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Beitrag von Gastam Fr März 24, 2017 3:03 pm

In Orion City- - - #70

Während sich Livia der Ruine näherte und sie betrat, und Majara einfach folgte, weil sie ohnehin nichts Besseres zu tun hatte und sich schließlich auch dafür interessierte, welche Pokemon hier wohl lebten, behielt Sakima aufmerksam die Umgebung im Blick. Er traute der ganzen Sache hier offenbar noch nicht hundertprozentig, aber er war von Natur aus ein einer misstrauisches Pokemon. Warum auch nicht, immerhin kam man ihm ja auch oft mit Misstrauen entgegen, nur weil er ein Hundemon war. Majara konnte durchaus verstehen, dass er da selbst ein wenig angefressen war. Kurz schnaubte das Hundemon eine Rauchwolke aus und schüttelte sich, als es in eines der Spinnennetze lief, das nun in seinem Fell klebte. Majara schmunzelte kurz amüsiert und sah wieder nach vorn, als Livia offenbar etwas gehört hatte und um die nächste Ecke biegen wollte. In diesem Moment kamen allerdings auch Achak und Macawi um die Ecke gerannt um wieder zu den anderen aufzuholen, dicht gefolgt von einem Pokemon, das Majara nicht kannte. Während Livia also weiterging blieb Majara stehen und zückte ihren Pokédex, welcher das Pokemon identifizierte. „Somniam, das Traumfresserpokémon. Es erscheint vor schlafenden Menschen und Pokémon und frisst ihre Alpträume.“ Sie hob die Augenbrauen. Ein sehr interessantes Pokemon, aber gerade schien es nicht besonders fröhlich zu sein. Wahrscheinlich hatten Achak und Macawi es irgendwie gestört und jetzt geärgert. Sakima drehte sich um und schnaubte dem Pokemon entgegen, das gerade Achak mithilfe seiner Psychokräfte in der Luft schweben ließ. „Was habt ihr beiden wieder angestellt?“, murmelte Majara mit einem Seufzen. Sakima wollte eingreifen, aber das Roselia schüttelte den Kopf – offenbar wollte sie kämpfen. Gut, Training würde ihr ohnehin nicht schaden und solange das Somniam Achak in seiner Gewalt hatte könnten sie ja sowieso nicht fliehen oder irgendetwas anderes tun, als sich diesem Kampf zu stellen.
„Gut Macawi, fang mit Zauberblatt an.“, lautete Majaras erster Befehl, woraufhin das Roselia dem Somniam einen Haufen hell leuchtender und in verschiedenen Farben glitzernden Blättern entgegen schleuderte. Das Somniam, das eigentlich Sakima als seinen Gegner erwartet hatte, wurde daher von diesem Angriff überrascht und schwebte ein Stück nach hinten, wo es sich dann schüttelte und Macawi wütend ansah. Achak schwebte weiter in der Luft und wackelte mit den vielen Beinchen. Im nächsten Moment wurde Macawi bereits von einer Psychoattacke getroffen, die Majara nicht kannte. Sie traf das Roselia auf jeden Fall wie eine Klinge und schleuderte es ein Stück zurück, wo es erst einmal einen Moment liegen blieb. Majara hob die Augenbrauen, aber Macawi richtete sich schon bald wieder auf und tänzelte wieder näher an das Somniam, darauf achtend, die Spinnenweben um sich herum nicht zu verletzen. „Hol dir die Energie mit Absorber zurück.“, meinte sie, doch das Somniam wich dieser Attacke diesmal aus und versteckte sich stattdessen hinter einer Mauer, so dass sowohl Macawi als auch Majara folgen mussten. Kaum hatte sich Macawi um die Ecke begeben, wollte das Somniam sie bereits hypnotisieren – aber das schlug zum Glück fehl, weil Macawi ihm zuvor wieder ein paar Zauberblätter an den Kopf war. „Und erneut Absorber.“, murmelte Majara, und im selben Moment kam ihr eine Idee. Diese Chance könnten sie immerhin auch direkt dafür nutzen eine neue Attacke zu lernen, die Majara für Macawi sowieso im Sinn hatte: Gigasauger. Und was bot sich besser an, als Absorber dafür als Grundlage zu nehmen? Diesmal traf der Absorber jedoch, aber es half nur wenig, immerhin war es eine recht schwache Attacke. Macawi fing an sich zu bewegen und damit kein leichtes Ziel für eine nächste Attacke zu sein. „Okay, als nächstes konzentrier dich noch einmal auf einen Absorber, aber er muss stärker sein. Du musst deinem Gegner so viel Energie abziehen wie es möglich ist.“, wies sie ihr Pokemon an. Macawi nickte angestrengt weil sie gerade einem Psychoschock ausgewichen war und verfehlte das Somniam mit einem Absorber, doch der nächste traf es wieder. Erneut ein eher schwacher Treffer und das Somniam schien immer wütender zu werden, doch das mussten sie in Kauf nehmen. Achak schwebte noch immer in der Luft.
Macawi schien langsam die Kraft zu verlassen, immerhin war sie ja auch noch nicht allzu lange im Team, aber sie schlug sich tapfer. Wieder richtete sie sich nach einem Treffer auf und schien nun auch ziemlich wütend zu sein. Tief holte sie Luft, plusterte die Wangen kurz auf und feuerte einen weiteren Absorber auf das Somniam – zumindest hätte es ein Absorber sein sollen. Das grüne Leuchten der Attacke war jedoch stärker und die Blasen die das Somniam trafen und zurück zu Macawi schwebten waren größer. Sie hatte es geschafft. Augenblicklich sah man ihr an wie sie sich besser fühlte und nun das gegnerische Pokémon schwächelte. Gerade holte Macawi schon wieder für einen nächsten Angriff aus, als Achak wieder auf den Boden fiel und auf dem Rücken liegen blieb, wo er sich nun nicht mehr von allein auf die Beine rollen konnte. Sakima tapste zu ihm und stieß ihn mit der Schnauze an, damit er wieder richtig herum stand. Das Somniam verschwand mit einem Mal in hellen Rauch gehüllt und ergriff die Flucht. Majara hob die Augenbrauen und wartete noch einen Augenblick, falls es sich hierbei einfach nur um einen Trick handelte, doch es kam nicht zurück. Zufrieden sah sie zu ihrem Roselia und schenkte ihm ein Grinsen. „Sehr gut gemacht, Macawi!“, lobte sie das Pokemon, welches mächtig stolz zu sein schien. „Du hast sogar eine neue Attacke gelernt – wunderbar. Bald können wir bestimmt zusammen in Arenakämpfen antreten.“ Hastig nickte Macawi und rannte dann herüber zu Achak, der sich noch ein wenig zu ärgern schien, dass Sakima ihm hatte helfen müssen.

Majara setzte sich schließlich langsam wieder in Bewegung und schloss wieder zu Livia auf, der sie einen entschuldigenden Blick schenkte. „Tut mir Leid.“, kommentierte sie und ihr Blick schwenkte kurz zu ihren Pokemon. „Ich hoffe damit haben wir deine Käfer nicht verjagt, das wäre wirklich dumm.“ Und Majara würde sich wirklich schlecht fühlen. Aber hatte sie da nicht gerade irgendetwas Rotes im Gebüsch verschwinden sehen…? Sie verengte die Augen und sah zu jenem Busch und auch Sakima hatte seine Aufmerksamkeit darauf gerichtet. „Ich glaube da könnte etwas sein…“, flüsterte sie zu Livia und zeigte auf den Busch.

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Beitrag von Liviaam Fr Apr 07, 2017 2:05 pm

Majara & Livia
Post #019 :: Traumbrache :: Orion City
Vorsichtig spähte Livia um die nächste Ecke, ging immer ein Stückchen weiter hinein, sodass sie zunächst gar nicht bemerkte, dass Majara stehen geblieben war und ihr nicht mehr folgte. Dann sah sie sie: viele, viele Pokémon auf einem Haufen. Einige schliefen, wieder andere sahen sie mit wachsamen, aber misstrauischen Augen an. So viele Käfer-Pokémon hatte Livia noch nie zusammen gesehen! Dort waren Waumpel, Illumise, Purmel und viele weitere, aber auch größere Käfer-Pokémon. Eines davon war bläulich, hatte vorn zwei Zangen und wirkte ein wenig wie ein Roboter - Livia kannte es nicht und wusste nicht, dass es ursprünglich aus Alola stammte. »Ganz leise.« flüsterte Livia und meinte damit eigentlich nicht nur Tarua, sondern auch Majara - doch die war nicht mehr da. Erst jetzt bemerkte Livia ihr Fehlen. Sie wusste nicht recht, was sie tun sollte. Sie hatte sie gefunden, den Käfer-Schwarm, konnte Majara aber auch nicht allein zurück lassen. Vielleicht war ihr ja etwas passiert! Und dann hörte sie den Lärm, Majara, wie sie ihrem Pokémon Attacken zurief und den Konter des wohl gegnerischen Pokémon. Die Käfer schreckten hoch, auch die die geschlafen hatten, horchten, warteten ab. Sie schienen die Gefahr abzuschätzen. Livia betete, dass die Pokémon nicht verschwinden würden, doch sie zog sich langsam zurück und Tarua folgte.
Nah bei ihnen entdeckte sie schließlich Majara, die mit ihrem Roselia gegen ein Somniam kämpfte. Livia schätzte ab, ob sie Hilfe brauchte, erkannte aber, dass Macawi sehr gut zurecht kam. Offenbar lernte es sogar eine neue Attacke! Für Majara hatte sich der Ausflug hierher wahrscheinlich schon gelohnt - Livia hoffte, dass die Käfer noch an Ort und Stelle waren. Der kleine Kampf war so schnell beendet, wie er begonnen hatte, denn das Somniam floh und Majara holte wieder zu Livia auf. Sie entschuldigte sich bei ihr, auch wenn Livia fand, dass sie ja nichts dafür konnte. »Kein Problem. Ich hoffe auch, dass sie noch da sind.« erwiderte Livia freundlich aber nachdenklich. Sie musste unbedingt nachschauen, ob sie verschwunden waren oder nicht! Majara aber erwähnte, dass in einem naheliegenden Busch etwas sein könnte und so richtete Livia ihre Aufmerksamkeit zunächst darauf. Vorsichtig näherte sie sich dem Busch, ging aber mit ausreichendem Abstand schließlich in die Hocke, um einen besseren Überblick zu haben und das mögliche Pokémon nicht zu verscheuchen. Auch Tarua krabbelte langsam heran, wagte sich aber etwas weiter vor. Es geschah nichts, eine Weile jedenfalls, dann aber bewegte sich der Busch. Livia sah etwas Rotes aufblitzen - das selbe Rot, das sie vorhin aus den Augenwinkeln gesehen hatte. Mit einem vielsagenden Blick sah sie zu Tarua, die ihn richtig deutete und noch ein wenig näher auf das Gebäusch zukrabbelte. Gleichzeitig sprach sie in ihrer Pokémon-Sprache irgendetwas, das Livia allerdings nicht verstehen konnte. Nach einer kurzen Weile schaute dann ein kleiner roter Kopf aus dem Gebüsch hervor. Livia erkannte es als Ledian und streckte ihm vorsichtig die Hand entgegen. »Hallo mein Süßer - ich tue dir nichts.« erklärte sie vorsichtig, doch das Pokémon verkroch sich wieder im Gebüsch und nur kurz darauf sah Livia, wie es davon flog. Etwas enttäuscht blieb sie noch eine Weile in der Hocke, sagte sich dann aber, dass sie zumindest eines aus der Nähe gesehen hatte! Nun war noch die Frage, ob die anderen Käfer ebenfalls noch da waren oder doch das Weite gesucht hatten. »Hinter der Wand dort drüben waren vorhin überaus viele Pokémon. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass sie noch immer dort sind.« erklärte sie Majara, als sie sich wieder aufrichtete. Hoffnung war noch da, weshalb sie langsamen Schrittes wieder die entsprechende Richtung einschlug und vorsichtig um die Wand herum spähte, als sie diese erreicht hatte. Was sie sah, war...leider nichts. Der Platz war wie leer gefegt. Wo eben noch so viele Pokémon gehockt hatten, war nun lediglich Stein und Erde. Livia erkannte ein vereinzeltes Raupy auf einer der eingestürzten Wände, mehr war aber nicht zu entdecken. »Sie sind fort.« Die Enttäuschung darüber konnte man gut in ihrer Stimme hören, auch wenn sie versuchte, es bestmöglich zu verbergen. Dass das Ledian von eben sich hinter dem Schutt versteckte und sie beobachtete, bemerkte Livia nicht. Und auch Tarua hatte dessen Anwesenheit noch nicht bemerkt, auch wenn sie glaubte, sie spüren zu können - sehen konnte sie jedoch nichts.





Zuletzt von Livia am Di Apr 11, 2017 4:50 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Gastam Mo Apr 10, 2017 1:06 pm

In Orion City- - - #71

Darüber, einfach so fremde Pokémon in ihrem Revier zu stören und sie damit zu erschrecken und zu verärgern, müsste sie mit ihren Pokémon definitiv noch reden. Sowohl Macawi als auch Achak waren ja auch noch relativ jung, da konnte man bei so etwas durchaus noch Verständnis zeigen, allerdings sollte sich das nicht wiederholen. Majara sparte sich die Standpauke allerdings für später auf, schließlich wollte sie nun nicht vor Livia eine Szene machen. Das gehörte sich nicht und war auch nicht gerade die feine Art, weshalb Achak und Macawi fürs Erste einen bösen Blick geschenkt bekommen kamen, ehe sich Majara wieder Livia zuwandte, die mittlerweile wieder zu ihr aufgeschlossen hatte. Der Kampf gegen das Somniam war aber immerhin nicht vollkommen nutzlos gewesen, immerhin hatte Majara nun einen neuen PokéDex-Eintrag sammeln können, und Macawi hatte eine neue Attacke gelernt. Die Brünette hatte auch beschlossen, dass sie, sobald sie wieder allein mit ihren Pokémon war, ein wenig mit Macawi und Achak trainieren würde. Sobald sie zurück in Stratos City waren, wollte Majara schließlich den dortigen Arenaleiter herausfordern und bis dahin sollte sie noch ein wenig üben und ihre Pokémon stärken. Sowieso lag der letzte Arenakampf ja schon ziemlich weit zurück, das konnte eigentlich nicht wahr sein! Immerhin hatte sie die Reise hier ja angetreten um die Orden zu erlangen und nun… waren schon Monate vergangen, seit sie das letzte Mal eine Arena von innen gesehen hatte. Nun, gut Ding will Weile haben. Und es brachte ja auch nichts nun sämtliche Städte zu stürmen, wenn sie für die Kämpfe noch gar nicht vorbereitet hatte. Majara musste trotzdem zugeben, dass sie irgendwie auf heißen Kohlen saß. Doch das nächste Ziel war erst einmal Avenitia, damit sie die Einträge der Starterpokémon von Einall und die Nummer der Regionsprofessorin bekommen konnte, und dann den ganzen Weg wieder zurück bis Stratos City. Bis dahin könnte ja auch durchaus noch viel passieren, also blieb sie mal optimistisch.

Majara wies Livia auf den Busch hin, in dem sie vorhin noch irgendetwas raschen gehört hatte und sie war sich auch ziemlich sicher, dass so ein greller Rotton nicht normal für einen Busch war. Livia nahm diesen Hinweis auf und nickte dann, ehe sie sich gemeinsam mit ihrem Voltula an das Gebüsch heranschlich um sich das genauer anzusehen. Auch Majara war sehr gespannt, ob es sich dabei wohl tatsächlich um ein Pokémon handelte, immerhin war sie ja auch hier, um neue Pokémon kennenzulernen. Sie blieb also ruhig und auch ihre Pokémon sahen gespannt zu dem Busch, während Livia und Tarua sich ihm näherten. Es dauerte nur ein paar Sekunden, da steckte ein Ledyba den Kopf aus dem Busch. Majara lächelte leicht, denn auch wenn es kein Pokémon aus Einall war, war es doch ziemlich süß. Livia versuchte mit ihm zu reden, allerdings ergriff es schon kurz darauf die Flucht. Man kannte es ja. Gerade Käferpokémon hatten den Ruf, ziemlich scheu zu sein, da war so etwas immer recht schwierig. Majara verzog leicht den Mund und sah Livia wieder an. „Tut mir Leid.“, murmelte sie und seufzte leicht. Livia schien sich davon aber noch nicht unterkriegen zu lassen, richtete sich wieder auf und erzählte Majara von ihrer Entdeckung, woraufhin sie begeistert die Augenbrauen hob und hastig nickte. Wenn die ganzen Käfer noch da waren, war das mit großer Sicherheit ein sehr schöner Anblick. Sie folgte Livia also zurück in die Ruine, allerdings war dort nichts mehr von den Käfern zu sehen – eine weitere Enttäuschung. Die Trainerin seufzte wieder und ließ den Blick durch den Raum schweifen. Dort saß ein Raupy, aber das schien nicht eines der Pokémon zu sein, das Livia gerne gefangen hätte. Sakima kam hinter ihnen hereingelaufen und sah sich um, schnupperte ein wenig herum und spazierte dann in Richtung des Schutts, in dem sich das Ledyba versteckte. Bemerkt hatte er es allerdings noch nicht, immerhin roch hier alles nach Käfern. „Vielleicht gibt es ja hier in der Nähe noch mehr Pokémon? Vielleicht wenn wir weiter in den Wald gehen.“, schlug Majara vor und drehte sich wieder zu Livia.

