Die
neuesten Themen
» Postpartnersuche
von Livia
Heute um 9:32 pm

» Strand von Abidaya City
von Calanthe
Heute um 9:28 pm

» Stratos Street [Event]
von Micah
Heute um 5:00 pm

» One Piece Forum RPG - Dark Era [Änderungen]
von Gast
Heute um 1:43 pm

» Adventskalender 2017
von Zytomega
Heute um 12:05 am

» Eiscafé Arktilas
von Claire
Gestern um 10:30 pm

» Das Pokémon-Center von Stratos City
von Kaoru Shion
Gestern um 5:22 pm

» Herausforderung Nr. 3
von Kaoru Shion
Gestern um 4:47 pm

» Route 13
von Trafalgar
Gestern um 3:51 pm

» Trend Street [Event]
von Ayumi Yumekawa
Gestern um 9:30 am

» Route 3
von Livia
Di Dez 12, 2017 7:54 pm

» Westlicher Ewigenwald
von Mana
Di Dez 12, 2017 7:05 pm

» Herausforderung #004
von Arima
Di Dez 12, 2017 4:57 am

» Stadtzentrum
von Carina
Mo Dez 11, 2017 10:33 pm

» Grundwassersenke
von Rose
Mo Dez 11, 2017 9:26 pm

» Aufnahmestopps
von Trafalgar
Mo Dez 11, 2017 8:14 pm

» Wasser Kampfplatz
von Zytomega
Mo Dez 11, 2017 7:56 pm

» Café Ottimamente
von Larina
So Dez 10, 2017 5:40 pm

» Herausforderung #005
von Larina
So Dez 10, 2017 4:54 pm

» Blumenladen Wunschtraum
von Yoshi
So Dez 10, 2017 4:09 pm

Login

Ich habe mein Passwort vergessen!

✗ 30.11.2017 | Adventskalender 2017
Auch dieses Jahr dürft ihr euch wieder auf unseren Adventskalender freuen! Auch Bewerber haben etwas davon und dürfen die enthaltenen Geschenke für ihre unfertigen Steckbriefe verwenden.

✗ 13.08.2017 | Änderung der Wettbewerbe
Die Wettbewerbe des Forums haben bisher nicht wirklich geglänzt, weshalb ihr nun ins Spiel kommt! Habt ihr Ideen, Anregungen oder Wünsche für den Ablauf von Wettbewerben? Teilt sie uns mit uns sagt uns eure Meinung! Mehr dazu hier!

✗ 02.07.2017 | BoW feiert Zweijähriges!
Beyond Our Wishes gibt es nun schon seit zwei Jahren! Zur Feier des Tages haben wir uns ein paar schöne Dinge für euch ausgedacht, die ihr hier nachlesen könnt!

✗ 20.04.2017 | Ein alter Gegner tritt ab
Heute verabschieden wir uns leider von Shawn, der das Team aus zeitlichen Gründen verlässt, uns aber als User weiterhin beehrt! Wir bedanken uns herzlich für seine Unterstützung und die Arbeit, die er geleistet hat.

✗ 13.04.2017 | Eier hier, Eier dort!
Beyond Our Wishes wünscht euch allen frohe Ostern! Aus gegebenem Anlass haben sich 70 Eier im Forum versteckt. Ob ihr sie findet?

✗ 16.12.2016 | BoWinnliche Weihnachten!
Es weihnachtet in BoW! Bis zum 23.12.2016 habt ihr die Möglichkeit, eure Punkte zu verschenken. Die Bescherung gibt es am 24. Weitere Informationen findet ihr hier.

✗ 24.11.2016 | Adventskalender
Wie auch im letzten Jahr gibt es auch dieses Mal einen Adventskalender, bei dem ihr schöne Preise gewinnen könnt. Alles was ihr dafür tun müsst, ist euch anzumelden!

✗ 27.10.2016 | Teamwiederaufnahme
Wie in diesem Thread darauf hingewiesen wurde, wird Nahash ab heute ihre Teamarbeit als Gründungsadministratorin wieder aufnehmen.

✗ 02.07.2016 | Happy Birthday, BoW!
Das Beyond our Wishes feiert heute seinen ersten Geburtstag.

✗ 22.06.2016 | Geburtstags-Countdown
Es ist so weit! Nicht mehr lange und Beyond Our Wishes feiert seinen ersten Geburtstag! Um die Wartezeit bis zum großen Tag etwas spannender zu gestalten, gibt es einen Geburtstags-Coundown, an dem ihr teilnehmen könnt!

✗ 29.03.2016 | Teamänderungen
Avery hat das Team verlassen, wird aber als Nanaki weiterhin im Forum aufzufinden sein. Shawn wurde daher nun zum Admin ernannt und BoW hat mit Trafalgar, Qiuyi und Saari auch noch drei neue Moderatoren erhalten! Näheres hierzu findet ihr hier.

✗ 28.03.2016 | Oster Event
Überraschung gefällig? Zieht bis zu 3 Ostereier in diesem Thread und lasst euch überraschen, was daraus schlüpfen wird!

✗ 03.03.2016 | Yoshi nur noch im Hintergrund
Wie ihr in diesem Thread entnehmen könnt, hat Yoshi praktisch alle Aufgaben abgelegt und ist nur noch für die Technik und den Style zuständig.

✗ 01.01.2016 | Glücksziehen zum Neujahr
Versuch dein Glück doch mal bei unserem Glücksziehen, eventuell ziehst du ja das ganz grosse Los...?

✗ 30.11.2015 | Adventskalender
Passend zur Adventszeit könnt ihr jeden Tag ein Türchen in unserem Adventskalender öffnen. Was sich wohl dahinter verbirgt?

✗ 23.09.2015 | Das Oktoberevent
Sie ist wieder da. Die schaurig schöne Halloweenzeit! Daher haben wir für unser Oktoberevent gleich eine ganze Zombieapokalypse für euch parat. Fressen oder noch am fliehen?

✗ 14.09.2015 | Ein neuer Gegner erscheint!
Wie ihr aus diesem Thread entnehmen könnt, wird das Team von nun an von Shawn unterstützt.

✗ 25.08.2015 | Megaentwicklungen 2.0
Die Megaentwicklungs-Umfrage geht in die zweite Runde! Dieses Mal könnt ihr bis zum 30.08.2015 voten, wie die Megaentwicklungen in Zukunft gehändelt werden sollen. Hier könnt ihr abstimmen.

✗ 12.08.2015 | Megaentwicklungen
Entscheidet bis zum 20.08.2015 mit, wie Megaentwicklungen zukünftig gehandhabt werden sollen. Hier geht's zur Umfrage!

✗ 12.08.2015 | Wettbewerbshallen-Abstimmung
Bis zum 20.08.2015 könnt ihr nun für die Hallen abstimmen, die ihr im RPG sehen wollt! Die Abstimmung findet ihr hier.

✗ 16.07.2015 | Wettbewerbshallen
Bis zum 11.08.2015 (verlängert) könnt ihr mitwirken und uns eure Beschreibungen für Wettbewerbshallen schicken. Weiteres findet ihr hier.

✗ 16.07.2015 | Quests
Es gibt nun eine Übersicht, in der alle aktuellen Quests gelistet sind. Zudem wurde das Thema "Informationen zu Quests" erweitert.

✗ 11.07.2015 | Reservationsliste
Beim Erstellen eines Steckbriefes wird nun oberhalb des Editors eine Textbox mit Links zu den Reservationen angezeigt.

✗ 02.07.2015 | Eröffnung
Das Forum hat nun offiziell eröffnet! Ihr könnt euch anmelden und eure Steckbriefe beginnen. Sobald eure Steckbriefe angenommen sind, könnt ihr auch schon loslegen!

✗ 29.06.15 | Aufbau
Das Forum befindet sich weiterhin im Aufbau. Es fehlen noch einige Threads und Unterforen, ehe wir loslegen können!

Noch keine Ahnung, was du spielen willst?


Dann wirf doch einen Blick in unsere zahlreichen Gesuche!
Ultrabestien suchen Einall heim und verwüsten Rayono und Stratos City! Ob du dem gewachsen bist? Mehr gibt es hier!

