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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Sa Nov 05, 2016 5:34 pm

#011 · mit Claudio
Fantasien und ihre Auswirkungen
Im Grunde vielleicht keine Überraschung, dass Elvan auf einer guten Fährte war - sie hatte noch nicht von ihrem Gedanken losgelassen, dass Claudio mit absoluter Sicherheit ein Krimineller war. Wenn er schon so aussah, musste es doch definitiv Gründe dafür geben - es gaben sich ja auch nicht einfach Leute zum Spaß als Forscher aus, oder hatte sie heute einen Tag verpasst? Besonders viel Reaktion zeigte er jedoch nicht, doch was hatte sie eigentlich auch schon groß erwartet? "Jep, jep", erwiderte sie nur, weil sie in dieser Sache das letzte Wort haben wollte.
Immerhin traf sie dann auch mit ihren Worten einen Nerv, der sogar den Schrank zum Lächeln brachte! Da schienen sie sich aber mal wieder einig zu sein, ebenso wie die Angelegenheit mit ihrer Tasche. Ob sie sich bei allen kriminellen Dingen wohl irgendwie einig waren? Vielleicht, Elvan vermochte gerade nur zu raten, und zwar so ziemlich ins Blaue. Aber sie riet immerhin ziemlich oft in ihrem Leben, also war dies wohl auch keine Erwähnung weiter wert? "Verantwortung ist generell den meisten Menschen ein Fremdbegriff, jeps." Es war unfassbar, wie sehr manche Dinge sie einfach auf die Palme bringen konnten, und ein mangelndes Bewusstsein für... für ihre Tolligkeit war ja wohl eines davon!
Was es mit den Zielen auf sich hatte, wurde ihr auch im nächsten Augenblick erläutert, und sie nickte. Also keine Anarchie, wie sie es sich selbst vorgestellt hatte. Aber wie sagte man so schön? "Auch Anarchie funktioniert nur so lange, wie sich alle an die Regeln halten." Die Regeln klangen nach Regeln, trocken, aber durchaus wohl in ihrem Sinne - solange sie nicht unerwarteterweise durchfallen würde. "Klingt zumindest nach einem Plan. Wie genau das zu erreichen sein soll, verrätst du mir vermutlich nicht, eh?"
Sie erwartete keine wirkliche Antwort und würde sie vermutlich auch nicht bekommen - immerhin war so etwas doch immer eine heikle Angelegenheit. (Vor allem, wenn man die Fantasie von ihr weiterblühen ließ.) Ihr wurde dann angewiesen, zu dieser Adresse zu kommen - sie nahm sich den Zettel und besah ihn mit einer gewissen Neugier. "Werde ich tun - habe fürs Erste ja eh nichts mehr im Labor zu tun." Was nicht hieß, dass sie sich irgendwie anders beschäftigen musste. Doch da war ihr auch schon etwas eingefallen, sie würde nur... HEY! Haute Claudio gerade ernstlich ab?!
Sie blickte ihn mit mürrischer, skeptischer und fragender Miene nach, sah sich das Geld auf dem Tisch an, und seufzte. Immerhin musste sie es nicht zahlen und im besten Fall konnte sie sich auch das einverleiben, was er eigentlich geordert hatte - ihm nachzulaufen wäre ihr nicht im Geringsten eingefallen. Lieber noch spinnte sie die kriminellen Tätigkeiten, welche sie dem verehrten Herrn dank ihrer Fantasie andichtete, noch weiter, und zückte dann auch selbst den Viso-Caster. "Hey, Dad. Hast du nicht diesen einen... Medizinerfreund? Wenn ich mich nicht irre, hast du doch einen Zweitschlüssel zu seiner Wohnung, oder? Kann ich ihn mal kurz haben? Wurde aus dem Labor geschmissen, muss aber noch etwas überprüfen gehen..." Sie kramte ein paar ihrer Notizen auf und seufzte.
Diese hundsgemeinen Idioten.
TBC · Stratos City, Alte Lagerhalle am Hafen
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Sa Nov 12, 2016 4:49 pm


#052 ❀ mit Yang
Wohnungsgeschäfte
CF ❀ Stratos City, Slim Street
Und zack, da wurde der Blick auch schon von Nadeshikos Augen abgewendet, doch was genau sie in der kurzen Zeitspanne gesehen hatte, wusste sie nicht. Abgesehen von ihrer eigenen Spiegelung vielleicht, welche noch einmal mit der der Brille aufeinander traf. Sie fragte sich, ob man durch diese Glaser wohl eigentlich auch Distanz gewann... sie selbst trug recht selten eine, im Grunde nie. "Dann ist ja alles prima!", bemerkte sie fröhlich, als er sich dann auch aufmachte. Ob er überhaupt noch wusste, was vorher passiert war? Er machte einen recht... verwirrten Eindruck? Zumindest sprach er auch recht neutral von Veilchen, ob diese Sache wohl nun erstmal vergessen war?
"Na, dann können wir ja aufbrechen!" Glücklicherweise kam er alleine wieder zum Stehen, fragte sich wohl nur, wie sicher der Stand war. So langsam schienen seine Geister aber auch wieder zurückzukehren, einen Plagegeist hielt er aber vielleicht auch mit Absicht zurück, weswegen sie erneut schmunzeln musste.

Durch die Slim Street ging es dann wieder zurück zu dem Ort, an dem beinahe alles angefangen hatte. Erst einmal wurde Al-Alt-Alfred wieder aufgesucht, um sich umzukleiden, und schließlich auch wieder in die gewohnten Klamotten zu wechseln. Es war doch ein geringfügig beklemmendes Gefühl für sie, doch dieser Teil der Vergangenheit war nun vergangen, und sie konnte auch nichts mehr daran ändern. Was wohl aus ihr geworden wäre, wäre sie damals dort geblieben, von einer freundlichen Familie aufgenommen worden, und schließlich auf eine richtige Schule gegangen? Ein bitteres Lachen entkam ihrer Kehle, welches sie mit ihrem allwährenden Lächeln verbarg.
"Yucca, bist du aufbruchsbereit?" Auch wenn sie eher vermutete, dass er schneller umgezogen war als sie, weil Frauen immerhin traditionell länger brauchten. Sie bedankte sich bei dem Eckenhändler, die Begegnung zog sie nun nicht mehr allzu sehr in die Länge. Ein Blick auf die von Stoffen und Spitzen beinahe verhüllte Uhr verriet ihr nämlich, dass sie bald dran waren!
Da sie immer noch kein Auto besaßen, würde es wohl wieder heißen, dass sie radeln mussten. "Es ist nicht weit von hier entfernt", ließ sie den Ritter dann noch wissen, "Und ich habe dem Fahrradhändler auch Bescheid gegeben, dass wir das Tandem wohl noch eine Weile brauchen werden." Sie mochte das Tandemfahren irgendwie, auch wenn sie nicht wusste, warum. "Wollen wir dann also?" Sie war schon gespannt, wie er sich wohl bei der Immobiliensuche machen würde... wenn er nicht nur einfach dastand, aber das würde sie mit Sicherheit nicht zulassen! Es wäre aber sicherlich mal entspannend, jemand anderen als Orchidee zu haben, der ohnehin nur auf das Geschäftliche bedacht war.
"Ich bin schon gespannt, wie die Immobilie aussehen wird", plapperte sie dann weiter, während sie ordentlich in die Pedale drückten, und dabei auch noch den Verkehr im Auge behielten mussten. Sie hatte sich die Unterlagen nur grob angeschaut, sie ließ sich gerne überraschen - und wenn ihr Manager ihr das schickte, musste es sich eigentlich auch um ein passables Stück handeln. "Sag mal... wie wohnst du eigentlich?" Soweit sie sich erinnern konnte, hatte sie noch keine Gelegenheit gehabt, sich mal die Wohnungen ihrer Ritter anzusehen... musste sie dringend mal bei Gelegenheit anschauen! Immerhin verrieten die Wohnungen so einiges über den Bewohner.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam Mo Nov 14, 2016 11:57 am

Yang & Nadeshiko
[cf: Slim Street]

Nachdem Yang all das nun endlich hinter sich (und erfolgreich verdrängt) hatte, galt es nun die offensichtlich dunkleren Gefilde der Stadt wieder hinter sich zu lassen. Der erste Stopp war auch, wie bereits von ihm vorgeschlagen, der Kleiderladen dieses anderen Informanten, um sich wieder umzuziehen. Er konnte nicht in Worte fassen, wie froh er war, diese exotischen Kleidungsstücke endlich wieder loswerden zu können. Im ernst, wie konnte man nur so herumlaufen? Da blieb er doch lieber bei Hemden und Hosen, das war weniger umständlich. Aber was erwartete man auch von alten Kleidungsstilen... der praktische Nutzen der Mode entwickelte sich nun einmal auch mit der Gesellschaft weiter.
Als er Nadeshikos Nachfrage hörte, trat er sogleich wieder hervor. "Bin ich!" Man konnte selbst an seinem ungewohnt enthusiastischen Tonfall darauf erkennen, dass er sich wieder um einiges wohler fühlte. Seine Gefühle stellten sich maches Mal doch als erstaunlich sinuskurvenartig heraus. Bei seinem Temperament war es aber wohl auch weniger verwunderlich. Glücklicherweise hatte er an diesem Tag schon genug durchgemacht, da würde ihn dieses gewisse Tandemrad auch nicht mehr stören... Doch trotz dessen konnte er nicht anders und starrte es an, als wäre er seiner lang verloren geglaubten Nemesis wiederbegegnet. Und da hatte er gehofft, er hätte dieses pinke Wunder hinter sich lassen können. "Gut... ja, brechen wir auf. Ich würde sagen, je schneller, desto besser." Und das war nicht nur auf ihren engen Zeitplan bezogen. Je eher sie fertig waren, desto eher konnten sie dieses Ding auch zurückgeben. Eigentlich war er schon gespannt, wie diese Immobilienbesichtigung nun ablaufen würde. Er hatte so etwas das letzte mal gemacht, als er zurück nach Panaero City gezogen war. Daran konnte er sich eigentlich fast nicht mehr zurückerinnern, es war für ihn in der Zeit ziemlich nebensächlich gewesen.

Während sie nun also vor sich hin radelten, begann Nadeshiko wieder ein Gespräch. Yang versuchte sich eher auf die Straße zu konzentrieren, so konnte er ihre erste Aussage nicht weiter kommentieren, doch die Frage der Künstlerin kam doch ein wenig unerwartet. Es interessierte sie also, wie er wohnte? Musste bestimmt ein spontaner Gedanke angesichts der momentanen Umstände gewesen sein. "Ich habe einen eher kleinen und schlicht eingerichteten Bungalow in Panaero City.", beantwortete er daher ehrlich, musste sich aber doch noch einmal überlegen, wie weit er nun ins Detail gehen konnte. Dinge wie den Überfluss an Stofftieren sollte er in seiner Position bestimmt nicht erwähnen. Das gäbe bestimmt nur Futter für weitere Neckereien. "Ich habe eigentlich nicht viel Besonderes dort... ich bin ohnehin oft genug im Ausland.", fügte er daher an, was eigentlich ebenfalls der Wahrheit entsprach. Gefühlt verbrachte er mehr Nächte in irgendwelchen Unterkünften als in seinen eigenen vier Wänden. Aber trotz allem waren die Nächte zu Hause immer noch am angenehmsten. Es ging doch nichts über das Gefühl von Heimat, so anfällig er auch für das Fernweh war.
"Gib mir übrigens Bescheid, sollten wir eine andere Richtung einschlagen müssen.", merkte er noch an, da er immerhin nach wie vor noch vorne am Steuer saß. So genau hatte er den Weg leider nicht im Kopf, er kannte sich in Stratos City auch nicht besonders gut aus. Allzu oft war er eigentlich nicht in dieser Großstadt anzutreffen.

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Di Nov 15, 2016 6:29 pm


#053 ❀ mit Yang
Fliegender Wechsel
Wie erwartet war ihr Ritter schon fertig umgekleidet, er hatte sich im Gegensatz zu ihr wohl auch darum bemüht, möglichst schnell aus seinen Klamotten herauszuschlüpfen und seine altbekannten wieder zu tragen. Zugegeben, sie waren durchaus bequemer, aber alte Stile hatten doch auch etwas Tolles! Ein viktorianisches Kleid würde sie zumindest gerne mal anprobieren, wann auch immer sich die Chance ergeben würde. Ob ihr aber auch so etwas stehen würde?
Yucca schien sich nun wirklich wohler in seiner Haut zu fühlen, was Nadeshiko einerseits freute, andererseits hatte sie ihn dann doch ein wenig länger piesacken können. Wie die Arbeit bloß immer einschnitt! Auch wenn das Tandem dann wieder die andere Sache war. "Jep, würde ich auch - also dann mal los!" Sie klang weitaus enthusiastischer, als sie sich wieder auf das pinke Ungestüm schwangen als er, was wohl auch nicht verwunderlich war. Wie sehr man doch etwas hassen konnte...!
Mit der Nelke höchstpersönlich zu reisen war immer wieder ein bestimmtes Risiko: Abgelenkt zu werden. Und das bekam der gute Ritter nun auch zu spüren, als sie wie aus dem Nichts heraus fragte, wie er eigentlich wohnte. Interssiert hörte sie der leider viel zu kurzen Ausführung seines Wohnortes zu, versuchte sich, ein Bild zu machen. "In Panaero City war ich schon ziemlich lange nicht mehr - ist die Aussicht aus dem Bungalow gut?" Sie hatte nur eine grobe Idee von der Stadt, in der Yucca wohnte, da kannte sie Stratos City weitaus besser. "In den zwei Jahren ist man letzten Endes ja doch zu nichts gekommen", beklagte sie sich dann mit einem amüsierten Tonfall, sodass man den Ernst ihrer Aussage in Frage stellen könnte, "Du reist wegen deinem Job sehr viel, oder? Wo warst du schon überall?" Dann überlegte sie noch ein wenig weiter. "Wie fühlt es sich eigentlich an, zu fliegen?" Sie hatte sich das meistens nur vorstellen können, waren die Land- und Wasserwege für sie als damals arme Ausreißerin günstiger gewesen, und auch danach war sie eher dazu übergegangen, ihre Wege mit Bodenkontakt zu überbrücken. Ob ihr wohl die Vorstellung, im Himmel zu schweben, nicht behagte?
"Jep, werde ich! Und zwar genau... jetzt!" Sie wies ihn an, nach links zu fahren, und dann nach rechts, wieder nach rechts. Worauf wieder eine ziemlich lange Strecke geradeaus folgte, als sie in der Ferne auch das gute Stück von den Bildern sah - es handelte sich dabei um ein recht zentral gelegenes Gebäude, welches sich an andere Häuser reihte. Es wirkte wie ein einfaches, schlichtes, aber momentan auch ziemlich leeres Haus. Die Wände waren weiß verputzt, die Fenster hatten noch den guten alten Rahmen mit Kreuz in der Mitte. Ein Teil der Wand war mit Schiefer besetzt, ebenso wie das Dach, welches in seiner metallisch grauen Farbe erstrahlte. Zwei Fenster erhoben sich aus der frontal gekippten Wand, welche, wie sie wusste, hinten senkrecht abgeschnitten war und eine Terrasse zur Rückseite bot.
"Da wären wir auch schon!", merkte sie gut gelaunt an, "auch wenn es hier wohl keinen Fahrradständer gibt." Würden sie das Tandem wohl irgendwie an eine Straßenlaterne sichern müssen, sofern niemand auf die Idee kam, diese dann mitzunehmen... oder das Schloss zu knacken, wie man es nehmen wollte. Eine Gestalt schälte sich aber aus den Schatten des Hauses, welche ihr verdächtig bekannt vorkam... "Blume!"
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam So Dez 04, 2016 12:53 am

Yang & Nadeshiko
Wenn Yang ehrlich war, war er eigentlich ziemlich froh darüber, eine derart lockere Konversation mit Nadeshiko zu führen. Im Grunde war er nicht der Typ Mensch, der besonders viel von sich erzählte, doch bei ihr konnte er stets eine Ausnahme machen. Er war inoffiziell immerhin so etwas wie ihr direkter Untergebener und wenn er nicht für sie arbeitete, dann wüsste er auch nicht mehr, was er sonst in seinem Leben tun sollte, außer die Ziele der Taijitu zu verfolgen. Doch das allein war ihm nicht genug. "Nun ja, das Land dort ist recht flach, viel mehr als die Ebene am Fuß des Wendelbergs oder den Wald sieht man nicht wirklich.", beantwortete er ihre Frage daher locker und musste bei dem Gedanken an die Flughafenstadt ein wenig in sich hineinlächeln. "Die Gemüsefelder und die Gewächshäuser sind aber manchmal aber interessant anzusehen, man sieht sie so knapp von meinem Schlafzimmerfenster aus. Im Frühling, wenn die Sonne aufgeht, spiegelt sich das Licht so schön im Morgentau wider." Nun war er nun doch etwas ins Schwärmen geraten. Im Grunde vernarrte er sich sehr schnell in diverse Landschaften, das war es auch, was das Reisen für ihn dermaßend ansprechend machte. Er beobachtete seine Umgebung stets aufmerksam und liebte es, sich solche Eindrücke zu verinnerlichen.

Das war allerdings nicht die einzige Frage, die Nadeshiko stellte und es dauerte nicht lange, bis Yang ein wenig ins Grübeln geriet, was es umso schwieriger machte, sich ordentlich auf die Straße zu konzentrieren. Ein Glück, dass sie von hinten seinen nun leicht angestrengten Gesichtsausdruck nicht sehen konnte, während er versuchte, seine Denkprozesse ein wenig zu ordnen. Beim Fliegen war ihm das doch nie so schwer gefallen, warum ausgerechnet jetzt?
"An vielen Orten. In den großen Städten von Kanto, Kalos, Sinnoh, Hoenn..." Er hielt kurz inne, weil er ein Kind beobachtete, dass plötzlich an den Gehsteig gerannt war, aber dann doch stehen blieb. "Meistens zwar nicht besonders lange, aber ich versuche immer, so viele Eindrücke zu sammeln, wie ich kann." Bislang war er auch keiner Ortschaft wirklich abgeneigt gewesen, außer der Hoenns. Einmal hatte er mit Blair die Wüsten dort besucht und sie hatten es beide als schrecklich befunden. Ironischerweise schien diese Ortschaft das größte Vorkommen an Libelldra zu besitzen, doch für eines wie sie, das in einer vulkanischen Gegend groß geworden war, war diese umgebung wohl nichts mehr. Außerdem war dieses wechselhafte tropische Klima alles andere als günstig für den Luftverkehr.
"Kennst du die Geschichte von Ikarus und Dädalos?", stellte er schließlich nach kurzem Überlegen eine Gegenfrage, als die Künstlerin sich danach erkundigte, wie sich das Fliegen wohl anfühlte. "So in etwa fühlt sich das an.", ergänzte er seiner Frage schließlich und könnte in dieser Hinsicht bestimmt noch weiter ins Detail gehen, doch das würde seine Zeit beanspruchen. Er würde es auf jeden Fall noch weiter erläutern, würde Nadeshiko Interesse daran haben.

Letztendlich waren aber Richtungswechsel angesagt und der Schwarzhaarige konzentrierte sich nun wieder vollends auf die Straße, um Nadeshikos Wegweisung entsprechend zu folgen. Als sie dann endlich am Ziel angekommen waren, bestaunte Yang auch sogleich das Gebäude, das sich vor ihnen befand. Er hätte nicht erwartet, in Stratos City ein derart schlichtes Gebäude vorzufinden. Sonst wirkte hier alles einfach so... modern und einnehmend. Dabei fand er schlichte Dinge gleich weitaus angenehmer.
"Ich werde es wohl... irgendwo dort drüben festmachen.", entgegnete der Brillenträger auf den Kommentar seiner Vorgesetzten zu dem Mangel an Fahrradständern und begutachtete das pinke Tandem noch einmal mit einem mürrischen Schielen, ehe er sich daran machte, es zu dem nächstgelegenen Pfahl zu schieben. Noch bevor er es festmachen konnte, musste er allerdings innehalten, als Nadeshiko eine Blume gefunden zu haben schien. Wobei... es war nicht irgendeine Blume. Mit gehobener Augenbraue stellte der Pilot fest, dass damit wohl ein Mädchen im Schatten des Gebäudes gemeint war. Handelte es sich dabei nicht um jenes, dem sie vor Kurzem begegnet waren?

