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Wohnheim B7

Beitrag von Aijinam Mo Jul 23, 2018 2:03 am

Wohnheim B7

Die Trainerschule von Eventura City stellt für das Schüleraustausch-programm mit anderen Regionen wenn nötig Wohnungen zur Verfügung in denen die Austauschschüler unterkommen können.

Das Wohnheim B7 ist eine 3,5-Zimmerwohnung im Westen der Stadt. Man kann die Trainierschule in 5 Gehminuten erreichen. Hier wohnen Aijin Agatta und Kanoa Maluhia.

Spezifisches Aussehen:
● Die Wohnung 7B befindet sich im 2. Stock des Gebäudes.
● Es gibt eine Treppe und einen Fahrstuhl.



Zuletzt von Aijin am Di Jul 24, 2018 12:10 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet

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Re: Wohnheim B7

Beitrag von Gastam Mo Jul 23, 2018 4:41 am

[First Post]

Zwei gewaltige, übermäßig schwere Koffer hinter sich her wuchtend kämpfte sich Kanoa langsam aber sicher die Treppe hinauf. Sicher hätte man auch den Fahrstuhl benutzen können, der aufgrund häufiger Bewohnerwechsel den Ein- und Auszugsprozess vereinfachen sollte, allerdings ging es hier ums Prinzip. 'Das ist ein neuer Abschnitt, hier macht man alles noch per Hand, ab jetzt ist Schluss mit der Faulheit.' Dachte der junge Schüler, kurz bevor ihm einer der beiden weit über das empfohlene Gewicht hinaus beladene Koffer mit 9,81 Metern pro Quadratsekunde schneller werdend, soviel wusste er noch, erst in Richtung Füße raste und dann drohte den gesamten Fortschritt er vergangen 10 Minuten zunichte zu machen. Gekonnt die Schlaufe des Koffers mit dem Fuß durchschlüpfend ließ sich Kanoa fallen, um seinen Widerstand gegen die vom Koffer ausgehende Kraft zu erhöhen und hatte tatsächlich Erfolg damit, sowohl er als auch der Koffer lagen in voller Länge auf der Treppe. Um der plötzlichen Einwirkung von ca. 73kg zu entgehen ist Wattzapf im hohen Bogen die treppe hinauf gesprungen, wo es sich auf dem Zwischenboden niederließ."Das ist doch Scheiße! Was hast du alles für Schrott dabei?" fluchte der Junge, während er probierte seine über viele Generationen der Evolution perfektionierte aufrechte Haltung zurück zu erlangen. "Komm kleine" Bot er seinem Pokemon an, während er ihr sein Bein hinstreckte auf dass sie wieder daran hinaufklettern möge. Als sie sich nach kurzem zögern wieder auf seinem Kopf niedergelassen hatte und der Schüler endlich eine zuverlässige Technik ausgearbeitet hatte, um besagte Koffer zuverlässig Stück für Stück das Treppenhaus hinauf zu bewegen war nun auch endlich das Ziel in Greifbarer Nähe: der zweite Stock. Nur wenige Minuten später erreichte Kanoa, ohne weitere verbale Entgleisungen aber dafür völlig am Ende seiner körperlichen Kräfte die lang ersehnte letzte Stufe vor dem Flur zu seinem neuen zuhause. Mit einem Blick der wohl ohne weiteres jede niedere Lebensform in ängstliche Schockstarre versetzt hatte begrüßte er beim Ankommen Aijin, welche seiner Hoffnung nach bereit wäre die Wohnungstür für ihn zu öffnen, würde er schon ihren Koffer mit tragen. Nachdem er die Türschwelle hinter sich gelassen hatte ließ er Ihren Koffer neben sich auf den Boden fallen und machte sich direkt daran, behutsam seinen Koffer auf dem erstbesten Tisch abzulegen und seinen Inhalt auf Vollständigkeit und Intaktheit zu überprüfen. "Ich bin erstmal eine rauchen." verabschiedete sich der Schüler kurz, setzte Wattzapf in die Mitte seines Koffers und verschwand durch die Tür. Kurz mit dem Gedanken spielend, sich dieses mal die Bequemlichkeiten des Aufzugs zu Nutze zu machen rief er sich erneut seinen Vorsatz in den Kopf und begann seufzend den Weg die Treppe hinab. Einige Minuten später wieder im Zimmer angekommen begann er dann seinen Koffer auszuräumen, ein weites Netzwerk an verschiedenen ladekabeln und Verteilerdosen quer durch das Wohnzimmer aufzuspannen und langsam aber stätig immer größere Teile der im Koffer befindlichen Geräte anzuschließen. Computer, ein kleiner externer Server, ein Monitor, ein mittelgroßer Kasten mit verschiedensten Werkzeugen und internem Stromanschluss, ein paar Lampen und weitere Kleinigkeiten füllten stetig waagerechte Freiflächen des Zimmers. Zuguterletzt steckte er einen Eigens für Wattzapf konstruierten Adapter in eine freie Steckdose. Im Prinzip verlängerte er lediglich die in den Steckdosen vorhandenen Kontakte, das aber erlaubte es dem Pokemon an Strom zu gelangen ohne vorher bestehendes Equipment zu beschädigen oder seinen Kopf gegen das harte und vielleicht auch noch schmutzige Plastik der Wandfassung zu pressen. Nachdem auch dieser Schritt abgeschlossen war und seine kleine endlich wieder etwas zu fressen bekam hing er die bei ihm befindlichen Geräte an die entsprechenden Ladekabel, klappte seinen zusätzlich zum PC mitgebrachten Laptop auf, öffnete eine seiner 8-Bit Playlists und legte sich auf das Sofa, wo er seine Augen schloss. "Weck mich wenn es dunkel ist." gab er erschöpft von sich und hob zum sinnbildlichen Abschied noch einmal die Hand, bevor er sich in den repetitiven Rhythmen seiner Musik verlor.

