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Beitrag von Gastam Mo Apr 24, 2017 7:31 pm

Dieser Mistkerl war am Ende. Er würde ins Kittchen wandern, so viel stand fest. Im Grunde hätte er also gleich schon aufgeben können. Doch zugegeben, warum er es nicht tat, konnte Finlay nur allzu gut nachvollziehen. Wer wollte schon aufgeben? Selbst wenn es auswegslos erschien konnte man ja noch immer versuchen, sich irgendwie durchzubeißen. Und das tat dieser Anführer immerhin auch. Nur sein Meditalis hatte es nicht leicht, sich gegen zwei Pokémon behaupten zu müssen. Der Aero-Ass hatte gesessen und das Lucario der Polizistin hatte ebenfalls die Gelegenheit genutzt, um das gegnerische Pokémon mit einer Aurasphäre zu attackieren. Die mochte zwar nicht sonderlich effektiv sein, versetzte dem Meditalis aber auch nochmal einen Schlag. Wäre das Ganze doch bloß einfach so weiter gegangen. Doch leider hatte dieses verdammte Elektek ja aufwachen müssen.
Den Fußkick des Meditalis fing das Lucario freundlicherweise ab, denn der Überraschungseffekt hatte doch glatt dafür gesorgt, dass Freya einen Moment nicht aufgepasst hatte. Den Stromstoß durften jedoch leider beide Pokémon einstecken. Man konnte von Glück sagen, dass es auf dem Mantidea keinen allzu großen Effekt erzielte. Es konnte sich nach dem Angriff noch wacker halten. Wäre es etwas effektiveres gewesen, hätte das aber mit Sicherheit anders ausgesehen. Durch das Aufwachen des Elekteks hatte jedoch auch Leal sich schleunigst wieder zurück gezogen. Eine Tatsache, die Finlay mit dem Schnalzen der Zunge missbilligte. Jetzt, wo das Elektek wieder aufgewacht war, hatte sich die Situation dummerweise verschlechtert. Ohne Audie war Leal nutzlos und vielen Angriffen hielt Freya leider nicht stand. Sie war schnell und sie konnte mächtig zuschlagen, an der Ausdauer haperte es jedoch leider. Und wenn Odiles Lucario auf sich allein gestellt war? Nein, Finlay wollte sich nicht ausmalen, wozu dieser Kerl greifen würde. Auch, wenn er umstellt war, er würde sich die Gelegenheit, Odile aus dem Weg zu räumen sicherlich nicht nehmen lassen. Und Finlay wollte nicht unbedingt dazwischen stehen.
"Freya, Deckung!", rief der Schwarzhaarige aus, kurz bevor er selbst auf den Bankräuber zu stürmte. Wenn sein Molunk nicht dazu in der Lage war, seine Pokébälle zu klauen, weil es zu große Angst hatte, dann würde Finlay das eben einfach selbst in die Hand nehmen und das Risiko eingehen! Wenn er die Pokémon zurückrufen konnte, dann fand dieses Theater hier auch endlich ein ganz schnelles Ende. Das Mantidea reagierte zwar zunächst geschockt, tat jedoch sofort wie befohlen und jagte seinem Trainer hinterher, um die Angriffe der Pokémon abzufangen, sollte es dazu kommen. Das konnte je nachdem zwar schmerzhaft für das Pflanzenpokémon ausgehen, es war jedoch auch eine Chance. Aber auch ein Risiko. Besonders muskulös war Finlay schließlich nicht. Ein Kampf mit diesem Typen? Alles andere als vorteilhaft. Dafür war er flink auf den Beinen.
Es war also auch nicht verwunderlich, dass Finlay es bloß auf die Pokébälle von Meditalis und Elektek abgesehen hatte, um das Ganze bloß schnell wie möglich zu beenden. Leal hatte sich derweil in der Tasche verkrochen und lugte ganz gebannt heraus, um zu beobachten, ob sein Trainer es wirklich schaffen würde oder ob dieser muskulösere Bankräuber ihn doch erwischte. Dass Finlay da gerade seine Arbeit machte, blendete das ängstlich-freche Molunk eiskalt aus.
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Beitrag von Gastam Mo Apr 24, 2017 8:32 pm

Odile & Finlay
„in the absence of justice.“
- 46 -

Was bei allen 52 Legendären Pokémon (die sie kannte) hatte das nun zu bedeuten? Odile starrte Finley nur irgendwie schockiert hinterher, als er plötzlich nach vorn rannte und augenscheinlich… den Anführer verprügeln wollte? Umrennen wollte? Tacklen wollte? Es war Odile ein Rätsel und sie brauchte ein, zwei Sekunden bis sie überhaupt dazu in der Lage war schockiert den Kopf zu schütteln. Das Meditalis wollte gerade schon wieder eingreifen, doch Amelia ging dazwischen und pfefferte das Arme Pokémon mit einer weiteren Vakuumwelle gegen die nächste Wand. Es blieb dort erst einmal liegen, auch wenn Odile sich nicht sicher war, ob es tatsächlich schon kampfunfähig war. Für den Moment sollte es aber reichen.
Immerhin, und das musste man dem Schwarzhaarigen lassen, hatte er es geschafft den Anführer mit seiner Aktion ebenso zu überraschen, wie er es bei Odile getan hatte. Der Kerl hatte nicht mal genug Zeit um noch irgendetwas zu tun, da hatte er Finley schon an sich. Aber wenn man mal ehrlich war, war die Chance doch sehr gering, dass der Brillenträger tatsächlich etwas ausrichten konnte. Das merkte man dann auch relativ schnell, als der Ältere Finley am Schopf packte und von sich zerrte, nur um ihn dann auf den Boden zu werfen. Unruhig schwebte Fromm auf der Stelle und sah zu Odile herüber, die den Kopf schüttelte. Was war das nun für eine Aktion gewesen? Den Sinn dahinter wollte die Polizistin tatsächlich nicht entdecken, aber darum ging es ja nun auch gar nicht. Der Anführer hatte sich nämlich Finley hinterher auf den Boden geworfen und war nun über ihn gebeugt, die Hände an seinen Hals gelegt. Schier endlos scheinende Wut zeichnete sich in seinem Gesicht ab und spätestens jetzt sollte klar sein, dass er vollkommen den Verstand verloren hatte. Menschen durch Pokémon quälen war ja noch einmal eine andere Sache, da hatte man persönlich nochmal eine gewisse Distanz – aber Menschen erwürgen? Das war schon wieder eine ganz andere, sadistische Schiene. Amelia wollte eingreifen, doch Odile hielt sie davon ab. „Kümmer dich um das Elektek!“, meinte sie noch im selben Moment, wie sie lossprintete und dem Anführer einfach seitlich mit voller Wucht gegen den Kopf trat. Schluss mit „guter Cop“, jetzt wurde sie langsam wirklich böse. Der Tritt hatte gesessen und der Anführer ließ Finleys Kehle endlich wieder los. Odile musterte ihn kurz, und wollte ihm aufhelfen, da wurde sie schon vom Anführer selbst zu Boden gerissen. Hart kam sie auf dem Boden auf und schlug sich den Kopf an, was sie einen Moment benommen werden ließ, ehe sie gerade noch im rechten Moment die Arme heben konnte, um das Handgelenk des Bösewichts zu packen. Woher auch immer er nun ein Messer gezogen hatte. Es war ja nicht unüblich, dass Kriminelle noch andere Waffen dabei hatten, außer ihren Pokemon. Ein Glück war er selbst noch angeschlagen von dem Tritt, so dass seine Kraft gerade noch nachließ und Odile das Messer gerade so von ihrer Kehle weghalten konnte. Es war trotzdem eine recht aussichtlose Situation, in der sie sich gerade befand.
Es war schließlich Fromm, der sich einschaltete. Eine rosa Aura bildete sich um den Anführer und kurzerhand wurde er einfach von Odile weggezogen und in die Luft gehoben, begleitet von einem äußerst bösen Blick des Lunasteins. „Elektek, was stehst du da nur so dumm herum?!“, rief er aufgebracht, seine Niederlage noch immer nicht einsehend. Odile blieb allerdings noch einen Moment am Boden liegen. Das Elektropokemon sah sich unsicher um. Das Meditalis war noch immer nicht wieder auf den Beinen und gerade stand es hier nun allein gegen drei Pokémon...


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Beitrag von Gastam Mo Apr 24, 2017 9:13 pm

Natürlich ging die ganze Sache nicht so aus wie Finlay sich das erhofft hatte. Zwar hatte der Anführer wirklich nicht damit gerechnet, er hatte den Spieß jedoch schneller wieder umgedreht, als es Finlay lieb gewesen wäre. Er hatte es nicht geschafft, auch nur einen der Pokébälle in die Finger zu bekommen. Gescheitertes Unterfangen, das ihm nun teuer zu stehen kam. Der Anführer hatte schnell reagiert, ihm am Schopf gepackt und auf den Boden befördert. Dabei hatte er es unglücklicherweise nur nicht belassen. Schleunigst packte der Schwarzhaarige nach den Händen, die seinen Hals umschlungen hatten und zudrückten, doch natürlich schaffte er es nicht, sie wegzuziehen. Dazu fehlte ihm die Kraft und natürlich würde sie auch gar nicht auf magische Weise zurückkehren.
Die Rettung kam jedoch alsbald in Form von Odile. Finlay konnte wirklich von Glück sagen, dass sie eingriff. Dumm nur, dass dieser Kerl sofort zum nächsten Angriff ansetzte und die Polizistin überfiel. Mehr als hastig nach Luft zu schnappen, verbrachte Finlay in diesem Moment nicht, während nun Odile mit dem Typen rangelte. Zu dumm, dass er es nicht geschafft hatte, an die Pokébälle zu gelangen, um das Meditalis und Elektek zurückzurufen. Zumindest das Meditalis schien aber zumindest außer Gefecht gesetzt worden zu sein und stand zunächst nicht wieder auf. Hoffentlich blieb das auch so. Das bedeutete dann nämlich, dass ihnen nur noch das Elektek im Weg stand.
Eisern versuchte Finlay, sich wieder aufzurichten, um Odile helfen zu können. Er schaffte es jedoch nicht auf die Beine. So sehr er es auch versuchte. Es war Odiles Lunastein, das der Polizistin schließlich zu helfen wusste und das Elektek des Bankräubers schien ziemlich verunsichert zu sein. Das mochte wohl nur allzu verständlich sein. Immerhin musste auch das Elektropokémon wohl einsehen, dass es nicht besonders gut um seinen Anführer stand.
"Freya...", brachte der Schwarzhaarige angestrengt unter schwerem Atmen hervor. Das Mantidea begann ein drittes Mal, seine Kräfte zu sammeln, zeigte dem Elektek mit bedrohlicher Geste seine Sensen. Auch, wenn Freya nicht besonders viel aushielt, so musste das Elektek nun einiges einstecken, wenn es weiterhin auf einen Kampf bestand. Und ob es das Wert war? Nichtsdestotrotz wartete das Pflanzenpokémon mit aufmerksamen Adleraugen auf die Reaktion des feindlichen Pokémon. Man wollte seinen Feinden ja schließlich eine Chance lassen, sich zu ergeben nicht? Leal lugte stattdessen noch immer aus der Tasche hervor und beobachtete gebannt das Geschehen. Unter keinen Umständen würde er seine nicht ganz so sichere Tasche verlassen, um sich irgendwie einzumischen. Nicht ohne Audie. Das konnte man nicht von ihm verlangen!
In der Zwischenzeit war es auch Finlay gelungen, endlich wieder auf die Beine zu kommen, auch wenn er offensichtlich wackelig darauf war. Er legte seine Hand auf seinen Hals, während er noch immer versuchte, seine Atmung wieder zu normalisieren. Nicht, dass es ihm wirklich gelang, doch da spielte auch der Schock ein wenig mit rein. Nun, zumindest war Freya nicht gänzlich auf Befehle angewiesen, um effektiv zu kämpfen. Ins Besondere nicht, wenn sie einen derart verstärkten Angriff hatte, dass sie gerne auf die Vollen ging. Nur Finlay bereute, dass er diesem Bankräuber keine Höllenqualen bereiten konnte, um sich ausgiebig zu rächen.
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Beitrag von Gastam Mo Apr 24, 2017 10:05 pm

Odile & Finlay
„in the absence of justice.“
- 47 -

Fromm kümmerte sich darum, dass der Anführer sich von Odile wegbewegte und damit auch das Messer außer Reichweite ihrer Kehle kam. Ein kurzer Blick zu ihrem Pokémon reichte um zu erkennen, dass das Lunastein ihn wohl auch am liebsten gegen die nächste Wand geschleudert hätte, doch er unterließ es. Stattdessen zappelte der Anführer nur wie wild in der Luft herum, wurde jedoch durch Fromms Kräfte in der Luft gehalten, so dass er im Endeffekt nichts mehr tun konnte. Odile blieb allerdings noch am Boden liegen. Ihr Kopf dröhnte vom Aufprall mit dem Hinterkopf und einen Augenblick verschwamm ihr Blickfeld, woraufhin sie die Augen für einen Moment schloss. Kopfschmerz setzte ein und Odile war sich gerade nicht sicher, ob das einfach vom Aufprall gekommen war, oder weil ihre Migräne wieder einsetzte. Das wäre ja nun wirklich das Letzte, was sie gebrauchen könnte. Sie brauchte noch ein paar Sekunden bis sie die Augen wieder öffnete und den dazugewonnenen Schwindel hatte bekämpfen können, so dass sie sich langsam wieder aufsetzte. Sie fuhr sich mit der Hand durch die Haare und betrachtete kurz den Anführer in der Luft, dann sah sie herüber zu Finley. „Ist alles in Ordnung?“, fragte sie langsam und musterte seinen Hals. Er hatte nicht sanft zugedrückt und Odile hatte von dem Angriff des Arboks damals auch mehrere Tage Blutergüsse tragen müssen. Sie hoffte, dass dem Schwarzhaarigen das erspart bleiben würde.
Ihre Aufmerksamkeit wurde wieder auf die Pokémon gerichtet, als Finley sein Mantidea ansprach und jene dem Elektek eine bedrohliche Geste zeigte. Langsam wandte sich Odile den Pokemon wieder zu und hievte sich langsam auf die Beine. Die größte Gefahr war wohl vorüber, denn von dort oben könnte der Anführer definitiv nichts mehr tun, was ihnen schaden könnte. Das einzige Problem war jetzt nur noch das Elektek, welches allerdings auch nicht allzu sicher zu sein schien, ob es tatsächlich noch weiterkämpfen wollte. „Nun mach schon!“, giftete der Anführer, der offenbar immer noch nicht aufgeben wollte. „Amelia.“, meinte Odile lediglich und ihr Lucario nickte. Sie positionierte sich neben das Mantidea und kanalisierte zwischen ihren Pfoten eine weitere, hell blau leuchtende Aurasphäre, die sie jedoch noch nicht abfeuerte, sondern auf die Reaktion des Elekteks wartete. Das Pokemon sah kurz zu seinem Trainer und dann zu seinem kampfunfähigen Mitstreiter. Unsicher ging der Blick hin und her, stoppte wieder bei seinen Gegnern und hob schließlich die Hände, um sich zu ergeben. Odile atmete aus. Der Kampf war also auch gewonnen. Sehr gut. Amelia behielt die Aurasphäre trotzdem aufrecht, für den Fall der Fälle, dass das hier nur eine Finte war.

