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Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam So Aug 07, 2016 11:50 pm

Straßen von Ondula

Obwohl es sich bei Ondula um eine recht kleine Stadt handelt, laufen hier mehrere Routen zusammen- so dass die Straßen zumindest in gutem Zustand, wenn auch wenig verwinkelt sind.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam Di Aug 09, 2016 6:21 pm

[Kommt von: [Route 13]
Je näher der Polizist der kleinen Stadt am Rande der Welt kam, desto klarer wurde die Luft, desto mehr dominierte der Geruch nach Meer und Strand das Aroma, dass er einatmete. Linus schüttelte verwirrt den Kopf. Dabei war er doch schon die ganze Zeit in der Nähe des Meeres unterwegs gewesen. Und er fragte sich, warum er früher nie hier gewesen war. So weit war die Stadt nicht von Tessera entfernt, dass er nicht einfach eine Spritztour hier herüber hätte machen können- aber er war früher einfach nicht auf die Idee gekommen, auf ein solches Abenteuer auszuziehen. Und jetzt? Jetzt würde er nicht die Zeit haben, die Sonne und den Strand zu genießen, hätte er nicht die Gelegenheit, herauszufinden warum an diesem Ort die Gerüche des Meeres so viel intensiver waren als auf der bisherigen Strecke. Er schwor sich später zurück zu kehren. Jetzt aber musste er erst einmal den Lieferwagen finden. Sich ein Bild über die Umgebung machen- herausfinden, wer hier Bescheid wissen konnte. Er stellte das Motorrad am Straßenrand ab, begann mit den Befragungen. Wenn er ehrlich war- viel Hoffnung hatte er nicht. Eigentlich hatte er erwartet, dass die Leute hier Verkehr so gewohnt waren, dass der Lieferwagen nicht aufgefallen war. Aber erstaunlich viele beschrieben das Fahrzeug akkurat- und die Richtung in die sie es hatten fahren gesehen. Norden. Es war vor nicht einmal langer Zeit hier durch gekommen- und anscheinend hatte das Fahrzeug sogar von irgendwo einen Schaden davongetragen, dem Qualm nach zu urteilen der von vielen Zeugen beschrieben wurde. Linus war zufrieden. Wenn er weiter so gut vorran käme und der Motorschaden wirklich so kritisch war wie die Leute ihn beschrieben- er würde den Lieferwagen in weniger als einem Tag eingeholt haben.

[Quest: [Ungewollte Seelsorge]
Gerade hatte er wieder einen Zeugen ausgemacht, den zu befragen viel versprach- einen Mann im abgewetzten Anzug, der auf einer Bank nahe der Straße saß- und wenn er dort schon länger gesessen hatte, musste er den Wagen eigentlich dort vorbeifahren gesehen haben. Linus ging zu ihm herüber. Stutzte kurz ob des deprimierten Ausdrucks im Gesicht des Mannes- überlegte, ob es sich schickte, einen Mann der so am Ende zu sein schien mit seinen Problemen zu belasten- aber sein Auftrag hatte Priorität- und vielleicht konnte er dem Mann ja sogar helfen. Er stellte sich vor ihn. "Sir, vielleicht können Sie mir mit einem Problem helfen. Es geht um folgenden Sachverhalt..." Weiter kam Linus nicht. Der Anzugträger blickte auf. "Ach, ich kann keinem helfen! Alles ist am Ende! Ach, womit hab ich das nur verdient! Zehn Jahre habe ich bei Meef Incorporated die Buchführung gemacht! Zehn Jahre habe ich diesen seelenlosen Schindern gezeigt, wie man mit Zahlen jongliert! Und ich habe nie gemurrt, auch wenn ich Wochenenden durcharbeiten musste! Ich habe immer meinen Job getan, so gut es ging!" Der Mann holte Luft. Linus versuchte etwas zu sagen- zu langsam. Er sprach bereits weiter. "Von einem auf den anderen Tag gekündigt! Ein Fehler in zehn Jahren, und sie kündigen mir! Fristlos! Setzen mich auf die Straße! Mich! Der immer alles für die Firma gegeben hat! Hach, wie soll ich mit dieser Schmach nur leben! Wie soll ich das nur meiner Frau erklären?" Erneut eine Pause. Linus hob die Hand, setzte an, etwas Beruhigendes zu sagen- aber der nun wohl Arbeitslose winkte ab. "Ich habe Kinder! Diese Kinder wollen ernährt werden! Sie brauchen neue Kleidung! Neue Spielsachen! Das Auto! Ich muss die Raten vom Auto bezahlen! Und die Hypothek auf das Haus wird mich völlig ruinieren! Wie soll ich nur weiterleben ohne diesen Job! Ich kann mir vermutlich nicht einmal das Hundefutter für Asche leisten! Asche ist unser Fukano, ein ganz liebes Pokemon, noch sehr jung, und noch so stürmisch, die Kinder lieben ihn, ach werden die Kinder enttäuscht sein wenn wir ihn weggeben müssen weil wir ihn uns nicht mehr leisten können, oh sie werden so furchtbar klagen!" Linus versuchte nicht einmal die Pause zu nutzen. Er wusste, er würde nicht zu Wort kommen- hoffte inzwischen einfach nur, der Mann würde von Selbst aufhören zu reden, irgendwann. Fürs Erste war aber noch nicht alles gesagt, fürchtete der Polizist, sich wünschend, einfach fliehen zu können. Keine Chance. "Meine Frau hat es immer gesagt, mir immer gesagt, ich soll mir einen anständigen Beruf suchen, einen Beruf mit Zukunft- aber Buchhalter werden doch immer gebraucht! Wer braucht bitte keinen Buchhalter! Ohne Buchhalter geht das ganze System doch flöten! Ach, sie wird mich verlassen, ganz bestimmt, und sie wird die Kinder mitnehmen, meine süßen Kinder! Sie sind mein ganzer Stolz, sechs und acht Jahre, zwei süße Mädchen, großartig in der Schule- und ich werde sie wohl nie wiedersehen, nie sehen, wie sie aufwachsen."
Inzwischen ging Linus das Melodramatische tierisch auf den Wecker. Wie konnte man sich nur so gehen lassen? Hatte der Mann denn keinen Anstand? Trotzdem bewahrte er professionelle Miene. Nickte mitfühlend. Tat so, als ob er zuhören würde, und versuchte gleichzeitig einen Blick auf eine der Uhren an den Hausfassaden zu werfen. Er verlor Zeit die er nicht hatte. Der Mann sprach weiter. "Und das alles nur wegen einem kleinen Vertipper! Ein Komma vergessen, können Sie sich vorstellen, ein Komma! Wegen eines einzelnen Kommas in einer einzigen Buchung werfen sie mich raus, diese Hunde! Gut, sie haben mehrere hunderttausend Pokedollar verloren- aber es ist trotzdem doch nur ein Fehler! Wie können diese Menschen nur so grausam sein!" Linus unterdrückte den Gedanken, dass sie vielleicht den Kerl auch nur rausgeworfen hatten, weil er eine unglaublich nervige Heulsuse ist- aber immerhin war er gerade von nervigem Reden zu unartikuliertem Schluchzen übergegangen, so dass Linus zu Wort kommen konnte. Er versuchte sich an seine Schulung zum Thema Aufbau zu erinnern- eine lange vergangene Schulung die ungefähr so interessant gewesen war wie der Farbe im Schulungsraum beim Trocknen zuzusehen. Trotzdem würde er sein Bestes geben! "Ich bin mir sicher, ein Mann mit Ihren Kompetenzen wird bald schon einen Job gefunden haben, der Ihren Fähigkeiten viel mehr entspricht! Sie werden sicher bald schon viel mehr verdienen als in diesem Saftladen, der doch nie erkannt hat wie viel Sie wirklich für das Unternehmen leisten! Also gehen Sie los und schnappen Sie sich den nächsten Auftrag! Vielleicht könnten Sie das sogar freischaffend machen! Als unabhängiger Buchhalter!" Linus war zufrieden. Dass klang nicht einmal so erbärmlich wie es sich noch in seinem Kopf angefühlt hatte- und der Mann hatte zu Schluchzen aufgehört. Ein gutes Zeichen. Hoffte Linus jedenfalls. Jetzt sah er ihn mit großen Augen an. "Danke, junger Mann! Sie... sie haben mir die Augen geöffnet! Danke, danke, danke! Ich.. ich werde sofort mir eine bessere Aufgabe suchen! Leben Sie wohl!" Und dann stand er auf. Und ging. Und vergaß Linus offenbar sofort. Kurz zuckte noch eine Ader in Linus Lid- immerhin war er nicht zum Fragen gekommen. Aber wenn er ehrlich war- vielleicht war es so auch einfach besser. Noch mehr Zeit mit dem seltsamen Kerl verschwenden hätte ihn auch Nerven gekostet. Also wendete er sich dem Sammelpunkt allem zu, was mit Pokemon zu tun hatte. Das Pokemoncenter. Dort würde er auch die Chance bekommen, Flegmon noch einmal überprüfen zu lassen- ob es vom Kampf in der letzten Nacht Blessuren davon getragen hatte (auch wenn es nicht so wirkte).