Seite 2 von 2 Zurück  1, 2

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam Mo Mai 02, 2016 4:06 pm

#039 ○ mit Lissa
Erste Slowmotion-Begegnung
Manchmal durfte man auch nicht an Wunder glauben, meinte die kleine Dame neben dem kleinen Mädchen dann, woraufhin diese nachdenklich wurde. "Was soll ein Wunder eigentlich sein...?", fragte sie dann, durch diese Worte in Gedankenversunkenheit gefallen. Wo fand man es denn, wenn nicht überall? Und doch konnte sie dann nicht verneinen, trotz ihrer eigen gesagten Worte, dass man manchmal nicht an Wunder glauben sollte. Ein leichtes, trauriges Lächeln zierte ihre Lippen. "Ja, manchmal... sollte man darauf nicht hoffen. Aber ich finde, dass es so auch in Ordnung ist." Sie versuchte sich an einem Lächeln, doch es gelang auch nur zur Hälfte - ihre Krankheit war belastend, nicht nur für sie, nicht nur für die Personen, die sie kannte.
Da war es aber auch an der Zeit, die Bar zu finden, in welcher sie nun Platz finden würden! Wobei Anyi bis dato ja noch nicht einmal wusste, was die Bar sein sollte. Oder darstellte. Oder so. Sie wusste im Grunde nichts wirklich darüber, nur, dass sie dann... da sein würden, an irgendeinem Ort. Irgendein Ort, zu dem sie hingingen - sie war doch ein wenig zu sorglos, wenn sie da einfach so... hereinspazierte. Aber nun gut, so war vielleicht auch einfach ihre Art, und sie nickte nur, das Äußere ohne Vorbehalte und Wertungen betrachtend.
Sie zogen weiter, und sie erinnerte sich an einen Namen, der fehlte, und sogleich ergänzt wurde. Sie nickte langsam, so hieß die Dame also! "Ich weiß nicht, ob Sie sich schon vorgestellt hatten, aber ich wusste den Namen nicht mehr!", gab Anyi dann noch weiter zur Kenntnis, ehrlich wie sie immer war. Manchmal sollte sie daran denken, einfach ihren Mund zu halten...
Als es an die Getränke ging, horchte sie auf und sagte sofort "Saft" - etwas, was sie in ihrem Leben nur sehr selten oder eigentlich auch gar nicht getrunken hatte. Deswegen hatte sie es wohl gewählt - und weil sie meistens das nahm, was am teuersten war. (Warum auch immer. Lag vielleicht an der Erziehung?) Sie ließ sich dann mitziehen, sah sich um und vergaß beinahe augenblicklich, wo sie eigentlich wieder war. Tausend Eindrücke stürmten auf sie ein, und sie konnte kaum noch gucken, so viel war da!
Dann bemerkte sie, dass sie stehen geblieben waren, und sah sich den Hocker an, auf dem sie wohl Platz nehmen sollte. Während sie sich da hoch bemühte - mit ihrer Größe war es nicht... so einfach - unterhielt sich Lissa mit Tommy, was sie aber nicht weiter bemerkte. Ganz auf sich fokussiert war sie dann da, versuchte, sich nicht allzu sehr in den Kleinigkeiten zu verlieren, aber... die Maserung des Holzes war so interessant, alles war so wundervoll! Selbst in einer zwielichtig anmutenden Bar fühlte sich Anyi noch pudelwohl, oder zumindest ziemlich nah dran.
Als sie dann endlich oben war, blickte sie, mit ihrem üblichen Lächeln, um sich herum, versuchte die beiden Personen wieder ausfindig zu machen. Mittlerweile war der rothaarige Mann dazu übergegangen, sich hinunterzubeugen, und zwar so langsam, dass das kleine Mädchen nur staunend beobachten konnte. "Was macht er da?", hakte sie augenblicklich nach, neugierig, und irgendwie auch verwirrt. "Und wieso ist er so... langsam?" Auch wenn es sie nicht sonderlich störte - jedem das Seine, war eines ihrer Mottos!
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam So Mai 08, 2016 1:33 pm





Es waren kluge Fragen, die das kleine Mädchen neben ihr an sie stellten, doch keine davon hätte sie wohl wirklich beantworten können, weswegen sie nur wohlweislich schwieg, während sie selbst die Antwort darauf finden sollte. Selbst wenn sie eine Antwort geben würde, dann würde sie doch nur subjektiv ausfallen, wie so vieles in der Welt. Es gab wenige Dinge, die wirklich objektiv auf den Menschen einwirkten, selbst Alkohol vertrugen manche Menschen mehr, manche weniger. Als wenn das leblose Getränk seinen Trinker auszusuchen pflegte; den Menschen, den er zugrunde richten wollte. Ein Schmunzeln glitt über das Gesicht, wie ein huschender Schatten, ehe er verglühte und still für sich stand. Nur der Tod, vor diesem waren alle Menschen gleich, egal, wie sehr sie auch versuchten, diesem zu trotzen. Gewissermaßen konnte man dieses natürliche Ereignis ebenfalls ein Wunder nennen, ein Wunder der Objektivität.
"Ich würde es dir nicht verbieten, meine Kleine", pflichtete sie dieser nur bei, als sie feststellte, was sie feststellte, ohne es wirklich zu verneinen, aber auch nicht wirklich zu bejahen. Sie war schon jemand, der sich einfach nicht festsetzen wollte, denn so etwas hatte auch immer wieder Konsequenzen, mit denen sie nicht leben wollte. Vielmehr strebte sie es an, das Hier und jetzt ausreichend zu huldigen, damit keiner ihr vor dem Tod vorwerfen konnte - als ob ihn das interessieren würde -, dass sie nicht richtig gelebt hätte.

Hach, aber scheinbar hatten beide nicht mehr unbedingt das prächtigste Gedächtnis, denn keiner von ihnen wusste bei dem Durchqueren der großen Halle, die an und wann auch ein wenig schallte, mehr, ob sich Lissa nun schon einmal vorgestellt hatte oder nicht. Nun, das musste ja auch nicht mehr so wichtig sein. "Das ist doch nicht schlimm, ich wusste es ja auch nicht mehr", erwiderte Lissa mit einem kleinen Summen in der Stimme, ein Zeugnis von Frohmut, die von irgendwoher kam, ein ehrlicher Frohmut, der noch von dem Kind in ihr zeugte. Viel von diesem Menschen, der einmal jung und jünger gewesen war, gab es aber nicht mehr, ihre Kindheit hatte zu früh aufgehört.
Nun, Eile mit Weile und Kost mit Rost oder wie auch immer noch das Motto eines jeden Menschen sein sollte, sie interessierte es nach wie vor herzlich wenig. Als es an die Getränkefrage ging stellte Lissa Anyi natürlich nicht ihr Lieblingsgetränk zur Verfügung, immerhin war sie keine so verruchte Kriminelle, dass sie bereits kleine Kinder abfüllte; ein bisschen Respekt vor dem Leben musste jeder besitzen und sie konnte wirklich in die Luft gehen, wenn sie merken sollte, dass etwas nicht so lief wie es laufen sollte. Nun, sie hatte Anyi aber nun einmal von sich aus in die Bar eingeladen, also würde sie auch fein dafür sorgen, dass diese junge Dame auch zu keinem irreparablem Schaden kam; zumindest physisch gesehen, was ihre Psyche aushielt, dass wusste sie ehrlich gesagt auch nicht ... ha ha, so weit hatte sie gar nicht gedacht.
Nun aber stellte sich die Frage, ob sie denn überhaupt Saft hätten. Normalerweise kippte man sich ja Wasser hinein, um nüchtern zu werden, nicht Saft, doch als sie Tommy auch schon gefragt hatte, war es auch schon wieder zu spät. Der langsame Mensch hatte sich schon in Bewegung gesetzt und die junge Dame konnte sich gemächlich zur Ruhe setzen, das würde noch ein Weilchen dauern.
Wenn er keinen Grund fand, ihnen die vielleicht existierende Saftflasche einfach so auf den Tisch zu knallen.
"Er sucht nach Saft für dich", erklärte Lissa dem kleinen Mädchen mit fachmännischer Sprache, "Das war er schon immer, ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung warum." Hatte er irgendetwas Traumatisches erlebt? Oh, poor Tommy, wirklich interessieren tat sie es aber nicht. "Na ja, jedem das seine?", sprach sie zwar mit einem freundlichen Lächeln Richtung Anyi, doch das unruhige Klopfen der Fingerspitzen auf die Theke sprachen andere Bände.