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Beitrag von Liviaam Di Apr 11, 2017 4:43 pm

Majara & Livia
Post #020 :: Traumbrache :: Orion City
Das Ledian duckte sich noch etwas tiefer, als das Hundemon in die Nähe des Schutts kam. Es wollte noch nicht entdeckt werden, fand Livia und ihre Begleiter aber einfach zu interessant, um gänzlich zu verschwinden. Da war ein Voltula, das sie begleitete, was doch hieß, dass die junge Frau mit dem seltsamen Kleid Käfer irgendwie mochte. Sie hatte auch keine Angst gezeigt, das das Ledian an ihr vorbei gehuscht oder direkt vor ihren Augen aus dem Gebüsch gekrochen war. Das Pokémon wollte Livia also noch eine Weile beobachten. Diese war ein wenig enttäuscht darüber, dass die ganzen Käfer verschwunden waren, aber davon ließ sie sich natürlich nicht unterkriegen. Käfer-Pokémon waren scheu und in vielen Augen vielleicht auch schwach, aber sie waren schlau und für Livia einfach perfekt. Vielleicht waren sie noch in der Nähe und vielleicht würde sie noch eine Chance bekommen, sie aus der Nähe zu betrachten. »Das könnte gut sein. Wir sollten es versuchen.« antwortete Livia, zuversichtlich, dass sie zumindest noch irgendetwas hier finden würden. Und wenn die Käfer über alle Berge waren, blieb immer noch die Möglichkeit, den Ort etwas näher zu erkunden. Immerhin war keiner der beiden schon einmal hier gewesen, da sollte man die Chance nutzen und sich ausreichend umsehen. Livia ging also ein paar Schritte weiter, am Schutt vorbei, ohne dahinter zu schauen. Sie verließ die kleine Ruine und machte sich auf den Weg etwas tiefer in den Wald hinein. Überall konnte man vereinzelt Mauerwerk sehen, das eingestürzt war. Eigentlich konnten sich hier überall Pokémon verstecken! »Das alles ist einfach erstaunlich. Es muss zu früheren Zeiten bestimmt wundervoll und prächtig hier gewesen sein.« Jedenfalls ließen die ganzen Mauern und Ruinen doch darauf schließen, nicht wahr? Ob hier früher vielleicht mal jemand gelebt hatte? Oder waren es andere Gebäude gewesen? Läden vielleicht? Livia konnte es sich nicht wirklich vorstellen, aber es mussten mit Sicherheit mal eine ganze Menge Häuser hier gestanden haben.
Als Livia die kleinere Ruine verlassen hatte, war das Ledian empor gestiegen und ihr vorsichtig gefolgt. Es hockte in einem Baum ganz in der Nähe, wo es sich auf einem Ast niedergelassen hatte. Vielleicht beeindruckte das Mädchen es ja irgendwie? Ob sie noch mehr Käfer dabei hatte? »Cinna würde es hier gefallen.« überlegte Livia laut, leider war das Webarak im Gewächshaus geblieben. Hoffentlich stellten die drei dort keinen Unsinn an, während Livia fort war! »Wenn du ein Pokémon entdeckst, dann melde dich.« sagte sie schließlich noch zu Majara, auch wenn das ja eigentlich klar war. Livia sah sich langsam und bedächtig um. So viele Bäume, so viele Ruinen. Ein Paradies für Käfer! Und auch für alle anderen. Und wie auf Stichwort huschte da auch schon ein Rattikarl an ihnen vorbei - schnell und kaum zu erkennen. Livia erschrak ein wenig, genauso wie Tarua, die kurz darauf eine Donnerwelle abfeuerte. Sie war unkontrolliert, da sie auch nicht gewollt war, sie traf allerdings einen Baum, aus dem daraufhin ein Strawickl fiel. »Das tut mir furchtbar leid!« rief sie entschuldigend aus und auch das Voltula entschuldigte sich vielmals bei dem kleinen Käfer, der ziemlich wütend darüber war, gestört worden zu sein. Was durchaus verständlich war. »Wir wollten dich nicht stören, kannst du uns verzeihen?« fragte Livia einfach drauf los, erhielt als Antwort jedoch nicht mehr als einen Sternenschauer, der direkt auf sie abgefeuert wurde. Es gelang ihr, zur Seite zu springen, sie wäre aber auch so nicht getroffen worden, da Tarua die Attacke für sie abfing. »Wir wollen nicht mit dir kämpfen.« versuchte sie, das Pokémon zu beruhigen. Ob das funktionierte? Livia wusste nicht, dass mehrere wütende Folikons und sogar ein Matrifol auf dem Weg zu denjenigen waren, die die Ruhe der kleinen Familie gestört hatte. Und sie wusste auch nicht, dass sie noch immer von dem Ledian beobachtet wurde.



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Beitrag von Gastam Di Apr 18, 2017 4:33 pm

In Orion City- - - #72

Sakima übersah das Ledian tatsächlich, wahrscheinlich auch einfach, weil er nicht gezielt nach etwas suchte. Er wollte nur die Umgebung ein wenig erkunden und die verschiedenen Gerüche zuordnen, so wie er das immer tat. Er schenkte dem Schutthaufen daher nicht viel Beachtung, sondern ging daran vorbei und huschte ein wenig durch die Ruine, wodurch das Raupy dann auch die Flucht ergriff, und schloss erst wieder zu Majara und Livia auf, als jene die Ruine schon wieder verließen. Den Wald rund um die Traumbrache herum zu erkundschaften war sicher auch keine schlechte Idee – in Wäldern trieben sich Käfer ja besonders gerne herum. Majara folgte Livia also gut gelaunt und in der Hoffnung, dass sie endlich finden würden, wonach Livia suchte. Immerhin hielten sie sich schon vergleichsweise lange hier auf, erfolglos, und irgendwann demotivierte das doch ein wenig. Doch Livia schien noch guten Willens zu sein, also machte Majara sich nicht viele Sorgen. Interessiert lief Macawi neben dem großen Voltula entlang und schien wohl gerne auf seinen Kopf krabbeln zu wollen wie sie das auch bei Sakima immer machte, traute sich aber nicht zu fragen. Stattdessen sah das Roselia immer wieder verstohlen herüber zu dem Pokémon, und sobald es zu ihr sah, wieder stur gerade aus.
„Klar, wird gemacht.“, erwiderte Majara mit einem Grinsen, als sie draußen angekommen waren und die Ruine etwas abseits lag. Rund herum war nur noch Wald zu sehen. Hübsche, grüße Laubbäume und kleinere Büsche und Farne und hier und dort auf dem Boden ein kleiner Trampelpfad. Etwas entfernt konnten sie weitere eingestürzte Häuser erkennen, und Majara fragte sich augenblicklich, wie es wohl früher hier ausgesehen hatte und was diese Ruinen wohl dargestellt hatten. War es ein Dorf gewesen, bevor Orion City entstanden war? Eine Frage die sie sich gerne beantworten würde. Irgendwo in der Stadt würde sie darauf bestimmt eine Antwort bekommen! Damit war das nächste Ziel auch schon gespickt, sobald Livia und sie sich trennen würden. Aufmerksam ließ sie den Blick über die Umgebung schweifen und sah dann eher durch Zufall, wie Achak gerade einen Baum hochkletterte. Sie hob die Augenbrauen und schloss zu ihm auf, weil er sich gerade auf den Ast gestellt hatte und herunterlugte… und offenbar nicht wieder herunter wollte. „Was ist los?“, fragte sie verwirrt, aber Achak weigerte sich weiterhin, wieder herunterzukommen. Ungefähr in dem Moment huschte auch das Rattikarl an Livia vorbei und erschreckte sowohl sie als auch ihr Voltula, was Hand in Hand damit ging, dass auch Macawi sich erschreckte. Die Donnerwelle traf das Strawickl und schon im nächsten Moment sollte Livia ein Sternenschauer treffen, dem sie aber gerade noch ausweichen konnte. Majara sah überrascht zu dem kleinen Pokémon und holte sich schnell einen Pokédex-Eintrag um zu erfahren, worum es sich bei dem Pokémon überhaupt handelte, weil es ihr vollkommen fremd war. Sakima schnaubte eine Rauchwolke aus und stellte sich neben Livia, allzeit bereit anzugreifen.
Da Majara vermutete, dass Livia und die Pokémon das Strawickl schon händeln könnten, kletterte sie einfach selbst auf den Baum, um Achak wieder herunter zu holen. Sie vermutete einfach mal, dass er sich nicht mehr herunter traute, weil es zu hoch war. Gerade als sie auf dem Ast angekommen war und das Kabuto hochnahm, traf sie jedoch eine Welle fieser Blätter, die sie augenblicklich vom Baum warfen. Sie kam unten auf ihrem Rücken mit einem dumpfen Knall auf und ließ Achak los, der sie besorgt musterte. Der Sturz hatte ihr die Luft aus den Lungen gedrückt und sie brauchte einen Moment bis sie sich wieder bewegen konnte, ehe sie sich wieder aufsetzte. „Was war das…“, keuchte sie, und sollte die Antwort schon bald erfahren: Die Folikons und das Matrifol waren angekommen und letzteres hatte sie mit einer Rasierblatt-Attacke vom Baum geholt. Erst jetzt bemerkte Majara auch die kleineren Schnitte an ihrem Arm und ihrer Seite, die aber nicht weiter störten. Majara konnte die Einträge von ihnen auch sammeln, weil sie sich erstmal die Situation zwischen dem Strawickl und Livia ansahen.

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Beitrag von Liviaam Do Apr 20, 2017 5:23 pm

Majara & Livia
Post #021 :: Traumbrache :: Orion City
Dass das Roselia sie beobachtete, war Tarua durchaus klar, sie konnte sich allerdings auch nicht erklären, warum das so war. Hin und wieder sah sie zu dem Pflanzen-Pokémon rüber, doch dann sah dieses immer wieder weg. Sie überlegte zu fragen, was das Roselia denn von ihr wollte, beließ es aber zunächst dabei. Und dann bot sich auch keine Gelegenheit mehr, danach zu fragen, denn das Rattikarl flitzte an ihnen vorbei und dann ging alles relativ schnell. Livia erschreckte sich, Macawi erschreckte sich und Tarua erschreckte sich, die eine unkontrollierte Donnerwelle abfeuerte und damit ein Strawickl aus dem Baum holte, das Livia dann mit Sternenschauer angriff. Sie konnte ausweichen und versuchte, das Pokémon zu beruhigen, allerdings mit nur wenig Erfolg. Majara nutzte die Gelegenheit, um sich einen Pokédexeintrag zu besorgen und kletterte dann auf den Baum, auf den Achak vor kurzer Zeit verschwunden war. Irgendjemand musste das Pokémon ja wieder vom Baum runter holen! Und Sakima, das Hundemon, blieb bei Livia, um sie im Notfall ebenfalls beschützen zu können, was Livia wirklich sehr freundlich fand. »Wirklich, wir wollen die nichts tun.« versuchte Livia es erneut, doch so wie das Strawickl aussah, war es nicht sehr freundlich gestimmt. Verständlich, immerhin hatten sie es aus seinem Baum befördert...
Als Majara plötzlich ohne Vorwarnung vom Baum fiel, zuckte Livia erneut zusammen und sah besorgt zu ihr rüber. Da erst sah sie die Folikons und das Matrifol, das dem Strawickl wohl zu Hilfe geeilt waren. Noch griffen sie nicht ein und Majara schien es glücklicherweise auf den ersten Blick auch nicht allzu schlecht zu gehen. Dass sie sich auch von Strawickls Weiterentwicklungen Einträge besorgte, bekam Livia dann alelrdings nicht mehr mit, denn obwohl sich Tarua nicht erneut erschreckt hatte, feuerte das Strawickl fast im selben Moment mit Majaras Sturz eine Rasierblatt-Attacke auf Tarua ab. Ganz offensichtlich wollte es kämpfen, vielleicht um sich zu verteidigen oder sich zu rächen. Wer wusste das schon? Obwohl man sagen musste, dass Käfer doch eigentlich nicht sehr feindseelig gesinnt waren, wenn man einmal von Bibor absah. »Ausweichen, Tarua!« rief Livia noch und das Voltula sprang rechtzeitig zur Seite. Die Rasierblätter kamen so direkt vor Livias Füßen auf dem Boden ab. Knapp, aber sie war nicht verletzt. »Bitte, wir wollen dir wirklich nichts tun.« versuchte sie noch einmal, allerdings spielte das für das Strawickl keine Rolle. Es war wütend und wurde dann auch noch von seinen Artgenossen angefeuert. Ganz wunderbar...Erneut kam ein Rasierblatt auf das Voltula zu und dieses Mal konterte Tarua mit einer Donnerwelle. Sie wollten das Strawickl ja eigentlich nicht verletzen. Das aber war Grund genug für die Folikons und das Matrifol, ebenfalls in den Kampf einzugreifen, um ihr Jüngstes zu beschützen. »Gar nicht gut.« murmelte Livia, erinnerte sich dann aber daran, dass Murmeln unhöflich war. Sie sah erst zu Majara, dann zu Tarua. Hier würden sie wahrscheinlich nicht heraus kommen, ohne zu kämpfen. Aber es waren so unglaublich viele! »Verteile einmal dein Elektronetz, Tarua.« sagte sie sanft zu ihrem Pokémon, das zunächst den Rasierblättern der anwesenden Käfer-Pflanzen-Pokémon ausweichen musste - womit es dank der Menge einige Probleme hatte - und dann bei günstiger Gelegenheit einige elektronisch geladene Netze auf dem Boden verteilte. Gleichzeitig holte Livia aus ihrer Tasche einen weiteren Pokéball und entließ ihr Schaloko aus diesem. »Ryala, ich brauche einmal deine Hilfe.« erklärte sie, allerdings hatte das Schaloko die Lage schnell erkannt. »Giftstachel bitte, aber versuche, nicht zu viel Schaden anzurichten.« Livia wollte immer noch nicht kämpfen, aber sie wusste keinen anderen Ausweg. Also feuerte das Schaloko seinen Giftstachel auf drei der Folikons ab, die ihre Aufmerksamkeit schließlich auf Ryala lenkten, während das Matrifol Tarua ganz offensichtlich als größere Gefahr betrachtete.
Das Ledian, das die ganze Situation beobachtete, war beeindruckt von dem weiteren Käfer-Pokémon und auch davon, dass Livia eigentlich keinen Schaden anrichten wollte. Noch beobachtete es, doch es war drauf und dran, ebenfalls einzugreifen. Livia schien doch wirklich nett zu sein! Aber zuerst wollte es sehen, wie sie weiter mit der Situation umging - und vor allem, was das Hundemon tat, das zwar freundlich gesinnt zu sein schien, aber eben immer noch Feuer spucken konnte. Das Ledian wollte jedenfalls nicht verbrennen, nur weil es einem fremden Menschen half, sei dieser auch noch so nett.



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Beitrag von Gastam Sa Apr 29, 2017 9:24 pm

In Orion City- - - #73

Uff, das war ja wirklich unpraktisch. Von einem Baum zu fallen war ihr das letzte Mal passiert, als sie noch ein kleines Mädchen gewesen war. Zu ihrer Verteidigung musste man aber durchaus anbringen, dass es ja nicht ihre Schuld gewesen war. Sie war einfach hinterrücks angegriffen worden! Dabei hatte sie ja eigentlich nicht einmal etwas mit der Sache zu tun – aber wie sagte man so schön? Mitgehangen, mitgefangen. Majara setzte sich also langsam wieder auf und rieb sich mit der Hand über den Rücken. Das würde mit Sicherheit einen ordentlichen blauen Fleck geben, aber ansonsten hatte sie nicht das Gefühl, dass etwas weiter schlimmes passiert war. Auch die leichten Kratzer durch die Rasierblattattacke waren etwas, was sie durchaus überleben könnte. Majara nutzte die kurze Chance um sich die Einträge der Pokémon zu holen, immerhin sollte man seinen Gegner ja bestenfalls kennen, dann hatte man bessere Chancen. Sie hievte sich wieder auf die Beine und ließ auch endlich Achak auf den Boden, welcher mit verengten „Augen“ zu den fremden Pokémon sah, die noch immer offensiv dort standen. Sie hatten ihnen doch gar nichts getan und außerdem hatte man sich auch schon entschuldigt! Wirklich unhöflich, diese Pokémon. Sakima schien genau so zu denken, denn er stellte sich kampfbereit neben Livia, um sie im Ernstfall beschützen zu können.
Livia versuchte noch immer, die Sache mit Worten zu klären. Majara hob kurz die Augenbrauen und verschränkte locker die Arme vor der Brust. Mit einem Kampf hätten sie das schon längst regeln können. Sakima hätte sie einfach mit einem Flammenwurf davonjagen können und alles wäre geregelt gewesen, aber Livia schien einen anderen Weg gehen zu wollen – also mischte sich Majara fürs Erste nicht ein. Leider brachte Reden rein gar nichts. Die Pokémon ließen sich nicht beschwichtigen, sondern im kompletten Gegenteil: wieder wurde mit einer Rasierblatt-Attacke angegriffen. Tarua konterte dieses mal mit einer Donnerwelle, wodurch fürs Erste zumindest verhindert wurde, dass dieses Pokémon weiter angriff – aber eine Lösung war das auch nicht. Vor allem nicht weil die anderen Pokémon sich nun auch einmischen wollten. „Ich glaube hier kommen wir nicht ohne Kampf raus.“, warf Majara ein, während das Voltula sein Elektronetz auf dem Boden verteilte. Interessiert betrachtete Macawi das Netz kurz und Achak wagte es gar nicht mehr, sich überhaupt zu bewegen. Livia holte ein Schaloko aus seinem Ball und wies es an Giftstachel einzusetzen. Majara dachte einen Moment nach. Wenn Livia nicht wollte, dass die Pokémon ernsthaft verletzt wurden, sollte sie mit Sakima besser nicht eingreifen. Aber da gab es ja auch noch andere Möglichkeiten. „Macawi, nutz Grasflöte bei dem Folikon.“, wies sie ihr Pokémon an, woraufhin von jenem ein hübscher Flötenklang zu hören war, das dem Folikon gewidmet war. Es schien sich erst dagegen zu wehren einzuschlafen, konnte aber am Ende doch nichts dagegen tun. Majara nickte kurz. „Gut gemacht.“, nickte sie ihrem Pokémon zu, welches daraufhin mächtig stolz zu sein schien. Anschließend sah sie fragend wieder zu Livia. „Hast du einen Plan?“ Wenn sie schon nicht kämpfen wollte, dann müssten sie irgendwie anders aus der Situation gelangen… Die Frage war nur wie sie das anstellen wollten.

