihm andernfalls wahrscheinlich wieder zu nahe gekommen wäre. Tatsächlich nahm Cerberus nun aber sogar noch ein wenig mehr Abstand als sein Trainer die Wohnküche betrat. Vielleicht bedeutete das Ganze aber auch, dass er Glück hatte. Wer wusste schon, ob dieser ominöse Spencer nicht bald als Besuch aufschlagen würde. Auch, wenn es wohl ein arger Zufall gewesen wäre. Ein sehr unwahrscheinlicher, sogar.

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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nannaam So Okt 15, 2017 5:23 pm


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#024 with „Nathaniel Cavanaugh“


Die Bücher? Meine Güte, dieser Mann sollte wirklich andere Dinge im Kopf haben, als die Bücher! Sie führte ihn also, ohne Wiederworte gelten zu lassen, nach hinten und wurde dabei von dem Hundemon unterstützt, welches seinem Trainer wohl auch etwas Vernunft einbläuen wollte. Jetzt unbedacht einfach mit dem Alltag fortzufahren war mehr als dumm – es konnte schließlich auch ernster sein! Sie bedeutete dem Grünschopf also schließlich, sich auf das Sofa zu setzen und setzte sich dann auch selbst dazu. Sie schob ihre eigenen Ärmel etwas zurück.
„In Ordnung – es wäre wohl gut, wenn Sie die Jacke ausziehen könnten, sonst kann ich ja nichts erkennen. Oder zumindest die Kapuze.“, erklärte sie zuerst. „Es mag zwar lapidar erscheinen, aber in meinen Regalen stehen sehr viele Bücher und die meisten sind nicht gerade als dünn zu bezeichnen – wir müssen auch bei der geringen Fallhöhe mit einer Gehirnerschütterung rechnen.“, fuhr sie dann fort. Sie zeigte aber ein schmales Lächeln. „Nun, es ist natürlich ein gutes Zeichen, dass Sie nicht bewusstlos zu Boden gegangen sind. Aber seien wir besser vorsichtig. Kopfschmerzen sind sicher vorhanden, aber wie sieht es mit Übelkeit aus? Oder Schwindelgefühle?“, fuhr sie dann fort, wobei sie allmählich begann, den Kopf nach kleinen Wunden abzutasten. Allerdings konnte sie nichts entdecken. Das war gut, allerdings nicht aussagekräftig. Typische Anzeichen einer Gehirnerschütterung waren Kopfschmerz, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen und kleine Erinnerungslücken. Außerdem Lichtempfindlichkeit oder eine empfindliche Reaktion auf laute oder hohe Töne. Außerdem konnten der Geruchs- und der Geschmackssinn irritiert sein – besser, sie ging allem auf den Grund. Da mussten offene Wunden nicht zugrunde liegen – es reichte, wenn das Gehirn zu sehr in Bewegung geraten und gegen die Schädeldecke gekommen war. „Ist das Licht zu hell? Dann dunkel ich es etwas ab.“, fragte sie also zunächst noch, während sie sich wieder etwas bequemer hinsetzte. Sie lächelte. „Offene Wunden kann ich zunächst nicht feststellen, das ist ein guter Anfang. Wie steht es um Ihre Schultern und Ihren Rücken? Blaue Flecken lassen sich sicher nicht vermeiden, aber haben Sie das Gefühl, dass sie irgendwo schlimmer verletzt sind?“, fuhr sie mit der Befragung fort, wobei sie ihn sanft, aber erwartungsvoll ansah. Sie hoffte sehr, dass der junge Mann ihr davon erzählte – immerhin war sie irgendwie mit verantwortlich, da all das in ihrer Bibliothek geschehen war. Da wollte sie sich sicher sein, dass alles in bester Ordnung war! Alles andere war bis zu dieser Feststellung erst einmal nebensächlich – und da die Tür offen stand, würde Resi ihr schon Bescheid geben, falls jemand die Bibliothek betrat. Oder … vielleicht war es besser, wenn sie für heute zu machte. Sie würde nachher ohnehin erst einmal aufräumen müssen – und falls der Grünhaarige doch etwas schlimmeres abbekommen hatte, dann würde sie ihn ohnehin zu einem Arzt bringen oder eben einen Krankenwagen rufen. Außerdem gab es so auch keine Gaffer oder Möchtegernhelfer, die am Ende nur ratlos in einer Ecke standen.
Nun wurde es wohl doch allmählich Zeit für etwas zu trinken – der Schreck saß sicher in den Knochen aller Anwesenden. Doch zunächst würde sie die Antworten des jungen Mannes abwarten.