... Do we have juice?#034 × Lissa × Anyi × Tommy
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam Mi Mai 25, 2016 4:26 pm

#040 ○ mit Lissa
Vielleicht darf man das
Lissa erwiederte daraufhin nichts mehr, weswegen auch Anyi schwieg und ihre Gedanken schließlich sich selbst überließ. Tja. Was sollte man nun tun? Die Fragen waren zahlreich, und doch waren nur wenige Antworten wirklich objektiv. Kaum einer würde ihr die wirklichen Fragen beantworten können, und vielleicht gab es auch keine Antwort auf diese Frage. Das wallende Gefühl der Melancholie stemmte sie zurück, blies es mit ihrem ausatmenden Atem in die Luft hinaus. Vielleicht war dies ja auch gut so. Vielleicht musste man gar nicht auf alles wirklich eine Antwort wissen, und vielleicht. Vielleicht war alles gut so, wie es war. Und so war es vielleicht auch in Ordnung, daran zu glauben und dass jeder das glaubte, was er für richtig hielt. Vielleicht war es das Beste, aber sie konnte auch nicht ausschließen, dass es nicht das Beste war. Doch das war gerade das, wofür sie sich entschieden hatte, woran sie selbst glauben wollte.
Nach all dem Philosophiedrama war es nun aber wieder an der Zeit, vielleicht wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen. Oder auf den Boden der Welt, zurück zu den Dingen, die sie vielleicht nicht anzweifeln musste. Dass sie den Namen ihres Gegenübers vergessen hatte, schien nicht allzu schlimm zu sein! Oder war es nur nicht schlimm, wenn diese es selbst nicht mehr wusste? Aber wenn man seinen Namen... halt, darum ging es ja gar nicht! Sie nickte und lächelte strahlend. "Ich werde den Namen sicherlich nicht vergessen!", meinte sie inbrünstig. Ob dem wirklich so sein würde, wäre die eine Frage, die sie lieber nicht zu antworten suchte.
Der Mann, welcher dann vor ihnen stand, war aber wirklich... nun, sie konnte es nur als erstaunlich bezeichnen. Wie langsam er einfach war! Es war schon ziemlich... naja, ungewohnt, und sie starrte ihn beinahe schon mit ihren großen Augen an. Irgendwie beeindruckte sie diese Tatsache gerade zutiefst, warum auch immer. Ah, er suchte also aber nach Saft, nicht wahr? "Warum sucht er nach Saft?" Typisch, dass sie das mal wieder vergaß... manchmal war ihr Gedächtnis echt gruselig. Auf die Aussage hin nickte sie dann aber bekräftigend. "Ja, auch wenn ich mich frage, ob mein Bruder vielleicht auch keine Briefe dann mehr mochte...?", stellte sie sich selbst eine Frage, die sie sich nicht beantworten konnte.
Da fiel ihr aber mit einem Mal wieder etwas ein, der Grund, weswegen sie den langen Weg auf nach Einall eigentlich unternommen hatte! "Hast du vielleicht meinen Bruder gesehen?" Ob sie nun einen Wechsel in der Höflichkeitsform hinter sich gebracht hatte, bemerkte das kleine Mädchen in diesem Moment nicht, und ihr Blick war von einer suchenden und dringenden Intensität, die sie selbst nicht wiedererkennen würde. Sie weinte nicht bei den Erinnerungen, die sie fluteten, denn sie hatte beschlossen, dass sie das nicht mehr tun würde. Sie war nicht losgelöst von dieser Welt, doch sie konnte zumindest das an Lebenszeit, welches ihr zugestanden wurde, nutzen. Und sie würde keine Sekunde, die sie mit Lachen verbringen konnte, wirklich in Tränen gießen, das hatte sie sich und auch ihrem Bruder versprochen, wenngleich er nichts davon wusste. Auch Rallye hatte sie das versprochen, und ihrer Großmutter. Ihren Eltern. Der ganzen Welt, auch wenn sie alle daovn nichts wussten. Nur sie allein wusste es, aber das reichte. Mit aller Sicherheit, die sie aufbringen könnte, denn es war kein 'Vielleicht'.
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam So Mai 29, 2016 4:03 pm





Ein sanftes glitt über das eigentlich ganz und gar nicht mütterliche Gesicht. "Na, aber zerbrich dir lieber mal nicht den Kopf darüber, es wird passieren, was eben so passiert", belehrte sie etwas, was schon lange Gang und Gebe ist und eigentlich keiner weiteren Nennung bedurfte. Aber manchmal mussten offensichtliche Tatsachen auch angesprochen werden, damit man sich darüber einig wurde. Und wenn nicht, dann versank man eben im flachen Teich der offenen Geheimnisse, wie es eben schon immer war und sein würde.
Da war sie auch froh, wenn man wieder solideren Boden betrat, weg von all diesen Geheimnissen, die die Welt zu bieten hatte, die sie nicht zu bieten hatte. Es war manchmal durchaus ein Trauerspiel, zu sein, doch wer sagte, dass ein Trauerspiel kein Freudentanz werden konnte? Vielleicht passierte es, vielleicht ... aber auch nicht.
"Das ist gut - solange du aber deinen Namen nicht vergisst, soll mir alles recht sein", pflichtete die Blauhaarige der Jüngeren noch munter zu, nickte ihr zu und setzt sich selbst und das Gespräch in einem Fort weiter. Grübeln brachte nichts, das wusste die impulsive Dame schon aus ihrer Erfahrung, doch sie wusste auch, dass man trotz des ständigen Einredens auch grübelte.
Sie zucke nur mit den Schultern.
Mochten die Gedanken kommen, die kommen wollten. Sie würde schon damit umgehen, glaubte sie. Die Tatsache, dass der junge Mann vor ihr allerdings wie eh und je eine lahme Socke war, verwunderte sie nicht weiter, eher störte sie sie nach wie vor. Natürlich war das Exemplar ein außerordentlich Andersartiges, was sie hier vor sich präsentieren durfte und sie selbst hatte dafür den ehemaligen Arbeitsplatz des anderen zu feinem Brennholz geschlagen, aber manchmal gab es Momente, wo sie diese Stunde der überschäumenden Energie als durchaus ... etwas fehlplatziert fand. Nun, aber wie dem auch sei!
"Nun, du wolltest doch Saft haben, also sucht er dir jetzt welchen raus", erklärte sie mit einer durchaus etwas überraschten Stimme. Die Kleine schien entweder ein Siebhirn zu besitzen oder aber sie dachte, dass der Saft für die Blauhaarige selbst bestimmt war - aber im Ernst, weshalb sollte sie schon Saft trinken?
Den nächsten Satz der Kleinen kapierte die junge Dame aber vorne bis hinten nicht. Häh, wie kam sie denn jetzt darauf? Manchmal war es schon bewundernswert, wie abrupt Themen doch wechseln konnten ... und wie seltsam das nur geschah, hachja, hachja, hachja. Es war schon eine traurige Sache, aber wie sie einst predigte: Jedem das Seine.
Ehe sie darauf aber reagieren konnte, eilte die junge Dame auch schon mit einem weiteren Anliegen antanzte, die zwar aus ihrem vorherigen Satz ersichtlich wurde, dann aber wiederum ihre Wirkung verlor. ... Noch ein "Häääh?" für die Dame. "Ich glaube nicht ... wie sieht er denn aus?", fragte sie nun mit grübelnder Miene. So etwas aber auch, sie wusste gar nicht, wieso sie denn nach ihrem Bruder fragte ...? Das war doch eigentlich eine Sache, von der man wusste, wo er war! Natürlich gab es aber Ausnahmen und scheinbar war dieses weißblonde Mädchen eine. Na, das konnte ja noch interessant werden ...! Vielleicht.



... Do we have juice?#035 × Lissa × Anyi × Tommy
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam So Jul 10, 2016 9:11 pm

