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✗ 11.08.2019 | Teamänderung
Es gab eine Veränderung des Forenteams. Odile ist aus dem Team ausgetreten, weiteres dazu gibt es hier!

✗ 02.07.2019 | 4. Geburtstag!
Es ist so weit, BoW wird schon 4 Jahre alt! Um das gebührend zu feiern, gibt es hier ein Geburtstagsevent. Lasst es krachen!

✗ 26.05.2019 | Umfrage zum Umzug
Nach der Ankündigung von letzter Woche findet ihr hier nun die offizielle Abstimmung bezüglich eines Umzugs!

✗ 18.05.2019 | Zukunft des BoW
Derzeit gibt es bezüglich des Forums wichtige Dinge zu besprechen, die ihr hier nachlesen könnt. Aber keine Sorge, es ist nichts Schlimmes!

✗ 01.04.2019 | Osterevent
Mit dem Start des Aprils startet auch unser Osterevent. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß und eine schöne Zeit!

✗ 19.03.2019 | Noch frischerer Wind
Braun gebrannt aus dem Urlaub zurück, schließt sich Lawrence ab heute dem Team wieder an!

✗ 19.03.2019 | Wettbewerb
Bis zum 27.03. habt ihr die Möglichkeit, euch für den Wettbewerb in Orion City anzumelden!

✗ 11.03.2019 | Letzte News & WB-Umfrage
Jetzt habt ihr die Newswelle überlebt! Die letzten großen Änderungen wurden euch hier vorgestellt und als kleine, interaktive Aufgabe gibt es dazu noch eine Umfrage zu den Wettbewerbshallen, an der ihr teilnehmen könnt!

✗ 04.03.2019 | Überdosis News
News, News, News! Wie versprochen gibt es eine große Ladung voller Neuigkeiten und Änderungen, die ihr hier nachlesen könnt!

✗ 01.03.2019 | Veränderungen im Forum
Zwar steht das BoW momentan einer holprigen Zeit gegenüber, doch sitzt das neue Team fleißig daran, im Hintergrund an kommenden Änderungen zu arbeiten. Was genau das heißt, könnt ihr hier nachlesen!

✗ 02.07.2018 | Bonus für RPV & Taijitu
Jeweils die nächsten 5 Bewerber für die RPV und die Taijitu erhalten in der Bewerbungsphase satte 100 Bonuspunkte, die sie zusätzlich verteilen dürfen!
RPV (5/5) | Taijitu (5/5)

✗ 02.07.2018 | BoW wird 3 Jahre alt!
Beyond our Wishes feiert nun schon seinen 3. Geburtstag; feier mit! Mehr findest du hier.

✗ 24.02.2018 | Neue Wettbewerbshallen
Wir suchen neue Wettbewerbshallen! Nun habt ihr die Möglichkeit, Ideen für neue Hallen einzusenden und eure Hallenidee im Rollenspiel zu sehen. Mehr ist hier zu lesen.

✗ 30.11.2017 | Adventskalender 2017
Auch dieses Jahr dürft ihr euch wieder auf unseren Adventskalender freuen! Auch Bewerber haben etwas davon und dürfen die enthaltenen Geschenke für ihre unfertigen Steckbriefe verwenden.

✗ 13.08.2017 | Änderung der Wettbewerbe
Die Wettbewerbe des Forums haben bisher nicht wirklich geglänzt, weshalb ihr nun ins Spiel kommt! Habt ihr Ideen, Anregungen oder Wünsche für den Ablauf von Wettbewerben? Teilt sie uns mit uns sagt uns eure Meinung! Mehr dazu hier!

✗ 02.07.2017 | BoW feiert Zweijähriges!
Beyond Our Wishes gibt es nun schon seit zwei Jahren! Zur Feier des Tages haben wir uns ein paar schöne Dinge für euch ausgedacht, die ihr hier nachlesen könnt!

✗ 20.04.2017 | Ein alter Gegner tritt ab
Heute verabschieden wir uns leider von Shawn, der das Team aus zeitlichen Gründen verlässt, uns aber als User weiterhin beehrt! Wir bedanken uns herzlich für seine Unterstützung und die Arbeit, die er geleistet hat.

✗ 13.04.2017 | Eier hier, Eier dort!
Beyond Our Wishes wünscht euch allen frohe Ostern! Aus gegebenem Anlass haben sich 70 Eier im Forum versteckt. Ob ihr sie findet?

✗ 16.12.2016 | BoWinnliche Weihnachten!
Es weihnachtet in BoW! Bis zum 23.12.2016 habt ihr die Möglichkeit, eure Punkte zu verschenken. Die Bescherung gibt es am 24. Weitere Informationen findet ihr hier.

✗ 24.11.2016 | Adventskalender
Wie auch im letzten Jahr gibt es auch dieses Mal einen Adventskalender, bei dem ihr schöne Preise gewinnen könnt. Alles was ihr dafür tun müsst, ist euch anzumelden!

✗ 27.10.2016 | Teamwiederaufnahme
Wie in diesem Thread darauf hingewiesen wurde, wird Nahash ab heute ihre Teamarbeit als Gründungsadministratorin wieder aufnehmen.

✗ 02.07.2016 | Happy Birthday, BoW!
Das Beyond our Wishes feiert heute seinen ersten Geburtstag.

✗ 22.06.2016 | Geburtstags-Countdown
Es ist so weit! Nicht mehr lange und Beyond Our Wishes feiert seinen ersten Geburtstag! Um die Wartezeit bis zum großen Tag etwas spannender zu gestalten, gibt es einen Geburtstags-Coundown, an dem ihr teilnehmen könnt!