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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nathanielam So Okt 15, 2017 6:08 pm

Die Bibliothekarin schien die ganze Sache ja wahnsinnig ernstzunehmen. Da war es wohl wirklich besser, dass Nathaniel keine Widerworte gab und sich schweigend auf das Sofa setzte, nachdem sie ihm gedeutet hatte, es zu tun. Nur seine Jacke auszuziehen war dem Kleinkriminellen deutlich zuwider. Sicher war sicher, weshalb er lediglich die Kapuze abnahm. Wenn dann urplötzlich jemand hineinstürmte, konnte er wenigstens schnell reagieren und sie wieder aufsetzen! Irgendwo in dieser Stadt würde nämlich mit Sicherheit noch der bestohlene Schmuggler herumwandern, der ihn suchte. Und wenn der ihn fand, dann endete das mit Sicherheit nicht allzu rosig. Für ihn nicht und für diese Bibliothek sicherlich auch nicht, wenn er hier gefunden wurde.
Bei all den Fragen und Erklärungen, die die eifrige Bibliothekarin von sich gab, konnte Nathaniel ein Seufzen schon gar nicht mehr unterdrücken. Er wäre ja am liebsten einfach aufgestanden, doch leider saß Cerberus dort. Wenige Schritte vom Sofa entfernt und starrte ihn nieder, als könnten Blicke fesseln. In gewisser Weise taten sie das aber auch. Nathaniel wollte sich schließlich nicht mit Cerberus anlegen. Wenn dieses Hundemon sich etwas in den Kopf gesetzt hatte - vor allem, wenn es Nathaniels Wohlergehen betraf - dann wares die Definition der Sturheit. Wenigstens war auf Cerberus aber durchaus verlass. Auch, wenn Nathaniel es in diesem Moment viel eher noch verfluchte.
Es geht mir gut., erwiderte er auf Nannas nachhaken. Auch, wenn das nicht die vollkommene Wahrheit war. Ihm war nicht besonders schwindelig, durchaus aber ein wenig übel. Aus Gründen aber, die nicht diesem Bücherüberfall zugrunde lagen. Das konnte er aber wohl schlecht sagen, ohne dass die Bibliothekarin stutzig wurde oder an schlimmeres glaubte. Nun, letztendlich war "gut" wohl ebenso relativ. Aber letztlich war Nathaniel allgemein nicht gerade das blühende Leben schlechthin.
Dass sie dann mit der Frage nach dem Licht fortfuhr, war keine große Überraschung. Sie war gründlich. Vielleicht sogar aufdringlich. Sicher, dass sie einfache Bibliothekarin war? Zumindest konnte Nathaniel nicht behaupten, sich mit derlei Dingen auszukennen. Schon gar nicht so genau. Auf der anderen Seite hatte ihn das Medizinische aber noch nie sonderlich interessiert.
Nein, ich glaube, es ist nichts Schlimmeres. Ein wenig Schmerzen, sicher, aber unter Garantie keine Höllenqualen. Und dann hatte er immer noch diese Bücher im Kopf. Wenn sie beschädigt waren? Das Licht ist in Ordnung. Konnte er sie notfalls überhaupt ersetzen; die Bücher? Er war ja nun alles andere als reich. Andernfalls müsste er ja auch nicht aufs Stehlen zurückgreifen. Wenn er dann kein Geld hatte, beschädigte Bücher zu ersetzen, sollte er sich wohl schonmal eine gute Ausrede einfallen lassen. Eine besonders gute. Tut mir leid wegen der Bücher., meinte Nathaniel schließlich. Immerhin hätte er ja durchaus besser aufpassen können, obwohl ihm das doch deutlich schwerer viel, wenn etwas mit seinem Hundemon zu tun hatte. Das beobachtete ihn übrigens immer noch einsam, warf aber durchaus auch ein strenges Auge darauf, was Nanna tat. Nicht, dass Cerberus ihr misstraute, aber sicher war nun einmal sicher.
Schließlich schnupperte das Hundemon aber stattdessen in der Luft, um alle erdenklichen Gerüche einzufangen - und um auf Nummer sicher zu gehen. Wer versicherte ihm schließlich, dass nicht noch jemand anwesend war, der sich noch nicht gezeigt hatte? Auch, wenn die Wahrscheinlichkeit dafür wohl zu gering war.