[Wechsle zu: [Pokemon- Center von Ondula]
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Trafalgaram Sa Dez 31, 2016 9:34 pm

cf: Unterseetunnel
Die Straßen von Ondula also? Na dann. Ondula war nicht sonderlich groß und bieten konnte es auch nicht viel, aber wenigstens standen hier ein paar Geschäfte, in denen man auch ein paar Besorgungen erledigen konnte. Auch kam man von hier aus zu anderen Routen, um andere Orte aufsuchen zu können. Kéren warf ihren Trainer einen kurzen, fragenden Blick zu, warum ihr Trainer dem Mädchen überhaupt gefolgt war. Tja, wahrscheinlich eine gute Frage. Da das Absol aber nicht sprechen konnte und die Frage somit nicht aussprechen konnte…musste der Schwarzhaarige auch nichts beantworten. Wahrscheinlich besser so, er hatte ja selber keine Ahnung. Fakt war aber, dass er froh war, aus dem Unterseetunnel raus zu sein. Für die eigentlich kurze Zeit, in der der Arzt dort war, war doch recht viel passiert. Und dann auch noch den Chef zu treffen? Das…musste nun wirklich nicht sein.
Aber gut, Spencer war auf den Weg sonst wohin und Law war aus dem Tunnel raus. Außerdem waren sie nun etwas vom Meer entfernt und seine Begleitung konnte nicht mehr hereinfallen. Also konnte alles nur noch besser werden.
“Kéren, lass sie in Ruhe.“ Da das Absol bei ihrem Besitzer auf keine Aufmerksamkeit gestoßen ist, hat sie zu der rothaarigen Rangerin aufgeholt und sah mit einem neugierigen Blick zu ihr hoch. Scheinbar wollte das Pokemon jetzt von ihr wissen, was sie hier vorhatte. Sofern Sammy überhaupt etwas vor hatte, sie musste ja was geplant haben, wenn sie diese Straße besuchte. Ihr Zimmer hatte sie ja im Pokemon Center. Wo Law ja auch schon drin war. Sollte er anfangen sich Gedanken zu machen? …besser nicht. Jedenfalls schlug der Versuch ebenfalls fehl, sein Absol von der Rangerin zurückzurufen. Das Unlichtpokemon war leider Stur wie eh und je und hatte ihre gewissen Eigenarten. Auch wenn sie neben Kuro wohl auch sein Stärkster Partner war.
Aber was solls, sollte sie die Rothaarige doch mit ihrem fragenden Blick löchern. Vielleicht ging ja auch Buster dazwischen? Ihm selber war es egal. Wenn Kéren nicht hören wollte, würde sie schon anders darauf kommen!
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam Do Jan 19, 2017 10:46 pm

Cf: Unterseetunnel

Bei Laws Kommentar zu dem Wasser hatte Sammy leicht die Bäckchen aufgeblasen und ihm die Zunge dann entgegengestreckt ehe sie leicht lachte und nickte. "Stimmt vermutlich.", fügte sie an. Die rothaarige war dann auch zum Ausgang des Unterseetunnels gegangen, wo sie sich in die Richtung der Innenstadt begeben hatte. Im ersten Moment selbst nicht ganz sicher, was sie dort gewollt hatte. aber sie ließ eben auch gerne einfach von ihrer Intuition leiten.

Etwas verdutzt blieb sie dann stehen als Laws Absol sie dann so fragend ansah. Samantha legte kurz den Kopf schief und blieb stehen, während Buster das Absol skeptisch musterte. Dieser zeigte dann schließlich auf das Absol und dann zu dem Mützenträger, als das Pokemon nicht auf seinen Trainer hören wollte. Samantha unterdessen würde allerdings von etwas anderem abgelenkt. Und zwar konnte man deutlich aus der Richtung eines kleinen Ladens den Geruch von frischen Keksen riechen. Für die rothaarige dementsprechend besonders ablenkend. Und wer jetzt ,meinte das Sammy sofort zu dem Laden gehen würde um ein paar dieser Kekse zu ergattern, hatte vermutlich in den meisten Fällen recht. Nur heute wohl eher nicht. Denn dieser Geruch brachte eine andere, in ihren Augen, viel bessere Idee in den Kopf der rothaarigen Mützenträgern. "Hey Buster... ist schon ne weile her das ich versucht hab zu Backen, oder?", gab sie dann auch plötzlich von sich, gerade so als währe ihr die beste Idee überhaupt gekommen. Das Lucario allerdings sah sie skeptisch, ehe es nickte. Woraufhin Sammy breit grinste. "Perfekt! Dann werde ich zur Feier des Tages und der erfüllten Mission heute Kekse backen!", gab sie dann sichtlich gut gelauint und von der eigenen Idee begeistert von sich. Sie dann zu Law. "Du probierst die Kekse dann doch, oder? Ja?", gab der rotschopf dann von sich, während Buster hinter ihr tatsächlich leicht mit den Pfoten wedelte und den Kopf schüttelte. Kaum sah Sammy dann zu dem Pokemon blickte das Lucario völlig unschuldig drein.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Trafalgaram So Feb 12, 2017 1:39 pm