Odile strich sich wieder die Haare zurück und trat dann näher zu dem Anführer, der von Fromm etwas tiefer gehalten wurde. Sie nahm ihm das Messer ab und außerdem seine Pokébälle, um das Elektek und Meditalis zurück zu rufen. Er fluchte dabei lauthals, doch Fromm verhinderte, dass er sonst irgendetwas tun konnte. Sie nickte den Polizisten draußen schließlich zu um ihnen das Zeichen zu geben, hereinkommen zu können. Sofort stürmten die Polizisten herein und kümmerten sich um die restlichen Handlanger, die verblieben waren. Odile hatte sich tatsächlich nicht getäuscht – der Handlanger dem das Glibunkel gehörte war tatsächlich verschwunden. Fromm ließ den Anführer schließlich wieder auf den Boden und Odile drehte seine Arme auf den Rücken, um ihm die Handschellen anzulegen. „Sie sind festgenommen.“, murmelte sie und schloss die Handschellen nicht unabsichtlich etwas zu fest. „Wir sehen uns auf dem Präsidium.“ Das würde sie sich schließlich nicht entgehen lassen. Fromm beendete die Psychokräfte schließlich, so dass der Anführer sich zwar wild gegen die Handschellen wehrte, doch im Endeffekt auch nichts dagegen anstellen konnte. Ein junger Polizist nahm ihn Odile ab. „Klären Sie ihn über seine Rechte auf.“, wies er sie an, woraufhin sie nickte. Odile rieb sich kurz über die Augen und sah dabei zu, wie die anderen Verbrecher abgeführt wurden, bis nur noch Odile und Finley übrig waren – und die Pokémon. Odile wandte sich nun dem Glibunkel zu, welches augenscheinlich realisiert hatte, dass sein Trainer es zurückgelassen hatte. Fragend warf sie einen Blick herüber zu Finley, während Amelia dem Mantidea die Pfote hinhielt, um sie kurz zu schütteln. Der Entschluss Urlaub zu nehmen stand nun definitiv fest. So ganz konnte Odile noch nicht glauben, dass es tatsächlich vorbei sein sollte. Ihr Gesicht schmerzte wie die Hölle und der Kopfschmerz in ihren Schläfen verschwand auch nicht wieder. Sie schüttelte leicht den Kopf, weil ihr Übel wurde, aber solange sie noch nicht allein war, würde sie auch keinerlei Schwäche zeigen. Wollte sie zumindest nicht.
„Du solltest dich untersuchen lassen.“, meinte sie an Finley gewandt und musterte ihn kurz. „Vielen Dank für deine Hilfe. Ohne dich wäre das wahrscheinlich nicht so geendet.“ Zumindest nicht für sie. Sie vermutete, dass sie die Geiseln irgendwie da raus hätte bringen können, selbst wenn es im Austausch gegen eine Fluchtmöglichkeit mit ihr gewesen wäre. Das wäre aber eben nur nicht gut für sie geendet. „Auch wenn ich so meine Vermutungen hege, was du in deiner Freizeit tust, bleibst du für die Polizei nur eine weitere Geisel, ohne Verdacht auf kriminelle Machenschaften.“, versprach sie ihm. Es wäre ja wohl das Letzte von ihr, ihn nun wegen eines Verdachts ebenfalls mitnehmen zu wollen. Odile war zwar knallhart was Verbrecher anging, aber sie war kein Monster. Und sie war dazu bereit ihre Moralvorstellungen und Ansichten zu überdenken, wenn es die Situation benötigte. „Danke.“, wiederholte sie dann nochmal und schüttelte leicht den Kopf. Amelia trat zu ihr und nickte Finley zu. Sie rief Fromm zurück in seinen Ball und es dauerte noch ein paar Sekunden, ehe sie die Augenbrauen zusammenzog und in die Innentasche ihres Mantels griff. Sie trat nun näher zu Finley und hielt ihm eine kleine, weiße Visitenkarte hin. „Solltest du doch mal überlegen, einen anderen Weg einzuschlagen… die Ranger- und Polizistenvereinigung sucht immer nach klugen und ambitionierten Köpfen. Ich müsste nur deinen Namen erfahren.“ Es war zwar unwahrscheinlich, aber der Gedanke zählte. Vielleicht irrte Odile sich ja auch vollkommen und er war kein Krimineller, dann war das vielleicht eine gute Chance, die er ergreifen konnte. Sie atmete einmal tief durch und sah dann kurz wieder zu dem Glibunkel, dann zurück zu Finley. „Du solltest deinen Hals im Krankenhaus untersuchen lassen.“, meinte sie dann langsam und der Blick haftete kurz an jenem. „Nicht, dass etwas Ernstes ist.“ Sie brachte sogar kurz ein Lächeln zustande.


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Beitrag von Gastam Mo Apr 24, 2017 11:41 pm

Und endlich fand diese ganze, bescheuerte Situation sein Ende. Der Anführer der Bande konnte nun nichts mehr unternehmen und das Elektek, das sich das gegifte seines Trainers anhören musste, gab schließlich auch klein bei. Der Kampf war also zu Ende. Zumindest das Pokémon hatte wohl eingesehen, dass es aussichtslos war und zögerte es nicht unnötig weiter hinaus. Zugegeben, das Lucario und Mantidea mussten wohl einschüchternd genug wirken. Während die hereinstürmende Polizei und Odile mit der Verhaftung beschäftigt waren, holte Finlay sich seine Tasche, in der Leal noch immer ruhte und es sich nicht nehmen ließ, die Situation zu beobachten. Er ließ sein Molunk jedoch einfach weiter hinauschauen. Während Freya - zumindest so gut es ging - die Pfote des Lucarios schüttelte, wanderte Finlays Blick zusammen mit Odiles zum Glibunkel. Tatsächlich tat dieses Pokémon ihm wirklich ein wenig Leid. Nicht nur, dass es in gewisser Weise zur Mittäterschaft gezwungen war, sein Trainer hatte es wegen ein bisschen Profits im Stich gelassen.
Odile bedankte sich schließlich, obwohl Finlay nicht so recht behaupten konnte, dass ihm wirklich irgendein Dank gebührte. Immerhin hatte er ja auch seine eigene Haut retten wollen. "Eigentlich müsste ich mich bedanken.", meinte er, während er sich den Nacken rieb. "Also, vielen Dank." Nur den Kommentar mit der Freizeitbeschäftigung und dem Verdacht auf kriminelle Machenschaften, konnte Finlay nicht auf sich sitzen lassen. Auch, wenn Odile natürlich eigentlich den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. "Moment! Mohoment!", wandte der Schwarzhaarige schleunigst ein und blies im nächsten Moment auch schon beleidigt die Wangen auf. Das wirkte nur leider nicht besonders ernstzunehmend. "Das mit der Spange war nicht die feine Art, sicher, aber ich gebe alles zurück!", meinte er schließlich. Natürlich war ihm bewusst, dass es Odile nicht auf diese Aktion ankam. Wahrscheinlich rührte diese Skepsis eher daher, dass er sich mit Lockpicking auskannte, aber dass er das erkannte, musste er schließlich nicht heraushängen lassen.
"Es geht nur einfach nicht anders!", verteidigte er sich weiter, während Freya bereits mit dem Kopf schüttelte und zu seufzen schien. "Und... es ist wirklich nicht leicht, dagegen anzukämpfen." Tatsache. Auch, wenn Finlay es immer wieder versuchte, den Zwang zu überwinden war gar nicht so einfach. Fast, als wollte man aufhören zu atmen. Man konnte sich nicht mit Luft anhalten selbst ersticken. Das war ein Ding der Unmöglichkeit. Auch, wenn der Vergleich in manchen Punkten sicherlich ein wenig hinkte. Nun, Finlay war ja tatsächlich kein wirklicher Dieb. Da gab es weit meisterhaftere Menschen, die nicht irgendwelchen Zwängen unterlagen.

Als Odile ihm eine Visitenkarte reichte, nahm Finlay sie, sich mit einem Nicken bedankend, entgegen. Auch, wenn das natürlich ein Angebot war, dass er niemals annehmen würde. Sicher, sich in die RPV einzuschleichen, ha, das wäre eine Meisterleistung! Aber zum einen war er sich sicher, dass er dem Background-Check nicht standhalten würde und zum anderen hatte er auch gar nicht vor, eine solche Meisterleistung zu vollbringen. Musste er ja auch gar nicht. Er fühlte sich auf seinen Rang wohl und konnte unnötige Risiken doch nun auch endlich vermeiden. Wenn er nicht in den nächsten Bankraub hineinstolperte.
"Ich glaube, beim Schlüsseldienst bin ich dann doch sicherer.", meinte er lachend, während er seinem Molunk die Visitenkarte reichte, damit es sie in die Tasche steckte. Für einen Moment hielt das Pokémon sie in den Pfoten und starrte sie an, als könnte es wirklich lesen, was darauf stand. Dumm nur, dass es sie verkehrt herum hielt. "Aber vielleicht komm ich wirklich mal darauf zurück." Nie im Leben. Dazu gab es ja schließlich auch keinen Grund. "Oh, stimmt...", sagte der Schwarzhaarige dann, als ihm auffiel, dass Odile seinen Namen ja noch gar nicht kannte. Er hatte ihren ja durch die Bankräuber mitbekommen, aber sein eigener Name war ja nie zur Sprache gekommen. "Finlay Broun.", stellte er sich schließlich vor. Der Name, den kein Schwein tragen wollte! Blöde Bedeutungen und das Brown für Arme, damit war er ja nun wirklich für den Rest seines Lebens gestraft. Wenn nicht noch darüber hinaus. Schließlich würde dieser Name mal auf seinem Grabstein stehen. "Hier ruht der Typ mit dem bescheuerten Namen!" oder "Das Brown für Arme ist von uns gegangen!" Sein Favorit war ja immer noch "Hier parkst du richtig."
"Es geht schon.", meinte der Schwarzhaarige, als Odile ihm riet, sich im Krankenhaus untersuchen zu lassen. Er hatte nicht wirklich vor, nun in ein Krankenhaus zu marschieren. Es war genug Trubel für einen Tag. Und wer versicherte ihm denn, dass nicht irgendein Vollidiot ausgerechnet heute noch das Krankenhaus überfallen wollte, weil irgendeine Polizistin darin lag, mit der er noch eine Rechnung offen hatte? Das wäre zwar ein ganz enormer Zufall, aber das Risiko ging er besser nicht ein! Nein, eigentlich hatte er einfach wirklich nur keinen Bock auf ein Krankenhaus.
"Klein Finny holt sich lieber ein Eis!", meinte er dann, rührte begeistert mit dem Zeigefinger in der Luft herum und grinste schließlich. "Immerhin ist das kleine Mädchen mit meinem letzten Schokoriegel abgezogen." Adé, oh du wunderbarer Schokoriegel! Das Grinsen verschwand jedoch alsbald wieder und er legte sich die Hand in den Nacken, während er Odile ansah. "Aber meinen Sie, Sie könnten in Erfahrung bringen, was mit dem alten Mann passiert ist? Ob er es geschafft hat?" Zugegeben, eigentlich interessierte es ihn gar nicht so sehr. Aber auf der anderen Seite war es wohl nicht schlecht zu wissen, ob der Mann, der streng genommen dafür gesorgt hatte, dass sich die Handlanger gegen ihren Anführer wandten, es geschafft hatte. Und war es nicht völlig menschlich, sich nach dem Wohlbefinden einer ehemaligen Mit-Geisel zu erkunden?

Schließlich wanderte Finlays Blick jedoch zu dem Glibunkel, das sich dicht an ihn gestellt hatte und stur geradeaus starrte, als wollte es gar nicht unbedingt Mitleid erwecken, aber auch nicht so recht wusste, wo es nun eigentlich hin sollte. Ein wenig kam es Finlay ja bekannt vor. Er hatte auch nie so recht gewusst, wo er hin sollte, nachdem seine Familie ihn im Grunde im Stich gelassen hatte. Wegen einer Störung, für die er nun wirklich nichts konnte. "Es ist mir fast schon peinlich zu fragen...", begann der Schwarzhaarige dann schließlich und blickte Odile an, während das Glibunkel hoffnungsvoll zu ihm aufsah. Na, hoffentlich würde er diese Frage nicht bereuen. "Meinen Sie... ich könnte dieses Glibunkel vielleicht behalten?", fragte er dann schließlich geradewegs heraus. Vorausgesetzt natürlich, dieses Pokémon würde ihn nicht wieder verprügeln. Aber im Moment schien dieses Glibunkel zugegeben recht friedlich zu sein.
"Man könnte sagen, zu sehen wie sein Trainer es nach allem einfach im Stich lässt, nehme ich persönlich." Das konnte man nun interpretieren, wie man mochte. Letztendlich konnte Finlay dem Pokémon aber gar nicht so recht böse sein, obwohl es wirklich sanfter hätte sein können! Aber nach der Geschichte im Stich gelassen zu werden? Das war wieder ein ganz wunderbarer Beweis dafür, dass sich dringend etwas ändern musste. Außerdem konnte dieses Pokémon ihm mit Sicherheit noch nützlich sein, wenn er wieder mal nicht auf Leal oder Audie bauen konnte.
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Beitrag von Gastam Fr Apr 28, 2017 9:36 pm

Odile & Finlay
„in the absence of justice.“
- 48 -

Das Thema „Bedanken“ war relativ zügig abgehandelt. Odile nickte nur leicht als Finlay den Dank zurückgab und diskutierte nicht darüber, ob nun ihm oder ihr der ganze Dank galt. Sie hatten beide irgendwo ihren Beitrag geleistet und man könnte wohl sagen, dass der eine dem anderen das Leben gerettet hatte – auf viele Arten und Weisen. Odile stopfte die Hände in die Taschen ihres Mantels und zog anschließend ihre Visitenkarte hervor, um Finlay das Angebot zu machen, mal bei der Ranger- und Polizistenvereinigung vorbei zu schauen. Verwirrung machte sich daher auf ihrem Gesicht breit, als sie seine Reaktion mitbekam. Es dauerte ein paar Sekunden bis sie Eins und Eins hatte zusammenzählen können und den Kopf leicht schief legte, ehe sie jenen kurz schüttelte. „Nein, nein.“, meinte sie hastig und hob irgendwie abwehrend die Hände. „Das war nicht darauf bezogen. Für eine Zwangsstörung kann man schließlich nicht viel.“, fuhr sie schnell fort, um die Sache klar zu stellen. Bei Arceus, das war doch das Letzte, was sie bei ihren Worten im Sinn gehabt hatte. Wieder schüttelte sie kurz den Kopf. Ein kurzes Lächeln zeigte sich dann auf ihren Lippen, das jedoch relativ schnell wieder erstarb. Odile zuckte leicht mit den Schultern und sah dem Braunhaarigen ein paar Sekunden mit einem undefinierbaren Blick entgegen, ehe sie schließlich seufzte. „Also, wenn du irgendwann einmal Interesse hast…“, schloss sie daran wieder an und lächelte wieder kurz. Sie würden hier nun schließlich nicht herumstehen und ausdiskutieren, ob der Andere nun kriminellen Machenschaften nachging oder nicht. Das würde weder ihr noch ihm helfen und eigentlich war es auch gar nicht wichtig.
Finlay offenbarte schließlich, dass er beim Schlüsseldienst arbeitete. Und, dass er Finlay Broun hieß. Natürlich könnte Odile den Namen mal durch sämtliche Datenbanken jagen, aber wozu denn? Wahrscheinlich würde sie den armen Teufel sowieso nie wieder sehen. Odile nickte daher leicht, zog kurz die Augenbrauen zusammen und beobachtete das Molunk, welches sich um die Visitenkarte und die Tasche kümmerte. „Darf ich fragen, um welche Pokémon es sich bei deinen handelt?“, fragte sie dann und sah von der wundersamen Echse wieder in Finlays Gesicht. Schön, dass sie dem auch endlich einen Namen zuordnen konnte. „Ich habe weder dieses, noch das Pflanzenpokémon bisher gesehen.“ Aber man musste auch zugeben, dass sie sich nie auf die Jagd von Pokémon konzentriert hatte. Es waren immer Menschen gewesen, die mehr in ihrem Interessengebiet gelegen haben. Eine Pokémonreise war nie das wirklich Wahre für sie gewesen, geschweige denn das Sammeln oder Entdecken von Pokémon. Einige Lücken in ihrem Wissen was ihre Namen anbelangte waren also nicht sehr verwunderlich – allerdings hatte sie diese Arten bisher auch noch nie irgendwo gesehen. Sie sah kurz zu Amelia, die das kleinere Pokémon ebenfalls irgendwie interessiert musterte.