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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nannaam Fr Okt 27, 2017 12:43 am


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#025 with „Nathaniel Cavanaugh“


Nun gut – er zog die Jacke zwar nicht aus, aber setzte zumindest die Kapuze ab. Nanna lächelte freundlich – das reichte ja eigentlich auch. Also wollte sie nun sicher gehen, dass alles in Ordnung war. Eine offene Wunde konnte sie glücklicher Weise nicht ausmachen, sodass diese Sorge gestrichen werden konnte. Das musste aber längst nichts heißen! Bei ihrem Wortschwall aber seufzte der junge Mann – sie ging gar nicht erst darauf ein. Sie wusste, dass sie wohl etwas … überfürsorglich erscheinen mochte. Aber sie wollte einfach nicht, dass im Nachhinein etwas schlimmeres passierte. War das nicht irgendwie verständlich? Sie fragte also weiter. Der junge Mann äußerte dann aber, dass es ihm gut ginge. Außerdem verspürte er offenbar keinen besonders starken Schmerz in anderen Körperregionen als dem Kopf und das Licht war ebenfalls nicht unangenehm. Nanna nickte leicht. Das war sehr gut – und beruhigend. Doch ehe sie reagieren konnte, entschuldigte er sich wegen der Bücher. Sie sah ihn einen Augenblick lang überrascht an, zeigte ihm dann aber ein warmes Lächeln.
„Keine Sorge – Bücher sind ersetzbar. Und ich denke nicht, dass Ihr Kopf ihnen allzu großen Schaden angerichtet hat. Viel wichtiger ist, dass sie offenbar in Ordnung sind – das freut mich.“, entgegnete sie ehrlich. Sie richtete sich auf. „Nach diesem Schreck können Sie ein Glas Trinken aber nicht mehr abschlagen.“, fügte sie dann an und holte zwei Gläser aus dem Küchenbereich, die sie mit einem Multibeersaft füllte. Sie kehrte zum Sofa zurück und reichte ein Glas an den Grünhaarigen weiter. Ihr Blick war auffordernd. Da er recht misstrauisch schien – ganz zu schweigen von seinem Hundemon –, trank sie zunächst als erstes. Damit war jedes Gift, oder was er sich in einem Glas Saft so vorstellen konnte, auszuschließen, richtig?
Ihr Glas stand kurz darauf auch bereits auf dem Tisch und sie legte ihre Hände in den Schoß. Sie überlegte einen Augenblick – dann schüttelte sie den Kopf. Sie lächelte, wenngleich es im ersten Moment etwas missmutig erschien. Es brachte nichts, lange um den heißen Brei herum zu reden, richtig?
