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Heute verabschieden wir uns leider von Shawn, der das Team aus zeitlichen Gründen verlässt, uns aber als User weiterhin beehrt! Wir bedanken uns herzlich für seine Unterstützung und die Arbeit, die er geleistet hat.

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Beyond Our Wishes wünscht euch allen frohe Ostern! Aus gegebenem Anlass haben sich 70 Eier im Forum versteckt. Ob ihr sie findet?

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Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Sep 20, 2015 3:02 pm

Straßen von Stratos City

Das Gefilde der Straßen, die Stratos City durchziehen, ist vielfältig. Sie lassen sich in geschäftige Hauptstraßen mit allerlei Geschäften, Nebenstraßen und Seitengassen und weiteren unterteilen. Man kann sich sicher sein, dass immer etwas los ist!

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Fr Sep 25, 2015 3:57 pm

#015 ❀ mit Orlean & Phillipp
Brummlaute
CF ❀ Ferrula, Stadtrand
Der nächste Tag umfing sie nicht gerade mit offenen Armen, schien es ihr. Doch trotz dezentem Schlafmangel war sie bester Laune, als ihr Manager sie in aller Frühe - nach ihrer Unterredung mit Lissa hatte sie in etwa eine Stunde Schlaf bekommen - aus dem Bett scheuchte. Die dezenten Spuren nächtlicher Aktivitäten ließen sich dann mit ein paar Handgriffen aus der Welt schaffen und dann saß man auch im Auto, um nach Stratos City zu pendeln. Es war das absolute Herzstück ihres Managers, dieses glänzende, schwarze Ding von Auto (es hatte etwas von einem Oldtimer), weswegen Nadeshiko sich nicht mit ihren Malutensilien während der Fahrt ausbreiten konnte. Es war ein Jammer. Andererseits nutzte sie die Zeit auch, um ein wenig Schlaf nachzuholen, den sie nun wirklich nötig hatte, wenn sie auch dank technischer Hilfsmittel recht erfrischt aussah. Das Auto brummte gleichmäßig, und fuhr in seiner Pracht durch halb Einall, um von Ferrula nach Stratos City zu kommen. Manchmal wäre es wirklich praktisch, noch eine Verbindung nach Stratos zu haben... Aber nein, die gab es ja nicht!~
So also musste man umständlich den Weg nehmen, der um das ganze herumführte, und Nadeshiko durfte in tief anmutenden Schlummer den Schlaf nachholen, während Orchidee - sie wusste noch nicht so recht, ob Orli oder Orchidee besser war - den Oldtimer durch die Routen und Städte manövrierte. Besonders viel ereignete sich auf dieser schweigsamen Autofahrt nicht gerade, als sie dann auch endlich, gegen zehn Uhr vormittags, in Stratos City ankamen. Es wurden noch ein paar Dinge erledigt, die die Nelke geflissentlich verschlief, ehe es dann wirklich an Besichtigungen gehen würde. So also wurde die schlafende Blume erst geweckt, als man um beinahe elf Uhr bei der ersten Immobilie von Makler 1, dessen Namen sie noch nicht kannte, ankam. Sie hatte einen traumlosen Schlaf gehabt, zumindest erinnerte sie sich nicht gerade an viel. Außer an Schwärze, aber die war ja uninteressant und langweilig.
"Das ist also Objekt Nummer Eins!", rief sie enthusiastisch aus, als sie nach einer erneuten Weckaktion seitens Orlean wieder in die Welt der Wachen zurückgefunden hatte und aus dem Auto gestiegen war. Soweit sie weiß, befanden sie sich irgendwo in... Stratos City! Tja, wo waren sie eigentlich? "Und wo liegt es genau?"
Ihr Manager war ebenfalls aus dem Auto gestiegen und gesellte sich an ihre Seite, während sie an dem neumodischen Gebäude hochblickte. "Wir sind gerade im Osten von Stratos City." Es schien eine etwas ruhigere Gegend zu sein, doch im Hintergrund hörte Nadeshiko die Belebtheit dieser Stadt. Die pulsierenden Adern waren definitiv die Straßen, die alles miteinander verbanden. (Und die Menschen waren die Blutkörperchen, was für ein Vergleich.) "Genauer gesagt", fügte er dann seinem Drang nach Details folgend hinzu, "sind wir in einer Seitenstraße der Stratos Street." Sie nickte bedächtig, während sie weiter die Außenfassade des Hauses in Augenschein nahm. Es lag zwischen anderen neumodisch wirkenden Häusern, mit viel Glas und irgendwie beinahe schon Büro-Gebäude-like, ha ha... Es war wirklich merkwürdig, welche Architektur manchmal betrieben wurde.
"Sind wir zu früh dran oder ist der Makler zu spät?", fragte sie dann, während sie weiter dieses Stück Architektur betrachtete und sich fragte, wieso man so etwas wohl in einer Seitenstraße aufbaute... Wollte hier jemand ganz engagiert einer Seitenstraße bürokratische Bedeutung geben oder was war hier eigentlich los?
Ihr manchmal sehr steif wirkender Manager blickte mit geschäftiger Miene auf die Uhr. "Wir sind wohl ein wenig früh dran. Aber wie gefällt dir denn das äußere Erscheinungsbild?" Sie spürte instinktiv, dass er wohl dabei war, einen Vortrag über die Architektur dieses Hauses loszuwerden.
"Ich weiß noch nicht so recht." Sie besah es sich noch einmal in Einzelheiten an. Es befand sich auf einem ebenerdigen Level, es gab dementsprechend keine Treppe, die irgendwie ein wenig höher führen würde, und keine Kellerfenster, die klar ersichtlich waren. Es befand sich in etwa ein Meter Entfernung zu dem Gehweg, der Grund soweit war asphaltiert. Der erste Stock besaß an dieser Frontseite nur Glasfenster, es wirkte schon beinahe schaufensterartig. Weiter in die zweite Etage blickend war es beinahe dasselbe Muster, wenn da auch noch ein Streifen weißer Putz war. Die Fenster-Putz-Kombination zog sich dann drei Stockwerke nach oben. "Oh nein! Ist das oben eine Terasse?" Sie erblickte ein Geländer, welches oben auf dem Haus mit Flachdach thronte. Sie klang vergnügt, angenehm überrascht.
Orchidee begann in geschäftlicher Manier - manchmal fragte sie sich, ob er damit nicht übertrieb - in den Papieren herumzukramen, die er in den Händen hielt, und nickte dann. "Man hatte überlegt, eine vierte Etage zu erstellen, doch dann entschied man sich für ein Flachdach, welches auch als Terasse genutzt werden kann." Wie immer war seine Stimme unglaublich geschäftig und ernst! In Momenten wie diesen würde sie am liebsten laut loslachen, doch sie unterließ es immer wieder. Auch wenn ihr ein Kichern doch noch genehm war. "Ist etwas?", lautete für gewöhnlich und auch jetzt die Frage darauf.
"Ich finde Ihre Art einfach nur erfrischend, mein lieber Herr Risen!", antwortete sie dann ehrlich, wie es eben ihre Art war. "Ein nettes Gebäude, sehr lichtdurchflutet", fügte sie noch zu ihrer Meinung zu diesem Stück Stratos City hinzu. Sie erwähnte den Makler, der wohl zu spät kam, mit keinem Wort. "Bänke sähen bestimmt hier total nett aus, oder?" Sie bewegte sich auf das Haus zu und zeigte auf die beiden Stellen neben der mittig platzierten Glastür.
Er nickte, wenn er wohl auch eher keine wirkliche Ahnung davon hatte. "Ich mache mir nur Sorgen wegen dem Glas." Wieder wurde in den Papieren herumgeschaut. "Ob es eben auch sicher ist und so weiter. Man müsste aber auf jeden Fall auch Räume haben, die weniger lichtdurchlässig sind." Sie waren sich in stillen Einvernehmen über den Grund. Trotz allem Schnickschnack, manche Bilder verblichen doch schneller als erwartet.
"Ich hoffe mal, dass der Makler endlich mal kommt..." Sie blickte mit einem suchenden, immer noch vergnügten Lächeln um sich. Es war ja auch nicht so, dass das Lächeln sowieso verblassen würde. "Dann könnte man diese Details regeln. Ist er denn überhaupt über der Zeit oder sind wir im Grunde viel vor der Zeit?" Warten war immer so eine Sache. Denn es machte die Sache nicht besser, wenn man wusste, dass man zu früh dran war. Es stellte sich nur nicht sofort eine Missmutigkeit ein. Wieso man deswegen aber auch nicht einfach pünktlich sein konnte. Herrje, sie fühlte sich zwar ausgeschlafen - halbwegs - aber wie lange das wohl wirklich anhalten würde? Naja, würde schon werden, Kaffee gab es schließlich auch noch!
"Wir sind...", fing Orchidee mit einem Blick auf die Uhr an, "... noch drei Minuten zu früh." Er hüstelte. Nadeshiko beachtete das dann aber mit wohlwollender Miene nicht weiter, auch wenn sie ihm nach ihren Maßstaben kraftvoll ihren Ellebogen in die Seite rammte - im Endeffekt aber nicht besonders schmerzhaft.
"Achje, wahre Pünktlichkeit liegt Ihnen einfach nicht, huh?" Sie schien aber auch nicht weiter verärgert zu sein. (Erkannte man sowieso aber nur, wenn man sie wirklich lange kannte. Und das waren wirklich die wenigsten.) Dann aber brummte etwas in der Nähe, es klang wie ein weiteres... Auto! "Oh, da scheint jemand Ihnen ein gutes Vorbild sein zu wollen", kicherte Nadeshiko dann amüsiert. Sie blickte auf ihre eigene Uhr. Sie hatte keine Ahnung, für wie viel Uhr der Termin angesetzt war, aber jetzt schien es soweit zu sein.
"Nanu, Sie sind aber früh da." Es schien dem Makler - durschnittlich groß, unauffällig, beigefarbener Anzug, blond, Sommersprossen - unangenehm zu sein, dass seine beiden Klienten schon da waren. Ob das wohl selten der Fall war?
"Sie müssen Phillipp sein. Ich freue mich, Ihre Bekanntschaft außerhalb von bloßem Text zu machen", ging Orlean direkt mal an die Sache und reichte dem Makler mit einem freundlichen - geschäftigen - Lächeln die Hand, die dieser ebenfalls schüttelte. Er schien von der... raschen Art des Managers etwas irritiert zu sein, schien sich jedoch auch vage an... nächtlichen Mailkontakt zu erinnern. (Ja, man durfte sich ruhig fragen, wie dieser Herr Manager sich eigentlich in Rekordzeit Papiere zur Immobilie besorgte. Nadeshiko interessierte es jedenfalls nicht.)
mit Orlean & Phillipp
Zwischen den Gesprächen und Zeilen
Man begrüßte sich noch einmal nett und freundlich, und der Makler schien ebenfalls wieder ein Stückweit sein Selbstvertrauen wiederzuerlangen, was Nadeshiko mit versteckter Amüsiertheit bemerkte. Sie mochte es wirklich, diese vielfältigen Reaktionen zu sehen! "Dann wollen wir doch mal rein in die gute Stube, oder?", forderte sie dann mit ihrem strahlenden Lächeln auf, welches Orchidee schon gewohnt war und Phillipp fast aus der Bahn warf - ha ha... Aber er fasste sich erstaunlich schnell wieder, wie Nadeshiko bemerkte. War also nur die ungewohnte Umgebung, doch da sie Meisterin darin war, familiäre Atmosphären aufzubauen, würde dies kein Problem sein!
"Dann folgen Sie mir bitte doch." Er kramte aus seiner Hosentasche einen Schlüsselbund heraus und suchte zielstrebig den Schlüssel heraus, der in dieses Schloss passen würde. "Haben Sie denn lange warten müssen?" Der berühmt-berüchtigte Smalltalk hielt Einzug in die Welt, oder zumindest in dieses Gespräch.
"Ach, es ging. Herr Risen ist immer ein wenig zu pünktlich, nicht wahr?" Sie klopfte ihm mütterlich auf die Schulter, doch so langsam sollte sie es wohl auch wieder lassen, so viel Kraft besaß sie ja nicht, dass es wirklich etwas bringen würde. "Sind Sie denn gut hergekommen?"
"Ich? Ja, ja. Es war ja auch nicht zur geschäftigsten Zeit des Tages, von daher ist nicht allzu viel Stau. Aber man hört den Verkehr bis hierher, oder?" Die Tür wurde aufgedrückt und die Dame zuerst hineingebeten.
"Ah, Sie hören ihn auch? Ich hoffe, dass die Immobilie hier deswegen auch schalldicht ist?" Vermutlich eine Frage, die ihr Manager auch gestellt hätte. Achja, war da nicht etwas mit Fensterglas gewesen?
"Haben Sie keine Sorge, wir haben für eine bestmögliche Abdichtung gesorgt, damit man sich hier in Ruhe bewegen kann. Es ist trotz seiner beschaulichen Lage immer noch nah am Puls der Stadt, wie man so schön sagt!" Es folgte ein immer noch leicht nervöses Lachen.
"Ah, ja." Die Tür wurde sorgfältig hinter den Klienten geschlossen und man hörte... nur noch die Schritte auf dem weißen Parkett. Wieder einmal eine recht moderne Farbe! Ja, dieses Haus legte es wohl besonders darauf an.
"Ah, ich bitte Sie, sich hier noch einmal die Sohlen reinigen zu lassen." Phillipp wies auf ein Gerät in der Ecke des Raumes hin - wieso hatte sie es bloß nicht bemerkt? - welches mit Bürsten und Elektronik ausgestattet war.
"Das ist aber wirklich interessant. Ich glaube, das auch schon einmal irgendwo gesehen zu haben... Wirklich interessante Technik, finden Sie nicht?" Der Makler wirkte daraufhin etwas... nun ja, hilflos. Technik schien wohl nicht allzu sehr sein Gebiet zu sein.
Da lenkte sich Orchidee wieder ein, um das Gespräch wieder auf geschäftliche Ebenen zu lenken. (Manchmal sollte man wirklich meinen, dieser Mann sei das Geschäft.) "Aus welcher Art von Glas bestehen die Fenster eigentlich? Es wirkt ja schon ein wenig anfällig", bemerkte er, einen Fuß über die Bürsten haltend und einen Blick auf das Glas werfend.
"Es besteht auf bestem Sicherheitsglas, immerhin legen wir auch großen Wert auf Sicherheit und würden unsichere Immobilien entweder renovieren oder nicht in unser Angebot aufnehmen." Irgendwo war wohl auch Phillip ein Geschäftsmann, aber das war ja auch kein Wunder. Im Grunde war Nadeshiko die Einzige, die sich nicht aufs Geschäftliche spezialisiert hatte - viel zu öde und trocken und anstrengend, aber gleichzeitig irgendwie auch wieder interessant~ Sie konnte sich da nicht wirklich entscheiden, war es aber momentan wirklich nicht ihr Anliegen, in solch eine Sprache zu verfallen!
Nachdem jeder Schuh geputzt war und keine Spuren auf dem blanken Parkett hinterlassen würde, sah Nadeshiko sich weiter im Raum um, während sie sich von des Maklers Worte berieseln ließ. "Wir haben als Eingangshalle, quasi, einen großen Raum gewählt, in dem man gut verschiedene Sachen präsentieren kann. Das einheitliche Weiß von Decke, Wänden und Boden gibt viel Spielraum, um seine Arrangements anzubringen, da Weiß eine sehr neutrale Farbe ist. Wir haben es eher hell gehalten, damit es durch den Lichteinfall der Fenster nicht allzu warm wird. Es hat eine offene Atmosphäre, finden Sie nicht?"
Tja, fand sie nicht? Sie hatte durchaus das Gefühl, dass es ein großer Raum war, aber das lag wohl eher daran, dass es hier wirklich groß war. Sie vermutete, dass der Großteil von diesem Raum eingenommen wurde. Das ganze Weiß behagte ihr jedoch nicht, sie hätte lieber einen hellbraunen Fußboden gehabt, das Weiß wirkte irgendwie so gekünstelt... "Gibt es einen Garten?", fragte sie freundlich, ohne weiter auf die Worte des Maklers einzugehen. Die Frage empfand sie als wichtiger als irgendwelche Sätze über die Offenheit eines Raumes. Immerhin konnte man alles streichen gehen. (War das dem Makler nicht bewusst? Vielleicht hatte er eher weniger mit kreativen Geistern zu tun. Oder aber es gab Dinge, von denen sie nichts wusste...)
"Nein, es gibt keinen Garten", erwiderte der Blonde im Bunde. "Es ist ein wenig schwer, in einer Großstadt ein Haus mit Garten zu bauen, wenn der Grund schon asphaltiert ist."
"Wie ist das Haus denn eigentlich entstanden?" Ob sie wohl auf Trümmern stand? Ausmachen würde es ihr zumindest nicht viel, sie zog doch dann und wann eine Schneise der Zerstörung hinter sich - oder zumindest ihr großer Höllenhund. Selbst war sie zumeist nicht in der Lage, wie man an ihren nicht gerade schmerzhaften Schlägen für Orchidee merken konnte. (Wo man bei Blümchen war: Welche Blume gab es denn mit P?)