✗ 29.03.2016 | Teamänderungen
Avery hat das Team verlassen, wird aber als Nanaki weiterhin im Forum aufzufinden sein. Shawn wurde daher nun zum Admin ernannt und BoW hat mit Trafalgar, Qiuyi und Saari auch noch drei neue Moderatoren erhalten! Näheres hierzu findet ihr hier.

✗ 28.03.2016 | Oster Event
Überraschung gefällig? Zieht bis zu 3 Ostereier in diesem Thread und lasst euch überraschen, was daraus schlüpfen wird!

✗ 03.03.2016 | Yoshi nur noch im Hintergrund
Wie ihr in diesem Thread entnehmen könnt, hat Yoshi praktisch alle Aufgaben abgelegt und ist nur noch für die Technik und den Style zuständig.

✗ 01.01.2016 | Glücksziehen zum Neujahr
Versuch dein Glück doch mal bei unserem Glücksziehen, eventuell ziehst du ja das ganz grosse Los...?

✗ 30.11.2015 | Adventskalender
Passend zur Adventszeit könnt ihr jeden Tag ein Türchen in unserem Adventskalender öffnen. Was sich wohl dahinter verbirgt?

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Sie ist wieder da. Die schaurig schöne Halloweenzeit! Daher haben wir für unser Oktoberevent gleich eine ganze Zombieapokalypse für euch parat. Fressen oder noch am fliehen?

✗ 14.09.2015 | Ein neuer Gegner erscheint!
Wie ihr aus diesem Thread entnehmen könnt, wird das Team von nun an von Shawn unterstützt.

✗ 25.08.2015 | Megaentwicklungen 2.0
Die Megaentwicklungs-Umfrage geht in die zweite Runde! Dieses Mal könnt ihr bis zum 30.08.2015 voten, wie die Megaentwicklungen in Zukunft gehändelt werden sollen. Hier könnt ihr abstimmen.

✗ 12.08.2015 | Megaentwicklungen
Entscheidet bis zum 20.08.2015 mit, wie Megaentwicklungen zukünftig gehandhabt werden sollen. Hier geht's zur Umfrage!

✗ 12.08.2015 | Wettbewerbshallen-Abstimmung
Bis zum 20.08.2015 könnt ihr nun für die Hallen abstimmen, die ihr im RPG sehen wollt! Die Abstimmung findet ihr hier.

✗ 16.07.2015 | Wettbewerbshallen
Bis zum 11.08.2015 (verlängert) könnt ihr mitwirken und uns eure Beschreibungen für Wettbewerbshallen schicken. Weiteres findet ihr hier.

✗ 16.07.2015 | Quests
Es gibt nun eine Übersicht, in der alle aktuellen Quests gelistet sind. Zudem wurde das Thema "Informationen zu Quests" erweitert.

✗ 11.07.2015 | Reservationsliste
Beim Erstellen eines Steckbriefes wird nun oberhalb des Editors eine Textbox mit Links zu den Reservationen angezeigt.

✗ 02.07.2015 | Eröffnung
Das Forum hat nun offiziell eröffnet! Ihr könnt euch anmelden und eure Steckbriefe beginnen. Sobald eure Steckbriefe angenommen sind, könnt ihr auch schon loslegen!

✗ 29.06.15 | Aufbau
Das Forum befindet sich weiterhin im Aufbau. Es fehlen noch einige Threads und Unterforen, ehe wir loslegen können!

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EPF #001 | Allein | Monsentiero & Janusberg

