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Zwar steht das BoW momentan einer holprigen Zeit gegenüber, doch sitzt das neue Team fleißig daran, im Hintergrund an kommenden Änderungen zu arbeiten. Was genau das heißt, könnt ihr hier nachlesen!

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Beitrag von Relaxoam Do Jul 04, 2019 12:39 am

Du wachst auf einem dunklen Flur auf, keine Menschenseele scheint in deiner Nähe zu sein, Lichter brennen nicht und eine kleine Staubschicht bedeckt mehrere Objekte, wie Bilderrahmen oder Fensterbänke. Erst nach kurzer Zeit realisierst du, dass du in einer Schule zu seien scheinst. Plötzlich eingesperrt, wovon du zu Anfang aber natürlich noch nichts weißt. Die Nacht beginnt langsam, ist die Sonne am Himmel schon lange Untergegangen. Du machst dich also auf zum Hauptausgang um nun endlich nach Hause zu können.
Ziel: Finde den Hauptausgang.


Habt ihr das Ziel für diese Phase erreicht, so kennzeichnet dies unter dem letzten Post mit diesem Code, so dass es weitergehen kann! Bei Fragen oder Problemen könnt ihr euch bei Emilia melden! Viel Spaß!
Code:
<center><rd>Lunartanz</rd></center>
Relaxo
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Beitrag von Violetam Fr Jul 05, 2019 5:45 pm

Geburtstagsevent 2019
Post #001, mit: Anuj
Es war alles so surreal, so unwirklich. Als würde nichts von dem, was passiert war, tatsächlich der Realität entsprechen. Wie so oft war sie abends in ihrem Bett eingeschlafen und in einen ruhigen Traum gefallen. Ihre Pokémon waren, das wusste sie ganz sicher, direkt neben ihr gewesen, doch als sie nun langsam wieder erwachte, spürte sie direkt, dass sie nicht in ihrem Bett lag. Der Boden unter ihrem Körper war hart und sie fühlte sich irgendwie anders, als wäre sie gr nicht wirklich sie. Langsam öffnete sie die Augen, in der festen Überzeugung, dass sie wieder einmal nichts sehen können würde, so sehr sie sich auch anstrengte - es war immerhin schon lange so gewesen. Doch als sie nun die Augen öffnete, konnte sie tatsächlich Umrisse erkennen, die sich langsam zu einem klaren Bild zusammensetzten. Obwohl es dunkel war, war es doch eine andere Dunkelheit als sonst. Erschrocken ließ sie ihren Blick schweifen, sodass sie bald erkannte, dass sie sich auf einem Flur befand. Das war aber nicht das Überraschendste dabei, denn sie konnte es erkennen. Sie musste nicht Aristea fragen, um zu erfahren, wo sie war, sie konnte es sehen! Das war so überwältigend, dass sie schluchzend die Hände vor den Mund nahm und sich Tränen in ihren Augen bildeten. Wie lange hatte sie sich gewünscht, endlich wieder etwas sehen zu können. Sie hatte erst, seitdem sie blind war, realisierte, was es für ein großes Geschenk war, die Welt um sich herum erkennen zu können. Gerade war es ihr auch völlig egal, was sie eigentlich sah, die Hauptsache war, dass sie etwas sah. Das konnte doch nur ein Traum sein! Man hatte ihr gesagt, dass sie nie wieder würde sehen können, doch jetzt sah sie den Boden, Wände, Vitrinen und sogar einige Fenster, durch die das Mondlicht schien. Es musste also abend sein. Lichter waren keine an, sodass der Flur auch nicht beleuchtet war, doch das war Violet im ersten Moment total egal. Erst langsam sickerte in ihr Bewusstsein, dass etwas komisch war. Die Freude darüber, etwas sehen zu können, überdeckte im Grunde alles andere, doch dann fing sie an, sich selbst zu betrachten. Sie wollte sehen, wie sie jetzt aussah, sieben Jahre später. Allerdings erkannte sie schnell, dass ihr Körper eigentlich gar nicht wirklich ihr eigener sein konnte. Sie war ziemlich dünn, dünner als sie eigentlich war und sie trug eine Hose, statt ein Kleid. Langsam stand sie auf, um besser an sich herunter blicken zu können, wobei ihr unmittelbar auffiel, dass ihre Haare nicht mehr so lang waren, wie sie eigentlich sein sollten. Ihre Haare waren kürzer, zwar immer noch schwarz, aber total unordentlich geschnitten, als hätte sich ein Kind daran zu schaffen gemacht. Im ersten Moment bekam sie Panik, dass ihr jemand im Schlaf ihre Haare geschnitten hatte, doch es gab noch viel mehr, das nicht stimmen konnte. Zum einen sah es so aus, als hätte sie eine Schuluniform an, doch sie ging eigentlich gar nicht mehr zur Schule. Dann war da noch die Tatsache, dass sie überhaupt keine Brüste mehr hatte...erschrocken fasste sie sich an die leere Stelle und bemerkte schnell, dass es sich nach einem männlichen Körper anfühlte. Viel weiter wollte sie sich allerdings auch nicht abtasten und sah sich um. Vielleicht gab es hier einen Spiegel oder etwas in der Art, in dem sie sich ansehen konnte. Sie wurde allerdings schnell von den zahlreichen anderen Eindrücken abgelenkt, die auf sie einprasselten. Es war eine gefühlte Ewigkeit her, dass sie das alles wirklich hatte sehen können, sodass sie immer noch ganz überwältigt war. Es gab jedoch etwas, das ihr völlig fehlte: sie konnte weder Aristea noch Delphis erblicken, was ihr seltsam erschien, denn die beiden wichen nie von ihrer Seite. Langsam bekam sie es doch mit der Angst zu tun, da so vieles hier einfach nicht stimmte. Sicherlich war es überwältigend und wunderbar, dass sie wieder sehen konnte, aber irgendwie war es doch auch nicht wirklich richtig. Oder? Als sie sich weiter umsah, dämmerte es ihr langsam, dass sie sich in einer Schule befand und sie fragte sich, warum sie hier war. Gleichzeitig konnte sie zwei Pokémon entdecken, die sich in ihrer Nähe aufhielten. Ein Gengar und ein Pixi, wenn sie sich nicht irrte. »Oh. Hallo.« begrüßte sie die beiden, wobei sie sich vor ihrer eigenen Stimme erschreckte. Das war definitiv nicht ihre eigene und sie hatte sie auch noch nie zuvor gehört. Darin, Stimmen wiederzuerkennen, war sie in den letzten Jahren auch sehr gut geworden, weshalb sie sich sicher war, dass sie sie wiedererkennen würde, wenn sie sie schon einmal wahrgenommen hätte. Sie schluckte - irgendetwas war hier faul und etwas sagte ihr, dass sie herausfinden musste, was das war. »Hallo?« rief sie in die Dunkelheit hinein, in der Hoffnung, dass ihr jemand antworten würde. Vielleicht war sie ja nicht allein? Als ihr allerdings niemand antwortete, machte sie sich kurzerhand auf den Weg, was auch immer zu suchen. »Kommt ihr mit?« wollte sie noch von den beiden Pokémon wissen, von denen sie nicht wusste, was sie eigentlich hier machten. Sie konnte die beiden aber auch schlecht allein hier lassen. Ein erster Schritt war es wohl, das Gebäude irgendwie zu verlassen, auch wenn sie sich hier gar nicht auskannte. Vielleicht würde sie ja auch eine Menschenseele finden, die sie über alles aufklären konnte?
Zur ungefähr gleichen Zeit erlebten auch Aristea und Delphis äußerst seltsame Dinge. Sie waren bei Violet, oder der Person, die sie eben dafür hielten und wachten über sie, bis sie aufwachte. Während Delphis sich allerdings nur an der Umgebung störte, da er keine Ahnung hatte, wie er her gekommen war, fand Aristea noch viele andere Dinge seltsam, vor allem auch an Violet. Doch das konnte er bisher nicht näher definieren. Er würde abwarten müssen, was passierte und vorsichtig sein, wie er es eben immer tat.