"Hier standen eine Reihe von etwas verfalleneren Häusern, die man abgerissen hat. Eine Baufirma kaufte den Grund und Boden, baute diese Häuserreihe und gab die verschiedenen Häuser an verschiedene Kanzleien. Das ist im Übrigen das Letzte, das unsere Firma anzubieten hat, aber es ist nicht schlechter als die anderen oder so", ergänzte Phillipp dann noch beschwichtigend, wenn es auch nicht nötig war. Da Nadeshiko ahnte, dass man ihm Einheitstrott baute, war es für sie nicht weiter verwunderlich.
"Sagt mal", fiel ihr dann auf, "bekomme ich vielleicht auch mal einen Grundrissplan zu sehen oder?" Sie lächelte freundlich, wenn ihre Frage wohl eine Art Erinnerung war, dass es hier jemanden gab, der kein Büromensch war, und dementsprechend wenig mti Unterlagen zu tun hatte. Für einen Augenblick schwiegen die beiden Männer überrascht, ehe dann Orlean ihr wortlos die entsprechenden Papiere herauskramte und sonst kein weiteres Wort dazu sagte. Ob sie wohl auch mal mit einer Maklerin zu tun hatte?
Sie begutachtete die Pläne, während die Männer sich in irgendwelche Details bezüglich des Hauses vertieften. Sie hörte mit halben Ohr zu, es ging um die Ausrichtung des Hauses, Einbaumöglichkeiten bezüglich Fensterläden oder so. Keine Ahnung, worum es wirklich ging, doch es interessierte die Blume ja auch nicht sonderlich. Ja, der Großteil des Erdgeschosses wurde von dem Raum eingenommen, es gab im Grunde nur noch einen kleinen Abstellraum neben der Treppe und ein WC, beides in einem Komplex eingebaut, der sich neben der Treppe befand und einen Kasten in der Ecke bildete. Die Treppe befand sich links, wenn man hineinging, daneben war eben diese Wand zu sehen, in der recht mittig eine Tür eingelassen war, die zu den unschöneren Räumlichkeiten dahinter führte. Die Treppe in den zweiten Stock führte zuerst in einen Flur, von dem aus drei Räume abspalteten - Einmal in den länglichen Teil, der an der Frontseite zu sehen war, und da noch einmal in zwei Räume auf der anderen Seite, die man von vorne nicht sehen konnte. Weiterführend in den dritten Stock, der sich wie eine Wohnung aufgeteilt war, in dem sich alles nötige befand, wobei der Aufbau bis auf eine weitere Zerkleinerung der Räume dem des zweiten Stockes ähnelte. Die Treppe führte dann weiter auf die Terasse, die nicht weiter irgendwie unterteilt war. Alles in allem Ausstellungsräume und ein Appartement oben drauf - es wurde also für Leute wie Nadeshiko konzipiert.
"So, ich bin soweit durch und ich hoffe, ihr auch?" Die Lautstärke des Gespräches, dem sie lauschte, war runtergegangen und nun, als sie wieder hochsah, bemerkte sie auch warum. Die beiden Männer hatten sich in das hintere Ende des Raumes verkrümelt, wohl um die weiteren Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen. Dennoch wurde sie erhört - hatte ja auch schon genug Fälle der Ignoranz heute gegeben, tse!
"Beinahe. Wollen Sie sich nicht auch die hinteren Räume anschauen?", fragte Phillipp - Blume mit P, Blume mit P... - und winkte sie heran. Tatsächlich interessierte es sie durchaus, wie es dort denn letzendlich aussah. Nachdem man die Tür - wirkte eher unauffällig, wenn sie denn auch als Tür erkennbar war - durchquert hatte, gelangte man in einen kleinen Raum, von dem zwei weitere Türen abspalteten. Einmal links zum Abstellraum und einmal rechts zur Toilette. Der "Flur" an sich hatte noch gegenüberliegend der Tür ein Fenster, durch welches schwaches Licht hineinströmte.
"Hinter das Haus kommt man nicht, oder etwa doch?" Der Makler zeigte ein schwaches Grinsen und schloss die Tür zur Linken auf - es gab durchaus eine Tür nach hinten.
"Es befindet sich jedoch nichts wirklich Spektakuläres im Hinterhof." Dennoch verlangte Nadeshiko, auch den hinteren Teil zu sehen und bekam ihren Willen auch rasch. Ja, es war wirklich unspektakulär, man sah ihm Grunde nur auf die Rückseite der anderen Häuserreihe, mit etwas Platz. Manchmal baute man dicht an dicht.
Orchidee währendessen hatte beide Räume mit peinlicher Genauigkeit inspiziert, Nadeshiko ebenfalls. Es gab ein Fenster im Abstellraum, neben der ebenfalls gläsernen Tür zum Hinterhof, und ebenso war ein Fenster im Toilettenbereich. "Man muss eine Menge Glas sauber halten", bemerkte Orlean schließlich, als sie wieder in die Eingangshalle traten, das, was Nadeshiko seit geraumer Zeit geringfügig nachdenklich stimmte.
"Haben Sie keine Sorgen deswegen, wir kümmern uns, wenn Sie wollen, um eine Firma, die das erledigt."
"Teuer wird's trotzdem", bemerkte sie kurz, ehe sie sich dann auch in verspielter Manier der Treppe widmete. "Kommt ihr?", fragte sie mit einem Lächeln, welches die vorige Diskussion zumindest bei Petunie (!). Da es keine weiteren Dinge im Erdgeschoss mehr zu begutachten kam, folgte man dem Sonnenschein die Treppe hinauf. "Achja, Phillipp!"
"Ja?" Er schien es absolut nicht gewohnt zu sein, geduzt zu werden - zumal sie ja ihren Manager siezte...? Er war sichtlich verwirrt.
"Interessieren Sie sich für Kunst?" Sie hatte das Gefühl, dass sie diese Frage nun schon zum tausendsten Mal stellte, doch wen kümmerte das denn auch!
"Äh... Nur so halb...", gestand der Makler, als sie oben ankamen und die nächsten Räume in Augenschein machen.
"Und für Musik?" Die Blume ging in jeden Raum kurz hinein, um sich einen groben Überblick zu verschaffen. Wie schon auch unten besaß jeder Raum mindestens ein Fenster - und an der Frontseite diese Fensterwand. Sie überlegte noch, ob das nicht ein wenig sehr viel Licht war.
"Auch nicht so..." Er druckste herum. Orlean stellte eine Frage, Phillipp antwortete sichtlich erleichtert. Nadeshiko hielt sich in dem größeren Raum auf der Frontseite auf, begutachtete die Wände. Und dann wieder dieses grässliche, weiße Parkett... Nein, irgendwie mochte sie das wirklich nicht. Verblichen kann nicht bleicher werden~, dachte sie nur dazu. Wie vorhersehbar manches doch war! Außer... Gelb. Es würde sicher auch eine Menge an Putzarbeit kosten...
"Dann sind Sie bestimmt ein Koch!", meinte sie leichthin, als sie sich nähernde Schritte auf dem Parkett hörte. Sie blickte lächelnd zu dem überraschten Gesicht. Sie hatte richtig geraten~
"Ja, genau." Er schien immer noch ziemlich verwundert. "Wenn es auch nur als Hobby ist..."
"Man begegnet irgendwie dann doch seltener Köchen!" Sie strich über die glatte Wand, nachdenklich. "Was ist denn ihr Lieblingsgericht?" Eine glatte Wand hatte den Vorteil, dass sie leichter zu bepinseln war, sollte man denn gerne etwas in die Richtung machen wollen. Aber sonst fand sie Tapete mit irgendwelchen einprägmierten Mustern schicker. "Und ist die Wand tapeziert?"
"Keine Tapete", antwortete ihr jedoch Orchidee, der ebenfalls in den Raum gekommen war. "Du solltest dich vielleicht nicht unbedingt immer entfernen." Sein Blick war mahnend, und sie dachte für einen Augenblick darüber nach.
"Ich denke darüber nach! Aber was war denn nun dein Lieblingsgericht?", wandte sie sich wieder an Petunie, der unschlüssig im Raum stand.
"Äh... Ich weiß nicht so genau." Nadeshiko durchquerte den Raum und inspizierte die andere Seite, wenngleich diese so ziemlich gleich aussah.
"Erzählen Sie doch etwas über das Kochen!" Kritisch blickte sie aus dem Fenster hinaus. Ein netter Anblick, aber gleichzeitig öde. Innerlich entschied sie sich wohl gegen dieses Gebäude, aber vielleicht leistete der Makler ja doch noch Überzeugungsarbeit!
Die nächste Stunde, die weitergehend mit Besichtigung gefüllt wurde, verging schneller, als sie dachte. Zumindest, während ihr Kopf mit Wissen über verschiedenste Gewürze - die sie gleich mal diversen Leuten zuordnete, he he~ - Arten und Techniken beim Kochen und anderen, eher unnötigem Wissen gefüllt wurde. Aber man musste schon sagen, Petunie kam so richtig ins Reden! (Auch über die Immobilie, dann und wann, versteht sich.) Um ungefähr 13 waren sie dann durch, weitesgehend. (Ob es wohl normal war, zwei Stunden mit einer Besichtigung zu verbringen? Die beiden hatten aber alles auch ziemlich genau inspiziert.)
"Wir werden Sie dann wissen lassen, wenn wir unsere Entscheidung getroffen haben." Es wurden noch Abschiedsworte ausgetauscht, die die Nelke jedoch nicht weiter begleitete, sondern einfach nur lächelnd daneben stand. Bis es zumindest an eine wirkliche Verabschiedung ging.
"Ich habe mich sehr über das Gespräch mit dir gefreut!", lächelte sie und reichte ihm die Hand, die er zum Abschied schüttelte. Die Situation, dass diese ausnahmsweise mal nicht vor Dreck starrte, musste man ja ausnutzen!
"Ich bedanke mich meinerseits."
Danach verabschiedete man sich nochmals mit den Versprechen, voneinander zu hören, sollte eine Entscheidung gefällt worden sein. Sie streckte sich, nachdem das Auto des Maklers weggefahren war, und gähnte. "Woah... Das war irgendwie anstrengend!"
Eine Antwort darauf bekam sie nicht, denn ihr Manager eilte darauf, weiterzufahren.
"Wie sehen die Pläne denn aus?" Letzendlich hatte sie sich doch recht flott ins Automobil bewegt und sich angeschnallt.
"Es gibt noch einen anderen Termin, den wir vorher besuchen müssen. Im Westen der Stadt", ergänzte er noch. Nadeshiko vermutete, dass er Zeit überbrücken wollte, weil er noch keine nächste Immobilie festgelegt hatte, und ihr keine Mittagspause gönnte, weil er ein unglaublich herzloser Mann war, und ihren Terminplan noch mehr vollstopfte. Das war bestimmt seine Rache dafür, dass sie immer so ausschweifende Gespräche führen möchte - aber sie arbeitete ja auch!
"Dann weck mich, wenn's soweit ist", seufzte sie jedoch nur, weil sie keinerlei Lust auf irgendwelche Gespräche verspürte, die schlussendlich nur ins Leere liefen. Und dann war sie auch wieder eingeschlafen.
mit Orlean & namenlose Dame
Die Eintönigkeit in Ehren, doch die Welt in Glanz
Dieses Mal schlief sie nicht so fest wie zuvor. Ob es an dem Stau lag, in den sie plötzlich gerieten? Sie schielte zu dem Handgelenk ihres Managers, welcher auf dem Lenkrad des Autos lag. Es war also in etwa eine halbe Stunde vergangen. Sie blickte aus dem Fenster, ihr Blick verriet nichts über ihre eigentliche Gefühlslage. Als sie dann etwas entdeckte, dass ihre Laune in die Höhe schießen ließ.
"Lass mich mal kurz raus!" Denn sie hatte etwas Schönes entdeckt! (Nicht, dass nicht eine recht große Bandbreite an Schönheit in ihren Augen exisitierte.) Am Wegrand erblickte sie nämlich eine ihr halbwegs vertraute Gestalt, sofern sie sich erinnern konnte, aber das tat ja nichts zur Sache, wenn sie sich zu Tode langweilte! "Da ist ja wirklich mein Lexikon!"
Eine Dame drehte sich, verwundert, um und erkannte die strahlende, andere Dame auf den ersten Blick. "Nadeshiko! Es ist ziemlich lange her, oder?" Sie besaß ein freundliches Gesicht, dem eine Brille zur Krönung aufgesetzt worden war, und schöne, glatte Haare, die sie offen im Wind spielen ließ. "Ich habe nicht erwartet, dich hier zu sehen." Sie war keine außerordentliche Schönheit, besaß aber einen ruhigen, intelektuellen Hauch, den Nadeshiko und noch ein paar andere sehr schätzten.
"Ich dich auch nicht! Stecken gerade im Stau", mit einem fröhlichen Lachen wies sie auf das Auto hinter ihr, welches sich derweil kein Stück weiterbewegt hatte, "und da dachte ich, ich begrüße dich mal. Wie geht's deinen Arbeiten so?" Neugierig begutachtete sie den Stapel Papier, den die schlicht gehaltene Frau in ihren Armen trug. "Sieht viel aus."
"Nur das Übliche", winkte diese jedoch ab, "Aber ich komme immerhin voran. Es ist schon kompliziert, wenn man bedenkt, dass man einfach von einer Frage zu zehn weiteren geführt wird." Sie seufzte.
"Aber du arbeitest daran, richtig?" Ihr Lächeln bekam etwas beinahe Trauriges, als sie daran dachte, weswegen diese Freundin von ihr das tat, was sie tat.
"Ihm geht es gut, meine Mutter kümmert sich um ihn." Auch bei ihrem Gegenüber setzte eine gewisse Bitterkeit ein.
Nadeshiko lächelte aufmunternd und sanft. "Ich weiß, dass du das schaffen wirst."
Sie redeten noch ein wenig über Belangloses, ehe beide in entfernte Richtungen eilten - nicht die erste Begegnung, die sich heute trennen würde und trennte.
"Die Alzheimer-Forscherin?", fragte Orlean beiläufig, als Nadeshiko sich wieder in das Auto gepflanzt hatte. Sie nickte, nachdenklich. Diese Welt hielt so vieles in seinen Händen, wirklich. "Wir sind bald da", merkte er nach einer Weile auch wieder an.
Sie nahm es zur Kenntnis und blickte mit neugierigen Augen auf all die Menschen, die auf den Gehwegen neben ihnen huschten, und betrachtete all die Autos, die neben ihnen fuhren. Und das Leben, welches sichtbar und unsichtbar war. Die Schatten, welche sich über diese Stadt zogen... Sie lächelte versonnen. Es war schon merkwürdig, welche Schatten viel Licht warf. So dunkle, dass sie sich selbst nicht mehr sehen konnte.
mit Orlean & verschiedenen Personen
Überbrückung der Zeit
In den nächsten Stunden war die Luft, die die Nelke umgab, immerwährend mit Geräuschen gefüllt. Sie redete, oder ihre Gesprächspartner redeten. Es gab nur wenige Minuten stillschweigender Zeit, die mit Strahlen gefüllt war. Es ging meistens um geschäftliche Angelegenheiten, die Treffen dauerten meistens nicht allzu lang, weswegen es eine Menge an Treffen wurde. Die Zeit zwischen den Orten betrug immer unterschiedlich, unterschied sich aber deutlich von dem sonst geordneten Muster ihres Managers. Es ging quer durch Stratos, irgendwohin, um irgendetwas zu tun. Sie tippte während einer dieser Fahrten auch ihre Nachricht an ihren Kollegen, den sie persönlich nie beim Namen nennen wollte. Weil sie eigentlich kaum jemanden beim Namen nannte. Warum auch immer.
Es wurden ein paar Geschäfte in den verbleibenden Stunden erledigt, als der Tag sich schließlich zum Nachmittag hinneigte. Sie hatten gerade ein Gespräch im Norden Stratos Citys erledigt, am Nordtor, und machten sich auf den Weg zurück zum Auto. "Ich finde den ja immer wieder erfrischend!", merkte Nadeshiko gerade an, die kurzen Wege überbrückend.
"Das sagst du zu fast jedem", konterte Orlean, der penetrant (und geschäftig) auf sein Handy starrte. Da schien etwas zu kommen~, vermutete die Nelke, ließ jedoch nicht locker.
"Das stimmt gar nicht!" Türen wurden geöffnet, geschlossen. "Aber heute ist doch ein schöner Tag, oder?" Sie lächelte, doch für geübte Beobachter hatte es einen dezent teuflischen Hintergrund.
"Hmm."
"Er wäre ja noch schöner, wenn denn endlich mal wieder~" Sie beendete den Satz nicht, da just in diesem Moment ein Telefon die Barmherzigkeit besaß, zu klingen. Präzise, schnell, professionell und sauber nahm Orlean ab, nicht wie ein Raubtier. Das fand sie ebenfalls immer sehr amüsant. Er war in geschäftlichen Dingen einfach ziemlich gut, wie wohl sein Privatleben aussah? Denn egal wie viel sie fragte, darauf bekam sie einfach nie eine Antwort. Ob er überhaupt eine Freundin hatte? Schwer vorstellbar, außer sie wäre genauso wie er! Während Orchidee also in dem Anruf aufging, ging Nadeshiko ihrerseits in Fantasien bezüglich des Privatlebens ihres Managers auf.
"Gut, wir haben die nächste." Er startete den Motor mit zufriedener Miene, als es einmal einen Buckler gab - oder etwas, das sich wie ein Buckler anhörte - und dann Stillstand.
"Ohje, das klang ziemlich ernst!", lautete ihr Kommentar, und neben ihr ein gebrochener Mann.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Sa Okt 17, 2015 1:31 am