Da Samantha plötzlich abgelenkt schien, gab auch Absol für kurze Zeit und bewegte sich zu ihrem Trainer zurück. Dieser warf ihr einen strengen Blick zu, doch das Pokemon reckte nur den Kopf in die Höhe und hatte einen herausfordernden Blick aufgesetzt. Was denn? Wartete sie denn jetzt auch noch, dass er ihr zustimmte? Bei was auch immer? Egal. Law hatte keine Lust, sich damit weiter auseinander zu setzen. Was er auch nicht brauchte. Denn plötzlich schien die rothaarige Rangerin übermotiviert zu sein. Zum…Backen? Okay. Warum nicht? “Du kannst backen?“, fragte er etwas erstaunt nach und konnte sich die tollpatschige Rangerin hier nicht in einer Küche vorstellen. Bei dem was sie schon alles geschafft hatte, konnte das Backen eigentlich nicht klappen. Allein schon viel viele Zutaten sie runterwerfen konnte, oder ähnliches. Hachja. Dieser Meinung war wohl auch Buster. Völlig von ihrer Idee überzeugt wandte sich das Mädchen nämlich sofort an ihren kurzzeitigen Begleiter und verkündete, dass sie heute backen würde. Und ob er sie probieren würde. Er? Kekse probieren? Er war Arzt und kein Küchenchef, der irgendwelche Gebäckteile probierte! Sein Blick fiel auf Buster, welcher den Kopf schüttelte. Sollte wohl so viel heißen wie „Tu es nicht!“ Na da wusste wenigstens einer, was passieren würde, wenn das Mädchen hier in eine Küche gelassen wurde.
Kéren hingegen fand die Idee wunderbar. Das Unlicht Pokemon gab einen überaus begeisterten Laut von sich und nickte eifrig mit ihrem Köpfchen. Ihr Trainer würde die Kekse ganz bestimmt probieren! So gehörte es sich! Der Schwarzhaarige hingegen war noch nicht überzeugt. “Falls du es schafft, dass die Küche am Ende noch steht und die Kekse keine Kohlenstücke sind…kann man darüber nachdenken.“, meinte er. Wer weiß, vielleicht ging ja alles gut und man würde es überleben. Und sonst…ja. Abwarten.
“Das heißt, du musst noch Zutaten einkaufen.“
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam So Feb 12, 2017 7:27 pm

Law schien tatsächlich überrascht davon zu sein, das sie backen wollte, weswegen er nachfragte. Die rothaarige zuckte mit den Schultern. "Ich versuchs zumindest gerne.", gab sie grinsend von sich. auf die Frage ob er die Kekse probieren würde, sagte er das man darüber nachdenken konnte wenn sie die Küche ganz ließ und die Kekse nicht verkohlt währen. Woraufhin sich ein leichtes grinsen wieder auf die Lippen der rothaarigen schlich. Auch sein Absol schien von der Idee begeistert, was Sammy nur mehr zu bestätigen schien. Sie nickte als Law dann fest stellte das sie Zutaten besorgen würde. "Genau. Und abklären ob ich die Küche im Pokemon Center nutzen darf.", fügte sie nachdenklich an. immerhin brauchte sie ja auch einen Ort wo sie backen konnte. Optimistisch wie sie allerdings war, war sie sich sicher, das alles klappen würde. Buster schien eher weniger begeistert von der Idee zu sein. Schien Samantha aber nicht ab zu halten die Idee um zu setzen und kurzerhand nach dem nächsten Laden ausschau zu halten, wo sie Zutaten kaufen konnte.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Trafalgaram Mo Feb 13, 2017 10:15 am

Naja…dann sollte sie es doch versuchen. Law selber hatte heute eh nichts Besseres zu tun und wer weiß? Vielleicht würde es doch interessant werden, der Rothaarigen beim Kampf mit den Zutaten zuzuschauen? Solange er nicht selber Hand anlegen musste…Wie gesagt. Er war Arzt, kein Sternekoch. Allgemein überließ der Schwarzhaarige es eh lieber anderen, wenn es um die Nahrungszubereitung ging. Außerdem kochte er eh nicht gerne, da musste er es auch nicht können!
Auf die Frage zu den Zutaten nickte Samantha und Buster schien direkt nach einen Laden Ausschau zu halten. Außerdem kam die Überlegung auf, ob mal wohl die Küche im Pokemon Center benutzen dürfte. Naja, wie viele Trainer fragten dort nach, ob sie nicht etwas Futter für ihre Pokemon herstellen dürften? Law glaubte nicht, dass es ein großes Problem werden würde, dass sie dort in die Küche dürften. “Sollte schon Klappen. Ich wüsste jedenfalls nicht, was dagegen spricht.“ Ausnahmsweise teilte Law in dieser Ansicht den Optimismus der Rangerin. Und wenn nicht…tja. Dann gab es eben keine Kekse. Was angesichts der Reaktion Busters vielleicht doch nicht so schlecht war? Naja…man musste es abwarten. Seine größte Befürchtung blieb allerdings immernoch, ob nicht mehr Zutaten auf den Boden landeten, als im Keksteig.
“Da. Der Laden sieht vielversprechend aus.“, meinte Law nach kurze Zeit. Da er keine Lust hatte, sich noch länger mit einer Suche nach einem Laden aufzuhalten, hatte er sich kurzerhand für ein kleines Lebensmittelgeschäft entschieden. Da würde man doch bestimmt alle Zutaten für ein paar Kekse finden! “Hast du denn im Kopf, was du alles brauchen wirst?“, fragte er nach und war sich sicher, dass er keine große Hilfe sein würde, wenn dem nicht so wäre. Der Schwarzhaarige hatte keine Ahnung, was alles in einem Teig kam.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam Mo Feb 13, 2017 8:25 pm

Auch Law schien tatsächlich was die Küche anging recht optimistisch zu sein. Samantha jedenfalls schien von ihrem Vorhaben wohl nicht mehr ab zu bringen zu sein. selbst wenn sie die Küche nicht benutzen durften, würde sie sicher irgend eine neue Idee finden um dann doch noch ihre Kekse backen zu können. Manchmal konnte sie eben ein Sturkopf sein.
Nach kurzem suchen hatte Law auch einen Laden entdeckt. Ein kleines Lebensmittelgeschäft was ihrer Meinung nach wirklich vielversprechend aussah. Die rothaarige nickte daher als er sie darauf aufmerksam gemacht hatte. Einen moment überlegte sie kurz. "In etwa, ja. Kommt aber auch darauf an was für Kekse es werden.", gab sie nachdenklich von sich. Buster schien leicht mit den Mundwinkeln zu zucken, ehe er einfach in Sammys Tasche kramte und einen Notizblock hervor holte. Sammy sah ihn etwas verwirrt an. "Huh? Oh, stimmt hatte ich mir nicht mal ein Rezept aufgeschrieben gehabt?", gab der rotschopf dabei von sich. Buster nickte hastig und durchblätterte den Block. Der tatsächlich nicht in dem besten Zustand war. Kein Wunder wenn er einfach nur in der Tasche lag und mehr oder weniger vergessen wurde. Zumal Sammy auch ein wenig darin herum gekritzelt zu haben schien. Als Buster den Block jedoch durch hatte schnaubte es frustriert. "Ach komm schon, kriegen wir auch ohne hin.", gab sie dann, optimistisch wie eh und je von sich ehe sie dann in den Laden ging und sich die Zutaten zusammen suchte.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Trafalgaram Do Feb 16, 2017 12:06 pm