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Beitrag von Liviaam So Apr 30, 2017 2:25 pm

Majara & Livia
Post #022 :: Traumbrache :: Orion City
Konnten sie aus der Sache wirklich nicht ohne Kampf heraus kommen? Livia wollte nicht, dass die Käfer verletzt wurden, auch wenn diese im imgekehrten Fall nicht viel darauf gaben, ob Livia, Majara und ihre Pokémon Schaden erlitten oder nicht. Allerdings musste man ja nicht immer Gleiches mit Gleichem vergelten. Manchmal gab es auch friedliche Lösungen und die versuchte Livia zu finden. Bisher hatte sie noch keine gute Idee bekommen, doch durch die Elektronetze auf dem Boden waren die anderen Pokémon erst einmal verhindert, sich groß zu bewegen, wenn sie nicht in eines der Netze treten wollten. Macawi, das Roselia setzte außerdem noch Grasflöte auf das Folikon ein, das sogleich einschlief und Ryala sorgte dafür, dass die Pokémon durch Giftstachel erst einmal damit beschäftigt waren, diesem auszuweichen. Eine wirklich gute Lösung war das allerdings auch nicht, denn die Pokémon ließen sich so auch nicht beruhigen. Tarua versuchte, mit ihnen zu sprechen und auch Ryala gab ihr Bestes, um die Pokémon davon zu überzeugen, dass Livia ihnen wirklich nichts Böses wollte. Erfolg hatten sie dabei allerdings nicht.
Stattdessen kamen nun von allen Seiten Rasierblatt-Attacken auf sie zugeschossen. Jedes Strawickl und die wachen Folikon, sowie das Matrifol vereinten ihre Kräfte, sodass ein ganzer Sturm scharfer Blätter direkt auf Livia, Majara und ihre Pokémon zuschoss. Die Arenaleiterin hob schützend ihre Arme, um ihr Gesicht zu schützen und Tarua versuchte mittels Zornklinge, einige der Blätter zu zerstören. Alle würde sie jedoch nicht zerstört bekommen, doch bevor diese Livia und die anderen überhaupt hätten erreichen können, spürte Livia hinter sich einen zarten Luftzug. Dann tauchten unmittelbar über ihrem Kopf plötzlich weiße Windklingen auf, die die rasiermesserscharfen Blätter aufhielten, sodass sie es nicht bis zu den Menschen und anderen Pokémon schafften. Verwundert hob Livia den Kopf und erkannte einen roten Käfer. Ein Ledian schwebte über ihnen - war es das, was sie zuvor auch schon gesehen hatten? Livia war fasziniert davon, wie der Käfer in der Luft blieb, doch noch mehr war sie fasziniert davon, dass es mit den anderen, feindlich gesinnten Käferpokémon oder vielmehr deren Anführer - Matrifol - zu kommunizieren begann. Es schien aufgebracht zu sein, aber wild entschlossen, mit dem Anführer der Gruppe zu disktuieren. Neugierig und gespannt, was als nächstes passieren würde, beobachtete Livia das rote Käfer-Pokémon, dann aber zogen sich die Strawickl und Folikon ein wenig zurück und schienen dem Matrifol das Kampffeld zu überlassen.

Livia war sich nicht ganz sicher, was gerade eigentlich geschah, doch das Ledian hatte sich schützend vor sie und die anderen begeben und setzte erneut Silberhauch ein, dieses Mal stärker als zuvor und direkt auf das Matrifol gerichtet, das mit Blättersturm konzerte und das Ledian traf. Livia vermutete fast, dass das Ledian einen Kampf mit dem Anführer ausgehandelt hatte. Würden die anderen Pokémon nach einem Sieg von Ledian verschwinden? Und warum half das Pokémon Livia? »Das ist erstaunlich.« sagte sie gut hörbar. Das Ledian kannte sie im Grunde nicht und doch half es ihnen. Livia war wirklich sehr dankbar darüber. Das Matrifol kam mit einer Laubklinge auf das Ledian zu, das fast gleichzeitig Superschall einsetzte und das Pflanzen-Pokémon traf, bevor es das Ledian erreicht hatte. Durch seine Verwirrung schaffte das Matrifol es nicht, Ledian zu treffen und schlug stattdessen ins Leere. Diesen Moment nutzte Ledian, um mit Käfergebrumm zurückzuschlagen. Diese doch sehr effektive Attacke traf das Matrifol direkt und verursachte sogar einen Volltreffer. Das Pflanzen-Pokémon war stark geschwächt und konnte kaum noch auf den Beinen stehen. Vollkommen fasziniert davon sah Livia einfach nur zu dem Ledian. Es schien genau zu wissen, was es tat und es schien auch die Schwächen des Matrifol zu kennen. Wie schön es wäre, es in ihrer Arena als Partner zu haben! Fast ehrfürchtig beobachtete sie das Kampfgeschehen weiter, gespannt, was nun geschehen würde. Das Matrifol versuchte es erneut mit Rasierblatt, traf wegen seiner Verwirrung jedoch lediglich ein Folikon, das davon weniger begeistert war. Das Ledian aber reagierte nicht auf die Attacke. Es wartete ab - und nach einigen Sekunden verschwand die Verwirrung des Matrifol. Statt jedoch wieder anzugreifen, verbeugte es sich kurz ehrfürchtig, dann zog es sich zurück und mit ihm die Strawickl und Folikon. Offenbar hatte Ledian den Kampf gewonnen. Es sah den Pflanzen-Pokémon noch eine Weile nach, wie es auch Livia tat, dann drehte es sich zu der Käfer-Trainerin um und flog aufgregt vor ihr hoch und runter, immer wieder. Es dauerte eine Weile, bis Livia ihre Überraschung abgeschüttelt hatte, dann bildete sich ein breites Lächeln auf ihren Lippen. »Vielen, vielen Dank für deine Hilfe. Das war einfach unglaublich.« sagte sie, stolz darüber, ein Käfer-Pokémon in Aktion gesehen zu haben, das ihr eben nicht gehörte. Sie liebte es, Käfer zu beobachten und das hier war einfach perfekt gewesen! Die Reise in die Stadt hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Sie war froh, hergekommen zu sein, auch wenn von dem versprochenen Schwarm nichts mehr zu sehen war. Dafür hatte sie dieses Ledian getroffen und bei einem Kampf beobachten dürfen.
Dieses flog nun fröhlich um Livia herum, offensichtlich erfreut darüber, dass es hatte helfen können. »War das nicht unglaublich?« fragte Livia dann an Majara gewandt. Sie hatten zwar keinen Plan gehabt, doch den hatten sie auch gar nicht gebraucht. Das Ledian stupste Livia mit einem seiner kleinen "Hände" an und erregte so wieder ihre Aufmerksamkeit. Fragend sah Livia zu dem Käfer-Pokémon, das erneut vor ihr auf und ab flog und sich letztlich vor ihr auf dem Boden niederließ. Es sah zu Tarua und Ryala, dann zu Livia und versuchte dann, auf ihre Tasche zu deuten. Wollte es...bei ihr bleiben? Livia traute sich das fast gar nicht zu sagen. Unsicher griff sie in ihre Tasche und holte einen leeren Pokéball daraus hervor. »Meinst du-?« fing sie an zu fragen, doch bevor sie die Frage hätte zu Ende stellen können, nickte das Ledian aufgeregt. Es kam noch ein paar Schritte auf Livia zu, sah erneut zu Tarua und Ryala und dann auf den Pokéball. Es nickte noch einem bekräftigend und machte noch einen Schritt auf Livia zu. Sie sollte endlich den Pokéball vor seine Nase halten! Die Arenaleiterin ging also in die Hocke und sah fragend zu dem Pokémon. »Bist du dir ganz sicher?« fragte sie noch einmal nach, doch statt einer Antwort berührte das Ledian entschlossen den Ball und wurde davon eingesogen. Es wackelte nur zweimal, bis der bekannte Ton erklang, der ihr mitteilte, dass sie ein Pokémon gefangen hatte. Livia war noch immer überrascht, verwundert und überaus erfreut zugleich. Stolz ließ sie das Ledian wieder aus seinem Ball, das daraufhin fröhlich vor ihrer Nase kreiste und dann in ihre Arme flog, als wolle es sie umarmen. Ganz offensichtlich hatte das Ledian sie jetzt schon gern. Es hatte sie schließlich auch beobachtet und als Livia die Situation ohne einen Kampf klären wollte, war das Ledian vollkommen von ihr überzeugt gewesen. Nun wollte es bei ihr bleiben und sie unterstützen. Livia lächelte und auch Ryala und Tarua freuten sich über das neue Teammitglied. »Du brauchst noch einen Namen.« sagte Livia dann und sah sich das Ledian noch einmal genau an. Seine Fühler waren nicht gerade kurz, was ein eindeutiges Zeichen dafür war, dass es männlichen Geschlechts war. Sie überlegte kurz, dann kam ihr eine Idee. »Was hältst du von Liyuan?« Ledian überlegte nicht lange und nickte dann aufgeregt. Ihm schien der Name sehr zu gefallen, was Livia wirklich freute. »Dann kann ich dich in unserem Team nur noch herzlich Willkommen heißen, Liyuan. Und ich möchte mich noch einmal für deine Hilfe bedanken. Das hätte gewiss nicht jeder einfach so gemacht.« Entschlossen nickte Liyuan erneut. Für ihn war die Hilfe eine Selbstverständlichkeit gewesen. »Ich bin Livia und das da sind Tarua und Ryala. Bei mir zu Hause warten noch mehr Käfer, die dich bestimmt gern kennen lernen würden. Und das da sind Majara, Achak, Macawi und Sakima.« stellte sie schließlich alle vor, wobei sie auch Majara mit einbezog, in der Hoffnung, dass sie sich die Namen ihrer Pokémon richtig gemerkt hatte. Sicher war sie sich da nicht so ganz, aber das würde Majara ihr dann schon noch sagen. Liyuan begrüßte alle umstehenden Pokémon und auch Majara und Livia richtete sich wieder auf. »Was für ein aufregender Tag.« sagte sie schließlich. Viel besser konnte es doch nun eigentlich gar nicht mehr werden, oder?



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Beitrag von Gastam Mo Mai 01, 2017 9:57 am

In Orion City- - - #74

Das war  ja mal… eine wirklich unpraktische Situation. Hätte Majara gewusst, dass sie sich erst den Rücken anknacksen und ein paar Schnitte bekommen würde und anschließend von einer Horde Pokémon angegriffen werden würde, die sie dann nicht mal bekämpfen konnte… dann wäre sie vielleicht nicht tiefer in den Wald eingedrungen. Aber das hatte sie ja nicht wissen können, genau so wenig wie Livia es hatte wissen können. Sowieso waren ja gerade solche Umstände und Überraschungen das, was eine Abenteuerreise durch eine Region ausmachte. Unvorhersehbare Wendungen, kleinere oder größere Gefahren und am Ende war man stärker als vorher, wenn man sie hatte bewältigen können. Majara war sich doch recht sicher, dass sie auch aus dieser Situation herauskommen würden. Vielleicht lernte sie ja auch noch etwas dazu. Ihre Lösung wäre immerhin gewesen sich auf den Kampf einzulassen und ihn bestenfalls auch zu gewinnen (wobei sie sich da keine großen Sorgen machte, immerhin war Sakimas Flammenwurf durchaus stark), so dass die Situation aufgelöst wurde. Dass Livia das lieber mit Worten klären wollte wäre also nicht Majaras Vorgehensweise gewesen, aber sie lernte ja gerne dazu. Sie ließ der Älteren also den Vortritt und sah dabei zu, was sie vorhatte.
Ein wenig Unterstützung konnte jedoch trotzdem nicht falsch sein, weshalb Macawi mit Grasflöte angriff und zumindest eines der wütenden Folikons ausschaltete. Majara nickte ihrem Roselia zu welches daraufhin ordentlich stolz auf sich zu sein schien und sah anschließend wieder nach vorn. Die Elektronetze und die Giftstacheln lenkten die Pokémon ab, doch im Endeffekt half es trotzdem nicht viel. Auch dass die anderen Pokémon versuchten auf die Käfer einzureden schien erfolglos zu sein. Sie hatten sich da wohl mit ein paar besonders sturen Pokémon angelegt, für die aufgeben oder zurückschrauben gar keine Optionen waren. Dann jedoch, und das gefiel Majara ganz und gar nicht, schlossen sich die wachen und unverletzten Pokémon zusammen um eine geballte Rasierblatt-Attacke auf sie, Livia und die Pokémon zu feuern. Die vielen aufwirbelnden Blätter pferchten sich zusammen und schossen schließlich in atemberaubender Geschwindigkeit auf sie zu. Das würde definitiv nicht nur in kleinen Kratzern enden wie die letzte Rasierblatt-Attacke. Sakima öffnete bereits das Maul um die herannahenden Blätter mit Flammen zu verbrennen und Majara hob die Arme schützend vor ihr Gesicht, doch bevor ihr Hundemon etwas hatte tun müssen, wurden die Blätter bereits wieder weggefegt. Mindestens so verwirrt wie Sakima ließ Majara die Arme sinken und sah zum Grund der plötzlichen Wendung: ein Ledian. War es das, was sie vorhin auch schon gesehen hatten? Das rote Käferpokémon fegte die Blätter wieder dorthin zurück wo sie hergekommen waren und schwebte schützend vor Livia, während es mit dem Anführer, offenbar das Matrifol, redete. Ihm hörte es tatsächlich zu. Interessant.

Es brach ein Kampf zwischen dem Ledian und dem Matrifol aus, wohl offenbar um die Sache ein für alle Mal zu klären. Doch warum half das Käferpokémon ihnen? Es war ein wildes Pokémon, das nicht von Livia gefangen worden war. Viel Sinn machte das für Majara nicht, aber irgendeinen Grund musste es wohl geben. Sakima beobachtete den Kampf aufmerksam, jederzeit bereit einzugreifen, doch das Ledian schien die Situation gut unter Kontrolle zu haben, bis das Matrifol sich tatsächlich geschlagen gab und den Rückzug antrat. Majara sah den Pokémon noch nach und ihre Haltung entspannte sich sichtlich, ehe sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Ledian zuwandte. Macawi schien schon wieder hellauf begeistert zu sein, während sich auch Achak wieder in Bewegung setzte und das Pokémon von allen Seiten musterte. Es wollte offenbar von Livia gefangen werden – sehr interessant… Majara schwieg während diese Zeremonie vollzogen wurde und nickte dem Ledian erst zu, als es gefangen war und Livia sie vorstellte. „Danke für deine Hilfe.“, meinte sie an das Pokémon gewandt und sah es noch eine Weile an, ehe sie zu Livia herüber sah. „Möchtest du noch irgendetwas erledigen?“, fragte sie dann und neigte den Kopf leicht zur Seite. „Oder wollen wir vielleicht etwas essen gehen?“ Jetzt wo sie das aussprach merkte sie nämlich, dass ihr Magen ziemlich brummelte.

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Zuletzt von Majara am Di Mai 02, 2017 4:25 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Liviaam Mo Mai 01, 2017 10:22 am

Majara & Livia
Post #023 :: Traumbrache :: Orion City
So viel war heute passiert und nun hatte Livia auch noch einen weiteren Käfer an ihrer Seite. Sie würde schauen müssen, welche Attacken es beherrschte, wie es generell kämpfte und wo seine Stärken und Schwächen lagen und anschließend würde sie es auf einen Arenakampf vorbereiten können. Bis es aber soweit war, würde sie ihm zunächst ihr Gewächshaus zeigen. Das sich jedoch am anderen Ende der Region befand. Ihre Rückreise würde viel Zeit in Anspruch nehmen, da ihr Tauboss leider noch immer bei ihrer Mutter war. Bei Zeiten würde sie es sich allerdings schicken lassen, damit sie etwas ungebundener durch die Region würde reisen können. Bis dahin aber musste sie die Wege eben zu Fuß erledigen. Vielleicht würde sie ja in Stratos City Halt machen und sich an dem dortigen Arenaleiter versuchen? Nur weil sie selbst Arenaleiterin war, hieß das ja nicht, dass sie nicht auch noch ein paar Orden sammeln wollte. Und ein Versuch schadete ja nicht!
Bis es allerdings soweit war, konnte sie in Orion City ja vielleicht noch ein paar neue Dinge entdecken. In der Traumbrache jedenfalls wollte sie mittlerweile nicht unbedingt noch länger bleiben. Sie hatte einige Käfer gesehen, hatte nun sogar ein Neues in ihrem Team und hatte wohl auch genug Aufregung für einen Tag. Liyuan nickte Majara eifrig zu, als diese sich bei ihm bedankte. Selbstverständlich war es ja auch irgendwie nicht gewesen, aber viele Menschen waren einfach so unhöflich und gemein. Bei Livia hatte das Ledian ein äußerst gutes Gefühl gehabt. Ob es eingegriffen hätte, wenn Livia auf direkte Konfrontation gegangen wäre, bezweifelte das Pokémon stark. Aber nun war es so gekommen und es hatte sich Livia angeschlossen, worüber es bisher auch sehr froh war. Blieb nur zu hoffen, dass das so blieb. Scheinbar war Livia aber auch eine Käfer-Liebhaberin und besser konnte es da doch dann auch gar nicht mehr kommen, oder? »Essen gehen wäre eine ganz wunderbare Idee! Meine letzte Mahlzeit ist mittlerweile auch schon wieder eine ganze Weile her.« erwiderte sie leicht lachend auf Majaras Worte hin und sah zu Tarua und Ryala hinab, die eifrig nickten. Die beiden hatten mit Sicherheit auch Hunger und Liyuan ja vielleicht auch. Dafür mussten sie dann allerdings die Traumbrache auch erstmal wieder verlassen! Hoffentlich begegneten sie nicht wieder wilden Pokémon, die sie angreifen wollten...das wäre wahrlich zu viel für einen Tag.
Der Rückweg gestaltete sich allerdings als ziemlich langweilig im Vergleich zum Hinweg. Sie wurden weder von wilden Pokémon angegriffen, noch mussten sie sich den Weg irgendwie frei kämpfen. Und sie wussten vor allem, wo sie hinlaufen mussten, um wieder zurückzukommen. Ryala war mittlerweile wieder in ihrem Ball, da sie sich nicht besonders gut fortbewegen konnte. Livia musste unbedingt schauen, wie sie das Schalako zu einer Entwicklung bringen konnte. Natürlich ließ sie ihren Pokémon die Zeit, die sie brauchten, aber ein wenig nachhelfen - also ein wenig Training - schadete schließlich nie. »Hoffentlich finden wir einen schönen Ort, an dem man gut essen kann.« sagte Livia da noch, da sie sich erinnerte, dass auch Majara noch nicht in Orion City gewesen war. Es würde also wieder eine Suche starten, bei der Livia allerdings zuversichtlich war. In einer Stadt gab es mit Sicherheit das ein oder andere Restaurant oder einen anderen Ort, wo man gut essen gehen konnte. Diesbezüglich waren die Einwohner der Stadt vielleicht auch ein wenig mehr dazu in der Lage, ihnen zu helfen als noch bei dem Käferschwarm. Arceus sei Dank, dass der Junge gegenüber seiner Mutter von der Traumbrache gesprochen hatte! Aber das war nun auch Vergangenheit und vor ihnen lag ein wunderbares Essen! Hoffentlich jedenfalls.
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Beitrag von Gastam Do Mai 10, 2018 12:28 pm