[cf: Kanalisation]

Es gab Augenblicke, in denen man sich fragte, was man nur mit seinem Leben anstellte. Und dieser war so einer. er hätte einfach zu Hause bleiben und auf gut Glück irgendeine Lehre anfangen sollen...! Aber nein, stattdessen musste man ja durch die Weltgeschichte pendeln und irgendwelche halsbrecherischen Aktionen mit seinen Pokémon durchziehen! Das war nicht lustig. Überhaupt nicht. Inzwischen hatte Jonathan auch keine Angst mehr, einfach reine Lustlosigkeit spiegelte sich in seinem Blick wieder, als er von seinem Glurak quer durch Stratos City chauffiert wurde. Die Leute am Boden glotzten sicher schon, wenn sie ihn den bemerkten. Ja, genau, sollten sie doch schauen! Da flog ein irrer Junge mit seinem Glurak durch die Gegend, haha, wie lustig!
Es war ihm egal. Was ihm aber nicht egal war, war die Tatsache, dass sein Pokémon allmählich an Kraft verlor und mit einem rapiden Verlust von Höhe einen Sturzflug ankündigte. So musste sein Glurak wohl nun das Landen lernen...! "Oh Arceus, steh mir bei...!", mit diesen genervt gemurmelten Worten ging es noch steiler nach unten, weshalb der Junge auch schon zu Schreien begann, einfach, um Stress abzubauen und weil es sich in solch einer Situation wohl gehörte.
"AHHHHHHHHHHHHH!"

Wumm. Er konnte wohl von Glück reden, dass sein Glurak kurz vor dem Aufprall noch rücksichtsvoll genug gewesen war dem Boden seinen Rücken zuzukehren, um seinen Trainer nicht als Landekissen zu missbrauchen. Das hätte dieser wohl nämlich nicht besonders gut überstanden. Doch trotz allem brachte die Wucht des Aufpralls den Feuerdrachen dazu, Jonathan loszulassen und ihn quer über den Asphalt rollen zu lassen... direkt vor die Räder eines schwarzes Autos. "Ahhh... ahahahaaaahhh...!", jammerte er unter diesen Umständen noch einmal erbärmlich hervor, ehe er auf seinen Rücken rollte, sich kurz darauf im Liegen seine Hände vors Gesicht hielt und am liebsten einfach nur so liegen bleiben würde. "Ich will nach Hause...!", brachte er noch mit einem gestressten Stöhnen hervor. Ja, er fühlte sich in der Tat ziemlich erbärmlich. Umso erbärmlicher an der ganzen Sache war wohl, dass er selbst darauf bestanden hatte, in der Weltgeschichte umherzureisen. Wie blöd er doch einfach war. Aber was man angefangen hatte brachte man wohl auch besser zu Ende, er sollte sich nicht beklagen. So stand er zögerlich auf, wenn auch auf recht wackeligen Beinen. Insbesondere sein Rücken tat ihm weh.
So sah er sich verdutzt um. Mitten auf der Straße lag sein bewusstloses Glurak, das von ein paar Passanten angegafft wurde. Also zückte er kurzerhand den Pokéball des feuerdrachens und rief ihn zurück. Aus den Augen, aus dem Sinn...! Es tat ihm zwar Leid, welche Strapazen sein Pokémon auf sich nehmen musste, aber er hatte auch nicht weniger darunter gelitten! Und so erregte diese äußerst peinliche Sache wenigstens nicht so viel Aufmerksamkeit...
Aber jetzt, wo diese Sache erledigt war, bemerkte er das schwarze Auto, vor dem er gerade stand. Und darin saßen Leute, die ihn sehen konnten. "Oh, Mist!", fluchte er also verdutzt und sah sich panisch nach einem Schlupfwinkel um. Nach dieser Bruchlandung würde er sich nun am liebsten im Boden vergraben. Vom Himmel in die Erde... ein wirklich perfektes Zusammenspiel von Gegensätzen, das in seinem Kopf aber wohl besser aussah als es tatsächlich war.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Okt 18, 2015 5:12 pm

#016 ❀ mit Jonathan & Orlean (NPC)
Bruchlandung
Ehe sie sich in irgendeiner Weise darum kümmern konnte, dass ihr Manager gerade dabei war, in merkwürdige Abgründe zu fallen (Orlean und sein Auto - vielleicht die Liebesgeschichte seines Lebens?), passierte dann auch etwas, was ihre Aufmerksamkeit wieder der Front zuwandte. Es passierte ja nicht alle Tage, dass ein Glurak - vermutlich war es gerade erst entwickelt, oder? - dermaßen offensichtlich abstürzte und auf der Straße schlitterte, seinen Trainer dabei der Straße ebenfalls frei gab, und dieser dann noch ein wenig kullerte, ehe er vor dem Auto, welches gerade den Geist aufgegeben hatte (wie das Glurak), zum Erliegen kam. Nadeshiko begutachtete diese Szenerie mit einer Mischung aus merkwürdiger Begeisterung (ob des seltenen Vorfalles, den sie gerade mit erlebte) und Mitleid (da das wohl nicht gerade unwesentlich weh tat.)
Kurzerhand stieg sie ebenfalls aus dem Auto aus, um sich den armen Tropf genauer anzusehen. Aber als sie dann auch schon neben dem Tropf stand, bemerkte er auch die Anwesenheit des Automobiles und die darin befindlichen Personen. Aber er schien vielleicht auch etwas sehr beschäftigt zu sein, dass er Nadeshiko nicht sofort bemerkte! (Oder hatte er sie doch bemerkt?) "Alles in Ordnung?", fragte sie den fast gleich großen jungen Herrn, den sie mit Neugier betrachtete, freundlich. Dann lachte sie leise. "Das war aber eine ziemliche Bruchlandung! Frisch entwickelt, huh? Immerhin auf dem Boden gelandet!" Bei dieser Gelegenheit besah sie sich den jungen Herren auch genauer an. Schneeweißes Haar und rote Augen, wie schön! (Er erinnerte sie definitiv an Kaninchen.) Zudem war er ja auch recht in die Höhe geschossen, aber immerhin nicht größer als sie ~ (Ob sie das im Grunde überhaupt stören würde, sei mal dahingestellt.)
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Fr Okt 23, 2015 5:57 pm



coming from ... Einkaufsstraße, Stratos City


Sie wanderte also weiter die Straßen von Stratos City entlang, aus der vollen Einkaufspassage raus, dann wieder irgendwo lebhaft rein und irgendwann gab es sogar Momente, in denen sie ... Ruhe hatte. Einfach nur ... Ruhe. Ruhe und Stille. Stille und Ruhe. Und dann aber wieder nicht. Es war ein Wechselbad der Geräuschkulisse, dem sie einfach nicht entgehen konnte.
... Da war es doch nur zu ehrlich, wenn sie auch ein paar Geräusche mit rein brachte, oder? Ein, zwei, drei Pupser an der Zahl, unterschiedlich laut, aber jede ... richtig schön geruchig, wenn man es so formulieren wollte. Sie wollte mit wedelnder Hand (denn der Geruch war wahrlich etwas ... "Feines"), denn für die Entleerung des Bauchgrummelns war sie stehen geblieben, gerade weiter gehen, da schickte sich doch eines der umliegenden Pokémons dazu an, ihr eine nicht benannte Attacke hinterher zu schicken, die eindeutig an Nässe nicht zu übertreffen war. Tropf. Tropf. Tropf. Ihre Haare und auch ihre Kleidung waren ... nass. Das nasse Wasser tropfte an ihren Haaren hinunter auf den Boden, der sich ebenfalls nässte. Ihre Kleidung sog sich mit dem kühlem Nass zusammen. Ihre Glieder spürten einen kalten Hauch, als der Wind die nasse Person umwehte. Ihre Bwegungen waren eingefroren. Ihr Blick war leer. Ihr Blick war ... unheilverkündend.
Beinahe mechanisch drehte sie sich um. Es herrschte eine kaum zu unterbietende Stille. Keiner regte sich, aber jeder wollte sich regen. Dem Wasserpokémon gefroren die Züge. Lissa dagegen gefror das Lächeln. Boshaft. Diabolisch. Sie war einem Vulkanausbruch nahe, der vielleicht mit seiner Wärme dafür sorgen würde, dass ihr Haar aufhören würde zu tropfen und ihre Kleider aufhören würden, nass zu sein. Nur eine Handbreit war sie von dem Pokémon entfernt. Ihre Augen waren voller Abneigung. Niemand ..., schien ihr Blick zu sagen, ... niemand verpasst mir eine kalte Dusche aus dem Hinterhalt. Nur eine Handbreit. Ein Schritt.
Sie war so nahe dem Pokémon, was ihr Unrecht tat und wollte auf jeden Fall Rache für ihre nassen Haare, die sie wahrscheinlich nach dem Trocknen noch einmal hübsch neu frisieren durfte; wozu sie sich ja schon jeden Morgen schleppen musste, dieses ...!!