»Violet spricht«
Psiana spricht in Gedanken



Violet
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Beitrag von Anujam Sa Jul 06, 2019 12:34 am


Anuj

Das alte Schultrauma
GE#001 with Violet Sonora


Hmm, war das aber ruhig, dachte er sich. Er bemerkte, wie er langsam aber sicher aus der Welt der Träume wieder in die Realität fand, spürte den harten Untergrund, der wohl noch recht passend zu der Straße war, auf der er gestern Abend eingeschlafen war. Daher wunderte es ihn nicht, dass der Boden irgendwie kalt war. Er drehte sich noch um – er fühlte sich irgendwie ganz kaputt, wollte gar nicht so recht erwachen. Außerdem hatte er das Gefühl, als würde irgendetwas nicht stimmen – als würde etwas fehlen. Aber das musste er sich einbilden, richtig?
Oder … oder nicht? Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass etwas entscheidendes fehlte – nämlich dieses Gefühl, wenn Sou bei ihm war. Der Geist verließ ihn nie, wenn er schlief, deshalb war es so merkwürdig, dass er nun doch nicht hier war. Also fuhr Anuj erschrocken hoch, kam sofort in eine aufrechte Sitzposition und riss die Augen auf – nur um festzustellen, dass es stockfinster war.
„W-was …?“, murmelte er, nur um sich abermals zu erschrecken. Was war denn mit seiner Stimme passiert? Er schluckte, bevor er um sich tastete – nichts, außer dem Boden. Sein Herz klopfte wild und hart gegen seine Brust, während seine Finger zu zittern begannen. Es war so, so dunkel und er war offenbar allein. Als er auch den Kopf umher warf, bemerkte er, wie lang seine Haare waren. Zu lang, definitiv. Wieder schluckte er. War er … war er etwa im Institut? War er zurück gebracht worden? Aber wie lange hatte er dann geschlafen, dass seine Haare so lang geworden waren. Oder … Oder war er nie fort gewesen und die Flucht mit Juna und den Boten war nur ein lange, lebendiger Traum gewesen? So oder so, diese Befürchtung machte ihm Angst, so große Angst, dass er spürte, wie sich sofort tausende Tränen Bahn brachen und über seine Wangen hinab liefen. Er schluchzte sogar, mit dieser Stimme, die überhaupt nicht zu ihm passte – vielleicht hatten sie ja irgendetwas mit ihm gemacht, das ihm die Stimme genommen hatte, wie sie gewesen war? Oder hatte er jemand anderem die Stimme vielleicht geraubt, ohne es zu bemerken? Sein Kopf kreiste und die Tränen kamen nur immer stärker, während er zittrig versuchte, auf die Beine zu kommen. Dass er gar nicht so allein war, wie er dachte, bemerkte er in dieser Finsternis, die er nicht verstand, überhaupt nicht. „S-Sou? Sou, wo bist du?“, sprach er in die Finsternis, wobei seine Stimme ab und an brach. Diese … diese völlig falsche Stimme … Bei einem Schritt nach vorn schwankte er, stürzte schließlich, weil er das Gleichgewicht verlor. Warum nur? Er konnte sich mit den Händen abfangen, bemerkte da aber erstmals, dass etwas bei ihm war. War das … Fell, was er da an seinem Arm spürte? Er wollte danach tasten, traute sich aber nicht recht. Es war ein Bote, oder nicht? Warum nur war es so dunkel, damit er ihn nicht sehen konnte? „E-entschuldige b-bitte, w-werter Bote …“, wisperte er dann, schluckte abermals, während er sich wieder auf die Beine kämpfte. Irgendwie fühlte er sich gänzlich komisch, weshalb er grob begann, sich abzutasten. Das war nicht die Kleidung, die er sonst immer angehabt hatte – und was war das, was er da an seinen Füßen spürte? Wie merkwürdig – so merkwürdig! Ohnehin schien sein Körper irgendwie ganz verformt – und das machte ihm Angst. Doch … dafür war keine Zeit! Er atmete tief durch und kämpfte die Tränen fort, um sich dann an die Dunkelheit zu gewöhnen. Sonst klappte das ja immer, aber jetzt irgendwie nicht … Dennoch, ein wenig sicherer auf den Beinen fühlte er sich schon einmal, sobald er sich darauf konzentrierte. Dann musste es eben ohne Augen gehen! Er streckte die Arme vor und begann, vorsichtig einen Schritt nach dem anderen zu setzen. Wohin er lief, sah er nicht, allerdings hoffte er, früher oder späte eine Wand zu spüren. Wenn er das Zimmer ablaufen konnte, die Schritte zählte, dann wüsste er, ob er wieder – oder noch – im Institut war. Und wenn er sich etwas besser umsah, dann fand er vielleicht auch Sou wieder. Und Celi – falls die nicht bei Juna war, wenn er sich doch im Institut befand. Oh, Juna … Wenn er hier wäre, dachte sich Anuj, dann würde das alles nur halb so schlimm sein …
Aber er schüttelte das Haupt, ehe er weiter ging. Dann ein schriller Schrei, der ihn erschrak, ehe er vornüber gegen eine Wand lief. Er hatte sie mit den Händen gespürt, allerdings hatte er sich so erschrocken, dass ihn das nicht vor einem Aufprall bewahrte. Was war das denn für ein Ton gewesen? Der war von hinter ihm gekommen, oder? Oh, hoffentlich jagte ihn jetzt nichts … Wieder schluckte er. Weiter – einfach weiter gehen!
„S-Sou, bitte sei nah bei mir …“, murmelte er da, ehe er die Hände an der Wand beließ und sich auf diese Weise weiter tastete. Immer weiter – so weit, dass die Schritte, die er zählte, ganz und gar nicht zu dem Zimmer passen, das er im Institut bewohnt hatte … Wo war er nur – und warum war es dort, wo er war, so finster, wenn es nicht sein Zimmer war? Vielleicht --- vielleicht fand er ja irgendjemanden, der das Licht anmachen konnte. Oder er fand einen Weg nach draußen – da würde die Sonne alles erhellen, nicht wahr? Genau. Nach draußen – er musste irgendwie nach draußen kommen …