Wo einen die Arbeit nicht überall hin verschlug ...
Monsentiero war jetzt nicht gerade der Ort an den Niall bei dieser Art Auftrag gedacht hätte, doch scheinbar war auch kein noch so abseits liegender Ort von Verbrechen verschont. Nun gut, ein Drohbrief war auch eigentlich kein Grund gleich ausgerechnet ihn hierher zu schicken, aber momentan gab eine eine Gruppe an Erpressern, denen er schon länger auf der Spur war und der Drohbrief den die Stadt erhalten hatte, konnte ein Hinweis auf eben jene Verbrecherbande sein. Also war er hier. Nicht, dass er sich sehr um das Fest an sich scherte, doch er war schließlich der RPV nicht ohne Grund beigetreten. Also gehörte das auch zu seiner Arbeit.
Niall steckte die Hände in seine Jackentasche und sah sich um. Wenn man eines sagen konnte, dann, dass sich die Einwohner nicht lumpen ließen. Überall waren Stände verschiedenster Art aufgebaut und zwischen den einzelnen Häusern hingen bunte Banner, die die Straßen schmückten. Hier und da sogar eine Girlande mit Laternen, die abends die Straßen in akzeptables Licht tauchten.
Und auch wenn sich der Schwarzhaarige nicht wirklich für Feste und Feiern begeistern konnte, musste auch er einsehen, dass sich Monsentiero ziemlich zurecht machte, dafür, dass es nur ein kleines abgelegenes Dörfchen war. Aber wahrscheinlich waren sie auch darum so stur.
Nialls Weg führte ihn schnurstraks zum Bürgermeister Monsentieros, man hätte ihn wohl genauso gut als Dorfvorsteher bezeichnen können, aber nun ja ...
Der Schwarzhaarige klopfte an die Tür und wartete, bis sie ihm von einer Dame mittleren Alters geöffnet wurde. „Officer Cirell hier. Ich werde erwartet.“, war seine knappe Vorstellung und er wurde auch reingelassen nachdem er seinen Ausweis vorgezeigt hatte. „Der Herr Bürgermeister erwartet die schon – bitte hier entlang.“
Die Dame, offensichtlich die Sekretärin des Bürgermeisters, führte ihn einen Gang entlang zu einer etwas größeren, verzierten Tür. Auf einem Schild neben der Tür stand der Name des Bürgermeisters auf einem kleinen Schildchen, auf das Niall jedoch nur einen relativ beiläufigen Blick warf, bevor er in das Bürgermeisterbüro trat. Besagter Dorfvorsteher saß auch hinter seinem Echtholzschreibtisch und legte eine Akte beiseite, als Niall den Raum betrat. Ihre Blicke trafen sich und der Mann lächelte freundlich: „Ah, sie müssen der Officer der RPV sein.“
Niall nickte: „Officer Cirell – sehr erfreut, dass sie sich Zeit genommen haben, Herr Bürgermeister.“, grüßte er höflich wie er es gelernt hatte – so weit er es mitbekommen hatte, sollte dieser Mensch Anfang fünfzig wohl in gewisser Hinsicht auch ein stures Pampross sein, das seinesgleichen suchte. Na, wenn das keine wundervollen Aussichten für seine Nerven waren ...
Aber nun gut, er hatte hoffentlich noch genügend Standard-Floskeln von seinen Kollegen in Petto, die er zur Not einbringen konnte, bevor ein Kopf rollen würde. Der Bürgermeister warf Niall indessen ein gewisses Lächeln zu, dass der Undercover-Agent sonst nur von Verbrecher-Bossen kannte, die kurz davor waren einen ihrer Mitglieder auf Grund eines kleinen Missgeschickes zu 'entlassen', den sie sowieso nicht leiden konnten und nun in freudiger Erwartung eben jenes Lächeln aufsetzten. Nur hing das wohl in diesem Fall eher damit zusammen, dass das sture Pampross wohl ebenso wenig von Nialls Anwesenheit in seiner Stadt begeistert war, wie Niall von der Tatsache vermutlich über längere Zeit in dieser Kleinstadt festzusitzen.
„Nun – sie hätten wirklich nicht herkommen müssen.“, sagte der Bürgermeister und traf dabei auf Nialls Blick, der durchaus einen Ton dunkler geworden war, kaum dass die ersten drei Worte ausgesprochen waren. „Ich denke, dass das nach wie vor ein alberner Scherz gewesen ist. So eine Kleinigkeit sollte unser schönes Fest nicht beeinträchtigen.“
Niall hatte Mühe nicht seine Augen zu verdrehen oder einen mittelschweren Seufzer auszustoßen, während er den Bürgermeister für ein paar Sekunden ansah, als hätte dieser sein Gehirn genommen und geradewegs aus dem Fenster geworfen. Ein Drohbrief als ein alberner Scherz? Auf so etwas konnte man tatsächlich nur in einem Dörfchen wie Monsentiero kommen, oder?
„Ein Drohbrief ist kein dummer Streich.“, war die knappe Antwort des Schwarzhaarigen. „Sondern weit davon entfernt.“
Nun gut, es mochte ihm sonst im Alltag eher egal sein, was mit den Menschen in seiner Umgebung passierte, solange es ihn nicht in irgendeiner Weise direkt betraf oder betreffen würde, aber hier mimte er gerade den erfahrenen RPV-Officer und diese Arbeit war ihm wichtig genug um nicht direkt wieder umzudrehen und zu verschwinden. Trotzdem – wie konnten Menschen nur so sorglos und dumm sein und offensichtliche Straftaten wie eine Bedrohung einfach als Lappalie abtun? Eigentlich hätte er es schon fast verdient, dass etwas auf diesem Fest passierte – er schrie ja beinahe schon danach. Aber naja, wie bereits gesagt – die Arbeit verpflichtete ihn dazu anders zu handeln. Daher fügte er nach einer längeren Pause noch an: „Das Ankündigen einer Straftat ist bereits ein eigener Strafbestand an sich – und das ist schon weit mehr als eine einfache Alberei.“