#041 ○ mit Lissa
Passgenaue Abstimmung
Anyi wusste, dass das passieren würde, was passieren würde. Sie würden es vielleicht noch verändern können, doch im Prinzip war es wohl gleich. Sie würden damit auskommen müssen, was schließlich passierte. Auch wenn sie es nicht hinnehmen würde, daran gar nichts zu ändern, immerhin wäre sie sonst ihrem Bruder wohl kaum nachgereist. "Okay!", erwiderte sie dann aber, ein seichtes Lächeln umspielte ihr gedankenverlorenes Gesicht. Ja, sie war immer noch woanders, vermutlich. Vielleicht aber auch hier, in der Gegenwart, sie konnte es selbst kaum festlegen.
Man schiffte von diesen unergründlichen Ufern schließlich weg, ab dorthin, wo der Abend nicht so dunkel und der Morgen nicht so grau war. Immerhin war nicht alle schlecht, und auch das, was schlecht war, könnte man zu etwas Gutem umformulieren. Wenn man den Willen dazu besaß, und die nötige Kraft, den Dingen entgegen zu treten.
Ihren eigenen Namen würde sie sicher nicht vergessen, also nickte sie beständig. "Keine Sorge, das werde ich mit Sicherheit nicht!", bekräftigte sie also die Worte von Lissa, deren Name sie sicherlich auch nicht mehr vergessen wird! Wenngleich diese Aussage aus ihren Gedanken vielleicht weniger Bestand hat als man vielleicht zuerst glauben möchte, denn es war schlichtweg so, dass sie nicht gerade über ein gutes Gedächtnis verfügte. Aber wenn sie es sich einprägte, müsste es machbar sein!
Das manche Menschen wirklich nicht in Eile waren, bekam Anyi nun auch hautnah mit. Dieser Mann, der da an der Theke war, war wirklich... langsam. Also, nicht, dass sie irgendetwas gegen ihn sagen wollte oder so, aber er war schon... ein wenig wunderlich, wie sie fand. Sie musterte ihn mit großen Augen, und fragte sogleich, wieso er tat, was er eben tat. "Ah, achso!" Stimmt, das hatte sie wirklich wieder vergessen. "Entschuldige, mein Gedächtnis ist manchmal nicht so gut..." Sie kratzte sich verlegen am Hinterkopf, das war nun wirklich peinlich.
Und dann erinnerte sie wieder etwas an ihren Bruder, sodass sie sich wieder an das eigentliche Ziel erinnerte. Sie fragte sofort die nette Dame neben ihr, die ebenso klein war wie sie, aber noch größer!, ob sie ihn wohl kannte und wusste, wo er war. "Mein Bruder hat auch weiße Haare und grüne Augen wie ich! Und er ist in etwa soooo groß!" Sie hob ihre Hand, und streckte sie gen Decke, und war immer noch nicht bei der Größe, die ihr Bruder einst verkörpert hatte. Ob er in der Zwischenzeit wohl gewachsen war? Sie hatten sich so lange nicht mehr gesehene. Doch sie hatte beschlossen, dass sie deswegen nicht mehr weinen würde.
"Wir haben immer Briefe geschrieben, aber vor kurzem hat er damit aufgehört. Ich weiß nicht wieso..." Sie klang ruhiger und gefasster als es innen wirkte. Sie atmete tief ein und tief wieder aus, als sie erschrocken ein Glas an ihrem Blickfeldsrand sah. Tommy hatte wohl das gefunden, was er gesucht hatte, und legte gerade ein Glas vor ihr ab. Sie beobachtete, wie er es langsam auf den Tisch stellte, und ebenso langsam den Inhalt der Flasche, die er langsam hob, dareinkippte. Es war erstaunlich, aber... er hatte seine Bewegungen und die Geschwindigkeit der Flüssigkeit, die ja unverändert war, so aufeinander abgestimmt, dass das Glas doch tatsächlich nicht überlief. Sie starrte das ganze an, und war vollkommen aus dem Häuschen ob den Details, die sie in diesem Augenblick für sich entdeckte.
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam Di Jul 12, 2016 7:33 pm





Das enthusiastische Bejahen zweierlei Fakten zauberte der jungen Blauhaarigen doch gewissermaßen ein Lächeln auf das Gesicht. "Das ist gut", sprach sie bloß ein einziges Mal aus und handelte das Thema auch als fertig ab, ehe sie zu anderen Themen wechselte.
Zu diesen gehörte auch ihr Mitarbeiter, den sie beinahe wortwörtlich aus seiner alten Arbeitsstelle ... "heraus geprügelt" hatte, wobei eher noch seine Arbeitsstelle hatte darunter leiden müssen. "Ist doch nicht schlimm, so etwas in der Art hast du glaube ich schon einmal gesagt!", gab die junge Dame mit einem freundlichen Lächeln zurück und dachte kurz nach. Hatte sie das? Die Aussage hatte ihr lediglich bekannt vorgekommen, sodass sie dies vermutete, doch ihre Gehirnzellen waren meistens nicht darauf ausgelegt, ein ganzes Gespräch von vorne nach hinten erneut zu rekonstruieren. Oder wenn doch, dann nicht in diesem Fall, wo sie selbst keine Notwendigkeit darin sah, mehrere Aussagen auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.
Die Beschreibung zu ihrem großen Bruder sagte ihr persönlich aber herzlich wenig. Natürlich konnte es noch andere geben, bla bla bla, aber in der Regel sagten ihr diese ganzen Sachen rein gar nichts. "Ach so?", sprach sie nur fragend aus, dachte kurz nach und fügte dann hinzu: "Nein, ich glaube, ich habe solch eine Person noch nie gesehen, tut mir Leid." Nie war zwar auch relativ, doch in diesem Sinne war es auch egal - selbst wenn sie solche eine Person einmal vor fünf Jahren gesehen hatte, würde ihr das ja schrecklich viel bringen, oder? Nur musste sie dann doch über Anyis Versuch, seine Größe nachzustellen, schmunzeln, schließlich prusten, ehe sie doch in ein Lachen ausbrach. "Also, er scheint ein wirklich großer Mann gewesen zu sein", erwiderte die andere Dame lächelnd, während sie sich eine Lachträne aus dem Auge wischte, im vollen Wissen darüber, dass sie entweder Zustimmung oder aber Entrüstung ernten würde.

Nun aber erreichten die Zeiten eine andere und mit jeder Stunde, in der es dunkler und dunkler wurde, stieg die Anzahl von anderen Personen, die die Bar heimsuchten. Dabei kamen allerlei Kommentare zum neuen "Beischmuck" der Barbesitzerin, die sie allerdings alle nur mit einem resignierten Seufzen und einer ominösen Geste im Keim erstickte - immer dann, wenn Anyi eben nicht hinsah.
Um elf Uhr nachts war der Lärm eigentlich so laut, dass man kaum ein anständiges Gespräch führen konnte, doch die junge Dame schaffte es trotzdem. "So, ich hoffe, die anderen Gäste stören dich ni-", war sie zum Beispiel gerade im Inbegriff zu sagen, während sie freundlich lächelte, als sie den Kopf der anderen kurzerhand sanft auf den Tisch drückte, es lediglich kurz mit "Kopf runter." kommentierte, während sie ihren ebenfalls in Tischnähe begab und nur darauf wartete, was kommen sollte. Es dauerte keine zwei Sekunden, da flog auch schon ein Mensch an ihnen vorbei, ihr erster Bartender Jimmy hatte bereits vorsorglich die Klappe nach hinten geöffnet, sodass der "Verletzte" - schwupps - unter dem Messer ihres Untergrundarztes landete.
Die Klappe fuhr langsam hoch und auch Lissa ließ das weißhaarige Mädchen wieder los. "Wo waren wir? Ach ja, die anderen sind manchmal wirklich anstrengend, aber manchmal auch ganz nett! ... Unterhalte dich aber bloß nicht mit ihnen, okay?", erklärte sie ihr mit einem mahnenden Zeigefinger, ein ernster Gesichtsausdruck, der sich schließlich wieder in das pure Vergnügen wandelte.
"Oh, aber wo wir schon bei sind - willst du nicht einmal in unsere Eiskarte gucken? Ist ganz frisch!", sprach sie munter zu ihr und schnippte sofort einmal mit ihren Fingern, ohne den Blick von Anyi zu wenden, was den ersten Bartender dazu veranlasste, die gewünschte Karte zu bringen. Wortlos machte er sich danach wieder an die Arbeit. Und mit den Worten überreichte sie bereits die Karte an Anyi weiter: "Hier, bitte schön!" Fespannt wartete die Blauhaarige auf eine Reaktion, denn wenn sie ehrlich war: In der Karte stand berauschend ... wenig. War ja auch nicht ihr Wunsch gewesen, so etwas wie "Eis" anzubieten.



Inventation to proper Hell?#036 × Lissa × Anyi × Tommy
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam So Jul 17, 2016 3:40 pm


