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Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Mi Jan 11, 2017 5:09 pm

Straßen der Schwarzen Stadt

Ein Straßengewirr verbindet die verschiedenen Häuser der Schwarzen Stadt miteinander, mit allerlei Gassen und Straßen. Die Hauptfarbe der Stadt, Schwarz, besticht natürlich auch hier, ebenso wie die Modernität der Stadt.

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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Do Jan 12, 2017 6:53 pm


#001 ℛ mit Tanzverrückten
Auftakt zu Größerem
Es war das zweite Mal gewesen, dass sie über das Meer in eine andere Region kam. Aus irgendwelchen Gründen weigerte sie sich immer noch, Flugzeuge zur Überbrückung dieser Distanzen zu nehmen, obwohl sie schneller unterwegs waren. Oder vielleicht gerade deswegen? Sie dachte lieber nicht weiter darüber nach, denn immerhin war sie dann auch schnell dort angekommen, wo sie ankommen sollte. Am Ziel. In dieser fremden Region. In der sie nichts gekannt hatte.
Sabrina störte sich nicht daran, Neues kennenzulernen, und doch war da immer wieder ein kleiner Stich, ihre Heimat verlassen zu müssen. Die zweite, wohlgemerkt. Es schien, als wäre die Zahl 7 an zweiter Stelle regelrecht verflucht. Ob sie erst mit 107 wohl endgültig wieder zur Ruhe kommen würde?
Die ersten Tage gestalteten sich... chaotisch. Teilweise kannte sie es nicht anders, und teilweise war es doch neu. Dennoch ließ sich auch immer wieder Ordnung in die Sache bringen, sodass sie ordnungsgemäß eingewiesen und alles wurde. Alles, was sie nun in ihrem Kopf behielt, während sie die Straßen der Schwarzen Stadt durchschritt, ihre Augen waren sorgfältig auf ihre Umgebung gerichtet. Es war eher ungewöhnlich, was sie hierher führte, aber das war kein Grund, weswegen sie nicht hierherkommen sollte. (Zumal... sie würde gerne mal den Weißen Wald besuchen, wo sie schon in der Nähe war.)
"So, dann...", sagte sie gerade, um sich auf den Auftrag mental auch einzustellen, als sie auch schon das Lärm von lauten Boxen hörte. Okay. Das hieß wohl nun, dass der Ort des Schreckens dort war! "Dann wollen wir doch mal." Sie straffte die Schultern, drückte ihren Rücken durch, ließ das Heimweh hinter sich und schritt auf den offenen Platz zu, um gleich auch schon fast wieder zurückgedrängt zu werden.
Es hatte sich eine erstaunliche Masse dort beschäftigt, die feurigen Töne von Flamenco-Musik erreichte ihre Ohren, die Menge johlte und bewegte sich im Rhythmus der lauten Musik. Zumindest die eine Hälfte. Hier musste sie sich also erst einmal Gehör verschaffen...? Das konnte ja heiter werden.
Sie gab lieber gleich die nette Variante auf, da diese schon wenig aussichtsreich erschien, und boxte sich mehr oder weniger durch die Menge hindurch. Teilweise unter den bohrenden Blicken des einen Lagers, welche felsenfest dastanden, teilweise im Takt der Musik, wenn sie im anderen Lager landete.
"Ächz." Und plopp, sie war da auf der Platzmitte. Gerade legte eine Tänzerin einen hinreißenden Abschluss hin, als da auch schon die Blondine im Anzug mitten auf die Bühne des Tages getreten war. "Hi." Sie sortierte kurz wieder ihre Kleidung, ehe sie sich aufrichtete und die beiden Lager ansah. Eine war wirklich deutlich rot und feurig gekleidet, die andere schien eher dem japanischen Stil zu fröhnen, was aber auch nicht unbedingt eine Versicherung dafür war, dass man sich nicht doch gerne mal prügelte.
"WAS ZUM TEUFEL WILLST DU HIER?", brüllte man sie augenblicklich an, und das von beiden Partien auf eine ziemlich pöbelige Weise. "Wir sind beschäftigt", schallte eine noch gemäßigtere Stimme von Seiten der Japaner, wie sie sie nun nennen würde. Sie Spanier, wie sie sie nun nennen würde, entgegneten ebenfalls: "Wir sind beschäftigt!", es wirkte jedoch auch so, als ob sie sich nicht für die anderen interessieren würden.
"Sagt mal... hört ihr euch eigentlich zu?", fragte sie nach, als da auch schon durchaus ruhigere Musik im japanischen Stil erklang. "Okay, scheint nicht der Fall zu sein. Und mir hört man dann wohl auch nicht zu", folgerte sie richtig. Schien, als würde der Fall allein an der Kommunikation scheitern, und sie hatte keinerlei Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen. Das war aber kein Grund für sie, dies in irgendeiner Weise aufzugeben. Sie schritt also auf die Box zu, welche nun deutlich ruhiger schien, und niemand schien sie wirklich aufzuhalten. Sie wunderte sich ab dem Zeitpunkt, als sie die Musik ausschaltete. Die eine Seite begann lautstark sich zu beschweren, während die andere Seite gänzlich ungerührt schien, sich wohl innerlich aber einen ins Fäustchen lachte.
"Hey, das ist gegen die Regeln!", protestierten die Kimono-Träger, woraufhin Sabrina sie ziemlich ernst ansah. Auch die Flamenco-Tänzer hatten sich ihr nun zugewandt, bis eben waren sie eher in Johlstimmung gewesen.
"Und die wären?"
"Keiner unterbricht den anderen und der andere gilt nur, wenn er besiegt wurde." Was dann auch erklärte, wieso ihr keiner zuhörte, ha ha...
"Und wie gewinnt man?", hakte sie nochmal nach. Letzten Endes wäre dies ja doch... harmlos... nein.
"Man überzeugt den anderen beim Tanz." Was Sabrinas Meinung nach bei solch unterschiedlichen Tanstilen reichlich schwierig war.
"Wenn ihr aber einmal doch das und einmal das...?", fragte sie also dementsprechend nach, wobei sie absichtlich nicht präzisierte, welche Stile es vermutlich waren. Sie... fühlte sich vage an Alola erinnert.
"Man lässt sich mitreißen oder wird still."
"Entspricht also in beiden Fällen in etwa demselben, nicht wahr?"
"... Kein Kommentar." Da mischten sich noch weitere Proteste hinzu. "Wenn du dich doch so schlau gibst, zeig uns doch erstmal, was du kannst! Genau, los, mach was!" Und zack, damit hatte sie wohl die geballte Aufmerksamkeit und Aggressivität auf sich gebannt. Wobei da auch wieder große Ignoranz zwischen den beiden Partien herrschte. Sie hatte zwei Gestalten als die Anführer interpretiert, sie schienen sich ja nicht einmal anzusehen...
"Ey, wer bist du eigentlich, dass du dich in unseren Wettkampf einmischt, hä?", rief plötzlich jemand. "Genau, zeig du uns doch erst einmal, was du drauf hast!" Urghs. Nun hatte sie also den Salat, aber sie hatte ihn gewissermaßen ja auch provoziert... "TANZ!"
Und da war das Wort. Tanzen. "Wenn ihr so weiter rumpöbelt mit Sicherheit nicht", verschaffte sie sich erst einmal mit schnippischer Stimme etwas mehr Zeit. "Ungeduld-"
"Wir haben's kapiert, also tanz, Vögelchen!" Da erblickte sie auch zwei ihr sehr bekannte Pokémon. Choreogels. Natürlich. In der Eile hatte sie es vorher nicht bemerkt, nicht erblickt, nicht... verstanden, aber nun? Buyo und Flamenco. Sie erblickte die beiden Vogel-Pokémon da erst wirklich, welche sich feindselig anstarrten. Und nun sag nicht, dass das die eigentlichen Anführer dieser Clans waren, aber, nein, wo käme sie denn da hin...?
"Es ist aber unfair, wenn ich nur auf mich alleine gestellt bin!", rief sie noch aus, noch ein wenig Zeit für sich suchend, während sie fieberhaft in der Menge sich umsah. "Du! Komm, wir sind nun Clan Nummer Drei", wies sie ihn mit fester Stimme an, wer auch immer das war. Hoffentlich konnte er nur halt tanzen, ne? 
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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Sa Jan 14, 2017 11:21 pm

Know we're danthing (#9)
mit Sabbel-Tapsel
cf. Bar "Drunken Swanna", Nevaio City

Weihnachten war vorüber, der grässliche Nachgeschmack verharrte aber noch mit einem melancholischen Fauchen auf seiner Zunge. "Bääääh", war eigentlich schon seit mehreren Tagen und Wochen das erste Wort gewesen, was er jeden Tag genussvoll und klangvoll aussprach - das lag nun teilweise ein bisschen her, aber trotzdem war es das erste Wort, was er an diesem Tag gesprochen hatte. Gründe musste es nicht unbedingt haben, vielleicht lag es mal wieder an einer unangenehmen Schleimfliege, die ständig eine Blume umschwirrte, auch wenn es keine arceusverdammte Biene war - oder es war einfach seine Launenhaftigkeit al dente.

