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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Sa Apr 22, 2017 2:19 pm


#028 && mit Arima & Veit
Da macht man schonmal blau
Es gab Worst-Case-Szenarios, die wollte man einfach nicht erleben. Und eines war wohl, wenn der Boss einen dabei erwischte, wie man gerade eigentlich seinen Job prokrastinierte und praktisch blau machte - ehrlicherweise, die Ausrede, die Giulia parat hatte, war auch nicht sonderlich gut. Naja, bis auf den "Ich habe die ganze Nacht gearbeitet und Chips gefuttert"-Teil vermutlich. Man konnte wohl ihr für einen Augenblick erstarrtes Gesicht sehen, als sie den weißhaarigen Boss der Polizei erblickte, der ihr oberster, indirekter Vorgesetzter bildete, und das war... wirklich unangenehm.
Ihr Magnezone Magnete war mittlerweile mit dem Kabuto Cabina im Schlepptau auch bei ihr angelangt und erblickte auch den Boss, den er von dem Treffen im Wüstenresort wiedererkannte. Mensch, dieser Ort schien ein wahrlicher Anziehungspunkt für die beiden zu sein, ob nun gewollt oder nicht... ud ob in manchen Momenten nicht einfach liebend gerne vermieden, ha ha.
Ein etwas irritierter Gesichtsausdruck erschien auf dem erstarrten Gesicht, als er ihr dann mit einem Lineal zuwinkte - was, wie, warum hatte er das denn in der Hand? Doch sie beschloss, es einfach nicht zu hinterfragen, und gesellte sich mit übertrieben fröhlichen Schritten zu dem Boss, der wohl auch in Begleitung war. Die unangenehme Situation überspielend musterte sie kurz den Kapuzenjungen, der sich wohl wohler fühlte, wenn er sich dort verstecken konnte. Ach herrje, wie gerne hätte sie in diesem Moment auch etwas Ähnliches parat gehabt, ha ha...! "Guten Tag, Mister Ekans! Ich habe gar nicht erwartet, Sie hier zu sehen!", begrüßte sie den Boss dann wie eh und je fröhlich und enthusiastisch, als sie mal wieder redete. Da gab es nämlich nur eine Emotion und Einstellung - Augen zu und durch.
"Wieso haben Sie denn ein Lineal in der Hand...?", fragte sie ihn dann doch noch, weil es ihr einfach... naja, spanisch vorkam? Er überließ den beiden Herren zuerst die Platzwahl, da sie auch erst danach zugestoßen war, und setzte sich dann ebenfalls hin - zwischen dem Unbekannten und ihrem Boss, der hoffentlich nicht nachfragte, was sie eigentlich hier tat... Anlügen würde sie ihn jedenfalls nicht, anders als vielleicht manche ihrer Forscherkollegen. Mist. Die hatte sie beinahe ja vergessen, sie konnte sich vorstellen, dass ihr Viso-Caster gerade rot anlief, ob nun vor lauter neuer Nachrichten, vor Scham oder doch lieber vor Zorn, war in diesem Sinne recht freigestellt.
Da heute nicht viel los war, kam die Bedienung ziemlich schnell herbei, und als sie den Kaffeegeruch wahrnahm, merkte sie mal wieder, wie müde sie war. Zumal der Stuhl auch ziemlich bequem war, auf dem sie gerade saß...! Es gab einfach Dinge, die konnte sie stundenlang machen, auch wenn Sitzen als das neue Rauchen eingestuft wurde, war ihr auch egal! Stühle waren supercool. "Sie haben wirklich tolle Stühle hier, Ma'am!", begrüßte sie die Bedienung, auch wenn diese wohl erst einmal irritiert schien, doch weil Giulias Lächeln ehrlich schien, nahm sie es als Kompliment, auch wenn sie es mal nicht weiter kommentierte.
"Was kann ich Ihnen bringen?", fragte sie freundlich.
Wieder überließ die Braunhaarige erst einmal den anderen den Vortritt, ehe sie sich selbst einen Kaffee bestellte. Herrje. Ob dieser wohl nun billiger oder teurer war als der, den sie bei der RPV wohl bekamen?
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Re: Café Illumina

Beitrag von Arimaam Mo Mai 01, 2017 5:01 am


Bingo! Veit schien zumindest an seinem Bruder Interesse zu zeigen. Immerhin hakte er mit einem "Erfahrungsgemäss?" nach. Jetzt musste er das nur richtig angehen und eventuell konnte er seinem Bruder dann tatsächlich einen kleinen Gefallen tun. Nur... wie könnte er denn am besten "Werbung" machen? Arima kannte sich in diesem Gebiet zugegebenermassen nicht wirklich aus und die Konversation war ihm eigentlich auch ein wenig unangenehm, weswegen er sich lieber dreimal seine nächsten Worte überlegte. Während er darüber grübelte, wie er am besten an die Sache ranging, wurde er jedoch abrupt von Veit unterbrochen und die "Werbung" ersparte sich dann wohl auch.
Der andere war nämlich ziemlich aus dem Häuschen, wenn man das im negativen Sinne betrachtete und Arima brauchte dieses Mal doch einen Moment, um zu realisieren, was ihm gerade vorgeworfen wurde.

Und dann war es auch vorbei für ihn. Wie sehr ihn auch die Stripteaseanschuldigung amüsierte, aber das hier war der Oberknaller! Jetzt verstand er auch, wieso die Person vor ihm Veit auch einen Kaffee spendierte! Dieses Mal riss er sich jedoch zumindest etwas zusammen und versuchte - zumindest so gut es ging - sein Lachen zurückzuhalten. Immerhin war es sehr wahrscheinlich, dass der andere in wahrer Panik gesprochen hatte. Zu einer wirklichen Antwort aber war er in dem Zustand nicht fähig, weswegen es dann doch für die Situation auch glücklich war, dass Veit mit der "Konversation" fortfuhr. Immerhin schenkte ihm sein Kopf auch noch gewisse Ideen, womit er den anderen noch mehr verängstigen könnte und so ungerne er es auch zugab, diese Ideen reizten ihn.

Aber Veit gab ihm ja glücklicherweise genügend Gedankenmaterial für den nächsten Moment. Scheinbar friendzoned. Eine Drohung. Bruderaktionen waren der Oberknaller? Na. Veit setzte echt noch einen oben drauf! Und das alles, obwohl Veit sich immer noch in der Situation des Begünstigten befand.
Arima blickte kurz zu seinem Psiana; ihr Interesse an Veit schien sich kein bisschen vergrössert zu haben. Also hatte sie denselben Eindruck von Veit wie er, eine erfreuliche Feststellung! Das haben schon einige versucht., meinte er schliesslich schulterzuckend zur Drohung, nachdem er wieder vollends Herr seiner Lachreize war. So gleichgültig, wie er sich zeigte, war ihm die Sache jedoch nicht. Obwohl er Veit als ziemlich ungefährlich einschätzte, Drohungen galt es immer ernst zu nehmen und viel mehr waren Veits für ihn belustigende Schlussfolgerungen leider genauso besorgniserregend. Da hoffte er doch wirklich, dass sich Veit nicht in irgendwelche unschöne Geschichten reinritt, sodass man sich eines Tages aus beruflichen Gründen sehen müsste. Treib's aber mit der pseudoharter Kerl-Nummer nicht zu weit. Aggressives Verhalten ausserhalb des Notwehrrahmens hat unschöne Konsequenzen. Eventuell verschätzte er sich bei Veit jedoch auch und dem anderen war die ganze Sache ernst. Jedenfalls würde er nun sicherlich vorsichtiger werden und sich nicht nur komplett auf Osama verlassen.

Schliesslich grübelte er noch, wie er Veit eventuell noch präventiv helfen könnte - sollte sich dieser mit seiner Art in unangenehme Situationen reiten - ehe er sich auch bereits für den eigenen Masochismus verdammte. Immerhin nahm er so noch mehr Beleidigungen in Kauf! Schliesslich nahm er sein Portemonnaie und einen Kugelschreiber hervor, wo er den Schein mit dem niedrigsten Wert mit einer Nummer bekritzelte und jenen Veit reichte. Er hatte zwar noch genügend Zettel seines Notizblocks dabei, aber er befürchtete, dass Veit einen solchen einfach direkt wegschmeissen würde. Meine Nummer. Deine interessiert mich nicht. Wenn du eines Tages in was richtig Übles reingerätst, nutz die Nummer. Solltest du mir schreiben, dann starte mit "MLG Pro Arima".
Oh ja, ein Nachrichtenbeginn, der so doof war, dass Arima ihn von niemanden per Zufall erwartete. Immerhin machte sein Viso-Caster ja auch einen ganz schönen Radau, wenn er eine solche Nachricht erhielt! Aber es war doch ganz praktisch, selbst mitten in der Nacht erreichbar zu sein.

Als er im Café schliesslich Platz nahm, gesellte sich ganz nach Erwarten auch Giulia zu ihnen.   Guten Tag!, begrüsste er sie ebenfalls, wobei das ansonsten erfreute Lächeln dieses Mal einem erzwungenen wich. Ich genauso wenig. Wie kommt es dazu, dass Sie nicht im Büro sind? Oh, da hatte jemand Pech. Arima war niemand, der jeden stalkte oder peinlichst genau kontrollierte, dafür hatte er nun zu viele andere Sachen zu erledigen. Aber es gab eben gewisse Angestellte, deren Namen ihm beim Lesen von Dokumenten aus Sympathie- oder Antipathiegründen oder schlichtweg wegen gemeinsamen Hobbys besser im Gedächtnis erhalten blieb. Wenn ihn also ebenjenes nicht täuschte, hatte die gute Dame heute Dienst. Da war er also schon etwas verwirrt, dass man ihn nicht über diese Arbeitsplanänderungen instruiert hatte. Irgendwo hätte doch eine Meldung sein müssen...! Dass hier aber nicht ein Versagen beim Informieren, sondern bei Giulia zugrunde lag, kam ihm nicht in den Sinn. Eventuell hatte er aber auch einfach ein zu braves Bild von ihr und war ein wenig voreingenommen.
Sie wollte schliesslich wissen, warum er ein Lineal in der Hand hatte und da war es wieder.... dieses Gefühl! Wie ihn dieses Lineal doch triggerte! Ausserdem wurde er zumindest innerlich etwas verlegen, immerhin war dieses Lineal doch sein momentanes Spielzeug... Und es eignete sich meisterhaft dazu, Frust abzubauen! Ich habe es mit meinem eigenen vermessen, bemerkt, dass es 16mm falsch ist und direkt abgekauft. Absolut inakzeptabel, diese falschen Lineale! Im Grunde beantwortet er zwar nur halb Giulias Frage, aber das war schliesslich auch so gewollt.
Schweigegeld wollten sie mir geben. Und er hier drohte bereits, mir beide Beine zu brechen., erzählte er ihr belustigt und zeigte mit einer Kopfbewegung zu Veit. Es war unausweichlich, dass Veit seine Klappe wohl auch hier benutzen würde, also konnte er Giulia zumindest schon einmal mental auf Veit vorbereiten.

Ah richtig, ihr Fetisch... Giulia kommentierte schliesslich die Stühle, was Arima ihre Liebe zu Stühlen wieder in Erinnerung riefen liess.
Schliesslich fragte die Bedienung was es denn werden sollte. Ein Cappuccino, bitte, bestellte er sogleich ungeniert, ehe er an Veits Bedingung dachte. Die Bedienung zeigte, dass sie verstanden hatte und wollte sogleich die Bestellung der anderen beiden hören, da meldete er sich noch einmal zu Wort: Entschuldigung. Er wartete kurz, ehe er ihre Aufmerksamkeit erlangte: Ich möchte gerne direkt nach der Bestellung für alle bezahlen. Wenn er schon Veit spendierte, würde er Giulia nicht aussen vor lassen! Danach überschlug er jedoch die Beine, tippselte an seinem Viso-Caster herum und hoffte, dass er die Rechnung bald bekommen würde. Das Wifi-Passwort entschied nun über seine Produktivität!

ooc: Tut mir leid, dass es gedauert hat.