„Ich bin froh, wenn Ihnen nichts fehlt. So kann ich heute Nacht gewiss etwas ruhiger schlafen. Jedoch war … unser Gespräch nicht beendet, nicht wahr?“, begann sie. „Ich muss gestehen, ich bin etwas … irritiert.“, fügte sie dann nach einer Sekunde der Stille an. „Ich bin vielen Leuten begegnet, die nach Spencer fragten. Natürlich, überwiegend Frauen, nichts, was ungewöhnlich wäre.“, entschied sie dann, offen anzusprechen. Sie konnte natürlich selbst nur zu gut verstehen, weshalb die anderen ihm nachsahen … Aber das war jetzt nicht von Belang. „Viele haben ganz eigene Fantasien und fragen auch gerne einmal nach mehr Informationen, weil er häufig meine Bibliothek besucht. Wer häufiger her kommt, weiß, dass ich mich gerne und lange mit ihm unterhalte. Aber … Sie sind anders als der Rest.“, stellte sie dann also fest. Sie sah dem Grünhaarigen mit festem Blick entgegen. Musterte ihn – zeigte er eine Regung? Was war mit seinem Feuerpokémon. Sie überlegte, wobei sie den Kopf etwas schief legte. „Verzeihen Sie, wenn dies anmaßend klingt – aber ich weiß Ihre Absichten nicht zu deuten. Sie wollen also nichts über den Spencer erfahren, den gewöhnliche Leute kennenlernen wollen, nicht wahr?“
Nanna sah dem Grünhaarigen noch einige Sekunden entgegen, ehe sie aufstand. Sie strich sich eine ihrer Haarsträhnen zurück, glättete ihre Kleidung und trat schließlich zum Fenster. Sie drehte dort dem Grünhaarigen aber nicht den Rücken zu – ein solches Risiko ging sie besser nicht ein. Sie verschränkte die Arme.
„Seien Sie ehrlich mit mir – weshalb suchen Sie wirklich nach ihm? Es ist gewiss nicht, um mehr über dieses Pokémon, Typ:Null, wie sie es nannten, zu erfahren. Auch wenn Ihnen die Suche nach Informationen diesbezüglich sehr ernst scheint.“, verlangte sie dann. Ob er dieses ominöse Pokémon bei sich hatte? Was es wohl für eines war – und wo hatte er es her? Er war so misstrauisch, hatte bis eben die Kapuze nicht abgestreift und sein Hundemon war so ungewöhnlich wachsam … Gehörte er also auch zur Schattenseite der Welt? Suchte er deshalb nach Spencer?
Wie sollte sie ihn einschätzen – war er ein „Freund“ für den Weißhaarigen? Oder würde er eine Gefahr werden? Sie blickte ihm fest entgegen. Sie konnte Resis Flügelschlag hören – gewiss war das eF-eM der Tür sehr nahe. Nanna musste das Hundemon gewiss als Gefahrenquelle einschätzen, wenn sie seinem Trainer zu nahe trat – aber sie fürchtete sich nicht. Das Hundemon musste zunächst seinen Trainer auf dem Sofa umrunden um zu ihr zu kommen, denn so, wie der zuvor reagiert hatte, würde er nicht einfach an ihm vorbei springen. Resi war schnell – im Ernstfall wäre er an ihrer Seite. Und wenn nicht … Nun, darüber würde sie sich Gedanken machen, wenn es soweit kam. Bisher aber erschien er ihr gewiss etwas … paranoid, jedoch nicht wie jemand, der wild und unbedacht angriff, wenn ihm etwas nicht passte. Hoffentlich irrte sie sich nicht.