Und eben diese Launenhaftigkeit führe ihn schlussendlich wieder an einen Tatort von Weihnachten, der Schwarzen Stadt. Tatsächlich hatte er die Besitzerin der Kampfbar um Erklärung bitten wollen, wieso sie diese Schandtaten alles zugelassen hatte, doch sie hatte nur ihr übliches, wissendes und zugleich so närrisches Grinsen auf den Zügen gehabt. Sie hatte kein einziges Wort gesprochen und war dem einen Barkeeper somit nicht gerade unähnlich gewesen, von dem bekam er so schnell auch keine Worte heraus.

Nun aber platzierte er sich vor der Kampfbar auf einen großen Platz, wo ziemlich viel Action los zu sein schien. Er konnte sich gut in die Menge verstecken, trug er ausnahmsweise einmal recht normale Kleidung, auch sein Zopf sah weiter nicht so auffällig aus wie bisher sonst. Die Kappe hatte er tief in das Gesicht gezogen, damit man seine roten Augen nicht ohne Weiteres sehen konnte unrd mit einem amüsierten Lächeln beobachtete er diesen sinnlosen Wettstreit, der sich ihm präsentierte. Wie dumm musste man eigentlich sein, damit man Flamenco- gegen Buyo-Tänzer*innen antreten ließ? Keiner mochte den jeweils anderen Stil wirklich gerne, deswegen konnte man sich wohl kaum auf einen Sieger - oder einen Verlierer - einigen. Doch gerade diese Dummheit ließ sich wunderbar für Hohn und Spott verwenden, auch wenn er es gar nicht erst versuchte, gegen die Musik zu sprechen - anders als eine andere, die sich in das Geschehen einmischte. Anzugträgerin, was sie nur war? Auf jeden Fall war sie keine Büroangestellte, also würde er vielleicht noch auf einen Polizisten tippen ... yay. Das war natürlich seine allerliebste Sorte von Mensch, er hätte sich wohl auf und davon gemacht, wenn die Szenerie nicht so aberwitzig gewesen wäre. Die zunächst nach unten gesunkenen Mundwinkel hoben sich wieder zu dem Grinsen, was keiner bemerkte, denn jeder war zu sehr von dem Geschehen eingenommen. Etwas, was er nur beglückwünschen konnte - man musste es nicht wirklich sehen, wenn man nicht unbedingt wollte. Das Spektakel der Tänzer war dabei deutlich interessanter.
Das Übelste kam allerdings noch und langsam musste Vetere sich entscheiden, ob die Weihnachtstage im Vergleich dessen vielleicht nicht doch angenehmer gewesen waren. Er wurde ... mitten auf den Platz gezogen, er solle ... tanzen. "WAS?", fragte er unnötig laut, während er die Kappe noch tiefer in das Gesicht zog. Nur diese komische Tante würde wohl das gefährliche Blitzen in seinen roten Augen bemerken, doch wieso hatte er nur das Gefühl, es würde sie rein gar nichts ausmachen?
Es gab Gründe, weshalb er Polizisten nicht wirklich leiden konnte.
(Und weshalb sie ihn auch für gewöhnlich nicht riechen konnten, hah ...)

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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Sa Jan 21, 2017 8:52 pm


#002 ℛ mit Tanzverrückten
Stepptanz-Party?
Tatsächlich zog sie im Prinzip nur noch jemanden rein, damit sie mehr Zeit gewann, um diese ganze Misere anständig zu lösen, aber im Endeffekt... wäre es vermutlich auch ganz erleichternd, wenn sie nicht selbst und alleine den Hampelmann stellen müsste. Sabrina blickte den anderen, der nun da auf den Platz kam, mit einem irgendwie freundlich mitleidigen und forschen Mustern. Für einen Augenblick bemerkte sie ein gefährliches Blitzen in den roten Augen, die ihr von ihren eigenen nur allzu bekannt waren... Man konnte sie komisch nennen, aber dieser Mensch war ihr erst einmal sogar sympathisch, ha ha. Sie besaß wohl merkwürdige Maßstäbe und einen absolut fehlenden Sinn für Gefahr, zumindest gerade hier, in diesem Augenblick.
"Entschuldige, wenn ich dich reinziehe, aber nun ist es so. Beschwere dich am besten nicht allzu lautstark, sondern passe dich der Situation an. Ist besser für alle." Danach lächelte sie sogar so etwas wie ein freundliches Lächeln, ehe sie sich wieder auf einen neutralen und ersten Gesichtsausdruck besann. Einen Tanz, tanzen... Damit beschäftigten sich ihre Gedanken und gemäß ihrer persönlichen Erfahrungen kam eigentlich nur ein Tanz in Frage. "Wir brauchen noch Beratungszeit!", gab sie zu erkennen, doch da hatte sie ohnehin die Aufmerksamkeit der Menge verloren. Nun gut...!
"Also. Wie heißt du?", rückte sie noch eine Frage ein, bevor sie mit den geschäftlichen Dingen anfangen würde, denn sie mochte es nicht, die Menschen einfach mit... du anzureden und keinen Namen zum Gesicht zu haben. Selbst wenn es ein falscher war - wer sagte denn nicht, dass ihr Deckname nicht auch gewissermaßen falsch war? "Du kannst mich Sabrina nennen." Sie war ehrlich bei ihrem Namen, immerhin war dies ein normaler Auftrag der Polizei, wenn sie sich nicht gänzlich vertat - und da war keine Geheimniskrämerei nötig.
"Okay, um zurück zur Sache zu kommen... welche Tänze beherrscht du?" Sie blickte ihn ernst an, und es war ihr wirklich vollkommen ernst mit der Frage, auch wenn man der ganzen Situation wohl immer einen Hauch von Komik abgewinnen konnte. Es ging hier immerhin um nichts Geringeres als einen Tanzkrieg... "Ich kann nur einen. Stepptanz." Und auch hier war sie vollkommen ernst, als sie an die Stunden zurück dachte, die sie mit Margaret damals noch als Kinder und Jugendliche zugebracht hatten. Das Klackern ihrer Schuhe, das Steppen, der Tanz, der Stepptanz... es war wirklich witzig. Und sie mochte den Tanz auch recht gerne, wenn sie ehrlich war, und zwar ziemlich gerne.
Jedoch praktizierte sie ihn mit Sicherheit bei Weitem nicht so oft wie das Singen oder das Spielen der Bratsche - wenn sie schon von der Arbeit kaputt und halbtot heimkehrte, blieb nicht mehr wirklich viel Energie übrig, um noch die ein oder andere Figur des Stepptanzes zu vollenden. Aber damals, als sie noch jünger war... da war sie so voller Energie, die sie heute manchmal vermisste. So schmerzlich misste, dass sie manchmal die Zeit zurückdrehen wollte, um dort wieder zurückzukehren, wo ihre Welt noch heile war, wo der Glaube, dass anderer Welt auch so heile war, noch existierte. Doch so naiv wollte sie wiederum nie wieder werden, so unglaublich unwissend.
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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Di Jan 31, 2017 7:15 pm