Finlay verneinte, sich seinen Hals ansehen zu lassen und Odile nickte kurz. Sie war immerhin nicht seine Mutter, er wusste schon selbst gut genug, was er tun und was er lassen sollte. Sie selbst war ja kein Deut besser. Wegen der Verletzungen im Gesicht und des Stromschocks sollte sie sich vielleicht auch untersuchen lassen, aber eigentlich hatte sie darauf wirklich absolut keine Lust. Sie hatte die letzte Zeit schon viel zu oft in Krankenhäusern verbracht, da wollte sie jetzt nicht wieder in einem sitzen. Bis auf die Schmerzen im Gesicht war ja auch alles in Ordnung und die würden mithilfe ihrer Schmerztabletten sicher auch bald wieder unter Kontrolle sein. Die Augenbrauen der Polizistin hoben sich nur kaum merklich, als ihr Gegenüber meinte, sich lieber ein Eis zu holen. Gut, das war auch eine Option. Vermutlich. Odile nickte langsam und Amelia sah zwischen den beiden hin und her. Sie hob die Pfote und räusperte sich kurz, ehe sie Odile gegen die Schulter boxte. Ihre Trainerin wandte sich zu ihr und erntete einen auffordernden Blick in Richtung Finlay, ehe Odile verstand. Böh. Sie konnte doch nicht mit ihm Eis essen gehen. Wie verrückt war das bitte? Naja. Egal. Eis war lecker. „Amelia scheint auch Eis zu wollen.“, meinte sie dann und schob das Ganze damit einfach auf ihr Pokémon. „Wäre es ein Problem, wenn wir uns euch anschließen?“ Sie hatte sowieso noch keine Lust auf die Berichte. Und sie musste auch ihrem Boss noch schreiben und nach Urlaub fragen. So viel zu tun… ein Eis essen war da definitiv die bessere Wahl.
Odile nickte schließlich auf seine Nachfrage hin. „Sicher, das sollte kein zu großes Problem darstellen.“, erwiderte sie mit einem leichten Nicken, während dem sich ihre Mundwinkel kaum merklich hoben. Das benötigte nur ein paar Anrufe, die nicht weiter kompliziert sein sollten. Vielleicht war ja auch irgendein Polizist draußen informiert, das würde es einfacher machen. Sie sah schließlich auch kurz nach draußen und bemerkte ein paar Kameras und Reporter. Natürlich. Vermutlich würde sie auch noch ein paar Worte sagen müssen – wunderbar. Sie sah ja gerade auch wirklich präsentabel aus. Wirklich atemberaubend.

Odiles Blick wandte sich zu dem Giftpokémon, welches stur gerade aus starrte. Ganz nach dem Motto „wenn ich mich nur auf einen Punkt konzentriere verhindere ich die Konfrontation mit der Realität“, die ja nun in seinem Fall war, von seinem Trainer zurückgelassen worden zu sein. Einen Augenblick sah sie das Pokémon lediglich an, ehe der Blick sich zu Finlay wandte. Dass er das Glibunkel in sein Team aufnehmen wollte überraschte sie ein wenig, immerhin war es ja nicht gerade freundlich mit ihm umgegangen. Andererseits hatte es sich gen Ende der ganzen Situation hin als wertvoller Partner erwiesen. Die Polizistin überlegte einen Moment, ehe den Kopf zur Seite neigte. „Ich denke, das sollte gehen.“, meinte sie und schmunzelte kurz. „Sollte jemand fragen hat es einfach schon immer dir gehört.“, fuhr sie fort. Es war wirklich eine sehr schöne Sache, dass Finlay sich um das Pokémon kümmern wollte. Ansonsten wäre es wohl nun auch einfach ein freies Pokémon gewesen. Wenn es sich Finlay also anschließen wollte, wäre Odile die Letzte, die das verhindern wollen würde. „Draußen sind ein paar Reporter, um die ich mich kümmern muss.“, fuhr sie dann fort und ließ den Blick wieder nach draußen schweifen. „Ich könnte mir vorstellen, dass sie auch an dich ein paar Fragen haben…“ Reporter. Schreckliche Spezies, vor allem wenn man seine Ruhe haben wollte.


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Beitrag von Gastam Sa Apr 29, 2017 9:33 pm

Odile machte ziemlich schnell klar, dass es nicht ihre Absicht war, die Kleptomanie anzusprechen. Natürlich nicht. Sie hatte sich ja bereits ziemlich verständnisvoll gezeigt. Eine Tatsache, die Finlay noch immer sehr wunderte. Odile war ja schließlich Polizistin, nicht? Es war überraschend, dass sie die Tatsache, dass eine Zwangsstörung dafür verantwortlich war, so einfach akzeptierte. Normal war das jedenfalls nicht! Auf der anderen Seite kümmerte es die Polizisten der Ranger- & Polizisten Vereinigung wohl wenig, wenn ihnen kleinkriminelles Gesindel über den Weg lief. Vielleicht. Immerhin waren sie, soweit Finlay wusste, mit größeren Verbrechen beschäftigt.
Glücklicherweise kam es auch zu keiner großen Diskussion. Vielleicht hatte Finlay sich durch seine Hilfe ein Stückchen Vertrauen erschleichen können. So lange er kein gesuchter Schwerverbrecher war, schien es Odile wohl auch egal zu sein. Und solange der Schwarzhaarige nichts tat, was man wohl als absichtliche, kriminelle Handlung sehen konnte, aber das würde er tunlichst vermeiden. Schließlich hatte er keine Lust nun doch hinter Gittern zu landen.
Als Odile schließlich fragte, was Finlays Pokémon für Pokémon seien, neigte Finlay seinen Kopf nachdenklich zur Seite und verschränkte seine Arme. Also kannte sie wohl weder Molunk noch Mantidea. Ein kleines bisschen verwunderte ihn das schon. Andererseits waren diese Pokémon hier aber natürlich nicht heimisch und man konnte wohl nicht erwarten, dass eine Polizistin sich groß mit Pokémon befasste. Das mochte wohl Aufgabe der Ranger sein. Er deutete zunächst auf sein Mantidea. "Das ist Freya. Ein Mantidea.", stellte er sein Pflanzenpokémon vor, das zur Begrüßung einen leichten Knicks machte.
Schließlich deutete der Schwarzhaarige mit seinem Daumen auf das Pokémon seiner Tasche, das noch immer die Visitenkarte festhielt und irritiert Odile betrachtete. "Und das ist Leal. Ein Molunk." Ein Schillerndes auch noch. Ob er diesen Umstand erwähnen sollte? "Normalerweise sind Molunks aber Schwarz.", fügte er lieber doch an. Immerhin musste Odile doch auch Audie gesehen haben, nicht? Auch, wenn Audie ziemlich schnell K. O. gegangen war. "Und ohne Audie ist Leal leider so nützlich wie Fußpilz.", meinte er schließlich und blinzelte zu seinem Pokémon, das sich wie ertappt weiter in die Tasche zurückzog, die Visitenkarte verstaute und seinem Trainer schließlich das sorgfältig verstaute Brillenetui an den Kopf warf, um sich dann wieder in die Tasche zu verziehen. "Wie sehr aggressiver Fußpilz...", murmelte der Schwarzhaarige und rieb sich die getroffene Stelle am Kopf, ehe er sein Brillenetui wieder aufhob. Das hatte er wohl davon sein eigenes Pokémon zu necken.

Während Odiles Lucario seine Trainerin offenbar zu etwas zwingen wollte, sah Freya sich aufmerksam um. Eine Tatsache, die Finlay nicht bemerkte, immerhin fand er das Verhalten dieses Lucarios unfassbar amüsant. Als wäre das aber noch nicht genug, setzte Odile selbst noch einen drauf mit ihrer Frage. Natürlich hatte Finlay kein Problem, wenn sie mitkam. Vielleicht konnte er sich ja ein Gratiseis erschnorren? Doch statt einfach Ja zu sagen, grinste er Odile keck an. "Hehe..." Leal blickte aus der Tasche wieder hinaus und sah desinteressiert zu seinem Trainer hoch. Offenbar hatte das Molunk sich bloß überzeugen wollen, ob es wirklich sein Trainer war, der da so dumm kicherte. Jap. War er. "Wird das etwa ein Date?", folgte die neckische Frage. Natürlich würde es wohl kein Date sein, aber man ließ es sich ja nicht nehmen, zu necken! Auch, wenn Odile Polizistin war.
Es war schön zu hören, dass es wohl kein Problem war, sich nach dem Wohlbefinden des alten Mannes zu erkunden. Damit war die gute Tat auch schon vollbracht und das Interesse am Wohlergehen anderer wunderbar vorgeheuchelt. Nun gut, letztendlich war es die ganze Sache wohl auch erst wirklich wert, wenn es für alle Beteiligten gut ausging. Minus der Bankräuber, natürlich. Auch, dass die Sache mit Glibunkel sich so einfach händeln ließ. Er lächelte, mit einer Mischung aus Zufriedenheit und Dankbarkeit. Immerhin war es wohl auch nicht vollkommen rechtens, wenn eine Polizistin das Ganze gestattete und auch noch meinte, dass man einfach behaupten könne, das Pokémon hätte ihm die ganze Zeit schon gehört. Nun, beschweren würde er sich darüber jedenfalls nicht.
Schließlich hockte der Schwarzhaarige sich auf den Boden, um das Glibunkel besser ansehen zu können. Das Pokémon wirkte nach Odiles Okay ungemein zufriedener. "Dann brauchst du nur noch einen Namen." Im nächsten Moment schienen die Augen des Glibunkels sogar zu funkeln. Finlay hatte sich noch nie Gedanken darüber gemacht, ob ein Spitzname für ein Pokémon etwas Besonderes war. Er hatte es bisher einfach schlicht persönlicher gefunden. "Ich finde ja, Killer passt sehr gut.", scherzte Finlay jedoch und erntete dafür auch prompt einen mörderischen Blick von dem Kampffrosch. "Er passt perfekt..." Und wie perfekt. Schließlich winkte der Schwarzhaarige jedoch ab, bevor er sich wieder erhob. "Ich finde Ezra gut." Und damit wurde auch keinerlei Diskussion mehr zugelassen! Ohnehin schien das Glibunkel den Namen aber auch nicht wirklich abzulehnen. Nur "Killer" passte ihm ganz offensichtlich nicht. "Der Helfer" - war das nicht passend?
"Nur wie-", begann der Schwarzhaarige seine Frage zu formulieren, bevor ihm sein Mantidea bereits zuvorkam. Er war doch ziemlich verdutzt als Freya ihm einen Pokéball unter die Nase hielt. Offenbar hatte das Pflanzenpokémon angestrengt danach gesucht. Hatte dieser Vollidiot wirklich allen ernstes auch noch den Pokéball seines Glibunkels zurückgelassen? Da brauchte man wohl wirklich keinerlei schlechtes Gewissen haben. Nur kurz blickte der Schwarzhaarige vom Pokéball verwirrt zum Glibunkel, das deutlich nickte. "Danke, Freya." Auch das Mantidea schien zu lächeln, als sein Trainer den Pokéball nahm. Nun, das sparte ihm zumindest die Frage, wie er das Glibunkel überhaupt mitnehmen sollte, wenn es doch schon ein gefangenes Pokémon war. "Vollkommen verstoßen, huh...?" Offenbar hatten er und das Glibunkel wohl doch noch mehr gemein. Aber das war nicht der richtige Zeitpunkt, sentimental zu werden, weshalb der Schwarzhaarige nach seiner kurzen Sentimentalität auch gleich wieder lächelte.

Als Odile die Reporter jedoch erwähnte, verschwand das Lächeln dann doch wieder. Es folgte ein nervöser Blick. "Reporter...?", wiederholte er. Und sie hatten womöglich auch noch Fragen an ihn?! Ugh, damit wollte er sich nun wirklich nicht herumschlagen! Er beneidete Odile jedenfalls nicht, wenn sie sich regelmäßig mit diesen Leuten herumschlagen musste. Im Grunde hatte Finlay aber einfach nur kein Interesse in irgendwelchen Berichten zu erscheinen. Was wenn seine Kollegen das sahen? Ugh, er wäre die Lachnummer! Auf der anderen Seiten war den meisten sein unsagbares Pech jedoch mehr als bekannt.
Nun, letztendlich hatten sich die Rollen wohl vertauscht, nicht? Jetzt waren sie in gewisser Weise Bankräuber, die von den Polizisten umstellt waren. Nur waren die "Polizisten" in diesem Fall Reporter. "Von der Todesfalle ins Tohaidobecken, hervorragend...", seufzte er. Eine wirkliche Wahl hatte er aber wohl nicht. Wenn sie heraustraten würden diese Reporter sie ohnehin beide belagern.