An Optimismus mangelte es der Rangerin wirklich nicht. Nicht, dass Law es anders von ihr kannte, aber es war doch erstaunlich, wie planlos sie teilweise war und sich kein Stück daran störte. Gemeinsam mit Samantha, Buster und Kéren betrat der Mützenträger das kleine Lebensmittelgeschäft. Es war wie zu erwarten nicht sonderlich groß, aber solange man bekommen würde, was man haben wollte, sollte dies ja kein Problem darstellen. Allerdings scheiterte es schon bei den Zutaten. Wie sollten sie alles bekommen, wenn man nicht wusste, was man brauchen würde? Sammy machte sich darüber keine Gedanken und Buster war dann derjenige, der die Initiative ergriff, etwas dagegen zu unternehmen. Kurzerhand hatte er sich den Block aus der Tasche der Rothaarigen genommen und suchte nach einem Rezept.
Welches...nicht vorhanden war. Zugegeben, bei diesem Chaos hätte Law gesuchte Informationen auch nicht gefunden. Er hielt seine Unterlagen immer ordentlich, um sich die Zeit zu sparen, sowas zu suchen. "Tja, dann müssen wir wohl wirklich improvisieren.", seufzte Law. Aber gut. Vielleicht würde Sammy auf die Zutaten kommen, wenn sie vor ihnen stand. Oder...man nahm eine übereifrige Verkäuferin mit zu. "Kann ich Ihnen helfen?" Kaum hatte man daran gedacht, stand auch schon jemand hilfsbereit zur Seite. Eine junge blinde Frau in Arbeitsuniform stand vor ihnen und grinste sie zufrieden an. Es war ja auch ihr Job, Kunden Hilfe anzubieten! Auch wenn man sie vielleicht nicht direkt am Eingang anfangen sollte. Aber was solls. "Wir benötigen Backzutaten.", antwortete Law und die junge Frau nickte sofort übereifrig. "Das haben wir! Folgen Sie mir doch bitte!", plapperte sie auch schon direkt los und zeigte der kleinen Gruppe den Weg zu den Backzutaten. Dort angekommen, wandte sich die Frau wieder zu ihnen und stellte die nächste Frage. "Suchen Sie bestimmte Zutaten?" Die Antwort überließ Law allerdings Sammy. Er hatte keine Ahnung, was für Kekse sie backen wollte, geschweige denn, was sie für Zutaten bräuchte.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam Fr Feb 17, 2017 10:02 pm

Samantha nickte als er meinte das sie wohl wirklich improvisieren müssten. Buster hingegen schien von dieser Idee gar nicht angetan zu sein. Jedenfalls dem Gesichtsausdruck auf dem Gesicht des Lucarios nach zu urteilen. was die rothaarige nicht davon ab zu halten zu schien. Erst recht als eine Verkäuferin sie ansprach. Samantha lächelte diese freundlich an und folgte auch bereitwillig zu den Backzutaten, ehe sie etwas überlegte. "Hm... Für Schokokekse, aber ich bin mir da nicht mehr ganz so sicher was wir alles brauchen.", gab sie nachdenklich von sich. Auf jedenfall Mehl, nach dem sie griff. Dann suchte sie sich noch ein paar weitere zusammen mithilfe der Verkäuferin. Buster beäugte die Zutaten ein wenig skeptisch.

Am endete hatte sie auch alles zusammen, was ihrer Meinung in den Teig musste. "Uhm... ich denke das währe dann alles.", gab sie von sich und besah sich die Zutaten noch einmal, ehe sie leicht nickte und bezahlen ging.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Trafalgaram So Feb 26, 2017 12:54 pm

Während Samatha mit der Verkäuferin sprach und gemeinsam die Zutaten raus suchte, hielt sich Law eher im Hintergrund. Warum auch einmischen, wenn er eh keine Ahnung hatte? Zusammen mit seinem Absol stand er etwas abseits und sah sich im kleinen Laden um. Hier bekam man wohl echt nur das Nötigste. Ein paar Lebensmittel, die wichtigsten Haushaltssachen und andere kleine Dinge. Allerdings blieb sein Blick an dem Regal mit Pokemonfutter hängen und auch Kéren bemerkte dieses. Das Unlichtpokemon lief natürlich sofort los, um dieses zu inspizieren. Da Law bei den Keksen eh nicht viel machen konnte, folgte er seinem Pokemon und hatte nun ein ziemlich aufgeregtes Pokemon neben sich. Bei den verschiedenen Futterdosen gab es auch ein paar besondere Leckerbissen. Und darunter befand sich sogar wirklich eine Dose, ein paar Leckerbissen, die Kéren ganz besonders gerne mochte. Da Law schon länger nichts mehr Spezielles für seine Pokemon besorgt hatte, entschied er sich einfach dafür, dieses mitzunehmen.
Als das Absol dies bemerkte, freute sie sich gleich umso mehr.

Gemeinsam mit Kéren ging Law wieder zurück zu der Rangerin, welche ihre Zutaten nun auch alle gefunden hatte. Falls es denn wirklich alle waren. Die Verkäuferin hatte sich bereits verabschiedet und es konnte zur Kasse gehen. Nachdem dann alles bezahlt war, konnte man den Laden dann auch wieder verlassen. “Gut, wenn du alles hast, können wir und ja zurück ins Pokemon Center und fragen, ob wir in die Küche können.“, meinte er noch, ehe er sich auf dem Weg machte. Mal schauen, was sie dort zu hören bekommen würden. Mehr als nein sagen, konnte die Schwester Joy dort auch nicht. Auch wenn es Law nicht sonderlich stören würde.
tb: Küche vom Pokemon Center
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam So Okt 29, 2017 2:27 pm

# cf: Strand von Ondula

Eskil kam gar nicht erst dazu, auf einen Pokéball von Irina zu warten. Da wagte sein alter Kindheitsfreund es doch tatsächlich, mit seinem Mantel abzurauschen! Was dachte dieser Kerl sich eigentlich? Und als wäre das nicht genug, war auch noch ein gar nicht so unbekanntes Gesicht aufgetaucht, um irgendetwas mit Austin zu klären. Ob das mal gut ging? Da musste Eskil auch gar nicht groß überlegen, um den Entschluss zu fassen, ihnen zu folgen. Auch, wenn er Irina damit wortlos am Strand stehen ließ. Nun, sollte das Kind einfach einen Bastelladen aufsuchen und sich nicht in Angelegenheiten einmischen, die böse ausgehen konnten. Das Gufa hatte der Rotschopf natürlich mitgenommen. Schließlich hatte sich ja eine andere Möglichkeit aufgetan, an einen Pokéball zu kommen.

