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Auch dieses Jahr dürft ihr euch wieder auf unseren Adventskalender freuen! Auch Bewerber haben etwas davon und dürfen die enthaltenen Geschenke für ihre unfertigen Steckbriefe verwenden.

✗ 13.08.2017 | Änderung der Wettbewerbe
Die Wettbewerbe des Forums haben bisher nicht wirklich geglänzt, weshalb ihr nun ins Spiel kommt! Habt ihr Ideen, Anregungen oder Wünsche für den Ablauf von Wettbewerben? Teilt sie uns mit uns sagt uns eure Meinung! Mehr dazu hier!

✗ 02.07.2017 | BoW feiert Zweijähriges!
Beyond Our Wishes gibt es nun schon seit zwei Jahren! Zur Feier des Tages haben wir uns ein paar schöne Dinge für euch ausgedacht, die ihr hier nachlesen könnt!

✗ 20.04.2017 | Ein alter Gegner tritt ab
Heute verabschieden wir uns leider von Shawn, der das Team aus zeitlichen Gründen verlässt, uns aber als User weiterhin beehrt! Wir bedanken uns herzlich für seine Unterstützung und die Arbeit, die er geleistet hat.

✗ 13.04.2017 | Eier hier, Eier dort!
Beyond Our Wishes wünscht euch allen frohe Ostern! Aus gegebenem Anlass haben sich 70 Eier im Forum versteckt. Ob ihr sie findet?

✗ 16.12.2016 | BoWinnliche Weihnachten!
Es weihnachtet in BoW! Bis zum 23.12.2016 habt ihr die Möglichkeit, eure Punkte zu verschenken. Die Bescherung gibt es am 24. Weitere Informationen findet ihr hier.

✗ 24.11.2016 | Adventskalender
Wie auch im letzten Jahr gibt es auch dieses Mal einen Adventskalender, bei dem ihr schöne Preise gewinnen könnt. Alles was ihr dafür tun müsst, ist euch anzumelden!

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Wie in diesem Thread darauf hingewiesen wurde, wird Nahash ab heute ihre Teamarbeit als Gründungsadministratorin wieder aufnehmen.

✗ 02.07.2016 | Happy Birthday, BoW!
Das Beyond our Wishes feiert heute seinen ersten Geburtstag.

✗ 22.06.2016 | Geburtstags-Countdown
Es ist so weit! Nicht mehr lange und Beyond Our Wishes feiert seinen ersten Geburtstag! Um die Wartezeit bis zum großen Tag etwas spannender zu gestalten, gibt es einen Geburtstags-Coundown, an dem ihr teilnehmen könnt!

✗ 29.03.2016 | Teamänderungen
Avery hat das Team verlassen, wird aber als Nanaki weiterhin im Forum aufzufinden sein. Shawn wurde daher nun zum Admin ernannt und BoW hat mit Trafalgar, Qiuyi und Saari auch noch drei neue Moderatoren erhalten! Näheres hierzu findet ihr hier.

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✗ 12.08.2015 | Megaentwicklungen
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Wohngebiet

Beitrag von Lawrenceam Di Jul 28, 2015 4:30 pm

Wohngebiet
Ein ruhigeres Wohngebiet außerhab der belebten Innenstadt. Hier ist es insgesamt etwas ruhiger, weshalb hier viele Leute häuslich sind, die das Großstadtleben nicht besonders anspricht aber dennoch beruflich hier tätig sind. Das Bild wird vor allem von sechs- bis achtstöckigen Wohnblöcken geprägt, die teils mit genügend Abstand zueinander stehen, dass sich im Erdgeschossbereich sogar manchmal eingezäunt kleinere Gärten oder andere Flächen finden lassen.

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Re: Wohngebiet

Beitrag von Gastam Mi Jul 29, 2015 8:21 pm

Rika & Alistair

<- Eisdiele

Während Alistair noch damit beschäftigt war, ihr Verhalten mit einer doch recht unspektakulären Ausrede zu rechtfertigen, schleckte Rika ihr Eis genüsslich weiter und setzte ihre Rolltour fort. Es hätte keinen Unterschied gemacht, ob sie es nun vernahm oder nicht, wäre die Antwort doch eh nur eine stolze Anmerkung darauf gewesen, dass SIE beim Psychologen war (im Gefängnis) und SIE von diesem als psychisch wieder stabil eingestuft wurde (er war ein manipulierbar Vollidiot ohne jegliche Skills in seinem Berufsfeld), doch immerhin. Das es sich bei der schwarzhaarigen jedoch um eine ganz und gar nicht labile Person handelte, musste man jedoch kaum erwähnen, auch wenn sie das wohl etwas anders sah. Denn die Hackerin war der Meinung, Menschen setzten Stabilität in jenem Bezug mit Normalität gleich. Nach ihrer Ansicht, war sie sehr wohl labil.... nur einfach wahnsinnig. Doch war letzteres wie bereits bekannt, nichts was die Kriminelle störte, eher im Gegenteil.

Das der Brillenträger sie freiwillig mitnahm, überraschte die junge Frau im ersten Moment etwas, wenn auch nicht sichtbar, dagegen war die Sache mit dem Wein ihr eigentlich von Anfang an klar gewesen, trank sie solch edles Zeug doch meist eh nicht. Rika lebte quasi von Kaffee, Cola und anderen koffeinhaltigen Getränken. Und wer wusste schon, was sie sonst noch tat um tagelang wach zu bleiben, wie ihre Kollegen es  von der Dame kannten. Alkohol, welcher jene Sinne trübte, die man bei der Arbeit am Computer nun mal benötigte, konnte sie nicht gebrauchen als eine der Weltbesten Hackerinnen und als Elite Mitglied einer gefährlichen, kriminellen Organisation, wenn man auch sagen musste, dass sie nicht gerade für Disziplin und stilles Gehorsam bekannt war. An letzterer Tatsache hatte sich seit Izanamis Wrath nichts geändert. Ganz im Gegensatz zu Alistair, welcher es immer vorgezogen hatte, Golis kleiner "Liebling" zu sein und die Dinge mit Präzision und Disziplin ohne auch nur mit der Wimper zu zucken auszuführen. Und ebenso diskret führte der junge Mann gerade sein kleines Schauspiel aus und jenes Wohngebiet, in welches sich das ungleiche Duo nun begab, passte zu seiner vorgegebenen Rolle wirklich perfekt. Es stellte das typische, triste, unspektakuläre, doch nicht gleich hässliche Viertel dar. Wow Spießer Viertel, not bad Cowboy. Sorgst du auch immer schön für Nachbar-Omis Blumen? zog sie ihn auf, wenn auch eigentlich unbegründet, sah es hier doch gar nicht so schlecht aus, auch wenn normale Wohngebiete für Rika genauso Surreal waren, wie ein alltägliches Berufsleben. Sie selbst besaß im Gegensatz zu anderen Elite Mitgliedern gar keine private Wohnung, sondern wohnte in ihrem großen Computerraum im Hautquartier. Was sollte sie mit einem Bett? Sie schlief doch nie! Wozu eine Küche, wenn man eh nie kochte? Außerdem besaß sie somit die benötigte Anonymität, existierte ihre Person in so gut wie allen Datenbanken gar nicht mehr, welche in solch einem beschaulichen Viertel niemals gegeben wäre. Für sie war es nichts, für Alistair vielleicht, doch war sich die Computerspezialistin sicher, dass in ihm ein täglicher Brechreiz hochkam, wenn er jener scheinbaren alltags Normalität gegenüberstand, die sich hier vor den Türen abspielte. Die gepflegten, kleinen Vorhöfe, zauberten der Hackerin eine angewidertes Mimik auf das von Augenringen verzierte Gesicht. Igitt... Natur murmelte sie und warf den Kopf zurück um Alistair ins Gesicht zu blicken, welcher währenddessen damit beschäftigt war ihren Rollstuhl zu schieben.

Eigentlich darf man das ja als Entführung werten du böser Bube. Was erzählt dein alltags Ego den lieben Nachbarn? Bin ich die ausgenutzte, behinderte Liebhaberin und wenn ja darf ich dann voll krüppelhaft "Vergewaltigung" vor mich her blabbern oder machst du einen auf freiwilliger Helfer? Ein hinterhältiges Kichern reihte sich ihrerseits an die frechen Worte an und als die "R" in etwas Entfernung die Gestalt einer älteren Dame, welche gerade dabei war mit ihrem Schiggy  Blumen zu gießen, wahrnahm, dachte sie sich zumindest für die erste Person auf ihrem kleinen "Spaziergang" eine Story aus. Supi und schon werde ich Gelegenheitsautorin schoss es tückisch durch ihren Kopf und als die beiden bei der Frau vorbei kamen und diese freundlich winkte, erhob das Taijitu Elite Mitglied auch so gleich das Wort und rief ihr mit dreister Offenheit, dabei auf den Brillenträger zeigend, entgegen Huhuu alte Frau! Ich bin seine feste Freundin! Damit sie das auch nicht vergessen, er heißt Alistair. Er sieht aus, als käme er vom anderen Ufer, aber noiinn. Die Frau blickte perplex der amüsiert grinsenden Dame im Rollstuhl hinterher und zuckte folgend im Gleichtakt mit dem Wasser Pokemon die Schultern. Anscheinend wollte Rika jegliche Chance nutzen, Alistair ob nun vor Arbeitskollegen oder der Nachbarschaft schön bloßzustellen. Für einen entgegen kommenden Mann, überlegte sie sich auch schon etwas.
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Re: Wohngebiet

Beitrag von Alistairam Fr Jul 31, 2015 3:03 pm

Alistair & Rika | Post Nr. 7
[cf: Eisdiele]

Spießer-Viertel... so etwas von Rika zu hören verwunderte Alistair nicht im Geringsten, immerhin sah sie selbst aus als würde sie aus den graffittibeschmirten Ghettos der Gegend kommen, wo sie auf der Straße herumlungerten, ihre gedrehten Dinger rauchten und sich betranken. Doch dass sie eine Säuferin war oder andere sinnestrübende Dinge zu sich nahm traute er ihr nun wirklich nicht zu. Computer waren ein komplizierte Handwerk und wer es beherrschen wollte musste mit seinen Gedanken absolut bei der Sache sein. Trips in das abhängig machende Wunderland der bunten Träume sollte man dabei besser nicht machen. Die Frage nach dem Gießen von Omis Blumen wurde von ihm lediglich mit einem Schulterzucken beantwortet, während er den Rollstuhl vor sich her schob. Am liebsten hätte er nein gesagt, doch leider war es wahr. Er hatte schon einmal die Blumen der Oma aus der Nachbarschaft gegossen, als sie ihn darum gebeten hatte, da sie ins Krankenhaus eingeliefert worden war, so sollte er sich in ihrer Abwesenheit um die Dinger kümmern. Und die alte Dame war nie zurückgekehrt, nun standen diese Blumen bei ihren Kindern. Eine traurige Angelegenheit. Nicht aus Mitgefühl, davon hatte der Angestellte nur wenig übrig, aber dass statt der freundlichen alten Dame nun ein grantiger Versicherungsvertreter dort wohnte machte die Sache umso tragischer.
Dass die junge Frau als Technikverehrerin wohl auf Kriegsfuß mit der Natur stand war ebenfalls eine vorhersehbare Reaktion. Jemanden wie sie sollte man besser nicht zum Camping in den Wald mitnehmen. Keine Technologie, keinen Empfang... dort würde sie auf Dauer wahrscheinlich noch verrückter werden als im Gefängnis. Bei diesem Gedanken musste der Brillenträger dann doch amüsiert in sich hineinlächeln. Er liebte die Natur und die Einsamkeit, die mit ihr kam. Technik machte die Menschen abhängig, dabei war sie doch auf einem so fragilen System aufgebaut. Ein Stromausfall und man saß auf dem Trockenen. Die Leute heutzutage wüssten doch sicher nicht mehr, wie sie ohne ihre Supermärkte und die produzierenden Firmen überleben könnten, sie hatten ihren Biss verloren, die Stärke, um angesichts der reinen Macht, die sie geschaffen hatte, bestehen zu können. Mit Sicherheit würde kaum einer, der in Stratos City geboren und aufgewachsen war, dort draußen leben können, fern der Zivilisation. Und zu diesen gehörte er auch selbst, eigentlich eine recht erbärmliche Ironie. Daher respektierte er die Natur auch mit allem, was sie geschaffen hatte. Sie war doch eines der letzten Dinge, die wirklich frei und ungebunden waren, auch wenn der Mensch sich einbildete, sie zähmen zu können. Ein gewaltiges Erdbeben oder ein Tsunami und Stratos City würde immensen Schaden davon tragen, so etwas würde er zu gerne einmal sehen.

Das Lächeln verschwand allerdings, als Rika seltsame Dinge von sich gab. Entführung? Den Nachbarn erzählen? Worauf zur Hölle wollte sie denn schon wieder hinaus? "Hey. Du hast damit angefangen, dass du in meiner Wohnung reden möchtest, also beschwere dich nicht.", gab er grob zurück nachdem sie geendet hatte und sah sich kurz einmal um, "Außerdem braucht man gar nichts erklären. Die Leute suchen sich ihre Erklärungen schon selbst." So funktionierten die Menschen nun einmal. Hatten sie keine Antwort auf das, was sie sahen spekulierten sie und spekulierten und spekulierten und am Ende nahmen sie die Spekulation, die ihnen wohl am plausibelsten erschien und gaben sich damit zufrieden. Es sei denn, sie gehörten zur extrem paranoiden Sorte und brauchten Gewissheit, aber in diesem verschlafenen Stadtteil war das eher weniger der Fall.
Doch die Hackerin war damit noch lange nicht am Ende. Sofort belästigte sie die nächste alte Dame, die gerade mit ihrem Schiggy den Garten bewässerte und erzählte irgendetwas von fester Freundin und einem anderen Ufer. Fester Freundin... Wieder schoss dem Anzugträger die Röte ins Gesicht und er legte sich beschämt die Hand vor dieses, während er zu Boden starrte. Was musste sie bloß für Gerüchte verbreiten?! Dass andere von ihm dachten, er hätte eine Freundin wäre eigentlich nicht schlecht, das würde ihm wenigstens die anderen Weiber vom Leib halten, aber doch nicht mit einer Irren wie ihr! Schnell schob er sie also kommentarlos weiter, doch er wusste, dass es damit nicht enden würde. Denn da kam ihnen auch schon der nächste Passant entgegen. Rika war eine tickende Zeitbombe der Schamlosigkeit, sobald ihre Zeiger einen bestimmten Punkt erreicht hatten, besaß sie größte Freude daran ihre irren Fantasien und Scherze der Öffentlichkeit preiszugeben. Kein Wunder für so ein Biest, das höchstens über das Web regelmäßig Kontakt zu irgendetwas Lebendigem aufnahm, da vergaß man doch völlig, wie man mit anderen Menschen umzugehen hatte. Sogar Alistair war allmählich der Überzeugung, dass selbst ein antisoziales Wrack wie er diese Kunst inzwischen besser beherrschte als die Technikverrückte. Aber er war in all den Jahren auch einfach zu einem Schauspieler verkommen, der sein Handwerk durchzog. Diese Seite durfte man nun einmal nicht präsentieren.
So grübelte er intensiv, was er tun könnte, um die nächste Konfrontation zu vermeiden, als mit einem Mal nach ihm gerufen wurde. "Alistaaaaiiiir!"
Überrascht wandte der Brillenträger sich um und erblickte einen Jungen mit kurzem, hellbraunen Haar in T-Shirt, Shorts und Brille, etwa im Alter von elf Jahren in Begleitung eines ihm hinterherhüpfenden Azurill. Der kleine Junge aus der Nachbarschaft... der hatte wirklich noch gefehlt. "Alex.", stellte er trocken fest und kam zu einem Halt, als der Bursche ihn erreicht hatte und verblüfft zu ihm hoch sah, anschließend seinen Blick kurz zu Rika schweifen ließ, ehe er wieder ihn ansah. "Ich...ich habe gar nicht gewusst, dass du eine feste Freundin hast..."
Oh Gott, er musste das von eben mitangehört haben. "N-nein, weißt du, sie ist...", brachte der Angestellte daraufhin unbeholfen hervor, ehe der Junge ihn unterbrach, indem er um den Rollstuhl herumging und die Hackerin interessiert musterte. Anschließend weiteten sich seine Augen begeistert. "Ihr Stil ist total genial!", lobte er die Frau im Rollstuhl und lächelte dabei, "Wie bekommt man die Haare nur so toll hin? Ich will sie mir irgendwann auch färben, wenn ich älter bin!"
Ein tiefes Seufzen war anschließend von Alistair im Hintergrund zu hören, der sich erneut die Hand vor sein gesicht legte und sich mit dieser anschließend durch das Haar fuhr. "Ach herrje..." Das verhieß mit Sicherheit nichts gutes. Leute wie Rika... er wollte sich lieber nicht ausmalen, wie sie zu Kindern standen. Das Azurill des Jungen hatte allerdings wohl bemerkt, dass er bedrückt war und sprang vor seine Füße in sein Blickfeld, ihn neugierig von seinem großen Schweif aus musternd. "Azu?"
Daraufhin nahm der Brillenträger das kleine Ding einfach mal hoch und drückte es an sich. Er liebte niedliche Pokémon, etwas, das er nie erzählte, wofür er sich aber nicht schämte. Im Moment hatte es etwas Tröstendes an sich, den springenden Quietscheball bei sich zu haben. Das blaue Pokémon hingegen freute sich wohl über die plötzliche Knuddeleinheit und grinste vergnügt vor sich hin. Wenn es nur wüsste...