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Re: Wohnheim B7

Beitrag von Aijinam Di Jul 24, 2018 12:56 am


Der Umzug
Aijin Agatta & Kanoa Maluhia


Post 1
Die Türen des Fahrstuhles schlossen sich und auf den Knopf des zweiten Stockwerkes drückend, schritt bis nach hinten durch den Fahrstuhl durch. [...] I would've loved you for a thousand years, I would've died for you, I would've sacrificed it all my dear, I would've bled your you, 'til death do us part. You were unholy right from the start. It's a nice night for a black wedding. Yeah, it's a nice night for a black wedding [...] summte Aijin, während sie sich an die Fahrstuhlwand gelehnt hatte und für den kurzen Moment der Einsamkeit beide In-ear-Kopfhöhrer ins Ohr gesteckt hatte. Die Musik dröhnte auf voller Lautstärke durch ihre Ohren, was das durchgehende Rauschen des Aufzuges und die damit verbundene Angst gleich Tod im Aufzugschacht zu landen deutlich reduzierte. Ich kann den wirklich nicht verstehen. dachte sie sich und rollte mit den Augen, während der Fahrstuhl im richtigen Stockwerk anhielt und die Tür den Blick auf den Flur eröffnete, den sie wohl Zuhause nennen musste.

Für den Moment fühlte es sich an, als würde sie ein Hotel besuchen, was vor allem dem Teppichboden geschuldet war, der in diesem Gebäude in den Stockwerken verlegt worden war. Das kriegt man locker nicht sauber. dachte sie sich und driftete für einen Moment ab um die Anzahl an Bakterien zu schätzen, die hier jeden Tag hinein getreten wurden. Sonderlich lange beschäftigte sich die 16 Jährige jedoch nicht damit, stattdessen schritt sie zur Nummer B7 und blieb davor stehen. Den Schlüssel hatte sie in der hinteren Gesäßtasche ihrer Jeans verstaut, noch wollte sie die Tür aber nicht aufschließen. Ohne Kanoa wäre das nicht Rechtens, schließlich würden sie hier bald zusammen wohnen und bald war schon „heute“. Es war unglaublich aufregend, zeitgleich aber auch unglaublich furchteinflößend. Bisher war sie nie länger als zwei Wochen von ihrer Mutter getrennt und selbst bei einer solchen Zeitspanne weinte sie schon zum Abschied. Jetzt würde sie mindestens ein Jahr wegbleiben, wenn nicht sogar länger. Das entschied sich erst am Ende des Jahres, weswegen die Weißblonde noch nicht so weit denken wollte.

