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Der alte Stadtteil

Beitrag von Lawrenceam Mi Jul 29, 2015 10:23 pm

Der alte Stadtteil
In diesem Teil Twindrake Citys weiß man alte Traditionen der Region noch zu schätzen. Die Menschen hier leben sehr schlicht in aus Stein gebauten Häusern und fristen insgesamt einen recht ruhigen Alltag.
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Lawrenceam Mi Jul 29, 2015 11:27 pm


Lawrence und der Stalker
Are you kidding me?!?

#24

[cf: Blumenladen Wunschtraum // Timeskip]

Pünklich verließ Lawrence am nächsten Morgen den Laden, um rechtzeitig an der Zylinderbrücke anzukommen. Gestern hatte er mit seinen "Eltern" alles besprochen, so konnte er sich für die nächsten Tage frei nehmen. Immerhin war er auch nicht gezwungen, hier zu arbeiten, er tat es rein aus gutem Willen heraus. Wenn er sich schon durchschnorrte, wollte er auch etwas dafür tun! Es reichte ihm einfach nicht, dass er seinen Lohn mit diesen Leuten teilte. Als er jedoch die Straßen der Stadt entlangging, musste er feststellen, dass eine Person ihm den Weg versperrte. Äußerst auffällig war an dieser Stelle die ähnliche Aufmachung... er konnte sich nicht entsinnen, dass Kimonos in Einall plötzlich in Mode gekommen waren. Skeptisch musterte er die Schwarzhaarige vor ihm also und versuchte so schnell es ging an ihr vorbeizuschreiten, immerhin hatte er es eilig.
"Halt!" Leider schien sie nicht ohne Grund dort zu stehen. Direkt, nachdem er ihr ausweichen wollte, stellte sie sich wieder direkt vor ihn und starrte an ihm hoch, da er sie gut um zwei Köpfe überragte. "Du bist doch Henry Simmons, der ansässige Arenaleiter, oder?", fragte sie und setzte dabei ein tückisches Grinsen auf, "Ach, natürlich bist du das, ich könnte dich gar nicht verwechseln!" schnell war sie einen Schritt nach hinten gesprungen und zückte dabei einen Pokéball aus ihrer Umhängetasche. "Ich bin gekommen, um mir deinen Orden zu holen! Los, kämpfe gegen mich!"
Lawrence hatte das Spektakel zunächst stumm beobachtet, ehe er angestrengt seufzte und erneut an ihr vorbeischritt. "Tut mir Leid, aber das geht im Moment nicht. Ich habe wichtigeres zu tun." Mit diesen Worten ließ er die junge Dame eiskalt hinter sich und hoffte, dass die Sache damit erledigt war. Doch hatte er sich wahrscheinlich zu früh gefreut, immerhin bemerkte der Brillenträger den verdatterten, beinahe schon traurigen Gesichtsausdruck seiner Herausforderin nicht, als hätte er ihr soeben das Herz gebrochen.

Seelenruhig ging er also weiterhin die Straße in Richtung Stadtrand entlang, wurde dabei jedoch das Gefühl nicht los, dass ihm etwas im Nacken lag. Etwas Schweres, Stechendes. Abrupt drehte er sich immer wieder um, konnte aber niemanden hinter sich entdecken. Nach einer Weile musste er sich dann doch irritiert am Hinterkopf kratzen, während er seinen Blick etwas länger über seiner Schulter verweilen ließ. Wurde er allmählich paranoid? Aber das konnte doch nicht sein, es gab überhaupt keinen Anlass dazu. So wollte er sich umdrehen, um weiter seines Weges zu gehen, als...
"KÄMPFE MIT MIR!"
Abrupt war die Schwarzhaarige hinter dem Laternenpfahl auf seinem Weg hervorgesprungen und stellte sich ihm entschlossen entgegen, während der Arenaleiter mit einem erschrockenen Schrei nach hinten zurückgewichen war und seine Herausforderin perplex anstarrte. "Wa-wa..." Er benötigte einen kurzen Moment, um sich zu sammeln, ehe er weitersprechen konnte. "Ich habe doch bereits gesagt, dass es nicht geht!"
"Aber..."
"Kein aber!"
Noch einmal schritt er achtlos an ihr vorbei. Auf solche ungesittete Aktionen würde er erst gar nicht vernünftig reagieren! Doch leider musste er im nächsten Augenblick erfahren, was dieses schreckliche Gefühl der Paranoia in ihm ausgelöst hatte. Sie folgte ihm. Schritt auf Schritt. Zuvor hatte sie wohl noch versucht, sich zu verstecken, doch jetzt konnte Lawrence sie bei jedem Umdrehen etwas sehen, wie sie halb um die Ecke linste und ihn dabei mit ihren stechenden, braunen Augen regelrecht durchbohrte. Ein unangenehmer Schauer lief dem Schwarzhaarigen in diesem Moment über den Rücken. Es war früh am Morgen, niemand sonst war in dieser ruhigen Ortschaft auf der Straße. Er war völlig allein und schutzlos dem stechenden Blick dieser jungen Frau ausgeliefert. Unwillkürlich beschleunigte er seinen Schritt und spürte, wie das Adrenalin allmählich begann durch sein Blut zu jagen.
Er wollte einfach weg hier! Weg, verdammt! Dieses unheimliche Mädchen sollte ihn endlich in Ruhe lassen!

Nachdem sich sein schneller werdender Gang allmählich gesteigert hatte und er auf dem Höhepunkt förmlich um sein Leben gerannt war musstte er kurzerhand doch aus Erschöpfung eine Pause einlegen und schnaufte tief, während er seine Hände auf seine Knie stütze. "Gott... was zur Hölle...", murmelte er dabei beinahe am Ende seiner Kräfte vor sich hin und sah noch einmal hinter sich. Keine Person weit und breit. So richtete er sich langsam wieder auf. Vielleicht... war er nun endlich in Sicherheit.
"KÄMPFE MIT MIR!"
Fehlanzeige. "Uaaaaaaah!" Panisch schreiend und durch die Angst beflügelt nahm Lawrence erneut seine Flucht wieder auf, nachdem die Schwarzhaarige plötzlich aus den Büschen neben ihm hervorgesprungen war. Das war doch nicht mehr normal! Immer ausgerechnet dann, wenn man begann, sich sicher zu fühlen...! So rannte der Brillenträger dieses Mal eher ziellos durch die Gegend und verschanzte sich letzten Endes in einer öffentlich Toilette, wo er erst einmal eine Verschnaufpause suchte. Und bei Gott, roch es hier ekelhaft. Aber sie würde ihm als Frau doch sicher nicht bis in eine Männertoilette folgen, oder...?

"Verdammt, ich komme noch zu spät, wenn das so weitergeht...!", musste Lawrence schließlich feststellen, nachdem er einen kurzen Blick auf die Uhr seines Viso-Casters geworfen hatte. Er wollte Shiro nicht unnötig warten lassen. Oder, besser gesagt, er wollte auch sich selbst nicht unnötig warten lassen. Wie lange hatte er schon auf diesen einen Tag gewartet? Und nun musste... SO ETWAS passieren! Das war doch nicht mehr normal! Aber konnte er sich überhaupt nach draußen wagen? war die Luft rein? Eine derart hartnäckige Person war ihm noch nie zuvor untergekommen. Und vor allem, ihr auffälliger Kleidungsstil, der sehr dem seinen ähnelte... war sie letztendlich ein Stalker? Ein durchgeknallter Fan? Bei diesem Gedanken lief es dem Schwarzhaarigen erneut einskalt den Rücken herunter und er musste einmal tief schlucken. Das war doch... krank. Abartig. Warum mussten solche Dinge im Leben immer ihn treffen?!
"Ohhhh, Henry ~", fast schon spielerisch und verschwörerisch erklang erneut sanft die ihm inzwischen bekannte Stimme hinter ihm. Langsam, als wäre sein Kopf auf einem eingerosteten Kugellager angebracht, drehte der Arenaleiter seinen Blick nach oben. Und dort, über den Rand der Wand hinter ihm, spähte sie von der Frauenhälfte der Toilette aus mit ihren stechenden, braunen Augen die sie kurzerhand abrupt zu einem sehr skeptischen Blick verengte. "Kämpfe mit mir...", flüsterte sie dabei leise hervor und die Augen des Brillenträgers weiteten sich langsam in blankem Entsetzen, während er dabei nur unverständliche Angstlaute hervorstottern konnte und ungläubig einen Schritt nach hinten tat.

"AHHHHHHH!" Und schon im nächsten Moment wurde die Tür mit einem lauten Krachen aufgestoßen, während Lawrence wieder einmal in einem Affenzahn davonrannte. Doch dieses Mal ließ die junge Dame nicht einfach so locker, offensiv rannte sie ihm hinterher und schien erst gar nicht daran zu denken, locker zu lassen. "Was zur Hölle soll das?! Das ist Wahnsinn!", keuchte der Feuertrainer im nächsten Moment verzweifelt hervor, verlangsamte sein Tempo dabei jedoch nicht.
"Wahnsinn?!", wurde ihm auch schon kurzerhand von hinten zurückgeworfen, ehe wohl etwas kam, dass seinen Eindruck einer Irren wohl noch mehr verstärkte, "DAS IST SPARTA!"
"Gaaaaaaaaaahhh, nicht auch noch ausgelutschte Filmreferenzen!!" Er war beinahe schon den Tränen nahe. Eine Figur der Erbärmlichkeit wie sie im Buche stand. Und obwohl er stets versuchte felsenfest zu bleiben und seine Emotionen im Zaum zu halten waren es doch solche Momente, die ihn mit Leichtigkeit an den Rande des Wahnsinn trieben. Dabei hatte er jedoch nach wie vor fest sein Ziel vor Augen, allmählich verließen die beiden in ihrer Hetzjagd nämlich die Stadt und steuerten direkt die Route an, die zur Brücke führte.
"KÄMPF DOCH ENDLICH MIT MIR!", ertönte es noch ein letztes Mal, woraufhin jedoch nur ein lautes und verzweifeltes "NEIIIN!" zu hören war. Und sich weiterhin auf diese Weise anschreiend und alles in ihrer Umgebung ausblendend setzten die beiden ihren Weg fort...

[tbc: Zylinderbrücke]
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Gastam Sa Okt 31, 2015 8:39 pm



First Post
Komm, Miez Miez Miez
Twindrake City ♦ Der alte Stadtteil

Was passiert, wenn man durch die Gegend fährt? Richtig, man landet irgendwo. Und genau das hatte nun Aimée auch geschafft. Naja gut, verfahren würde bei ihr schwierig werden, hatte sie doch eine Karte von Einall dabei und konnte sich daran orientieren wo sie nun sein müsste. So parkte sie ihr Motorrad an der Bordsteinkante der Straße, stieg ab und nahm ihren Helm ab. Die Gegend in welcher sie gelandet war, sah sehr ruhig und freundlich aus. Die Straße wurde durch einfach Steinhäuser geziert - es wirkte schon fast malerisch. Mit gekonnten Handgriff wurde das Haar gebändigt, sodass es wieder locker über ihren Rücken fiel. Der Helm währenddessen wurde in den Stauraum unter dem Sitz verstaut, der Schlüssel wurde zurück in die Tasche gesteckt und die Karte heraus geholt. Mit dem Finger verfolgte sie die Stecke welche sie gefahren sein müsste und tatsächlich - sie war in der Altstadt von Twindrake City angekommen. War es ihr Ziel? Nein aber trotzdem gefiel ihr spontanes Reiseziel. Dann griff zum Pokéball ihres Magnayens, welche sie an ihrem Gürtel trug. Mit einem grummeln war nun Ambroise erschienen und er brauchte ein Moment bis er aufhörte. "Pardon. Aber du magst Autofahrten nicht oder irre ich mich, mon grand?" und ließ ihren eindeutig französisch angehauchten Akzent erklingen. Ambroise schüttelte sich nur und nahm seine übliche Position an Aimées linker Seite. Mit einem Schulter zucken akzeptierte sie die Antwort ihres Partners und zusammen gingen sie die Straße der Altstadt entlang.

Bald erblickten Aimée und Ambroise eine junge Dame welche verzweifelt klang. Aimée blickte kurz zu ihrem Begleiter und Ambroise lies ein leichtes leuchten in seinen Augen zu. Ein Zeichen das Ambroise die selben Gedanken hatte wie Aimée und liefen gemeinsam zu der Frau. "Puschi! Puschi, komm herunter! Oh, kommt doch herunter!" Das Jammern der Frau wurde je näher sie kamen deutlicher. Als sie nah genug waren, drosselte die Polizistin und das Unlichtpokémon ihre Schritte. Aimée suchte währenddessen nach ihrer Dienstmarke in der Tasche. Doch bevor sich Aimée vorstellen konnte, bemerkte die Frau die Anwesenheit der beiden. "Sie! Sie müssen wir helfen! Sie müssen mein geliebtes Puschi von dem Baum herunter holen!" sprudelte es panisch aus ihr heraus. "Madame, très calme. Bitte beruhigen Sie sich." erklang ihre Akzent und erhob ihre Hand mit der Dienstmarke. "Aimée de Flare. Wie kann ich Ihnen -" Die Frau machte eine Handbewegung. "Es ist mir egal wer Sie sind oder was Sie machen. Helfen Sie mir einfach mein Puschi zurück haben. So tuen Sie doch endlich was!" unterbrach die Frau Aimée. "Oh, Puschi. Wieso tust du mir das an? Komm doch herunter." Und drehte sich wieder zum Baum. Aimée folgte dem Blick der Frau und erblickte 'Puschi', auch Ambroise schaute hinauf und fing sofort an zu Knurren. Auf dem Baum saß ein Felilou welches keine Anstalten machte auf sein Frauchen zu hören und als das Felilou auch noch das Knurren von Ambroise hörte, fauchte es ganz wütend. "Ihr Pokémon macht mein Puschi ganz nervös! Puschi ist sehr sensibel und darf unter keinen Umständen gestresst werden!" Aimée versuchte ruhig zu bleiben. Die Platinblonde hielt ihre Hand so, das ihre Handinnenfläche zum Boden zeigte. "Calme, mon grand. Komm her." sagte sie ruhig und Ambroise beruhigte sich etwas und nährte sich Aimée und legte sich neben ihr auf den Boden. "Pardon. Ambroise ist sehr temperamentvoll." und entschuldigte sich für das Verhalten ihres Partners. "Madame, ich werde mein bestes versuchen Ihnen zu helfen, doch wenn Sie sagen, das ihr Pokémon sehr sensibel ist, sollten Sie nicht weiter herum schreien, oui?" und versuchte etwas Ruhe in die gesamte Situation zu bringen. Aimée sah das die Dame widersprechen wollte, doch ließ sie es und nickte einfach nur. Und diese Ruhe nahm sich Aimée um die Situation genau zu analysieren.

Das Felilou saß aus dem Baum und wollte nicht mehr hinunter kommen, auch fühlte es nicht angesprochen. "Sind Sie sicher das es Ihr Felilou ist, Madame?" Doofe Frage. Völlig entsetzt blickte die Frau nun Aimée an. "Was erlauben Sie sich da zu sagen! Meinen Sie ich könnte mein Puschi nicht von irgendwelchen daher gelaufenen Felilous unterscheiden! Mein Puschi hat das glänzendste Fell hier in der Straße! Und allgemein, es ist das liebste und edelste aller Felilous die es je gab! Ich verbiete mir solche Aussagen!" Ohne etwas zu sagen hörte sich Aimée die Worte der Frau an und nickte nur entschuldigend, trotzdem hatte Aimée das Gefühl das es bei dem Felilou auf dem Baum nicht um Puschi halten könne. Sonst hören Pokémon immer auf ihre Besitzer. So ging sie noch einmal alle Möglichkeiten durch. Ein Pokémon mit einer Schlafattacke hatte sie nicht dabei.. aber Darcey könnte hinauf fliegen und es herunter holen. "Ich habe eine Idée." kam es nun über die Lippen der Platinblonden. Schnell wurde der Pokéball von Darcey gezückt und schon erschien das Unlicht-Flug-Pokémon. "Was tuen Sie da? Zu viele Pokémon stressen mein Puschi nur zu sehr! Haben Sie mir denn nicht zu gehört?!" schimpfte sie, doch Aimée ignorierte die Aussage der Frau. "Darcey, dort oben. Das Felilou. Kannst du es herunter holen?" fragte sie freundlich ihr Pokémon, welches sofort hinauf zum Felilou flog. Anscheint hatte das Pokémon wirklich ein Problem mit anderen Pokémon, denn nun wurde Aimées UHaFnir angefaucht. Doch interessierte es das Unlicht-Flug-Pokémon nicht und versuchte das Felilou mit den Füßen zu schnappen - doch keine Chance, sofort setze es seine Krallen ein um Darcey auf Abstand zu halten. So würde Aimées Pokémon Puschi nicht bekommen... außer... "Darcey! Windstoß" "WAS!" schrie nun die Frau, doch Darcey fing schon an mit seinen Flügeln die Attacke vorzubereiten. Doch der Plan klappte. Das Felilou war anscheint doch nicht so sensibel, denn es bemerkte was das UHaFnir tun wollte und sprang nun freiwillig hinunter und landete elegant auf den Beinen. Zu Frieden schaute Aimée zu Darcey hinüber und drehte sich dann zu der Frau um. "Pardon, doch nun haben Sie ihr Puschi wieder." Doch die Frau reagierte nicht auf Aimées Worte und das Felilou ging einfach die Straße weiter, so als würde es niemanden kennen. "Das war nicht Puschi! Oh mein süßes liebes Puschi!" Also doch! "Finden Sie sofort mein Puschi!" Doch das war gar nicht nötig. Zwischen den Beinen der Frau war nun ein Felilou-Kopf zu sehen und machte ein glückliches Geräusch. Auch die Frau schaute hinunter und griff sofort nach dem Felilou. "Oh, da bist du ja! Du hast mir so eine Schrecken eingejagt. Oh mein süßes kleines Puschi." Und ging mit ihrem Felilou die Straße hinauf und ließ Aimée einfach stehen. "De rien. Gern geschehen." grummelte Aimée und holte Darcy wieder zurück in sein Pokéball. Sie schaute zu ihrem Partner hinunter und nickte in die Richtung, aus welcher sie kamen. "Wir sind hier fertig, Ambroise." Und gemeinsam gingen sie wieder den Weg entlang welchen sie kommen waren.

Tbc: ???