Zuletzt von Finlay am Mi Mai 03, 2017 2:04 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Beitrag von Gastam So Apr 30, 2017 8:20 am

Odile & Finlay
„in the absence of justice.“
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Vielleicht sollte Odile sich doch mal ein wenig intensiver mit anderen Pokémon beschäftigen. Das sollte nicht bedeuten, dass sie ausgerechnet gerade diese Arten gerne in ihrem Team hätte, aber sich auf dem neusten Stand zu halten wäre sicher auch keine verkehrte Sache. Immerhin konnte es ja auch immer sein, dass sie sich einem solchen Pokémon gegenüber stehen sah und wenn sie dann nicht den Haus einer Ahnung hatte, was es konnte oder was es war, stand sie definitiv auf verlorenem Posten. Sie hatte eben bis jetzt nie wirklich viel Wissen über fremde Pokémon benötigt. Sie wusste wohl das Gröbste, immerhin lernte man in den Jahren ja durchaus dazu, aber sie würde sich nicht mit dem Wissen eines erfahrenen Trainers gleichsetzen. Dafür lagen ihre Interessen einfach vollkommen woanders. Die Polizisten wandte sich also halb dem Pflanzenpokémon zu, als Finlay anfing es vorzustellen. Ein Mantidea also. Odile nickte leicht und prägte sich das Aussehen des Pokémons ein, für den Fall der Fälle, dass sie einem erneut begegnete. Nun wusste sie immerhin auch, wie sich diese Pokémon im Kampf verhalten könnte. „Ich nehme an, dass es Typ Pflanze ist?“, fragte sie nochmal nach, nur um auf Nummer sicher zu gehen. Ihren Pokédex hatte sich nicht dabei und sowieso wäre es wohl reichlich komisch gewesen, hätte sie den nun gezückt. Odile wandte sich dann dem kleineren Pokémon in Finlays Tasche zu, das noch immer ihre Visitenkarte in den Pfoten hatte und sie irgendwie irritiert ansah. Warum konnte die Schwarzhaarige sich nicht beantworten… „Oh, also ein schillerndes Pokémon?“, fragte sie, erwartete aber keine Antwort. Natürlich war es schillernd. Sie hob leicht die Augenbrauen. Das war doch ein wirklich interessantes Team. Das schwarze Molunk hatte sie ja auch schon kennengelernt, wenn auch nur kurz. „Und was für einen Typ haben die beiden?“, fragte sie dann, kurz bevor Finlay das Brillenetui gegen den Kopf bekam. Sie zog kurz die Augenbrauen zusammen. Aua. Als hätte der arme Kerl heute nicht schon genug erlebt. Die Polizistin schmunzelte auf seine Worte kurz amüsiert. Freud und Fromm waren auch besser, wenn sie gemeinsam kämpfen konnten.

Natürlich konnte Amelia es auch nicht zulassen, dass ihre Trainerin sich nun schnurstracks wieder in ihre Festung der Einsamkeit verzog… ergo ihr Büro. Wobei das Lucario durchaus die Vermutung hegte, dass Odile vielleicht tatsächlich nach Hause gehen wollte – ein achtes Weltwunder! Wie dem auch sei – das wollte sie auch nicht zulassen. Hier gab es schließlich gerade die Chance, sich mit jemandem anzufreunden und wie man wusste, hatte Odile nicht viele Freunde. Am allerehesten würde sie wohl noch Ferris als Freund bezeichnen und die beiden waren im Endeffekt auch „nur“ Kollegen… also ja, man sah, wie sozial kompetent Odile doch war. Sie brachte ihre Trainerin also dazu, Finlay zu fragen ob sie ihn begleiten könnten. Das Kichern, das daraufhin folgte verunsicherte Odile kurz, so dass sich ihre Augenbrauen kaum merklich ein Stück hören, ehe… ja. Ehe sie ihn einen Moment ansah, als hätte er vollkommen den Verstand verloren. Date? Öh. Dass das so klingen könnte hätte Odile ja nun nicht erwartet. Amelia schmunzelte im Hintergrund sogar amüsiert, doch Odile schüttelte kurz den Kopf. „Ich denke eine gemeinsame Geiselnahme ist genug Date für einen Tag, oder nicht?“, erwiderte sie scherzhaft und schmunzelte kurz. Date. Buraghg. Also, nicht seinetwegen. Allgemein.
Während Finlay sich mit dem Glibunkel beschäftigte welches nun zu seinem Team gehörte, sah sich Odile in der Bank um. Soweit schien nichts beschädigt worden zu sein und es hockte auch nicht noch irgendwo eine verängstigte Geisel, von daher könnten sie eigentlich langsam nach draußen gehen. Es warteten ohnehin alle nur auf sie beide, würde Odile vermuten. Um die Geiseln wurde sich mittlerweile gekümmert und so wie sie das sah, waren einige Einheiten auch schon wieder abgerückt. Verständlich, immerhin gab es hier nichts zu tun. Es stand noch ein Krankenwagen dort, der wahrscheinlich für Odile und Finlay gedacht war, ein paar Polizeiautos und die dazugehörigen Polizisten, die Reporter zurückhielten in die Bank zu stürmen. Das würde ja ein Spaß werden. Ob sie sich wohl mit „kein Kommentar!“ durch die Menge drücken konnte? Im Endeffekt war sie ja nicht für die Presse verantwortlich… Sie könnte hinterher sicher irgendwen anders dazu verdonnern Stellung zu nehmen, allerdings war sie es, die hautnah dabei gewesen war. Sie kam also wohl nicht drum herum… Odile wandte sich Finlay wieder zu als jener die Sache mit dem Spitznamen geklärt hatte und nickte anschließend langsam. „Jaa, Reporter.“, seufzte sie gedehnt und schenkte Finlay einen entschuldigenden Blick. „Aber wir können uns wahrscheinlich durchkämpfen und ich mache eine Pressekonferenz aus. Dort kann ich mich dann in Ruhe und allein um sie kümmern.“ Es wollte schließlich nicht jeder im Fernsehen sein, das war vollkommen verständlich.

Sie wartete noch einen Moment, bis Finlay mit allen Sachen die er noch so machen musste fertig war, ehe sie sich, dicht gefolgt von Amelia, der Tür nach draußen näherte. Man konnte schon sehen, wie die Reporter unruhiger wurden. Wie eine Horde Heuschrecken, nur eben menschlich. Odile seufzte kurz, ehe sie die Tür aufdrückte und die paar Meter bis zu den Reportern aufholte. Amelia hatte sich derweil zurückfallen lassen und lief stattdessen hinter Finlay her. Wohl um aufzupassen, dass er von den Reportern nicht verschlungen wurde. Ein Gewitter aus Fragen brach über Odile ein und sie beantwortete alle mit ‚Das werde ich auf der kommenden Pressekonferenz beantworten‘, ehe sie weiterging. Manche sprachen sie auf ihr Gesicht an, andere auf die Bankräuber, wieder andere auf Finlay. Was er damit zu tun hatte, ob er geholfen hatte, wenn ja, was er getan hatte… und alles erhielt die selbe Antwort von Odile. Es war wirklich zum Haareraufen, aber sie hatten es bald geschafft sich durch den Fluss aus Reportern zu kämpfen, die langsam auch von den anderen Polizisten aufgewühlt und weggeschickt wurden. Nun würde sie vor ihrem Urlaub noch eine Pressekonferenz halten müssen; wunderbar.
Als sie sich sicher war, dass kein Reporter mehr störte oder sie mit Blitzlicht blendete, wandte sie sich Finlay wieder zu. „Alsoo… Eis essen.“, meinte sie langsam und spitzte leicht die Lippen. „Ich habe absolut keine Ahnung, wo es hier eine gute Eisdiele gibt.“, gestand sie mit einem kurzen Grinsen.

tbc. Eiscafé Arktilas, Stratos City

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Beitrag von Gastam Mi Mai 03, 2017 6:46 pm

"Richtig.", stimmte Finlay zu. Mantidea waren Typ Pflanze. Überraschend, dass Odile richtig getippt hatte. Es gab mehr als genug Menschen, die ein Mantidea für einen Käfertypen hielten. Er selbst hatte sich ja selbst dabei erwischt, wie er es schon einmal gedacht hatte! "Obwohl viele ein Mantidea für Käfer halten." Er rieb sich fast schon beschämt den Nacken. Nun, er kannte immerhin die Wahrheit. Auch, wenn es eine Weile gebraucht hatte, das zu durchschauen. War ja schließlich nicht so, als hätte Freya ihm das sagen können. Ob sie sich irgendetwas dabei gedacht hatte? "Vollidiot-Trainer kennt meinen Typen nicht"? Zum Glück lag das längst hinter ihnen.
Zu der simplen Feststellung, dass Leal ein schillerndes Pokémon war, nickte der Schwarzhaarige nur. Eine wirkliche Antwort erwartete die Polizistin wohl auch nicht. Immerhin war das wohl das naheliegenste. Finlay glaubte jedenfalls nicht, dass jemand seine Pokémon mit Farbe anmalte. Obwohl... Irgendwo auf dieser Welt würde es mit Sicherheit einen solchen Menschen geben. Aber Farbe musste doch bestimmt schädlich für Pokémon sein. Außer vielleicht für ein Sleimok. Das würde die Farbe wohl eher aufessen... oder auftrinken? Das waren doch sehr eigenartige Pokémon, wenn er genau darüber nachdachte.
"Gift und Feuer.", antwortete der Schwarzhaarige auf die Frage nach den Typen der beiden echsenartigen Pokémon. Nun, denen konnte man das vielleicht nicht so schnell ansehen. Kurz fiel Finlays Blick auf das Lucario. War Korrosion vielleicht erwähnenswert? Wahrscheinlich. Wenn Odile noch nie im Leben Molunk gesehen hatte, dann war ihr die Fähigkeit dieser Biester bestimmt auch nicht bekannt. "Sollltet ihr mal gegen eines kämpfen, solltet ihr aber aufpassen.", meinte er und blickte vom Lucario wieder zu Odile. "Die meisten Molunk können auch Stahl- und andere Giftpokémon vergiften." Das war doch mit Sicherheit eine Warnung, mit der sie etwas anfangen konnten. Schließlich waren Molunk und Amfira in der Hinsicht einfach besonders. So gab es wenigstens keine böse Überraschung. Außer vielleicht, sie standen einem Amfira gegenüber. Aber die Verbindung würden sie sicherlich schnell ziehen können. Zumindest glaubte Finlay, dass man Amfira wohl als weiterentwickelte Form erkennen konnte.

Dass Odile das "Date" lieber verneinte, war vorherzusehen. Nun, wirklich ernst hatte er es ja ohnehin nicht gemeint. Mal ganz zu Schweigen davon, dass er sich wohl zum Gespött machte, wenn er eine Polizistin daten würde. Noch schlimmer, eine RPV Polizistin! Das war der Staatsfeind Nummer 1! Ob ihm das wohl als Verrat ausgelegt werden würde? Zumindest gegen ein Eis sprach ja nichts. Es konnte sich ja vielleicht noch als nützlich erweisen. "Schon wieder ein Korb!", jammerte der Schwarzhaarige jedoch gespielt. "Jetzt muss ich Sudoku begehen!" Blöd nur, dass er kein Sudokuheft und auch keinen Stift dabei hatte. Und es sowieso überhaupt nicht ernst meinte. Wäre ja noch schöner. Ob Sudoku aber wirklich eine zuverlerlässige Selbstmordmethode war? Tod durch Zahlensucht? Für Finlay ja unvorstellbar.
Da war dann ja nur noch das Problem mit den Reportern, die wie Hunde lauerten. Nur, dass sie nicht vor hatten, irgendeinen fremden Garten zu betreten. Vielleicht war das doch kein passender Vergleich. Tohaidobecken kam dem wohl wirklich am nächsten. Odiles Worte klangen jedoch vielversprechend. Denn auf dumme Fragen und dreiste Journalisten hatte Finlay nämlich wirklich so gar keine Lust. Auch, weil er sich wirklich nicht zum Gespött der ganzen Taijitu machen wollte. Der Verbrecher, der in Verbrechen hineingeriet. Nein, eigentlich war er sich sicher, dass eh irgendjemand Wind davon kriegen würde. Man musste aber ja nicht das Feuer mit dummen Interviews schüren. Was sollte er da auch schon sagen? Dass er von einem Glibunkel verprügelt wurde? Dass er mitgekämpft hatte? Held stand ihm ohnehin nicht wirklich.

Finlay rief schleunigst seine Pokémon, inklusive des Glibunkels, zurück und verstaute ihre Bälle sorgfältig in seiner Tasche. Er wollte sie nicht verlieren, wenn sie sich durch diese Masse an Journalisten kämpften, die sofort wie Geier nach ihrer Chance suchten. Ein wenig tat Odile ihm ja leid, dass sie wie eine Schallplatte mit Sprung ihre Worte andauernd wiederholen musste. Ob das immer so war? Wenn ja, dann beneidete Finlay sie jedenfalls nicht.
Als sie endlich ihre Ruhe hatten, eröffnete Odile auch sogleich, dass sie keine Ahnung hatte, wo sich eine gute Eisdiele befand. Zeit zum Scheinen! "Ich kenne ein ganz hervorragendes Eiscafé für unser Nicht-Date!", verkündete er fast schon mit Stolz. Obwohl man wohl nicht wirklich stolz darauf sein musste, ein Eiscafé zu kennen. Und dass es sich um kein Date handelte. Eigentlich brauchte das ja keine Betonung, aber der Schwarzhaarige hatte es sich einfach nicht verkneifen können. "Folget mir, Mademoiselle!", folgte ein Kommentar mit so unsagbar falscher Intonation, das Finlay selbst einen Moment über seine Worte nachdenken musste. Er wusste, er hatte es vollkommen falsch betont, aber er wusste nicht, welcher Part so falsch war. "Ach, ich komm nicht aus Kalos.", redete er sich schließlich heraus, um dann auch selbst nicht mehr über die Betonung nachdenken zu müssen. Stattdessen setzte er sich doch lieber in Bewegung. Man wollte ja schließlich gutes Eis haben!