#042 ○ mit Lissa
It's pale. ... Wie bitte?
Hatte sie schon einmal erwähnt, dass sie ein schlechtes Gedächtnis hatte? Anyi konnte sich nicht mehr daran erinnern. Das lag wohl daran, dass ihr Gedächtnis wirklich so schlecht war, zumindest was das Kurzzeitgedächtnis anging. "Ich weiß es auch nicht mehr, mein Gedächtnis..." Erwiderte sie mit einem halb verlegenen, halb lachenden Lächeln. Irgendwie war es ja auch ganz lustig, zumindest momentan. Und sie schien sich auch nicht mehr erinnern zu können, also war es vielleicht am Ende sogar in Ordnung? Nun, jetzt zumindest war diese Frage nicht von Belang, und sie sollte sich darüber freuen, dass sie noch wusste, wie ihr Bruder aussah.
Es war schade, dass Lissa nicht wusste, wer das war, doch sie kämpfte die klitzekleine Enttäuschung hinunter, die sich in ihr in Folge der Erwartung aufgebaut hatte. Im Grunde war es nun wirklich zu schön - sie war wenige Tage hier gewesen, und fand ihn direkt wieder... nein, das wäre wirklich zu schön, um wahr zu sein. Wieso sie dann aber anfing zu lachen, wusste sie nicht wirklich, und legte deswegen den Kopf fragend schief. Als sie aber meinte, dass er ein wirklich großer Mann gewesen war, nickte Anyi, ein bekräftigendes Strahlen hatte sich in ihre Augen eingeschlichen. "Ja, er war wirklich groß!", meinte sie nickend. Ob er in der Zwischenzeit wohl gewachsen war? Ob er überhaupt noch wachsen konnte? (Ob sie überhaupt jemals noch wuchs?)
Die Stunde war fortgeschritten, und Anyi beobachtete ein wenig die Menge, die hereintrat. Allgemein betrachtet sahen sie wohl allesamt nicht wirklich freundlich aus, doch Anyi sah das, was andere nicht sahen. Ein winziges Grübchen, ein minimales Heben der Mundwinkel. Sie lächelte, während die Leute sich hier versammelten, aus ihr unbekannten Gründen. Das Gespräch mit Lissa fand deswegen keinen Abbruch, auch wenn es langsam wirklich schwierig wurde. Gerade, als diese etwas sagen wollte, hielt sie doch inne und meinte schlichtweg nur "Kopf runter". Für den Bruchteil eines Augenblickes war sie verwirrt, doch weil sie, wenn keine Gründe dagegen sprachen, schon immer ein eher braves Mädchen gewesen war, leistete sie dem schnell auch Folge. "Kopf runter!", wiederholte sie dabei die Worte, und musterte fasziniert die Rillen in dem Tisch. So bekam sie den Flug der Person gar nicht mit, so tief war sie dort versunken...
Sie vergaß beinahe, dass sie sich auch aufrichten musste, und registrierte es nur, weil sie ein sanftes Gewicht auf ihrem Kopf nicht mehr spürte. Und zudem fing Lissa an zu reden, die einen winzig kleinen Fleck an der rechten Schläfe hatte! Sie sollte sich also nicht mit ihnen unterhalten...? "Aber wenn sie doch nett sind, wieso darf ich das dann nicht?" Da hatte das Mädchen Gründe gefunden, zu widersprechen, und sie tat dies natürlich auch.
Es schien aber auch Eis zu geben! Sie nickte neugierig. "Wie kann eine Eiskarte frisch sein?", fragte sie dann auch noch nach, als sie die Karte auch schon in den Händen hielt und anfing zu lesen. Da stand ja wirklich berauschend viel.
Pale
Cassis- und Zitroneneis im Verhältnis 2:3, Schokostreuseln Variante Tommy, Lissa oder Jimmy.
Es fehlte sogar die Erklärung, was diese Varianten waren... "Aber was heißt denn Pale?", fragte das kleine Mädchen nach, legte den Kopf schief und sprach es aus, wie es da stand.
"It's pale", mischte sich der da gar nicht so langsame Bartender ein, als er hörte, wie sein wunderbares Englisch so verhunzelt wurde. Und da lachte man ihn aus, weil er kein Deutsch aussprechen konnte oder was?!
"... Wie bitte?" Anyi hatte kein einziges Wort verstanden. 


Zuletzt von Anyi am Fr Jul 22, 2016 5:49 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam Di Jul 19, 2016 3:26 pm





Als die kleine Dame auf ihren kommenden Lachanfall nun meinte, dass er wirklich sehr groß gewesen sein musste, konnte sie sich nicht mehr halten und lachte tatsächlich vollkommen ungeniert und vor Allem wohl auch noch recht laut und amüsiert, ohne dabei ihr Lachen irgendwie zu erklären.

Selbst als die Kunden der Nacht kamen und sich einer nach dem anderen in das Geschäft einreihte, die Fäuste ebenso anfingen, sich zu schwingen und andere schwingen zu lassen, saß die Barinhaberin immer noch an Ort und Stelle und unterhielt sich demnach wohl schon seit geraumer Zeit mit ein und demselben Mädchen. Diese weißblonde Dame schien wirklich von unbeschreiblicher Natur zu sein, die Lissa durchaus faszinierte und überraschte. Es war selten, dass sie jemanden so Unverblümtes und Sicht-Selektierendes sah. Es war, als würde das Mädchen entweder nur wahrnehmen, was sie wahrnehmen wollte oder aber nur Fragmente aus der gesamten Welt - und zu allem dazu deutete sie diese Elemente nun so, wie es ihr gerade passte und wie es ihr wohl mehr oder weniger harmlos erschien. Die Blauhaarige hatte keineswegs vor, dies irgendwie zu nutzen, würde sie gar nicht wissen, wofür, doch sie war froh, dass das kleine Mädchen in diesem Millieu an sie geraten war und nicht etwa an einen ihrer zahlreichen, grobschlächtigen Kunden. Das wäre wahrhaftig ein Mauzijammer gewesen!
Nun aber hieß es "ducken", und sie hob amüsiert die Mundwinkeln, als sie aus den Mundbewegungen heraus sehen konnte, dass die kleine Dame instinktiv die Worte wiederholte, die sie eben gesagt hatte. Nun, verkehrt war es wahrscheinlich nicht, amüsierend fand sie es allemal.
Sie führte das Gespräch weiter, so, als wäre nie etwas gewesen, und legte dann den Kopf schief, als Anyi nachfragte, warum sie denn nicht mit ihnen sprechen dürfte. "Nun, sie sind etwas ... schräg drauf, sprechen etwas, was du lieber nicht beachten solltest - manche reagieren auch gerne über und man sollte sich nicht mit ihnen anlegen", versuchte sie um den Umstand "Sie sind gewalttätige Monster, die dich jederzeit in den Boden stampfen könnten" umzuschiffen, ohne dabei ein allzu schlechtes Licht zu werfen. Zumal sie selbst ja eigentlich niemand anderes war. Dass man sich aber mit ihnen anlegen durfte, wenn man genügend Kraft besaß, ließ sie einmal außen vor.
Über ihre nächste Frage konnte die junge Dame dagegen nur prusten und lachen, vergaß sie über ihre Belustigung hinaus, dass sie ihr eigentlich noch eine Antwort schuldete - tja, und Chance vertan! Manches musste man einfach auf eigene Faust lernen, auch wenn sich Lissa durchaus berechtigt fragte, was man genau daran lernen konnte. Oder wie wichtig diese Erkenntnis sein sollte.
Bevor sie jedoch auf ihre andere Frage eingehen konnte, mischte sich auch schon der Bartender ein, der für diese ganze Eissache verantwortlich war - ein gewisser Tommy, dessen genauen Namen sie nicht so ganz im Kopf hatte. Dass Anyi sein wohlgeformtes Englisch nicht verstand - und ohnehin nicht verstehen würde, was er mit seiner Begründung und Erklärung einer Sache mit der Sache selbst meinen wollte -, erschien der jungen Dame nur logisch und nach einem amüsierten Kichern (sie war die ganze Zeit bereits recht amüsiert, ohne einen Tropfen Alkohol angerührt zu haben) stellte sie sich bereitwillig als Dolmetscher zur Verfügung.
"Er sagte, dass deine Nase niedlich sei", gab sie also eine recht freie Übersetzung seiner Worte zum Besten und grinste sie einfach nur erfreut an. Tja. Selbst wenn man sie als Dolmetscher einstellte, dann konnte man gewiss keine Wort-zu-Wort-Übersetzungen verlangen. Wenn es nicht komplett freie Interpretationen der gesprochenen Worte sein würde.

Noch ein wenig später spazierte jedoch eine weißhaarige Person in die Gegend. Sie war zwar kleiner als die anderen Gäste, sie schritt jedoch so selbstsicher und sichtlich genervt durch die Menge, dass man ihr wohl unwillkürlich Platz machte. Als sie die Blauhaarige entdeckte, hellte sich ihr Gesicht etwas auf; noch mehr, als sie Anyi sah.
"Guten Tag, Miss Lissa", begrüßte sie die Barinhaberin mit einem angedeuteten Knicks, "Sie wissen hoffentlich, weswegen ich hier bin?"
Ganz so begeistert schien die Angesprochene nicht von dem Besuch zu sein, doch das Gesicht verriet darüber nichts. "Aber wieso sollte ich das denn nicht wissen?", erwiderte sie mit einem "wohlwollenden" Lächeln, ehe sie einmal mit ihren Fingern schnippte und Jimmy erschien, der einige Papiere in der Hand hielt. Diese schnappte sich Lissa mit einem Zischen, ehe sie sie freundlich wie eh und je an die Weißhaarige abgab. "Ich weiß wirklich nicht, wie es so weit kommen konnte, dass sich die Polizei in meine Angelegenheit mischt", kommentierte sie mit einem Lächeln, die Stimme jedoch kalt wie Eis.
Die vermeintliche Polizistin störte sich derweil nicht daran, deutete jedoch auf Anyi. "Ich weiß, dass Sie sich recht gut um sie gekümmert haben, wie ich ihrem körperlichen wie auch seelischen Wohl entnehmen kann, doch ...?", fragte diese mit nun eher unsicherem Unterton, skeptisch.
Überrascht über die plötzlich weggeworfene Unsicherheit wischte die Blauhaarige nur einmal mit der Hand, eine wegwerfende Geste. "Nun, da es langsam zu den Showdowns kommt, würde ich Sie doch beinahe darum bitten, Ihr ein sicheres Geleit zu geben", erwiderte die andere, vielleicht etwas milder gestimmt, vielleicht täuschte sie auch nur alles vor.
Die Polizistin dagegen wirkte sichtlich erleichtert. "Das ist höchst erfreulich, ich bedanke mich für Ihr Vertrauen. Auf dann", verabschiedete sie sich und wandte sich nun an Anyi. "Komm, es ist langsam wirklich spät, ich begleite dich zu deinem Wohnort - oder wohin möchtest du?", fragte sie das Mädchen, während sie diese bereits an der Hand nach draußen führte. In der immer voller werdenden Menge war es ein Leichtes, sich zu verlieren.