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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Lawrenceam Mi Jul 06, 2016 12:36 am


Lawrence all alone
The only thing he left was a deep black bruise inside my heart.
#120

[cf: Nevaio City - Plateau / Zeitsprung]

Es war einige Zeit nach der Abschiednahme von Shiro in Nevaio City vergangen und der Alltag gestaltete sich so unerträglich wie erwartet. Letztendlich waren die Abende in Twindrake Ciry stets etwas, über das es sich nicht lohnte, viele Worte zu verlieren. Das wohl treffendste Wort an dieser Stelle wäre wohl "langweilig". Ja, durchaus, "langweilig". Insbesondere, wenn man erneut allein zurückgelassen wurde, um den Laden zu hüten und dabei nur regelmäßig Gesellschaft von zwei kleinen Sonnkern bekam. Daher hatte sich Lawrence kurzerhand dazu entschlossen, nach Feierabend noch einen Spaziergang zusammen mit Delilah zu machen, seine restlichen Pokémon hatte er im Laden gelassen. Die Sonne neigte sich dem Horizont zu und wie jeden Abend sprangen die Straßenlaternen an, um den Weg auszuleuchten. Der Arenaleiter hatte seine Hände in den Ärmeln seines Kimono verborgen, während sein Blick während des Laufens leicht gen Boden geneigt war, sein Fennexis folgte ihm einfach stumm. Es gab auch nichts, was sie zu bereden hätten. Seit Sentiment verschwunden war, hatte sich das Verhältnis des Schwarzhaarigen zu seinen restlichen Pokémon ebenfalls weiter verschlechtert. Es war, als wären sie sich gegenseitig verfremdet. Zwar hoffte er, dass es nur eine Phase war, die vorübergehen würde, doch er wusste, solange er diesen Zustand der Stagnation beibehielt, würde sich auch daran  nichts ändern.
Mit einem Mal hob er jedoch seinen Blick wieder, als er an der Grenze des alten Stadtteils zum Neuen ankam, wo allmählich der Übergang vom Altertum in die Moderne stattfand. Schreie, weinende Menschen, das Lodern von Flammen und Knacken von verbrennenden Rohstoffen. Beinahe schon gebannt starrte Lawrence auf das Spektakel, das sich mit einem Mal vor seinen Augen darbot. Ein kleiner, alleinstehender Wohnblock brannte lichterloh in den oberen Etagen, sodass man schon die Flammen herauszüngeln sehen konnte. Ein leichtes Lächeln legte sich dabei auf seine Lippen. Er dachte erst gar nicht an die Menschen, deren Eigentum gerade zerstört wurde, es war schon viel zu lange her gewesen, dass er etwas Derartiges mitangesehen hatte…
Sein Blick löste sich jedoch von dem Spektakel, als eine Frau, höchstwahrscheinlich eine der Bewohnerinnen dieses Wohnkomplexes, laut zu schreien begann und versuchte, zurück in das Gebäude zu rennen. Dabei wurde sie jedoch von zwei anderen Männern gestoppt, die mit aller Macht versuchten, sie zurückzuhalten.
"Meine Tochter! MEINE TOCHTER!" Penetrant deutete sie mit ihrem ausgestreckten Arm auf eines der Fenster im dritten Stock und tatsächlich, dahinter konnte Lawrence trotz der Flammen einen kleinen Schatten durch den Raum huschen sehen. Doch anscheinend war es der Person nicht möglich, an das Fenster zu gelangen. "Das ist furchtbar…", kommentierte ein junger Mann unmittelbar neben ihm die Situation und schien sich betroffen zu zeigen.
"Sind denn neben dem Kind noch andere Leute in dem Gebäude?", erkundigte sich der Brillenträger aus Neugierde in ruhigem Ton und erntete dabei einen vorwurfsvollen Blick von Delilah. Sie schien wohl ganz genau zu wissen, was er vorhatte.
"N-Nein… nicht, dass ich wüsste…", gab sein Gegenüber etwas unsicher zurück. "Ich verstehe." Mit diesen Worten wandte sich Lawrence also seelenruhig um… und sprintete los, direkt in das brennende Gebäude hinein, bevor ihn jemand aufhalten konnte. "HEY, was zur Hölle haben Sie vor?!" Den auf diese Aktion folgenden Worten dieses Passanten wurde keine Beachtung mehr geschenkt. Er hatte vorhin gesehen, dass jemand erst jetzt dabei war, den Notdienst zu rufen. Wenn man jetzt nicht handelte, war es für das Mädchen vermutlich schon zu spät.
Sein Fennexis war ihm direkt gefolgt. Es selbst brauchte sich wohl keine Sorgen um das Feuer zu machen, doch Lawrence war mindestens so furchtlos wie sein Pokémon, wenn es darum ging den Flammen zu trotzen. Er fühlte sich sogar regelrecht angezogen von diesem Element und spürte daher keinen Funken Angst, als er das Treppenhaus in die brennenden Etagen erklomm und die Hitze immer stärker wurde. Man konnte es Leichtsinn oder Wahnsinn nennen, aber er hatte sich nicht umsonst auf Pokémon dieses Typs spezialisiert und seine viel zu große Hilfsbereitschaft ließ es einfach nicht zu, dass er tatenlos das Gebäude begaffte, während eine unschuldige Seele hier ihr Ende fand. Dabei zog er sich seinen Schal tiefer ins Gesicht, um nicht zu viel von dem Rauch einzuatmen.

Es war nicht schwer zu erraten, hinter welcher Tür des dritten Stockwerks sich das Mädchen wohl befinden mochte. Zum einen war trotz des Knackens der Balken ihr Weinen deutlich zu hören und zum anderen befand sich vor der geschlossenen Tür ein kleines Azurill, das verzweifelt versuchte mit seiner Aquaknarre die Flammen an den Wänden zu löschen. Doch das Babypokémon war viel zu schwach, um überhaupt etwas gegen einen voll ausgewachsenen Brand ausrichten zu können und war wohl aufgrund der Hitze auch sichtlich erschöpft. "Du kannst hier nichts ausrichten, sofort raus mit dir!", wies der Arenaleiter die kleine, blaue Maus harsch an, doch diese starrte nur trotzig zurück. Etwas unbeholfen erwiderte Lawrence den Blick, ehe er eine Idee hatte. Das Azurill könnte sicher noch nützlich sein. Allerdings konnte er die Tür sicher nicht anfassen, so sah er Delilah an und deutete mit einem Nicken auf ihr Hindernis. Die Fuchsdame holte daraufhin ihren Zweig hervor und beschwor mittels eines schwachen Psychoschock kleine Silberkugeln, die es mit einem kräftigen Schwung der Tür entgegenschleuderte und sie somit niederriss. Währenddessen hatte der Schwarzhaarige sich zu dem Azurill hinuntergebeugt, ihm seinen Schal entgegengehalten und es darum gebeten, das Kleidungsstück zu befeuchten. Das garantierte gleich einen besseren Schutz gegen den Rauch.
So betrat er den brennenden Raum und fand das Mädchen weinend im Zentrum vor, wo es sich zusammengekauert hatte mit möglichst viel Abstand von den Flammen, die die Wände entlangzüngelten. "Hey…" Sanft sprechend bückte sich Lawrence zu ihm hinab, woraufhin es ihm nur schluchzend entgegensah. "Alles wird gut, ja? Ich hole dich hier raus." Mit diesen Worten legte er der Kleinen seinen Schal um die Hals- und Mundgegend. Ihre Wangen waren sichtlich gerötet und ihr Körper fühlte sich gefährlich warm an, als er sie hochnahm und sich wieder auf den Weg nach draußen machte. Es war wohl wirklich höchste Zeit gewesen.
Mit ihr und dem Azurill versuchte er also, das Treppenhaus wieder nach unten zu nehmen. Es war jedoch im ersten Stock, als das Gemäuer allmählich unter dem Feuer nachgab und ein lautes Knacken hörbar wurde. Für einen Moment hielt Lawrence inne und trat einen Schritt zurück aus der Befürchtung heraus, es wäre vielleicht von dem Boden unter ihm gekommen, doch das laute Keifen seines Fennexis machte ihn sogleich auf die Decke aufmerksam. Geschockt wandte der Brillenträger seinen Blick nach oben und sah gerade noch, wie sich einer der oberen Balken löste und machte daher einen Hechtsprung nach vorne, bei dem er das Mädchen zu Boden beförderte und gerade noch dem Schicksal entging, von diesem Gemäuer erschlagen zu werden. Doch stattdessen landete der Balken auf seinem linken Fußgelenk und klemmte es ein. Unter einem Schmerzensschrei ballte der Arenaleiter daher seine Hände zu Fäusten und bekam gerade noch so mit, wie Delilah panisch versuchte den Balken zu heben, doch da sie kein physisch starkes Pokémon war, war das Deckenmassiv viel zu schwer für sie. Sein Blick glitt in dem Augenblick zu dem Mädchen und traf seine Augen. Darin erkannte er eine Mischung aus Angst, Trauer und Mitleid. Für einen Augenblick ließ Lawrence daher sein Kinn wieder sinken.
"Delilah, vergiss es…!", brachte er unter knirschenden Zähnen hervor und wurde daraufhin nur perplex von seinem Fennexis angestarrt. "Es hat keinen Sinn! Bring lieber das Mädchen und das Azurill raus!" Das Pokémon schien wie erstarrt. Zögernd trat es ein paar Schritte voran, ließ dabei seinen Trainer aber nicht aus den Augen und starrte ihn so an, als würde ihm erst jetzt bewusst, was es eigentlich bedeuten konnte, ihn eines Tages zu verlieren. Konnte es ihn tatsächlich einfach so zurücklassen…? "LOS JETZT!" Nach diesem eindringlichen Befehl rührte sich Delilah doch endlich und griff sich sowohl die Kleine als auch das Pokémon, um das Gebäude zu verlassen. Übrig blieb Lawrence, der aufgrund des eingeatmeten Rauches nun zu husten begann und versuchte, sich aufzurichten, doch sein eingeklemmter Fuß ließ es nicht zu. So sank er wieder zu Boden, seinen Blick ins Nichts gerichtet. Hilfe würde bestimmt kommen. Irgendwer musste dieses Gebäude ja löschen. Doch nun, wo er am Boden lag, fühlte er sich weitaus geschwächter als zuvor. Ein selbstironisches Lächeln legte sich auf seine Lippen, als ihm ein sehr hoffnungsloser Gedanke in den Sinn kam. Die Hitze brannte auf seiner Haut, der Schweiß kroch ihm aus allen Poren… Allmählich schloss er seine Augen. Er begann zu akzeptieren, was ihn nun erwarten würde. So bestrafte das Schicksal den menschlichen Leichtsinn. Doch zumindest hatte er etwas Sinnvolles getan. Er wüsste ohnehin nicht, wie es mit ihm weitergehen sollte. Zwar war da dieser letzte Faden, an den er sich klammerte, diese Personen, die ihm noch so viel bedeuteten, doch es brachte nichts, in solch einem Augenblick darüber zu lamentieren. So fand er sich mit dem Verschwinden seiner Zukunft ab und wartete.

"Avry, schnell!"
Eine Stimme ließ ihn wieder abrupt seine Augen öffnen. Schritte näherten sich, ein junger Mann, in Begleitung eines Luxtra und seines Fennexis. Delilah hatte also doch nach Hilfe gesucht? Lawrence versuchte, seinen Blick zu heben, um die Person genauer zu mustern, die ihn nun packte und hervorzog, nachdem sein Fennexis zusammen mit dem Luxtra den Balken gehoben hatte. Aber er schaffte es nur seinen Blick gerade in die Brusthöhe seines Gegenübers zu heben.
"Können Sie stehen?" Diese Stimme war unglaublich vertraut. Doch es war beinahe so, als würde sich sein Bewusstsein weigern, sie einer bestimmten Person zuzuordnen. "Ja… ich glaube schon…" Mit diesen schwachen Worten ließ sich der Arenaleiter von dem jungen Mann aufhelfen und wurde unter seinem linken Arm von ihm gestützt, ehe sie sich langsam aber sicher auf den Weg machten, das brennende Gebäude endgültig zu verlassen. Noch einmal musste er husten. Und da hatte er schon geglaubt, endlich in die ewigen Jagdgründe einkehren zu können…
Als sie das Gebäude verlassen hatten, ließ Lawrence seinen Blick noch einmal über die Umgebung schweifen. Inzwischen waren Löschkräfte mit Wasserpokémon und zwei andere Ranger angekommen, um den Brand einzudämmen. Tatsächlich sah er noch die Mutter von zuvor, die ihre Tochter wohl vor Erleichterung weinend in die Arme geschlossen hatte und das Azurill, das fröhlich neben ihnen her hüpfte. Bei diesem Anblick zeigte der Arenaleiter doch ein sachtes Lächeln. Es war wirklich nicht umsonst gewesen.
Sein eigener Lebensretter hingegen lud ihn sogleich auf der nächsten Bank ab, da es wegen seines angeschlagenen Fußes zu beschwerlich war, über längere Zeit zu stehen. Inzwischen war es stockfinstere Nacht geworden, doch da das lichterloh brennende Gebäude und die umliegenden Laternen die Gegend ausreichend erhellten konnte er nun auch endlich das Gesicht seines Gegenübers erkennen.
Und mit einem Mal stockte ihm der Atem. Dieses Gesicht… die Narbe, die sich über das linke Auge zog und die weißen Haare…
"Ein Krankenwagen mit Sanitätern sollte bald hier ankommen. Sie sollten ihren Fuß auf jeden Fall überprüfen lassen." Das freundliche Lächeln, mit dem der Junge diese Worte aussprach, schien so unwirklich. Lawrence konnte nicht anders, als sein Gegenüber fassungslos mit leicht geöffnetem Mund anzustarren. In seinem Inneren fühlte er… einfach nichts. Doch das würde sich vermutlich gleich ändern, nachdem sein Bewusstsein diesen Umstand verarbeitet hatte. Ahnend, was geschehen würde, senkte Delilah betreten ihren Blick und hatte dabei ihre Arme verschränkt. Immerhin hatte sie diesen Mann auf den ersten Blick hin erkannt und ihn daher um Hilfe gebeten…
Der Weißhaarige hatte inzwischen wohl bemerkt, dass Lawrence etwas zu stören schien und das Lächeln verschwand von seinen Lippen. Übrig blieb ein leicht verwirrter Gesichtsausdruck, als der Brillenträger langsam und ungläubig seinen Kopf schüttelte, ehe er wieder unbeholfen von der Bank aufsprang und ein paar Schritte rückwärts auf Abstand ging, dabei seinen linken Fuß aber eher hinterherschleifen ließ. Doch der Schmerz störte ihn nicht. In diesem Moment war er für ihn nicht existent. Dafür war der stechende Schmerz, der sich nun in seinem Brustkorb ausbreitete, viel zu stark. "Ist… ist alles in Ordnung?" Er schien sein Gegenüber mit seinem Verhalten leicht verunsichert zu haben. Es streckte seinen rechten Arm nach ihm aus, da sein Gang leicht schwankte, doch mit einem Mal schlug der Schwarzhaarige harsch die Hand seines Gegenübers von sich weg.
"FASS MICH NICHT AN!"
Mit diesen Worten taumelte er einen weiteren Schritt nach hinten und wäre beinahe gefallen, hätte Delilah nicht eingegriffen und seine linke Seite gestützt. Der junge Mann sah ihm erschrocken, wenn auch nach wie vor verwirrt entgegen. Die Stimme des ehemaligen Polizisten bebte, als er versuchte, mit zornerfülltem Blick weitere Worte hervorzustammeln. "Warum… schon wieder…" Er versuchte, tief durchzuatmen und seine Stimme zu beruhigen. Doch man konnte wohl deutlich heraushören, dass er den Tränen nahe stand. "Warum kannst du mich nicht einfach zurücklassen?!"
"Was…" Der Weißhaarige schien sich keinen Reim aus der Situation machen zu können. Er sah ihn an wie einen Fremden. Es tat weh. Es tat einfach weh. Es sollte aufhören. "Was soll das heißen, schon wieder? Kennen wir uns… irgendwoher?" Es würde keine konkrete Antwort auf die Frage folgen. Lawrence hatte sich mit seiner rechten Hand am Saum seiner Kleidung im Brustbereich festgekrallt und kämpfte mit seiner Atmung, noch einmal musste er husten. Momentan war es jedoch nicht nur der eingeatmete Rauch, der ihm zusetzte.
"Leach! Komm mal her, ich brauche dich hier!" Eine seiner Kolleginnen schien ihn zu rufen, der Name ließ nun keinen Raum für Zweifel an seiner eigentlichen Identität. Unsicher sah der Ranger über seine Schulter hinweg zu der Frau, die ihn gerufen hatte, ehe er wieder die Person ihm gegenüber fixierte. Er schien sich eine Antwort zu erhoffen. Doch Lawrence starrte ihn einfach fassungslos aus seinen geweiteten Augen an, wie ein verletztes Tier, das man in die Enge getrieben hatte. Aber trotz allem… schüttelte er langsam seinen Kopf. "Nein… nein…", murmelte er dabei leise hervor, mit einem ungläubigen Ton, doch es war sicher, dass diese Aussage als Antwort auf die vorige Frage gedacht war. Misstrauisch wurde er daraufhin aus den violetten Augen seines Gegenübers beäugt, doch er schien Glück zu haben.
"Leach!"
Schlussendlich blieb dem Ranger doch nichts anderes übrig, als seiner drängenden Kollegin entgegenzukommen und sich zu ihr zu begeben, wenn auch zögernd. Zuletzt war es das Luxtra, das ihn noch einmal intensiv musterte, ehe es seinem Partner folgte.
Lawrence sah ihm einfach hinterher und beobachtete ihn genauestens aus der Ferne. Er wollte sich alles einprägen. Die Art, wie er sich bewegte, wie er sprach, wie er seine Arbeit verrichtete… Es schien ihm eine Ewigkeit her gewesen zu sein, seit er ihn das letzte Mal gesehen hatte und dementsprechend war es auch nicht verwunderlich zu sehen, wie viel sich doch geändert hatte. Änderung, dieses verfluchte Wort.
Sacheverell verrichtete seine Arbeit als Ranger sicher gut. Ganz bestimmt. Er musste es einfach…! Wie gerne er doch einfach mit ihm sprechen und ihm die Wahrheit sagen würde, ihm alles ausschütten würde, was sie durchgestanden hatten und was er die letzten zwei Jahre wegen ihm durchgemacht hatte, doch es war ihm einfach nicht möglich. Es war wie eine Barriere, die zwischen ihnen lag. Eine unerklärliche Barriere, die er einfach nicht überwinden konnte. Mehr als diesen einen Augenblick konnte ihm das Schicksal wohl auch einfach nicht gönnen. Dabei war es doch zum Greifen nahe… das, was er die ganze Zeit über gesucht hatte…
Seine Mundwinkel verzogen sich, als er ein drückendes Gefühl in seiner Kehle spürte und schlussendlich schloss er seine Augenlider, Tränen liefen seine Wangen hinab. Delilah musterte ihn daraufhin besorgt, doch er senkte einfach sein Haupt.
"Wir… wir gehen…" Ein fassungsloser Laut war daraufhin von der Fuchsdame zu hören, aber er konnte nicht genau zuordnen, über was sie nun so empört war. Dazu gab es zu viele Möglichkeiten. "Wir gehen! Ich gehe morgen selber zum Arzt!", warf er also wütend zurück, was die Fennek zwar mit einem trotzigen Blick entgegennahm, aber ihm dann doch half nach Hause zu humpeln. Die Tränen unterdessen wollten nicht aufhören zu laufen. Mit einem Schluchzen versuchte er sie mittels seines rechten Ärmels wegzuwischen, aber es nahm kein Ende.
Mut war in dieser Zeit leider ein rar gesätes Gut. Letztendlich war er es selbst, der nicht loslassen konnte, doch gleichzeitig gelang es ihm nicht, dieses Problem beiseite zu schaffen. Eine Last, die er für den Rest seines Lebens schultern musste.