Und während Anuj sich so durch die Gegend tastete, warfen sich Sou und Celi rätselnde Blicke zu, als sie beobachteten, wie der vermeintliche Anuj sich aufsetzte und ohne Grund plötzlich zu weinen begann. Als Geist wusste Agassou da auch gleich, dass es nicht, wie sonst, um Juna ging sondern dass das irgendwelche anderen Tränen waren, weshalb er auch zögerte, zu dem Kind zu treten. Selbst Celi hielt er davon ab, war die ohnehin noch etwas schlaftrunken. Und als der vermeintliche Anuj aufstand und sich vor seiner eigenen Stimme erschrak, ja, sie beide dann noch so merkwürdig ansprach, da wusste der Geist, dass hier irgendetwas überhaupt nicht stimmte. Während Celi, noch verwirrt, aber so treu wie immer, nickte und dem Körper Anujs, der in so merkwürdigen Sachen steckte, folgte, verweilte Sou noch ein wenig und sah sich um. Das hier war komisch – hier waren sie nie gewesen. Entführt hatte sie ganz sicher auch niemand. Also hob der Geist seine Hände und spielte ein wenig mit seinen Kräften, um festzustellen, dass er diese Umgebung ein kleines, unscheinbares bisschen Verzerren konnte. Aha, so war das also! Sie waren gar nicht wirklich hier – aber begründete das, warum Anuj so merkwürdig war? Und vor allem, begründete das, warum Anuj sich nicht so anfühlte, wie er es sollte? Denn das da, das war nicht das Kind, auf das er aufzupassen versprochen hatte, die Aura, die diesen Körper dort umgab war so fremd, so … völlig falsch. Allerdings schien die Seele, die darin gefangen war, mit der Situation ebenso wenig anfangen zu können – also war sie gewiss nicht für all diesen Schlamassel verantwortlich. Deshalb folgte auch Sou schließlich der Gestalt, die aussah wie Anuj – in der Hoffnung, so den echten Jungen wiederzufinden, der doch hier ganz gewiss auch irgendwo sein musste … Und während Sou, der seine Gedanken noch für sich behielt, sich prüfend umsah, während sie dem Anuj-Körper und Celi mit ein wenig Abstand folgte, war die Fee an die Seite der Seele getreten, die da als Anuj herum lief. Stolz darüber, wie tapfer sich das Kind gab, tätschelte sie dabei den Kopf des Jungen liebevoll, wobei sich auch diese Berührung irgendwie … diffus anfühlte. Aber das lag vielleicht auch nur daran, dass sie alle verwirrt waren, wie sie hier wohl gelandet sein könnten …


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Beitrag von Violetam Sa Jul 06, 2019 11:50 am

Geburtstagsevent 2019
Post #002, mit: Anuj
Es war immer noch überwältigend, dass sie tatsächlich sehen konnte, was sich vor ihr, hinter ihr oder neben ihr befand. Dass sie nicht in ihrem Körper steckte war dabei sogar ziemlich zweitrangig, ebenso dass sie absolut nicht wusste, wie sie hier her gekommen war. Nachdem sie beschlossen hatte, die Schule abzusuchen, nach irgendetwas, das ihr weiterhelfen konnte, hatte sich zumindest das Pixi sofort angeschlossen. Das Gengar hingegen war noch eine Weile geblieben, wo sie aufgewacht waren, doch darüber machte sich Violet keine Gedanken. Sie wusste nicht, wer diese Pokémon waren oder warum sie bei ihr waren, aber es war durchaus beruhigend, dass sie nicht allein war. Dass das Pixi ihren Kopf tätschelte, fand sie allerdings ein wenig seltsam, obwohl es sich anfühlte, als würde das Pixi das öfter machen. Jedenfalls..bei jemand anderem. Vielleicht war sie gerade ja wirklich jemand anders. Es musste so sein, sonst würde sie ja wie sie selbst aussehen. Und wahrscheinlich auch nichts sehen können. Für sie war es allerdings ein wahrer Segen, gerade nicht blind zu sein. Nur wem sollte sie das sagen? Den hiesigen Pokémon? Sie kannten sie ja gar nicht und es interessierte sie sicher auch nicht, wie groß die Freude in ihr war. Als sie schon ein paar Schritte gegangen war, holte der Geist schließlich aber doch noch zu ihnen auf, sodass sie nun zu dritt um die nächste Ecke bogen. Oh wie aufregend es doch war, die Welt wieder mit eigenen Augen sehen zu können!

Anders war es da natürlich bei dem Jungen, der nun in ihrem Körper steckte. Die ersten Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmte, hatte Aristea schnell bemerkt, weshalb sich das Psiana auch hütete, mit dieser Person zu sprechen, obwohl sie doch ganz genau so aussah wie Violet. Das Kind erschreckte sich allerdings vor seiner eigenen Stimme und wirkte auch sonst sehr verwirrt. Dass es nach jemandem rief, der Sou hieß, sorgte nur für noch mehr Verwirrung. Violet kannte niemanden, der diesen Namen trug und Aristea auch nicht. Langsam dämmerte es auch Delphis, dass hier etwas nicht stimmte und er erhob sich in die Lüfte. Er musste jetzt besonders wachsam sein und auf den Körper seiner Trainerin aufpassen und gleichzeitig die Umgebung im Auge behalten. Aristea tat das selbe und richtete sich auf, behielt dabei Violet - oder die, die so aussah wie Violet - genau im Blick. Das Mädchen erhob sich nun langsam und schwankte, wobei sie halt bei Aristea fand. Nichts Ungewöhnliches eigentlich, immerhin waren Violets Pokémon genau dafür da. Sie halfen ihr im Alltag und nichts anderes machte Aristea jetzt auch. Doch er war sich sicher, dass Violet ihn niemals als Boten bezeichnen würde, was für Verwirrung sowohl bei ihm als auch bei Delphis sorgte. Irgendetwas war einfach komisch, auch wenn sie noch nicht sagen konnten, was es war. Der Versuch von Violet zu laufen sah auch äußerst interessant aus und so gar nicht nach dem, was sie mittlerweile gewohnt waren. Obwohl Violet nichts sehen konnte, schaffte sie es doch, selbstsicherer ihren Weg zu finden. Außerdem hätte sie schon längst mit Aristea gesprochen und gefragt, wo sie sich eigentlich gerade befanden. Denn dass das hier nicht ihr Zimmer war, lag auf der Hand. Das hatte auch Violet sicherlich schnell merken müssen, weshalb Aristea beschloss, sich zurückzuhalten und stattdessen dem Körper zu folgen, der zwar wie Violet aussah, es aber sicherlich nicht war. Unbeholfen lief er durch den Gang, bis er fast die Wand erreicht hatte. Delphis ließ einen kräftigen Schrei los, der Violet eigentlich warnen sollte, doch stattdessen lief sie genau gegen die Wand und taumelte dann davor zurück. Etwas war hier ganz und gar falsch, das war Aristea bewusst, doch sie würden sie weiter begleiten müssen. Wieder sprach Violet von einem Sou, den weder Aristea noch Delphis kannten. Die drei gingen weiter, Violet direkt an der Wand entlang, als würde sie gar nicht wissen, dass sowohl Delphis als auch Aristea wie immer direkt bei ihr waren.