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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Mi Mai 03, 2017 7:41 pm

Das hatten schon viele versucht? Zugegeben, das war nicht die Antwort, mit der Veit gerechnet hatte. Was genau tat dieser Kerl bitte, dass er regelmäßig von Menschen bedroht wurde?! Na gut, vielleicht nicht regelmäßig, aber wenn ihm schon viele gedroht hatten? Welcher Arbeit musste ein Mensch nachgehen, um so eine Aussage zu tätigen. Veits Blick glitt zu dem Psiana, das dieser Kerl wohl immer an seiner Seite hatte. Konnte es sein...? Ja, konnte es denn wirklich sein, dass dieser Typ kein wirklicher Geschäftsmann war, sondern... ein Boss? Ein Mafiaboss? Eigentlich hatte Veit wirklich keine Ahnung von der Mafia. Wieso auch? Er hatte mit Kriminellen nichts am Hut. Aber er konnte doch nicht wirklich an so einen Typen geraten sein, oder? Der darauffolgende Kommentar Arimas machte es auch nicht wirklich besser. Konnte er das nun selbst als Drohung auffassen? Nur aus dem "aggressiven Verhalten außerhalb des Notwehrrahmens" konnte er sich wirklich keinen Reim bilden. Natürlich hatte er den völlig falschen Eindruck von Arima, aber trotz dieses Kommentars fiel ihm einfach nichts anderes dazu sein.
Umso schlimmer, als dieser Kerl auch noch sein Portemonnaie zückte und einen Schein bekritzelte! Nein, Veit wusste wirklich nicht mehr, was er denken sollte. Warum nahm dieser Kerl nicht einen normalen Zettel, wenn er etwas notieren musste. Und in was Übles sollte er schon hineingeraten? Das war aber kein schmutziges Geld, oder? Nichtsdestotrotz konnte der Ex-Trainer sich einen dummen Kommentar wirklich nicht verkneifen. Bist du bescheuert?, fragte er und betrachtete den anderen mit einem Blick aus Mischung von Irritiertheit und Vorwurf. Was ging dieser Kerl herum und notierte Nummern auch auf Geldscheinen! Natürlich nahm Veit den Schein aber trotzdem entgegen und starrte einen Moment lang auf die Nummer. Man missbraucht Geld nicht als Notizzettel. Was, wenn ich den nutze und irgendein Vollidiot deine Nummer sieht? Und hätte er nicht einen Schein mit größerer Summe nutzen können? Mafiaboss hin oder her, aber so ging man verdammt nochmal nicht mit Geld um! Selbst, wenn es vielleicht schmutzig war.
Die Tatsache, dass sein Viso-Caster ohnehin kaputt war, erwähnte Veit jedoch lieber nicht. Er hätte sich ja einen neuen gekauft, aber Erreichbarkeit zählte eigentlich nicht zu seinen Prioritäten und Telefonzellen kosteten Geld. Letztendlich musste er ja auch gar nicht erreichbar sein. Wer versuchte denn auch schon ihn zu kontaktieren? Außer vielleicht seine Eltern, um ihm mitzuteilen, was für eine Enttäuschung er doch war. Ob seine Schwester ihre Reise wohl mittlerweile angefangen hatte?

Spätestens als sie das Café betreten hatten und diese komische Trulla hinzustieß, war die Verwirrung jedoch perfekt. War die Frage nach dem Lineal eine Art Code? Gehörte die Antwort auch dazu? Und wieso überhaupt "Mister Arima"? War der Kerl vielleicht doch Unternehmer und sie seine Angestellte? Oder war sie auch Teil dieser komischen Mafia? Nein, sein Kopf musste mittlerweile rauchen vor lauter Fragen! Und diese Drohung steht noch., merkte der Ex-Trainer an, während er Arima intensiv anstarrte. Er wusste wirklich nicht mehr, was er noch denken sollte. So oder so stand eines jedenfalls fest. Egal, ob Unternehmer oder Mafiaboss, seine Drohung blieb bestehen. Da konnte dieser Kerl noch so viel Macht haben, wenn er ihm zu nahe kam, dann setzte es gefälligst was! Und wie er seinen Kaffee nun mit Adleraugen bewachen würde.
Als die Bedienung kam, blickte Veit jedoch unweigerlich Arimas Bekannte an. Was war das über Stühle? Sein Blick sagte bereits aus, dass er sie jetzt schon gedanklich in die "Ist vollkommen verrückt"-Sparte einordnete. Wo war er hier bitte gelandet? In ein Meeting der Stuhlmafia? Zumindest hielt Arima aber sein Wort, während der Ex-Champ einen schnellen Blick auf die Karte warf. Kaffee war ja immerhin breit gefächert und wenn er schon mehr oder weniger eingeladen wurde! Für mich einen Milchkaffee., folgte jedoch die simple Bestellung. Nun, guter Kaffee war die eine Sache, aber an guten Milchkaffee, ja, an den kam er nun wirklich nicht einfach heran! Da hatte sich das Risiko doch direkt gelohnt.
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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Fr Mai 05, 2017 4:44 pm


#029 && mit Arima & Veit
Stuhl der Kuriosität auf max.
URGHS, voll die Senkrechte... Man konnte regelrecht sehen, wie Giulia von dieser Frage, die Arima just gestellt hatte, regelrecht geschlagen in die hintersten Teile von Rayono City wanderte und dann wieder zurückwanderte. Sie hatte ja gehofft, er würde es nicht bemerken, aber, wieso konnte sie manchmal einfach nicht so glücklich sein?! "Haha, also, das...", fing sie mit ihrer fröhlichen Tonlage wieder an, ehe sie wieder in dieses Schuldbewusste abdriftete, die eine Hand, die eben noch zum Winken erhoben war, senkte sich zu ihrem Hinterkopf herab. "Bei der Analyse der Chips wurde es praktisch wieder morgens und dann hab ich mich hingelegt und bin fast nicht mehr aufgewacht, wenn Cabina, also das Kabuto, mir nicht ins Gesicht gesabbert hätte", gab sie dann mit einer so beschwingten Stimme zu, als ob sie gerade von ihrem letzten Urlaub erzählte - in mancherlei Hinsicht war dieser jungen Dame wohl echt nicht mehr zu helfen. "Und dann... habe ich mir selber freigenommen, nachdem ich die Daten von der vorigen Analyse im Büro abgegeben habe, weil ich heute meine Kollegen... lieber vermeide." Ihre Stimmung schwankte während ihrer letzten Sätze wahrlich zwischen Hoch und Tiefs, die auch wirklich erkennbar waren. Es war wirklich ein Horror, wenn man selbst dann mal diejenige war, die zu spät war, wenn man die anderen doch eher noch damit nervte, immer pünktlich zu sein...
"Sollten Sie dann nicht lieber die ganze Produktion des Lineals stoppen?", fragte Giulia dann, erleichtert und zufrieden mit ihrem selbst initiierten Themenwechsel, in ihrem üblichen fröhlichen Tonfall nach. Irgendwie fühlte sich ihre Frage nicht so zufrieden wie sie selbst an, aber... egal! Das mit dem Schweigegeld nahm sie mit einem interessierten Blick auf, und nun widmete sie auch zum ersten Mal wirklich einen Blick dem Kapuzenträger, den sie vorher nur flüchtig zur Kenntnis genommen hatte, da dringendere Probleme wie ihr Job auf dem Spiel gestanden hatten.
"'Ein Blatt vom Wegrich dient dazu vortrefflich' - 'Ei, sag wozu?' - 'Für dein zerschlagn'es Bein'", zitierte sie aus dem Stegreif eine Stelle aus Romeo und Julia so wie ihr bekannt war, in der Bein enthalten war. Wie auch an anderen Stellen, aber die hier fand sie irgendwie doch passender - und wieso sie überhaupt zitierte, sollte man sie nicht fragen. "Aber wäre der Nacken nicht effektiver, wenn man jemanden zum Schweigen bringen will?", fragte Giulia dann auch noch mit dem Hauch von einem Grinsen, ihr merkwürdiger Humor schlug mal wieder zu! Wenn man das in irgendeiner Weise noch mit Humor vergleichen konnte, ha ha...
Den Blick, den man Giulia zuwarf, bemerkte sie nicht wirklich, da sie noch damit beschäftigt war, es sich auf dem Stuhl bequem zu machen, nachdem sie ihr Kompliment bei der Bedienung dagelassen hatte. Arima bestellte zuerst, und danach auch der unbekannt Bekannte - sie wollte schon protestieren, dass sie auch für sich selbst bezahlen konnte, traute sich dann aber doch nicht wirklich, Widerworte in dieser Hinsicht zu leisten. "Für mich einen Espresso", bestellte sie dann, auch wenn sie gerade eher noch einen doppelten vertragen konnte, ha ha... auf einmal schlug ihr die durchnachte Wacht, durchwachte Nacht!, wieder auf das Gemüt, ohje. Hatte sie nicht heute schon einen doppelten gehabt oder war das noch gestern um Mitternacht gewesen?

Mittlerweile gab es den einen oder anderen Stau an der Tür. Das bisher nur wenig beachtete Magnezone mitstamt Kabuto-Anhängsel versuchte nämlich, durch die Tür zu kommen. Welche nicht besonders groß war; in der Horizontalen kam es also nicht weiter. Kurzerhand wechselte das Pokémon seine Position also in die Senkrechte, doch... ob es wirklich durchpassen würde?
[out: Kein Problem, Arima XD
Und meine Quelle für das Zitat - der SPIEGEL, weil gerade kein Buch zur Hand. |D
EDIT: Das ignorierte Magnezone wurde zum großen, ignorierten Magnezone \o/]

Und holy, wenn ich Giulia komplett mit allem drum und dran in-character spiele ist sie ja total crazy. XDDDDD
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Re: Café Illumina

Beitrag von Arimaam Mi Mai 10, 2017 6:36 pm


Nur aus deiner Perspektive., entgegnete er ruhig auf Veits "Bist du bescheuert?"-Frage, die er an sich nicht wirklich als eine zu beantwortende Frage betrachtete.  Hier war wohl eher ein falscher Stolz am Platze, der ihn diese Frage nicht so im Raume stehen liess.
Veit erwähnte zudem, dass man Geld eben nicht als Notizzettel benutzte, etwas, wobei ihm Arima wirklich vollkommen zustimmte. An sich mochte er diese Methode auch nicht wirklich, aber er bevorzugte es, wenn Veit zumindest für eine Weile die Note mit sich schleppte. Bei einem Notizzettel war er sich ziemlich sicher, dass dieser baldmöglichst in die nächste Tonne getreten wurde. Natürlich konnte er sich auch täuschen, aber sicher war sicher. Schliesslich brachte Veit auch den Einwand ein, dass irgendein Vollidiot seine Nummer sehen könnte. Du warst doch vorhin auch einer...
Was passiert dann?, wollte er schliesslich von Veit wissen. Er schien interessiert, obwohl er sich die meisten Antworten bereits ausmalen konnte. Aber Veit hatte eine lebhafte Fantasie, das konnte doch noch spannend werden!

Im Café angekommen, erklärte sich schliesslich auch die Frage, warum Giulia nicht am arbeiten war. Arima blieb zunächst stumm und starrte sie an. Schliesslich hantierte er kurz an seinem Viso-Caster herum, um sicher zu gehen, ob da wirklich keine Benachrichtigung zu finden war. Aus ihrer Erklärung war leider nicht ersichtlich, ob das "sich selber freinehmen" angekündigt und bewilligt oder zu seinem Überraschen einfach eine Selbstentscheidung war.  Als sich die Frage dann nach einer halben Minute erübrigt hatte, rieb er sich die Stirn und lächelte. Sorry, aber... Das war einfach nur dumm. Er seufzte und sah sie mit eindringlichem Blick an. Die negativen Konsequenzen einer solchen Aktion überwiegen die positiven Aspekte bei Weitem. Wir sind hier nicht mehr in der Grundschule, wo man "Bauchschmerzen", er deutete mit seinen Händen Anführungszeichen an, haben kann und niemandem - ausser sich selbst - damit schadet. Er seufzte abermals. Immerhin mussten ihre Kollegen nun auch noch für sie arbeiten, sie galt als unzuverlässig und bei einem Notfall plötzlich unangekündigt die Leute nicht parat haben? Das konnte gravierende Konsequenzen haben. Das Geständnis hat Ihnen den Job gerettet. Er kraulte einen Moment lang das Psiana, das sich hinter ihn hingelegt hatte. Ich werde auf jeden Fall sichergehen, dass es nicht mehr vorkommt~, kündigte er ihr noch an. Trotz der Situation klang seine Stimme plötzlich ziemlich heiter. Etwas zu heiter vielleicht.
Den Rest diskutieren wir dann anderswo., fügte er noch an, ehe er die Sache als vorerst abgestempelt betrachtete.

Schliesslich merkte Giulia an, ob die Produktion des Lineals denn nicht gestoppt werden sollte. Das wird wahrscheinlich schon geschehen, aber man versucht eben, die Sache unter den Tisch zu schieben, ging er auf den Themenwechsel ein.
Als schliesslich Veits Drohung zum Thema wurde, wurde Arima von diesem erinnert, dass diese dann noch gültig war. Giulia kommentierte mit einem Zitat und fügte noch an, ob denn der Nacken nicht effektiver war. Der Schelm in Arima konnte nun doch nicht anders, weswegen er auf ihren Kommentar passend einging: Wahrscheinlich unerfahren. Gut für die ersten Opfer. Mist, er liess sich wirklich von ihr anstecken! Dabei erachtete er dieses Verhalten im Falle Veits als kontraproduktiv. So wurde er schliesslich doch wieder ernster und klärte sie um den wahren Ursprung der Drohung auf: Die Drohung war jedoch eher eine Erinnerung an sein Recht auf Notwehr, weil wir ein Missverständnis haben. Er wollte nicht näher darauf eingehen, da er zum einen nur vermuten konnte, was genau Veit sich dachte und zum anderen wollte er ihn hier auch nicht blamieren.