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Re: Wohngebiet

Beitrag von Gastam Mi Aug 05, 2015 9:39 pm

Rika & Alistair


Ouh das war super! Ihr allerliebsten Lieblingsopfer kaufte Rika nicht nur eine gehörig übertriebene Portion Eis, sondern nahm sie auch noch nach Hause mit und sie war sich sicher, hatte Alistair erst ein mal die Tür geschlossen, würde sie die Wahrheit über seine alte Beziehung, welche aus irgend einem Grund ihr Interesse geweckt hatte, schon aus ihm heraus quetschen können. Quasi Sherlock Rika am Start! Und auf dem Weg in jene von ihr gedanklich benannte "Bude der Lust" konnte sie dem Brillenträger doch noch etwas das Leben schwer machen und sein soziales Ansehen verringern. Und Gelgenheit zu letzterem bot sich in der dicht besiedelten Wohngegend doch allerhand! Nach ihrer kleinen Behauptung gegenüber der immer noch perplex drein schauenden Oma und ihrem Schiggy, war ihr nächstes Ziel ein Mann mittleren Alters, welcher wohl so eben von der Arbeit kam und einen Aktenkoffer mit sich schleppte. Ein weiteres Individum des langweilig, normalen Alltags-Angestellten! In voller Unschuld kam er den beiden Kriminellen näher und warf ihnen vorerst nur einen beiläufig verwunderten Blick zu, waren die zwei ungleichen Gestalten doch nun wahrlich kein alltäglicher Anblick, in jenem Moment erhob die schwarzhaarige schon wieder die Stimme, schauspielerisch an Alistair gerichtet, als hätte sie den vorbei laufenden Mann nicht bemerkt. Duuuu großer Bruder. Nehmen wir heut wieder die Fesseln? Oder ist dir das ins Fleisch schneidende Seil lieber? Aber bitte nicht wieder so fest ok. Das sie sich das Grinsen und Zuzwinkern nach dem letzten Satz nicht mehr verkneifen konnte, bemerkte der vorbei laufenden Angestellte nicht. Statdessen richtete sich sein Augenmerk auf Alistair und noch während er an beiden vorbei lief, zeigte er dem schwarzhaarigen eine anerkennende Daumen Hoch Geste, woraufhin die Hackerin sich förmlich auf die Lippen beißen musste, um nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Das wurde wirklich immer besser! Wie eine kleine Miniatur, möchtegern alles schön Welt, welche von ihr mit nur wenigen Worten ins Chaos gestürzt werden konnte.

Nun tu mal nicht so, als hätte dein Herz vor Freude keinen Sprung gemacht, als ich mich dazu einverstanden erklärte, dich zu begleiten säuselte sie lügnerisch, nach wie vor breit grinsen vor sich hin, während ihr irrer Blick über die in ihren Augen wiederlich ordentlichen und gepflegten Vorgärten schweifte. Auf die Anmerkung bezüglich der Spekulationen und selbst eigener Antwortgeben der Menschen, sagte sie ausnahmsweise nichts, nickte jedoch zustimmend. Er hatte recht, bei Menschen handelte es sich um eine wissensdurstige Spezies, auch wenn sich die Gebiete für welches Wissen sie sich interessierten, von Person zu Person unterschiedlich waren, bei vielen gar in solch Unwichtigkeiten aufgingen, dass man dabei kaum noch wirklich von Wissen sprechen konnte, beispielweise die Bezieungen irgendwelcher halbherzig Bekannten. Doch wenn man ihnen keine offensichtliche Antwort schenken wollte, so reimten sie sich alles selbst zusammen. Überstieg das Wissen, welches Menschen aufnahmen, ihren Horizont und die Linie des erklärlichen, so blockten sie ab, suchten nach realitätsnahen Begründungen. All dies schoss der Computerspezialistin in jenem Moment durch den Kopf und mal wieder stand sie vor der unbeantworteten Frage, warum Menschen solche Ordungstiere waren und sich keinem weiteren Wissenshorizent anwagten. Rika war sich sicher, man könnte mit der Technologie bereits viel weiter sein, währen die meisten Vertreter ihrer Spezies nicht solche "Pussys".

Doch wurden ihre Gedankengänge sofortig unterbrochen, als plötzlich die kindliche Stimme eines Jungen, sicher nicht älter als 10-12 Jahre die Stille durchschnitt. Welch Seltenheit, dass es nicht Rika war, die mit ihrem Gebrülle die fast friedliche Ruhe der Wohngegend unterbrach. Jener Junge, welcher eine Junior Version des ehemaligen Izanami Wrath Mitgliedes darstellen könnte, entpuppte sich kurz darauf als Alex, ein wiederlich normaler Name in den Ohren der jungen Frau. Er schien Alistair zu kennen und sprach so gleich die auffällige Dame im Rollstuhl und ihre vermutliche Beziehung an. Erneut schlich sich ein breites, tückisches schmunzeln auf das eben noch nachdenkliche Gesicht der Dame, welche den Jungen halbherzig musterte und so gleich Alistairs Satz vollendete.... oder besser gesagt beherzt korrigierte. Jap ich bin seine feste Freundin! Typisch Rika, schamlos offen wie immer, war die ausgesprochene "Wahrheit" doch eigentlich eine Lüge, welche von ihr jedoch augenscheinlich nur allzu gern als Tatsache ausgegeben wurde. Doch anstatt sich weiter um den vermeintlichen Beziehungsstatus der beiden Erwachsenen zu kümmern, schlich der Knabe doch lieber um ihren Rollstuhl herum und zeigte kurz darauf überraschende Begeisterung für Rikas ausgefallenen Style, was sie entzückt in die Hände klatschen ließ. Natürlich war es sicher fragwürdig in welcher Beziehung eine Person wie sie zu Kindern stand, doch die simple Antwort war, nicht sonderlich anders als auch zu anderen Erwachsenen. Sie war erfüllt mit Desinteresse gegenüber ihnen, außer man erlangte durch irgendwelche Besonderheiten ihr Interesse. Genau wie im momentanem Szenario handelte es sich bei Rika um eine Person, welche mit dir in einem Moment noch mit übertriebenem Enthusiasmus über ein neues Videospiel plaudern konnte, nur um kurz darauf ohne Zögern ihr Taschenmesser in deine Kehle zu rammen. Das machte die Hackerin so gefährlich, ihr Wahn, ihre Skrupellosigkeit, welche nicht ein mal vor Kindern halt machen würde. Hehe Übung. Ouhh ja blau würde dir sicher gut stehen erwiderte sie verspielt und warf Alistair einen provokanten "ich hab ja Fans Blick" zu, nur um kurz darauf Zeuge zu werden, die der Brillenträger für ihn so vollkommen unüblich das Azurill aufhob und an sich drückte. Naww.... wieso knuddelst du mich nie so? entgegnete sie mit gespielter Empörung und zwinkerte ihm unbemerkt zu.

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Re: Wohngebiet

Beitrag von Alistairam So Aug 16, 2015 4:20 pm

Alistair & Rika | Post Nr. 8
Auf Rikas gespielte Äußerung über ire Geschwisterschaft und diese äußerst fragwürdige Vorliebe versuchte Alistair krampfhaft ein Pokerfacer zu halten. Er wusste nicht, wie er sie stoppen könnte, außer sie hier und jetzt stehen zu lassen und sich so weit von ihr zu entfernen wie nur möglich. Nur leider funktionierte das nicht, da sie nun einmal nicht gehbehindert war und ihm wahrscheinlich überall hin folgen würde. Und wer wusste, zu welchen Leistungen sie den Rollstuhl getrimmt hatte? Auf ihn wirkte sie zumindest nicht wie eine Frau, die sich mit dem Schnickschnack aus gewöhnlichen Lädden zufrieden gab. Bei ihr musste doch alles speziell sein, das sah man doch schon an ihrem Aussehen!
Die Reaktion des Mannes irritierte ihn dann allerdings doch. Daumen hoch? Diese positive Geste auf solch eine Aussage hin war beunruhigend. Er war nicht dazu in der Lage, in die Köpfe anderer hineinzusehen und da er ohnehin kaum soziale Fähigkeiten besaß war er stets ein Opfer der Spekulation, sollte er die Gesten anderer deuten wollen. Dementsprechend versuchte er auch erst gar nicht darüber nachzudeken. Es gab Wichtigeres, auf das er sich fokussieren musste.

Wie in etwa die Tatsache, dass Alex aufgekreuzt war. Eher eine zufällige Bekanntschaft, die er gemacht hatte, während er in dieser Ortschaft einfach vor sich hinlebte. Der Junge wollte ihn einfach nie in Ruhe lassen und hing an ihm wie an einem großen Bruder. Für Alistair, der als Einzelkind aufgewachsen war, ein ziemlich unverständliches Verhalten. Er hatte keine Ahnung von geschwisterlichen Beziehungen, da er sich nie ausgiebig mit ihnen beschäftigt hatte. Gesellschaftliche Formen, die er zuvor noch nie selbst erfahren hatte, waren einfach ein Mysteriu,m für ihn. Er konnte nur aus bisher Gelesenem spekulieren.
Und natürlich proklamierte Rika daraufhin erneut, seine feste Freundin zu sein. Das richtig zu stellen war inzwischen wohl unmöglich, so überzeugt wie die Hackerin ihres Verhaltens nach von dieser Tatsache zu sein schien. Deshalb schwieg Alistair lieber. Seine für ihn fast einzige Option, sollte er in solch absurde Situationen geworfen werden.
Wenigstens war dieses Weib dem Kleinen gegenüber nicht feindlich gesinnt, im Gegenteil, sie schien sich darüber zu freuen solch ein Lob bekommen zu haben, auch wenn es von einem etwas naiven Burschen stammte. "Wirklich, blau?", entgegnete Alex also nachdenklich auf ihre Aussage und lächelte anschließend begeistert mit einem Nicken. "Au ja! Am besten noch ein schön dunkles, das so glänzt. Das wäre sicher cool!"

Alistair hingegen beschäftigte sich betrübt mit dem Azurill, ehe er plötzlich wieder von Rika angesprochen wurde. Ihre Frage nach dem Knuddeln hin beantwortete er lediglich mit einem mürrischen Grummeln. Zusammen mit seinem fast schon depressiven Blick könnte man fast meinen, der Angestellte wäre innerhalb weniger Sekunden zu einem Emo mutiert, der sich die Welt hassend in eine einsame Ecke zurückgezogen hatte und sie nun sich erbärmlich an sein Kuscheltier drückend verfluchte.
Die Situation wurde auch nicht durch den Umstand verbessert, dass Alex im nächsten Moment an ihn herantrat und ihm mit besorgter Miene zuraunte: "Ja, ich weiß nicht, aber so behandelt man doch nicht seine Freundin..." Irritiert zog der Ex-Kriminelle daraufhin seine Augenbrauen zusammen und sah zur Seite, während er das Azurill noch ein wenig fester an sich drückte, was es allerdings nicht zu stören schien. Noch erdrückte er das kleine Ding nicht. "Ich hatte... heute einen harten Arbeitstag. Eigentlich will ich nur noch nach Hause.", antwortete er also monoton, was nicht wirklich gelogen war. Jeder Tag war ein harter Arbeitstag für ihn. Und umso dringender wollte er nun endlich nach Hause, immerhin hatte er hier schon genug Zeit verschwendet.
"Ach so.", meinte der Kleine daraufhin trocken und sah noch einmal zu Rika, ehe er ein schüchternes Lächeln aufsetzte. "Äh... äh... macht es in dem Fall was, wenn ich Ihren Rollstuhl weiterschiebe? Also, nur, wenn Sie nichts dagegen haben...", sprach er die junge Frau mit dem bunten Haar wieder an, obwohl er den Rollstuhl gerade mal um etwa eineinhalb Köpfe überragte. Nur hatte er so etwas noch nie zuvor gemacht, es war wohl die Neugierde eines unerfahrerenen Jungen so etwas einmal zu versuchen. Alistair kommentierte jedoch weiterhin nicht und blieb einfach still. Er wollte einfach nur noch in seine eigenen vier Wände. Alles andere war irrelevant.

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Re: Wohngebiet

Beitrag von Gastam Mi Aug 19, 2015 10:28 pm

Rika & Alistair


Na schau mal einer an! Da hatte sich Alistair, welcher sich zu Rikas lügnerischen Ausführung vom Beziehungsstatus der beiden bereits sämtliche Berichtigung ersparte, wahrscheinlich mit dem Wissen, dass es eh nichts bringen würde, doch tatsächlich einen kleinen Freund angelacht. Um ehrlich zu sein wusste die Hackerin nicht ein mal von was sie am meisten überrascht sein sollte. Von der Tatsache, dass der mürrische Brillenträger eine scheinbar positive Bekanntschaft mit nem kleinen Knürps geschlossen hatte oder einfach davon, dass er überhaupt Freunde besaß, was sich ja schon an den zwei Begleiter Püppchen von vorhin gezeigt hatte. Da hatte sie ihn gerade erst wiedergefunden und besaß schon nach wenigen Stunden so viele Einblicke in sein tristes "Normalo Leben", welches wohl stereotypischer nicht sein könnte.... zumindest auf den ersten Blick. Natürlich musste man sich gar nicht darüber streiten, dass keiner dieser Personen, ob nun die Arbeitskollegen, der Nachbarsjunge oder die Oma, dessen Blumen er gelegentlich goss, nur die geringste Ahnung von seinem wahren Gemüt oder seiner damaligen beruflichen Tätigkeit hatte. Rika selbst fühlte sich ein wenig wie in einem Adventure, in welchem es momentan galt, die Wohnumgebung des Oberbösewichts zu erkunden. Wie es wohl heißen würde? Alistair was meinst du, welchen Namen würde ein Spiel über dich tragen? Allys Pants? Oder doch eher The Vanishing of Mister Smartass? Das sie auf diese gespielt ernsthaft gestellten Fragen keine wahrliche Antwort erwartete war klar und doch schien es der jungen Frau doch nach wie vor die größte Belustigung zuzufügen, wenn sie ihren Begleiter mit kleinen Gemeinheiten aufzog. Eigentlich konnte er noch froh sein wie sie fand, wusste er doch immerhin nicht.... was große Gemeinheiten bei ihr waren.