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Fr Dez 09, 2016 4:21 pm


#054 ❀ mit Yang
Vergangene Gestalten der Gegenwart
Nadeshiko liebte es immer wieder, Gespräche zu führen - sie waren einfach so interessant! Wie ihr Ritter dann so lebte, hatte sie eigentlich nie so bedacht, wann war wohl überhaupt ihre letzte Konversation her? Vielleicht schon zu lange her? Die erste Erklärung klang ihrer Meinung nach etwas zu nüchtern, da gefiel ihr die zweite doch deutlich besser! Sie lächelte, als er so ins Schwärmen geriet - auch wieder etwas, was sie eher selten erlebte, aber dafür umso mehr wertschätzte. "Das klingt wirklich toll! In Stratos sind es die immergleichen Häuser, aber auch sie haben wohl ihren ganz eigenen Zauber." Dabei dachte sie an die Spiegelungen in den glatten Fenstern der Hochhäuser, die malerischen Figuren der Wolken auf den Oberflächen, an denen man nur schwerlich Halt fand. "Ich sollte mal bei dir vorbeikommen und es mir mal ansehen!", beschloss sie dann für sich, "Oder hättest du etwas dagegen?" Nicht, dass sie nicht, wenn es hart auf hart kam, auch einfach so frühmorgens auf seiner Matte stehen würde! "Ich lebe schon seit zwei Jahren hier und habe doch so wenig gesehen", murmelte sie dann, ein seufzendes Lächeln auf dem Gesicht.
Die Antwort auf ihre nächste Frage dauerte etwas, sodass sie eigentlich schon weiter nachhaken wollte, käme er ihr nicht zuvor. Sie hasste es wirklich, wenn sie zu lange auf etwas warten musste, es ging doch auch alles schneller! Sie bemerkte das Kind am Gehsteig ebenfalls, doch dies war bei Weitem nicht so interessant. "Kalos also?" Wieder kamen Erinnerungen auf, diese waren jedoch bei Weitem positiver als die von Johto, was zum Glück nicht in der Aufzählung vorkam. "Dann warst du sicher auch in Illumina City, oder? Meinst du, wir sind uns schon einmal begegnet?" Zu gerne hätte sie seine direkte Reaktion gesehen, ob er wohl eher jemand war, der Kunstgebilde in die Luft malte, oder absolute Realität bevorzugte? Die Zeit in Kalos war angefüllt mit Schrecken und Aufstiegen, die sie nun lieber doch verdrängte, sie wurde viel zu schnell emotional. Und hoffte dennoch noch einen Gedanken lang, dass es dieser einen Person gut ging.
Die Geschichte von Ikarus und Dädalos kannte sie natürlich - es war auch Gegenstand eines Bildes gewesen, welches nun in irgendeinem Haus irgendeines Kunstsammlers hing. "Ja, die Geschichte kenne ich", antwortete sie. "Die Gefahr schwingt wohl immer mit, huh?" Sie wollte sich gar nicht ausmalen, wie er ein Absturz wohl das Leben Yuccas nehmen würde. Sie merkte, wie ihr Gemüt sich bei diesem Gedanken verdunkelte. "Du wirst nicht vor mir sterben, oder?" Ihre Stimme klang unverändert, das Erstickte ihrer Gedanken drang nicht bis nach außen hindurch, nur die Nachricht ihrer Worte waren das Wahre, was bis dahin vordrang.

Das Haus, welches vielleicht ihr Atelier und ihre Galerie darstellen würde, fiel in Stratos City wohl durch einige Aspekte auf, zum einen die Schlichtheit, mit der es gebaut worden waren. Es schien sich hier auch um eine recht nette Gegend zu handeln, wenngleich sie gerade auch recht verlassen wirkte - bis auf diese drei anwesenden Personen.
Sie überließ das Festmachen des Tandems ihrem Ritter, hatte sie eine ganz andere Person entdeckt, welche sich aus dem Schatten des Hauses in das Sonnenlicht wagte. Es handelte sich um das kleine Mädchen, welches zuvor doch erst in der Slim Street gewesen war - doch sie waren nicht die Einzigen, die sich umgezogen hatten. Auch Blume wirkte nun frischer, doch erklären konnte sie es sich nicht wirklich. "Was machst du denn hier?", fragte sie vergnügt, sie hatte das Mädchen lieb gewonnen, auch wenn sie es kaum kannte.
"Ich soll dir etwas übergeben", antwortete sie mit einem abwesenden Seitenblick auf den schwarzhaarigen Brillenträger, ehe sie sich auf die Dame vor ihr fokussierte. Diese hatte sich wieder hingekniet, um mit ihr auf Augenhöhe zu sein. Die Überraschung war wohl ihren Augen zu entnehmen, fragend legte sie den Kopf schief.
"Von wem könnte dies wohl kommen...?", säuselte sie lächelnd, als aus dem Blumenkorb ein Strauß hervorgezogen wurde. Es handelte sich dabei nicht um rote Nelken, lila Vergissmeinnicht oder Ähnliches, sondern um ein einzelne, anmutige Calla, welche mit Gräsern und Blättern verziert wurde. Bei dem Anblick dieser exotischen Blume vertiefte sich Nadeshikos Lächeln ein wenig. "Dann ist es also dieses Blümchen!"
Sie nahm das Bündel, an dem noch ein Zettel hing, vorsichtig in die Hand. Dabei glitzerte ihr auch etwas im Blütenkelch entgegen, dem sie jedoch erst einmal keine Aufmerksamkeit schenkte. Die Nachricht war knapp und einfach, geradezu herrisch, wie man es von ihrer Bekannten Celine Sokol wohl erwarten konnte. "Wirst du kommen?"
"Nun... ich denke nicht, dass es sich lohnen würde, ihr den Gefallen zu verweigern." Sie tätschelte Blume den Kopf, welche wie auch zuvor schon zusammenzuckte - wirkliche Berührungsängste schien sie jedoch nicht zu haben. Ob sie wohl einfach nur den Umgang mit anderen nicht gewohnt war? "Danke für die Überbringung, Kleines. Aber wie kommst du denn in Kontakt mit dieser verschrobenen Dame?" Sie kicherte, als sie wieder  an ihre Bekanntschaft dachte, und richtete sich auf. Den Blütenkelch nahm sie nun genauer in Augenschein. Dort befand sich ein Stein, ein einzelner, dessen glatte Oberfläche im Licht der Sonne funkelte. Sie ließ ihn behutsam in ihre Hand rollen, und hielt den Knakracknit in das Licht.
"Sie kam auch und das Café herein, und als ich ihr gesagt habe, dass ich dich kenne, hat sie mich mitgenommen und mir Kleider gegeben." Blume strich das ungewohnte Kleid glatt, auch wenn es glatter nicht hätte sein können.
Sie nickte, also war es wohl das schon wieder gewesen. In der Ferne sah sie, wie sich eine Person mit Aktentasche näherte, sie bewegte sich wohl geradewegs auf sie zu. "Scheint, als müssten wir uns nun wieder trennen. Wir sollten uns mal länger unterhalten, Blume!" Sie strich über die weichen Haare des Kindes, welches dann auch verschwand. Als sie ihr nachsah, konnte sie für einen Augenblick noch einen Blumenkranz aus dem Korb hervorlugen sehen - doch handelte es sich dabei wirklich nur um einen Blumenkranz? Ihr erschien es, als wäre dieser lebendig...
"Entschuldige die Wartezeit - willst du nicht auch mal mit Blume sprechen?" Von der Entschuldigung war sie dann doch auf die Frage gekommen, den Megastein musternd. "Scheint, als wäre meine gute Freundin mir mal wieder Jahre voraus", kommentierte sie dann, ehe sie den Stein erst einmal bei sich verstaute. "Ich erzähl dir gleich die Geschichte dazu!" Und da gab es kein Pardon, denn sie würde ihn vermutlich ebenso noch einmal darin involvieren, komme, was wolle!
"Entschuldigen Sie bitte, mussten Sie lange warten?" Es handelte sich bei dem Immobilienmakler um einen freundlich lächelnden Mann etwa Mitte Vierzig, welcher sie und ihre Umgebung musterte. "Ich bin Mister Butler, sehr erfreut. Oh, entschuldigen Sie bitte, normalerweise steht da kein derart pinkes Fahrrad", setzte er dann hinzu, als er das Verbrechen der Menschheit im Blick hatte.
"Keine Sorge, das wissen wir nur zu gut! Immerhin gehört es zu uns", setzte sie mit subtilem Nachdruck lächelnd hinzu, woraufhin eine etwas verlegene Stimmung aufkam. Sie konnte es nie lassen...
"Äh, ah, ähm, natürlich... wollen wir reingehen?", versuchte der Makler, die peinliche Situation zu überbrücken. Sie nickte, sah Yucca aber auch fragend an - auch wenn er vermutlich auch nichts mehr zu erledigen hatte.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam Fr Dez 16, 2016 8:51 pm

Yang & Nadeshiko
Yang musste ein wenig vor sich hinlächeln, als Nadeshiko meinte, dass seine Schilderung toll klingen würde. Schließlich ging sie auf Stratos City ein und so selten der Schwarzhaarige in dieser Großstadt auch war, in dem Punkt konnte er ihr wohl Recht geben. "Ja. Letztendlich spielt für eine Ortschaft an sich wohl das Gesamtbild eine Rolle.", entgegnete er und versuchte nicht zu sehr in Gedanken abzudriften, da seine Aufmerksamkeit nach wie vor der Straße gelten sollte. Multitasking war noch nie seine Stärke gewesen. Als seine Vorgesetzte jedoch angekündigte, dass sie ihn gerne einmal besuchen würde, wandelte sich das eigentlich an ihm schon ungewohnte Schmunzeln fast schon zu einem frreudigen Grinsen. Wie gut, dass Nadeshiko lediglich seinen Hinterkopf sah, denn dieser Anblick... war doch wirklich wirklich ungewohnt. Anders konnte man es nicht beschreiben. "Nein, ganz und gar nicht. Gib mir einfach vorher Bescheid, dann schaue ich, ob ich da zu Hause bin.", beantwortete er ihre Nachfrage mit einem leicht gesenkten Kinn und gab sich Mühe, nicht allzu aufgeregt zu klingen. Konnte man so etwas als einen ersten Schritt bezeichnen? Er hatte doch überhaupt keine Ahnung von so etwas! Letztendlich war er viel zu unbeholfen in diesen zwischenmenschlichen Dingen. Und außerdem würde er definitiv eine Vorankündigung brauchen, da es bestimmt so ein paar Sachen gab, bei denen er vor Scham tot umfallen würde, wenn ausgerechnet Nadeshiko sie zu Gesicht bekam. Zumindest schätzte er die Künstlerin in dieser Hinsicht als sehr anständig ein.
Ihr Murmeln hatte er schließlich auch aufgeschnappt und mit etwas ruhigerer Stimme ging er schließlich darauf ein: "Bist du schon einmal in Monsentiero gewesen? Dort bin ich aufgewachsen." Die Frage konnte er sich nämlich doch nicht nehmen lassen. Auch wenn er inzwischen kaum mehr dort gewesen war, er hing nach wie vor sehr an dieser abgelegenen Ortschaft. Ob er wohl einmal dazu kommen würde, sie Nadeshiko zu zeigen?

Als die Konversation schließlich zu Kalos wechselte, stellte sie eine recht interessante Frage, über die Yang eine Augenbraue heben musste. "Hmm... wer kann das schon wissen...", gab er leise und in einem nachdenklichen Tonfall zurück. Er war weitaus häufiger noch in Kalos gewesen, als er für den Personenflugverkehr gearbeitet hatte. So sehr, wie er sich seitdem verändert hatte, wäre sie in seinen Augen eigentlich nicht mehr auf ein und denselben Mann getroffen. Der Yang von damals gehörte nun der Vergangenheit an, ein recht bedrückender Gedanke. "Selbst wenn wir uns unwissentlich einmal über den Weg gelaufen wären, ich weiß die Gegenwart gerade umso mehr zu schätzen.", antwortete er schließlich indirekt darauf und versuchte so seinen Gedankengang von eben zu umgehen.
Das Bild, das der alte Mythos im Kopf der Künstlerin malte, war wohl eher vom Ausgang der Geschichte und von der Gefahr des Fliegens, auf die er hindeutete. Ja, das war definitiv ein Aspekt, den man nicht ausblenden durfte. Letztendlich waren Flugzeuge auch nur ein Mittel, um Menschen etwas tun zu lassen, für das sie eigentlich nicht geschaffen waren. Manchmal konnte die Natur es nicht lassen, einen dafür zu bestrafen. Die letzte Frage Nadeshikos ließ den Piloten allerdings seine Hände nur umso fester die Griffe des Tandems umfassen. Was sollte das denn nun bedeuten? Unschlüssig biss er sich auf die Unterlippe. Der unveränderte Tonfall machte es für Yang nur umso schwerer ihre Worte zu deuten, doch er wusste nicht, ob er wirklich das antworten konnte, was er dachte. Würde sie in Gefahr schweben, würde er keine Sekunde zögern, sich für sie zu opfern. Doch würde sie das wirklich glücklich machen oder war es nur sein Egoismus, sie nicht verlieren zu wollen? "Hah... ich...", stammelte er unschlüssig hervor; angesichts der Gedanken, die ihn jetzt plagten, war es etwas schwer, eine ruhige Fassade zu bewahren. Und er wollte sie keinesfalls anlügen. "...ich... ich weiß es nicht...", antwortete er schließlich wahrheitsgetreu, fast schon bedauernd und hielt seinen Kopf dabei gesenkt, nur um ihn anschließend wieder zu heben, um sich wieder auf den Verkehr zu konzentrieren. Leider war das "Berufsfeld", in dem sie sich bewegten, keine Arbeit, die einem versicherte friedlich im hohen Alter aus dem Leben zu scheiden.

Letztendlich kamen sie jedoch an ihrem Zielort an und wie auch das letzte Mal beschränkte Yang sich lieber darauf, das Gespräch zwischen Nadeshiko und dem Mädchen aus etwas Entfernung zu beobachten und sich nicht einzumischen. Dabei erkannte er, dass es ihr anscheinend wieder Blumen übergab und miusste daraufhin seine Arme verschränken. Ihm kamen wieder die Erinnerungen an die letzte Blume aus ihrem Korb hoch und die Verlegenheit... oh nein, nicht daran denken.
Nur wenige Momente später wurde ihre Konversation durch die Anfunkt des vermeintlichen Immobilienmaklers unterbrochen und seine Vorgesetzte trat nun wieder an den Brillenträger heran. Als sie ihn fragte, ob er nicht auch einmal mit Blume sprechen wollte, kratzte er sich mit einem Zeigefinger am Kinn und sah zur Seite. "Hmm. Wenn sie nichts dagegen haben sollte?" Worüber sollte er sich denn mit einem Blumenmädchen unterhalten...? Er war nicht besonders gut, wenn es um Smalltalk ging. Kurz darauf fiel ihm aber auch schon auf, was die Kleine Nadeshiko zusätzlich noch überreicht hatte und seine Augen weiteten sich verblüfft. "Ohhh! Ist das nicht...?", setzte er fast schon ein wenig ehrfürchtig bei dem Anblick des Megasteins an, nickte aber nur ernst, als Nadeshiko meinte, dass sie ihm die Geschichte dazu später erläutern würde und den wertvollen Edelstein verstaute.
Der Immobilienmakler stellte sich schließlich als Mister Butler vor und war wohl ebenso überrascht von dem pinken Wunder weiter hinten, wie Yang es beim ersten Mal gewesen war. Dass die Künstlerin aber gleich betonte, dass es sich dabei um ihr Transportmittel handelte, ließ den Piloten ein wenig schamerfüllt seine Mundwinkel verziehen. Das war keine Information, die man einfach so mit Passanten teilen sollte. Dann wiederum kannte man es von ihr auch nicht anders...
"Ja. Bitte.", entgegnete Yang schließlich kalt, als Butler sich danach erkundigte, ob sie nicht das Gebäude betreten wollten. Je schneller sie nun von Pinki weg kamen, desto besser. Es war immerhin schlimm genug, dass er dem Teil in seinem Kopf bereits einen Spitznamen gegeben hatte. Irgendwann wurde es noch lebendig... gruseliger Gedanke.

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Mo Dez 19, 2016 4:27 pm


#055 ❀ mit Yang
Unerklärlich verstreichen die Worte
Etwas Wohlbekanntes jeden Morgen zu sehen, an dem man aufwachte, war doch ein Luxus, den auch Nadeshiko in den letzten Jahren schätzen gelernt hatte. "Der Mensch ist wohl auch zu einfach gestrickt, um wirklich alles in seinen einzelnen Facetten für sich bewahren zu können", warf Nadeshiko eine mögliche Erklärung ein. "Vielleicht sollte ich mal eine neue Reihe aufmachen - die Städte Einalls!" Sie grinste vergnügt, als sie an all die Bilder dachte, die sie in ihrem Kopf hatte, und ihre Finger zitterten ein wenig. Sie hatte schon viel zu lange keinen Pinsel mehr in der Hand gehalten, es war einfach zu traurig! Und ein erster Schritt für noch mehr Inspiration als ohnehin war sicherlich, eine persönliche Führung von ihrem Ritter durch Panaero City zu erhalten! Sie konnte nicht sagen, dass sie nicht neugierig war, zu sehen, wie er wohnte. Ein Bungalow, klein, schlicht mit Aussicht auf Gemüsefelder. Manchen hätte diese Erklärung gereicht, aber Nadeshiko wollte wissen, wie es dort genau aussah! Sie war gespannt, ob sich Rückschlüsse über seinen Charakter in der Wohnung finden ließen. Und wer wusste schon, ob das ein oder andere nicht doch verborgen war...? "Wenn ich daran denke, werde ich das tun!", antwortete sie wahrheitsgemäß wie immer, denn sie war mit Sicherheit auch jemand, der einfach so reinplatzen würde. Und da offenbarte sich doch erst der wahre Charakter, nicht wahr...? "Dann kann ich dir auch eine exklusive Führung durch Stratos City geben", witzelte sie, ein Grinsen auf dem Gesicht. Tatsächlich gab es aber einige Orte, die den meisten nicht unbedingt geläufig sein sollten... in den Laden von Wonderland sollte sie ihn vermutlich nicht hineinschleppen. Die Zwillinge würde ihn regelrecht zerfleischen, und ob sie ihm Cheshire Cat zumuten konnte...
Monsentiero... Sie dachte scharf darüber nach. War sie, war sie nicht? "Ich glaube nur flüchtig. Dort gibt es doch einen kleinen Flughafen, oder? Da habe ich einmal eine sehr gute Freundin von mir empfangen, aber sonst..." Sie verkniff sich das Seufzen in der Stimme, als sie an diese eine Person dachte, deren Name wie die restliche Lebensspanne wohl immer kürzer wurde. Ob der Doppelname da etwas sagte? Bei dem Gedanken daran, dass eine ganz andere Person auf eine besondere Weise mit diesem Ort verknüpft war, musste sie schmunzeln. "Monsentiero kannst du mir ja auch zeigen! Mal sehen, ob noch Spuren von deinen Kindereien dort zu finden sind." Eine schwache Trauer legte sich in ihre Stimme. "Für Viola City müssten wir wohl noch eine Weile fliegen." Sie sehnte sich aber ebenso nicht danach, wieder zurück an diesen Ort zu kehren.