Kanoa? rief sie ungeniert durch den ganzen Flur und vergaß dabei, dass sie ja noch Nachbarn hatten, die sich von diesem „Rumgeschrei“ gestört fühlen konnten. Sie selbst fand zwar nicht, dass sie „schrie“, aber zumindest für den Moment wollte sie ihre Mutter Mal zitieren. Den rechten Ohrstöpsel heraus nehmend und durch den Ausschnitt hindurch in den BH klemmend, wartete sie auf ihre männliche Begleitung, die sich törichter Weise dazu entschieden hatte die Treppe bis in den zweiten Stock zu nehmen. Männer. dachte sie sich und verlagerte das Gewicht ihres Körpers auf das linke Bein um das Rechte etwas zu entlasten. Sie spulte zum nächsten Lied vor und wartete. Cause I can take away your breath or I can bring you back to life. Half God, half Devil. Half God, half Devil. Half God, half Devil. Half God, half Devil. summte sie den Refrain vor sich hin, ein Lächeln auf den Lippen. Erst vor Kurzem hatte sie ihren Musikplayer wiedergefunden und damit auch ein lange nicht mehr gehörtes Album, was ihr unglaublich viel Freude bereitete.

Mit Ende des Liedes schaffte es ihr Freund endlich auch im zweiten Stockwerk anzukommen und sah dabei wesentlich weniger erfreut aus als sie. Selber Schuld. sagte sie und zuckte mit den Schultern, während noch immer ein Lächeln auf ihren Lippen thronte. Sie hatte für den Fahrstuhl gekämpft, um ihren Koffer gekämpft und sie hatte verloren. Kanoa sollte jetzt lieber kein schlechter Gewinner sein! Immerhin hatte ich recht, wie ätzend das war. dachte sie sich recht selbstgefällig und holte den Schlüssel hervor, während sich Kanoa mit den beiden Koffern und seinem Wattzapf langsam aber sicher auch zur Haustür kam. Drinnen angekommen hielt sie die Tür offen und musste erst einmal mit den neuen Eindrücken klarkommen, die sie auch jetzt noch an einen Hotelbesuch erinnerten, wenn gleich man bereits beim ersten Eindruck den Unterschied feststellen konnte: Immerhin ist das ein Wohn- und kein Schlafzimmer. Einen Flur gab es in der kleinen Wohnung nicht.

Die Schuhe nicht ausziehend, ging sie als aller erstes die Wohnung ab, während sie Kanoa die Koffer herein brachte. Dass er mit seinem Koffer wesentlich behutsamer umging, gefiel ihr zwar nicht, aber jetzt war es drum geschehen und Kritik lohnte sich nicht mehr. Während der Braunhaarige eine Rauchen ging, machte sie sich daran den eigenen Koffer in die Mitte des Raumes zu schieben – nicht auf den Laminatboden achtend – und dann zu öffnen. Sie suchte die wichtigsten Dinge heraus, die sie auf den Stuhl neben sich stellte, bevor sie sich auf dem Hintern auf den Boden niederließ und erst einmal einen Moment Ruhe schöpfte. Es war anstrengend so viel Neues auf einmal zu haben und für zumindest einen kurzen Moment wollte die Grauäugige sich erden. Den Musikplayer hatte sie inzwischen ausgemacht und zusammen mit den Kopfhörern auf dem Stuhl verstaut, der in nächster Zeit wohl nicht mehr frei zum Sitzen werden würde.

Einige Minuten später kam Kanoa wieder nach oben und begann damit verschiedenste Kabel und Verteilerdosen durch das Wohnzimmer aufzuspannen und seine Geräte anzuschließen. Aijin wollte sich nicht beschweren, wenn gleich sie es etwas blöd fand, dass er einfach so weiter machte ohne sich auch nur einen Moment Zeit für ein Gespräch zu nehmen. Es entsprach wirklich gar nicht der Art, wie sie mit neuen Umgebungen umging, was sie zwar nicht umbrachte, ihr aber auch nicht das Gefühl von Glückseeligkeit vermittelte. Als er dann meinte sich hinzulegen, traten diese Gefühle dann nach außen. Aber wir sind gerade erst angekommen! erklärte sie und schaute zu ihm hoch, aber die Augen hatte Kanoa bereits geschlossen. Komm, sei doch nicht so langweilig und lass mich alleine in der Wohnung zurück. Was soll ich bitte mit mir anfangen? Wir haben weder richtig ausgepackt, noch ... dachte die Weißblonde sich etwas enttäuscht und unbeholfen. Noch immer saß sie auf dem Fußboden, dieses Mal schaute sie jedoch nicht in ihren vollen Koffer, der sich vor ihr auf dem Boden befand, sondern zum Sofa hinüber, das mit den restlichen Grundmöbel bereits angekommen und aufgebaut war. Einer der Vorteile davon eine bezugsbereite Wohnung des Wohnheims zu bewohnen.