Die Barinhaberin sah dem flüchtenden Gespann nur mit einem Lächeln hinterher, ehe sie die Minuten verstrichen ließ, ehe sie sich klatschend erhob, nachdem genug Zeit verstrichen war, wo die beiden das Gebäude verlassen konnten. Jetzt würde der Showdown beginnen.
Und sie würde wie so oft mittendrin sein.



Last Breath.#037 × Lissa × Anyi × Tommy (NPC) × Sheryll (NPC)
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam Fr Jul 22, 2016 5:58 pm


#043 ○ mit Lissa
Dankeschön!
Wieso nun Lissa einen Lachkrampf bekam, konnte Anyi nur schwerlich sagen. Sie blickte sie verdutzt an, während sich hier und da ein paar Haare aus dem Zopf lösten, und in dem matten Licht einen merkwürdigen Schein annahmen.
Nach und nach legte sich jedoch das Lachen, worüber auch immer, Anyi lächelte einfach mit, und die Atmosphäre wurde ein wenig düsterer. Was wohl an den Gästen lag, doch ehrlicherweise... das Mädchen mit den weißblonden Haaren bemerkte de facto eigentlich nur, dass sie wirklich schöne Narben hatten, oder anderweitige Kleinigkeiten, als der Gesamteindruck, der... wirklich Furcht einflößend war. Doch dem allem entging sie, würde ihr naives Gemüt heute wohl nichts mehr wirklich schrecken und beflecken würde dies wohl erst recht nicht. Sie war noch rein, und voll merkwürdiger Unschuld, und zerbrechlich inmitten all den Dingen.
Wieso sie sich ducken musste, fragte sie nicht, oder nur für einen flüchtig erscheinden Augenblick, der auch schon vorüber war ehe wirklich wahrgenommen. Sie folgte der Anweisung, und war so sehr in die Musterung des Holzes vertieft, dass sie nicht bemerkte, wie ein Rauschen über sie hinweg flog, landete und mit einem Poltern verschwand. Es war doch wirklich alles sehr rätselhaft und merkwürdig, doch sie war hier, und nicht in der Gegenwart.
Das Gespräch wurde einfach weitergeführt, als sei nichts passiert. Dies war wohl auch mal wieder der stoischen Ruhe zu verdanken, die das kleine Mädchen schon in ihrem Alter innehatte. Sich von nichts aus der Ruhe bringen zu lassen, und sich von nichts aufregen zu lassen. Einfach dort zu sein, und das zu tun, was man tun musste. So in etwa war wohl ihr Motto, ihr Leitmotiv und der Weg, den sie für sich auserkoren hatte. Diese Menschen waren also schräg drauf...? Sie nickte nachdenklich, aber... "Ich verstehe das nicht." Das waren Gründe für sie, die sie nicht verstand. Wieso sollte sie wegen solchen Gründen nicht mit ihnen reden? Immerhin wollte sie ja nur freundlich mit ihnen reden, sich mit ihnen unterhalten, was war da schon dabei? Der Umstand, dass es blutrünstige und gewalttätige Monster gab, war Anyi weithin nicht geläufig und schlichtweg unbekannt.
Als sie die Eiskarte in Augenschein nahm, musste sie sich aber wirklich fragen, was denn dieses "Pale" sein sollte. Nicht böse gemeint, natürlich, aber doch mit einer versteckten Bosheit der falschen Aussprache. Die Übersetzung der Worte, die Lissa dann von sich gab, ließ den Bartender brummen, und Anyi verstehend nickend. "Dankeschön!", bedankte sie sich artig für das Kompliment, auch wenn sie nicht verstand, in welchem Kontext dies eigentlich gefallen war. Doch das Gute war daran wohl auch, dass sie den Kontext wieder vergessen hatte, hurrey! Sie bestellte sich dann aber einen Eisbecher der Variante Lissa, und löffelte diesen dann.
Auch während dem Gespräch von Lissa und der Unbekannten war sie vollkommen in diesen Eisbecher versunken, der ihre Aufmerksamkeit wohl so ziemlich und zur Gänze einnahm. Bis sie dann direkt angesprochen wurde. Überrascht hob sie den Kopf, sie tupfte sich das Gesicht noch mit einer Serviette artig ab, als die fremde Person mit den weißen Haaren sie auch schon an die Hand gneommen hatte. Sie verneigte sich gemäß ihrer Gewohnheiten vor Lissa, ehe sie dann mit der Weißhaarigen ging, und winkte dabei immer wieder zurück zu Lissa, die in der Menge verschwand.
"Ich hätte gerne eine heiße Schokolade!", antwortetete sie mit einem Lachen. Ihr Ottaro hatte sie mittlerweile artig in den Ball verstaut, sie wirkte nämlich nicht gerade erfreut! Und so ging sie nach dieser Episode, die ungewöhnlich ulkig war, weiter ihrer Wege, wohin auch immer er sie nun führen würde.
TBC ○ Panaero City, Gewächshäuser
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam Sa Dez 24, 2016 4:51 pm

Xmas has only just began (#6)
mit weihnachtswütigen Hampelmännern (NPC)
cf. Hafen, Stratos City