Aber es kam alles anders als erwartet.
Aus den Augenwinkeln sah sie einen rettenden Pol, ihre Hand krümmte sich zu einer Faust, sie hielt inne und ... preschte geradewegs mit den immer noch nassen Haaren und der immer noch nassen Kleidung (sie trug glücklicherweise noch etwas Schwarzes darunter, weshalb man nichts sah - wenn es da etwas gab, ha ha) direkt zu dem rettendem Pol, der ihre unbändige Wut zwar nicht ganz linderte, sie aber nicht handgreiflich werden ließ. Dass ihre alte Freundin Nadeshiko aber scheinbar noch mit jemand anderem zu tun hatte, übersah sie natürlich geflissentlich und meinte nur kurz angebunden. "Du. Ich. (Er?) Alkohol. JETZT." Das waren die einzigen Worte, die sie sprach, ehe sie die beiden auch schon mit (nassen) Händen und Füßen in die nächstbeste Bar schnleppte, die sich in dieser Straße fand.
Dieses ... Dieses ... Dieses ...!!! Sie war immer noch fuchsteufelswild und brauchte dringend etwas, um ihre Gemüter zu beruhigen, sonst ... hnr ...!!
(Die Lage auf der Straße aber normalisierte sich wieder.)

Und das ... war die erste schockierende Nachricht.



Three Shocking News.#013 × Lissa × Nadeshiko × Jonathan
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Okt 25, 2015 8:29 am

Es wurde wohl nichts aus dem Verschwinden, da bereits eine zugegeben äußerst schöne Frau aus dem Wagen gestiegen war und sich nach Jonathans Wohlbefinden erkundigte. Für einen kurzen Augenblick musterte er sie aufmerksam mit seinen roten Augen, ehe er sich verlegen die Hand in den Nacken legte. Oh, er war einfach viel zu schüchtern... "Ja... ich denke... bis auf ein paar Prellungen geht's mir ganz gut, hehe...", brachte er also leise hervor, versuchte danach aber dennoch der Person vor ihm in die Augen zu sehen, da er seinen Blick währenddessen zu Boden gerichtet hatte. Einen gewissen Intellekt schien diese Dame dabei auch zu haben, da sie sein Glurak sogleich als frisch entwickelt identifiziert hatte. Aber allzu schwer dürfte das bei den Umständen ja auch nicht sein! Immerhin hatte es sich bei dieser Sache wohl überschätzt und wegen seiner Unerfahrenheit diese Bruchlandung einstecken müssen. Trotz allem rang er sich zu einem Lächeln durch. Immerhin wirkte diese Person vor ihm dich ziemlich freundlich. "Mhm, das stimmt. Es ist noch so unerfahren im Fliegen und hat mich trotzdem einfach so gepackt... irgendwie dumm gelaufen." Wahrscheinlich sollte er es am besten in das nächste Pokémon-Center bringen. Zur Sicherheit, obwohl es bestimmt nicht wirklich nötig war. Immerhin war sein Pokémon auch robust, so viel konnte man ihm auch lassen. Noch einmal ließ Jonathan seinen Blick in der Umgebung umherschweifen. Er hatte allerdings keine Ahnung, wo er war.
"Äh, wissen Sie rein zufällig, wo-"

Seine angesetzte Frage wurde abrupt unterbrochen, als mit einem Mal eine andere Frau in das Geschehen trat. Und sie wirkte nicht besonders... glücklich. Vielleicht war es dem Umstand zu verschulden, dass sie klitschnass war. Das, was den Trainer aber umso stutziger machte war die Tatsache, was sie da sprach. Kannten die beiden sich etwa? Und wie, Alkohol...? War er etwa auch gemeint? Mit einer Mischung aus Verwirrung und ein wenig Panik aufgrund des plötzlichen auftretens dieser Situation wedelte der junge Mann etwas abwehrend mit seinen Händen vor sich und meinte dabei: "N-nein, also, ich... eh?!" Zu spät. Mit einem Mal wurden er und die Dame mit dem violetten Haar mitgeschleppt, was den Jungen erneut über sein Schicksal grübeln ließ. Die Sache in der Kanalisation, der Absturz und nun... das. Ihm war wohl wirklich keine Pause vergönnt. Dabei trank er doch gar keinen Alkohol! Ja, man konnte sogar behaupten, dass er dieses Nervengift verabscheute. Das war es auch eigentlich, was er hatte sagen wollen, aber diese Frau schien ja ein recht stürmisches Individuum zu sein. Ein Grund dafür, sich mit einem frustrierten Stöhnen die Hand vor die Stirn zu halten, als er nun in dieser Bar stand.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Okt 25, 2015 5:31 pm

#017 ❀ mit Jonathan & Lissa
Alkohol ~
Wieso auch immer, aber der Eindruck von kleinen Kaninchen, die eine Pigmentstörung besaßen, erhielt sich bei Nadeshiko die ganze Zeit weiter, während sie lächelnd den Ausführungen ihres Gegenübers lauschte. Wenn er auch zumindest anfangs eher mit dem Boden eine Konversation zu halten schien als mit der Dame vor ihm. "Das freut einen doch zu hören!~", lachte sie. "Auch wenn ich wüsste, wo hier in der Nähe ein Arzt wäre." Erstaunlicherweise, aber in diesem Eck war sie dann doch öfters. (Und einmal mit einem Patienten, den sie Orchidee nannte.) "Ich wünsche dir viel Spaß beim Üben mit ihm! Vielleicht nimmt er dich das nächste Mal ja nicht direkt auf einen Rundflug. Ein übermütiger Bursche, oder äußere Umstände?", ergänzte sie noch als Frage, und legte den Kopf ein wenig schief.
Seiner nächsten Frage lauschte sie nicht mehr ganz so aufmerksam, weil sie aus den Augenwinkeln einen wütenden Lavendel entdeckte ~
"Guten Tag, meine Liebe!", begrüßte sie ihren kleinen Blütensatz, als dieser jedoch - ziemlich in Rage und zudem recht nass, wenn man das so ausdrücken durfte - sie einfach am Arm nahm und sie irgendwohin zerrte, wo es für die Alkohol zu trinken gab. Orchidee war unter diesen Umständen eher eine Randfigur, immer noch über dem Lenkrad hängend und aller Lebensgeister beraubt, der arme Kerl. Jonathan hingegen lächelte sie entschuldigend zu, als sie in der... "Bar" standen und er sich stöhnend eine Hand vor die Stirn hielt. "Sie hat manchmal ein wirklich stürmisches Temperament! Aber keine Sorge, sie kriegt schon keinen Alkohol, und wir auch nicht~", meinte sie mit einem wissenden Lächeln, wenn sie es auch nur soweit flüsterte, dass ihr kleiner Lavendel es nicht mitbekam. Immerhin war das hier ~
"Was ist denn passiert, Liebes?", erkündigte sie sich dann bei ihrer Freundin und zog Jonathan einfach mit zu einem der Hocker an der Theke. "Heute scheint sich das Unglück ja anzuhäufen!"
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Nov 01, 2015 2:51 pm





"Guten Tag", brummte die nasse Dame ihre alte Freundin, ihren Ruhepool an, und visierte direkt einmal eine Bar an - von der sie aber aus lauter Wut und Zorn nicht gesehen hatte, dass sie außen nicht gerade dubios dunkel und rot wirkte, sondern eher ... grün. Ihr war aber das Ambiente ohnehin egal, sie wollte nur etwas trinken. Prompt wurde die Theke in Beschlag genommen und sie grummelte und grummelte, tippte mit ihren Fingerspitzen ungeduldig auf die Tischplatte, ehe sie großspurig verkündete - an den Barkeeper gerichtet natürlich: "Das Stärkste, was sie haben." Überrascht sah der Barkeeper sie an, nickte aber dann mit einem gewissem diabolischem Grinsen ... der nicht zu definieren war.
Sie lehnte sich zurück - lustigerweise hatten die Thekenstühle eine Lehne - und sah abwartend von der einen geladenen Person zur anderen herüber. "Geht auf mich ~", seufzte sie, ihren Ärger schon langsam, sehr langsam verpuffend sehen. ... DIESES Wasserpokémon ... Wenn sie noch eines von dieser Art sah, dann würde sie ... würde sie ... würde sie ... EXPLODIEREN! "HNARGHA!", gab sie plötzlich mit einem lauten Knall von sich und grummelte missmutig vor sich hin; vor lauter Ärger sah sie nicht, wie der Barkeeper Kopfsalat mit Chinakohl in einen Mixer steckte; sie hörte ja noch nicht einmal, dass etwas gemixt wurde. Mit einem Mixer.
Ihre werte Freundin aber erkundigte sich nach dem Befinden der älteren Dame und sie seufzte auf, zog mit ihrem Finger Kreise in der Luft. "Irgendsoein dämliches Wasserviech hatte wohl gemeint, dass mir Wasser unglaublich gut stehen würde ... PAH!", erklärte sie kurz und knapp und ließ dabei die Fehltritte ihrer Verdauung weg, die wahrscheinlich auch so per se gesagt ihren Teil dazu beitrugen. Wenn sie nur daran dachte, wollte sie am liebsten ... einfach etwas erdrücken gehen ... und ... zerstören ... ARGH! "Und, wie ist es dir ergangen? Wer ist das da?", fragte sie mit versucht ruhiger Stimme, statt dem Tisch eine Klapse zu geben, an ihre alte Freundin gewandt und deutete auf den weißhaarigen Jungen, den sie einfach mitgeschleppt hatten. Beide waren größer als sie, deutlich größer ... was sie wieder schlauchte. Ein Schatten legte sich über ihre Augen und sie widmete sich dem Getränk, was ihr mit Karacho vorgelegt wurde. In ihrer Wut (nun über das Wasserpokémon wie auch über diese unfairen Größenunterschiede) sah sie natürlich nicht, dass das Getränk nicht gerade ... nun, durchsichtig war, sondern eher ... dickflüssig grün.
Sie nahm einen heftigen Schluck, trank fast das ganze Glas auf Ex und ... war schockiert. "WAS ...", grummelte sie missmutig von sich und stellte das fast leere Glas mit Krach auf den Tisch wieder ab, " ... wollen sie mir da eigentlich vorsetzen?!" Sie sah den Barkeeper scharf an; so eine Katastrophe von Cocktail hatte sie ja noch nie getrunken. Noch nie in ihrem Leben war ihr so etwas Schreckliches untergekommen; das war ja einfach nur furchtbar!
Sie sprang von ihrem Stuhl auf und (... hah, die Theke schien jetzt noch größer zu sein) sah den Barkeeper herausfordernd an. Also, wenn er keine Erklärung liefern würde, dann würde sie sich eben gewaltsam eine holen ... denn: WO SOLL DA DER ALK SEIN, HM?!
... Und genau das war die zweite schockierende Nachricht.



Three Shocking News.#014 × Lissa × Nadeshiko × Jonathan
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Nov 01, 2015 9:07 pm

Liebend gern hätte Jonathan noch auf die Frage der jungen Frau zu seinem Glurak geantwortet, doch leider kam er dazu aufgrund der anderen stürmischen Dame nicht mehr. So stand er also hier, doch die Violetthaarige von zuvor schien seine dezent frustrierte Stimmung wohl bemerkt zu haben und und meinte dann doch recht verheißungsvoll, dass hier niemand Alkohol bekommen würde. Aufmerksam sah sich der Junge anschließend in diesem Laden um, bis er es schließlich realisierte. "Ohhhh..." In der Tat war dieser Ort nicht dazu gedacht, sich zu betrinken. Vielleicht eher für bestimmte Leute, die eine gesunde Diät pflegten...
Kurz darauf wurde er auch schon von der adretten Dame auf den nächsten Barhocker mitgezogen. Heute schien sein Leben echt aus allen Gleisen zu brechen. Zuerst der Unfall in der Kanalisation, dann der Sturzflug mit seinem Glurak und nun saß er mit zwei (zugegebenermaßen sehr hübschen) Frauen in irgendeiner Öko-Bude. Das Schicksal spielte ihm wirklich seltsame Streiche.
Erschrocken zuckte er allerdings zusammen, als die Frau mit dem hellblauen Haar lautstark ihrer Frustration Luft verschaffte und sah sie etwas ängstlich an. Nadeshiko lag mit dem stürmischen Temperament keinesfalls daneben... Diese Frau beunruhigte ihn ziemlich. Jonathan konnte ohnehin nicht besonders gut mit Cholerikern umgehen, da er selbst ein ziemlich ruhiges Gemüt besaß und es deshalb auch nicht nachvollziehen konnte, wie man dazu in der Lage sein konnte sich dermaßen über den Spritzwasserunfall eines Wasserpokémon aufzuregen. Er selbst hätte wohl einfach nur mit den Schultern gezuckt und daraufhin dafür gesorgt, dass er wieder etwas Trockenes an den Körper bekam. Daher mischte er sich auch lieber nicht in das Gespräch der beiden Frauen ein. Ihm war diese Situation einfach nicht geheuer und er befürchtete, manche Dinge letzten Endes vielleicht noch schlimmer machen zu können.

