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Den Schrecken verheilen lassen

Beitrag von Nannaam Do Nov 01, 2018 4:35 pm

Den Schrecken verheilen lassen

Nach der Katastrophe mit den über Einall herein brechenden, unbekannten Geschöpfen ist Nanna heilfroh, Spencer wohlauf wiederzusehen. Als das Musiktheater in Rayono City wieder aufgebaut ist und es eine Neueröffnung gibt, reicht sie dem Weißhaarigen bei nächster Gelegenheit die wie durch ein Wunder unversehrt gebliebenen Theaterkarten und lädt zu einem ausgelassenen Abend ein.

Nanna
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Re: Den Schrecken verheilen lassen

Beitrag von Spenceram Di Dez 04, 2018 7:04 pm

Wie froh Spencer doch gewesen war, dass Nanna nichts geschehen war. Diese Katastrophe war grausamer als alles gewesen, was Spencer in seiner kriminellen Karriere bislang zu Gesicht bekommen hatte. Das war nichts gewesen, was von Menschen selbst verursacht werden konnte, es musste eine böse Laune des Schicksals gewesen sein. Nach Ereignissen wie diesen war der Sachschaden zweitrangig, zwar war Nannas Bibliothek schwer in Mitleidenschaft gezogen worden und er hatte damit einen Rückzugsort verloren, doch andererseits wäre es ein umso heftigerer Schlag gewesen, hätte er sie ebenfalls verloren. Sicher, als Boss einer kriminellen Organisation sah er viele Menschen gehen, die ihm eigentlich etwas bedeutet hatten, weshalb er sich von so etwas nicht beeinflussen lassen durfte. Tatsache war aber, dass er immer noch ein Mensch war. Er hatte keine andere Wahl, als so zu empfinden, wie er es nun einmal tat. Das Leben nahm einfach seinen Lauf, egal, welche Rolle man zu erfüllen hatte.

Den Darstellern des Musicals musste es bei ihren Auftritten wohl ähnlich gehen. Es war schön zu sehen, dass die Theatergebäude von Rayono City wieder errichtet worden waren. Ausgerechnet die zwei wichtigsten Städte Einalls hatten solch einen schweren Schaden erlitten, da war es ermutigend zu sehen, dass sich die Städte allmählich wieder erholten. Die Taijitu hatte schließlich auch dazu beigetragen. So furchtbar diese Heimsuchung durch die Ultrabestien auch gewesen war, man konnte nicht leugnen, dass sich daraus nur Vorteile für Spencer ergeben hatten. Die höhere Kriminalitätsrate erleichterte es dem kriminellen Kern der Organisation zu agieren, während durch die wohltätigen Aktionen ihr öffentliches Bild noch weiter in ein besseres Licht gerückt worden war. Allmählich begann er sich schlecht dafür zu fühlen, aus solchen Dingen einen Vorteil zu ziehen, aber wenn man gewisse Ziele verfolgte, musste man alles in seiner Macht stehende tun, um sie zu erfüllen. Hinter ihm standen schließlich zahlreiche Generationen, welche die Taijitu bereits zu diesem Zweck geführt hatten...
Gerade wegen diesen gemischten Gefühlen war Spencer auch umso froher, dass er für diesen Abend auf andere Gedanken kommen konnte. Mit einem Lächeln betrachtete er die Eintrittskarte zu einem Musical, die er vor ein paar Tagen von Nanna erhalten hatte, ein warmes Gefühl machte sich dabei in seiner Brust breit. Den flüchtigen Kuss, den sie ihm damals nach ihrem Tanz nahe des Springbrunnens auf die Wange gegeben hatte, hatte er trotz seines engen Zeitplans nicht vergessen. Nun, wo er vor dem Theater auf sie wartete, hatte er endlich wieder Zeit, um über seine Gefühle hinsichtlich dessen nachzudenken. Ach, war das nicht alles verwirrend. Es machte ihn einerseits glücklich, doch andererseits war es doch viel zu riskant.
Nichtsdestotrotz hatte er einen kleinen Beutel mit einer Teemischung bei sich, von der er hoffte, dass Nanna sie mögen würde. Es gehörte für ihn zum guten Ton, bei einer Einladung zumindest ein kleines Präsent geben zu können, es war wirklich das mindeste, um sie nach dem Verlust ihres Bibliotheksgebäudes hoffentlich etwas aufheitern zu können. So richtete er nachdenklich seinen Blick in den allmählich dunkler werdenden Himmel und wartete. Das satte Orange, das langsam in das nächtliche Blau überging, war zu schön zu betrachten.