Während sich der Brillenträger nach wie vor grummelnd dem Azurill zuwand und diesem zu Rikas Empörung ein gehöriges Maß an Körperkontakt zukommen ließ, schien der Nachbarsjunge ganz entzückt von ihrer Befürwortung bezüglich seiner gewünschten, zukünftigen Haarfarbe. Von anderen nach außen sicher als kindisch empfunden und scheinbar aufgeregt, sowie belustigt, klatschte die Kriminelle mehrmals flott mit den Händen. Dabei erinnerte sie etwas an eine fleißige Grundschülerin, welche dem Lehrer mit dringendster Notwendigkeit ihe Antworten mitteilen wollte, als würde sie sterben, wenn der Herr Müller, welcher im Geheimen Kinderpornografie betrieb, lieber die Laura vom Tisch nebenban dran nahm, welche 2 Monte später für immer spurlos verschwand. Also.... so sah zumindest ein erfüllender Schulalltag in den verwirrenden, chatoischen und doch düsteren Gedankengängen der Computerspezialistin aus. Ouh Ouh ja! Und dann noch so ein cooler Irokesen Schnitt! Welch Hölle Alistair wohl gerade erlebte? Da war er mehr oder weniger dazu gezwungen seine irre, ehemalige Arbeitskollegin mit nach Hause zu nehmen und dieser reichte es nicht ihn auch noch vor der gesamten Nachbarschaft bloßzustellen, nein, sie freundete sich auch noch mit seinem kleinen Lieblingsfreund an. Als Alex daraufhin tatsächlich versuchte den Angestellten bezüglich der Behandlung seiner "Freundin" zurechtzuweisen, hätte sich die schwarzhaarige vor Lachen am liebsten vom Rollstuhl geworfen und sich am Boden gewälzt, beherschte sich jedoch ausnahmsweise, nur um das Kommentar des braunhaarigen mit gespielter Empörung und nickend zu unterstützen. Jaaaa Alistair! Ihr Blick sprang augenblicklich auf den Jungen über. Hach so ist er immer. Aber wenn er dann erst mal mit mir allein ist, zeigt er seine... romantische Seite. Dabei zwinkerte sie dem Mann erneut zu, welcher sich grummelnd an das kleine Pokemon drückte und dabei etwas an ein bockiges Kind erinnerte. Würde man noch verherrende Wut und Mordlust hinzufügen, könnte es Rika während eines Stromausfalls darstellen. Oder WLAn Problemen. Oder fehlendem Internet. Als der Bursche nicht hinsah jedoch, wandt sich ihr Blick hinterhältig zu Alistair und frech streckte sie ihm die Zunge raus. Auf Alistairs Antwort nickte sie nur und murmelte zu Alex "ja klar.... "langer Arbeitstag". Von wegen! Ein Kaffee war er trinken, mit zwei affengesichtigen Kollegen. Aber Rika wäre ja nicht Rika, würde sie ihrem "Freund" diese Missetat nicht verzeihen. Daraufhin wandt sich der Junge auch schon erneut seiner frischen Bekanntschaft zu und bot sich an ihren Rollstuhl zu schieben. Gottchen wie eifrig. schoss es ihr spottend durch den Kopf und die junge Frau legte ein breites grinsen auf. Na klar, schieb ruhig los Knirps. Dabei drückte sie unbemerkt eine Taste am umgebauten Gerät, mit welchem sie so voller Freude Leute verarschte, woraufhin die automatische Fahreinstellung ausgeschalten wurde. Du könntest dir wirlich ne Schreibe von deinem kleinen Freund hier abschneiden Darling.

-> Alistairs Wohnung
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Re: Wohngebiet

Beitrag von Gastam Fr Apr 08, 2016 10:38 am

Takashi

#2 | Stratos City | Wohngebiet

~Der Stadtplan~


Sie befanden sich momentan in einer kleinen Seitengasse an deren 3 Meter voneinander entfernten enden karge Häuserwände empor wuchsen. Deren Anblick man sich nicht gerade erfreuen konnte. Im Gegensatz zu den offeneren Seiten waren diese Fassaden dreckig und ergraut. Kaum Fenster schmückten ihr Aussehen und Türen waren weit und breit nur gerade mal zwei zu sehen, welche offensichtlich der Aufgabe dienten einen Weg zu den Müll in die Container zu bieten, da diese passender weiße in diese Hinter Gasse standen. Doch trotz allen Unschönheiten erfüllte die Gasse nicht das Klischee zu stinken oder das der Boden ebenfalls voller Abfällen war. Nein, ganz und gar nicht, der Boden war so weit es ging sauber und es roch nach nichts ungewöhnlichem. "Ja ich weiß, hier sieht es nicht sonderlich gut aus, aber was solls, eine Abkürzung ist eine Abkürzung und wenn man bedenkt, dass man hier seine Ruhe hat und nicht ständig angerempelt wird, ist es allemal aushaltbar.“, sie legte eine kurze Pause ein, in der Hoffnung, das Takashi etwas dazu sagen würde, was er allerdings nicht tat. Su fuhr sie fort: “Ich habe diesen Weg vor einiger Zeit entdeckt, als mich E- „ Sie stockte und schein zu überlegen, was sie nun genau sagen wollte.“-Jemand verfolgte und ich so schnell wie möglich in mein sicheres Zuhause wollte. Und es hat funktioniert! Man spart sich ein gutes Stück Weg und wenn man die hinderlichen Menschen auf den Hauptstraßen dazurechnet fast schon die Hälfte der Zeit. Außerdem weiß so gut wie niemand davon und wenn du nicht gleich jedem davon erzählst, bleibt es auch eine ruhige Abkürzung, wenn doch dann wird der Alte Weg wahrscheinlich doch wieder der schnellere Sein.“ Diesmal hätte Takashi sogar fast eine Antwort, oder wohlgemerkt eher eine Frage parat gehabt. Nämlich bezüglich des ominösen jemand, doch alles an Valeries Körperhaltung riet ihm davon ab. Ihre Arme hatten sich während dem Reden vor der Brust verschränkt, sodass im Vergleich zu ihrer hellen Haut  ihre schwarz lackierten Fingernägel stark zum Vorschein kamen, ihre langen schwarzen Haare hatte sie nach vorne fallen lassen und den Kopf leicht abgewandt, den Blick irgendwo auf etwas unwichtiges gerichtet. Vermutlich sollte diese Haltung trotzig und unberührt erscheinen, doch wie es schien war Valerie keine sonderlich gute Schauspielerin.
So entschied sich der junge Trainer dafür stattdessen zu fragen: “Sag mal, weißt du zufällig, wo ich eine Karte von der Region und der Stadt bekomme? Ich kann ja schließlich nicht immer auf so nette Menschen wie dich zurückgreifen.“ Plötzlich fiel die bis eben noch verkrampfte Haltung von ihr ab. Sie strich sich die Haare hinter ihr Ohr und grinste ihn an. “Klar weiß ich das, komm mit es gibt nicht weit von hier einen Laden, da findest du alles, was du kurzfristig brauchen könntest. Es ist auch kein großer Umweg, nur die nächste Straße links anstatt grade aus.“  Sie zeigte auf eine kleine Kreuzung ein paar hundert Meter vor ihnen. Mit der Kreuzung hörte auch die kleine Gasse auf. Nun sahen die Häuser wieder gepflegter und weniger bedrückend aus. An der Weckkreuzung war zwar ein Schild zusammen mit dem Straßennamen, allerdings keine weiteren Wegbeschreibungen, wie „Hier geht es zum Einkaufscenter“, „hier an den Hafen“ und so weiter. Noch nicht einmal ein Schild „Stadtmitte“ oder etwas dergleichen. Takashi seufzte etwas enttäuscht. Er hatte gehofft hier und da solche Schilder zu sehen, die es ihm erheblich leichter machen würden seinen Weg durch die Stadt zu finden. Aber nein, die hohen Tiere wollten das solche Menschen, die nun mal nicht aus Großstädten stammen total hilflos dem gigantischen Hochhäuser-Labyrinth ausgeliefert werden. Glücklicherweise hatte er ja Valerie getroffen. Wenn er sie fragen würde wo die Wichtigsten Gebäude stehen, wäre er doch nicht ganz nichtsahnend. Tja, gut das er so ein Glück gehabt hatte, denn das Chaos war ja bereits zu Beginn am Hafen losgegangen. Sie bogen in die Straße mit dem Geschäft ein und betraten dieses auch gleich, da es direkt an der Ecke lag. Es war ein mittelgroßer Laden, dessen Äußeres hauptsächlich von den Farben blau und weiß dominiert wurde. In den Regalen stapelten sich lauter nützliche Gegenstände. So schnappte sich Takashi einen der an der Tür stehenden Körbe und machte sich auf den Weg, die eng stehenden Regale zu erkunden. Zuerst kam er an ein zwei Kühlregalen vorbei, die alles beinhalteten, was man so braucht um ein paar Tage ohne Supermarktbesuch zu überleben. In seinen Einkaufskorb legte er  zwei Flaschen Wasser, zwei billige Sandwiches und einen großen Salatkopf für seinen kleinen Freund. In den folgenden Regalen gab es grob geschätzt alles was man unter dem Begriff Schreibwaren zusammenfassen konnte. So nahm er sich ein paar neue Bleistifte, da seine alten nicht gerade im besten Zustand waren, einen neuen A5 Notizblock, kariert, im Ringbuchformat, einen schwarzen Kugelschreiber und eine Postkarte auf der Stratos Citys Skyline zu sehen war mit beigelegter Briefmarke. Diese wollte er seinem Großvater schicken, eigentlich hielt er von so einem Zeug nicht viel, aber irgendwie fühlte er sich doch dazu verpflichtet. Wo war eigentlich Geckarbor abgeblieben? Nicht das er noch auf die Idee kommen würde den Salat zu probieren. Takashi schaute um die Ecke, aber der grüne Gecko war dort nirgends zu sehen. Stattdessen hockte er auf einem Regal mit Zeitschriften, in seinen Händen ein ebenfalls grünes Magazin. Wahrscheinlich eines über Gartenpflege oder so. Beherzt nahm er ihn vom Regal runter und schaute über seinen Kopf hinweg, was da so interessantes drinstand. Naja, sonderlich begeistert schien er nicht, also nahm er seinem Pokemon das Heft ab und legte es seufzend in den Korb. “Später, kleiner.“, versicherte er ihm, nachdem dieser einen schmolligen Blick aufgesetzt hatte. Neben den ganzen Zeitschriften lagen ein paar Stadtpläne. Endlich nahm er sich einen raus und schauten ihn sich kurz ein wenig genauer an. Schließlich wollte er nichts kaufen, was am Ende doch keinerlei Informationen brachte. Doch dieser Stadtplan, war für eine so große Stadt gar nicht mal so unverständlich. Also nahm er ihn mit. Er bezahlte noch schnell an der Kasse, als er sah, dass Valerie bereits vor der Tür stand. “Ich muss leider weg, aber ich kann dir noch schnell die wichtigsten Dinge einzeichnen, wenn du willst“ “Das wäre nett, ich hätte dich später sowieso danach gefragt…“, gab er zu. Also händigte er ihr Kugelschreiber und Stift aus. Sofort machte sie sich daran Häuser zu umkreisen und zu bezeichnen. Darunter, der nächstgelegene Supermarkt, Takashis Wohnung, der Hafen –mit zusätzlich gestricheltem Weg, der anscheinend die Abkürzung darstellen sollte-, zwei Restaurants und den Laden von dem sie gerade kamen. “Hier, ich glaube das sollte reichen und wenn nicht wirst du es schon herausfinden.“, sagte sie und gab ihm den Plan mitsamt Kulli zurück. “Danke!““Also, ja, ich muss jetzt weg, vielleicht sehen wir uns irgendwann einmal.“, meinte sie lächelnd und drehte sich um u zu gehen. “Ja…bis dann.“, rief er ihr hinterher und schaute auf den Plan, um festzustellen, dass sein Haus nicht weit entfernt war.

tbc: Takashi Aikawas Wohnung

Wörter: 1.140


Geckarbor ~

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Re: Wohngebiet

Beitrag von Gastam Mi Apr 27, 2016 4:32 pm

//  Last  //
cf. Hafen, Stratos City - 2 Tage später
Scheiß Tag. Oder viel mehr: scheiß Tage. In den letzten beiden Tagen war einfach alles schief gegangen. Nichts hatte laufen wollen wie es sollte und nun stand sie hier, hatte die verdammten Diamanten noch an der Backe und zu allem Überfluss ging ihr das blöde Fluffeluff noch mehr auf die Nerven als vorher - oder vielleicht lag es auch einfach daran, dass sie generell genervt war und Milera in solchen Situationen nie etwas bessern konnte. Überhaupt erinnerte sie ihre ganze momentane Situation an das eine Mal damals , durch welches sie das pinke Pokemon jetzt überhaupt am Hals hatte. Erst Aufträge stellen und dann einen Rückzieher machen - so hatte man es am liebsten. Zwar war ihr damaliger Auftraggeber festgenommen worden und hatte Milera deswegen nicht an sich nehmen können, aber das machte für Amaranth schlichtweg keinen Unterschied. Die Augen verdrehend ging sie weiter und stopfte die Hände in die Taschen ihrer Jacke.
Es regnete und auch wenn Amaranth Regen sonst begrüßte nervte er sie nun, so wie einfach alles. Aus diesem Grund hatte sie ihr Washakwil auch gemeinsam mit Mhorair und Sgiath weggeschickt, damit sie sich irgendwo alleine beschäftigen konnten. So wie sie ihrer Dreierbande kannte würden sie sich sowieso auf irgendeine sonnige Lichtung legen und einfach schlafen. Es kam nicht selten vor, dass Amaranth ihre Pokemon einfach ziehen ließ. Letztlich kamen sie immer wieder zurück, dementsprechend hatte sie sich da auch nie Sorgen gemacht. Man fühlte sich natürlich ein wenig allein wenn man so durch die Straßen spazierte und weder das fröhliche Gesumme von Mhorair, noch das Klackern der Zangen von Sgiath neben sich hörte... nichtsdestotrotz war es vermutlich besser so, dass sie nicht da waren. Selbst sie konnten Amaranth in ihrem jetzigen Zustand auf die Nerven gehen und das hatte Saoghal schon gemerkt als sie ihn aus dem Ball gelassen hatte. Es war also kein Wunder, dass das Washakwil von allein auf die Idee gekommen war mit den anderen Pokemon einen Ausflug zu machen. Für beide Seiten war es jetzt besser so gewesen. Nur Milera blieb sicher in ihrem Ball verstaut in Amaranths Tasche.

Durch ihre schlechte Laune war Amaranth in den letzten Tagen allerdings auch unvorsichtiger geworden. Ihr Blick hatte sich in einen Tunnelblick gewandelt und sie sah jeden Tag nur das, was für sie an diesem Tag wichtig war und das war der Fehler gewesen. So hatte sie nicht mitbekommen, dass ihr jemand auf Schritt und Tritt folgte und sie so beschattete. Normalerweise war sie sehr vorsichtig, gerade was ihre Arbeit anging. Da sie aber selbst ihre Unkonzentriertheit bemerkt hatte hatte sie in den letzten Tagen immerhin davon abgesehen, den Schwarzmarkt wieder zu besuchen. Sie würde dort vermutlich jeden der sie ansprach in der Luft zerreißen und das wollte man ja nun auch nicht.. Nun, wollen schon, aber dürfen nicht. Wieder verdrehte sie die Augen und zog die Kapuze der Jacke über ihren Kopf - unnötig, da ihre Haare bereits pitschnass in ihrem Gesicht klebten, aber rein des Gefühls wegen tat sie es trotzdem.
Weit war es nun nicht mehr bis zu ihrer Wohnung; was sie dort tun sollte wusste sie aber nun auch nicht. Sie vertrieb sich ihre Zeit eigentlich immer draußen und oft gab es auch immer etwas zu tun, allerdings war bei dem Wetter und bei der Laune nichts drin, was sie nun ablenken könnte. Vielleicht würde es ein Buch tun. Oder irgendeine Fernsehsendung.. Wer wusste das schon. Oder sie legte sich einfach in ihr Bett und das war's dann für heute - ja, das klang nach einer sehr guten Option!