Know we're danthing (#10)
mit Sabbel-Tapsel
Irgendwie hatte er das unheimliche Gefühl, dass nicht nur sein vorheriges, gruseliges Gefühl bestätigt worden war, nein, er hatte auch noch das Gefühl, aus Gründen auch immer Sympathie zu wecken. Gänsehaut. Das war ... awkward, wer war bitte diese komische in einen Anzug gestopfte Person, die sich auch noch in eine solche Lappalie hineinziehen ließ?!
Scheinbar jemand, der sich nicht so leicht erschüttern ließ. Der Widerstand in Vetere brach und er zog die Kappe nur noch ein wenig tiefer in sein Gesicht. "Klingt nicht gut", gab er nur murrend von sich, doch es zeichnete sich bereits ein heimtückisches Grinsen auf seinem Gesicht ab, welches sie natürlich sehen musste, so viel größer wie er war.
Er ließ sich mit einem Achselzucken auf den Boden fallen, um sich dort im Schneidersitz hinzusetzen - eine typische Geste, wenn man ihn kannte. "Aaaalso?", fragte er von da unten hoch. Jep. Es war definitiv besser, zu sitzen.
Die andere schien entweder einen Plan zu besitzen und musste ihn ihm nur mitteilen, oder sie besaß keinen Plan, wo er dann seinen eigenen Kopf anstrengen musste.
Sie aber fragte zuerst nach seinem Namen. Wie löblich. "Du kannst mich Vaska nennen", gab er an. Es war eine Halbwahrheit, immerhin stimmte der erste Buchstabe überein und er behauptete nie, dass es sein richtiger Name gewesen war. Und sie hatte nach einem, na gut, nach seinem Namen gefragt. Wer sagte nicht, dass es nicht auch sein Name war? Bei der Nennung seines Namens hatte er gewissermaßen ihre Formulierung übernommen, weswegen er auch kurz überlegte, ob sie nicht auch irgendwie ... einen anderen Namen nutzte, aber sei es drum. So oder so würde er es wohl nicht heraus finden.
Er lachte spöttisch auf, als er ihre nächste Frage stellte. "Das ist wohl dein Ernst", stellte er immer noch amüsiert fest, nachdem er realisiert hatte, in was er tatsächlich hinein gezogen wurde - irgendsoein komisches, arceusverdammtes Tanzen in Wettbewerbsform. Wie kam er eigentlich immer nur an diese verrückten Leute heran, die immer irgendeine fixe Idee hatten, von der eigentlich jeder dachte, dass er mitmachen würde? Oops. Lag vielleicht auch an ihm selbst.
"Stepptanzen? You're serious?", fragte er vorsichtshalber einmal nach, obwohl ihm eine Lachträne von dem unterdrückten Lachen aus dem Auge entwich. Na, wenn das nicht die Lösung aller Probleme war ... er selbst hatte aber nicht auf ihre Frage geantwortet, was er jetzt mit einem lapidaren "Weiß nicht so genau." beantwortete. Tatsächlich wusste er nicht genau, was sie eigentlich mit "Können" meinte, denn irgendwie würde er ja wohl alles hinkriegen, wenn man es ihm nur zeigen würde, aber nähergehend hatte er sich mit Tänzen nicht auseinander gesetzt. Deswegen war es auch nur seltsam zu bemerken, dass er etwas beherrschte ... oder eben nicht beherrschte.
Er merkte indes, dass ihr Smartphone vibrierte oder zumindest etwas, was so anmutete wie ein Smartphone. Er zeigte auf das vibrierende Etwas. "Ich würde sagen, du hast eine Nachricht bekommen", stelllte er schließlich glorreich fest, denn das ganze Prozedere hielt nur kurz an und war nach dem Beenden seines Satzes auch schon wieder vorbei und erledigt. So, als hätte sich nichts und nichts und wieder nichts geregt.

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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Sa Feb 04, 2017 9:48 pm


#003 ℛ mit Vaska
Vorbereitungen im Rennen
In manchen Fällen war Sabrina einfach eine wirklich irrational zu bezeichnende Person, aber sie persönlich kam damit ja auch bestens klar! Naja, bis auf die Fälle, in denen sie dann in ihr Loch fiel, aber die musste sie gerade in dem Moment ja auch nicht bedenken.
Dass sie mit ihrer Aktion nicht gerade auf Freude treffen würde, hatte die Agentin schon erwartet und ein mildes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. "Nicht alles, was nicht gut klingt, ist etwas, was man nicht machen sollte", antwortete sie mit einem belehrenden Satz, welcher jedoch eher geseufzt herüberkam und einen Teil von Schwermut in sich barg, den sie mit einem Kopfschütteln von sich weisen wollte, nicht wahrhaben wollend, dass dies ein Teil von ihr war.
Ehe es jedoch irgendwie in Richtung Plänemachen gehen konnte, musste sie definitiv erst einmal noch die Vorstellung hinter sich bringen! Es wäre ja schrecklich, würde sie ihn die ganze Zeit nur "Junge" nennen können. "Okay, Vaska also!", gab sie betont enthusiastisch von sich, ob vielleicht nicht etwas von dieser Heuchelei auf ihn übersprang. Wenn sie ehrlich war, dieser Name machte das "Junge" in ihrem Kopf auch nicht besser, es wäre eher noch ein ideales Synonym dafür.
Ungerührt blickte sie ihn an, als er die Feststellung tätigte. "Richtig erkannt, Junge", kommentierte sie sie dann noch, wobei sie... doch wieder "Junge" verwendet hatte. Aber hey, er wirkte nun irgendwie mehr bei der Sache als vorher, was die Polizistin schon einmal als positiv verzeichente!
Sie selbst blieb aber stockernst. "Yes, I'm pretty serious." Sein Könnensstand schien sich aber irgendwo zwischen dem "Ich weiß es nicht" und einem "Ich kann es nicht und will es nicht lernen" zu bewegen, was aber primär wohl irgendwie auch dasselbe war. Wobei, er klang ja nicht einmal so lustlos!
Da vibrierte aber auch ihr Handy. Zuerst wollte sie es ignorieren, als sie dann doch auch ran ging, beziehungsweise die Nachricht las. Sie spielte das Video ab, schaltete es nach wenigen Sekunden dann aber auch ab, auf ihrem Gesicht war der gefährliche Hauch einer Idee zu sehen. "Scheint, als hätten meine Freunde echt telepathische Verbindungen zu mir, denn ich habe sogleich eine wunderbare Idee." Dabei triefte ihr Tonfall eigentlich nur so vor Zynismus, aber sie würde es durchziehen. Ihre Finger flogen auch kurz über die Tasten, um eine Antwort zu tippen.
Sie reichte dem anderen die Hand, um ihn wieder von dem Boden zu befreien, doch da war ja noch eine Sache. Sie musterte mit Missfallen ihre Schuhe, die ja nicht an den entsprechenden Stellen von Metall verstärkt wurden. "Okay, Vaska. Du hast wahrscheinlich keinen Kleber dabei, oder? Beim Stepptanz ist es eigentlich immer ideal, wenn man noch Metallverstärkungen an seinen Schuhen hat, damit es auch wirklich klingt. Notfalls kann man sich da mit Münzen behelfen, aber ich habe gerade keine Ahnung, wie wir die an den Schuhen befestigen können", erklärte sie ihren Plan, während sie im Kopf gerade eine leichte Choreografie zusammenstellte, die sie ihm ebenfalls noch beibringen konnte.
"Notfalls müsste es irgendwie auch ohne gehen, aber das ist irgendwie auch nicht so das Wahre", fügte sie dann noch hinzu, nachdenklich. Sie wollte auch über kein Pokémon nachdenken, welches vielleicht hier in der Nähe zu finden war und dessen Hilfe sie beanspruchen könnten - sie bevorzugte es, die Menschen gemachten Fälle ohne deren Involvierung zu lösen. Wobei. Wenn man sich da die Anführer ansah...
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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Sa Feb 11, 2017 2:19 pm

Know we're danthing (#11)
mit Sabbel-Tapsel
Mittlerweile war Vetere so weit, auch "Pseudo-Philosophin" zu der Reihe von potentiellen Berufen der Blonden anzuhängen, er musterte sie skeptisch, als sie diese Worte äußerte. Sollte das etwa ein Appell an ihn gewesen sein? Und sie schien einen inneren Konflikt zu beherbergen, der ihn ebenfalls eher die Stirn runzeln ließ. "Alles okay bei dir?", fragte er eher spaßeshalber nach, interessierte sich im Grunde aber auch nicht für die Belange der Dame. Irgendetwas sagte ihm, dass einer von ihnen auf einem völlig falschen Dämpfer unterwegs war ... und er eigentlich nicht. Oder etwa doch?
Als sie seinen Pseudo-Namen wiederholte, und das auch noch enthusiastisch, war er am Überlegen, ob "Pseudo-Kindergärtnerin" noch in die Liste passen würde. Sie klang verdächtig nach der gekünstelten Freude, die man bei manchen Erziehern beobachten konnte, wenn sie eigentlich überhaupt keine Lust darauf hatten. Dieser Gedanke erheiterte ihn wiederum selbst und er lächelte sogar, bedacht war er aber immer noch darauf, die Kappe so tief wie möglich im Gesicht zu haben.
So, aber sie schien so Ernst zu sein wie das E mit dem Ernst anfing. Oder andersherum. "Yeah, that seems to be arceusdamn true." Wieso konnte man so ernst dabei sein und dann Stepptanzen wollen? Das war doch nicht mehr normal!
Doch, andererseits, war vieles nicht mehr normal. Er hatte die Hände in die Hosentaschen gesteckt und beobachtete sie dabei, wie sie mit ihrem Handy herum hantierte.
Leider war das kein Abbruchskommando gewesen, nein, ein Jemand hatte scheinbar eine großartige Idee und diese großartige Idee würde ihn in ein großartiges Verderben stürzen - noch wusste er aber nicht, was. Dass die Idee dabei von jemanden kam, der wie eine Eintagsfliege ebenfalls eine Brille trug, würde die Sache nicht besser machen.
Er hob skeptisch eine Augenbraue. "Und ich freue mich überhaupt nicht darauf ...", seufzte er, "Wenn du schon einen Freund mit telepathischer Verbindung hast, kannst du ihn dann nicht um Hilfe bitten?" Ha ha, sag bloß, ihr telepathischer Freund war der automatische Nachrichten-an-sich-selbst-Verschicker.
Nun aber wollte sie auch noch etwas von ihm, sie wollte Kleber. Und natürlich hatte er keinen dabei! Wieso denn auch? Es war ja nicht so, als würde er etwas gebastelt haben oder so ... Er kramte trotzdem einmal in seinen Taschen. Oops. "Da", sprach er zu ihr und präsentierte ihr eine Tube Flüssigkleber. Schien doch gebastelt zu haben. Ein Glück, dass er sich daran nicht erinnern konnte. "Münzen habe ich aber keine", erwiderte er schließlich doch, und es stimmte tatsächlich - er war pleite. Also, nicht unbedingt komplett pleite, aber heute hatte er nichts dabei.
Sie wollte ... sie wollte also wirklich stepptanzen? Er runzelte immer noch nachdenklich die Stirn, freundete sich dann aber doch mit dem Gedanken an und versuchte zumindest, etwas mit der Situation anfangen zu können. ... Und als es ihm eher misslang, versuchte er wenigstens, die perplexen Gesichter der beiden anderen Tanzgruppen witzig zu finden - und das fand er bereits viel leichter. Er hoffte nur, dass sie jetzt nicht erwartete, dass er noch mehr machte, er hatte den Kleber gesponsort! (Und wehe, er fand jetzt irgendwo eine selbstgemachte, hässliche Grußkarte oder so.)