Traumbrache
Orion City, Post #045, mit: Niemandem
cf: Trainerschule in Orion City Die gestrige Erfahrung in der Trainerschule war dann doch nicht spurlos an Calluna und ihren Pokémon vorbeigegangen. Sie hatten sich in der Gartenanlage ein wenig ausgeruht und die Natur bewundert und waren zur Ruhe gekommen - ihre ursprünglichen Pläne hatten sie zunächst hinten angeschoben. Doch heute, am nächsten Tag, waren sie direkt in den frühen Morgenstunden aufgestanden und zur Traumbrache aufgebrochen. Calluna wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hatte und was es dort zu entdecken gab. So standen sie nun in der Ruine und Calluna sah sich um. Es wirkte alles ein wenig troslos, aber doch auch interessant. Ob sich hier wohl Pokémon her verirrten, die aus dem All kamen? Zola an ihrer Seite schnupperte neugierig, als sich die beiden weiter vorwagten, immer tiefer in die Ruinen hinein - bis sie absolut keine Ahnung mehr hatten, wo sie sich eigentlich befanden. »Ich glaube...wir haben uns verirrt.« stellte Calluna unnötigerweise Fest und ihr Vulpix schnaubte. Wie lange waren sie mittlerweile denn schon hier? Sie hatte keine genaue Ahnung und mittlerweile auch einfach die Orientierung verloren. Statt sich daran zu stören, schlenderte sie aber einfach weiter durch die Ruinen und suchte nach einem spannenden Fund. Bisher allerdings ohne Erfolg. Erst als sie hinter eine der vielen, zerstörten Mauern ging, die hier sogar mit Graffitti besprüht war, entdeckte sie ein seltsames, pinkes Wesen, das zusammengerollt über der Erde schwebte. Was allein schon faszinierend war. Es sah fast so aus wie ein Embryo und Calluna sah neugierig zu dem Wesen herüber. Sie ging davon aus, dass es ein Pokémon sein musste - was auch sonst? - und zückte daher sogleich ihren Pokédex. Es handelte sich offenbar um ein Somnivora, das die Träume von Mensch und Pokémon fraß, woraufhin sich Dunst aus seiner Stirn absonderte, der je nach Traum eine andere Farbe hatte. Davon völlig fasziniert sah Calluna es eine ganze Weile nur an. Bei der Beschreibung hätte sie mit einem Geist-Pokémon gerechnet, doch nein, es handelte sich um ein Psycho-Pokémon. Zola sah es skeptisch an und wollte lieber schnell weg hier, denn es wollte sicher nicht, dass ihre Träume gefressen wurden. Aber sie schliefen ja gar nicht, also machte sich Calluna darüber auch keine großen Gedanken.
Trotzdem blickte sie zu ihrem Pokémon hinab, als dieses sie am Bein anstupste - und kurz darauf in die Umgebung zeigte, wo sich eine ganze Horde Käfer-Pokémon an sie angeschlichen hatte. Calluna hatte nichts davon bemerkt, doch Zola war überaus aufmerksam - nur leider war die Warnung zu spät gekommen, sodass sie nun von Käfern nur so umzingelt waren. »Wow. So viele Käfer auf einem Ort.« sagte Calluna erstaunt und hob erneut den Pokédex an - nur um herauszufinden, dass eines der Pokémon ein Ariados war. Als die elektronische Stimme des Pokédex aber ertönte, schienen sich die Pokémon bedroht zu fühlen - und das Ariados setzte zum Angriff über. Gemeinsam mit ihrem Vulpix schaffte Calluna es aber, das Pokémon zurückzudrängen - den Feuerattacken sei Dank - und die feinseligen Pokémon davon abzuhalten, weiter auf sie loszugehen. Wahrscheinlich war das Ariados ihr Anführer gewesen. »Wir wollen euch nichts tun. Wir wollen uns nur ein wenig umsehen - und dann wieder unserer Wege gehen.« erklärte Calluna anschließend, denn verschwinden taten die Käfer nicht. Stattdessen starrten sie sie weiter an, während sich Calluna ruhig und gelassen den Eintrag jedes einzelnen anwesenden Pokémon besorgte - was Zola mit einem genervten Blick quittierte. Manchmal war ihre Trainerin wirklich anstrengend. Das Vulpix beschloss auch sogleich, ein Gespräch mit den Käfern zu beginnen und versuchte, ihnen klar zu machen, dass sie sich im Grunde nur verlaufen hatten. Und wieder hier raus wollten, auch wenn das auf Calluna wohl gar nicht wirklich zutraf. Doch irgendwie schaffte es das Vulpix, ein Nincada davon zu überzeugen, sie wieder nach draußen zu führen - was Calluna allerdings nicht sofort verstand. Sie wollte nämlich gar nicht gehen, doch Zola zog so lange an ihrem Hosenbein, dass sie irgendwann aufgab. Es wurde ohnehin schon dunkel, da konnte sie es nicht unbedingt gebrauchen, in einer fremden Umgebung zu übernachten, wo ein Traumfressendes Pokémon hauste. »Okay okay, du hast gewonnen.« gab Calluna schließlich seufzend auf und ließ sich dann von dem Nincada zum Eingang der Traumbrache führen. Der Ausflug hier her hatte sich auf jeden Fall schon gelohnt, doch sie überlegte, noch einmal herzukommen. Sicher gab es noch wesentlich mehr zu entdecken.
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Beitrag von Odileam So März 24, 2019 5:32 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 67 -

An diesem Fall arbeitete sie bereits seit über einem halben Jahr. Noch vor dem Angriff der Ultrabestien, weshalb Odile auch davon abgesehen hatte, den Fall nun nachträglich an die Abteilung für Organisiertes Verbrechen abzugeben. Sicherlich wäre das eher nach Protokoll gewesen, doch sie hatte damals den anonymen Tipp bekommen und sie hatte bis dato sämtliche Arbeit geleistet, weshalb sie nicht einsah, den Fall abzugeben. Mit der Führungsebene war das zumindest abgesprochen und Odile hatte sich auf den Kompromiss eingelassen, mit der Abteilung für Organisiertes Verbrechen zusammenzuarbeiten, insofern es von Nöten war. Nichtsdestotrotz gingen die Ermittlungen schleichend voran. Schleichend, aber sie trugen Früchte. Odile hatte bereits viele Hinweise finden können, die man miteinander verknüpfen konnte und die Pinnwand in ihrem Büro wies mittlerweile mehr rote Fäden, die die Nadeln verbanden, auf als noch am Anfang. Sie hatte also zumindest nicht Nichts in den Händen und sie wusste, dass es nur noch ein kleines Puzzleteil fehlte, bis sich alles zu einem klaren Bild zusammensetzen würde.
Sie hoffte, dass sie dieses letzte Puzzleteil in diesem Fall finden würde. Sie hatte ein Team zusammengestellt mit einigen Mitgliedern der Abteilung für Gewaltverbrechen und war zur Traumbrache gereist, um sich den kriminellen Machenschaften anzunehmen, die dort momentan von Statten gingen. Informanten hatten von einer Bande berichtet, die in der Traumbrache krumme Dinge mit den Somniam und Somnivora drehen wollten. Was es genau war, wussten sie bis dato noch nicht, doch dafür waren Odile und ihr Team hergeschickt worden. Es gab Hinweise darauf, dass diese Bande hier mit dem Schmugglerring zusammenarbeitete, dem Odile auf den Fersen war – also mussten sie ihre Arbeit besonders gut machen und sich in einige Verhöre stürzen, sobald sie die Kriminellen dingfest gemacht hatten. Orion City machte im ersten Moment einen ganz normalen Eindruck; als würde es keine Probleme geben, die im Hintergrund liefen. Doch wenn man genauer hinsah, fielen sie auf: Menschen, die mitten auf der Straße schliefen. Meistens in Gassen, versteckt vor den Blicken anderer. Einige auf Parkbänken, andere auf Wiesenflächen. Prinzipiell war das wohl nicht allzu verwunderlich, doch machte es die Menge aus, die einen stutzen ließ. Doch erstmal ließ sie selbst Orion City hinter sich und machte sich in die Traumbrache auf, um sich die dort lebenden Pokémon genauer anzusehen. Ihr Team teilte sich derweil auf; einige blieben in Orion City, zwei kamen mit ihr in die Traumbrache. Ihr erstes Ziel waren die Ruinen, die sie auskundschaften wollten. Odile blieb außerhalb und sah sich in der Umgebung um, als ihr etwas ins Auge stach:

Ein junger Mann, der friedlich schlafend auf der Wiese lag. Odile runzelte erst die Stirn, während sie ihn ansah und auch Amelia, die sie wie immer außerhalb ihres Balles begleitete, schien im ersten Moment etwas überrascht zu sein. Allerdings knüpfte Odile relativ schnell die Verbindung zu den anderen Städtern, die ebenfalls wirkten, als wären sie an Ort und Stelle einfach eingeschlafen. Irgendwo musste das wohl mit zusammenhängen, also fasste Odile kurzerhand den Entschluss, den Kerl zu wecken und zu befragen, in der Hoffnung, dass er ihr weiterhelfen würde. Leider schien der Schlaf kein normaler, menschlicher Schlaf zu sein, denn ihn anzusprechen und auch ihn anzustupsen brachte nicht viel. Mit einem Seufzen sah sie zu Amelia. „Setz doch bitte mal Aurasphäre auf den Boden neben seinem Kopf ein“, wies sie sie an, woraufhin das Lucario in Megaform nickte und eine blaue Kugel zwischen seinen Pfoten formte, die mit einem lauten Knall etwas entfernt vom Kopf des Mannes auf den Boden einschlug; weit genug weg, um ihm nicht das Gehör zu rauben. Das Manöver hatte Erfolg: er wachte tatsächlich auf, auch wenn er im ersten Moment etwas verwirrt wirkte. Odile räusperte sich, um auf sich aufmerksam zu machen.
„Guten Tag“, begrüßte sie ihn mit ruhiger Stimme. „Mein Name ist Odile Beauvais. Ich bin Polizistin der Ranger- und Polizistenvereinigung. Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen? Fühlen Sie sich dazu in der Lage? Ansonsten rufe ich Ihnen einen Krankenwagen.“ Wer wusste schon, womit dieser Mann zum Schlaf gezwungen worden war? Doch vielleicht hatte er auch nur ein gemütliches Mittagsschläfchen machen wollen und Odile vergeudete gerade ihre kostbare Zeit.

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Beitrag von Hectoram So März 24, 2019 6:53 pm

Traumbrache
Post #001, mit: Odile
Die Traumbrache. Ein Ort, an dem Hector sein ganzes Leben noch nicht gewesen war und er war sich auch nicht ganz sicher, was er nun eigentlich hier trieb. Vielleicht erhoffte er sich ein wenig Ruhe, denn er bezweifelte doch, dass allzu viele Menschen die Traumbrache aufsuchten. Hier gab es schließlich nichts zu entdecken, nicht wahr? Nun, das hatte er jedenfalls angenommen, als er ohne Maske und mit dunklen Haaren den Ort aufgesucht hatte. Letztlich...war es aber vielmehr so, dass er hier gerade nicht seine Ruhe haben würde. Er hatte keine Ahnung, wie er gelandet war, wo er gelandet war, doch als die Attacke in der Nähe seines Kopfes in den Boden einschlug, schreckte Hector hoch und blickte sich sofort panisch um. Wo war er? Wieso war er auf dem Boden? Wer war diese Frau? Und was zum Arceus war mit ihm passiert? Als er die Schwarzhaarige Frau erblickte, die sogleich auf ihn einredete, versuchte er krampfhaft, seine Panik zu unterdrücken. Es war nichts passiert, richtig? Einatmen und ausatmen. Er beeilte sich, sich aufzurichten und so von dem erdigen und damit auch dreckigen Boden aufzustehen, doch kaum war das geschafft, spürte er, wie etwas seinen Rücken herunter rutschte und mit einem Plopp auf dem Boden landete. Bemüht, nicht ausfallend zu werden, versuchte er, sich seinen Ekel nicht anmerken zu lassen. Sein Viscora musste auf seinem Rücken geruht und nun seine Schleimspur auf ihm hinterlassen haben. Nun schon wieder überaus schlecht gelaunt, rief er nicht nur sein noch schlafendes Pokémon zurück in seinen Ball, sondern brachte auch etwas mehr Abstand zwischen sich und die Fremde. Sie war ihm zwar nicht übermäßig nah gekommen, aber es reichte schon, dass sie ihn scheinbar in ihre Angelegenheiten mit einbeziehen wollte. Mal ganz davon abgesehen handelte es sich bei ihr wohl auch um eine Polizistin, die irgendwelche Fragen an ihn hatte. Na hoffentlich wusste sie nicht, was er tat, wenn er gerade nicht in der Traumbrache auf dem Boden lag und schlief. Denn das hatte er wohl getan. Er innerte sich noch an einige Männer, die er erblickt hatte und dann..war er hier wieder aufgewacht. Rasch prüfte er noch, ob seine Augenklappe auch weiterhin richtig saß, dann klopfte er sich den Dreck von der Kleidung, wobei er sich wirklich Mühe gab, es nicht wie eine Zwangshandlung aussehen zu lassen. Aber schon allein der Gedanke an den Schleim auf seinem Rücken ekelte ihn an. Er räusperte sich - vermutlich strapazierte er die Geduld der Polizistin jetzt schon und das konnte nicht gut enden. »Mir geht es gut. Fragen Sie, was Sie fragen wollen.« sagte er, ohne ihr dabei aber wirklich in die Augen zu sehen. Stattdessen sah er sich um, links und rechts, um zu sehen, wer sich noch so hier befand. In einiger Entfernung hörte er weitere Stimmen, doch da sie noch entfernt waren, blickte er eher zu dem ungewöhnlich aussehenden Lucario rüber. Die Attacke war sicher von ihm gekommen - hatte es etwa vorgehabt, ihn anzugreifen? Skeptisch betrachtete er das Pokémon eine Weile, ehe er sich zwang, die Polizistin nun direkt anzuschauen. Wenn er ihre Fragen beantwortete, konnte er doch hoffentlich schnell wieder verschwinden.



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Beitrag von Odileam Di März 26, 2019 2:35 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 68 -

Abwartend sah die Polizistin zu dem Mann herunter. Erst jetzt fiel ihr auch das kleine Viscora auf, das eine unübliche Farbe besaß und wohl selbst auch noch schlief, obwohl es gerade von seinem (vermutlicher Weise) Trainer heruntergefallen war. Irgendwie niedlich, doch Odile war nicht hier, um Pokémon zu beobachten. Sie wartete ab, bis der Mann wieder vollkommen bei sich war und sah sich, während er aufstand und sich den Dreck von der Kleidung klopfte, kurz um. Weit und breit waren keine Auffälligkeiten zu sehen. Es hielten sich sogar ein paar Pokémon in der Nähe auf und das ließ zumindest darauf schließen, dass hier nichts geschah, was die Pokémon in Aufruhr brachte. Trotzdem war sie sich sicher, dass irgendetwas nicht stimmte. Allein schon wegen der ganzen schlafenden Menschen im Stadtinneren.
Als er aufgestanden war, sah Odile ihm wieder ins Gesicht. Unweigerlich stellte sie sich die Frage, weshalb er wohl eine Augenklappe trug – doch wahrscheinlich fragte man sich ähnliches, wenn man Odile sah, die stets bei jedem Wetter mit ihren schwarzen Handschuhen herumlief. Daher schenkte sie der Tatsache keinen weiteren Gedanken, sondern sah ihren Gegenüber aufmerksam an. Nickend griff sie schließlich in die Tasche ihrer Bluse und zog ihren Ausweis hervor, der sie als Polizistin der Ranger- und Polizistenvereinigung auswies und hielt ihm diesen hin, damit er sich selbst nochmal überzeugen konnte. „Uns sind verschiedene, besorgniserregende Umstände aufgefallen, die rund um Orion City und die Traumbrache passieren. Beispielsweise die vielen schlafenden Menschen, die überall in der Stadt verteilt sind – unter anderem auch Sie. Oder haben Sie sich hier freiwillig für ein Mittagsschläfchen hingelegt?“ In ihrer Frage lag keine Wertung. Sie zückte ihren Notizblock, um sich die Antworten des Mannes aufzuschreiben. „Können Sie mir außerdem ihren Namen, ihr Alter und ihren Wohnort nennen?“ Reine Formalität, um die Aussagen später abgleichen zu können.

Bevor er zum Antworten kam, bekamen sie jedoch Gesellschaft: die Polizisten, die mit ihr die Ruinen absuchen sollten, schlossen wieder zu ihr auf. Sie nickten dem Mann freundlich zu und brachten Odile darüber ins Bild, dass an den Ruinen nichts Auffälliges zu finden war und sie deswegen zurück in die Stadt gehen würden, um den anderen zu helfen. Sie nickte das ab, die Polizisten verabschiedeten sich höflich und verschwanden dann wieder. Odile sah ihnen kurz nach, dann wieder zu dem Mann. „Sind Ihnen, bevor sie eingeschlafen sind, hier irgendwelche verdächtigen Personen aufgefallen? Oder aufgewühlte Pokémon, vor allem Somniam oder Somnivora?“ Nun, wo sie darüber nachdachte, sah man diese Pokémon hier auch überhaupt nicht. Normalerweise wimmelte die Traumbrache vor diesen Pokémon, doch nun schien sie wie leergefegt. Sehr mysteriös. Odile verengte leicht die Augen – irgendetwas stimmte hier definitiv nicht. Es war nicht so, als würde sie ihren Kollegen nicht zutrauen, eine Durchsuchung richtig hinzubekommen, doch nahm sie sich vor, gleich auch nochmal einen kleinen Trip durch die Ruine zu nehmen und sich ein wenig in der Umgebung umzusehen, nur für den Fall, dass sie vielleicht doch etwas übersehen haben.
Ihre Augen verengten sich weiter, als sie meinte, Stimmen in der Nähe gehört zu haben. Auch Amelia schien plötzlich in Alarmbereitschaft und wandte sich um. Doch weit und breit war niemand zu sehen.