Zum Glück war es ein leichtes für Niall sämtliche Wertung aus seinen Worten zu nehmen, auch wenn er innerlich bereits schrecklich genervt von diesem Menschen war, der mit dem Hintern hinter seinem Schreibtisch saß und sich doch tatsächlich herausnahm die momentane Lage besser einschätzen zu können als ein ausgebildeter und erfahrener Polizist der RPV. Denn der Bürgermeister seufzte zuerst nur, was in Niall das dringende Bedürfnis auslöste das Stadtoberhaupt einfach sitzen zu lassen, auf dem Absatz umzudrehen und dann aus gebührendem Abstand dabei zuzusehen wie das Fest – und nebenbei wahrscheinlich auch noch die Stadt selbst – zu Grunde gerichtet werden würde. Doch leider war dem Schwarzhaarigen dann doch sein Job zu wichtig, als dass er dieser Idee tatsächlich umgesetzt hätte – auch wenn es noch immer ein sehr verlockender Gedanke war. Aber okay, er war schon mit Drogenkartellen, Menschenhändlern, Schmugglerringen und anderen Verbrechersyndikaten fertig geworden, da würde er wohl auch mit ein paar störrischen Dorfbewohnern fertig werden. Seine Ehre als RPV-Polizist würde er sich nicht wegen der Sturheit eines alten Esels nehmen lassen – das würde ihm so passen.
„Tun Sie, was Sie meinen tun zu müssen.“, antwortete der Esel dann schließlich und Niall nickte. Innerlich grinste er leicht über seinen Sieg, aber das zeigte er nicht. Wäre ja noch schöner, wenn er jedem verraten würde was tatsächlich in ihm vorging. Außerdem bezweifelte er, dass er noch viel mehr Nutzen aus diesem Individuum ziehen konnte. Es war wahrscheinlich schon fast zu viel von ihm verlangt sich nicht in seine Ermittlungsarbeit einzumischen.
Niall wollte sich daraufhin auch umdrehen und den Raum mit einer kurzen Verabschiedung verlassen, doch weder kam er dazu sich umzudrehen, noch dazu den Mund zu öffnen, denn von draußen drang plötzlich eine Mischung aus Geschrei, schwerem Getrampel und lautes Poltern in das Bürgermeisterbüro. Dieser Radau hätte den Bürgermeister fast von seinem bequemen Sessel gerissen und die Bilder schwankten bedrohlich an den Wänden, während Niall bereits zum Fenster sprintete um hinaus zu sehen. Gleichzeitig öffnete sich hinter ihm, auf der anderen Seite des Raumes, die Bürotür und die kreidebleiche Sekräterin rief: „Schauen Sie nach draußen, Herr Bürgermeister! Das müssen Sie sehen! Wilde Pokémon zerstören das Fest! Schnell – Sie müssen etwas unternehmen!“
„Ich mach das schon.“, meinte Niall mit einem leichten Knurren in der Stimme. „Bleiben Sie bloß im Gebäude.“, und bevor einer der beiden auf diese Ansage reagieren konnte, schwang sich Niall auch schon aus dem Fenster. Er befand sich schließlich nur im ersten Stock – solche Art Stunts war eine Kleinigkeit für den sportbegeisterten Undercover-Agenten. Eigentlich waren es für ihn auch keine besonderen Stunts, sondern einfach nützlich gewordene Fähigkeiten, die offenbar nicht jeder besaß. Zudem war es der schnellste Weg nach unten. Während er nun also gen Boden fiel, berührte er zwei Pokébälle, die an seinem Gürtel hingen und als er sich nach der Landung aufrichtete, stand zu seiner rechten Devil und zu seiner linken Diva. Ihnen musste der Schwarzhaarige nur einmal zu nicken und die beiden Pokémon preschten los. Das war einer der Vorteile an Diva und Devil – er brauchte kaum Wörter um mit ihnen adäquat zu kommunizieren, ganz anders, als bei seinen Mitmenschen. Trotzdem war Niall genervt von den momentanen Umständen. Eigentlich waren ihm solche Feste relativ egal. Er scherte sich nicht darum und wollte dementsprechend auch damit in Ruhe gelassen werden. Doch leider war das gesamte Fest Ziel des Drohbriefes gewesen, auch wenn Niall sie starke Vermutung hatte, dass hinter der Manipulation mehr stecken musste, als eine einfache Drohung. Dennoch – hätte es nicht einfach die Bedrohung eines einzigen Menschen sein können? Das hätte ihm die Arbeit wesentlich erleichtert und eventuell auch dabei geholfen den Kreis der Verdächtigen zu verkleinern – oder überhaupt erst einmal einen aufzustellen.
Denn laut dem Bürgermeister und seiner Sekräterin sollte sich das Fest großer Beliebtheit erfreuen und keiner könne sich vorstellen, wer es bedrohen oder sabotieren wollen würde. Wie naiv. Es würde immer Menschen geben, denen ein gewisses Verhalten nicht passte und die es auf solche Weise in ihrem Sinne zu lösen versuchen würden. Genau darum gab es doch auch den Beruf des Polizisten – denn selten lernten Verbrecher einmal dazu.
Zum Glück war die Horde der wilden Camaub und Camerupt dank seines Hypnomorbas und des Magnayens schnell gebändigt und auf eine Weide außerhalb des Dorfes getrieben. Dort würden sich die gestressten Pokémon erst einmal erholen können, bevor man sie zurück auf den Janusberg entließ. Niall schloss das Tor, lehnte sich anschließend dagegen und betrachtete die wilden Pokémon nachdenklich. Diese Pokémon würden nicht ohne Grund eine Stampede veranstalten und unkontrolliert durch ein ganzes Dorf rennen. Irgendetwas musste sie erschreckt haben. Langsam drehte Niall seinen Kopf in die Richtung des Janusberges und sah ihn für einen Moment an. Dann sah er zu Devil und Diva, die beide immer noch an seiner Seite standen.