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Re: Den Schrecken verheilen lassen

Beitrag von Nannaam Do Dez 06, 2018 9:29 pm


Nanna Sagah

Comming from -


SP#001 with „Spencer Riley“


Es war eine schwierige Zeit gewesen. Die Überwindung des Chaos, das durch jene Geschöpfe über sie gebracht worden war, kostete immens viel Kraft. Doch Nanna bereitete nicht der Umstand Pein, dass ihr neues Heim, ihre Bibliothek zerstört worden war und mit ihr so viele ihrer liebsten Stücke. All das war zu ersetzen, zu großem Teil zumindest, und sie hatte auch längst mit dem Wiederaufbau begonnen, schlief in der Zwischenzeit in einem kleinen, günstigen Zimmer am Rande von Stratos City. Nein, es war einzig die Sorge, die ihr Herz zerfraß. Beständig, selbst, wenn sie offen lachte, klopfte die Ungewissheit leise im Hintergrund. War sie allein, wurde es lauter, hallte wider und wider, bis das Tosen schier unerträglich wurde. Und sie sorgte sich um einige Seelen. Die Kinder der Nachbarschaft waren vordergründig gewesen, sie hatte sie oft gesehen, doch nun waren einige einfach … verschwunden. Für immer. Die Eltern und Geschwister ebenso und wer zurück blieb, trauerte, und all der Schmerz, er schmerzte auch Nanna. Ihre wenigen Freunde sorgten sie ebenfalls, nicht alle hatten jenen Tag überstanden, doch der Rest war inzwischen wohlauf. Es ging bergauf. Ein paar bekannte Gesichter, alt und jung, ganz gleich, ob sie sich je eingehender mit ihnen unterhalten hatte, erschienen vor ihren Augen und sie fragte sich instinktiv, was geschehen war. In einer Bibliothek lebte man leise, aber man lebte und man lernte viele Seelen kennen. Und man lernte auch, diese Seelen zu vermissen, wenn die Ungewissheit so groß war wie dieser Tage.
Eine Seele hatte ihr aber besondere Pein bereitet. Nun gut, es waren zwei gewesen, doch beide hingen, wie sie erfahren durfte, zusammen, weshalb das Auffinden, das Antreffen einer Seele auch Gewissheit zur anderen bringen konnte. Sie versuchte stets, den Gedanken zu verdrängen, lenkte sich mit Arbeit und Hilfe ab. Doch dann, als er plötzlich da war, als sie ihn sah, da spürte sie, wie ohnmächtig sie sich tatsächlich gefühlt hatte. Und wie groß die Erleichterung war. Es waren Tränen gewesen, die sie beim Anblick von Spencer zurückzuhalten suchte. Es war ihr nicht geglückt. Sie waren schnell verebbt, das Lächeln, das zurückkehrte, verdrängte sie schließlich. Doch ungeschehen gemacht waren sie damit nicht. Doch war es von Bedeutung? Mitnichten. Sie war schlicht froh gewesen, dass es ihm gut ging, dass er alles überstanden hatte.
Erleichtert, dass sie ihn noch einmal sehen konnte.
Und ebenso, dass sich das noch wiederholen sollte. Nicht nur einmal, nein. Und als Rayono City wieder Gestalt annahm, als das Musiktheater wieder stand und die Neueröffnung Preis gegeben wurde, erinnerte sie sich an das Geschenk einer Kundin. Die Theaterkarten waren wie durch ein Wunder von der Katastrophe verschont geblieben. Und als sie Spencer erneut sah, gab sie ihm eine der beiden. Und … er hatte sie angenommen.
Das war der Grund, warum sie heute hier war. In Rayono City, einer Stadt, die durch dieses Chaos nur stärker geworden war. Sie war in ein langes, dunkles Kleid gestiegen, das auch ihren Hals versteckte. Nicht, weil sie ihn nicht mochte, aber so sah es besser aus, wenn man kein Dekolletee zeigen wollte. Dafür war der Rücken frei – gewiss das eleganteste Kleid in ihrem Schrank. Nicht zuletzt, weil sie es nur für diesen Abend gekauft hatte. Auch ihre Haare trug sie hochgesteckt, das Make-Up war dezent, der Schmuck ebenso aus Silber, wie der Ring ihrer Schwester, den sie stets trug. Sie hatte lange vor dem Spiegel gestanden, bis sie zufrieden war – närrisch, da war sie sich sicher. Sie fühlte sich wie damals als Jugendliche, sie war nervös, spürte dieses diffuse, aber angenehme Kribbeln in all ihren Zellen. Und sie grinste, ständig, konnte es kaum verhindern. Sie musste heute auch ständig an jenen Abend denken, den sie tanzend beim Brunnen verbracht hatten. Es war ein ausgelassener Abend gewesen. Es war lange her, dass sie sich so entspannt gefühlt hatte. Heute war dieses Gefühl abermals zurück, auch wenn es gerade noch von der Nervosität übertüncht wurde.
Ihre Finger umfassten nun diese kleine Tasche, in der sie ihre Karte und die nötigsten Kleinigkeiten mit sich führte. Ihr entgingen die Blicke nicht, die sie auf sich zog, während sie zum Theater lief. Aber sie störte sich auch nicht daran – sie war dem Abend entsprechend gekleidet und gewiss nicht die einzige damit. Und bald kam das Theater auch in Sichtweite. Sie war letzte Nacht extra in der Stadt eingekehrt – dieses Kleid hätte sie niemals unbeschadet durch die Wüste bekommen. Schon von weitem konnte sie Spencer ausmachen – er stach einfach hervor. Oder zumindest heftete sich ihr Blick stets sofort an ihn. Wieder lächelte sie etwas breiter, etwas wärmer, sie atmete sogar kurz durch, bevor sie gänzlich zu ihm trat. Er sah hinauf in den Himmel – wie sie selbst auch so häufig. Welch … beruhigender Anblick.
„Du siehst wahrlich stattlich aus, Spencer.“, sprach sie ihn dann doch an, zeigte ihr charmantestes Lächeln. „Guten Abend. Ich hoffe, ich habe dich nicht zu lange warten lassen?“