__________________________

the moral of this story is that no matter how much we try, no matter how much we want it … some stories just don’t have a happy ending.
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Beitrag von Hectoram Mi Apr 03, 2019 8:07 pm

Traumbrache
Post #002, mit: Odile
Er musste natürlich nicht nur von irgendetwas zum Schlafen gebracht werden, nein, sondern bei seinem Aufwachen dann auch noch direkt vor einer Polizistin stehen. Die Welt war doch mit Absicht gegen ihn! Einmal ganz von dem Schleim auf seinem Rücken abgesehen. Die Polizistin, die sich als Odile vorgestellt hatte, zeigte ihm nun auch noch ihren Ausweis, der ihm nur bestätigte, was sie eben noch gesagt hatte. Sie war Polizistin bei der RPV und hatte jetzt irgendwelche Fragen an ihn. Was er so im Untergrund trieb, konnte sie wohl kaum wissen, dennoch beschloss er, vorsichtig zu sein. Wie eigentlich bei jedem Menschen. Außerdem war da ja auch noch dieses Lucario, das ihn angegriffen hatte. Nicht direkt zwar, aber er war sich sicher, dass die Attacke, die ihn geweckt hatte, von diesem Pokémon gekommen war. Da durfte er ja wohl misstrauisch sein! Aber wenigstens stellte sie ihm keine Fragen, die ihn direkt betrafen. Ihnen waren wohl seltsame Umstände aufgefallen, die sich in der Stadt ereignet hatten. Viele Menschen, die mitten auf der Straße einfach so schliefen - wie auch er. Aha, deshalb hatte sie ihn also geweckt. Es war nicht so, dass er gern noch weiter im Dreck gelegen hätte, aber von einer Polizistin geweckt zu werden, war jetzt auch nicht gerade die Erfüllung seiner Träume. Ein abschätziges Schnauben entkam seiner Kehle, was eigentlich so gar nicht seine Art war. »Sicher nicht..« murmelte er nur als Antwort. Er hatte sich gewiss nicht freiwillig auf den Boden gelegt, um zu schlafen! Er würde sich nicht einmal nach da unten legen, um sich die Sterne anzuschauen, wie es so viele andere Menschen taten. Nachdem die Polizistin nun ihren Notizblock gezückt hatte - das würde hier sicher ein längeres Gespräch werden - stellte sie ihm nun aber doch einige persönliche Fragen. Angefangen beim Namen, den er einer Polizistin der RPV eigentlich nur ungern geben wollte. Sollte er sie diesbezüglich also anlügen? Sie würde ihn ohnehin nicht aufspüren können, wenn er ihr falsche Daten gab, oder? Er zögerte und blickte die Schwarzhaarige prüfend an. Er traute ihr nicht, aber das lag nicht allein an ihrer Person. Sondern vielmehr daran, dass er keinem Menschen traute. Und wenn jemand, der nicht legale Dinge tat, auf eine Polizistin traf, war das Vertrauen ohnehin nicht sehr weit ausgeprägt. Da er in seinem jetzigen Aufzug aber auch nichts zu verbergen hatte - immerhin war er ein einfacher Altenpfleger - beschloss er, so nah an der Wahrheit zu bleiben wie möglich. So musste er später nicht darüber nachdenken, was er ihr jetzt wohl gesagt hatte. Glücklicherweise hatte die Polizistin Ablenkung durch weitere Polizisten gehabt, die ihr mitgeteilt hatten, nichts gefunden zu haben. Tolle Polizisten. Aber so hatte Hector wenigstens in Ruhe nachdenken können. »Ich würde es vorziehen, nirgendwo namentlich erwähnt zu werden.« traute er sich aber doch zu sagen. Er musste seinem Chef so schon genug erklären, sollte der herausfinden, dass er mit der Polizei gesprochen hatte. Jedenfalls bezweifelte er, dass er so begeistert davon wäre. Auch, wenn Hector niemals irgendwelche internen Dinge an die Öffentlichkeit bringen würde. Hoffentlich machte diese Anmerkung ihn jetzt nicht irgendwie verdächtig. Er war nur einfach nicht sonderlich darauf aus, in irgendwelchen Berichten aufzutauchen. So ging es doch sicher auch anderen Menschen, oder? »Sie können mich Henry nennen.« Das konnte sie gern tun, auch wenn es nicht sein richtiger Name war. Jetzt musste er ihn sich bloß noch selbst merken... »Ich bin 23 Jahre alt und wohne in Nevaio City.« fuhr er schließlich fort, was dieses Mal zumindest der Wahrheit entsprach. Vielleicht gab es ja sogar tatsächlich einen 23jährigen Henry in Nevaio City, wer wusste das schon? Jetzt ging es jedenfalls weiter mit der Fragerei, sodass er rasch zu verdächtigen Personen befragt wurde. Hatte er welche gesehen, bevor er eingeschlafen war? Er überlegte eine Weile und dachte darüber nach, wie er überhaupt eingeschlafen war. Immerhin war er niemand, der an chronischer Müdigkeit oder sowas litt und einfach im Stehen einschlief. »Ob sie verdächtig waren, weiß ich nicht. Ich bin nicht oft genug hier, um das beurteilen zu können. Ich weiß nur noch, dass zwei Männer in langen Mäntel da hinten gestanden und zu mir gesehen haben.« begann er zu erzählen. Eigentlich wollte er doch nur wieder gehen... Dennoch, die Frage nach den Pokémon ließ ihn aufhorchen. Wurden hier etwa krumme Geschäfte mit Pokémon gedreht? Das konnte er ja gar nicht leiden! »Pokémon habe ich keine gesehen. Aber sagen Sie, wieso glauben Sie, dass hier aufgewühlte Somniam oder Somnivora sein sollten?« Wenn hier irgendetwas mit den Pokémon passierte, würde er jedenfalls nicht einfach wieder verschwinden! Er hasste es, wenn Menschen den Pokémon Dinge antaten, die er lieber unausgesprochen lassen wollte. Da würde er sich dann auch definitiv bemühen, das wieder ins richtige Licht zu rücken. Auch wenn das bedeutete, sich in andere Angelegenheiten einzumischen...



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Beitrag von Odileam Sa Apr 06, 2019 7:54 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 69 -

Nun, dass der junge Mann sich nicht absichtlich ins Gras gelegt hatte, um zu schlafen, machte die Sache schon mal etwas mysteriöser. Der Umkehrschluss war, dass er entweder unter sehr starkem Schlafmangel litt, so dass er an Ort und Stelle in Sekundenschlaf fiel und es nicht bemerkte, oder dass er „gewaltsam“ in den Schlaf gezwungen worden war. Letzteres hielt Odile für wahrscheinlicher, da der Mann ihr doch im großen Ganzen durchaus fit erschien. Sie setzte also darauf, dass es ein erzwungener Schlaf gewesen war, was sie zwar nicht unbedingt weiterbrachte, doch ihre Theorie unterstützte. Nickend schrieb sie das auf, für den Fall der Fälle, dass man es nochmal brauchen könnte, auch wenn sie davon ausging, dass sie den Fall heute noch aufklären würden. Mittlerweile hatte sie doch eine sehr hohe Erfolgsquote erlangen können und Odile machte zwar nicht den Fehler, sich darauf auszuruhen, doch kam sie ja auch nicht von nirgendwo – deswegen war sie optimistisch, das Schlummermysterium schnellstmöglich aufklären zu können. „Sehr bedenklich…“, murmelte sie mehr zu sich, als zu ihrem Gegenüber, ehe sie den Blick wieder hob und ihn genauer unter die Lupe nahm. Die Polizistin konnte sich damit brüsten, eine überaus gute Menschenkenntnis zu haben. Wenn man sich in 90% der Fälle, die man annahm, in die Köpfe von Psychopathen und Serienmördern hineindenken musste, war das wohl auch nicht verkehrt. Natürlich behielt sie ein gewisses Maß an Skepsis, da der Mann durchaus auch ein Täter sein konnte, allerdings sah sie ihn doch gerade mehr als einen Zivilisten, der durch einen Zufall der Umstände zum Zeugen geworden war.
„Sicher. Das sind lediglich Formalitäten, immerhin muss ich dem Protokoll folgen“, versicherte sie ihm mit einem freundlichen Nicken. Es war ihr zwar schleierhaft, weshalb man nirgendwo namentlich erwähnt werden wollte, wenn man lediglich bei Ermittlungen mithalf, aber jeder hatte wohl seine Gründe und im Sinne des Datenschutzes respektierte Odile diese Bitte natürlich. Geduldig schrieb sie sich auf, was Henry, wie er sich vorstellte, ihr erzählte und nickte anschließend, als er geendet hatte. Mit einer Handbewegung klappte sie ihren Notizblock wieder zu und steckte ihn zurück in ihre Hemdtasche, ehe sie aufmerksam zurück zu ihrem Gesprächspartner sah. Als er von den Männern erzählte, folgte ihr Blick seinem Deuten mit der Hand und sie verengte leicht die Augen – aus der Richtung, so war sie sich sicher, hatte sie doch vorhin auch Geräusche vernommen… Odile wandte Henry das Gesicht wieder zu. „Hm, in Ordnung.“ Sie würde ihren Kollegen gleich weitergeben, in der Stadt nach Männern Ausschau zu halten, die der Beschreibung entsprachen. „Wir werden der Sache nachgehen.“ Erneut ein freundliches Lächeln. Kurz legte sich ihr Blick auf das Viscora, das Henry begleitete.

„Wir haben Augenzeugenaussagen erhalten, dass einige der Pokémon sich unnatürlich verhalten. Normalerweise leben sie hier in der Traumbrache, doch einige wurden in der Stadt gesehen. Außerdem ist es recht verdächtig, dass momentan absolut keine hier zu sehen sind“, erklärte sie Henry und hob die Hand, um sie nachdenklich an ihr Kinn zu legen. Doch bevor sie weitersprechen konnte, wurden sie bereits unterbrochen: von einem riesigen Felsbrocken, der sie beinahe unter sich begraben hätte, wäre Amelia nicht im richtigen Moment eingesprungen und hätte Odile und Henry aus dem Weg gestoßen. Mit einem großen Knall landete der Felsbrocken auf dem Boden, der Odile, Henry und sein Viscora sonst zu Pfannkuchen gemacht hätte. Zu dritt landeten sich auf dem Boden, doch Odile und Amelia waren sogleich wieder auf den Beinen, bereit anzugreifen.
„So, so, so. Was haben wir denn hier? Zwei neugierige Schnüffler?!“, ertönte eine Stimme, gefolgt von einem anderen Lachen. Hinter dem Felsen kamen zwei Männer her, in Mänteln, begleitet von einem wütend dreinblickenden Rizeros, das wohl den Felsen nach ihnen geworfen hatte. „Was machen wir mit solchen Eindringlingen?“ Ein erneutes Lachen, ehe das Rizeros vorstürmte und Amelia mit der Faust erwischte, die daraufhin zur Seite geschleudert wurde. „Wer seid ihr?“, fragte Odile, für diese Situation überraschend ruhig, und verengte die Augen. Offenbar hatte sie gefunden, nach wem sie gesucht hatte. Oder die hatten eher sie gefunden. Amelia schüttelte sich und starrte das Rizeros wütend an, doch startete sie keinen Angriff, solange Odile nicht den Befehl gab.

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Beitrag von Hectoram Mi Apr 17, 2019 5:29 pm

Traumbrache
Post #003, mit: Odile
Froh darüber, dass die Polizistin seinen Namen nicht irgendwo verwenden würde, sondern es lediglich reine Formalitäten waren, erzählte er ihr, was er gesehen oder nicht gesehen hatte. Denn im Grunde hatte er nicht viel gesehen, außer vielleicht ein paar Männer, die aber auch schnell wieder verschwunden waren. Er wusste ja nicht einmal, wie er auf dem Boden gelandet war, auch wenn das doch irgendwie recht peinlich war. Aber er war eben einfach eingeschlafen. Oder zumindest konnte er sich an nichts weiter erinnern. Und eigentlich wollte er das auch gar nicht, denn es reichte ihm schon, dass er überhaupt in die Sache mit hinein gezogen worden war. Was auch immer „diese Sache“ nun genau war. Aber wenigstens schien diese Frau nett zu sein – wenn man von ihrem Status als Polizistin absah. Nicht, dass Hector irgendetwas gegen diese Menschen - Polizisten - im Allgemeinen hätte – er mochte im Grunde keinen Menschen – aber es verstand sich von selbst, dass er eine gewisse Vorsicht walten ließ. Auch wenn er das genau genommen ebenfalls bei jedem Menschen tat, dem er begegnete…die Schwarzhaarige jedenfalls versicherte ihm nun, dass sie der Sache nachgehen würden. Hector wusste jedoch noch immer nicht, was für eine Sache das sein sollte und ursprünglich interessierte es ihn auch wenig. Er würde lieber einfach verschwinden und die Polizistin ihre Arbeit machen lassen. Leider sprach sie dann von Pokèmon und wenn die im Spiel waren, musste Hector zumindest wissen, was los war. Wunsch zu verschwinden hin oder her. Also fragte er nach, wieso sie denn vermutet hatte, dass er etwas zu den hiesigen Pokèmon sagen konnte. Die Antwort, die er erhofft hatte – nämlich eine genaue Aussage zu den Vorkommnissen hier – blieb nur leider aus. Stattdessen erfuhr er, dass sich einige der Pokèmon hier unnatürlich verhielten und sogar in der Stadt gesehen worden waren. Offenbar war es nicht üblich, dass Somnivora und Somniam nicht hier in der Traumbrache zu sehen waren. Wenn dem wirklich so war, dann war das auffallend und Hector fragte sich, woran das liegen mochte. Es waren selten die Pokèmon selbst, die freiwillig etwas an ihrem Verhalten änderten. Ob es etwas mit diesen Männern zu tun hatte? Was vermutete die RPV in diesem Fall wohl? Und wenn schon die RPV darauf angesetzt war, musste es doch gewiss etwas Bedeutendes sein. Hector hatte sich gerade vorgenommen, nun doch noch weitere Fragen zu stellen – wenn irgendjemand den Pokèmon hier etwas antat, konnte er immerhin nicht einfach stumm daneben stehen und zusehen – als er aus dem Augenwinkel etwas Großes auf sich zufliegen sah. Und mit groß meinte er riesig. Leider hatte er absolut keine Zeit mehr, darauf zu reagieren, denn als er seinen Kopf in entsprechende Richtung wandte, war der Felsen, der auf sie zugeschossen kam, bereits viel zu nah. Glücklicherweise hatte das Lucario da bessere Reflexe als er und ehe er es sich versah, wurde er zusammen mit der Polizistin von dem Lucario umgeworfen. Und wieder. Lag. Er. Im. Dreck. Was war denn nur heute los? Anders als Odile reagierte er jedoch nicht sofort und blieb noch einige Sekunden schockiert liegen. Gerade in diesem Moment kamen viele Dinge zusammen, die er wirklich hasste. Zum einen waren da die Menschen. Einfach alle von ihnen. Dann waren es Menschen, die ihre Pokèmon nicht im Griff hatten – oder wie in diesem Fall, sie dazu benutzten, andere Menschen zu verletzen. Berührungen – als er mit Odile umgeworfen worden war, war es unvermeidbar gewesen, dass sie sich zumindest leicht gestriffen hatten. Und dann dieser Dreck – er sehnte sich gerade so sehr nach einer heißen Dusche. Sicher war der Schleim, den sein Viscora auf seinem Rücken hinterlassen hatte, nun noch viel ekliger als vorher, vermischt mit der Erde vom Boden. Und zu guter Letzt war da ja natürlich noch die kleine Tatsache, dass er nun offenbar doch in fremde Angelegenheiten mit hinein gezogen worden war. Was er von Anfang an nicht gewollt hatte. Aber er musste ja mit der Polizistin sprechen, statt sich einfach umzudrehen und zu gehen. Das hatte er jetzt davon. Dabei wusste er immer noch nicht, was hier eigentlich vor sich ging! Nachdem er seine anfängliche Panik nun ein wenig herunter gekämpft hatte, stand auch er langsam wieder auf. Wie sehr wünschte er sich gerade, seine Pokèmon wieder an seiner Seite zu haben! Wie sehr wünschte er sich, diese beiden Männer leiden zu sehen. Stattdessen stand er nun hier, im Schatten einer Polizistin, mit nichts außer einem Viscora. Und seinem Messer, das er nun sehr deutlich in seiner Tasche spürte. Er könnte es zücken und werfen; sicher würde er einen der beiden treffen und ausschalten können. Nur blieb dann immer noch das Rizeros und der andere Typ. Und es war fraglich, ob die Polizistin ihren Job dann gut machen würde. Er nämlich wäre dann völlig schutzlos. Es war bewundernswert, wie ruhig die Polizistin klang, sogar als das Rizeros ihr Pokèmon grob zur Seite katapultierte. Wäre es Hectors Pokémon gewesen, hätte er gewiss die Geduld verloren, und das obwohl er eigentlich ein sehr geduldiger Mensch war. Auch jetzt musste er sich zwingen, ruhig zu bleiben und so ballte er die Hände zu Fäusten. Bei all den Faktoren, die in dieser Situation zusammen kamen, durfte er doch wohl behaupten, dass er sie wirklich sehr beschissen fand. Natürlich sagte er nichts dergleichen und lies seinen Blick über die Männer schweifen. Da sie hier waren und ihr Rizeros dazu benutzt hatten, ihnen zu schaden, ging er stark davon aus, dass sie diejenigen waren, nach denen die Polizistin auf der Suche war. Was bedeutete, dass sie kriminell sein mussten, in welcher Weise auch immer. Entweder waren sie dabei von der dummen Sorte oder sie hatten es hier unglücklicherweise mit Kriminellen zu tun, die etwas von dem verstanden, was sie taten. Hector versuchte, dies abzuschätzen, kam bisher jedoch nicht auf ein Ergebnis. Seine Menschenkenntnis war zwar gut, aber jemandem vor den Kopf sehen und alles wissen konnte er leider auch nicht. Wäre in seinem Beruf wohl auch irgendwie langweilig, oder? „Dein schlimmster Albtraum vielleicht?“ antwortete einer der beiden Männer auf die Frage der Polizistin. Sollte das ein Witz sein? Oder vielleicht eine Anspielung auf die Sache mit dem Schlaf? Was es auch war, Hector fand es überhaupt nicht witzig. »Wir haben nicht geschnüffelt. Wir sind nur auf der Durchreise und wollten gerade gehen.« versuchte Hector, sie zu beruhigen, natürlich in der Hoffnung, dass die Polizistin mitspielen würde und die Männer sie gehen lassen würden. Auch wenn diese Hoffnung natürlich nur gering war, denn immerhin wussten sie jetzt, dass er und die Polizistin zumindest über irgendetwas Bescheid wussten. Hector würde sich auch nicht gehen lassen…dennoch, es wäre sinnvoller, auf Abstand zu gehen und den beiden heimlich zu folgen. Auch wenn er bezweifelte, dass die beiden das zulassen würden. Das hämische Grinsen auf ihren Gesichtern verriet ihm zumindest, dass sie da ganz andere Pläne hatten. Ruhig bleiben, ermahnte er sich. Es brachte nichts, nun auszuflippen, auch wenn er liebend gern fortgelaufen wäre. Aber Feiglinge knöpfte man sich meist zuerst vor und das war selbstredend nichts, was er bevorzugte. Also verharrte er an Ort und Stelle, wobei sein Blick kurz zu dem Rizeros herüberging. Er war sich sehr sicher, dass dieses Pokémon ihn einfach würde zerquetschen können, wenn es es darauf anlegte. Vielleicht sollte er das Viscora doch aus dem Ball holen? Es konnte Schutzschild, soweit er wusste, vielleicht würde das kleine Viech ihm ja doch helfen können? Nur hatte er keine besondere Lust, schon wieder mit Schleim übersät zu werden. Und sicher verstand das kleine Ding den Ernst der Lage auch gar nicht und würde alles nur schlimmer machen.