„Wir gehen heute wandern.“, sagte er zu den beiden, löste sich vom Tor und machte sich auf den Weg. Er wollte diesen Fall heute noch lösen, also würde er auch keine zeit verstreichen lassen. Die Dorfbewohner würden beim Aufbau auch ohne ihn klarkommen. Er hatte schließlich dafür zu sorgen, dass diejenigen, die das zu verantworten hatten, ihre gerechte Strafe bekamen.
Also stieg er auf den Janusberg und folgte den Spuren, die die örtlichen Camaub und Camerupt hinterlassen hatten. Sie lebten auf diesem Vulkan und würden ihn auch nicht ohne Grund verlassen. Denn wer verließ schon freiwillig gern sein Zuhause?
Außerdem hatten die Dorfbewohner ihm hilfreiche Hinweise auf die bevorzugten Aufenthaltsorte der Feuer-Pokémon geben können und tatsächlich fand Niall auch schnell das was er gesucht hatte. Er fand das Nest der Pokémon. Eine kleine Fläche in der sich Schlafkuhlen befanden, die auch viel benutzt aussahen. Niall sah wilde Pokémon selten in ihrer natürlichen Umgebung, aber dank seiner Ausbildung und auch seiner Bücher hatte er viel über das Verhalten und die Lebenräume wilder Pokémon gelernt. Denn wie man sah, konnte auch dieses Wissen durchaus nützlich sein – ganz davon abgesehen, dass er als Undercover-Agent sowieso einen größeren Wissenbereich abdecken sollte als der gemeine Streifenpolizist.
Plötzlich wurde er angestupst und als er nach unten sah, sah ihm sein Magnayen entgegen. Es stieß ein leichtes Knurren aus, lief ein paar Schritte, drehte sich wieder um und gab wieder einen knurrenden Laut von sich.
„Hast du etwas gefunden?“, Niall folgte dem Unlicht-Pokémon, dass ziemlich genau auf eine Stelle zusteuerte, dann stehen blieb und ihn erwartungsvoll anblickte. Als Niall an der Stelle ankam, wusste er auch direkt worum es ging. Am Boden waren schwache Rußspuren zu erkennen und als er sich hin hockte um den Boden genauer zu untersuchen, fand er auch die Überreste eines Knallkörpers.
„Natürlich.“, murmelte er leise in sich hinein. „Die einfachste Methode eine Herde in Panik zu versetzen.“
Doch wie war es möglich gewesen, die Herde so gezielt in das Dorf zu treiben? Schließlich ließ sich vorher nicht abschätzen in welche Richtung die Herde fliehen würde – es sei denn ...
„Es sind tatsächlich mehrere am Werk ...“, Niall stand auf und warf einen Blick auf eine kleine Anhöhe. Von dort oben hätte man die Herde durchaus gut beobachten können und auch genug Überblick gehabt um Pokémon einzusetzen, die die Herde Richtung Dorf drängen würden. Denn aus dem Nest heraus gab es nur zwei Wege – den Berg hinauf oder den Berg hinunter, wobei ein Weg zum Dorf und der andere in eine komplett andere Richtung führte – wohin genau wusste Niall nicht, aber das war auch irrelevant.
„Wir müssen da rauf.“, meinte Niall und blickte zur Anhöhe. Er betrachtete die Wand und entschloss sich kurzerhand dazu, sie einfach zu erklimmen. Er hatte ähnliches bereits schon oft geübt, wenn er die Zeit hatte. Er rief Devil und Diva zurück in ihre Bälle und erklomm anschließend die Anhöhe. Oben angekommen warf er nur einen kurzen Blick zurück zum Nest um seine Vermutung zu bestätigen. Dies war tatsächlich ein perfekter Ausgangspunkt um eine Herdenpanik auszulösen. Er entließ sein Magnayen, denn wenn ihm einer dabei helfen konnte die Übeltäter zu finden, dann war es das Unlicht-Pokémon. Es hatte schon öfters bewiesen, dass es gut darin war Leute aufzuspüren und Niall war sich sicher, dass sich sein Bruder diese Eigenschaft auch zu seiner zeit zunutze gemacht hatte.
„Such.“, war der einzige Befehl, den Niall gab, woraufhin sein Magnayen konzentriert damit begann die Anhöhe abzugehen und hier und da zu schnuppern. Auch Niall hielt seine Augen offen, aber wenn hier oben Spuren gewesen waren, waren sie fein säuberlich zumindest für die menschlichen Sinne vernichtet worden. Doch er musste nicht lange warten, bis Devil eine Spur fand, die er auch auf Nialls Zeichen hin akribisch genau verfolgte, bis er schließlich vor einem Höhleneingang stehen blieb. Es war keine offiziell zugängliche Höhle, wie sie Trainer oder Reisende benutzten, es war nur eine einfache Höhle mitten auf dem Berg. Dennoch war es offensichtlich, dass hier jemand gewesen war, denn schon von seiner Position aus, konnte der Schwarzhaarige ein abgebranntes Lagerfeuer ausmachen. Doch die große Frage war, ob diejenigen noch immer hier ihr Unwesen treiben, oder ob sie bereits weiter gezogen waren ... jedoch war es selten, dass Verbrecher ihre Standorte wechselten, wenn sie sich in ihrem momentanen Versteck sicher fühlten. Das Lagerfeuer sprach dafür, dass letzteres der Fall war, denn andernfalls wäre eine solche Lichtquelle am Höhleneingang viel zu auffällig gewesen.