[tbc: Twindrake City - Haus der Richies]

[out: Der Inhalt dieses Posts wurde natürlich zuvor mit Nanaki abgesprochen.]
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Saariam Sa Jul 23, 2016 5:30 pm

62 // Shawn
cf. Wohngebiet, Twindrake City

Der nächste Tag war angebrochen, und erst jetzt hatte Saari wirklich realisiert, dass sie nun wieder allein war. Gut, vermutlich war sie nicht vollkommen allein. Sie hatte ihre Pokemon, auch wenn eines von ihnen nun bei ihrem Bruder war. Desdemona hatte es aber, das wusste Saari, durchaus gut bei ihrem Bruder und würde ihm mit Sicherheit auch bessere Dienste leisten als sein eigenes Pokemon, das eigentlich zum Fliegen hätte genutzt werden können. Silvesters Aeropterys war allerdings nicht gerade sehr intelligent, wenn man das freundlich ausdrücken wollte, und verabscheute zudem auch noch das Fliegen. Komische Eigenarten für ein flugfähiges Pokemon, aber wie auch Menschen hatten Pokemon einfach ihre Charakteristiken und die sollte man wohl akzeptieren, anstatt sie ändern zu wollen. Um die Lücke in ihrem Team zu füllen hatte sie nun schließlich auch Stinson, das Monargoras ihres Bruders, bekommen. Der Riese war zwar was sein Temperament anging ziemlich schwer handzuhaben, aber Saari sah sich dieser Aufgabe doch schon gewachsen. Immerhin kannten sich die beiden ja auch und kamen immer gut zurecht – außerdem würde Silvester ihr wohl kaum ein Pokemon als Begleitschutz geben, das sie im ersten Moment außerhalb seines Balles den Versuch startete, Saari zu fressen. Nein, das traute sie Stinson auch nicht zu. Das Monargoras war zwar äußerst Ausdrucksstark, was seine Gefühle anging, aber Saari wusste trotzdem, wie man mit dem stolzen Pokemon umgehen musste, um es auf seine Seite zu ziehen.
Nichtsdestotrotz wusste Saari noch nicht so Recht, wie genau sie die Situation nun einschätzen und vor allem händeln sollte. Natürlich war sie Johto bereits allein herumgereist und während ihrer Bänderjagd hatte sie Silvester auch nicht begleitet, aber diese Einallreise war mehr oder minder ihr Abenteuer gewesen, was sie gemeinsam erleben wollten. Sie war schließlich nur nach Einall mitgekommen, weil Silvester hergekommen war. Und nun war sie hier und er wieder in Johto. Ironie des Schicksals. Natürlich hatte sie die Option, ebenfalls nach Johto zurück zu kehren, aber nun hatte sie immerhin schon einiges von Einall gesehen und eigentlich brannte sie darauf, auch noch mehr sehen zu können. Sie musste sich lediglich damit abfinden, dass Silvester sie nun nicht mehr begleiten würde. Hmpf.

Nachdem sie am nächsten Morgen gefrühstückt und sich fertig gemacht hatte, hatte die Weißhaarige sich nach draußen begeben. Sie hatte sich gestern Abend mit Stinson schließlich gar nicht weiter auseinander gesetzt, das wollte sie nun nachholen. Gen Mittag, nachdem William und Tybalt noch ein paar Male ihre neuen Elektroattacken geübt hatten, hatte sie sich also ein wenig aus dem Zentrum der Stadt herausbewegt und war auf eine lichtere Wiese zugelaufen, wo ein Monargoras sich problemlos bewegen konnte, ohne irgendetwas umzuwerfen. Diese Art von Pokemon war schließlich beachtlich groß und Saari wollte wirklich nicht unabsichtlich irgendetwas der Stadt beschädigen, nur weil Stinson sich nicht um sich selbst drehen konnte. Die Wiese war allerdings groß genug und es waren auch keine Gebäude in Reichweite, die durch eine Drehung Stinsons in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Saari begab sich also dorthin und das Monargoras wurde aus dem Fall befreit, welches sich anschließend neugierig umsah.
„Hey.“, begrüßte Saari ihren neuen Teampartner also und lächelte leicht. Stinson senkte den Kopf zu ihr herunter und sah sie an, so dass Saari die Hand hob und über die Schnauze des Pokemons streichelte. „Silvester ist zurück nach Johto geflogen und hat dich bei mir gelassen, damit du auf mich aufpasst. Irrsinnig, oder? Er braucht doch viel eher einen Beschützer.“, fuhr sie fort und erntete ein zustimmendes Nicken des Pokemon. Sie schmunzelte kurz und streichelte das Monargoras weiter, bis Stinson sich mit einem WROMM auf den Boden fallen ließ und den Hals reckte. Saari hob kurz die Augenbraue, trat näher an das große Pokemon heran und fing an seinen Hals zu kraulen, was ihm wohl besonders gut gefiel. Ein Grinsen legte sich auf ihre Lippen und sie kraulte die Schuppen des Pokemon weiter, bis Stinson sich plötzlich wieder auf seine Hinterbeine rollte und Saari in der Bewegung mit seinen kleinen Ärmchen gepackt, und nun hochhoben hatte, um sie an sich zu drücken. „Ouah – Lass mich runter!“, rief sie überrascht und stampelte mit den Beinen – so viel Liebe hatte sie von Stinson wirklich nicht erwartet.


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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Gastam Mi Aug 03, 2016 2:56 pm

cf: Route 15

Die Nacht im Pokémon Center der Schwarzen Stadt hatte sowohl Sentiment als auch Shawn äußerst gut getan. Sentiment kam wieder etwas zur Ruhe und konnte erstmals seit einiger Zeit wieder vernünftig etwas essen und schlafen. Sein Fell war zudem ganz zerzaust und schmutzig, nun sah es wieder deutlich gepflegter aus und die Gelegenheit, sich endlich mal wieder auszuruhen, hatte es auch. Es war im Endeffekt wohl ganz froh, auf Shawn getroffen zu sein, da es sonst wohl noch eine ganz schöne Weile ziellos umhergewandert wäre. Dass dieser vorhatte, es wieder zu seinem Trainer zu finden, wusste es allerdings noch nicht. Und wenn er das schon erwähnt hätte, wäre es vermutlich absolut nicht glücklich darüber gewesen.
Da waren sie nun jedenfalls nach einem etwas längeren Fußmarsch angekommen, in Twindrake City. Heute waren die beiden extra früh und in alter Frische aufgebrochen, sodass es noch immer recht früh war, als sie schon in Twindrake City angekommen waren. Der Weg war zwar gar nicht so kurz, wenn man es geographisch betrachtete, aber dennoch schien das ganze insgesamt recht schnell vorüberzugehen. Interessant war an Sentiment, davon wurde Shawn seit gestern mehr als nur einmal Zeuge, wie sehr es sich für die weiblichen Wesen der menschlichen Spezies interessierte. Vor allem für das, was.. Sich unter ihren Röcken befand. Auch wenn es durchaus zu der ein oder anderen peinlichen Situation kommen konnte, wenn man so einen Begleiter mit sich rumschleppte, aus irgendeinem Grund musste Shawn immer und immer wieder darüber schmunzeln. Es war schon irgendwie etwas ulkig. Nur wäre es vermutlich eher zum Lachen, wenn es nicht von jedem für sein Pokémon gehalten worden wäre. So musste Shawn beachten, dass er Sentiment etwas im Zaum halte, was das anging, und um hübsche Mädchen vielleicht lieber einen weiteren Bogen zog.
Doch so langsam war das echt nicht mehr so einfach. Denn womit Shawn nicht rechnete, war, dass es sich gleich nicht mehr umgehen lassen würde. So streifte er zunächst nichtsahnend mit Sentiment durch die Straßen von Stratos City, auf der Suche nach Henry. Naja. Wenn der Champ den erstmal gefunden hatte, dann musste er ihm unbedingt ein paar Fragen dazu stellen, was für Angewohnheiten er seinem Pokémon hier beigebracht hatte. Shawn grinste. Nein. Eigentlich ging es ihn ja überhaupt nichts an. Ebenso wenig, warum Sentiment überhaupt erst weggelaufen war. Zwar war er neugierig, aber es hatte ihn eigentlich nicht zu interessieren. Da die beiden ja irgendwie schon sowas wie Freunde waren, würde Shawn die Fragerei auch lieber mal unterlassen. Doch - Was war das? Sentiment horchte auf, als er die Stimme eines jungen Mädchens vernahm.
"Ouah – Lass mich runter!"
War das... Ein Hilferuf? Oh nein. Diesmal konnten sie doch nicht einfach einen Bogen darum machen! Da musste Shawn einfach helfen! Aber... Am besten war es, er ließ da nicht gerade Sentiment ran. Sonst schien es ja eher ruhig und vernünftig zu sein, aber sobald es um die Frauenwelt ging... Puh. So stürmten die zwei also los, um die Ursache zu finden, warum das arme Mädchen schrie, und fanden sie auch sogleich. Ein Monargoras! Es hatte das Mädchen hochgehoben und.. Shawn konnte selbst nicht ganz feststellen, was es da tat. Aber offensichtlich schien es nicht ihr eigenes zu sein, da das hier ganz eindeutig gegen ihren Willen geschah. Es war aber auch nicht ewig Zeit, die Situation einzuschätzen - Sicher war sicher! Das Mädchen brauchte vielleicht dringend Hilfe! Zunächst wollte Sentiment ran, Shawn hielt es jedoch zurück.
"Schon gut, Kumpel. Das mach ich schon." Er warf schnell den Pokéball Lucarios vor sich auf den Boden, wodurch sein treuer Partner aus dem Pokéball befreit wurde. Der Typenvorteil einer Aurasphäre dürfte wohl genug sein, das Monargoras zumindest kurzzeitig auszuschalten, sodass es das Mädchen zumindest losließ. "Los, Aurasphäre!", befahl Shawn also schnell. Gesagt, getan. Nach minimaler Aufladezeit feuerte Lucario eine voll aufgeladene Aurasphäre, direkt in Monargoras' Richtung. Genauer gesagt direkt auf den Kopf gezielt. Shawn unterdessen lief so schnell er konnte auf die beiden zu, um das Mädchen auffangen zu können, wenn sie runterfiel. Immerhin konnte er sie ja nicht auf dem Asphalt aufschlagen lassen! Also lief er in die Richtung des Mädchens und breitete seine Arme aus, um es aufzufangen, wenn es fiel. Blieb nur zu hoffen, dass bei dieser kleinen Rettungsaktion nichts schief lief. Oder dass sie nicht in die peinliche Situation gerieten, dass gar keine Rettung von Nöten war...
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Saariam Do Aug 04, 2016 2:07 pm

63 // Shawn

Tja… und so hing sie nun hier. Saari hätte wirklich nicht im Geringsten gedacht, dass Stinson sich so darüber freuen würde, jetzt in ihrem Team zu sein. Vermutlich wäre es auch nicht falsch von Silvester gewesen, sein Monargoras vorher in seinen Plan einzuweihen, aber Stinson machte nun auch nicht den Eindruck als würde es ihn großartig stören. Der Riese war ja ohnehin für seine äußerst offene Darstellung seiner Gefühle bekannt, aber meistens waren das eher negative Gefühle. Dass Stinson sie dann gleich im nächsten Moment vor Freude hoch hob hatte sie wirklich nicht erwartet, allerdings freute sie es trotzdem. Das zeigte ja nur, dass die Chemie zwischen den beiden stimmte und dass Stinson nicht allzu traurig darüber war, nicht mehr zu Silvester zu gehören. Saari hatte ihre Desdemona ja schließlich auch abgegeben, aber sie war sich sicher, dass sie bei ihrem Bruder in guten Händen war.
Sowieso fragte Saari sich jetzt gerade, wo Silvester mittlerweile wohl war und ob ihr Panzaeron ihn sicher dorthin gebracht hatte. Saari hatte ewig gebraucht um sich daran zu gewöhnen auf dem Panzaeron zu fliegen, aber Silvester würde das wohl irgendwie hinbekommen haben.. ansonsten war er wohl von ihrem Rücken gerutscht und mittlerweile Matsche, aber das bezweifelte Saari doch mal stark. Ihr Pokemon würde schon darauf geachtet haben, dass Silvester nichts passiert. Sie war schließlich, so arrogant sie auch sein mochte, eine sehr treue Persönlichkeit und sie wusste, dass Saari viel an ihrem Bruder lag. Irgendwo in sich drin nahm sie es ihrem Bruder aber trotzdem übel, so Hals über Kopf einfach zurück nach Johto zu reisen ohne Saari überhaupt nach ihrer Meinung zu fragen. Aber so war das wohl im Leben eines „Erwachsenen“ (sofern man Silvester als einen bezeichnen konnte). Wenn die Pflicht ruft muss man eben kuschen, ob es einem gefiel oder nicht. Die feine Art war das aber trotzdem nicht gewesen und früher oder später würde sie ihren Bruder deswegen auch noch eine Standpauke halten, ganz bestimmt!

Jetzt gerade ging das aber schlecht, denn sie hing in den Armen von Stinson fest, der sich hoch hob und an sich drückte. Sehr… überraschend. Die Weißhaarige konnte die Überraschung daher auch nicht wirklich verbergen, denn wäre sie darauf vorbereitet gewesen hätte sie sich durchaus über die Geste des großen Pokemon gefreut. So allerdings… war sie doch eher ein wenig erschrocken. Allerdings nicht so sehr wie als Stinson sie plötzlich fallen ließ und zurück taumelte, weil er von irgendetwas getroffen wurde. Saari fiel und fiel und fiel… und wurde schließlich von zwei Armen aufgefangen. Etwas verdattert sah sie sich um und blickte in das Gesicht eines ihr fremden jungen Mannes, der ihr aber iiiirgendwie doch auch bekannt vor kam. Aber egal. Nach ein paar Sekunden in denen Saari die Situation erst einmal erfassen musste schüttelte sie den Kopf und befreite sich aus dem Griff des Fremden, ehe sie ihm mir nichts dir nichts eine saftige Ohrfeige verpasste, in aller damenhafter Manier. „Was fällt Ihnen ein!“, rief sie aufgebracht und ging einen Schritt zurück. „Einfach so eine junge Dame zu überfallen als wäre sie irgendeine Jungfrau in Nöten!“ Saari schüttelte aufgebracht den Kopf und wandte sich vom Fremden ab um nach Stinson zu sehen. Der war durch die Aurasphäre zurück getaumelte, fasste sich gerade aber wieder und starrte das (viel kleinere) Lucario wütend an, ehe er ein ohrenbetäubendes Brüllen von sich gab und auf das arme Ding zu rannte um es mit einem gezielten Tritt gegen die nächste Hauswand zu schleudern. „Stinson!“, rief Saari ihm hinterher und rannte zu dem Riesen, den Fremden einfach zu ignorierend, und stellte sich ihm in den Weg um ihn davon abzuhalten nochmal anzugreifen. „Ganz ruhig.“, murmelte sie und lächelte ihn an. „Das sind nur irgendwelche Idioten, denen du keine Aufmerksamkeit schenken solltest.“ Stinson schnaubte sichtlich wütend aus und stampfte wieder auf, während der Blick weiterhin auf das Lucario gerichtet war… aber immerhin griff er nicht weiter an, was wohl eine gute Sache war. Als Saari sich sicher war, dass Stinson nicht wieder Hals über Kopf einen weiteren Angriff startete wandte sie sich wieder dem Fremden zu, um ihm einen Todesblick der ganz üblen Sorte zuzuwerfen.
„Also, was sollte das hier?!“, rief sie ihm zu, während sie auf ihn zu stapfte. „Macht es Ihnen Spaß, einfach so fremde Pokemon anzugreifen die Ihnen nichts getan haben?“ Was ein Unhold! Wahrhaft keine Erziehung genossen, definitiv! William, das Pichu auf Saaris Schulter, warf dem jungen Mann ebenfalls einen bösen Blick zu und kleinere Funken sprangen von seinem Körper ab was nur darauf hinwies, dass er jederzeit bereit war um einen Donnerschock auf den armen Kerl abzufeuern… aber so weit sollte es wohl nicht kommen, zumindest nicht wenn Saari es verhindern konnte. Einer der hier anwesenden Menschen musste schließlich zeigen, dass es Manieren und Höflichkeit durchaus gab. Eine Weile starrte sie den Kerl noch an, dann drehte sie sich wieder zu Stinson. Das Monargoras stand noch immer an Ort und Stelle und starrte das Lucario an als würde er es auffressen wollen, wenn es auch nur eine falsche Bewegung machte. Ja, gegen die scharfen langen Zähne des Pokemons würden wohl auch keine Aurasphären etwas tun können… auch wenn Saari nicht so begeistert von der Vorstellung war, dass ihr Pokemon ein anderes auffraß. „Kannst du dich nun benehmen oder muss ich dich zurück in den Ball holen?“, fragte sie also an das Pokemon gewandt, welches nun das erste Mal den Kopf vom Lucario wegdrehte und Saari mit einem trotzigen Blick ansah. Nach ein paar Sekunden setzte sich Stinson aber trotzdem ins Gras und grummelte tief vor sich hin und auch wenn Saari ihn nicht verstehen konnte war sie sich sicher, dass es ihm unheimlich gegen den Strich ging. Es wunderte sie trotzdem ein wenig, dass Stinson so leicht auf sie hörte.

Saari schenkte dem Fremden nun keine Beachtung mehr und ging stattdessen zu ihrem Monargoras, während William sich auf ihrer Schulter umgedreht hatte und dem Fremden mit den Pfoten andeutete, ihn zu beobachten. „Keine Sorge. Wir sind aus der Stadt hier bald wieder raus und dann verfolgen uns auch keine Verrückten mehr.“, versprach sie dem großen Pokemon, während sie ihm über den Hals streichelte. Erst die komische Frau mit dem Nudelholz, jetzt das hier. Twindrake City war definitiv verflucht.


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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Gastam Do Aug 04, 2016 6:37 pm

Phew... Peeeeinlich! Äußerst peinlich. Während Sentiment die Szene, die sich hier abspielte, mit geeignetem Sicherheitsabstand beobachtete, da Shawn es ja eh ermahnte, nicht einzuschreiten, erlebte Shawn vermutlich eine seiner unangenehmsten Begegnungen aller Zeiten. Tja, er wollte es ja unbedingt alleine lösen! In Betrachtung der Gefahr, selbst als Opfer in die Situation hineingezogen zu werden, blieb das Unlicht-Pokémon daher lieber etwas auf Abstand und beobachtete das ganze stumm. Wie es aussah, brauchte das Mädchen ja wohl doch keine... "Rettung".