Der Schlüssel wurde ins Schloss gesteckt, umgedreht, die Tür geöffnet und eingetreten. Sah alles aus wie immer und Amaranth war auch gar nicht darauf fixiert, irgendwelche Veränderungen in ihrer Wohnung wahrzunehmen. Die Weißhaarige entledigte sich ihrer Jacke und hing sie auf, kickte ihre Schuhe in die Ecke und trat aus dem Flur schließlich ins Wohnzimmer - hätte sie gewusst, dass sie in der nächsten Sekunde den Boden küssen würde hätte sie darauf verzichtet und wäre lieber wieder nach draußen gegangen. Tja. Zu spät.
Amaranth ächzte auf als sie einen stechenden Schmerz in ihren Schulter- sowie Handgelenken spürte und nahm anschließend den Druck eines Knies in ihrem Rücken wahr. Ihr Blick verdunkelte sich und sie wandte den Kopf vom Boden weg um seitlich zu sehen, wer der Übeltäter war. In ihren Horizont traten mehrere, voll uniformierte und bewaffnete Männer, die dick und fett "RPV" auf ihren schwarzen, kugelsicheren Westen stehen hatte - wieder wurden die Augen verdreht. Welcher Vollidiot hatte sie verraten? Wenn sie hier lebend heraus kam, was sie nicht bezweifelte, wäre er der erste den sie heimsuchen und kalt machen würde. Das versprach sie sich jetzt schon und hörte mit missbilligendem Blick das Klicken der Handschellen um ihr Handgelenk.
Der Druck auf ihr wurde gelöst und sie selbst nun auf die Beine gehievt. Sie pustete sich die nassen Haarsträhnen aus dem Gesicht und musterte die Übeltäter schweigend. Keine Emotion spiegelte sich nun auf ihrem Gesicht wider, lediglich ein kaltes Starren. Ruhe bewahren war schon immer etwas, was sie gut konnte, und die Tatsache, dass sie wohl bald hinter Gittern saß beunruhigte Amaranth gar nicht so sehr wie es das vermutlich tun sollte. Schon oft hatte sie sich ausgemalt wie es wohl wäre im Gefängnis zu sein... und oft genug hatte sie Pläne geschmiedet wieder heraus zu kommen. Man konnte wohl von einer göttlichen Fügung sprechen, dass sie Saoghal und Sgiath heute nicht bei sich gehabt hatte, denn die beiden waren der Hauptteil ihres Ausbruchsplans. Aber egal.

Noch immer schweigend stand sie da und blickte der Haustür entgegen, denn unter den ganzen uniformierten Kerlen konnte sie niemanden ausmachen, der hier tatsächlich das Sagen hatte. Vermutlich würde besagte Leitung gleich durch diese Tür treten und Amaranth konnte nicht leugnen, dass es sie nicht interessierte, wer es wohl war.
Bevor die Tür jedoch aufsprang und offenbarte, wer das Kommando hier führte, wagte es einer der Kerle sie zu durchsuchen und für einen kurzen Moment hatte Amaranth die Idee ihm eine Kopfnuss zu verpassen, aber sie ließ es. Wertsachen hatte sie ohnehin nicht dabei, genau so wenig die Diamanten. Alles was er fand war der Ball von Milera und den durfte er gerne behalten - ja, sie würde ihm das Pokemon sogar ohne Gegenleistung schenken!
Die Tür flog auf, jemand trat ein - und nun regte sich doch etwas in Amaranths Gesicht. Ein kaltes und doch amüsiertes Lächeln machte sich auf ihren Lippen breit als sie Qiuyi erblickte. "Hast du es also endlich geschafft, hm?", sprach sie sie an und nahm den Blick nicht von ihren blauen Augen. "Wälze dich im Ruhm des Moments, er wird nicht lange anhalten.", waren schließlich die letzten Worte die aus ihrem Mund gesprochen wurden. Ihr enormes Selbstbewusstsein und die Unfähigkeit dazu, die Situation realistisch zu sehen, führten dazu dass sie dermaßen überzeugt davon war, dass sie nicht lange hinter Gittern sitzen würde, dass sie schlichtweg nicht anders konnte als nur noch mit leicht gehobenen Mundwinkeln drein zu schauen. Qiuyi mochte für den Moment gesiegt haben, aber es gab noch so, so viele Chancen für Amaranth.. Es war ein Spiel, wie Katz' und Maus und heute war Amaranth eben die Maus gewesen, doch der Spieß sollte sich schneller wieder umdrehen als es ihrer Feindin lieb sein würde.


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Re: Wohngebiet

Beitrag von Gastam Fr Mai 13, 2016 10:23 pm


cf: Straßen v. Stratos
#003 - fast zu Hause!

Durch seltsame Gedanken über einen gewissen braunhaarigen Maid-Café-Gast hatte Silver tatsächlich nicht bemerkt, wie er vom Wellness-Center über die Straßen bereits im Wohngebiet gelandet war. Damit war er zwar noch nicht ganz zu Hause, aber eben fast. Die letzten Schritte bis zu seiner Wohnung musste er noch gehen, dann konnte er auch endlich sein Pokémon-Team aus den Bällen lassen und ein wenig pflegen. Das wäre für heute dann wohl auch sein Tages-Highlight, besonders nach dem katastrophalen Yoga... wie schaffte man es bitte, bei Entspannungs-Sport so oft hinzufallen? Der Rothaarige schüttelte leicht den Kopf über sich selbst, während er im Rest-Tageslicht durch das Wohngebiet ging. Noch diese Straße entlang, dann da vorne an der Ecke links, und an der nächsten Ecke wieder links, und er stand vor dem Häuserblock, in welchem sich auch seine Wohnung befand. Silver kramte in seiner Tasche nach dem Schlüssel des mehrstöckigen Hauses und öffnete die Tür des Treppenhauses. Viel zu viele Stufen, die er nun noch erklimmen musste, trennten ihn von seinem zu Hause. Das war wohl der Nachteil daran, im vierten Stock eines Hauses ohne Aufzug zu leben. Seufzend schleppte er sich nach oben, und als er endlich vor seiner Wohnungstür stand, fühlte der junge Trainer sich gleich viel leichter.

tbc: Silver Amatsubus Wohnung

[läuft durchs Wohngebiet nach Hause]
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Re: Wohngebiet

Beitrag von Gastam Mo Mai 16, 2016 8:10 pm


Gold lief mit seinem Igelavar an seiner Seite durch das Wohngebiet, nahe von Stratos City. Sein Weg hatte ihn hier her geführt, da es in seinem Interesse stand, herauszufinden, wie die Leute hier so lebten. Es war ein friedlicher, man könnte schon beinahe behaupten, beruhigender Anblick, als Gold an spielenden Kindern mit ihren kleinen Pokémon vorbei lief und sie dabei beobachten durfte, wie sie ihre Kindheit auslebten. Ihm wurde warm ums Herz bei ihrem Anblick und im Stillen wünschte er sich, auch eine solche Kindheit gehabt zu  haben.
Mit einem Seufzer zog er weiter - er konnte die große, graue Stadt schon aus der Entfernung sehen. Sein Herz schlug schneller und er sagte zu sich selbst: "Suzume, ich werde dich zum Kampf herausfordern!" wissend, dass er nur mit Igelavar nicht gewinnen könnte. Er hatte vor, sich in Stratos das ein oder andere Pokémon zu fangen - das Erste, was er selbst fangen würde. Der Gedanke daran machte ihn glücklich, doch erst einmal müsste er dort ankommen.

Plötzlich hörte er eine aufgewühlte Frauenstimme und das Geräusch von zerbrechendem Glas. "Sag mal, spinnst du eigentlich?" hörte er eine fluchende Männerstimme nachdem das Geräusch des Glases verstummte. Gold ging den Geräuschen nach, und sah einen Mann, der mit zerdellten Koffern, dessen Inhalt auf dem Boden verstreut war vor seinem Haus stand - der Hauptteil davon waren Kleidungsstücke. Links neben dem Mann lag ein Haufen Scherben. Der Trainer tippte drauf, dass es mal ein Wasserkrug gewesen sein könnte. "Was geht denn hier vor sich?" mischte Gold sich in den Konflikt der Beiden ein, doch die Frag ignorierte ihn und war zurück ins Haus gegangen, um weitere Objekte zum Werfen zu finden. Kurze Zeit später kam eine Schublade eines Computertischs aus dem Fenster geflogen, und zerschellte vor Golds Füßen. "Sie ist verrückt, das ist los!" klagte der Mann und sah der zerbrochenen Holzschublade mit einem traurigen Blick nach. Es kamen weitere Teile durchs Fenster geflogen, aber zum größten Teil nur noch Kleinkram wie Chipsdosen, Aktenordner oder Einzelteile eines Computertisches. "Lass dich hier bloß nicht mehr blicken, du Mistkerl! Meine Eltern hatten so recht, ich hätte dich niemals heiraten sollen!" Gold sah die wütende Frau mit entsetzen Augen an, und fragte sich, was in aller Welt dieser Mann angestellt haben muss, um einen Menschen so zur Weißglut zu treiben. "Du hast mich noch nicht einmal ausreden lassen, sondern mich einfach aus der Wohnung geschmissen!" versuchte der Mann sich zu rechtfertigen. "Es gibt nichts, was es dazu noch zu sagen gegeben hätte! Du hast mich betrogen!" schnaubte die Frau wutentbrannt. "H-Hey, vielleicht kann man die Situation auch friedlich klären?" mischte Gold sich zwischen die zwei Streithähne ein, doch schnell merkte er, dass das ein schwerer Fehler gewesen war. "Was wagst du dich überhaupt, dich in unsere Angelegenheiten einzumischen, Bürschchen?!" schrie die Frau aus dem Fenster, und der Mann fing an, seine Sachen in die verbeulten Koffer zurück zu stecken, welche vermutlich ebenfalls aus dem Fenster des zweiten Stocks geflogen sind. Die wütende Frau machte das Fenster zu, und verschwand. Gold seufzte auf und informierte sich nach dem Wohl seines Igelavars, welches sich erschreckt hatte, aber ansonsten ging es dem Pokémon gut. "Was ist denn in die alte Schreckschraube gefahren?" wollte Gold sich bei dem Mann erkundigen, der immer noch damit beschäftigt war, seine Klamotten aufzulesen. "Es ist wegen Samstagabend... hach, ich war sturzbesoffen und bin mit unserer Sekretärin vom Büro ... im Bett gelandet." erklärte ihm der ehemalige Ehemann dem jungen Trainer mit einem ausgiebigen Seufzer. "Nun, wenn Alkohol im Spiel ist, kann man jemandem bei einem einmaligen Vorfall doch wohl verzeihen, oder etwa nicht?" ehe der Mann antworten konnte, kam seine Frau aus der Haustür gestürmt, bewaffnet mit einem Nudelholz. 'Oh-oh' dachte sich Gold, und versuchte, der Situation im hohen Bogen aus dem Weg zu gehen, doch daraus wurde nichts. "Stehengeblieben!" zischte die Frau mit giftigem Ton und rannte Gold mit dem Nudelholz hinterher, welcher abrupt stehen blieb und die bloßen Hände nach vorne hielt, als Zeichen, dass er ihr nicht weh tun wollte - leider beruhte dies aber nicht auf Gegenseitigkeit. "Gnädige Frau, jetzt beruhigen sie sich doch!" jammerte Gold, und sah zu dem Mann, der ihn mit ängstlichem Blick hinterher sah. "Glaub nicht, ich hätte deine Worte nicht mitbekommen! 'Schreckschraube' hast du mich geschimpft!" die Frau wollte Gold mit dem Nudelholz auf den Arm schlagen, doch dieser wich gekonnt aus. "Judy! Jetzt lass doch diesen armen Jungen in Frieden! Er hat nichts damit zu tun!" sie drehte ihren Kopf in die Richtung ihres Ex-Mannes und funkelte ihn bedrohlich an. "Ach ja? Wer sagt mir das?! Jemand, der mir ewige Liebe geschworen hat, und sich ein Jahr nach unserer Hochzeit mit einer Anderen ins Bett wirft?" Gold bemerkte, wie die Frau sich selbst widersprach, und versuchte, sich aus dem Staub zu machen, doch sie hielt ihn auf, indem sie ihn am Saum seiner Jacke festhielt. "Jetzt lassen sie mich los oder ich rufe die Polizei!" schrie Gold die Frau an, welche abrupt losließ, so das Gold auf den Boden fiel. Sein Freund Shaun erschrak und eilte zu seinem Trainer, um seinen Kopf abzustützen. "Ich mache dir einen Vorschlag, Judy" die Frau wollte widersprechen, entschied sich jedoch dagegen, da sie wohl langsam aber sicher einsah, dass sie zu weit gegangen war, indem sie Gold mit ihn diese Situation einband. "Ich übernachte heute in einem Hotel und du schläfst noch mal eine Nacht darüber, wie wär's?" sie ließ von dem Trainer ab und ging auf ihren Mann zu, welcher ängstlich schluckte, als sie ihm ihr Nudelholz vors Gesicht hielt. "Du verschwindest jetzt von hier und lässt dich hier nie wieder blicken. Und mit nie wieder meine ich auch nie wieder!" giftete sie ihn an, hob einen seiner Koffer in die Höhe, und klatschte ihm den Koffer in seinen Bauch, woraufhin der Mann aufstoßen musste und beinahe sogar das Gleichgewicht verlor. Was 'ne olle Ziege... dachte Gold sich im Stillen und versuchte die Schmerzen auszublenden, die ihm zugefügt wurden, als er auf dem harten Asphaltboden aufgeprallt war. Glücklicherweise hatte er sich nicht schlimm verletzt. "Und DU! Du siehst zu, dass du Land gewinnst, Bürschchen. Und steck deine Nase nie wieder in die Angelegenheiten von anderen Leuten!" dem Schwarzhaarigen wurde die ganze Situation zu bunt. Zwar hatte er in irgend einer Weise Mitleid mit dem armen Mann, jedoch konnte er die Frau ebenfalls verstehen. Zwar hatte der junge Trainer nie eine Beziehung zu einem Mädchen gehabt und konnte es nicht nachempfinden, jedoch ging er stark davon aus, dass das Leben dieser Frau am besagten Samstagabend in tausende Scherben zerschellt sein musste. "'tschuldigung, Madame" stotterte er und hielt einen Sicherheitsabstand zu ihr. Er raffte sich auf und klopfte sich den Staub von der Kleidung. Der Mann  murmelte etwas zu der Frau, was Gold nicht verstand, doch sie briet ihm daraufhin nur ordentlich eine mit dem Nudelholz über die Rübe. Nachdem die Schmerzen für ihn erträglicher geworden waren, nahm er seine Koffer, und trottete in die Richtung von Stratos City. Gold trottete dem am Boden zerstörten Mann hinterher, hielt allerdings einen ordentlichen Abstand zu ihm. Aus der Ferne konnte er ein "Auf nimmer Wiedersehen!" hören, doch Gold schaltete die Hintergrundgeräusche fortan ab und konzentrierte sich auf Shaun, welcher ein Stück vor ihm herlief.

tbc: Zentralpark
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Re: Wohngebiet