Mit einem leises Pfiff rief er das Magnayen zurück und lehnte sich hinter einen Felsen, sodass er nicht so leicht zu sehen sein würde. Er würde noch einen Moment abwarten, denn es schien nicht so, als ob der Platz schon länger verlassen worden war – sonst hätte Devil ihn weiter gelotst und wäre nicht stehen geblieben. Doch nichts passierte. Kurz fragte sich Niall tatsächlich, ob er am richtigen Ort war, doch dann drangen Stimmen an sein Ohr, die aus der Höhle zu kommen schienen. Leider konnte er nicht genau verstehen was sie sagten, doch sie klangen aufgeregt und gehetzt – einen Augenblick später wusste Niall dann auch warum. Neben einem Bolterus, dass drei Jugendliche auf seinem Rücken trug, die sich an ihn klammerten, stürmte eine Herde Camaub und Camerupt aus der Höhle. Anhand der wütenden Rufe der Pokémon erkannte Niall einen gewissen Ernst in der Lage der Jugendlichen, jedoch verzichtete er darauf direkt einzugreifen. Dies sollte sich auch bezahlt machen, denn einer der Jungen rief: „Ich hab doch gesagt, dass das eine ebscheuerte Idee war!“
„Schnauze, oder ich werf dich runter!“
„Das wagst du dich eh nicht!“
„Haltet beide die Klappe, wir haben wichtigere Probleme!“ - „Scheiße!“
Kurz darauf wurde das Bolterus von einem Camerupt mit einer Attacke, die stark an einen Bodycheck erinnerte, zu Boden geworfen, was auch die Jugendlichen in hohem Bogen vom Rücken des Pokémons fallen ließ. Kurz darauf waren zwei rote Strahlen zu sehen, die ein Golbat und ein Magcargo zu Tage förderten. Zuerst schienen die beiden Pokémon sehr verwirrt zu sein, waren aber dann vor ihren jeweiligen Trainern. Der dritte hockte bei seinem Bolterus und redete auf es ein – er klang beinahe verzweifelt als er es aufforderte doch wieder aufzustehen.
„Steinwurf Magcargo!“, rief einer der Jungs und sein Pokémon gehorchte. Jedoch ließ sich das Camerupt - durch seine Größe war es leicht als Anführer zu identifizieren-, das den Jugendlichen gegenüber stand, von der Attacke nicht wirklich beeindrucken. Da hatte wohl jemand in der Schule nicht sonderlich gut aufgepasst. Effektive Attacken sahen definitiv anders aus.
„Aero-Ass!“, rief da der zweite und das Golbat zischte los. Jetzt war zumindest klar welches Pokémon zu wem gehörte, jedoch konterte das Camerupt mit einem weiteren Bodycheck. „Schutzschild!“, rief der Golbat-Trainer, während der Magcargo-Trainer sich zum dritten umwandte: „Wie geht es Bolterus?“
„Er ist total erschöpft.“, antwortete der dritte, der sich zudem noch immer nicht erhoben hatte und auch seinen Fuß merkwürdig ruhig hielt. „Ich glaube er kann nicht mehr.“
„Warte – ich glaube ich habe einen Beleber dabei.“, während er jedoch in seinem Rucksack wühlte, bekam er gar nicht mit, dass das Camerupt eine weitere Attacke vorbereitete, bis dann plötzlich die Erde anfing zu Beben und sich ein Riss quer durch das Gestein zog – Erdkräfte.
„Scheiße, was ist das?!“, riefen die Jungs gleichzeitig und die beiden noch stehenden fielen hin, das Magcargo schien zu überrumpelt von der Attacke zu sein um rechtzeitig auf den Ausweich-Ruf seines Trainers zu reagieren und selbst Niall hatte Mühe auf den Beinen zu bleiben. Nur das Golbat war von der Boden-Attacke eher unberührt, jedoch gab sein Trainer ihm keine Anweisung. Da zog Niall einen seiner Pokébälle und warf ihn in Richtung der Kämpfenden. Er hatte genug mitgehört um sich relativ sicher zu sein, dass es sich bei den drei Jugendlichen um die Saboteure handelte – so viel zur Vermutung der RPV. Trotzdem wollte er die drei in einem Stück dem Bürgermeister vorsetzen – auch wenn er sehr gern dem Camerupt den ganzen Spaß gelassen hätte.
„Spiegelcape!“, war sein einziges Wort und kaum war Diva auf dem Kampfplatz erschienen, tat sie wie geheißen und die Risse im Boden änderten ihre Richtung, sodass das Camerupt von seiner eigenen Attacke mit voller Wucht getroffen wurde. Dies ließ das Pokémon auch leicht Straucheln, es hatte schließlich schon zuvor ein paar Schläge einstecken müssen. „Beende es mit Psystrahl.“
Das Hypnomorba folgte dem Aufruf auch sogleich und feuerte einen kräftigen Psystrahl ab, der das Camerupt in die Knie zwang. „Und nun Psychokinese.“, ordnete er an, was Diva dazu veranlasste mit ihren Psychokräften das schwere Camerupt zurück zum Höhleneingang zu bringen und davor abzulegen. Wenn es wieder aufwachte, konnte es wieder zurück zu seiner Herde gehen, die sich bereits um ihn sammelte.
Niall trat unterdessen an die drei Jugendlichen heran, die ihn mit großen Augen anstarrten. Devil und Diva gingen an seiner Seite und vor allem Devil schien den drei Jungs nicht geheuer zu sein. „Wer-wer sind Sie?“, fragte einer von ihnen. „Was wollen Sie von uns?“
„Habt ihr nicht gelernt euch zu bedanken?“, fragte der Schwarzhaarige ruppig nach. Da erhob der Bolterus-Trainer seine Stimme und meinte: „Das hätten wir auch sehr gut alleine hinbekommen!“
„Natürlich ...“, meinte Niall. „Hat man ja gesehen wie gut ihr es hinbekommen habt.“, er betrachtete die drei Jugendlichen vor sich. Sie waren bestimmt nicht älter als 16 Jahre, maximal 17. Dennoch war es sehr wahrscheinlich, dass sie etwas mit der Attacke der Camaub und Camerupt-Herde auf das Monsentiero-Fest zu tun hatten – auch wenn Niall noch schleierhaft war warum.
