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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Kaiam Mo Jul 23, 2018 1:23 am

Inplay
mit Tallulah
#2
Der Ritter auf dem Gallopa, der Traum einer jeden angehenden Hobbyprinzessin. Gut, dass ich nicht diesen Beruf wählte, ansonsten hätte ich nun definitiv ein Problem: Mich rettete nämlich nicht ein Traumtyp aus dem Märchenbuch, sondern... Cliffhanger!

Beim letzten Mal wusste ich mir ja nicht anders als mit einem Aua zu helfen. Dieser Ausruf schien aber tatsächlich gefruchtet zu haben, so versuchte ein Mädchen in meiner Altersklasse den Typen zumindest zur Vernunft zu bringen, indem sie seinen Arm packte und  ihn mit ein paar vernünftigen Worten attackierte. Gruselig. Wer an 'unsittlich' in dieser Situation dachte, verschleierte doch bestimmt nur etwas viel Übleres! Mein Gespür sagte mir, dass da in der Form eines unschuldig wirkenden Mädchens eine noch viel grössere Gefahr auf mich lauerte.
Und dann... sah ich aus dem Augenwinkel auch noch, wie sie plötzlich das Obercreeplächeln draufhatte. Ihre Worte konnte ich nicht wirklich zuordnen, aber jetzt schrillten alle Alarmglocken bei mir und ich versuchte erneut, mich erfolglos loszureissen. Wenigstens endete diese Aktion in nicht noch mehr Schmerzen, aber definitiv began sich langsam eine gewisse Panik breitzumachen.
Ich helfe dir bei deiner Midlife-Crisis, aber wir müssen fliehen!, versuchte ich mich solidarisch bei Griffmann zu geben. Immerhin war der Feind deiner Feinde dein Freund. Zumindest laberte Papa immer etwas davon.

Plötzlich wurde der Griff des Mannes angenehmer für mich. Das lag bestimmt daran, dass ich eben realisiert hatte, dass er das kleinere Übel war. Besser von ihm gekrallt werden, als von dem Mädchen knallhart erwischt zu werden!
Leider schenkte er aber meinen Worten keine Beachtung, da er gerade mit dem unheimlichen Mädchen beschäftigt war, die scheinbar auf meiner Seite war. Also, zumindest tat sie so. Ihre Methode wirkte etwas rabiat, so wollte sie unseren erfolglosen Musiker wohl irgendwie zwingen, aber... Raushelfen war dann doch erwünscht! Immerhin spürte ich, wie das Blut etwas abperlte, also bräuchte ich nicht noch mehr Souvenirs von dem Typen. Gruseliges Mädchen hin oder her.
Jedenfalls kam er wieder mit den Knallerargumenten, verzeihung, Lügen und wollte auch ihr weismachen, dass ich sein Geld gestohlen hätte. Wäre ich in einer anderen Situation gewesen, hätte er ganz nach Papa-Art jetzt einen blöden Spruch reingedrückt bekommen, stattdessen blieb ich aber ruhig und betete, dass die schauerhafte Aura des Mädchens auch auf ihn Einfluss nehmen würde. Immerhin zitterte er ja bereits!
Und dann hängte die Schwarzhaarige ihm auch noch den Pädo an. Also zumindest hatte ich das so aufgefasst und musste trotz den Schmerzen etwas glucksen. Lustig war sie zumindest!
Diese Strategie schien sogar funktioniert zu haben, so löste sich der Griff nun komplett. Ich griff mir an den pochenden Hals, gab dem Blödian einen finsteren Blick, ehe ich tief durchatmete. Das Mädchen hatte aber direkt wieder meine Aufmerksamkeit, als sie in dieser Situation sogar noch kichern konnte. Gru. Se. Lig. Blöd für sie, dass ich ihr auf die Schliche kam. Mich würde sie nicht hinters Licht führen!
...und dann wollte sie plötzlich noch wissen, ob ich in Ordnung war. Niemand fragte sowas. Absolut niemand, den ich kannte. Klaro! Und danke..., erwiderte ich mit einem Zwei-Finger-Gruss, sprach die letzten Worte jedoch nicht mehr sonderlich laut aus, da ja die Pfeife da nur an sein Geld dachte und uns unterbrechen musste.
Check' mal deinen Natriumchloridgehalt. Frauentratsch unterbricht man doch nicht einfach so!, ermahnte ich ihn und plusterte die Wangen etwas auf.
Auf die Frage des Beweises des Mädchens ging er nicht wirklich drauf ein. Na, wie auch? Gab ja schliesslich keinen.
Natriium-was? Na, egal., brummte er und schien nicht einmal was von simpelster Chemie zu verstehen. Unwissenschaftlich bis zum Schluss, hm!
Du und deine Gruppe verbrechen doch eh den ganzen Tag was! Das ist Beweis genug. Autsch. Was war denn das für ein Kackbeweis? Da hoffte ich wirklich, das Mädchen würde sich nicht so aufs Hörensagen stürzen.
Die alten Menschen haben hiermit nichts zu tun!, stellte ich klar. Immerhin waren alte Menschen auch wirklich unschuldig. Falls sie mal was, was das Gesetz kriminell bezeichnen würde, machen, dann eben, weil sie alt waren und nicht, weil sie kriminell oder böse waren. Das hatte mir Papa immerhin einmal eindrucksvoll erklärt!

Danach bekam ich aber noch Besuch und realisierte erst jetzt, dass dieses Mädchen nicht nur ein, sondern zwei obercoole Pokémon besass! Wie übersah man denn auch ein fucking Gengar? Jedenfalls war ich hin und weg, als ihr Nebulak plötzlich mich inspizierte und vor mir herumschwebte.
Awwwh, so herzig!, lobte ich das Pokémon, das des Lobes würdig war und schüttelte hibbelig den Körper. Also ein Nebulak müsste ich mir unbedingt auch besorgen! Das war eines der coolsten Giftpokémon überhaupt. Oder nenne mir ein anderes Pokémon, das zu 95% aus Gas besteht und dabei noch so cool aussieht.

Dem Typen platzte nun endlich die Hutschnur, aber die Präsenz des Gengar schien ihn wohl von weiteren Dummheiten abzuhalten. Du hast sie doch nicht mehr alle!, zeigte er mir noch den Vogel, gab sich aber nach einem weiteren prüfenden Blick zum Gengar geschlagen und haute endlich ab.
Ich blickte ihm noch hinterher und wollte mir das Mädchen erst vorknöpfen, wenn uns der Kerl definitiv nicht mehr hören könnte.
Danke., konnte ich nun endlich deutlich verständlicher ein Wort des Dankes aussprechen und ich lächelte dabei noch, ehe ich wieder ernst wurde. Denk' aber ja nicht, ich hätte dich nicht durchschaut, Frauchen! Besser, sie würde mich nicht unterschätzen. Eventuell würde sie dann ja auch von jeglichen fiesen Tricks absehen, wenn's bei mir ja eh nicht klappt. Wieso Ressourcen verwenden, wenn's eh nix bringt? Also zumindest ich wäre da schlau genug, es sein zu lassen. Und dieses Mädchen schätzte ich gefährlich genug ein, dass sie auch clever genug dafür war.

Aber ja. Ein gruseliges Mädchen mit noch gruseligerem Lächeln rettete mich. Vom Traumprinzen weit und breit keine Spur. Bonuspunkte für die Pokémon. Dann hiess es wohl, dass ich mich nun in die Höhle des Dragorans begab und nicht direkt von ihr weglief! Immerhin hatte sie zwei Giftpokémon. Zumindest schienen ihr diese Pokémon beide zu gehören. Und das Nebulak war so verdammt niedlich...
Sie hatte mich voll an meiner Schwachstelle erwischt. Miese Göre...!

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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Tallulaham Di Jul 24, 2018 6:09 pm