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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nathanielam Sa Nov 11, 2017 4:23 am

Nachdem auch die Bibliothekarin endlich überzeugt war, dass alles in Ordnung war, schwatzte sie Nathaniel doch glatt etwas zu Trinken auf. Der Kleinkriminelle musste jedoch zugeben, diese Frau war zutiefst merkwürdig. Trank sie absichtlich sofort von dem Saft? Vielleicht interpretierte er auch nur zu viel hinein. Auffordernd wirkte sie aber jedenfalls. Bevor der 17-Jährige das Saftglas entgegennahm, setzte er sich rasch seine Kapuze wieder auf. Es war zwar unwahrscheinlich, dass jemand hier hineinplatzte, aber sicher war nun einmal sicher. Zwar nahm er den Saft anschließend entgegen, trank jedoch nicht davon. Noch nicht. Wenigstens schien die Bibliothekarin wegen der Bücher wirklich nicht sauer zu sein. Sie waren ersetzbar, huh? Verwunderlich war aber fast, wie schnell sie das Thema eigentlich wechselte. Bei ihrer Ausführung hob Nathaniel jedoch skeptisch die Braue. Was war das denn nun? Absichten? Der Spencer, den "gewöhnliche Leute kennenlernen" wollen? Wusste diese Frau etwa über den Kopf der Taijitu Bescheid oder wie kam sie auf solch absurde Ideen?
Sie tun ja so, als wäre er ein Drogenbaron., entgegnete er. Vorsicht sah doch ein wenig anders aus, vorausgesetzt diese Gesamtsituation war nicht ein riesiges Missverständnis. Nur bin ich kein Junkie und wüsste auch nicht, dass mein Vater mit jemandem befreundet wäre, der Drogen vertickt. Handelte die Taijitu überhaupt mit Drogen? Nathaniel wusste es zugegeben wirklich nicht. Allzu sehr hatte er sich vor dem Tod seines Vaters mit der Organisation aber auch nicht beschäftigt. Es war eben das dunkle, aber irgendwann gelüftete Geheimnis gewesen. Er hatte seinem Vater genug Vertrauen geschenkt, um sich sicher zu sein, dass seine Absichten nicht böser Natur waren.
Vielleicht sollten Sie weniger Krimis lesen., meinte der 17-Jährige dann. Als ob er hier nun mit der Wahrheit herausplatzen würde. Nun, ein wenig offener musste Nathaniel wohl sein, um sie zu überzeugen. Das bedeutete jedoch nicht, dass er die reine Wahrheit sagen würde. Die ging sie ja auch schlicht und ergreifend nichts an. Es geht um Typ:Null., wiederholte er und zückte dazu langsam den entsprechenden Pokéball. Wenn Eris mit der Scharade einverstanden war, konnte auch Cerberus nicht mehr groß den Moralapostel spielen. Für den Moment blieb das Hundemon glücklicherweise ziemlich ruhig und gefasst. Wohl, um nicht wieder einen Fehler zu begehen.
Wie ich Ihnen schon sagte, weiß ich von meinem Vater, dass Spencer Mythenforscher ist. Also hoffe ich, dass er etwas über dieses Pokémon weiß., meinte er und entließ das künstlich geschaffene Pokémon aus seinem Pokéball. Das maskierte Pokémon besah sich ruhig des Raumes und blickte schließlich Nathaniel an, der das Glas abgestellt und sich neben sein Pokémon begeben hatte, um ihm über den Rücken zu streichen. Ich weiß, dass Typ:Null sehr selten ist und von manch zwielichtigen Gestalten als Trophäe gehandelt wird., erzählte er und war sich sicher, dass die Frage, woher er dieses Pokémon hatte, aufkommen würde. Das war allgemeinhin wohl unausweichlich. Da Sie Spencer gut zu kennen scheinen, kann ich Ihnen dahingehend wohl vertrauen... Ich habe mich für Eris hier in eine dämliche Sache verstrickt, weil man ihn als Trophäe wollte. Wütend schnaubte das maskierte Pokémon bei dem Gedanken daran, weshalb Nathaniel ihm beruhigend auf den Rücken klopfte. Zumindest konnte man wohl sagen, spielte das Typ:Null mit. Auch, wenn es eine schlichte Tatsache war, dass es als Trophäe gehandelt werden sollte. Und das gefiel Eris nicht.
Mein Vater ist nicht zu erreichen und da er von Spencer immer in höchsten Tönen spricht, dachte ich, er wäre die beste Anlaufstelle. Nun, die beste Anlaufstelle war er ja auch tatsächlich! Allerdings nicht für die Typ:Null Sache, sondern für eine ganze andere. Wobei es sicherlich auch wünschenswert war, wenn man sich den Schmugglern entledigen konnte, die bestimmt schon in ganz Stratos City nach ihm suchten. Sie werden sicher Spencers Kontaktdaten haben?, fragte Nathaniel dann, auch wenn er sich ziemlich sicher war, dass Nanna sie nicht herausrücken würde, wenn sie sie hatte. Dann fragen Sie ihn nach William Cavanaugh. Er wird Ihnen bestätigen, dass er meinen Vater kennt. Oder fragen Sie direkt nach mir. Ich bin Nathaniel Cavanaugh. Auch, wenn letzteres sicherlich ein kleines Problem aufwerfen könnte. Ich bin Spencer selbst zwar noch nicht begegnet, aber ich bezweifle, dass mein Vater nicht von mir erzählt hat., fügte er schließlich an. Erzählt hatte sein Vater bestimmt von ihm. Die Frage war wohl eher, ob sich Spencer den Namen des Sohnes eines verstorbenen Mitgliedes merkte. Irgendwie zweifelte er ja doch daran.

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Re: Bibliothek "Distant World"

Beitrag von Nannaam Sa Dez 02, 2017 1:09 pm


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#026 with „Nathaniel Cavanaugh“