Komisch musste der Anblick jedoch für all die Passanten sein, die den Rotschopf stumm und irritiert anstarrten, als er den beiden "Verdächtigen" mit einigem Abstand folgte. Wenn er sich nicht vertan hatte, wollte Eskil nämlich lieber nicht voller Sand vor ihm stehen. Aus diesem Grund hatte er sich doch dazu breitschlagen lassen, sich Verdandis Hilfe zu bedienen. Das Picochilla war ja richtig erschrocken, als es all den Dreck gesehen hatte und hatte sich augenblicklich an die Säuberungsaktion gemacht! Auf Verdandi war eben Verlass. Auch, wenn es bedeutete, dass er sie später definitiv bürsten musste. Denn Dreck; vor allem im eigenen Fell; konnte dieses Picochilla gar nicht ausstehen. Für die Zwischenzeit hatte der Rotschopf das fleißige Pokémon aber lieber zurückgerufen, nachdem er von all dem Sand befreit war.
Interessante Versammlung., gab das Taijitu Mitglied schließlich von sich, nachdem er Austin und seinen Kollegen in eine Gasse gefolgt war. Er hatte sich nicht getäuscht. Nur was dieses andere Taijitu Mitglied von Austin wollte, blieb dem Rotschopf ein Rätsel. Warum es nicht Hallo gesagt hatte, war hingegen aber weniger rätselhaft. Ich mag es so gar nicht, wenn man mit meinem Eigentum abzischt., meinte er und starrte Austin dabei eindringlich an. Pah, sollte er sich doch einen eigenen Mantel besorgen! Auch, wenn das wohl durchaus nicht beabsichtigt war. Die Angelegenheit hatte so dringlich gewirkt, dass er mit Sicherheit nicht mehr daran gedacht hatte. Statt sich also weiter auf Austin zu konzentrieren, schritt Eskil zu dem anderen herüber und legte ihm kurzer Hand den Arm auf die Schulter, um ihn als Stütze zu missbrauchen. Er würde noch weiter nachhaken, so viel war sicher. Nicht aber jetzt.
Oder nicht wenigstens grüßt., fügte der Rotschopf an, ehe er seinem Kollegen die offene Handfläche entgegenstreckte. So wie er ihn kannte, hatte er mit Sicherheit einen Pokéball dabei. Das Gufa robbte derweil treudoof am Boden herum, als würde es sich auf das bevorstehende bereits freuen. Komisches Ding. Pokéball her., forderte er schließlich mit fester Stimme, die zweifelsohne kein Nein zu ließ. Jetzt hatte der Kerl wenigstens noch die Wahl! Andernfalls würde der Rotschopf eben zu anderen Mitteln greifen. Das mochte wohl offensichtlich sein. Wobei es natürlich immer noch galt herauszufinden, was diese kleine Zusammenkunft überhaupt zu bedeuten hatte. Was genau hatte Austin mit einem Mitglied der Taijitu zu schaffen? Er wurde doch nicht etwa erpresst? Oder mochte es tatsächlich etwas gänzlich anderes sein?
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam So Nov 12, 2017 3:52 am

[cf: Strand von Ondula]

Der Weg zu einer ruhigen Gasse war allein von Schweigen begleitet. Man konnte diesem Kleinkriminellen ansehen, dass er diese Stille am liebsten irgendwie gebrochen hätte, doch Austins eisernes Schweigen hätte jedem Versuch standgehalten. Er war schließlich jemand, der sich in solchen Situationen allein für die wirklich relevanten Dinge interessierte. Lockere Konversationen waren noch nie sein Stil gewesen. Wenn man sich ohne jegliches Mittel zur Verteidigung gegen Kriminelle behaupten wollte, musste man ihnen nun einmal ein bestimmtes Bild vermitteln.
"So.", setzte er schließlich streng an, nachdem sie an einem Ort ohne unfreiwillige Zuhörer gelangt waren und sah das Anhängsel seines Klienten eindringlich an. "Wo liegt das Problem?" Dieses druckste daraufhin etwas herum, wohl unsicher, wie es diese Situation dem Rechtsanwalt entsprechend beibringen sollte. "Es ist... das Geld.", spuckte der Kerl schließlich aus , was den Rechtsanwalt auf der Stelle hellhörig werden ließ. "Die Bezahlung dieses Typen hat einfach zu viel gekostet! Und jetzt... weiß ich nicht so recht, wie ich das mit Ihrem zusätzlichen Honorar managen soll..."
Austin ließ sich nichts anmerken, doch die Art und Weise, wie er sein Kinn nach diesen Worten leicht hob, machte seine Missgunst über diese Botschaft dann doch deutlich. Es war allerdings nicht das erste Mal, dass er sich mit so etwas herumschlagen musste. Service kostete nun einmal, er würde die Hilfen, die er für so etwas organisierte, sicher nicht aus eigener Tasche bezahlen. Nur bevorzugten die meisten Kriminellen es dann zu versuchen, ganz nach ihrem Metier ohne Zahlung ein Schlupfloch zu suchen. "Ich kann Ihnen in dem Fall wohl wenigstens Ihre Ehrlichkeit anrechnen.", äußerte er deswegen, sein Tonfall war allerdings nach wie vor kalt. "Sie sollten sich nur bewusst sein-"

Abrupt wurde er unterbrochen, als eine bekannte Person sich plötzlich hinzugesellte. Eskil. Wo er so plötzlich hinzustieß, weiteten sich die Augen des Brillenträgers doch ein wenig, doch noch schlimmer schien es ihrem Kleinkriminellen zu gehen, der durch die bloße Präsenz des Rotschopfs gleich zehnmal eingeschüchterter wurde als er es ohnehin schon gewesen war. "...oh.", entwich es Austin nun etwas perplex, als er endlich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass er Eskils Mantel nach wie vor mit sich herumschleppte. Wie unangenehm.
Wirklich darauf eingehen konnte er jedoch nicht, denn sein Freund aus Kindheitstagen belagerte dann auch schon seinen Geschäftspartner und verlangte recht grob einen Pokéball von ihm. Etwa immer noch für dieses Gufa? Eskil musste es in dem Fall dann ziemlich eilig gehabt haben, Irina hinter sich zu lassen. Verübeln konnte Austin ihm das allerdings nicht. Der Kerl kam dieser Aufforderung allerdings treu mit nervös gestammelten "Öh"-Lauten nach und drückte dem Mantellosen dann auch gleich einen Pokéball in die Hand. inzwischen brannte Austin dann auch eine Frage auf der Zunge. "Sie kennen sich?", wandte er sich etwas verblüfft an den Mittelmann seines Klienten, der ihn daraufhin so ansah, als würde er jetzt lieber ganz woanders sein. "Äh... ja...", gab er zu und sah sich etwas ungelenkt um. "Also, Eskil ist sowas wie mein... äh.... Vorgesetzter?", versuchte er die Situation schließlich zu erläutern, was den Rechtsanwalt seinen Blick wieder auf Eskil lenken ließ. In ihm spiegelte sich zurückhaltende Verblüffung wider. Er konnte darunter nur etwas hinsichtlich dieser kriminellen Organisation vermuten, über die er nur vage Bescheid wusste. Zwar waren Eskils Lebensumstände bei ihrem Kontaktabbruch wirklich alles andere als gut gewesen, aber dass es ihn so weit getrieben hatte...?
"Hm.", war allerdings das einzige, was Austin dazu kommentierte, ehe er seinen Geschäftspartner schelmisch anlächelte. "In dem Fall sollte es wohl nicht stören, wenn ich mich vor ihm endlich zu diesem Problem äußere?" Das einzige, was dieser Kerl dazu erwiderte, war ein geschlagenes Seufzen. Jetzt war die Katze wohl aus dem Sack. Würde er dagegen sprechen, würde er sich nur verdächtig machen. Dabei hatte er so krampfhaft versucht, ihren Fehler vor dem Rest der Organisation zu verbergen. Austin ließ sich nun auch nicht mehr stoppen. "Jedenfalls wäre ich bereit, Ihnen nach dem Prozess mehr Zeit für die Zahlung meines Honorars einzuräumen." Nach diesen Worten legte er sich eine Hand an sein Kinn und besah sich sein Gegenüber mit stechender strenge. "Sollte das allerdings nicht reichen... habe ich immer noch meine Methoden, das Geld einzutreiben, wenn Sie verstehen." Er konnte wohl von Glück reden, dass er so viele Leute kannte. Nach diesen Worten bemühte er sich allerdings nicht darum, Eskil den Kontext wirklich nahe zu bringen. Er war lediglich hier, um sein Geschäft abzuhandeln und hing sich nur ungerne an unnützen Worten auf. Und zumindest vertraute er ihm trotz der Distanz, die sich inzwischen zwischen ihnen gebildet hatte, immer noch ausreichend, um ihn das hier mitanhören zu lassen. Die Bewunderung, die sein Kindheits-Ich ihm wegen seines damaligen Enthusiasmus entgegengebracht hatte, musste ihn in diesem Moment immer noch etwas verblenden.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam So Dez 17, 2017 2:48 am