Als die Bestellung dann schliesslich fertig aufgenommen wurde, konnte Arima auch endlich bezahlen und erhielt eine kleine Quittung, wo das heiss ersehnte WLAN-Passwort stand. Also wechselte er sogleich zum Asozialen-Modus, holte seinen Laptop und Notizblock heraus, platzierte ihn exakt auf 1/3 der Fläche des Tisches und startete damit, sich mit seinem "Account mit beschränkten Rechten" (er nutzte nicht den Hauptaccount in einem öffentlichen WLAN!) ins Datensystem einzuloggen, wo er die Nummern auf seinem Notizzettel abtippte.

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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Mi Mai 10, 2017 7:38 pm

Dieser Kerl war doch zum Haare raufen! Zumindest in jedem Fall jedoch bescheuert. Definitiv. Da gab es doch kein Drumherum! Sogar seine Frage war ja zum Haare raufen! Konnte er sich das nicht denken? Nun, eigentlich wusste Veit selbst nicht so wirklich, womit Arima wohl rechnen musste. Im Grunde war das ja aber auch gar nicht sein Problem. Er hatte wirklich nicht weiter gedacht als "Das wäre schlecht." Musste er das auch? Arima konnte sich wohl selbst ausmalen, was dann geschah. So gab der Ex-Trainer lediglich ein angesäuertes Hmpf. von sich. Er fühlte sich schon ein wenig dabei ertappt, keine Antwort liefern zu können. Im Fall der Fälle war es dann eben Arimas Problem.

Analyse von Chips? Zugegeben mit der Erklärung dieser merkwürdigen Frau konnte Veit nicht viel anfangen. Sollte er abe wohl auch nicht. Immerhin schien sie sich Arima gegenüber erklären zu wollen. Eine Angestellte also? Er wusste immer noch nicht so recht, was er denken sollte. Aber die Idee, dass es sich bei Arima um einen einfachen Unternehmer handelte, war wohl doch der passende, wenn man so über Produktionsstopps nachdachte. Ja, das musste es sein! Und zumindest schien Arima auch nicht der Typ zu sein, der jegliche Fehltritte als unentschuldbar abtat. Wobei Veit schon zugeben musste, dass blau machen ziemlich unverzeihlich klang. Zur Hölle, er selbst wäre froh gewesen, wenn er mal einen Job länger behalten könnte! Aber diese Angelegenheit ging ihn wohl nichts an. Zur Hölle damit, er konnte seine Klappe doch eh nicht halten.
Sein Blick wanderte unweigerlich zu Arima. Was bist du, die Wohlfahrt?, fragte er, wobei es fast schon wie ein Vorwurf klang. Obwohl er sich ja eigentlich nicht beschweren konnte. Lange blieben die Gedanken des Ex-Champs jedoch nicht bei dem scheinbaren blau machen dieser eigenartigen Frau. Nein, da sagte sie doch glatt etwas noch merkwürdigeres, was zu einem penetranten Anstarren führte. Mit einer Mischung aus Unglaube, Vorwurf und Genervtheit. Weg-was?! War er hier vielleicht doch in einem Irrenhaus gelandet? Und was bist du? Leiterin der anonymen Irren? Ja, was besseres war ihm wirklich nicht eingefallen, aber Irrenhaus passte doch ganz gut. Letztendlich war Veit auch kein Freund von Dichtkunst oder großer Literariker. Da konnte er mit diesem eigenartigen Zitat eh nichts anfangen, außer sich auszumalen, wie hart sie ihren Kopf gestoßen haben musste.
Ihr Kommentar, dass der Nacken ein besseres Ziel war, machte Veits Ansicht auch nicht gerade besser. Vielleicht war es an der Zeit, dass er fragte, was diese beiden beruflich machten. Fraglich war nur, um Veit es ihnen dann überhaupt noch abkaufte. Viel schlimmer war ohnehin, dass diese beiden Aussagen tätigten, als wäre er wirklich ein Verbrecher! Pah!, folgte die sinnlose, aber höchst trotzige Einmischung, während er die Arme verschränkte. Das konnte man wohl definitiv als Abwehrhaltung zuordnen. Aber was sollte er auch schon groß darauf erwidern? Er hatte Arima ja schließlich wirklich gedroht, obwohl wohl mehr als klar war, dass er seine Drohung ohnehin niemals wahrmachen konnte. Ohnehin war er kein Freund von Gewalt oder Kriminalität.
Arimas Einwand, dass es sich aber um ein Missverständnis handelte, schaffte aber wirklich, dass sich Veits Gemüt sogleich wieder beruhigte und er auch die deutliche Abwehrhaltung wieder lockerte. Es war schließlich immer angenehmer, wenn man nicht wirklich für kriminell oder gefährlich gehalten wurde. Auch, wenn er es ein wenig darauf abzielte. Für einen Moment starrte der Ex-Trainer stillschweigend auf den Tisch, während er innerlich versuchte, seine Prioritäten zu sortieren.
Sein Blick wanderte alsbald wieder zu Arima, der, nachdem er bezahlt hatte, seinen Laptop auspackte. Er würde es nicht unbedingt als unhöflich bezeichnen, doch es packte schlicht und ergreifend seine Neugierde. Was machst du da eigentlich?, fragte er und lehnte sich, mit den Händen am Stuhl abstützend, ein wenig zu Arima herüber, um einen Blick erhaschen zu können. Doch statt dem Bildschirm fing etwas ganz anderes seine Aufmerksamkeit ein. War das ein Magnezone, das versuchte durch die Tür zu kommen? Wahrscheinlich musste es irgendeinem Besucher gehören. Wilde Pokémon neigten nämlich nicht gerade dazu, Cafés zu besuchen. Kann man nicht wenigstens auf seine verdammten Pokémon Acht geben, wenn man sie schon in ein Café schleppt? Immerhin behinderte dieses Ding andere Kunden! Nicht, dass es Veit eigentlich groß kümmern sollte.
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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Mi Mai 17, 2017 4:23 pm


#030 && mit Arima & Veit
Die Leiterin der anonymen Irren?
Man konnte wortwörtlich sehen, wie Giulia nach dem Beenden ihrer Erzählung immer kleiner und kleiner wurde. Bei der Erzählung selbst war sie ja noch fröhlich und alles Mögliche gewesen, wie es ihre Angewohnheit war, wenn sie sprach, aber wenn sie es mal nicht tat, da sah es teilweise doch ganz zappenduster mit ihrer Stimmung aus. Pflichtbewusst wie sie war, hielt sie es aber auch für ihre Pflicht, ihrem Boss dann zumindest ins Gesicht zu sehen, wenn sie gescholten wurde, es war ja auch wohlverdient. Mit einem verkniffenen Gesicht nickte sie auch zustimmend.
"Ich werde darauf achten, dass es in Zukunft nicht vorkommt!", gab sie dann wieder erstaunlich positiv zur Sprache, auch wenn man wohl eine gewisse Note von Beklommenheit nach wie vor heraushören konnte. Zum Glück hatte sie ihren Job nicht verloren... sie hatte schon grausige Geschichten über den Kopf der Ranger-Abteilung gehört, welche wirklich keine Gnade kannte... Da erschien ihr Arima wirklich wie die Wohlfahrt, wie der Begleiter Arimas treffend bemerkte. Und sie selbst als die Leiterin der anonymen Irren? Giulia konnte ein Glucksen ob dieser Bezeichnung nicht wirklich unterdrücken und grinste. "Ich glaube unter meiner Fittiche sind nur offene Bekenner ihres Wahns", antwortete sie auf seine Frage, ohne wirklich eine Antwort zu liefern. Irgendwie ein lustiger Knabe!
Was Arimas heiterer Zusatz aber bedeuten sollte, darauf konnte sich Giulia keinen wirklichen Reim machen, also nickte sie einfach nur mit einem fragenden, treudoofen Ausdruck auf dem Gesicht. Solange sie nicht gefeuert war, war ja erstmal noch alles gut, oder...? "Okay!" Was auch immer der Rest sein sollte.
Wesentlich angenehmer wurde dann auch das Gespräch über den Produktionsstopp, den sie mit einem Nicken dann annahm. "Das... fällt aber nicht unter unseren Aufgabenbereich, oder?" Tatsächlich fände Giulia das mal ganz interessant, so neben den ganzen "harten" Fällen auch mal so etwas Erfrischendes behandeln zu dürfen.
So weit so gut nun aber zu den Anfängermethoden eines Jemands, der andere zum Schweigen bringen wollte. Sie musste ein wenig grinsen, auch wenn es mit Sicherheit ein ernstes Thema war - in manchen Momenten konnte man mit etwas jedoch nur fertig werden, wenn man es mit einem Hauch Humor nahm. "Ah, verstehe!", meinte sie, auch wenn sie gerade wohl nur einen Hauch der Situation erfasste, die sich hier gerade vor ihr abspielte. Die Abwehrhaltung, die die ihr unbekannte Person auch angelegt hatte, wurde sogleich auch gelockert. Den Missmut konnte sie auch nur zu gut verstehen, immerhin war es nicht besonders schön, wenn man als Krimineller gehandhabt wird... außer im Spaß, das vertrug sich mit Giulias Humor!
Nachdem dann auch die Rechnung kam, wechselte Arima sofort in den Arbeitsmodus und packte seinen Laptop aus. Als auch die Forscherin bemerkte, dass da ein WLAN-Passwort auf der Rechnung war, konnte sie nicht anders, als auch ihre Gerätschaft, ihren Viso-Caster, mit dem Internet zu verbinden. Urghs. Wie sie es liebte, überall vernetzt und verfügbar zu sein!
Ihre Aufmerksamkeit wurde dann jedoch von dem Rosahaarigen - ulkige Haarfarbe! - auf die Tür gelenkt. "Ooops." Sie legte den Viso-Caster wieder ab, nachdem sie natürlich den Bildschirm außer Betrieb gesetzt hatte, sodass man nichts lesen konnte - sie war eine eiserne Verfechterin ihrer Privatssphäre! - und stand dann auf. "Magnete! Hast du über Nacht wieder heimlich genascht?" Sie erntete von ihrem Pokémon einen alles sagenden, vertikalen Blick. "Okay, ist ja gut. Ich hab schon verstanden. Cabina, kletterst du da bitte herunter oder willst du gleich fallen?" Giulia hatte ihren Pokéball gezückt, um ihr Magnezone erst einmal wieder in den Ball zu rufen. Im Café konnte sie es ja wieder herausholen, oder nicht? Cabina kletterte brav von dem Elektro-Pokémon herunter und blickte dann die neuen Gesichter an. Wobei. Halt. Das eine kam ihr verdächtig, verdäääääächtig bekannt vor...
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Re: Café Illumina

Beitrag von Arimaam Mo Jun 05, 2017 4:27 pm


Spannend werden? Nix da. Sein Gegenüber simulierte mit seinem "Hmpf" wohl gerade lieber die eingeschnappte Tsundere. Ein Jammer. So würde Arima wohl doch nie erfahren, welche Konsequenzen sich Veit beim Veröffentlichen der Rufnummer ausmalte. War es eher ein "sag ich dir doch nicht!"- oder ein "weiss nicht"-hmpf? Vage., kommentierte Arima schliesslich lakonisch und setzte ein überlegenes Grinsen auf. Was auch immer Veits hmpf heissen konnte, der Weisshaarige wertete diese Situation als einen Sieg für ihn.