Blut schoss sofort Richtung Shawns Wange als Reaktion auf die Ohrfeige des Mädchens, was die Wange sofort rot werden ließ. Für so ein kleines Wesen hatte sie eine ganz schön beachtliche Schlagkraft! Der Champ jedenfalls machte nur ein Gesicht, als hätte er einen Geist gesehen und hielt seine Hand beinahe schon reflexartig an die Stelle, an der er soeben geschlagen worden war. Im selben Moment realisierte er nämlich... Es war keine Rettung von Nöten. Ganz offensichtlich handelte es sich bei dem Monargoras um das Pokémon des Mädchens und sie waren wohl gerade dabei zu spielen oder... was auch immer. Jedenfalls war es kein Versuch, das Mädchen zu fressen. Shawn war peinlich berührt. Er hatte also ein Mädchen und ihr Pokémon gewalttätig beim Spielen gestört statt ein Mädchen gerettet zu haben. Die Chancen standen bei dem Bild, das er eben gesehen hatte, wohl nicht zu hoch für diesen Fall, aber nun war er nun einmal eingetreten. Und Shawn war plötzlich der Schurke statt der Retter. Was ein Flop. Wie wollte er das nur wiedergutmachen?
"O-okay. Gut. Das hab' ich verdient.", stotterte er schlussendlich, nachdem er geschlagen worden war. Er verstand, warum das Mädchen wütend war. Er war irgendwie wütend auf sich selbst, dass er nicht eher darüber nachgedacht hatte, ob ein Eingriff von Nöten war. Ja. Dieser Terminus, den das Mädchen soeben verwandte. 'Jungfrau in Nöten'. Shawn wollte eigentlich nur ein Leben retten. Das... hatte er wohl voll vergeigt. Er schämte sich ja so! "I-ich dachte, du wirst angegriffen. Ich wollte nur helfen. W-weißt du, das Pokémon ist so unheimlich groß und du so... Und... Und es ist wohl besser, wenn ich jetzt die Klappe halte. Entschuldige bitte.", brachte Shawn nur nervös stotternd heraus. Ja, er war nervös. Er hatte gerade eine ziemlich miese Aktion abgezogen. Und er wusste gerade nicht, wie er sich entschuldigen oder erklären sollte. Vermutlich hielt das Mädchen ihn doch für einen Kriminellen oder sowas...!
Das Monargoras unterdessen schien es aber nicht dabei belassen zu wollen, dass Shawn eine Ohrfeige bekam. Nein, offenbar wollte es noch gern mit Lucario abrechnen, das soeben eine Aurasphäre genau auf seinem Kopf platziert hatte. Es rannte auf das Pokémon zu, welches zugegebenermaßen schon recht beeindruckt von der Größe des Gestein-Pokémons war. Denn immerhin war das Ding doppelt so groß wie Lucario. Das Aura-Taschenmonster war sich jedoch nicht sicher, was es nun tun sollte. Es wollte nicht wieder einen Gegenangriff starten, schließlich sollte die Lage sich ja eher beruhigen statt nur noch mehr verschlimmern. Shawn jedoch stellte sich schützend vor sein Lucario. "Hey, ich hab ihm immer noch den Befehl gegeben. Wenn du deine Wut an wem auslassen musst, dann an mir!", behauptete der Champ stur. Auch wenn er schwitzte. Sichtbar schwitzte. Dieses Monargoras war.. Groß.
Doch da schritt auch schon das Mädchen wieder ein. Und da kam das nächste, sie wurden Idioten genannt. Irgendwo konnte Shawn es ja schon gut verstehen, dass sie sauer waren, aber war es denn gleich nötig, so zu reagieren..? Aufgefressen zu werden hatten sie jetzt auch nicht wirklich verdient, schließlich war es noch immer in guter Absicht, was sie taten. Auch wenn sie mehr Schaden zugefügt als irgendwem geholfen hatten...
Aber was war das? Einfach so aus Spaß Fremde angreifen? Nein! Um Himmels Willen, nein! "So hör mir doch bitte zu! Ich will mich ja gern erklären..." Shawn seufzte einmal tief. Da hatte er wohl ganz schön Sche- Mist gebaut... Aber irgendwie musste er sich ja erklären. Und nein, er spielte ganz sicher nicht die Champ-Karte aus. Er hatte jetzt schon genug unangenehme Begegnungen mit Mädchen, die wussten, dass er der Champ ist. Das hier sollte nicht noch eine werden! Wenn man beispielsweise an den Tag vorher zurückdachte.. Aber witzigerweise war trotzdem das hier die unangenehmste Begegnung für ihn seit langem, nicht die von gestern. Auch wenn die ebenfalls ein heißer Anwärter war. Trotzdem brach die hier den High Score. Einfach, weil Shawn es diesmal war, der den Mist gebaut hatte, nicht sein Gegenüber. Und das war für ihn eindeutig schlimmer. Während er also von dem Mädchen mit ihrem Pichu wütend angestarrt wurde, versuchte er sich zu erklären. Zugegebenermaßen war es aber schwierig, dabei nicht zu lächeln, da ihr Pichu wirklich herzallerliebst war. So wütend es auch auf den großen bösen Mann mit seinem bösen Aura-Pokémon zu sein schien, es war wirklich zu putzig. "Schau, ich wusste ja nicht, was los ist. Ich dachte, du wirst gefressen. Und da hat man die Wahl - Schnell handeln und es verhindern, auf die Gefahr hin, dass man sich doch getäuscht hat.." Er machte kurz eine Pause und seufzte. "Oder man denkt länger drüber nach und versucht die Situation so besser einschätzen zu können. Gut. Wäre in diesem Fall besser gewesen, aber wärst du wirklich angegriffen worden, hättest du die Radieschen dann schon längst von unten wachsen sehen." Ja, Shawn verwendete einen Euphemismus, da es ihm irgendwie unangebracht schien, so direkt das Wort 'sterben' in den Mund zu nehmen. Das klang immer so unheimlich dramatisch. Jedenfalls sah er noch einmal zu dem Mädchen, um sich zu versichern, ob sie ihm auch noch zuhörte. Für gewöhnlich hatte man nämlich nie so sonderlich viel Zeit, sich vor jemandem zu erklären. Aber noch starrte sie ihn an. Möglicherweise konnte das ein gutes Zeichen sein. "Ich weiß. Ich hab mich in diesem Fall falsch entschieden. Es tut mir auch wirklich leid, dass ich dein Pokémon verletzt habe, ich wollte keinen Unschuldigen Schaden zufügen. Aber ehrlich gesagt wollte ich das Risiko ungern eingehen. Du hast eindeutig geschrien, es soll dich runterlassen - Das klang für mich nach einem Hilferuf.", schloss er dann ab. Er hoffte, das Mädchen würde die Situation so etwas besser verstehen können - Ehrlich gesagt befürchtete er aber, dass dem nicht der Fall war. Es blieb also nur aus zu hoffen.
Shawn sah das Mädchen an. Er wusste nicht so recht, ob sie ihm Verständnis entgegenbringen würde. Am besten war es, er drängte sich nicht zu sehr auf, wenn sie jetzt lieber allein sein wollte. "Nun, wenn du nicht bereit bist mir zu verziehen, kann ich das verstehen... Ist es dir vielleicht lieber, wenn ich wieder gehe?" Das Herz des Champs begann langsam schneller zu schlagen. Er war wirklich ziemlich nervös. Was würde sie jetzt bloß zu ihm sagen? Oder hatte sie ihm überhaupt ganz zugehört?
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Saariam Fr Aug 05, 2016 3:13 pm

64 // Shawn

Saari fiel ja fast vom Glauben ab. War das wohl ein schlechtes Omen? Kaum hatte Silvester den Rücktritt angetreten (ha ha) und sie war auf sich allein gestellt, da geriet sie schon in die nächste verrückte Situation. Es war ja auch nicht genug, dass sie gestern nach von einem Ditto beinahe erstickt worden wäre und dann eine verrückte Alte sie mit einem Nudelholz hatte verprügeln wollen, nein – jetzt musste auch noch ein möchtegern Held in einer möchtegern strahlenden Rüstung antanzen und sie vor ihrem eigenen Pokemon retten. Saari schüttelte kurz ungläubig den Kopf. Das konnte doch wohl wirklich nicht wahr sein. Vor allem hätte man Stinson doch nicht gleich eine Aurasphäre gegen den Kopf werfen müssen! Man hätte ja erst einmal schauen können ob wirklich etwas wäre, oder ihm etwas zu rufen können. Neeein, lieber direkt zur Gewalt greifen, denn das war ja immer noch die beste Lösung. Pah. Saari schüttelte wieder den Kopf und betrachtete den Kerl mit den orangenen Haaren mit verengten Augen. Wenn Tybalt das wüsste hätte er den armen Kerl schon längst zu Kleinholz verarbeitet, aber besser man holte das Nidoking jetzt nicht auch noch aus seinem Ball.
Im Nachhinein tat es Saari ja auch irgendwie leid, dem Mann eine Ohrfeige verpasst zu haben. Das war schließlich keinesfalls ihre Art, aber im Endeffekt wohl das Einzige gewesen, was sie in der Situation hatte tun können. Sie verzog kaum merklich den Mund als sich ein roter Abdruck ihrer Hand auf der Wange abzeichnete und schüttelte, mal wieder, den Kopf. Gewissermaßen ungläubig wegen der allgemeinen Situation und auch deswegen, weil sie tatsächlich so fest zugeschlagen hatte. Irgendwie war ihr nicht in Erinnerung gewesen, dass sie so viel Kraft besaß. Ups. Sie mutierte ja langsam schon zu Tybalt…! Mit prüfendem Blick sah sie dem Fremden trotzdem entgegen, als er ihr stotternd zu erklären versuchte, weshalb er gehandelt hatte wie er gehandelt hatte. Pah! Als wäre ihr das nicht klar! Diese primitiven, sexistischen Gründe waren Saari sofort in den Sinn gekommen, denn eine Frau konnte sich ja bekanntlich nicht allein vor Gefahren schützen! Aber was auch immer. Die Weißhaarige seufzte kurz und sah den Mann nachdenklich an. Eigentlich hatte er wohl wirklich nur versucht zu helfen und wäre Saari in so eine Szenerie herein gelaufen hätte sie wohl auch gedacht, Stinson wäre böse. Aber trotzdem! Das Verhalten von ihm war nichtsdestotrotz nicht akzeptabel gewesen, also behielt Saari den eisernen Blick erst einmal aufrecht. Solle er sich noch ein paar Minuten schlecht fühlen, würde ihm auch nicht schaden. Saari blieb aber keine Zeit um etwas auf den Mann zu erwidern, denn Stinson hatte sich bereits wieder aufgerichtet und trampelte auf das Lucario zu, um es gegen die nächste Hauswand zu treten. Zu Saaris Überraschung stellte sich der Orangehaarige allerdings dazwischen und bat Stinson darum, statt dem Lucario ihn anzugreifen, schließlich hatte er den Befehl gegeben. Mit einer gehobenen Braue beobachtete Saari das Geschehen, denn Stinson verharrte in der Bewegung und sah nun fragend zu Saari, die ihn nun entgeistert anblickte. „Natürlich kannst du den Kerl nicht gegen die nächste Hauswand treten, Stinson!“, rief sie aufgebraucht und schüttelte ungläubig den Kopf. Aber es war ihm wohl zu Gute zu halten, dass er immerhin nach Erlaubnis fragte. Der arme Kerl könnte schließlich schon matschig an der nächsten Hauswand kleben.

Saari wandte sich wieder zu Shawn um und stemmte die Hände in die Hüften, nachdem Stinson sich wieder hingesetzt hatte und er eine Erklärung abliefern wollte. William schien sich gar nicht darüber bewusst, dass ihn sein ernster Blick nur noch süßer aussehen ließ, und starrte Shawn und sein Lucario weiterhin wütend an. Ja ja, die sollten ihm mal zwischen die Finger kommen…! Abwartend sah Saari den Champ also an und wartete auf eine Erklärung, auch wenn sie genau wusste, was kommen würde. „Ich höre?“, fragte sie daher abwarten und hob die Augenbrauen. Sie ließ ihn ausreden, wartete als er fertig war ein paar Sekunden und schüttelte den Kopf. „Schau her.“, meinte sie und drehte sich um, um zu Stinson zu gehen. Ohne weitere Scheu nahm sie eine seiner Arme in ihre Hand und hielt sie Shawn hin. „Wie genau stellst du dir vor, dass er mich mit der Armlänge in sein Maul hätte stecken können?“, fragte sie ihn also, ließ Stinson Arm wieder los und ging zurück zu Shawn. Stinson selbst kratzt sich kurz am Hals und sah weiterhin mit einem Todesblick zu dem Lucario. „Aber gut.“, seufzte sie schließlich und warf die Haare nach hinten. „Auch wenn die Aktion ziemlich primitiv und beleidigend war will ich dir verzeihen.“, meinte sie schließlich und war mittlerweile zum Du gewechselt, weil er sie ja auch duzte. Auf seine Frage hin und sah ihn schließlich verwundert an und lachte nur ein, zwei Mal auf. „Ich glaube du und dein Lucario haben Stinson noch etwas zu sagen!“, entgegnete sie und trat zur Seite. Eine Entschuldigung war ja wohl das Mindeste, was sie tun konnten. Außerdem fand Saari die Vorstellung witzig, wie die beiden sich zu Stinson begaben der sie ansah, als würde er sie fressen wollen. Sie vertraute ihrem Pokemon allerdings, dass es ich benehmen würde… Ansonsten hätte sie wohl ein Problem. Aber man sollte ja bekanntlich positiv denken, also… machte sie sich keine Sorgen. William nickte auf ihre Aussage hastig und deutete mit den Fingern erst auf Shawn, dann auf Stinson. Der lag noch immer im Gras und starrte die beiden Fremden an. Hehehe.

Erst jetzt wurde Saari auch auf das Absol aufmerksam, das ebenfalls zu Shawn zu gehören schien. „Oh, hallo.“, begrüßte sie das weiße Pokemon daher in einem viel freundlicherem Ton und sah zurück zu Shawn und seinem Lucario. „Ich bin übrigens Saari und das ist William.“, stellte sie sich und ihr Pokemon vor. Dass ihr Monargoras den Namen Stinson trug war ja mittlerweile hoffentlich bekannt. Jetzt wo sie den Kerl auch genauer unter die Lupe nahm fiel ihr endlich ein, wer er war: der Champ von Einall. Aber pff. Als ob Saari das großartig interessieren würde – er war ja auch „nur“ ein Mensch und Pokemonkämpfe an sich waren ja nun auch nicht wirklich ihre Sache. Silvester war außerdem 100 Mal cooler als er.


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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Gastam Mo Aug 08, 2016 5:53 pm

Shawn schien zutiefst erleichtert, als die Nicht-Jungfrau in Nöten ihren großen Stein-Saurier davon abhielt, ihn anzugreifen. Oh ja, die Erleichterung stand ihm sogar förmlich ins Gesicht geschrieben. Zwar blieb er bei seiner Meinung, dass das alles immer noch sein Fehler war und nicht der Lucarios, aber dennoch wäre er ungern, wie das Mädchen es so lieblich formulierte, 'gegen die nächste Hauswand getreten worden'. Auch wenn er willens war, sein Pokémon zu beschützen, da rutschte ihm das Herz schon kurz in die Hose, als dieses Monargoras plötzlich aus ihn zukam. Zweieinhalb Meter groß war das Ding und geschätzt ein Meter davon war allein sein Maul. Mit dem Ding sollte man sich nicht so ohne weiteres anlegen, von wegen 'große Klappe und nichts dahinter'. Gut, Lucario hätte es zwar schon mit ihm aufnehmen können, aber das war ja jetzt auch nicht Sinn der Sache, einen Kampf zu beginnen. Ganz im Gegenteil.

Erst einmal schien Shawn unheimlich erleichtert zu sein, dass dieses Mädchen überhaupt dazu bereit war, seinem Satz bis zum Ende zu lauschen. Immerhin wurde ihm zugehört, mehr konnte er ja gar nicht verlangen. Nicht mal, dass ihm verziehen wurde, verlangte er. Nein, es war ihm einfach unheimlich unangenehm, dass er so plötzlich in diese ganze Szene reingeplatzt war. Und er wollte einfach nur das Mädchen und ihr Pokémon wissen lassen, dass er kein böser Kerl war. Vielleicht wollte er sich auch einfach rechtfertigen oder.. Zumindest die beiden davon überzeugen, dass der Mist, den er angerichtet hatte, zumindest mal in guter Absicht angerichtet wurde. Auch wenn es fraglich war, ob das die Sache besser machte.
Doch da begann sie auch schon zu fragen. Wie das Pokémon sie hätte ins Maul stecken können? Im Ernst? Bei aller Liebe, es müsste ihr eigentlich auch aufgefallen sein, dass das riesige Maul dort riesig genug war, um die Arme zu erreichen, auch wenn der Annäherungsversuch sich umgekehrt aufgezogen wohl etwas schwieriger gestaltete. Und die Arme waren immer noch groß genug, das Mädchen festzuhalten, sodass es sich nicht mehr wehren konnte. Nein, Shawn weigerte sich lieber, darauf eine Antwort zu geben. Er hatte jetzt genug gejammert, wie leid es ihm tat und dass er es nur gut meinte. So wie er das sah, war das sowieso eine eher rhetorisch gemeinte Frage. Auch wenn Shawn vermutlich sehr gut darauf hätte antworten können. War ja nicht so, als wäre das weltweit der erste Fall eines Monargoras' gewesen, das aggressiv wurde und... Nun ja.
Jedenfalls fuhr das Mädchen dann fort, es wollte den beiden verzeihen, so primitiv ihre Aktion auch gewesen wäre. "Danke, danke vielmals. Wir kommen auch wirklich in einer ganz friedlichen Absicht, wir sind nämlich auf der Suche nach-" Er hörte aber auch zu sprechen, als die junge Frau fragte, ob sie nicht noch etwas zu sagen hatten. Hach ja, das Monargoras! Es verdiente selbstverständlich erst recht eine Entschuldigung. Kurz warf Shawn seinem Partner einen Blick zu, ehe sie beiden nickten und vor dem Pokémon in die Knie gingen. "Das tut uns wirklich leid, Stinson, dass wir dich verletzt haben, bitte entschuldige uns. Wir haben es nur gut gemeint mit deiner Trainerin, keine Sorge.", entschuldigte Shawn sich stellvertretend für ihn und sein Lucario, das das ganze eher weniger in Worte fassen konnte, so leid es ihm auch im Nachhinein tat.
Während der Vorstellungsrunde näherte sich Sentiment langsam der Truppe, die Gefahr war wohl vorüber, da konnte ihm wohl auch nichts mehr passieren. Zudem musterte es Saari mit einem zunächst äußerst neugierigen Blick. So ein hübsches Mädchen.. Hehe..
"Freut mich, Saari. Mein Name ist Shawn und das hier ist.. Mein Freund Lucario. Nun- er heißt nur Lucario. Ich für meinen Teil vergebe selten Spitznamen.", stellte sich Shawn schon einmal vor und auch Lucario verneigte sich, als es vorgestellt wurde. Auch Shawn realisierte inzwischen, dass sich Sentiment zu der Gruppe gesellt hatte. "Nun, obwohl... Das ist Sentiment. Er trägt einen Spitznamen, es ist aber auch nicht mein eigenes Pokémon, sondern das eines Freundes, den ich suche.", fuhr er fort. Ob das Mädchen ihn vielleicht gesehen hatte? Na, noch war es vermutlich nicht an der Zeit, um einen Gefallen zu bitten. Der Champ sah Saari jedenfalls ins Gesicht und sein freundliches warmes Lächeln von eben verblasste wieder etwas.
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Saariam Di Aug 09, 2016 7:06 pm

65 // Shawn

Stinson schien noch immer nicht vollkommen zufrieden zu sein, was den Ausgang dieser Situation anging. Augenscheinlich hätte er den armen Kerl samt Lucario wohl tatsächlich gerne gegen die nächste Wand getreten, allerdings setzte er sein Bein wieder auf den Boden, schnaubte laut aus und drehte sich um, um davon zu tapsen und sich schließlich hinzusetzen, oder eher hinzulegen. Saari grinste bei dem Anblick amüsiert, schließlich sah man ein so großes Pokémon dieser Statur nur selten in der Position. Einen Moment lang sah sie ihr Pokemon an und widmete sich wieder dem Mann, der ja nun nicht als Pampe an der Wand klebte – zum Glück.
Es war ja schon irgendwie rührend, wie Leid es dem Mann tat. Schließlich war das Ganze ja nicht sooo ein Vergehen, er hatte ja schließlich niemanden umgebracht oder so. Und Stinson war durchaus stark genug um einer kleinen Aurasphäre klar zu kommen! Er hatte sich ja jetzt auch schon wieder halbwegs beruhigt, auch wenn der Todesblick noch immer auf den Orangehaarigen und seinem Pokemon lag. So schnell würde das Monargoras den beiden auf jeden Fall nicht verzeihen! Nicht nur wegen des Angriffs an sich, sondern vor allem auch, weil sie ja wirklich gemeint hatten, er hätte Saari etwas tun wollen. Leicht den Kopf schüttelnd schnaubte er kurz aus, holte tief Luft und legte den Kopf wieder auf den Boden. So eine Frechheit. Saari jedenfalls sah in der Sache schon gar kein Problem mehr, für sie war es geklärt und er hatte sich ja auch bei ihr entschuldigt, also machte es auch keinen Sinn noch weiter böse zu sein. Letzten Endes konnte er ja auch nichts anderes tun als sich zu entschuldigen. Er konnte ja schlecht ein riesiges Pflaster auf Stinsons Nase kleben (ganz davon abgesehen, dass er das bestimmt nicht gut finden würde).
Dass die Aktion für sie abgehakt war stellte sie dann jedenfalls auch klar und wartete auf eine Reaktion des Mannes, die überaus dankbar ausfiel. Saari hob kaum merklich eine Braue und tat das mit einem kurzen Nicken ab. Allerdings musste sie ihn kurz darauf unterbrechen, weil er doch glatt vergessen hatte, sich auch bei Stinson zu entschuldigen. Shawn sah das glücklicher Weise genau so und trat sogleich mit seinem Lucario zu Stinson. Das Hinknien das folgte verwunderte Saari einen Moment (und ihren großen Freund ebenfalls), doch ließ Stinson die Entschuldigung über sich ergehen, schnaubte kurz aus und schloss dann die Augen. Saari wartete einen Moment. „Hmm. Sieht so aus als wäre die Sache dann erledigt.“, stellte sie fest und schmunzelte. Stinson machte nun keine Luftsprünge deswegen und es wirkte wohl auch nicht so, als wäre er von der Entschuldigung wirklich überzeugt, aber er sah zumindest nicht mehr aus als würde er die beiden fressen wollen, was in Saaris Augen durchaus ein gutes Zeichen war!