Geldprobleme, wie es sich anhörte. Leider konnte sich Eskil bloß nichts daraus erschließen. Als was genau arbeitete Austin eigentlich, wenn er sich von Privatpersonen bezahlen ließ? Eskil hatte doch zugegeben keinen blassen Schimmer, was aus Austin wurde, nachdem der Kontakt vor Jahren abgebrochen war. Allerdings konnte er wohl keinem allzu sauberen Beruf nachgehen, wenn er sich mit zwielichtigem Gesindel herumtrieb, wie man so schön sagte. Geld hatte doch wirklich eine verblüffende Anziehungskraft und war gleichermaßen ein Problem. Ins Besondere, wenn es die Menschen dazu verführte, seltendämliche Dinge zu tun. Fürs Erste war der Rotschopf jedoch froh, dass sein Kollege ihm so artig einen Pokéball überreichte. Das machte es doch ein leichtes, endlich dieses dämliche Gufa zu fangen. Wie er es wohl nennen sollte? Unwichtig. Schließlich ratterte in seinem Kopf die Frage, worum es eigentlich bei diesem Treffen hier ging.
Während Eskil das Pokémon mit dem leeren Pokéball antippte, um es zu fangen, lauschte er aufmerksam, was Austin und sein Klient zu sagen hatten. Zumindest hielt das andere Taijitu Mitglied sich vage, aber wenn es mit kriminellen Geschäften zu tun hatte, konnte Austin sich mit Sicherheit nun zusammenreimen, was aus Eskil geworden war. Schlimm war das für den Rotschopf jedoch nicht unbedingt. Es machte nur diese Situation zu einer blöden Zwickmühle. Nachdem das Gufa nicht ausgebrochen war und der Pokéball sich nicht länger bewegte, steckte Eskil ihn ohne Weiteres einfach in seine Tasche, um sich den wichtigeren Dingen anzunehmen: Dieser Situation hier. Seinem Taijitu Kollegen schien es nämlich ganz und gar nicht in den Kram zu passen, dass er von dieser Sache hier erfuhr, obwohl er noch zum Großteil im Dunkeln tappte. Es war ihm bereits zuwider, worauf das Ganze hier hinauslief. Und dann wagte Austin es auch noch, eine Drohung auszusprechen?

Wortlos richtete der Rotschopf sich auf, nachdem Austin von "Methoden" gesprochen hatte, um Geld einzutreiben. Solche Methoden hatten sie doch auch. Vermutlich sogar zuverlässigere. Nicht aber nur fürs Geldeintreiben. Tatsächlich schaffte Eskil es aber, ruhig zu bleiben, während er auf Austin zuschritt und sich vor ihm aufbaute - und das obwohl er sogar kleiner war. Alter Freund hin oder her, aber er konnte sich schlecht tatenlos anhören, wie man seinem Kameraden drohte. Austin., sprach er seinen alten Freund direkt an, um seine volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich weiß nicht, worum genau es geht. Tatsache. Und zwar eine offensichtliche. Das änderte aber rein gar nichts an Eskils Ansicht. Aber wo Austin "Prozess" erwähnte, handelte es sich etwa um eine gerichtliche Angelegenheit? Pah, kaum zu glauben, dass sich dieser Vollidiot hatte erwischen lassen!
Aber zu deinem eigenen Wohlbefinden solltest du wissen, dass es eine furchtbar schlechte Idee ist, meinem Kameraden zu drohen., meinte er, ehe er sich halb herum wandte, um eben jenen Kameraden mit strengem Blick zu strafen. Wenn dieser Vollidiot Dinge verheimlichte und auf eigene Faust zu bewältigen versuchte, dann stellte es in Eskils Augen ein enormes Problem dar. Und es ist noch eine viel beschissenere Idee, Dinge zu verheimlichen. Der Zorn, der bei diesen Worten in der Stimme lag, war wohl nicht zu überhören. Vielleicht war es auch Enttäuschung? Es ist schwer, Menschen zu vertrauen, die nicht selbst Vertrauen fassen und sich lieber externe Hilfe suchen, statt sich mit ihren Angelegenheiten an ihre Kameraden zu wenden. Es war das erste und letzte Mal, so hoffte Eskil, obwohl er noch immer nicht wusste, was genau diese Angelegenheit überhaupt war. Wichtiger war es jedoch noch, eine bestimmte Sache zu klären, weshalb Eskil sich Austin wieder zuwandte. Er konnte wohl kaum wissen, wo er sich hineingeritten hatte.
Du kannst Methoden haben, so viel du willst, aber wenn du einen Fehler machst oder die Sache überstürzt..., sprach der Rotschopf dann, ehe er sich mit dem rechten Daumen über den Hals fuhr. Eine Geste, die wohl schwer misszuverstehen war. Und das wollen wir nicht. Eine Drohung mit einer Drohung erwidern? Einfach, wenn man denn am vermeintlich oder wahrscheinlich längeren Hebel saß. Nein, Austin konnte wirklich nicht wissen, worauf er sich eingelassen hatte. Und Eskil musste sich wohl noch eine passende Strafe für dieses Taijitu Mitglied überlegen. Missvertrauen war nämlich nicht gerade förderlich für die Zusammenarbeit. Notfalls komme ich dafür auf., gab der Rotschopf abschließend von sich. Leiser, jedoch. Schließlich musste das Taijitu Mitglied es auch nicht ganz unbedingt mitkriegen. Eskil hatte jedoch wenig Interesse daran, seinen alten Freund sterben zu sehen und noch weniger Interesse daran, einen Kameraden im Stich zu lassen, der verzweifelt war. Diese dämlichen Zwickmühlen, immer.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam Mi Jan 03, 2018 10:35 pm