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Beitrag von Odileam So Apr 21, 2019 11:52 am

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 70 -

Odile war die ganze Sache absolut nicht geheuer. Vor allem störte es sie, dass sie gar keine Ahnung hatte, was die Banditen für Pläne verfolgten. Viele Ansätze hatte die Ranger- und Polizistenvereinigung bisher nicht wirklich, doch dass sie hier einer größeren Sache auf der Spur waren, das war offensichtlich. Die Polizistin war sich zwar sicher, dass es früher oder später klar werden würde, welche finsteren Ziele sie sich gesetzt hatten, allerdings war da die Frage, ob es nicht irgendwann zu spät sein könnte. Bisher handelte es sich oberflächlich nur um einige Kriminelle, die sich einen Spaß mit den Menschen in Orion City und den hier lebenden Pokémon machten, doch wenn der Tipp, den sie bekommen hatte, tatsächlich stimmte und diese Bande hier Verbindungen zu dem Schmugglerring hatte, den Odile aufzuspüren versuchte, sollte man sie keinesfalls unterschätzen und schon gar keine voreiligen Schlüsse ziehen, was ihre Gefährlichkeit anging.
Wie gefährlich die beiden Kerle waren, die sich überraschend zu ihnen gesellten, zeigte sich auch sehr schnell. Der Felsen hätte sie, Henry und Amelia einfach unter sich begraben und damit ihre Leben beenden können; doch damit schienen die Kerle kein moralisches Problem zu haben. Odile schaltete daher schnell und versuchte einzuschätzen, wen sie da vor sich stehen hatte. Menschen eines solchen Kalibers kannte sie schließlich – ihr Arbeitsfeld basierte ja auf Gewaltverbrechen und den damit überaus gewaltbereiten Menschen. Zum Glück hatte Amelia schnell genug reagiert, um sie aus der Schussbahn des Felsens zu befördern, sonst wären sie nun allesamt Matsch. Ein Umstand, den Odile versuchte auszublenden, um sich nicht ablenken zu lassen.

Henry schien ebenso wenig begeistert von der neuen Gesellschaft zu sein, wie Odile es war. Das Rizeros machte sich sogleich an Amelia zu schaffen, die allerdings nicht den Eindruck machte, zurück zu kämpfen. Solange Odile den Befehl nicht gab, würde sie keine Pfote rühren; doch das Bodenpokémon schien auch erstmal auf neue Befehle seines Trainers zu warten, so dass Amelia sich wieder aufrappeln und die Gegner wütend ansehen konnte. Der dumme Kommentar, den Odile als Antwort bekam, ließ sie die Augen verdrehen. Auf Henrys Erklärung erwiderte sie nichts; sie hatte nicht den Eindruck, dass die beiden sie einfach so wieder gehen lassen wollten, vor allem nun, wo sie sie bereits einmal angegriffen hatten. „Hah, dann habt ihr einen dummen Ort gewählt, um auf Durchreise zu sein!“, erwiderte einer der Kerle und lachte herzhaft. „Ihr habt schon zu viel gesehen, also verabschiedet euch…“ Odile runzelte leicht die Stirn. Die hatten doch nicht wirklich vor, sie umzubringen? Das wäre schon ziemlich extrem, weshalb Amelia auch sofort in Kampfhaltung ging, allzeit bereit um das Rizeros zu bekämpfen. Doch statt seinem Pokémon einen neuen Befehl zu geben, fassten beide Kriminellen in ihre Taschen und warfen etwas in die Luft, was vor Odile, Henry und Amelia auf dem Boden landete und dort explodierte. Die Explosion tat nicht weh, doch sonderte komischen, violetten Staub aus. Odile hielt sich den Ärmel vor Mund und Nase, doch es war bereits zu spät: kaum, dass der Staub ihr Gesicht erreicht hatte, wurde sie bereits schläfrig und es dauerte nur ein paar Sekunden, bis sie beinahe zeitgleich mit Amelia zur Seite kippte und zu Boden fiel. So mussten sich wohl Pokémon in Kämpfen fühlen, wenn sie mit Schlafpuder angegriffen wurden. Unangenehm. Sehr unangenehm.

[…]

Nur langsam öffnete sie die Augen wieder. Was ihr sofort in den Sinn kam, waren die Schmerzen an ihren Handgelenken. Ihre Hände waren hinter ihrem Rücken fest mit einem Seil zusammengebunden, das sich beim ersten Versuch auch nicht lösen ließ. Odile runzelte die Stirn und verzog das Gesicht, als sie sich langsam in eine aufrechte Sitzposition beförderte. Sie fühlte sich gerade, als hätte sie einen viel zu langen Mittagsschlaf hinter sich, der einen nur noch unausgeruhter fühlen ließ, als man es vorher war. „Was zur…“, murmelte sie leise und blinzelte einige Male, damit ihre Augen sich an das schummerige Licht gewöhnten, das sie umgab. Sie sah sich langsam um und bemerkte Henry neben sich, der ebenfalls gefesselt war und offenbar genau so wie sie in einen Schlaf gezwungen worden war. Damit erklärten sich nun aber immerhin die ganzen schlafenden Menschen. Offenbar waren sie Testobjekte gewesen, um die Wirkung des Staubs von Somniam und seiner Entwicklung auszutesten. Langsam fügte sich ein Stück des Puzzles zusammen, doch Odile wusste noch immer nicht genau, worauf die Kriminellen aus waren.
Ihr Körper fühlte sich steif an, als hätte sie Stunden auf diesem kalten Boden gelegen. Angestrengt streckte sie ein Bein aus und stupste damit Henry an, damit er wach wurde. „Henry!“, flüsterte sie ihm zu, weil sie nicht wusste, wo sich hier irgendwelche Wachen befanden. Soweit Odile es einschätzen konnte, waren sie in irgendeinen alten Raum der Fabrikruine gesperrt worden. „Henry!“ Sie rutschte etwas näher zu ihm und stupste ihn wieder an. Was ihr außerdem aufgefallen war: Amelia war nicht hier. Das war problematisch, denn ohne sie würde es schwierig werden, hier raus zu kommen. Ihre Pokébälle waren ihr ohnehin alle abgenommen worden, also würde ihr erster Schritt, nachdem sie sich aus dieser unschönen Lage befreit hatten, ihre Pokémon zu suchen. Ohne sie würde sie hier nämlich nicht verschwinden.
Nachdenklich ließ die Polizistin den Blick durch den Raum werfen. Er war mit einer normalen Tür verschlossen, die sie eventuell aufbrechen könnten, wenn sie es schafften, ihre Hände von den Fesseln zu befreien. Bisher war such noch keiner der Kriminellen wieder zu ihnen gekommen, also war es fraglich, ob und wie viele Wachen vor der Tür standen. Solange sie nicht gemerkt hatten, dass Odile von der Ranger- und Polizistenvereinigung war, standen die Chancen vielleicht ganz gut, dass sie sie tatsächlich nur für irgendwelche Zivilisten hielten und dementsprechend nicht viel Sicherheit gewährleisteten, was ihre kleine Gefängniszelle anbelangte. Doch darüber mussten sie sich später Gedanken machen; erst einmal würden sie hier irgendwie rauskommen müssen. „Hast du eine Idee, wie wir unsere Fesseln lösen können?“, flüsterte sie ihm zu und hob die Augenbrauen. Sie versuchte bereits, das Seil mit Bewegungen ihrer Hände irgendwie etwas zu lockern, doch die Rüpel hatten definitiv keine schlechte Arbeit geleistet. Der Knoten lockerte sich zumindest nicht und auf den ersten Blick erkannte Odile im Raum nichts, was ihnen helfen konnte, sie zu durchschneiden. Genervt verdrehte sie kurz die Augen. War sie nicht letztens erst Geisel in einem Banküberfall gewesen? Warum zog sie sowas magisch an?!

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Beitrag von Hectoram So Apr 21, 2019 1:11 pm

Traumbrache
Post #004, mit: Odile
Die Polizistin schien genauso wenig von der Antwort der Kerle begeistert wie Hector es war. Irgendwie war es doch auch sehr albern, aber das war nur seine eigene Meinung, die er sicher nicht kundtun würde. Wer wusste schon, wie die Typen darauf reagieren würden, wenn man sie auf irgendeine Art und Weise beleidigte? Er wollte es jedenfalls nicht herausfinden und zog es vor, sich möglichst weit von ihnen zu entfernen. Leider bezweifelte er, dass sein Vorhaben auch in die Tat umgesetzt werden konnte, denn wer ließ schon Zeugen gehen, wenn gerade irgendetwas kriminelles im Gange war? Er würde es jedenfalls nicht tun, doch ein Versuch war es wert, nicht wahr? Leider hätte er einfach seinem Instinkt folgen und wegrennen sollen, dann hätte er eine größere Chance gehabt als mit seinen Worten, die - wie irgendwie zu erwarten - bei den Kriminellen auf taube Ohren stießen. Als Hector die Worte hörte, dass sie bereits zu viel gesehen hatten und sich nun verabschieden konnten, spannte er sich unmittelbar an. Würden sie jetzt versuchen, sie umzubringen? Würde er es vielleicht doch noch schaffen, zu verschwinden? Wohl kaum. Er konnte höchstens noch versuchen, sein Messer doch noch zu werfen, aber selbst wenn er traf, wäre da noch das Rizeros und der andere Typ. Um das Rizeros konnte sich sicher das Lucario kümmern, das, wie Hector schnell bemerkt hatte, sofort in Kampfstellung gegangen war. Wie sich aber herausstellte, war es gar nicht nötig, zu kämpfen - denn die Typen hatten ganz andere Dinge vor. Im Bruchteil einer Sekunde nach ihren Worten beförderten sie irgendetwas aus ihrer Tasche zu Tage, das sie in Richtung der Polizistin und ihm warfen. Hector wich einen Schritt zurück, doch es folgte eine Explosion, die einen violetten Rauch verursachte, der Odile, Amelia und ihn rasch umhüllte. Wie Odile auch hielt sich Hector den Arm vor das Gesicht, zum Schutz und einmal mehr wünschte er sich, dass er einfach gar nicht mehr hier war. Warum war er nochmal nach Orion City und dann zur Traumbrache gekommen? Er wusste es nicht. Wie sehr er sich jetzt gerade nach seiner Maske sehnte...stattdessen wedelte er mit seiner freien Hand vor seinem Gesicht herum, um den Rauch irgendwie zu vertreiben. Leider hatte er auch damit keinen Erfolg. Er merkte, dass er langsam abdriftete und die Augen kaum noch auf halten konnte. Das letzte, was er sah, war die Polizistin und ihr Pokémon, die auf dem Boden aufkamen, ehe er es den beiden gleich tat. Und schon wieder landete auch er auf dem Boden, kurz bevor er endgültig in einen tiefen Schlaf fiel.

[...]

Das erste, was er wahrnahm, war eine Berührung. Nur am Rande realisierte er, dass jemand versuchte, ihn aus seinem Schlaf zu wecken. Konnte man ihn nicht einfach in Ruhe lassen? Erst bei dem zweiten Versuch der Polizistin, ihn wieder in die Welt der Lebenden zu befördern, zuckte er zusammen und öffnete die Augen. Wobei man lediglich sah, dass eines seiner Augen geöffnet war. Er bemerkte sofort, dass man ihm seine Augenklappe nicht abgenommen hatte, was gut war. Alles Weitere kam jedoch erst langsam in sein Bewusstsein. Sein Körper fühlte sich steif an und als er versuchte, sich aufzusetzen, bemerkte er, dass seine Hände hinter seinem Rücken gefesselt waren. Ein äußerst unangenehmes Gefühl, zumal die Fesseln leider überhaupt nicht locker angelegt worden waren. Er hatte das Gefühl, dass die Blutzufuhr zu seinen Händen abgeschnürt worden war. Er versuchte, die Fesseln zu lockern, erreichte damit jedoch nur, dass seine Hände noch mehr schmerzten als zuvor. Langsam richtete er sich nun auch auf, nur um gleichzeitig seinen Blick schweifen zu lassen. Wo war er? Und was war passierte? Dunkel erinnerte er sich an zwei Männer und ein Rizeros, dann eine bombenähnliche Kugel, die direkt vor ihm explodiert war. Rauch...und dann Dunkelheit. Geträumt hatte er nichts, jedenfalls konnte er sich an nichts erinnern. Sie waren außer Gefecht gesetzt worden - vielleicht mit irgendetwas, das die vermissten Somniam absonderten? Hector kannte sich mit diesen Pokémon nicht aus, aber hier ging es doch darum, oder nicht? Als er sich im Raum umsah, konnte er allerdings nichts entdecken, das auf das Vorhaben der Typen hindeutete. Stattdessen erblickte er eine Tür, die zumindest sichtbar nicht weiter gesichert worden war. Was dumm wäre - vielleicht hatten sie ja Glück. Ansonsten sah der Raum aus wie irgendein Raum in der Ruine, der halbwegs intakt war. Wäre ja auch reichlich dämlich gewesen, wenn sie irgendwo abgelegt worden wären, wo sie unmittelbar hätten verschwinden können. Ob sie wohl irgendwo Wachen postiert hatten? Hector gingen viele Gedanken gleichzeitig durch den Kopf, die erst unterbrochen wurden, als die Polizistin das Wort wieder an ihn richtete. Richtig, sie war ja auch noch da. Und in seinen Augen dafür verantwortlich, dass er in diesem Schlamassel gelandet war. Immerhin hätten diese Kriminellen von ihm kaum weitere Notiz genommen, wenn die Polizistin ihn vorher nicht aufgehalten hätte. Wo war eigentlich ihr Lucario? Erst jetzt bemerkte er, dass auch sein Pokéball nicht mehr an Ort und Stelle war. Nicht, dass er das Viscora sonderlich vermisste, aber es gehörte zu ihm und er konnte es überhaupt nicht leiden, wenn irgendjemand seinen Pokémon etwas antat. Und wenn es nur ein einfacher Diebstahl war. Wut flammte in ihm auf. Was zur Hölle hatte er den Typen bitte getan? Dann der nächste Gedanke: als die Frage von Odile in sein Bewusstsein gedrungen war, dachte er unmittelbar an sein Messer, das er immer bei sich hatte. Nun spürte er es jedoch nicht mehr in seiner Tasche, was bedeutete, dass die Kerle ihn tatsächlich abgesucht hatten. Sie hatten ihn angefasst und im Dreck liegen lassen. Wäre die Polizistin nicht hier, würde er sich jetzt irgendetwas ausdenken, um Rache zu üben. So musste er jedoch seine Abscheu zurückdrängen und sich bemühen, irgendwie ganz legal wieder hier heraus zu kommen. Es würde doch viel mehr Spaß machen, diese Typen ein wenig leiden zu sehen... »Gib' mir einen Moment.« murmelte er, bemüht, so wie ein normaler Zivilist zu klingen, der gerade in Panik verfiel. Glücklicherweise musste er das Gefühl der Panik gar nicht mal so extrem vorspielen, denn allein der Gedanke, dass irgendein Fremder ihn getragen, durchsucht und hier abgelegt hatte, verursachte ein äußerst schlechtes Gefühl bei ihm. Fesseln lösen. Darauf musste er sich jetzt konzentrieren. Abermals versuchte er durch Bewegen der Hände, sie irgendwie zu lockern, gab es aber schnell auf, als ein erneuter Schmerz spürbar wurde. So würde es gewiss nicht gehen. Er atmete ein paar Mal tief ein und aus, um sich ein wenig zu beruhigen. Vielleicht gab es hier irgendwo einen Stein, der spitz genug war, um die Fesseln damit zu durchreißen. Er sah sich um und versuchte, besonders die Wände näher zu betrachten. Auf dem Boden lagen nämlich keine Steine, die sich nutzen ließen, aber vielleicht hatte die Steinwand irgendwo eine Stelle, die spitz und scharf genug war. Glücklicherweise bestanden die Fesseln nämlich nur aus Seilen, die konnte man sicher langsam zum Reißen bringen. Soweit seine Idee. »Vielleicht gibt die Steinwand eine Stelle her, an der wir die Fesseln zerstören können.« teilte er seine Gedanken nun auch endlich der Polizistin mit. Zu zweit nach einer entsprechenden Stelle zu suchen würde sicher schneller gehen - hoffentlich gab es so etwas hier überhaupt. Wenn nicht, hatte er nämlich auch keine Idee mehr, wie sie die Fesseln lösen konnten. Schlau, einfach versuchen hinauszuspazieren, war es nämlich nicht unbedingt, wenn sie sich nicht würden wehren können. Wer wusste schon, ob sie Wachen draußen postiert hatten oder nicht. Hector versuchte sich nun jedenfalls ganz aufzurichten - er fand es äußerst dämlich, dass seine Füße nicht auch gefesselt waren, aber das kam ihnen nun wenigstens zugute. Es tat gut, sich ein wenig zu bewegen, doch mit einem Ohr hörte er immer auf Geräusche von außen, denn er konnte sich nicht sicher sein, dass nicht doch irgendwer hier hereinplatzen würde. Gleichzeitig suchte er nun mit seinem Auge jedoch die Wand ab. Er hätte auch kein Problem damit, seine Handgelenke zu verletzen, solange er nur endlich diese Fesseln los wurde.