Den Schrei ihres Pokémon hatte allerdings auch Violet hören können. Sie würde ihn immer wiedererkennen, weshalb sie freudig in die Hände klatschte. »Delphis?« rief sie laut aus, erhielt allerdings keine Antwort. Sie würde ihre Pokémon schon noch finden! Jetzt wusste sie, dass sie wirklich hier waren und da sie nun tatsächlich sehen konnte, würde sie die beiden auch ohne Probleme finden können. Falls sie sich in den Gängen denn mal zurechtfinden würde. Sie bog mit den beiden Pokémon an ihrer Seite um die nächste Ecke, wo es jedoch noch dunkler schien als im ersten Gang. Sie konnte zwar Umrisse sehen, es fiel ihr aber schwer, wirklich etwas zu erkennen, was sie allerdings auf die Dunkelheit schieben konnte, die sich im Gebäude breit gemacht hatte. Oh das war ja so aufregend! Wie würden Aristea und Delphis wohl reagieren, wenn sie herausfanden, dass sie wieder sehen konnte?! Sie musste sie ganz schnell wiederfinden!


»Violet spricht«
Psiana spricht in Gedanken



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Beitrag von Anujam Sa Jul 06, 2019 8:06 pm


Anuj

Das alte Schultrauma
GE#002 with Violet Sonora


Natürlich hörte er das Schlagen von Flügeln und dank seines Sturzes wusste er auch um die Anwesenheit eines weiteren Boten, doch dass sie ihm folgten und irgendwie sogar auf ihn Acht gaben, davon hatte Anuj, der das alles nicht verstehen konnte, überhaupt keine Ahnung. Der Schrei, der ihn hätte warnen soll, erschreckte ihn allerdings so sehr, dass er Bekanntschaft mit der Wand machte. Nach diesem unliebsamen Zusammenstoß ging es aber auch rasch weiter, wobei Anuj sich kaum zurechtzufinden wusste, weshalb er sich einfach weiter tastete. In der Ferne konnte er aber irgendetwas hören, was er jedoch nicht erkannte, denn es war einfach zu weit weg. Aber wenn es Geräusche gab, von wo auch immer, dann musste doch sicher noch jemand hier sein! Ob das Sou gewesen war? Mit klopfendem Herzen arbeitete er sich weiter vor, wurde sogar etwas hastiger, denn er wollte schnell zu der Quelle dieses Geräusches kommen. Hoffend, dass er da auch endlich etwas mehr erkennen konnte. Also ging es weiter – immer weiter! Bis er schließlich erneut einen Schrei vernahm, dieses Mal aber einfach in der Bewegung verharrte. Das letzte Mal kam der ja, als er der Wand so nahe war, also war hier vielleicht auch etwas, was er beachten sollte? Vorsichtig tastete er mit den Füßen weiter, wodurch er … einen Abgrund feststellen konnte. Oder besser gesagt, er hatte eine Treppen gefunden! Was für ein Glück, dass der Bote, was immer es für einer sein mochte, ihn gewarnt hatte. In der Finsternis lächelte er dabei sogar erleichtert.
„V-vielen Dank, werter Bote!“, sagte er also, wieder mit dieser fremden Stimme, ehe er sich langsam die Treppe hinab kämpfte. Es waren siebzehn Stufen, bis er wieder gerade gehen konnte, doch einige Schritte weiter schien eine andere Treppe nach oben zu führen. Wie seltsam – warum baute man so etwas? Naja, es führte wohl ohnehin kein Weg daran vorbei, also nahm er die nächsten Stufen wieder hinauf. Wieder waren es siebzehn Stufen – hätte man da nicht einfach auf gleicher Ebene weiter bauen können? Sehr kurios. Als er dann aber wieder gerade aus an der Wand entlang weiter gehen konnte, wobei er von Beginn an einige, merkwürdige Unebenheiten feststellen konnte, wie Löcher, bei denen aber eine weitere, kältere Wand folgte, immer auf Höhe seiner Schultern und seines Kopfes, bemerkte er doch bald, dass sich die Finsternis allmählich vertrauter anfühlte, je weiter er kam. Es wurde irgendwie kälter, aber es war eine andere Kälte, als er sie bisher vor allem an seinen Beinen verspürt hatte. Das Gefühl, in solchen Dingern, Schuhen zu laufen, wie er sich mittlerweile sicher war, war aber nach wie vor überaus unangenehm – daran gewöhnen würde er sich so schnell sicher nicht! Allerdings schienen draußen immer alle Schuhe zu tragen, weshalb er sie vielleicht behalten sollte, wenn er es aus dieser Dunkelheit heraus geschafft hatte …