Beitrag von Gastam Fr Mai 27, 2016 5:12 pm


#042 ● mit Amaranth
Eingängliche Reflektion
CF ● Stratos City, Straßen von Stratos City
Es regnete an dem Tag, an dem sich das Meiste in ihrem Leben entscheiden sollte. Wobei das vielleicht schon zu übertrieben war, immerhin ging es nicht um Leben und Tod. Es war jedoch durchaus von Belang. Während sie es sich hinter einem Busch bequem gemacht hatte, eine Regenjacke in schön grünen Tarnfarben übergeworfen, erinnerte sie sich an die letzten, durchaus stressigen Tage zurück. Die Ergebnisse von dem Pharmaziefall waren eingetroffen, doch hatten sie eher weitere Fragen als wirkliche Erkenntnisse gebracht. Was nämlich fehlte, war jegliche Spur, die nach außen führte. Andererseits würde dies dann wohl alles nach innen richten. Wirkliche Nerven für den Fall hatte sie dann aber auch nicht sonderlich viele über, war da eben auch noch der Diamantendiebstahl mit diesem dämlichen Halbklunker, der vielleicht nun sein triumphierendes Ende finden würde.
Weswegen sie auch hinter diesem Busch hockte, ganz elegant und überhaupt eigentlich doch irgendwie auffällig. Durch das dichte Blätterwerk war sie zwar einerseits geschützt, konnte ihrerseits aber auch kaum etwas erkennen - immerhin aber regnete es hier nicht allzu stark rein. Als ihre Erzfeindin, wie sie nun wusste, in ihr Blickfeld kam, verdunkelten sich ihre Auge zu Rache dürstenden Schlitzen. Vielleicht war es auch keine Rache - es war in ihren Augen eher Gerechtigkeit, die der Welt zukam, wenn sie hier diese eine Person schön in den Knast beförderte. Dann würde vielleicht Ruhe herrschen, auch wenn sie daran nicht glaubte. Diese elendigen Schmarotzer würden wohl niemals damit aufhören, anderen Leuten auf die verdammten und absolut seltenen Nerven zu gehen, und so würde sie sich ewig damit herumplagen.
Auch wenn ihre Existenz mehr oder weniger auf der Tatsache gründete, dass es eben diese erbärmlichen Verbrecher gab, die keine anderen Qualifikationen hatten, als andere Leute zu ihrem eigenen Vorteil schändlich zu bestehlen oder anderweitig zu schaden. Nein, sie konnte es nicht verstehen. Wahrscheinlich hatten sie nur große Panik vor dem fairen Wettbewerb, der sich ohne Bestechung und Erpressung oder gar Mord bewerkstelligen ließ. Sie ballte eine Hand zur Faust, den Blick nicht abwendend und sich langsam wieder in Bewegung setzend. Auch wenn es diese Kontakte zwischen ihr und kriminellen Personen gab, sie würde das niemals gut heißen. Auch wenn sie hier halfen, dafür... ihre Gedanken stoppten und wandten sich der Gegenwart zu.
Nachdem Amaranth in dem Wohnhaus verschwunden war, wartete Qiuyi noch. Sie zählte zehn Sekunden ab, ehe sie sich aus ihrer Deckung begab und ebenfalls das Haus betrat. Sie kannte es schon von vorigen Untersuchungen so weit, dass ihr Schritt selbstsicher genug war, um leise durch das Haus zu finden. Eine Tür fiel zu, erst einmal herrschte Stille. Sie ging die Stufen hoch, eine Hand langte in ihre Jackentasche, schon den Rhythmus des Liedes im Kopf habend, welches sie im nächsten Moment auswählen würde. Es war ein eher einfach gehaltenes Spiel, welches es aber wirklich in sich hatte - Entrance war eines der Lieder, die sie auswählen konnte.
Es lud noch, als sie einen Knall hörte, oder zumindest einen Fall. Ein eigentlich schon diabolisches Grinsen trat auf ihr Gesicht, und da startete das Lied auch auf dem Normal-Level, da sie ja noch Türen öffnen musste. Sie durschritt die Tür auf dem Höhepunkt des Liedes, konzentriert, aber auch amüsiert und selbstgefällig. Solche Momente hatte sie nicht wirklich oft, aber hier konnte sie sich des Grinsens nicht entwehren. Sie wippte im Takt hin und her, vollführte sogar dezente, stepptanzähnliche Bewegungen mit ihren Beinen im Rhythmus der Musik. Es endete, und sie hielt ihrer Kontrahentin mit einem zufriedenen Grinsen die "Full Combo" hin - keinen Patzer hatte sie sich erlaubt, und diese Geste war wohl symbolischer Natur. Dann blickte sie die Gefangene wohl mit demselben Blick an, welcher ihr entgegen geworfen wurde. In diesem Augenblick verstanden sie sich wohl nur allzu gut.
"Das denkst du vielleicht", erwiderte sie ebenso sicher wie ihre Konkurrentin. "Ein weiterer Halbedelstein jedenfalls zählt nun zu meiner Sammlung." Sie grinste verächtlich, und vielleicht ließ sie da ein wenig zu sehr die persönliche Note spielen, doch dies war ihr nun wirklich egal. "Schafft Sie fort - der das Gericht wird den Rest regeln." Sie winkte mit der Hand, in welcher sich noch ihr Handy befand, abfällig und blieb stehen, als die Menge an ihr vorbeiging. Achja. Irgendwie schon ein erhebendes Gefühl, auch wenn sie bei sich verzeichnete, dass dies wohl nicht unbedingt immer das Verhalten war, was sie als diensthabende Polizistin innehaben sollte. Im Grunde war ihr das aber auch wirklich egal.
Und sie hatte noch eine weitere persönliche Angelegenheit in dieser Sache zu tun. Ihr Gesicht verlor die Selbstgefälligkeit und jede Selbstherrlichkeit, und ein nachdenklicher Ausdruck nahm Platz. Sie wechselte die Kollektion, wählte Reflection aus, und durchschritt die Wohnung, vorsichtig. Irgendwo hier musste dieses eine bestimmte Wesen doch sein, welches sie gesucht hatte. Immer gesucht, und einmal verloren hatte. Ihr Blick hob sich jedoch kaum vom Spiel, ihre Augen waren auf den Bildschirm fixiert. Vielleicht, um sich vor einer potentiellen Enttäuschung zu bewahren, doch da müsste doch... Sie atmete tief durch, verbitt sich Seufzer und allerlei. Es war ja nicht so, als würde Amaranth sie umgebracht haben oder so.
Ein vertrauter Laut mischte sich zwischen die Violin- und Klavierklänge, doch sie wagte es immer noch kaum aufzusehen. Das Auf- und Abhüpfen eines Balloons, oder etwas Balloonartigen. Der vertraute Laut, den sie schon vermisst hatte. Die letzten Töne verklangen, und sie blickte nach dem Verhallen des Liedes, den letzten Ton traf sie nicht mehr, nach unten. Ihre Augen hatten sich unwillkürlich mit Tränen gefüllt, sie wusste nicht wieso. Doch, wahrscheinlich wusste sie es, doch sie wollte es sich nicht eingestehen.
Treue, große und blaue Augen blickten ihr entgegen, als wäre nichts in den letzten Jahren geschehen. Sie hatten sich wirklich nicht lange gekannt, doch... "Ich habe dich vermisst, Kleines." Sie hielt die Tränen mit allerfester Hand zurück, doch ihre Sicht verschwamm nun wirklich. "Du hast mir wirklich gefehlt..." Sie hatte sich mittlerweile hingehockt, eine Hand in Erwartung der salzigen Tropfen gehoben, die andere auf dem Boden. Sie spürte einen leichten Druck dort, hörte einen fragenden Laut, und dann fühlte sie, wie etwas ihre Wangen hinunterlief und sich von ihrem Herz eine eiserne Bande löste, die eben jenes gefangen hielt.
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Re: Wohngebiet

Beitrag von Danam So Okt 30, 2016 1:07 pm

Dan Chapell


#004 // Oceana Finnley


Cf: Büro von Dan Chapell

Als er der neuen in die Augen gesehen hatte, hatte er auch bemerkt, wie er sie einschüchterte – aber trotz allem musste er direkt feststellen, dass sie sich besser anstellte, als ihre Vorgängerin. Die hatte nämlich direkt angefangen zu heulen, während Oceana die Zähne zusammen biss. Und auch ihr Pokémon, das weibliche Psiaugon, hatte offenbar mehr Mumm in den Knochen. Er konnte nicht umhin, das als interessant zu befinden – er hoffte jedenfalls, dass die Blauhaarige am Ende nicht doch noch einknickte.
In jedem Fall hatte sie ihn nach einer Weile eingeholt, gerade rechtzeitig, damit sie nicht nur zusammen den ersten Stock, sondern generell das Gebäude hinter sich ließen. Sie blätterte in der Akte, während sie ihm durch die Straßen folgte – er achtete nicht näher darauf. In Gedanken ging er noch einmal alles durch, was er gerade gesehen und gelesen hatte, er filterte die Information, sortierte sie nach ihrem Nutzen und ihren Wahrheitsgehalt. Sie überquerten eine Ampel – nur da sah er kurz nach hinten um zu schauen, dass Oceana nicht versehentlich vor ein Auto rannte. Aber sie schien sich wacker zu halten. Also blickte er wieder vor sich. Shane schlichen neben ihm her, während Yakira einige Meter voraus gelaufen war. Das Magnayen wartete hier und da, um sicher zu gehen, dass es nicht doch in die falsche Richtung lief, aber grundsätzlich versuchte es wohl, sie anzuführen. Wie immer, wenn Dan genauer darüber nachdachte. Dass Valor neben der jungen Frau lief und sie der sehr belebten Umgebung willen im Augen behielt, damit hatte Dan ebenfalls gerechnet. So erreichten sie auch bald ihr Ziel – das Wohngebiet.
Vor einem großen Gebäude blieben sie stehen. Er nahm den letzten Zug, drückte die Zigarette aus und warf sie in den dafür vorgesehenen Behälter, der hier vor dem Haus angebracht war. Dann bedeutete er Oceana mit einer Handbewegung, ihm zu folgen. In der Lobby wurden sie von einem Angestellten des Hauses empfangen – der Pförtner achtete darauf, dass nun keine unbefugten zu den Wohnanlagen gelangten. Er trat hinter seinem Tresen hervor und hob die Hand, dann wollte er gerade dazu ansetzen, ihnen mitzuteilen, dass sie keinen Zutritt hatten. Der Polizist aber ließ es gar nicht soweit kommen. Er zückte den Ausweis der RPV, hielt ihm den Pförtner unter die Nase und steckte ihn wieder weg.
„Chapell, RPV. Meine Kollegin Finnley. Der Bereich ist hoffentlich noch versiegelt?“, fragte er also stattdessen, woraufhin der erschrockene Pförtner einen Moment brauchte, ehe er nickte. „Gut.“, erwiderte er also – und begann, die Treppen hinauf zu steigen. Sie mussten in den 9. Stock, natürlich gab es hier einen Aufzug – aber Dan wollte ihn nicht nehmen. Er hatte nämlich so eine Ahnung, dass das keine gute Idee war – darin ließen sich gewiss noch einige Spuren entdecken. Und davon abgesehen konnte er auf diesem Wege auch direkt prüfen, ob vielleicht etwas im Treppenhaus zu entdecken war. Ein Nicken reichte, damit Yakira voraus stürmte, um alles abzuschnüffeln. Shane indes suchte lieber alles mit seinen Augen ab. So brachten sie einige Stockwerke hinter sich, bis sie letztlich auf dem richtigen Flur ankamen. Er atmete kurz durch, blieb dafür aber nicht stehen. Von hier aus konnte man das Siegel der Polizei an der Haustür des Opfers bereits erkennen. Yakira und Shane hatten bereits davor Platz genommen. Er lief hinüber, zog ein kleines Messer und durchtrennte das Siegel, ehe er mit dem passenden Schlüssel, der der Akte beigelegen hatte, die Tür öffnete. Er schob sie langsam auf, trat aber nicht ein. Seine Augen suchten den Rahmen und den Boden unmittelbar hinter der Tür ab – erst, als er nichts ausmachen konnte, überquerte er die Schwelle.
„Shane, bleib hier.“, sagte er dabei. Dann durchquerte er den kleinen Flur der Wohnung und stand auch bereits im offenen Wohnbereich der Person, die hier zu Schaden gekommen war. Nur wenige Möbel, hier und da einige Kartons, die noch nicht ausgeräumt worden waren. Die Möbelstücke waren durchaus nicht billig, aber die teuerste Ware stand hier auch nicht vor ihnen. Alles wirkte aufgeräumt und sauber. Nur am Fenster, das auf die Stadt heraus zeigte, war nochmals markiert. Dort hatte den Berichten zufolge die Leiche gelegen – oder viel mehr gesessen. Er drehte sich kurz, um alles einmal anzusehen. Dann gab er Yakira ein Zeichen. Das Magnayen sah sich um. Er blickte zu Oceana hinüber, woraufhin Valor wieder zu ihm zurück kehrte.
„Also – was siehst du?“, fragte er simpel, ohne irgendeine Geste oder überhaupt das Gesicht zu verziehen. Er war gespannt, was nun folgen würde.

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Re: Wohngebiet

Beitrag von Oceanaam So Okt 30, 2016 6:40 pm

Post #011 xx cf: Büro von Dan Chapell xx Dan


Während sie Dan folgte, studierte sie gleichzeitig die Akte, die er ihr zugeworfen hatte. Leicht war es nicht, im Laufen zu lesen und sie musste besonders vorsichtig sein, sobald sie die Straße erreichten, doch im großen und ganzen schaffte sie es gut, gleichzeitig zu folgen und zu lesen. Die Akte verriet ihr, dass es sich um einen Mordfall an einem 23jährigen handelte, der in sitzender Position unter einem Fenster aufgefunden worden war. Trotz der Messerstiche - die Tatwaffe war als solche von der Gerichtsmedizin bestätigt worden - war der Mann ordentlich gekleidet aufgefunden worden. Bilder ließen Oceana vermuten, dass derjenige, der ihn ermordet hatte, ihn trotzdem irgendwie geliebt haben musste. Voreilige Schlüsse allerdings wollte sie nicht ziehen, die Akte half ihr lediglich, Fakten zu erfahren, alles weitere würde sie am Tatort feststellen und dann vielleicht beim Mörder, sollten sie ihn oder sie denn zu fassen bekommen. In der Akte stand weiterhin, dass eine junge Frau ihn gefunden hatte, die wohl seine Freundin war. Nachdem sie mehrfach bei ihm geklopft, er aber nicht aufgemacht hatte, hatte sie die Polizei gerufen und so hatte man von dem Mord erfahren. Jene Freundin zu befragen konnte also auch nur von Vorteil sein. Jetzt jedoch hieß es zunächst, den Tatort zu begutachten.
Oceana klappte die Akte in dem Moment zu, als sie die letzte Straße zum entsprechenden Haus überquerten. Psiaugon war die ganze Zeit über neben ihr her gelaufen, während das Magnayen vorlief, vielleicht um die Richtung vorzugeben. Als sie schließlich in das Haus eintreten wollten, wurden sie zunächst vom Pförtner aufgehalten, der sie zuerst nicht durchlassen wollte. Nachdem Dan ihm allerdings seinen Ausweis vorgelegt hatte, konnten die beiden passieren und fanden sich schließlich im Treppenhaus wieder. Die Wohnung, die für sie von besonderer Relevanz war, lag im neunten Stock. Es gab einen Aufzug, Dan allerdings schien ihn nicht nehmen zu wollen und so passte sich Oceana an. Während sie die Treppen hinauf liefen, suchten alle Beteiligten, sowohl Mensch als auch Pokémon, den Hausflur nach ersten Hinweisen ab, bis sie letztlich den neunten Stock erreicht hatten. Schwer atmend kam Oceana oben an - neun Stockwerke zu Fuß zurückzulegen, ging eben nicht spurlos an ihr vorüber. Es wunderte sie, dass Dan lediglich kurz durchatmen musste, um direkt weiter zu machen. Ihr jedenfalls fiel es schwer, Luft zu bekommen, aber sie beklagte sich nicht. Als er die Verriegelung durchtrennte und die Tür mit einem Schlüssel aufschloss, war Oceana bereits dicht hinter ihm, doch er trat erst ein, nachdem er den Rahmen und den Fußboden einer genaueren Betrachtung unterzogen hatte. Als sie schließlich eintraten, war das erste, was sie tat, sich umzusehen. Im Flur der Wohnung stand bisher nicht viel und als sie den offenen Wohnbereichen betraten, konnte Oceana einige Kisten erkennen - Umzugskisten, wie sie vermuetete. Wahrscheinlich war der Mann gerade eben erst in die Wohnung gezogen. Eine Markierung nahe eines Fensters zeigte die Stelle, an der der Mann gefunden worden war. Blut tränkte den hellen Teppich - wahrscheinlich das Blut des Opfers, das von seinem Körper herab geflossen war.
Ohne weitere Umschweife stellte Dan ihr nun die Frage, was sie alles sehen konnte - eine simple Frage, die eigentlich auch eine leichte Antwort benötigte, allerdings ging Oceana davon aus, dass er nicht vom Offensichtlichen sprach. So ernst, wie er bisher auf sie gewirkt hatte, wollte er sicher nicht wissen, dass der Tote noch nicht ausgepackt hatte. Dennoch, eine wichtige Information konnte es durchaus sein. Sie ging zu einem der Kartons und sah hinein, darin entdeckte sie einige Bücher und in einem weiteren Karton befanden sich Kleidungsstücke. »Die Kartons deuten wahrscheinlich darauf hin, dass er gerade erst in diese Wohnung gezogen ist. Die Möbel scheinen nicht teuer zu sein - es gibt keine Kampfspuren. Wahrscheinlich hat er seinen Mörder gekannt.« Es lag nichts zerbrochen auf dem Boden, auch wenn sie nicht glaubte, dass der Mann an der Stelle getötet worden war, an dem man ihn gefunden hatte. Seine Position war eindeutig arrangiert gewesen, also sah sich Oceana weiter um. Auf der Couch im Raum lagen einige Kissen, ansonsten gab es eine große Vitrine, die jedoch nicht befüllt war. Als Oceana um die Couch herum ging, erkannte sie Glassplitter auf dem Boden - offensichtlich war doch etwas in die Brüche gegangen. Nur wenige Zentimeter neben den Glassplittern entdeckte sie einen Bilderrahmen - das Bild darin zeigte das Opfer und eine junge Frau. Ob es sich um seine Freundin handelte, die auch den Notruf getätigt hatte, konnte sie nicht sagen, sie war sich aber sicher, dass sich die beiden nahe standen. Sie holte ein Taschentuch aus ihrer Tasche hervor und hob mit dessen Hilfe den zerstörten Rahmen auf, um ihre Fingerabdrücke nicht darauf zu hinterlassen. »Hier ist Blut dran. Vielleicht hat sich der Täter verletzt.« mutmaßte sie, obwohl natürlich auch die Möglichkeit bestand, dass es das Blut des Opfers war. Untersuchen lassen sollte man es aber auf jeden Fall.
Nyssa kam mittlerweile auch wieder zu Oceana gelaufen, sie hatte von sich aus den Tatort begutachtet, um zu helfen und da Oceana wusste, dass sie nichts verunreinigen würde, hatte sie auch nichts dagegen gesagt. Sie deutete auf einen weiteren Raum, den Oceana als Küche identifizierte. Was Nyssa dort wohl entdeckt hatte?