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Re: Den Schrecken verheilen lassen

Beitrag von Spenceram Do Dez 13, 2018 9:02 am

Es dauerte nicht allzu lange, bis Spencer andlich Nannas Stimme vernahm. Als er sich ihr auf das Lob hin zuwandte, zeigte sich auf seiner sonst so unbeweglichen Miene tatsächlich ein deutlicher Ansatz von positiver Überraschung. Das war das erste Mal, dass er sie in formeller Kleidung und dermaßen herausgeputzt sah, es ließ sein Herz unwillkürlich schneller schlagen. Aus diesem Grund zeigte sich ihr Lob gleich umso effektiver. Er selbst trug einen schlichten, aber dennoch eleganzen, schwarzen Anzug und hatte darauf geachtet, dass sein kinnlanges Haar ordentlich frisiert war, doch für eine Frau gab es in dieser Hinsicht natürlich weitaus mehr Optionen. Wo Nanna ihr langes Haar sonst immer in einem losen Zopf trug, war es erfrischend zu sehen, dass sie es hochgesteckt hatte. So konnte er die schönen Konturen ihres Gesichts umso deutlicher erkennen, die von dem dezenten Make-Up genau richtig untermalt wurden. Und das Kleid erst... es war fast so, als würde er nun eine ganz neue Seite der Frau kennenlernen, die er eigentlich schon seit einer Weile zu seinem engeren Bekanntenkreis zählen konnte.
"Vielen Dank.", erwiderte er ihr Lob mit einem sanften Lächeln und ließ sich dabei den leichten Anflug von Verlegenheit nicht anmerken. "Du siehst ebenfalls fantastisch aus." Das Lächeln, das auf ihren Lippen zu sehen war, erheiterte ihn ungemein. Er war einfach froh, dass sie es nach all den Strapazen nicht eingebüßt hatte.
"Keine Sorge, das hast du nicht.", antwortete er anschließend auf ihre nächsten Worte und winkte leicht an. Selbst wenn, er war so sehr in Gedanken vertieft gewesen, er hatte gar nicht gemerkt, wie die Zeit an ihm vorübergezogen war. Für einen Moment schien er wieder nachdenklich zu werden, unschlüssig, ob das bereits der richtige Zeitpunkt für sein Vorhaben war. Es war das erste Mal, dass er sich für so etwas auf diese Weise wirklich Zeit genommen hatte. "Ich... ähm...", druckste er deswegen leise herum und wandte dabei seinen Blick von Nanna ab, ehe er einmal tief einatmete und sich dazu entschloss, es besser jetzt zu tun. Nicht, dass er es später noch vergessen würde. "Ich habe dir etwas mitgebracht.", äußerte er also und holte die Teemischung hervor, die er ihr entgegenhielt. "Um mich für die Einladung zu bedanken. Ich hoffe, dass du ihn genießen kannst." Vielleicht war Tee doch eine ungewöhnliche Entscheidung für ein Geschenk zu diesem Anlass gewesen, doch Spencer wusste, dass Nanna ihn mochte und sie hatte wahrscheinlich noch länger etwas davon als von einem Strauß Blumen. ER war nun einmal ein sehr praktisch orientierter Mensch.