Schliesslich schien Veit mit Arimas Giuliabehandlung nicht ganz einverstanden zu sein und betitelte ihn als Wohlfahrt. Das war zugegebenermassen die erste "Beleidigung", die ihn wirklich juckte. Immerhin gehörte sie auch gefeuert! Aber er wurde gerade erst kürzlich darum gebeten, die Leute doch etwas weniger schnell zu feuern, da nutzte er die Gelegenheit doch gerne, um Ehrlichkeit zu fördern, obwohl er jene von Giulia zuvor eher weniger schätzte. Immerhin war Ehrlichkeit nur die bessere Entscheidung in ihrer Situation. Rausgekommen wäre es sowieso, so zögerte sie nur die Konsequenzen weniger aus. Ausserdem war das viel billiger! Jetzt konnte er ihren Lohn auf die gesetzliche Mindestgrenze kürzen, musste keine neue Stellen ausschreiben lassen und Bewerbungsgespräche mussten auch keine durchgeführt werden.
Das ist keine Win-Win Situation., entgegnete er ihm mit einer bewusst beherrschten Stimmlage, fasste sich jedoch nicht ausführlicher. Giulia würde ihre Konsequenzen schon noch zu spüren bekommen und er war sich ziemlich sicher, dass sowas maximal noch einmal passieren würde. Es kümmerte ihn dann in dem Fall aber auch herzlich wenig, wenn sie mit ihrem Update im Arbeitszeugnis nach einer Feuerung keinen brauchbaren Job mehr finden würde. Jetzt machte er sich erst einmal ihre begangene Dummheit für günstigere Kaffeepreise und Arbeitskraftmaximierung zunutze.
Giulia entgegnete auf seine Ermahnung, dass sie eben darauf achten würde, dass sowas in Zukunft nicht mehr geschehen würde. Da musste er dann doch eine Augenbraue hochheben:
Lediglich darauf achten? Ihre Entscheidung. Ich muss mich dann bei Ihrem Versagen nicht mit einem negativen Arimaarbeitszeugnis bewerben. Heh. Er war zwar noch nicht lange der Mitvorgesetzte von Blaumachern, Polizisten, Forschern und Rangern, aber so eine gewisse Bekanntheit hatte er doch!

Giulias Zitat kam wohl auch nicht so gut bei Veit an, weswegen er sie sogleich als Leiterin der anonymen Irren titulierte. Arima versuchte etwas Abstand von der Situation zu nehmen, weswegen er sich da raushielt. Lediglich eine Hand vors Gesicht, liess die anderen seinen Gemütszustand erahnen. Zu seinem Glück eskalierte da aber noch nicht gerade die Situation und Giulia zeigte sich beleidigungsresistent. Phew! Wenn doch nur alle RPV-Mitarbeiter diesen Skill hätten.
Schliesslich wollte Giulia wissen, ob denn die Angelegenheit der Firma in den Aufgabenbereich der RPV fallen würde. Die Antwort... sollten Sie eigentlich kennen. Er klang nicht gerade zufrieden, immerhin arbeitete sie doch auch in der RPV! Und das seit Jahren. Eventuell sollte er mal Kontrollen bei den Forschern durchführen. Was da wohl abging? Jedenfalls nein. Nicht einmal wenn wir Langeweile hätten, würden wir uns beruflich um diese Möchtegerngangster kümmern. Nunja, was sie in ihrer Freizeit machte, war ja nicht sein Kuchen. Aber nun konnte er die Gelegenheit nutzen und diese nervige Firma beleidigen! Ein positives Ereignis.
Veits Drohungsdiskussion wurde von diesem lediglich mit einem "Pah!" kommentiert, das jedoch von Arima einfach ignoriert wurde. War ja auch kein sonderlich hilfreicher Input, aber zumindest wusste man nun über Veits Missfallen über die Situation Bescheid.

Als er schliesslich sich an die Arbeit setzen wollte, wurde er von Veit unterbrochen, der wissen wollte, was er denn dort anstellen würde. Arbeiten. Ich trage Gewinne ein., erklärte er ihm eher beiläufig und knapp, während er weiter tippselte.
Die Aufmerksamkeit der anderen beiden wurde dann ohnehin auf Giulias Magnezone gelenkt, das eben nicht so ganz durch den Eingang passte. Währenddessen vibrierte der Viso-Caster wieder einmal, weswegen Arima sich an eine Antwort setzte. Er hatte ihr ja noch gar nicht vom neuen Erkenntnisstand erzählt! So konnte das in der RPV ja nicht weitergehen.

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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Mi Jun 14, 2017 10:42 am

Offenbar hatte Arima den Kommentar mit der Wohlfahrt nicht allzu rosig aufgenommen. Keine Win-Win-Situation also. Das verriet Veit zumindest, dass der Kerl wohl lieber kein Auge zudrücken wollte. Warum er es dann tat? Er hatte keine Ahnung. Vielleicht war es ja ein zu großes Risiko, die Leiche zu entsorgen. Nun, zumindest wenn diese beiden wirklich zwielichtige Gestalten waren. Für den Ex-Trainer stand das ja zugegeben schon fest. Woher hätte er ja auch wissen sollen, dass diese beiden in die völlig andere Richtung gingen? Zeitungen kaufte er sich nicht wirklich und einen Fernseher besaß er natürlich auch nicht. Was er über die Geschehnisse in Einall wusste, hatte er nur aus Erzählungen und schließlich rieb da niemand einem ein Foto unter die Nase! Online-Nachrichten waren ohne funktionierenden Viso-Caster nämlich auch schwierig und Geld für ein Internetcafé ausgeben? Pah! Ging's sonst noch gut? Reinste Geldverschwendung.
Aber wenn Arima schon von Arbeitszeugnis sprach, waren die beiden vielleicht doch gar nicht so zwielichtig gedacht. Es sei denn, das Arbeitszeugnis war lediglich Tarnung. Vor einem Fremden wollte man ja nicht über seine üblen Methoden reden! Oder vielleicht wollte man das ja doch, um ihn einzuschüchtern? Nein, nein. Geheimhaltung hatte in solchen Belangen wohl höchste Priorität! Nicht, dass Veit wirklich Ahnung von den Handlungsweisen von Verbrechern hatte. Mit Schwerverbrechern hatte er es ja auch noch nie zu tun bekommen. Glücklicherweise. Da waren lediglich die Kriminellen nahe Cromlexia und die Jugendbande in Frescora gewesen. Nicht die angenehmsten Begegnungen, aber doch wertvolle Erfahrungen.
Veit schenkte der Forscherin einen deutlich missbilligenden Blick. Es war ja schließlich auch, wie Arima gesagt hatte. Lediglich darauf achten, genügte nicht. Auch, wenn er das nicht so deutlich gesagt hatte. Seine Arbeit wertzuschätzen ist wichtig., gab er jedoch ungewöhnlich beleidigungsfrei von sich. Ja, es war ja nicht einmal als blöder Kommentar gemeint! Es war eine simple Feststellung, eigentlich sein simpler Eindruck von Arbeit. Wahrscheinlich wusste diese Frau nicht einmal, wie glücklich sie sich schätzen konnte! Veit wusste jedenfalls, dass er seine Arbeit nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt hätte. Nein, keinesfalls. Auch, wenn sie mittags Banden verkloppte und abends ihre Leichen verscharrte! Nun gut, das war dann doch eher eine Aufgabe, mit der Veit nichts zu tun haben wollte...
Sicher, dass du nicht aus der Klapsmühle ausgebrochen bist?, folgte schließlich, als Giulia wieder eine verwirrende Antwort gab. Bekenner ihres Wahns? Oh ja, sie musste wirklich irgendeine Kriminelle sein, die sich mit derartigen Kommentaren lächerlich machte. Da wurde man ja auch nicht misstrauisch, wenn jemand derart scherzte. Nicht jedoch mit Veit! Den festigte es in seiner Ansicht, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging. War das aber noch verwunderlich? All das Gerede über Arbeit und nicht einer hatte ein Wort darüber verloren, wo sie eigentlich arbeiteten. Nun, nicht, dass sie mussten. Die beiden kannten sich ja untereinander und da posaunte man wohl nicht jeden zweiten Satz seine Arbeitsstelle aus.

Veits Misstrauen brach jedoch keinesfalls ab. Ins Besondere nicht nach Arimas Kommentar, dass sie sich nicht um Möchtegerngangster kümmerten. Also doch organisiertes Verbrechen? Auf der anderen Seite, würden ruchlose Verbrecher nicht ein Exempel statuieren? Waren derlei Organisationen denn nicht weniger ernstzunehmend, wenn sie sich nicht um das Kleinvieh kümmerten? Oder waren sie schlicht ein derart großer Fisch, dass sie es ganz einfach nicht mussten? Veit hatte das Gefühl, dass sein Kopf längst zu qualmen anfangen musste. Er machte sich so viele Gedanken um die Berufe der beiden und ihrer Aussagen, dass er doch allzu gerne Gewissheit gehabt hätte. Aber er konnte sie wohl schlecht einfach fragen, ob sie rein zufällig einer Mafia angehörten. Ha, komische Vorstellung, wenn das je einer wirklich fragte. Er würde auch nicht der erste sein wollen, der eine derart absurde Frage stellte.

Arbeiten war doch eine recht plumpe Antwort, die Arima da von sich gab. Aber zugegeben, wenn man arbeitete, was sollte man sonst sagen? Lange blieb Veits Aufmerksamkeit ja ohnehin nicht auf dem Laptop des anderen ruhen. Die Pokémon in der Tür waren dem Ex-Trainer ja deutlich ein Dorn im Auge und als die Forscherin auch noch zu erkennen gab, dass es ihre Pokémon waren, war die ganze Sache für Veit ohnehin abgehackt. Diese Frau, sie würde ihm niemals sympathisch werden. Schließlich tat sie die ganze Sache ja auch noch so ab, als wäre es vollkommen in Ordnung, wenn die eigenen Pokémon anderen den Weg versperrten. Die Mitarbeiter dieses Cafés arbeiteten hart, wie konnte man ihnen nur derart entgegnen? Das war keine Sache von Manieren mehr, sondern in seinen Augen mangelnder Respekt. Einfach unfassbar.
Vollkommen genervt lehnte der Ex-Champ sich zurück und griff nach seiner Kaffeetasse. Die Wut stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. Wie diese Forscherin mit ihren Pokémon umging war zum Haare raufen! Nicht, dass sie sie schlecht behandelte, das konnte er nicht wissen, aber Pokémon waren unter Umständen nun einmal Hindernisse. Das waren doch Dinge, die man beachten musste. Unfassbar., murmelte er genervt vor sich hin. Wobei das Gemurmle aber an sich noch gut zu verstehen war. Tch, ein bisschen mehr auf seine Umgebung achten, täte manchen Leuten gut. Nun, im Grunde konnte man das wohl auch auf Veit ummünzen. Seine Situation war aber schlicht eine andere.
Ich hab doch Chevrumm auch nicht in den Flur gestellt., fuhr er fort und es war wohl offensichtlich, dass er weder zu Arima, noch zu Giulia sprach. Was hätte er ihnen auch sagen sollen? Nun gut, er scheute sich nicht, der Forscherin die Meinung zu geigen und das würde er wohl auch noch tun, wenn sie sich noch dämlicher anstellte, als ohnehin schon. Veits Erkenntnis kam jedoch ein wenig spät. Er hielt plötzlich einen Moment inne, als er gerade von seinem Kaffee trinken wollte, brauchte ja gar einen Moment, um sich wieder zu fangen, ehe er einen Schluck nahm, seine Kaffeetasse aber sogleich wieder; etwas grob sogar; auf die Untertasse setzte. Auf seine Umgebung achten, huh? Er starrte stur geradeaus. Es war zugegeben ein wenig peinlich, in einem Café ein Selbstgespräch anzufangen. Wirkte das nicht irgendwie verzweifelt? Arima arbeitete, Giulia widmete sich ihren Pokémon und er saß hier, mit seinem erschnorrten Kaffee und begann eine Konversation mit seinem imaginären Ich zu führen. Keine schöne Sache. Wie unheimlich froh er doch war, dass er sich zuvor die Kapuze aufgesetzt hatte. Da war es doch glücklicherweise ein wenig schwerer zu bemerken, dass er angestrengt versuchte, nicht weiter mit sich selbst zu reden, sondern still zu bleiben. Da hatte man schon einmal; wenn auch kuriose; Gesellschaft und dann das.
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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam So Jun 25, 2017 2:35 pm


#031 && mit Arima & Veit
Unter Beschuss
Welches Bild gerade in Veits Kopf von Giulias Arbeit aufstieg, konnte die Betroffene nicht wissen, war nun aber wohl auch mit anderen Geschäften beschäftigt - immerhin drohte nun, nach der knappen Rettung, erneut die Feuerung. Sie zuckte zusammen, als sie die harsche Zurechtweisung von Arima vernahm und schluckte noch einmal. Der Ruf, der dem neulich ernannten Polizistenboss vorauseilte, stimmte also wirklich und stimmte in vielerlei Hinsicht wohl auch mit dem weiblichen, schwarzhaarigen Pendant der Rangerin zusammen, welche auch noch nicht allzu lange an der Spitze vorzufinden war. Sie hatte wirklich beängstigende Bosse.
"Okay", antwortete sie dann kurz und knapp, die übliche Unbefangenheit ihrer Stimme und ihrer Mimik, sobald sie das Wort sprach, versuchend im Zaum zu haltend. Wieso sie eigentlich imemr so froh war, wenn sie sprach? Sie hatte absolut keine Ahnung, oder wollte zumindest bewusst keine Antwort kennen. Auch auf Veits Aussage nickte sie hin. Üblicherweise kannte man sie als gerade zu überengagierte, fleißige Person - was eben auch die Nachtschicht dann zu verdanken hat - doch sie hatte das Gefühl, wenn sie irgendetwa sin diese Richtung verlautbaren ließ, würde sie dann doch eher heute als morgen den Job los sein.