„Ihr seid schon ziemlich erbärmlich darin eure Spuren zu verwischen ... euch zu finden war ziemlich einfach.“, meinte er und sah dabei zu wie die Jugendlichen bleich wurden. Auch wenn einer von ihnen noch irgendwie dazu in der Lage war zu fragen: „W-wie kommen sie d-denn da-darauf?“
Diese Überzeugung in der Stimme war doch wirklich herzallerliebst. Da konnte man sich absolut gar nicht mehr vorstellen, dass diese Jungs etwas angestellt hatten. Niall zog leicht eine Augenbraue hoch und meinte: „Ich sagte bereits: Ihr habt genug Spuren hinterlassen, dass euch jeder hätte finden können – hört ihr eigentlich noch zu oder könnt ihr euch nicht mal einfache Sätze merken?“
Da keine Antwort kam, fuhr der Polizist fort: „Sehr schön – und da ich nun eure Aufmerksamkeit habe: Officer Cirell von der RPV.“, die Jugendlichen wurden noch bleicher.
„R-RPV?“, fragte der Magcargo-Trainer kleinlaut. Niall sah zu ihm herab und nickte. „Ganz genau – RPV.“
Den dreien schien zu dämmern, dass sie in ernsthaften Schwierigkeiten steckten, denn sie tauschten alle drei einen Blick aus, dem nichts mehr hinzugefügt werden musste. Dann sahen die drei wieder zu Niall, der einen Blick auf das Bolterus und die anderen beiden Pokémon warf. „Ruft eure Pokémon zurück – und das sage ich garantiert nicht zweimal.“
Offenbar hatte Nialls Ausstrahlung genug Machtausstrahlung, dass die Jugendlichen keinen Widerspruch leisteten und einer nach dem Anderen sein Pokémon zurück rief. Sie sahen sich dabei zwar kurz gegenseitig an, aber wichen direkten Blicken in die Augen aus. Das war fast schon besser als jedes schriftliche Geständnis.
„Noch irgendetwas zu eurer Verteidigung zu sagen?“, fragte Niall. Es war wahrscheinlich nicht das übliche Prozedere bei einer Festnahme, aber das sollte man ihm erst einmal nachweisen, falls die Jungen sich überhaupt trauen würden Beschwerde einzureichen. Gerade schienen sie jedenfalls ziemlich überrumpelt zu sein – und einer von ihnen spielte sichtlich nervös mit seinen Händen oder nestelte an seiner Kleidung herum. Alles in allem war das, was er hier vorgefunden hatte einfach nur erbärmlich und so ziemlich das genaue Gegenteil von dem, was er erwartet hatte. Aus einem Fall mit einer angeblichen Verbindung zu einer Bestechungs- und Schutzgelderpresser-Organisation, war ein Fall von Jugendkriminalität geworden, den jeder x-beliebige Polizist hätte lösen können, sodass er diesen Tag in seinen eigenen vier Wänden hätte verbringen können statt auf den Janusberg zu kraxeln und sich um wildgewordene Pokémon zu kümmern. Allein dafür hatte Niall nicht übel Lust, den drei Jungs eine Lektion zu erteilen, die sie so schnell nicht vergessen würden. Allerdings gab keiner der drei einen Ton von sich, worüber Niall nur den Kopf schüttelte.
„Ihr macht eure Situation mit Schweigen auch nicht besser.“, meinte er, was ihm verwirrte Blicke einbrachte.
„Wie meinen Sie das?“, fragte der verletzte Junge verwundert. Niall sah ihn direkt an und antwortete: „Bedrohung, Androhen einer Straftat, Sachbeschädigung, Gefährdung der öffentlichen Ordnung, fahrlässige Körperverletzung – soll ich fortfahren?“
„Heißt das es wurde wirklich jemand verletzt?“, fragte der Magcargo-Trainer und bekam einen Hieb in die Seite. Aber es war zu spät – gesagt war gesagt. „Idiot.“, zischte der Golbat-Trainer.
„Eigentlich war das sehr vernünftig.“, meinte Niall und war bemüht darin seine Fassade aufrecht zu erhalten. Am liebsten würde er allen dreien ja die Beine brechen und für eine Nacht hier oben zurücklassen, aber er war dienstlich hier, also würde ihm nur die handelsübliche Verhaftung bleiben. Immerhin konnte er diesen Fall dann getrost an die Kollegen der örtlichen Polizei-Station abtreten und sich wichtigeren Fällen zuwenden. „Geständnisse werden in Verfahren immer positiv gewertet.“
„Was soll das bitte heißen?“ - „Ich hab euch doch gesagt wir kriegen Ärger.“ - „Und ich hab dir gesagt, dass du dein Maul halten sollst“ - „Das hilft uns doch sowieso nichts mehr – da können wir ihm doch gleich erzählen wie es war.“ - „Sag mal tickst du noch ganz sauber?“
Was nochmal hielt ihn davon ab den einen hier und jetzt niederzuschlagen, damit sie endlich zum Ende kamen? Der Marcargo-Trainer war auf jeden Fall nicht der Anführer der Bande, sondern wohl eher ein Mitläufer und das Opfer, dass man für gewöhnlich bei gescheiterten Operationen zurück ließ wenn es darauf ankam, aber so ganz konnte er auch nicht glauben, dass der Golbat-Trainer der Anführer war. Er war viel zu aufbrausend, impulsiv und rückhaltlos für die Aufgaben die eine Anführer-Rolle mit sich bringen würde ... also blieb nur noch einer ...
„KLAPPE HALTEN, ALLE BEIDE!“, der laute Ton des Anführers ließ sowohl Golbat als auch Magcargo zusammen zucken und zu ihrem verletzten Kollegen blicken. Keiner der beiden sagte auch nur ein Wort. Nialls Blick wanderte also zum B-Trainer, der seinen Blick sogar erwiderte: „Er hat recht.“, sagte er. „Es bringt nichts mehr sich irgendwie dumm zu stellen.“