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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Mi Feb 15, 2017 4:56 pm


#004 ℛ mit Vaska
Münzen an die Schuh
Sabrina schien wohl bei dem Fremden durchaus auf einige Meinunsverschiedenheiten zu treffen, aber brachte sie das wirklich aus dem Konzept? Mitnichten. Vielleicht da eher noch die Frage, aber auch dafür hatte sie eine schnelle Antwort gefunden. "Nein. Aber da ich meine Sorgen auch meinen Freunden aufbinden kann und es uns allen wahrscheinlich im Grunde nie wirklich gut geht, ist alles in bester Ordnung!", erwiderte sie mit deutlich sarkastischen Unterton, ehe sie dann einfach mit ihrer Linie weiterfuhr, die am Ende die Beruhigung dieses Tanz-Clans hatte.
Vaska schien irgendwie sein Gesicht nicht wirklich zeigen zu wollen, was sie jedoch nicht wirklich misstrauisch stimmte. Sie kannte einige Personen, die sich für ihr Aussehen aus Gründen schämten. Dabei waren diese immerhin interessant und nicht eher durchschnittlich wie sie selbst. Naja, bis auf die manchmal gruselig anmutenden Augen, deren Farbton von Rot bis Orange variierte.
"So now you got it! Can we continue?", fragte sie ihn weiter, auf Englisch, wenngleich dies nicht unbedingt die Sprache war, in welcher sich Fehler gering hielten. Doch wann machte man denn auch keinen Fehler? Mit diesem Bewusstsein ging sie dann weiter an die anderen Sachen heran, nachdem sie gefragt hatte, ob sie nun weitermachen konnten. Strikt und konsequent durch, das war wohl ihre Arbeitsweise, wenn es noch Arbeit gab.
Da hatte Lionel ihr auch schon eine Nachricht geschickt, die sie auf eine weitere, grandiose Idee brachte, die dem Schwarzhaarigen vermutlich nicht gefallen würde. Doch in diesem Bezug konnte sie gerade keine Rücksicht nehmen, wenn er eben keine eigenen Gedanken an die Frau brachte. "Nein, leider besitzt er viele Telekommunikationsgeräte und auch televisions, aber er besitzt die entsprechende Fähigkeit zum Teleport nicht." Wäre auch irgendwie... naja. Es wäre wirklich... krass. Und naja. Wäre sie da so erfreut darüber, ha ha?
Woah. Tatsächlich hatte dann der Fremde sogar Kleber in seinen Taschen versteckt. Ungläubig blickte sie die Tube an, ehe sie sich auch schon nahm und sich auf einem Bein dann befand. Die Münzen hatte sie schon im Vornherein dann sorgsam ausgesucht und begann dann, diese auf ihre Schuhe zu kleben. "Münzen habe ich, und wenn du ordentlich mitmachst, darfst du deine auch nachher behalten, okay?" Es war irgendwie wie im Kindergarten, fiel ihr auf, auch wenn sie nicht wirklich oft da gewesen war. Der Kindergarten war doch nie wirklich ihr Gebiet, ihr Metier gewesen, auch wenn sie Kinder mochte.
Als sie entweder seine Schuhe präpariert hatte oder sie ihn angeleitet hatte, musste der Kleber entsprechend noch trocknen. Doch als dies erledigt war, konnte es auch schon losgehen! "Okay, Bubble Sort ist dann übrigens das, was wir machen. Schwierig, wenn man vorher keinen Wert bei den Personen festgelegt hat, aber egal. Grundlage des Tanzes ist recht einfach, und sie sollte für dich kein Problem darstellen", antwortete sie dann, warum auch immer, "Doof anstellen kann man sich da natürlich immer, aber wir probieren es einfach mal aus, okay?" Sie blickte ihn vollkommen ernst an, wie es ihrem Gemüt entsprach.
"Also, dann wollen wir doch mal loslegen - mit den Übungen." Hoffentlich waren die Tanz-Clans nur auch geduldig, aber so wie sie aussahen, waren sie die ganze Zeit so gelangweilt gewesen, wenn der andere Clan getanzt hatte.
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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam So Feb 26, 2017 4:33 pm

Know we're danthing (#12)
mit Sabbel-Tapsel
Wieso gab es eigentlich Menschen, die alles immer viel zu genau nahmen und ihn regelrecht zur Weißglut trieben? (Zugegeben, wenn er auf der Seite der Antwortgeber stand, sah es bei ihm auch nicht anders aus.) "Ah ja", antwortete er schlicht mit einem Naserümpfen. Aha. Irgendwie war das wirklich nicht die Antwort, die er erwartet hatte, doch er zuckte nur mit den Schultern. Er hatte die Persönlichkeit der anderen langsam erfassen können und da wunderte es ihn langsam auch wirklich nicht mehr, wenn diese Person sich zu diesem unsinnigen Dance Battle hatte überreden lassen.
Wenigstens stellte sie keine Fragen bezüglich seiner Persönlichkeit, doch auch das wäre sicherlich interessant für ihn gewesen - umständlich, aber vielleicht auch witzig. ... Wenn er nur wüsste, welche Gründe Sabrina für sein Verhalten annahm ... er hätte sie doch eher klammheimlich um die Ecke bringen wollen, wenn er denn so ein gewalttätiger Mensch gewesen wäre. War er das? Irgendwie war er sich dessen nicht so sicher, glücklicherweise hatte er es auch noch nie ausgesprochen, ansonsten wäre er jetzt arm dran.
"Go ahead", antwortete er schlicht. Wieso bedienten sie sich noch einmal der englischen Sprache? Verstehen tat er es nun nicht unbedingt, doch sei es drum. Sie hatte in allen Fällen damit angefangen.
Er rollte nur mit den Augen, starrte den weiteren Verlauf dieser idiotischen Handlungen nach und seufzte schwer. "Ah ja, dann gibt es leider auch keine Chance, dass er sich fix einmal an meine Stelle teleportieren könnte, was?", gab er ironisch von sich und zuckte mit den Schultern. Wenigstens versprach es ein wenig spaßig zu werden und er war arceusseidank auch kein Mensch, der sich allzu leicht blamierte, wenn es darauf ankam.
... Zumindest, in seinen Vorstellungen.
Er ignorierte ihren ungläubigen Blick, als er die Tube Kleber herausholte. Meint die, die mit Stepptanz gegen Flamenco- und Buyo-Tänzer(innen) ankommen möchte, schien sein Blick zu sagen. Nun, vielleicht schaffte sie es am Ende noch, doch irgendwie würde er die gesamte Angelegenheit dann als relativ lachhaft bezeichnen. Wirklich? Das wäre dann doch ... erlebenswert. Mal sehen, was die Blonde noch (im Anbetracht ihrer Haarfarbe?) noch vor hatte.
Er sah sie prüfend an. War das Erpressung oder ein Versuch, ihn umzustimmen oder wenigstens positiver? "Nur meine?", hakte er nach, war es doch deutlich, worauf es hinaus laufen würde. Es war ein mickriger Betrag, doch es war wenigstens einer. Ha. So viel Zeit für so wenig Geld. Das hatte er schon lange nicht mehr, was irgendwie auch witzig war.
Er hatte sich selbst um seine Schuhe gekümmert, wollte er zumindest sicher stellen, dass das Schuhwerk auch nicht unnötig beschädigt wurde, immerhin war es mitunter eines der wenigen Schuhe, die er besaß, da er lieber barfuß durch die Gegend streunerte. Bei den betrunkenen Menschen mit ihren Flaschen und Scherben eine reizende Idee.
... Was zum Heck war Bubble Sort? Klang auf jeden Fall herzlich lächerlich und passte zu dem blasenförmigen Gehirn, wie er fand, nickte jedoch nur skeptisch. Er wollte keine Fragen stellen, die ihm nur zum Nachteil gereicht werden konnten. "Okay, dann leg los", gab er also lediglich zurück und wartete ab, was sie machen würde, als er seine Schuhe wieder an den Füßen hatte. Seufz. Seufz. Seufz. Wäre er heute auch barfuß unterwegs gewesen oder hätte seine Schuhe verhökert, wäre das alles vielleicht nicht passiert. Vielleicht aber trotzdem doch.