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Re: Wohnheim B7

Beitrag von Gastam Di Jul 24, 2018 2:36 am

Die gleichmäßig auf sein Gehör einschlagenden Schallwellend gestört wahrnehmend öffnete Kanoa gequält seine Augen, während er sich mit den Füßen gegen die Armlehne zumindest so weit nach hinten abstieß dass sein Kopf vom Sofa hing. So schaffte er es zwar zu vermeiden seinen Kopf heben zu müssen, um Aijin ins Gesicht schauen zu können, allerdings würde diese Haltung auf längere Zeit negativen Einfluss auf sein Wohlbefinden ausüben, sodass dieses Gespräch so kurz wie möglich zu halten war. "Also zuallererst, ich hatte nicht vor dich zurück zu lassen, ich bleibe ja da, nur eben nicht ganz so wach wie du." stellte er klar, bevor er begann seine Arme für weitere Ausführungen zur Hilfe zu ziehen und diese ebenfalls über die Sitzfläche hingen ließ. "Und außerdem-" setzte er mit einer ermahnenden Geste fort "ist es eine Frechheit mich als langweilig zu bezeichnen! Wir wissen beide dass du im echten Leben erst in gut 3 Stunden überhaupt wach geworden wärst, darüber hinaus konntest du im Flugzeug schlafen! Ich musste mich um mein durch die Höhe völlig verunsichertes Haustier kümmern!" Einen kontrollierenden Blick zu Wattzapf werfen  versicherte sich der Schüler, dass dieses offensichtlich ebenso wie er genug von diesem Tag hatte und sich zur Entspannung im Koffer niedergelassen hatte.

Beim Versuch sich über einen halben Handstand über den Kopf in die Aufrechte zu begeben zeigte sich, dass das Tragen der Koffer mehr Schäden hinterlassen hatte als der Junge es erwartet hätte, nicht dass er mit 100%iger Sicherheit hätte sagen können überhaupt zu diesem Kunststück in der Lage zu sein. Auf jeden Fall gaben noch vor vollendeter Einleitung des Überschwungs seine Arme nach und anstatt sich um die eigene Achse zu wirbeln katapultierte er sich auf dem Rücken rutschend quer durch den Raum, bevor er kurz vor seiner bezaubernden Mitbewohnerin zum Stillstand kam. "Das hätte fast geklappt." rechtfertigte er sich eingeschnappt, um vergleichbaren Kommentaren vorzubeugen.

Langsam brachte er seine rechte Hand schräg hinter sich, um sich dann über eine Drehung zu ihr gewandt in den aufrichten Schneidersitz zu drücken. Während er sie mit müden Augen musterte bestätigten sich seine Befürchtungen: sie schien tatsächlich nicht zu spaßen. Ihr Anblick war kein müder oder lustloser, sie schien tatsächlich zu dieser unchristlichen Uhrzeit den Willen gefasst zu haben etwas zu unternehmen. "Na schön du Pfadfinderin, wonach steht dir denn der Sinn?" fragte er leicht spottend, während er selbst begann sich Gedanken zu machen. Auf dem Weg waren sie an einigen Wegen und Pfaden vorbei gekommen, die fast an Wanderrouten erinnerten. Generell schien es einen großen Bereich halb erschlossener Natur um die hier befindlichen Städte zu geben wenn seine Beobachtungen aus dem Flugzeug korrekt gewesen waren, was einen Interessanten Kontrast zur relativ dicht bebauten Heimat Kanoas darstellte. "Hast du Lust wandern zu gehen oder so?"