Tallulah Noach

&& Kai Smith


Das war … interessant. Ja, so ließ sich diese Situation im ganzen wohl am besten beschreiben. Als Worte zunächst nichts halfen und sie Ceidith um Hilfe bat, widersetzte sich die junge Dame an ihrer Seite nicht mehr, sondern bot dem Fremden an, gemeinsam zu … fliehen? Wovor? Das Szenario aber ging weiter, denn nachdem Ceidith nun all ihre Eisgkeit zur Schau stellte und Tallulah etwas forscher weiter sprach, regte sich etwas in dem Mann, sodass er letztlich frierend los ließ und einen Schritt zurück tat. Ihr Kichern daraufhin schien das Mädchen zu irritieren, die bei der Anschuldigung bezüglich des Geldes stumm geblieben war, während sie nun an ihren Hals fasste, um die leichte Blutung zu stoppen, was alles andere als falsch war. Sie wandte sich ihr also zu, fragte nach ihrem Wohlbefinden, woraufhin sie auch mit einem Handzeichen deutlich machen wollte, dass es ihr fabelhaft ging. Und flüsterte sie ein „danke“ hinterher? Tallulah war sich nicht gänzlich sicher, ob sie das richtig verstanden hatte, daher lächelte sie zunächst erst einmal aufmunternd. Der Mann sprach hier aber noch einmal das fehlende Geld an, woraufhin das fremde Mädchen seinem Natriumchloridgehalt ansprach und bei der Reaktion der Gegenseite musste Tallulah abermals kichern. Es wäre aber wohl unterhaltsamer, wenn die Situation zuvor nicht vorangegangen wäre. Als dann aber seine nächsten Worte kamen verstummte die Schwarzhaarige wieder, musterte ihn mit nun ernsterem Blick, während das Mädchen „alte Menschen“ verteidigte. Natürlich wusste Tallulah nicht, um was für eine Gruppe es sich handelte und was das für alte Menschen waren, sprich, ob es tatsächlich um ältere Bewohner ging oder einfach um Leute mittleren Alters, die für viele eben schon „alt“ waren, aber Fakt war, dass dieser Mann wirklich fahrig argumentierte. Nein, im Grund argumentierte er überhaupt nicht, sondern reimte sich etwas ohne stichhaltige Beweise zusammen.
„Sie verlassen sich also auf das Hören-Sagen, ja? Denken, damit wäre es erledigt und Sie könnten so niemals falsch liegen? Haben Sie denn etwas gesehen? Etwas gehört? Haben Sie Beweise? Bisher nicht, wie ich bemerken muss. Machen Sie es sich so nicht etwas leicht? Recht primitiv für einen erwachsenen Mann, nicht wahr? Und recht kindisch, wenn man bedenkt, wie Sie so auch sogleich auf eine junge Dame losgegangen sind.“, begann sie also schnippisch und mit kühlem Unterton, wobei sie das inzwischen eher unfreundliche Lächeln nicht von ihren Lippen wischte. „In dieser Stadt leben tausende Leute, allein in dieser Straße finden sich hunderte von ihnen und neben den Anwohnern gibt es Reisende, Händler, Trainer, Koordinatoren und so viele mehr. Wer sagt, dass ausgerechnet diese junge Dame ihr Geld genommen hat? Warum kann es niemand anderes gewesen sein, jemand, der ungesehen davon kam? Oder vielleicht haben sie es selbst verloren – oder in die falsche Tasche gesteckt. Vielleicht war es nicht einmal ein Mensch, sondern ein Pokémon, das beschuldigt werden muss. Solange sie niemandem etwas beweisen können, sollten Sie die Füße doch lieber still halten und nach ihrem Geld suchen, bevor sie jemand Fremdes einfach attackieren.“, fuhr sie dann auch direkt fort, ohne eine Antwort zuzulassen. Aber mit diesen Worten endete sie schließlich auch, wobei Ceidith stets zustimmend genickt oder geknurrt hatte. Ihre Schultern sanken etwas entspannter herab, bevor sie doch noch einmal die Stimme erhob, etwas ruhiger, wenngleich nicht zur Gänze ohne Ärger. „Versteh Sie mich nicht falsch, wurde Ihr Geld wirklich gestohlen, so haben Sie mein tiefstes Mitgefühl, aber Sie sollten keine voreiligen Schlüsse ziehen. In dieser Situation sind Sie der Erwachsene – so sollten Sie sich dann auch verhalten, einen kühlen Kopf bewahren und alles rational durchdenken. Das erspart Ihnen und Ihren Mitmenschen viel Mühe und hilft Ihnen letztlich besser weiter, als das, wofür sie sich eben entschieden haben.“
So, das war jetzt aber wirklich das Ende ihres Vortrages, ganz gewiss! So hatte sie nun auch Zeit zu bemerken, wie das Mädchen auf das Nebulak reagierte, was natürlich sofort Tallulahs Interesse weckte. Viele mochten weder Geist- noch Giftpokémon – dieses Mädchen aber ließ sich von dem Geist nicht abschrecken, was sie irgendwie sympathischer machte. SO kam es letztlich aber auch, dass der Typ endlich verschwand, er hatte wohl keine Lust mehr auf Diskussionen, wenngleich er wohl gerne noch seinen Mann gestanden hätte, wenn Ceidith' Anwesenheit ihn nicht so nachhaltig davon abhalten würde. Als er endlich fort war, wandten sich die beiden Mädchen einander zu und die Gaffer, die sich hier und da angesammelt hatten, gingen ebenfalls ihrer Wege. Unverständlich, fand Tallulah, wie all diese Leute nicht hatten einschreiten können. Allerdings verschwendete sie keine weiteren Gedanken daran, als das Mädchen ihr nun etwas verständlicher dankte. Tallulah lächelte herzlich, während sie in ihre Tasche griff. Sie musste doch noch irgendwo etwas passendes haben … Allerdings horchte sie auf, als das fremde Mädchen davon sprach, sie durchschaut zu haben. Huh? Was hieß das denn nun? Sie blickte auf, sah ihr Gegenüber fragend an, ehe sie ein besticktes Taschentuch aus ihrer Tasche heraus zog.
„Ich weiß nicht, was das heißt, aber hier, nimm das! Ich dachte, ich hätte vielleicht noch Pflaster, aber dem scheint wohl nicht so. Vielleicht reicht das aber schon, damit die Wunde sich schließen kann! Du solltest aber noch einmal zum Arzt gehen, in Ordnung? Egal, wie kleine die Wunde ist, am Hals kann alles gefährlich werden und wir wissen ja nicht, was der junge Herr so alles unter seinen Fingernägeln hat.“, sprach sie da also freundlich und hielt ihr das saubere Taschentuch entgegen. „Ich bin übrigens Tallulah – und das ist meine Freundin Ceidith!“, stellte sie sich dann weiterhin lächelnd vor, wobei Ceidith eine Verneigung zeigte, mit der sie auch sogleich die Tüte wieder vom Boden fischte. „Und das dort ist … unser Freund! Er hat bisher keinen Namen, aber wenn er uns noch länger folgt, wird mir sicher etwas passendes einfallen!“, kicherte die Schwarzhaarige da, woraufhin das Nebulak einmal glucksend um das Trio herum schwebte, um dann abermals das Mädchen eingehend anzusehen. Das war seine Art, hallo zu sagen und seine freundlichen Absichten zu demonstrieren, was wohl für die meisten ganz anders wirkte. Allerdings hatte Tallulah sich inzwischen längst an diesen Geist gewöhnt, denn auch wenn er ab und an Essen stibitzte oder Sachen aus Tallulahs Tasche klaute, um sie vor ihr in der Luft umherwirbeln zu lassen, so war er doch sehr freundlich und all ihre Pokémon – außer Ceidith, natürlich – verstanden sich soweit gut mit ihm und fühlten sich nicht gestört. Das Verhalten ihrer Geisterfreundin warf Tallulah ja nach wie vor Rätsel auf, allerdings würde sie sich in diese Angelegenheit zwischen den beiden Geistern nicht einmischen. „Ich hoffe, ich klinge nicht vermessen, aber kann es sein, dass du Geister magst? Oder … Giftpokémon?“, fragte Tallulah nun also ihrerseits etwas neugierig – egal, was es nun war, Tallulah würde sich freuen, denn zu selten traf sie auf Leute, die diese beiden Typen liebten wie sie!


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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Kaiam Sa Jul 28, 2018 7:42 pm

Inplay
mit Tallulah
#2
Tja, eventuell hätte ich mir den Teil mit "Ich bleibe für die Giftpokémon" zweimal überlegen sollen. Wenn dieses Mädchen - jetzt mal abgesehen von Creep-Sein - etwas konnte, dann war es Zubats zu imitieren. Ja, sie war bestimmt so ein richtig fieser Energie-Vampir!
Als sie ihren Mund nämlich nach dem eher dürftigen Beweis öffnete, drohte dieser, sich nie mehr zu schliessen. Nach ungefähr zwei Sätzen hatte ich ohnehin den Faden verloren, aber holy moly, hatte sie Ausdauer.
Sie quatschte den armen Kerl nicht nur voll, sondern legte mit ihrem Grusellachen noch einen oben drauf. War das nicht respektlos, den Leuten so ihre Zeit zu klauen? Jedenfalls hörte das Gerede nicht auf und ich begann langsam zu hinterfragen, ob sie das nicht absichtlich machte. So als eine Art Foltermethode.
Für mich war es jedenfalls viel lustiger, ihrem Gengar zuzusehen, wie es mit seiner Trainerin nickte und knurrte. Also das nannte man mal ein treues Ding! Kein normales Pokémon würde es so lange mit so einer Quasselstrippe aushalten. Bestimmt. Da ich ein wenig mit dem Geist mitfühlte, versuchte ich mit ihm in demselben Rhythmus mitzunicken und verschränkte meine Arme dabei. ...das Knurren liess ich aber bleiben.

Als ich aber nach meinem Nebulak-Hype bemerkte, dass ich die Aufmerksamkeit (in Form von Zugucken) des Mädchens wieder hatte, musste ich mir schnell was einfallen lassen.
Aufgeschreckt zuckte ich etwas, ehe ich schon die perfekte Idee hatte, um mich selbst von solchen Vorträgen zu verschonen: Du solltest ihm noch tadeln,  dass Taggen keine Sauerei ist! Ich schwang missmutig den Kopf zur Seite und blies meine Wangen etwas auf. Ja, ich war sauer deswegen. Nein, es war nicht so wichtig, dass der Kerl getadelt werden müsste. Aber alles besser, als wenn's an mich gerichtet war!

Leider düste der Kerl schliesslich davon und liess mich alleine im Schlamassel. Nach einem kurzen Blick zu dem Nebulak, stand jedenfalls fest: Da. Musste. Ich. Durch.
Sie tat jedenfalls auf scheinheilig und wollte wohl so wirken, als gäbe es da nichts zu durchschauen. Nicht mit mir!
Jedenfalls wortete sie mich dann zu, nur um mir ein Taschentuch für die Wunde zu reichen. Ich nahm es hastig entgegen - saugfähig war es ja immerhin - und drückte auf die Wunde, um das Geblute zu stopfen.
Danke, das genügt bei so einer kleinen Wunde wahrscheinlich., gab ich mich etwas höflich und ignorierte die Aussage mit den Fingernägeln bewusst. Bäh. Nein, nein, nein, da wollte ich gar nicht erst daran denken, was der Kerl in seinen Fingernägeln haben könnte.
Ehe ich aber ihr mal eine Predigt bezüglich des Geschwätzes haben konnte, stellte sie sich und ihr zugegebenermassen sehr elegantes Gengar vor.
Okay Tallulah. Dein Zuworten ist verdammt egoistisch! Andere wollen auch mal atmen oder reden. Ich schüttelte den Kopf. Man konnte zwar Opfer für die beiden Giftpokémon eingehen und bei gefährlichen Mädchen mit ihr aufpassen, aber sowas musste ich mir dann doch nicht gefallen lassen!
Ausser bei Chemie-Themen, da kannst du Wasserfälle quasseln., stellte ich mit verschränkten Armen noch klar. Immerhin wollte ich ihr das Reden diesbezüglich nicht verbieten.