Saari stellte sich schließlich vor und so tat es auch der junge Mann, was Saaris Vermutung schließlich bestätigte. „Ah, der Champ?“, fragte sie daher im neutralen Tonfall und musterte ihn kurz. „Dachte ich mir.“ Saari war ja nun schließlich kein kleines Fan-Girl, das aufgrund einer Berühmtheit vor sich total ausflippte. Sie hatte schließlich in Johto selbst einen gewissen Grad an Berühmtheit und Silvester war als Top 4-Mitglied auch nicht gerade ohne – da haute sie der Champ wirklich nicht mehr von den Socken. Saari streckte sich kurz und schmunzelte dann leicht. Wem man nicht alles so begegnete. Ihr Blick ging weiter zu dem Absol, das als Sentiment vorgestellt wurde. „Oh.“, entgegnete sie auf seine Worte überrascht und hob die Augenbrauen. „Ich bin auch in Begleitung eines Fiffyen, das nicht mir gehört. Ich suche seinen Trainer.“, erklärte sie und fragte sich gleichzeitig, wo das kleine Ding sich wohl herumtrieb. Vermutlich ganz in der Nähe in irgendeinem Busch. Mittlerweile machte Saari sich keine Gedanken mehr darum, dass das Fiffyen vielleicht das Weite suchen könnte. Irgendwie hatte sie sich mit dem Ding angefreundet und es wich ihr einfach nicht mehr von der Seite. Es war nur ein wenig doof, dass sie seinen Pokeball nicht hatte. „Wen suchst du denn? Ich bin schon ein paar Tage hier, vielleicht hab ich jemanden gesehen.“, fragte sie daher und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. Hinterher suchten sie noch nach dem selben Kerl… das wäre ja ein riesiger Zufall.


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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Gastam Sa Aug 13, 2016 8:51 pm

Offenbar war selbst Stinson so... mehr oder weniger mit Shawns Entschuldigung zufrieden. Zwar sah er nicht wirklich zufrieden aus, andererseits jedoch sah er auch nicht mehr so aggressiv und hungrig wie eben aus und das war doch schon einmal ein Fortschritt, oder etwa nicht? Nun ja, solange die Sache für Saari nun auch abgeschlossen war und auch ihr großer Beschützer-Dino nicht mehr willens war, alles und jeden einen Kopf kürzer zu machen, war ja wohl alles im Lot, auch wenn das wohl ein äußerst blöder Start war, den die beiden, Shawn und Saari, da hatten.
GOTTVERDAMMTE SCHEI- ... Scheibenreinigerflasche.
Saari erkannte ihn. Konnte das ganze noch schlimmer werden? Shawn wollte jetzt nicht wirklich einen falschen Namen angeben, da er es nicht leiden konnte zu lügen, doch er erhoffte sich ja zumindest einmal, dass er nicht erkannt wurde und seine blöde Aktion von eben nicht direkt in Verbindung mit dem Champ von Einall gebracht wurde. Doch offenbar.. Führte da kein Weg drum herum. Jetzt musste er dastehen als der böse Champ, der rumlief und wildfremde Pokémon aus Spaß attackierte. Na super. Phew... An solchen Tagen wünschte Shawn sich irgendwie, er wäre einfach im Bett geblieben. Er kratzte sich einmal am Hinterkopf und sah Saari nicht an, seufzte einmal tief. Er gab keine Antwort auf die Aussage, dass er ja der Champ wäre. Musste er ja auch nicht. Das war überflüssig. Sie wusste es doch sowieso und sie anzulügen entsprach nicht seinem Stil. Sein Blick lag nicht mal auf Lucario oder Sentiment, sondern einfach auf dem Boden. Nach einer Weile senkte er kurz nachdenklich die Augenbrauen, das stellte aber auch seine gesamte Reaktion dar. Er war ziemlich peinlich berührt und konnte zwar für gewöhnlich gut über sich selbst scherzen, aber gerade war ihm nicht wirklich drum. Nein, das war in der Situation wohl etwas deplatziert.
Daraufhin gab Shawn jedenfalls Sentiments Namen bekannt. Er hatte da ja schon so seine Bedenken, was das Absol anging. Zwar hatte es die Vorteile, dass er sich die Pseudo-Fans ein wenig vom Hals schaffen konnte, andererseits könnte es ihn in diesem Moment in eine weitere peinliche Situation bringen, was es zu verhindern galt. Er konnte es sich definitiv nicht leisten, jetzt noch als der dazustehen, der sein Pokémon unter die Röcke fremder Mädchen schauen ließ, weil er es ja ach so lustig fand. Und es wurde in der Tat schlimmer: Das Absol näherte sich dem Mädchen auch tatsächlich und begann, den Kopf etwas zu senken, als Shawn die Arme hinter dem Rücken verschränkte und sich wieder zu wünschen begann, er wäre heute Morgen einfach im Bett geblieben. Ob Henry seinen kleinen Perversling vielleicht auch im Pokémon Center der Schwarzen Stadt abgeholt hätte? Möglich wärs gewesen.
Fakt war, dass er das nicht zulassen konnte. Er stellte sich direkt vor Sentiment und versperrte ihm somit die Sicht, in der Hoffnung, Saari habe nichts bemerkt. "Lass das sein, ja?", murmelte Shawn ihm zu und drehte den Kopf dabei ein Stückchen zu ihm, als das Mädchen vor ihm dann die Frage aufkommen ließ, auf der Suche nach wem genau der Champ denn sei. Zunächst einmal atmete er tief ein und aus, ehe er kurz überlegte und antwortete: "Den Arenaleiter dieser Stadt. Ihm gehört dieses reizende Unlicht-Pokémon." Er wirkte etwas geistesabwesend, als er sprach, da sein Tonfall recht leise und unsicher wirkte und seine Augen ins Leere neben Saaris Kopf starrten. Da er gerade einen kleinen Scherz gemacht hatte, wirkte das ganze allerdings ein wenig suspekt. Sein Mund brachte sich dann allerdings zu einem Lächeln und die Augen fixierten das Mädchen wieder, als sie ihm gewissermaßen Hilfe anbot, herauszufinden, wo Henry sich aufhält, da sie ja meinte, sie habe ihn vielleicht gesehen. So wartete der Champ gespannt die Antwort ab. "Danke, dass du versuchst, mir auf die Sprünge zu helfen.. Das ist wirklich nett."
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Saariam Mi Aug 17, 2016 12:04 am

66 // Shawn

Irgendwie war Shawn ein wenig komisch. So… ganz objektiv gesehen. Saari beobachtete seine Reaktion, als sie feststellte, dass er der Champ war und wunderte sich, wieso er sich dafür schämte. Hmmm. Sie verengte kurz die Augen und legte den Kopf schief, ehe sie mit den Schultern zuckte. „Mein Bruder ist Top 4 Mitglied, also bilde dir nicht ein, dass ich irgendwie beeindruckt wäre oder so!“, meinte sie schließlich und grinste leicht. Nein, mit Ligamitgliedern war Saari definitiv nicht mehr zu beeindrucken und letzten Endes waren die ja auch nur normale Menschen, wie man vor allem an dem vorherigen Geschehen erkennen konnte. Es war irgendwie witzig, wie sie sich von einem Liga-Mitglied verabschiedete und am nächsten Tag ein neues traf. Zufälle gab es! Saari strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und wandte den Blick wieder zu Shawn. Einen Moment schwieg sie, ehe sie amüsiert grinste. „Keine Sorge, ich werde nicht zur nächsten Klatsch-Zeitschrift laufen und ausplaudern, dass der Champ von Einall gerne die Pokemon von jungen Mädchen angreift.“, versprach sie ihm und grinste noch immer vor sich hin. Von Stinson war ein kurzes Schnauben zu vernehmen, ehe er wieder die Augen schloss. Wenn es nach ihm ging sollte Saari das ganz bestimmt machen!
Das Absol, das Shawn begleitete, wurde ihr schließlich vorgestellt und sie schenkte dem weißen Pokemon ein Lächeln. Just in diesem Moment hörte Saari ein entferntes Bellen und wandte die Aufmerksamkeit von dem Pokemon weg, so dass sie seinen „Annäherungsversuch“ gar nicht mitbekam. Nur ein paar Sekunden später tollte das Fiffyen von Reeve aus einem Gebüsch und stolperte auf die kleine Gruppe zu. Stinson wurde mit einem Schlecker durchs Gesicht (oder eher irgendwie an der Nase vorbei) begrüßt, ehe er zu Saari aufschloss und sowohl Shawn als auch die beiden Pokemon mit Neugierde musterte. Die Nase zuckte hin und her während er schnüffelte und schließlich umkreiste er Shawn ein paar Mal um ihn von allen Seiten anzusehen, während dieser sich gerade darum kümmerte Sentiment zurück zu halten. … Wovon eigentlich? Die Weißhaarige hatte gerade wirklich nicht aufgepasst und wohl irgendetwas Wichtiges verpasst. Hmmm. Mit gehobenen Brauen ging sie einen Schritt zur Seite, damit sie Shawn zumindest wieder ins Gesicht sehen konnte, ehe er auf ihre Frage antwortete und das Fiffyen zu ihr zurück getollt kam, nachdem es Shawns Lucario begutachtet hatte. „Oh, Henry!“, meinte Saari erfreut und grinste leicht. „Den suche ich auch.“, eröffnete sie ihm und nickte kurz. „Mein Fennexis würde seines gerne wiedersehen, aber bis jetzt hatte ich keine Chance ihn zu suchen. In der Arena ist er nicht?“ Wahrscheinlich nicht, denn das wäre wohl der erste Ort an dem man einen Arenaleiter suchen würde. William kletterte derweil von Saaris Schulter herunter und näherte sich dem Lucario. Vor dem (viel) größeren Pokemon blieb er stehen, legte den Kopf in den Nacken und verengte skeptisch die Augen, ehe er das kleine Händchen nach vorn hielt, um Lucario die Hand zu schütteln und ihn zu begrüßen – und wohl gleichzeitig auch Frieden zu schließen. Saari beobachtete ihn kurz dabei, ehe sie wieder zu Shawn sah. „Kein Problem.“, entgegnete sie schulterzuckend und verzog nachdenklich den Mund. „Alsoo… wo hast du denn schon überall nach ihm gesehen?“ Sie mussten ja keine Orte zwei Mal abklappern, wäre ja unnötig.


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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Gastam Fr Aug 19, 2016 11:30 pm

Shawn sollte sich ja nicht einbilden, Saari wäre beeindruckt? Wieso sollte sie auch beeindruckt sein? Nichts als Ärger gab es, wenn Shawn offenbarte, wer er in Wirklichkeit war. Nicht mal jemand, der sagte 'Oh, du bist der Champ? Hey! Cool, dich endlich kennen zu lernen!' Nein. Es brachte jedes Mal Unglück. Wirklich jedes einzelne Mal. Deshalb war er inzwischen ganz froh, wenn man ihn nicht erkannte. Genau das war es jedes Mal: Er wurde in dieses Bild des arrogantesten Trainers ganz Einalls reingerückt, der nur darauf aus war, allen reinzudrücken, wie toll er doch war. Nein. So lief das nicht. Und in die Rolle ließ er sich gar nicht erst reinschubsen. "Beeindruckt von.. was denn bitte?", fragte Shawn also mit einer hochgezogenen Augenbraue und einer verwunderten Miene. Da gab es wirklich nichts, wovon man müsste beeindruckt sein, seine Frage war also gewissermaßen ernst gemeint, wenn sie auch eher dem Zweck diente, dem Mädchen zu zeigen, dass er nicht der arrogante Kotzbrocken war, für den sie ihn wahrscheinlich hielt.
Die Aussage mit der Klatsch-Zeitschrift nahm Shawn hingegen ziemlich humorvoll auf. Es war wohl an der Zeit, dass das Mädchen erfuhr, wie der Champ denn charakterlich so war. Sein Titel war ja eigentlich eher eine triviale Nebensache. Ohnehin war er auf seiner Reise auf der Suche nach einer ganz anderen Sache, nicht nach Anerkennung oder dergleichen.. Auch wenn man ihm bisher beim besten Willen hätte freundlicher begegnen können. "Du traust dich nicht? Dann mach ichs eben.", scherzte Shawn und aus seinem geistesabwesenden fast schon schmerzvollen Gesichtsausdruck von eben wurde ein schön breites Grinsen. Tja! Wenn die Kleine schon zu scherzen anfangen konnte, wollte er selbst sich da natürlich auch nicht lumpen lassen! So grinsten sie da beide vor sich hin... Hach ja. Immerhin schien sich die Stimmung langsam zu lockern, was eine unheimliche Erleichterung.
Das Grinsen des Champs verwandelte sich unterdessen in ein warmherziges Lächeln, das er keineswegs mehr unterdrücken konnte, als sich nun noch dieses kleine putzige Fiffyen zur Gruppe gesellte. Shawn blieb kerzengerade und ruhig stehen, während das kleine Unlicht-Pokémon allmählich begann, mit seinem ausgeprägten Geruchssinn die gesamte Umgebung abzutasten. "Ist das hier auch deins?", erkundigte Shawn sich neugierig. Wahrscheinlich schon, weil wild rumlaufende Pokémon in einer Stadt gar nicht mal so gewöhnlich waren und Saari so wirkte, als ob sie dieses kleine Pokémon kannte.
Ach, es geschahen noch Zeichen und Wunder. Und.. Zufälle. Ganz schön große Zufälle. Tatsächlich sah es wohl so aus, als würden Shawn und Saari nach exakt der gleichen Person suchen. Nach Henry, dem Arenaleiter von Twindrake City. "Oh, tust du das?", entgegnete Shawn daher überrascht. Naja, das war ja eine recht glückliche Fügung! Da hatte sie vielleicht auch eher eine Ahnung, wo er sein könnte, wenn sie denn auch schon aktiv nach ihm suchte. Doch dann kam zuerst die Frage auf, wo Shawn ihn denn bisher so gesucht habe. Nun ja...
"Wo ich ihn schon gesucht habe? Nun ja, ehrlich gesagt noch nirgends. Ich bin gerade erst in Twindrake City angekommen.", gab Shawn zu und kratzte sich etwas nachdenklich am Hinterkopf. "Nun, ich habe ihm eine Nachricht hinterlassen und gefragt, wo er sich zur Zeit aufhält. Mal sehen, wann ich eine Antwort von ihm bekomme. Hast du ihn denn schon irgendwo gesucht?" Der Champ wollte sich immerhin erkundigen, wo das Mädchen schon so war, damit man nicht unnötig alle Orte zweimal abklappern musste.
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Saariam Mo Aug 22, 2016 11:21 pm

67 // Shawn

Prüfend sah Saari Shawn an. Sie war sich nicht vollkommen sicher, ob er einfach nur irgendeine Bestätigung haben wollte oder sich wirklich nicht erklären konnte, warum Saari von ihm beeindruckt sein könnte. Letzteres würde nur davon zeugen, dass der Gute wohl irgendwie ein Rad ab hatte, schließlich hatte er den höchsten Posten der Liga inne, was bei dem ein oder anderen wohl durchaus ein Grund wäre, von ihm begeistert zu. Saari schüttelte den Kopf und gab ein amüsiertes Schnauben von sich, ehe sie mit den Schultern zuckte. „Weiß ich ja nicht, deswegen sage ich ja, dass du nicht denken sollst ich wäre beeindruckt!“, entgegnete sie und grinste kurz. So ein bescheidener Champ. Irgendetwas würde er ja wohl gut können müssen, damit er sich bis an die Spitze der Liga hatte kämpfen können, aber auch das beeindruckte Saari weder, noch interessierte sie es. Und das war nicht einmal unfreundlich oder beleidigend von ihr gemeint, es brauchte einfach etwas mehr als starke Pokemon um Saari vom Hocker zu hauen. Vielleicht drückte sie das ein wenig unfreundlich aus, aber bekanntlich war die Koordinatorin auch Niemand, der ein Blatt vor den Mund nahm oder durch die Blume nuschelte, nur um andere zu verletzen. Wer die Wahrheit nicht einstecken konnte hatte selbst ein Problem; sie war es nicht. Shawn schien aber auch nicht irgendwie verletzt über ihre Worte zu sein, was Saari doch ein wenig beruhigte. Auch wenn sie ihre Meinung offen ausdrückte und wenn Menschen das gerne als Beleidigung ansahen, hatte sie doch nichts weniger im Sinn als andere zu verletzen, auch wenn sie manchmal einfach nicht darauf achtete. „Stammst du aus Einall?“, fragte sie aus heiterem Himmel und es schien auch keinen offensichtlichen Grund zu geben, weshalb sie sich nach seiner Herkunft erkundigte, aber ihre Gedanken hatten schon wieder Sprünge gemacht und jetzt war es halt einfach interessant für sie zu wissen. Wenn er die Frage mit einem Ja beantwortete könnte er ihr vielleicht auch dabei helfen, ihr nächstes Ziel zu suchen…
Ein amüsiertes Grinsen schlich sich auf seine Worte hin auf ihr Gesicht und sie sah Shawn prüfend an um zu schauen, ob er das tatsächlich ernst meinte. Nun gut, wer ruinierte seinen eigenen Ruf schon nicht gerne? Stimmt… jeder Mensch. Aber er scherzte, das war ihr klar, weshalb sie sich auf das kurze Lachen des Champs einließ und mit einstimmte. Eine ordentliche Portion Selbstironie schadete schließlich nie und Saari fand es immer sehr gut, wenn man über sich selbst scherzen und lachen konnte. So etwas konnte Stimmungen lockern, beispielsweise. Zwischen ihnen bestanden, nach Saaris Einschätzung, zwar keine Spannungen mehr, aber sie konnte sich vorstellen, dass Shawn sich vielleicht noch ein wenig unwohl fühlte, weil er Stinson ja angegriffen hatte. Mehr machen als ihm versichern, dass alles wieder in Ordnung war konnte Saari aber nicht, also würde er die Sache wohl mit sich selbst und seinem Gewissen vereinbaren müssen… aber er war ja schon groß, das schaffte er bestimmt.