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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Sa März 18, 2017 8:59 pm


#005 ℛ mit Vaska
Bubble Sort
Sabrina war eine Person, die gewissenhaft ihrer Arbeit nachging, wenn es dazu diente, dass die normale Bevölkerung sorgenfrei leben konnte. Sie hasste den Gedanken, dass es Menschen gab, die diese Ruhe störten, und das nicht nur, weil sie einst aus ihren Träumen in die Realität geschubst wurde - würde das immer noch an ihr nagen, wäre sie wohl ein sehr schwacher Mensch und nicht als Polizistin geeignet. Ihre Eignung konnte man ohnehin immer wieder hinterfragen, aber sie ließ sich nicht zu solch einer Frage herab, sondern tat und machte.
Die Antworten Vaskas waren mehr als nur wortkarg, so ließ sie sie meistens einfach im Raum stehen und ging zielstrebig und ergebnisorientiert weiter, immerhin war es schon ungewöhnlich, dass die Tanzclans immer noch nicht aufeinander losgegangen waren... Aber sie besaßen wohl auch eine gewisse Ausdauer, wenn sie das schon so lange betrieben, dass die Polizei informiert wurde. Sie lachte innerlich bitter als sie an die manchmal langen Wege dachte, die die Polizei hinlegen musste.
"Außer du verpasst ihm ein Upgrade, dann könnte es vielleicht funktionieren", meinte Sabrina dann mit einem Hauch von Humor und Streberfaktor, den sie durch den einen oder anderen merkwürdigen Kontakt erhalten hatte.
Ihre Ungläubigkeit hätte sich wirklich auch in Grenzen halten können, in Anbetracht der Aktion, die sie hier veranstalteten. "Wenn du meine auch haben willst, kriegst du das auch noch. Als Trinkgeld für deine sonst ehrenamtliche Arbeit", erwiderte sie mit einem Grinsen. Es handelte sich um einen wirklich niedrigen Geldbetrag, aber hey! Er hätte ja genauso gut auch ablehnen können. Und sie persönlich wäre ohnehin jemand, der ihre Arbeit auch unentgeltlich machen würde. Solange sie noch halbwegs von etwas leben konnte, verstand sich.
"Dann wollen wir doch mal!", rief sie enthusiastisch und mit gewissen Sarkasmus aus, als sie dann endlich all ihre Schuhe entsprechend präpariert hatten. "Erst einmal nur die Basics, dann sehen wir weiter. Bubble Sort ist eine Sortiermethode, bei der immer zwei Zahlen miteinander verglichen werden, die höhere Liste wandert dabei in eine Richtung, und die niedrigere in die andere Richtung. Das wiederholt man dann so lange, bis alle Zahlen ihrer Größe nach sortiert sind", erklärte sie mit ihrem mangelnden Fachwissen an Informatik das Prinzip von Bubble Sort, wie sie es kannte.
"Im Grunde sind das Verfahren und die Zahlenwerte aber erst einmal etwas irrelevant,   es geht um das Prinzip des Paares und des Wechsels, da wir nun nicht jedem noch einen Wert zuschreiben können, den er auch kennt." Dann lockerte sie sich ein wenig, um mit den Schritten zu beginnen. "Da auch die anderen irgendwann einsteigen sollen, halte ich die Schritte recht einfach. Du solltest keine Probleme haben, sie zu lernen - führ sie nur auch so deutlich aus, dass die anderen sie auch von dir lernen können, klar?" Sie blickte ihn ernst an, und wartete auf sein Okay, ehe sie erst einmal langsam die Schritte vormachte und wartete, bis er auch einstieg und drin war. Dann steppte sie etwas schneller, aber nicht so schnell, dass jeder aus dem Takt geraten würde. Man musste es ja auch für Neulinge verständlich halten.
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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Fr März 31, 2017 9:31 pm

Know we're danthing (#13)
mit Sabbel-Tapsel
Eigentlich musste sich Vetere fragen, wieso er sich noch darüber wunderte, dass es diese und jene Menschen gab. Wahrscheinlich irritierte ihn der Fakt, dass sie allem Anschein nach eine dieser arceusverdammten Polizisten war, doch erheblich - misstrauisch war er dann doch ein bisschen, er hatte keine Lust, am Galgen zu hängen, nur weil irgendso eine durchgeknallte Person ihn entlarvt hatte. Glücklicherweise schien Sabrina - er musste den Namen später gründlich durchchecken, wenn er sonst nichts Besseres zu tun hatte - keinerlei Verdacht zu spüren. Nun, dann war das Glück ja wohl hoffentlich doch ein bisschen mehr auf seiner Seite.
... Hatte sie gerade Upgrade gesagt? Ha ha, doofe Frage, sendete er an sein Gehirn. "Doch selbst mit einem Upgrade könnte Freund2 Teleport wohl nicht erlernen", erwiderte er mit einem schwachen Lächeln. Hah. Wenigstens so viel wusste er von diesem komischen Viech, was in den All geschickt werden sollte - also, aller Wahrscheinlichkeit nach. Immerhin war es selten und wertvoll und es war immer lohnenswert zu wissen, ob es sich einfach so aus einem Griff teleportieren konnte.
Mit einem spitzen Lächeln erwiderte er die Geste der anderen, die Worte der anderen. Ha ha, sie war ja so unglaublich witzig ... Wenn er sich nicht irrte, würde das noch der Beginn einer herzzerreißenden Freundschaft werden, doch wenn er es einmal sarkastisch anmerken wollte, dann wäre das Spiel bereits vorbei - also: Never. Ever.
"Wenn ich aber etwas dafür bekomme, ist es keine ehrenamtliche Arbeit mehr, also sollte es doch genügend entlohnt werden", tätigte er eine durchaus wahre Aussage (in seinen Augen), während er mit einem herausfordernden Blick auf die Kleinere blickte. Tjahaha. Vetere oder Vaska war eben nicht billig! ... Na, Spaß war eben unbezahlbar.
"Aber überhaupt hast du leicht reden, Tänzelchen Sabbel-Tapsel", musste er dann doch anmerken, denn wenn er bei einer "ehrenamtlichen" Arbeit Kleber nutzen musste, was war dann mit ihr los, die sich ernsthaft in die Fronten zweier Tanzclans schmiss, die auch noch alles, aber keinen Sinn ergaben? Und warum machte er überhaupt mit? Eine wahre Aussage war, dass er mitmachte, doch musste sie deswegen auch besonders viel Sinn ergeben? Nicht doch!
Nun aber war Konzentration und Aufmerksamkeit gefragt und der Schwarzhaarige hatte keine Lust, sich auf irgendeine Weise (mehr als ohnehin schon) zu blamieren und folgte den Ausführungen der Blonden also ohne viele Anmerkungen, nur mit Nicken und Bla und Bli. Er nickte, als sie bei der Stelle ankam, wo sie "Okay?" fragte und wartete einfach ruhig ab. Musste er unbedingt etwas sagen, wo Gesten und Mimik doch so wunderbar vielsagend waren? Er würde sagen: Na.
Erhöhte Konzentration fand auch statt, als sie anfing zu tanzen. Er sah ihr erst einmal zu und würde es wohl spiegelbildlich nachmachen, also alles andersherum. Eins, zwei, drei. Tack, tack, tack. Die Schritte waren furchtbar einfach und der junge Mann, der den Rhythmus schnell abgespeichert hatte, folgte diesem einfach, immer den Blick gesenkt. Nicht nur, weil er keine Lust auf ein Face-Remembering von jemanden hatte, sondern weil er es auch synchron zu der anderen bleiben wollte, die schneller und schneller wurde. "Vaska" konnte relativ gut mithalten.