Sie stellte schliesslich auch noch ihr Nebulak vor - Moment, das war ja gar nicht ihres! Jedenfalls hatte sie keinen Namen für es und sie meinte, dass es ihnen folgte. Sehr gut, sehr gut.
In absolut niedlicher Manier begrüsste mich das Gaskonstrukt, weswegen ich dann doch nicht mehr widerstehen konnte: Hallo! Ich bin Kai. Ich versuchte es mit der Hand zu zwicken, aber das ging leider in die Hose, da der Geist viel schneller als ich war.
Schliesslich stellte Tallu doch noch eine sympathische Frage und wollte von mir wissen, ob ich Geist- oder Giftpokémon mochte.
Ich klatsche kurz mit den Händen, ehe ich ihr zuzwinkerte: Na logo! Giftpokémon, ich erhob mich auf Zehenspitzen, um meine Hand möglichst hoch hinhalten zu können, ehe ich sie quasi auf den Boden legte, alle anderen. Wobei Geistpokémon auch fein sind.
Und nach diesen Worten entschloss sich eine junge Dame wie ich, auch Taten folgen zu lassen, weswegen ich ungeniert einen Pokéball auf das ungeschwächte (ja, ich war ein Fangnoob) Nebulak warf, um es eventuell mein Eigen nennen zu können. Immerhin gehörte es noch nicht offiziell Tallulah! Also sah ich nichts Verkehrtes darin, einen Fangversuch zu starten.

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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Tallulaham So Jul 29, 2018 3:26 pm

Tallulah Noach

&& Kai Smith


Es war schon eine reichlich merkwürdige Situation. Davon abgesehen, dass das, was der Mann da getan hatte, definitiv nicht zur Gänze legal war, so ganz ohne Beweise, erwies sich dieses Mädchen auch immer wieder als ziemlich ungewöhnlich. Nicht nur, dass sie vorhin irgendetwas von einer Flucht geredet hatte, als Tallulah nun mit ihren Worten, die an den Mann gerichtet waren, endete, sprach sie sie sogleich an, ihn doch auch für seine Worte zum Thema Taggen zu tadeln. Sie … Tadelte sie ihn? Sie hielt ihm doch lediglich den Spiegel vor, sie war in ihrem Alter gar nicht in der Position, einen Erwachsenen tatsächlich zu tadeln. Sie war eben nur selbstbewusst genug, um ihre Gedanken diesbezüglich auch auszusprechen.
„Wie … bitte?“, fragte Tallulah das Mädchen hier aber auch kurzzeitig überrascht, woraufhin der Mann letztlich auch verschwand. Deshalb wandte sich Tallulah da auch gänzlich dem Mädchen zu und schenkte ihr ein warmes Lächeln. Was auch immer sie mit ihren Worten gemeint haben wollte, Tallulah hielt das nicht davon ab, ihr zumindest ein Taschentuch zu reichen, welches auch entgegen genommen und auf die kleine Wunde gedrückt wurde. Sie sprach auch, dass das bei der Größe vermutlich reichen würde. Tallulah nickte. „Ich hoffe es – nimm es dennoch nicht auf die leichte Schulter, in Ordnung?“, entgegnete sie da nur freundlich. Als ihr das Mädchen auch bereits wieder selbst etwas erwiderte, was sie kurz erröten ließ. Sie hatte wohl ein wenig zu viel gesagt. Ups. Allerdings wurde direkt angefügt, dass sie bei Themen, die auf Chemie bezogen waren, wohl ohne Punkt und Komma reden konnte. Allerdings war das wohl nicht zur Gänze das Wahre für die Fünfzehnjährige, huh? „O-oh, tut mir Leid, aber da bin ich nicht allzu bewandert. Ich kenne zwar die Zusammensetzung gängiger Schmerzmittel und weiß ein wenig über die Gifte einiger Pokémon, aber das war es leider auch schon …“, brachte sie da mit einem entschuldigenden Schulterzucken hervor. Da konnte sie wohl wirklich nicht mit dienen. Zumal es sich bei den Giften auch wirklich nur auf Allgemeinwissen bezog und eben das, was sie recherchiert hatte, weil es sich dabei eben um die Gifte von Ceith, Waciza, Risk oder Corey handelte. Da sie sich mit diesen vier Pokémon umgab, sollte sie deren Gifte durchaus einschätzen können, einfach, um in jeder Situation gewappnet zu sein.
Als sie dann aber zunächst Ceidith und … das Nebulak eben vorstellte, erwiderte das Mädchen jene Floskel und stellte sich, wenn auch nur dem Nebulak, wie es schien, als „Kai“ vor. Tallulah speicherte sich diesen Namen lächelnd ab und beobachtete, wie Kai nach dem Nebulak griff, welches jedoch geschwind außer Reichweite war. Allerdings schien der Geist Spaß daran zu haben, er giggelte zumindest all die Zeit freudig dabei. Ein weiterer Grund, warum Tallulah hier ihre Frage stellen musste, ob Kai wohl Geister oder Giftwesen mochte. Und die Antwort war überraschend, aber so wunderbar! Sie mochte also Giftpokémon – und machte kurz darauf deutlich, dass sie alle anderen Typen nicht so gern hatte. Geister waren aber wohl dennoch irgendwie in Ordnung. Tallulah kicherte erfreut, als sie ihre Gestik beobachtete.
„Oh das ist ja-“, erfreulich! Wollte sie jedenfalls sagen, als Kai plötzlich einen Pokéball nach dem Nebulak warf. Das erschrak fürchterlich, schwirrte hastig davon, um dem Ball auszuweichen, kehrte zurück, umschwirrte Kai mit tiefem, eingeschnapptem Grummeln und versteckte sich dann anschließend hinter Ceidith, die irgendwie so wirkte, als ob sie das schon jetzt nerven würde. Nun, das … war doch zumindest mal eine Reaktion? Das Nebulak tat ihr wirklich Leid, wie Ceidith mit ihm umsprang, allerdings hatte sie ja gesagt, dass sie sich da nicht einmischen würde. Sie wusste ja nicht, was Ceidith dazu trieb. Aber das war jetzt auch egal, so niedlich das Grummeln des Geistes hier auch war, das war wohl ein unmissverständliches Zeichen, dass er diese Aktion gerade alles andere als sympathisch fand. Tallulah verharrte also einige Sekunden in Stille, ehe sie kurz durchatmete und sich wieder an Kai wandte. „Ich denke, jetzt ist er etwas missmutig gestimmt.“, verlautete sie da mit einem entschuldigenden Lächeln. „Er hat einen Narren an Ceith gefressen und weicht ihr nicht von der Seite, ich denke daher nicht, dass er sich so einfach fangen lassen wird. Tut mir Leid.“, fügte sie an und zeigte eine leichte Verneigung. Das Nebulak gab da auch, versteckt hinter dem Gengar, einige zustimmende, quietschende Laute von sich. Ja, manche Pokémon setzten sich eben etwas in den Kopf und verweigerten sich allem, was nicht dazu passte. Das Nebulak hier gehörte ganz gewiss dazu und auch so war Tallulah kein großer Freund davon, jemanden dazu zu zwingen, in das eigene Team zu kommen. Allerdings war es ihr nach wie vor sehr sympathisch, dass Kai die giftigen Wesen so bevorzugte – Tallulah selbst mochte zwar im Grunde alle Typen und alle Pokémon, jedoch hatte sie sich mit Giftwesen bisher einfach am meisten angefreundet! Und sie fand, dass sie, ebenso wie Geister, viel zu viel Abneigung erfuhren. So anders waren sie ja schließlich gar nicht! Ob das bei Kai vielleicht ähnlich war? Wie sie ihr Interesse wohl entdeckt hatte? Wobei sie ja offenbar generell großes Interesse an Chemie hegte, das passte da ja auch irgendwie zusammen …


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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Kaiam So Aug 05, 2018 3:18 am

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mit Tallulah
#3
Toll, jetzt tat sie noch scheinheilig auf "Das habe ich nicht kapiert!". Antipathiepunkte hatte sie nun definitiv gesammelt. Wenn man jemanden schon zum Schutz der territorialen Markierung aufforderte, könnte man das wenigstens ehrlicher abweisen!
Das hast du schon richtig verstanden, scheinheiliges Frauchen! Es sei denn, du respektierst meine Hobbys nicht und checkst nicht, wie mühsam meine Arbeit an einem Hot Spot ist. Dann kannst du aber ruhig abzischen! Okay, jetzt war ich doch etwas sauer, obwohl das bei so gefährlichen Mädchen eine böse Idee war. Aber der Kerl davor liess halt Wut anstauen und.. und... Ja, blöde Ausrede, änderte aber nichts daran, dass mein Gesicht nun vor Wut etwas rot wurde, sodass mir die Gasmaske nur noch im Wege war.
Schwupszuck, hatte ich diese schliesslich mitsamt Schutzbrille abgenommen und in meine Umhängetasche verstaut.
Haaaaa. Frische Luft., rief ich aus und streckte mich erst einmal. War ich gerade noch sauer? Egal. War eh unwichtig. Sobald ich berühmt war, würde ich mir ein paar Checker besorgen gehen und dann würden sich Probleme wie heute gar nicht erst ergeben.