Den umgehenden Charakter seiner Antwort auf ihre vorigen Worte bemerkte Nadeshiko, und wieder wurde Neugier in ihr geweckt. "Hast du dich sehr im Vergleich zu damals verändert?", stellte sie wie immer eine Frage auf ihre direkte Art, die ihr sowohl Segen als auch Fluch war. "Ich weiß noch, dass Kalos das ganz große Ziel meiner Reise damals war. Scheine ich nun aber knapp verfehlt zu haben", fügte sie lachend hinzu, "wenngleich das ja auch nichts Schlechtes ist."
Fabeln stellten die Gedankengänge dar, wie man sie empfand und wie man von ihnen dachte. Sie kehrten das Innerste zuoberst, und ließen fiktive und doch so reale Figuren Fehler machen. Fehler, die mit dem Tode bestraft werden konnten. Die Frage, die sie stellte, war nicht zu beantworten, und sie wusste im nächsten Moment selbst nicht mehr, wieso sie sie eigentlich gestellt hatte. Es war eine so... so dämliche Frage, und gleichzeitig nahm sie der Gedanke vollkommen ein. Der Tod ihrer Eltern, ihrer Brüder, dies alles kümmerte sie nicht. Sie wusste nicht einmal, wie sie mit der Angst um einen Tod umgehen sollte, fürchtete sie vielleicht nicht einmal ihren eigenen. "Weißt du", lenkte sie dann von der Frage ab, "dass Vivillons auf der ganzen Welt vorkommen? Sie haben einen wirklich langen Flug hinter sich, nicht?" Wieso sie dies nun sagte, wusste sie selbst nicht genau. Es fiel ihr einfach gerade ein. Wohin sie eigentlich immer wollte, wusste sie selbst nicht. Doch diese Falter, die vielleicht, in all ihrer Zerbrechlichkeit.

Blume schien sie am Zielort schon zu erwarten, wieso auch immer. Sie bekam einen "Strauß" Blumen, eine Calla, welche jedoch noch ein weiteres Geheimnis barg. Dies entdeckte sie dann aber erst, nachdem das Mädchen schon entschwunden war. Die großen Augen waren beim Gespräch immer wieder von Nadeshiko zu dem großen Mann gewechselt. Ob das Mädchen wissen wollte, was mit der einen letzten Blume letztlich geschehen war?
Nadeshiko war dann wieder zu ihrer Begleitung getreten, als der Immobilienmakler angekommen war. "Ich denke nicht! Ich glaube eher, dass sie noch einige Worte mit dir zu besprechen hat", erwiderte sie mit einem schelmischen Grinsen, woher dieses Gefühl jedoch kam, wusste sie nicht. Vielleicht einfach ein Eindruck. "Magst du Kinder?" Ihre Spezialität war es wirklich, von einem Thema auf das andere zu kommen. Natürlich entlüftete sie noch das Geheimnis der Calla, bevor es wirklich an die Immobilienbesichtigung ging! "Jep, ist es! Auch wenn es von ihr nichts vollkommen Gutes heißen kann", fügte sie rätselhaft hinzu, doch dies zu klären, dafür bliebe ihr wohl gerade kaum die Zeit!
Wieso eigentlich auch immer die Wahl des Tandems, die ja ihre gewesen war, so verurteilt wurde! Konnte sie wirklich nicht verstehen. Deswegen durfte sie ja wohl den kleinen Seitenhieb austeilen, auch wenn Yucca wohl gänzlich unwohl dabei war, dass es eine Verknüpfung zu ihnen fand... Darum konnte sie sich ja wohl nun auch nicht kümmern! Als sie gefragt worden waren, ob sie reingingen, antwortete Yucca auch ziemlich kalt, was sie kichern ließ. Mister Butler schien da erst einmal irritiert und eingefroren zu sein, heute würde definitiv ein langer Tag auf ihn zukommen. "Also dann, mein Guter, zeigen Sie uns doch die gute Stube!", erbarmte sie sich, und schob den Makler regelrecht in Richtung Haus, als wieder Leben in diesen kam. "Du solltest an deiner Freundlichkeit arbeiten! Vielleicht." Sie kicherte wieder, konnte und wollte sie sich einen freundlichen Yucca auch nicht wirklich vorstellen.
"Das Haus wurde erst vor Kurzem renoviert, aber man hat versucht, den eigenen Charme des Gebäudes zu erhalten", erklärte Butler dann wieder fachgemäß und seriös, als sie die kleine Treppe hinaufstiegen, die zum Eingang führte. "Wir sehen nun hier den einleitenden Flur, der dann noch weiter hinein führt." Nachdem sie das Haus betreten hatten, betraten sie einen durchschnittlich großen Flur, welcher jeweils zwei Türen an jeder Seite besaß, und ein Treppenhaus am Ende. Die Farben waren warm, natürliches Braun ließ sich hier finden. Die Tapete war weiß gehalten. "Sollten Sie sich für einen Kauf entscheiden, können Sie sich hervorragend an den Wänden austoben", fügte er mit einem Lächeln in Richtung Nadeshiko hinzu, als er sie auch schon in das nächste Zimmer geleitete.
[out: Je nachdem, wie lange du die Besichtigung halten willst, kannst du das Erdgeschoss nun skippen oder nicht XD
Und ich bin ja dafür, dass Pokémon ein Fahrrad-Pokémon macht, nicht? o3o]
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam Di Dez 27, 2016 4:08 pm

Yang & Nadeshiko
Es freute ihn zu hören, dass Nadeshiko durch ihr Gespräch wohl wieder neue Inspiration geschöpft hatte. Dann wiederum wurde man aber bestimmt nicht Künstlerin, wenn man sie nicht aus den trivialsten Dingen schöpfen könnte. Yang hatte so etwas noch nie wirklich verstanden, immerhin war er vielmehr ein Techniker und weniger ein kreativ arbeitender Mensch. Aber er wusste so etwas durchaus zu schätzen. "Das klingt gut! Die Bilder würde ich sehr gerne sehen.", gab er daher zurück und nahm sich vor, sich vielleicht einmal ein wenig mehr mit ihrer Kunst zu beschäftigen. Immerhin machten sie diese Immobilienbesichtigung auch nur deswegen, somit musste es einen sehr hohen Stellenwert für sie besitzen.
Dieses "wenn ich daran denke" in ihren nächsten Worten ließ den Schwarzhaarigen allerdings ein wenig skeptisch werden. Das klang danach, als müsste er auf der Hut sein. Letztendlich war seine Vorgesetzte wirklich zu unberechenbar, als dass er erwarten könnte, auf ihren Besuch gewappnet zu sein. Man konnte in dem Punkt wohl nur hoffen und tatsächlich machte sich dann doch ein leicht mulmiges Gefühl in ihm breit, wenn er so an die ganzen Kuscheltiere dachte... Er mochte zwar ein krimineller Mann sein, aber trotz dessen war es doch kein Verbrechen, ein etwas ungewöhnliches Hobby zu besitzen, oder? "Okay. Pass nur auf, dass ich dann nicht gerade im Ausland bin.", ermahnte er sie dann doch, wenn aber auch in einem eher neutralen Tonfall. Immerhin war er häufig auf Achse und würde sich dementsprechend schlecht fühlen, hätte er sie unwissentlich vor verschlossener Tür stehen lassen. Als sie von einer exklusiven Führung durch Stratos City sprach, musste er allerdings wieder lächeln. "Hah. Ich glaube, das hast du heute schon zum Teil erfüllt, ich habe auf unserem Ausflug hier schon ein paar Ecken gesehen, in denen ich noch nie gewesen bin.", witzelte er zurück und ließ seinen Blick noch einmal über die Umgebung schweifen. Am häufigsten war er bisher wohl aufgrund seiner Tätigkeit im Stratos City Hauptquartier der Taijitu gewesen, doch andere Orte dieser riesigen Stadt, die nicht auf dem direkten weg dorthin lagen, suchte er wirklich selten auf. So selten, dass er vermutlich schon ein paar Plätze vergessen hatte, an denen er eigentlich schon einmal gewesen sein musste.

"Ja, genau.", beantwortete er schließlich ihre Frage nach dem Flughafen und fragte sich, welche Freundin das wohl gewesen sein mochte. Doch er wollte in der Richtung nun nicht weiterstochern. "Das würde ich sogar sehr gerne tun.", entgegnete er also kurzerhand ihren Vorschlag, sein Tonfall war dabei recht fröhlich. Egal, welche schrecklichen Ereignisse seiner Vergangenheit dort geschehen waren, er konnte dennoch nicht anders, als diesen abgelegenen Ort zu lieben. Die positiven Aspekte überwogen einfach die schlechten Erinnerungen, die er stets zu verdrängen versuchte. Schwer war es nicht, immerhin war alles so schnell vonstatten gegangen, er hatte kaum Erinnerungen an das Ereignis an sich... oder die Zeit kurz davor und danach.
Als sie Viola City im Kontext des Fliegens erwähnte, hätte er beinahe entgegnet, dass es so etwas für ihn wohl erst recht kein Problem war, doch letztendlich ließ er das Thema lieber ruhen. Er vermutete einmal, dass das der Ort gewesen war, an dem sie großgezogen wurde, doch der leichte Anflug von Trauer in ihrer Stimme war für ihn nicht zu überhören. Wer konnte schon wissen, welche Laster sie in der Hinsicht mit sich trug. Menschen widmeten sich schließlich nicht ohne Grund kriminellen Geschäften.

Obwohl er einen vorigen Gedanken noch umschifft hatte, stellte die Violetthaarige sogleich eine Frage, die ihn auf direktem Wege wieder zu ihm zurück führte. "Ah...! Ähm...", entfuhr es ihm dabei ein wenig ratlos und er festigte einmal seinen Griff um den Lenker des Tandems. Man konnte wohl hören, dass ihm das Thema ein wenig unangenehm war. "Kann man... wohl so sagen. Ja.", antwortete er schließlich ernst und verzog seine Augenbrauen ein wenig. "Zumindest sagen manche, ich sei weniger reizbar und freundlicher und geduldiger gewesen. Ich bin mir aber nicht sicher, was sie damit meinen." Eine leichte Unsicherheit lag dabei in seiner Stimme. Er wusste nicht, was genau ihn nun verändert hatte... die schweren Verletzungen, die er von diesem Unfall damals davongetragen hatte, oder den Verlust, den er durch ihn erlitten hatte. Womöglich war es eine Mischung aus beidem. Aber er hielt es für unangemessen, in diesem Augenblick darüber zu reden. "Ich wollte früher auch weiter für den Personenflugverkehr arbeiten. Jetzt fliege ich vor allem Waren und Pokémon über die Grenzen.", kommentierte er die Aussagen Nadeshikos über ihren großen Traum von Kalos und hatte dafür nur ein andächtiges Schmunzeln übrig. Immerhin waren es teils illegale Dinge obendrein... "Als ich noch ein Kind gewesen bin, hatte ich mir das ganz anders vorgestellt. Aber letzten Endes bestimmt man wohl nicht nur selbst, wohin der Ehrgeiz einen zieht." Er hatte über diese Worte nicht wirklich nachgedacht, das war ein Gedanke, der ihm gerade spontan in den Sinn gekommen war und es machte ihn aus unerfindlichen Gründen sentimental. Zumindest wusste er, dass da draußen Leute waren, die über seinen Werdegang bestimmt das genaue Gegenteil von Stolz empfanden. Aber es interessierte ihn nicht.

Das Thema des Todes hingegen hinterlie einen viel tieferen Eindruck bei ihm. Irgendwann erwischte es jeden von ihnen und er war sich durchaus bewusst, dass sein Beruf zusammen mit seinen kriminellen Aktivitäten ein umso höheres Risiko barg. Er fragte sich, ob diese Angelegenheit Nadeshiko wohl bedrückte und hatte auf einmal das Bedürfnis, ihre Hand zu halten. Leider gestaltete es sich bei dem Fahren eines Tandems recht schwer, so etwas zu tun. Ein bedrücktes Seufzen entwich ihm daraufhin. Der Gedanke daran, dass sie etwas quälen konnte, machte ihm ebenfalls zu schaffen. Was ihm selbst geschah, war ihm doch egal, solange er sich sicher sein konnte, dass es ihr gut ging. Er hatte kein anderes Ziel vor Augen. Doch trotz dessen fielen ihm in diesem Augenblick keine Worte ein, mit denen er die gedrückte Atmosphäre wieder etwas erheitern konnte.
Umso überraschter war er, als die Künstlerin wieder das Wort ergriff und scheinbar aus dem Kontext gerissen von dem Käferpokémon Vivillon sprach. Bei dem Gedanken an diese fragilen Schmetterlingswesen, die auf eine weite Reise gingen, kam doch wieder ein bitteres Schmunzeln über seine Lippen und er hob seinen Blick ein wenig. "Ja.", bestätigte er ihre Worte leicht erheitert und ließ seine bernsteinfarbenen Augen für einen Augenblick über die weiten des Himmels zwischen den Umrissen der hohen Gebäude schweifen, bis er seinen Blick wieder auf die Straße richtete. "Dafür sind sie aber auch dazu in der Lage, ihre Schönheit mit so vielen Leuten wie möglich zu teilen.", fügte er noch sanft hinzu. Seine Stimme war am Ende des Satzes beinahe gebrochen.


Am Zielort angekommen erstaunte die Vermutung Nadeshikos den Schwarzhaarigen doch ungemein. Dieses Mädchen sollte etwas mit ihm zu bereden haben? Ein wenig nachdenklich wurde er daraufhin, schließlich hatte er mit ihm nichts zu tun und konnte sich auch nicht vorstellen, was so ein junges Mädchen an ihn richten wollte. Von diesen Gedanken wurde er aber schnell wieder abgelenkt, als seine Vorgesetzte ihn fragte, ob er denn Kinder mochte. Darüber konnte er nur ein wenig verwirrt eine Augenbraue heben. "Kommt darauf an, würde ich sagen.", antwortete er daraufhin ein wenig ernst und verschränkte seine Arme. "Gegen gut erzogene Kinder habe ich jedenfalls nichts." Er konnte verantwortungslose Eltern nicht ausstehen, die Kinder konnten nichts dafür. Aber trotz allem kam man nicht drum herum, schlecht erzogene Kinder an sich einfach nur nervig zu finden...
Erstaunter hingegen war er jedoch über den Megastein, doch das Thema konnten sie nicht weiter vertiefen, da die Immobilienbesichtigung in diesem Augenblick wohl eher Vorrang hatte. Nadeshiko tadelte ihn ein wenig scherzhaft über seine mangelnde Freundlichkeit, worüber er nur seine Augenbrauen verziehen konnte. Das ist alles Pinkis Einfluss, ging es ihm dabei durch den Kopf und hätte diese Worte beinahe ausgesprochen, konnte sich aber noch knapp davor bewahren. Wie das dann wohl erst vor dem Makler gewirkt hätte...
Während der Besichtigung hörte er Butler eher halbherzig zu und ließ seinen Blick viel lieber aufmerksam in diesem leeren Gemäuer umherschweifen, das ihn doch ein wenig faszinierte. Viel zu der Situation beizutragen hatte er jedenfalls nicht, da es letztendlich bei Nadeshiko lag, ob sie sich mit diesem Ort anfreunden konnte.


[out: Ich habe das jetzt mal eher offen gelassen, da der Post so schon lange genug geworden ist... ich lass mich da mal von dir führen :'DD
Und sowas von. Aber wehe, die Shiny-Version ist dann nicht grellpink! D:]

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Fr Dez 30, 2016 5:29 pm


#056 ❀ mit Yang
Wohin sie gehen
Nadeshiko lächelte still in sich hinein, als sie an die ungefüllten Leinwände dachte, die sie in ihrem Leben noch zu füllen gedachte. Es war für sie nicht nur eine Art der Reproduktion, etwas als Bild für eine lange Zeit zu erhalten, sondern auch immer wieder eine Art Selbstfindung. Wie geprägt waren ihre Werke doch von ihrem eigenen Charakter, wie sehr gefüllt von dem Leben, welches sie führte! Ob man auch ihre kriminelle Seite zumindest erahnen könnte, bei manchen Bildern wohl vielleicht, unterschwellig, quasi als Fußnote. "Ich werde sie dir auf jeden Fall zeigen!" Gedanklich nahm sie sich auch vor, die über Monsentiero und Panaero vielleicht auch zu seinem Eigentum zu erklären. Das Geld, welches sie mit diesen zwei Bildern erwirtschaften würde, wären die Gefühle, die sie damit erwirken würde, nun auch nicht wert. Davon hatte sie ohnehin noch eine Menge über - das Erbe ihrer Familie war nicht besonders klein gewesen, und auch ihre Verdienste als Künstlerin mit Sicherheit nicht gering.
Dass ihr "wenn ich daran denke" Skepsis erweckte, konnte sie sich nur allzu gut vorstellen - besonders vertrauenswürdig war sie bei manchen Punkten eben nicht! Sie umwehte immer eine Art Unberechenbarkeit, welche sich auch in ihrem gelegentlich auftretenden Zerstörungszorn niederschlug. Wieso sie auch mit eben solchem verflochten war, wo sie doch zerbrechliche Blumen wertschätzte... es war ein Rätsel und gleichzeitig eine unbestreitbare Eigenschaft von ihr. "Stimmt, das wäre etwas ungünstig!", merkte sie lachend an, "Also werde ich mich wohl über deinen Terminplan informieren." Wie oft er aber wohl außerhalb Einalls unterwegs war? Und welche Menschen er dann wohl auf seinen Reisen traf? Sie hatte keine Ahnung, und würde es vermutlich auch schwerlich erfahren.
Sie kicherte, als er meinte, dass dies wohl heute schon zum Teil erfüllt wäre. "Ja, aber es fehlen noch einige Orte! Die Stadt ist immerhin riesig, und die Plätze mannigfaltig. Es gibt einige, an denen du mich oft vermuten kannst, solltest du mich mal suchen." Wie sehr ein Mensch das Wandern liebte, wie oft es ihn nach Abwechslung verlangte, so kehrte er letzten Endes doch wieder an dieselben vertrauten Plätze zurück, an die er sich gut erinnerte und die ihn prägten. Und es war immer wieder eine Freude, an diesen Plätzen von vertrauten und geliebten Menschen gefunden zu werden.

Für sie hatte es den Eindruck, als würde er seine Heimatstadt mit weitaus positiveren Gefühlen verbinden als sie selbst es bei ihrer tat. Die Wiege, in welchem sie erzogen wurde, in welcher sie groß wurde. Sie würde sie hassen können, aber sie würde ihr auch immer mit diesem speziellen Gefühl gegenüberstehen, welches Vertrautheit war. Auch wenn mittlerweile die Stätte ihrer Geburt verbrannt und ersetzt sein würde - ihre Erinnerungen waren immer noch da, in dem Strom von all den Gedanken, die sie heute begleiteten. "Ich freue mich schon drauf!", entgegnete sie, die schlechten Gedanken mit einem Kopfschütteln vertreibend, voller Vorfreude. Eine halbwegs heile Heimatstätte zu sehen war mit Sicherheit nicht verkehrt, ob sie ihrem Herzen nur auch Linderung verschaffen würde? Sie hatte keine Ahnung. Sie wusste vermutlich nicht einmal, ob es wirklich schmerzte, ob es nur die Narbe war, die sich immer und immer wieder meldete, wenn sie daran zurückdachte.

Sie beide schienen Dinge erlebt zu haben, über die sie lieber nicht sprachen - aber Nadeshiko konnte auch nicht anders, als zumindest nachzuhaken. Diese Art von ihr war nicht besonders charmant, aber sie konnte auch nicht anders. Es interessierte sie, weswegen sie fragte. Sie bemerkte durchaus, dass Ernst und Unsicherheit wieder in seine Stimme gekehrt waren, und fragte sich erneut Dinge, die sie vielleicht zu diesem Zeitpunkt auch nicht wissen sollte. Ob sie wohl so wenig über diesen Mann wusste, der ihr schon seit zwei Jahren dienlich war und ihre Zeit in Einall begleitet hatte? "Zu mir würden wohl die meisten sagen, dass ich mich kaum verändert habe. Ich bin immer noch das kleine Mädchen von damals..." Das kleine Mädchen von damals, welches sich selbst aus den Flammen rettete, welches dann geflohen war, weil es niemanden haben wollte, der sie auffing. Das weggerannt war, und sich schließlich den diebischen Geschäften gewidmet hatte... Sie war schon als kleines Kind ziemlich tief gesunken, und es entrang ihr ein bitteres, leises Lachen. "Auch wenn es das vielleicht niemals gab."
Yucca jedenfalls schien aber auch nicht unbedingt dort gelandet zu sein, wohin es ihn eigentlich gezogen hatte, was sie schmunzeln ließ. Dass er wirklich für den Personalflugverkehr arbeiten wollte... das ließ sich wohl nur mit einer freundlicheren Art erklären. "So führt einen das Schicksal wohl an andere Orte...", erwiderte sie mit einem leichten Lächeln in der Stimme. Es war unvorhersehbar, wo man letzten Endes landen würde. "Vielleicht weiß man ja auch gar nicht, was man schlussendlich will?" Bei ihr zumindest war es so, dass sie auch Einall lieben gelernt hatte - auch wenn es sie, sobald es ihr erlaubt wäre, wohl immer nach Kalos ziehen würde. Weil dort diese eine Person war, an deren Seite sie deplatziert war.