Während Anuj jedenfalls in einer Richtung unterwegs war, kamen auch Sou und Celi seinem Standort näher, während sie seinem Körper folgten, der sich überhaupt nicht verhielt, wie er es sonst getan hätte. Was auch immer die Seele darin so erfreute, konnten weder Celi noch Sou feststellen, allerdings war es auch gerade für Sou wenig von Interesse, während Celi einfach ihr bestes gab, trotzdem gut auf das Kind aufzupassen. Als der Geist aber schließlich stehen blieb, die Umgebung abzutasten schien, stockte auch die Fee, wobei sie auch Anuj bei der Hand nahm und zum Stehen aufforderte, immerhin sollten sie besser auf Sou warten, wenn der offenbar etwas zu spüren vermochte. Aracelis konnte sich da schließlich nicht vorab sicher sein, ob er gutes oder schlechtes spürte – überrascht gab sie aber einen kurzen, hellen laut von sich, als ihr Geisterbruder unerwartet an ihnen vorbei schoss, als würde er plötzlich gejagt werden. So hastig hatte Sou es ja selten! Vor allem komisch war aber, dass er sich wirklich von selbst bewegte und nicht wie sonst einfach im Dunst seiner eigenen, kleinen Welt verschwand, weshalb die Fee ihm rätselnd nachsah, ehe sie einen Blick mit dem vermeintlichen Anuj wechselte. Besser, sie folgten ihm, richtig?
Der Geist aber hatte gewiss nichts bösartiges gespürt, sondern das, wonach er die ganze Zeit gesucht hatte – Anujs Aura. Deshalb hatte er es auch eilig, den gesamten Gang in diesem komischen Gebäude mit den tausend Türen und tausend Fenstern hinter sich zu bringen, sodass er bald in der Ferne ein Mädchen sehen konnte, das von zwei Boten begleitet wurde. Das Mädchen hatte die Augen geöffnet, der Blick wirkte angestrengt, aber so, wie sie sich an der Wand entlang tastete, konnte sie dennoch nichts erkennen. Das war … sehr, sehr merkwürdig. Aber viel merkwürdiger war, dass das Mädchen sich wie Anuj anfühlte, obwohl sie ganz sicher nicht Anuj war. Ob dieser Körper zu der anderen Seele gehörte, die sich gerade im Leib des Jungen befand? Möglich war es – vielleicht erklärte es auch die Tränen der Seele, nachdem sie die Augen geöffnet hatte!
Eilig also schwebte Agassou an das Mädchen heran, gab dabei einen dunklen, aber vor Erleichterung zitternden Ton von sich, den das Kind, das vom Körperwandel noch nichts recht bemerkt hatte, auch sogleich erkannte.
„Sou!“, stieß Anuj da auch erleichtert aus und nahm die Hände von der Wand, um nach dem Geist zu tasten, den er auch bald zu berühren und schließlich zu umarmen vermochte. Sofort kamen die Tränen zurück in seine Augen. „Oh, Sou, ich hatte solche Angst, du wärst fort!“, gab er da sogleich schluchzend zu, wobei er doch endlich bemerkte, dass sich bei dieser Umarmung irgendetwas in Brusthöhe anders anfühlte. Aber … das war jetzt eigentlich egal. Oder warte, warum fühlte er eigentlich keinen Widerstand an seinem Hals? Noch schluchzend ließ er also von Sou ab, der ihm dann aber auch beruhigend über den Kopf streichelte, während er erschrocken an seinen Hals fasste. Das Halsband … das Halsband war ja weg! Schnell ging sein nächster Griff zu seinem Ohr, doch auch von dem Ohrring dort fehlte jede Spur. Warum hatte er das bisher nicht gemerkt? Was bedeutete das? War er von anderen Leuten entführt worden, die wussten, wie man das alles abmachte? Wollte man ihn für irgendwelche unheiligen Zwecke benutzen – hatten das Halsband und der Ohrring ihn vielleicht in Wahrheit die ganze Zeit im Zaum gehalten? Erschreckende Gedanken waren das, die da in seinen Kopf herein brachen, doch Sou schlug ihm da schon gegen den Kopf, um ihn aus diesem Strudel heraus zu holen. Nicht fest, natürlich, aber fest genug, damit es half. Dann erst wandte der Geist sich den anderen Boten zu – und fragte, ob sie wussten, was hier los war. Er erwähnte aber auch, dass das Mädchen, das sie sicher eigentlich beschützten, gerade bei seiner Feenschwester war, die aber auch nicht mehr fern sein konnten …


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Beitrag von Violetam Mi Jul 10, 2019 2:59 pm

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Post #003, mit: Anuj
Dass irgendetwas mit Violet nicht stimmte hatte mittlerweile auch Delphis verstanden, denn diejenige, die sich da in ihrem Körper befand, benahm sich so anders, als es Violet sonst getan hätte. Sie bedankte sich gerade bei Delphis dafür, dass er sie gewarnt hatte, was aber eigentlich ganz selbstverständlich war, immerhin hatten sie das so lange geübt! Aber wenigstens hatte sie sich nicht wieder erschrocken, sonst wäre sie gewiss die Treppe hinabgefallen, vor der Delphis sie gewarnt hatte. Vorsichtig ging die vermeindliche Violet die Stufen hinab, immer an der Wand entlang, um den Weg zu finden. Das allein war äußerst seltsam, da Violet das niemals tun würde. Dafür war sie schon zu geübt, vor allem auch, weil sie sich ja auf ihre Pokémon verlassen konnte. Das hieß aber nicht, dass Aristea und Delphis den Körper einfach allein lassen würden, denn er war ganz eindeutig völlig hilflos und wahrscheinlich auch überfordert mit der Situation. Aristea und Delphis berieten sich allerdings darüber, was sie tun sollten und was passiert sein konnte, während sie den Weg weiter gingen, nun wieder eine Treppe hinauf. Schon eigenartige Konstruktionen, aber Aristea kannte es aus der Schule, auf die Violet früher gegangen war. Waren sie wohl wieder dort? Es sah nur alles ganz anders aus, als Aristea es in Erinnerung hatte. Das war aber vermutlich das geringste Problem, um das er sich Gedanken machen musste, denn er musste noch herausfinden, was mit Violet los war und wieso sie sich so anders benahm. Sicher gab es dafür eine ganz simple Erklärung, die Aristea bisher aber noch nicht ausmachen konnte. Gern hätte er mit ihr kommuniziert, wollte aber nichts riskieren, falls er es doch nicht mit Violet zu tun hatte. Was seltsam wäre, immerhin war es ihr Körper...die Gedankengänge des Psiana wurden schließlich jäh unterbrochen, als plötzlich ein Geist vor ihnen auftauchte, der einen dunklen Laut von sich gab - den Violet ganz offensichtlich sofort erkannte. Das und die Nennung des Namens, den Aristea doch vorhin schon einmal gehört hatte, bestätigte das Psiana darin, dass Violet tatsächlich nicht wirklich Violet war. Sie wäre nie so erleichtert, ein Gengar zu hören. Würde sie überhaupt erkennen, dass der Laut von einem Gengar kam? Und einen Sou kannte sie bekanntlich auch nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass diese Erleichterung nur bei jemandem auftauchen konnte, der jemanden aus vollem Herzen vermisst hatte. Und Violet hatte eben nur Delphis und Aristea. Hier war etwas wirklich ganz seltsam!