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Re: Wohnheim B7

Beitrag von Aijinam Mi Jul 25, 2018 6:24 am


Der Umzug
Aijin Agatta & Kanoa Maluhia


Post 2
Aijin starrte ihren Freund solange an, bis er sich regte und das Öffnen seiner Lider reichte der Weißhaarigen vollkommen aus. Wenn ich die Einzige bin, die wach ist, bin ich alleine. erklärte sie um seine Feststellung nicht einfach so stehen zu lassen. Alleine zu sein, war fast genau dasselbe wie zurückgelassen zu werden, zumindest in ihren Augen. Sie konnte sich mit Niemandem austauschen, die hatte keine anwesende Person bei sich, sondern eine Leiche – eine atmende Leiche, musste sie gestehen, aber eine Leiche. Schlafende Menschen sind schließlich nicht aktiver als tote Menschen. überlegte sie sich und ließ das Gewicht etwas nach hinten gleiten um sich auf den Handflächen abzustützen, was auf lange Zeit nicht sehr gemütlich werden würde, aber für den Moment war es eine gewünschte Abwechslung.

Hah. stieß sie die Luft aus ihrer Nase, während sie ein Auflachen unterdrückte. Sie zog die Augenbrauen nach unten und musste den Mund zusammenpressen um ihn nicht aus Versehen aufzureißen. Dass du dein Ding überhaupt mit ins Flugzeug bekommen hast ist ein Wunder – oder eine Straftat. stellte sie belustigt fest. Ihre Mutter litt unter Flugangst. Im Gegensatz zu ihrer Mutter traute die Grauäugige dem kleinen Etwas aber nicht die zerebrale Fähigkeit zu das Konzept von Angst so zu verstehen wie ein Mensch. Das Ding ist gerade einmal 10 cm groß, wenn überhaupt. Und das ist mir schon zu groß. dachte sie sich leicht abgeneigt, denn selbst das Fell des Pokémons konnte nicht über dessen Ähnlichkeit zu Spinnen und anderen Insekten täuschen. Beim besten Willen nicht. Einen abgeneigten Blick zu Wattzapf werfend, versuchte sie die Abneigung herunter zu schlucken – bisher hatte ihr das Ding ja noch nichts getan. Noch nicht.

Auf jeden Fall - [...] wollte sie gerade beginnen und richtete den Blick wieder frontal zu Kanoa hinüber, doch noch bevor sie zu Ende sprechen konnte, hatte sie einen auf dem Boden liegenden Jungen vor sich, der auf seinem Rücken durch die Wohnung gerutscht war. Kurz vor ihr endete seine Rutschfahrt und ein entzückend optimistischer Satz verließ seinen Mund. Fast. betonte sie amüsiert und man konnte ihr ansehen, dass es sie mehr ermunterte, als dass sie das Wort böse meinen konnte. Solange ihm nichts passiert ist. sorgte sie sich und versuchte die Gedanken nach hinten zu drängen. Genauso, wie sie es bei Leuten tat, die sich beim Sport fast verletzten oder beim Skateboarden hinfielen und nicht gleich zwei gebrochene Knie davon trugen. Solange nichts geschehen ist. Fragte man sie vor so etwas, riet sie immer davon ab – Viel zu gefährlich. - aber am Ende machte es keinen Sinn mehr etwas dagegen zu sagen...

Schnell verfrachtete sich der Braunhaarige in aufrechte Sitzposition und auch sie wurde wieder etwas gerade in ihrer Sitzhaltung. Inzwischen taten der 16 Jährigen die Handflächen weh, weswegen sie das eigene Gewicht wieder nach vorne verlagerte und sich den nicht vorhandenen Dreck von den Händen strich. In welcher Parallelwelt leben wir, dass ich die Pfadfinderin von uns Beiden bin? fragte sie leicht lachend nach – versucht den Spott in seiner Stimme amüsiert zu nehmen, letztendlich wusste sie ja, dass er es nicht böse meinte. Kanoa meinte es eigentlich nie böse. Zumindest nicht mit ihr. Sie machte ja auch nichts falsch! Ich bin ein gutes Kind! hob ihr inneres Ich stolz den Zeigefinger in die Luft und wartete auf einen Heiligenschein, der vom Himmel hinab strahlte. Der kam nicht, aber es ging ja um den Gedanken. An Wandern hatte ich nicht gedacht. gab sie zu und fragte sich, wie genau er auf die Idee kam ihr stände der Sinn nach Wandern – Es war weder 2 Uhr nachts, noch hatte sie eine Ahnung von der Umgebung. Ganz schlechte Voraussetzungen für sie. - immerhin war sie der Stadtmensch des Todes. Ich dachte eher, dass wir uns wenigstens die Wohnung zusammen anschauen, bevor du dich ins Reich der Träume verziehst. Dinge klären und so. erklärte sie.