Etwas entspannter wurde das Thema dann aber doch zumindest, als Veit immer noch auf seiner Klapsmühle beharrte. "Das könnte natürlich auch sein, immerhin scheine ich noch nicht fertig zu Mehl gemahlen zu sein. Oder aber die Klapsen der Klapsmühle sind nicht so effektiv wie der Wind der Windmühle", entgegnete sie und konnte ein kleines, amüsiertes Gluckern nicht unterdrücken.
Als dann auch schon eine eher rhetorisch angedachte Frage ziemlich ernst genommen wurde. "Bekannt sind wir schon miteinander", antwortete sie dann, "aber Vorsicht fand ich da besser als Nachsicht." Ein mildes Lächeln in Bezug auf ihre vorige Aktion hatte sich auf ihrem Gesicht eingefunden, welches wohl auch immer noch teils von der Müdigkeit, die sie gleich noch einmal mit einem Espresso runterspülen musste, herrührte. "Wenn denn jemals wirklich Langeweile herrschen würde. Nicht mal an Feiertagen!", beschwerte sie sich übermäßig mit einem theatralischen Hang. Auch wenn ihr nachher einfiel, dass sie das nun vielleicht den Job kosten könnte. Sie musste echt mal mit ihrem losen Mundwerk aufpassen, oder ... nein, ihren Humor konnte sie in dieser Richtung nicht bezähmen.

Dass zwei Personen sich im Raum, zumindest von einer Seite - Giulia war ja im Prinzip mit den meisten direkt "grün" - nicht so ganz grün werden würden, offenbarte sich dann spätestens bei der Sache mit dem Magnezone, was die Forscherin recht gelassen nahm. Vielleicht, weil sie das Bild von ihrem Magnezone, welches im Türrahmen steckte, einfach überaus witzig fand, vielleicht aber auch, weil der fehlende Schlaf - trotz der paar Stunden, um die sie sich verspätet hatte - ihr dann doch so langsam den Saft raubte.
Cabina hatte sich mittlerweile auf ihrer Schulter eingefunden, nun den Rest der Umgebung auch mal fixierend, wo es von den anderen abgelenkt war. Magnete sah sie immer noch so ton- und klanglos an wie immer, ehe sie ihn dann auch in den Ball zurückrief, ein entschuldigendes Lächeln auf den Lippen. "Entschuldigen Sie, Miss?", lief sie dann erst einmal zur Kellnerin, den Ball in der Hand und ihr Fossil mittlerweile auf dem Kopf balancierend. "Wäre es in Ordnung, wenn mein Magnezone hier draußen wäre?", fragte sie dann enthusiastisch die Kellnerin, welche erst einmal verblüfft wegen dem Pokémon war, dann aber nickte.
"Oh... und können sie mir noch einen doppelten Espresso geben? Ich bezahle ihn auch direkt hier", flüsterte sie ihr dann zu und drückte ihr das entsprechende Geld in die Hand - den Preis für einen Espresso hatte sie der Rechnung entnommen, als sie wegen dem WLAN-Passwort geschaut hatte, und entsprechend verdoppelt.
[out: Sorry für die längere Wartzeit nun, die letzte Woche war katastrophal. |D]
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Re: Café Illumina

Beitrag von Arimaam So Jul 09, 2017 8:15 pm


Interessanterweise kam dieses Mal mehr Input von Veit, während Giulia mit einem ungewöhnlich wenig energetischen "Okay" auf die Ermahnung Arimas antwortete.  Wichtig ist, dass man sich seiner Verantwortungen bewusst ist., fügte er noch an und verkniff sich den Teil, dass Giulia das momentan wohl nicht tat.

Während Veits Klapsmühlendiskussion hielt sich Arima weiterhin zurück, endete aber nicht damit, die beiden zu beobachten, ins Besondere seine Mitarbeiterin. Im Grunde gab Veit Giulia nur noch mehr Input, seine Beleidigungen zu kommentieren. Arima wäre mit Veit zwar nicht auf diese Weise umgegangen, aber er war immerhin in diesem Punkt mit Giulia zufrieden, was er dann schliesslich auch verlauten liess. Lobenswertes Verhalten, Giulia., kam ein eher persönlicheres Lob. Es gilt, einen Jeden mit Respekt zu behandeln, selbst wenn sie intelligenztechnisch benachteiligt, ignorant sind oder - in Veits Falle - ungewöhnlich oft ausfallend werden. Und er nahm einen Schluck des mittlerweile angekommenen Kaffees. Ja, wenigstens würde das hier nicht in einem Streit eskalieren! Nungut, das hatte Arima auch eher weniger befürchtet, immerhin kannte er die unbekümmerte Art der Forscherin mittlerweile.
Giulia kommentierte schliesslich auch Arimas Antwort auf ihre Frage, ob sie sich denn um diese Firma kümmern würden. Im Grunde fiel Giulias Aussage in ähnlicher Manier zu den Antworten zu Veits Beleidigungen aus, weswegen Arima zwar eine Augenbraue anhob, sich aber vornahm, die Aussage lieber nicht zu kommentieren. Immerhin hatte er sie ja bereits ermahnt und durfte sich hierbei nun seinen Teil denken.
Schliesslich fügte sie aber dann noch an, dass niemals Langeweile herrschen würde. Nun... wenn man zum Beispiel jemanden ermorden will, sucht man sich da meist nicht den Tag aus, also trifft's alle Tage mit derselben Wahrscheinlichkeit. Alles andere wäre ineffizient. Ja, man stellte sich einmal vor, dass da jemand stets extra auf Tag X warten würde. Ausserdem geschahen einige Morde auch aus einem Impuls heraus. Oder Drogenkartelle, die an Feiertagen geschlossen hatten. Arima amüsierte sich tatsächlich über den Gedanken, wie dann eiskalt "Kunden" abgewiesen wurden, weil es gerade ein Feiertag war. Nein, nein, so wenig wie die Kriminellen ihre Feiertage hatten, so wenig könnten sie von der RPV Feiertage zum Entspannen nutzen. Ausserdem wusste er ja aus eigener Erfahrung, dass wenn man gewisse Tendenzen hatte, diese nicht einfach so wahlweise an gewissen Tagen abschaltete.

Während er sich dann auf die Arbeit konzentrieren wollte, entging es ihm wider Willen nicht, dass Veit sich wieder über Giulia beschwerte, wenn auch berechtigt. Immerhin gehörte so ein Magnezone nicht in einen Türrahmen und selbst wenn es Arima schleierhaft erschien, wie Giulia ihr Pokémon vergessen konnte, er nahm sich auch weiterhin vor, das nicht weiter zu kommentieren. Giulia schien dann mit der Kellnerin kommunizieren zu wollen, aber Arima, der hinter dem Bildschirm nicht bemerkte, dass Veit nicht zu ihm gesprochen hatte. Das Wort Chevrumm weckte jedoch sein Interesse, immerhin waren das doch stattliche Pflanzepokémon aus einer anderen Region! Den Veit, den er beim Hervorlugen hinter seinem Bildschirm entdeckte, erweckte jedoch einen etwas seltsamen Eindruck. Der Weisshaarige konnte zwar nicht genau sagen, was genau sich dort abspielte, aber er nahm es zur Kenntnis.
Ein Chevrumm? Darf ich es draussen dann mal sehen?, wollte er wissen und ein genauer Beobachter mochte ein kleines Funkeln in den Augen des Weisshaarigen bemerken. Er erinnerte zwar daran, dass Veit Pokémon nicht leiden konnte, aber immerhin könnte er nun das erste Chevrumm in seinem Leben bewundern! Er mochte es zwar nicht zeigen, aber im Inneren des Weisshaarigen machte sich das Gefühl des "Hypes" breit, er war wahrlich etwas aufgeregt. Immerhin konnte er so zumindest das Rittpokémon auch unter den gesehen Pokémon seines Pokédexs verzeichnen und eventuell eines Tages selber eines fangen! Schliesslich könnte sein Team ja noch ein Pflanzenpokémon gebrauchen.

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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam So Jul 09, 2017 11:47 pm

Seiner Verantwortung bewusst sein, huh? Recht hatte Arima da schon. Tatsächlich musste Veit zugeben, fühlte er sich mit diesen Worten ein wenig angesprochen, obwohl sie nicht an ihn gerichtet waren. Verantwortung... Eigentlich hatte Veit einmal geglaubt, verantwortungsbewusst zu sein. Wie sehr er sich da doch getäuscht hatte. Heute war das ohnehin egal. Wenn er Arbeit hatte, war er wenigstens pflichtbewusst genug, sie zu erledigen, bevor ihn jemand erkannte und er in hohem Bogen hinausgeschmissen wurde. Selbst nach all dieser Zeit war der Champ, der angeblich seine Pokémon im Meer versenkt hatte, wohl nicht in Vergessenheit geraten. Wie schön, dass ihn zumindest hier noch keiner erkannt hatte.
Bei einer Sache war sich Veit jedoch sicher: Er und Arima würden keine Freunde werden. Auch, wenn ihn das tatsächlich weniger störte. Es war eine willkommene Abwechslung einmal bei jemandem zu sitzen und grundsätzlich störte es ihn auch nicht, wenn seine gesamten Konversationen aus Beleidigungshagel und dummen Kommentaren bestanden. Es war ja trotzdem eine Art Konversation. Nicht die schönste, natürlich, aber eine Konversation. Wenn deine Kollegin keine Schraube locker hätte, müsste ich auch nicht ausfallend werden., entgegnete er auf Arimas Lob Giulia gegenüber.
Apropos Schraube locker, Giulia bewies ja schließlich sofort wieder, wie recht er mit dieser Ansicht doch hatte. Das Gerede über Klapsmühlen wurde dadurch ja sogar für Veit ziemlich ermüdend. Nein, diese Person war einfach ziemlich ermüdend. Er war froh, wenn er hier herauskam und ihr nie wieder über den Weg laufen musste. Das war doch nun wirklich eine Bekanntschaft, auf die er verzichten konnte. Hoffentlich griff der berühmte Satz "Man sieht sich immer zweimal im Leben" an dieser Stelle nicht. Wenn doch, würde der Ex-Champ dieses Schicksal verteufeln müssen.

Als Arima jedoch Mord als Beispiel brachte, konnte Veit nicht anders, als ihn mit ziemlich deutlicher Skepsis anzustarren. Verdammt nochmal! Diese beiden mussten wirklich irgendeiner Mafia angehören! Mord? Ineffizienz? Konnte er das noch deutlicher machen? Aber dass diese beiden in seiner Gegenwart ziemlich offen darüber sprachen... Hielten sie ihn für minderbemittelt? Hatten sie einfach keine Angst vor möglichen Konsequenzen? Oder gar noch viel Schlimmeres?! Vielleicht sollte der Ex-Trainer sich schon einmal überlegen, wie er hier heil wieder herauskam. Besser war es wohl. Vielleicht war das Ganze für Arima aber auch einfach nur eine Art makaberes Spiel. Auf die Idee, dass er hier gerade viel zu viel hineininterpretierte kam Veit jedoch nicht. Keiner der beiden war aber bisher auch auf die Idee gekommen, ihm zu verraten, welchem Beruf sie überhaupt nachgingen.
Während Giulia sich mehr oder weniger um ihre Pokémon kümmerte, war Arima das kurze Selbstgespräch jedoch nicht entgangen. Schlimmer noch, er fragte ja sogar, ob er das Chevrumm sehen könnte! Dass er das nicht konnte, war wohl klar. Wie sollte er sich da nun bloß herauswinden. Ich habe keine Pokémon., meinte er. Vollkommen wahrheitsgemäß, sogar! Er besaß gerade wirklich keine Pokémon. Sein treues Team war einmal. Aber das musste er ja nicht sagen. Er hatte auch gar nicht vor, das zu sagen. Ich übe für ein Stück., log er einfach. Und das war wirklich das Beste, was ihm auf die Schnelle eingefallen war. Ob Arima ihm das abkaufte war ihm andererseits aber auch herzlich egal. Er hatte nicht vor, ihm auf die Nase zu binden, wo das Chevrumm wirklich abgeblieben war.
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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Sa Jul 15, 2017 1:34 pm


#032 && mit Arima & Veit
Über Verantwortung
Giulia nickte noch einmal, als Verantwortung angesprochen wurde, eine Erwiderung fiel ihr darauf nicht ein, die entweder unehrlich war oder wirkte oder einfach unpassend war. Verantwortung war doch ein Konstrukt, welches sie erneut überdenken musste - war eine durchgemachte Nacht dann wieder für die fehlende Präsenz am folgenden Tag gerechtfertigt? Sie hatte keine Ahnung, aber ihre Gedanken waren in dieser Hinsicht auch aktuell zu sehr mit etwas Anderem beschäftigt, um darüber nachzudenken.