„Aber“, wollte Golbat einwerfen, doch verstummte als die Blicke von Niall und Bolterus ihn trafen. Dann wand sich der Anführer auch wieder an ihn und fing an alles zu erklären. Niall machte sich nicht die Mühe es irgendwie mitzuschreiben, denn es war ein typisches Teenie-Drama, wie man es oft als Polizist erlebte. Der Sohn fühlt sich zu wenig beachtet und um Aufmerksamkeit zu bekommen boykottiert er einfach alles ohne über die Konsequenzen nachzudenken und sich am Ende tief in der Scheiße wiederzufinden. Tja, wie wohl der Bürgermeister auf diese Enthüllung reagieren würde?
„Na dann, gehen wir zurück zum Dorf.“, meinte Niall und die Blicke der Jugendlichen nahmen besorgte und recht nervöse Züge an.
„Muss das sein?“, fragte Marcargo ziemlich schüchtern und kleinlaut. Er war schon die ganze Zeit der vernünftigste des Trios gewesen, doch mitgehangen war mitgefangen. Niall nickte: „Ihr habt Straftaten begangen, also werde ich euch sicherlich nicht nur mit einem blauen Auge davon kommen lassen. Das was ihr gemacht habt war extrem gefährlich.“
Sehr gut, nur weiter die typischen Polizei Flokseln runter rattern und streng gucken. Bald war es vorbei. Sein Blick glitt wieder zu Marcargo, der an den Trägern seinen Rucksackes herumspielte: „Hey, du – gib den Beleber an deinen Freund. Mit der Beinverletzung wird er wohl kaum den Berg runter laufen können, außer einer von euch trägt ihn freiwillig.“
//Es verdient laufen zu müssen hätte er bei dieser Dummheit eigentlich schon.//, dachte sich Niall, doch hing er, wie bereits erwähnt, zu sehr an seinem Job als das er ihn riskieren würde. Schade eigentlich, dass er nicht inoffiziell hier war – das hätte ihm sicherlich viel mehr Spaß eingebracht. Aber naja, so war es eben, wenn man seinen Job gern machte, oder?
Doch bevor Marcargo auch nur seinen Rucksack absetzen konnte, hob Golbat seine Hand und meinte: „Schon gut – ich trag ihn.“. Überraschenderweise ließ der vorlaute Junge seinen Worten auch tatsächlich Taten folgen und nahm seinen Freund Huckepack, sodass die drei endlich vom Berg absteigen konnten.
Kaum im Dorf angekommen, führte Niall die drei nicht etwa zu einem Arzt um die Verletzungen behandeln zu lassen, sondern brachte sie direkt zum Büro des Bürgermeisters, wo er Anklopfte und ohne eine Antwort abzuwarten eintrat.
„Ich habe ihnen jemanden mitgebracht, mit dem sie sich dringend unterhalten sollten.“, größte er das sture Pampross und trat einen Schritt zur Seite, damit die drei Jugendlichen mit gesenkten Blicken eintreten konnten. Erst schien der Bürgermeister ob der Störung ein wenig sauer zu sein, was sich jedoch schnell in absolute Verwirrung umwandelte während er ungläubig dabei zusah wie sein Sohn mit seinen beiden besten Freunden vor seinen Schreibtisch trat und kleinlaut den Kopf senkte.
„Was ist denn passiert?! Warum ist mein Sohn verletzt?“, fragte der Bürgermeister aufgebracht, während der Bürgermeistersohn von seinem Freund auf einem Stuhl drapiert wurde. „Rufen sie sofort einen Arzt, Hilda.“
Während die Sekretärin also zum Telefon griff, antwortete Niall auf die Frage des Bürgermeisters: „Das müssen Sie ihren Sohn schon selbst fragen.“
Natürlich hätte er es auch einfach erzählen können, aber wo blieb dann sein Spaß? Es war wesentlich interessanter sich die ganze Geschichte aus den Mündern der drei Jugendlichen anzuhören, während die Farbe im Gesicht des Bürgermeisters regelmäßig von weiß zu rot und manchmal rosa wechselte. Niall verschränkte indes leicht seine Arme und lauschte den Worten der drei Jungs aufmerksam, damit sie auch bloß keinen Blödsinn erzählten. Der Bürgermeister selbst schien absolut sprachlos zu sein, aber besaß dann doch die Dreistigkeit zu sagen: „Also war es doch nur ein Dummer-Jungen-Streich. Sie können also gehen, Officer Cirell“
Niall strich sich ein paar Haare aus dem Gesicht, bevor er sich tatsächlich umdrehte und zur Tür ging. Im Türrahmen blieb er jedoch stehen, sah über die Schulter zurück und meinte: „Die Vorladung für die Anhörung ihres Sohnes wird ihnen in den nächsten Tagen zugestellt, denn schließlich ist er der Hauptverdächtige in einen Strafverfahren der fahrlässigen Körperverletzung und der Androhung einer Straftat. Sollte er nicht auf der Wache erscheinen, wird ein Haftbefehl ausgestellt werden. Einen schönen Tag noch.“
Sich den Ausdruck des Entsetzens und Schocks im Gesicht des Bürgermeisters einprägend, verließ er den Raum, nahm sich seinen Viso-Caster zur Hand und verfasste eine kurze Nachricht. Nun würden sich andere Kollegen mit dem Pampross und seiner Familie auseinander setzen müssen – und er würde sich auf den Weg nach Hause machen und sich morgen einen wohlverdienten, freien Tag nehmen. Ja, genau so würde er es machen ... sonst brachte er am Ende noch jemanden um. So viel zu den 'beschaulichen Feiertagen'.
Niall
υη∂єя¢σνєя
RPV

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