Austins Miene rührte sich kein Stück, als Eskil sich plötzlich so bedrohlich vor ihm aufbaute. Die Tatsache, dass er eigentlich ein Stückchen kleiner war, mochte da eher eine untergeordnete Rolle spielen. Teils hatte er nämlich auch entgegen seiner Prinzipien derart offen vor einem Dritten über das Geschäft geredet, weil er interessiert an der Reaktion des Rotschopfes gewesen war. Und an der seines Klienten-Anhängsels. Um was für eine Organisation auch immer es sich bei dem "Arbeitgeber" der beiden handelte, Austin konnte in diesem Moment bereits deutlich spüren, das mit ihrem Zusammenhalt nicht zu spaßen war. Eskil schien die Sache nämlich sehr ernst zu nehmen, so wie er auf die eher milde ausgesprochene Drohung reagierte.
Sein Kollege hinten zumindest schien so, als wäre er plötzlich um mehrere Zentimeter geschrumpft, so wie er sich kleiner zu machen versuchte. Der Tadel seines Vorgesetzten schien ihn mächtig einzuschüchtern. Kein Wunder. Es musste bestimmt ein furchtbares Gefühl sein, Sachen aus Angst vor Strafe verheimlichen zu wollen, nur um zu realisieren, dass man es damit im Grunde nur schlimmer gemacht hatte. Ehrlich währte einfach immer noch am längsten, es sei denn, es ging um das Recht. Manche Dinge durfte man einfach nicht zugeben. Es wäre allerdings gelogen, dass sich Austin für all die Lügen, die er verbreitete, nicht doch hin und wieder von seinem Gewissen geplagt fühlte. Der kleine Einbrecher schien auch nicht vielmehr auf Eskils Worte entgegnen zu können als ein ziemlich hastiges und nervöses Nicken. Diese Leute würden bestimmt noch eine ausführlichere Unterhaltung über diese Sache führen müssen.

Lustigerweise erwiderte Eskil daraufhin seine Drohung schon mit einer weiteren Drohung. Austin hob daraufhin lediglich eine Augenbraue. Das war wirklich eine interessante Art, solche Dinge anzugehen. Er mochte zwar seine Kontakte haben, doch auch er bezweifelte, dass sie ihm angesichts des weitaus besser organisierten Verbrechen etwas nützen würden. "In der Tat.", pflichtete er ihm daher trocken bei. Sein alter Kindheitsfreund würde es doch bestimmt vermeiden wollen, ihn tot sehen zu müssen. Andererseits hatten sie schon wirklich lange keinen Kontakt mehr gehabt. Dieser Tag war doch wirklich bizarr, man erfuhr so einige Dinge, die man vielleicht lieber nicht gewusst hätte. Damals hätte er sich nie ausmalen können, dass Eskil irgendwann in einer kriminellen Organisation tätig werden würde. Dann wiederum hatte er sich damals auch nicht als korrupten Rechtsanwalt im Bild gehabt... Klein-Austin wäre bestimmt enttäuscht von seinem erwachsenen Ich.
Die nächsten, leiseren Worte des Rotschopfes ließen ihn allerdings aufhorchen. Seine Stirn runzelte sich, leider war er vorrangig vor allem immer noch ein Geschäftsmann. Nur... herzlos war er auch nicht. Das war einfach eine Situation, aus der er keinen Gewinn ziehen konnte. Zumindest, wenn man es rein von der materiellen Seite aus betrachtete. "...schon gut.", äußerte er daher leicht widerwillig seufzend. "Alles, was ich getan habe, war ohnehin nur Leute zu vermitteln.", erläuterte er, versuchte aber trotz dieser Worte noch entschlossen seinen Standpunkt klar zu machen. "Er da hinten wird seinen Mund wahrscheinlich nicht mehr aufmachen, daher sage ich es dir einfach. Er und sein Freund haben bei einem Einbruch ganz schönen Mist gebaut und auf eine Art Beweise hinterlassen, die ihre Handlung mit eurer Organisation in Verbindung gebracht hätte." Unschlüssig hob er danach die Schultern. "Ihr scheint eher verdeckt zu arbeiten? Zumindest habe ich dafür gesorgt, dass diese Sachen nun... 'verschwunden' sind, damit man die Verbindung nicht zurückverfolgen kann." Er hasste es, Sachen unnötig erklären zu müssen, überflüssige Worte waren ihm einfach zuwider. Deswegen hielt er kurz inne und sah nachdenklich zur Seite. "Eigentlich bin ich nur der Rechtsanwalt, der seinen Freund gerichtlich vertritt. Aber die anderen Beweise sind so eindeutig, ich werde ihn ohnehin nicht vor seiner Strafe bewahren können. Von dem her kann ich bei dieser Angelegenheit wohl ein Auge zudrücken. Ich habe wenig Interesse daran, wegen einer Lappalie tot im Graben zu liegen." Es wurmte ihn aber trotzdem, dass er nun keinerlei Profit daraus schlagen konnte, man konnte einen leichten Anflug von Trotz seinem Gesicht ablesen.
Auf diese Ansprache hin reichte er Eskil in einer fast schon versöhnenden Geste seinen Mantel. "Sieh es einfach als eine Art Gefallen." Nachdem er seinem alten Freund sein Kleidungsstück überreicht hatte, beugte er sich auch leicht zur Seite, um den verängstigten Einbrecher hinter ihm einmal eisig zu mustern. "Hörst du?", sprach er ihn mit Nachdruck an, woraufhin dieser zusammenzuckte und im Moment darauf nur wieder hastig nickte. Er sollte gefälligst dankbar sein, dass er nicht mehr auf sein zusätzliches Honorar bestand, immerhin hatte er mit seiner Heimlichtuerei ihn nun in die ganze Angelegenheit mit hineingezogen, obwohl ihn diese Organisation im Grunde nichts anging. Hoffentlich würde das nicht irgendwann auf ihn zurückfallen.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam So Feb 25, 2018 1:27 am

So hatte Eskil sich seinen Tag nun wirklich nicht vorgestellt. Belagert von einer Göre, einen dämlichen Wal ins Wasser befördern und seinem Kindheitsfreund wieder begegnen, der irgendwas mit dem eigenen Untergebenen zu schaffen hatte. Nun, vielleicht war es auch weniger ein "Untergebener", immerhin hatte Eskil nun wirklich keine Kameraden in der Organisation, die er wirklich so bezeichnet hätte. Andere Mitglieder mochten das unter Umständen so sehen, aber wenn es zur Zusammenarbeit kam, dann war es auch genau das: Zusammenarbeit. Und manchmal brauchte man schließlich auch Menschen, mit denen man zusammenarbeiten konnte, damit ein Plan funktionierte.
Zumindest Austin schien erkannt zu haben, dass er sich besser nicht mit der Organisation anlegte, die ihnen den Rücken stärkte. Dabei war es schon kritisch genug, dass er überhaupt von der Organisation wusste. Nichts Genaueres, wie ihm schien, aber er wusste zumindest von ihrer Existenz. Aber ob ein korrupter Rechtsanwalt eine große Gefahr darstellte? Es war ja schon verwunderlich, dass sich Austin als korrupt herausstellte. Nützlich, sicherlich, aber doch ziemlich eigenartig. Wie einem das Leben doch immer wieder übel mitspielte. Der eine hatte sich einer kriminellen Organisation angeschlossen, der andere ließ Beweise verschwinden, um eindeutig schuldige Verbrecher aus der Misere zu boxen. Es war urkomisch und in gewisser Hinsicht auch genauso bitter.
Wenigstens hatte Austin ihm die Sachlage aber erklärt. Anders, als der Kollege, der sich klein machte. Von Glück konnte Eskil sagen, dass sein Kindheitsfreund klein beigab. Das ließ die Hoffnung aufkeimen, dass wirklich nicht noch mehr geschehen musste. Es sei denn, für Spencer schien die Gefahr zu groß. Er würde ihn später darüber unterrichten. Wahrscheinlich hatte der Boss ohnehin alle Hände voll zu tun, um sich nun auch noch mit dieser Angelegenheit zu befassen.