Dass sie an diesem Morgen dann auch noch irgendetwas halbwegs passabel machte, kam dann doch eher unerwartet, aber sie nahm es einfach mal mit Fassung und grinste, wobei sie sich da tatsächlich unsicher war, ob ein Kommentar da in dieser Hinsicht noch kontraproduktiv wäre oder nicht - Worte waren wirklich interessante Gebilde, und was sie mit Menschen anrichten konnten! Ob sie dann aber auch noch etwas zu dem Kapuzenträger sagen sollte? Wobei ihr da etwas Anderes auffiel.
"Mein Name ist übrigens Giulia", merkte sie an, da sie ... ehrlich gesagt gerade nicht wusste, ob sie sich vorgestellt hatten oder nicht. "Aber was ist ein Name? Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, wird's lieblich duften", trug sie bei der Gelegenheit dann noch einmal mit übertriebenen Ernst eine passende Passage aus ihrem fast schon namensgegebenen Stück vor. Wenngleich es in der italienischen Variante wohl eher Giulietta war. Aber im Allgemeinen war da doch zu bemerken - er und sie, das würde wohl nie etwas wirklich werden.
Giulia dachte tatsächlich auch ernsthaft über die Frage mit dem Mord und er Wahrscheinlichkeit für alle Tage nach. Ob dies wirklich so zutraf? Im Großen und Ganzen vermutlich schon, ja, aber gleichzeitig musste sie noch an gewisse andere Faktoren denken, die zu Morden führen konnten. Ob diese in der Masse aber noch zu vernachlässigen waren? Während sie so nachdachte, entging ihr ausnahmsweise dann mal die Skepsis des Nicht-RPVlers mal nicht. "Ist irgendetwas?", fragte sie im unbeschwerten Tonfall nach - er wusste doch nicht etwa wirklich eine Theorie, wie man die Wahrscheinlichkeit je nach Faktoren wie Wetter und Festlichkeiten berechnen konnte, oder etwa doch? Vielleicht... sollte sie mal eine Untersuchung darin vornehmen. War zwar nicht ihr Bereich, aber irgendjemanden würde sie das wohl andrehen können.

A propros Verantwortung - die bewies sie im Umgang mit ihrem Magnezone mal wieder, welches sie eiskalt im Türrahmen gelassen hatte. Diese Angelegenheit schaffte sie dann aber mehr oder weniger flott aus der Welt und besorgte sich dabei noch einen doppelten Espresso, den sie dann auch gleich bezahlte, in Empfang nahm und in sich schüttete, während die Herren mit irgendeinem anderen Thema beschäftigt waren. Dabei besorgte sie sich, als Entschuldigung für Magnete, auch noch ein paar Pofflés, welche sie dann ihrem Elektro-Pokémon entschuldigend grinsend übergab. Natürlich bekam auch Cabina etwas davon ab!
Sie war gerade wieder am Tisch, als der Kapuzenträger erklärte, dass er keine Pokémon habe und für ein Stück üben würde. "Ah, für was für ein Stück denn?", fragte sie neugierig nach. Wahrscheinlich keines von Shakespeare, oder etwa doch? Wenn doch wäre es sicherlich witzig, zusammen ein wenig zu "spielen" - wenngleich er sie nicht sonderlich leiden konnte, ha ha...
[out: Entschuldigt bitte noch einmal, hab den Post von Veit irgendwie verpasst... :'D]
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Re: Café Illumina

Beitrag von Arimaam Sa Aug 12, 2017 8:07 pm


Anstelle der Adressantin des Lobes schien Veit zu reagieren und argumentierte, dass er nicht ausfallend werden müsste, wenn seine Kollegin keine Schraube locker hätte. Arima lächelte,
ehe er eine Hand an die Wange als Stütze missbrauchte und Veit eindringlich ansah. Es ist deine Wahl, ausfallend zu werden oder nicht. Giulias Verhalten hat damit wenig zu tun. Er wurde schliesslich etwas nachdenklich, starrte zu seinem Kaffee und nutzte seine Hand schliesslich um seinen gesamten Kopf abzustützen.
Oder... hast du etwas davon? Sein Blick wanderte wieder zu Veit, es schien, als würde er seine Reaktion beobachten wollen.
Arima selbst hätte sicherlich etwas davon. Immerhin wusste er nur zur Genüge, was für ein Vergnügen es ihm bereitete, andere Leute zu erniedrigen. Manchmal ertappte er sich auch dabei, dass er dies in der Anonymität des Internets in Videospielen auslebte. Es war sicherlich genau so verwerflich, wie Veits Beleidigungen, aber gerade deswegen wäre Arima der letzte, der Veits Verhalten verurteilen würde. Immerhin war er ja keinen Deut besser.

Giulia stellte sich schliesslich auf ihre Art vor und wäre Arima der Typ dafür gewesen, hätte er sich wohl nun die Hand vor den Kopf geklatscht. Giulia bot mit ihren Zitaten weiterhin Zündmaterial für Veit.
Nachdem Giulia ihr Pokémonproblem gemanagt hatte, erklärte Veit schliesslich auf Arimas Frage, dass er für ein Stück geübt hätte. Der Weisshaarige erwiderte gar nichts, er grinste lediglich amüsiert und widmete sich weiterhin seinem Kaffee. Etwas enttäuscht war er ja schon, immerhin hatte er nicht mit dieser Reaktion gerechnet und musste nun wohl auf den Chevrummpokédexeintrag verzichten.
Giulia wollte schliesslich wissen, für welches Stück er üben würde. Also das würde Arima auch gerne wissen! Immerhin war ihm kein Stück mit dieser Linie bekannt, Giulia schien sich bestens auszukennen und so wirklich glaubte er Veit schliesslich nicht. Im Grunde rechnete er aber mit einer schnippischen Bemerkung, da dies Veits bisherige Verteidigung war.
Warum die Abneigung gegenüber Pokémon?, wollte er schliesslich wissen. Irgendwie war es schwierig, in einer Welt gut gelaunt zu sein, wenn man Wesen umgeben war, die man nicht leiden konnte, fand er.

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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Mo Sep 18, 2017 1:40 am

Menschen waren doch immer wieder faszinierend und auch, wenn man diese kleine Zusammenkunft nicht als besonders harmonisch bezeichnen konnte... es brachte Veit durchaus Freude. Auch, wenn das eine Tatsache war, die man ihm nun wirklich nicht ansah. Gut, auf Giulias Kommentare konnte er wirklich verzichten, aber es hatte nichtsdestotrotz immer etwas beruhigendes unter Menschen zu sein. Zumindest unter Menschen, die einen nicht mit Fackeln und Mistgabeln aus der Region jagten. Gut, das mochte Veit in der Form zwar nicht passiert sein, aber sensationswütige Reporter hatten doch zugegeben eine ähnliche Funktion. Sie waren die Fackeln und Mistgabeln der modernen Gesellschaft und sorgten dafür, dass man niemals wieder Fuß fassen konnte. Da war diese Zusammenkunft hier eine willkommene Abwechslung. Da störten ihn auch keineswegs Arimas belehrende Aussagen.
Es gibt mir den Seelenfrieden, den ich brauche, um nachts erholsam zu schlafen. Amen., antwortete er stumpf auf Arimas Frage, ob er etwas von diesem Verhalten hätte. Er blickte ihn dabei jedoch keineswegs an. Es war eigentlich überhaupt nicht des Gefühls wegen, nachts schlafen zu können. Es war dieses simple Vorhaben, Menschen auf Abstand zu halten und sie nur so weit an sich heranzulassen, wie er die soziale Interaktion benötigte. Ein Mensch, der keine Kontakte knüpfte, war kein Mensch. Das war seine ehrliche Auffassung. Menschen lebten von der Gemeinschaft; waren abhängig von anderen Menschen.
Das Nachhaken vermochte Veit auch nicht daran zu hindern, bei Giulias Selbstvorstellung die Augen zu verdrehen. Musste sie denn wirklich jedes Mal mit einem dämlichen Zitat antworten? Ich glaub, du hast deine weiße Jacke verloren. Willst du sie nicht suchen gehen? Konnte man Zwangsjacken überhaupt verlieren? Irrelevant. Das tat der Aussage doch eh keinen Abbruch. Giulia in Zwangsjacke wäre aber mit Sicherheit ein zufriedenstellender Anblick. Nein, nein., antwortete Veit schließlich genervt auf Giulias Frage, ob etwas sei. Mordwahrscheinlichkeiten. Alltagsthemen, klar. Hab mich ja auch noch letzte Woche mit so 'nem Typen über die Statistik für Beziehungsmorde unterhalten. Himmelherrgott nochmal, als ob er sich wirklich über so etwas unterhalten würde. Gab es für sowas überhaupt Statistiken? Bestimmt. Warum auch immer, aber gab es nicht zu alles und jedem Statistiken?

Eigentlich hätte Veit ja wissen müssen, dass Giulia sich nach diesem angeblichen Stück erkunden wüde. So war das aber nunmal mit Lügen. Sag etwas, überleg dir die Gründe dafür ein anderes Mal. Eigenproduktion einer Theatergruppe., meinte er jedoch, ohne wirklich groß darüber nachzudenken. Das war zumindest die einfachste Erklärung. Frag mich aber bloß nicht nach Einzelheiten. Sie haben so verzweifelt jemanden gesucht, der bei ihrem bescheuerten Stück mitspielt, dass sie mich sogar bezahlen., log er, auch wenn es natürlich unglaublich schön wäre, dafür bezahlt zu werden. Andererseits wollte sicherlich niemand ausgerechnet ihn in einem Stück sehen. Es sei denn, man wollte sehr erfolgreich Tomaten verkaufen. Die wären weg wie warme Semmeln, damit man sie auf die Bühne werfen kann. Wäre ja eigentlich sogar ein gutes Geschäft, wenn es nicht so scheußlich weh tun würde.
Arimas darauffolgende Frage überrumpelte den Ex-Trainer allerdings ziemlich. Dafür hatte er sich gerade nämlich keine Ausrede überlegt. Allzu oft stellte man ihm diese Frage auch nicht. Die meisten gaben sich nämlich lieber nicht mit jemandem ab, der offenkundig keine Pokémon mochte. Wobei nicht mal das wirklich stimmte. Was ist schon toll an diesen Viechern?, stellte er schließlich die Gegenfrage. Gegenfragen waren nämlich so schön, um sich etwas Zeit zu verschaffen, damit man sich eine zufriedenstellende Antwort überlegen konnte. Wenn Veit bloß eine einfallen würde. Nein, eigentlich war es ihm fast unmöglich darauf zu antworten, wo er Pokémon doch eigentlich liebte, wie es für fast jeden Trainer, der den Champtitel anstrebte, wohl üblich war.
Es war wohl mehr als offensichtlich, dass Veit sich mit dieser Antwort schwer tat. Er kam auf keine. Er kam auf keine rigorose Begründung, warum man Pokémon hassen sollte. Viele Pokémon waren gefährlich, sicher, aber trotzdem waren sie fähig, mit Menschen eine Bindung einzugehen. Man war fähig, gemeinsam zu wachsen, sich so gut zu verstehen, dass es oft nicht einmal mehr Worte bedurfte, um seinen Partner zu verstehen. Das gemeinsame kämpfen, bangen und trainieren; gemeinsam sein Bestes geben - es schweißte zusammen.

Letztendlich schaffte der Ex-Champ es wirklich nicht mehr, überhaupt noch eine Antwort zu formulieren, da fuhr er auch schon zusammen, als ihm jemand die Kapuze vom Kopf riss und ein Glas Wasser über ihn auskippte. Begleitet von hämischem Gelächter, das glasklar verriet, welcher Ärger sich nun wieder anbahnte. Es war wohl zu schön gewesen zu glauben, dass man einmal in Ruhe etwas Zeit vebringen konnte. Warum bereisten so viele Trainer aber auch andere Regionen? Konnten die nicht einfach in einer Region bleiben und ewig dort verharren? Verfluchte Abenteuerlust. „Wer nicht spurt wird eh versenkt, wa?“, gab der Kerl mit dem nun leeren Wasserglas spottend von sich. Wahrscheinlich hatte er für diese Aktion bewusst zu einem Wasserglas gegriffen. Auch, wenn Menschen auf eine Gemeinschaft angewiesen waren, sie konnten ebenso unfassbar grausam sein. Aber konnte man ihnen wirklich einen Vorwurf machen?
Der Ärger kam aber leider immer im Doppelpack und Wasserglasheini hatte seinen Kumpel im Schlepptau, der wirkte, als hätte er sich schon vor langem das Hirn in der Muckibude weggepumpt. Das war nur leider die Sorte von Hassverbreitern, der Veit lieber aus dem Weg ging. Die hatten nämlich eindeutig mehr Muskelkraft, als er selbst. Und wo mehr dumme Muskelkraft steckte, da war die Hemmschwelle auch nicht ganz so hoch. Ins Besondere nicht, wenn man sich selbst wohl im Recht sah. Eigentlich kochte Veit bereits vor Wut und es war wohl eine wahre Prämiere, dass er versuchte, ausnahmsweise mal kein ganz so loses Mundwerk zu haben. Das Vorhaben löste sich jedoch vollends auf, als dieser vermaledeite Typ mit Kumpelunterstützung es wagte, in seinen Kaffee zu spucken!
Das war der Moment, wo bei Veit die Sicherungen durchbrannten. Trotz sämtlicher Alarmglocken, die da in seinem Oberstübchen schellten. Er war so rasant aufgestanden, dass sogar der Stuhl, auf dem er eben noch gesessen hatte, laut scheppernd auf dem Boden aufschlug. Und das sorgte leider für Aufmerksamkeit, die Veit eigentlich nicht wollte. Er baute sich wütend vor diesen Typen auf, die locker zwei Köpfe größer waren; wenn nicht noch mehr; und zeigte energisch auf seinen Kaffee, den er nun ganz sicher nicht mehr trinken würde. Du großkotzige Intelligenzbremse!, zischte der Ex-Trainer hervor, dachte aber in dummem Wagemut nicht daran, zurückzuweichen. Wenn du auf Geld spucken willst, dann spuck verdammt nochmal nicht auf sein Geld! Dabei wanderte der Zeigefinger auch ganz schnell auf Arima. Nun, immerhin hatte der den Kaffee ja bezahlt und so wütend Veit auch war, dass man überhaupt so respektlos sein konnte; auch wenn er nicht wirklich besser war; hasste er es doch umso mehr, wenn man glaubte, andere mit hineinziehen zu müssen. Und den Kaffee wollte er doch noch trinken, verdammt!

„Selbst Schuld.“, gab der Glaswasserheini trocken von sich, wobei er und sein Kumpel doch alsbald wieder anfingen, hämisch darüber zu lachen. Die Musterbeispiele von Intelligenzbezwingern. Unfassbar. „Regeln wir das doch in einem Pokémonkampf.“, meinte der Typ plötzlich und grinste den Ex-Champ verächtlich an. Veit wusste genau, worauf es wieder einmal hinauslaufen würde. „Sofern du kurz nach Kalos rübershippern und deine Pokémon aus dem Meer fischen möchtest, Shaw.“ Schließlich blickte der Typ seinen Kumpel an. „Er hatte ein Garados, richtig?“, fragte er diesen und wartete das zustimmende Nicken seines Kollegen ab, bevor er Veit wieder ansah. „Ist ja ein Wasserpokémon, vielleicht lebt das sogar noch. Aber bestimmt würde es dir zur Begrüßung den Kopf abbeißen, weil du's weggeworfen hast.“
Wenn man sagte, dass in Veits Innerem nun ein Vulkan brodelte, dann war das eine meilenweite Untertreibung. Das war wahrscheinlich auch nicht allzu schwer zu erkennen. Immerhin zitterte der Ex-Champ am ganzen Körper vor Wut. Es grenzte an ein Wunder, dass er diesem Typen noch nicht an die Gurgel gesprungen war. Er war jedenfalls verteufelt nah dran und wenn Blicke hätten töten können, so wäre dieser Mann nun schon tausende, äußerst qualvolle Tode gestorben.
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Re: Café Illumina

Beitrag von Arimaam Mi Nov 29, 2017 2:46 am


Dieser junge Herr war doch wahrlich amüsant! Eventuell lag Arimas Interesse auch darin begründet, dass er Veits Reaktionen immer noch nicht vorherzusagen vermochte. So faselte er etwas von Seelenfrieden, was ihm scheinbar die Motivation gab, andere Leute zu erniedrigen. Wie langweilig..., murmelte der Weisshaarige darauf lediglich und spielte mit dem Löffel an seinem Kaffee herum. Im Grunde aber war die Antwort alles andere als langweilig, so zeigte dies Arima zumindest, dass Veit nicht den wahren Grund  nennen mochte. Zumindest schenkte er nicht jeder Aussage des Rosahaarigens Glauben und jene war wieder einmal eine solche.
Schliesslich stellte sich Giulia mitsamt einem Gedicht vor. Es gab wahrlich professionelleres Auftreten, aber Arima könnte sich zwischen ihr und Veit nicht entscheiden, wer darin "besser" war. Sie waren allesamt Arbeitsstellen. So war es auch nicht verwunderlich, dass Veit Anspielungen machte, dass Giulia einen an der Klapse hatte.
Es ist zu deinem Besten, wenn du bei Giulia nun von Beleidigungen absiehst, ermahnte er Veit schliesslich. Dabei spezifizierte er bewusst keinesfalls, da sich Veit ruhig seinen Teil denken konnte. Er verurteilte Veits Verhalten auch weiterhin nicht, aber er fühlte sich auch dazu verpflichtet, dass seine Mitarbeiter und Menschen allgemein zumindest in seiner Anwesenheit anständig behandelt würden.
Er antwortete schliesslich auch auf Giulias Frage, ob denn etwas war und es zeigte sich, dass seine Kreativität wieder einmal Überhand gewann. Zumindest lauschte Arima amüsiert, als er sich über ihr Mordwahrscheinlichkeitsthema beschwerte und davon sichtlich wenig begeistert war. Wenn man sich daran erinnerte, was sich Veit bei Arima und seinem Bruder vorstellte, konnte es nur lustig werden, was er wohl denken würden, wenn sie eben von Mord und Totschlag sprachen. Das kommt wohl davon, wenn man sich täglich mit solchen Themen befasst. Es ist zumindest ein Alltagsthema für uns, klärte er Veit schliesslich geduldig auf, auch wenn er bereits vermutete, dass ihm diese Antwort nicht viel weiter helfen würde. Aber... Arima schien sich wohl etwas an der Situation zu amüsieren, weswegen er bewusst vage antwortete.
Giulias Frage wurde sogleich auch beantwortet, so hatte das Stück scheinbar keinen richtigen Namen. Arima verfolgte das Geschehen aufmerksam, hielt sich jedoch aus der Sache raus. Es war dann doch angenehm zu sehen, dass die beiden auch eine normale Unterhaltung führen konnten.
Leider hielt dieser Moment nicht lange an, so huschte Giulia wie vom Griffel gebissen plötzlich aus dem Restaurant, packte ihre Pokémon noch schnell ein und verschwand. Sie schien sich beim Aufstehen noch schnell mit einem Gemurmel zu erklären wollen, aber so richtig verstand Arima nicht mehr, was sie mitteilen wollte. Wahrlich ein sonderbarer Abgang.

Schliesslich wurde auch seine Antwort zum Thema Abneigung gegenüber Pokémon "beantwortet". Der Weisshaarige erwiderte lediglich mit einem Grinsen, während er Veit aufmerksam betrachtete. Er schien in ein Schweigen gehüllt zu sein, während Arima weiterhin aufmerksam auf eine zufriedenstellendere Antwort zu warten schien. Es fehlten die Argumente. Veit nannte ihm nicht eines, sondern eine Gegenfrage.
Es sollte jedoch auch nie zu einer direkten Antwort seitens Veit kommen. Man mochte es Schicksal nennen, aber Arima sollte seine Antwort wohl teilweise anhand von Geschehnissen erhalten. Wahrscheinlich war dies angesichts des Verhältnisses zwischen ihm und Veit wohl auch die einzige Möglichkeit, je eine Antwort mit einem Fünkchen Wahrheit zu erhalten.

Er sah die beiden Typen hinter Veit kommen. Der Auftritt und Gesichtsausdruck liessen ihn bereits Ärger erahnen, aber er blieb ruhig und griff zu seiner Kaffeetasse, um sich den letzten Schluck zu gönnen. Dabei beobachtete er sie aufmerksam und hielt nach Waffen Ausschau, was eine sofortige Intervention verlangen würde. Sein Fuss tappte kurz zweier Male kaum sichtbar auf den Boden. Die Bewegung war jedoch deutlich genug, dass sein gerade noch entspanntes Psiana das Kommando in den Luftströmungen lesen konnte. Es war im Grunde sein Zeichen, dass sie sofort bereit sein sollte, Leuten mit Konfusion auf sein Kommando die Pokébälle abzunehmen.
Die beiden schienen es jedoch nicht auf einen Pokémongebrauch anzulegen und zu Arimas Überraschen schien auch Veit ihr Ziel zu sein. Dessen Kapuze wurde unsanft vom Kopf gerissen und gerade das Zusammenzucken zeigte den Rosahaarigen aus einer verletzlicheren Seite. Er kippte ein Glas Wasser über Veit. Arima unterdessen beschloss, nicht direkt einzugreifen und erweckte den Eindruck, als würde er die Situation ignorieren und weiterhin an seinem Laptop arbeiten. Kreaturen...
Dabei nutzte er jedoch seinen Viso-Caster, um Fotos der beiden Kerle zu machen. Es war doch ganz praktisch, wenn man eine Technikabteilung besass, die einen dieses Unterfangen so bewerkstelligen liessen, dass man nicht zum Beispiel durch ein Knipsgeräusch auffiel. So war es auch kein Glücksfall, dass er einen Schnappschuss des Überkippens machen konnte.
Schliesslich wurde die Beleidigungsschiene gefahren, nicht im Sinne der Aussage (die Arima etwas irritierte), sondern in der Form des Spuckens in den Kaffee, das natürlich auch dokumentiert wurde.
Der Weisshaarige wurde etwas euphorisch. Dieser Tag wurde doch noch ziemlich interessant! Zu seinem Erstaunen schien aber gerade diese Tat Veit komplett ausrasten zu lassen, weil es "Arimas Geld" war. Es schien zudem offensichtlich, dass auch die anderen beiden nicht aus Einall stammen, so wurde er zumindest nicht erkannt, als Veit auf ihn zeigte. Der Rosahaarige fischte sich durch seine Aktion aber auch Sympathiepunkte, so schienen im andere, wenn auch fast komplett Fremde, nicht gänzlich egal zu sein. Es war eine schöne Geste, dass Veit sich seinetwegen ärgerte und zeigte eine Seite des Rosahaarigens, die Arima so nicht erwartet hätte. Der Weisshaarige blieb regungslos sitzen, seufzte jedoch ausgiebig als die Aufmerksamkeit wieder auf Veit gelenkt wurde und man ihn weiterhin zu provozieren schien.
Dabei schienen ganz interessante Informationen an den Tag zu kommen! Arima unterdessen beschloss jedoch, dieser Szene endlich ein Ende zu setzen. Zunächst klappte er seinen Laptop zu und räumte ihn in seine Tasche weg.  Er zuckte nicht einmal mit einer Augenbraue, als er vernahm, dass Veit Pokémon zu besitzen schien, welche er aus dem Meer fischen müsste. Tatsächlich erinnerte sich nun dank dem genannten Familiennamen auch an die Sondermeldung, die selbst in Einall ausgestrahlt wurde: "Veit Shaw, der Champ Kalos', der seine Pokémon ins Meer versenkt hatte". Eine ganz schön dicke Sache. Arima verschwendete damals kaum Gedanken daran, so war eine solche Angelegenheit auch die Arbeit seiner Kollegen in Einall, da es dort geschehen war. Es stimmte ihn damals lediglich nachdenklich, wie stressig der Berufs des Champs sein musste, aber so wirklich nahe ging ihm der Fall nicht.  Lediglich die Geschichte erschien ihm etwas sonderbar. Auf der anderen Seite war aber Veits gesamtes Verhalten sonderbar, also passte das schon irgendwie.