Die echte Violet hingegen spürte davon noch ziemlich wenig, da es für sie immer noch atemberaubend war, endlich wieder sehen zu können. Und sie wusste, dass Delphis hier irgendwo sein musste, also würde auch Aristea irgendwo sein und sie würde die beiden finden können. Dann konnte sie ihnen endlich sagen, dass sie ihr Augenlicht zurückhatte! Wie auch immer das möglich war. Begleitet wurde sie zwar noch von den beiden anderen Pokémon, aber das störte sie nicht. Sie war ganz froh darum, nicht allein zu sein, denn es war durchaus etwas unheimlich, dass hier offenbar niemand war und sie ganz allein in einer Schule war. Abends oder nachts, jedenfalls lange, nachdem die Sonne untergegangen war. Aber den Grund dafür würde sie sicher auch noch herausfinden und dann musste sie nur den Weg zum Haupteingang finden. In der Hoffnung, dass er nicht versperrt war. Mit diesen Gedanken ging sie die Gänge entlang, bis das Gengar plötzlich stehen blieb und das Pixi ihr bedeutete, doch auch stehen zu bleiben. Was war denn jetzt los? Sie sah sich nach dem Gengar um, das jedoch nur Sekunden später wie ein Wirbelwind an ihr vorbei zischte und ihre relativ kurzen Haare zum Wehen brachte. Das erinnerte sie daran, dass sie da ja noch etwas anderes aufklären musste, denn das, was sie bisher von sich gespürt hatte, war schwindend gering sie selbst. Natürlich hatte sie sich in den letzten sieben Jahren nicht gesehen, wohl aber gespürt und momentan hatte sie eher das Gefühl, dass das hier gar nicht ihr Körper sein konnte. Allein schon, weil einige Rundungen fehlten, die sie definitiv gehabt hatte. Den Gedanken abschüttelnd folgte sie gemeinsam mit dem Pixi dem Geist schließlich, denn vielleicht hatte er ja etwas wichtiges entdeckt, das ihnen weiterhelfen würde! So bog sie um die nächste Ecke, nur um in der nächsten Sekunde ein Mädchen mit langen, schwarzen Haaren zu sehen. Sie trug eine Schuluniform und hatte eine ihrer Strähnen geflochten, so wie Violet es immer machte. Das allein war natürlich wenig auffallend, denn sie war sicher nicht die einzige, die das so machte. Das wirklich überraschende war doch die Begleitung, in der sie sich befand: ein Dartignis und ein Psiana, die Pokémon, nach denen doch eigentlich sie Ausschau gehalten hatte! Die beiden sahen wirklich ganz wunderbar aus! Aber waren es ihre Pokémon? Vorsichtig schritt sie auf die Szenerie zu und bekam gerade noch so mit, wie das Mädchen den Geist begrüßte und umarmte. Offenbar kannten die beiden sich. Als Violet näher trat, konnte sie langsam auch die Augen des Mädchens besser sehen; sie schienen violett, wie ihre eigenen und irgendwie glasig. Das konnte aber natürlich auch an der Dunkelheit liegen, die sie umgab. Aristea und Delphis sahen zu dem anderen menschlichen Körper herüber und das Psiana legte den Kopf schief, ehe es einen begrüßenden Ton von sich gab. Hauptsächlich, um zu testen, wie der andere Mensch denn darauf reagieren würde. Tatsächlich starrte Violet das Pokémon ziemlich entgeistert an, denn es hatte ganz genau wie Aristea geklungen! Und als Delphis dann noch einen Wanrschrei von sich gab, war sie ganz sicher, dass es ihre beiden Pokémon waren! »Ari, Delphis! Ich wusste doch, dass ich euch finden würde!« sagte sie und lächelte breit. Sie musste den beiden unbedingt erzählen, dass sie wieder sehen konnte! Doch erst einmal stand das Mädchen im Vordergrund. Sie schien sehr aufgelöst darüber zu sein, dass sie ihr Gengar wieder hatte und Violet war sich sicher, dass auch das Pixi zu ihr gehörte. Was seltsam war...warum hatte das Mädchen Violets Pokémon und Violet ihre? Das ergab wenig Sinn und auch Aristea war gerade ziemlich verwirrt, denn sie spürte, dass dieser Junge dort doch irgendetwas mit Violet zu tun haben musste. Das bestätigte ihr schließlich sogar der Geist, der behauptete, dass Violet in diesem Körper dort steckte. Aristea fragte direkt nach, ob derjenige, der normalerweise in diesem Körper war, dann wohl in Violet steckte? Das ergab nur leider überhaupt keinen Sinn...
Als Violet aber die Bewegungen des Mädchens bemerkte, kam sie nicht umhin zu bemerken, dass sich um ihren Hals herum etwas befand, das bisher eher nebensächlich gewesen war. Nun, da das Mädchen aber dorthin griff, berührte sie unwillkürlich ihren eigenen Hals. Dort spürte sie ein Halsband und als sie den Bewegungen des Mädchens hin zu ihrem Ohr folgte, spürte sie auch einen Ohrring. Beides Dinge, die sie nicht tragen würde, jedenfalls nicht in dieser Ausführung. Vorsichtig trat sie noch einen Schritt nach vorn, um sich das Mädchen genauer anzusehen. Im Grunde sah sie genauso aus, wie Violet sich selbst immer vorgestellt hatte. Aber...das war nicht möglich, oder? Sie sah an sich hinab, nur um festzustellen, dass sie immer noch nicht aussah wie sie selbst. Hieß das jetzt...dass sie die Körper getauscht hatten? Allein der Gedanke war so absurd, dass sie ihn direkt wieder verwarf. »Hallo.« sagte sie vorsichtig zu dem Mädchen, immer noch mit dieser seltsam fremden Stimme. Langsam bekam sie doch Panik, dass das, was sie gerade gedacht hatte, vielleicht doch der Wahrheit entsprach. Das würde bedeuten, dass sie gar nicht wirklich sehen konnte. Und sie hatte keine Ahnung, ob sie das verkraften würde. »Geht -- geht es dir gut?« wollte sie dann noch wissen, wobei sie sich sehr unsicher war, was sie sagen oder tun sollte. Das Mädchen wirkte so, als wäre sie völlig hilflos damit, dass sie nichts sehen konnte. Also war sie wirklich...blind? Dann...war sie vielleicht doch im falschen Körper? »Ari, was ist hier los?« wandte sie sich dann an ihr Psiana, denn langsam wuchs Panik in ihr. Das konnte alles nicht sein! Sicher bildete sie sich alles nur ein und am Ende war sie doch einfach sie selbst. Aristea antwortete ihr jedoch nicht sofort, sondern sah sie nur mit schief gelegtem Kopf an, als wäre er nur ein ganz normales Psiana, das gar nicht sprechen konnte. Oder als würde er mit ihr nicht sprechen wollen, weil sie nicht sie selbst war.