Sie lächelte immerhin auch weiterhin so creepy und gab mir nach dem Taschentuch noch mehr Warnhinweise, dass ich bei der Wunde ja aufpassen sollte.
Warum sorgst - beziehungsweise tust du so, als ob du dich um eine wildfremde Person sorgst?, wollte ich dann doch in Erfahrung bringen. Fielen echt so viele auf dieses Schauspiel rein? Niemand scherte sich wirklich um Fremde. Das hatte man bei meinem Drama davor ja auch deutlich gesehen.
Auf meine "Bring den Redeschwall zum Verderben!"-Aktion errötete das Mädchen dann auch gleich. Huiuiu, war die vielleicht eine gute Schauspielerin! Es war mir zumindest unklar, wie man so gut erröten schauspielern konnte. Dementsprechend machte ich aber eben auch wie eine Bekloppte grosse Augen, sodass ich ihre Entschuldigung mitsamt Erklärung nur noch halb mitbekommen habe.
Noob., kommentierte ich, ehe ich zu lachen anfing, weil der Scherz einsame Spitze war! Also... war... nur... ein... Scherz., fügte ich sicherheitshalber keuchend zwischen Lachpausen noch an.

Der Geist liess sich leider nicht anfassen, aber sein Kichern machte ihn nur umso niedlicher! Das festigte nur noch mehr meine Entscheidung, ihn mir zu besorgen.
Ihre Antwort auf meine Antwort auf ihre Frage (puh, komplizierte Sache...) bekam ich noch weniger gut mit, weil ich ja dieses Nebulak fangen wollte und mein ewigwährendes Fangnoobdasein beenden wollte. Der Ball verfehlte (natürlich...), das Nebulak war erschrocken - wer war hier nochmals das Geistpokémon? -  und grummelte dann um mich herum, ehe es Schutz hinter dem Gengar suchte.
Tallulah war dann aber auch gleich zur Stelle! Also, mit Worten - wie immer. Sie erklärte mir, dass ich wahrscheinlich die Laune des Geistes verdorben habe und dieser eben ein Gengar Fanboi war.
So ist das also! Ich liess verschwörerisch meine Augenbrauen tanzen, ehe ich noch verschmitzt grinsen musste. Wenn du in Gegnar verschossen bist, hättest du das direkt zeigen können. Jetzt hast du einen uncoolen Auftritt vor deinem Schatzi gemacht, "tadelte" ich nun das Geistpokémon und schwang missmutig den Kopf zur Seite. ...ich hätte ja schon gerne ein Nebulak in meinem Team gehabt.

Achja, Tali! Ich habe viel coolere Pokémon, als dieses Nebulak da, schau mal:, widmete ich mich nun Tallu mit einem verschwörerischen Lächeln. Falls Nebulak eifersüchtig wurde, umso besser!
Jedenfalls schwang ich meine beiden Pokébälle in die Luft und Swaggy sowie auch Molly manifestierten sich.
Swaggy und Molly, beidesamt mit dem Swagfaktor hoch 10!, verkündete ich mit erhobenem Kopf stolz und machte etwas Werbung für die eigenen Pokémon. Im Grunde bemerkte ich gar nicht, wie die Falle der Tallulah zuschnappte und ich selber nun gesprächiger wurde: Was für ein Glashaus...
Molly versteckte sich hinter mich und kicherte blöd vor sich hin, während Swaggy in der Luft blieb und noch blöder hingrinste. Also ja... coole Auftritte waren was anderes.

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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Tallulaham Do Aug 09, 2018 2:58 pm

Tallulah Noach

&& Kai Smith


Dieses Mädchen war … interessant. Merkwürdig und teils verwirrend, aber definitiv interessant. Ganz abgesehen von ihrer Erscheinung schien sie hinter Tallulahs Auftreten offenbar eine Art falsches Spiel zu sehen – wirkte die Fünfzehnjährige etwa so bedrohlich oder hinterhältig? Sie beschloss just in dem Moment, indem das Mädchen erneut zu ihr sprach und sie als scheinheilig bezeichnete, sich später nähere Gedanken dazu zu machen und so vielleicht herauszufinden, was sie wohl dazu hatte veranlassen können, auf diese Art von der Reisenden zu denken. Das war aber nicht Tallulahs einziges Problem gerade, denn als die junge Dame von ihrem Hobby und einem Hot Spot sprach, musste die Schwarzhaarige zunächst grübeln. Hatte sie das mit dem Taggen also ernst gemeint? Tallulah hatte sich selbst nie damit befasst, einerseits war sie künstlerisch einfach unbegabt, wenn man von den paar Stunden am Klavier einmal absah, und zum anderen hatte es sie auch nie weiter interessiert, da sie sich von ihrer Kindheit an auf Suicune fokussiert hatte. Ob sie damit wohl … allzu viel verpasst hatte? Jedenfalls war es Tallulah durchaus unverständlich, weshalb das Mädchen nun offenkundig wütend wurde, tatsächlich lief sogar ihr Gesicht rot an, während die junge Reisende ihren Gegenüber nur weiterhin stumm und fragend ansehen konnte, bis … Ja, bis das Mädchen endlich diese Gasmaske abzog und ihr ein wirklich hübsches Gesicht präsentierte, was Tallulah vorher nicht hatte beurteilen können. Nicht, dass ihr sowetwas wichtig war, aber dieses Mädchen hatte so ihren ganz eigenen Charme und irgendwie stand ihr Gesicht durchaus in Kontrast zu ihrem Auftreten, was sie nur noch interessanter machte. So kehrte Tallulahs Lächeln auch sehr schnell wieder zurück und vertrieb die Verwirrung, denn später konnte sie sich immer noch ihre Gedanken um das heutige Aufeinandertreffen machen.
„Ich wollte dir gewiss nicht auf die Füße treten – was immer du tun willst, tu es. Es liegt nicht in meinem Interesse, deine Hobbies zu beurteilen oder dich von ihnen abzuhalten.“, zumindest solange sie niemandem damit Schaden würde, aber davon konnte Tallulah ja nicht zwangsweise ausgehen.
Nachdem sie Kai, wie sie daraufhin erfahren sollte, ihr Taschentuch gegeben hatte, fragte diese auch gleich nach warum tallulah sich um fremde Personen sorgte. Oder so tat. Die Thematik Scheinheiligkeit kam also erneut auf, doch Tallulah beschloss, das zu ignorieren. Wenn sie sich darin verbissen hatte, würde sie Kai ohnehin nicht vom Gegenteil überzeugen können, warum also Energie darin verschwenden, es ihr erklären zu wollen?
„Ist das nicht offensichtlich? Du warst in Schwierigkeiten und diese gesichtslose Masse war offenbar nicht daran interessiert. Hätte ich einfach weitergehen und deine Lage ebenso ignorieren sollen?“, entgegnete sie also schmunzelnd. „Es mag dir merkwürdig erscheinen, aber nur weil ich dich nicht kenne, heißt das nicht, dass mich dein Befinden nicht interessiert. Wenn jemand vor dir verdurstet gibst du ihm doch auch etwas Wasser, statt ihn einfach sterben zu lassen, oder nicht?“, fügte sie ruhigen Tones an, wo Ceith keckernd zustimmte. Ja ja, Geister waren hinterhältig und liebten Streiche, aber auch sie erkannten es, wenn Hilfe von Nöten war. Und Ceith hatte nun wirklich genug Zeit in der Gegenwart Tallulahs verbracht, sodass sich deren Ideale der gegenseitigen Hilfe und Rücksichtnahme auch irgendwie in ihr manifestiert hatten, auch wenn sie ihre Attitüden als Geist niemals ablegen würde. Was sie auch zeigte, als Kai kurz darauf zu lachen begann und Tallulah als Noob bezeichnete, als die ihren geringen Wissensstand um Chemie offenbarte. Das Gengar versuchte da nämlich, dem Mädchen in den Arm zu zwicken – nicht schmerzhaft, natürlich, aber sie wollte den Lachanfall des fremden Mädchens auch nicht unkommentiert lassen, denn Tallulah errötete nur noch mehr. Dass sie das ganze dann als Scherz abtat, war der Situation wenig zuträglich, aber Grunde hatte sie ja nicht Unrecht. Wenn sie selbst so bewandert auf dem Gebiet war, war Tallulah in ihren Augen selbstverständlich eine blutige Anfängerin und das war ja nicht einmal weit hergeholt. Dennoch hatte sie definitiv die Möglichkeit, dergleichen anders zu formulieren – allerdings schien Kai ohnehin immer, wie sagte man, frei von der Leber weg zu sprechen, also … passte es wohl zu ihr?
So oder so, sie gab Tallulah definitiv sehr viel Stoff mit, über den sie später grübeln konnte – und vielleicht auch einen gewissen Anreiz, sich näher mit der Chemie zu befassen. Es war ja nicht falsch, dass diese sehr interessant war, immerhin basierte eigentlich alles auf Chemie oder ließ sich mit ihr irgendwie in Verbindung bringen und vielleicht sogar aufschlüsseln.
Allerdings rückte ohnehin alles in den Hintergrund, als Kai den Misserfolg beim Fangen des Nebulaks hinnehmen musste. Nun, sie musste ja nicht wirklich, aber sie schien sehr verünftig und nahm es hin, dass der Geist nicht ihrem Team beizutreten gedachte. Tatsächlich sah Kai den Geist mit einem Grinsen entgegen – und ihre Worte brachten Ceidith nun tatsächlich dazu, zu ächzen, weshalb das Nebulak sofort wieder hervor geschossen kam, da das Gengar endlich eine Reaktion gezeigt hatte, die etwas mit seiner Vorentwicklung zu tun hatte.
Dass Kai damit völlig falsch lag, wusste von den beiden Mädchen natürlich niemand, denn das Nebulak sah Ceidith wohl irgendwie als die verschollene große Schwester an, da diese, anders als all die anderen Geister dieser Entwicklungsreihe, ihr eigenes Ding durchzog, statt auf das Gengar in dem Gemäuer zu hören. Das Nebulak war nämlich auch ein Freigeist, hatte sich bisher aber nicht dazu durchringen können, sein eigenes Leben zu leben, weshalb Ceith' Auftritt in jener Nacht ihm förmlich ein neues Dasein ermöglichte. Dass Ceidith aber ganz und gar nicht die Schwester spielen und das Nebulak irgendwie unter ihre Fittiche nehmen wollte, passte der Gaskugel gar nicht, weshalb sie nun eben an dem Gengar dran klebte. Und die hatte geächzt – also hatte das Nebulak sicher irgendwann wirklich Erfolg damit, jawohl!
Tallulah jedenfalls lachte da auf, denn die Vorstellung war irgendwie süß und wie Ceidith nun beleidigt die Arme verschränkte, verstärkte dieses Bild nur, während das Nebulak sich freudig durch die Lüfte drehte, um noch mehr Aufmerksamkeit zu erhaschen.
„Das wäre eine interessante Begebenheit!“, sprach sie da auch kichernd und schon boxte Ceith ihr gegen den Oberarm. „H-hey, aua!“, sprach sie, rieb sich den Arm, kicherte aber weiter. Es hatte natürlich nicht wirklich so doll weh getan – aber dennoch! Allerdings endete Tallulahs Gekicher alsbald, denn Kai wollte ihr offenbar ihre eigenen Pokémon präsentieren, die ja so viel cooler seien, als das Nebulak. Aber Moment – Tali? Das Nebulak jedenfalls erzürnte sich ein wenig und meckerte wieder, was Ceidith zu einem hämischen Lachen verführte, bevor dann die beiden Pokémon von Kai tatsächlich auf den Plan traten. Ein Iksbat – zuckersüß! Und außerdem … Ja, was war das eigentlich für ein Pokémon? In jedem Fall sah Tallulah die beiden Giftwesen mit leuchtenden Augen an, sie war überaus fasziniert und wollte am liebsten direkt Beobachtungen anstellen! Swaggy und Molly hießen sie also, und der … Swagfaktor schien wohl ihre Coolness zu beschreiben? Durchaus interessant war in jedem Fall, dass das Iksbat eine Sonnenbrille trug, während diese Giftechse – sie musste einfach vom Typ Gift sein – sich hinter Kai versteckte, dabei aber nicht aufhörte, zu kichern. „Oh, was für Goldstücke!“, sprach Tallulah da auch aus, was sie dachte. „Herzallerliebst! Wirklich coole Pokémon, Kai! Darf ich … Darf ich fragen, was Molly konkret für eines ist? Sie stammt nicht aus Einall oder Kalos, hab ich recht? Ich habe ein solches Exemplar jedenfalls noch nie zuvor gesehen!“, fuhr sie auch sogleich fort, während Ceith nun auch ihrerseits die beiden Giftpokémon beäugte, was das Nebulak nur umso mehr ärgerte. Hach, wirklich ein Hitzkopf, dieses Exemplar … Aber das Interesse war absolut zu verstehen, denn Tallulah war einfach hin und weg! Ein Iksbat hatte sie natürlich schon mehrfach gesehen, das minderte aber ihr gutes Bild von den Fledermäusen keinesfalls. Und jetzt lernte sie auch noch ein völlig neues Pokémon kennen! „Weißt du, ich habe auch noch drei weitere Exemplare, falls … du sie kennenlernen willst?“, fügte sie dann aber doch noch fragend hinzu. Immerhin wollte sie das Piondragi, das Algitt und das Sleima nicht außen vor lassen, wenn sie die Möglichkeit hatten, neben Tallulah und ihrer Familie endlich mal einen weiteren Menschen kennenzulernen, der in Giftpokémon vernarrt war! Aber das müsste Kai eben auch wollen, denn aufdrängen würde sie ihr ihre Pokémon gewiss nicht. Ohnehin war sich Tallulah sicher, dass ihre drei Schätze das Mädchen ohnehin nicht im gleichen Maße beeindrucken konnte, wie es ihre Gesellen bei Tallulah taten – und es trug auch keiner eine schicke Sonnenbrille. Ohnehin waren sie wohl einfach … zu ruhig, um in Tallulahs Altersklasse als cool zu gelten? Schwierige Angelegenheit – vielleicht hatte sie wegen ihrer Hyperfokussierung doch mehr verpasst, als sie bisher angenommen hatte …