Das Thema des Todes war vermutlich für keinen der Anwesenden besonders angenehm. Dadurch, dass sie sich beide in kriminelle Stricke begeben hatten, besaßen sie beide ein erhöhtes Risiko dafür, nicht einfach alt werden zu können, und dann eines sanften Todes zu sterben. Würde rausfliegen, was Yang tat und wofür Nadeshiko wirklich arbeitete, würde es sie beide vielleicht Kopf und Kragen kosten. Mal ganz davon abgesehen, was für ein Umgang in den kriminellen Gefilden herrschte. Sie hörte das leise Seufzen nicht, aber keiner von ihnen schien dazu wirklich noch etwas sagen zu können. Es wäre vielleicht übertrieben zu sagen, dass sie den Tod kennen würde, aber wie viele Tode hatte sie schon erlebt? Wie viele skrupellos geduldet? Und wie weh tat ihr nun der Gedanke an einen einzigen Menschen?
Sie wechselte das Thema, sprach von Vivillons, weil sie ihr gerade einfielen mit ihrer langen Reise, die sie zurücklegten. Es schien nicht nur ihrem Herz ein wenig Fröhlichkeit zurückzubringen, soweit sie seiner Stimme einigermaßen entnehmen konnte. "Es sind wirklich schöne Wesen!", pflichtete sie ihm wieder fröhlicher bei, "Ich bewundere sie für ihre Stärke." Es irritierte sie, dass seine Stimme gegen Endes des Satzes beinahe brach, aber sie konnte nichts dazu sagen und überspielte es.

Die Gedanken übermalend, die zuvor noch beherrschend gewesen waren, kamen sie am Zielort an und trafen dort auf eine Gestalt wieder, die sie nur zu gut kannte. Und sie vermutete, dass Blume nur allzu gerne mal einen Plausch mit Yucca halten würde, auch wenn dieser das wohl eher skeptisch sah. Sie lächelte darüber jedoch nur, als sie sich auch schon nach etwas Anderem erkundigte. "Achja... kleine Rotzbengel sind aber wohl auch immer wieder eine Nummer für sich", pflichtete sie ihm bei, wenn sie an die vielen kleinquengeligen Kinder dachte, der sie manchmal auf der Arbeit begegnete. "Aber ich denke, ich komme auch gut mit ihnen klar!" Irgendwie schaffte sie es ja immer, den Rest der Welt um den Finger zu wickeln, he he.
Und so vielleicht auch ihre liebe Freundin Calla, obgleich sie wohl auch einen zu zahlenden Preis hatte... Als die Immobilienbesichtigung anfing, erwiderte Yucca nichts mehr zu ihrem Kommentar, dass er vielleicht doch freundlicher sein könnte. Das Ganze fing natürlich bei dem Erdgeschoss an, was Nadeshiko durchaus mit Neugierde musterte. Immerhin war dies wohl eher ein Wohnhaus als ein wirkliches Atelier, oder zumindest war es so gedacht. Es fehlte die eigentliche Eingangshalle, welche beinahe schon verpflichtend war. "Es ist wirklich interessant, dass sie dies nicht als Wohnhaus anbieten - oder verstehen wir uns gerade hier falsch?", fragte Nadeshiko den Makler mit einem Lächeln.
"Nein, nein, durchaus nicht. Es kann natürlich auch als Wohnhaus genutzt werden, doch wir dachten uns gerade bei Ihrer Person, dass dies ihre Kreativität regelrecht anfeuern könnte."
Sie kam nicht darum herum, eine Augenbraue zu heben. "Das lässt einen ja geradezu fragen, was für ein Bild Sie von mir haben", sagte sie herzallerliebst lächelnd.
"Kein schlechtes, falls das ihre Sorge sein sollte! Wie kämen wir auch dazu..." Er umschiffte die unangenehme Situation gekonnt, indem er ihnen die weiteren Räume des Erdgeschosses vorstellte. "Die beiden vorderen Räume eignen sich prima als Showroom, da sie den Ausblick zum Fenster besitzen - diese hier können da wohl vor allem für Gespräche und weitere Räume zum Präsentieren genutzt werden."
Die Räume sahen meistens alle gleich aus, zumindest unterschieden sie sich momentan nur vom Grundriss her. Prüfend blickte sie dennoch in jeden einzelnen. "Würdest du es hier als Kunde behaglich finden?", fragte sie direkt ihren Begleiter, "Also, wenn alles eingerichtet ist natürlich." Sie fügte einige gröbere Beschreibungen hinzu, was sie sich für ein Mobiliar vorstellte. Gemütliche kleine Schränke in warmen, hellen Farben mit Blumenvasen, Bildern an den Wänden, kleineren Sesseln und Tischen hier und da verteilt. Dabei schwebte sie mehr oder weniger auch durch alle Räume, um die ungefähre Position anzuzeigen. "Findest du es merkwürdig, wenn du bei einem Atelier zuerst den Flur betrittst?"
[out: Gut, dann... führe ich das gerade mal aus XD
Definitiv, sonst wäre es ja auch eine Schande für Pinki e.e!]
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam Di Jan 31, 2017 6:03 pm

Yang & Nadeshiko
Dass Nadeshiko ihm ihre Bilder vorführen würde, weckte doch eine gewisse Vorfreude in ihm. Nicht, dass er daran gezweifelt hätte, doch letzten Endes wusste er auch, wie wichtig ihr die Kunst war. Er fragte sich, ob er wohl durch ihre Bilder etwas mehr über sie in Erfahrung bringen konnte, schließlich war das auch eine Art Selbstausdruck. Dann wiederum war das Interpretieren nie wirklich eine seiner Stärken gewesen...
Als das Thema zu einem ihrer eventuellen Besuche umschwenkte, erwiderte seine Vorgesetzte, dass sie sich in dem Fall über seinen Terminplan informieren würde. Ja, in ihrer Position hatte sie wohl keine Schwierigkeiten, an derartige Informationen heranzukommen. Dennoch konnte Yang nicht anders, als daraufhin ein wenig nervös in sich hineinzukichern. Er konnte sich wohl nicht verstecken, letztendlich zählte für Nadeshiko wohl wirklich nur die Ehrlichkeit... auch, was seine Inneneinrichtung betraf. "Dann werde ich mir wohl keine Sorgen machen müssen.", versuchte er die Angelegenheit locker zu kommentieren, auch wenn das wohl nur in Bezug auf Nadeshiko stimmte. Er machte sich doch ein wenig Sorgen darum, wie er dann vor ihr dastehen würde. Ihm blieb wohl nichts anderes übrig, als es einfach auf sich zukommen zu lassen.
Nadeshiko bot ihm letztendlich noch an, ihm die Orte zu zeigen, an denen sie sich gerne aufhielt. Dieses Angebot brachte ihn zum Lächeln. "Oh, ja, das wäre bestimmt gut zu wissen.", meinte er daraufhin und fragte sich, welche Orte das wohl sein mochten. Dann wiederum kannte er Stratos City so schlecht, dass es vermutlich vollkommen sinnlos war, dass er sich diese Frage überhaupt stellte. "Hoffentlich verlaufe ich mich dann nicht, sollte ich dich tatsächlich einmal suchen müssen.", fügte er noch an, dieses Mal lag allerdings etwas weniger Scherz darin, als in seiner letzten Äußerung. Dieses Szenario war nämlich gar nicht einmal so abwegig...

Wenigstens freute sich Nadeshiko schon darauf, seinen Heimatort sehen zu können. Welche Eindrücke sie wohl von dort mitnehmen würde? Er hatte jedenfalls so einige vergangene Geschichten, die er ihr in Bezug auf diese Ortschaft erzählen könnte. Im Vornherein würde er jedoch mit Sicherheit abwägen müssen, was genau er ihr nun erzählen wollte. Seine Impulsivität machte Improvisation seinerseits leider stets ein wenig kompliziert.
Es kostete ihn schließlich einiges an Überwindung, über seine eigenen Veränderungen im Vergleich zu damals zu sprechen, doch letztendlich blieb ihm ein weiteres Nachhaken seitens Nadeshiko glücklicherweise erspart. Stattdessen meinte sie von sich selbst, dass sie sich laut anderen Personen im Vergleich zu früher kaum verändert hatte. Die Äußerung, die an dieser Stelle die Aufmerksamkeit des Schwarzhaarigen jedoch besonders erregte, war ihre eigene Meinung über das "kleine Mädchen von damals". Er wagte es an der Stelle doch einmal für einen kurzen Moment seinen Blick über seine Schulter in ihre Richtung huschen zu lassen, ehe er sich wieder auf den Verkehr konzentrierte. "So genau könnte das wohl keiner mehr über sich selbst sagen.", meinte er schließlich gefühlsneutral, wenn aber auch nachdenklich. "Immerhin sind die Personen von gestern auch nicht mehr die Personen von heute, wir entwickeln uns auch weiter. Wie Pokémon." Er hatte diesen Vergleich fast schon ein wenig beschwingt ausgesprochen, doch in der Sekunde darauf fand er schon, dass es ganz schön naiv geklungen hatte. "Ähm, nun ja... jedenfalls glaube ich, dass wir uns selbst auch völlig anders in Erinnerung behalten, als es andere auch tun...", fügte er daher ein wenig zurückhaltender an. Ob er sich bei diesem Thema vielleicht ein wenig zu sehr aus dem Fenster lehnte? Er wusste schließlich überhaupt nicht, wie Nadeshiko früher gewesen war, doch das spielte überhaupt keine Rolle für ihn. Er liebte sie schließlich für die Person, die sie heute war, mit all ihren Facetten, von denen er bislang keine einzige als weniger faszinierend erachtete. Und wenn das Mädchen von damals zu der Frau von heute geworden war, würde er es auch wertzuschätzen wissen... egal in welcher Form es nun existiert hatte.
Die Frage, die sie anschließend stellte, ließ den Piloten allerdings erneut nachdenklich werden. "Ja, vielleicht...", antwortete er mit einem selbstironischen Schmunzeln im Gesicht und fand seine eigenen Umstände, die in diesem Augenblick seine Gedanken kreuzten, eigentlich fast schon zu amüsant. "Wenn ich ehrlich bin, bin ich auch fast unabsichtlich in die Taijitu hineingestolpert.", beichtete er daher, empfand allerdings keinerlei Scham darüber. "Ich habe vor und in der Organisation auch ein paar Jahre meines Lebens verbracht, ohne ein wirkliches Ziel vor Augen zu haben. Mein Leben schien irgendwie seinen Wert verloren zu haben..." Einen Wert, den er heute glücklicherweise wiedergefunden hatte.

Aus diesem Grund war es wohl auch keine Schande, weiterhin an seinem Leben zu hängen. Es war nur natürlich. Fakt war jedoch, dass er das Leben Nadeshikos im Wert weit über seinem eigenen maß. Nie wieder wollte er den Verlust einer Person erdulden, die ihm etwas bedeutete. Diese Gedanken blieben allerdings unausgesprochen. Er befürchtete, seine Vorgesetzte mit diesem Thema eventuell nur zu kränken. Dass sie ausgerechnet wegen ihm bedrückt sein könnte war wirklich das Letzte, was er jemals sehen wollte.
Der fröhlichere Ton in der Stimme der Violetthaarigen, als sie von den Vivillon sprach, erleichterte ihn daher ungemein. Sie bewunderte ihre Stärke also... Er hätte am liebsten noch ein paar bekräftigende Worte gesprochen, doch er war für den Rest der Fahrt nun zu beschäftigt damit, den Kloß in seinem Hals herunterzuschlucken, der ihm das Reden plötzlich unmöglich gemacht hatte. Ihm waren plötzlich Gedanken und Vorstellungen in den Sinn gekommen, die er nun mit aller Macht zu beseitigen versuchte. Die Erinnerungen an die Leute, die er nie mehr wiedersehen würde, hatten doch mehr Narben hinterlassen, als er sich je eingestehen würde.

An ihrem Zielort angekommen schaffte er es glücklicherweise, sich davon nichts anmerken zu lassen. Die Tatsache, dass Nadeshiko von sich behauptete, gut mit Rotzbengeln auszukommen, amüsierte ihn dann doch ungemein. Aus diesem Grund tat er ihr Gegenüber etwas, das er eigentlich sonst kaum tat und versuchte sie zu necken, indem er eine Frage fast schon herausfordernd stellte und dabei ein freches Lächeln auf den Lippen trug: "Ach. Meinst du, du könntest sie dann auch erziehen?" Tatsächlich schwang an der Stelle jedoch auch eine gewisse Neugierde mit.
Weniger Neugierde empfand er jedoch für das Gespräch zwischen seiner Vorgesetzten und dem Makler, weshalb er sich eher damit beschäftigte, das Innere des Gebäudes auf sich wirken zu lassen. Er war einfach fasziniert davon, dass es vollkommen leer war und dementsprechend keinen Charakter besaß. Man konnte wohl doch eine Menge aus einem Menschen schließen, indem man seinen Geschmack in Punkto Inneneinrichtung beurteilte. Insgeheim freute er sich schon darauf, diese Eindrücke mit der Zukunft zu vergleichen, in der Nadeshiko diesen Ort für ihr Atelier beziehen würde. Vorausgesetzt natürlich, sie entschied sich für diesen Ort.
Er schenkte Nadeshiko jedoch wieder seine vollste Aufmerksamkeit, als sie ihn nach seiner Meinung fragte und ihm die geplante Inneneinrichtung beschrieb. Ein sanftes Lächeln zeigte sich dabei auf seinen Lippen, als er versuchte, sich das Ganze bildlich vorzustellen. "Merkwürdig würde ich es nicht finden.", antwortete er daraufhin auch schon und verschränkte seine Arme. "Eine etwas häusliche Atmosphäre könnte es bestimmt einladend wirken lassen. Ich habe zwar nicht besonders viel Erfahrung damit, aber Kunst hat nun nie wie etwas auf mich gewirkt, das in der Hinsicht... geschäftlich wirken müsste." Nun kratzte er sich doch etwas zurückhaltend am Hinterkopf. Er war nun einmal ein Laie und ein eher pragmatisch denkender Mensch obendrein... da fiel es ihm ein wenig schwer, sich in die Rolle eines tatsächlich Kunstinteressierten hineinzuversetzen.

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Fr Feb 03, 2017 10:01 pm


#057 ❀ mit Yang
Charakter
Nadeshiko fragte sich, wie er wohl die Bilder dann finden würde - immerhin war die Kunst immer auch eine sehr sensible Art der Kunst, wie eigentlich alles, was durch den Menschen erschaffen wurde. Da verabscheute sie die maschinelle Produktion eigentlich auch schon, in der alles unpersönlich und gleich wurde. In dem der Charakter, der von dem Hersteller eines Produktes, einfach verloren ging und verschwunden war. Sie mochte diese Dinge nicht, die jegliche Persönlichkeit verloren hatten, und der einzige Anreiz für sie war dann, ihnen wieder Charakter zu verleihen. Es war dann mit Sicherheit nicht der des Herstellers, aber ihr eigener, welcher in diesen Gegenständen in neuer Kombination weiterlebte, und dies, so konnte sie nicht bestreiten, war doch etwas, was sie persönlich auch als Hochgefühl empfand.
Doch hier ging es (nicht primär) um Persönlichkeit, sondern darum, welche zu erfassen. Sie war wirklich gespannt, ob das Haus, in dem er wohnte, wirklich so schlicht und eigentlich schon kühl eingerichtet war, oder ob dieser Bungalow wohl auch die Tiefen des Charakters widerspeigelten. Yucca schien ein klitzekleines bisschen nervös zu werden, oder irrte sie sich da? Ihre Neugierde war definitiv geweckt. Was gab es da wohl, was sie vielleicht nicht unbedingt mitbekommen sollte oder sie überraschen würde? "Ich komme versucht nicht ungelegen", versprach sie ihm dann mehr oder minder zuversichtlich, und wo sie es gesagt hatte, fielen ihre Pläne, ihn vielleicht mit einem ungelegenen Besuch in Verlegenheit zu bringen, doch wie ein Kartenhaus um. Er schien ja auch so schon genügend anderweitige Probleme zu besitzen! Oder so.
Bei einem Tandem war wohl mitunter eines der doofsten Dinge, dass man einander nicht ins Gesicht schauen konnte. Sie würde gerne die Emotionen sehen, die sich auf seinem Gesicht wiederspiegelten, aber gleichzeitig wäre es vielleicht auch besser, wenn sie sich gerade nicht sehen konnten - wer wusste das schon? "Ich vertraute dir, dass das schon klappen wird!", erwiderte sie fröhlich lachend, irgendwie fand sie allein die Vorstellung, dass er sich doch tatsächlich bei der Suche nach ihr verlaufen könnte, doch irgendwie amüsant. "Und vielleicht ist es auf der Suche nach mir manchmal ganz praktisch, wenn man sich verläuft. Vielleicht findet man mich dann ja auch besser!" Sie selbst bevorzugte es ja auch, den ein oder anderen Umweg einzuschlagen, einfach, weil man dann unheimlich viel Neues entdecken konnte!

Sie war gespannt, was sie von dem Ort mitnehmen würde, an dem er aufgewachsen und geboren wurde. Ob man wohl erkennen konnte, welchen Einflüssen er unterlag und was ihn geprägt hatte? Wie viel war von ihm wohl in diesen Gemäuern, und wie viel steckte von diesen Gemäuern in ihm selbst drin? Sie wusste selbst ja auch nur zu gut, dass die strenge Erziehung bis heute in ihr weiterlebte.
Beide schienen sie Personen zu sein, die sich im Laufe der Zeit um eine ganze Kante geändert hatten. Auch sie selbst konnte sich nur zu gut daran erinnern, wie die Zeit damals war, und doch. Sie schien zu verschwimmen. Aber wann immer sie ihre Bilder, die sie gezeichnet hatte, ins Gedächtnis rief, waren sie wieder da. Die Mauern, die sie nicht überwinden konnte. Für einen Augenblick kreuzten sich ihre Blicke, doch der Moment war zu flüchtig, als dass sie sich zu einem Lächeln bewegen könnte, welches weniger Trauer aus den Augen sprach. Die gefühlsneutrale Antwort von ihrem Ritter ließ sie da wieder auf den "Boden der Tatsachen" zurückkommen, und sie wieder in die Realität zurückkehren lassen. Jeder Anflug von Mitgefühl würde sie wohl nur noch tiefer in das Loch stürzen, welches sie vorsichtig wieder zuschüttete. Über seinen Vergleich mit Pokémon musste sie aber wirklich kichern. "Wir sind diesen Wesen doch ähnlicher als wir vermuten, huh?", fragte sie, den zurückhaltenderen Kommentar von ihm bedenkend. "Vielleicht ist es auch ganz beruhigend, weder gestern noch morgen sein zu müssen, sondern einfach heute, hier und jetzt." Sie lächelte, wieder etwas zufriedener, auch wenn er es nun nicht mehr sehen konnte.
Was man nun letzten Endes auch im Leben wollte war ziemlich schwierig zu beantworten. Er schien zumindest auch nicht in die Taijitu gegangen zu sein, weil er es wirklich wollte und beabsichtigte. "Ich glaube bei mir war es immer ein wenig meine Intention gewesen - vielleicht eifere ich da auch jemanden einfach zu sehr nach." Es war schwierig, die eigenen Wünsche und Hoffnungen von der Person abzugrenzen, zu welcher man eine unbeschreibliche Verbundenheit suchen wollte, und sie doch nicht fand. "Ich freue mich aber sehr, dass du das Ziel wiedergefunden zu haben scheinst - oder?" Sie bezog dies, da sie keinerlei eine egozentrische Person war, selbstverständlich auf die Ziele der Taijitu. "Ob sich irgendwann diese Welt zu einem Besseren wenden wird?" Sie blickte in den klaren, blauen Himmel, der für sie keine Antworten bereit hielt.