»Violet spricht«
Psiana spricht in Gedanken



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Beitrag von Anujam So Jul 14, 2019 2:26 pm


Anuj

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Das er den Boten, die ihn begleiteten, von denen er ja noch nicht einmal wusste, dass sie tatsächlich ihm folgten und nicht einfach ihrer Wege gingen, Kopfzerbrechen bereitete, indem er sich mit dieser merkwürdigen Stimme entschuldigte und sich ebenso bedankte. Verwirrt über diese Unstimmigkeiten war er ohnehin und es war auch einfach zu dunkel, als dass er groß über etwas anderes nachdenken konnte, als sich hier erst einmal irgendwie zurecht zu finden, möglichst ohne allzu oft zu stürzen oder irgendwo gegen zu laufen. Zum Glück konnte er sich ja an der Wand entlang tasten und dankbar für die Hilfestellung durch den Schrei dieses einen Boten, den er nicht zu kennen glaubte, war er ebenso. Als dann aber endlich Sou auftauchte, da war er wahrlich selig – so nannte man das doch? Er freute sich ungemein, die Erleichterung war ihm sicher anzusehen, falls denn irgendjemand irgendetwas in dieser Dunkelheit erkennen konnte. Also, abgesehen von Sou, der das ganz sicher konnte! Jedenfalls umarmte er den Geist sofort, die Tränen rollten sogleich und da war es auch erst einmal egal, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmte. Es war ebenso egal, dass da jemand zu ihnen gekommen war und wohl die Boten ansprach, die ihm geholfen hatten – bis er eben das Fehlen des Halsbandes bemerken musste und auch den Ohrring vergebens suchte. Fast schon panisch ließ ihn diese Erkenntnis zurück, allerdings holte Sou ihn schnell wieder aus diesem Kreisel an Gedanken heraus, weshalb er auch endlich mitbekam, dass er angesprochen worden war. Ob es ihm gut ging, wurde er gefragt. Sehr, sehr freundlich – aber noch verwirrender, als alles andere bisher. Erst einmal wurde er offenbar gesehen, konnte selbst aber nichts und niemanden erkennen – und dann sprach diese andere Person mit … mit seiner Stimme! Wie war denn das möglich? War das vielleicht ein Traum – oder ein Fluch?
„E-ehm …“, stotterte er, nachdem seine Hände wieder von seinem Ohr und seinem Hals herab gesunken waren, den Kopf in die Richtung gedreht, in der er diese Stimme vernommen hatte. „W-warum … Warum redest du mit meiner Stimme?“, fragte er dann leise, statt eine Antwort auf die eigentlich gestellte Frage zu geben. Denn ob es ihm gut ging, das musste jetzt erst einmal festgestellt werden. „U-und … du kannst mich sehen? Es ist doch so dunkel …“, murmelte er dann noch, wobei Sou ihm wieder über den Kopf strich. Gut, dass er hier war.
Doch dass Sou so liebevoll mit diesem Mädchen umging, das verwirrte auch Celi, die noch stumm verblieben war. Dass Anuj dieses anderen Boten ansprach, die beiden offenbar kannte, was gar nicht möglich war, machte alles nur noch merkwürdiger. Also erhob die Fee dann doch ihre Stimme – um das Gengar zu fragen, was hier los war. Agassou musterte Celi und die beiden fremden Boten da auch erst, bevor er wieder einen Arm hob und eine leichte, nur kurz und schwach erkennbare Verzerrung hervor rief – etwas, dass Sou eigentlich gar nicht konnte. Außer … Für die Boten verständlich äußerte der Geist dann auch direkt, dass sie jetzt gut auf Anuj und … das Mädchen dort aufpassen mussten, denn er wusste nicht, was hier vor sich ging, wenn selbst er zu schwach war, um etwas an dieser falschen Realität zu ändern. Warum Anuj im Körper des Mädchens, das ganz, ganz sicher wiederum im Körper des Jungen stecken musste, sie nicht sehen konnte, wusste er aber nicht, weshalb er diese Frage an die beiden anderen Boten richtete. Und diese Kleidung, die ihnen völlig unbekannt war … Der Geist schüttelte sich, während Celi noch fassungslos war, was er eigentlich gerade gesagt hatte. Und dass er sich schüttelte, das fühlte dann auch Anuj, dem das Sorgen bereitete.
„A-Agassou, was ist denn? Ist etwas passiert? Sind wir in Gefahr?“, fragte er sofort und sein Herz schlug wieder höher, als die Angst wieder aufflammte. Noch schienen sie ja irgendwie … frei zu sein? Wenn sie weglaufen konnten, konnten sie vielleicht verhindern, wieder gefangen genommen zu werden. Diese … andere Person, die mit seiner Stimme sprach sollte besser auch fortlaufen, nicht, dass auch sie gefangen genommen und so lange weggeschlossen wurde, wie es bei ihm der Fall gewesen war! Die genaueren Umstände waren da doch eigentlich fast shcon nebensächlich, um eine Lösung für die bisher unbekannten Probleme konnten sie sich doch später noch kümmern …


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Beitrag von Violetam Sa Jul 20, 2019 2:23 pm