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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Kaiam Sa Jan 05, 2019 11:32 pm

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mit Tallulah
#4
Och. Sie nutzte wirklich komplizierte Sätze und Erklärungen, die ich so noch nie gehört hatte. Da musste ich angestrengt die Augen zukneifen, um ihr folgen zu können und die Grundaussage zu verstehen.
Sie wollte mir nicht auf die Füsse treten - na, das hoffte ich aber auch, dass meine Füsschen heil bleiben! Keine Ahnung, warum sie dachte, ich würde denken, dass sie mir da drauftritt.
Der zweite Teil machte schon mehr Sinn, auch wenn sie es einfacher hätte formulieren können. Bestimmt war sie eine 30jährige Trulla, die nur viel zu jung aussah. Kein normaler Teeny würde "Ich mische mich nicht in deine Hobbys ein" auf diese Weise verkünden.
Gebongt! Dran halten und wir könnten sogar Freundinnen werden! Nicht meine Zehen malträtieren und meine Hobbys in Ruhe lassen klang doch schon mal wie ein guter Anfang. Klare Worte wirkten doch immer Wunder.
Aber sag es nächstes Mal bitte weniger kompliziert..., ergänzte ich noch und blickte verlegen zur Seite. Es fühlte sich doof an, dermassen sprachlich unterlegen zu sein. Alte Trulla hin oder her.

Als ich schliesslich von ihr wissen wollte, warum sie sich um eine wildfremde Person kümmerte, wurde ich glatt wieder zugewortet. Ob es denn nicht offensichtlich wäre, rieb sie mir ins Gesicht. Also, sie bemühte sich definitiv nicht dabei, weniger gruselig zu sein.
Ja. Das macht man so., gab ich schulterzuckend von mir und verstaute die Maske, als sie fragte, ob sie einfach weitergehen und meine Lage ignorieren hätte sollen.
Sie fuhr aber noch fort und schien zumindest kapiert zu haben, dass es mir merkwürdig erschien. Danach kam aber wieder so eine komische Frage. Ob es wohl eine Fangfrage war?
Warum sollte ich? Das bringt mir doch nichts..., sprach ich einfache Worte der Logik aus. Also bitte ey.
Das coole Pokémon stimmte ihr aber zu. Zumindest klang das Kichern laut meinen geübten Ohren so.
Auf meinen kleinen "Scherz" hin zwickte mich dieses Pokémon sogar im Arm etwas. ...und wurde damit in meinen Augen nur noch cooler. Wenn sich meine Pokémon doch so für mich einsetzen würden...! Aua!, beschwerte ich mich gekünstelt und zwinkerte dem Gengar zu, ehe ich die Gruseltante aufklärte, dass es sich eben nur um einen Scherz handelte.

Ihr Gengar ächzte dann auch, als ich ihr netterweise offenbarte, was da zwischen ihr und dem Nebulak lief. Tatsächlich wirkte wenigstens Nebulak dem nicht so abgeneigt, wo die Schüchternheit doch wieder verflogen war. Es wurde sogar richtig glücklich, während die oder der vermeintlich Angebetete namens Gengar das weniger cool fand.
Tali schien das aber auch zu erheitern. Pluspunkte, weil sie Giftpokémon lustig fand.
Sie stimmte mir dann auch noch so halb zu und erntete dafür physische Gewalt von ihrem eigenen Pokémon. Opfer, die gemacht werden mussten! Ausserdem stimmten mir ihre Pokémon auch noch zu, dass meine cooler waren. Zumindest deutete ich ihre angeregten Laute so. ...oder wollte es so deuten.
Tali zeigte sich dann auch noch von einer noch cooleren Seite und lobte meine Pokémon! Goldstücke war eventuell etwas zu niedlich für dermassen coole Pokémon, aber vor allem Molly hatte es ihr wohl angetan.
Ja genau!, stimmte ich ihr zunächst erfreut zu, ehe ich die Hände in die Huüfte stemmte, um sie über Molly aufzuklären. Molly kommt aus Alola. Sie ist ein Molunk und die sind wirklich krass, weil sie mit ihrer Fähigkeit alles und jeden vergiften können. Molly kicherte bestätigend. Die paar Ausnahmen kannten wir nicht. Aber Giftpokémon vergiften können war doch eh schon cool genug.
Oh und Feuer speien kann sie auch! Finde mal ein Pokémon mit so einer coolen Kombo, Tali., ergänzte ich noch aufgeregt nickend und musste ein schmollendes "Bat!" hinnehmen, weil Swaggy wohl nicht zu kurz kommen wollte. Ja, du bist auch cool. Das coolste Iksbat im Universum!, versicherte ich meinem Partner, damit er wieder runterkommen würde.
Tali hatte schliesslich dann auch noch die blendende Idee, mir auch ihre anderen Pokémon zu zeigen. Da sie mit den bisherigen bereits soliden Geschmack gezeigt hatte, warum nicht?
Klaro! Und mit Namen!, forderte und bestätigte ich sogleich mit dem neu gewonnenen Enthusiasmus. Oh, wenn es um coole Pokémon ging, konnte ich sogar über Talis Gruselnatur hinwegsehen. Jetzt blieb nur zu hoffen, dass sie ihren Pokémon auch würdige Namen verpasste. Daher die Forderung.

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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Tallulaham Di Jan 08, 2019 4:46 pm

Tallulah Noach

&& Kai Smith


Kompliziert? Oh je, Tallulah vergaß im Umgang mit Gleichaltrigen stets, dass diese gewöhnlich nicht die gleichen Floskeln nutzten, wie sie es gewohnt war. Etwas, dass sie sich dringend einprägen sollte, um etwas dergleichen künftig zu vermeiden.
„Oh, bitte verzeih. Ich bemühe mich, das … etwas gewöhnlicher auszudrücken.“, hoffentlich war das jetzt nicht die falsche Formulierung gewesen. Kai fasste das doch sicher nicht übel auf, oder? Tallulah war wohl sprachlich einfach viel zu alt für ihre fünfzehn Jahre. „Es würde mich freuen …“, sie stockte, überlegte. „Ich würde mich gerne mit die anfreunden!“, entschied sie sich dann lächelnd und verbuchte diese Formulierung als Erfolg für sich.
Das Thema kehrte aber bald zum Kern zurück, der ja zunächst in Tallulahs Hilfe bestand, und die Schwarzhaarige stutzte doch sehr, als Kai ihr offenbarte, dass sie es eben genau so erwartete. Dass man einfach weiter ging und dergleichen ignorierte. Aber … Aber das mit dem Wasser war doch … ein Scherz?
„A-aber es muss doch nichts nützen. Ich mag es nicht, andere leiden zu sehen. Und da will ich doch auch niemanden sterben sehen …“, gab sie da also zunächst zurück. Irritiert, aber hoffend dass es eben nicht ernst gemeint war. Wer konnte schon einfach vorbei gehen? Nun gut, gerade eben hatte sich außer ihr ja auch niemand eingemischt …

Ihre Pokémon heiterten die Situation aber geschwind wieder auf, Erst das mit dem Nebulak und Ceidith und dann zeigte Kai ihnen sogar ihre Giftpokémon. Oh, das war wahrlich ein interessanter Tag! Sofort war Tallulah hellauf begeistert und bekundete großes Interesse an Kai's Lieblingen. Vor allem die Echse hatte es ihr angetan, denn dieses Exemplar war der Schwarzhaarigen gänzlich unbekannt, weshalb sie sogleich nachzufragen gedachte. Eine Antwort kam prompt.
„Alola also … Ich habe nur mal von Alola gelesen, habe aber nie jemanden getroffen, der mal dort gewesen ist.“, gab sie zunächst überlegend zurück. Offenbar nannte man dieses Pokémon ein Molunk und es konnte … alles vergiften? „Wirklich alles? Auch Stahl- und Giftpokémon?“, fragte sie direkt erstaunt nach, sah dann Molly lächelnd an. „Faszinierend. Du musst sehr stark sein!“, sprach sie das Giftpokémon direkt an, nachdem sie auch erfahren hatte, dass es offenbar dem Feuertyp angehörte. Sie beschloss, sich heute auch eingehender mit diesen Pokémon zu befassen, doch jetzt wollte sie zunächst auch Swaggy die verdiente Aufmerksamkeit schenken, denn das Iksbat machte auf sich aufmerksam. „Du bist sicher auch sehr stark! Und die Brille macht dich mehr als einzigartig!“, gab sie also auch an die Giftfledermaus weiter.
Da sie nun endlich jemanden getroffen hatte, der Giftpokémon mochte, kribbelte es ihr natürlich auch in den Fingern, ihre drei anderen Schätze vorzustellen. Besser, sie ließ Rilith vorerst im Ball, wenn Kai andere Typen nicht allzu sehr mochte, doch später würde ihr Botogel wieder die gleiche Liebe bekommen, wie alle anderen. Tallulah nickte also breit lächelnd, als Kai ihre Frage zustimmte, die drei zu zeigen und bat zeitgleich um die Namen. Na, das würde sie doch nicht vergessen! Schnell hatte sie die drei entsprechenden Bälle zur Hand und ließ das Piondragi, das Sleima und das Algitt heraus, wobei sich letzteres sofort hinter Ceidith versteckte, als es die drei fremden Gesichter bemerkte.
„Hey, Schatz, es ist alles gut.“, versicherte sie dem Zwerg sofort. „Das sind Kai und ihre Pokémon Swaggy und Molly, sie sind nett! Okay?“, fuhr sie fort und nach kurzem Zögern zeigte das Algitt zumindest seinen Kopf und musterte die Fremden scheu. Tallulah räusperte sich da. „Gut. Also das hier sind Vriszca – auch Risk genannt –, Waciza und Karáchô – der kleine hört auch eher auf Corey.“, stellte sie also erst einmal die drei vor, wobei Risk kurz einen Scherenarm zur Begrüßung hob, Waciza glücklich gluckerte und Corey nur kurz und knapp nickte, um ja nicht zu viel Aufmerksamkeit zu bekommen. „Corey ist jetzt seit einem halben Jahr bei uns. Er wurde früher sehr häufig geärgert und ist deshalb etwas schüchtern. Aber Risk und Ceith passen ja immer auf ihn auf, nicht wahr, mein Schatz?“, erklärte sie und bei ihren letzten Worten nickte das Algitt kräftig und schmiegte sich noch etwas fester an den Geist. Was dem Nebulak natürlich so gar nicht passte, allerdings wusste es, dass es jetzt nicht zu beleidigt sein durfte, denn sonst würde Ceith es einfach wieder ignorieren. Das Sleima jedenfalls war sichtlich aufgeregt und wollte wohl am liebsten direkt mit den beiden neuen Pokémonbekannten spielen, doch es hielt sich ganz tapfer zurück und wartete, bis diese das wollten. So sah es jedenfalls für Tallulah aus. Und Risk … Nun, das Piondragi kümmerte sich lieber darum, die Umgebung zu observieren, wie er es immer tat, seit es zu diesem Kampf in Rayono City gekommen war.
Nun, Tallulah hatte ihre Schätze nun jedenfalls vorgestellt und jedes einzelne Pokémon in ihrem Team, Rilith und Namid selbstverständlich eingeschlossen, waren ihr mehr wert, als ihr eigenes Leben. Sie mochten nicht die seltensten Geschöpfe sein, aber sie verband mit ihnen allen eine ganz eigene Geschichte und darüber hinaus ein tiefes Vertrauen und unendliches Verständnis. Und das war im Grunde ja auch das wichtigste, nicht wahr? Im Prinzip war der Typ eines Pokémons egal, solange man in Einklang mit einander zu leben vermochte. Dass sich in ihrem Team so viele Giftwesen sammelten, war eigentlich ein Zufall, denn sie mochte andere Typen ebenso, jedoch hatten diese missverstandenen Wesen eindeutig einen ganz besonderen Platz in ihrem Herzen. Und sie kam wohl nicht umhin, Gift ben auch als ihren liebsten Typen zu bezeichnen, sie wusste nur eben, dass alle anderen Pokémon ebenso stark und ebenso einfühlsam waren und sie sich ihnen deshalb auch niemals verweigern sollte.


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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Kaiam Do Jan 24, 2019 4:21 pm

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mit Tallulah
#5
Das mit dem "Ihr sagen und sie macht's" funktionierte ja wirklich wunderbar! Es war mir zwar ein Rätsel, warum sie sich überhaupt in erster Linie so kompliziert ausdrücken müsste, aber wenn sie jetzt wieder normaler wurde, machte das das Gespräch für mich auch angenehmer. Sie hatte es zumindest gecheckt, dass sie ungewöhnlich war. Ich nickte zufrieden mit einem Mh-hm!
Schliesslich brauchte sie zwei Ansätze, bis sie mir antwortete. Langsam kam mir der Verdacht auf, dass sie eventuell eines dieser KI-Dinger war. Das würde auch die Gruseligkeit erklären und ihre komische Sprechweise. Aber das machte sie dann auch weniger gefährlich? Irgendwie... oder... ach, keine Ahnung. Tali war ein grosses Fragezeichen in meinem Kopf.
Alles klar!~, säuselte ich zufrieden und akzeptierte, dass sie es akzeptierte, Freunde zu sein. Uff, sie machte mir den Kopf noch ganz kirre.

Schliesslich wurde Tali noch komischer. Sie meinte, Aktionen müssten nichts nützen. Also bisher hatte mir das immer anders beigebracht! Du bist komisch. Meine Freunde sagen mir immer, dass man dumm ist, wenn man Sachen einfach so macht., versuchte ich mich hilfsbereit zu zeigen und blies eine Strähne weg, während ich die Arme verschränkte. Ich habe auch bewusst "meine Freunde" benutzt, damit sie wusste, dass nicht gerade wenige Leute so dachten! Immerhin hatte ich viiiele Kumpels. Das war schon so richtig.
Es sterben jeden Tag Menschen. Warum willst du das nicht auch mal miterleben?, musste ich schliesslich noch wissen. Das war doch wie wenn man Leute nicht atmen sehen will. Tja, Pech gehabt, es passierte trotzdem!

Aber Tali machte sich immer sympathischer. Sie hörte mir so gespannt zu und war wohl auch davon erstaunt, wie cool Molly ist. Ja, auch Stahl- und Giftpokémon, bestätigte ich ihr mit einem zufriedenen Nicken. Deswegen ist Molly ja auch so toll! Ich nahm einen kleinen Satz in die Luft, weil ich mich wirklich über dieses Pokémon freute.
Tali lobte Molly auch sogleich, welche sich stolz auf die Brust klopfte und etwas Rauch aus ihrer Nase pustete. Wie konnte ich mich nur so sehr in Tali irren? ...oder war auch das programmiert? Ich müsste sie irgendwann fragen, warum sie so komisch ist. Definitiv. Aber das verbuchte ich als persönliche Frage, also war es dafür wohl noch zu früh.
Sie zeigte schliesslich auch Verständnis für mein schmollendes Iksbat und besänftigte es mit mir gemeinsam etwas.