Eigentlich wusste der Schwarzhaarige nicht, worauf er sich eingelassen hatte, als er mit Cholorophyll abgeführt sein trautes Heim verlassen musste. Eigentlich war es auch kein Wunder, dass er keine Ahnung hatte, worauf er sich da einließ, er wurde ja gewissermaßen dazu gezwungen.
Und von wem?
Als er das nächste Mal die Augen aufschlug, fand er sich inmitten von kriminellen Weihnachtsmännern wieder, die alle eine Flasche Bier in der Hand hatten und alberne Weihnachtsmannmützen. Und das schlimmste an der ganzen Sache war nicht unbedingt der grölende, schiefe Gesang seiner Umgebung, das schlimmste an der Geschichte war, dass er selbst eine solche alberne Mütze aufhatte. Diese roten mit einem weißen Stoppel dran.
Sein Gesicht entgleiste ihm, als er realisierte, wohin er geschleppt wurde. Zu einer Weihnachtsveranstaltung ... igitt! Das Fest war gewöhnlich bekannt für seine Barmherzigkeit, allerdings hatte er wenig Freude daran. Und zwar extrem wenig. Die Dekoration war albern und nach und nach erkannte er auch, wo er war. Eigentlich hatte er die Kampfbar respektiert, doch das ging wohl definitiv zu weit! Wie konnte eine Horde von ... Affen diese respektable Anstalt in etwas so Albernes verwandeln? Und wieso ließ die Besitzerin es zu?!
Vetere hatte nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, denn einer der Menschen lief direkt auf ihn zu. "Aaaaaaah, unser Dornröschen ist aufgewacht!", grölte der Mann nur und klatschte in die Hände, andere taten es ihm nach, der Gesang verstummte. Irritiert setzte Vetere sich auf - es klebte doch nicht ernsthaft jetzt ein Stück Pizza an seiner Hand? - und sah stirnrunzelnd in die Runde.
"... Nenn mich noch einmal "Dornröschen" und es setzt was", grummelte er mies gelaunt und riss sich die Mütze von dem Kopf, als jemand hinter ihm bereits eine neue aufsetzte. Hörte das Disaster denn nie auf?!
"Oi, oi, oi! Komm schon, wir wollen deine Ansprache hören!", gab derselbe Mann, der auf ihn zugegangen war, preis und ausnahmslos jeder sah ihn mit erwartungsvollen Augen an.
"... 'kay ... ihr habt sie wirklich nicht mehr alle, oder?", gab er nur bissig von sich und startete Versuch zwei, sich seiner Mütze zu entledigen - genauso glücklich wie der vorherige Versuch wurde auch dieser unterbunden. Neue Mütze. Wie viele hatten die davon?
Die Masse duldete sein Nein jedoch nicht und schubste ihn grölend und lärmend in Richtung einer provisorischen Bühne, die Besitzerin drückte ihm dort ein Mikro in die Hand, süffisant lächelnd (gegen sie wollte er dann ehrlich gesagt doch nicht antreten), und klopfte mit der Fingerspitze gegen das angeschaltete Mikro. "Eh. Ja ... also was nun?", sprach er sarkastisch in das Mikro hinein, "Ich werde ganz sicher nichts Schnulziges sagen, damit das klar ist." Sein Blick war kühl, er würde sich ganz sicher nicht den idiotischen Wünschen seiner "Kollegen" beugen ...
"Sag was Nettes über Emilia!", rief der Erste.
"Ja, genau, dann sprich wenigstens über sie!", schrie der Zweite.
"Wooooohooo, Emüüüüüüh!", grölte der Dritte.
Und da brach eine ganze Reihe von Befürwörtern auf, dass Vetere nahezu in sein Mikro schrie, um überhaupt die Aufmerksamkeit zu erlangen. "ICH KENNE ABER KEINE EMILIA!", schallte es durch den Raum und böse fünkelnd warf der junge Mann ganz damenhaft seine schwarzen, zu einem Zopf gebundenen Haare nach hinten.
"TROTZDEM!" - "JA, GENAU!" - "MACH DOCH EINFACH!" - "LOOOOOSER!"
Vetere fragte sich, wieso er sich mit diesen Menschen abgab, doch er hatte keine Lust, einen Gehörschaden davon zu tragen. "OKAY. Okay, okay, okay. Ich sage ja schon was, nur SEID RUHIG, IHR AFFENGESICHTER!", verkündete er und räusperte sich. Jeder war gespannt und er beschloss, dass Weihnachten für ihn gestrichen war. Auf Lebenszeit.
"Äh-hem. Also, Emily-" - "EMILIA!" - "-Emilia. Ich habe keine Ahnung, wer du bist, was du machst oder ob du hier unter diesen Idioten bist. Ich kenne dich nicht. Null. Das entspricht der Wahrheit. Weil die Jungs aber unbedingt etwas Nettes über dich hören wollen ... bitte. Entweder bist du mutig genug, dich mit denen hier abzugeben, so wie sie saufen und schmatzen und in der Nase popeln, oder du kennst sie nicht. Das wäre gut. Das wäre sogar sehr gut. ... Aber wie dem auch sei. Ich kann und werde nichts Falsches über dich sagen, deswegen muss das, was ich über dich, Emily-" - "ES IST EMILIA!" - "-wie auch immer, Emilia, auch richtig sein, ansonsten jage ich dich in das Bockshorn. Und zwar wirklich. ... Äh-hem. Ich glaube, du bist ganz hübsch? Oder nett. Oder beides? Jedenfalls ... jaaaaaa ... ... ... also. MEIN GOTT, WIE SOLL ICH WAS NETTES ÜBER EINE PERSON SAGEN, DIE ICH NICHT KENNE?! Das Gute an dir, Emila-" - "EEEEEEMILIAAA!" - "-Emilia, ist, dass du mich nicht kennst, sonst würdest du dir wahrscheinlich zu viel Spaß an meinem Gerede machen. Danke, und GUTE NACHT, IHR AFFENGESICHTER!", hielt er eine rührende Ansprache und alle applaudierten ob seiner grazilen und feinfühligen Wortwahl ... nicht.
Er stampfte, das Mikro mit mit einem Rüpfen der Nase an die Besitzerin, die immer süffisant lächelte, zurückgebend, von der Bühne und schmiss die Mütze auf den Boden. Bah! Wenn das nicht einmal die Blamage des Jahrhunderts war, wusste er auch nicht weiter. Seit wann im Leben kannte er bitte eine Emilia? Er wollte das noch nicht einmal, konnten sie ihm nicht alle vom Leibe rücken?! Das Schlimmste nun war, dass er nicht wusste, ob das, was er gesagt hatte, auch richtig war. Und wenn er etwas Falsches gesagt hatte, konnte er sich gleich ein neues Spiel suchen - diese Emily-Emüh-Emilia musste sich also verdammt viel Mühe geben, damit seine Worte auch wahr waren!
Er schüttelte einfach nur fassungslos den Kopf über das, was er getan hatte. Wieso? Weshalb? Wieso saßen ihm immer irgendwelche komischen Menschen im Nacken? Was hatte er getan? (Oh, eigentlich ziemlich viel, deswegen fand er es im Nachhinein doch noch ganz fair.)
Weihnachten war gestorben. Weihnachten war so etwas gestorben.
Doch er wusste nicht, dass noch so einiges auf ihn warten wollte ... immerhin gab es nur einmal im Jahr Weihnachten und das auch nicht immer für eine allzu lange, aber auch nicht zu kurze Zeit. Und diese sollte man doch auskosten, oder etwa nicht?

Merry Christmas! It isn't over yet. Es hatte doch gerade erst begonnen ...

tbc. Raststätte Nevaio City

Image by 明日
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam Do Apr 20, 2017 1:48 pm