Ihr Blick ging herunter zu dem kleinen Fiffyen, das ganz aufgeregt in alle Richtungen schnupperte. Vielen anderen Pokemon(trainern) waren sie auf dem Weg von Nevaio City bis Twindrake City ja auch nicht begegnet, wenn man von der Bikergang absah, da konnte Saari es gut verstehen, dass er sich darüber freute mal neue Freunde zu finden. Sie beobachtete Fiffyen einen Moment, ehe sie zurück zu Shawn sah und den Kopf schüttelte. „Leider nicht.“, entgegnete sie und zuckte leicht mit den Schultern. „Also… ich habe mich mit seinem Trainer unterhalten und der hat plötzlich eine Panikattacke bekommen und ist weggelaufen, dabei hat er sein Fiffyen vergessen. Ich hab es dann an mich genommen und suche jetzt nach ihm, um es ihm zurück zu geben.“, erklärte sie weiter und wunderte sich noch immer darüber, weshalb man von einer PIccolente eine Panikattacke bekommen konnte… andererseits konnte sie sich das Meer nicht angucken ohne in Ohnmacht zu fallen. Jeder hatte wohl einfach seine Macken, für die man nichts konnte. Deswegen sah Saari die Sache mit Fiffyen und Reeve auch gar nicht so eng oder gar so, als hätte Reeve sein Pokemon absichtlich zurückgelassen. Wenn man Angst bekam, bekam man eben Angst, da handelte man gerne mal ohne weiter darüber nachzudenken. „Bis jetzt allerdings ohne Erfolg und ich weiß nur, dass er Reeve heißt.“, gestand Saari dann mit einem Seufzen und verzog den Mund. Was, wenn sie ihn nicht wiederfinden würden? Saari konnte das Pokemon ja unmöglich frei lassen, es war ja nicht ihres, und den Pokeball von ihm hatte sie auch nicht in ihrem Besitz, also konnte sie es auch in dem Sinne nicht behalten, sollten sie Reeve tatsächlich nicht wiederfinden.
Es war wohl eine Fügung des Schicksals, dass der Champ ebenfalls nach Henry suchte. Wunderbar, dann konnten sie ja zusammen suchen. Für Saari war das bereits beschlossene Sache, ohne dass sie überhaupt danach gefragt hatte. Was brachte es auch schon, wenn zwei schräge Leute durch die Stadt wanderten und nach dem Arenaleiter suchten, wenn sie das auch zu zweit machen konnten? Sie nickte auf seine Nachfrage hin und erklärte ihm kurz, dass sie Henry in Nevaio City kennengelernt hatte und sich ihr Fennexis mit seinem angefreundet hatte, und sie ihm deswegen einen Besuch hatte abstatten wollen, wenn sie mal in Twindrake City waren. „Tamora ist noch ein bisschen schüchtern was andere Pokemon und Trainer angeht.“, erklärte sie und lächelte leicht. „Sie hat ihr ganzes Leben ganz allein auf einer Lichtung verbracht und kannte den Kontakt zu anderen gar nicht, deswegen muss ich sie da nun langsam heranführen.“ Ach ja, Tamora. Dass das Fennexis violett war behielt Saari erst einmal für sich, schließlich war sie keine Person die gerne mit irgendetwas angab. Vielleicht würde es sich aber auch noch ergeben, dass Shawn und seine Pokemon ihre anderen Pokemon kennenlernen konnten.
Shawn gestand ihr, dass er bis jetzt noch nirgendwo gesucht hatte, weil er gerade erst in der Stadt angekommen war, und Saari nickte nachdenklich. „Ich bin gestern angekommen.“, entgegnete sie und zuckte mit den Schultern. „Und dann kam etwas dazwischen und jetzt stehen wir hier.“ Sie grinste kurz und sah nach hinten zu Stinson, dann zurück zu Shawn. Dass er Henrys Nummer hatte war dann ja definitiv schon mal eine gute Sache, so konnte sich Henry ja irgendwann melden. „Ich würde vorschlagen wir schauen mal in der Arena nach?“ Da waren die Chancen wahrscheinlich am größten, ihn zu finden.



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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Gastam Mi Aug 24, 2016 2:30 am

Jaja. Shawn sollte nuuuur nicht denken, Saari wäre beeindruckt von seinem Titel. Beim besten Willen. Es war keine große Sache. Nur, weil er offiziell als der beste Trainer Einalls galt, hieß das noch lange nicht, dass das ein Grund war, direkt in Ehrfurcht zu erstarren oder sowas. Also so halb ernst gemeint war Shawns Frage schon. Eigentlich gab es da ja nicht wirklich etwas, wovon man hätte beeindruckt sein können. "Geht klar. Ich hab meistens sowieso nur Probleme mit Leuten, die sich von meinem Titel beeindrucken lassen. Es ist trotzdem noch immer nicht mehr als ein Titel.", entgegnete er schließlich. Er wollte es ja nur eben klar stellen. Sein Blick war währenddessen ungewöhnlich streng und ernst, doch nachdem er fertig war, war auch sein freundliches Lächeln wieder zurück.
Schließlich wurde Shawn dann auch gefragt, ob er auch aus Einall stammte. Die Frage kam etwas aus heiterem Himmel, aber gut, daran wollte man sich mal nicht weiter stören. Stören tat es ihn ohnehin nicht, auch wenn er nicht so recht wusste, wie Saari darauf kam. Irgendwie verschwand mit sofortiger Wirkung Shawns Grinsen auch wieder. Seine Augenbrauen senkten sich etwas. "Uhm, ja. Meine Eltern kamen aus Septerna City." Jep. Mit Betonung auf 'kamen'. Aber hey, er hatte doch seine Familie. Seine zwei Schwestern Ruby und Lily, sowie Onkel Brandon und Tante Sophia. Immerhin war es jetzt schon ein Weilchen her, darüber hinweg war er schon halbwegs, glaubte er zumindest. Trotzdem ließ ihn die Frage einfach nicht los, was damals passiert war. Bis zu jenem Tag waren die Umstände des Todes nicht geklärt. Shawns Blick hatte sich kurz gesenkt, nun erhob er sich allerdings wieder und lag auf Saaris Gesicht. Jetzt interessierte es ihn aber auch, wo sie herkam! "Und du? Woher kommst du?"
Aber hey, wer hatte die Stimmung plötzlich so herunter gezogen? Nachdem Shawn bis eben noch etwas geistesabwesend dreinblickte, konnte er nun wieder grinsen, ja, sogar lachen. Sein Scherz schien bei der jungen Dame anzukommen, sodass sogar beide darüber lachen konnten. Wie erfrischend, mal wieder jemandem mit Sinn für Humor zu begegnen! Immerhin war das die letzten Tage ja nicht gerade so häufig der Fall gewesen.. Bis auf diesen Clown da und seine ganzen Zuschauer, aber was das für eine verdrehte Form von Humor das war, konnte Shawn selbst sich auch nicht so recht erklären.

Dieses Fiffyen war aber auch herzallerliebst! Aufgeregt lief es umher und schien ganz begeistert davon zu sein, die Bekanntschaft mit Shawn, Lucario und Sentiment zu machen. Die beiden waren ebenso erfreut, diese Bekanntschaft zu machen, auch wenn sie beide zunächst etwas überrumpelt wurden von dem plötzlichen Erscheinen des Unlicht-Pokémon. Die Geschichte, die Saari daraufhin schilderte, war dann für den jungen Champ umso verwirrender. Er kratzte sich grübelnd am Kinn, während er ihr zuhörte. "Eine Panikattacke hat er bekommen? Wieso das denn?" Shawn dachte angestrengt nach. Das war doch äußerst merkwürdig! Was hätte diesen jungen Mann so plötzlich während einer Unterhaltung dazu bewegt haben können, einfach so abzuhauen? Und.. Eine richtige Panikattacke hatte er? Was für mysteriöse Umstände. Das interessierte den jungen Mann aber jetzt, was dahinter steckte! Offenbar war sein Name Reeve, aber leider sagte dieser Name Shawn auch rein gar nichts. Er konnte dem jungen Mädchen also leider auch beim besten Willen nicht weiterhelfen. "Tut mir furchtbar leid, aber leider kenne ich niemanden, der so heißt.", merkte der Champ mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck an. Irgendwie ließ ihn das aber grade nicht los. Es musste doch irgendeine vernünftige Erklärung dafür geben, dass dieser Reeve das tat!
Noch interessanter war es dann natürlich zu erfahren, dass Saari und Henry sich in Nevaio City kennengelernt hatten. Es war doch immer schön zu sehen, wie die Pokémon es schafften, Meschen miteinander zu verbinden. Ohne sie hätten die beiden sich immerhin wahrscheinlich nicht einmal kennen gelernt. Nur was war da noch in Nevaio City gewesen? Ah, richtig! Davon hatte Shawn ja vor kurzem erst gehört. An ihm ging so schnell wirklich nichts vorbei. "In Nevaio City... Da hat doch letztens erst ein Wettbewerb stattgefunden, nicht wahr? Habt ihr euch da vielleicht kennen gelernt?" Kurz grübelte Shawn darüber nach, ob Henry wirklich an einem Wettbewerb teilnehmen würde. Wobei - Bei der Eleganz, die Henrys Fennexis an den Tag legte, war das nicht einmal undenkbar. Sicherlich brauchte man ab und an mal eine gesunde Abwechslung von diesen ganzen ermüdenden Arenakämpfen. Die würde Shawn sicherlich auch brauchen zwischen seinen Herausforderungen, hätte er denn überhaupt Herausforderer gehabt. Die logische Schlussfolgerung aus dem ganzen war dann natürlich folgende: "Würde mich nicht wundern, wenn es da gewesen wäre. Du hast das Gesicht einer Koordinatorin." Shawn lächelte kurz warmherzig. Natürlich war das eher Bauchgefühl, schließlich hatte er ja keine übernatürlichen Kräfte oder so, aber erstaunlich oft lag sein Bauch richtig. Immerhin war dort in Nevaio City eine Menge los, als der Wettbewerb war. Es war ja gut denkbar, dass er richtig lag.
Tamora hieß also Saaris Fennexis, das war das nächste, was Shawn erfuhr. Außerdem, dass sie äußerst schüchtern war und sich nun langsam versuchen würde, an neue Freunde zu gewöhnen. Das war eine schöne Idee von Saari, dass sie Tamora sich da mit einer anderen Fennexis-Dame anfreunden ließ. Zeitgleich, als das Mädchen davon erzählte, wurde Lucario neben Shawn ein klein wenig verlegen. Es erinnerte sich an diese Fennexis-Dame, die Henry begleitete. Diese temperamentvolle freundliche Fennexis-Dame... Hach. Sein Trainer stupste es kurz an und lächelte etwas neckend. Er wusste doch, da war irgendetwas. Vielleicht war es ja gar nicht so verkehrt, mal ein Wiedersehen zwischen den beiden zu arrangieren. Sicherlich ließe sich das auch einmal einrichten, wenn sich Henry und Shawn wieder begegneten. Oh. Er wollte ja Saari noch antworten. Fast vergaß er. Aber die Gesprächspause war eher kurz, vielleicht fiel es ja gar nicht auf, dass der Champ kurz abgelenkt war. "Das ist aber nett, dass du dich so sehr um Tamora sorgst. Lass es mich wissen, wenn ich dir irgendwie dabei behilflich sein kann, ja? Ich schulde dir eh was.", meinte er dann grinsend. Hey, irgendeine Form der Entschädigung für gerade eben war ja sicherlich auch eine ganz gute Idee. Auch wenn das junge Mädchen nicht mehr wirklich böse zu sein schien.
Saari schlug jedenfalls, nachdem sie erzählte, dass sie seit dem Vortag in Twindrake City war, was Shawn mit einem nachdenklichen Nicken wortlos kommentierte, vor, dass die beiden erstmal zusammen in der Arena nachsehen würde, ob Henry vielleicht da war. "Klar. Wieso nicht? Vier Augen sehen besser als zwei.", kommentierte Shawn nur neutral und nickte. Das war wohl die sinnvollste Option für den Anfang.
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Saariam Fr Aug 26, 2016 11:19 pm

68 // Shawn

Shawn offenbarte Saari schließlich, dass er tatsächlich aus Einall stammte. Irgendwo hatte Saari sich das gedacht, einfach weil man wohl annahm, dass der Champ der Region aus auch der Region stammte – was natürlich Unsinn war, schließlich konnte ja jeder Champ werden. Sie nickte auf seine Worte kurz, auch wenn sie den kurzen Anflug Melancholie in seinem Blick nicht ganz verstehen konnte. Vielleicht sprach er nicht gerne über seine Herkunft? In dem Falle tat es Saari natürlich wirklich leid, dass sie das angesprochen hatte. Andererseits konnte sie das ja auch nicht wissen… also musste sie sich dann tatsächlich schlecht fühlen? Eine komische Frage, aber sie beließ es dabei den Gedanken abzutun und einfach nicht weiter nachzufragen, schließlich ging es sie letzten Endes auch einfach nichts an. „Septerna City, cool.“, meinte sie und dachte darüber nach, was sie über Septerna City wusste. Dort war ein Museum, das würde sie gerne sehen. Mehr wusste sie allerdings auch nicht… Aber auch wenn die Stadt ungefähr am anderen Ende von Einall lag würde Saari sie schon noch zu Gesicht bekommen, dafür reiste sie ja schließlich – um jeden Winkel von Einall entdecken zu können! Tatsächlich war das Sammeln von Bändern irgendwie nach hinten gerutscht was ihre Prioritäten anging, komisch… Vielleicht lag es auch einfach daran, dass sie in einer Region bereits als Top-Koordinatorin zählte. „Irgendwann will ich da auch mal hin, aber das dauert wohl noch ein bisschen.“ Die Weißhaarige zuckte leicht mit den Schultern und lächelte leicht. „Ich komme eigentlich aus Johto.“, erklärte sie ihm dann und zuckte leicht mit den Schultern. „Aber als mein Bruder angeboten bekommen hat in Einall einen Top 4 Posten zu besetzen bin ich mit ihm gekommen, weil es mir in Johto langweilig wurde.“ Ironisch, dass sie nun wieder allein hier stand und Silvester zurück nach Johto gegangen war. „Ich bin auch erst seit ein paar Wochen in Einall, wir sind letztens erst in Panaero City gelandet und von da aus dann weiter gewandert. Eigentlich wollten wir zum Kampfplatz meines Bruders, aber das hat sich dann erledigt und jetzt schaue ich, wo ich als nächstes hingehe.“, brabbelte sie und achtete gar nicht darauf, ob es Shawn überhaupt interessierte. Nachdenklich legte sie die Stirn in Falten und sah einen Moment grüblerisch drein, dann zuckte sie wieder mit den Schultern. „Ich hab auch keine Ahnung welche Stadt als nächstes kommt. Ich informiere mich eigentlich immer erst im Pokémon Center darüber.“ Erstmal hatte sie ja auch vor in Twindrake City zu bleiben. Die Stadt war schließlich seit ihrer Ankunft in Einall die Größte die sie besucht hatte, da musste man sich schon mal einer ordentlichen Sightseeing-Tour hingeben!

Saari beobachtete das Fiffyen einen Moment ehe sie Shawn erklärte, wie Saari an den kleinen Fratz gekommen war – oder eher er an sie. Die Weißhaarige nickte auf seine Frage hin und zuckte anschließend leicht mit den Schultern. „Ich weiß auch nicht. Also da war eine Piccolente im Feld und als er sie gesehen hat ist er panisch davon gelaufen.“, entsann sie sich und hob die Augenbrauen. „Also denke ich mal, dass er Angst vor Piccolente hat… warum weiß ich aber auch nicht. Ich habe mich vielleicht drei Sätze lang mit ihm unterhalten.“ Komischer Typ, jetzt wo sie so darüber nachdachte. Und noch komischer, dass Silvester und er sich kannten. Aber wie auch immer, darum sollte es ja nun nicht gehen. Leider kannte Shawn aber auch niemanden mit dem Namen Reeve, was Saari aber irgendwie auch nicht erwartet hatte. Sie verzog den Mund leicht zur Seite und seufzte dann. „Naja, wenn ich ihn nicht finde, findet sich vielleicht eine Möglichkeit wie ich das Fiffyen behalten kann. Ich habe seinen Pokéball ja leider nicht, aber vielleicht weiß Schwester Joy etwas. Aber bis es so weit ist würde ich wohl erst durch ganz Einall gereist sein müssen. Ich will ja keinem Trainer sein Pokémon wegnehmen.“ Genau so wenig würde sie ein Pokemon einfach irgendwo aussetzen, nur weil sie seinen Besitzer nicht mehr fand.Das wäre ja ein Unding. „Macht nichts!“, beschwichtigte Saari Shawn und grinste ihn unbeschwert an. Früher oder später würde sie Reeve schon finden. Er konnte sich ja nicht einfach in Luft aufgelöst haben.
Das Gespräch ging weiter und schließlich kamen sie auf ihren gemeinsamen Nenner, Henry, zu sprechen. Saari beantwortete Shawns Frage erneut mit einem leichten Grinsen. „Jaa genau, da war der Wettbewerb.“, bestätigte sie und verschränkte die Hände hinter dem Rücken. Dass sie das Gesicht einer Koordinatorin haben sollte schmeichelte ihr natürlich sehr, weshalb sie nur noch breiter grinste. „Mhm, Henry und ich haben uns zwischen den Vorstellungen kennengelernt und sind so ins Gespräch gekommen.“ Außerdem waren die Aufführungen mit Delilah wirklich klasse gewesen, da konnte Saari einfach nicht anders als sich mit ihm zu unterhalten. Letztlich hatte es Delilah und Tamora ja auch näher zu einander gebracht, also war es eine einzige Win-Win-Situation gewesen, sowohl für sie selbst als auch für ihr Pokemon. „In Johto habe ich schon alle Bänder gesammelt, deswegen bin ich dann nach Einall.“, fügte sie erklärender Weise an und lächelte leicht.
Saari lockerte die Arme hinter ihrem Rücken wieder und setzte ein nachdenkliches Gesicht auf, ehe ihr auf seine Worte hin etwas einfiel. „Wie wäre es, wenn Tamora deine Pokemon kennenlernt? Vielleicht kann Lucario ihr ein bisschen helfen, wegen diesem… Aura-Zeug.“ Sie sah mit einem Grinsen zu dem blauen Pokemon. Lucario waren schon sehr interessante Pokemon, keine Frage! Ohne weiter darauf zu warten und viel zu überzeugt davon, dass Tamora das sicher helfen würde, hatte sie schon den Ball ihres Fennexis gezückt und kurzerhand aus jenem befreit. Das violette Feuerpokemon streckte sich kurz und sah sich verwundert um, ehe sie die fremden Pokemon entdeckte und einen Schritt hinter Saari machte. In Anbetracht der Tatsache, dass Tamora größer war als Saari, brachte das aber herzlich wenig. Im selben Zug rief sie auch Stinson zurück in seinen Ball, der war nämlich eingedöst, und ging einen Schritt zur Seite um Tamora nicht im Weg zu stehen. „Alsoo… Tamora, das hier ist Shawn. Er ist der Champ der Region.“, stellte sie ihn vor auch wenn sie wusste, dass Tamora keinen Schimmer hatte, was ein Champ war. „Und das hier sind seine Pokemon, Lucario und Absol.“ Sie zeigte nacheinander auf die Pokemon und Tamora nickte lediglich schüchtern. So wirklich wohl schien das Fennexis sich nicht zu fühlen, aber Saari war der festen Ansicht, dass sie nie aus sich heraus kommen würde, wenn sie nur in ihrem Ball saß.

Shawn stimmte der Idee schließlich zu, zuerst in der Arena nachzusehen und Saari ließ den Blick über die Häuserlandschaft schweifen. Irgendwo wäre es bestimmt beschildert, wo sie zur Arena gelangten. „Dann los!“, rief sie fröhlich und setzte sich in Bewegung. William hatte es sich derweil auf Tamoras Kopf gemütlich gemacht und kuschelte sich an ihre Ohren, während Tamora Saari eher schüchtern und mit Abstand zu den beiden fremden Pokemon hinterher ging. Fiffyen lief immer wieder ein Stück vor und kam aufgeregt zurück, hopste auf der Stelle und rannte wieder vor. Herrje, der Gute platzte ja förmlich vor Aufregung… Saari beobachtete ihn mit einem Schmunzeln, sah jedoch hin und wieder auch nach hinten zu Tamora.
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Gastam Mi Sep 14, 2016 8:55 pm

Ahh, interessant, Saari schien offenbar auch keine Einheimische hier zu sein. Sie kam ursprünglich aus Johto und war wohl so mehr oder weniger wegen ihrem Bruder hier, der wohl einen Top 4-Posten angeboten bekam. Hm, vielleicht kannte Shawn ihn ja? Eventuell bot es sich ja auch noch ein klein wenig später an, bei Saari mal den Namen dieses Top 4-Mitglieds zu erfragen. Es war jedenfalls ziemlich spannend zu erfahren, dass Saari aus einer anderen Region stammte. Shawn wusste auch nicht so recht, ob er nachfragen sollte, was überhaupt mit ihrem Bruder passiert war, dass das Treffen beim Kampfplatz nicht stattfinden konnte. Aber sie sah so nachdenklich, fast sogar schon traurig aus... Vielleicht wollte sie sich auch mal bei wem auskotzen? "Ich hoffe doch, es ist nichts Schlimmes passiert?", fragte Shawn also unsicher nach und legte den Kopf schief. Na hoffentlich war alles in Ordnung.