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Re: Den Schrecken verheilen lassen

Beitrag von Nannaam So Jan 13, 2019 3:59 pm


Nanna Sagah

SP#002 with „Spencer Riley“


Sie kam nicht umhin zuzugeben, dass sie den Weißhaargen gerne beobachtete. Vor allem dann, wenn er so verträumt aussah, egal, ob es nun am Firmament oder einem guten Buch lag. Fast schon war es ihr unangenehm, doch sie wusste, dass sie sich zusammen nehmen konnte. Und das tat sie nun auch, denn anders würde dieser Abend nie beginne. Aber … ob ein Stillstand der Zeit nicht auch etwas wunderbares sein würde?
Doch dafür war es zu spät, die Worte waren gesprochen und als er sich ihr zuwandte, diesen Blick zeigte, wusste sie, dass es richtig war die Ewigkeit verstreichen zu lassen. Sie lächelte liebenswürdig, als sie ihm in die Augen sah, fast schon unschuldig. Warum musste ihr Herz auch so klopfen? Würde er doch nur wieder fort schauen. Doch das wäre unerträglich, da war sie sich sicher.
Dann richtete auch er Worte an sie, und leicht erwärmten sich ihre Wangen, als er äußerte, dass auch sie hübsch anzusehen war.
„Hab vielen Dank.“, gab sie zurück, wusste kaum, wie sie es schaffte, das Zittern ihres Herzens von ihrer Zunge fern zu halten. In jedem Fall aber wog dieses Kompliment schwer – oder leicht, wenn man bedachte, dass sie sich nun fühlte, als könne sie schweben. Und als er kurz so … unentschlossen wirkte, hatte sie eine Sekunde, um durchzuatmen. Und dann setzte er an, etwas zu sagen, zögerte jedoch kurz. Und da holte er eine Teemischung hervor, die er ihr überreichte – laut seinen Worten ein Dank für die Einladung. Wieder fühlten sich ihre Wangen etwas wärmer an und sachte nahm sie dem jungen Mann den Tee ab, der schon in trockenem Zustand einen angenehmen Duft verströmte. Wie überaus aufmerksam – und perfekt gewählt, denn schließlich waren es Tee und Bücher gewesen, die langsam diese Bande geknüpft hatten. „Das wäre nicht nötig gewesen, Spencer. Vielen Dank – er wird mir gewiss die Stunden in fremden Welten verschönern.“, sprach sie also, obwohl das beste Geschenk ja ohnehin seine Anwesenheit war. Himmel, möge dieser Abend doch nie wieder enden … „Ich hoffe, dieser Abend wird ebenso schön – das Stück soll sehr gut sein, so erzählt man sich. Ich bin wirklich froh, dass du kommen konntest.“, fügte sie dann ehrlich an, während sie ihre Hände mit dem Tee tiefer sinken ließ, um ihn anschließend in dem kleinen Täschchen zu verstauen. Er passte wirklich gerade noch so hinein – ein Umstand, der sie kurz und leise Kichern ließ. „Geradezu Perfekt.“, äußerte sie da auch mit einem warmen Blick zu Spencer – als hätte er gewusst, dass dafür noch Platz war.
Doch da kam schon etwas Bewegung in die Masse vor dem Theater, denn die Türen wurden geöffnet. Damit begann der Einlass – doch hetzen mussten sie sich gewiss nicht, die Karten hatten einen Platz zugewiesen bekommen. Und das Stück würde auch nicht sofort starten. Dennoch warf sie dem Weißhaarigen einen auffordernden Blick zu.
„Wollen wir?“, fragte sie also und während sie sich in Bewegung setzten, zögerte sie kurz, überlegte. Ob sie es durfte? Das letzte, das erste Mal schien so weit fort. Innerlich nickte sie, bevor sie sachte ihre Hand an seinen Arm legte, um mit ihm zusammen durch die Türen zu schreiten, an denen man ihre Karten kontrollieren würde.