Was es hieß, an seinem eigenen und nur an seinem eigenen Leben zu hängen, hatte sie erfahren. Sie wusste, wie es war, wenn das Wohl einer anderen Person ihr weniger Kummer bereiten würde als ihr eigener Tod. Aber bei manchen Personen konnte sie deren Tod ebenso wenig dulden, selbst wenn die Motive dieselben waren. Sie wusste, oder ahnte zumindest, dass Yang sie hoch einschätzte, und zwar so hoch wie selten eine andere Person. Aber sie wusste ebenso gut, dass sie ihn ebenfalls kaum sterben lassen könnte, ohne eine Last aufgebürdet zu bekommen. Flüchtig war der Gedanke, dass sie beide wohl einfach am Leben bleiben mussten, so leicht dies auch klang.
Dass Vivillons so voller Stärke waren, war bewundernswert. Jedes Wesen, welches diese Eigenschaft besaß, fand sie erstaunlich, denn sie selbst zweifelte manchmal an ihr selbst, wie es Menschen nun einmal taten. Er erwiderte nichts mehr darauf, und für einen Augenblick zog die Stille an ihnen vorbei, die in manchen Momenten mit so viel mehr Bedeutung geprägt war als es ein einfaches Wort an sich vermochte. Wohin ihre eigenen Gedanken da kehrten, konnte sie selbst nicht mehr sagen.

Nun waren sie aber auch endlich mal da, und bei einem kleinen Gespräch über Kinder schien Yucca doch auch die Herausforderung zu suchen! Sie schmunzelte, als er fragte, ob sie sie wohl auch erziehen konnte. "Tja...", wich sie erst einmal einer endgültigen Antwort aus, denn sie hatte tatsächlich keinen Plan. "Eigentlich konnte ich mir bisher noch nie vorstellen, wie ich Mutter werde", antwortete sie dann schließlich, wobei sie ein klein wenig verlegen wirkte. "Wie sieht es mit dir denn aus?", warf sie dann aber geschwind den Ball zurück zu ihrem Ritter und lächelte mit einem spitzbübischen Funkeln.
Dann ging es aber auch an die Immobilienbesichtigung, die für Außenstehende vermutlich nie sonderlich spannend war - darauf konnte sie aber keine Rücksicht nehmen, denn wenn sie das ganz alleine tun würde, wäre ihr furchtbar langweilig. Sie befanden sich gerade noch im Erdgeschoss, als sie dann aber auch ihren Ritter wieder einband. Sie beschrieb ihm die von ihr geplante Einrichtung, damit er seine Meinung dazu abgeben konnte, so gut wie es ihr momentan möglich war. Dabei schien sie mehr oder weniger aufzublühen, was aber wohl bei der endgültigen Auswahl der Möbel noch übertroffen werden könnte.
Sie lächelte über den Eindruck, den er ihr beschrieb. "Das Atelier und die Galerie soll ja auch für Unerfahrene ansprechend sein, also hat das durchaus Berechtigung!", beruhigte sie ihn und blieb dann schließlich wieder stehen, nachdenklich. "Danke für deine Meinung!" Bevor sie sich an den Makler wandte, schenkte sie ihm ein strahlendes Lächeln.
"Wir können uns das Obergeschoss ansehen! Es sind zwei Obergeschosse, nicht wahr?", bezog sie Mister Butler, der sich die Beine in den Bauch gestanden hatte, wieder in das Gespräch ein, und er nickte professionell und geschäftlich.
"Genau. Das erste Obergeschoss eignet sich bestimmt hervorragend als Atelier, wohingegen das Dachgeschoss als Wohnraum verwendet werden kann, wenn gewünscht", erklärte er weiter, als sie die Drehtreppe nach oben gingen, welche komplett aus Holz gefertigt war und geräumig genug war, um zwei Personen nebeneinander Platz zu bieten. Selbst wenn sie so groß wie Nadeshiko und Yang waren.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam So März 12, 2017 10:45 am

Yang & Nadeshiko
Versucht nicht ungelegen... Bei diesen Worten schürzte Yang seine Lippen ein wenig. Er konnte dazu nicht mehr viel kommentieren, schließlich vertraute er diesem Fakt bedingungslos. Auch wenn das Gegenteil eintreten sollte, würde er sich irgendwie noch souverän durch diese Situation hindurchboxen. Was wäre er denn sonst für ein Mann? Hahaha... ha...
Im Moment darauf stimmte ihn allerdings schon die Tatsache, dass Nadeshiko ihm gegenüber Vertrauen aussprach, äußerst fröhlich. Wenn es um sie ging, konnten wirklich bereits die simpelsten Dinge seine Laune heben. Da blendete er es auch einmal aus, dass es ihm eigentlich gar nicht wirklich logisch erschien, wie einem Verlaufen in irgendeiner Weise weiterhelfen sollte. In seinen Augen wäre das nur beschämend. "Wobei ich es immer noch bevorzugen würde, mich nicht zu verlaufen. Diese Stadt ist sicher schlimmer als so manche Wildnis.", antwortete er dennoch, wenn aber auch in beschwingtem Ton. Verlaufen hatte in dem Sinne ja beinahe schon etwas Abenteuerliches an sich. Aber er war kein wirklicher Fan von Spontaneität, auch wenn er den Nervenkitzel durchaus zu schätzen wissen konnte.

Kurz darauf hatte der Schwarzhaarige auch schon etwas an seinem leicht naiven Kommentar über den Vergleich zwischen Menschen und Pokémon zu knabbern, doch Nadeshiko schien es ähnlich zu sehen wie er, was ihn doch ungemein erleichterte. Er befürchtete viel zu oft, dass er so kindisch auf andere wirkte, wie er sich manchmal fühlte. Die Stimme der Künstlerin, als sie darauf einging, klang für ihn jedoch recht sanft. Er musste wohl nicht befürchten, verantwortungslos mit einem persönlichen Thema umgegangen zu sein. "Ja, denke ich auch... ich kann mich nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnern, aber ich habe einmal gehört, dass deprimierte Menschen in der Vergangenheit und Menschen mit Ängsten in der Zukunft leben." Er hielt kurz inne und dachte nach. "Um wirklich glücklich zu sein, muss man wohl die Gegenwart so akzeptieren können, wie sie ist." Das war es wohl auch, was einen starken Menschen ausmachte, zumindest in seinen Augen. Man musste seine Vergangenheit akzeptieren und erhobenen Hauptes der Zukunft entgegensehen können. Das war das Ideal, nach dem er zumindest strebte.
Wenn es um die Taijitu ging, schien die Unberechenbarkeit Nadeshiko jedoch wieder einmal zuzutreffen. Ihrem Aussehen nach würde man gar nicht vermuten, dass sie mit voller Intention der Taijitu beigetreten war. Dann wiederum wäre sie bestimmt nicht derart schnell in die Elite aufgestiegen, wäre das Gegenteil der Fall gewesen. Die Frage war nur, wem sie wohl nacheiferte? Doch bevor er in dem Punkt weiter nachhaken konnte, wurde Yang auch schon auf seine wiedergefundenen Ziele angesprochen. "Ja... ja, kann man wohl so sagen.", gab er etwas zurückhaltend zurück. Sein gesamter Lebensinhalt mochte auf andere wohl sehr banal im Vergleich zu den Ambitionen manch anderer Mitglieder ihrer ihrer Organisation wirken, aber so war er nun einmal. Er band sich viel zu schnell an andere Personen, sollte er sich ihnen tatsächlich einmal öffnen. "Das ist die Frage. Unser oberster Vorgesetzter scheint ja ziemlich ambitioniert zu sein, was das betrifft.", kommentierte er die letzte Frage der Künstlerin und sah auf den Asphalt. So genau konnte er das nicht einschätzen, er kannte Spencer eigentlich fast nur auf geschäftlicher Ebene. "Die Taijitu gibt es auch schon so viel länger als ihn... Vielleicht jagen wir nur irgendwelchen Träumen hinterher.", seufzte er schließlich aus, wandte seinen Blick dabei aber wieder entschlossen geradeaus. "Mir macht es aber nichts aus, solange ich dafür etwas zu tun habe.", machte er daraufhin auch schon entschlossen seinen Standpunkt klar. Ihm war das große Schicksal der Allgemeinheit egal, solange nur seine eigene Welt heil bleiben konnte. Vermutlich ein etwas naiver Gedanker für einen Kriminellen, aber letztendlich handelten viele in ihrem Geschäft nur aus Eigennutz.

Die deprimierenden Gedanken, die ihre Tätigkeit hervorrief, wurden daher möglichst schnell beiseite geschoben. Kinder waren angesichts dessen wohl ein starker Themenwechsel, doch diese Frage hatte sich der Schwarzhaarige dann doch nicht verkneifen können. Als er ihre sachte Verlegenheit bemerkte, konnte er allerdings nicht anders, als selbst etwas verlegen zu werden. Sie hatte sich also bisher nie vorstellen können, Mutter zu werden. Nachdenklich legte sich der Pilot eine Hand an sein Kinn und sah zur Seite, als seine Vorgesetzte ihm die Frage spitzbübisch zurückwarf. "Nun... ich weiß zumindest, dass ich mir schon immer eine Familie gewünscht habe...", kam es ihm mangels eines besseren Ausdrucks etwas unsicher über die Lippen. "Aber dank meines Berufs war es schon immer so etwas wie ein Luftschloss für mich.", fügte er noch ein wenig bedrückt an. Wenn er sich ernsthaft Gedanken darum machte, war es tatsächlich etwas deprimierend. So impulsiv er auch gegenüber Fremden werden konnte, umso harmoniebedürftiger war er, wenn es um die zwischenmenschliche Verhältnisse ging, die tatsächlich funktionierten. Leider war es umso schwerer, wenn man nicht oft genug für den anderen da sein konnte. Viele seiner Kollegen hatten sich schon darüber beklagt. Wie es dann wohl erst mit einem Kind war...? Seine naiven Seiten kamen aber auch wirklich an den unpassendsten Momenten zum Vorschein.

"Bitte.", erwiderte er schließlich beruhigt den Dank Nadeshikos auf seine Meinung hin und musste einmal tief ausatmen, als die Aufmerksamkeit sich wieder etwas von ihm abwandte. Es war anstrengend, wenn man versuchte, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Insbesondere hinter einer zivilen Fassade.
Danach ging es schließlich in das obere Stockwerk. Eine so geräumige Treppe hatte Yang in einem Gebäude wie diesem gar nicht erwartet. Lag vielleicht aber auch eher daran, dass er Treppen häufig nur mit sehr engem Raum in Verbindung brachte. "Ich finde es übrigens beeindruckend, wie schnell du dir ein Bild von deiner Einrichtung machen kannst.", musste er schließlich noch loswerden, während sie nach oben gingen. Wenn er da so an die Inneneinrichtung seiner eigenen Wohnräumlichkeiten dachte... Er hatte die Dinge einfach nur dorthin gestellt, wo sie am wenigsten störten und am einfachsten zu erreichen waren. Was das wohl über ihn aussagte...? Er musste sich wohl immer noch mit dem Gedanken anfreunden, dass Nadeshiko eines Tages seinen eigenen vier Wände einen Besuch abstatten würde. Eigentlich wunderlich, dass es nicht früher geschehen war, wo sie sich doch schon eine ganze Weile kannten, aber berufliche Distanz brauchte wohl seine Zeit, bis sie allmählich überwunden wurde.

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Fr März 17, 2017 9:21 pm


#058 ❀ mit Yang
Bande
Wie groß der Beweis seiner Männlichkeit dann sein würde, wenn Nadeshiko ungefragt und ungelegen Yangs Wohnung stürmen würde, wäre wohl die eine interessante Frage, die noch offen war und ausstand. Dass sich diese Frage überhaupt stellte, wusste die Gute nur zu diesem Zeitpunkt nur nicht! Sie konnte sich auch kein Bild machen, außer, dass es vermutlich nur mit wenigen persönlichen Gegenständen eingerichtet war. Sie konnte sich vorstellen, dass er als Pilot vielleicht noch rastloser war als sie selbst, wo sie nicht einmal ein flugfähiges Pokémon besaß, welches ihr Flügel sein könnte.
Dass er da den Sinn unv Zweck davon, sich zu verlaufen, aber auch nicht sah! Er war wohl eher ein pragmatischer Denker - doch konnte man sie als Romantikerin und Träumerin bezeichnen? Persönlich hatte sie oft eher das Gefühl, sie seien schon vor allzu langer Zeit in Scherben zerbrochen und mit kräftigen Farben und Collagen übermalt worden. "Das stimmt wohl! Ich fühle mich in Vorstädten auch eher wohl als in der wirklichen Innenstadt. Auch wenn ich oft hier zu tun habe, da gewöhnt man sich vielleicht daran - oder aber man macht es sich einfach jeden Tag wieder schmackhaft", fügte sie eventuell etwas rätselhaft hinzu, eventuell wusste Yucca aber auch, wovon sie sprach. Sie selbst versank sich da selbst erst einmal nicht in die Erklärung ihrer Aussage.

Dass sie dann aber auch einer Meinung sein konnten, zeigte wohl die Aussage von ihrem Ritter. Sie kam nicht umhin auch schwesterliche oder gar mütterliche Gefühle für diese Wesen zu hegen, welche ihr immer zur Seite gestanden hatten. Es war zuerst kurios, als Painwe, ihr Farbeagle, sich so an sie herangehangen hatte, aber zumindest war sie durch seine Anwesenheit nicht alleine gewesen. Und auch Cerberus war ihr immer ein Beschützer gewesen, sowohl als kleines Kaumalat bis nun zu einem großen und stolzen Knakrack. Sie freute sich schon darauf, ihm sein kleines Präsent übergeben zu können, welche Folgen auch immer das Geschenk eigentlich nun mit sich bringen sollte. "Die Gegenwart zu akzeptieren fällt nicht immer leicht", begann sie dann, ihre Tonlage schwimmte zwischem Melancholie und Sanftmut, "aber sie ist besser, sich in irgendwelchen Zeiten zu verrennen, die es nicht gibt. Alles, was hinter uns liegt, gehört dem Tod - ich glaube, dass ein römischer Philosoph das mal geschrieben hat. Und das, was vor uns liegt?" Sie hielt einen Moment inne, um ihren Blick dem strahlend hellen Himmel zu widmen. "Darüber sollte man sich am besten keine Gedanken machen."  Ob ihr die Zukunft in diesem Sinne vielleicht sogar egal war? Es wäre nicht unrealistisch, so risikobereit, ziellos und herumstreunend wie sie manchmal war, auch wenn man es nun nicht mehr vermutete.
Einer vielleicht unangenehmen Nachfrage entging sie dadurch, dass sie wie in den meisten Fällen das Zepter in der Hand hielt. Sie sprach nur selten über ihre Vergangenheit im Konkreten, hatte sie nie Anlass gesehen, sich irgendwem anzuvertrauen oder es jemanden zu sagen - warum denn auch? Dafür erfuhr sie umso lieber Fragmente dessen, was andere erlebt hatten, was andere geschafft und was sie erreicht hatten. Was sie ausmachte, wie sie reagierten. Dass ihr Ritter und sie momentan aneinander vorbeisprachen, bemerkte die Nelke nicht. Das Thema wechselte auch eher zu den Zielen der Taijitu, und sie legte nachdenklich den Kopf ein wenig schief. "Auch wenn 'seine Majestät' noch sehr bescheiden zu sein scheint", fügte sie dann mit einem leisen Lachen in der Stimme hinzu, "ich bin gespannt, wie er als nächstes handeln wird. Ich habe momentan leider keinen allzu guten Überblick... gibt es eigentlich Streitigkeiten im ersten Rang?", fügte sie noch eine Frage hinzu, der an den eigentlichen Sinn der Ritter erinnerte.
Bei der Erwähnung von Träumen lehnte sie sich zurück, einen Seufzer ausstoßend. "Etwas zu tun zu haben ist jedenfalls ein Anfang", meinte sie dann, "braucht man wohl nur auch einen Punkt, an dem man ankommt?" Sie trieb sich umher, wusste vielleicht für einen Augenblick, was sie zu tun hatte, und dann war dieser Moment auch schon vorbei und sie suchte sich eine neue Beschäftigung. Dies war wohl der Inbegriff von Rastlosigkeit, der sie verfallen war, seit sie vielleicht damals das viel gehasste Heim verloren hatte. Sie hatte es nicht geschafft, es wieder aufzubauen.

Dieser Gedanke passte wohl auch zu dem Thema der Familie, welches zumindest für sie auch eine gewisse Verlegenheit mit sich brachte. Sie hatte sich schlichtweg auch keine Gedanken darüber gemacht, wie sie diesen Ort, aus dem sie verdrängt wurde, wieder aufbauen sollte, denn sie hatte ja nicht einmal den Bruchteil einer Ahnung, wie so ein Ort überhaupt aussehen könnte. "Dann sind wir ja schon zwei", kommentierte sie mit einem schwachen Lächeln die Lage, vielleicht, um ein wenig aufmunternd zu sein. "Ein Luftschloss heißt nicht nur Luftschloss, weil es vergänglich ist wie ein Lufthauch, sondern auch, weil es sich hoch oben befindet und es nicht zu sehen ist, auch wenn man sich darin befindet", mutmaßte sie dann auch noch, von Fakten ausgehend, die sie sich in diesem Moment just zusammengereimt hatte. Es war jedoch die Wahrheit, an die sie glaubte, von daher war sie auch keine Lüge - und vielleicht würde sie ja auch noch etwas bringen, vielleicht würde sie die Laune auch noch ein wenig heben, die nun wieder auf einen deprimierenden Tiefpunkt angelangt war.

Diese Themen waren jedoch nicht mehr von Belang, oder zumindest öberflächlich nicht mehr existent, als es an die Hausbesichtigung ging. Sie lächelte Yucca noch einmal zu, ehe sie sich dann wieder dem Makler widmete und die ein oder andere Frage stellte. Für sie war es nicht schwierig, sich mit der Öffentlichkeit zu befassen, sie war immerhin nicht auch umsonst die Repräsentantin der Taijitu geworden. Es mochte beinahe schon erstaunlich erscheinen, dass man sie nach wenigen Monaten, Jahren Mitgliedschaft in diese Position gehoben hatte, doch gleichzeitig war es bei ihrer Person wohl auch mehr als berechtigt.
Das obere Stockwerk erwartete sie dann auch, welches sie über eine recht geräumige Treppe erreichen konnten. Ihre Pokémon würden also vielleicht kleine Probleme besitzen! Ehe sie jedoch den Gedanken vertiefen konnte, diese doch auf einen Moment herauszuholen, richtete Yang auch noch einmal das Wort an sie. Ein beinahe schon zurückhaltendes Lächeln huschte über ihre Lippen, ehe ihr Strahlen es wieder an die übliche Lage rückte. "Ich wollte schon immer meine eigenen vier Wände einrichten! Bisher habe ich meistens die Wohnung mitsamt der Möbel gekauft - einfach, weil es leichter war. Nun möchte ich mir aber wirklich die Zeit dafür nehmen!", antwortete sie dann bestimmt, und mit einem Ausdruck von Freude auf dem Gesicht, als sie daran dachte, dass sie auch die Treppe ja noch dekorieren konnte. Wie dann wieder Yangs Bungalow wohl aussah...? Sie war wirklich gespannt, erwartete aber auch gleichzeitig kein ausgeklügeltes Design. Das würde sie wirklich überraschen! "Lebst du eigentlich schon lange alleine?", kam ihr spontan noch in den Sinn, wobei sie dabei möglichst versuchte, die Reaktion auch trotz der Treppen mitzubekommen. Sie waren ja auch fast oben - so hoch lag das erste Obergeschoss ja auch nicht.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam Do März 30, 2017 11:22 pm

Yang & Nadeshiko
Nadeshikos Worten nach musste sie wohl auch eher ruhigere Ortschaften bevorzugen. Wunderlich war es nicht, schließlich konnte Yang sich vorstellen, dass Personen wie sie solche Orte eher bevorzugten, um Inspiration zu finden. Für ihn selbst war es allein schon aus dem Grund ein klarer Fall, dass er auf dem abgeschiedenen Land groß geworden war und selbst mit Panaero City noch eher in einer ruhigeren Gegend seine Bleibe hatte. Großstädte waren ihm da schlicht und ergreifend zu stressig. "Schmackhaft, hmmm..." Ihre letzten Worte regten ihn allerdings zum Nachdenken an und tatsächlich kam ihm dann doch ein Vorzug des Großstadtlebens in den Sinn. "Ja, ich schätze, man kann sich wohl zumindest eine Pizza in dreißig Minuten vor die Tür liefern lassen.", kommentierte er ein wenig geistesabwesend. Das ging in abgeschotteten Orten wie Monsentiero selbstverständlich nicht. Er hatte seine erste Pizza tatsächlich erst gegessen, als er angefangen hatte, in Ondula zur Schule zu gehen, weil dieses Gericht in seinem Heimatkaff auch sonst nirgendwo verkauft wurde. An dieser Stelle trat wohl wirklich sein inneres Landei hervor.