Aber.. Auch merkwürdig war, wie sich jemand so sehr vor Piccolente fürchten konnte. Sie hatten ja jetzt nicht wirklich etwas Furchterregendes an sich, fand Shawn zumindest. "Ach, was für Phobien es da heute alles gibt... Betroffene können unser einem eigentlich nur leid tun.", kommentierte der Champ und musste trotzdem schmunzeln. Er fand die Vorstellung trotzdem irgendwie lustig, wie jemand vor einem kleinen Piccolente davon lief. Schade, dass Saari nur etwa drei Sätze mit ihm gewechselt hatte. Es wäre durchaus interessant gewesen zu erfahren, was für ein Mensch hinter solch einer außergewöhnlichen Phobie steckte. Saari seufzte einmal tief, als Shawn zu verstehen gab, dass er bisher von niemandem mit dem Namen Reeve gehört hatte. Dabei musste er schon zugeben, dass er ihn rein aus Interesse selbst gern kennengelernt hätte. Es interessierte ihn jetzt, was das wohl für ein Mensch war. Redlich war es allerdings, dass dieses Mädchen es sich zur Aufgabe machte, den echten Besitzer des kleinen Unlicht-Pokémons ausfindig zu machen. Das hätte sicherlich nicht jeder getan. Zudem ging sie da auch noch mit solch einem Engagement ran...! "Du hast aber meinen Respekt dafür, dass du dir überhaupt solch eine Mühe gibst, den Besitzer wiederzufinden." Shawn lächelte und nickte kurz. So verkehrt schien dieses Mädchen ohnehin nicht zu sein!
Ah! Shawn lag immerhin richtig, was den Wettbewerb anging. Da kam ihm also das Richtige zu Ohren, in Nevaio City fand er also doch statt. Offenbar nahm also auch Henry daran teil. Ja, der Beruf als Arenaleiter bot von Zeit zu Zeit schon ziemlich wenig Abwechslung, weshalb Shawn es nur zu gut nachvollziehen konnte, wenn Menschen wie Henry sich dann danach sehnten, auch mal ein klein wenig Abwechslung in den Alltag zu bringen, indem man auch mal was anderes machte. Wettbewerbe waren ja schon eine ganz nette Alternative, wobei Shawn sich so etwas für sich selbst nicht wirklich vorstellen konnte. Wahrscheinlich würde er eh unterirdisch darin abschneiden.
"Interessant! So habt ihr euch also kennen gelernt.", kommentierte Shawn lächelnd, worauf Saari dann zusätzlich erzählte, dass sie in Johto ja schon alle Bänder gesammelt hätte und deswegen nun nach Einall kam. Immerhin freute Shawn sich etwas innerlich, dass er mit der Koordinatorin-Sache richtig lag. Dennoch musste er schon etwas schmunzeln bei der Aussage. "Aber junge Frau! Wenn ich nicht mit meinem Titel angeben darf, darfst du auch nicht mit deinen Bändern angeben!", scherzte Shawn und grinste. Nein, eigentlich meinte er das nicht ernst, es beeindruckte ihn sogar, jemanden zu treffen, der es schaffte, so ausdauernd in solch einer Sache zu sein, während er selbst es sich nicht einmal vorstellen konnte, auch nur einmal an sowas wie einem Wettbewerb teilzunehmen. "Nur ein kleiner Scherz.", beruhigte Shawn das Mädchen dann. "Ich finde das sogar ziemlich beeindruckend, dann musst du ja auch so etwas wie eine Berühmtheit sein! Ich hoffe, du nimmst es mir nicht krumm, dass du mir nicht bekannt vorkommst.", meinte Shawn immer noch mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht, aber auf eine etwas ernsthaftere Art und Weise. Nein, weder der Name sagte ihm was noch konnte er das Gesicht zuordnen...
Auf den Vorschlag, dass Lucario und Tamora sich kennen lernen sollten, ging Shawn natürlich ebenfalls gern ein. Er freute sich ja selbst darüber, wenn sein treuer Partner Lucario auch mal dazu kam, ein paar weitere Kontakte mit anderen Pokémon zu knüpfen. "Gern.", lautete also kurz und knapp Shawns Antwort, während sein Blick zu Lucario wanderte. So ruhig es auch war, es war auch nicht wirklich schüchtern, also lächelte es Tamora freundlich an und winkte mit der rechten Pfote, als das Fennexis aus seinem Ball befreit wurde. Allerdings schien die Dame ziemlich schüchtern zu sein und begann erst einmal, sich hinter ihrer Trainerin zu verstecken. Auch als Saari Shawn und seine zwei Pokémon vorstellte, schien es nicht wirklich besser zu werden, also begann Lucario lächelnd, ganz langsam und vorsichtig einen Schritt auf Tamora zuzumachen, sich kurz zu verneigen und dem Feuer-Pokémon die Hand zu reichen. Es bleib auf genügend Abstand, dass die Fennexis-Dame selbst einen Schritt auf das Lucario zu machen müsste, um ihm die Hand geben zu können. Das Lucario wartete aber einfach geduldig ab und ließ Tamora genügend Zeit, sich vorsichtig zu nähern.
Sentiment unterdessen hatte Ideen, die nun ehrlich gesprochen... Weniger Gentleman-like waren. Das Absol schien in gewisser Weise interessiert zu sein an der Fennexis-Dame, doch die Absichten waren dann wieder was anderes. Langsamen Schrittes, ähnlich wie ein Raubtier auf der Pirsch, näherte es sich allmählich Tamora an, ehe Shawn es mit einem strengen Blick ermahnte. "Wirst du dich wohl benehmen, Sentiment?" Doch die Ermahnung war nicht mehr wirklich von Nöten, da Saari schon zur Arena aufbrechen wollte, ehe Sentiment wirklich die Chance hatte, dem Fennexis zu nahe zu kommen. Shawn folgte dann auch sofort mit seinen beiden Begleitern nach. Na dann war er mal gespannt, wo der gute alte Henry schon wieder steckte...!

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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Yoshiam Sa Apr 08, 2017 11:07 pm

# 34
with Emilia

cf: Route 9

Schade, dass Lucian ihn schlussendlich doch nicht auf der Suche begleitete. Anstelle jedoch gross über die Gründe nachzudenken, wollte Yoshi nun zumindest sein Kramurx ausfindig machen. Er wusste wenig über eines seiner neuesten Teammitglieder, aber er wusste zumindest, dass sie sich eher in diesem Stadtteil aufhalten würde, da dieser eher ihrem Geschmack entsprach. Wenn sie also tatsächlich "von ihrer Mission abgekommen" war, bestand hier die grösste Chance, dem Vogel doch noch zu begegnen.
Ghastley beendete seinen "Ich tu' so, als wärst du nicht mein Trainer"-Schnabernack schliesslich doch auch und folgte dem Schwarzhaarigen eifrig trotz seines angeschlagenen Zustands. Das Verboten-Pokémon war zudem ziemlich fasziniert von der Stadt und schien sich richtig wohlzufühlen. Yoshi erging es auch nicht viel anders, der alte Stadtteil von Twindrake City war angenehm.
"Gib Bescheid, wenn du eine Pause brauchst." Keine Antwort. Yoshi wusste auch, dass dieser Satz unnötig war. Sein Kryppuk hopste ohnehin umher, bis es plötzlich vor Erschöpfung zusammenbrechen würde. Sollte er es also indirekt zu einem Pokémon-Center lotsen? An sich war das ja keine dumme Präventionsmassnahme. Immerhin waren momentan auch keine Pokémon in seinem Team, die sich um diesen 128kg Geist kümmern könnten. Das würde dann wohl einfach Spass für Shoe mit seiner Psychokinese und Yoshi bedeuten.

Leider war seinem Pokémon das Fehlen einer Brille ein Dorn im Auge, weswegen es einen Passanten mit Hipster-Brille verfolgte und dann auch noch belästigte, da das Kryppuk den nun fluchenden Passanten am Weiterschreiten hinderte. Da er wusste, dass bei Ghastley besonders bei Brillen nicht affirmierende Worte nichts nutzten, musste man den Passanten sonst irgendwie befreien und sich peinlicherweise als Trainer des Brillenfetischisten outen. Da sich sein Absol Tsume nicht für Disziplinarmassnahmen nutzen wollte, ein Casanova Nachtara womöglich noch mehr Chaos stiftete, rief Yoshi eben als moralische Unterstützung sein Kapuno Tante herbei. Dieses war wie immer höchst erfreut auf den eigenen Trainer zu treffen und schmiegte sich sofort an Yoshi.
"Später", kam es jedoch kalt von ihm und er deutete auf das Kryppuk. "Das ist auch ein Teammitglied, du musst dich unbedingt bei Ghastley vorstellen!" Er klang wie ein Motivator für kleine Kinder. ...im Grunde hatte er diese Strategie auch von einer solchen Sendung. Das Kapuno jedoch nahm das Ganze wirklich ernst und hastete sogleich zusammen mit dem Trainer zu dem Kryppuk, wo es beinahe noch einen Purzelbaum bei der Bremsung hinlegte. Während Yoshi eine Entschuldigung an den Passanten aussprach, lenkte sein Kapuno mit seiner ambitionierten Vorstellung Ghastley tatsächlich ab. Immerhin war ein Pokémon aus der Trikephalo-Reihe nach den Ereignissen in Johto so ziemlich die letzte Pokémon-Art, die sich das Geistpokémon als den nächsten Fang hätte denken können! Der sonst ruhige Geist diskutierte eifrig mit dem kleinen Drachenpokémon und obwohl sie von der Persönlichkeit komplett verschieden erschienen, verstanden sie sich prächtig.
...dachte Yoshi zumindest. Nach einer Minute Pokémongeplapper fing sein Kapuno nämlich an bitterlich zu weinen, während sich sein Kryppuk schlapplachte. Yoshi, der ja nicht einmal wusste, was genau geredet wurde, stand einfach nur ratlos da und betrachtete hilflos sein aufgebrachtes, neuestes Teammitglied. Jetzt musste er nicht nur zwei Pokémon wiederfinden, sondern auch noch ein Kapuno, das er am liebsten nicht einmal streicheln würde, aufmuntern! Immerhin erweckte ein schreiender Drache ja auch ziemlich Aufmerksamkeit, etwas, das der Obdachlose nicht wirklich gebrauchen konnte. Die Situation überforderte ihn ein wenig, weswegen er sich erst einmal beruhigen und seine Optionen durchdenken wollte.


Zuletzt von Yoshi am Di Apr 18, 2017 8:14 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Emiliaam Di Apr 18, 2017 1:02 am

Es war nun endlich geschafft! Nach einer langen Reise, die sich von hier bis ans andere Ende Einalls und wieder zurück zog, war es nun endlich soweit. Emilia war nun endlich wieder in ihrer Heimatstadt gewesen und freute sich sehr drauf ihre Eltern und ihren Bruder wiederzusehen. Auf ihrer Reise hatte sie viel erlebt, viel neues gesehen und neue Freunde gefunden, was bei ihrer offenen Art natürlich keinesfalls so verwunderlich ist. Aber auch wenn das Reisen schön war, so war sie doch auch froh Twindrake City wieder erreicht zu haben. Mit ihrem Frosdedje im Pokeball und ihrem Driftlon neben sich her schwebend ging sie den altbekannten Weg entlang zu jenem Blumenladen, wo sie zu Hause war. Das Wetter war schön, die Sonne strahlte angenehm warm und es waren nur wenige Wolken am Himmel, sodass man super auf den hellblauen Himmel schauen konnte. Driftlon? Was du glaubst wird Mama heute zu essen machen? wandte sie sich dann freudig an ihr Geist Pokemon, welches neben ihr her schwebte, doch recht motivationslos wirkte. Doch trotzdem brachte es ein kurzes Nicken hervor, welches seine Trainerin nur noch glücklicher machte. Aber nun gut, so lief es doch die meiste Zeit ab; Driftlon verschwendete nie wirklich viel Energie und trotzdem begleitete er die schwarzhaarige. Warum? Er glaubte wohl, dass irgendwer auf Emilia aufpassen musste und dies fiel wohl in seine Hände. Aber groß stören tat es weder Driftlon noch Emi.
Als sie ihren gewohnten Weg weiter ging, entdeckte sie irgendwann ein kleines Kapuno, welches...weinte? Hu? Was war denn da nur passiert? Mit besorgtem Blick beobachtete Emilia das kleine Pokemon und musterte dann kurz einen schwarzhaarigen jungen Mann, seinen Trainer wohl? Wollte er sein Trainer es nicht trösten? Auch gleich wollte die Geist Trainerin zu dem Duo hin, als sich ihr Driftlon einmischte und seine Trainerin am Arm festhielt. Willst du so schnell heim? fragte die schwarzehaarige daraufhin doch etwas überrascht, doch.. es hatte wohl andere Gründe, denn es hatte das Kryppuk entdeckt und wollte eigentlich keine drei Stunden damit verbringen, seine Trainerin nach Hause zu ziehen. Doch leider waren seine Mühen schon längst vergebens, denn das kleine Mädchen, hatte den Geist schon entdeckt und eilte schnell zu eben diesen. Oh mein Arceus, ist das süß! kreischte Emilia vor Freude und hockte sich dann zu dem Pokemon, den Blick starr auf eben dieses gerichtet. Na du? Ich bin Emilia, freut mich! begann sie auch gleich das Gespräch mit dem Pokemon, welches weiter neugierig von ihr angestarrt wurde. Tja, wenn es um Geist Pokemon ging, kannte die begeisterung des jungen Mädchens keine Grenzen. Würde sein Trainer nicht bei ihnen stehen, so würde das Mädchen wohl bis zum Abend das kleinere Pokemon anstarren und mit Komplimenten überschütten. Doch glücklicherweise war ja auch noch ihr Balon Pokemon da und zog seine Trainerin erneut am Ärmel. Hu? murmelte diese verwundert und blickte ihr Pokemon kurz an, ehe ihr Blick schnell zu dem schwarzhaarigen wich. Oh, entschuldigen sie bitte! lachte die Kleine leicht verlegen und stand wieder auf. Ich finde Geist Pokemon nur so interessant.. entschuldigte sie sich schnell, hoffte sie doch, dass er nicht allzu böse war. Dass das Kryppuk das kleine Kapuno zum weinen brachte, darauf wäre Emilia wohl nie gekommen.

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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Yoshiam Di Apr 18, 2017 8:14 pm

# 35
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Immer noch komplett überfordert, nahm er einen tiefen Atemzug und versuchte sich zumindest von dem Lärm von Gelächter und Schluchzen abzulenken. Immerhin wusste er nicht einmal, wo er anfangen sollte! Sollte er sein Kryppuk darum bitten, mit dem Gelächter aufzuhören oder sich dem Grauen des Kapunoaufmunterns widmen? Beides klang nach langweiliger Arbeit für Yoshi und er wusste auch nicht, was einfacher zu bewältigen war.
Die Entscheidung wurde ihm schliesslich dank eines Kryppuk-Fangirls abgenommen, da sein Kryppuk abrupt verstummte und die beGeisterte Schwarzhaarige musterte. Obwohl das Kryppuk steinalt war, süss wurde es in seinem bisherigen Leben noch nie genannt! Yoshi fand diesen Schachzug des Mädchens genial. Darauf wäre er nie gekommen! Sie musste wohl eine Geistpokémonspezialistin sein, mhm! Immerhin hatte sie auch ein Driftlon mit sich, welches dann auch ihre Aufmerksamkeit auf Yoshi lenkte.
Schliesslich entschuldigte sie sich auch noch fürs Helfen, was Yoshi ziemlich verwirrte. "Wieso die Entschuldigung? Die Hilfe einer Geistpokémonkennerin konnte ich gerade gebrauchen, danke dafür." Ein bisschen erleichtert war er nun ja schon, blieb nur noch Kapuno! Dieses war nämlich immer noch ein Aufmerksamkeitsmagnet in Pokémonform und schien sich nicht zu beruhigen.
Yoshi blickte etwas ratlos zwischen dem Mädchen und dem Kapuno hin und her, da hatte er des Rätsels Lösung! "Das Kapuno ist auch süss, oder?" Das kleine Drachenpokémon spitze seine Ohren. "...willst du's?" Bumm. Irgendwie hatte diese Frage den gegenteiligen Effekt und sein Pokémon schrie noch lauter herum. Yoshi könnte es zwar durchs Zurückrufen zum Schweigen bringen, aber das war ihm dann doch nicht recht. Zumindest wusste Yoshi aber nun, dass der kleine Drache gegen eine Weitergabe war. Sein Kryppuk hingegen startete wieder mit dem Gelächter und allmählich schien es die Sache zu weit zu treiben. Yoshi konnte sich leider nicht auf seine anderen Pokémongefährten verlassen, da sein Nachtara wahrscheinlich mit dem Kapuno flirten würde und sein Absol Kryppukjagd veranstalten würde, wenn sie von der Geschichte Wind bekam, was problematisch wäre, da Yoshi dann 128 besiegte Kilogramm mit sich herumschleppen könnte.
"Ugh..." Er rieb sich die Stirn, dieses Chaos bereitete ihm allmählich Kopfschmerzen. "Ich brauche deine Hilfe", fasste er schliesslich die etwas erniedrigenden Worte und wandte sich an die Geistkennerin. Sein Kramurx und Kapuno machten ihn bestimmt eines Tages noch wahnsinnig!
"Mein Kryppuk redete mit..." Es fiel ihm schwer, sein Kapuno nicht Tante zu nennen, aber selbst Yoshi wusste, dass dies in der momentanen Situation wohl keine gute Idee war. "...dem Kapuno und das hier ist das Ergebnis." Er hielt kurz inne und fragte sich, ob sie ihm mit dieser Erklärung wohl weiterhelfen könnte, da fand er doch noch etwas, das Aufklärungsbedarf benötigte. "Oh, Ta- das Kapuno gehört auch mir."
Nun musste er doch einmal tief Seufzen. Ein wenig schuldig an der Misere fühlte er sich schon, immerhin betrachtete er sein Kapuno auch kaum als sein eigenes Pokémon. Und einen richtigen Spitznamen hatte es auch noch nicht. Im Grunde gab es einige Baustellen bei dem Trainer, was sein Kapuno anbelangte. Um die beiden verlorenen Pokémon konnte er sich dann nach dieser Misere kümmern. Kapuno hatte nun Priorität!