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Re: Wohnheim B7

Beitrag von Gastam Di Aug 21, 2018 3:52 pm

Auf eine Diskussion inwiefern ein schlafender Mensch nun als abwesend zu bezeichnen wäre wollte sich der junge Austauschschüler nicht einlassen, dazu wäre sicher zu einem anderen Zeitpunkt eine bessere Gelegenheit gewesen. Eine gemütlichere Haltung annehmend schien sie aber sowieso noch andere Optionen für potentielle Streitthemen im Angebot zu haben. "Pfft." äußerte der Junge seine Empörung über ihr Lachen als er seine Probleme de vergangenen Stunden vorzutragen versuchte. "Wag es dir die kleine als Ding zu bezeichnen, die süße hat mindestens so viel Verstand wie die Hälfte der Leute die mit auf dem Flug waren, außerdem ist es nicht so wie als wäre sie ein gesteigertes Sicherheitsrisiko oder so, die Leute haben nur alle kein Vertrauen." rechtfertigte er seine Entscheidung, seinem armen kleinen Haustier mehrere Stunden Aufenthalt in eine Transportbox zu ersparen. " Und diese abwertenden Blicke kannst du dir auch sparen." fuhr er fort, seine pelzige Begleiterin zu verteidigen.

Nach einer kläglich gescheiterten akrobatischen  Einlage und einem kurzen Austausch der dafür wohl verdienten Spotts entschied sich Kanoa, das Gespräch auf dem ursprünglich geplanten Weg fortzusetzen. Es war zwar nicht alltäglich, dass derartige Spinnereien auftraten, allerdings war der heutige Tag etwas besonderes. Auch völlig übermüdet und körperlich erschöpft konnte das junge Stadtkind nicht abstreiten bezüglich der kommenden Zeit aufgeregt und voller Vorfreude zu sein. Nachdem beide Gesprächspartner erneut eine angenehm erscheinende Sitzhaltung angenommen hatten konnten sie ihre Unterhaltung wie geplant fortsetzen.

"Das wäre dann die Parallelwelt, in der du nicht quiekend wegspringst sobald sich irgendwo etwas bewegt." scherzte der Junge, während er erneut einen Blick auf sein inzwischen schlafendes Haustier warf. Es war schon ein Krampf gewesen, sie soweit an die Tatsache zu gewöhnen, dass er nun eine spinnenartige, pelzige Mitbewohnerin hatte. Ein wirkliches Vertrauen hatte Aijin wahrscheinlich bis heute nicht aufgebaut, immerhin reichte es aber dass sie sich ohne ständigen Blickkontakt zu Wattzapf im selben Raum aufhalten konnte. Glücklicherweise war sie kein sonderlich technikaffiner Mensch gewesen, schließlich fühlt sich das kleine Pokemon geradezu angezogen von Akkus und elektrischen Feldern, und einen spontanen mitternächtlichen Besuch würde wohl eine der beiden Parteien nicht überleben.

Anscheinend war wandern nicht die Form von Aktivität, die sich Kanoas Begleitung vorgestellt hatte. Zu seinem bedauern schien Aijin generell nicht in der Laune zu sein die Wohnung zu verlassen, die wohl angenehmste Form der Aktivität, die man im Zustand des Jungen haben konnte. "Ich bitte dich, die Zimmer einteilen können wir doch auch wann anders machen. Du kannst dir auch eins aussuchen. Ansonsten wird es hier sicher irgendwo ein Badezimmer geben und einen Wasserkocher oder so finden wir wahrscheinlich auch. Wenn es nur ein Schlafzimmer geben sollte penne ich auch auf der Couch." versicherte der Braunhaarige. "Aber wen wir irgendwas machen wollen, wieso dann nicht ein wenig die Umgebung erkunden? noch ist es hell, da greift und sicher auch kein Todesfalter an."