Auf seine Worte hin entgegnete die Künstlerin schließlich, dass es nicht leicht sei, die Gegenwart zu akzeptieren. Yang konnte ihr in dem Punkt nur zustimmen. Früher hatte er oft Schwierigkeiten damit gehabt, das Geschehen um ihn herum wirklich zu verarbeiten. Es war wirklich schwer zu glauben, dass Menschen schon von einer Sekunde auf die nächste für immer aus dem eigenen Leben verschwinden konnten.
Daher trafen die nächsten Worte der Violetthaarigen ihn gleich umso schwerer. Es gehörte also dem Tod? Wahrer konnten diese Worte wohl nicht sein, und das auf so vielen Ebenen. Für einen Augenblick wurde der Pilot wieder etwas nachdenklich, auch wenn er seine Augen nach wie vor auf den Verkehr gerichtet hatte. "Sehr treffende Worte.", meinte er schließlich halb im Seufzen. Im nächsten Augenblick fiel ihm auch schon auf, dass er nicht wusste, was er sonst noch darauf entgegnen könnte. Er nahm die Gegenwart inzwischen schließlich einfach so hin, wie sie war. Er hatte das Gefühl, als sollte er noch mehr dazu entgegnen, aber ihm wollte schlicht und ergreifend keine Formulierung über die Lippen kommen, die an die zuvor gesprochenen Worte seiner Vorgesetzten in seinen Augen heranreichen würde. Die Nennung des Todes lag ihm zu schwer auf der Seele, als dass er dem in irgendeiner Weise entgegenkommen konnte.
Ihr Gespräch schweifte schließlich zu den Zielen der Organisation, für die sie tätig waren. Als Nadeshiko anmerkte, dass die "Majestät" sich in dem Punkt dennoch bescheiden gab, kam Yang nicht drumherum, über diese Begebenheit einmal zurückhaltend aufzulachen. "Das ist wahr.", kommentierte er mit einem Lächeln. Er wusste eigentlich nicht so recht, wie er Spencer einschätzen sollte. Wie ein typischer Krimineller wirkte er jedenfalls nicht. Dann wiederum gehörte das Elitemitglied hinter ihm wohl in eine ähnliche Spalte... solche Menschen konnten letztendlich die gefährlichsten von allen sein. Und aus diesem Grund respektierte er sie auch so sehr.
"Aktuell nicht.", kam er schließlichsachlich seiner Pflicht nach, als Nadeshiko sich nach Streitigkeiten im ersten Rang erkundigte. "Ich sehe das Ableben Saverias allerdings als recht kritisch. Irgendwer vom ersten Rang wird wohl in die Elite aufrücken. Hoffentlich entscheidet unser Boss sich schnell, bevor es zu... unangenehmen Spekulationen kommt." So betrachtete er zumindest die Entwicklung in seinen eigenen Reihen. Es gab wirklich ein paar Individuen, die sich sehr nach weiterem Einfluss in der Organisation sehnten. Yang gehörte allerdings nicht dazu. Er war vollkommen zufrieden damit, direkt eine Stufe unter Nadeshiko zu stehen. Und was ein einfacher Schmuggler wie er in diesem Rang bewirken könnte war ohnehin fraglich, er war kein Mann für das Organisatorische und handelte lieber.
Die Künstlerin seufzte schließlich, was den Schwarzhaarigen etwas hellhöriger werden ließ. Die letzte Frage, die sie stellte, irritierte ihn allerdings etwas. Im nächsten Moment wurde ihm allerdings klar, dass man wohl alles tun konnte, was man wollte... solange es keinen Zweck verfolgte, war es wohl gewissermaßen sinnlos. Die wichtigere Frage war allerdings, inwiefern man diesen Zweck nun definieren wollte. "Das mag jetzt wohl etwas seltsam klingen, wenn es von jemandem wie mir kommt...", setzte er daher an und sah sich etwas verstohlen um, "aber ich bin der Überzeugung, dass ein Mensch sich das Fühlen von Glück als höchstes Ziel setzen sollte." Etwas beschämt senkte er seinen Blick. Nun hatte er das Thema aber schon angerissen, also gab es kein zurück mehr.
"Für mich war die Reise schon immer das Ziel. Was daraus resultiert ist mir letztendlich einerlei, die Organisation ermöglicht es mir trotz meines Hintergrunds das zu tun, was ich liebe." Er hielt kurz inne und dachte über seine erste Entlassung nach, die ihm einen heftigen Stich versetzt hatte. "Sei es nun das Fliegen oder... einfach Zeit mit dir zu verbringen..." Seine letzten Worte waren etwas leiser und schüchterner geworden, weshalb er einmal tief durchatmete. "Letztendlich sind wir eben immer noch nur Menschen. Für uns ist der Film erst zuende, sobald der Abspann wirklich läuft." Diese Metapher hatte er nur verwendet, weil er das Wort "Tod" nicht länger in dieser Konversation nennen wollte. Im Nachhinein betrachtet kamen ihm seine eigenen Worte allerdings plötzlich absurd vor. Wie oft hatte er sich nicht schon gewünscht, selbst ein Drachenpokémon zu sein und sich in den Lüften von diesen weltlichen Belangen lösen zu können? Das mochte auch der Grund sein, weshalb er Blair auf diese spezielle Art behandelte. Aber er war ein Mensch. Und aus diesem Grund wusste er für sich selbst, dass diese eine Sichtweise die einzig richtige für ihn war.

Leugnen konnte er jedoch nicht, dass er zumindest für diesen Augenblick ein ganz besonderes Ziel ins Auge gefasst hatte. Als Nadeshiko meinte, dass sie sich ebenfalls eine Familie wünschte, fühlte er, wie sein Herz einen Satz machte. Das mochte aber noch lange nichts heißen! Er ermahnte sich in Gedanken nach wie vor, nicht zu viel nach Außen dringen zu lassen. "Hmmm..." Ein verschmitztes Lächeln war auf seine Lippen zurückgekehrt, während er die letzten Worte der Künstlerin überdachte. "Wenn es sich auf diese Weise hoch oben befindet, sollte ich wohl ohne Zweifel dazu in der Lage sein, es zu erreichen." Tatsächlich hatten die Worte Nadeshikos ihn nun trotz ihrer eigenen betrübten Stimmung wieder aufgeheitert. Hoffnung keimte wohl selbst auf dem härtesten Boden.

Während der Hausbesichtigung kam Yang allerdings nicht drumherum, seine Vorgesetzte für ihr Geschick in ihrem Feld ein wenig zu bewundern. Wie einfach es ihr fiel, sich mit Leuten zu unterhalten, war erfrischend zu beobachten. Er selbst hatte sich so sehr verhärtet aus der bloßen Angst heraus, durch den Verlust einer ihm wichtigen Person verletzt zu werden. Wenn man einsam war, lief man wirklich auf die Gefahr, sich jedem zu sehr zu nähern, dem man sich gegenüber öffnen konnte. Im Grunde war es mit Nadeshiko doch nicht anders gewesen. Während sie mit dem Makler sprach, konnte der Schwarzhaarige daher nicht anders, als sie mit sanftem Blick zu beobachten.
"Ich verstehe.", entgegnete er schließlich auf die Erläuterung der Künstlerin hin, als sie dem Makler in das zweite Stockwerk folgten. Wieder einmal blieben ihm die Worte im Halse stecken. Ansonsten kannte er sich wirklich zu wenig mit all diesen Dingen aus, die die Innenästhetik betrafen, jedoch erschien es ihm wirklich wie eine praktischere Lösung, eine fertige Inneneinrichtung mit zu erwerben. Es ersparte einiges an Arbeit. Daran hätte er eventuell auch denken sollen, als er sich seine eigenen vier Wände besorgt hatte...
Die Frage, ob er schon lange alleine lebte, traf ihn allerdings ein wenig unvorbereitet. "Ja. Etwa... elf Jahre, wenn ich mich nicht verschätze.", antwortete er trotz dessen neutral und knapp, da sie ja fast schon oben angelangt waren. Er fragte sich, weshalb Nadeshiko das wohl wissen wollte. Wichtiger war es aber wohl, sich nun endlich darauf zu konzentrieren, diese besichtigung zu beenden.

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Apr 02, 2017 1:43 pm


#059 ❀ mit Yang
Vergehen
Die Ruhe von kleineren Gebieten und Ortschaften war immer hilfreich dabei, seinen Geist zu öffnen und sich freizumachen von dem, was einen sonst so belangte. Doch gleichzeitig konnten sie Nadeshiko auch nicht wirklich lange fesseln, dafür war ihr Wesen nicht ausgelegt - zumal sie manchmal auch bei den Schönheiten der Landschaft die Vergangenheit zu nahe schien, als sie lange bei sich wissen wollte. Weswegen sie aber nicht verneinen konnte, diese Orte dennoch wunderschön zu finden.
Die Verbindung, die Yang jedoch mit 'schmackhaft' verband, ließ Nadeshiko prusten - sie hatte absolut nicht damit gerechnet und in ihren Ohren klang es wie die Aussage eines kleinen Jungens, was sie doch recht niedlich fand. Es war erstaunlich, welche Seiten sich bei einem Gespräch doch offenbaren konnten... Sie schmunzelte unwillkürlich bei dem Gedanken. "Nur eine Pizza wäre doch viel zu wenig für die Metropole von Einall", erwiderte sie mit einem belehrend anmutenden Tonfall und konnte nicht anders als zu kichern.

Wie ging man mit einer Gegenwart um, die einem nur Verluste bereitete? Vielleicht auch einfach gar nicht? Es waren Fragen über Fragen, die sich auftaten. Sie selbst hatte bisher nur mit dem wirklichen und endgültigen Verlust mit denen zu kämpfen, die sie in ihrem Leben nicht mehr wiedersehen wollte. Und selbst da wusste sie nicht, ob sie nicht irgendwo noch lauerten und darauf warteten, sie wieder in dieses große, leere Zimmer zu sperren... Es war etwas, was sie nie wieder zulassen würde, wo sich ihre Knospe nun geöffnet hatte. Sie würde nicht zurückgehen, sondern nur vergehen.
Dass ihm nichts weiter auf ihre Worte einfielen, machte ihr wenig aus. Wenn man sich einig war, konnte man die Stille genießen, die entstand, und die angefüllt waren mit Gedanken, die in einem ähnlichen Takt schlugen. Im Streit hingegen wartete man nur angespannt darauf, das nächste Argument zu finden, während die Unruhe sich ausbreitete wie eine Welle, die Unzufriedenheit stiftete. Wohin ihre Gedanken letzten Endes jedoch verschwanden, konnte sie kaum sagen. Vielleicht dachte sie über den Tod nach, dessen Begriff so unendlich endlich schien. Der ein Ende markierte, welches man nicht mehr zurückhalten konnte. "Würdest du den Tod rückgängig machen wollen?", fragte sie ihn dann aus dem Nichts heraus. Ihre Stimme klang nebensächlich bei der Frage, als wäre sie nur so dahin gesagt, als sei sie nichts, was schwer lasten würde.
Dann aber grinste sie auch bei der Erwähnung der 'Majestät', die sie einbrachte. Es war wahr, dass er nicht unbedingt derjenige war, den man auf einen Blick durchschauen konnte - aber gerade das machte ihn wohl so spannend. Sie selbst hatte sich in zwei Jahren wohl nicht besonders viel Vertrauen erarbeitet, und sie sah es schon zerfließen, wenn er auf ihre Ritter der Nacht kam... A propros Ritter der Nacht, wie stand es eigentlich um die Rumoren, die wahrscheinlich seit dem Ableben Saverias entstanden sind? Nadeshiko schürzte nachdenklich die Lippen, auch wenn da immer noch dieses leicht Spitzbübische war, weswegen man sie doch gerne und oft unterschätzte. "Es wäre wohl nur besser, wenn die Entscheidung schnell fällt - wie es dann um die anderen Ränge steht, werde ich wohl auch noch einholen gehen", fasste sie ihren Gedankengang, der noch mögliche Werdegänge umfasst hatte, zusammen, den Kopf ein wenig schief gelegt. "Gibt es noch vielversprechende Kandidaten aus den unteren Rängen...? Aber halt! Das war genug der Arbeit, ich bin schließlich für die Zeit rund um das Atelier und die Galerie befreit", schnitt sie dann in das Gespräch ein, auch wenn es sie wohl immer ein klein wenig beschäftigen würde.
Was nun aber die Kinderei sein sollte, die Yucca verlautbaren wollte, interessierte Nadeshiko doch. Sie beugte sich ein wenig vor, sollte ihr Ritter auf die Idee kommen, seine Stimme entsprechend der Sache zu senken - und musste sanft lächeln, als seine Worte ihre Ohren und ihren Verstand erreichten. Was er damit aber meinte, konnte vielerlei sein, weswegen sie recht froh über die Erklärung war - die sie wohl ohnehin auch eingefordert hätte, so konnte man es ja nicht einfach stehen lassen! Sie stützte sich während des Hörens auf dem Lenker ein wenig ab, sodass sie noch ein Stückchen näher an Yucca dran war, sodass sie jedes Wort auch hören konnte! Die Worte ließen ihr zuerst neugieriges Gesicht immer sanfter werden, ehe sich Überraschung bei ihr ausbreitete. Hatte sie eben gerade wirklich richtig gehört? Sie hatte sich ja aufgrund dessen schon genähert, doch nun... Sie musste wieder an seine vorherigen Handlungen denken, und man konnte sagen, dass in ihrem Kopf ein leichtes Chaos herrschte. Dieses unbestimmte Gefühl war eines, mit welchem sie, kurzum gesagt, in indirekter Art nicht besonders gut umgehen konnte.
"Reisen ist ein schönes Ziel!", meinte sie dann daraufhin, um irgendetwas zu sagen, und überging seine Worte mit dezenter Hast. Wie sollte sie damit umgehen? "Es scheint auch das einzige Ziel zu sein, welchem ich persönlich nachhängen kann", fügte sie dann noch hinzu, einfach weil es nichts gab, was ihrem rastlosen Wesen sonst entsprechen könnte. Und selbst dann war es vermutlich kein Ziel, welches für sie wirklich auf lange Dauer in Frage käme - irgendwann würde sie wieder davon weggehen, vielleicht mal länger verweilen wollen und dann doch wieder davonziehen. "Mein Name wird sicherlich in deinem Abspann auftauchen, oder? Deiner dann sicher auch in meinem! Wie viele Menschen und Pokémon wir wohl noch treffen werden?" Es war ein etwas heiterer Gedanke am Ende, der sie neugierig machte, und sie auch fragen ließ, welche Rolle wohl die Person einnehmen würde, der sie gerade das Lenken des Tandems überließ.

Ihre Worte schienen Yucca, aus welchen Gründen auch immer, wieder fröhlicher zu stimmen, was sie doch ungemein erleichterte. Ihre eigene Stimmung konnte sie aber nicht davon abhalten, doch ein wenig bedrückt zu sein, auch wenn sie wieder fröhlicher lächelte. Sie hielt sich in diesem Moment davon ab, tiefer darüber nachzudenken, ob sein Stimmungswandel tiefere Gründe hatte als einfach nur erfolgreiche Aufmunterung. "Davon bin ich überzeugt! Du kannst mir dann nachher ja erzählen, was für eine Aussicht du von dort hast." Sie hatte ihrer Meinung nach viel zu wenige Bilder von oben gezeichnet, was wahrscheinlich auch an der generellen Schwierigkeit lag, sich nach dort oben zu bewegen - einige Flugdrachen und auch Flugfeen gab es aber, vielleicht sollte sie ihr Team auch in diese Richtung erweitern?

In keine der beiden angedeuteten Richtungen konnte sie ihre Gedanken jedoch sinnvoll fortsetzen, denn es ging an die Besichtigung! Und da hatte sie definitiv wie oft in Gesprächen das Zepter in der Hand. Sie war nicht besonders oft auf Immobiliensuche, war dies im Prinzip das erste Mal, dennoch wusste sie durch Gespräche und Berichte von anderen, worauf sie zu achten hatte. Und was das Gesprächeführen anging, so konnte man dies ihr getrost überlassen. Sie war so mit der Besichtigung beschäftigt, dass sie nicht wirklich darauf achtete, was Yang tat, ehe sie ihn wieder einband - dennoch hatte sie das Gefühl, dass da irgendetwas Warmes war, welches bei ihr zu sein schien, auch wenn sie es nicht eindeutig zuordnen konnte.
Ein eigenes Heim einzurichten hatte für Nadeshiko etwas Besonderes, zumindest in diesem Moment. Und der zählte, denn dass sie in einigen Jahren, vielleicht sogar schon Monaten wieder ausziehen wollen könnte, daran wollte sie nicht denken. Sie wollte sich den Augenblick bewahren, der ihr kostbarer war als jede Zukunft, die sie vielleicht noch erwarten konnte, denn darüber konnte man schlichtweg nicht nachdenken, ohne sich zu viele Fragen zu stellen, die man nicht beantworten konnte.
Sie nickte lediglich nur noch auf seine Antwort hin, waren es bei ihr wohl grob geschätzte 14 bis 13 Jahre... Seit sie damals aus dem Käfig ausgebrochen war, war sie schon auf der Reise und auf der Suche, nach was und wem auch immer, sie wusste es nicht.

Oben angelangt folgte der übliche Gang durch die Zimmer. Es gab ein großes Zimmer, welches durch eine halbe Wand geteilt wurde, mit der sich sicher einiges anstellen ließ. Daran reihte sich neben dem Flur, der hier recht klein gehalten war, noch zwei weitere Zimmer von der gleichen Größe. Aus dem großen Zimmer besaß man Ausblick auf die Straße, die relativ ruhig da lag. Man hörte durch die geöffneten Fenster jedoch in der Ferne das Lärmen der Straßen, sie waren nach wie vor recht zentral in Stratos City. Sie diskutierte mit dem Makler ein wenig über die Lage, fragte ihn nach diversen Knotenpunkten, die sich in der Nähe befanden, und was man nicht sonst noch alles fragen konnte. Im zweiten Geschoss sollte sich ihr Atelier befinden, weswegen sie sich da eher nachdenklich hielt und sich in ihren eigenen Gedanken bewegte - nun war es eher eine Sache, bei der sie sich um ihre Gedanken kümmern musste.
"Dann bliebe nur noch das Dachgeschoss übrig", meinte Butler dann schließlich, als Nadeshikos Fragesturm mehr oder weniger überwunden war. Dort würde sie dann ihre privaten Räume einrichten wollen.
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam Fr Apr 14, 2017 8:40 pm

Yang & Nadeshiko
Dass er ausgerechnet von einer Pizza sprach schien Nadeshiko zu amüsieren. Yang wurde es daraufhin ein wenig peinlich, aber er versuchte, sich nichts davon anmerken zu lassen. Auf der anderen Seite freute es ihn immerhin auch, sie auf diese Weise kichern zu hören, aber ihm wurde erneut bewusst, wie naiv seine Worte doch klingen mussten. Wäre seine aufbrausende Art nicht, würde man wohl auch von ihm nicht vermuten, dass er in einer Organisation voller Verbrecher tätg war. "Ähhh... ja.", reagierte er schließlich ein wenig beschämt auf die Belehrung seiner Vorgesetzten. "Im Grunde ist das ja nicht der einzige Vorzug. Man kriegt so viel in der Großstadt, was man auf dem Land eher schwer bekommt, haha..." Er ging einfach mal davon aus, dass Nadeshiko verstand, worauf er hinauswollte. Es gab tatsächlich so viele Dinge in der Stadt, die man auf dem Land nicht bekam. Außer Frieden.