Allerdings horchte er auf, als sich Lissa nach ihm erkundigte und ihn als "das da" betitelte. Da fühlte man sich doch gleich wie eine Art Objekt. Ja, im Grunde war er doch nur ein Anhängsel, das sich irgendwie in dieser Situation wiedergefunden hatte. Nach wie vor war er nicht dazu in der Lage diesen Umstand zu verarbeiten.
"Äh... ich bin Jonathan...?", holte er also etwas unsicher die nach wie vor fehlende Vorstellung nach in der Hoffnung, zumindest die Namen der beiden Frauen in Erfahrung zu bringen. Nicht, dass diese Sache vorüber war, diese Damen ihn dann wieder alleine ließen und er keine Ahnung hatte, was geschehen war und wer sie eigentlich gewesen waren - nein, so sehr würde er sich mit Sicherheit nicht vom Schicksal herumschubsen lassen! Das wäre doch die Höhe!
Doch als die junge Frau mit dem Zopf ihr Getränk erhielt, das offensichtlich kein Alkohol war, sah sie wie zu erwarten nicht gerade begeistert aus. Und erneut musste der Weißhaarige erschrocken zusammenzucken, als sie das Glas mit einem Krachen auf den Tisch stellte und anschließend den Kerl hinter der Theke ankeifte. Nervös spielte der Trainer kurz darauf mit seinen Fingern und warf seiner anderen Begleiterin einen hilfesuchenden Blick zu. Jonathan hatte keine Ahnung, wie er sich in dieser Situation zurechtfinden sollte... diese cholerische Trinkerin machte ihm schlicht und ergreifend Angst. Wo zur Hölle hatte er sich bloß schon wieder hineingeritten? Dabei war er doch nur ein unschuldiger Passant!
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Di Nov 03, 2015 7:50 pm

#018 ❀ mit Jonathan & Lissa
Vulkanausbrüche beobachten
Es war immer wieder nahe der Grenze zum Wahnwitzigen, wenn man sich mit einem wütenden Lavendel auf die Suche nach einer Bar machte! Denn schlussendlich landete man beim ersten Ort, der irgendwie danach aussah, als würde man dort seinen Durst löschen können - welcher Durst blieb fragwürdig. Und jeder im Dreierbund realisierte nun, dass es hier keinen Alkohol gab - bis auf die Betroffene selbst. Sie musterte den weißhaarigen Jungen mit einem irgendwie schadenfrohen Grinsen, welches ihrer guten Freundin gewidmet war, die dann auch noch wirklich das Stärkste verlangte!
"Ich nehm das Schwächste", gab sie dann auch eine Bestellung auf, einfach so. "Möchtest du lieber mittelstark oder schwach, oder doch stark?", fragte sie den Jungen ebenfalls noch, fragend lächelnd. Erstaunlich, wie gut die Formulierungen in Bezug auf Alkoholisches auch hier funktionierte! Mit einem lauten Knall erbebte plötzlich die Theke erneut, tadelnd blickte Nadeshiko ihre Freundin an. "Lissa!" Immerhin war das nicht ihre eigene Bar und bla blu. Auch wenn sie dieses Verlangen ihres Lavendels schon würde nachvollziehen können.
Während diese dann, vielleicht etwas ruhiger, zumindest schaffte sie es, ihre Leidensgeschichte zu erzählen. "Achje! Du hast doch nicht irgendetwas verbrochen, oder?", kicherte die Nelke jedoch nur. Immerhin fand sie eigentlich ja schon, dass ihrer Freundin dieser leicht dunkle Teint in den Haaren stand. Wirklich viel Zeit für eine Erläuterung dieser Tatsachen blieb ihr nicht, wurde sich nach ihrem Befinden und der Identität des kürzlich zum Begleiter ernannten Jungens gefragt.
Und sie bemerkte, nicht ohne eine gewisse Peinlichkeit, dass sie die Vorstellung einfach mal übersprungen hatte. "Entschuldige! Ich hab das in der Aufregung total vergessen!" Sie sah ihn entschuldigend an, immerhin war es eigentlich das erste... wieso hatte sie in letzter Zeit nur mit Leuten zu tun gehabt, die sie ohnehin kannten oder zumindest kennen mussten? Sie musste mehr unter die Leute kommen! "Ich bin Nadeshiko, und das ist Lissa~", fügte sie noch hinzu. "Freut mich dich kennenzulernen!" Sie reichte ihm strahlend die Hand. Neue Bekanntschaft~ Ob Jasmin zu ihm passt, ehe..? ~, war wohl ihr Gedanke dabei.
Als es prompt wieder dazu kam, dass der Vulkan einen erneuten Ausbruch litt. Krachend fand das leere Glas seinen Weg auf das Holz (oder war es Stein?), und Jonathan - sie schwankte zwischen Jasmin, Johanniskraut und Junkerlilie - etwas hilflos dreinschaute. Ohje~ "Sie regt sich wieder ab, keine Sorge", flötete sie also, seelenruhig und ohne jegliche Hast. Solange sie ihren Gegenüber nicht in aller Öffentlichkeit umbrachte, wäre wohl alles in Ordnung! Aber sonst... "Und sonst werde ich sie schon zurückhalten!", fügte sie, zuversichtlich lächelnd, hinzu. Man mag es ihrer Körperkraft nicht anmuten, aber sie hatte ja schon ihre Tricks, wie sie einen aufgebrachten Lavendel beruhigte! Oder so ähnlich.
"Danke sehr!", nahm sie dann auch ihr eigenes Glas mit roter Masse, welches in so einer Bar eigentlich nichts zu suchen hatte (immerhin war es nicht grün), von einer ebenfalls verängstigt wirkenden Dame in Empfang. Ihm wurde ebenfalls ein Glas hingestellt und bei der Nelke verlief der Rest eher nach dem Motto: Und nun genießt man die Show~! Vollkommen ruhig und scheinbar bester Laune (ihre alltägliche, wie man anmerken darf) trank sie einen Schluck. Fruchtig~
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Di Nov 03, 2015 8:08 pm





Ein wenig musste die junge Dame schon schmunzeln, als ihre alte Freundin das schwächste nahm, was es gab. Natürlich, sie war ja eine ganz andere Gestalt und ob des großen Größenunterschiedes (...) unterschieden sie sich dennoch sehr im Körperbau und in dem, was beide so vertrugen. Lissa erschien es nicht gerade so, als würde Nadeshiko sich oft in körperliche Auseinandersetzungen wagen und so gefiel es ihr auch durchaus besser; noch irgendjemanden, der dann noch genauso zickig wie sie selbst es manchmal sein konnte ... Äh, nein, lieber nicht, das gab die gewiefte Kämpferin dann doch selbst noch zu.
Aber dann platzten ihr doch die Nerven, dabei war sie doch extra in eine Bar gegangen, um ... genau, ihre Nerven zu beruhigen.
Lissa sah ihre gute Freundin trotzig an, als sie eindeutig nicht einverstanden mit ihrem Aufmarsch war. So erzählte sie also trotz der ein oder anderen hervor pochenden Ader von dem Geschehen ... Wie Nadeshiko aber auch einfach so ruhig bleiben konnte ... Immer noch missmutig, aber wenigstens (noch) nicht in Kriegsstimmung rieb sie sich kurz angebunden die Nase und wartete darauf, dass man die Vorstellungsrunde begann. Ach, der andere hieß also Jonathan ...? Sie schmunzelte, als sie sofort von diesem genannten Namen auf Jonny oder Johnny schließen musste. Wahrscheinlich hing es ihr langsam einfach aus dem Hals heraus, dass sie ihre Arbeiter nur so benannte, ha ha ... "Nice to meet you ~", gab sie in einem freundlich anmutendem, seufzendem Tonfall von sich, die Worte ganz und gar von ihrem zweiten Bartender übernommen.

Bis es dann auch so weit war.
Langsam reichte es ihr ... Es war nass, ihr wurde langsam auch wirklich kalt, in dem Getränk vor ihr war absolut kein Alkohol drin ... Und das bezeichnete er als "das stärkste Getränk, was sie hatten"?! Das durfte ja wohl nicht wirklich deren Ernst sein! Sie flippte beinahe aus vor Unglaube, als sie das wirklich hörte, wie er weiterhin felsenfest davon überzeugt war, dass das, was die blauhaarige Dame zu trinken bekam, auch das stärkste war, was sie per se im Angebot hatten!
"DAS KANN JA WOHL NICHT IHR ERNST SEIN!", polterte sie und schlug mit einer Hand heftig auf die Theke, "DAS nenne ich keine Kunst. DAS ist absoluter BOCKmist!", kritisierte sie ganz offen die "Kunst des Drinkmixens" des Bartenders, der sie missmutig ansah.
"Ach ja?", gab er Bartender von sich (der im Übrigen Albert hieß).
"Absolut korrekt", erwiderte Lissa finster blickend. Mit einem Satz war sie auch über der Theke hinweg und stand neben Albert hinter der Theke. Provozierend verschränkte sie die Arme.
"Ich bitte Sie, sich wieder an Ihren Platz begeben", forderte der Bartender, der schon langsam genauso wütend wurde wie eine andere Person.
"Pfeifen Sie darauf, ICH zeige Ihnen jetzt, WIE man Drinks mischt", gab sie keifend von sich und blickte sich suchend um. Einen Drink machen, das würde sie ja wohl noch besser hinbekommen als dieser Snobbie von Neunmalzehn, der das ja wohl per Online-Videos gelernt hatte oder so ...!
"Lassen Sie das da stehen", gab der eigentliche Mann hinter der Theke von sich, als Lissa so freimütig war und alle Kühlschränke, die es so gab, auf brutalste Weise aufzureißen schien. Sie sah ihn spöttisch an, hielt kurz inne und machte dann nur weiter. "ICH HABE GESAGT, DASS SIE DAS LASSEN SOLLEN!", gab er nun "etwas" deutlicher von sich, als er merkte, dass sie eben nicht aufhören wollte.
"UND ICH WERDE DAS GEWISS NICHT TUN", blaffte sie ihn in entsprechender Lautstärke zurück und suchte nur weiter. ... WO ist nur dieser VERDAMMTE Alkohol?!



Three Shocking News.#015 × Lissa × Nadeshiko × Jonathan × Albert (NPC)
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Sa Nov 14, 2015 6:11 pm

Die violetthaarige Frau bestellte also das Schwächste - ach, fast hatte er ja vergessen, dass diese andere Frau, die sie hierhergeschleppt hatte, einen für sie ausgeben wollte... Da es sich bei den Getränken hier um keinen Alkohol handelte, konnte er wohl mit gutem Gewissen zuschlagen. Immerhin war es die Entscheidung der Blauhaarigen gewesen, ihn hier mit reinzuzerren. Als er dann gefragt wurde, was er nehmen würde, sah er sein Gegenüber einfach unsicher an. "Äh... Ich denke, ich nehme einfach dasselbe.", war anschließend seine Antwort, die auch gleichzeitig an den Mann hinter dem Tresen gerichtet war.
Zumindest erfuhr er aber noch die Namen der beiden Damen - Nadeshiko und Lissa also. Das waren doch wirklich zwei sehr schöne Namen. Vor allem Nadeshiko gefiel ihm irgendwie, es hatte etwas exotisches. Die scharfe Aussprache von Lissas Namen passte aber auch zu einem Wildfang wie ihr... "Kein Problem, freut mich ebenfalls.", entgegnete Jonathan mit einem freundlichen Lächeln und schüttelte die Hand der Frau, versuchte dabei aber die Beunruhigung, die das aggressive Verhalten dfer anderen Dame bei ihm auslöste, einfach zu unterdrücken. Die Hauptsache war, dass er wieder lebend aus dieser Situation herauskommen würde. Hoffentlich.

Zumindest schien Nadeshiko zu meinen, ihre durchnässte Begleitung im Griff zu haben, als der Rotäugige ihr seinen verunsicherten Blick zugeworfen hatte. So hieß es wohl einfach abwarten und Fruchtzeug trinken - als was auch immer man die rote Masse in dem Glas, das er soeben überreicht bekommen hatte, definieren mochte. Zumindest war es angenehm fruchtig und das war ein Umstand, der Jonathan dann doch gefiel. Er mochte diesen Geschmack.
Er hatte jedoch gerade einmal zwei Schluck genommen, als Lissa wohl endgültig zu explodieren schien. Etwas betreten beobachtete der Pseudo-Brillenträger die Situation und wie das Gespräch zwischen der bezopften Dame und dem "Bartender" immer weiter an Lautstärke gewann, als sie doch tatsächlich proklamierte ihm zeigen zu wollen, wie man richtige Drinks mischte. Oh weh... Warum musste sich alles nur immer so entwickeln, wenn Alkohol im Spiel war? Drinks konnten doch auch super ohne funktionieren! Zumindest bestellte er seinen Pina Colada immer ohne Alkohol... Eigentlich hätte er ja am liebsten weggesehen, doch dieses Ereignis war wie ein Unfall, man konnte es einfach nicht. So beobachtete Jonathan das Geschehen einfach weiterhin etwas verunsichert und nippte wieder an seinem Glas. Ich bin vollkommen unschuldig...
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Nov 15, 2015 1:45 pm

#019 ❀ mit Jonathan & Lissa
Beschwichtigungen und Ablenkungen
Nachdem alle ein Getränk geordert hatten - mit einem Schmunzeln stellte Nadeshiko fest, dass auch Jonathan das Schwächste nahm, zum Glück spielte er bei diesem kleinen Spielchen mit~ Wobei er vielleicht auch keine andere Wahl hatte, aber das entsprach ja nicht ihrer Philosophie - begann, nachdem Nadeshiko in die Ereignisse ihrer Freundin eingeweiht war, die kleine Vorstellungsrunde. In ihren Gedanken durchforstete sie wohl die Namen aller Blumen und Pflanzen, welche mit J begannen. Johanniskraut, Junkerlilie... Wirklich einigen konnte sie sich noch nicht.
Amüsiert blickte sie ihre Freundin an, als diese mit einem Satz auch schon hinten beim Equipment der Bar war und nach Alkohol suchte. Auf eine brutale, nicht gerade angenehm wirkende Weise, wie man anmerken durfte. Sie beobachtete dies und das Wortgefecht zwischen ihr und dem Thekenmann eine Weile sichtlich ruhig und durchaus belustigt. Aber es kam doch zu einem Punkt, an dem es zu eskalieren schien. "Lavendel, Schätzchen", griff Nadeshiko dann doch flötend ein - sie verschreckte ja noch ihre neu gewonnene Begleitung total! - "Du hast mir noch gar nicht erzählt, wieso du das Wasser-Pokémon eigentlich nicht einfach beseitigt hast?" Der beste Weg, einen kleinen Lavendel - oder zumindest ihren Lavendel - abzulenken, war doch, sie auf andere Gedanken zu bringen. Dem Bartender (oder Shake-Mixer?) warf sie ein freundliches und entschuldigendes Lächeln zu. "Und komm, setz dich doch bitte wieder, ich will auch nicht immer schreien, in Ordnung?" Sollte ihre Freundin etwas zerstört haben, konnte sie wohl nicht mehr diesen Laden besuchen.
Ebenfalls entschuldigend wandte sie sich dann an den Jungen mit der Brille. "Entschuldige bitte ihr Temperament~ Aber du bist Trainer, nicht?" Sie lächelte, ein neugieriger Unterton war zu hören. Irgendwie erinnerte das sie auch an den Koch von heute! (Auch wenn er ein Immobilienmakler sein sollte...)
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Do Nov 19, 2015 6:43 pm





Der Kampf um den (Nicht-)Alkohol ging in die zweite Runde, als sich die beiden Kontrahenten bissig und garstig ankeiften und ein jeder um den anderen seine Lautstärke noch verstärkte, um nirgendwo nachzustehen.
"SIE ELENDER ...!!!!", kam es erbost von Lissa und man sah schon beinahe die allbekannte "Aura der Wut", die ihre nassen Haare in die Höhe schellen lassen würden - wenn so etwas denn wirklich möglich wäre. Tatsächlich aber trockneten ihre Haare langsam, so kühl war es draußen nicht und ihre erhöhte Körpertemperatur tat doch einiges dazu.
"WENN SIE NICHT LANGSAM ENDLICH AN IHREN PLATZ ZURÜCKGEHEN ...!!", kam es dagegen von Albert und man sah schon seine pochenden Adern.
Wenig beachtet von Lissa, denn sie suchte nur eines, nur ein-, ein-, eines. Den Alkohol, den sie einfach nirgendwo fand, egal, wie oft sie ihn anblaffte, egal, wie viele Schränke sie noch öffnete. Noch immer sah sie nicht die gut gekühlten, frischen Obstvorräte, die diese Bar so in sich hatte und noch immer waren da keine Salatköpfe in ihrem Kopf, ehe sie in dem Höhepunkt des verbalen Kampfes doch noch handgreiflich wurde; sie griff sich mit Augen blanken Zornes einen dieser grünen (nicht perfekten) Kugeln und sah Albert hasserfüllt an. "SIE WERDEN SCHON SEHEN, WAS PASSIERT, WENN ...!!", brüllte sie, als sie auch schon ausholte und das Grüne etwas gegen den Kopf des anderen fallen und werfen wollte, mit aller Wucht, voller Pracht, da sprach Nadeshiko Worte, die sie innehalten ließen. Man erfuhr nie, was passieren sollte, wenn ...; Nebensache.
"Das ist eine gute Frage ...", murmelte sie leise auf die Frage Nadeshikos.