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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Emiliaam Do Jun 15, 2017 3:52 am

Mit großen, neugierigen Augen musterte Emilia das Kryppuk, welches auch sie zu betrachten schien. Die schwarzhaarige lächelte der weil noch dabei, war das Geist Pokemon für sie einfach nur süß, interessant und cool! Achja und sagte ich schon niedlich? Doch als der schwarzhaarige das Wort ergriff, wich auch gleich ihr Blick von dem Kryppuk und richtet sich auf eben diesen. Er fragte, wieso sich Emi denn entschuldigte und meinte, dass er ihre Hilfe grade gut gebrauchen konnte. Und er bezeichnete das kleine Mädchen sogar als Geistpokemonkennerin! Also stolzer konnte die schwarzhaarige wohl grade nicht sein, nicht mal ihr Bruder hatte sie so genannt. Mit strahlenden, wenngleich auch etwas verlegenen Blick erwiderte sie daher ein kurzes Ah, nicht doch..~
Doch dann verlegte sich die Aufmerksamkeit auf das Kapuno des schwarzhaarigen, welches weiterhin am weinen war, jedoch leiser wurde, als ihr Trainer meinte, dass es doch auch süß war. Und grade wollte Emilia dazu ansetzten, dass er recht damit hatte, fügte er doch noch etwas hinzu, was das ganze wieder hinfällig machte. Er fragte, ob Emilia das kleine Pokemon haben wollte, Ehh..? Verwirrt blickten sowohl Emi, als auch ihr Driftlon den Trainer an und verstanden diese Aussage nicht so ganz. Klar, sie wussten die Bedeutung dahinter, doch warum er grade dies äußerte.. gute Frage. Während das Kryuppuk wieder zu lachen begann, weinte das Kapuno noch lauter als vorher und ihr Trainer schien wohl mit der ganzen Sache nicht klar zu kommen. Zumindest schlichtete er nicht gleich den.. "Streit" der beiden Pokemon, sondern ließ beide lachen und weinen. Tja und dann dauerte es keine fünf Minuten, bis sich der schwarzhaarige meldet und meinte, dass er Hilfe gebrauchen konnte. Und dann wurde die Situation erklärt. Die beiden haben geredet und nun war es also so? Also war das Kryppuk die ganze Zeit dabei gewesen, dass Kapuno auszulachen? Zumindest fiel Emi sonst nichts anderes ein.. Achso? antwortete sie kurz und überlegte dann.. wie konnte man die beiden am besten wieder beruhigen? Hmm.
Ein paar mal blickte sich die Trainerin um, überlegte, ob irgendetwas helfen könnte. Schnell entdeckte sie ein paar Blumen, zu welchen sie auch gleich eilte und eine Blume pflückte. Das hilft vielleicht.. lächelte sie zufrieden und begab sich wieder zu dem weinenden Kapuno und seinem Trainer. Bei diesem angekommen, hockte sich Emilia vor das Pokemon und steckte diesem eben jene Blume ins Fell. Jetzt siehst du noch hübscher aus! lächelte sie das Pokemon an und fügte noch hinzu und jetzt hör bitte auf zu weinen, ja? Sonst muss Driftlon auch gleich weinen scherzte sie, wobei ihr Pokemon jedoch einen kleinen Seufzer ausstieß. Soo hoffentlich half das, jetzt zum lachenden Kryppuk! Da.. wusste die schwarzhaarige auch nicht wirklich weiter, zumindest hatte sie keinen festen Plan. Man lacht andere Pokemon nicht aus! predigte Emi mit aufgeplusterten Backen. Doch ob das helfen würde..? Auch wenn du früher Untaten begannen haben sollst, kannst du doch jetzt immer noch nett werden! Naja oder zumindest aufhören das Kapuno auszulachen.. Immerhin bist du doch super cool! Ja und beim letzten Satz strahlten Emilias Augen wieder, vermochte sie doch selbst irgendwann einmal selbst ein solches Pokemon besitzen wollen. Aber naja, erst einmal schauen, ob die Pokemon sich so beruhigten..

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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Yoshiam So Jun 25, 2017 7:14 pm

# 36
with Emilia


"Ah, nicht doch...~"? Jetzt war der Schwarzhaarige dann schon ein wenig verwirrt. Diese drei Worte in jener Kombination ergaben für ihn keinen Sinn. Es fühlte sich für ihn an, als würde hier noch etwas fehlen. War das etwa die neue Jugendsprache? Er überhörte erst gerade kürzlich ein Gespräch von einigen Personen der älteren Generation, sogenannte "früher war alles besser" Gesellen, dass die heutige Jugend absolut schrecklich war. Was genau sie damit meinten, war Yoshi zwar schleierhaft, aber es wurde aus dem Gespräch deutlich, dass die Jungen eine andere Sprache sprechen würden, wo sie alles abkürzten. Das musste es also sein! Er räusperte sich kurz und versuchte seine Unsicherheit zu verschleiern, weswegen er auf eine Entschuldigung verzichtete. "Ich spreche kein Teenager. Was genau sollte "Ah, nicht doch" ungekürzt heissen?"
Sie schien ihm jedoch das Kapuno nicht abnehmen zu wollen. "Eh...?" war zwar weder Ja, noch Nein, aber Yoshi änderte seinen Plan ohnehin, nachdem es deutlich wurde, dass sein Kapuno nicht von ihm weg wollte.
Als er sie jedoch um Hilfe bat, schien sie zumindest hilfreich sein zu wollen. Yoshi war sich sicher, dass sie gerade den Blick eines Denkers aufgesetzt hatte! Immerhin war sie eine Geistpokémonkennerin, da hatte sie eventuell auch ein paar Tricks für ein Unlichtpokémon der sensiblen Natur bereit. Geduldig wartete Yoshi auf eine Reaktion, nur... um sie dann davoneilen zu sehen. Gut, dem schien doch nicht ganz so, aber... WAREN BLUMEN IN DIESER NOTSITUATION GERADE WICHTIGER? Der Schwarzhaarige konnte es nicht fassen. Sein Pokémon in tiefster Trauer und sie pflückte Blumen! Er nahm bereits den Pokéball hervor, um sein Kapuno doch zurückzurufen, als sie sich aufwandte und mit einer Blume wieder zu ihm und seinem Pokémon schritt, weswegen er inne hielt.
Zu seinem Erstaunen waren jene Blumen für Tante bestimmt, die sogleich zu schluchzen aufhörte und nach dem Ertönen ihrer Worte stolz den Kopf anhob.
Diese Reaktion war nicht sonderlich verwunderlich, dem Kapuno waren Komplimente zur Tröstung unbekannt und sie hatte auch gerade ihr erstes Kompliment in ihrem Leben erhalten, wenn man davon absah, dass ihr Trainer sie zuvor als "süss" verkaufen wollte, um sie loszuwerden.
Schmusefreudig wie Tante war, versuchte sie diesen lieben Menschen unter all dem schwarzen Fell auszumachen, um ihren Kopf an ihre Beine zu schmiegen. Das Mädchen kümmerte sich aber auch um die verdiente Schelte des Kryppuks, das sich daran aber eher amüsierte, als sie ernst zu nehmen. So wurde der Grossteil auch von einem Kichern untermauert. Im Gegensatz zum Kapuno hielt es aber eher wenig von Komplimenten, weswegen ihm dann doch noch das Lachen verging und das Kryppuk das Mädchen etwas entGeistert anstarrte.

Yoshi nutzte diese Gelegenheit widerwillig, um die Fronten zwischen ihm und Kapuno zumindest etwas zu klären. "Willkommen im Team, Kara." Ein Satz, den er schon viel früher sagen oder wenigstens in Taten hätte zeigen sollen. Selbst, wenn er das Kapuno nicht wirklich wollte, so sollte er es doch wenigstens als Teammitglied betrachten. Immerhin war es seine eigene Unfähigkeit, wenn er noch nicht von seinem ehemaligen Trikephalo Abstand nehmen konnte. Und nachdem man bereits zwei Pokémon verloren hatte, sollte man es wenigstens den Übrigen Recht machen... Ausserdem sorgte ein richtiger Spitzname auch dafür, dass er besser zwischen Tante und seinem Trikephalo differenzieren konnte.
Sein Kapuno stoppte die Kuscheleinheit und starrte ihren Trainer erst einmal mit schief gelegtem Kopf an. So ganz schien die Aussage - zumindest nach dem, was ihr das Kryppuk sagte - nicht zu ihr durchgedrungen zu sein. Selbst sein Kryppuk starrte den eigenen Trainer etwas verblüfft an, irgendwie wurde er wohl für doofer mit dem Umgang mit Pokémon gehalten. Aber hey, jeder entwickelte sich doch im Laufe der Zeit! Ein wenig zumindest. Und nicht nur Pokémon.


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[X] Du musst dir dringend die Hände waschen und verschwindest auf der Toilette. Blöderweise ist dort aber das Waschbecken kaputt und das Wasser spritzt dir geradezu in den Schoß. Leider sieht das Ganze wohl aus, als wäre dir ein kleines Malheur passiert.

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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Lawrenceam Do Jun 29, 2017 11:52 pm


Lawrence, Yoshi und Emilia
That was... unexpected.

#149

[cf: Wendelberg - Bergmitte; einige Zeit später]

Wochen nach der Konfrontation mit Ho-Oh hatte Lawrence feststellen müssen, dass die Brandwunde an der linken Schulter, die er sich durch dieses Pokémon zugezogen hatte, viel zu deutlich vernarbt war. Er war viel zu lange vor dem Spiegel gestanden und hatte sie entgeistert angestarrt, aber es ließ sich nichts an der Tatsache rütteln. Nach all den Jahren, in denen er schon mit dem Feuer gespielt hatte, hatte er sich nun das erste Mal eine deutliche Wunde durch es zugezogen. Er konnte frustriert seine Finger in diese hässlichen Narben pressen und dabei gehässig mit seinen Zähnen knirschen wie er wollte, es half alles nichts. Abfindung war der einzige Weg, damit umzugehen.
Er war noch am Leben. Er hatte geschworen, sich zu ändern. Alles war in Ordnung.
Dennoch war die Tatsache, ein legendäres Pokémon zu besitzen, nicht etwas, das sich einfach so verdauen ließ. Er hatte sich bisher noch nicht getraut, es irgendwem zu zeigen und nur spärlich mit ihm Kontakt aufgenommen. Wenigstens war er dazu gekommen, ihm einen Spitznamen zu geben. Er hatte Ho-Oh einfach Yamantaka genannt, nach einer spontanen Eingebung. Zwar schien der große Vogel nicht wirklich begeistert davon gewesen zu sein - im Grunde drückte die Geste, ein legendäres Pokémon zu benennen, doch nur weiterhin seine Vermessenheit aus - aber Namen waren ein wichtiger Schritt, um dem Wesen dahinter näher zu kommen. Schließlich hatte der Arenaleiter großes Interesse daran, dieses Pokémon in sein Team zu integrieren, auch wenn er sich davor hüten würde, es in offiziellen Kämpfen zu benutzen. Nein, das konnte er wirklich unmöglich mit gutem Gewissen tun.
Andere Fragen kamen ihm jedoch auf. Wie pflegte man ein legendäres Pokémon? Wie musste man es füttern? Wie oft wollte es aus dem Ball gelassen werden...? Er musste wirklich noch so einiges lernen. Und dabei konnte er das Gefühl nicht abschütteln, dass Yamantaka ihn für seine Unbeholfenheit mit tadelnden Blicken verurteilte. Das hatte sich der Feuervogel bestimmt nicht von dem Mann erhofft, der sich ihm am Gipfel des Wendelbergs mit einem derart tyrannischen Vorsatz entgegengestellt hatte.

Andere Dinge waren an diesem Tag jedoch wichtiger. Emilias Eltern hatten ihn wegen einer Besorgung erneut mit dem Laden alleine gelassen, weshalb er wieder einmal nur in Hemd, Jeans und dunkelgrüner Schürze hinter dem Tresen saß und sich langweilte. Unerwarteterweise hatte er an diesem Tag allerdings auch eine Meldung von seiner "kleinen Schwester" erhalten. Wie viele Wochen war ihr Aufbruch von zu Hause nun her gewesen? Auf jeden Fall zu viele. Zwar wusste Lawrence, dass er sich um sie keine Sorgen machen musste, aber er tat es trotzdem. Es lag einfach in seiner Natur.
Deswegen gab er auch sogleich ihren Eltern Bescheid... die ihn nun dazu anwiesen, sie in der Stadt suchen zu gehen, weil sie ihre Hilfe bei ihrer Besorgung sicher gut gebrauchen konnten. Manchmal fragte er sich, was mit dieser Familie nur los war, aber dann wiederum konnte er von sich selbst auch nicht behaupten, ein wirklich vorbildhaftes menschliches Wesen zu sein. Sie fügten sich doch perfekt zusammen. Zumindest konnte er froh sein, Emilias Gesicht nach all der Zeit einmal wiederzusehen. Deswegen brach er sogleich auf und ließ sowohl Astra als auch Sentiment im Laden zurück, damit sie diesen in seiner kurzen Abwesenheit hüteten. Nach den letzten Ereignissen fühlte er sich gegenüber diesen beiden Pokémon auch schuldig genug, um ihnen eine ordentliche Auszeit zu gönnen.
Das Fiffyen, das er von Saari in Obhut genommen hatte, nahm er einfach mit. Auch wenn er nicht so wirklich wusste, was er mit dem fauchenden Unlichtpokémon anstellen sollte, ein wenig Auslauf würde ihm sicher gut tun. Wahrscheinlich konnte er in der Hinsicht nur auf Saku oder auf ein Wunder hoffen.

Es war keine lange Suche, da er den Weg kannte, den Emilia und er normalerweise zum Blumenladen nahmen. So hatte er die Schwarzhaarige schnell in sein Blickfeld genommen und auch wenn er bemerkte, dass sie wohl gerade in eine Art Konversation mit einem fremden, schwarzhaarigen Mann verwickelt war, konnte er nicht anders, als schnurstracks auf sie zuzurennen. Da hatte es das junge Fiffyen doch ein wenig schwer, effektiv mit ihm Schritt zu halten.
"Emiiiii!", rief er ihren Namen, um ihre Aufmerksamkeit zu erhaschen und winkte im Rennen enthusiastisch mit seinem rechten Arm, was jedoch auch zur Folge hatte, dass er völlig außer Puste vor ihr zum Stehen kam. "Ich... meine Güte...", setzte er an und hatte sich dabei seine beiden Hände über seinen Mund gelegt, um sein Schnaufen zu unterdrücken. Nach einem kurzen Augenblick löste er sie wieder von seinem Gesicht und zwängte seine seelische kleine Schwester in eine kräftige Umarmung. "Du kannst dir nicht ausmalen, wie froh ich bin, dass du wieder zu Hause bist...!", brachte er dabei hervor, man konnte seine vergangene Sorge deutlich seiner Stimme entnehmen. Dennoch ließ er sie lieber los, bevor er sie noch erdrückte. Eigentlich war er kein Mensch, der so sehr überreagierte, doch nach Sacheverell war er wirklich viel zu protektiv den Leuten gegenüber geworden, die ihm etwas bedeuteten.
"Ich würde wirklich liebend gerne länger mit dir reden, aber... deine Eltern haben mir geschrieben, dass sie dich brauchen. Im Supermarkt, in den wir sonst immer gehen." Ein wenig trotzig verschränkte er dabei seine Arme. "Ich weiß aber nicht, für was... Mehr Details wären wirklich nett gewesen..." Den letzten Satz hatte er zerknirscht und leise vor sich hingemurmelt, doch er fand wieder zu einem freundlichen, wenn auch leicht abgehetzten Lächeln zurück. "Ich muss auch gleich dringend wieder in den Blumenladen. Er steht gerade leer und das... ist nicht gut." Bessere Worte hatte er nicht, um die Situation zu umschreiben.
Nur durfte er dabei auch nicht vergessen, dass gerade noch eine andere Person anwesend war. "Ah! Ich hoffe, ich habe nicht gestört." Daher wandte er sich ihr ein wenig schamerfüllt zu, nachdem er ihre Anwesenheit nun endgültig wahrgenommen hatte. All diese Angelegenheiten über Eltern, Geschwister und Blumenläden... da meinte man, das Gewerbe wäre außerhalb bestimmter Festtage kein anstrengendes Geschäft, aber trotzdem war man immer wieder schwer beschäftigt und ließ einen fast schon einen halben Tunnelblick entwickeln. Wie gut, dass er Stress durchaus stemmen konnte.
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Re: Der alte Stadtteil

Beitrag von Emiliaam Di Jul 04, 2017 9:44 pm

Emi war ein wenig verwirrt gewesen, konnte sie sich doch kaum vorstellen, dass er das eigentlich nicht verstand.. oder so alt war. Nun gut, wie ein Teenager sah er wirklich nicht mehr aus, aber älter als 20 Jahre war er sicherlich auch nicht. Oder..? Wenn nicht, dann.. naja, hatte er sich eben gut gehalten! War doch auch etwas Gutes. Das sollte halt auf eine nette weise Aussagen, dass das Kompliment nicht nötig gewesen wäre.. aber so alt sehen sie auch nicht aus! antwortete die Schwarzhaarige lächelnd und hob den Daumen kurz.
Aber nun musste sie erst einmal schauen, ob ihre Ideen auch Früchte trugen, wie sie es sich anfangs gedacht hatte. Für das Kapuno pflückte sie eine Blume, die sie dann zu dem kleinen Unlicht-Pokémon brachte und ihr hinter das Ohr steckte. Und siehe da, es freute sich sichtlich! Natürlich wusste Emilia nicht, dass sie so eben das erste Lob dem kleinen Pokémon entgegenbrachte. Naja, wie denn auch..? Das Pokémon hörte auf jeden Fall auf zu Schluchzen und sich sichtlich über das Lob und die Blume freute. Und dies freute wiederum Emilia sehr, doch bei dem Kryppuk hatte sie weniger Glück. Ihre kleine Predigt wurde nur mit einem amüsierten Grinsen aufgenommen und durch kichern untermauert. Aber gut.. irgendwie hatte ihm das Lob das Lachen verdorben. Etwas verwirrt war die Geistpokémon-Trainerin schon, aber manche Pokémon waren eben besonders. Doch es störte Emilia nicht wirklich, sie lächelte einfach freudig weiter, während sie dem Kapuno über den Kopf streichelte. Doch die nächsten vier Worte des Schwarzhaarigen ließen beide seiner Pokémon nahe zu erstarren und das verwirrte das junge Mädchen nur noch mehr. Was war denn so schlimm daran ein Pokémon im Team willkommen zu heißen? Gut, er wirkte vielleicht etwas überfordert, doch für einen schlechten Trainer hielt sie ihn auch nicht. Kara ist ein schöner Name lächelte Emi ehe sie wieder aufstand.
Und dann erklang eine Stimme, die konnte die Schwarzhaarige mit keinem verwechseln! Es war eindeutig ihr Bruder gewesen! Wie lange war es jetzt her, seit sie sich das letzte Mal gesehen hatten? Es war bestimmt einige Wochen her gewesen, weshalb die Freude bei beiden wohl ziemlich groß war. Nii! erwiderte sie daher freudig und sprang auch gleich in die Richtung des Arenaleiters, ehe sich beide in einer kräftigen Umarmung wiederfanden. Tut mir leid, ich hatte meine Karte daheim vergessen.. gestand sie dann, aber die Freude war einfach viel überwältigender momentan. Als die Geschwister die Umarmung wieder gelöst hatten, erklärte Henry auch gleich sein Anliegen. Der Blumenladen stand leer, Henry musste schnell wieder zurück und Emis Eltern brauchten sie beim Einkaufen. Okay, okay, das war nicht allzu kompliziert! Aber nachher erzähl ich dir erst einmal alles, was mir passiert ist! Und ich akzeptiere keine Wiederworte! antwortete sie und fügte noch lächelnd hinzu Keine Sorge, du hast nicht gestört. Daraufhin drehte sie sich dann auch schon zu dem Schwarzhaarigen um und lächelte Tut mir leid, ich muss los.. wie du vielleicht hörtest. Aber ich hoffe, dass du es mit Kana und deinem Kryuppuk geregelt kriegst! verabschiedete sie sich und machte sich schnell los, immerhin wollte sie ihre Eltern nicht lange warten lassen!

Tbc: Dahin, wo die Eltern sind! [Wird später nachgetragen]

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