Dieser war scheinbar für einen Augenblick vorhanden, als sich ein kurzer Moment des Schweigens zwischen ihnen ausbreitete. Yang beschäftigten jedoch nach wie vor die Worte, die seine Vorgesetzte an ihn gerichtet hatte, aus diesem Grund traf es ihn gleich umso härter, als sie wieder das Wort an ihn richtete. Nicht aufgrund der bloßen Tatsache, sondern aufgrund der Frage, die sie an ihn stellte. Seine Augen hatteten sich abrupt geweitet und er hatte gerade noch verhindert, einen seltsamen Schlenker mit dem Tandem zu machen. Im Grunde wusste er nicht, weshalb ihn diese Frage so sehr traf. Aber er war sich durchaus bewusst, dass es dieses eine Ereignis gab, dass er nur zu gerne ungeschehen machen würde. "Haha, nun...", setzte er daher verlegen an und wusste nicht so recht, was genau er antworten sollte. Er versuchte, locker zu bleiben, doch seine Stimme klang dennoch etwas verkrampft. Schlussendlich seufzte er einmal tief aus. War er wirklich bereit, darüber zu reden?
"Da ist etwas..." Die zuvor gespielte, lockere Haltung hatte sich nun zu purem ernst gewandelt. Er hatte den Mund halb geöffnet und suchte nach den richtigen Worten, aber letztendlich kamen sie ihm doch nicht über die Lippen. "Ich bin mir aber sicher, würde ich so etwas tun, dann... dann würde ich bestimmt auch die Person auslöschen, die ich heute bin." Bedauernd senkte er seinen Kopf, versuchte sich aber trotzdem noch auf den Verkehr zu konzentrieren. "Dieser Gedanke ist äußerst beunruhigend." Doch im Grunde gab es nichts, was er sich sehnlicher wünschen würde. Bis heute empfand er nichts anderes als Schuld darüber, die einzige Person in seinem Freundeskreis gewesen zu sein, die diesen Unfall überlebt hatte.
Hatte er das wirklich verdient?

Glücklicherweise musste er die Antwort auf diese Frage nicht weiter suchen, da das Thema zu seiner eigentlichen Tätigkeit schwenkte. Zumindest war er dazu in der Lage, sich in solchen Angelegenheiten vollends auf eine Sache zu konzentrieren und alle anderen störenden Gedanken zu verdrängen. "Ja, das glaube ich auch... es muss ja nicht gesagt sein, dass es auch tatsächlich jemand aus dem ersten Rang sein wird.", reagierte er auf Nadeshikos Bedenken und musste angesichts ihrer nächsten Worte einmal nachdenklich seine Lippen schürzen. Letztendlich war diese Situation wirklich nicht der Augenblick, um sich über die Arbeit zu unterhalten. Sie hatte sich bestimmt nicht umsonst von ihren Pflichten abgemeldet.
"Zumindest kann ich wohl sagen, dass ich mich nicht als Kandidaten betrachten würde.", meinte er daher noch mit einem verständnisvollen Lächeln. Um ehrlich zu sein war er sich auch nicht sicher, wer für Spencer nun in Frage kommen würde. Auch wenn für den Boss Loyalität an erster Stelle stand, er schien auch manchmal Risiken einzugehen und Mitglieder lieber nach ihren Führungsqualitäten zu beurteilen.
Die Hast, die in den nächsten Worten Nadeshikos lag, überraschte den Schwarzhaarigen dann wiederum und er kam nicht drumherum, etwas zu erröten. Hatte er seine Worte nicht doch etwas unüberlegt formuliert? Er musste sich definitiv zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. "J-ja.", bestätigte er schließlich einfach, mit einem Hauch von Nervosität in der Stimme. Wie es schien, hatte Nadeshiko wohl auch ein Bedürfnis nach dem Reisen. Zu gerne hätte er ihr angeboten, vielleicht eines Tages mit ihm andere REgionen aufzusuchen, aber er wusste nicht, inwiefern sich das mit ihren Pflichten in der Taijitu vereinbaren ließ. Es war wohl besser, er machte keine Leeren Versprechungen.
"Aber sicher doch!", entgegnete er daher auf ihre Nachfrage und versuchte wieder ein wenig mehr Enthusiasmus in seine Stimme zu legen. Es stand außer Frage, dass Nadeshiko sich dort gar in einer Hauptrolle befinden würde. "Das ist schwer einzuschätzen. Man macht immerhin so viele flüchtige Bekanntschaften...", setzte er schließlich auf ihre letzte Frage hin an, konnte aber nicht leugnen, dass der Gedanke daran ihn ebenso betrübte wie er ihn auch erheiterte. Einerseits war es schön zu wissen, dass es da draußen noch viele Interessante Personen gab, mit denen man sich austauschen konnte, doch andererseits fiel es ihm nach wie vor schwer, sich anderen gegenüber zu öffnen. Er würde bestimmt sehr viele dieser potenziellen bekanntschaften missen. Doch das spielte für ihn keine Rolle, solange er mit sich auf diese Weise zufrieden sein konnte. Er war nun einmal äußerst vorsichtig in solchen Dingen.

"Werde ich tun.", meinte er schließlich mit einem Lächeln, nachdem sie auf das Thema der Luftschlösser zu sprechen gekommen waren. Viel lieber würde er allerdings diese Aussicht gemeinsam mit seiner Vorgesetzten genießen. Vielleicht würde sich eines Tages ja eine Gelegenheit auftun, in der er ihr die Welt aus seiner Sicht zeigen konnte.

Ein Nicken war schließlich die einzige Antwort, die Yang seitens der Künstlerin während der Immobilienbesichtigung erhielt. Er fragte sich nach wie vor, weshalb sie ihm diese Frage gestellt hatte, doch er hielt es für das beste, nicht weiter in diesem Thema herumzustochern. Zum einen war das wahrscheinlich kein angemessener Zeitpunkt dafür und zum anderen maß er diesem Teil seines Lebens keine wirkliche Bedeutung bei. Er liebte seine Heimat, doch sein Elternhaus... Er konnte nicht leugnen, dass er seine Eltern als Junge geliebt hatte, doch seitdem sich ihre Meinungsdifferenzen aufgetan hatte, empfand er kein Bedürfnis mehr, weiter mit ihnen zu verkehren. Er war sich sicher, dass sie seine momentane Tätigkeit nicht gutheißen würden und um jeden Preis versuchen würden, ihn wieder zu bekehren. Das war nichts, mit dem er sich nun herumschlagen wollte.
Im oberen Geschoss sah Yang sich schließlich wieder mit großen Augen um. Er konnte sich immer noch nicht wirklich an den Anblick eines leeren Gebäudes gewöhnen und fühlte sich daher sogleich zu dem offenen Fenster hingezogen, aus dem er kurz einen Blick warf. Es war interessant, aus diesem Stockwerk einen Blick auf die vorbeifahrenden Autos zu werfen, doch er kam nicht drumherum sich zu fragen, ob dieser Großstadtlärm in der Nacht nicht unangenehm werden konnte. Riesenmetropolen wie diese waren schließlich nicht bekannt dafür, in der Nacht stiller zu werden. Aber Verkehrsnähe bedeutete wohl auch, schneller an andere interessante Orte in der Stadt zu kommen oder es potenziellen Kunden zu erleichtern, diesen Ort zu finden.
Als Butler schließlich das Dachgeschoss ankündigte, machte sich in dem Brillenträger allmählich etwas Erleichterung breit. Diese Immobilienbesichtigung gestaltete sich doch etwas anstrengender, als er anfangs vermutet hatte.

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Apr 16, 2017 3:24 pm


#060 ❀ mit Yang
Das Gefühl von Zuhause
Vielleicht waren sie beide ja doch an einem Platz gelandet, der in mancher Hinsicht ungewöhnlich und unpassend war. Vielleicht war dies aber auch gerade der Grund, weswegen sie sich dort befanden, wo sie sich befanden - wer würde es schon bis ins letzte Detail klären können? "So ein genügsames Wesen zu besitzen, ist sicher auch nicht schlecht", tröstete sie Yucca noch ein wenig über sein Landei-Dasein hinweg, "Es ist wahrscheinlich besser, als nur die Wiege des Luxus' zu kennen." Sie bewunderte durchaus ein paar Personen, denen das Kleinste schon genug war, wo sie in mancherlei Hinsicht ein egoistisches und unersättliches Monster war. Die Dinge, die sie einfach nicht erreichen konnte, waren ihr in manchen Momenten das, was sie unbedingt haben wollte - um sie in den nächsten Augenblicken wieder in irgendeiner Laune davonzuwerfen, zu verschmähen. Und gleichzeitig band sie sich an Menschen, die sie nie wieder loslassen wollte, egal, was ihr auch in den Weg kam. Wie schmerzhaft Loslassen dann war, konnte man sich vielleicht noch vorstellen, noch eher musste man aber wohl erleben.

Frieden und Einvernehmen war ein schöner Augenblick im Getümmel der Großstadt, welcher die Bewohner hin und her warf, als gäbe es keinen Morgen, keinen Abend und nichts, was sich dazwischen befinden würde. Außer den Gedanken, die einen einnahmen. Die einen Fragen stellen ließen, welche eben diesen Frieden wieder gefährden konnten. Sie spürte ein leichtes Ruckeln, welches durch das Tandem ging, überrascht blickte sie ihn an. Fühlte sie etwas wie Schuldgefühl? Vermutlich nicht - ihre Fragen bereute sie nur in den allerseltensten Fällen. Sie fragte sich eher, was passiert war, was für ein Gesicht er gerade in diesem Moment machte. Gerade in diesem Augenblick war es doch ziemlich ungünstig, dass sie auf einem Tandem saßen, ha ha...
Aber auch dieser Anflug von Lockerheit wandelte sich bei ihr in Ernst um, als sie seine Stimme hörte, wie sie durch und durch ernsthaft war. Diese Vorstellung schien ihn wohl wirklich zu beschäftigen, und einmal mehr fragte sie sich, was in seiner Vergangenheit wohl passiert und geschehen war. Sie schwieg für eine Weile, weil sie selbst auf die Antwort ihrer Frage keine wirkliche Antwort mehr wusste. Also tat sie einfach, was ihr noch spontan in den Sinn kam - sie legte ihm sanft eine Hand auf die Schulter, auch wenn sie sich auch nicht wirklich dazu berechtigt fühlte - immerhin würde sie Personen eher umbringen als sie wieder in ihr Leben rufen.
"Es ist schon ironisch, dass man durch das Leben von anderen doch noch etwas zerstört, was heute existiert... Zeit ist wirklich ein rätselhaftes Phänomen", meinte sie dann nachdenklich, als sie ihre Hand wieder heruntergenommen hatte. Allzu lange konnte diese dort nicht verbleiben, immerhin fuhren sie immer noch!

Die liebe Arbeit holte Nadeshiko dann aber auch wieder ein, auch wenn sie sich eigentlich davon befreit hatte - wenn man die Arbeit wirklich aus eigenem Antrieb machte, ging sie einem doch viel leichter von der Hand, zumal sie einen dann echt überallhin verfolgen konnte. Sie nickte zu seinen Worten - es gab eine große Auswahl, und sie war sich durchaus sicher, dass Spencer wissen würde, was er tat. Aber sie war so neugierig! Immerhin wäre das neue Elite-Mitglied dann jemand, mit dem sie durchaus eine Weile zu tun haben würde, da musste sie ja überprüfen, ob sie sich mit ihr verstand oder nicht! Dies war bei ihr aber ohnehin wohl immer eine Sache - sie konnte von Glück reden, dass sie ihre drei ehrlichen Ritter inmitten der vielen Reihen an Kriminellen gefunden hatte, die Fassaden ähnlicher nicht hätte sein können.
"Dann muss ich mir wohl keine Sorgen machen, dass der erste Rang unerwartet außer Rand und Band ist", entgegnete sie lachend. Sie verbat es niemanden, sich die Ränge hochzuarbeiten, aber es war immer besser, wenn sie nicht allzu viele Personen in ihre Ritterschaft einweihen musste. Der Tag, an dem Spencer dies unfreiwillig herausfinden würde, würde wohl auch eine Art Tag des Jüngsten Gerichts für sie werden. Würde er ihr an diesem Tag genügend Vertrauen entgegen bringen, dass er wusste, dass sie ihre Ritter nicht dazu verwendet hätte, ihn zu stürzen? Immerhin zählte sie gerade etwas mehr als zwei Jahre in der Organisation, im Vergleich zu anderen war es praktisch nichts. Sie konnte nur warten und vielleicht einen günstigen Zeitpunkt abpassen, es ihm vielleicht doch zu sagen. Doch bis dahin hieß es, Stillschweigen zu bewahren!
Ihre Hast schien bemerkt worden zu sein, denn auch Yucca schien nervöser zu werden. Dass sie gegen dieses unbestimmte Gefühl aber nichts tun konnte, war jedoch ebenso ein Fakt, weswegen sie es einfach bei dieser kurzen Antwort ließ, das Thema überging und einfach weitermachte. Was es damit auf sich hatte, würde sie an anderer Stelle herausfinden - wenn sie endlich mal wieder in sein Gesicht schauen konnte!
Wie lang und gefüllt ihr Abspann wohl sein würde, konnte sie nicht beurteilen, es gab noch so unendlich viele Möglichkeiten, wie sich das Leben, welches sie führten, vor ihnen ausbreiten konnte. "Ich bin schon wirklich gespannt auf das, was kommen wird. Und das was ist, natürlich!", fügte sie ergänzend noch hinzu. Die Gegenwart durfte niemals aus den Augen gelassen werden, wie schmerzhaft oder unerträglich sie war. Sie war das einzig Bestimmte in ihrem Leben.

Wie sich letzten Endes die Aussicht aus dem Luftschloss entpuppen würde? Nadeshiko besaß nicht einmal den Hauch einer Ahnung, doch gleichzeitig erfüllte sie auch dieser Gedanke mit einer gewissen Vorfreude, die bei ihr immer mit ein wenig Ungeduld gemischt war. Was morgen kommen würde, und was heute geschah, kannte sie nicht.
Wie viel Ruhe in dieses Haus einkehren würde, würde sich wohl ebenfalls erst mit der Zukunft erschließen - wenn sie sich dafür entschied. Das Gebäude war leer und praktisch ein unbeschriebenes Blatt, welches sie noch füllen konnte, mit all den Bildern und ihren Vorstellungen, die sie besaß und die sie weiter ausmalen konnte. Als es dann ans Dachgeschoss ging, stellte sich Nadeshiko beim Treppenhaus ein wenig quer und drängelte sich auch vor den Makler, mit einem ihrer strahlenden und charmanten Lächeln auf dem Gesicht. "Das Dachgeschoss übernehme ich dann alleine, wenn die Herren so nett wären und warten würden?", fragte sie mit ihrer melodischen Stimme, die jedoch für das wirkliche Singen ungeeignet war. "Immerhin soll das mein privater Bereich werden", fügte sie mit einem neckischen Zwinkern hinzu.
Ohne eine Antwort abzuwarten, ging sie dann auch schon das Stockwerk hoch, um sich kurz dort oben umzusehen - wirklich lange brauchte sie nicht, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob es sich hier leben ließ. Ihre Methode war recht merkwürdig, aber ebenso einfach - sie legte sich in dem zentralsten Raum quer auf den Boden. Dabei ließ sie auch ihr Farbeagle heraus, ebenso wie Knilz und Flabébé, mit denen sie mal ein Wörtchen zu reden hatte. "Ihr beide bewegt euch nicht, Painwe, magst du mal ein wenig herumgehen?" Sie vertraute dem Farbeagle auch ziemlich, dass er ein Gespür für die Heimeligkeit der Wohnung besaß.
Sie richtete sich nach einigen Minuten wieder auf, in denen die verbliebenen beiden Pokémon sie stumm gemustert hatten. "Hören tut ihr immerhin, das ist schon einmal positiv. Hallöchen, meine Lieben - ich bin Nadeshiko." Sie strahlte die beiden etwas verdutzt blickenden Pokémon sanft an, doch auch eine gewisse Dubiosität lag hinter diesem Lächeln. Es folgte ein tiefergehendes Gespräch, welches jedoch erst einmal unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit blieb.
Das Ergebnis jedoch war, dass Nadeshiko alleine wieder die Treppe hinunterging, um die beiden Herren wieder zu empfangen. "Ich bedanke mich für eure Geduld!" Sie lächelte die beiden an, und begann dann auch den Abstieg wieder in das Erdgeschoss, kein Wort darüber verlierend, ob es ihr dort oben nun gefallen hatte oder nicht - effektiv hatte sie ja auch die meiste Zeit dort nur an einer Stelle gelegen oder gesessen, ha ha.
[out: Für die "nadelose Zeit" |DD :
Butler wird wohl versuchen, ein Gespräch zu führen, aber bei geringem Erfolg wohl davon ablassen und sich weiter im Stockwerk umsehen, ob alles rechtens ist oder so XD Er kann auch gerne nach oben gehen und von Farbeagle, welches rumrennt, erwischt werden; Painwe plaudert's nicht aus e.e]
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam Mi Mai 03, 2017 11:27 am

Yang & Nadeshiko
Als Nadeshiko meinte, dass ein genügsames Wesen nicht unbedingt schlecht war, atmete Yang ein wenig erleichtert aus. Er konnte es auch gut nachvollziehen, immerhin war ein Leben in exzessivem Genuss etwas, das einem äußerst schnell wieder abhanden kommen konnte. Je mehr man besaß, desto mehr konnte man verlieren. "Da... hast du wahrscheinlich Recht.", gab er daher etwas zufriedener mit sich selbst zurück und lächelte heiter. Auch wenn sein Lebensstil eher ländlich verankert war, dank seines Berufs hatte er über kurz oder lang auch schon das Großstadtleben in vielen Regionen zu Gesicht bekommen und konnte die Wichtigkeit einer genügsamen und entspannten Haltung entsprechend abwägen. Daher gab es für ihn nicht mehr viel hinzuzufügen.

Die düstere Stimmung, die ihn später nach der Frage Nadeshikos ergriffen hatte, verflog jedoch abrupt, als die Künstlerin ihm von hinten eine Hand auflegte. Er hatte mit dieser Geste debenso wenig gerechnet wie mit ihrer Frage und hob seinen Kopf wieder umso überraschter. Dennoch hatte ihre Haltung trotz der etwas unangenehmen Position auf dem Tandem etwas Tröstendes an sich, weshalb er sich nach den folgenden Worten seiner Vorgesetzten wieder zu einem etwas melancholischen Lächeln durchringen konnte. "In der Tat...", entgegnete er mit ruhiger Stimme. Im Grunde war die Zeit jedoch absolut. Solange man kein legendäres Pokémon mit entsprechenden Fähigkeiten war, würde jede Sekunde des Lebens einmalig verstreichen. Im Grunde war Yang in diesem Augenblick über diesen Umstand jedoch äußerst froh. Auch wenn er seinem Leben auf diese Weise immer noch nicht wirklich einem Zweck beimessen konnte, er würde nichts bereuen müssen, solange er zumindest für Nadeshiko da sein konnte. Würde er die Fähigkeit besitzen, dieses Ereignis ungeschehen zu machen und der Versuchung erliegen, wäre er ihr mit Sicherheit auch nie begegnet. Es war zumindest beruhigend zu wissen, dass die Ereignisse, die ihm widerfuhren, vermutlich auch so geschehen mussten, auch wenn er sich nie als Fatalisten bezeichnen würde.