Ihr fiel es wie Schuppen von den Augen. Wie gewaltige, kleine, große Schuppen von den Augen. Erst eine. (Sie bemerkte das nicht dämmrige Ambiente der "Bar".) Dann noch eine. (Sie bemerkte die Glaswand, die grelles Licht in den Raum ließen.) Dann die dritte. (Sie sah das pinke Ungetüm vor ihren beiden Gästen stehen.) Dann fiel die Vierte. (Sie sah die aufgerissenen und spärlich wieder zugemachten Schubladen und Schränke.) Es fiel die fünfte. (Sie sah den Salatkopf in ihrer Hand.) Dann fiel die sechste, die letzte. (Sie realisierte, dass sie in einer Gemüseshakebar war; nicht in einer gewöhnlichen Bar mit Alkohol.)
Das ... war die dritte schockierende Nachricht.

Peinlich berührt "Sorry ... Pah." murmelnd fand sie sich also in bester Murr-Laune wieder an ihrem Platz zurück und seufzte einmal kräftig aus. Sie starrte die anderen Gläser an; rot aus Verlegenheit wurde sie aber in keinster Weise, irgendwie eher ... "Deja-Vue!", rief sie schwach lächelnd ihrer alten Freundin zu und als sie sich wieder an die Frage der anderen erinnerte. "Ach ja, das war eine sehr gute Frage; ich weiß es ehrlich gesagt nicht ... Ja, warum habe ich ihm nicht den Garaus gemacht?", überlegte sie ernsthaft, ihre Finger über die Tischplatte kreisen lassen; wenigstens schmiss man sie nach diesem Aufstand nicht raus, was schon ein Wunder war. Ein schwaches Lächeln bildete sich wieder auf ihren Zügen, als sie so ausgeschimpft wurde. "Jaaaaa, Mutter", gab sie nur seufzend von sich und ihr Oberkörper streckte sich, sie lag beinahe gänzlich damit auf der Tischplatte herum und streckte ihre Arme. Das war vielleicht ... ein Horror gewesen ... Urghs.
Nur am Rande bekam sie mit, wie der Weißhaarige "interviewt" wurde.



Three Shocking News.#016 × Lissa × Nadeshiko × Jonathan × Albert (NPC)
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Fr Dez 04, 2015 9:48 pm

Wenn man das Geschehen etwas länger im Auge behielt war es doch faszinierender als anfangs gedacht. Zumindest hätte er sich nie erträumen können, dass Menschen tatsächlich so... aggressiv werden konnten. Etwas irritiert verzog Jonathan bei dem Gedanken seine Augenbrauen. In den letzten zwei Jahren hatte er ja schon einiges gesehen, aber dieses Ereignis blieb dann doch völlig einmalig. Er wusste nicht so recht, wie er diese Situation einordnen sollte. Das war einfach eine Klasse für sich.
Interessant zu hören war allerdings, dass Nadeshiko ihre Freundin anscheinend mit dem Spitznamen "Lavendel" anredete. Zumindest verknüpfte er selbst stets eine eher ruhigere Ausstrahlung mit dieser Pflanze, was vielleicht daran lag, dass er sie in schon so manchen Herbergsräumen gerochen hatte, die von alten Damen in Schuss gehalten worden waren.
Seine Gedanken schweiften jedoch rapide in eine andere Richtung, als die Violetthaarige fragte, weshalb Lissa das Wasserpokémon denn nicht einfach beseitigt hätte. ...bitte, was? Beseitigen? Inwiefern, war das denn gemeint? Na ja, wenn er recht überlegte, wollte er es auch gar nicht wissen... doch zumindest schien sich Lissa nach dem Aussprechen dieser Frage abrupt wieder zu fangen. Jedenfalls nahm ihr plötzlicher Wutanfall daraufhin ein jähes Ende. Hatte sie womöglich generkt, dass sie hier nicht das fand, was sie eigentlich gesucht hatte? Noch einmal nippte Jonathan an seinem Getränk. Am logischsten wäre es wohl. Zumindest war es beruhigend zu wissen, dass sich die Situation nicht noch weiter verschlimmerte. Hoffentlich. Man konnte ja nie wissen. Wenn solche Leute regelmäßig ausbrachen, konnte man nicht ahnen, wann sogleich die nächste Provokation um die Ecke kommen konnte...

Zumindest schien die Dame mit dem blauen Haar kurz darauf schon zu beantworten, was mit "beseitigen" gemeint gewesen war. Den Garaus machen. Ein leicht beklommener Ausdruck zeigte sich daraufhin auf dem Gesicht des Trainers.
...nein, das hatte er jetzt nicht gehört. Ganz und gar nicht. Und wenn er es gehört hatte, dann ging es sicher nicht in die Richtung, in die seine paranoide Vorstellungskraft es gerade zu lenken versuchte. Es hatte nichts zu bedeuten. Genau. Gar nichts. Er befand sich in keiner seltsamen Situation und das waren beides gewöhnliche Damen... solche Leute gab es nun einmal. Ein tiefes Seufzen entwich ihm.
Kurz darauf entschuldigte sich Nadeshiko für das Temperament Lissas. Jonathan versuchte, sich daraufhin zu einem Lächeln durchzuringen. Er sollte aufhören, gleich vom schlimmsten auszugehen, immerhin war ihm selbst ja noch nichts angetan worden. "Ach... ist schon okay.", antwortete er also möglichst freundlich und ging kurz darauf auf die zweite gestellte Frage ein. "Und ja... richtig. Zumindest sammle ich Orden. Also könnte man das wohl so sagen." Er war sich nach wie vor immer noch nicht wirklich sicher. Immerhin konnte man eher behaupten, dass er auf einer Art Selbstfindungstrip war. Er machte das einfach so lange, bis er etwas Besseres fand... oder vielleicht blieb er doch dabei. Wer konnte das schon wissen. Die Zukunft war immerhin ungewiss. Jedenfalls trank er nach diesen Worten sein Glas komplett aus. Viel war ja nicht drin gewesen, aber er schätzte, dass man bei rein pürierten Früchten auch sparsam sein musste, wenn man durch das Geschäft nicht zu viele Kosten davontragen wollte.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Sa Dez 05, 2015 3:15 pm

#020 ❀ mit Jonathan & Lissa
Zukunftmalereien
Nadeshikos Plan ging auf! Aber wie langweilig, sie bemerkte scheinbar im selben Atemzug ebenfalls, dass sie sich augenscheinlich nicht in einer Bar befand, welche normale Cocktails anbot, sondern in einer, welche Obst und Gemüse in einen Mixer warf und dies dann als sogenannten Gemüseshake verkaufte. Andererseits, sonst würde ihre Freundin wohl nur einen zweiten Tobsuchtsanfall haben, und sollte sie sich für eine Immobilie in der Nähe entscheiden, würde sie sich wohl hier keine Gemüseshakes mehr besorgen können. Von daher war es wohl gut? Zumal ihre Begleitung wohl nicht so viel Umgang mit derart roher Gewalt gewohnt war, anders als sie meistens. Natürlich waren Kriminelle nicht direkt unzivilisierte Bürger - Lavendel war ja auch nicht immer so darauf - aber hier und da herrschten doch andere Sitten. Aber dafür hatte sie ja auch ihren Kerberus, ihren kleinen Höllenhund.
Eine leise Entschuldigung wurde von ihrem Lavendel gemurmelt, und sie setzte sich wieder artig an ihren Platz. Nadeshiko derweil nahm noch ein paar Schlucke ihres Getränkes, und lächelte, als ihre Freundin das Déjà-Vue erwähnte. "Als wäre es erst gestern gewesen, meine Liebe!", kicherte sie. Manchmal lernte man aus seinen Fehlern nicht! Zumindest manche Leute tendierten sehr stark dazu, sich von den Gefühlen leiten zu lassen. Aber huch? Sie war ja auch einer davon! Tja, manche lernten es einfach nie. Sie ließ die Frage Frage sein, und wandte sich dann, mit einem Schmunzeln in Richtung Lavendel, als sie Mutter genannt wurde (ein Ereignis, welches sie sich partout nicht vorstellen konnte), wieder an Jonathan Junkerlilie zu.
Sie hatte nicht bemerkt, wie er beim Gespräch der beiden wohl ein wenig Muffensausen bekommen hatte, zumal sie solcherlei Gespräche doch des Öfteren führte, und dafür schräg angesehen wurde. Ihr konnte es ja auch egal sein~ Während sie seiner Antwort lauschte, wurde auch das Glas artig ausgetrunken. "Also weißt du noch nicht so recht, was du machen willst, huh?" Für sie selbst war die Frage nach ihrem Beruf etwas, was schon lange geklärt worden war. Zuerst von allen anderen, welche über ihr standen, und dann schließlich von ihr selbst. Sie wollte schon immer malen, und würde es auch immer tun wollen. Ebenso wie sie das Wonderland liebte, und die Ziele der Taijitu vertrat. A propros Taijitu, ob Sonnenblümchen es wohl geschafft hatte, allen Bescheid zu geben?
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Fr Dez 11, 2015 3:51 pm




Three Shocking News.#017 × Lissa × Nadeshiko × Jonathan

Und damit kühlte sich die Temperatur ihres Gemüts wieder auf ein paar erträgliche Grad ab; man konnte es durchaus als "Raumtemperatur" bezeichnen, wenn man unbedingt wollte. Sie seufzte immer noch ein wenig murrend, immerhin hatte sie so eben die perfekte Chance verpasst, ihren so eben als Todfeind deklarierten Todfeind (ein Wasserpokémon) von der Welt scheiden zu lassen! So ein Jammer aber auch, sie würde ja noch gleich weinen ob der verpassten Chance ... aber wie dem auch sei. Man konnte eben auch nicht alles im Leben haben und Fehlschläge gehörten leider dazu.
"Auf ein Neues!", sagte Lissa milde lächelnd, immerhin berührte sie gerade wieder auch nichts mehr, was sie eindeutig sehr wütend stimmte. Sie wirkte wie ausgewechselt, zumindest spürte man nicht mehr diese mörderische Aggro-Aura, die ihr eben manchmal ganz eigen war. Nein, da war nur noch eine ... "diabolisch" angehaucht lächelnde junge Dame, die vor einem leeren Glas saß.

Aufmerksam hörte sie nun den anderen zu, wie sie über laber-rhabarber redeten und sie eindeutig zu langweilen schienen, wie ihre Mimik es eben genau ausdrückte. Die Augen rutschten Millimeter hinunter und die Mundwinkeln versuchten sich krampfhaft oben zu halten, auch wenn ihr Augen matter Schein sie nach unten drückten. Ach je, wie langweilig! Aber Nadeshiko sprach eben auch öfters über langweilige Themen, das war ihr schon bewusst. Nun, was sollte sie also machen?
Sie legte kurzerhand das vor Kurzem ergaunerte Geld (musste ja niemand erfahren, dass das nicht ihre eigenen Ersparnisse gewesen waren, phe!) für alle drei hier anwesenden Personen auf den Tisch und verkündete: "Ich zahle ~ Behalt' einfach den Rest, Kleiner, vielleicht denkst du mal über ein lukrativereres Geschäft nach." Sie sah ihn verächtlich an und es war wohl nur ein einziger Witz, dass sie, ausgerechnet sie jemanden als klein bezeichnete ... aber sei es drum, man hörte deutlich Spott und Hohn heraus.
Sie winkte den beiden, Nadeshiko und hieß-der-nicht-Jonathan freundlich lächelnd zu und verabschiedete sich. Zum Glück war sie auch wieder einigermaßen trocken, ha ha.


to be continued in ... ???
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Sa Jan 16, 2016 5:28 pm

#022 ❀ mit Jonathan & Lissa
Wirbelnde Blüten
Ihre treue und verehrte Freundin hatte sich von einem Vulkan nun zu einer Heizung, welche kuschelig warm auf Raumtemperatur lief, abgekühlt, welch ein Glück! Wobei ein wenig Aufregung wohl auch nicht geschadet hätte, aber man konnte ja nicht alles im Leben haben. Ihre Zerstörungswut momentan hielt sich zumindest momentan eher in Grenzen, verweilte irgendwo und war dann wieder verschwunden. In der Öffentlichkeit bevorzugte sie es aber auch, weniger unter Tobsuchtsattacken zu leiden. Man zog einfach viel zu schnell schwache Personen mit hinein, das war untragbar!
Nun aber zurück zum Thema. Sie drei hatten alle ihre Gläser geleert, und waren nun im Inbegriff zu gehen. Nadeshiko schmunzelte über den offensichtlichen Spott und den Hohn im Tonfall ihres kleinen Lavendels - sie konnte Unlogiken einfach nicht lassen, es war wohl schlicht ihre Art. Und an dieser würde sie kein Stück missen wollen, definitiv nicht. Dann wendete sie sich wieder an den Herren im Bunde, welcher ihre Frage mit einem bemerkbaren Zögern bejahte. Ehe sie jedoch irgendetwas erwidern konnte, war er auch schon von dannen gezogen! - da gab es ja noch ein Glurak zu versorgen. Sie wurde das Gefühl jedoch nicht los, dass Lissa einen tieferen Eindruck hinterlassen hatte, als sie zuerst annahm. Ein wenig schade um die nun verlorene Begleitung war es schon, aber darüber würde sie sich nicht lange den Kopf zerbrechen.
Ehe sie jedoch auch ihr Blümchen ziehen ließ, zog sie es noch einmal zu sich heran, und flüsterte in dessen Ohr: "Kannst du bitte den Rittern sagen, dass ich momentan nicht kann?" Es war immer eine Sache damit, Dinge unter dem Deckel zu halten. Zumindest so, dass es nicht auffiel - sie würde es schließlich nie leugnen. Und wenn es nicht aufflog, brauchte sie nichts leugnen. Direkt anschreiben würde in den meisten Fällen wohl schlichtweg auch nicht funktionieren, es wäre wohl einfach zu Aufsehen erregend. Zumindest, wenn irgendjemand davon erfahren würde, und es gab ja eine Hackerin innerhalb des Elite-Kreises - sie sollte also nicht allzu sehr auf die Sicherheit vertrauen. Sie könnte es höchstens vertuschen, indem sie jedem eine Nachricht schrieben würde; aber das war viel zu viel zu aufwendig. Zumal keiner verstehen würde, wieso sie denn niedere vom dritten Rang darüber informieren würde - besonders viel Kontakt bestand meist freilich nicht.
Wenngleich die Botschaft vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit erhaschte, wenn eine Person wie Lavendel sie verbreitete. Es würde wohl noch interessant werden, zu schade, dass sie die Reaktionen der anderen Personen nicht mitbekommen würde!
Aber ein anderes Ereignis trat nun just in diesem Moment ein - und sie fand sich in einem Wirbel auf Blütenblättern wieder. Sie konnte inmitten all der zarten und sanften Blüten, welche sich auf ihr Haupt und auf ihre Kleider, auf ihr ganzes Anlitz zu landen pflegten. Ihre Erinnerungen, welche diesen Blüten vorgingen - die Erinnerung an ein kleines Biest, klein und blumenartig. Ein diabolisches Grinsen zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab. Was für ein durchaus freches Wesen - kannte es denn keine Manieren?
Sie dachte einen Rachegedanken zu Ende und war schon wieder aus der Wolke befreit - über und über mit roten Blütenblättern übersät. Vor ihr grinste ein bösartig anmutendes Flabébé, welches sein spottendes Keckern ob der Gestalt in Blüten hinter seinem Blümchen zu verstecken gedachte. Denkbar schlechtes Versteck, kleines Monsterchen.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam So Jan 17, 2016 9:22 pm