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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam So Apr 02, 2017 1:32 pm


#006 ℛ mit Vaska
Es steppt los!
Vielleicht oder ganz offensichtlich war es in Sabrinas Position etwas deplatziert, diese Naivität zu wahren, die keinerlei Misstrauen bei Vaska aufkommen ließ. Sie ging von dem Guten aus, war der festen Überzeugung, dass zu jedem Übel auch das Gute gehörte, wenn man es nur anständig anstellte. Und diese Überzeugung würde sie wohl auch bis zu dem Zeitpunkt verfolgen, an dem es ihr das Leben kostete - so viel Gutglaube musste einfach für sie sein.
Das mit dem Upgrade schien er jedoch auf Pokémon zu beziehen - sie hatte eher an Roboterungetüme, die der populären und nerdigen Serie Doktor Wer entstammten... Da sah man wohl mal wieder, welche Freunde sie hatte und zudem auch, dass sie ihre letzten Jahre nicht den Pokémon gewidmet hatte. "Aber vielleicht kann er durch ein Upgrade der anderen Art sich beamen!", erwiderte sie dann, "Oder aber mit Dubios-Disc seine Freund-Z-Form annehmen und vielleicht die Z-Attacke Teleport ausführen." Welcher Z-Kristall es dann aber sein sollte, wusste sie auf Anhieb und spontan nicht.
Achja, ob die beiden sich nun verstanden oder nicht, konnte Sabrina nicht wirklich sagen - Fakt war aber, dass er noch nicht abgehauen war. Der Punkt mit der ehrenamtlichen Arbeit war aber wohl noch ein Punkt, den sie nicht vernachlässigen sollte. "Aber bei dieser Menge kann man es noch als Trinkgeld betrachten, oder? Oh, nicht, dass ich dich hiermit zum Trinken wirklich animieren will", fügte sie dann noch mit einem sarkastischen Unterton hinzu, auch wenn sie tatsächlich gerade an eine Bar der etwas... naja... dubioseren Art denken musste. Sie blickte Vaska aber dabei die ganze Zeit mit einem kühlen Blick an, als Erwiderung auf die Herausforderung.
"Reden ist die eine Sache, man muss aber auch tun!", brachte sie noch einmal an, "also, alles klar soweit?" Und dann ging es auch schon mit den Grundlagen los, die schrittweise in ihrem Tempo erhöht wurden. Erst einmal nur Schritt für Schritt, dann das alles zusammengepappt zu einer Choreografie, die man wohl in den ersten Wochen des Stepptanzes erlernte. Vaska hielt sich doch recht gut, er schien ein schneller Lerner zu sein, was jedoch Sabrina nicht von ihrer Konzentration abhielt, mit der sie das Ganze vollführte.
Und dann musste man es irgendwie noch schaffen, diese Meute mitzunehmen. Das Klackern ihrer Schuhe hatte zumindest schon ein paar irritierte Blicke mit sich gebracht, vollenden musste man das doch auch können. Also dann mal los! Sie nickte dem Schwarzhaarigen noch einmal zu, ehe sie sich auch während sie die Schritte ausführte auf die eine Seite der Clans begab - er sollte dies auf der anderen Seite machen. Da die Schritte zum Glück auch so einfach waren, dass sie sich dabei auch bewegen konnte, erleicherte die Sache doch ungemein. Zur Not demonstrierte sie noch schnell dem anderen ein paar Schritte, mit denen man sich über die Tanzfläche bewegen konnte.
Als dies vollbracht war, war sie so nahe an die anderen herangerückt, dass ihre rhythmischen Bewegungen auf dem Boden deutlich wiederhallten, und man ihr schon Beachtung schenken sollte. Sie tat so, als würde sie dies nicht bemerken, und machte mit ihren Schritten weiter, wie sie sie angefangen hatte, während sie hin und her ging, eine leise Melodie summte.
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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Mi Apr 12, 2017 2:39 pm

Know we're danthing (#14)
mit Sabbel-Tapsel
Er sah sie nur mit einem skeptischen Blick von ganz oben herab an, während er stirnrunzelnd die Arme verschränkte. "Sag bloß, du versuchst gerade witzig zu sein ...", mutmaßte er nahe an der Grenze zur Lüge, aber noch knapp im Bereich der Wahrheit - zumindest, wenn er es selbst bemaß und berechnete. Er hatte nach wie vor immer noch seinen Spaß daran, Grenzgänge zu unternehmen und die eine oder andere Sache auf dem Kopf zu stellen, ha ha.
Mit einem genügsamen Lächeln erwiderte er die Vermutung der anderen Seite der Macht, des anderen Hebels. Er legte ihn wieder um, denn es wäre ja sonst langweilig, wenn der Ball nur auf einer Seite liegen bleiben würde. "Keine Sorge, ich bin zu dieser Zeit kein Trinker", erwiderte er also mit einem vorbildlichen Lächeln der Gehässigkeit oder etwas in der Art. Oder war es sogar freundlich? Nah. In Wortschrift konnte jedes noch so hässliche Lächeln hübsch retuschiert werden.
Und immerhin wusste man aus seiner Aussage wieder nicht, wie lange die Zeit eigentlich bemessen war und ob es einen längeren oder kürzeren Zeitraum bedarf. Na, Auslegungssache, musste ihn also entsprechend nicht allzu sehr kümmern.
Mit einem wahnwitzigen Grinsen, als sie endlich beginnen wollte, murrte er nur amüsiert: "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold ~ Und ich bevorzuge definitiv das Gold." Ach ja. Leider hatte er absolut keine Zeit, sich selbst was zu beschaffen, denn dafür musste er ja Hündchen für andere spielen, ha ha ... Nie wieder würde er irgendeinen Auftrag annehmen, wo Flüssigkleber à la Bastelkleber involviert war.
Auch wenn es für die beiden weder Musik noch Stereoanlagen noch weitere Tänzer gab, gewöhnte er sich schnell an den Takt, den die blonde Dame vorgab. Es war regelmäßig, deswegen würde das wohl auch jedes Kleinkind hinbekommen, der halbwegs über ein vernünftiges Rhythmusgefühl verfügte - und wenn nicht, dann sollte es lieber damit aufhören, darüber nachzudenken, irgendetwas in der Musikbranche werden zu wollen. Wo ihm einfiel, dass eine Performance von John Cages "4'33''" auch sicherlich sehr witzig geworden wäre, genau nach seinem Geschmack.
Aber jetzt klapperte er eben ein bisschen hier, ein bisschen da. Die junge Dame schien die Meute von sich überzeugen zu wollen, also seufzte Vetere innerlich auf. Damit das klar war, er tat das nicht für diese mickrigen Münzen, sondern nur, damit er endlich von hier wegkam - sein Gesicht hatte er vermutlich ohnehin verloren. Aber so hing er sich ein wenig herein, klackerte noch ein bisschen lauter, was ihm aufgrund Statur und Größe wunderbar gelang und wirkte alles in allem natürlich irgendwie ziemlich bescheuert. Ha ha. Und da hatte er gedacht, Weihnachten mit seinen bekloppten Idioten wäre schon schrecklich gewesen.
Eigentlich machte der Schwarzhaarige auch nur das, was Sabrina vortanzte, nur eben spiegelverkehrt - also genau andersherum eigentlich. Eigentlich war das dann ja auch gar nicht mehr dasselbe. So genau wollte er es aber nicht nehmen und ignorierte in seiner Konzentration tatsächlich nicht einmal mehr die Umgebung. Nein, er konnte ja multitasken, ja ja. Und ... was. Wieso ... fingen die anderen auch noch mit dem Stepptanzen an? Erst die Bujo-Tänzer, die das ziemlich langsam und ruhig machten, aber auch die Flamenco-Tänzer schienen ihren Spaß dabei zu finden, wie auch normal ihre Ferse ordentlich in den Boden zu rammen. ... Was auch immer die anderen unter Stepptanz verstanden.

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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Do Apr 13, 2017 10:42 pm


#007 ℛ mit Vaska
So regelt man das also
Aus der Froschperspektive blickte Sabrina den anderen schwarzhaarigen an, und zwar mit einem total ernsten Blick, der ernster kaum hätte sein können. Beinahe schon ernstzunehmend lethargisch. "Ich bitte Sie, Mister Vaska, ich bin die ganze Zeit über doch sturernst", erwiderte sie mit einem leicht nasal näselnden Tonfall, "man könnte beinahe sagen, bierernst." Ein Grinsen zog sich über ihr Gesicht, welches auch einen Hauch Sarkasmus in sich barg, in Angesicht der Tatsache, die darauf noch zu folgen schien.
"Na, dann haben immerhin die Kids Ruhe vor dir. Außer die Unartigen, die sich spät noch herumtreiben!" Sie seufzte und schüttelte den Kopf ob den Kindern, die der Nikolaus wohl nicht besuchen würde, ganz zu schweigen der Coca Cola-Weihnachtsmann! Furchtbar. Sie grinste wieder, zog sich auch eine dicke Spur des Sarkasmus' hinter hier her - aber das war ja die ihr einzige vergönnte Freude in einem Leben, in welchem eher Schuldgefühle sie plagten und in dem sie nur versuchte, das Richtige zu tun. Wie so viele andere auch scheiterte sie jedoch regelmäßig - das Leben war hart und ungerecht, jep.
Sie nickte ihm zu, als er den Vergleich mit Gold und Silber wagte. "Teilweise bin ich ja eher der Silbertyp", meinte sie, den Kopf schief zur Seite gelegt und nachdenkend. Lange und gründlich nachdenkend, aber doch nichts denkend.
Das brauchte sie aber auch nicht mehr wirklich, denn dann ging es auch mal daran, diesen bekloppten Persönchen den Reiz eines Tanzkampfes auszujagen. Nachdem er in die Basics eingeführt wurde, tanzte Vaska synchron mit ihr auch schon los - oder eher steppte.
Sie selbst wurde neben dem Steppen noch ein wenig aktiver, kam immer wieder nahe an Personen heran, berührte sie jedoch nicht - am Ende wäre das noch gegen die Regeln und dann würde sich auch der Schwarzhaarige umsonst bemüht haben. Sie klapperte die Menge ab, und das wohl nun in einem zweideutigen Sinn. Sie hörte, wie sich manche noch anschlossen, wie das rhythmische Klappern des Stepptanzes sich über den ganzen Platz auszubreiten schien, langsam, aber sicher.
Eine Leidenschaft wurde in ihr entfacht, als sie dieses mannigfaltige wiedergegebene Klackern hörte, und auch noch den Boden dazu regelrecht vibrieren fühlen konnte. Sie variierte ihren Stepp ein wenig, baute Variationen ein, die das ganze noch interessanter machen sollten, blieb aber noch im Takt - sie war ja sogar versucht, dazu zu singen, aber das wäre wohl noch betrügerischer als der ganze Stepptanz.
Nach einer Weile hatte sie alle dazu bewegt, aufzustehen und sich dem Druck des Stepptanzes und der Masse zu beugen, und sie grinste die Menge triumphierend an, nachdem sie zu einem letzten, komplizierten Manöver ausgeholt hatte, die überrascht schaute, als wäre sie aus einer Trance erwacht.
"So. Und damit wäre es ja wohl geklärt - hört ihr mir nun zu?" Alle nickte einvernehmlich, diese Burschen besaßen also noch Würde und Stolz, hah! "Unterlasst es in Zukunft, euch an so großen Plätzen zu bekriegen, oder euch überhaupt zu bekriegen. Das Leben ist kurz, also genießt es auf andere Weise! Es gibt auch noch Wege und Mittel, wie man nicht das Leben seiner Mitmenschen zerstört, nur, weil man ein wenig zu viel Takt im Blut hat, verstanden?" Mahnend blickte sie sich in der Runde um, die alle nickten. "Gut, dann... öhm. Joah, geht, wohin ihr auch immer wollt!" Sie blickte sie noch einmal scharf an. "Wenn ich irgendeinen von euch demnächst auf der Wache sehe, setzt es was, kapiert?"
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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam So Apr 23, 2017 7:18 pm