Die beruflichen Sorgen beiseite gelegt konnte der Schwarzhaarige nur schmunzeln, als Nadeshiko meinte, der Zukunft gegenüber gespannt zu sein. Yang selbst konnte auch nicht leugnen, etwas in der Richtung zu empfinden, auch wenn er Einschätzungen über das Kommende eher mit Vorsicht genoss. Er machte sich generell wohl zu viele Gedanken darum, potenzielle Gefahren abzuwenden.
Die Besichtigung zumindest näherte sich allmählich ihrem Ende, doch musste der Pilot abrupt inbehalten, als seine Vorgesetzte ihm und dem Makler plötzlich den Weg versperrte, da sie die Räume lieber selbst in Augenschein nehmen wollte. Yang legte keinen Protest ein, jedoch war der Blick, den er der Künstlerin beim Erklimmen der Stufen hinterherwarf mit dem eines kleinen Hundes vergleichbar, der vor dem Supermarkt abgesetzt worden war. Mit diesem fremden Mann alleingelassen zu werden behagte ihm überhaupt nicht, auch wenn er wusste, dass Butler bestimmt kein Mensch war, der dieses Maß an Ablehnung verdiente. Er war einfach nur von Natur aus ein äußerst abweisender Mensch, wenn man nicht zu ihm aufschloss.
So standen die beiden Männer in einem Moment des Schweigens nach wie vor am Fuß der Treppe, ehe der Makler schließlich das Wort ergriff: "Was meinen Sie, macht sie dort oben?"
"Keine Ahnung.", gab das Mitglied der Taijitu daraufhin knapp und kalt zurück, ehe es sich wieder dem Fenster widmete, das es zuvor inspiziert hatte. Butler schien sich aufgrund der grantigen Haltung und des ernsten Gesichtsausdrucks Yangs etwas eingeschüchtert zu zeigen und inspizierte daher lieber weiter das Stockwerk, auf dem sie sich gerade befanden. Ein weiterer Moment der Stille verstrich und Yang wurde allmählich unruhig. Auch wenn er aus dem Fenster sah schweiften seine Gedanken immer wieder zu dem, was Nadeshiko oben wohl tat. Sie würde eines Tages wohl auch in seine eigenen vier Wände platzen, warum durfte er dann nicht auch einen Blick erhaschen? War das etwa... eine Art Frauensache? Das andere Geschlecht konnte ihm in dem Punkt durchaus Rätsel aufgeben.
Schließlich atmete der Brillenträger einmal tief durch und wagte sich an die Treppe heran. Er musste jedoch nur einen Fuß auf die unterste Stufe stellen und hielt schon inne. Ein Knarzen. Ein winziges, so gut wie unhörbares Knarzen ging von der Stufe aus, das in diesem Augenblick aus der Sicht Yangs jedoch gleich einer Alarmsirene war. Nadeshiko würde ihn doch bestimmt bemerken...! Nein, er traute es sich einfach nicht. So wandte er sich doch geschlagen ab, er würde ihr ihre weiblichen Geheimnisse wohl überlassen müssen. Herumzuschnüffeln war einfach nicht seine Stärke.
Kurze Zeit später war das Elitemitglied auch schon zurückgekehrt und bedankte sich mit seinem markanten Lächeln, ohne auch nur eine Andeutung an das zu machen, was es getan hatte. Yang nickte daraufhin nur, war jedoch auch sichtlich erfreut darüber, Nadeshiko wieder bei sich zu wissen und folgte ihr ohne Murren. Eventuell würde er eines Tages die typischen Gegeimnisse des weiblichen Geschlechts aufdecken... und wenn es im Gegenzug für den Besuch in seinen eigenen vier Wänden war.

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Mai 07, 2017 3:08 pm


#061 ❀ mit Yang
Vom Leben im Schatten und Aussetzern
Hatte Nadeshiko selbst jemals in Luxus geschwelgt? Sie war durchaus in einem reichen Haushalt aufgewachsen, doch wie viel hatte sie da außerhalb dieser Wände mitbekommen, in denen sie eingeschlossen war? Sie verdrängte die Gedanken daran, waren sie nur ein unangenehmes Bild, welches in ihr wieder eine Rebellion auslösen wollte, welche schon längst vorbei war. Die Glut wurde erstickt, und sie selbst war das Produkt aus der Asche heraus, jemand, der wohl nicht mehr zu berühren war. Was sie damals wirklich noch hinter sich gelassen hatte, konnte sie einfach nicht mehr sagen.
Es beruhigte sie aber doch ein wenig zu hören, dass zumindest einer von den beiden diese Sorgen nicht zu pflegen schien, zumindest für einen Augenblick nicht. Wer sagte denn nicht, dass einmal beruhigte Wogen nicht doch noch einmal zurückkamen?
Eine kleine Geste konnte, wenngleich auch die Situation denkbar unbequem war, doch eine Menge bewirken. Zumindest hoffte sie, dass Yang sich wieder ein wenig aufrappelte, immerhin hatte sie im Prinzip nicht bewirken wollen, dass dieses Gespräch in eine derart melancholische Richtung abdriftete, und doch hatte sie es nicht wirklich aufhalten können. Ob dies nun etwas Gutes oder Schlechtes war? Es war eigentlich immer intensiver, eine schlechte Zeit mit jemanden durchzumachen als eine gute; es hieß nicht umsonst, dass Schmerz länger verweilte als das einst empfundene Glück. Oder hatte sie es nicht doch falsch in Erinnerung?

Während Nadeshiko wohl eher eine risikofreudige und wagemutige Persönlichkeit war die sich direkt und Hals über Kopf in etwas stürzte, weil sie es nicht besser und anders kannte, war ihr Ritter wohl ein ziemlicher Denker und Abwäger. Da war es schon fast erstaunlich, wie sich die Fäden verweben konnten, vielleicht, irgendwie...
Die Besichtigung jedenfalls näherte sich (wie auch der Tag wohl so langsam) dem Ende zu, doch den Abschluss wollte Nadeshiko dann ganz für sich haben. Es tat ihr fast schon ein wenig Leid, wie Yucca sie mit diesem Hundeblick ansah, ihn da einfach zurückzulassen. Für einen Augenblick erwägte sie es noch, ihn kurz zu drücken oder doch mitzunehmen, aber in manchen Punkten musste man doch ein wenig Konsequenz beweisen! Auch wenn sie, nachdem sie nach oben entschwebt war, ein Kichern nur schwer unterdrücken konnte. In mancherlei Hinsicht war ihr Ritter, der so ernst und abweisend war, wirklich putzig, wenn er mit ihr zusammen war. Sie konnte sich des Gedankens nicht entwehren, ob da wohl noch irgendetwas Anderes dahinter lag, schon wieder...
Dass Yang einen Ansatz machte, die Treppe hinaufzugehen, bemerkte dann aber auch nur ein aufmerksames Farbeagle, welches gerade oben in der Etage herumlief und aufmerksam seine Ohren gespitzt hatte, den Pinsel wie immer in der Hand. Painwe, das Farbeagle, machte sogar Anstalten, die Stufen herunterzutapsen, um zu sehen, was da wohl war, als auch schon die Blicke von Mensch und Pokémon sich kreuzten. Als es bemerkte, was der Pilot da gerade versucht hatte zu machen, da konnte man tatsächlich ein etwas dubios Grinsen auf seinem Gesicht. Mit einem Nicken schien das Pokémon sogar anstiften zu wollen, eine Stufe weiter nach oben zu gehen, ehe es dann wieder nach oben tappte. Sein kurzer Gang nach unten wurde von der beschäftigten Nelke jedenfalls nicht wirklich bemerkt, immerhin musste sie gerade ihren Pokémon gut zu reden! Painwe war in dieser Hinsicht aber auch wirklich keine Plaudertasche, es war viel witziger, die Geheimnisse nicht zu erwähnen - aber den Gedanken bestehen zu lassen, dass man es jederzeit tun könnte, höhö... in dieser Hinsicht hatte das Farbeagle in den letzten Jahren wirklich etwas in Sachen Kriminellendasein gelernt.
Ohne irgendetwas von diesem Zwischenfall zu bemerken hatte sich Nadeshiko dann aber auch wieder aufgeschwungen und war schwungvoll wieder die Treppen hinuntergelaufen. Als sie Yangs erfreute Miene nun sah, konnte sie auch nicht mehr anders, als ihm doch kurz durch die Haare zu wuscheln, der ausnahmsweise auch mal ohne einen Hut auskam; wenngleich dieser Pilotenhut ihm auch ziemlich stand!
Vor der Tür hatten sie sich dann auch recht schnell von Butler verabschiedet, der sich nach dieser Besichtigung der anderen Art - er wusste es zwar nicht, aber immerhin hatte er es mit zwei Kriminellen zu tun! - wohl doch schnellstmöglich nach Hause begeben wollte. Sie wartete noch ein wenig ab, ehe er endgültig aus dem Sichtfeld verschwunden war, ehe sie sich mit einem Grinsen an ihren Ritter wandte, der vielleicht den Hauch eines Planes verriet, von wie auch immer gearteter Natur.
Sie hatte wieder die Karte hervorgezaubert und hielt sie ihm mit etwas Abstand vor die Nase. Die Karte selbst war mit einem Blumenduft parfümiert, den zumindest Nadeshiko entziffern konnte. "Meine liebste Freundin Calla hat mich auf eine kleine Feier auf der MS Royal eingeladen", eröffnete sie ihm dann, die Karte wieder zu sich führend. Yucca sollte auch nicht mehr von dieser sehen als die elegante Goldmarkierung und die ebenso goldene, geschwungene Schrift; der Inhalt blieb ein Geheimnis! "Und sie schreibt, dass ich ausdrücklich in männlicher Begleitung kommen soll." Dass ihre werte Freundin schon seit Jahren der festen Überzeugung unterlag, dass sie nun, Jahre nach ihrer Scheidung, wieder einen Freund oder zumindest einen Kandidaten hatte, erzählte sie ihm nicht. Um ehrlich zu sein, da hatte sie vielleicht auch noch ein wenig... hatte sie in dieser Hinsicht wirklich einmal Angst vor einer Reaktion? Es war gleichzeitig so klar und doch... wusste sie nicht, ob es das wirklich sein würde. Sie hatte sich an die Art der Beziehung gewöhnt, die sie beide führten, aber selbst das war kein Argument - für ihre launenhafte Natur, die direkt und ohne Skrupel war, war es einfach kein Argument. Sie fragte sich, ob sie wirklich vor etwas Angst hatte. Oder ob sie einfach mehr Zeit brauchte, die sie nicht hatte.
"Also!", bemerkte sie dann, dass sie eine Weile lang nichts mehr gesagt hatte, weil sie in Gedanken geschwebt hatte, ihre Verlegenheit überspielend und sich leicht am Kopf kratzend. Dass sie tatsächlich auch mal in Gedanken derart versunken sein würde, dass sie ein Gespräch vernachlässigte... "Würdest du mich dahin auch begleiten?" Sie lachte kurz einmal noch auf. "Ich schleppe dich schon die ganze Zeit herum, herrje... ich hoffe, ich werde dir nicht lästig?", fügte sie noch eine neckische Fragen hintendran, welche wohl auch dazu diente, die lange Gedankenpause quasi ungeschehen zu machen, auch wenn das nie wirklich gelingen würde.
[out: Ich hoffe mal, du findest da noch genug Stoff zum Posten! XD]
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Yangam Di Mai 09, 2017 7:51 am

Yang & Nadeshiko
Dass Yang aufgrund dieses leisen Knarzens derart vorsichtig war, schien wohl nicht vollkommen unbegründet. Ein mulmiges Gefühl ergriff ihn, nachdem er aufgeblickt hatte und seine Auge plötzlich auf die des schillernden Farbeagle trafen, das Nadeshiko gehörte. Dieses Pokémon sah so aus, als würde es etwas im Schilde führen. Noch ein Grund mehr für Yang, sich zurückzuziehen. Ein Glück konnten Pokémon nicht sprechen, er hoffte, dass dieses Aufeinandertreffen keine Konsequenzen für ihn haben würde.
Zu seinem Glück war das allerdings nicht der Fall. Oder...? Er war jedenfalls für einen Augenblick sichtlich verwirrt, als Nadeshiko ihm bei ihrer Rückkehr so plötzlich durch die Haare wuschelte und konnte nicht anders, als ein wenig zu erröten und sich eine Hand auf den Kopf zu legen, als würdd er diese Geste konservieren wollen. Einerseits fühlte er sich dadurch plötzlich wie ein kleiner Junge, aber andererseits... machte ihn diese Art der Aufmerksamkeit doch glücklich. Eigentlich sollte er sich als Mann darüber doch nicht freuen, doch solange es ein Zeichen der Aufmerksamkeit von Nadeshiko war, machte es ihn dennoch froh. Ein warmes Gefühl ergriff ihn bei dem Gedanken.

So war die Besichtigung nun zu ihrem Ende gekommen und der Makler hatte sich ebenfalls verabschiedet. Für einen Augenblick fragte der Pilot sich, was sie nun tun würden, ehe seine Vorgesetzte ihm wieder das Ereignis vor der Besichtigung ins Gedächtnis rief. Sie holte einen Umschlag hervor, dessen Zweck sie ihm auch gleich offenbarte. "Ich verstehe.", gab Yang sogleich neutral mit einem Nicken zurück, wobei sich ihm sofort die Frage stellte, weshalb ihre Freundin auf eine männliche Begleitung bestand. Allerdings wurde ihm auch gleich klar, auf was die Künstlerin wohl hinaus wollte.
Ihr kurzer Moment des Schweigens spannte ihn daher ein wenig auf die Folter und er überlegte, ob er nicht vielleicht doch nachhaken sollte. Doch gerade in dem Augenblick, in dem er seinen Mund aufmachen wollte, setzte sein Gegenüber wieder zu sprechen an. Ein fast schon zufriedenes Lächeln spielte sich daraufhin auf Yangs Lippen wider. "Nein, nicht im geringsten.", winkte er die letzten Worte Nadeshikos mit leichter Verlegenheit ab. "Du hast mir zuvor ja auch bei einem Anliegen geholfen und ich habe in Stratos City ohnehin nichts besseres zu tun. Ich begleite dich gern." Zwar war er kein Mensch für Feierlichkeiten oder Luxuskreuzfahrtschiffe, aber es machte ihn doch überaus neugierig, was für eine Person diese Freundin Nadeshikos war und weshalb sie ausgerechnet nach männlicher Begleitung fragte. Der Auftritt des kleinen Mädchens von eben war in dieser Hinsicht fast schon zu ominös gewesen.

[tbc: MS Einall Royal]

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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam So Mai 14, 2017 5:32 pm


#062 ❀ mit Yang
Sanftmut und Unruhe
Das Farbeagle musste dann wohl mal daran arbeiten, weniger gefährlich auszusehen oder so, oder aber es handelte sich bei diesem Ritter einfach um eine Memme. Nett ausgedrückt also um einen vorsichtigen Mann, aber Painwe war einfach kein besonders nettes Pokémon ha ha... unverrichteter Dinge kehrte er also zur Basis zurück, ohne dann noch Bericht von dem zu erstatten, was da vor sich gegangen war.
Ohne also eine weitere Komponente für die Künstlerin, neugierig zu werden und nachhaken zu wollen, war sie auch schon hinuntergeschwebt, um den zurückgelassenen Ritter wieder aufzusammeln. Dabei konnte sie es sich einfach nicht nehmen lassen, ihm doch noch einmal durch die Haare zu wuscheln, ehe sie sich dann an den Abstieg und an das Verlassen des Hauses machte. Ein wenig in sich hineingrinsen musste sie wohl ähnlich wie Yucca, wenngleich sie nicht ihre Hand noch einmal ansah, sondern sie hinter ihrem Rücken verschränkte. Sie liebte es, wenn man die Reaktionen auf eine Handlung so viel anders waren als das, was man vom Alltag her kannte; oder auch generell anders, wenn es bei ihr war. Zudem sie kaum verneinen konnte, dass auch Yang seine unerwartet niedlichen Seiten besaß - wenngleich da auch immer noch ein Hauch von Frage mitschwebte, weil sie nicht sagen konnte, woher dies wohl rührte. Wohin dies führen würde, auch wenn das Ziel sie normalerweise weniger nicht hätte interessieren können.
Als sie offiziell die Besichtigung abgeschlossen hatten, kramte Nadeshiko auch sofort den Brief heraus, und mit ihm wieder unweigerlich den Gedanken daran, ob irgendetwas hinter diesen bernsteinfarbenen, ja eigentlich fast schon goldenen Augen lag, was sie nicht wusste. Der Gedanke daran versetzte sie in Unruhe, weil er ihre Neugier anstieß, und gleichzeitig war da dieser Hauch von... von etwas, was sie selbst nicht einmal näher definieren konnte.
Die Pause, welche entstanden war, rührte wohl aus diesem fröhlich-melancholisch anhauchenden Mix an allen möglichen Gefühlen, mitunter auch die Zerstörungswut, welche ihr irgendwann an die Hand gegeben wurde, die sie nun aber tunlichst zu unterdrücken suchte. Sie wollte weder den Mann vor ihr verletzen - zumal, wie hoch standen ihre Chancen, dass sie das schaffte? - noch gerade ihre Umgebung, da sie in aller Öffentlichkeit waren und sie immer noch auf ihr Image achten musste.
Indem sie das Gespräch fortführte, schaffte sie es immerhin ein wenig, dieses Gefühl zu unterdrücken, und musste auch schmunzeln, als Yucca doch ziemlich zufrieden wirkte, als sie ihn fragte. "Na, dann ist ja gut! Immerhin geht es auch auf ein Schiff, da wirst du mich nicht so leicht los", erwiderte sie mit einem neckischen Blitzen in den Augen, deren sanfte Rosafärbung nun wohl auch mit den Reflektionen eines pinken Diamantens wetteiferte.
"Dann wollen wir doch mal los!", meinte sie und grinste nun auch schon wieder mit einem Hauch von Diabolischem. Immerhin ging es nun wieder daran, sich auf das pinke Fahrrad zu schwingen! "Calla meinte, sie hätte vor Ort am Schiff entsprechende Wechselkleidung. Es handelt sich übrigens um einen kleinen Ball - kannst du tanzen?", fragte sie ihn lachend und unbeschwert. Im Angesicht der Tatsache, dass sie eher unmusikalisch veranlangt war, besaß dieses Lachen doch eine gewisse Ironie.
TBC ❀ Stratos City, MS Einall Royal
[out: Den Post bei der Royal poste ich dann wohl erst nach der Physik-Klausur. |D]
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Re: Straßen von Stratos City

Beitrag von Gastam Do Jun 15, 2017 8:28 pm

Cf.: Himmelspfeilbrücke

Post #2

Keuchend und nun auch etwas langsamer liefen ich und Flash nun durch die vielen Straßen von Stratos City. Das Wettrennen von der Himmelspfeilbrücke hatte ich ganz knapp gewonnen, doch nun waren wir beide mehr als erschöpft. Aber davon ließen wir uns nicht unterkriegen.
Die vielen verschiedenen Straßen, die es hier gab, waren ziemlich verwirrend und ein ziemlich ungewohntes Bild für mich. In einer wirklich großen Stadt wie dieser hier, war ich noch nie gewesen.
Flash ging es ebenfalls nicht anders, weshalb er sich an mich hielt. Im Gegensatz zu meinem tollpatschigen Freund, konnte ich mich besser zurecht finden, trotz der ungewohnten und, zugegebener maßen einschüchternden Umgebung. Es war einfach unglaublich, wie anders hier alles war. Natürlich war es eine andere Region, aber für jemanden wie mich, der selbst von seiner Heimatregion noch nicht viel gesehen hat war es eine komplett andere Welt.
In der großen Menge von Passanten, achtete ich dieses Mal mehr auf Flash. In den Pokéball zurück rufen wollte ich ihn allerdings nicht, da ich mich sonst viel zu verloren fühlen würde. Das Ampharos machte zum Glück keine Anzeichen sich auf eigene Faust die Stadt anzusehen.
Schließlich blieben wir kurz stehen, um uns eine kurze Pause zu gönnen. Es war einfach unglaublich hier! Innerlich freute ich mich, dass ich doch hier her gekommen war und nicht sofort zu der Route im Norden von Stratos City.
Plötzlich erschreckte mich ein Geräusch aus einer dunkleren Nebenstraße, neben der wir uns befanden. Auch Flash drehte erschreckt seinen Kopf und lugte vorsichtig um die Ecke. Kopfschüttelnd murmelte ich: "Das war nur irgendein Pokémon...wahrscheinlich." Etwas schlimmes würde hier bestimmt nicht passieren.
"Komm schon Flash. Wir gehen noch ein bisschen weiter" ,meinte ich aufmunternd zu meinem Pokémon, bevor wir weiter durch die Straßen von Stratos City spazierten.

Tbc.: Der Zentralpark
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