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Re: Wohngebiet

Beitrag von Danam Mo Okt 31, 2016 3:51 pm

Dan Chapell


#005 // Oceana Finnley


Oceana war kurz nach ihm in die Wohnung eingetreten und sah sich ebenso aufmerksam um, wie er es erwartet hatte. Sogar ihr Psiaugon machte sich daran, den Tatort zu inspizieren. Dan beobachtete das Psychopokémon einen Moment, bemerkte, dass es sorgfältig war – ein kluges Pokémon, das einer Polizistin tatsächlich würdig war. Die zwei waren also auch ein gutes Team. Anders als das Pokémon aber ging Oceana erst einmal vom offensichtlichen aus, um sich zu den weniger offensichtlichen Dingen vor zu arbeiten. Er lauschte ihren Worten stumm, als sie zu den Kartons trat und äußerte, dass das Opfer vermutlich gerade erst hergezogen war. Außerdem merkte sie aufgrund fehlender Kampfspuren an, dass er den Täter gekannt haben musste. Sie lief strategisch durch den Wohnbereich. Sie bemerkte den Blutfleck auf dem hellen Teppich, ging um das Sofa herum – und zog mit einem Taschentuch um die Finger einen zerbrochenen Bilderrahmen hervor. Sie mutmaßte, dass der Täter sich verletzt haben könnte. Dan nickte hier erstmals – und zog eine Plastetüte hervor, die er der jungen Frau reichte. Der Bilderrahmen passte hier ohne Probleme herein – für die Scherben hatte er eine passende, kleine und sterile Dose dabei. Auch die gab er der Blauhaarigen. Schließlich kehrte das Psiaugon zu seiner Trainerin zurück und deutete auf die Küche – der Ort, an dem auch Yakira wartete. Dan wartete also, bis die Beweismittel, die hier offenbar übersehen wurden, eingepackt waren und lief dann in die Küche. Yakira deutete nur knapp auf die Küchenzeile. Dan musterte sie – und fand, was er suchte. Der Messerblock war dearrangiert, zwei der Messer falsch einsortiert und, was viel wichtiger war, unter einem war das Holz nass, während der Rest völlig trocken war. Außerdem machte er aus, dass bei der Spüle zwar Spülmittel stand, aber weder Lappen noch Schwamm zu finden waren. Er konnte sich kaum vorstellen, dass jemand per Hand abwusch, ohne ein Hilfsmittel zu nutzen – das war also ungewöhnlich. Außerdem machte er einen Wasserfleck am Rand der Spüle aus, der darauf hindeutete, dass dort etwas gelegen haben musste, das noch nass war, als es entfernt wurde, aber schon dabei war, zu trocknen. Die Form passte zu einem handelsüblichen Schwamm. Außerdem war einer der Schränke gereinigt worden, während alle anderen leichten Staub ansetzten. Er wechselte seine schwarzen Handschuhe gegen weiße Einweghandschuhe aus, ehe er sich davor hockte und die Tür aufzog. Der Mülleimer – allerdings leer. Er schloss die Tür wieder, richtete sich auf und trat zur Seite. Ein Nicken bedeutete Yakira das Lob, das sie sich verdient hatte. Er ließ noch einmal Revue passieren, was sie nun wussten. Während er die Puzzleteile in seinem Hirn hin und her schob, kam er immer mehr zu dem Schluss, dass hier nur eine Täterklasse in Frage kam. Die Fotos vom Leichnam lagen der Akte bei, sie hatten also prinzipiell alles zur Hand, was sie brauchten. Der Bericht war natürlich auch da – dennoch war es wohl nicht ungünstig, wenn sie noch einmal Rücksprache mit der Gerichtsmedizin hielten.
„In welcher Beziehung standen Opfer und Täter – eine Idee?“, fragte er dann ruhigen Tones, wobei er einen kurzen Blick aus dem Fenster hinter sich warf. Es ging auf die Straße vor dem Wohnblock – eine belebte Straße. Eine Straße, in der man schnell verschwinden konnte – und auftauchen. Unter den Menschen dort machte er Brünette Haare auf, zerzaust, aber nicht vom Wind. Und ein Blick, der genau auf dieses Fenster ging. Er drehte den Kopf – sie hatten diverse Leute befragt, schon bevor man ihm diese Akte hatte zukommen lassen. Unter den Leuten waren die Freundin des Opfers, die Eltern, enge Freunde, ein paar Saufkumpels und eine Bekannte aus dem gleichen Studiengang, die wohl mehrmals mit ihm gesehen worden war. Die Freundin hatte das Opfer am frühen Nachmittag gefunden, die Eltern hatten zuletzt am Abend zuvor von ihnen gehört. Das schränkte den Tatzeitraum auf den Vormittag des Fundes ein, da der Leichnam sich bereits in den Anfängen der Totenstarre befand. Hier drin war die Klimaanlage nicht aufgedreht, weshalb es zu keiner Verzögerung kam. Außerdem hatte es Zeit gekostet, den 23jährigen zu säubern und neu anzuziehen, ehe er unter das Fenster geschleift wurde. Das Bild wurde zerstört, das Messer abgewaschen. Der Schwamm war verschwunden, vermutlich haftete auch das Blut des Täters daran, wenn er sich tatsächlich am Bilderrahmen geschnitten hatte. Da es ein Samstag gewesen war, hatten die Freunde auch am Tag zuvor mit ihm Kontakt gehabt, so auch diese Bekannte. Am Samstag traf er sich offensichtlich regelmäßig mit seiner Flamme. Dass er sich nicht meldete war also durchaus normal, man konnte also damit rechnen, dass er sein Handy nicht unbedingt zur Hand hatte, wenn man ihm begegnete.
Man konnte so gesehen davon ausgehen, dass man ungestört war, wenn man ihn daheim aufsuchte, bevor er sich zum Treffen mit seiner Freundin aufmachte.
„Wir brauchen das Blut nicht zur Identifikation.“, sprach er dann knapp. Natürlich würde es geprüft werden müssen, das würde vielleicht das Urteil einfacher machen. Aber grundsätzlich hatten sie alles, was sie brauchten. „Laut diversen Studien neigen männliche Täter zu großer Gewalt, die sich auch stark in der Zerstörung der Umgebung darstellt – während eine Frau sich auf das Opfer beschränkt und die Dinge, die ihr übel aufstoßen. Das Opfer wurde arrangiert – und zu gut angezogen, als dass er sich so mit seiner Freundin hätte treffen wollen. Da bleiben laut Aufzeichnungen nicht allzu viele Leute übrig, die in Frage kommen.“, fügte er an. Diese Freundin hatte gesagt, dass sie sich zu einem Shoppingnachmittag trafen – dazu musste man sich nicht edel anziehen. Hier waren starke Gefühle im Spiel – nicht erwiderte Gefühle. Der Täter war also eine Täterin – und sie war zurückgekommen, um mitleidig dieses Fenster anzusehen. Er sah erneut nach unten – sie war verschwunden. Natürlich hatte sie ihn hier gesehen, er bewegte sich ja auch nicht fort. In seinem Gehirn rotierten die Zahnräder. Er sah Oceana entgegen – vielleicht war es doch ganz gut, dass es sich bei seinem neuen Schützling um eine Frau handelte. „Wenn du jemanden umbringst, den du abgöttisch liebst, es dann aber schrecklich bereust – was machst du dann?“, fragte er ernst. Nicht wenige wurden schier verrückt ob ihrer Tat – andere neigten aber eher zur Selbstverstümmelung, wenn nicht gar zur Selbsttötung. Wenn sie Pech hatten, hatten sie weniger Zeit, als es dem Teamleiter lieb war.

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Re: Wohngebiet

Beitrag von Oceanaam Di Nov 01, 2016 10:11 am

Post #012 xx Wohngebiet xx Stratos City xx Dan


Ihr neuer Teamleiter hatte, seitdem sie die Wohnung betreten hatten, nicht viel gesprochen und auch, als sie den Bilderrahmen hervor geholt hatte, hatte er lediglich genickt. Oceana hatte keine Ahnung, ob das, was sie bisher von sich gegeben hatte, seine Zustimmung fand oder ob sie nicht vielmehr nur Müll vor sich hin laberte. Dan war jedenfalls sehr schwer zu durchschauen, aber die stille Art war ihr doch noch lieber als die, die sie in seinem Büro kennen gelernt hatte. So fühlte sie sich zumindest nicht allzu sehr wie jemand, den er herumschubsen konnte wie er das wollte. Er reichte ihr eine Plastiktüte für den Bilderrahmen und eine Dose für die Scherben, die Oceana vorsichtig einsammelte, dann kam Nyssa aus der Küche zurück und wollte wohl, dass sich die beiden nun dort umsahen. Auch Dans Magnayen wartete dort bereits auf sie und so gingen die beiden, nachdem die Beweismittel gesichert eingepackt waren, durch die Tür in die angrenzende Küche, wo nicht nur das Magnayen, sondern auch ihr Psiaugon auf die Küchenzeile deutete. Oceana erkannte, dass mit dem Messerblock etwas nicht stimmte, an einer Stelle war das Holz nass, obwohl der Rest trocken war. Sie vermutete, dass eines dieser Messer wahrscheinlich das Tatwerkzeug war, das nach Gebrauch gereinigt worden war, um Spuren zu verwischen. Normalerweise aber hinterließen Täter dennoch Spuren, die man dann irgendwann zu ihnen zurückverfolgen konnte. Da die Messer scheinbar gereinigt worden waren, glitt ihr Blick zur Spüle, wo sie jedoch weder Schwamm noch Lappen ausmachen konnte. Wahrscheinlich hatte der Täter jenes weggeworfen, um auch hier die Spuren zu vernichten. Blut an einem Lappen war immerhin nichts, das man übersehen konnte, insofern hatte der Täter durchaus gute Arbeit geleistet - wenn denn nicht alles so offensichtlich wäre. Die kleinsten Spuren konnten einen oft zum Täter führen. Dan zog sich weiße Einweghandschuhe an, um einen Schrank zu öffnen, bei dem Oceana noch nicht bemerkt hatte, dass auch er gereinigt worden war. Dahinter konnte sie nur den Mülleimer ausmachen, ansonsten aber versperrte Dan ihr den Blick. Kurz nickte sie Nyssa zu, als Zeichen dafür, dass sie sich gut umgeschaut hatte, dann aber war ihre Aufmerksamkeit wieder auf Dan gerichtet, der nun erstmals mit ihr sprach, seitdem er ihr vor kurzem die Fragen gestellt hatte. Und auch jetzt handelte es sich wieder um eine Frage, die sich auf die Beziehung von Opfer und Täter bezog. Schon zu Beginn hatte sie vermutete, dass der Täter das Opfer durchaus gemocht haben musste, denn er hatte den Mann ordentlich unter ein Fenster gesetzt und sogar noch schick angezogen. Dann war da das zerbrochene Bild vom Opfer und einer Frau - Oceana vermutete, dass es sich um seine Freundin handelte, doch es war nichts anderes zu Bruch gegangen als dieses Bild. Vielleicht Wut auf jene Person, die dort abgebildet war? Natürlich waren das alles nur Vermutungen, aber Dan wollte eine Antwort - und er hasste es, warten zu müssen. »Ich vermute, dass die beiden ein enges Verhältnis gehabt haben mussten. Vielleicht eine Geliebte, die wegen einer anderen zurückgewiesen wurde.« sprach es Oceana letztlich doch aus, obwohl es mit Sicherheit auch noch andere Möglichkeiten gab. Aber manchmal musste man sich eben in unbekannte Gefilde vorwagen - oder so ähnlich. Jedenfalls hatte der Täter - oder die Täterin - genau gewusst, wann sie den 23Jährigen allein vorfinden würde, was entweder von Stalking zeugte oder bekannt war durch monatelanger Erfahrung. Vielleicht handelte es sich ja auch um eine Frau, die glaubte, mit ihm zusammen gewesen zu sein und dann bitter enttäuscht war, als sie bemerkt hatte, dass er eine andere hatte und sie vielleicht sogar gar nicht kannte? Oder es war ein zurückgewiesener Mann...dies alelrdings hielt sie für sehr unwahrscheinlich, da es doch die Frauen waren, die meist zum Messer griffen.
In etwas größerer Ausführung beschrieb nun auch Dan, dass es sich wahrscheinlich um eine Frau handelte, da männliche Täter oft zu großer Gewalt neigten, während Frauen sich auf den Menschen konzentrierten. Dass er behauptete, dass sie das Blut nicht zur Identifikation benötigen würden, hieß für Oceana, dass Dan bereits wusste, wer der Täter war. Oceana jedoch wusste es noch immer nicht - hatte sie etwas in der Akte überlesen? Natürlich vermutete sie, dass es sich um eine Ex-Geliebte handelte, wer sich dahinter verbarg wusste sie jedoch nicht. Zu seinen Ausführungen sagte Oceana jedoch nichts weiter, lieber schwieg sie und dachte darüber nach, wie sie die Täterin schnappen könnten. Kehrten manche Täter nicht auch zum Tatort zurück? Wenn sie das Opfer geliebt hatte, vielleicht kam sie noch einmal her, vielleicht aus Reue oder weil sie noch etwas erledigen wollte. Möglich wäre es durchaus...und erneut stellte Dan ihr eine Frage - bei der Oceana wirklich hoffte, dass sie nur hypothetisch gestellt war. Denn sie würde gewiss niemanden einfach umbringen. War das eine Art Test, ob sie doch so war wie ihr Vater? Oder ein Test, ob sie eins und eins zusammen zählen konnte? Was würde sie tun, wenn sie jemanden umgebracht hätte, den sie abgöttisch liebte, es dann aber stark bereuen würde? Da gab es sicher mehrere Möglichkeiten...dann aber fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. »Ich würde mir selbst das Leben nehmen.« Nicht, dass sie das eine oder das andere je vor hatte, aber sie konnte sich gut vorstellen, dass zu große Reue einen dazu verleiten konnte, sich selbst umzubringen, da man keinen Sinn mehr im Leben sah. Das EInzige, was man geliebt hatte, war schließlich fort. Und allein wollte man nicht weiter leben. Das Problem dabei war nur, dass sie dann wahrscheinlich kaum noch Zeit hatten, die Frau zu finden. Vielleicht war sie sogar gerade jetzt dabei, sich das Leben zu nehmen. Oceana überlegte, wo sie mit dem Suchen beginnen könnten - Frauen wollten, wenn sie Selbstmord begingen, meist keinen Dreck für Hinterbliebende egal welcher Art hinterlassen. Ershcießen würde sie sich demnach wahrscheinlich nicht und Oceana bezweifelte auch, dass sie erneut zum Messer greifen würde. Ihr jedenfalls würde es dazu an Mut fehlen. Dann gab es die Möglichkeit von Tabletten, die jedoch die Gefahr bargen, dass man sich zwar selbst vergiftete, dann aber im Krankenhaus wieder aufwachte. Wenn sie sich umbringen wollen würde - rein hypothetisch natürlich - würde sie wahrscheinlich von einem hohen Punkt in die Tiefe springen. Denn wenn sie einmal gesprungen war, würde sie es nicht mehr rückgängig machen können. Es wäre endgültig und man hätte keine Gefahr, dass man es überleben könnte. Hohe Gebäude gab es in dieser Stadt nur leider zur Genüge. Wie sollten sie sie dort finden? »Ich würde mich von einem hohen Aussichtspunkt oder Ähnlichem in die Tiefe stürzen. Aber wie sollen wir sie finden? Hohe Punkte gibt es in dieser Stadt viele.« fragte sie, auch auf die Gefahr hin, dass Dan das nicht ausreichen würde. Sie hatte außerdem nicht gesehen, dass jene Frau, die sie irgendwie retten mussten, eben noch vor dem Fenster gestanden hatte, das auf die Straße hinaus ging. Sie musste also noch in der Nähe sein.