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Re: Den Schrecken verheilen lassen

Beitrag von Spenceram So März 03, 2019 9:36 am

Spencer konnte nicht anders, als sich doch erleichtert zu zeigen, nachdem sein Geschenk allem Anschein nach gut bei Nanna angekommen war. Sicher, er wusste ganz genau, dass sie nun nicht die Art von Person war, die Tee in irgendeiner Weise ablehnen würde, doch andererseits... handelte es sich bei dieser Situation um etwas, das ihm völlig fremd war und mit dem er keinerlei Erfahrung hatte. "Das freut mich sehr.", erwiderte er daher knapp ihren Dank, doch man konnte es seinem Blick entnehmen, dass ihn dank des erfolgreichen Geschenks doch mehr Emotionen vereinnahmten, als er an der Oberfläche zu zeigen pflegte. Trotz seiner Position war Spencer immer noch ein simpler Mann. Alles, was er wollte, war die Menschen um ihn herum glücklich zu machen und das beste für alle zu finden. Da wog die Freude jener Frau, die ihm dermaßen ans Herz gewachsen war, gleich umso mehr.
"Ich bin zumindest zuversichtlich, dass das Stück gut wird. Den ersten Auftakt nach der Wiedereröffnung wird das Theater sicher würdig gestalten.", ging er mit einem strahlenden Lächeln auf ihre nächsten Worte ein und konnte nicht anders, als anschließend über den Umstand amüsiert zu kichern, dass der Tee gerade noch so in Nannas Täschchen passte. In der Tat, eine glückliche Fügung.
Letztendlich war es an der Zeit einzutreten, die anderen Personen um sie herum rückten bereits vor. Die Aufforderung seiner Begleitung, ihnen zu folgen, erwiderte Spencer mit einem deutlichen Nicken und ging bereits ein paar Schritte voraus. Kurz darauf verweilte er jedoch etwas verblüfft, da Nanna kurz zu zögern schien, ehe sie ihm doch sachte eine Hand an seinen Arm legte, damit sie gemeinsam durch die Kontrolle schreiten konnten. Für einen Augenblick weiteten sich die Augen des Weißhaarigen, doch im nächsten Moment legte sich wieder ein warmes Lächeln auf seine Lippen, während er die Stellung seines Arms sachte veränderte, damit sie ihn besser umfassen konnte. Sein Herz schlug plötzlich lauter in seiner Brust. Das war ein Moment, der keiner weiteren Worte bedurfte.
Nachdem sie eingetreten waren, nahm Spencer sich etwas Zeit heraus, um die wiederhergestellte Inneneinrichtung des Theaters zu bewundern. Zumindest blieb sein Blick an der Decke und den Wänden haften, während sie weiter in Richtung des Bühnensaals gingen. "Ich war früher zwar nicht allzu oft hier, aber etwas... wirkt anders.", sprach er seine Beobachtung schließlich frei heraus. "Sie haben sich bestimmt Mühe gegeben, das Gebäude nicht nur wiederherzustellen, sondern es auch zu verbessern. Es ist gut zu sehen, dass die Spendengelder sinnvoll genutzt werden." Die Freude in seiner Stimne war dabei deutlich zu vernehmen. Selbst an einem Tag wie diesem fiel es ihm etwas schwer, seine Arbeit zu vergessen. Ein Umstand, dem er sich prompt bewusst wurde und wegen dem er sich verlegen seine freie Hand in den Nacken legte, während er Nanna mit einem entschuldigenden Lächeln ansah. Soweit er es wusste, konnte sie es ja nicht wissen, was ihm diese Dinge nun konkret bedeuteten... Er wollte nicht seltsam wirken und sich lieber auf sie konzentrieren, schließlich war er hier, um den Abend mit ihr zu verbringen.