Know we're danthing (#15)
mit Sabbel-Tapsel
... Also beliebte die andere, Scherze zu machen! Er hob nur skeptisch die Augenbraue hoch. Wusste gar nicht, dass man neuerdings für den Polizistenjob auch Komiker-Skills brauchte. Ach ja, die werte Polizei, überraschte einen immer und immer wieder. Immer und überall. Selbst hier - oder ausgerechnet hier?
"Ich kann dir nicht recht glauben", gab er seinerseits, sturehrlich, von sich. Keine Ahnung, ob es die Zeit bei Nade-Blümchen - diese unheimlich kurze Zeit - diesen Charakterzug geprägt hatte, oder ob nicht irgendetwas anderes daran Schuld war. Doch wieso nicht gleich die Wahrheit sagen, wenn man ohnehin nur einmal lebte? Dagegen konnte man natürlich sagen: Wieso nicht gleich lügen, wenn man ohnehin nur einmal lebte?
Wieso sprach sie eigentlich überhaupt von Kindern, wenn er von seinem (nicht existenten) Alkoholiker-Dasein berichtete? How frustrating. "Aber nicht sicher vor dem Gesetz", merkte er nur mit einem schalkhaften Lächeln. Jaja, das Gesetz, allmächtig, wirkte überall, blablabla. Wahrscheinlich waren böse Polizisten auch noch auf der Suche nach streunenden Kindern, wenn sie welche sahen.
"Silber besitzt auch seine Vorzüge, wohlan, ist aber nicht so wertvoll wie Gold", hielt er mit einem ernsten Gesicht entgegen. Nichts ging über Gold! ... Na gut, eigentlich ging auch Spaß über Gold, doch das musste er ja nicht sagen, dann würden ja nur noch Menschen versuchen, ihn zum Lachen zu bringen, und darin waren alle Menschen für gewöhnlich äußerst miserabel, wenn er nicht dazu gewillt war, etwas witzig zu finden.
Nun aber steppten sie wirklich. Oder hieß es stepptanzen? Ehrlich gesagt legte der junge Mann keinen Wert auf das richtige Wort, stellte sich aber schon einen ewiggleichen Lehrer vor, der das Wort rot unterkringeln und an die Seite ein großes W oder A schreiben würde, je nachdem, ob es ihm eher wie ein Ausdruck- oder Wortfehler vorkam. Ach ja ... wie wenig er die Schule vermisste, in die er damals noch so sporadisch gegangen war. Jeden Tag dasselbe Gesicht.
Und dann beendete die junge Dame auch ihre polizeiliche Arbeit mit Worten, die eigentlich eher philosophisch klangen oder klangen sollten. Da war sich Vetere nicht so sicher, stoppte jedoch auch seinen Tanz in der Sekunde, in der auch Sabrina aufhörte. Er musste sich ja nicht länger als nötig zum Affen machen.
Er blieb vorerst einmal zurück in der Menge und beobachtete sie, wie sie einander plötzlich zuhörten und miteinander sprachen, als wären sie nie verfeindet gewesen. Ob Vetere das kochende Blut sah? Die düsteren Gedanken ... dass doch nicht alles entschieden sein würde. Oder fantasierte er wieder einmal? Das Lächeln jedoch verging ihm auch nicht, als irgendwelche Menschen es wirklich wagten, ihm anerkennend auf die Schulter zu klopfen. Es wirkte nur weitaus diabolischer und hatte ein Warnung inne. Menschen waren ein Quell jeder Freude, nicht wahr? So amüsierte er sich einfach ein wenig weiter, wenn er sich schon zum Affen machen musste. Schemenhafte Fratzen von Gesichtern, die er nicht identifizieren konnte und hoffentlich nie wieder sehen würde.
Dann aber quartierte er sich neben Sabrina ein und sah zu ihr. "Na, kriege ich jetzt mein wohlverdientes Trinkgeld?" Hah, das war noch nicht einmal gelogen, immerhin hatte er wirklich etwas gemacht! Höhö.

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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Fr Apr 28, 2017 4:06 pm


#008 ℛ mit Vaska
Probier's mal mit Humor
Ihr kleiner Scherz in Form einer sarkastischen Aussage schien von dem anderen mit einer verblüffenden Ehrlichkeit aufgenommen worden zu sein, womit Sabrina nicht gerechnet hatte. Wie man so schön sagte - der größte Feind des Sarkasmus' war definitiv der Ernst und die Wahrheit, zumindest, wenn man es gerade nicht darauf anlegte, seine Umgebung zu veräppeln. "Okay, okay! Du bist wirklich ernst, oder? Take it with a pinch of salt!", meinte sie noch mit einer mahnenden Stimme. Er solle es doch nicht so wörtlich nehmen! (Eine Übersetzung lieferte sie nun aber nicht, da es sich ihrer Meinung nach um ein altbekanntes Sprichwort handelte. Bedeutung: Nimm's nicht so wörtlich.)
"Das Gesetz hat noch nie jemanden gefangen", erwiderte Sabrina mit einem ungewohnten Ernst in der Stimme, ehe sie nachdenklich wurde. Es war ein wunder Punkt bei ihr, ja, das Gesetz, welchem sie unterlag und welches sie in manchen Punkten einfach nicht unterstützen konnte. Es war so... wandelbar, so unbeständig. Zu unbeständig, um für sie als Richtlinie zu dienen. "Es gibt Meinungen, die besagen, dass nur das Gesetz Kriminelle macht - was in gewisser Weise auch stimmt. Doch wo blieben wir ohne diese Prinzipien, diese Richtlinien, diese... Sätze, auf Papier gedruckt und mit aller Kraft verteidigt?" Papier war so vergänglich.
Aber es ging nun um Edelmetalle, die ja bekanntlich eher beständig waren, zumindest etwas mehr als Papier. "Das stimmt allerdings, doch es kommt nicht immer auf den Wert an!" Sie persönlich mochte den etwas opulenten und übertriebenen Glanz von Gold nicht, wohingegen ihr Silber wie etwas Feines schien, etwas Elegantes und Dezentes. Etwas, was nicht so stark in den Vordergrund rückte, aber immer noch schön anzusehen war.
Der Stepptanz, der darauf folgte, zeigte sogar seine beabsichtigte Wirkung und Sabrina konnte ihre Arbeit natürlich nicht ohne einen gewissen Appell ihrerseits zu Ende bringen. Es war schon merkwürdig, wie sie eben erst hier angekommen war und in solch einen kuriosen Vorfall verwickelt wurde... das würde sie dann wohl gleich auch mal Lionel melden müssen. Mittlerweile hatte er ihr mit Sicherheit auch mehrere Nachrichten geschickt, die sie noch beantworten müsste... Und auch Marylin müste sie noch kontaktieren, sie fragte sich wohl, wie es ihr ging. Mal ganz zu schweigen von ihren Kindheitsfreunden, die sie seit einiger Zeit nicht mehr gesehen hatte.
"Jep, kriegst du!" Sie balancierte auf einem Bein und piddelte die Münzen, nun etwas mit Kleber versehen, von ihren Schuhsohlen ab. Für den Stepptanz über waren sie haften geblieben, doch darüber hinaus gab es nun glücklicherweise für sie wenig Hoffnung, lange an ihrem Schuh zu verbleiben. "So. Das macht dann insgesamt wohl ein Eis. Du weißt nicht zufällig, wo ich hier ein Kaufhaus oder so finde?" Mal schauen, ob er es wusste und nicht vielleicht sogar mitkommen würde - da wäre sie vielleicht sogar gewillt, aus ihrem (trotz Degradierung) immer noch guten Beamtengehalt doch ein Eis springen zu lassen. Sie hatte ihn zwar mit dem bisschen Trinkgeld und dem Akt an der Bewahrung der öffentlichen Sicherheit auch schon ein wenig belohnt, aber irgendwie hatte sie das Gefühl, dass da immer noch etwas mehr kommen sollte. Wie immer fühlte sie sich doch für eine Menge noch verantwortlich, ha ha.
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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Fr Mai 12, 2017 5:22 pm