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Re: Wohngebiet

Beitrag von Danam Mi Nov 02, 2016 4:54 pm

Dan Chapell


#006 // Oceana Finnley


Nachdem Dan unter der Spüle nachgesehen und sich anschließend wieder aufgerichtet hatte, entging ihm natürlich nicht, dass Oceana die gleichen Entdeckungen machte wie er. Sie musterte den Messerblock, die Spüle, suchte den Lappen bzw. den Schwamm – nur das mit dem abgewischten Schrank hatte sie erst bemerkt, als er ihn geöffnet hatte. Nichts verwerfliches jedoch, was er ihr allerdings nicht zu zeigen gedachte. Als er dann aus dem Fenster sah, stellte er ihr die Frage. Sie überlegte nur kurz, ehe sie sich wohl hastig dazu entschied, ihm sofort zu antworten. Sie äußerte die Vermutung über eine Art Verhältnis. Wieder nickte er knapp. Das war nahe liegend – jedoch nicht ganz das, was er vermutete. Aber er konnte sich vorstellen, dass Oceana gerade zu einem ähnliches Schluss kam.
Dann aber setzten sich die Puzzleteile vor seinen Augen zusammen – in dem Moment, in dem er bemerkte, dass diese Studentin sich nicht mehr vor dem Gebäude aufhielt. Er wandte den Blick zu Oceana – und fragte nach ihrer Meinung. Hier ging es nicht darum, was wahrscheinlicher war – wenn man danach ging, würde man davon ausgehen müssen, dass diese Frau sich ertränkt oder erhängt, wenn sie Tabletten ausschloss. Aber Oceana als Frau konnte da vielleicht eher hinein fühlen – Dan hatte keine Zeit eine Durchsuchung der Stadt zu arrangieren. Als sie dann sagte, dass sie sich das Leben nehmen würde, wurde Dans Blick etwas dunkler, während er die Steine in hinter Oceanas Kopf rollen sah. Sie sprach, dass sie sich von einem hohen Punkt in die Tiefe stürzen würde.
„Logisch.“, murmelte der Teamleiter da, als die Blauhaarige schon meinte, dass es derlei viele in Stratos City gab. Aber Dan winkte bereits ab. „Sie war vor wenigen Minuten unten vor dem Gebäude – weit kann sie nicht gekommen sein. Beeilung!“, sprach er dann ernst, während er das Handy zückte, um ein schnelles Foto vom Messerblock zu machen. Dann wählte er die Nummer eines Kollegen, während er aus der Wohnung eilte.
„Ich bin's – Aktenzeichen 723/9. Ja, genau der Fall. Besorgt euch einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohznung der Zeugin Langlay – nehmt alles aufeinander. Sie muss die Täterin sein! Und schickt noch einmal die Spurensicherung in die Wohnung des Opfers – macht Fotos der Küche, speziell des Messerblocks und des Schranks unter der Spüle. Und durchsucht diesen Fahrstuhl! Ich will das jeder Zentimeter dokumentiert ist, verstanden? Ich melde mich.“, verlautete er deutlich, während er aus der Haustür kam. Shane sah ihn mit großen Augen an, doch Dan hatte dafür jetzt keine Zeit. Er sah nicht nach hinten, sondern lief direkt diese endlosen Treppen wieder hinunter. Yakira und Shane überholten ihn schon nach wenigen Stufen, unten in der Lobby angekommen schrie er dann aber dem Pförtner entgegen:
„Sperren Sie diesen Aufzug – er darf von niemandem benutzt werden!“
Er drehte sich schon wieder um und hastete auf die Straße. Hier verharrte er, um sich kurz umzusehen – aber von der jungen Frau war natürlich nichts mehr zu sehen. Er atmete durch, wartete auf die Blauhaarige.
„Der Bilderrahmen.“, verlangte er – und als er ihn hatte, ging er vor Valor in die Knie. Er öffnete die Tüte ein Stück und hielt sie dem Fukano hin. „Los, mein Kleiner.“, wisperte er leise und vertraut, als das Fukano den Geruch aufzunehmen versuchte. Sie hatten nichts, was dieser Frau gehörte – dieser Bilderrahmen war jetzt wohl ihre einzige Chance, die junge Frau zu finden, bevor sie sich etwas antat. Sie waren immerhin nur zu zweit – so konnten sie wohl kaum das Wohngebiet auseinander nehmen. Dann nahm Valor die Fährte auf, schnüffelte einen Moment über den Boden – und zeigte deutlich die Richtung an. Dan schloss die Tüte und gab sie Oceana zurück. Er bedeutete ihr, mitzukommen – sie hatten keine Zeit mehr.
Durch große Mengen an Menschen, speziell an Schülern und Schülerinnen, die gerade Feierabend hatten und heimkehrten, aber auch über viele Ampeln hinweg führte Valor sie. Diese Studentin wusste, was sie tat – sie lief so verquer, dass es schwer war, ihr zu folgen ohne, dass der Abstand immer größer wurde. Letztlich aber konnte das Fukano sie unter lautem Gebell auf einen Gebäudekomplex aufmerksam machen, der nur wenig höher war als das Wohnhaus, in dem die Wohnung des Opfers lag – nur dass es hier eine Dachterrasse gab. Dan erinnerte sich, einmal bei einem anderen Fall gehört zu haben, dass die Studenten von heute sich gerne dort oben trafen, um zusammen Zeit zu verbringen, abseits des Trubels von Stratos City und doch noch mittendrin. Sie näherten sich dem Eingang, wo eine kleine Menschentraube um eine Frau mittleren Alters stand, die gestürzt sein musste. Er hörte Gesprächsfetzen über eine ungehobelte Frau, blonde Haare und verquollene Augen – ganz sicher die, die sie suchten. Er lief in die Lobby, wollte zu den Aufzügen – hier gab es als 12 Stockwerke, bevor es zur Terrasse ging. Die Aufzüge aber schienen alle besetzt, waren ganz oben oder defekt. Und über die beiden Treppen tummelten sich ungewöhnlich viele Leute. Er drehte sich um.
„Geh mit deinem Pokémon über die Treppen hoch – du bist schmaler als ich, du wirst dich sicher besser hindurch winden können. Nimm Shane mit. Wenn ihr vor mir ankommt, haltet sie davon ab, zu springen!“, sagte er, ehe er schon wieder nach draußen lief. Er ging um das Haus herum – bei so vielen Wohnungen musste es hier doch eine Feuertreppe geben! Und da war sie auch! Das Problem war nur, dass die Leiter, die den Zugang bildete, oben eingerastet war.
„Verdammt!“, schimpfte er, sah sich um und zog sich schließlich eine der Tonnen heran. Kletterte hinauf – und sprang so kräftig ab, wie er es auf diesem teil vermochte! Er bekam die Leiter zu fassen, doch sie rastete nicht aus. Also musste er nachfassen, sich hochziehen … Indes schoben Valor und Yakira von selbst diese Tonne weg, so gut sie konnten, bis Dan schließlich dieses Scharnier zu fassen bekam – und samt der Leiter nach unten rutschte. Was ein Glück, dass er solch turbulente Aktionen gut verkraftete. Er nickte den beiden Pokémon zu, woraufhin Yakira wieder im Haus verschwand. Er nahm dann Valor auf den Rücken, wobei sich das Fukano ordentlich festkrallte, und kletterte diese Leiter hinauf. Sobald sie die erste Plattform erreichten, sprang Valor von seinen Schultern und lief noch vor ihm die folgenden Treppen hinauf.
Die Stufen waren schmal und eng – aber hier gab es niemanden, der ihnen im Weg war. Und je höher sie kamen, desto deutlicher konnte er hören, dass dort oben jemand verzweifelt zu sprechen begann. Wenn er die Richtung nicht falsch deutete, stand die Studentin Langlay nur wenige Meter weiter links von ihm und der Feuertreppe – vielleicht wurde das ja noch nützlich.

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Re: Wohngebiet

Beitrag von Oceanaam Fr Nov 04, 2016 1:08 pm

Post #013 xx Wohngebiet xx Stratos City xx Dan


Nachdem sie noch einige Spuren gefunden hatten, kamen sie zu dem Schluss, dass die junge Frau wahrscheinlich kurz davor war, sich das Leben zu nehmen. Was bedeutete, dass sie nicht mehr allzu lange Zeit hatten. Dan meinte, dass die Verdächtige eben noch vor dem Fenster gestanden hatte und auch wenn es ihr schleierhaft war, woher er wusste, wie die Täterin aussah, ärgerte es sie doch, dass sie es nicht auch bemerkt hatte. Würde sie allein an dem Fall arbeiten, hätte sie nichts davon gewusst und wäre wahrscheinlich auf eine Hoffnungslose Suche gegangen. Doch auch jetzt war es fast Hoffnungslos, denn nur, weil sie eben noch vor dem Fenster gestanden hatte, hieß das nicht, dass sie sie schnell würden finden können. Sie wussten schließlich nicht, welche Richtung sie eingeschlagen hatte. Dennoch verließ Dan sogleich die Wohnung und zückte sein Handy, um einen Anruf zu tätigen. Oceana folgte ihm auf dem Fuß und hastete die Treppe wieder hinunter, die sie vor nicht allzu langer Zeit hinauf gegangen waren. Nyssa folgte, wenn auch etwas mühsam, da sie durch ihre Größe nicht so schnell die Stufen nehmen konnte. Oceana hörte, wie Dan einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung einer Zeugin verlangte und kurz nachdem sie unten angekommen waren, den Fahrstuhl sperren ließ.
Als sie das Gebäude verließen, verlangte er von ihr die Beweismitteltüte des Bilderrahmens, die Oceana ihm auch direkt hin hielt. Das Fukano sollte daran schnuppern, wahrscheinlich um die Fährte aufzunehmen. Es dauerte eine Weile, vermutlich weil die Spur nicht gerade gross war und es sich auch um keinen persönlichen Gegenstand handelte, dann aber hatte er scheinbar die Fährte aufgenommen und hab die Richtung vor. Oceana nahm die Beweismitteltüte entgegen und folgte ihrem Teamleiter und seinen Pokemon sogleich. Sie liefen durch viel zu überfüllte Straßen und über Ampeln, die zeitweise auch rot waren, bis das Fukano irgendwann vor einem Gebäudekomplex stehen blieb. Schon von außen erkannte man die Vielzahl an Stockwerken. Würde jemand von dort oben springen, wäre er gewiss tot und nicht mehr zu retten. Ein guter Platz, wenn man sich das Leben nehmen wollte. Jetzt galt es nur noch, dieses Vorhaben zu unterbinden und die Täterin zu retten – wie abwegig das auch klang. Sie hatte zwar einen Menschen ermordet, sie mussten aber trotzdem alles tun, um sie zu retten. Nur, um sie anschließend ins Gefängnis zu bringen. Vor dem Gebäude jedoch hatte sich eine Menschenmenge gebildet, die um eine gestützte Frau herum stand. Jemand hatte sie geschubst und war dann in das Gebäude herein gerannt. Oceana vermutete stark, dass es sich dabei um die Täterin handeln musste. Sie zwängen sich also durch die Menschenmenge hinein in das Gebäude, wo sie auf eine ebensolche Menschenmenge stießen. Die Aufzüge, die sie schnell hätten nach oben bringen können, waren entweder voll oder defekt, was sie nicht weiter brachte. Sie konnten nicht darauf warten, einen Nutzen zu können. Also blieb noch die Treppe – dir jedoch auch so voll war, dass man kaum hoch kam. Es würde keine leichte Aufgabe werden, die junge Frau noch rechtzeitig zu erreichen.

Dan hatte scheinbar bereits eine Idee, denn er teilte ihr mit, dass sie die Treppe nehmen sollte. Da sie schmaler war, würde sie sich besser durch die Menge hindurch winden können. Shane sollte ihr als Begleiter dienen. Sie stellte es sich zwar immer noch fast unmöglich vor, zwölf Stockwerke durch diese Menschenmenge schnell empor zu steigen, aber sie musste es versuchen. Also nickte sie, wandte sich jedoch kurz darauf an Nyssa, die unmöglich schnell genug würde laufen können. »Halt dich an Shane fest.« sagte sie zu ihr, doch natürlich war sie nicht begeistert. Sie war eitel und wollte niemals von jemandem getragen werden. Nun ging es aber nicht anders. Wahrscheinlich würde es Shane auch nicht gefallen, doch sie sah ihr Pokemon warnend  an, sodass sie missmutig auf den Rücken des Snobilikat kletterte. Sie atmete noch einmal tief durch, dann rannte sie auch schon los. Während sie die Stufen erklomm, musste sie leider einige Leute bei Seite schieben, die davon natürlich weniger begeistert waren. Tatsächlich wurde sie sogar mit Schimpfwörtern bedacht, denen sie jedoch keine Beachtung schenkte. Sobald sie es konnte, nahm sie auch zwei Stufen auf einmal, hatte dazu jedoch nicht oft die Gelegenheit. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, in der sie sich an den Menschen vorbei quetschte. Schon nach dem achten Stockwerk bekam sie ausserdem nur noch schwer Luft, doch auch davon ließ sie sich nicht beeindrucken. Sie lief weiter und weiter, bis sie endlich im zwölften Stock ankam. Ausser Atem nahm sie nun auch noch die letzten wenigen Stufen, die sie zur Dachterrasse brachten und stieß die Tür auf. Schwer atmend sah sie sich sogleich um und entdeckte die Studentin auf dem Sims des Hauses. Nur ein Schritt oder auch nur eine falsche Bewegung und sie würde in den Abgrund stürzen. Oceanas Aufgabe war es nun, sie davon abzuhalten. Leicht würde es sicher nicht werden. Bewusst lief sie geräuschvoll noch einen Schritt auf die junge Frau, damit sie sie nicht erschreckte, wenn sie nun zu sprechen begann. »Jenna?« fing sie an, sie erinnerte sich an den Namen, der in der Akte gestanden hatte. Gut, dass Dan ihren Nachnamen zuvor erwähnt hatte, sonst hätte sie nun wohl nicht gewusst, wer vor ihr stand. »Mein Name ist Oceana und -« "Verschwinden Sie!" rief die Studentin, noch ehe Oceana weiter sprechen konnte. Aber sie würde nicht verschwinden. Es war das erste Mal, dass sie jemanden vom Springen abhalten musste und sie hatte eigentlich keine Ahnung, was man in solchen Situationen sagte. Aber sie hatte in Erinnerung, dass man immer das Vertrauen gewinnen musste, sie auf ihre Seite ziehen und davon überzeugen, dass es sich nicht lohnte, zu springen. Leider war das leichter gesagt als getan. »Du hast ihn geliebt, nicht wahr?« Ein Schluchzen ertönte und Oceana erkannte, dass sie zitterte. "Ich hab ihn umgebracht. Er ist tot..Er…" Gut, solange sie redete, sprang sie wenigstens nicht. »Ich weiß. Und ich weiß, wie schrecklich das sein muss.« "Das können Sie nicht wissen!" entgegnete Jenna, womit sie im Grunde auch recht hatte. Sie wusste nicht wie es war, einen geliebten Menschen umzubringen. Aber das spielte in dem Fall auch keine Rolle. Sie musste nur dafür sorgen, dass Jenna glaubte, sie würde sie verstehen. »Vor zwei Jahren war ich mit jemandem zusammen. Er hat behauptet, mich zu lieben. Aber dann...ich habe ihn mit einer anderen erwischt und war am Boden zerstört.« Lüge. Es war eine klare Lüge, aber sie musste es nur glaubhaft verkaufen. Und Jenna wirkte zumindest nicht mehr so, als wollte sie sich jeden Moment über den Abhang stürzen. Hoffentlich würde das auch noch eine Weile so bleiben. »Ich wollte ihn auch umbringen.« sagte sie noch, dann drehte Jenna ihre Kopf leicht in ihre Richtung, jedoch nur so, dass sie sie wahrscheinlich nur aus den Augenwinkeln erkennen konnte. "Und haben Sie es getan?" Ihre Stimme zitterte immer noch, sie weinte auch immer noch, aber Oceana hatte das Gefühl, dass sie langsam ruhiger wurde. Hoffentlich bildete sie sich das nicht bloß ein. »Nein, habe ich nicht.« "Dann wissen sie es nicht!" rief sie aus, drehte sich wieder um und schritt noch ein wenig mehr an den Rand. Gar nicht gut. »Aber weißt du auch warum?« beeilte sich Oceana zu sagen. »Er hatte es nicht verdient. Er war es nicht wert. Und auch er ist es nicht Wert, von dir geliebt zu werden. Er hat dich nicht verdient. Ich weiß, dass du ihn liebst, aber du hast etwas besseres verdient - und du wirst etwas Besseres finden. Jemanden, der dich so liebt wie du bist und der dich nicht für jemand anderen eintauscht.« Die Studentin hielt in ihrer Bewegung inne und schien sichtlich über die Worte nachzudenken. Noch ein bisschen, und sie würde vielleicht doch noch wieder herunter kommen. Langsam und vorsichtig ging Oceana einige Schritte auf sie zu, während sie weiter sprach. »Es verurteilt dich niemand dafür, was du getan hast. Er hatte es doch verdient. Du kannst eine neue große Liebe finden, dich neu verlieben und dann auch geliebt werden. Aber das geht nur, wenn du zu mir runter kommst.« Oceana hatte das Mädchen fast erreicht und reichte ihr die Hand, damit sie sich daran festhalten konnte, wenn sie denn bereit war, tatsächlich vom Sims herab zu steigen. »Willst du dein Leben denn wirklich beenden? Du hast noch so viele Möglichkeiten, kannst so viel erreichen - du musst mir nur deine Hand geben.« sagte sie ruhig und wartete schließlich auf eine Reaktion. Langsam drehte Jenna ihren Kopf in ihre Richtung - die Tränen waren versiegt, doch sie schniefte, weil sie kaum Luft bekam. Aufmunternd lächelte Oceana ihr entgegen und tatsächlich, die Studentin drehte sich vorsichtig zu ihr um.
Die junge Frau nickte, doch gerade, als sie Oceana ihre Hand entgegen streckte, rutschte sie ab. Schnell überwand Oceana den letzten Abstand von ihr zu der jungen Frau und versuchte, ihre Hand zu fassen zu bekommen, doch sie griff ins Leere. »Nein!« schrie sie verzweifelt und lehnte sich über den Rand, in der Hoffnung, sie so doch noch eriwschen zu können. Doch es war zu spät; Jenna fiel und Oceana konnte nichts weiter tun, als nach unten schauen. Auch Nyssa hatte es nicht geschafft, ihre psychokinetischen Kräfte rechtzeitig anzuwenden. Sie war so nah dran gewesen, letztlich aber hatte sie doch versagt.