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Re: Wohnheim B7

Beitrag von Aijinam Di Aug 28, 2018 4:09 am


Der Umzug
Aijin Agatta & Kanoa Maluhia


Post 3
Die Intelligenz der anderen Flugzeugpassagiere möchte ich auch gar nicht anzweifeln und auf ein unrealistisch hohes Niveau setzen, aber [...] erklärte sie recht neutral, bevor sie sich selbst unterbrach und mit einer Geste ihrer Hand in Richtung des gelben Wesens zeigte, was so viel sagte wie: „Sieh' es dir doch nur an.“. Dass sie damit bei Kanoa auf taube Ohren stieß, wusste sie – aber zumindest versuchen konnte man es ja Mal. Vielleicht zerquetscht er es irgendwann aus Versehen. Das würde alle Probleme lösen. Man konnte ihr böse Gedanken unterstellen, selbst würde sie aber nie einen Versuch wagen das Tier zu zerquetschen. Zum Einen würde sie es nicht übers Herz bringen, egal wie wenig sie das Pokémon momentan mochte, und zum Anderen würde der Ekel der Tat sie wohl gleich mit töten. Gewiss würde er das. Brrrr. schauderte es ihr nur bei dem Gedanken daran.

Zum Glück unterbrach seine Akrobatikeinlage den Gedanken und sie konnte sich amüsanteren Thematiken zuwenden. Wie zum Beispiel einem kleinen Gedankenspiel, das sie recht gerne möchte: Parallelwelten in denen eine verbesserte Version ihrer selbst existierte. Und es wäre eine schöne Parallelwelt. scherzte sie mit und verschränkte demonstrativ die Arme vor dem Körper. Apelrüh. Dass sie nicht perfekt war, wusste sie – wenn gleich es nicht sonderlich zu tund für ihr Selbstbild war, schließlich hatte sie sich selbst nicht zu Genügen – und das ihre Angst vor Insekten vollkommen übertrieben und nicht rational war, wusste sie auch. Dass sie Angst und Panik spürte, konnte sie alleine durch die Kraft ihrer Gedanken aber nicht ändern. Es war wie eine überwältigende Macht, die einfach auf sie einschlug. Dass sie es mit dem kleinen Tier aushielt, war also schon ein Wunder. Ein großes Wunder. Und würde sie das Tier irgendwann in ihren Sachen finden, wäre ein Herzinfarkt wohl dennoch nahe.

Er wurde die Kleine dennoch nicht wegbringen – da war sie sich gewiss. Innerlich seufzend musste sie sich nicht nur mit dem dritten Hausbewohner abfinden, sondern auch verdauen, dass der Braunhaarige und sie selbst sehr unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, was spaßig war und was nicht. Sehr unterschiedliche. Aber damit kann ich mich zufriedenstellen. dachte sie sich und ließ den Anderen ausreden, während sie die Arme nicht mehr vor dem Körper verschränkte und stattdessen im Schoß faltete, bis auch das letzte Wort gesprochen war. Beinahe wie aus dem Nichts sagte sie groß und vor allem Laut, bekam sie gar nicht mit auf welchen Geräuschpegel ihre Stimme anschwoll: Aber vielleicht ein Todesser. Theatralisch fasste sie ihren Freund am Oberarm und rüttelte diesen: Kanoa! Wir werden sterben! Sie fand ihre Einlage recht amüsant, aber zur großen Bühnendarstellerin würde es wohl noch etwas dauern.

Dabei ist Zimmeraufteilen das interessanteste. sagte sie wieder etwas normalisierter und ließ die Händchen bei sich selbst. Aber gut... gab sie ein und seufzte. Schnell sprang sie aus ihrer Sitzhaltung auf und streckte sich. Dann wollen wir Mal die Außenwelt erkunden. erklärte sie plötzlich voller Motivation. Entweder 0 oder 100 %. dachte sie bei sich und erklärte ihre plötzliche Gemütswandlung der Handlung gegenüber – wenn gleich sie nur minimal gewesen war. Das Ding nimmt er locker mit. dachte sie bei einem Blick in Richtung Wattzapf. Damit würde sie wohl leben müssen... Den Wohnungsschlüssel habe ich. sagte sie plötzlich etwas suchend und packte sich mit der Hand in die hintere Jeanstasche in die sie den Schlüssel aufgrund fehlender Hängemöglichkeiten verstaut hatte. Eine Tasche nehme ich nicht mit. erklärte sie und machte einen Blick zu seinen Hosentaschen hinab.




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