# tbc: Eiscafé Arktilas - Stratos City
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Beitrag von Yamunaam Mo Jul 23, 2018 6:22 pm

Städtische Bank
Post #001, mit: Fionn
Als sie am heutigen Morgen aufgestanden war, hatte sie wohl nicht mit dem gerechnet, was ihr der heutige Tag bringen würde. Aber das tat man wohl nie. Der Tag hatte eigentlich ganz akzeptabel angefangen: die Sonne schien am Himmel und trotz Dienstbeginn in den frühen Morgenstunden konnte Yamuna nicht behaupten, unausgeschlafen zu sein. Jedenfalls für ihre Verhältnisse nicht. Im Hauptquartier der RPV angekommen hatte auch alles noch seinen gewohnten Ablauf gehabt - bis dieser eine Anruf gekommen war. Banküberfall in der wohl größten Bank der Stadt. Das genaue Ausmaß dessen hatten sie natürlich nicht sofort überblicken können, doch für Yamuna stand fest, dass sie an den Ort des Geschehens fahren würde. So wurde der Tag doch noch wesentlich abwechslungsreicher, als sie es zunächst vermutet hatte. Was auf der einen Seite zwar ganz gut war, da es so einfach Ablenkung bot, auf der anderen Seite konnte es natürlich auch gefährlich werden. Aber das würde sich erst zeigen, wenn sie dort war.
Das ließ natürlich nicht allzu lange auf sich warten und so reihte sie sich bei den anderen Polizisten ein, die bereits vor Ort waren und die Bank umstellten. Die Bankräuber hatten einige viele Zivilisten als Geiseln genommen, wie es häufig der Fall war, wenn es um Banküberfälle ging, hatten sich bisher aber nicht großartig über Bedingungen geäußert, die sie stellten, um aus der Sache irgendwie wieder hinaus zu kommen. Yamuna aber war sich fast sicher, dass das noch kommen würde, denn sie bezweifelte stark, dass die Bankräuber verhaftet werden wollten. Vielleicht legten sie sich soeben eine Strategie zurecht, wie sie heil aus der Sache wieder hinauskamen. Yamuna jedenfalls ließ sich über den aktuellen Stand aufklären, natürlich in Begleitung ihrer treuen Freundin, die anmutig neben ihr schwebte und einen Blick auf die Bank warf. Dank der Überwachungsvideos konnten sie ganz gut sehen, was im Inneren vor sich ging - drei Männer mit ihren Pokémon standen dort, die wiederum die Geiseln bewachten. Die Männer trugen allesamt Masken auf dem Kopf, sodass man ihre Gesichter nicht erkennen konnte, doch sie sahen durchweg gefährlich aus. Was auch immer ihr Ziel war, es wirkte nicht so, als hätten sie es bereits erreicht.
»Habt ihr schon herausgefunden, was genau sie wollen?« fragte Yamuna schließlich, bekam aber die Antwort, die sie bereits erwartet hatte: sie hatten keine Ahnung. Allerdings schienen die Männer langsam unruhig zu werden. Und in dem Moment, als Yamuna diesen Gedanken gefasst hatte, meldete sich einer der Geiseln zu Wort - und wurde prompt von dem Snobilikat eines der Männer angegriffen. Der nun verletzte Mann glitt zu Boden und hielt sich den durch die Krallen verletzten und nun blutenden Bauch. Das schien nicht nur Yamuna selbst zu schockieren, denn einer der maskierten Männer schrie nun den anderen an - Ton hatten sie bei den Aufnahmen leider nicht, doch wenn Yamuna die Bewegungen der Lippen richtig deutete, war es nicht geplant gewesen, irgendjemanden zu verletzen. Der Mann musste dort raus gebracht werden. Das war nicht nur Yamunas Gedanke, denn einer ihrer Kollegen - Alec, der ihr außerdem ein guter Freund war - versuchte sogleich, abermals an diesem Tag telefonisch Kontakt zur Bank aufzunehmen. Was ihm auch gelang, denn der Mann, der sich über die Verletzung beschwert hatte, nahm den Hörer ab, sodass Alec die Gelegenheit hatte, mit ihm darüber zu sprechen, dass die Geisel frei gelassen werden musste. Natürlich würde das nicht ohne Weiteres gehen, denn hier kamen erstmals Forderungen ins Spiel. Obwohl sich die Männer zunächst nicht dazu überreden lassen wollten, den Mann freizulassen, schaffte Alec es doch sie davon zu überzeugen, dass es besser für alle Beteiligten war, wenn der Mann behandelt werden würde. So konnten sie sich auf einen Geiselaustausch einigen - und hier kam Yamuna ins Spiel. »Ich gehe rein.« sagte sie ganz automatisch und war bereits dabei, sämtliche Sachen abzulegen, die sie bei sich trug. Das gefiel allerdings nicht nur Cassiopeia überhaupt nicht, sondern auch Alec war strikt dagegen. "Das ist viel zu gefährlich." mahnte er, doch Yamuna ließ sich davon nicht umstimmen. Was hatte sie schon zu verlieren? Sie konnte helfen, Geiseln zu beschützen und Bankräuber zu fassen. Sie hatte zwar noch keine Ahnung, wie sie das anstellen sollte, aber sie würde ganz sicher nicht einfach untätig herumstehen und nichts tun. »Ich bekomme das schon hin. Mach' dir um mich keine Sorgen. Ich habe doch bisher alles geschafft. Und ich bin sicher, dass ich sie davon überzeugen kann, aufzugeben.« sprach sie also zu Alec, der nach wie vor nicht davon begeistert war. Im Endeffekt war es aber nicht seine Entscheidung - sie erhielt die Zustimmung des Einsatzleiters, sodass sie die ersten Schritte Richtung Eingang schnell machte. Jedoch wurde sie schnell von ihrem Mega-Altaria aufgehalten, das es überhaupt nicht einsah, sie allein dort hinein gehen zu lassen. »Cass, ich muss das allein tun. Sie würden dich mir sowieso direkt wegnehmen. Ich brauche dich hier draußen, okay?« Deutlich war dem Altaria anzusehen, dass es ihr überhaupt nicht passte, doch letztlich setzte Yamuna ihren Weg allein fort.
Bis sie den Eingang der Bank erreicht hatte. Vorsichtig betrat sie das Gebäude, mit erhobenen Händen natürlich, wo sie prompt von dem Elektek begrüßt wurde, das sie bereits über die Überwachungskamera gesehen hatte. Es trug den verletzten Mann und sobald Yamuna drin war, verließ das Elektek das Gebäude und legte den Mann davor auf dem Boden ab, bevor es die Bank direkt wieder betrat und nun Yamuna weiter in das Gebäude trieb. Obwohl sie im Grunde freiwillig weiter lief, wurde sie von dem Elektro-Pokémon vor sich her gestoßen, weshalb sie einige Male stolperte, sich aber wieder fangen konnte. Ihr lag es auf der Zunge zu sagen, dass sie auch gut allein laufen konnte, verkniff es sich aber, da sie sich zunächst einen Überblick über die Lage verschaffen wollte. Hatten die Bankräuber noch separate Waffen dabei? Oder waren es nur ihre Pokémon, die für sie die Arbeit machten? Gab es vielleicht noch mehr Pokémon, die über die Kameras nicht hatten gesehen werden können? Oder noch weitere Männer mit Masken, die für sie eine Gefahr darstellen konnten? Die Geiseln jedenfalls kauerte alle gemeinsam in einer Ecke an der Wand, wo sie von dem Snobilikat größtenteils in Schach gehalten wurden. Auch Kinder waren unter ihnen - und bald würde auch Yamuna ein Teil von ihnen werden.



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Beitrag von Fionnam Fr Jul 27, 2018 5:52 pm


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#007 with „Yamuna Carim“


Es war ein … fabelhafter Tag! Ja! Voll und ganz! Erst einmal war er heute aufgestanden und hatte bereits drei Geldbeutel geleert, weil einige Trunkenbolde unachtsam über die morgendlichen Straßen geschwankt sind und so leichte Ziele für Fionn waren. Natürlich gab es nicht viel zu holen, aber der weißhaarige Dieb nahm, was er kriegen konnte und im Grunde klaute er Geldbeutel nur, weil er es konnte und es ihm Spaß machte, nicht, weil es ihm viel einbringen sollte. Juwelen und alles andere, was glitzerte und glänzte war da um Längen besser! Jedenfalls war er nach den Diebstählen durch die Gegend gelaufen und irgendwie wieder in Stratos City gelandet, wie schon einmal vor sechs Monaten, als dieser Dinger auftauchten, die ja sooooo cool waren! Er hatte einige Juweliere ausgekundschaftet – naja, er hatte in die Fensterläden gespäht und dabei mit leuchtenden Augen alles angestarrt, was er zu sehen vermochte –, Süßigkeiten stibitzt und vernascht und ansonsten einfach den bisherigen Vormittag herum gebracht, gemeinsam mit seinen Pokémon, natürlich. Und dann war er vor dieser Bank gelandet. Es war eher uninteressant, in Banken brach er nicht ein, da waren zu viele Kameras und zu viel Sicherheitspersonal, als dass es lustig sein könnte, allerdings erregte dann tatsächlich doch etwas aus dem Inneren sein Interesse, weshalb er zunächst, wie schon bei den Juwelieren, durch die Fenster gestarrt hatte. Da drinnen bewegten sich einige Menschen, die nicht in das Bild einer Bank passten und sie hatten Pokémon dabei. Zückte da einer eine Pistole? Oh, wie toll! Er nahm eine andere Position ein, drückte sich so sehr an das Glas, das man meinen mochte, dass er hindurch fallen müsste …
„Hanni, Hanni schau mal! Siehst du daaaaaaaaas?!“, … und das tat er tatsächlich auch. Aufmerksam, wie er gewesen war, war er nämlich von Fenster zu Tür gewechselt und hatte so viel Druck ausgeübt, dass diese nachgab. Er plumpste einfach so hindurch und landete auf dem Boden. Überrascht hatte er nämlich vergessen, sich abzufangen! Naja, egal! Schnell richtete er sich auf, grinsend, kichernd, sah nach vorn – und wurde da schon am Arm gepackt, von irgend so einem grobschlächtigen Mann. „Hallööööchen!“, giggelte er, ließ sich mitziehen.
„Halt die Klappe, dummes Balg!“, kam sofort die Antwort von einer der offenkundigen Bankräuber. Fionn hörte ihm aber gar nicht zu, sondern sah sich um. Den Leuten hier stand die Angst ziemlich ins Gesicht geschrieben – warum denn? Er drehte den Kopf noch etwas – wo waren eigentlich Hanni, Blacky und Sleepy? Im Gebäude jedenfalls nicht – ah, da! Sie huschten gerade vor dem Fenster zur Seite, nur das Knuddeluff blieb kurz und nickte Fionn ernst zu. Das … bedeutete wohl, dass die drei gleich kommen würden? Hoffentlich. Er hasste es, von den dreien getrennt zu sein!
„Steh da nicht rum, fessel ihn!“, schnauzte da plötzlich der Typ mit der Waffe und Fionn sah wieder nach vorn, als ein dritter mit Kabelbinder kam.
„Oh, also seid ihr wirklich Bankräuber? Echt total wirklich?“, fragte er grinsend. Hammerstark! Super cool! Ends toll! „Wie kommt man nur darauf? Und ihr sitzt sicher totaaaaal in der Patsche, oder?“, lachte er da, während man ihm Kabelbinder um die nach hinten verdrehten Arme schnürte. Die meisten Menschen hielt dieser Kunststoffmist ja auf, Fionn aber würde das einfach loswerden – wenn er wollte. Aber solange Hanni und die beiden Raichus nicht hier waren, konnte er ja die Show genießen! Wer konnte schon behaupten, einem Bankraub beigewohnt zu haben? Das musste er dann beim nächsten Mal unbedingt dem Chef erzählen! „Ich hab mich schon gewundert, warum in der Ferne Sirenen zu hören waren – jetzt weiß ich es!“, lachte er da weiter, bekam aber sogleich eine Ohrfeige, die … natürlich nicht schmerzte. Überrascht war er dennoch, weshalb er für wenige Sekunden verstummte. Ach, richtig! „A-au!“, sagte er da gekünstelt, bevor er schon in eine Ecke gestoßen wurde, wo schon drei andere Leute saßen. Er landete abermals auf dem Boden, hatte sich aber schnell soweit aufgerichtet, dass er gemütlich zu sitzen vermochte. Er grinste inzwischen wieder, beobachtete, wie die drei Männer tuschelten. Der mit der Waffe schien der Boss zu sein und er wirkte total wütend. Weil Fionn die Sirenen erwähnt hatte? Nun, er hatte gar keine gehört, aber das würde sicher nicht lange auf sich warten lassen. Er drehte den Kopf etwas. Einige Pokémon schwirrten hier umher – ein Snobilikat kam ihm gerade nahe und knurrte bedrohlich. Er lehnte sich vor und grinste das Katzenwesen so wahnsinnig an, wie er eben war – und tatsächlich widmete es sich den anderen, statt Fionn genauer zu beachten, zu schade aber auch!
Das war aber auch zunächst wieder uninteressant, als einer der drei Männer eine Frau anbluffte, dass sie endlich den Code für den Tresor herausfinden sollte. Ah, das sagte ja schon alles. Natürlich waren sie hinter dem Tresor her, allerdings war der offenbar nicht für jeden zugänglich. Diese Frau war wohl eine Mitarbeiterin, musste aber wohl frisch im Team sein, denn sie wusste die Zugangsdaten nicht. Ein elektronisch gesicherter Safe – wie unachtsam. Jedes gut geschulte Elektropokémon konnte die Stromzufuhr kappen, allerdings schienen diese Idioten nicht auf die Idee zu kommen, ihr nun an der Tür Wache schiebendes Elektek mal zu Rate zu ziehen. Und das Pokémon selbst schien ebenfalls zu dumm, um darauf zu kommen. Allerdings war der Code vielleicht auch nur das erste Hindernis und anschließend kam ein Handabdruck- und Augenscanner oder vielleicht irgendetwas mechanisches, was man aus all diesen coolen Filmen kannte? Vielleicht versperrte sich alles andre, wenn man diesen Code überbrückte? Am liebsten wollte Fionn ja direkt selbst nachsehen – allerdings grinste er weiterhin nur vor sich hin, kicherte, schwankte irgendwann vor Freude hin und her.
„Mein Junge, du solltest lieber still sein.“, flüsterte da der alte Mann neben ihm so leise er konnte. Fionn sah ihn mit großen Augen an. Mein Junge? Aus welcher Zeit kam der denn bitte?
„Eeeeh?“, machte er da nur, als auch schon wieder der Grobschlächtige zu ihm kam und ihn bedrohlich ermahnte, still zu sein. Pff, wie langweilig! Aber er spielte mit – er wollte ja sehen, was noch so passierte. Das Grinsen aber konnte er sich nicht verkneifen. Die Frau weinte inzwischen, der Kerl mit der Waffe schnaufte wütend und das Snobilikat tat es ihm nach – die beiden gehörten offenbar zusammen. „Echt langweilig, eure Pokémon – meine sind viel cooler!“, schnaubte er da, allerdings war das an ihn selbst gerichtet. Was deshalb aber nicht überhört wurde – kurz darauf wurde er schon wieder auf die Beine gezogen.
„Du hast Pokémon bei dir?“, knurrte Nummer drei und Fionn nickte. Was … natürlich nicht ganz falsch war, aber eben auch nicht richtig. Sofort wurde er abgetastet, bis man zwei Pokébälle fand – die der beiden Raichus. Leer – aber das wussten diese Vollzeitidioten natürlich nicht. Der Typ schnaubte nur giftig, stieß ihn zurück und schmiss Nummer zwei die Pokébälle zu. Ach, man sollte doch wirklich mal nachsehen, was man da zu klauen gedachte! Fionn hasste das eigentlich, aber in den Pokébällen war ja eh niemand. Also richtete er sich wieder ordentlich auf und beobachtete das weitere Geschehen …
… was eine zieeeemlich lange Zeit totaaaal langweilig war! Nummer eins steckte seine Pistole weg und redete eher leise auf einen Mann ein, da er die Frau inzwischen bewusstlos geschlagen hatte und der Kerl eben auch ein Mitarbeiter war. Jetzt übrigens der einzige, der nicht geknebelt und gefesselt war, was die Situation aber nicht interessanter machte. Er zitterte so heftig, dass er nicht einmal diesen einen Ordner aufklappen konnte, in dem er nach dem Code suchen wollte. Warum kannte den eigentlich niemand? Waren hier alle neu? Ooooh, oder war das Sicherheitssystem neu? Jedenfalls, draußen war es viel interessanter. Man konnte zwar nichts sehen, aber die Polizeisirenen schrillten laut und ab und an klingelte ein Telefon in der Bank, was zunächst immer geflissentlich ignoriert wurde. Einmal tauchte hinter einer Ecke ein Vipitis auf, allerdings schlängelte es bald wieder davon. Ob dahinten noch mehr Geiseln waren? Vielleicht auch noch mehr Männer? Vielleicht wartete Vipitis mit Nummer vier vor dem merkwürdigen Tresor? Irgendwann jedenfalls meldete sich dann aber eine der Geiseln zu Wort. Ein Typ, der die ganze Zeit schon panisch aussah, kalkweiß war, mit sich selbst redete, alle ängstlich ansah – und nun eben laut heraus brach mit eben dieser Panik. Er sprang, mit welcher Kraft auch immer, auf die Beine, trat vor, schrie herum, dass das alles nicht sein konnte, lief auf Nummer drei zu und flehte, frei gelassen zu werden – und da hörte Fionn das Fauchen, bevor das Snobilikat auf den Mann zusprang, um ihm den Bauch mit nur einem Hieb zu … verletzen. Hach, na endlich passierte mal was! Fionn grinste da schon wieder deutlich neugieriger, allerdings gerieten Nummer eins bis drei augenblicklich selbst in Panik und schrien sich gegenseitig an. Nummer eins musste vor allem leiden, die anderen beiden machten ihm Vorwürfe, das Snobilikat nicht unter Kontrolle gehalten zu haben. Der Mann auf dem Boden ächzte und blutete zieeeemlich mächtig.
„Wow, echt 'ne Menge Blut!“, sprach Fionn da auch laut aus. „Wie lang hältst du das denn noch durch, huh?“, fragte er den Kerl, der nun nur noch wimmerte und immer blasser wurde. Auch Nummer zwei verlor unter der Sturmhaube irgendwie an Farbe, zumindest wurde sein Hals nun auch bleich – und er schimpfte erst wieder, bevor er sagte, dass der Kerl sterben konnte. Jap, das stimmte wohl. Und da klingelte auch schon wieder das Telefon! Nach ein paar weiteren Versuchen ging Nummer eins endlich dran, eine Diskussion entstand, die offenbar mit einem Polizisten geführt wurde. Der wollte den Verletzten aus der Bank schaffen – also beobachteten sie sie wohl über die Kameras. Besser, Fionn blieb dabei, hier sitzen zu bleiben und nur zuzusehen – er war schon mit seinem Grinsen auffällig genug. Es war aber auch sooo schwer, sich zurückzuhalten!
Nun, jedenfalls wurde dann ein Geiseltausch vereinbart – und einige Minuten später kam eine Frau mit dem geradesten Rücken, den Fionn je gesehen hatte, in die Hand und zeigte deutlich, dass sie unbewaffnet war. Eindeutig eine Polizistin – naja, jemand anders konnten sie zum Tausch ja auch nicht anbieten. Der Verletzte wurde vor die Tür gelegt, bevor das Elektek sie zu Nummer zwei schubste. Der begann sofort, sie trotz erhobener Hände abzutasten – vermutlich nach Pokébällen, was sie bei Fionn ja anfangs vergessen hatten –, bevor er den Kabelbinder griff. Ja ja, alle würden hier das gleiche Schicksal erleiden! War ja auch nur fair, richtig?
„Setz dich dahin!“, blaffte dann Nummer eins und zeigte zu Fionn. Oooh, also bekamen er und das Snobilikat, das wieder Patrouille lief, neue Gesellschaft! „Kein Mucks von dir, sonst geht es schlimm für dich aus!“, knurrte er weiter, woraufhin auch das Snobilikat wieder einstimmte! Jetzt wurde es also vielleicht doch wieder interessant! Er richtete sich etwas besser auf – um die Polizistin genauer zu betrachten, natürlich. Er saß ja nicht oft neben diesen Gesetzeshütern, da musste er sich jedes Detail einprägen! Und wenn sie sie hier herein schickten, hatte sie entweder nichts drauf – was absolut gegen ihre Haltung sprach –, oder aber sie war echt 'ne große Nummer und konnte hier vielleicht was ausrichten! So oder so, Fionn würde gewiss seinen Spaß haben und erwartete die Dunkelhaarige mit einem neugierigen Grinsen auf den Lippen.