Know we're danthing (#16)
mit Sabbel-Tapsel
"Vaska" verdrehte nur die Augen. Waren die Kriminellen nicht normalerweise diejenigen, die den Pömpes machten und die Polizisten, die ihre ernste Arbeit verrichten wollten? Scheinbar hatte er einen Trendwechsel verpasst, was ihm aber auch durchaus recht war. "Ich sage bloß, was wahr ist", argumentierte er für seine Haltung. Mensch, ein bisschen mehr davon würde ihr sicherlich auch guttun ... was sie aber irgendwie auch wieder witzig erscheinen ließ. "Do you like salt in soup?", erwiderte er ihre Aussage bloß. Hatte er schon wieder irgendetwas verpasst, während er nur darüber nachgedacht hatte, wie schlimm sein letztes Weihnachten war? Scheinbar.
Ein Grinsen huschte dann doch über sein Gesicht, als er ihre Aussage hörte. Hö. Da schien jemand aber auch endlich einmal das zu kennen, wonach man auch lebte. "Nun, scheint deine Haltung zu sein", kommentierte er bloß, doch das leicht diabolisch, noch mehr kindisch angehauchte Lächeln verriet ein bisschen mehr von seiner eigenen Haltung bezüglich der ganzen Sache. So ganz ohne Gesetze würde aber auch niemand mehr Regeln brechen und wer wusste schon, wozu das führen würde. Anarchie? Niemand konnte es mit Genauigkeit bestimmen.
Nicht immer auf den Wert an? Sie war ja witzig! "In der derzeitigen Gesellschaft ist der Wert aber doch eher hochrangig", erklärte er selbst, während er eigentlich dachte, dass es das Höchste wäre. Für manche aber stand so etwas Banales wie das Glück an oberster Stelle, was schon ein wenig lachhaft war. Zumindest das schien genauso vergänglich wie Papier zu sein, der nächste Freund wird dein nächster Feind, dein Feind schon bald zu deinem Freund. Und genau das machte diese Menschen, Lebewesen, auch mit jedem Tag so interessant. Die Wandelbarkeit ihrer Beziehungen, der Wertepluralismus einer sich stetig verändernden Gesellschaft im großartigen Wandel, wo Tradition zu moderner, bindungsloser Lebensart einher ging.
Vielleicht hätte er doch in die Forschung einsteigen sollen. Wobei, da würde er wahrscheinlich nicht lange bleiben wollen.

Und dann ging es auch schon los.
Der Tanz des Jahrhunderts.
Oh, welche Güte.

Am Ende war der Schwarzhaarige um satte ... wenige Münzen reicher und die andere um einige ärmer. Was sie aber noch lange nicht arm machte, waren diese Almosen doch eher Hungersalmosen. Er nahm die Münzen mit einem kühlen Lächeln entgegen. Achja, normalerweise ließ er sich nicht derart unterbezahlen, aber gut ... Wie sagte man so schön? Ausnahmen formten die Regeln, die Regeln formten lediglich Ausnahmen. Er wäre kein Krimineller, wenn er keine Regeln brechen würde.
"Deine Frage ist ernst gemeint, also frage ich nicht weiter nach", hüstelte er dann doch etwas schockiert, aber doch amüsiert, als sie nach einem Kaufhaus fragte. Hallo? Sie war in der schwarzen Stadt und wenn es neben dem großen schwarzen Gebäude da drüben nicht bekannt war, dann war es definitiv für das luxuriöse und schweineteure Kaufhaus bekannt. "Komm, ich zeige es dir - sogar für umsonst!", gab er dann doch ein wenig ironisch, aber immer noch ehrlich von sich, als er auch schon davon geschritten war. Wenn sie wissen wollte, wo es war, sollte sie sich besser beeilen. Und immerhin wollte er da gerade selbst hin und hoffte, dass der Gang sich auch bezahlt machen würde.

tbc. Kaufhaus, Schwarze Stadt

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Re: Straßen der Schwarzen Stadt

Beitrag von Gastam Fr Mai 19, 2017 5:34 pm


#009 ℛ mit Vaska
Schwankend zwischen hier und dort
"Das, was wahr ist, ist aber auch ziemlich subjektiv, oder?", entgegnete Sabrina und wirkte dabei deplatziert zwischen guter Laune und Ernst. Neuerdings konnte sie solche Themen einfach nicht mehr so gut ernst nehmen, wäre sie mit Sicherheit noch wenige Wochen zuvor ein Felsen in dieser Hinsicht gewesen. Doch Dann hatte sich alles mit einem Mal verquert, ihre Gedanken waren mit ihr ausreißen gegangen und dann... ja, dann war ihre aktuelle Gemütslage zustande gekommen. Sie würde es nicht wirklich so bezeichnen, aber so wackelig hatte sie sich wohl noch nie gefühlt. "I prefer salted soup, yes. Nichts geht doch über Geschmack in der Suppe!" Sie grinste. Es war wirklich furchtbar, fades Essen runterzuwürgen.
Sabrina war nicht gerade ein emotionaler Klotz, auch wenn es teilweise bei ihren Aktionen so wirkte, weswegen sie den leichten Stimmungsumschung bei Vaska doch durchaus bemerkte. Er jedenfalls schien für einen Hauch etwas Dunkleres anzunehmen, was ihr jedoch keine wirkliche Angst einjagte. Dafür... dafür hatte sie schon zu viel in der Welt gesehen. Und Skepsis erregen? Nicht bei ihrem Glauben an die Menschheit.
Puuuuwhupp. Ihre ehemals noch recht merkwürdig gute Stimmung verwandelte sich in einen Pol der Nachdenklichkeit und des tatsächlichen Missmutes. "Unsere derzeitige Gesellschaft ist in manchen Teilen aber auch nicht mehr zumutbar", brummte sie, nun deutlich offensichtlich, dass es sich trotz oder eben aufgrund des erzwungenen Grinsens auf ihrem Gesicht um eine Pessimistin handelte, in mancherlei Hinsicht. Wie dies mit ihrem Gutglauben zu verbinden war? Wille. "Diese Welt halt schon vor einiger Zeit einen guten Teil an Glanz verloren." Wieso sie es immer noch für lebenswert und kämpfenswert hielt? Weil es Menschen gab, die noch nicht deillusioniert waren. Weil sie diejenigen beschützen wollte, die es selbst nicht tun konnten, ohne in das Loch zu fallen, in welchem sie sich befand.
Eine ziemlich melodramatische Wendung und Darstellung, aber so war sie in manchen pessimistischen Momenten dann wohl einfach. Anders als ihr Gegenüber behagte ihr der tatsächliche Wandel von allem Möglichem nämlich tatsächlich nicht. Sie brauchte feste Fixpunkte, an denen sie sich orientieren konnte.
Die Belohnung für das Tanzen war tatsächlich ziemlich mager, aber das war ja auch mehr oder weniger Ehrensache gewesen! Dennoch wurde Sabrina nicht wirklich den Gedanken los, dass sie dem jungen Mann doch mehr schuldete, wie es bei ihr so oft auftrat. Sie konnte einfach nicht anders, als sich jedes Mal zu fragen, wie richtig das war, was sie denn tat.
Noch etwas ausgepowert vom Tanzen grinste sie ihn durchaus zufrieden dann auch an. "Zu gütig", meinte sie zu ihm, als er das Angebot sogar kostenlos an die Frau brachte! Sie hatte schon eine Überlegung, was das Kaufhaus sein könnte, aber da sie sich nicht weiter informiert hatte, vertraute sie sich lieber dem Zopfträger an. Zumal sie auch noch immer das dringende Bedürfnis hatte, sich irgendwie noch anders bei dem jungen Herrn zu revanchieren... Sie selbst richtete bei dem Weg auch nochmal ihren Dutt neu, der ein wenig durcheinander gekommen war - sie selbst hatte ihn nie wirklich piekefein getragen, aber Ordnung musste ja durchaus noch sein!
TBC ℛ Schwarze Stadt, Kaufhaus
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