#010 ➤ mit Lissa & den uncoolen Kids
Ihre Abschiedsvorstellung
Die Stimmung im Saal war ja bomebnprächtig! Eigentlich hatte sich Luccarelli ja nur hierher auf den Weg gemacht, weil es als Abschluss ihres aktuellen Aufenthaltes - man drängte sie wieder unter Bitten und Flehen zurück, da gab selbst das härteste Kraut mal nach - doch ganz geeignet zu sein schien. Eine Bar, in der auch mal der Fokus auf das Kämpfen gelegt wurde, das klang doch ziemlich interessant... und schwupps, da war sie in diese zwielichtigen Gegend gelangt, die sie aber durchaus gewohnt war. Wer sagte, dass man als Polizistin, Rangerin und nun Forscherin immer in angenehme Gebiete kam? Sie jedenfalls nicht, hatte sie schon einige Dreckslöcher gesehen, doch diese zu erwähnen würde wohl unter der momentan gültigen Altersempfehlung liegen.
Nachdem sich eine Faust die andere gegeben hatte, wurde sie für ihr hochtrabend wortgewandtes Geschick gelobt, oder so ähnlich. Jedenfalls hatte die kleine Barbesitzerin - auch wenn Luccarelli noch ein gutes Stück größer war, sie fühlte sich immer noch sehr verbunden mit ihr - sie doch dazu aufgefordert, das Wort an die Menge zu richten, und das war es dann auch, was die Frau mit den zwei Zöpfen auch flugs tun wollte. Immerhin ließ sie sich die Gelegenheit doch nicht versteichen! Dann würde der Tod es immerhin haben, und das wäre definitiv nicht in ihrem Sinne.
Nachdem also die letzten Protestanten in gemeinschaftlicher Arbeit mit ihrer neuen fast-Freundin geschlagen worden sind, machte sie es sich auf der Bartheke bequem, um einen erhöhten Standort zu haben, von dem sie reden konnte. "Also. Ah, nein, warte, nicht also. Ähm. Okay, okay." Sie sah schon die ersten skeptischen Blicke im fahlen Licht, die sie direkt angrinste. "Das ist kein besonders guter Start für die Ü-Dreißiger Tante, die hier am Start ist, I know, I know. Kein Grund, gleich mal wieder das Kriegsbeil auszupacken, geh's mal ein wenig gentleman-like an!", meinte sie zu einem Schemen in der Ecke, der wohl wieder ungemütlich werden wollte. "Ich habe hier zwar keine Handschuhe, aber vielleicht hast du ja welche? Oder perfekt, dieser Clown hier vorne... Oh, entschuldige. Ich wollte deine Gefühle nicht verletzen, wirklich nicht." Sie erhob sich von dem Bartresen und ging zu dem besagten Maskenträger, schüttelte ihm freundlich die Hand, die sie gewaltsam an sich riss, und ging dann wieder zurück zum Platz.
"Aber ja... wisst ihr. Früher, da war man mit 30 so richtig alt. Da konnte man fast nichts mehr machen. Rappen, nein, zu uncool, arbeiten! Wo dachte man da nur hin. Man hat ja eher noch mit einem Bein im Grab gestanden, so alt war das damals!" Sie blickte empört in die tuschelnde Menge. "Ja, ich weiß, ich wollte eigentlich über etwas Anderes reden, aber macht ihr euch mal keine Sorgen?" Sie setzte einen Moment der Stille ein, um das Ganze wirken zu lassen - was auch immer da wirken sollte, wenn man es ernst nahm.
"Ja, okay, ich sehe, ihr macht euch keine Sorgen. Dabei haben wir gerade ein ernstes Problem! Die Gesellschaft wird immer älter. Das nennt man übrigens auch demografischer Wandel, für diejenigen, die nach einer Tracht Prügel noch angeben wollen." Sie winkte fröhlich den Menschen zu, die zuvor noch protestiert hatten, nun aber wie Lämmer da saßen und schwiegen. Naja, bis auf den einen oder anderen Todesblick. "Jaja, so geht's... wir werden alle auch nicht mehr jünger." Sie nickte ernst bei diesen Worten, war sie ja auch schon jemand, der "zur älteren Generation" gehörte - oder auch nicht, ha ha!
"Wisst ihr, aber eine Gruppe scheint wohl zu wissen, wie sie den demografischen Wandel recht gut auszunutzen kann." Luccarelli nickte wissend, als würde jeder im Raum auch wissen, worüber sie nun gerade redete. "Jep, also. Immerhin ist die aktuell junge Generation gering - anders als heute, wo sie vergleichsmäßig riesig erscheint. Was ist die Konsequenz? Es wird weniger Rentner geben." Sie blickte total ernst über diese absolut bescheuerte Konsequenz, die sie aus den wirren Gedanken gezogen hatte. "Wenn ihr euch also mal mit vernünftigen Dingen, die naturgegeben sind, befassen würdet, tja..." Sie zuckte mit den Schultern, Sarkasmus war deutlich herauszuhören. "Vorausgesetzt, euch interessiert das wirklich, sonst solltet ihr euch Freunde suchen und sie verkuppeln." Sie grinste, und es war ein ziemlich böses Grinsen.
"Aber gut, darüber wollte ich eigentlich nicht darüber reden, auch wenn ich tippe, dass hier einige noch sicher den einen oder anderen Flirttipp gebrauchen können - habe ich nicht Recht, Glatzenköpfelein?" Sie sah eine unbestimmte Menge an, von der sich jedoch einer immer angesprochen fühlte - bei dieser Bezeichnung aller Vermutlichkeit nach der, der am wenigsten Haare auf den Kopf besaß. "Ja, genau dich meine ich. Nun, du brauchst gar nicht so ein Gesicht zu ziehen." Sie ahmte den missmutigen Ausdruck für einen Moment übertrieben nach. "Komm, ich tu dir nichts. Wirklich, das wird höchstens die Hausherrin für mich übernehmen." Sie zwinkerte der anderen kleinen Person zu, ehe sie sich wieder an die Menge wandte.
"Wisst ihr, eigentlich bin ich ja auch nicht so der Typ für Stand Up. Naja, wenn es sich eben so ergibt wie heute... aber eigentlich rede ich ja über Politik. Politisches Kabarett, welches seinem Namen auch Ehre macht! Aber wisst ihr, auf Dauer wird es auch mal langweilig." Sie raffte ihre Körperhaltung noch einmal hoch. "Genug des Gelabers, euch ist ja schon ganz langweilig. Ich bemerke schon, ihr murmelt gar nicht." Sie formte mit der einen Hand eine Muschel, die sie sich an das Ohr hielt, welches sie dem Publikum zugewandt hatte. "So ruhig hatte ich nur selten ein Pokémon - oder passiert einfach zu viel auf einmal, als dass man es anständig niederschreiben könnte?" Sie schürzte die Lippen, nachdenklich. "Aber jaja, jemanden beim Nachdenken zuzusehen ist nicht besonders spaßig, das kann ich auch nur bezeugen."
Erneut blickte sie in das Publikum, nun schien sie etwas müde zu sein. "Es ist schon eine Qual, jemanden zuhören zu müssen, der ohnehin gehen wird, nicht wahr? Aber ich bedanke mich herzlich für die mir erteilte Aufmerksamkeit, wie auch immer sie ausgeteilt wurde!" Und mit diesen Worten, die sie wie einen Knall herauskommen ließ, stieß sie sich von der Bartheke herunter, verbeugte sich in der Stille des Raumes und machte sich auf den zackigen Weg nach draußen. Dabei strahlte sie Würde und Autorität aus, sodass keiner auf die Idee kam, ihr irgendwie zu nahe zu treten. Doch gleichzeitig umgab sie auch noch irgendetwas, was man nicht wirklich definieren konnte oder wollte, ehe sie in die Nacht, die mittlerweile angebrochen war, entschwand.
TBC ➤ Reichenbachfälle
[notes: Rahmen inspiriert von Doyles Sherlock Holmes und äußeren Begebenheiten.
Gespräche eines Grundkurs Sozialwissenschaften einer nicht weiter definierten Schule.
In Gedanken an Grossmans Kommt ein Pferd in die Bar.]
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gastam Mo Aug 07, 2017 10:34 pm


#011 ℛ mit Luccarelli
Wo wir einst standen
CF ℛ Schwarze Stadt, Kaufhaus
Sie hatte sich schnell von Vaska getrennt und war weitergeeilt, weiter zu dem Ort, an dem sich Erinnerungen zu verbergen drohten. An dem Erinnerungen mit ganz großer Sicherheit verborgen waren, auch wenn Sabrina nun das erste mal das etwas verfallen wirkende Gemäuer betreten würde, zum ersten Mal die Menschenmenge erblicken würde, aber wie oft? Wie oft hatte sie diese Stimme gehört?
Trotz der kleinen Gestalt, welche die Ursache bildete, die Quelle, erhoben sich die klaren Worte über alles, was hier in diesem Raum sonst noch herrschen konnte. Sie schwebten zu den Ohren der Zuschauer, welche diese Worte in eine Nachricht verwandeln würden, sie mit Bedeutung festhalten würden.
Sie kannte diese Stimme, denn diese Stimme war es, welche ihr so Vieles gelehrt hatte. Sie würde diese Zeit nicht vergessen, war nicht gewillt jemals zu vergessen, was schon so lange vergangen scheint. Ja, es war eine lächerlich lange Zeitspanne vergangen, seitdem die anerkannte Polizistin ihren Posten verlassen hatte, von ganz oben wieder sich heruntergekraxelt hatte, vorsichtig, Stück für Stück, um dort anzukommen, wo sie nun war. Sie hatte gehört, dass sie aktuell nicht mehr dem Rangerdienst nachging, nicht mehr diesem, nicht mehr jenem. In ihren Augen war diese beständige Gestalt unbeständig und flimmernd geworden und sie fragte sich, wann dies ihren Anfang genommen hatte.
Die Antwort war, dass sie keine Ahnung hatte.
An jenem Abend gehörte diese blonde Dame mit Dutt zu den Zuschauern, welche sich im Hintergrund hielten. Die Worte kamen bei ihr kaum an, verblichen sie schon, während sie zu ihr gelangen wollten, sie verloren an Wert. Das, was wichtig war, war dieses Gesicht mit seiner Mimik, diese Hände mit ihren manchmal ausschweifenden, manchmal dann wieder kleinen Bewegungen. Diese Augen, die zum ersten Mal, seit Sabrina sie kannte, nicht mehr direkt nach vorne blickten, sondern sich im Irgendwo versenkten. Es war irritierend, denn sie konnte auf einmal nichts mehr.
Sie hatte zu ihr stürmen wollen, aber sie war auf leisen Sohlen an den Rande des dubiosen Publikums geschlichen. Sie hatte sie anklagen wollen, aber nun empfand sie nichts als eine schmerzlich schmerzende Leere. Ja, dies schien eines der Enden zu sein, welche einem immer wieder begegneten. Doch hörten sie deswegen auf, wehzutun?
Es war nicht so, dass etwas verschwinden würde, sobald es da war.
Sobald es da war, war es da. Es würde leben, selbst wenn man versuchte, es zu töten, es würde immer da sein und das war vielleicht das, was sie aus diesem Abend mitnahm, als die kleine Gestalt in der Menge der Grobiane wieder ging, leise, mit einem gewissen Hauch von Dramatik und Theatralik, aber ohne jemanden anzusehen.
Sie konnte sich nicht rühren, ehe dieser geisterhafte Moment an ihr vorbeigezogen war, ehe dies von ihr gewichen war. Sie hatte den Aufbau von diesem nicht bemerkt, nicht gespürt, denn es war einfach nur auf einmal da gewesen, als wäre es immer da gewesen, auch wenn sie sich nicht erinnern konnte.
Diese merkwürdige Ruhe hatte sich über die Welt gesenkt, an diesem Ort, an dem sie einst standen.
TBC ℛ Tessera, Straßen von Tessera
Gast
avatar
Gast

Nach oben Nach unten




Re: Kampfbar '≠0'

Beitrag von Gesponserte Inhalte

Gesponserte Inhalte

Nach oben Nach unten




Seite 2 von 2 Zurück  1, 2

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten