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Wir suchen neue Wettbewerbshallen! Nun habt ihr die Möglichkeit, Ideen für neue Hallen einzusenden und eure Hallenidee im Rollenspiel zu sehen. Mehr ist hier zu lesen.

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Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Sa Feb 20, 2016 3:51 pm

Pharmazieunternehmen

Im modernen Stadtteil von Twindrake City lässt sich ein Hochhaus finden, welches eigens für Pharmazieunternehmen reserviert wurde. In der Nähe dieses Hochhauses befinden sich zudem die Labore, in welcher die Medikamente entwickelt werden. Für wichtige Angelegenheiten sind jedoch auch noch Labore im Untergeschoss des Hochhauses angelegt worden, welche mit dem nötigsten ausgestattet sind.

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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Sa Feb 20, 2016 5:22 pm

#036 ● mit Bonny
Angekommen
CF ● Labor der RPV, Stratos City
Ihre Kollegin schien dann doch der Ansicht zu sein, bestimmte Gegenstände noch in ihr Repetoire aufzunehmen, als diese Qiuyis Bemerkung wahrnahm, welche sie eigentlich nur für sich gemurmelt hatte. Tja, Gedanken, die ausgesprochen worden waren, blieben wohl eben so, wie sie nun einmal waren. Sie wartete geduldig darauf, dass ihre Freundin dann alles Mögliche beisammen hatte, ehe sie in ihrem eigenen Büro dann Platz fanden. Es war, wie man wohl erwarten konnte, mit allerlei Notizzetteln in Kreisen und anderen kreisrunden Gegenständen dekoriert und gestaltet, ein Teil ihres Büros war ebenfalls eine Art Labor. Das richtige jedoch wurde durch eine Tür abgegrenzt, befand sich jedoch auch in Reichweite. Den Kommentar von Bonny quittierte sie nur mit einem Nicken, und war dann auch fertig.
Beim Hinaustreten fiel ihr noch ein Brief auf, welcher jedoch von Monoka aufgehoben würde. Sie blickte das Klingplim fragend an, und diese blickte auf eben jene Weise zurück. Sie würde schon darauf aufpassen, nicht?

Mit dem Bus ging es dann weiter nach Twindrake City, kein so schnelles Unterfangen wie die Kugelliebhaberin es sich vielleicht gewünscht hätte. Wobei, es war auch wiederum langsam genug, dass sich ihr Trotzgefühl befriedigt fühlte und Ruhe gab. Wenn es wirklich so wichtig war, hätte besagter Kollege Lesebrille ja auch selbst dahingehen können, oder? Während der Fahrt sprach sie nicht viel, sondern widmete sich gedanklich wieder dem Fall mit Amaranth. Die Diamanten mussten auf jeden Fall wiedergeholt werden, doch wie nur? Sie musste dringend Nachforschungen anstellen, und damit sollte sie nach diesem Fall, der hoffentlich kleiner war als angedeutet, anfangen.
Sie kamen dann schließlich in Twindrake City an. Sie kannte den modernen Teil genauso gut wie den alten, und so fiel es ihr nicht schwer, das besagte Hochhaus zu finden, in dem die verschiedenen Unternehmen ihren Sitz fanden. "Dann lasst uns doch mal das Pyroleo wecken gehen..." Auch wenn an dieser Stelle vielleicht ein Drachenpokémon angemessener war, sie kümmerte es nun nicht.
Ohne Umschweife betrat sie das Hochhaus, darauf vertrauend, dass Bonny ihr schon folgen würde, ebenso wie Monoka, und zeigte der Dame an der Rezeption, die sichtlich überrascht über das energische Auftreten der Dame war, ihren Ausweis. "Guten Tag, wir sind von der Ranger & Polizisten-Vereinigung geschickt worden, es soll ein Diebstahl geschehen sein?"
Die Dame am Empfang war nun nicht weniger überrascht, nickte jedoch. "B-bitte fahren Sie hoch in den dritten Stock." Die Kugelliebhaberin nickte, und bedeutete ihrer Kollegin sie zu den Aufzügen zu begleiten, in deren Richtung die Empfangsdame zeigte. Dann drückte sie auf den - glücklicherweise kreisrunden - Knopf, welcher mit einem Pfeil nach oben versehen war. Und dann hieß es erst einmal warten, bis der Aufzug unten war. Sie studierte in der Zwischenzeit die Beschilderung an der Seite, um zu wissen, wohin sie eigentlich fuhren. Es ging also um eine Firma, welche sich 'DeltaPharm' nannte. Interessant. Nie gehört. Aber sie war auch niemand, der bei jedem kleinsten Wehwehchen direkt die moderne Medizin befragen wollte, und ohnehin nur selten krank. Hoffentlich würden die Personen dort nun nicht erwarten, dass sie ihre Firma bis ins kleinste Detail kannte, denn da waren sie bei ihr wirklich fehl am Platz. Sie wollte schlichtweg die Daten für den Fall haben.
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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Mi März 02, 2016 4:09 pm

cf: Labor der RPV

Was es mit dem Brief auf sich hatte, erfuhr Bonny nicht, doch war es ihr auch nicht wichtig. Briefe zu versenden war eine sehr persönliche Art, Personen Informationen zukommen zu lassen und diese waren wohl einfach nicht für die Schwarzhaarige bestimmt. Als Qiuyi dann alles beisammen hatte, konnte es auch schon losgehen. Die Beiden wahrten sich gewappnet für das, was auf sie zukommen würde. Mit dem Bus fuhren sie dann also nach Twindrake City, der Stadt, in der sich der Tatort befand. Bonny fuhr oft und viel mit dem Bus. Für gewöhnlich las sie dabei ein Buch und lenkte sich so von der Langeweile ab, die beispielsweise der Arbeitsweg mit sich brachte, doch davon sah die Wissenschaftlerin diesmal ab, da sie nicht alleine reiste. Zwar sprachen die Zwei nicht viel miteinander, doch fand Bonny es respektlos sich von ihrer Kollegin abzuwenden und mit etwas anderem zu beschäftigen. Allgemein herrschte Stille im Gruppengefährt. Stille, die lediglich durch die Motorengeräusche des Busses und der anderen Fahrzeuge auf den Straßen gestört wurde. Bonny schweifte gedanklich ab.  Sie versuchte erneut nachzuvollziehen, wo sie ihre Brieftasche gelassen hatte. Auf ihrem Verschwinden konnte sie sich nämlich absolut keinen Reim machen. Ob sie Opfer eines Taschendiebstahls geworden war? Abermals erinnerte sie sich an keinerlei Auffälligkeiten. Weder daran, dass sie den Gegenstand irgendwo abgelegt hatte, noch, dass sie von zwielichtigen Gestalten angerempelt wurde oder etwas dergleichen. Im besten Fall lag ihr Portmonee einfach Zuhause und sie hatte verpasst es einzustecken, wobei es eigentlich noch in ihrer Tasche hätte sein sollen… Bonny kam einfach nicht weiter, doch hatte sie es geschafft genügend Zeit totzuschlagen. Weit war es nicht mehr.
Als die zwei RPVler in Twindrake City ankamen, übernahm Qiuyi die Führung, was wohl auch besser war. Ihre Kollegin kannte sich in der Stadt wirklich gar nicht aus, kannte sie zuvor nur vom Namen her. Kugels ersten Kommentar nickte Bonny, mit einem simplen >> Mhm <<, ab.  Im Eiltempo betrat die Teamleiterin das Gebäude, wendete sich sofort an die Empfangsdame, um ihr Anliegen darzubringen, beziehungsweise ihr Erscheinen anzukündigen. Die Frau wirkte sehr verunsichert, schickte die beiden Frauen zu einem der Aufzüge, der sie in den dritten Stock führen sollte. Kommentarlos folgte Bonny. Dabei konnte sie es sich allerdings nicht nehmen lassen, die Frau an der Rezeption noch prüfend zu beäugen. Sie konnte die innere Unruhe der Angestellten nicht so ganz nachvollziehen.
Es dauerte einen Moment, nachdem Qiuyi den Knopf des Aufzugs bedient hatte, bis dieser im Erdgeschoss ankam. Die Schwarzhaarige ging ihren ersten Eindrücken nach, schwieg jedoch noch. Ein kurzes und helles Geräusch ertönte und die Fahrstuhltür öffnete sich. Zwei Männer, Anzugträger verließen den Aufzug und Bonny drehte sich etwas zur Seite weg, um ihnen Platz zu machen, bevor sie selbst einstieg und schon einmal die Schaltfläche für den dritten Stock bediente. Erst als sich Qiuyi zu ihr gesellte und die Tür sich wieder schloss, sprach Bonny ihre Gedanken laut aus. >> Die war aber ganz schön nervös, oder nischt? << Ihre Frage war frei von jeglichen Andeutungen, sie wollte lediglich etwas angemerkt haben.
Der Weg in den dritten Stock war schnell überwunden, der Aufzug hielt unterwegs auch nicht mehr. Als die Tür sich wieder öffnete, versuchte eine junge Frau einzutreten. Sie trug eine weiße Bluse und hielt ein Klemmbrett im Arm. Sie wirkte etwas geistesabwesend und trat noch einmal zurück, um die zwei Ermittlerinnen mit einem kurzen >> Verzeihung. << austreten zu lassen. Im Hintergrund konnte Bonny hinter einer Glastür bereits einen Mann erkennen, der, mit dem Mobiltelefon am Ohr, in seinem Büro auf und ablief. Entspannt schien er nicht zu sein.
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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Fr März 04, 2016 8:24 pm

#037 ● mit Bonny
Informationen bekommen
Die Erwiderung auf ihren Kommentar zu dem Fall wurde von Bonny mit einem simplen Laut beantwortet, welcher beinahe unterging und überhört wurde. Eine großartige Reaktion folgte nicht, doch es war auch nicht zu erwarten gewesen - es war immerhin nur ein dahergesagter Spruch, um sich mental darauf vorzubereiten, was auch immer dort vorzufinden. Sie wusste es nicht, und sie würde es jetzt erst erfahren, ebenso wie ihre Kollegin.
Der Aufzug war zuerst besetzt, doch dann ging es ohne weitere Probleme die Stockwerke hinauf, welche ja nicht wirklich zahlreich waren. Sie hatte zwar nicht erwartet, direkt nach ganz oben - klischeebelastet der Ort, an dem die Chefs saßen - zu fahren, aber das erschien ihr wiederum etwas niedrig. Ihr kam die Sache etwas komisch vor, doch sie schwieg mal dazu und gab keinen Kommentar ab. Bonny jedoch fragte, ob die Dame am Empfang doch sehr nervös gewesen war. "Vielleicht ist ja wirklich irgendetwas Wichtiges gestohlen worden?", stellte Qiuyi eine Vermutung auf - wissen konnte sie es schließlich nicht. Ehe sie irgendetwas Weiteres erwidern konnte, ging jedoch auch die Tur des Aufzuges auf, und eine andere Angestellte wäre beinahe zwischen die sich öffnenden Türen gestiegen, ohne die anderen beiden durchgelassen. Sie schien etwas geistesabwesend zu sein, trat jedoch zur Seite und die beiden Forscherinnen traten hinaus. Hinter einer Glastür ging ein Mann auf und ab, telefonierte und machte einen sehr angespannten Eindruck.
Aus den Augenwinkeln schien er jedoch die beiden wahrzunehmen, beäugte sie für einen Moment, und nickte dann - warum auch immer. Vermutlich, weil sie ganz offensichtlich nicht zu seinem Personal gehörten. Dann legte er mit knappen Worten auf und erwartete scheinbar, dass sie eiligst zu ihm liefen. Pah. Da konnte er sich mal gewaltig schneiden, dieser arrogante Schnösel. Die Kugelliebhaberin würde von sich behaupten, eine sehr gute Arbeiterin zu sein, aber wenn man ihr mit so etwas ankam... nein. Und sei es noch so wichtig, es war ein Fakt, den sie sich nicht einfach so gefallen ließ. Absichtlich schlenderte sie also mehr den Gang entlang, um den Mann auf die Palme zu bringen. Hätte er wenigstens einen geduldigen Eindruck gemacht, wäre sie vielleicht noch in einem normalen Tempo gegangen - aber so?
Niemals! Aber wie man eigentlich jeden Weg irgendwann beendete, so war auch dieser irgendwann zu Ende. Und der unbequeme Mann wurde noch unbequemer, doch davon ließ sie sich wahrlich nicht beeindrucken. "Guten Tag, wir wurden von der Ranger und Polizisten-Vereinigung geschickt. Sind Sie der Zuständige für den Vorfall hier im Gebäude?", fragte Qiuyi mit ihrer üblichen, bissigen Tonart. Sie klang wie immer angriffslustig und gleichzeitig doch sehr gelangweilt? Doch nun gut, man durfte eigentlich nie irgendetwas auf ihren Tonfall geben, der blieb ohnehin fast immer gleich.
"Ja, ich bin der Zuständige. Mister Releigh, wenn ich bitten darf", antwortete der andere mit der ebengleichen, unfreundlichen Manier. Das war vielleicht mal ein heiterer Start in die ganze Affäre! "Und da ich vermute, dass Sie nicht über die Wichtigkeit der Sache informiert worden sind: Es wurden wichtige Dokumente gestohlen, die wir dringend vor morgen wieder hier in unseren Händen brauchen."
"Um welche Art von Dokumenten handelt es sich? Wann wurden sie zum letzten Mal gesehen? Worum ging es in den Dokumenten? Ich bitte Sie, ich brauche Informationen, um einen Fall zu lösen", herrschte Qiuyi ihn dann schließlich an, als er keine weiteren Informationen von sich aus gab. Puh. Nun hatte sie, trotz ihres neutralen (nach unten verschobenes neutral) Tonfalls, schlechte Laune.
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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Do März 10, 2016 4:56 pm

Bonny wollte keinen Verdacht äußern, aber insgeheim spielte sie im Geiste bereits mehrere Szenarien durch, was geschehen sein konnte und das, obwohl sie noch absolut keine Informationen über den Fall hatte. Außer eben die eine, nämlich, dass die Dame an der Rezeption ziemlich nervös wirkte. Qiuyi tat dies beinahe teilnahmslos ab. Sie äußerte die Vermutung, dass es der Diebstahl sein könnte, der allgemeine Verunsicherung in der Firma auslöste und klang dabei so, als würde sie sich keinerlei weitere Gedanken mehr darüber machen. >> Mhm… << Die talentlose Detektivin hingegen konnte den Verdacht nicht so einfach fallen lassen. Während der Aufzug nach oben stieg, dachte sie noch immer verbissen darüber nach, ob die Frau vielleicht etwas mit dem Fall zu tun hatte. War sie etwa die Diebin? Vielleicht kannte sie den Täter auch einfach und deckte ihn, weil sie in engerer Beziehung zueinander standen. Vielleicht erpresste er sie auch! Oder aber… Bonny verrannte sich. In den meisten Fällen die richtige Antwort, das wusste sie selbst.
Als die beiden RPVlerinnen den Flur im 3. Geschoss betraten, konnte die Schwarzhaarige wahrhaft spüren, wie die Atmosphäre plötzlich umsprang. Der aufgeregte Vorstandsmensch am Ende des Büros schien die Zwei schnell zu bemerken. Er beendete sein Telefonat sicher früher, als es seinem Gesprächspartner lieb war und hoffte dann, dass die Damen den Weg zu ihm zügig hinter sich brachten. Zeit war bekanntlich Geld und davon hatte er bereits viel verloren. Er verlor quasi von Sekunde zu Sekunde mehr, doch das schien Qiuyi nicht im Geringsten zu interessieren. Provokativ schien sie sogar noch langsamer zu laufen, als zuvor. Auf die Empfangsdame im Erdgeschoss war sie quasi zu gesprintet, dem Manager hingegen schlich sie eher entgegen. Überrascht blickte die gut 10 Zentimeter größere Kollegin zu ihrer Freundin herüber/hinunter. Es wäre sicherlich sehr seltsam rübergekommen, wäre Bonny einfach zur Tür gelaufen und hätte im Büro auf sie gewartet, darum passte sie ihr Tempo dem der Weißhaarigen an. Für den Mann, der sie erwartete, musste der Marsch durch den Flur eine Ewigkeit gedauert haben, das merkte man der folgenden Konversation auch an. Kugel gab sich nicht die Blöße, sie steckte keineswegs zurück und es schien fast so, als würde das Gespräch zu ein paar sehr unangenehmen Minuten werden. Während die Wortführenden sich gegenseitig mit Stichelleien versahen, schaute die Chemikerin sich etwas im Büro um. >> Gibt es verdäschtige? <<, fügte Bonny den Fragen ihrer Kollegin dann mit leichter Verzögerung hinzu. Ihre Gedanken hingen noch immer an ihrer ersten Begegnung im Gebäude des Pharma-Unternehmens. So schnell würde sie davon wohl auch nicht wegkommen. Da der Kerl bisher ja wirklich keine Informationen von sich gab, außer vielleicht, dass die gestohlenen Unterlagen wichtig waren, was sich jeder Laie, um nicht zu sagen Idiot, hätte denken können, warf die Schwarzhaarige ein paar weitere Ideen beziehungsweise Fragen in den Raum. >> Außerdem, gibt es Aufzeischnungen? Überwachungskameras? In so einem Konzern verschwindet doch nischt einfach irgendetwas, ohne dass jemand davon mitbekommt, oder? << Es wäre das erste große Unternehmen, das Bonny kennenlernte, welches seinen Mitarbeitern so blind vertraute, wenn dem denn so war.
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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Mi März 16, 2016 2:36 pm

#038 ● mit Bonny
Einweisung in den Fall
Der Teamleiterin war schon vorher aufgefallen, dass die Chemikerin eine merkwürdige Vorliebe zum Detektivdasein besaß, doch das hatte sie nie weiter gestört. Solange die Arbeit erledigt wurde, waren ihr die Macken, welche ihre Teammitglieder mitbrachten, so ziemlich egal. In diesem Sinn konnte man sie sogar als recht tolerant bezeichnen, oder auch einfach als stumpf und unsensibel...?
Sie erreichten schließlich das dritte Stockwerk, und man konnte eintreten und sich um den Fall kümmern! Naja, fast zumindest. Der zuständige Herr für den Fall regte Qiuyi jedenfalls so auf, dass sie bewusst langsamer ging. Bonny war so gut und eilte nicht einfach vor ihr her, was sie ihr doch zugute halten würde. Es tat ihr jedoch kein bisschen Leid, dass sie so langsam gegangen waren, als sie endlich dort ankamen.
Mancherein würde den Herrn dann als unfähig bezeichen, und zu diesen Personen zählte die Kugelliebhaberin definitiv. Vermutlich lag es aber auch einfach daran, dass eigentlich beinahe jede Person, welche nicht auf Zack arbeitete, unfähig war... ihrer Definition nach. Nachdem sie sich gegenseitig ein wenig in Grund und Boden gerannt hatten, legte forschende Polizistin mit einer Fragensalve los, welche sogleich ebenso von Bonny ergänzt worden.
Der Anzugsmann seufzte, blickte sie mit offener Böswilligkeit an, und räusperte sich dann. Ging es noch langsamer? (Wenn Qiuyi die gereizt gehetzte Person war, dann ja.) "Es handelt sich um Verhandlungspapiere für ein neues Medikament, wobei vor allem das Gutachten wichtig ist. Nicht nur die ausgedruckte Version ist verschwunden, sondern auch die Disketten und Festplatten, auf denen man die Daten abgespeichert hatte." Dann wandte er sich den Fragen der anderen Dame zu. "Die Aufzeichnungen der Überwachungskameras haben nicht wirklich etwas gezeigt, und die meisten davon sind ebenso beschädigt. Wir haben sie aufbewahrt, wenn Sie sie sehen wollen." Er war wieder in einen geschäftlicheren Ton gefallen, wenngleich er immer noch sichtlich missmutig war. "Es gibt momentan keinerlei Verdächtige."
"Wann fand der Diebstahl statt?" Auch Qiuyi war nun hörbar sachlicher geworden, wenngleich der Mann ihr nicht unbedingt sympathischer geworden war.
"Gestern um Mitternacht, zumindest vermuten wir das. Der Tatort war das Verwaltungszentrum unserer Firma, und die Technikabteilung hier im Haus. Entdeckt wurde es heute morgen, etwa um neun Uhr. Hören Sie, wir brauchen die-"
"Dokumente dringend wieder, ja, danke für das erneute Wiederholen. Können Sie uns alles, was mit dem Fall im Zusammenhang steht, zeigen? Und bitte besorgen sie auch einen Grundriss des Hauses - sämtliche Etagen." Für einen Augenblick fragte sie sich, ob sie etwas vergessen hatte. "Irgendwelche Anzeichen, dass es ein interner Diebstahl war? Worum ging es bei dem Medikament? Welche Motive kämen in Frage?"
"Wir haben keinerlei Anhaltspunkte auf den Täter, vermuten aber eine Gruppe dahinter. Das Medikament war für Pokémon angedacht, und Motive... wir sind ein kleineres, aber wachsendes Unternehmen. Vermutlich wollte man uns so schaden, zumindest würden mir keine anderen Gründe einfallen."
Sie machten sich währenddessen auf den Weg, und die Teamleiterin sah ihre Teamkameradin an. "Hast du noch irgendwelche Fragen?" Sie wusste nicht, ob sie irgendetwas Wichtiges vergessen hatte, und da war es immer besser, sich eine Zweitmeinung einzuholen. Sie betrachtete die Etage derweil auch musternd. Es war eine übliche Büroetage, mit mehreren einzeln abgetrennten Flächen, in denen man dann arbeiten konnte. Es wirkte auch geschäftiger als sie vermuten würde, aber vermutlich waren einfach alle in Aufruhr wegen des gestohlenen Gutachtens.
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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Di März 29, 2016 3:36 pm

Sicher war es dem Anzugträger von Beginn an klar gewesen: Die Ermittlungen würden nicht sonderlich weit kommen können, wenn er nicht die geforderten Informationen herausrückte. Da musste schon mehr geboten werden als „Da wurde etwas gestohlen“. Qiuyi hakte nach, bohrte etwas tiefer und strapazierte so auch weiter das Arbeitsverhältnis zum Opfer des Verbrechens. Anders schien es ja nicht zu funktionieren. Angenervt und in einem ziemlich ungemütlichen Ton, rückte er heraus mit der Sprache. Es ging um ein neues Medikament und um Gutachten. Besonders wichtig dabei war wohl, dass nicht nur die Schriftstücke an sich entwendet wurden, sondern auch deren digitalen Gegenstücke.
Dann widmete sich der Verhörte Bonny zu, um auf ihre Fragen einzugehen. Er sprach davon, dass die Überwachungskameras nichts hergäben und manche beschädigt seien. Die Chemikerin hob die Brauen. An seiner Stelle, hätte sie ein paar unangenehme Telefonate mehr geführt, und zwar mit dem verantwortlichen Sicherheitsdienst. Entweder war der Einbrecher ein Geist, oder aber die Sicherheitsvorkehrungen waren längst überholt. Allerdings unterstützten die Informationen Bonnys total übereifrige Theorie, dass es sich bei dem Dieb um jemanden handeln könnte, der gar nicht von außen kam. Jemand, der sich in der Firma auskannte und… Die Schwarzhaarige entfloh ihren Gedanken. Sie konnte sich grade noch losreißen, bevor sie sich weiter in ihre Thesen verrannte und schüttelte dazu leicht den Kopf. Verdächtige gab es also für den Moment nicht. Also lag es wohl an den Vertretern der RPV diese zu liefern.
Qiuyi, die das Gespräch gewissermaßen leitete und lenkte, fuhr mit ihrer Befragung fort. Als Tatzeit gab der Herr die vergangene Mitternacht an. Allerdings betonte er dabei, dass es sich nur um eine Vermutung handelte. Es ging anscheinend um das Verwaltungszentrum der Firma. Weitere, unwichtige Phrasen erstickte die Weißhaarige im Keim. Sie forderte Einblicke in die Baupläne des Gebäudes, um an Szenarien arbeiten zu können, die den Einbruch, beziehungsweise den Diebstahl simulieren sollten. Endlich kam auch Qiuyi auf den Gedanken eines internen Diebes, jedenfalls sprach sie es zu Bonnys Zufriedenheit mal an. >> Möglischerweise spielt auch Geld eine Rolle? Man könnte versuchen sie zu erpressen. <<, schob Bonny ein, die, während sie gewartet und gelauscht hatte, still durch den Raum spaziert war und sich nun hinter dem Büromenschen positioniert hatte, die Arme vor der Brust verschränkt. Sie fuhr fort. >> Dann böten sisch uns zwei potenzielle, große Verdäschtigengebiete. Die Konkurrenz, die Ihnen schaden möschte, oder aber eine, vielleischt sogar mehrere, interne Personen, die um das Potenzial des Medikaments wissen und sisch daran bereichern wollen. << Die Wissenschaftlerin hoffte, dass sie da nicht zu viel dummes Zeug plapperte. Das käme vor ihrer Kollegin sicher ziemlich peinlich rüber.

Ihre neue Vorgesetzte fragte noch, ob Bonny etwas hinzuzufügen hatte. Grade wollte sie, den Kopf schüttelnd absagen, als ihr doch noch etwas einfiel. >> ‘Aben sie eine Liste mit den Mitarbeitern, die an dem Medikament gearbeitet ‘aben? Für den Fall, dass es sisch doch in eine gewisse Rischtung bewegt. <<, warf sie ein. Das gab den beiden RPV´lerinnen zum einen die Möglichkeit nach Verdächtigen zu suchen und zum anderen noch Quellen für weitere Informationen über das Medikament. Wer, wenn nicht die Personen, die es entwickelt hatten, konnten ihnen alles darüber erzählen?
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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Mi März 30, 2016 2:49 pm

#039 ● mit Bonny
Analyseschritte
Ihre Kollegin kam nun mit dem Vorschlag einer Erpressung auf das Spielfeld, und Qiuyi betrachtete diesen Gedanken nachdenklich, wendete ihn und fragte sich, wie real er wäre und ob er den weiteren Untersuchungen noch standhalten könnte. Man könnte die Möglichkeiten nicht von Anfang an von vornherein ausschließen, wenn keine sichtbaren Anzeichen dagegen waren, und so würde sie... erst einmal nichts dagegen sagen, vermutete sie. "Intern? Ich denke nicht, dass unsere Mitarbeiter uns schaden wollen würden. Wir-"
"... haben sie sorgfältig ausgesucht und sind uns sicher, dass sie rein sind, ja, danke. Und deswegen ist die Möglichkeit, dass die Konkurrenz es war, umso größer", schnitt Qiuyi erneut das Wort ab, weil sie diesen Kerl partout nicht leiden konnte. Vielleicht würde ihre Arbeit darunter leiden, aber naja. Wenn es an ihm lag, lag es nicht an ihr, und dann war es ihr auch wieder egal. Dann wandte sie das Wort endgültig an Bonny, welche nach einer Mitgliederliste fragte. Achja. Wieso war eigentlich so ein Fall so oft mit so viel Papierkram verbunden, den man durchsah? Manchmal fragte man sich da doch tatsächlich, ob man jemals einen Fall à la Sherlock Holmes reingeflattert kriegen würde. Doch wohl nicht in ihrer Realität.
"Wir haben eine Liste, ich werde sie mit dem Grundriss übergeben", antwortete der Anzugsträger kühl. "Und das Medikament war für Pokémon angedacht - es war ein schwaches Schlafmittel." Die Teamleiterin hob eine Augenbraue.
"Wieso stellt man ein schwaches Schlafmittel her?", hakte sie skeptisch nach.
"Es ist für leichte Schlafstörungen angedacht - die üblichen Schlafmittel sind in solchen Fällen zu stark, als dass sie wirklich helfen würden." Sie hinterfragte zwar immer noch den Sinn der ganzen Sache, aber nun gut, das musste man ja nun auch nicht, oder? "Wenn Sie mich nun entschuldigen, ich werde mich um die Papiere kümmern. Mrs. Liven, würden Sie diese beiden Personen bitte zum Verwaltungstrakt bringen?" Eine Dame näherte sich ihnen, welche zumindest freundlicher wirkte als der Herr zuvor.
"Wenn Sie mir bitte folgen würden..." Sie wies in eine Richtung, in der dann wohl der Verwaltungstrakt liegen sollte. Bereitwillig schien Qiuyi dann loszugehen, einen Blick zu ihrer Kollegin werfend, und im normalen Tempo gehend. Solange auch diese Dame sie nicht irgendwie reizen würde, würde sie auch handzahmer sein.
Nachdem sie die Bürolandschaft durchquert hatten, kamen sie dann auch bei einem Trakt an, welcher wohl dann die ganze Verwaltung beherbergte. Hier herrschte, um es milde auszudrücken, das reinste Chaos ob der verschwundenen Daten. Das Durchkommen gestaltete sich als schwierig, aber wohin wollten sie eigentlich? Ehe Qiuyi die Frage stellen konnte, waren sie dann auch schon da. "Hier hat sich also der Diebstahl ereignet?"
"Zumindest waren die Daten hier aufbewahrt."
Die Forscherin musterte den mit Bändern provisorisch abgesicherten Bereich nachdenklich, der erst einmal nicht weiter verdächtig schien. Zumindest herrschte hier kein großes Chaos oder Ähnliches, bis auf ein paar Dokumente, die dann doch auf dem Boden zu entdecken waren. "Und seit der Entdeckung des Diebstahles wurde nichts verändert?", fragte sie noch einmal prüfend nach, woraufhin die Dame verneinte.
"Es ist alles im Originalzustand."
Daraufhin zückte die Kugelliebhaberin ihre Handschuhe, um mit der Analyse etwaiger Spuren anfangen zu können. "Wie oft warst du an einer Spurensicherung beteiligt?", fragte Qiuyi dann ihre Kollegin. Sie wusste auch nicht, ob man Bonny die Befragung von Zeugen überlassen konnte, ohne, dass es zu detektivisch wurde, weswegen sie erst einmal nicht darauf einging.
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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Mo Apr 11, 2016 2:33 pm

Ob Bonnys Vermutungen nun realistisch waren, oder vollkommen an den Haaren herbeigezogen, sei dahingestellt. Jedenfalls entsprachen sie eher dem abendlichen Fernsehprogramm, als Bonnys eigenem, kriminalistischem Denken. Vor ihrem inneren Auge spielten sich schon mehrere Szenarien ab, die perfekt in jede Krimiserie passten, doch ob sie sich auch bewahrheiten würden, stand auf einem anderen Blatt, welches für den Moment genausoweit entfernt lag, wie das, welches dem Anschein nach gestohlen wurde. Im Endeffekt waren sie wohl exakt gleich weit entfernt, denn erst, wenn sie das gestohlene Objekt gefunden hatten, würde sich auch klären, ob Bonnys Gedankenspielerei der Wahrheit entsprach.
Qiuyi schien nicht so viel darauf zu geben. Jedenfalls beendete sie erneut einen Satz des Büromenschen und zwar so, dass sie die Möglichkeit, es könnte sich um einen Mitarbeiter aus den eigenen Reihen handeln, als sehr gering betitelte. Ihre Frage nach dem Grundriss des Gebäudes, sollte dann deutlich wichtiger und gewinnbringender sein. Zum Glück wollte der Mann ihnen einen solchen Plan zukommen lassen, doch auch ohne seine Hilfe hätten sie das geforderte Papier auch von der Stadt bekommen können.
Was folgte, brachte die Fantasy der Chemikerin wieder komplett durcheinander. Es stellte sich heraus, dass das Medikament, von dem das Zertifikat handelte, ein Schlafmittel war, wenn auch ein schwaches, wie der Befragte ihnen versicherte. ~ Schlafmittel… Schlafmittel… ~ Was man mit einem Schlafmittel alles anstellen konnte! Schlafmittel wurden seit je her von Kriminellen gebraucht und für allerlei Zwecke eingesetzt. Entführung war noch eines der harmlosesten Vergehen, zu dessen Zweck ein solches Medikament verwendet wurde.
Verwirrend an der ganzen Sache war allerdings, dass dieses Mittel wirklich extra schwach wirken sollte. Also zu welchem Zweck sollte jemand ein solches Medikament manipulieren sollen? Bonny blickte nicht mehr durch. Die Ansätze von neuen Theorien wurden im Keim erstickt. Allein schon die Tatsache, dass es um Zertifikate und nicht um chemische Zusammensetzungen oder Proben ging, sollte für sie einfach keinen Sinn machen.
Bonny zuckte mit den Schultern, als Qiuyi ihr einen Blick zuwarf. Die Schwarzhaarige folgte der Assistentin des Mannes wortlos, warf ihm noch ein verabschiedendes Nicken zu. Die Chemikerin wirkte nachdenklich. Sie zerbrach sich den Kopf dabei herauszufinden, wer nun genau einen Nutzen davon hatte, wenn das Zertifikat verschwunden blieb.
Noch ehe Bonny zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kam, befanden sie sich auch schon mitten im Verwaltungsgebäude des Pharmazieunternehmens.
Angeblich sollte dies der Ort sein, an dem die besagten Daten entwendet worden waren. Provisorisch wurde der Bereich mit Bändern abgesperrt, sodass niemand am Tatort herumspringen und eventuelle Spuren verwischen oder verfälschen konnte. Laut Aussage der Dame wurde auch nichts mehr verändert, doch Bonny traute an diesem Ort absolut niemandem. >> Wurde ´ier auch das Original aufbewahrt? An die Daten kommt man als Profi doch sischer von fast überall ´eran.<<, fügte sie eher beiläufig hinzu.
Etwas überrumpelt hob sie dann die Augenbrauen, als Qiuyi sie fragte, wie oft sie schon an Spurensuchen beteiligt war. Sie setzte ein leicht verlegenes Lächeln auf, ehe sie antwortete. >> Naja, direkt an einem Tatort noch nie. Aber im Labor sischere isch doch auch Spuren, oder nischt? << Zugegebenermaßen, es waren andere Spuren und vor allem andere Arten von Spuren, als die, die man direkt am Tatort sicherte und bereits ein Stück weit auswertete. Allerdings wusste Bonny schon, wie man sich anzustellen hatte. Sie sollte vorsichtig vorgehen, keine Frage.
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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Fr Apr 15, 2016 5:54 pm

#040 ● mit Bonny
Sicherung
Während ihre Kollegin welchen Gedanken auch immer nachhing, war Qiuyi zumindest größtenteils in der Realität verankert. Soweit man sich eben in der Realität verankert sehen konnte, wenn Fakten an allen Ecken und Kanten fehlten und man im Grunde nur darauf wartete, mit mehr Informationen gefüttert zu werden, oder von der Leine gelassen zu werden. In diesem Fall wäre es wohl eher Zweiteres, denn das bereitete Mahl hatte noch nicht gereicht. Es war nicht genug, und sie würden mehr anschaffen müssen. Auch wenn es in irgendeinem Kontext wohl merkwürdig war, von Informationen in diesem Kontext zu reden.
Sie wandte sich wieder ihrer Teamkameradin - oder -untertanin...? Wenngleich ihr das wirklich spanisch vorkam - zu, als diese fragte, ob denn nicht jeder darauf Zugriff hätte. "Und das zeigt uns, dass wohl ein Profi am Werk war." Qiuyi war wieder nachdenklicher geworden, wippte ein wenig mit ihrem Kopf nach links und nach rechts. "Wir müssen wohl schauen, ob die Spuren uns irgendetwas verraten werden." Und da sollte man auch gleich klären, ob denn überhaupt ihre Begleitung beim Sichern wirklich kompetent genug war.
Sie nahm die Unkenntnis mit einem Nicken zur Kenntnis, war es immerhin kein wirkliches Frevel. Es war schlichtweg die Versicherung von ihrer Seite aus gewesen, um zu wissen, womit sie arbeiten konnte und was sie zu erwarten hatte. "Da ich momentan keinen Spezialisten in diesem Fach bei mir weiß, werde ich mich erstmal auch ein wenig an dir bedienen." Und dann waren die Einmalhandschuhe auch schon angezogen, wobei sie auch Bonny welche anbieten würde, würde sie keine mitgenommen haben, und dann ging es auch schon los.
Sie weihte ihre Kollegin dafür, dass sie quasi nur Aushilfe war, ziemlich penibel und kleinkariert ein, merkte jeden noch so kleinen Fehler und jedes noch so kleine Fehlerpotential ab, um alles abzudecken. Sie erklärte in ihrem immer noch sehr sarkastischen Tonfall, weswegen es hier und da wohl zu Kommunikationsschwierigkeiten kommen würde. Trotz der Tatsache, dass sie erklärte, versuchte sie auch, die eigentliche Arbeit - und diese war wirklich purer Ernst - nicht zu vernachlässigen. Und dann hatten sie sie auch... die Spuren.
Am Ende der Arbeit seufzte sie, wohl aus einer merkwürdigen Gewohnheit heraus. Es kam das ein oder andere zusammen, und vor allem Fingerabdrücke würde sie noch genauer untersuchen müssen. "Das war es erst einmal hier. Analysier die Proben im Labor, ja?", wandte sie sich an ihre Kollegin, ehe sie sich doch wieder abwandte und zu der Dame schritt, welche schon zuvor hierfür zuständig gewesen war. "Der Tatort ist noch nicht ganz freigegeben, ich werde mich melden, wenn er aufgeräumt werden kann." Sie wusste nicht, wie gründlich sie war, wenn sie nebenbei noch eine Einführung in die Materie gab, von daher wollte sie sich noch diese Option offen halten.
Als sie dann wieder zu ihrer Kollegin trat, piepte ihr Viso-Caster. Sie überflog die Textnachricht und nickte dann nachdenklich. "Ich muss noch woandershin, aber bei der Analyse bist du ohnehin eher Chefin, von daher, ich verabschiede mich!" Und damit war sie dann auch wieder aus dem Gebäude gerauscht, sie lief und rannte beinahe. Naja, was hieß beinahe?
Sie hetzte zur Bushaltestelle, und verfluchte sich dafür, nie ein Taxi zu nehmen, weil es wirklich viel zu teuer und dann auch noch recht unnötig war.
TBC ● Stratos City, Straßen von Stratos City
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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam Sa Apr 23, 2016 6:23 am

Auch Bonny arbeitete mit Computern. Sie war zwar keine Expertin auf dem digitalen Gebiet, doch ihre Kenntnisse reichten aus, um eine grobe Bewertung der Situation abzugeben. Diese besagte, dass ein Hacker nicht annähernd anwesend sein musste, um sich die Daten zu besorgen und die davon gespeicherten Kopien der Firmenserver zu löschen. Das konnte er von überall aus dem Gebäude tun, möglicherweise sogar von außerhalb, vielleicht saß er ja Kaffee schlürfend an seinem Schreibtisch zuhause! Die neue Chefin der Forscherin stimmte ihr zu, es handelte sich bestimmt um einen Kenner seines Faches. Es blieb nur zu hoffen, dass es auch physische Spuren gab, also Spuren vor Ort. Um genau das herauszufinden, waren sie ja nun dort.
Leider musste die Chemikerin zugeben, dass sie bisher nur grobe Vorstellungen vom Job als Spurensicherungstechnikerin hatte. Dementsprechend musste sie sich von Qiuyi einweihen lassen. Dabei wirkte die Kugelliebhaberin nicht grade einsteigerfreundlich. Ihre sehr sarkastische Art ließ Bonny häufiger die Augenbrauen heben. Alles in Allem bekamen die Zwei das allerdings hin. Die Schwarzhaarige war ja nicht dumm und konnte sich so einiges auch denken. Darum war sie den Unwahrheiten, die ihre Vorgesetzte aussprach nicht vollkommen ausgeliefert. Handschuhe hatte sie sich selbst bereits mitgenommen. Wie gesagt, grobe Vorstellungen hatte sie ja. Außerdem arbeitete sie im Labor und wusste wie sie vorgehen musste, um keine Spuren zu verwischen oder Ergebnisse zu verfälschen. Dort nutzte sie ja ebenfalls Einweghandschuhe. Man konnte sagen, dass die Laborarbeit sich wenigstens in geringem Maße mit der Spurensicherung vergleichen ließ.
Da Qiuyi also keinen Fachmann für dieses Gebiet hatte, musste die Forscherin ihr aushelfen. Für ihr erstes Mal machte sie das gar nicht mal so schlecht, das sagte sie sich jedenfalls selbst. Sie war angetan von der Arbeit, die normalerweise andere für sie machten. Eigentlich stand sie ja so gut wie am Ende der Arbeitskette. Sie empfing sonst die Spuren, die von anderen gesichert wurden. Es war eben auch mal Interessant etwas anderes zu tun. Dazu kam ja, dass Bonny von Krimis immer schon wie gefesselt war und dort kamen eben diese Szenen ja zu Haufe vor. Die tatsächliche Arbeit dahinter war zwar etwas trister und langweiliger, doch ließ sie es sich davon nicht kaputt machen.

Nachdem sie mit ihrer Kollegin also die Spuren gesammelt und eingetütet hatte, war Bonny aber nicht fertig mit ihrem Arbeitstag. Nur weil sie nun einen Teil der Spurensicherung übernommen hatte, erledigte sich ihre eigentliche Arbeit nicht von selbst. Die Spuren mussten noch ausgewertet werden und diese Aufgabe übermittelte Qiuyi ihr natürlich ebenfalls. >>Klar, mach‘ isch.<<, entgegnete sie, was sollte sie auch anderes tun? Was den Tatort anging, so wollte Kugel es sich noch offen halten, ihn abermals unberührt zu besuchen. Darum gab sie ihn noch nicht zum Aufräumen frei. Dann ging alles ganz schnell. Qiuyi verabschiedete sich, hielt sich auffällig kurz dabei. >>Öhm, ist gut.<<, gab Bonny nur von sich, da war sie auch schon enteilt. Etwas verwirrt wendete sich die Schwarzhaarige der freundlichen Dame zu, die sie zum Tatort begleitet hatte. >>Nun, also dann. Sie ´ören dann von uns.<< Mit uns war natürlich die RPV allgemein gemeint. Bonny würde sie wohl nicht informieren. Jedenfalls machte sich die Wissenschaftlerin dann auf den Weg zurück zum Labor.
Tbc: KEINE AHNUNG
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Re: Pharmazieunternehmen

Beitrag von Gastam So Jul 10, 2016 2:33 pm


#044 ● mit niemanden
Kombinierte Schlussfolgerungen
CF ● Stratos City, Labor der RPV
Auf dieser Fahrt war sie nun sehr ungeduldig und zugleich sehr nachdenklich gewesen. Sie hatte sich zur Ruhe ermahnt und war zur Ruhe gekommen, wie eine Kugel, die auf einem gekippten Boden nun wieder auf einer Gleichgewichtsebene war. Ob nun gewollt oder ungewollt - die Persönlichkeit der Kugelliebhaberin war in manchen Punkten doch kugeliger als sie selbst vermuten würde. Doch sie kümmerte dies im Moment nicht, und sie blickte aus dem Fenster. Die Indizien waren eindeutig. Doch würde das reichen?
Wenn das, was sie sich zusammengereimt hatte, nicht stimmte, würde der Fall als unerledigt ad acta gelegt werden. Und das sollte sie verhindern, doch sie hatte nur wenig Klarheit, viele Spekulationen. Die Recherchearbeit hatte sich zäh gezogen, auch wenn sie noch einen Spezialisten zu sich gezogen hatte, und zudem nochmal alles durchgeschaut hatte. War das genug?
Sie wurde erst aus ihren Gedanken katapultiert, als sie dann dort ankam und ausstieg. Vielleicht sollte sie sich mal ein Flug-Pokémon besorgen - aber sie waren alle irgendwie in ihren Augen... naja, also nicht direkt hässlich, aber doch so... unförmig. So ein komisches Geiere. Oder vielleicht ein Natu, das Teil war ja beinahe rund... Ach, da fühlte sie sich gleich wieder viel besser, auch wenn ihre Gedanken sich dann wieder auf das Bevorstehende fokussierten.
Sie warf einen Blick auf die Uhr. Sie hatte gestern erfahren, dass man wohl noch ein wenig Aufschub haben würde - sehr zu ihrem Glück, wenngleich sie sich eh nicht hetzen ließ. Aber nun gut, so musste sie immerhin keine willentliche Arbeitsverweigerung ablegen, das hatte doch auch mal seine positiven Seiten, nicht wahr? Sie betrat das Gebäude wie auch schon zuvor und nickte der Dame an der Rezeption zu. Nun, sie schien sich zu erinnern, denn viel mehr musste Qiuyi auch nicht tun oder sagen.
Sie ging schonmal zum Aufzug und fuhr nach oben. Dieses Mal begegnete sie keinem, es herrschte eine beinahe schon gespentische Stille. Der Aufzug ruckte nach oben, ruckte noch einmal, als er stehen blieb, und öffnete dann seine Türen. Sie erschrak nicht, als der Zuständige für den Fall direkt vor dem Aufzug schon parat stand, sichtlich angespannt für eine ganze Firma.
"Haben Sie den Fall gelöst?" Er klang unverhohlen skeptisch und misstrauisch, aber hörte sie da so etwas wie Hoffnung in seiner Stimme? Sie beschloss, nicht weiter auf diesen Funken einzugehen und blickte sich auf der Büroetage um, die nun mit recht normalen Betrieb gefüllt war.
"Man könnte sagen ja. Sind alle Angestellten hier, die am Tag vor der Entwendung auch da waren?"
Ein Nicken war die Antwort, und sie echote ein Nicken zurück, nachdenklich. "Wer war der Täter? Nein. Das ist gar nicht so wichtig - Wo sind die Papiere?" Er klang nun wirklich nervös, und sie bemerkte das Herumnesteln seiner Finger. Ob sie es nicht doch noch strecken sollte?
Sie verbot sich aber mal diese Bosheit. "Dann lassen Sie diese bitte alle in einem Raum zusammenkommen." Naja, zumindest für den Moment. Darauf folgte für wenige Sekunden Schweigen, als ob sie noch mehr sagen würde - sie schwieg hartnäckig, und so zog auch der Zuständige von dannen, um dann das Gewünschte einzurichten.
Ein paar Mitarbeiter standen schon auf, als das hohe Tier angerast kam - hui, der Typ war mal flott. Nun gut, jetzt hatte sie ja genug Zeit, sich in aller Ruhe umzusehen, wo doch alle beschäftigt waren... Sie schlenderte unschuldig durch die Gänge, sah sich hier und da Banalitäten genauer an und entdeckte das Gewünschte, hier und da vielleicht auch wieder doch nicht. Es war ja nicht so, als würden wichtige Dokumente einfach so herumliegen, nicht?
Als der Zuständige wieder auf sie zugerannt kam, wirkte er nicht gerade erfreut. "Wo waren Sie denn die ganze Zeit? Es sind seit zehn Minuten alle bis auf Sie anwesend!" Sie hob in gespielter Entschuldigung die Arme, schien aber sonst keinen weiteren Kommentar abgeben zu wollen. Ein Seufzer kam nun aus dem Mund des Zuständigen, und sie gingen in einen Raum, der mit ein paar wenigen Mitarbeitern gefüllt war. "An dem Vortag waren die meisten schon früher gegangen oder mussten gar nicht kommen. Die hier waren seit der letzten Sichtung des Dokumentes noch da."
Qiuyi setzte sich erst einmal hin und musterte die Personen um sie herum, sah den Angestellten in die Augen und Gesichter. Sie sahen alle angespannt aus, manche jedoch weniger als andere. "Guten Tag, ich bin Qiuyi Virva Lin und eigentlich Forscherin bei der Ranger- und Polizistenvereinigung. Im Grunde fällt das auch nicht einmal in den wirklichen Aufgabenbereich meiner Organisation, doch nun stehen und sitzen wir wohl alle hier." Keine besonders herausragende Einleitung, von der man viel erwarten konnte.
Die meisten fingen an zu tuscheln, ob sie wirklich kompetent genug sei und das ganze Blah, doch davon ließ sich die Weißhaarige kaum beirren. "Also wollen wir schnell zu den Fakten kommen. Ein Gutachten für ein noch kommendes Medikament wurde entwendet - etwa vorgestern um Mitternacht. Der oder die Täter hinterließen kein sichtliches Chaos, bis auf ein paar wenige Dokumente, die sie auf dem Boden vergaßen. Augenscheinlich handelte es sich bei diesen jedoch um größenteils belanglose Dokumente, die dort nicht hingehörten." Sie legte eine besondere Betonung auf die letzten Worte und vermisste eine unterstützende Präsentation mit schönen Bildern des Tatortes und so weiter.
Keine sonderliche Reaktion, aber das hatte sie auch nicht erwartet. "Soweit so gut. Man nahm ein paar Proben, der übliche Schnickschnack eben, den ich nicht weiter ausführen werde. Man fand keine weiteren verdächtigen Merkmale." An dieser Stelle entblößten sich jene, die ein wenig Ahnung hatten, und jene, die kaum wussten, wovon die Rede war. "Auch nicht sonderlich interessant." Ungeduld mischte sich mit diversen anderen Gefühlen, die sie nicht benennen konnte.
Sie schnappte sich das Papier, welches sie noch mitgebracht hatte, und sah es noch einmal durch. "Man hat sie schon einmal verhört, nicht wahr? Oder besser befragt, wir wollen ja mal nicht so sein." Sie ging auf und ab während sie sprach, machte einen ziemlich gelangweilten Eindruck und vermittelte das Gefühl von unendlich vorhandener Zeit. "Die meisten besitzen ein Alibi, nur ein paar wenige Personen konnten sich nicht ausweisen. Ungesellige Tropfen, aber das ist auch nicht weiter tragisch. Man einigte sich darauf, dass es sich nur um eine Bande von Tätern handeln konnte."
Raunen. Boah, so langsam wurde ihr das auch richtig langweilig, aber nun gut. Sie musste Geduld haben, wenn sie schon so angefangen hatte. "Doch Sie interessiert das alles nicht, nicht wahr? Wir kommen also zum äußerst interessanten wie banalen Tathergang." Ob das nun wieder eine starke Untertreibung ihrerseits war, ließ sie mal offen.
"Im Prinzip ist jeder Diebstahl gleich: Man bricht irgendwo ein, nimmt sich das, was man auch immer haben will, und haut dann wieder ab, möglichst ohne Spuren zu hinterlassen." Ob es immer so banal war...? Man sollte sie echt niemals als Ausbilderin einstellen. "So war es auch hier. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden lahm gelegt. Man hatte sich die Dokumente geschnappt und war dann wieder entschwunden - wie genau die Sicherheitsvorkehrungen lahm gelegt worden, werde ich an dieser Stelle aussparen. Man kann sich jedoch sicher sein, dass ein Profi oder zumindest ein Informatiker am Werk war."
Schien auch keine besonders neue Information zu sein, also machte sie ungerührt weiter. "Was dann passierte, ist dann wieder interessanter." Ein paar verwirrte Blicke, die sich hierhin und dorthin verflogen. "Wenngleich es nicht so interessant sein dürfte wie das, was tatsächlich die Grundlage für all dies darstellte." Wieder ein Raunen, so langsam spitzte sich die Sache wohl zu. "Aber das ist gerade nicht so wichtig." War es nun unwichtig, war es doch wichtig, war es erwähnenswert? Vermutlich spielte Qiuyi gerade mit den Nerven der Anwesenden, doch ihre kühle und gefasste Miene verriet keine Spur von Unannehmlichkeit und Unpässlichkeit.
"Die Untersuchungen schließlich ergaben, dass es keine Fremdkörper gab. Es war also dementsprechend ein Eindringen von innen nach innen", erläuterte sie dann weiter, und hörte das Luftholen der Angestellten mehr als deutlich. "Und bevor sie irgendetwas sagen, lassen Sie mich bitte ausreden, danke." Ihre Stimme schnitt durch den Raum, und erschlug jeden Keim der Unruhe, nur Unbehaglichkeit blieb. "Den richtigen Schluss scheinen Sie alle gezogen zu haben - irgendjemand von innen war der Täter. Nur wer? Und aus welchem Grund?" Sie blickte durch den Raum. "Noble Natur war es sicher nicht. Im Grunde hatte es nicht einmal einen Nutzen, die Veröffentlichung des Medikamentes wirklich zu verhindern und hinzustrecken." Eine Kunstpause folgte. "Denn das Medikament war nicht einmal im Hause."
Die Gesichter malten sich in Überraschung und Entsetzen, Fragen und Ratlosigkeit. Sie wandte ihren Kopf um, zu dem Zuständigen für den Fall. Zu dem wirklichen Zuständigen für den Fall, der als einziger gefasst wirkte. "Die Berichte, und die Genehmigungen, die Sie eingeholt hatten, waren nie verschwunden. Sie haben Sie immer noch, hier im Hause, nicht wahr, Mister Releigh?"
Keine Rührung, doch die Augen schienen vieles wiederzuspiegeln. "Nachdem das Medikament fertig gestellt und abgesegnet wurde, nahmen Sie die Dokumente dazu an sich, und die Zusammensetzung damit gleich mit. Sie fertigten eine passungsgleiche Kopie an, welche nur geringfügig verändert wurde. Im Bereich der Pharmazie mögen solche Patzer jedoch gravierende Folgen besitzen, die der Firma erheblich schaden können. Wie man überhaupt solche Fehler durchlässt..." Sie ließ einen Seufzer verlautbaren, und in der Luft schweben.
"Haben Sie Beweise?"
Die Frage hatte sie kommen gesehen, denn es war wohl immer die Frage, die kommen würde. Entweder hier oder vor Gericht, denn es ging nicht darum, was Gott sagte, sondern was Mensch tat. "Natürlich. Die Dokumente, die scheinbar ohne Bedeutung waren, bildeten die codierte Version des eigentlichen Medikamentes. Es war im Grunde dasselbe - und das richtige. Das Datum wurde um einen Tag nach hinten verschoben, sodass es einen Tag vor der Überprüfung war, und somit waren die Dokumente uninteressant geworden. Doch bei einer Schnittstelle hatte man vergessen, es umzuändern." Ob das als Beweis reichen würde?
Ein süffisantes Lächeln erreichte sie, was sie wurmte. Doch sie behielt einen kühlen Kopf, und erwiderte es säuerlich. "Und welche Spur führt sie zu mir?"
"Das Binärzahlensystem." De facto also, dass sie in digitalen Datenbanken und wo auch immer recherchiert hatte. "Beim ersten Impuls hatte ich nicht darauf geachtet, doch Sie kamen mir unheimlich bekannt vor. Es gibt Merkmale an einem Menschen, die vergisst man so leicht nicht wieder - leider. Doch dies war natürlich nicht alles, denn Sie waren die einzige Person, die dazu in der Lage gewesen wäre, nach seinem Gutdünken Personal vorzuschlagen und zu entlassen. Als sie als Personalmanager eingestellt worden waren, passierte erst einmal nichts. Es passierte eine erschreckend lange Zeit nichts. Und im Grunde waren die Umstülpungen des Personals auch nicht sonderlich fraglich, die dann erfolgten - doch zu dieser Zeit? Gerade, als das Medikament beinahe vollendet war, ging doch eine beträchtliche Anzahl an beteiligten Personen. Spekulation bleibt Spekulation, nicht wahr?"
Beider Blicke hatte sich kaum verändert, eigentlich nur minimal. Doch keiner wirkte wirklich unruhig oder unbehaglich, vielmehr schien es, als würden zwei Eiszapfen miteinander kommunizieren.
"Spekulationen sind nicht mein Fall, auch wenn sie dann doch wieder ganz amüsant sind. Es lag ganz unwahrscheinlich ein Haar, das nicht dorthin gehörte, zwischen den Dokumenten, die nicht dorthin gehörten." Im Grunde war sie niemand, der derart lange um den heißen Brei herumredete, doch sie wollte wissen, ob das, was sie nun herausspekuliert hatte, nun doch seine Richtigkeit besitzen konnte - und die Reaktion zeigte es. Okay, im Grunde musste sie wieder spekulieren, denn was bitte konnte sie aus diesem leisen Prusten herauslesen? Wohl kaum etwas.
"Hat es Ihnen Spaß gemacht, die Beweislage so unklar zu umreißen?", fragte er dann, wieder in einer recht ernsten Stimmung. Es schien beinahe so, als hätten die beiden vergessen, dass sie keineswegs alleine in diesem Raum waren. Aber vielleicht war dies ja auch gar nicht so wichtig?
"Es war durchaus interessant, danke der Nachfrage." Sie drückte die Kurzwahltaste auf ihrem Viso-Caster, damit ihre Polizei-Kollegen kamen, und ihn abführen konnten. Sie zweifelte keinen Augenblick daran, dass er kaltblütig genug war, auch seine Kollegen mit abzuführen, denn allein konnte man solch ein Werk sicherlich nicht bewerkstelligen. Und wenn doch, so würde sie wohl den Hut vor demjenigen ziehen, der zu seinem eigenen Unglück an leichten Haarausfall litt, und ihm diesen anschließend schenken. Oder aber auch ein Haarnetz, er würde die Wahl haben. 
TBC ● Stratos City, Zentrale der RPV
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