To be continued -

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Beitrag von Yamunaam Sa Jul 28, 2018 11:15 am

Städtische Bank
Post #002, mit: Fionn
Kaum hatte sie die Bank betreten, wurde sie, im Grunde wie erwartet, recht unsanft behandelt. Das Elektek schubste sie in die Richtung von einem der Bankräuber, der sie dann, trotz erhobener Hände, abtastete. Was durchaus verständlich war, immerhin musste man auf Nummer sicher gehen, dass sie keinerlei Waffen oder Pokémon dabei hatte. Oder sonst irgendetwas, das ihnen schaden konnte. Obwohl sie es eigentlich hasste, von fremden Menschen oder generell anderen Leuten betatscht zu werden, ließ sie es natürlich über sich ergehen. Sie hatte nichts zu befürchten, da sie mit Nichts in die Bank gekommen war. Gut, dass Cassiopeia draußen geblieben war, denn hier drin hätte sie wahrlich nichts ausrichten können. Ganz so, wie Yamuna es auch vorausgesagt hatte. Und draußen konnte ihre langjährige Partnerin vielleicht noch etwas unternehmen. Auch, wenn bisher natürlich nicht klar war, was sie überhaupt genau im Detail tun konnten, da Eingriffe immer auch ein gewisses Risiko beherbergten. Sie hoffte nur, dass es dem verletzten Mann bald wieder gut gehen würde - denn seine Verletzung war doch schlimmer gewesen, als zunächst angekommen. Sie würde auf jeden Fall auf das Snobilikat aufpassen müssen, das nicht davor zurückschreckte, jemandem ernsthaften Schaden zuzufügen. Oder konnte sie das vielleicht sogar dafür nutzen, einen Keil zwischen die Bankräuber zu treiben? Denn über die Überwachungskameras hatte es nicht so ausgesehen, als wäre es im Interesse der Bankräuber gewesen, Verletzte zurückzulassen.
Nachdem der Typ endlich fertig damit war, sie abzutasten - und damit auch herausgefunden hatte, dass sie nichts dabei hatte - legte er ihr, ebenso wie den anderen Geiseln, Kabelbinder an, sodass ihre Hände am Rücken zusammengebunden waren. Was äußerst schlecht war, da sie sie auf diese Weise logischerweise nicht mehr benutzen konnte. Noch aber würde sie den Kopf sicher nicht in den Sand stecken. Sie würde eine Lösung finden, egal wie die auch aussehen mochte. Und sie hoffte wirklich, dass sie auch jede Geisel würde retten können. Während sie von dem Typen schließlich zum Rest der Gruppe gestoßen wurde, glitt ihr Blick zu einem anderen Typen, der soeben einen Mitarbeiter belästigte, der völlig aufgelöst war. Die Frau von davor saß mittlerweile wieder bei den anderen - wo sich nun auch Yamuna selbst hinbegeben sollte. Ziemlich unfreundlich und direkt befahl ihr der Typ, dass sie sich neben einen Jungen setzen und ruhig sein sollte. Sonst ging es schlimm für sie aus - sie konnte sich ziemlich genau vorstellen, was damit gemeint war, weshalb sie dem Befehl auch ohne zu Zögern nachging. Sie war nicht hier, um noch mehr Chaos zu verbreiten, sondern um zu helfen. Und dafür musste sie sich erst einmal ein genaues Bild über die Lage machen. Misstrauisch und genau verfolgte sie zunächst die Bewegungen des Snobilikat, das um sie alle herumschlich und jeden genau im Blick behielt. Wenn sie irgendetwas unternehmen wollte, musste sie auf jeden Fall darauf aufpassen, dass ihr dieses Angriffslustige Pokémon nicht in die Quere kam. Schließlich glitt ihr Blick wieder zu den drei Bankräubern, von denen einer nach wie vor versuchte, etwas aus dem armen Mitarbeiter herauszubekommen, was dieser einfach nicht zu wissen schien. Er blätterte in irgendeinem Ordner herum, zitterte aber so stark, dass er dazu kaum in der Lage war. Als einer der Bankräuber - offenbar erneut und sehr genervt - nach einem Code fragte, dämmerte es Yamuna, wonach der Mann suchen sollte. Natürlich, der Tresor. Was sonst sollte man auch in einer Bank wollen? Dennoch war es eine wichtige Information. Ihr Blick glitt weiter zu dem Elektek, das sich bei dem Mann aufhielt, der Yamuna die Kabelbinder umgelegt hatte. Sie vermutete stark, dass es zu ihm gehörte und wenn sie es richtig gedeutet hatte, gehörte das Snobilikat dem Mann, der immerzu versuchte, den Code so schnell es eben ging zu erhalten. Würde es für die Bankräuber nicht mehr Sinn machen, einfach das Elektek einzusetzen, um den Tresor zu öffnen? Wenn es über einen Code ging, müsste das doch eigentlich möglich sein, oder nicht? Den Gedanken behielt Yamuna auf jeden Fall im Hinterkopf, doch aussprechen würde sie das nun ganz bestimmt nicht. Sie brauchte noch mehr Zeit, um an mehr Informationen heran zu kommen.
Also wandte sie sich schlussendlich dem weißhaarigen Jungen neben sich zu. Er beobachtete sie und sie tat nun das Selbe. Verängstigt schien er nicht unbedingt zu sein, was Yamuna seltsam fand. Irgendwie wirkte er sogar mehr so, als würde er das Ganze unglaublich interessant finden und auf den nächsten Schritt förmlich warten. Das war natürlich ein enormer Kontrast zu den anderen Menschen, die alle verängstigt hier herum hockten und sich kaum trauten zu atmen. Obwohl der Junge nicht älter als...vierzehn? sein konnte, schien er doch der einzige zu sein, der hier einen kühlen Kopf bewahrte. Daneben spielte auch die Tatsache, dass er eben unmittelbar neben ihr hockte, eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, ihn ein wenig über den Stand der Dinge zu befragen. Vielleicht konnte er ihr ja etwas mitteilen, dass man über die Überwachungskameras bisher nicht gesehen hatte. »Weißt du, ob es noch mehr sind? Oder nur diese drei?« fing sie also im Flüsterton zu sprechen an, nicht ahnend, dass sich dieser Junge im Grunde nicht darum scherte, ob ihn die Bankräuber nun hören konnten oder nicht. Aber es war ein guter Anfang herauszufinden, ob sie es wirklich nur mit diesen drei Männern zu tun hatte oder ob es da noch mehr gab, die sie mit bedenken musste. Denn es konnte fatal enden, wenn man glaubte, es wären nicht mehr und aus den hintersten Winkeln kamen dann weitere Männer, die einen niederschlugen. Da war es doch wesentlich sinnvoller, vorher zu wissen, mit wie vielen Männern man es genau zu tun hatte. Leider blieben ihre geflüsterten Worte von dem Snobilikat nicht unbemerkt, sodass es augenblicklich fauchend zu Yamuna und dem Weißhaarigen zurückkehrte und mehr als deutlich machte, dass es keine Unruhe duldete. Yamuna sah das Snobilikat nun direkt an, verstummte aber. Sie war sich ziemlich sicher, dass das Pokémon keinen Halt davor machen würde, sie ebenfalls anzugreifen. Was nicht hieß, dass sie vor hatte, nur tatenlos herum zu sitzen, aber es war vermutlich besser, erst dann weiter zu sprechen, wenn das Snobilikat sich wieder von ihnen entfernte. Blieb zu hoffen, dass das schnell passierte, doch momentan stand es mit gefletschten Zähnen vor Yamuna und dem Jungen und wirkte nicht so, als würde es alsbald wieder gehen.
tbc: Städtische Bank, FSK-Bereich



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Beitrag von Danam Sa Jun 01, 2019 3:03 pm