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Beitrag von Odileam Di Apr 23, 2019 9:38 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 71 -

Hier saßen sie also nun. Wo sie waren konnten sie nur spekulieren, immerhin hatten sie den Teil der Geschichte, in dem sie hergeschleppt worden waren, wortwörtlich verschlafen. Der Zustand von Odiles Kleidung ließ aber vermuten, dass sie sich nicht gerade Mühe damit gegeben hatten, sie sorgsam hier her zu schleifen. Ihre Strumpfhose hatte hier und da Laufmaschen oder sogar Löcher und ihr Rock, sowie ihre sonst weiße Bluse, waren beschmutzt. Odile störte es nicht großartig; im ersten Moment hatte sie es nicht einmal bemerkt, wenn sie ehrlich war. Die Gedanken waren sofort zu wichtigeren Dingen gesprungen, zumindest in ihren Augen, und die waren, dass ihre Pokémon weg waren und sie hier irgendwie herauskommen mussten. Mühsam versuchte sie, ihre Hände aus den Seilen zu befreien. Doch es blieb erfolglos, weil sie fest genug geschnürt waren, um ihr wahrscheinlich früher oder später die Blutzufuhr abzuschnüren. Ein Umstand, den Odile gerne verhindern würde. Doch sie sah auf den ersten Blick nichts, was ihnen helfen konnte, sich zu befreien. Für einen Augenblick wurde ihre Mimik gleichermaßen genervt, wie auch nachdenklich, ehe sie sich daran machte, Henry zu wecken. Zum Glück reagierte er auch bald. Es wäre problematisch gewesen, wäre er noch länger weggetreten gewesen, denn hier brauchten sie gerade zwei Hirne und vier Augen.
Angestrengt hievte Odile sich auf die Beine, nachdem Henry aufgewacht war. Alles an ihr fühlte sich steif an, als hätte sie drei Nächte auf diesem Steinboden geschlafen und nun hatte man unglaubliche Muskelschmerzen. Allerdings ging sie davon aus – oder hoffte es eher – dass es nicht 3 Nächte gewesen waren, sondern nicht mehr als ein paar Stunden. Ansonsten würde sie das in ihren Ermittlungen weit zurückwerfen. Bewegung war nun wohl das Beste, was sie tun konnte. Sie setzte sich also in Bewegung und auch, wenn der Raum nicht viel Platz zum Laufen bot, nutzte das Bewegen ihrer Beine doch immerhin ein wenig, um den Blutkreislauf wieder anzukurbeln. So konnte sie zumindest auch problemlos den Raum genauer unter die Lupe nehmen, auch wenn er tatsächlich nicht allzu viel hergab. Wichtig war nur, dass sie leise waren. Ob und wie viele Männer vor der Tür standen, konnte Odile nämlich nicht sagen. Sie hörte von draußen keine Stimmen, also vielleicht stand dort auch niemand – oder die Wachen waren einfach sehr schweigsam. Besser, sie fanden es nicht zu früh heraus.
„Guter Einfall“, wisperte Odile und richtete ihre Aufmerksamkeit auf die Wände. Im Raum befand sich wirklich nichts nützliches. Sie hatte ein paar Trümmer der Ruinen entdeckt, einen zerschmetterten Schreibtisch und wohl etwas, was die Überreste eines Schreibtischstuhls darstellen sollte. Nichts davon auch nur annähernd von Nutzen. Doch dass sie sich in einer Ruine befanden, würde ihnen nun sicher zu Gute kommen. Es war immerhin nicht unüblich, dass scharfe Kanten zurückblieben, wenn Steine zerbrachen. Problematisch war nur, dass sie dann auch eine Kante finden mussten, die auf der Höhe ihrer Handgelenke lag, so dass sie die Seile auch tatsächlich durchschneiden konnten. Odile runzelte leicht die Stirn, als sie eine der Wände ablief und nach einer geeigneten Stelle suchte. Es brauchte im Endeffekt ja nicht mal etwas wirklich scharfes, sondern nur etwas, was genug Reibung am Seil verursachen konnte, um es aufzuribbeln. „Oh, ich glaube hier ist etwas“, flüsterte sie Henry zu und wandte sich mit dem Rücken zur Wand. Es war keine Steinkante, die dort abstand, sondern die Überreste eines zerbrochenen Rohrs. Wahrscheinlich irgendeine Leitung der Heizungen, die nun mittlerweile nicht mehr genutzt wurden. Es dauerte eine Weile, bis Odile tatsächlich die richtige Stelle mit ihren Händen gefunden hatte und mehr schlecht als recht versuchte, das Seil von ihren Handgelenken zu lösen. Als sie die Hoffnung gerade aufgeben und nach einer neuen Stelle suchen wollte, lockerte sich jedoch das Seil und Odile, die darauf in dem Moment absolut nicht vorbereitet war, rutschte mit den Händen im selben Moment ab und schnitt mit der scharfen Kante des zerstörten Rohrs in ihr Handgelenk. Wütend sog sie Luft durch ihre Zähne und spannte den Kiefer an, als sie von dem Rohr wegging und ihr Handgelenk musterte. Immerhin war sie das Seil los und ihr Blutkreislauf funktionierte wohl wieder, denn aus dem Schnitt im Handgelenk quoll dickflüssig das Blut. „Verdammt“, brummte sie und schüttelte den Kopf. Immerhin hatte sie nicht ihre Hauptschlagader erwischt, das wäre problematischer gewesen. Sie löste ihre Krawatte mit einer Hand und schloss wieder zu Henry auf, von dem sie hoffte, dass er seine Seile mittlerweile auch gelöst hatte. „Tust du mir den Gefallen?“, fragte sie und hielt ihm die Krawatte hin, damit er sie um die Wunde wickeln konnte und sie so einen provisorischen Verband haben konnte. Verbluten wollte sie eher ungern und eine Blutvergiftung, weil es hier nur von Staub und Dreck so wimmelte, darauf wollte sie auch gerne verzichten.
„Ich glaube, uns bleibt nichts anderes übrig, als die Tür entweder aufzubrechen oder zu warten, bis jemand hereinkommt und diesen Jemand zu überwältigen“, murmelte Odile und verzog das Gesicht, weil der Schmerz noch unangenehm unter ihrer Haut brannte. Sobald sie hier raus war – falls sie hier je rauskam – würde sie sofort irgendeinen Arzt drüber schauen lassen müssen. Sie verstand selbst nicht besonders viel von Medizin, allerdings war der Schnitt doch recht tief gewesen, soweit sie es beurteilen konnte. „Wenn draußen Wachen stehen, können wir sie vielleicht hereinlocken“, spann sie den Gedanken weiter und wandte den Blick zur Tür. „Wenn sie glauben, wir sind noch gefesselt, haben wir den Überraschungsvorteil. Fällt dir was ein, wie wir sie reinlocken können?“ Man kannte es ja aus alten Actionfilmen, in denen der Held gerade in den Fängen der Gegner war. Irgendein Drama musste sich in der Zelle abspielen, damit die Wachen her kamen um nach dem Rechten zu sehen und im nächsten Moment sahen sie nur noch Sterne. „Vielleicht bringt es etwas, wenn wir uns streiten…“ Worüber war wohl nebensächlich. Odile betrachtete Henry einen Moment schweigend; für den unglücklichen Umstand, dass er in dieser prekären Lage gelandet war, würde sie sich sobald sie sich befreit hatten, wohl auch nochmal entschuldigen müssen… Geplant hatte sie zumindest nicht, dass irgendwelche Zivilisten mit hineingezogen wurden. Wobei sie im engeren Sinne auch nichts dafür konnte, dass die Kerle sie eingeschläfert haben. Wenn sie eine Probe von diesem Staub bekommen würde, würde es die Forscher der RPV sicherlich auch interessieren…

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Beitrag von Hectoram Mi Apr 24, 2019 11:07 am

Traumbrache
Post #005, mit: Odile
Dass er sich in einer solchen Situation wiederfand, konnte Hector immer noch nicht fassen. Doch es bestätigte nur seine Meinung darüber, fremden Menschen zu helfen. Denn wenn er das nicht gemacht hätte, hätte er rechtzeitig wieder verschwinden können. Aber dem hinterher zu trauern, brachte ihm jetzt gerade letztlich auch nicht viel, im Gegenteil, es lenkte ihn nur davon ab, wieder aus dieser Situation herauszukommen. Und da sie irgendwie ihre Fesseln lösen mussten, gab er sich alle Mühe, seine Gedanken nun darauf zu konzentrieren. Seine Idee, die Fesseln an herausstehenden Steinen oder anderen spitzen Gegenständen zu zerstören, fand die Polizistin wohl auch ganz gut, was ja schonmal ein gutes Zeichen war. Die beiden suchten nun also die Wände des Raumes ab, in dem man sie gefangen hielt, in der Hoffnung, eine geeignete Stelle zu finden, an der sie das Seil loswerden konnten. Hector fand zunächst nichts dergleichen, doch Odile machte ihn bald auf eine Stelle in der Wand aufmerksam, die sie wohl für geeignet hielt. Hector schloss, trotz seiner Abneigung menschlicher Nähe gegenüber, rasch zu ihr auf, da der Wunsch, dieses Seil loszuwerden, einfach größer war. Glücklicherweise war die Stelle sogar groß genug für zwei Personen; nicht etwa, weil das Rohr in seiner Gänze hervorstach, sondern weil es an zwei verschiedenen Stellen wirkte, als könnte es seinen Zweck erfüllen. Wozu das Rohr vorher zuständig war, interessierte Hector dabei auch herzlich wenig - vielmehr versuchte er zwanghaft nicht darüber nachzudenken, welcher Schmutz dieses Rohr umgab. Auch er stellte sich so mit dem Rücken zur Wand und bemühte sich, seine Handgelenke so zu positionieren, dass sie die entsprechende, hervorstehende und doch scharfe Kante des Rohrs erreichten. Schon allein das stellte sich als schwieriger heraus, als er gehofft hatte. Er musste sich auf seine Zehenspitzen stellen, um die Kante richtig zu erreichen und dann war es noch einmal eine besondere Herausforderung, seine Hände so zu bewegen, dass das Seil erste Risse bekommen konnte. Je länger er es versuchte, desto mehr spürte er, wie seine Handgelenke schmerzhaft an dem Rohr aufgerissen wurden. Und dann, endlich, spürte er, wie sich das Seil lockerte. Mit einem kräftigen Ruck befreite er sich endgültig von seinen Fesseln und rieb sich sogleich die schmerzenden Handgelenke. Auf den ersten Blick konnte er nicht nur die blutunterlaufenden Druckspuren erkennen, dort, wo seine Hände gefesselt waren, sondern auch Blut, das aus den Wunden stammte, die er sich beim Aufreißen des Seiles zugezogen hatte. Glücklicherweise waren diese Wunden nur oberflächlich und nicht weiter schlimm, dennoch brannten sie höllisch - von dem Blut, das über seine Hände lief mal ganz zu schweigen. Die Ekel vor sich selbst stieg gerade noch einmal an, obwohl er nicht gedacht hatte, dass das überhaupt möglich war. Aber schlimmer ging bekanntlich immer und er war sich ziemlich sicher, dass das nicht das einzige bleiben würde, was ihn heute noch störte. Immerhin waren sie immer noch in ihrem Gefängnis, aus dem sie sich erstmal befreien mussten. Odile hatte es da aber, wie er nun bemerkte, deutlich schlimmer getroffen als ihn, jedenfalls was die Verletzung am Handgelenk betraf. Wohl hatte er realisiert, dass sie scharf die Luft eingesogen hatte, doch erst jetzt erkannte er, woran das gelegen hatte. Sie trat auf ihn zu und hielt ihm ihre Krawatte hin, die Hector jedoch zunächst nur anstarrte. Sie erwartete doch jetzt wohl nicht von ihm, dass er sie anfasste und mit ihrem Blut in Berührung kam, nur damit er eine Wunde verbinden konnte, die sie auch gut selbst verbinden konnte, oder? Das erinnerte ihn doch gerade sehr an seinen Vater, der von ihm gewollt hatte, Menschen mit Waffen zu foltern, die teilweise sehr tiefe Wunden - und Blut - hinterließen und damit generell eine große Sauerei anrichteten. Natürlich würde er diesen Gedanken der Polizistin gegenüber nicht äußern, doch er rang sehr mit sich, ob er ihr diesen "Gefallen" nun wirklich tun sollte. Aber er war sich sehr sicher, dass er sie noch brauchen würde, wenn er wieder hier heraus wollte, allein deshalb, weil er absolut schutzlos war. Und die Wunde sah, wenn er näher hinsah, doch sehr tief aus. Wie sie das wohl hinbekommen hatte? Irgendwie war es auf der anderen Seite doch auch sehr befriedigend, dass sie sich überhaupt verletzt hatte. So war es zumindest eine kleine Genugtuung dafür, dass sie ihn in dieses Schlamassel mit hinein gezogen hatte. Innerlich seufzte er, dann nahm er ihr jedoch die Krawatte ab. »Meinetwegen..« murmelte er und zwang sich dazu, seine Gedanken einfach abzuschalten. Nein, er würde ihr nicht näher kommen und auch nicht ihr Blut berühren. So einfach war das. Er würde ihr nur die Krawatte ums Handgelenk binden, weil das jetzt der letzte Modeschrei war. Oder so ähnlich...er versuchte jedenfalls, sich bestmöglich abzulenken, als er die Krawatte darum wickelte und letztlich stramm zusammenband. Das sollte das Blut jedenfalls erst einmal davon abhalten, auf den Boden zu tropfen, oder so. Als er das erledigt hatte, brachte er aber schnell einige Schritte Abstand zwischen sich und der Polizistin, wobei es ihm herzlich egal war, was sie von seiner Reaktion hielt.
Außerdem konnten sie jetzt auch endlich zum nächsten Tagesordnungspunkt übergehen: der Tür. Hier stand es entweder zur Auswahl, sie selbst aufzubrechen oder zu warten, bis jemand hereinkommen würde. Hector bezweifelte aber stark, dass hier überhaupt noch jemand reinkommen würde, außer vielleicht, wenn sie diesen komischen Rauch nochmal an ihnen testen wollten. Er glaubte aber eher daran, dass es nur darum gegangen war, sie aus dem Weg zu räumen und da sie nun glaubten, dass die Polizistin und er gut weggeschlossen waren, gab es wohl kaum einen Grund, sie nochmal zu besuchen. Außerdem würde er es ohnehin vorziehen, einfach diese Tür aufzubrechen und zu verschwinden. Aber vermutlich hatte die Polizistin recht damit, dass sie lieber den Überraschungsmoment nutzen sollten - immerhin wussten diese Leute nicht, dass sie nicht mehr gefesselt waren, da konnten sie sie sicher überwältigen, sobald sie zur Tür reinkamen. Oder Odile konnte das tun, Hector würde es nämlich vorziehen, den Typen nicht zu nahe zu kommen. Also war es nun beschlossene Sache, die Wachen hereinzulocken? Es wirkte so, denn Odile fragte ihn, ob ihm diesbezüglich irgendetwas einfiel. Nur Sekunden später schlug sie aber auch schon vor, ob sie sich vielleicht einfach streiten sollten. Hector wäre noch eingefallen, dass sie vorgeben konnten, dass jemand hier drinnen gerade an irgendetwas starb - Herzinfakt, Schock, Allergie...Aber er war sich nicht ganz sicher, ob das die Wachen überhaupt interessieren würde. Immerhin hatten sie zuvor kein Problem damit gehabt, sie mit einem riesigen Stein zu bewerfen. Ein Streit wäre da zumindest etwas, dass mögliche Wachen gehörig auf den keks gehen konnte. Und wenn man genervt kam, wollte man die Ursache dafür meist ausgeschaltet wissen, nicht wahr? Er zuckte als Antwort jedoch lediglich mit den Schultern und überlegte noch ein paar Sekunden weiter. Vielleicht sollten sie auch zunächst herausfinden, ob überhaupt Wachen vor der Tür standen. Oder sie hämmerten einfach dagegen. Allerdings war dann die Frage, ob sie wirklich hereinkommen oder nur durch die Tür schreien würden, dass sie endlich damit aufhören sollten. »Ich bin nicht sicher, ob sie bei einem einfachen Streit reinkommen würden.« gab Hector seine Bedenken zu äußern. Ihn jedenfalls würde es zunächst wenig interessieren, ob sich zwei Gefangene wegen irgendetwas stritten. Es wäre doch viel mehr noch amüsant zu hören. »Aber es könnte die Einleitung sein.« überlegte er weiter. Die Gedanken lenkten ihn wenigstens von den Umständen der Situation ab, was ihm gerade ganz gelegen kam. »Wir könnten es so klingen lassen, als würden wir uns ernsthaft verletzen. Die - möglichen - Wachen wüssten dann immer noch nicht, dass wir nicht mehr gefesselt sind, kommen aber vielleicht rein, um ganz sicher zu gehen.« fügte er seinen Gedanken noch an, damit es für die Polizistin nachvollziehbar wurde, was er meinte. Und er war sich sehr sicher, dass zumindest er keinen Streit vortäuschen musste. Denn er hätte so einiges, dass er der Polizistin gern an den Kopf werfen würde. »Und sobald wir hören, dass sie die Tür öffnen, sollte einer von uns daneben stehen, um die Wachen auzuschalten.« Was vorwiegend natürlich Odile sein würde. Er hoffte nur, dass er leise genug gesprochen hatte, damit ihn die Menschen draußen - falls dort welche waren - nicht hören konnten. Nachdem er geendet hatte, lief er durch den Raum auf die Reste des Schreibtisches zu, die sowohl ihm, als auch Odile aufgefallen waren, als sie nach einer Stelle gesucht hatten, an der sie ihre Fesseln lösen konnten. Vielleicht konnte man etwas von den Resten ja als Waffe benutzen. Entweder, weil es scharf genug war, damit er es wie sein Messer werfen konnte oder als eine Art Baseballschläger, den man den Wachen über den Kopf ziehen konnte. Beide Varianten waren äußerst verlockend, wobei er sich auch nicht sicher war, ob die Polizistin das so gern sehen würde. »Willst du sie mit Händen ausschalten oder mit einer provisorischen Waffe?« fragte er im Flüsterton, da er sicher nicht vor hatte, wegen dieser Sache auch noch ins Gefängnis zu gehen.