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Post #004, mit: Anuj
Die Situation, in der sie sich befand, nahm langsam immer seltsamere Züge an. Als sie aufgewacht war, war sie so froh gewesen, endlich wieder etwas sehen zu können, dass ihr alles andere total egal gewesen war. Sie hatte nicht hinterfragt, warum ein Gengar und ein Pixi an ihrer Seite waren, statt ihrer eigentlichen Pokémon. Sie hatte auch nicht hinterfragt, dass ihr Körper anders war, irgendwie nicht wirklich ihrer oder dass sie in einer Schuluniform für Jungen steckte. Dass sie in einer Schule war, hatte sie zwar seltsam gefunden, aber zunächst auch nicht weiter wichtig, denn ihr Ziel war es gewesen, ihre Pokémon aufzuspüren, um ihnen die frohe Nachricht von ihrem neu gewonnenen Sehvermögen mitzuteilen. Jetzt aber, wo sie vor einem Mädchen stand, dessen Statur und Aussehen im Grunde dem entsprachen, wie sie sich selbst immer vorgestellt hatte, wurde sie unsicher; was alles hier betraf. Die Bewegungen des Mädchens hin zu ihrem Hals und Ohr und die Reaktion der hier anwesenden Pokémon waren das erste Zeichen dafür gewesen, dass etwas nicht so war, wie es sein sollte. Das erste Zeichen dafür, dass sie nicht wirklich sie war. Das war völlig absurd und eigentlich auch unmöglich, allerdings folgten rasch weitere Indizien dafür, denn nachdem sie das Mädchen gefragt hatte, ob alles in Ordnung war, fragte diese zunächst nach, warum Violet denn mit ihrer Stimme sprach. Violet verwirrte es ebenfalls, ihre eigene Stimme aus dem Mund des Mädchens zu hören und sie verließ der Mut, dass das hier wirklich echt war. Obwohl sie zunächst nichts darauf antwortete, rasten ihre Gedanken, als das Mädchen letztlich auch noch davon sprach, dass es hier doch so dunkel war und sie sich wunderte, dass Violet sie trotzdem sehen konnte. Ihr war diese Dunkelheit nur zu vertraut und es war wie ein kleiner Stich ins Herz. Alles deutete darauf hin, dass sie gar nicht sie war und in dem Körper desjenigen steckte, der gerade in ihrem Körper war. Sicher konnte sie sich da zwar nicht sein, weil sie sich selbst in den letzten Jahren nicht gesehen hatte und ihr Gegenüber außerdem eine Schuluniform trug. »Ich...ja, ich kann dich sehen.« antwortete Violet verunsichert und sah zu ihren Pokémon, die von ihr zu dem Mädchen hin und her sahen und sich dann wohl mit dem Gengar unterhielten. Dieses erklärte gerade, dass sie gut auf die beiden Menschen aufpassen mussten und das Mädchen wohl im Körper des Jungen steckte und anders herum. »Ari, bitte wandte sich Violet nun verzweifelt an ihr Pokémon, das sie nun wieder ansah, offenkundig unsicher, was es tun oder sagen sollte. Wenn Ari nicht mit ihr sprechen wollte, hieß das, dass sie wirklich nicht sie war. Und das würde bedeuten, dass sie im Körper ihres Gegenüber steckte. Was wiederum bedeuten würde, dass es nicht echt war, dass sie sehen konnte - und wenn das wahr war, wusste sie nicht, ob sie damit umgehen konnte. Tränen sammelten sich in ihren Augen, die sie herunterzuschlucken versuchte. Sie versuchte, es rational zu sehen; vielleicht sollte sie sich vorstellen, dann würde sie auch den Namen ihres Gegenüber erfahren und vielleicht herausfinden, was hier los war. »Mein Name ist Violet. Wie heißt du?« sagte sie mit zitternder Stimme, wobei sie mittlerweile damit angefangen hatte, mit ihren Händen zu spielen. Sie war nervös, verunsichert und panisch und das war absolut keine gute Kombination. Außerdem hatte sie auch Sorge darum, dass ihre Pokémon nichts mehr mit ihr zu tun haben wollten. Das änderte sich allerdings schlagartig, nachdem sie sich vorgestellt hatte, denn endlich, endlich konnte sie die Stimme ihres Psiana wieder in ihrem Kopf hören. Du siehst aus wie ein Junge. Sou, das Gengar, sagt, dass du im Körper seines Trainers steckst. Schockiert sah Violet zu ihrem Psiana herüber, das ihr nun endlich wieder direkt in die Augen sah, sich aber nicht vom Fleck rührte. Die beste Option wäre es wohl, jetzt nicht in Panik zu verfallen, aber gerade das fiel ihr gerade unglaublich schwer. Sie hatte keine Ahnung, was sie sagen oder tun sollte und war heillos überfordert mit der Situation. Wenn sie wirklich im Körper eines Jungen steckte, steckte dieser Junge in ihrem Körper. Und das bedeutete, dass sie nur sehen konnte, weil sie eigentlich er war. Und er konnte nichts sehen, weil er sie war. Und das wiederum konnte zu ziemlich großen Problemen führen, denn jemand, der normalerweise nicht blind war, würde damit mit Sicherheit nicht klar kommen. Es fiel selbst Violet manchmal schwer, damit klar zu kommen! Sie versuchte, sich zu beruhigen, indem sie ein paar Mal tief ein und aus atmete. Sie mussten es nur logisch angehen, dann würde alles gut werden, richtig? Nur...war es überhaupt möglich, das logisch anzugehen?


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Beitrag von Anujam So Jul 21, 2019 3:01 pm


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Diese ganze Situation war kaum zu greifen, Anuj jedenfalls konnte mit den gewonnenen, raren Informationen bisher überhaupt nichts anfangen. Er wusste nur, dass er nicht redete, wie er reden sollte, dass sein Halsband und der Ohrring fort waren und dass seine Kleidung sich sehr, sehr merkwürdig anfühlte. Hinzu kam diese alles umfassende Finsternis, Ratlosigkeit bei Agassou und eine andere Person, die sprach, wie er sprechen sollte und offenbar mit Boten kommunizierte, denen, die wohl die ganze Zeit bei Anuj gewesen waren. Das alles half ihm allerdings überhaupt nicht, irgendetwas hier zu verstehen – im Grunde war die Angst davor, wieder gefangen genommen zu werden, nälich über alle Maßen präsent.
Und dass diese andere Person dann auch noch bestätigte, dass sie ihn sehen konnte, währennd er das eben nicht konnte, warf in seinem Inneren die Frage auf, ob da vielleicht ein anderer Dämon bei ihm war – jemand, der genauso war wie er. Hieß das nicht, dass sie zusammen weglaufen sollten? Nett schien diese Person ja zu sein, die seine Stimme zum sprechen nutzte. Und als diese Person dann einen der Boten ansprach, schien sie verzweifelt. Da aber nichts weiter kam, wurde schließlich er angesprochen – und er erfuhr, dass diese Person dort Violet hieß. Violet – was für ein schöner Name! Aber, zitterte die Stimme von Violet nicht, als würde er … oder sie weinen – so war es bei ihm, bei Anuj, doch auch immer! Sofort biss er sich auf die Unterlippe – war er Schuld, dass diese Person weinte?
„Oh, n-nein, b-bitte weine nicht! I-ich versuche a-alles, damit du nicht weinen musst, ja? Bitte!“, kam da also sogleich von ihm, denn Schuld an solchen Tränen zu sein, das wog schwer in ihm. Überhaupt empfand er Tränen immer als wenig gut, denn sie bedeuteten, dass es einem schlecht ging. Meistens jedenfalls – nur ganz selten war es nicht so, aber das heute, das heute passte nicht zu diesen Ausnahmen. Er schluckte schwer, ehe er sich wieder mit beiden Händen an den Hals fasste. Das tat er oft, wenn grübelte – wenn er nicht weiter wusste. Vielleicht … Vielleicht sollte er besser erst einmal auf Violets Frage antworten? „A-also …“, begann er dann, stockte aber kurz, bis Sou ihm wieder über den Kopf strich und er schließlich sogar eine Berührung an der Schulter spürte, die der von Celi entsprach. „Aracelis?“, fragte er und bekam einen Laut zu hören, der nur zu der Fee gehören konnte. Oh, gut, dann war mit Celi auch alles in Ordnung! Dann konnten sie doch sicher einen Weg finden, zu entkommen. Er atmete tief durch. „A-also, ich … Mein Name ist Anuj. I-ich weiß nicht, wo wir sind, a-aber ich werde versuchen, dir …“, ja, was wollte er eigentlich versuchen? „Wir … Wir sollten einen Ausgang suchen, oder nicht? W-weglaufen, bevor uns jemand fangen kann … Wenn du in der Dunkelheit sehen kannst, dann … A-also Sou, mein … mein Freund hier, der passt immer auf mich auf, genau wie Celi! Sie können auch dich beschützen, wenn uns jemand böses will!“, fuhr er dann also fort, obwohl er gar nicht recht wusste, wovor sie vielleicht Schutz suchen mussten. Aber wichtig war ja ohnehin vor allem, dass man nicht an einem Fleck verharrte, oder? Es würde zwar schwer werden, sich hier durch die Dunkelheit zu tasten, aber mit Sou und Celi würde das gehen! Und wenn Violet sehen konnte, was in der Dunkelheit war, würde es ihm … ihr hier sicher besser gehen, als ihm, richtig?


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