Sie musterte den Grünhaarigen, als sie am Fenster stand. Er trank nicht – in Ordnung. Es war unwichtig. Dann folgte dieses Hochziehen der Augenbraue. Worte. Junkie – Drogenbaron? Hm. War sie … zu angespannt? Aber diese ruhige Art zu antworten, obwohl er doch die ganze Zeit nahezu ...paranoid wirkte, wie er sich umsah, die Kapuze wieder über den Kopf zog … es war so unwirklich. Sie überlegte. Er sprach weiter – denn sie sagte nichts. Typ:Null wurde wieder zum Thema. Der Grünhaarige zog einen Pokéball – Nanna sah ihn nur kurz an. Ein Pokémon wurde entlassen, das dem Bild im Buch entsprach. Auch das musterte sie nur kurz, wenngleich es … unwahrscheinlich interessant war. Der Grünhaarige stand auf, nachdem er den Saft beiseite gestellt hatte und trat neben das Pokémon. Nanna ließ den Blick nicht schwanken. Er sagte, er hoffte, Spencer würde etwas über dieses seltsam anmutende Wesen wissen – dass es häufig als Trophäe gehandelt wurde, weil es so selten war. Das mochte richtig sein – aber es war nicht das, was Nanna hören wollte. Ausflüchte? Es wirkte einfach falsch, dass er es so einfach zeigte. Aber … die Worte danach ließen sie aufhorchen. Er vertraute ihr, weil sie Spencer kannte – und verriet dann, dass er wohl in einer dummen Situation war, weil er sich dieses Pokémons angenommen hatte?
Das war es also – der Grünhaarige sah sich verdächtig um, weil er dieses Pokémon schützte. Vermutlich hatte er es gestohlen. Aber war das alles? Sie seufzte lautstark, als er schließlich auch Namen verriet. Namen, die Spencer kennen sollte. Ihr wurde bewusst, dass das wirklich nicht alles sein konnte – aber dass er es ihr verriet, die Namen, die Umstände, bewies, dass er wohl nicht zwingend etwas bösartiges plante, etwas, das Spencer schaden würde. Wenn sie Spencer fragen könnte – oh, sie könnte tatsächlich, allerdings wusste der Weißhaarige gar nicht, dass sie seine Kontaktdaten hatte –, diese Namen nannte … es gab nur wenige Möglichkeiten. Aber der Grünhaarige – Nathaniel – meinte es offenbar ernst. Einen Namen zu nennen, mit dem Spencer schlechte Informationen verband, wäre äußerst dumm.
„Du bist nicht ganz ehrlich zu mir … Nathaniel.“, gab sie daher ernst zurück – trat dann aber zu ihm und dem unbekannten Pokémon, welches er Eris nannte. „Aber du versteckst auch nicht alles. Würde dein Name – oder der deines Vaters – vorbelastet sein, würdest du ihn mir nicht nennen.“, fügte sie also an. Sie atmete kurz durch, zeigte schließlich wieder ein Lächeln. „Es gibt nicht mehr viel in dieser Welt, was mir etwas bedeutet – aber ich will dir einen kleinen Vertrauensbonus gewähren, was Spencer angeht. Ich nehme an, du hast dieses Pokémon nicht auf legalem Weg erworben, huh? Ich werde die Bibliothek schließen – und dann erzählst du mir, was passiert ist.“, erklärte sie dann mit einem Ton, der keine Widerrede zuließ, ehe sie an ihm und seinen Pokémon vorbei trat. Sie nickte Resi in der Bibliothek zu, trat zur gläsernen Tür und schloss ab. Das Schild wurde von „geöffnet“ zu „geschlossen“ umgedreht und sie wandte sich wieder um. Vorbei an den auf dem Boden verteilten Büchern kehrte sie in den Teil dieser Räumlichkeiten zurück, die sie privat nutzte. Sie entschied, sich wieder zu setzen – allerdings auf einen Sessel gegenüber der Couch. Sie atmete abermals durch. Eine schwierige Situation. Resi setzte sich hinter ihr auf die Lehne, während Intarabus zu ihren Füßen Platz nahm – und so nichts erkennen konnte. Aber wenn das Fossilpokémon es so wollte …
„Also – setze dich. In was für einem Schlamassel steckst du? Und viel wichtiger – wie gefährlich ist es für dich und deine Pokémon? Ich mag eben etwas … passiv-aggressiv gewirkt haben, aber ich lasse deshalb niemanden im Stich, der Hilfe braucht.“, erklärte sie entschieden, wobei sie nach ihrem Glas griff. Sie würde sich seine Geschichte anhören. Spencer kam nicht jeden Tag, aber wenn er kam, konnte sie immer noch nach den Hintergründen fragen. Und diese Situation … wirkte in einer völlig anderen Art und Weise ernst. Der Grünhaarige war noch jung – vielleicht war das alles zu groß für ihn und seine Pokémon. Aber vielleicht schätzte sie ihn auch völlig falsch ein …




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