Yang & Nadeshiko
"Nelke kann nicht mehr." Diese Botschaft ging Yang immer wieder durch den Kopf, als er durch die Straßen dieser Stadt schritt und dabei das Bild eines abgehetzten Angestellten abgab, der sich zwar beeilen musste, aber trotzdem nicht rennen wollte. Nur gehörte er diesem Berufsfeld wohl nicht an, obwohl man es aufgrund seiner Aufmachung eventuell vermuten konnte. Nein, er war eigentlich soeben erst in Stratos City angekommen. Für gewöhnlich hielt er sich nicht besonders häufig in dieser Stadt auf, er mochte den Seeverkehr nicht besonders, und dieses Ereignis bestärkte seine Abneigung dieser Großstadt gegenüber nur umso mehr. Kaum setzte man seinen Fuß in sie musste man sich schon von einer blau bezopften Dame anhören, dass "Nelke nicht mehr konnte". Ohne Zweifel musste damit Nadeshiko gemeint sein. Yang war sofort losgelaufen, er hatte sich gar nicht erst über die Details erkundigt. Egal was es war, es klang nicht besonders positiv und er wollte sich unbedingt selbst ein Bild davon machen. Die Besorgnis um das Elitemitglied war einfach zu groß.
Nadeshiko musste mit Sicherheit irgendwo in dieser Stadt sein, die Frage war nur, wo genau. Sie war immerhin riesig und wurde von millionen Menschen bevölkert! Da war es nicht gerade einfach, eine einzige Frau herauszufiltern. Aber er würde nicht aufgeben. Zur Not würde er sie auch einfach anderweitig kontaktieren müssen, aber bevor er so weit ging, musste er sich sicher sein, dass er sie nicht auch persönlich auffinden konnte. Zumal sein letztes Handy Schrott war und er sich dringend ein Neues kaufen musste. Allein deswegen war er auch in der Stadt. Sonst hatte er nichts Besseres zu tun, erst gestern war er von einem Flug nach Johto zurückgekehrt und es sah nicht so aus, als würde in den nächsten Tagen wieder etwas für ihn anfallen.

Angespannt kaute der Schwarzhaarige auf seinem Daumennagel, während er eine etwas weniger belebte Straße durchforstete. Das Schicksal schien ihm allerdings ein Signal geben zu wollen, als er in der Nähe irgendeines Getränkeladens, oder was auch immer es nun war, eine ziemlich Aufsehen erregende Blütenexplosion bemerkte. Wie es in der Natur des Menschen war gaffte er nun einmal und so konnte Yang es sich auch nicht nehmen, dieses Geschehen zu begutachten, nachdem sich der Wirbel etwas gelichtet hatte. Es war jedoch nicht irgendeine unglückseelige Person, die von diesem Angriff getroffen worden war, nein. Da war es doch tatsächlich die, nach der er gesucht hatte!
"Nadeshiko!", rief er also kurzerhand aus und begab sich mit schnellen Schritten zu ihr, um sie im Moment darauf genaustens zu mustern. Es schien nicht, als wäre sie in irgendeiner Weise verletzt worden, aber wie es für ihn üblich war konnte Yang es sich nicht nehmen, doch noch einmal auf Nummer sicher zu gehen: "Ist mit dir alles in Ordnung?" In seinen Augen lag dabei eine gewisse Sänfte, während er sie besorgt begutachtete. Sie war ja wirklich von oben bis unten mit diesen Blüten bedeckt worden. Nein, dieser "Schmuck" passte wirklich überhaupt nicht zu ihrer Erscheinung. Kurzerhand folgte der Brillenträger also dem Blick der Violetthaarigen und bemerkte nun auch das kleine Flabébé, das für dieses Ereignis höchstwahrscheinlich verantwortlich war. Abschätzend verengten sich die goldbraunen Augen des Piloten daraufhin, jegliche Sänfte war aus seinen Augen gewichen. Dieses Biest...! Noch würde er aber nichts tun, da er nach wie vor auf eine Reaktion seiner Vorgesetzten wartete.

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Di Jan 19, 2016 3:23 pm

#023 ❀ mit Yang
Meins ~
Nein, also wirklich. Am liebsten würde sie dieses kleine Biest an der Gur... Doch da rief sie eine ihr doch bekannte Stimme, und plättete damit erst einmal alle Pläne, welche in Richtung Mord tendierten. Passenderweise hatte sich ebenfalls ein strahlendes Lächeln auf ihrem Gesicht breit gemacht, welches nun mit langsamen Handbewegungen befreit wurde. Sie drehte sich mit eben jenem Lächeln zu der Person um, und wischte sich dabei ein paar weitere Blüten ab. "Alles in Ordnung, aber ich denke bei dem Mordkandidaten hier nicht mehr so lange", flötete sie also, ein Grinsen auf dem Gesicht, welches sowohl diabolisch als auch überaus freundlich gedeutet werden konnte.
Ehe sie jedoch fragen konnte, was denn ihr verehrter erster Ritter hier eigentlich machte, trat eine überaus nutzlos und unfähig wirkende Person auf den Plan, welcher hastig das böse gesinnte Flabébé in dem Pokéball in Gewahrsam nahm und in der Tasche verstaute, welcher ganz offensichtlich nur diesen einen Pokéball beherbergte und zudem weder Reißverschluss noch anderweitige Schließvorrichtungen außer "zuklappen" besaß. Was für ein überaus leichtes Spiel.
"E-entschuldigen Sie bitte den, den, den Vorfall", stotterte der Trainer, welcher wohl mehr als nur unfähig war, und verbeugte sich hastig.
"Das war ein ziemlich gefährliches Unterfangen, Kleiner", begann Nadeshiko ihre Tirade, auch wenn ihr Lächeln nicht so ganz zu ihrem bedrohlichen Unterton passen wollte. "Es ist nicht in Ordnung, wenn du dein eigenes Pokémon nicht unter Kontrolle hast, und es geht absolut gar nicht, dass du es mit diesem frechen Verhalten auf die Bühne der Welt lässt, verstanden?" Vermutlich hätte sie auch schon bei Junkerlilie diese Tirade loslassen sollen, aber da ging es ihr wohl nicht so sehr auf den Kieker wie hier.
Mit einer schon lieblich anmutenden Bewegung strich sie weitere Blütenblätter von ihrer Gestalt ab, und blickte die Person mit mahnendem Blick an. Dieses wirkte... nun ja, nicht gerade eingeschüchtert, sondern eher verstehend und irgendwie dümmlich. Ob es an ihrer Ausstrahlung lag? Nun, ernst nehmen sollte man sie aber wohl dennoch. Und wer es nicht tat, wurde eben gestraft.
So wie diese Person hier, doch noch nicht jetzt. "So, mein lieber Yang", sie musste stark an sich halten, nicht 'Yucca' zu verwenden, "wir sollten uns so langsam mal auf den Weg machen." Zumindest äußerlich schien sie von allen Blüten befreit zu sein. Naja, irgendwie wohl. Ehe sie jedoch dann einen Schritt tat, blickte sie diese unfähige Person noch einmal an. "Und du solltest wirklich aufpassen, Kleiner, am Ende klaut dir jemand noch deine Pokémon!", sprach sie mit herzallerliebster Stimme und bedeutete ihrem Untertan, aka Yucca, dann mit ihr zu kommen.
Sie streifte die Person nur dezent, ihre Arme baumelten mehr oder weniger. Es dauerte wohl nur den Bruchteil einer Sekunde, wahrscheinlich sogar weniger. Sie passierte die Person, und dank langjähriger Erfahrung war sie um ein Pokémon reicher und die andere Person um eines ärmer - das nannte man wohl provoziertes Pech. Vermutlich hatte der andere gar nicht bemerkt, wie ihre Hand zielsicher den Weg in die Tasche und um den Pokéball gefunden und wieder herausgefunden hatte. "Manche Menschen sind wirklich beschränkt", ließ Nadeshiko verlauten, der Pokéball des Flabébés wechselte mit dem ihres Farbeagles. Nur zur Sicherheit, sollte man sie fragen, was für ein Pokéball dies denn bitte sei. Danach fragen, welche sonstigen Bälle sie noch mit sich trug, würde man ja wohl kaum.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam Mo Jan 25, 2016 7:45 pm

Yang & Nadeshiko
Es war doch faszinierend, wie ruhig Nadeshiko trotz dieses Umstands bleiben konnte. Gleichzeitig ließ der Begriff "Mordkandidat" jedoch auch verlauten, in welche Richtung ihr Gemüt schwenkte. Unwillkürlich stimmte Yang anschließend auf ihr Grinsen mit einem milden, sadistischen Lächeln ein. Die Hauptsache war, dass ihr nichts geschehen war. Nadeshiko war immerhin stets eine äußerst beeindruckende Frau, egal in welcher Gemütslage sie sich nun befinden mochte. Ihm gefielen alle Seiten an ihr.
Noch bevor er diesen Umstand kommentieren konnte, war auch schon der Trainer dieses Flabébé auf den Plan getreten. Was für ein unfähig erscheinender Junge. Ernst musterte dr Pilot diesen und kam zu dem Schluss, dass es wohl das beste war, sich herauszuhalten. Es war eine Angelegenheit seiner Vorgesetzten, obwohl er das Bedürfnis hatte, diesem Burschen für seine Unfähigkeitden Hals umzudrehen. Leute wie er waren doch erst der Grund, weshalb die Taijitu existierte. Wer wusste schon, welchen Schaden dieser unschuldig wirkende Kerl noch anrichten konnte, einfach weil er seine Pokémon nicht im Griff hatte? Widerlich.
Nadeshiko las ihm zumindest ordentlich die Leviten, bis sie Yang dazu anwies, mit ihr diesen Ort zu verlassen. Einen Augenblick. Hatte sie gerade wirklich seinen richtigen Namen benutzt? Die Augen des Schwarzhaarigen weiteten sich überrascht. Das geschah auch nicht allzu oft... er wusste nicht recht, ob er nun darüber hinwegsehen oder diesen Moment innerlich feiern sollte. "Sehr wohl.", antwortete er also einfach gehorsam mit einem Nicken, wenn auch ungewohnt fröhlich, wenn man die Umstände betrachtete.

Bei der Zurechtweisung schien es seine Vorgesetzte jedoch nicht zu belassen, nach ihrer eher spottenden Warnung hatte sie doch gerade den Ball des Pokémon an sich gebracht, das ihr dieses Ärgernis erst eingebrockt hatte. Unwillkürlich fühlte Yang sich an sein Wadribie erinnert. Wäre er doch auch nur in der Lage, einen derart präzisen Diebstahl zu begehen... dann hätte er dieses Honigproblem nun nicht. "In der Tat.", pflichtete er ihrer nächsten Aussage schließlich bei und rückte währenddessen an seiner Brille, "Ich hoffe schwer für ihn, dass er seine Lektion nun daraus lernen wird." Dies meinte er jedoch nicht aus Mitgefühl, sondern aus bloßer Verachtung. Er konnte sich ansonsten nicht vorstellen, dass das Leben dieses Burschen noch einen glücklichen Verlauf nehmen würde.
Im Moment darauf kam ihm jedoch wieder in den Sinn, weshalb er Nadeshiko überhaupt erst gesucht hatte. "Übrigens...", setzte er also fast schon beiläufig an, der besorgte Tonfall von zuvor war jedoch wieder zurückgekehrt, "...ich bin zuvor einer jungen Frau begegnet, die meinte, dass du nicht mehr könntest. Was hat es damit denn auf sich?" Während dieser Worte hatte er fragend eine Augenbraue gehoben. Er hoffte inständig, dass seine Sorge unbegründet war, aber trotz des Vorfalls von eben sah das Elitemitglied doch recht munter aus... wenn man einmal von diesen ganzen Blütenblättern absah.