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Re: Wohngebiet

Beitrag von Danam Fr Nov 04, 2016 5:52 pm

Dan Chapell


#007 // Oceana Finnley


Oceana folgte ihm so schnell sie konnte – nicht nur das Treppenhaus herunter, sondern auch durch die vollgestopften Straßen, nachdem sie ihm den Beutel mit dem Bilderrahmen gegeben und Valor die Fährte aufgenommen hatte. Beim Gebäudekomplex bekam natürlich auch Oceana mit, was passiert sein musste, dass die Aufzüge keine Option waren und dass ihnen offensichtlich der Sand der Zeit durch die Finger rann. Als Dan ihr dann sagte, sie solle mit Shane und ihrem Pokémon nach oben laufen, nickte sie ernst – und machte sich schon auf den Weg. Dan, der mit der Feuertreppe beschäftigt war, bekam also nicht mit, wie sich die junge Frau abkämpfte. Shane, das Snobilikat, willigte indes aber ein, das Psiaugon nach oben zu tragen – er war stark und ausdauernd und die Beinchen des Psiaugons so niedlich, dass sie es wohl auf halber Strecke zurückgelassen hätte. Aber sein Trainer hatte ihm doch beigebracht, dass kein Freund zurückgelassen wurde – also würde Shane Nyssa ohne Wiederworte hinauf tragen!
Und das tat das Snobilikat auch – zusammen mit Yakira, die die Truppe im zehnten Stock einholte. Das Magnayen war außer Atem und hechelte schwer, aber Yakira drosselte ihr Tempo auch nicht sondern stapfte weiter hinauf auf die Dachterrasse.
Indes kam auch Dan weiter voran – er hatte den siebten Stock bereits erreicht. Aber die Art, wie die Feuertreppe angelegt war, war durchaus ermüdend und nach dem Sprint durch das Wohngebiet war er durchaus außer Atem. Er atmete einmal tief durch, bevor er weiter hinauf ging. Valor ermutigte ihn, indem er zurück kam und um seine Beine strich. Er grinste dem Fukano missmutig zu, fasste sich und rannte weiter. Er trainierte eigentlich regelmäßig, zu Laufen half ihm, den Kopf frei zu kriegen – aber wenn man bedachte, dass er der Opferwohnung wegen schon neun Stockwerke hinauf und hinunter gelaufen war und jetzt wieder so eine Tour hinter sich brachte, überlegte er tatsächlich, ob das bisschen Lauftraining für seine Kondition reichte. Je weiter er nach oben kam, desto mehr rückten diese Gedanken aber in den Hintergrund. Er konnte diese Studentin hörne – und bald auch Oceana. Es war nur dumpf, aber er hörte, wie sie versuchte, sie vom Springen abzuhalten. Gut so, dachte Dan bei sich und lief nun auf leisen Sohlen weiter. Er durfte diese Jenna Langlay nicht erschrecken – das konnte schlimmes verursachen. Er bemerkte aber auch langsam, wie sie sich zu beruhigen schien – hatte Oceana es also geschafft? Er wollte tatsächlich daran glauben – als er einen erschrockenen Aufschrei vernahm, dann die laute Stimme Oceanas – und Schritte. Und sofort wusste er, was geschehen war. Er nahm die letzte Stufe, brachte alle Kraft auf, sprang zur anderen Seite, als gerade ein Schatten alles zu bedecken begann. Seine rechte Hand schnellte vor, während die linke sich in das Geländer krallte. Er konnte das schmale, kalte Handgelenk erfassen – alles schien in Zeitlupe abzulaufen. Dann – der Ruck, der ihn nach vorne riss und halb mit sich zog. Dass er nicht über das Geländer stürzte, als er die Studentin aufzufangen versuchte, war allein Valor zu verdanken, der sich in seinem Hosenbein verbiss und zurückzog. Das Geländer traf ihn dennoch schwer, sodass ihm für einen Moment die Luft ausblieb, während seine Schulter klagte. Dann endlich konnte er rasselnd ausatmen, während ihm die riesigen, verquollenen Augen der Frau entgegen blickten. Sie war offenbar abgerutscht – andernfalls wäre sie nicht rückwärts gefallen und hätte jetzt diese Angst in den Augen. Er versuchte, Luft zu holen.
„Ich … hatte Sie … leichter eingeschätzt.“, presste er heraus – als er auch schon hörte, wie etwas weiter oben auf der Treppe landete, herunter lief – und ihn am anderen Bein packte. Yakira, offensichtlich. Er bekam festen Boden unter beiden Füßen, sodass er endlich die Kraft aufbringen konnte, die Frau hochzuziehen. Er strengte seine rechte Armmuskulatur an, sodass er letztlich mit der linken Hand unter den Oberarm der Frau greifen konnte. Noch ein Stück, und er konnte die Rechte und ihre andere Achsel legen. Er zog sie wieder ein Stück, sodass sie sich bei ihm festhalten konnte, faste nach dem Gürtel, den sie glücklicher Weise trug – und konnte sie schließlich ganz über das Geländer ziehen. Vorsichtig ließ er sie herunter – bevor sie auch schon zitternd zusammen sackte. Jetzt konnte auch er endlich durchatmen, er lehnte sich gegen das Geländer, sobald seine Pokémon von ihm abließen und sah hinauf. Der zehnte Stock – dass der Sturz bisher nicht tief gewesen war war wohl der einzige Grund dafür, weshalb weder ihm noch der Täterin die Schulter ausgekugelt wurde. Wie er bemerkte, hatte auch Oceana versucht, die Frau aufzufangen – so, wie sie über den Rand gebeugt war, hatte sie ebenfalls nach ihre Hand greifen wollen. Er hob stattdessen die seine – war ja doch noch alles gut gegangen. Nun sah er aber zu Yakira und Valor hinab. Er nickte ihnen zu – bevor er die Schultern straffte. Es gab ja noch etwas zu tun, nicht wahr?

Eine dreiviertel Stunde später standen sie unten an einem Streifenwagen. Er hatte die Kollegen benachrichtigt und einen Krankenwagen für Jenna Langlay angefordert. Diese saß nun hinten auf dem Krankenwagen, umhüllt von einer Decke, während sie, noch immer zitternd, von einem Arzt befragt wurde. Dan und Oceana hatten ihre Aussagen bereits zu Protokoll gegeben, woraufhin der Teamleiter auch einen jungen Polizisten – genau genommen dem, den er am Vormittag schon getroffen hatte – die Tüte mit dem Bilderrahmen reichte. Sollte er sie ruhig zur Spurensicherung bringen – der Kurze kam da ohnehin eher vorbei als Dan. Zwar war die Studentin geständig, aber da sie in einem katastrophalen psychischen Zustand war, konnte man das nicht werten. Ohnehin vermutete Dan, dass sie nach diesem Suizidversuch eher in psychiatrische Verwahrung kommen würde, als ins Gefängnis. Für ihn war es einerlei – er musste nur noch den Bericht verfassen und auf die Ergebnisse der Gerichtsmedizin warten, dann war der Fall auch bereits abgeschlossen. Mit der Gerichtsverhandlung hatte er ja nichts mehr zu tun.
Wesentlich entspannter drückte er seine Zigarette in dem kleinen Aschenbecher im Streifenwagen aus, ehe er wieder richtig ausstieg. Er hatte Yakira und Shawn bereits in ihre Bälle zurückgerufen und die Situation vor Ort etwas beobachtet, jetzt aber war es Zeit, dass sie zur RPV zurückkehrten. Genau das erklärte er auch diesem übereifrigen Polizisten und seiner neuen Kollegin Oceana. Dabei kamen sie am Krankenwagen vorbei – nicht unabsichtlich, wie Dan wusste. Er wollte ohnehin noch etwas los werden. Also trat er näher heran, woraufhin der Arzt sich kurz entschuldigte und ein paar Meter Abstand nahm. Jenna Langlay sah ihn an, aber auch gleich wieder fort.
„Sie bereuen es, richtig?“, fragte er simpel – und ruhig. Und sofort nickte die Studentin, begann sogar augenblicklich wieder zu schluchzen. Er nickte ebenfalls. „Dann dürfen Sie sich nicht noch einmal das Leben nehmen wollen. Wenn Sie sterben, gibt es keinen Ausweg mehr. Ich will ehrlich mit Ihnen sein, Jenna.“, sprach er dann, wobei er sich unterbewusst an die Hundemarke fasste, die um seinen Hals hing. „Sie werden verurteilt werden – was aus Ihnen wird, liegt aber ganz bei Ihnen. Und wenn Sie irgendwann wieder Ihr eigenes Leben leben können – vielleicht sind Sie dann schon soweit, dass man Ihnen verzeihen kann. Dass Sie sich selbst verzeihen können.“, sagte er dann schließlich ernst, bevor er sich zum Gehen wandte. Seine Hand fiel wieder zur Seite. „Zu sterben ist jedenfalls keine Option – alles klar?“, fügte er schließlich noch an, wobei er sich nach und nach entfernte. Japsend, leise konnte er noch ein „Ja“ vernehmen – dann wäre ja alles geklärt. Zeit, für den Rückweg!

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Re: Wohngebiet

Beitrag von Oceanaam So Nov 06, 2016 11:49 am

Post #014 xx Wohngebiet xx Stratos City xx Dan


Ihr Blick ging über den Rand hinaus nach unten, in die Tiefe, in die Jenna fiel. Doch wie Oceana bemerkte, fiel sie nicht bis zum Boden, wo sie aufgeschlagen und tot gewesen wäre, stattdessen schaffte jemand es, sie von der Feuertreppe aus aufzufangen. Oceana sah Dan, der es noch nicht bis zum Dach geschafft hatte. Über das Geländer der Feuertreppe hinaus hatte er es geschafft, die junge Frau zu packen, wäre dabei aber fast selbst über den Rand gefallen. Kein Wunder, das Gewicht der Studentin hätte Oceana auf jeden Fall mit in die Tiefe gezogen, immerhin war sie gefallen, die Erdanziehung hatte sie nach unten gezogen. Doch Dan hatte sie gerettet. Erleichtert atmete Oceana ein und aus. Sie war es zwar nicht gewesen, die Jenna wirklich gerettet hatte, aber sie hatte es geschafft, dass sie nicht mehr springen wollte. Dass sie letztlich doch in die Tiefe gefallen war, war einem Unfall zu verschulden. Wie schlecht hätte sich Oceana gefühlt, wenn Jenna im Endeffekt doch noch gestorben wäre? Oceana hob die Hand, um Dan zu bedeuten, dass alles gut war, auch wenn sie sich nicht unbedingt so fühlte. Sie zitterte und drehte sich letztlich auch um, um sich auf den Boden fallen zu lassen. Ob alle Fälle so turbulent ablaufen würden? Es war zwar nicht schlecht, wenn man ein wenig Aufregung hatte, aber jemanden in seinen Tod stürzen zu sehen, musste sie nicht noch einmal haben - ganz gleich, ob der Mensch es nun gewollt hatte oder nicht. Nyssa kam zu Oceana und berührte sie an der Schulter, woraufhin Oceana ihr ein Lächeln schenkte. Es war nochmal alles gut gegangen - natürlich nur, wenn man von dem bereits geschehenen Mord absah.

Eine dreiviertel Stunde später stand Oceana vor einem Streifenwagen. Dan hatte nicht nur Kollegen, sondern auch einen Krankenwagen angerufen, in dem Jenna nun saß und mit einem Arzt sprach. Nyssa stand neben Oceana, während Shane und das Magnayen bereits wieder in ihren Bällen verschwunden waren. Sie hatten den Fall aufgeklärt, jemanden vor einem Selbstmord bewahrt und waren alle heil unten angekommen. Oceana fragte sich allerdings, ob Dan nicht doch Schmerzen haben musste - jemanden im Flug aufzufangen, konnte für die Schultergelenke sicher nicht von Vorteil sein. Er schien aber gesund und so machte sich Oceana auch erst einmal keine weiteren Gedanken darum. Vielleicht würde sie ihn in der RPV noch danach fragen, wahrscheinlich aber eher nicht. Dorthin wollten sie nun auch zurück kehren, sodass Oceana zusammen mit Dan und einem weiteren Polizisten sich auf den Weg machte. Dabei kamen sie am Krankenwagen und somit auch an Jenna vorbei. Dort blieben sie zunächst noch stehen, da Dan wohl noch etwas zu ihr sagen wollte. Oceana war sich nicht sicher, ob es schlau war, ihr zu sagen, dass sie verurteilt werden würde, andererseits machte es auch keinen Sinn, zu lügen. Und der Inhalt seiner Worte war nicht verkehrt. Jenna nickte sogar und stimmte zu; sie würde sich nicht mehr das Leben nehmen, jedenfalls behauptete sie das jetzt. Oceana hoffte wirklich, dass das auch stimmte. Irgendwann würde sie sich vielleicht verzeihen können. Oceana sah von Jenna zu Dan hinüber, dessen Hand auf Höhe seiner Brust ruhte, so als würde er damit etwas umfassen, das sich Oceanas Blickfeld entzog. Da sie nicht wusste, um was es sich handelte oder ob es nur eine rein zufällige Geste war, beschloss sie, auch hierzu nichts weiter zu sagen. Stattdessen wandte auch sie sich noch ein letztes Mal an Jenna. »Viel Glück wünsche ich Ihnen.« Mit einem Lächeln und kurzen Nicken wandte sie sich schließlich ab - nun konnten sie wieder zur RPV zurück kehren.


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