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Re: Den Schrecken verheilen lassen

Beitrag von Nannaam So März 10, 2019 9:30 pm


Nanna Sagah

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SP#003 with „Spencer Riley“


Es war schon beinahe zu gut, um kein Traum zu sein, so dachte sie jedenfalls und bat innerlich, dass er nie enden würde, so es denn tatsächlich einer war. Aber all diese Eindrücke, all diese Gefühle, die mussten echt sein, nicht wahr? In jedem Fall war auch das, was sich in Spencers Augen lesen ließ, zu viel, all dass sie es sich nur vorstellen konnte, als musste es der Realität entsprechen. Einer Realität, die nach all den Katastrophen so liebenswürdig war, dass man sie nicht ziehen lassen wollte. Umso mehr musste sie alles genießen.
Spencer ging da auch schon wieder auf ihre Worte ein, bezog sich auf das Stück, verlautete, dass die Wiedereröffnung sicher gut würde, immerhin wollte man dergleichen nicht verpatzen. Und sein Lächeln war so … ungewöhnlich breit, dass es sie ein wenig erstaunte. In einer positiven Art, natürlich! Und dieser Ausdruck bestärkte sie in dem, was sie tat, als sie eingelassen wurden. Sie girff nach seinem Arm, wie an jenem anderen Abend, der shcon so fern schien, wirklich schon fern war und nach einer kurzen Überraschung, der sichtlichen Verblüffung entspannte er sich und änderte seine Haltung so ab, damit Nanna seinen Arm noch einfacher umfassen konnte. Und sie lächelte ebenso warm, wie er es tat. Das bedurfte keinerlei Worte – es war so schon perfekt.
Und so traten sie ein und wie auch Nanna sah sich Spencer um, allerdings schien er sich anders mit den Dingen zu beschäftigen, wie er schließlich auch verlautete. Er erwähnte, dass alles anders wirkte – dass sie das Theater mit dem Wiederaufbau sicher auch verbessern wollte. Sagte, dass die Spendengelder gut genutzt wurden – und als er sich seiner Worte bewusst wurde und halb nervös, halb entschuldigend die freie Hand in den Nacken legte, kam Nanna nicht umhin leise zu kichern, ehe sie den Blick noch einmal schweifen ließ.
„Es sieht wirklich gut aus – ob es besser ist, als zuvor, kann ich leider nicht beurteilen, aber wenn du sagst, dass dem so ist, so glaube ich dir gerne. Ich jedenfalls finde, dass sie die Gelder gut genutzt haben.“, gab sie also selbst zurück und lächelte ihn dann aufmunternd an. „Ohnehin ist es immer schön zu sehen, dass solche Kultstätten nicht vergessen werden und man ihnen viel Hingabe widmet – sie halten die Menschen davon ab, sich dem Chaos der Realität zu stellen, der sie hier so wunderbar zu entfliehen wissen. Ich denke, das allein ist bereits viel wert. Und wenn es dazu noch so gut gelingt wie in diesem Theater, ist das Ergebnis umso erfreulicher, meinst du nicht auch?“, fuhr sie fort – er sollte nicht das Gefühl haben, etwas falsches gesagt zu haben, denn dass er sich tatsächlich um derlei Dinge kümmerte, bestärkte sie nur darin, ihn in diesem nahezu grellen Licht zu sehen.
Sie näherten sich während diesen Worten dem Saal, in dem sie Platz nehmen würden – wie es wohl war? Sie konnte sich nicht erinnern, jemals in einem Theater gewesen zu sein. Zurück in Kalos war sie einfach noch zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt gewesen und hier in Einall hatte es bisher keinen Grund für einen solchen Abend gegeben. Oder eher, keine Gelegenheit – gut, dass sich das heute änderte! Wieder ging ihr Blick da zurück zu Spencer – sie konnte ihn wahrlich die ganze Zeit ansehen, allerdings sollte sie das dringlichst unterlassen, wenn sie nicht irgendwie gruselig wirken wollte. Also sah sie wieder fort, mit geröteten Wangen – gespannt, was noch folgen würde. Hoffend, dass das Stück noch lange nicht losging und dass es dann so schnell nicht endete …




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Re: Den Schrecken verheilen lassen

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