Dan Chapell

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#001 – Notfallplan


Na wenn das nicht versprach, ein wundervoller Tag zu werden! Der Morgen war etwas diesig gewesen, als er in aller Frühe seine Wohnung verlassen hatte, um im Deckmantel der letzten Dunkelheit eine Stunde laufen zu gehen, wie er es jeden Tag tat und das schon seit einigen Jahren. Als es langsam heller wurde und die ersten Seelen erwachten, war er für die, die ihn zu sehen vermochten, nicht von Bedeutung – nur ein einfacher Mann, der zusammen mit seinem Pokémon, einem Fukano, unterwegs war. Zurück Zuhause gab es Frühstück, der Weg zur Arbeit war ebenfalls wenig beschwerlich gewesen und das Wetter versprach, nicht allzu sonnig zu werden, was ihm durchaus passte. Gewöhnlich zumindest, denn ohne triftigen Grund würde er nun in seinem Büro sitzen, oben im Gebäude der RPV und er würde Aufgaben verteilen und selbst bearbeiten, Dokumente durchgehen, Schlüsse ziehen. Als er die Nachricht bekam, er solle mit in die Innenstadt, da, wo dieser Bankraub gemeldet wurde, hatte er sich ebenfalls noch nicht allzu viel gedacht. Vor Ort war die Lage auch schnell erfasst – eine Gruppe Bankräuber, fünf an der Zahl, hatten es ziemlich vergeigt. Waren noch rein gekommen, hatten aber offenbar die falschen Mitarbeiter erwischt, sodass die Verriegelung schneller von statten gegangen war, als sie hätten bis drei zählen können. Vom stillen Alarm ganz zu schweigen. Seine Kollegen hatten es noch vor seinem Eintreffen geschafft, auf die Videokameras der städtischen Bank zuzugreifen – daher hatten sie erst die Informationen, dass es etwa fünf idiotische Meisterdiebe sein mussten –, sodass sie mit ansehen konnten, wie die Stimmung unter den zahlreichen Geiseln kippte, wie die Angst stieg und wie das Nervenkleid der Räuber immer ein wenig schwerer zu tragen wurde.
Doch mit der Situation im Innern befasste er sich gar nicht allzu lang – als er her gerufen wurde, wusste er im Grunde schon das wichtigste. Deshalb sah er sich auch eher hier draußen um, zählte gedanklich die zahlreichen Polizisten verschiedenster Ränge, die im Grunde alle völlig hilflos in der Gegend herum standen, ganz zu schweigen von der Presse, die sich hier längst tummelte und laut kreischend nach persönlichen berichten einiger Polizisten verlangte. Einer seiner Kollegen versuchte außerdem seit geraumer Zeit, in der Bank anzurufen – man wollte die Räuber an den Hörer bekommen. Geiselnehmer mussten früher oder später zu Verhandlungen auffordern – sollten sie also ruhig weiter versuchen, ihre Ohren klingeln zu lassen. Er indes suchte nach bestimmten Gesichtern, während sich nach und nach eines seiner Pokémon kurz an ihn schmiegte. Yakira und Shane verzogen sich für gewöhnlich aber schnell wieder, observierten die Lage auf ihre Art. Nur Valor blieb an Ort und Stelle. Und der gab ein kurzes Bellen von sich, als das erste gesuchte Gesicht an Ort und Stelle eintraf. Callum strich sich müde durch die leuchtend roten Haare, während er zielsicher auf ihn zusteuerte. Bei ihm angekommen ah er ihn lediglich fragend an, Worte bekam er somit nicht zu hören. Nichts ungewöhnliches – und demnach nichts, woran er sich stören würde. Im Grunde war das auch die Eigenschaft, die er an dem Bengel am meisten zu schätzen wusste.
„Wo sind die anderen?“, fragte er bitter, Callums Schulterzucken war aussagekräftig genug, aber die Antwort passte ihm dennoch nicht. Er knurrte, tief, wie er es häufig tat und wandte sich wieder der Bank zu. Callum tat es ihm nach – obwohl er heute frei gehabt hätte, offenkundig wenig geschlafen hatte, war er deutlich genauer bei der Sache, als die meisten. Vielleicht auch gerade dieser Umstände wegen machte ihn das Geschehen nicht nervös. Im Grunde war es einerlei – er selbst war nur froh, dass der Rotschopf nicht auch anfing, wie von einem Ariados gestochen durch die Gegend zu rennen. Verbitterte Gespräche waren zu vernehmen, rund um sie herum – einige ihrer Kollegen unterhielten sich hitzig, beratschlagten sich, was zu tun war. Idioten, allesamt. Wie es weiter ging hing von den Bankräubern ab. Sie würden ans Telefon gehen oder beginnen, sich um die Geiseln zu kümmern. So oder so, es würde der Aufruf sein, dass sie in dieses Gebäude stürmten. Wie gesittet das ablief würde sich also erst noch zeigen.
Nach weiteren Minuten schien sich aber auch endlich etwas zu tun. Durch die Fenster konnte man, wie über die Kameras, sehen, dass die Räuber nervös wurden – sie schienen ebenfalls einen Disput am laufen zu haben, während einer zwei der Angestellten nachhaltig dazu aufforderte, sich um einige Papiere zu kümmern. Dabei ging es sicher um den Tresor – um den ging es schließlich immer. Innerlich musste er seufzen. Es war gar nicht so lange her, da wurde die gleiche Bank schon einmal überfallen und auch die Räuber waren mehr als unvorbereitet gewesen. War das nicht der Fall gewesen, bei dem Carim schwer zugerichtet worden war? Ein Kopfschütteln. Aufblicken, als klar wurde, dass einer der Bankräuber endlich an das dauerhaft klingelnde Telefon ging. Weitere Worte folgten, in denen der entsprechende Kollege versuchte, die Bankräuber zum aufgeben zu bewegen. Er rollte mit den Augen – und als das einige Minuten so ging, entriss er besagtem Kollegen den Hörer.
„Hör mal, Sackgesicht, wir wissen beide, dass das so, wie es jetzt ist, nicht gut für euch aussieht. Ihr könnt nicht unbeschadet heraus kommen – aber ihr habt Glück, denn wir kommen auch nicht rein. Eine Pattsituation – äußerst bedauerlich.“, ging er also direkt in die Offensive, wobei zunächst einige bissige Kommentare bezüglich seiner Wortwahl kamen, ehe die Erkenntnis folgte. Richtig, die Polizisten hatten aktuell ebenfalls nichts gegen sie in der Hand – was sollten sie befürchten? „Wir könnten was am Blatt ändern, hm? Wär' sicher in eurem Interesse.“, fuhr er also fort und ignorierte die irritierten Blicke der Kollegen. „Wir wär's – ihr lasst 'ne Geisel gehen.“, schlug er also direkt vor, was natürlich zunächst auf Ablehnung stieß. „'n Hinterhalt? Spannende Idee, aber viel zu anstrengend. Hab glatt 'ne bessere Idee. Ihr gebt uns 'ne Geisel – und bekommt n Polizisten von Rang. Klingt gut, hm? Sicher wird die Polizei nicht zulassen, dass ihrem geschätzten Kollegen etwas passieren kann. Hätte also nur Vorteile für euch.“, Gezeter, mehr Gezeter, Diskussionen am anderen Ende. Er knirschte mit den Zähnen – wie ihn das alles jetzt schon nervte. Er tauschte einige Blicke mit Callum, der ihn als einziger nicht ansah, als wäre er verrückt. „Pass auf, ich leg jetzt auf. Wenn ihr euch entschieden habt, gebt 'n Zeichen durch eines der Fenster, dann rufe ich wieder an.“, unterbrach er also die Räuber und wartete nicht einmal eine Antwort ab, ehe er einhängte.
Nur, um sich dann mit seinen Kollegen zu befassen. Wie wahnsinnig, einen Polizisten da rein schicken zu wollen – wo sie doch noch nicht einmal wussten, ob die Räuber mehr als die bisher gesehenen drei Pokémon hatten, wo sie nicht wussten, ob sie Waffen mit sich führten. Alles nur wenig von Belang für ihn, weshalb er die anderen abwimmelte. Eine Zigarette – die brauchte er jetzt. Ein Blick zum Gebäude verriet, dass sich die Räuber berieten. Zwei sahen immer wieder verstohlen zu den Fenstern. Dann kam schließlich einer nach vorn getreten, machte ein Handzeichen. Gut. Er griff den Hörer, ließ zur Bank durchstellen.
„Also?“, fragte er direkt. Fragen kamen zurück – wirklich kein Hinterhalt? Nein. Und wer wäre die Geisel? Und wie könnten sie sicher sein, dass sie nicht doch etwas planen? Er nahm einen kräftigen Zug von der Zigarette, positionierte sich so, dass er direkt in die Bank sehen konnte, ehe er den Stummel beiseite warf. „Ich bin die Geisel. Ihr könnt mich doch von drinnen sehen, oder seid ihr Blindfische? Nein? Gut. Passt auf. Ich gebe meinem Kollegen meine Dienstwaffe, mein Funkgerät, meine Pokébälle. Zugesehen? Gut.“, Idioten. Er übergab all sein Hab und Gut an Callum, klemmte sich den Hörer mit der Schulter ans Ohr, um beide Hände zu zeigen, nachdem er auch seine Jacke ausgezogen hatte. „Nix, was Probleme machen könnte. Ich leg jetzt auf und komme zur Tür – wenn ich da bin, lasst ihr mich von einem verängstigten Mitarbeiter in Empfang nehmen und schickt … keine Ahnung, das eine Gör da raus, das bei euch 'rum hockt. … Ja, genau das. Klar soweit? … Gut.“, wieder hängte er ein. Ein letzter Blickwechsel mit Callum. „Wenn Cuckoo kommt will ich keinen Ärger.“, sprach er noch giftig, woraufhin der Rotschopf nickte. Dann trat er unter den letzten Protesten den Weg zur Bank an, während das Fukano, Valor, an Callums Seite verblieb. Er wartete an der Tür. Es hätte ein fabelhafter Tag werden können – aber das hier würde definitiv furchtbar nervig werden. Dann, endlich, Bewegung und die hing nicht damit zusammen, dass Shane hinter der Ecke des Gebäudes hervor zu ihm lugte. Die Tür öffnete sich und ein Mädchen wurde unsanft raus gestoßen. Schluchzend stand das Kind auf, sah ihn an, aber schnell wieder fort, ehe sie zittrig zu den anderen Polizisten lief. Hatte von ihm sicher kein Mitleid zu erwarten, also bitte … Dann wurde er gerufen – er sollte rein kommen. Mit erhobenen Händen? Wenn's sein musste. Er knirschte mit den Zähnen, ehe er die Hände erhob und eintrat. Schnell wurde die Tür hinter ihm zugeschlagen, von einer Angestellten, die durch ein Pinsir bedroht wurde. Kaum war die Tür zu kamen zwei der idiotischen Bankräuber auf ihn zu. Eine bedrohte ihn mit einem Sichlor, der andere tastete ihn ab – das Übliche also.
„Gut – dahin mit dir, Bulle.“, wurde dann unsanft entschieden, als sie sicher waren, dass er nichts bei sich hatte. Er ging nicht darauf ein, sondern setzte sich einfach, nachdem ihm der, der ihn abgetastet hatte, die Arme hinterm Rücken mit Kabelbinder zusammen gebunden hatte. Die billige Lösung für die, die sich keine Handschellen leisten konnten. Gewöhnlich ähnlich effektiv, da sich die meisten nicht gegen Kabelbinder stemmten – schmerzte schließlich, wenn sich der Kunststoff ins Fleisch grub. Allerdings war er nicht „die meisten“, sondern ein Polizist und er hatte schon weit schlimmeres miterlebt, sodass das Sprengen von ein paar Kabelindern nicht zum Problem werden sollte. Sobald die Zeit reif war, zumindest. Er wurde also in eine Ecke verfrachtet, ein wenig abseits der anderen Geiseln – sollte ihm nur recht sein. Würde er mitten unter ihnen sitzen, würde er sich sicher nicht vor ihren weinerlichen Kommentaren retten können. Was an seinem Platz noch besser war, war die Tatsache, dass er direkt in der Nähe einer Kamera saß. „Wie heißt'n, Bulle? Rede!“, kam da auch schon – eine Frage, die sie vorher hätten stellen sollen, wenn sie sichergehen wollten, dass sie nicht irgendeinen ranglosen Anfänger bekommen. Als er nicht direkt antwortet, trat einer nach seinem Bein. Das würde der Arsch am Ende definitiv noch zurück bekommen.
„Chapell.“, gab er also zurück, zeigte sich unberührt. Der Name schien nicht bekannt zu sein – warum auch? War ja nicht so, als würde die RPV tagtäglich ein schwarzes Brett aktualisieren, auf dem Informationen zu allen Mitarbeitern für jeden beliebigen Bürger Einalls zugänglich waren. Die Blicke waren dennoch furchtbar zermürbend – langweilig und nervig zugleich.
„Was wollen die als nächstes machen, eh? Was plant ihr?“, kam die nächste Frage, während der eine sich immer noch mit zwei Angestellten beschäftigte.
„Kommt drauf an, wie mies ihr euch anstellt.“, gab er also schließlich zurück und kassierte einen weiteren Tritt. Oh, das würde eine süße Rache werden, wenn sich noch ein wenig mehr ansammelte. Was ganz sicher der Fall war, immerhin war er … er.
„Rück' raus mit der Sprache!“
Er seufzte – der Kopfschmerz bahnte sich schon an.
„Wenn ihr mich weiterhin scheiße behandelt, wird es sicher nicht besser für euch.“, war seine einzige Antwort. Noch ein Tritt. Oh, mach ruhig weiter, Sackgesicht, dachte er sich und nach einigen weiteren Versuchen gaben sie schließlich auf und wandten sich ihrem eigentlichen Vorhaben wieder zu. Dem Tresor – wie er erwartet hatte. Eine Weile wurde er noch streng beobachtet, doch bald waren sie sich sicher, dass er nichts anstellen würde. „Wurde auch Zeit.“
Er konnte also endlich anfangen, sich genauer umzusehen. Wo die Kameras hingen, wusste er ja, blieben also die idiotischen Räuber selbst, ihre Pokémon und neben den Geiseln auch die Einrichtung. Auf dem Tresen entdeckte er einige Pokébälle, die sicher den Geiseln abgeknöpft worden waren. Neben dem Sichlor und dem Pinsir lief hier noch ein schlecht gelauntes Tornupto seine Runden. Bei dem, der mit den Angestellten redete, sie aufforderte, endlich etwas zu Tage zu fördern, hingen zwei Pokébälle am Gürtel, die anderen hatten jeweils einen, nur der letzte hatte abermals zwei. Die Pokémon ließen sich aktuell noch nicht zuordnen, da sie recht selbstständig agierten, während sie die Geiseln bedrohten oder ihre Runden abliefen. Machte aber nichts – zumindest für ihn hatte es kaum Bedeutung, denn es würde nichts an seinem Plan ändern. Observieren, Informationen weitergeben und dann, wenn auch der Rest seiner nichtsnutzigen Truppe hier eintraf, zum Handeln übergehen. Deshalb saß er noch stumm da, beobachtete, lernte. Wie sie redeten, wie sie sich bewegten, wie sie mit einander umgingen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass zwei der fünf Räuber mit dem Rest nicht besonders gut zurecht kamen, vor allem mit einander nicht, sie suchten sich zu ignorieren und wenn das nicht ging, gifteten sie sich an. Der, der am ruhigsten blieb, war der mit den Angestellten, wenngleich er offenkundig genervt von der Situation war. Aber er hatte einen vernünftigen Ton drauf – schien fast schon müde. Der würde wohl als erstes checken, dass sie das hier längst verloren hatten. Weiterhin fiel ihm auf, dass der, der immer am Telefon gehangen hatte, ab und an schwer atmete, unscheinbar fasste er sich an die Seite. Definitiv eine Verletzung – oder er war krank. Hoffentlich das erste, er hatte wahrlich keine Lust, wegen einem stumpfsinnigen, unvorbereiteten Idioten krank in der Wohnung hocken bleiben zu müssen. Wobei er wohl dennoch arbeiten gehen würde, aber mit Fieber oder ähnlichem würde Cuckoo noch tausend Mal anstrengender werden.