Der Rothaarige wandte sich kurz an das andere Mitglied der Taijitu und deutete ihm mit einer kuschenden Handbewegung, dass er nun endlich die Biege machen sollte. Mehr gab es nicht zu klären. So einfach war das. Auch, wenn das letzte Wort eindeutig noch nicht gesprochen war. Ihm und seinen Freund würde man noch ordentlich den Kopf waschen müssen. Das hatte aber durchaus Zeit und war keine Sache, die wirkliche Eile benötigte. Vielleicht konnte er seinen Freund einfach vorwarnen und sich auf das Schlimmste gefasst machen? Nun, sicherlich nicht ganz das Schlimmste.
Dass aus dir ein korrupter Anwalt geworden ist, begann Eskil, nachdem er sich Austin wieder zugewandt und ihm den Mantel abgenommen hatte. Korrupter Anwalt. Ja, irgendwie wirkte es noch immer komisch. Aber aus Eskil war schließlich auch ein Verbrecher geworden. Auch das war bereits die pure Komik in sich. Doppelt komisch, wenn man bedachte, dass sie beide nicht gerade saubere Jobs hatten. Wie tief Menschen doch fallen, scherzte er und die Portion Selbstironie, die dabei mitschwang, war kaum zu überhören. Natürlich. Immerhin war er doch der Junge gewesen, der großspurig erzählt hatte, was für ein toller Trainer er eines Tages werden würde. Irgendwie war der Weg zum Champwerden aber doch ganz anders. So anders, dass er sich gar nicht auf dem Weg zum Champwerden mehr befand. Schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Allein der Wunsch, den er einmal gehegt hatte, wirkte so entfernt, dass er sich tatsächlich fragte, ob er je echt gewesen war. Es kam ihm selbst unwirklich vor.
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Re: Straßen von Ondula

Beitrag von Gastam Mo März 19, 2018 2:32 pm

Nachdem Austin die Sachlage erläutert hatte, deutete Eskil schließlich dem kleinen Einbrecher, dass er nun verschwinden konnte. Dieser schien dieser Aufforderung auch nur zu gerne nachzukommen, kaum war ihm der Wink gegeben worden, war er auch schon wieder verschwunden. Er schien es wohl kaum erwarten zu können, dieser Schmach zu entrinnen. Austin vermutete zwar, dass die Angelegenheit mit der Organisation für den Kerl damit aber noch lange nicht gegessen war, nur waren das dann auch Dinge, die er nicht mehr mitbekommen würde. Sollte ihm auch recht sein. Wenn er sich hiermit wirklich in etwas gefährliches hineingeritten hatte, blieb er davon lieber so weit entfernt wie möglich. Er hatte immerhin schon so seine Erfahrungen mit anderen kriminellen Syndikaten gemacht. Manche reagierten schon allergisch darauf, wenn man nur von ihrer Existenz wusste. Aber im Fall der Organisation, für die Eskil anscheinend arbeitete, kannte er ja nicht einmal ihren Namen. Ob er damit aus dem Schneider war? Wenn nicht, würde er das wohl früher oder später merken müssen... Zum Glück hatte er den ein oder anderen Plan im Hinterkopf, sollten manche Verbrecher tatsächlich darauf abzielen, ihn auf die härteste Methode zum Schweigen zu bringen.
Im Moment schien von alldem jedoch keine Gefahr mehr auszugehen. Eskil nahm seine Geste an und schnappte sich seinen Mantel wieder, allerdings nicht ohne seine jetzige Profession zu kommentieren. Ein bitteres, wenn auch leicht herablassendes Lächeln legte sich bei diesen Worten auf die Lippen Austins, das schließlich von einem leisen Kichern untermalt wurde, als der Rotschopf ebenfalls vor sich her sprach, wie tief Menschen doch fallen konnten. "Ich bin eigentlich nicht weniger überrascht als du.", gab er anschließend zurück. "Das hat eine gewisse Ironie, nicht? Vor allem, wie mein Vater sich damals aufgeführt hat..." Er war schließlich derjenige gewesen, der Austin damals den weiteren Umgang mit Eskil vernoten hatte, weil er mit ihrem sozialen Abstieg nicht in Verbindung gebracht werden wollte. Wahrscheinlich wollte er seinen Ruf wahren. Nur war sein Sohn nun in die Welt hinausgezogen und ging einer Tätigkeit nach, die diesen Ruf geradezu zerschmettern könnte. Der Beruf des Anwalts war bestimmt im Groben ein erstrebenswertes Ziel, aber andererseits bekam man in diesem Berufsfeld auch nur minimalen Respekt. Würde sich herausstellen, dass er korrupt war, dürften die bösen Zungen danach noch zehnmal lauter werden.

"Aber das liegt in der Vergangenheit. Ich möchte jetzt auch nicht mehr zu sehr darauf herumkauen.", fügte der Brillenträger letztendlich noch an. Es war auch eine bittere Erkenntnis, dass Eskils Probleme damals anscheinend so schwerwiegend gewesen waren, dass er sich nun in kriminellen Gefilden wiedergefunden hatte. Die Magie der Umstände... Letzten Endes waren sie beide davon ein Opfer geworden. "Es... freut mich trotzdem zu sehen, dass du deinen eigenen Weg gefunden hast, mit der Situation damals umzugehen.", meinte er deswegen noch leise, in seinem Ton waren deutliche Vorsicht und Zurückhaltung herauszuhören. Es hätte schließlich schlimmer kommen können. Manche Leute fanden schließlich keinen Weg mehr, sich zu versorgen und starben schließlich in einer kalten Winternacht einsam unter einer Brücke. Das war aber wirklich ein Bild, in das Eskil für ihn nie hineinpassen würde.
Es fiel Austin jedoch zunehmends schwerer, in irgendeiner Weise noch Worte darüber zu verlieren, was mitunter wohl daran lag, dass nach all den Jahren dieses Wiedersehen und diese neugewonnene Erkenntnis immer noch ziemlich plötzlich waren. Umso unangenehmer war da die Tatsache, dass er eigentlich eine der Personen gewesen war, die Eskil damals den Rücken gekehrt hatten, wo er damals bestimmt jemanden gebraucht hätte, der ihn in irgendeiner Weise unterstützte. Zwar war es von Austins Seite nicht ganz freiwillig gewesen, aber es fühlte sich dennoch mies an.
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