Schliesslich war es an Tali, ihre Kumpanen zu zeigen. Dabei sollte ich auch nicht enttäuscht werden: Da war sogar ein riesiges Piondragi! So viele coole Giftpokémon, die ich noch nicht besass. Sleima wäre auch super nützlich für meine Arbeit und das dritte.. Konnte ich nicht so genau erkennen, weil es sich rasch hinter Tali versteckte. Generell war es mir aber nicht wirklich bekannt.
Nach kurzem Zusprechen seitens Tali konnte ich wenigstens den Kopf genauer betrachten. Dummes Kerlchen, hehe, wenn es sich so versteckte, wollte ich es doch nur umso mehr sehen! So bückte ich mich etwas runter, um es genauer betrachten zu können. Hmmmm. Es kam mir wirklich bekannt vor. Ich hatte von seiner Sorte schon was mitbekommen, aber der Name wollte mir nicht einfallen.
Schliesslich erhob ich mich wieder, als Tali ihre Pokémon mit Namen vorstellte, so wie ich es mir wünschte (und sogleich bereute). Und heieiei, das war mal wieder eine Tali-Aktion. Komischere Namen hätte ich nicht einmal besoffen zustande gebracht! Ich sah weder irgendwelche Verbindungen, noch sagten mir die Worte etwas. Dazu kam noch, dass die einfach mehr als einen Namen hatten? What. The. Fuck. Aber ich wollte nett sein und Tali deswegen nicht runtermachen. Sie war halt so. Irgendwie. Und sie stellte sich ja doch als cooler als erwartet heraus.
...cool! Mein Kopf ist noch nicht ganz hinterher gekommen, aber cool. Okay, eventuell hätte ich das nicht unbedingt zugeben müssen. So wenn ich nochmals darüber nachdachte.
Sie erklärte mir schliesslich auch noch, dass das braune Pokémon eben geärgert wurde und... uff, zum Glück war das der letzte genannte Name, ansonsten hätte ich sie noch fragen müssen, welches ihrer Pokémon sie meinte. Tali überforderte mich etwas.
Armer Kori. Man sollte Pokémon nicht ärgern!, sprach ich entschlossen und auch etwas frustriert darüber aus, dass das tatsächlich wer machte.
Ist bei Mollys Artgenossen auch so blöd. Alle wollen immer nur Weibchen und schikanieren die Männchen, weil sich jene nicht weiterentwickeln können und ich... ich hätte Molly am liebsten immer so klein wie jetzt!
Als Molly schliesslich wieder zum Thema kam, schien ihr das wohl auch die letzte Schüchternheit zu nehmen, weswegen sie sich den fremden Pokémon annäherte und sich diesen wohl selbst noch vorstellte. ...natürlich nicht ohne ein schelmisches Kichern am Schluss.
Swaggy hingegen verblieb nun stumm in der Luft und schien vor allem das Piondragi nachdenklich zu mustern.
Und joa... ich, stand da nun eben immer noch vor Tali. Sag mal Tali... Magst du Milchshake? Statt nur so rumzustehen... Oke, das Einladen musste ich noch üben. Aber es passierte auch nicht oft genug, dass ich Leute als cool genug empfand, um sie überhaupt einzuladen! Aber bei Tali war es mir auch etwas unangenehm, weil halt alles heute so komisch war. Deswegen wurde jetzt ganz fein und genau das Piondragi mit dem Blick fixiert.

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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Tallulaham So Jan 27, 2019 4:35 pm

Tallulah Noach

&& Kai Smith


Wahrlich irritierend, wie sie feststellte, denn Kai meinte das offenbar tatsächlich ernst. Und sie erzählte auch, dass ihre Freunde es ebenso hielten, dass Aktionen, die nichts brachten, auch unnütz waren. Und dann dieses Argument, einem ja beim sterben zusehen zu können, wenn eh tagtäglich Menschen starben … Vehement schüttelte Tallulah da den Kopf, denn da war sie ganz entschieden anderer Meinung.
„Natürlich, jeden Tag sterben Seelen. Aber wenn ich es verhindern kann, dann werde ich das nach bestem Gewissen auch tun.“, gab sie also ernst zurück, denn das war es nun einmal. „Wenn ich Hilfe brauche, will ich schließlich auch nicht, dass man sie mir verweigert. Mein Leben soll nicht verwirkt sein, nicht enden, ohne dass ich meine Ziele erreicht habe. Und so geht es gewiss nicht nur mir.“, erklärte sie dann noch zusätzlich, etwas milder als noch beim Satz zuvor. Sie hatte genug von dieser Heuchelei, mit der so viele ihrer Wege zogen – und sie hielt an den Werten fest, die man ihr vermittelt hatte. Daran gab es nichts falsches, nicht wahr?

Aber das Thema wurde sehr schnell weniger ernst, als die Pokémon in der Vordergrund gerückt wurden. Und offenbar war es tatsächlich so, dass das Molunk, das aus Alola stammte, sogar Stahlpokémon und andere Giftwesen vergiften konnte, womit es tatsächlich ein sehr zähes und findiges Pokémon war. In einer Notsituation war es ihm auf diese Weise also immer möglich, zu entkommen, denn ob man wollte oder nicht, Gift zerrte sehr stark an einem Organismus und man musste früher oder später einfach aufgeben. Tallulah nickte also, als Kai ihr davon erzählte und lächelte interessiert. Wie es sich wohl in seinem natürlich Lebensraum verhielt? Es gab bestimmt viel dabei zu lernen. Vielleicht solle sie in Erwägung ziehen, mal nach Alola zu reisen …
Schließlich stellte die schwarzhaarige Reisende aber auch ihre Gefährten vor und wie es schien, war Kai durchaus zufrieden mit dem, was sie sah. Allerdings schienen ihr die Namen wohl Kopfzerbrechen zu bereiten – nichts neues für die Dunkelhaarige, denn tatsächlich konnten viele mit ihnen nichts anfangen. Für all jene gab es da aber auch die Kürzel, auf die ihre Freunde hörten – und sie selbst nutzte sie ja durchaus auch! Als Kai dann auch ihre Vermutung bestätigte, lächelte sie entschuldigend.
„Schwierige Namen, huh? Nun, sie gefallen ihnen, das ist alles, was für mich zählt.“, entgegnete sie der Giftfreundin also freundlich und ihre Pokémon stimmten ihren Worten natürlich zu. Gut, bei Waciza war das etwas anderes, der hatte seinen Namen schließlich noch von Majara bekommen, aber auch die hatte sich dabei sicher etwas gedacht.
Und beim nächsten Punkt waren sich Kai und Tallulah auf jeden Fall einig, weshalb sie zustimmend nickte.
„Ja, das ist herzlos. Immerhin tun sie einem nichts. Und wenn doch, dann ist man selbst niemals unschuldig daran.“, stimmte sie nun auch wortreich zu, ehe Kai erklärte, dass es bei Mollys Artgenossen wohl genauso lief. Weibchen waren offenbar gern gesehen, Männchen hingegen mussten ziemlich einstecken. Die konnten sich nämlich offenbar nicht entwickeln. „Oh, das ist aber auch nicht gerade nett … Ich bin mir sicher, auch Männchen haben ihre ganz besonderen Vorzüge!“, überlegte sie da laut, immerhin war eine Entwicklung ja nicht alles, was zählte. Da irrte sie sich doch nicht? Kai jedenfalls gab da auch zu, dass sie wohl gar nicht wollte, dass Molly sich entwickelte, was Tallulah doch wieder kichern ließ. „Ja, das verstehe ich! Sie ist aber auch putzig, hm?“, sprach sie da aus. Es ging ihr ja ähnlich – wenn alle klein blieben oder klein geblieben wären, es hätte ihr gewiss nichts ausgemacht! Aber wenn sie sich entwickeln wollten, würde sie sie niemals davon abhalten. Jede Entwicklungsstufe hatte schließlich so ihre Vor- und auch Nachteile.
Und wo sie gerade wieder von Molly sprachen, schien die sich nun auch Tallulahs Gefährten vorzustellen. Wie süß! Und von den Pokémon der Schwarzhaarigen ließ sich, abgesehen von Corey, auch niemand von diesem Kichern verunsichern. Und Risk, der bemerkte die eingehende Musterung durch Swaggy und richtete seine Aufmerksamkeit schließlich auf das Iksbat.
Und Kai, die schien gerade irgendwie ein wenig zu überlegen, wie es weitergehen sollte. Als sie dann indirekt fragte, ob sie zusammen einen Milchshake trinken wollten, war Tallulah natürlich höchst angetan von der Idee.
„Oh ja – gut gemacht sind Milchshakes sehr schmackhaft! Kennst du denn ein Lokal, wo man gute bekommen kann?“, fragte sie also ihrerseits, denn es war schön, mal wieder mit jemandem auszugehen, so man es so nennen wollte. Das letzte Mal, dass sie mit jemandem in einem Café oder etwas ähnlichem saß, war noch vor jenem Vorfall vor sechs Monaten gewesen. Es wurde also mal wieder Zeit! Und dabei konnte sie sicher noch mehr über Kai lernen, die eine so völlig andere Weltansicht zu haben schien, als die schwarzhaarige Reisende …


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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Kaiam Mo Feb 04, 2019 1:02 pm

Inplay
mit Tallulah
#6
Uo-oh. Tali war wohl gar nicht meiner Meinung, so sehr wie sie ihren Kopf schüttelte. Da kam mir auch der Gedanke, dass lange Haare beim Kopfschütteln unpraktisch sein mussten, immerhin musste ich ja bei meinen immer schon gegen die Strähnen im Gesicht kämpfen und sich stattdessen die doppelte Länge einfangen...?
Jedenfalls wollte sie wohl Leute retten wegen ihrem Gewissen oder so. Also tat sie es definitiv nicht "einfach so", wie sie gerade noch behauptete! Sie doppelte auch noch nach, als sie eben anfügte, dass sie ebenso Hilfe erwartete, wenn sie welche brauchen konnte und dann redete sie noch von ihren Lebenszielen. Ich atmete kurz einmal durch, um die neu gewonnenen Informationen durch meinen Kopf gehen zu lassen und mir einen Plan zu überlegen, wie ich Tali beibringen will, dass sie sich grade als weniger nett geoutet hatte, als dass sie es wohl von sich zu sein glaubte!
Wieder stemmte ich die Arme in die Hüfte, atmete rascher aus, ehe ich mit einem entschiedenen Nicken an die Tali-Belehrung ging.
Wenn man schlechtes Gewissen vermeiden will und Hilfe im Gegenzug von anderen erwartet, dann ist das nicht 'einfach so'. Die Ernstigkeit meiner Stimme - falls das Wort überhaupt existierte, was es wahrscheinlich nicht tat - imitierte die ihre. Irgendwie fühlte sich das gerade dadurch voll nach Erwachsenen-Talk an. Und das fand ich cool. Ich war immerhin gerne mal ein simples Mädchen.
Wenn man Sachen nur aus Eigennutz macht, bist du eben nicht viel anders als alle anderen auch. Nur redest du dir ein, deine Motive wären besser oder so Ups, ich hatte es schlussendlich trotz all der Vorbereitung genau so gesagt, wie ich es dachte. War im Grunde keine Beleidigung, immerhin bedeutete das, dass sie nicht dumm war! Also konnte sie das eigentlich fast schon als Kompliment sehen, mhm.

Nach der Pokémon Vorstellung teilte mir Tali mit, dass es ihr scheissegal ist, wenn die Namen für andere schwierig sind. Hauptsache, es gefiel ihren Pokémon!
Ich stemmte zum millionsten Mal die Arme in die Hüfte und blies die Wangen auf.
Ach komm, Tali! Das ist egoistisch! Wie konnte sie das nur so freundlich sagen? Was stimmte nicht mit ihr? War an meiner KI-Theorie also doch etwas dran?
Zum Thema "Pokémon, ärgere es nicht" waren wir aber wieder ein super Duo. Auch hier war ich nicht 100% einverstanden - als ob ich schuld daran war, dass mich Swaggy als Kind aussaugen wollte - aber bei der herzlos-Sache war ich voll mit ihr!
Ich wollte auch nicht die Oberklugscheisserin sein und der letzte Wille zu dieser Tat verschwand, als sie Molly auch noch als putzig bezeichnete.
Yep! Putzig und gefährlich. Genau so, wie die coolsten Pokémon sein sollten. Swaggy grummelte etwas. Du bist doch auch putzig, wenn du dich so benimmst!, versuchte ich das schmollende Ding aufzumuntern. Aber da war es eh schon in seinem Anstarrcontest mit dem Piondragi versunken.
Molly hingegen zeigte sich etwas beschämt, so war sie wohl derartige Komplimente nicht gewöhnt. Die Verzückung sollte jedoch nicht lange anhalten, so begann sie kurz darauf wieder zu kichern und überspielte dadurch wahrscheinlich die eigene Unsicherheit. Wenigstens gab ihr das aber eben genug Selbstbewusstsein für die persönliche Vorstellung.
Swaggy war mittlerweile zu dem Piondragi rübergeflattert und... schwebte kurz über diesem herum, ehe es durch kurzes Schütteln seine Sonnenbrille unsanft auf den Kopf des anderen Giftpokémon fallen liess.
Oh! Swaggy will dir den letzten Schliff für deinen ultimativen Swag geben!, sprach ich das "Kompliment" aus und überlegte mir bereits, was ich ihm dieses Mal für eine Sonnenbrille kaufen werde. Das ist eine grosse Ehre.

Tali schien meine "Einladung" schliesslich auch anzunehmen und half mir aus der awkwarden Situation mithilfe einer passenden Frage weiter. Cleveres Frauchen! Dessen wurde ich mir inzwischen immer sicherer.
Klaro!, bestätigte ich ihr auf die Frage, ob ich ein Lokal - was für ein Wort wieder, ey - kennen würde, wo man gute bekommen würde.
Das berühmte Stratos-Eis gibt's dort auch., ergänzte ich noch, da ich Tali nicht meine Getränkvorlieben aufzwingen wollte. Wenn sie lieber ein Eis hatte, war das auch alles paletti.
Schliesslich machte ich mich summend auf in die Richtung, wo sich meine Lieblingseisdiele befand.

tbc: Stratos City - Eisdiele


Zuletzt von Kai am Mi Feb 06, 2019 8:12 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Stadtzentrum

Beitrag von Tallulaham Mo Feb 04, 2019 3:01 pm

Tallulah Noach

&& Kai Smith


Was war denn nun los – wurde sie gerade tatsächlich von Kai getadelt? Und was meinte sie bitte damit, dass Tallulah ein „schlechtes Gewissen vermeiden wollte“? Irritiert sah sie die junge Dame an, die ihr sogleich noch erklärte, dass sie nicht besser war als andere, wenn sie aus Eigennutz handelte. Und das … überraschte Tallulah doch sehr. Nicht, was sie damit meinte, sondern eher, dass sie Tallulahs Beweggründe offenbar so überhaupt nicht zu verstehen schien. Die Schwarzhaarige seufzte also schließlich.
„Um das noch einmal zu verdeutlichen – wenn ich „nach bestem Gewissen“ sage, dann meine ich, dass ich so gut ich kann helfen will, ohne dabei Schaden anzurichten. Wenn ich nicht in der Lage bin zu helfen, meine Taten vielleicht gar alles schlimmer machen würden, dann ist es die bessere Entscheidung Beistand zu leisten und auf passende Hilfe zu warten, sie gegebenenfalls selbst zu alarmieren. Und was die Sache mit dem „etwas dafür erwarten“ angeht, da hast du mich völlig falsch verstanden. Es gibt da ein Sprichwort - „was du nicht willst, das man dir tut, das tu auch keinem anderen“. Ich helfe, weil ich helfen will – wenn ich es kann. Ich will dafür keinen Dank oder eine Entlohnung. Ich erhoffe mir lediglich, sollte ich jemals in eine ähnliche Situation geraten, dass jemand mich zu retten weiß, wenn ich es selbst nicht vermag. Wir Menschen leben nicht umsonst in größeren Gruppen zusammen, weißt du? Wir können nicht alles allein stemmen, so bedauerlich das auch sein mag. Deshalb gehe ich an niemandem vorbei – und gebe mein bestes, niemandem zur Last zu fallen.“, entgegnete sie dann also ruhig, wobei sie zum Schluss ihres Monologes auch schon wieder aufmunternd lächelte.

Als es dann zu den Pokémon überging und Tallulah ihre mit Namen vorstellte, war Kai offenbar schon fast zerknirscht, weil Tallulah mit den schwierigen Namen keine Probleme hatte und auch von niemandem erwartete, sie auszusprechen. Sie war schließlich auch fest von ihren Worten überzeugt!
„Egoistisch? Wie könnte das sein?“, überlegte sie da laut und sah Kai fragend an. „Eltern geben ihren Kindern Namen, die ihnen gefallen, ohne dabei auf die Wünsche anderer einzugehen. Ist es da so verkehrt, wenn ich meinen Schätzen Namen gebe, die sie haben möchten?“, okay, vielleicht war das wirklich etwas, was man als „egoistisch“ bezeichnen konnte. Aber es war ja auch irgendwie … Gewohnheit, in diesem Zusammenhang? Wirklich kompliziert. Kais Denkweise unterschied sich offenbar in vielerlei Hinsicht grundlegend von ihrer eigenen! Aber es wäre auch furchtbar trist, wenn alle Wesen gleich wären, nicht war?
Schließlich aber machte Tallulah dem Molunk abermals ein Kompliment und auf Kais Worte hin, dass die besten Pokémon eben putzig und gefährlich zu sein hatten, konnte sie nur ausgelassen kichern. Und was das Iksbat anging konnte sie nur zustimmend nicken.
Das hatte sich inzwischen auch in den Kopf gesetzt, Risk anzustarren – bevor es letztlich über dem Piondragi herum flatterte und mit einer interessanten Bewegung die Sonnenbrille auf dessen Kopf fallen ließ, sodass diese nun die Augen des Skorpionpokémons bedeckten. Risk sah natürlich sofort hoch und als Kai diese Geste erklärte, dankte das Piondragi dem Iksbat schließlich auch mit einem Scherenklimpern.
„Ach, das ist ja herzallerliebst! Du siehst ganz zau-“, sie hielt kurz inne, überlegte einen Moment, ehe sie entschied, es lieber anders zu formulieren. „Du siehst absolut cool aus!“, kicherte sie also und Risk schien wohl nicht gerade unzufrieden mit dem neuen Accessoire zu sein. Dass es wohl eine Ehre war, nahm er dankend zur Kenntnis, bevor er schon mit bewundernden Blicken von Waciza betrachtet wurde.
Letztlich fiel aber die Entscheidung, einen Milchshake trinken zu gehen, wobei es in Kais Lokal der Wahl offenbar auch das allseits berühmte Stratos-Eis gab. Tallulah nickte nur kurz, ehe sie der jungen Dame schließlich folgte, die auf dem Weg zu summen begann – das war wirklich eine erwähnenswerte Bekanntschaft! Ob sie noch mehr über sie erfahren würde? Ihre Denkweise war schließlich durchaus interessant, auch wenn Tallulah in vielen Dingen nicht so handeln konnte, wie es Kai offenbar tun würde.

Tbc: Eisdiele


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