Aber weiter im Text. Der Telefontyp war also hoffentlich verletzt, der Angestelltentyp der Situation bereits müde. Der, der ihn abgetastet – und getreten – hatte, schien überaus nervös zu sein. Ständig lief er auf und ab – kurze Lunte, sehr gut. Der vierte war der, der aufgepasst hatte, während er abgetastet wurde. Schien sorgsam zu sein, denn die Leute zu bedrohen schien ihm nicht zu passen. Fast schon hastig sorgte er dafür, niemals in Geiselnähe zu sein, solange es nicht sein musste. Der würde also vermutlich wenig Ärger machen, was ebenfalls gut war. Blieb nur noch einer, der, der meist stumm verblieb, besonders finster drein sah und dem alle irgendwie zu gehorchen schien. Der Boss also – gut, dass er das wusste. Punkt eins abgeschlossen, sein Blick glitt unauffällig zur Kamera. Einen Moment zu lange starrte er herein – die Räuber bemerkten das natürlich nicht, aber er wusste, dass Callum es sah. Ein Blick durch die Fenster verriet ihm, dass dem so war, denn er konnte sehen wie er eine Hand hob. Gut. Der Blick zurück zur Kamera, dann eine Kopfbewegung, wie, als würde er sich strecken, hin zu dem, den er als Boss identifiziert hatte. Eine weitere Bewegung, die auf ihn selbst deutete. Zurück zum Fenster – wieder ein Handzeichen von Callum. Er hatte verstanden – gut. Also lehnte er sich zurück, observierte weiter, während sich die zwei, die nicht miteinander auskamen – der nervöse Typ und der Geiselflüchtige – in einer Diskussion vertieften. Erst leise, aber bald war für alle, die nicht mit Heulen und Schluchzen beschäftigt waren, hörbar, dass sie sich stritte. Darum, was der andere falsch gemacht hatte. Ein Wortwechsel, bei dem er heraushören konnte, dass das Pinsir dem Geiselflüchtigen gehörte und das Tornupto offenbar dem Boss. Das Sichlor schien offenbar dem Nervösen zu gehören und das wiederum war genervt von so ziemlich allen. Ein gutes Pokémon – es konnte Den Polizisten, der sich hier ebenfalls ziemlich genervt fühlte, offenbar gut verstehen. Als es bei ihm lang lief warf er ihm auch einen deutlichen Blick zu, machte eine Kopfbewegung zu den Streithähnen. Das Sichlor schien erst passiv aggressiv, nickte aber nach einigem Zögern, ehe es weiter ging. Wenn sie so weiter machten, würde sich das Sichlor irgendwann von allein zurückziehen, was eine Gefahrenquelle ausmerzte.
Aber erst mal weiter im Text – insgeheim wünschte sich der Polizist seine Zigaretten her, mit seinem Zungenpiercing zu spielen musste aber reichen. Das Tornupto erwies sich nach einiger Zeit als ein Pokémon, das seine Aggressionen bisher zurück gehalten hatte, obwohl es shcon sehr deutlich zeigte, dass es hier das Sagen zu haben dachte. Es begann nämlich schließlich damit, die Geiseln, die am lautesten heulten, anzubrüllen. Als ein Mann mittleren Alters eine Frau verteidigte, bekam der auch eine Klaue zu spüren, was zu den ersten Blutstropfen führte. Panik wuchs, die Bankräuber schienen unbeeindruckt. Der Polizist stieß einen Pfiff aus, was ihm alle Aufmerksamkeit einbrachte.
„Unklug.“, kommentierte er da, was den Nervösen dazu brachte, ihn anzufauchen.
„Was soll das heißen?“, giftete er also, was Den Polizisten mit dem rotblonden Haar dazu brachte, sich etwas umzusetzen. Aufzusetzen, besser gesagt, denn er war vor Langeweile bereits ein wenig an der Wand herunter gerutscht.
„Das heißt, dass ihr dumm seid.“, gab er dann simpel zurück, wodurch er einen wohl angeblich harten tritt gegen die Rippen kassierte. Klar fiel er zur Seite, er hustete aber weder, noch hatte er Probleme damit, sich wieder aufzusetzen. Unverhohlen gelangweilt sah er dem Nervösen in die Augen, der inzwischen vom Telefontyp zurückgezogen wurde, der ihm sagte, er solle besser nicht so mies mit dem Bullen umspringen. Recht hatte er, der Telefontyp. „Du solltest auf deinen Kumpel hören, wenn dein Kopf nicht zur Gänze mit Holzwolle gefüllt ist.“, Aggression, unterbrochen vom Tornupto, was ihn nun ebenfalls anbrüllte, als es bei ihm angekommen war. „Eine Geisel zu verletzen minimiert eure Chancen, unversehrt hier herauszukommen. Je mehr Blut fließt, desto mehr wird die Polizei auffahren, um euch hinter Gitter zu bringen. Und einen ihrer Kollegen mutwillig zu verletzen wird die Sache noch einmal erheblich verschlechtern.“, sprach er also noch aus, lehnte sich dabei entspannt an. Der Nervöse wollte irgendetwas erwidern, aber der Boss der Truppe befahl ihm nachhaltig, die Klappe zu halten und pfiff auch sein Tornupto zurück. Er gab dem Polizisten recht, kam aber persönlich zu ihm rüber, um ihn am Kragen zu packen und ein Stück hochzuziehen, nur, um ihm mitzuteilen, dass er die Klappe dennoch nicht aufreißen sollte. Sollten sie jemanden loswerden müssen, wäre er nämlich der erste. Er kommentierte es nicht, zuckte aber mit den Schultern, was für einen kurzen Moment der Verwirrung sorgte, die der Boss sich nicht anmerken lassen wollte. Er wurde losgelassen, ehe der Geiselflüchtige dazu veranlasst wurde, sich um die oberflächliche Verletzung zu kümmern, dem er auch nach kurzem Protest nachging. Ein Blick in die Kamera, dann zum Fenster verriet ihm abermals, dass Callum verstanden hatte, was er ihm mit seiner Einmischung hatte zeigen wollen. Gut.
Als er sich nun wieder etwas angenehmer setzen wollte, wurden sie alle aber aufgeschreckt, als etwas gegen die Scheiben der Bank knallte. Alle blickten zeitgleich zu dem, was sich ihnen zeigte – eine junge Frau, blond, breit grinsend, hatte sich gegen die Scheibe gedrückt – und als sie Dan erblickte, winkte sie wild, ehe sie eine Tüte hoch hielt und anschließend eine Zuckerstange daraus heraus holte. Trisha – diese Idiotin. Sofort flogen wieder alle Blicke auf den Polizisten, ehe der Boss zu wissen verlangte was das war. Der Rotblonde seufzte hörbar schwer.
„Ignoriert sie, sie ist ein Freak.“, kommentierte er zunächst, klar erkennbar, dass er das wirklich so meinte. Auf die aggressive Nachfrage hin, wer das war und was sie vorhatten, schüttelte er das Haupt. „Der Dämon, mit dem ich gestraft bin. Macht mehr kaputt, als dass sie helfen könnte.“, fuhr er also fort, was natürlich niemandem irgendeine Antwort war. Als Trisha dann aber von zwei kalkweißen Polizisten weggezogen wurde, die sich hastig beeilten, wieder weg zu kommen, verstanden die Räuber zumindest, dass diese Aktion nicht im Sinne der Beamten gewesen war. Dan folgte dem ganzen mit den Augen und erkannte auch endlich die dritte Person seines Teams, der sich alles von Callum erklären ließ. Er schien zu nicken. Gut – wenn jetzt alle da waren, konnte es ja los gehen. Als die Räuber also die Köpfe zusammen steckten, um sich panisch zu beraten, wie es weiter gehen sollte, nutzte der Polizist den Moment, um Callum weitere Zeichen zu geben. Eine Kopfbewegung auf einen der Räuber, oder besser, auf die Position, wo sie sich meist befanden, verriet, von wem er redete. Fußdrehungen um zu zeigen, wie viele Pokémon sie hatten. Unauffällig für die, die nicht wussten, was das hieß. Dann setzte er sich etwas weiter auf, zog die Beine an – bereit, jeder Zeit aufzustehen. Mit einem prüfenden Blick, dass die Räuber noch wild diskutierten, kam er auf die Beine, verblieb aber in der Hocke, um sich jeder Zeit wieder unauffällig nach hinten fallen lassen zu können. Ein weiterer Blick zum Fenster. Ein Nicken zur Kamera – ein Nicken von Handzeichen von Callum. Robert, Nummer drei in seinem Team, zog Trisha mit sich fort, Valor, sein Fukano,  folgte ihnen. Als sie außerhalb des Blickfeldes waren, zählte er die Sekunden. Nicht mehr lange, und er konnte endlich eine Zigarette rauchen. Fast drei Stunden saß er nun hier drin, hatte meist schweigend beobachtet, während er innerlich alle Geiseln dazu aufforderte, endlich die Klappe zu halten, da ihm das Geschluchze mächtig auf den Zeiger ging. Aber das würde jetzt enden. Und nach fast drei Minuten war es auch endlich soweit. Es begann zu regnen – dann donnerte es. Wie ein tiefes, bösartiges Gewitter, was aber zunächst niemanden interessierte.
Bis es letztlich vier mal krachte, laut und deutlich, die Lampen über ihnen Funken sprühten und schließlich die gesamte Elektronik ausfiel. Regentanz und Donner – gut gemacht, Shane! Sofort wurde die Panik größer, vor allem unter den Räubern, die sofort alles mit den Polizisten in Verbindung brachten. Aber sie hatten keine Zeit, sich näher damit zu beschäftigen, denn nur wenig später nach dem Stromausfall sickerten dichte, schwarze Rauchschwaden durch die nun ausgeschalteten Lüftungskanäle und verdusterten das Innere der städtischen Bank zunehmend, bis man nicht einmal mehr die Hand vor Augen sehen konnte. Der Moment, in dem Dan sich zur Gänze aufrichtete, nach einigen Mühen die Kabelbinder sprengte, ohne dabei auf die Wunden zu achten, die er sich damit selbst zufügte.
„Also dann. An alle die noch wissen wo die Tür is', das ist eure Chance, abzuhauen.“, rief er laut über die Stimmen der Räuber hinweg, die wohl weitere Pokémon frei ließen, denn eines sollte Windstoß einsetzen, um den Qualm zu lichten. Da aber immer mehr nachkam, würde das nicht allzu lange funktionieren. Als er, Dan, seine Worte gesprochen hatte, kam sofort die Anweisung, ihn anzugreifen, bevor er rechts von sich die panischen Schritte der Geiseln hörte. Weiter hinten im Gebäude krachte es abermals laut, als würde eine Wand eingerissen – dann dauerte es ja nicht mehr lang. Anhand der Geräusche, die er vernahm, wich er einem der Räuber aus und schlug ihn selbst zu Boden, entging dabei allerdings nur knapp einem Flammenwurf des Tornupto, ehe sich der Rauch lichtete, nur, um wieder dicker zu werden. Ein kurzer, ausreichender Moment, um den nächsten Räuber und die Standorte der Pokémon auszumachen, während er das Tapsen eines Hundepokémons hörte. Mit schnellen Schritten war er bei Räuber nummer zwei angekommen, hatte ihn gepackt und mit einem gezielten Schlag zu Boden befördert, wo er liegen blieb, ehe er warmes Fell an seiner linken Hand spürte. Valor – gut. Dann verzog sich der Rauch tatsächlich, während die Schritte der Geiseln abgeklungen waren – und als man wieder alles klar erkennen konnte, fand sich Dan inmitten der Räuber wieder, die ihn zunächst angreifen wollten, aber dann in Stille verharrten. Warum? Einfache Sache – durch die Vordertüren waren einige seiner Kollegen herein gekommen, die schnell ihre Dienstwaffen auf das Räuberpack richteten, während mit Valor zusammen Trisha, Robert und die entsprechenden Pokémon zu ihm gekommen waren. Trisha schrie auch sofort laut und grinsend, dass sie ihren Job gut gemacht hatte – dieses Weibsbild würde ihm 'nen frühen Tod bescheren, da war er sich sicher … Neben seinen Teamlern waren aber auch Shane und Yakira herein gekommen, die im Schutz des Rauchs bereits das Tornupto ausgeschaltet hatten. Dan ließ seine Schultern kreisen.
„Ich schätze, ihr habt verloren.“, kommentierte er. Der, der immer mit den Angestellten geredet hatte, ließ bereits die Schultern hängen – Dan bemerkte da, dass er den Nervösen und den Geiselflüchtigen bereits ausgeschaltet hatte, denn das waren die, die am Boden lagen. Der Telefontyp war unsicher – der Boss wollte allerdings nicht aufgeben. Er befahl einem Gewaldro, eine Bresche zu schlagen – allerdings war Valor schneller. Dan musste nur schnippen, damit das Fukano mit Flammenblitz dazwischen ging. Ein Flammenwurf von einem Mampfaxo, was zwischen den Kollegen der Vordertür auftauchte, unterstützte ihn bei diesem Angriff, der das Gewaldro schließlich auch als Gefahrenquelle ausmerzte. Bevor die Räuber ein weiteres Mal reagieren konnten, ließen einige Kollegen, die ein Pflanzenpokémon hatten, dieses mit Schlafpuder angreifen, sodass alle übrig gebliebenen, feindlichen Pokémon eingeschläfert wurden. Das nutzte Dan, um sich hinter den Boss zu bewegen. Mit geübten Handgriffen hatte er ihm die Arme auf den Rücken gedreht, ehe er die Handschellen auffing, die ihm Robert zuwarf. Als die klickten, wehrte sich der Räuberboss noch, doch er entkam seinem Griff nicht mehr. „Und ihr?“, wandte er sich also an die zwei Verbliebenen, die resigniert akzeptierten, dass sie verloren hatten. Traurig, wie er fand, ein ordentlicher Kampf hätte seine Laune sicher heben können. Allerdings schliefen all ihre Pokémon, die Geiseln waren samt und sonders draußen und sie waren so umstellt, dass jede Gegenwehr zwecklos war. Klarer Sieg für das Gesetz, wenn auch ziemlich langweilig.
Die Räuber abzuführen überließ Dan dann auch direkt anderen. Er übergab den Boss an einige nun übereifrige Anfänger, die ihn unter Aufsicht eines altgedienten Kollegen zu einem der Wagen schleppten, die draußen standen. Andere nahmen die restlichen Räuber fest, während die Bewusstlosen raus geschleppt werden mussten. Die abgenommenen Pokébälle wurden durchgetestet, um die schlafenden – oder besiegten – Pokémon zurückzurufen, ehe sich zwei Polizisten darum kümmerten, die gestohlenen Pokébälle einzusammeln. Sie würden sie später an die jeweiligen besitzer zurück geben. In der Bank zurück blieben so Dan und sein Team. Trisha stürmte sofort zu ihm und redete unaufhörlich von dem Süßkram, den sie gekauft hatte, während Robert ihm eine Predigt hielt, dass es unverantwortlich war, einfach auf eigene Faust in einen Überfall rein zu laufen. Callum, der ebenfalls zu ihm trat, reichte ihm hingegen nur stumm seine Zigaretten. Endlich – endlich! Er ergriff sie sofort, ließ sich die erste Zigarette auch direkt von dem Rotschopf anzünden, während er angestrengt versuchte, Trisha und Robert zu ignorieren. Valor streichelte er dabei leicht, gleiches tat er bei Shane und Yakira, ehe er sich dem Ausgang widmete. Ei kurzer Blick umher verriet ihm, dass die Leitungen sicher ausgetauscht werden mussten – war wohl doch etwas zu viel des Guten gewesen, dass Shane Donner gleich vier mal eingesetzt hatte. Aber es hatte geholfen, also war es sicher egal.
Durch die Türen hindurch wehte ihm auch endlich frische Luft entgegen, da der Regen nun nachließ – wurde ebenfalls Zeit. Die Zigarette war geschrumpft, der Stummel flog fort, um einer zweiten Platz zu machen. Draußen wurde er von weiteren Kollegen, vor allem von Reportern angesprochen, die er jedoch alle ignorierte. Er ließ sich von Callum noch seine Sachen zurückgeben, befestigte also Dienstwaffe, Funkgerät und Visocaster dort, wo sie eben hingehörten, steckte die Pokébälle wieder ein, nachdem er seine Jacke übergezogen hatte. Dabei entging ihm nicht, dass unter all den unwichtigen Kollegen hier draußen ein weiteres, bekanntes Gesicht aufgetaucht war.
„Bereitet die Berichte vor, ich mache sie morgen fertig.“, gab er nur noch von sich, was ihm verwirrte Blicke von Trisha und Robert einbrachte. Der Rotschopf nickte wie immer verstehend, während er auf Dans Arme wies, die ja durch die Kabelbinder verletzt worden waren. Er winkte ab. „Wir sehen uns morgen früh pünktlich im Büro. Und Cuckoo, wenn ich nur ein Bonbon finde, reiße ich dir den Kopf ab.“
Entsetzen – das war er gewohnt. Mit entspannten Schritten – es war gut, endlich laufen zu können, das 'rum sitzen war furchtbar nervig und anstrengend gewesen – näherte er sich dem anderen bekannten Gesicht, gefolgt von seinen Pokémon. Niall zeigte so wenig Emotionen wie immer, dennoch sah man ihm an, dass er einiges erlebt hatte. Nun, Dan jedenfalls – der achtete ja auch auf die kleinsten Dinge. „Ich brauch 'nen Whiskey.“, fiel seine Begrüßung aus, ehe er an dem Schwarzhaarigen vorbei ging, sich durch die Massen an Schaulustigen schlug und seinen Weg zu einer Bar suchte. Warum? Einfach – er hatte eben beschlossen, dass das für den heutigen Tag reichte. Er war bereits vor diesem Zwischenfall schon einige Zeit im Büro gewesen, mit der Zeit, die er da drin gehockt hatte, war sein heutiges Arbeitspensum voll. Um das nötigste würde sich sein Team schon kümmern – den Rest erledigte er am morgigen Tag. Ohnehin wurde es allmählich dunkler – der Tag neigte sich dem Abend zu. Da konnte man ruhig mal einen Heben gehen …




To be continued "Bar Drunken Spinda"

Dan
Henker
Pokémon-Team :
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