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Beitrag von Odileam Mi Apr 24, 2019 11:58 am

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 72 -

Henry zögerte, als es darum ging, ihr Handgelenk zu verbinden. Sicherlich hätte sie es auch allein gekonnt, doch das Wichtigste hierbei war es, die Blutzufuhr irgendwie abzudrücken und dazu musste die Krawatte besonders fest um den Arm gebunden werden. Das würde sie mit einer Hand nicht besonders gut hinbekommen, also war sie auf seine Hilfe angewiesen. Odile wartete also mehr oder weniger geduldig, weil die rote Suppe weiter aus ihrem Handgelenk quoll wie die Füllung aus einem angebissenen Krapfen, doch Henry schien sich irgendwann dazu durchringen zu können. Sie nahm es ihm weder übel, noch hatte sie irgendwelche Hintergedanken. Nicht jeder konnte mit Blut gut umgehen und Odile selbst war mittlerweile bei all den Gewaltopfern, die sie zu sehen bekam, ziemlich abgestumpft. Unpraktischer wäre es, würde Henry derart allergisch auf Blut reagieren, dass er das Bewusstsein verlor. Sowas gabs ja tatsächlich auch, doch Henry schlug sich tapfer und als die Krawatte fest um ihr Handgelenk gebunden war, atmete Odile angestrengt aus. Das würde fürs Erste helfen, allerdings sollten sie doch so schnell wie möglich hier verschwinden – bestenfalls noch mit irgendwelchen Informationen, um diesen Ring hier zu zerschlagen. Auf der anderen Seite hatten sie nun schon bereits mehr als genug Anhaltspunkte, um eine Durchsuchung durchzuführen. Da die Ruine ein öffentliches „Gebäude“ war, brauchten sie nicht einmal einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss. Augenblicklich tastete Odile zu der Tasche ihres Rocks, allerdings war ihr Viso-Caster auch verschwunden. Natürlich. Ganz so blöd schienen die Leute dann doch nicht zu sein. „Danke“, erwiderte sie und schloss einen Moment die Augen. Der Blutverlust war doch nicht gerade gering gewesen und zusammen mit ihrem sowieso noch etwas zerrütteten Verstand bedeutete das gerade für sie ein wenig Schwindel, den sie jedoch versuchte, zurückzudrängen. Es gab gerade wichtigeres.
Zumindest den ersten Schritt hatten sie hinter sich gebracht: ihre Hände zu befreien. Nun galt es, hier aus diesem Raum herauszukommen. Odile ging davon aus, dass er zumindest normal abgeschlossen war, denn sonst wäre es überaus dämlich, sie hier festzuhalten. Selbst wenn man davon ausging, dass sie sich nicht aus ihren Fesseln befreiten, könnten sie einfach so aus der Tür spazieren. Zumindest das normale Schloss würde wohl versperrt sein, allerdings war die Tür auch nicht mehr das Neuste vom Neuen, vielleicht konnten sie sie also irgendwie aufbrechen. Dann waren da aber noch die möglichen Wachen, denen sie ungerne einfach in die Arme laufen wollte. Sie trug Henry ihren Plan vor, welcher sofort darauf einging. „Hm, da hast du Recht“, pflegte sie ihm bei und richtete den Blick zur Tür. Vermutlich machten sie sich gerade umsonst die Mühe, weil ohnehin niemand dort stand. Doch sicher war sicher. „Guter Plan“, erwiderte sie und sah sich kurz um. Hauptsache sie provozierten irgendwie, dass die Wachen hereinkamen und sie sie überwältigen konnten. Sie sah zu, wie Henry zum Schreibtisch ging und diesen begutachtete, während es wohl als ihre Aufgabe auserkoren wurde, die Wachen zu überwältigen. „Das Tischbein da“, meinte sie und deutete mit der gesunden Hand, zum Glück ihre Rechte, zu einem abgebrochenen Tischbein des ehemaligen Schreibtisches. Das sollte reichen, um den Wachen eins überzubraten.
Odile nahm das Holzstück dann in beide Hände, auch wenn ihre verletzte Hand da nicht wirklich mitspielen wollte, doch ab und zu musste man eben Opfer bringen. Sie positionierte sich neben der Tür, bereit zuzuschlagen, und sah dann zu Henry und nickte ihm zu. Sie war bereit – nun mussten sie nur irgendwie das Schauspiel beginnen. Beginnend mit einem Streit, um die Sache einzuleiten, richtete Odile den Blick kurz zur Tür, dann wieder zu Henry. „Nimm deine dreckigen Finger von mir!“, rief sie laut und aufgebracht, damit die draußen es hören konnten. „Mir scheiß egal, dass du geschlafen hast, aber pack mich nicht an!“ Abwartend sah sie zu Henry, ehe sie provisorisch einen der größeren Steine beiseitetrat, der mit einem Rumpeln zur Seite rollte, so dass die Wachen tatsächlich glaubten, sie würden sie bewegen.

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Beitrag von Hectoram Mi Apr 24, 2019 12:24 pm

Traumbrache
Post #006, mit: Odile
Auf ihren Dank bezüglich des verbundenen Arms nickte er nur kurz. Er hatte nicht vor, noch weiter irgendetwas dazu zu sagen und widmete sich lieber dem Plan, den sie sich noch ausdenken mussten, um letztlich hier verschwinden zu können. Wie es dann weitergehen würde, konnte er jetzt zwar noch nicht sagen, aber er musste hier wohl Schritt für Schritt an seiner Freiheit arbeiten. Das Problem waren nur die Pokémon, die möglicherweise verletzt wurden und da er das gar nicht leiden konnte, würde er sich wohl zwingen müssen, noch länger als nötig hier zu bleiben. Aber das würde er erst in einigen nächsten Schritten überdenken, denn zunächst mussten sie hier raus. Und danach galt es, ihre Sachen zu suchen, die ihnen leider alle abgenommen worden waren. So grübelte er darüber nach, wie sie am besten vorgehen konnten und ergänzte dann Odiles Plan mit eigenen Ideen, die von der Polizistin auch gut aufgenommen wurden. Es war also beschlossene Sache, dass sie sich streiten würden und die möglichen Wachen ausschalteten. Oder vielmehr, dass Odile sie ausschaltete. Und um sie hereinzulocken, mussten sie nebenbei auch noch ordentlich Krach machen. Doch zuerst wollte Hector von  Odile wissen, wie sie denn vor hatte, die Wachen auszuschalten. Dabei hatte er einfach bestimmt, dass sie diejenige sein würde, die diesen Part übernahm, ob ihr das nun gefiel oder nicht. Und sie entschied sich offenbar dafür, eine Waffe zur Hand zu nehmen: eines der abgebrochenen Tischbeine des alten Schreibtisches, den ohnehin niemand mehr würde verwenden können. Hector umfasste es demnach rasch und brach auch den letzten Rest, der das Bein noch mit dem Tisch verband, ab, nur um es dann zu Odile zu bringen. Dabei streckte er allerdings lieber seine Arme fiel zu lang aus, als ihr zu nahe zu kommen und nachdem Odile das Tischbein nun hatte, ging er wieder auf Abstand. Dieses Mal allerdings nicht aufgrund seiner eigenen Abneigung, sondern vielmehr, weil er es für sinnvoller hielt, wenn er sich in der Mitte des Raumes befand und so der Blick der Wachen direkt auf ihn fallen würde. Auch Odile brachte sich rasch in Position und nickte ihm zu. Jetzt konnte das Spektakel also losgehen. Sehr zu seinem Widerwillen ließ er sich abermals auf den Boden fallen, wobei er sich dieses Mal lediglich setzte und seine Hände hinter dem Rücken versteckte - immerhin sollten die Wachen glauben, dass er noch gefesselt war. Und dann konnte das Schauspiel auch losgehen. Odile leitete ihren "Streit" ein, indem sie sich darüber beschwerte, dass Hector sie angefasst hatte. Als wenn er das jemals tun würde! »Ich habe dich überhaupt nicht angefasst!« rief er aufgebracht aus. »Sieh' du lieber zu, dass du mir nicht so nah auf die Pelle rückst!« Dass er Nähe nicht leiden konnte, half ihm dabei sogar noch, mehr Betonung in die Sache zu bringen. Mit seinem Fuß stieß er nun ebenfalls einen der Steine an, der daraufhin polternd Richtung Tür rollte. Na wenn die Wachen das nicht hörten, wusste er auch nicht, was sie sonst noch tun sollten. »Die ganze Sache hier ist sowieso ganz allein deine Schuld. Nur deine! Wenn du mich nicht aufgehalten hättest, könnte ich jetzt schön bei einer Tasse Tee zu Hause vor dem Kamin sitzen!« beschwerte er sich weiterhin lauthals, wobei es genau das war, was er ihr schon ganz am Anfang gern an den Kopf geworfen hätte. Nicht, dass er einen Kamin besaß oder so besessen von Tee war, dass er jetzt gerade an nichts anderes denken konnte, aber es war doch ein Fünkchen Wahrheit in seinen Worten. Ob Odile sich das nun tatsächlich zuschrieb oder nicht, war Hector in diesem Moment auch egal. Aber so konnte er es wenigstens loswerden, ohne dafür einen auf den Deckel zu kriegen.



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Beitrag von Odileam Mi Apr 24, 2019 12:37 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 73 -

Es blieb zu hoffen, dass sie mit dem kleinen Plan Erfolg haben würden. Es gab schließlich auch die Möglichkeit, dass die Wachen hereinkamen, allerdings durch die Schläge auf die Köpfe nicht ausgeknockt wurden und Henry und sie dementsprechend nur noch größeren Ärger bekommen könnten. Doch die Polizistin versuchte optimistisch zu bleiben und stellte sich an die Tür, um bereit zu sein, sofort zuzuschlagen, wenn die Kerle hereinkamen. Sie nickte Henry als Zeichen, dass sie bereit war, zu und schon fing ihr kleiner Streit an. Ich bin Schuld daran?!“, rief sie schockiert zurück. „Es war deine bescheuerte Idee, in die Traumbrache zum Spazieren zu gehen!“ Soweit Odile gesehen hatte, waren die Kerle nicht auf ihren Ausweis gestoßen, der sie als Polizistin auswies. Demnach könnte es sein, dass sie noch davon ausgingen, einfache Zivilisten zu sein. Die Scharade behielt Odile gerne aufrecht, denn es war immer sehr prekär, als Polizistin in den Händen von Kriminellen zu landen. Meistens bedeuteten sie ein großes Sicherheitsrisiko, das besser so schnell wie möglich aus dem Weg geräumt werden sollte. „Ich habe gesagt, dass wir lieber Zuhause bleiben sollen aber nein, du wolltest unbedingt herkommen. Und jetzt schau, wohin uns das geführt hat!“ Ein weiterer Stein wurde herumgetreten, da richtete sich Odiles Blick auf die Tür. Sie hatte Schritte und irgendein Gemurmel gehört, ehe jemand fest gegen die Tür von außen klopfte. „Haltet die Klappe da drin! Das ist ja nicht auszuhalten!“, ertönte eine männliche Stimme von draußen. „Die Klappe halten?! Während dieser Vollidiot seine Finger nicht bei sich lassen kann?!“, rief Odile zurück und verdrehte kurz die Augen, weil das Ganze hier absolut nicht sie war. Sie war keine keifende, ätzende Frau die sich über alles ausließ, statt selbst etwas zu tun, aber jetzt gerade ging es nicht anders. „Ich weiß sowieso nicht, was Sie sich einbilden! Einfach so zwei Zivilisten festnehmen und in diesen schmuddeligen Raum sperren! Was fällt Ihnen eigentlich ein! Ich werde sofort die Polizei verständigen, wenn wir hier raus sind und dann werden Sie ihr blaues Wunder erleben! So schlechte Manieren habe ich ja noch nie gesehen und dass Sie sich nun auch noch anmaßen, uns zu beleidigen, lässt das Fass überlaufen!“, keifte sie weiter in klischeehafter Hausfrau-Manier, ehe sie hörte, wie der Schlüssel im Schloss umgedreht wurde.
Sofort korrigierte sie ihre Haltung, dazu bereit, dem Kerl das Holzstück über den Kopf zu ziehen. Ohne etwas zu ahnen trat er tatsächlich ein und erblickte erst Hector, welcher noch am Boden saß. „Ich sagte ihr sollt die-“, fing er an, doch offenbar verwirrte ihn das offensichtliche Verschwinden von Odile. Noch bevor er sich umdrehen und sie entdecken konnte, hatte sie aber schon mit dem Holz ausgeholt und es ihm kräftig gegen den Kopf geschmettert. Der arme Kerl taumelte verwirrt zur Seite und sah für einen Moment aus, als wüsste er gar nicht, wo vorn und hinten ist, ehe er mit einem Stöhnen auf den Boden fiel. „Was ist da los?!“, rief eine zweite Stimme, wohl sein Kollege, der anschließend ebenfalls hereinstürmte. Auch er bekam das Holz über den Kopf, doch da er sich nicht sofort in die Bewusstlosigkeit zwingen ließ, bekam er von Odile noch einen ordentlichen rechten Haken. Erst dann ging er zu Boden. Odile ließ das Holz auf den Boden fallen und schüttelte mit schmerzverzogenem Gesicht ihre Hand aus. Ihrem Handgelenk hatte das keinesfalls gut getan. „Das hätten wir“, murmelte sie, als sie sich über den Mann beugte und seine Taschen durchsuchte. Sie fand einen Schlüsselring, der ihnen vielleicht noch nutzen könnte und zwei dieser Schlafbomben, die sie ebenfalls mitnahm. „Hat der andere unsere Pokébälle?“, fragte sie über die Schulter zu Henry und sah ihn anschließend an.



__________________________

the moral of this story is that no matter how much we try, no matter how much we want it … some stories just don’t have a happy ending.
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Beitrag von Hectoram Mi Apr 24, 2019 1:44 pm

Traumbrache
Post #007, mit: Odile
Eine Pause in ihrem Streit legten sie - natürlich - nicht ein. Es machte auch wenig Sinn, wenn sie erreichen wollten, dass sie den Wachen so auf die Nerven gingen, dass sie die Tür öffneten und eintraten. Wie sehr Odile mit ihren nächsten Worten aber recht hatte, passte Hector gar nicht. Es stimmte, dass es seine Idee gewesen war, in die Traumbrache zu gehen und im Nachhinein hatte er auch absolut keine Ahnung, warum er das gemacht hatte. »Meine Idee? Du wolltest doch immer raus in die Natur!« fuhr er Odile weiterhin an. Diese hatte nämlich angefangen die Illusion zu erschaffen, dass sich die beiden besser kannten, als es eigentlich der Fall war. Aber wenigstens würde er diese Illusion nicht noch aufrecht erhalten müssen, sobald ihr Plan geglückt war. Denn er hatte keine Ahnung, wie er das hätte anstellen sollen. Odile schien auch irgendwie wenig begeistert von ihrem "Streit" und Hector fragte sich, ob sie sich wohl ähnlich bescheuert fühlte wie er gerade. Denn irgendwie war es gar nicht seine Art, lauthals loszubrüllen. Erst recht nicht Fremden gegenüber, aber hier diente es ja irgendwie einem höheren Zweck. Und tatsächlich errregten sie mit ihrem Streit die Aufmerksamkeit der Wachen, die offensichtlich tatsächlich vor ihrer Tür postiert worden waren. Zumindest klopfte jetzt jemand wütend gegen die Tür und befahl ihnen, endlich still zu sein. Odile hatte darauf aber direkt eine gute Antwort parat, die es Hector ermöglichte, erst einmal die Klappe zu halten. Nun beschwerte sie sich nämlich über das schlechte Benehmen der Kriminellen, was Hector aus ihm unerfindlichen Gründen zum Grinsen brachte. Wie wahr sie doch sprach! Wie kamen diese Typen überhaupt auf die Idee, Zivilisten gefangen zu nehmen? Amüsant war auch die Hausfrauen-Art, mit der Odile sich nun über die Kriminellen beschwerte. Irgendwie hatte Hector sie nämlich nicht so eingeschätzt, als würde sie für Kleinigkeiten ganz aus dem Häuschen fahren und irgendjemanden ankeifen. Das war wirklich gutes Schauspiel, das musste er zugeben! Und es hatte auch seinen Zweck erfüllt. Sobald das Geräusch eines Schlüssels im Schloss ertönte, begab sich Odile in Position und auch Hector machte sich bereit - wofür auch immer, denn sein Part war denkbar einfach: sitzen bleiben und die Aufmerksamkeit so auf sich lenken. Als die Tür aufschwang, erfüllte er so auch seinen Zweck und der Mann, der wohl verwirrt über Odiles Verschwinden war, bemerkte die Polizistin nicht, bevor diese ihm das Tischbein über den Kopf zog. Der Kerl fiel sogleich vornüber auf den Boden und verursachte so ein lautes Geräusch, das seinen Kumpel anlockte, der aber auch gleich eins übergebraten bekam. Der zweite Kerl schien aber tatsächlich stärker zu sein, zumindest fiel er nicht sofort um und brauchte noch einen rechten Haken von der Polizistin, bevor er das Bewusstsein verlor. Das war sicher sehr schmerzhaft gewesen, sowohl für den Typen, als auch Odile, deren Handgelenk immerhin verletzt war. Doch darum kümmerte sich Hector gerade herzlich wenig. Stattdessen stand er wieder auf und ging auf die beiden Männer zu. Bewusstlos gefielen sie ihm doch wesentlich besser und so hatte er nur ein kleines Problem damit, den einen zu durchsuchen und es Odile so gleich zu tun. Diese zog nämlich gerade einen Schlüsselring sowie zwei Schlafbomben aus den Taschen des Kerls. Auch Hector konnte zwei Schlafbomben finden, sonst hatte der Typ aber nichts Interessantes mehr bei sich. Die Frage der Polizistin musste er demnach also verneinen. »Nein. Sie müssen sie woanders versteckt haben.« teilte er ihr mit, bevor er zur nun geöffneten Tür ging und hinausspähte. Er würde sicher nicht einfach hindurch marschieren, ohne sich vorher einen groben Überblick zu verschaffen. Viel zu sehen war allerdings nicht. Sie schienen sich tatsächlich mitten in der Ruine zu befinden. Licht fiel nicht herein, woraus Hector schloss, dass sie sich tiefer unter der Erde befanden. Weitere Wachen waren aber auch nicht zu sehen, was zumindest ein kleiner Vorteil war. »Die Luft ist rein.« verkündete er noch für die Polizistin - sie waren jetzt wohl irgendwie Verbündete, auch wenn das kaum zu glauben war. Wenigstens konnte er jetzt aber wieder in seine schweigsame Art verfallen und sich ein Bild von der Situation machen. Ohne Aphrodite würde er hier aber nicht verschwinden, auch wenn er das Pokémon nicht unbedingt leiden konnte. Blieb nun nur die Frage, in welche Richtung sie gehen sollten - da gab es nämlich mehrere Auswahlmöglichkeiten und da Hector noch nie hier gewesen war, hatte er absolut keine Ahnung, welche die richtige Richtung sein könnte. »Wohin jetzt?« wollte er von der Polizistin wissen, die hoffentlich besser darauf vorbereitet war, in dieser Ruine umherzuspazieren. Immerhin hatte sie diese Typen wohl schon länger gesucht, vielleicht hatte sie da ja mal eine Karte oder so von dieser Ruine in der Hand gehabt. Was aber auch nichts bringen würde, wenn sie gar nicht erst wusste, wo genau sie eigentlich gerade waren.



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