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Di Jan 26, 2016 1:11 pm

#024 ❀ mit Yang
Die Räder setzen sich fast in Bewegung
Nadeshiko und Yang schienen wohl die gleichen Ansichten zu teilen, was den Jungen anging, der zum Glück recht flott die Fliege machte - so musste man sich nicht allzu lange mit ihm befassen. Der kleine Fingerübungsdiebstahl war auch recht flott über die Bühne gebracht, doch das kam wohl, wenn man in jungen Jahren schon damit anfing... Sie hatte natürlich eine andere Wahl gehabt, doch sie hatte diese nicht der anderen bevorzugt.
Als sie ihren Ritter am Ende ansprach, hatte sie sich darum bemüht, erst einmal seinen richtigen Namen zu nehmen - wobei sowohl der Blumen- als auch der richtige Name wohl gleich kurios war. Musste aber ja nicht unbedingt jeder wissen, und es war wohl ohnehin nur eine Laune. Wie eigentlich auch der Diebstahl des Flabébés, mit dem sie sich gleich näher befassen würde, erst einmal hielt sie ihren kleinen Höllen"hund" in den Händen.
"Es gibt Menschen, die lernen es irgendwann, aber die meisten wohl eher weniger", seufzte Nadeshiko, auch wenn ihre Laune nicht sonderlich getrübt schien, im Gegenteil. Dieses bloße Vergessen eines Fehlers war die dümmste Reaktion, die sie kannte, und sie war... faszinierend. Doch was würde die Dame denn auch nicht unter dieses Wort fassen wollen?
Ehe sie dann selbst auch zur Frage überleiten konnte, wieso Yucca eigentlich an Ort und Stelle war, wo er denn nun war, erkundigte er sich praktischerweise selbst danach. "Oh, hat die Nachricht so schnell schon die Runde gemacht?", kicherte die sich selbst als Nelke bezeichnende Dame, ehe sie mit der Antwort herausrückte. "Ich bekomm endlich eine eigene Galerie und bin deswegen wohl die Wochen mit dem Umzug beschäftigt - Taijitu fällt damit wohl eher flach", erklärte sie ihr Anliegen mit der ihr säuselnden Melodik. (Wenn man aber eine wirkliche Melodie hören wollte... funktionierte nicht. Absolut nicht.)
Da piepte ihr Viso-Caster auch schon wieder. "Oh, entschuldige mich einen Augenblick..." Sie zückte das unsäglich piepende Gerät - ob man den Klingelton wohl ändern konnte? - und nahm den kommenden Anruf entgegen. Welcher lieblos kurz wie eine Textnachricht war.
"Ich bring das Gefährt in die Werkstatt, leih dir im Fahrradgeschäft in der Nähe ein Fahrrad auf meinen Namen aus, der Ladenbesitzer versteht dann schon, was du meinst." Piep, piep, piep. Und dann hatte er auch schon wieder aufgelegt.
"Scheint, als müsste ich mich wohl mit dem Fahrrad zur nächsten Besichtigung bewegen", kommentierte sie diese Begebenheit dann, und ihr fiel eine super Idee ein! "Willst du nicht mitkommen?" Dass er explizit nach ihr gesucht hatte musste man ja nicht erwähnen, wenn es nicht gefragt wurde ~ Und eine zufällige Begegnung war es ja auch irgendwie. Das schwerwiegenste Argument war aber wohl, dass ihr sonst stinklangweilig wäre. Ohne eine Antwort abzuwarten nahm sie ihn am Arm und schleifte ihn die Richtung des Fahrradladens, den sie sogar kannte! "Meinst du, sie führen auch Tandem-Räder?", fragte sie dann munter drauf los. Sie wollte schon immer mit so einem Rad fahren, aber in den meisten Fällen fehlte ihr einfach die zweite Person... Dass sie in dem Moment noch nicht wusste, wohin genau es eigentlich gehen sollte, machte ihr keine Sorgen - er würde ihr sicherlich gleich alle Unterlagen per Nachricht und Anhang schicken, dessen war sie sich sicher.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Di Feb 02, 2016 9:06 pm


Post 22

Nachdem er sich von Yuna verabschiedet hatte, war er in das Hauptquartier der Nachtklingen zurückgekehrt. Dort hatte er sich noch kurz einen aktuellen Stand der Dinge geben lassen, ehe er Anstalten machte sich in sein persönliches Reich zu begeben. Er war schon auf dem Weg dorthin, als er kurz inne hielt und sich dazu entschloss noch einen abschließenden Spaziergang zu unternehmen. Bevor er aus dem Hauptgebäude der Klingen trat, leistete sein Psiana ihm Gesellschaft. Na du? Willst du mich begleiten? Das Psychopokemon nickte und gemeinsam schlenderten sie in der Abendsonne auf den Straßen entlang.

Die Straßen waren trotz des nahenden Abends noch gut belebt. Lediglich die Geschwindigkeit des Menschenstroms hatte sich vermindert, sodass Cery die Menschen mit seinem mäßigen Gang nicht allzu behinderte. In den letzten Tagen waren einige Dinge passiert, welche ihn sehr auf Trab gehalten hatten. Nun da er alleine war und frei von Aufgaben und Belastungen schwirrten ihm einige Dinge durch den Kopf, welche ihn schon länger beschäftigten. Sein Pokemon schien zu merken, dass den Weißhaarigen etwas beschäftigte und stupste ihn kurz an.
Mit einem klaren Lächeln nahm er die Psychokatze auf den Arm und ließ sich kurz auf einer Bank nieder, welche etwas abseits der Straße lag. Nuria schnurrte vergnügt und schmiegte sich an die Hand des Weißhaarigen, welcher daraufhin begann das Pokemon mit Streicheleinheiten zu verwöhnen. Die letzten Tage ist so viel passiert. Bei den Klingen herrscht eine große Unruhe bezüglich des Auftrags und mich selbst ärgert es doch mehr als ich angenommen habe. Um ehrlich zu sein hätte ich mir nie träumen lassen, dass mich nach der damaligen Aktion irgendwas noch aus der Bahn wirft bzw. mir sorgen macht. Kurz blitzten Erinnerungen von damals auf. Die Sache mit seinem jüngeren Bruder, die Prügel seines Vaters und... ja, die Geburt seiner kleinen Schwester. Ach Anyi..., seufzend richtete er den Blick in weite Ferne. Ja, wenn es etwas bzw. jemanden gab, der ihm innerhalb seiner „alten“ Familie wichtig war, dann ganz gewiss seine kleine Schwester. Meine liebe kleine Schwester... Cery dachte daran zurück, wie glücklich er gewesen war, als er sie als kleines Bündel das erste mal gesehen hatte. Er hatte sie damals sofort ins Herz geschlossen und zeitgleich war dies das Ende allen Glücks gewesen. Sein Vater verbot ihm damals den Kontakt mit seiner kleinen Schwester, was ihn unheimlich verletzt hatte. Seine damalige kühle Fassade spielte er für alle perfekt, nur für Anyi nie. Sie hatte sich zu ihm hingezogen gefühlt, war immer auf ihn zugekommen, wo er sie doch immer ignoriert hatte. Sie hatte wirklich gewusst, wie es innerlich ihn ihm ausgesehen hatte. Und dann war er so egoistisch gewesen und hatte sie verlassen, hatte ihr auch nach und nach keine Lebenszeichen von sich mehr gesendet. Nun war er der richtige verkorkste Bruder, der Rebell und Ausreißer, der kalte Kopfgeldjäger, den nichts erweichen kann. Das tief schwarze Schaf der Familie. Wenn ich mich doch nur erklären könnte. Ich würde dir so vieles sagen wollen... Wenigstens du würdest mir glauben, mich verstehen. Aber ich... ich kann nicht...

Cery blinzelte aufsteigende Tränen des Zorns und der Trauer fort, atmete tief ein und aus und stand schließlich auf. Nuria sah ihn mitfühlend an. Na komm Kleine. Lass uns noch ein wenig umher streunen ehe wir wieder zurück müssen. Psia! Bestätigte das Katzenpokemon und reihte sich zusammen mit dem Kopfgeldjäger wieder in den Menschenstrom ein. Der Weißhaarige lauschte den Gesprächen einiger Menschengruppen und fing hier und dort einige nützliche Dinge auf. Unter anderem vernahm er eine Art Gerücht, welches besagte, dass Nachts einige seltsame Dinge in den Gassen von StratosCity passieren würden. Manche sprachen von ungezogenen Geistpokemon, andere von Dieben und Betrügern. Interessant... Vielleicht wäre es einen Abstecher wert. Allerdings sollten wir trotzdem vorsichtig sein, oder was meinst du? Fragend richtete er seinen Blick auf Nuria, welche ruhig neben ihm lief und kurz nickte. Gott sei Dank ist Anyi nicht hier, schoss es ihm beruhigt durch den Kopf als er plötzlich aus seinen Augenwinkeln etwas verschwommen wahrnahm, was ihm einen Schauder über den Rücken jagte. Eine kleine Gestalt mit den selben weißblonden Haaren, wie er sie besaß und einer Präsenz, welche er eindeutig nur seiner Schwester zuschreiben würde. Hatte er sich das nur eingebildet? Er war sich beinahe sicher, dass er etwas gespürt und gesehen hatte, was ihm sehr vertraut war, doch es konnte nicht Anyi gewesen sein. Cery, du alter Narr!, er schüttelte den Kopf. Sie ist Zuhause und hat dich bestimmt vergessen. Was letztendlich wahrscheinlich besser ist.

Trotzdem zögerte er. Sollte er der Fremden/seiner vermeidlichen Schwester folgen oder sollte er sich Richtung StratosStreet wenden, wo es angeblich spukte und düster herging?

[Out: Danke, dass wir hier kurz posten dürfen! c:]
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Do Feb 04, 2016 3:02 pm

#030 ○ mit niemanden
Ein fernes Echo
CF ○ Stadtzentrum, Stratos City
Der Tag neigte sich langsam den Abendstunden zu, und sich senkende Dunkelheit bedeckte das Firnament. Eine rötliche Farbe zog sich über den Himmel, doch diesem schenkte Anyi gerade keine Beachtung. Sie spürte die letzten Strahlen auf ihrer Haut, und war beschäftigt damit, die wieder und wieder neuen Eindrücke der großen Weite auf sich wirken zu lassen. Die Stadt war wirklich erstaunlich, und so viel anders, als sie erwartet hatte. Doch was hatte sie eigentlich erwartet, wenn sie etwas erwartet hatte? Sie war so groß, dass sie es kaum fassen konnte, doch hatte sie das schon an den Häuserfassaden gesehen, die sich vom Schiff aus sichtbar über das Land zogen. Es war faszinierend, wirklich faszinierend, wie sie fand. Und sie hatte noch nicht einmal alle Orte gesehen, welche es zu entdecken gab! Einall musste unheimlich viele Geheimnisse bargen, ob sie wohl alle finden würde?
Mal ganz zu schweigen von etwas Anderem, welches sie dringend finden wollte. Wie es ihrem Bruder gerade wohl ging? Sie hatte keine Ahnung, ob er sich in dieser großen Stadt aufhielt, oder in irgendwelchen anderen Weiten. Diese Welt war groß, und sie wusste nur immer für einen Augenblick, wo er nicht war. Nämlich hier. An ihrer Seite. Ein Seufzer entfuhr ihr, der sofort Serinyas Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Ottaro-Dame ging treuherzig an Anyis Seite, es war wohl eine Art Beschützerinstinkt in ihr geweckt worden. "Es ist nichts, Kleine", antwortete sie mit einem aufmunternden Lächeln. "Ich denke, alles wird sich fügen, wie es sein soll."
Sie blieb nicht stehen, denn sonst würde sie von der Menschenmenge mitgezogen werden, doch ihre Hand fand den Weg zum Himmel, als würde sie ihn berühren wollen. Ein Ding der Unmöglichkeit. "Wo du nur gerade bist?", fragte sie, eher flüsternd, und das Lächeln wollte nicht versiegen. Sie fasste Mut, zumindest hoffte sie das. Irgendwann würden sie sicher wieder zusammen sein, und dann musste er auch nicht so kaltherzig zu ihr sein - wie sie auch erst in Nacherzählungen bemerkt hatte. Denn was war "abweisendes Verhalten" eigentlich? Nur das, was nach außen hin gezeigt wurde, oder zählten auch die inneren Werte? Sie wusste es nicht, und niemand schien eine Antwort für sie zu haben.
Ihre Hand senkte sich wieder herab, und sie ging weiter. Stockte. Drehte sich um. Doch da war niemand. War die Begegnung eben real gewesen? Sie änderte fluchtartig die Richtung, sah sich panisch um, beruhigte sich. Blieb stehen und schaute in die Richtung, aus der sie gekommen war. Irrte sie sich, oder war es doch wirklich dieser Jemand gewesen, den sie gesucht hatte? Sie holte tief Luft, und blickte die Menschen an, welche um sie herum gingen. sie konnte niemanden erkennen, sie war zu klein, um die Menschenmasse überschauen zu können. Sie blickte weiter in die Richtung, unschlüssig, sich beruhigend und versuchend, einen klaren Gedanken zu fassen. Überhaupt einer der Gedanken Herrin zu werden, die durch ihren Kopf rasten. Mit einem Mal, als wäre ein Feuerwerk entfacht worden, mit einem Mal, als würde sie eben jenes ersticken wollen. Mit einem Mal, als alles anderes schien?
Doch wie wahrscheinlich war es, dass sie einander an diesem Ort begegnet waren?
Es war so unwahrscheinlich, dass es unmöglich war.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Sa Feb 06, 2016 7:41 pm


Post 23

Weiterhin unentschlossen starrte Cery in die Richtung wohin seine vermeidliche Schwester verschwunden war. Je länger ich hier stehe und zögere, desto wahrscheinlicher ist es, dass ich denjenigen eh verfehle...

In dem Strom der Menschen konnte er die Aura seiner Schwester kaum mehr spüren. Auch seine Augen nahmen nun nichts mehr diesbezüglich wahr, egal wie sehr er sich auch bemühte. Sie ist zuhause, in Sicherheit. Du hast dir das nur zu sehr gewünscht. So sehr, dass du schon Illusionen wahrnimmst. Traurig aber irgendwie erleichtert ließ er die Schultern herabsinken und schüttelte leicht den Kopf. Nuria saß schweigend zu seinen Füßen und beobachtete die Menschen, welche sich mittlerweile eher ungeduldig an den Weißhaarigen vorbei zwängten. Würde sie überhaupt mit mir sprechen wollen? Wie sollte ich ihr das mit den Klingen erklären? Und kann ich es überhaupt mit meinem Gewissen vereinbaren, meinen Gegnern ein so offenes Druckmittel zu servieren? Nein, ich würde mir niemals verzeihen, wenn ihr etwas zustoßen würde. Niemals.

Langsam schloss er sich dem Strom der Menschen wieder an. Seine Gedanken verweilten immer noch bei seiner Schwester und in seinem Herzen schwoll seine Sehnsucht nach ihr weiterhin an. Doch er zwang sich zur Ruhe, zwang sich alle Erinnerungen, Wünsche und Gefühle sicher wieder in sein Inneres zu verschließen. So, dass niemand jemals ihn damit bedrohen konnte. Wir werden uns wiedersehen, Schwesterchen, flüsterte er mehr zu sich selbst. Vielleicht sollte ich dir wieder Briefe schreiben. Mutter und Vater ein wenig ärgern könnte diesbezüglich ebenfalls nicht schaden. Bei dem Gedanken grinste er ehe er sich auf in die StratosStreet begab.

tbc. Stratos Street

[Out: Danke für das kurze Play! Jetzt weiß ich nicht ob ich lachen oder heulen soll, solche Deppen xDDD]
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