Jedenfalls legte er seine Brille nun auf den Tisch, nahm auch seine Krawatte ab, die er fein säuberlich über den Stuhl mit dem Anzug legte. Mittels einer kurzen Handgeste wurde auch sein Psiana aktiv, ehe er auf die drei sympathischen Herrschaften zuschritt.
Kann ich Ihnen helfen?, fragte er freundlich in die Runde der beiden, die ihn zuerst etwas irritiert ansahen, ehe er ein galantes "Zisch ab und misch dich nicht ein!" serviert bekam und man die Aufmerksamkeit wieder auf Veit lenken wollte.
Nun richtete er sich jedoch an Veit: Ruhig bleiben und Abstand nehmen. Seine Stimme ersetzte die Freundlichkeit zuvor jedoch mit Ernst und wirkte kalt.
Entgegen seiner Anweisung an Veit, trat der Weisshaarige selbst näher an die beiden heran, um ihre Aufmerksamkeit noch mehr auf sich zu lenken. Er wirkte selbstsicher. Seine ganze Haltung strahlte aus, dass er sich nicht einschüchtern liess, und - wahrscheinlich - sich auch noch überlegen fühlte. Die Regeln hier in Einall sind kurz und einfach: Sei kein Arschloch., erklärte er den beiden schliesslich. Dabei sollte er so etwas doch nicht einmal erklären müssen. Das war doch gesunder Menschenverstand!
Irgendwie schien Muskelheinikollege das nicht so cool zu finden, dass ein kleiner "Geschäftsmann" nicht ihrem Kommando folgte, sich hier einzumischen und diesem Pokémonversenker so aktiv zu helfen versuchte.  So stürmte er auch sogleich mit einem "Ich zeig' dir mal meine Regeln!" auf Arima los, um ihm eine Lektion zu erteilen und holte zu einer kräftigen Rechten aus. In den Augen Arimas eine Dummheit auf vielen Ebenen: So war der Schlag nicht nur vorhersehbar, sondern hatte auch noch so seine Konsequenzen. Arima wich etwas zur linken Seite, leitete den Schlag mit seiner rechten ab, ehe er binnen Sekunden das Packet zu Fall brachte, wobei ihm dessen Wucht sogar dabei half. Mit seinem Knie hielt er den Mann noch am Boden, wusste aber, dass sein eigenes Gewicht das nicht lange bewerkstelligen könnte, weswegen eine weitere Handgeste an das Psiana gegeben wurde. Sein Psiana machte sich direkt daran, den Aggressor mithilfe ihrer Konfusion am Boden zu festigen, sollte dieser aufstehen und seine nächste Aktion versuchen. Arima gab schliesslich nach, war sich aber nicht zu schade, mit dem Knie fest genug zu drücken, dass der Fremde vor Schmerz kurz etwas brummte.
Schliesslich richtete er sich wieder auf und wischte sich die Hand ab, ehe er zwischen Hänsel- und Muskelkollege hin und her sah.
Nächstes Mal bitte ein bisschen schlauer bei der Gegnerwahl sein, danke. Er richtete sich den Hemdkragen. Na dann fangen wir einmal an... Er kam gar nicht dazu, diesen beiden gross selbst Manieren beizubringen, so trauten sich die Beobachter um ihn herum endlich einzugreifen und überfüllten ihn mit unnötigen Fragen wie "Alles in Ordnung Herr Ekans?". Ein ironisches "Soll ich die Polizei rufen?" durfte er sich auch noch anhören. Und deswegen hasse ich meinen neuen Job manchmal... Wenigstens schienen sie den anderen unfreundlichen Zeitgenossen in Schach zu halten, so traute man sich doch mehr, wenn Muskelmann am Boden lag.
Er bejahte bezüglich dem OK-Sein, verwies bei der Polizeifrage jedoch auf Veit. Falls er es so will. Beweise habe ich. Zugegeben, Arima zweifelte daran, dass Veit dem zustimmen würde. Wahrscheinlich würde er dies nur schon wegen seiner Hintergrundgeschichte ablehnen wollen, aber auf der anderen Seite empfand es Arima auch nicht als nötig, den anderen darüber aufzuklären, dass sich die normale Polizei in Einall eher weniger solchen Nummern wie der seinen widmete.
Arima tätschelte auf dem Rückweg zu seinem Stuhl den Kopf seines "hart arbeitenden" Psianas, setzte sich seine Brille wieder auf und zog seine Krawatte und Anzug wieder an. Der Laptop wurde auch wieder in die Umhängetasche verstaut und es war eigentlich deutlich, dass ihm die Lust an diesem Café etwas vergangen war.

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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam So Dez 17, 2017 3:59 am

Von Beleidigungen absehen? Nicht, solange Giulia ihm noch einen Grund dafür gab! Diese Frau war doch wirklich unausstehlich. Wie schaffte Arima es überhaupt, sie nicht vollkommen für verrückt zu erklären. Die Warnung war aber vielleicht eine, die der Ex-Trainer nicht ignorieren sollte. Wenn es sich bei Arima nun wirklich um einen Mafiaboss handelte? Dann konnte er doch wirklich im Schlamassel stecken. Wusste er denn, ob ihm vor dem Café nicht bereits ein paar Mafiosi auflauerten? Dass Arima erwähnte, dass Mordthemen für sie wirklich Alltag waren, machte die Gesamtsituation wieder einmal nicht besser. Es war fast so, als täte dieser Kerl alles daran, sich in ein falsches Licht zu rücken! Dann wiederum konnte er wohl nicht wissen, wie schlecht Veit eigentlich informiert war. Woher denn auch?
Von Glück konnte Veit wohl sagen, dass die komische Tante urplötzlich abzischte. Wobei selbst ihr Abgang etwas nerviges hatte. Zack, weg! Einfach so! Und das Gemurmel hatte doch auch kein Mensch je verstehen können. Er ließ es jedoch, bei Arima nachzuhaken, ob sie nun völlig durchgeknallt war. In der Hinsicht trug die Warnung zuvor wohl doch Früchte. Ein paar, zumindest. Aber den Bogen wollte auch Veit nun wirklich nicht überspannen. Der eigenen Sicherheit wegen.

Es war wohl ebenso; zumindest ein kleines bisschen; Glück, dass Giulia verschwunden war, bevor sie das Gehabe dieser beiden brachialen Vollidioten mitbekam. Jemanden zu beleidigen und dann schikaniert zu werden? Das nannte man wohl Karma. Aber das musste der Beleidigte ja nicht mitbekommen und ihm unter die Nase reiben. Umso erstaunter war der Ex-Champ als Arima, der sich die ganze Zeit über ruhig verhalten hatte, plötzlich doch einmischte. Und dann auch noch so widerlich freundlich, was offensichtlich nicht nur Veit zu irritieren wusste. Ganz anders klang da doch seine Anweisung und es war wohl auch seiner Irritiertheit verschuldet, dass Veit ohne zu zögern, zu hinterfragen oder dumme Sprüche vom Zaun zu reißen, gehorchte und zurücktrat.
Die Frage, ob Arima aber wirklich mit den beiden fertig wurde, erübrigte sich allerdings, als dieser Kerl doch wirklich spielend leicht das Muskelpaket aufs Kreuz legte. Wer genau war dieser Mann eigentlich? Das war eine Frage, die nun in seinem Oberstübchen pochte, wie keine andere. Die Fragen der Leute an "Herr Ekans" gaben ihm darüber jedoch keinerlei Aufschluss. Up-To-Date war Veit aber auch wirklich nicht. Wie auch, mit kaputtem Viso-Caster und keinem eigenen Dach über dem Kopf? Pappkartons hatten nämlich leider noch keinen Kabelanschluss. Noch mehr konnte Veit jedoch nicht fassen, dass Arima ihm tatsächlich geholfen hatte. Einen Kaffee zu spendieren war eine Sache. Aber dass er sich selbst in Gefahr brachte? Arima hatte es vielleicht nicht so gesehen, für Veit hingegen blieb es eine Gefahr. Äh? Was?, gab er etwas perplex von sich, als die Frage nach der Polizei aufkam. Sie hatte ihn vollkommen aus den Gedanken gerissen. Nein, nicht nötig. Es war eh nur eine Verwechslung., gab er dann jedoch von sich. So mies diese Kerle sich auch verhalten hatten, er wollte ihnen nun nicht die Polizei auf den Hals hetzen. Tatsächlich konnte er ihre Verachtung ja auch verstehen, wenn sie denn Hand und Fuß gehabt hätte.

Es wirkte fast schon surreal, dass Arima wieder zu seinem Platzt trat, als sei nichts gewesen. Auch, wenn er ganz offensichtlich seine Sachen zusammenpackte. Ob es ihm die Laune versaut hatte, konnte Veit jedoch nicht beurteilen. Da-, begann der Ex-Champ, brach seine Dankesworte aber schleunigst wieder ab. Er konnte sich doch nicht dafür bedanken! Das machte doch jedweden Eindruck, den er erweckt hatte, zunichte. Glaubte er jedenfalls. Wie genau Arima ihn sah, konnte er ja schließlich auch gar nicht wissen. Stattdessen richtete er seinen Blick auf den Kaffee, den Arima ihm spendiert hatte. Eigentlich war es ihm zuwider, andererseits hatte Arima ihn immerhin bezahlt.
Statt also verräterische Dankesworte auszusprechen; zu denen er eigentlich schon angesetzt hatte; griff er doch "lieber" abrupt zu der Kaffeetasse und kippte das, was von seinem Kaffee übrig war, in eins runter. Im Nachhinein war das wohl eine wahnsinnig dumme Idee. Eine Kurzschlusshandlung, in gewisser Weise! Wenn er nicht offen "Danke" sagen konnte, dann musste das eben auf anderem Wege geschehen. Besser, er hätte sich wohl etwas anderes ausgedacht. Ebenso abrupt stellte er die Kaffeetasse jedoch auch schon wieder ab, hatte sich nun aber zumindest wohl ein wenig gefasst. Wenn man das als "gefasst" bezeichnen konnte. Ich glaub ich muss sterben!, zischte er plötzlich und streckte angeekelt die Zunge heraus. Der Mistkerl hatte hineingespuckt. Der. Mistkerl. Hatte. Verdammtnochmal. Hineingespuckt. Wieso dachte er überhaupt noch darüber nach?!
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Re: Café Illumina

Beitrag von Arimaam So Dez 17, 2017 9:58 pm


Es schien, als hätte der ernste Ton gefruchtet. Veit blieb tatsächlich auf Abstand, obwohl dieser Anweisung zumindest das Muskelpaket nicht folgte.
Arima konnte die Situation schliesslich bewältigen, sich selbst einen Gefallen tun und die Leute in der Umgebung wenigstens etwas mit seiner Frage an Veit abwimmeln. Er war ja zugeben schon etwas angewidert, dass sie alle nur beobachteten, bis sie sich sicher wiegten und das zusammen mit Veits Geschichte war es auch, das ihm die Lust an diesem Restaurant nahm. Er brauchte nicht jeden Tag aufs Neue zu erfahren, wie widerlich Menschen waren.
Veit lehnte das Angebot - wie erwartet - bezüglich Polizei ab. Keine Polizei dann, merkte er kurz an, ehe er sich zu seinem Platz begab um zusammenzupacken.
Veit hingegen lieferte ein sonderbares Schauspiel ab; so setzte er zu einem Wort an und hielt dann doch inne. Wenn man den Kontext betrachtete, war es an sich nicht so schwer zu erraten, was er mit "Da-" gemeint haben könnte und es war doch wahrlich interessant zu sehen, dass er sich schlussendlich gegen dieses Wort des Dankes entschied.
Arima hingegen legte den Kopf etwas schief, um Verwirrung zu signalisieren, ehe er darauf auf eine etwas ungewöhnliche Weise einging: Dach? Hatte da jemand Hintergrundgedanken? - Sehr wohl. Im Grunde war es aber eine seiner geliebten Win-Win-Situationen.
Veit überraschte ihn jedoch mit seiner Kaffeeaktion. Seine Handlung war so schnell ausgeführt worden, dass ihn Arima nicht einmal hätte stoppen können. Dazu war er aber auch einfach zu verdutzt. Hatte Veit gerade wirklich den Kaffee mit Spucke getrunken?! Es war ja bereits sonderbar, wie er diesen Kaffee als Arimas Geld bezeichnete, aber ihn nach allem noch zu trinken? Zudem zeigte Veit doch auch ziemlich deutlich, dass er von dem Kafee eigentlich angewidert war.
Eines war er sich nun alle Male sicher: So schnell würde er Veit nicht begreifen, aber es schien, als hätte Veit - abgesehen davon, dass das total masochistisch war - tatsächlich seine wohlwollenden Seiten. Da bereute es Arima keinesfalls, jemandem wie ihm diesen Kaffee spendiert zu haben.
Danke für deine Wertschätzung. Er hatte schliesslich fertiggepackt, ehe er noch einmal in die Menge blickte, um sich zu vergewissern, dass er weit genug entfernt war.
Sowas bedeutet für mich viel mehr als dieser Freundlichkeitsscheiss den man für PR-Zeug gibt und kriegt. ...oder auch nicht kriegte, wie es gerade vorhin geschah.
Sein Psiana streckte sich unterdessen ausgiebig, Tage wie dieser waren für sie eher ziemlich langweilig. Sie bevorzugte es, nicht ständig von Menschen umgeben zu sein.
Ich bin nun offiziell frei., verkündete er schliesslich. Ja, während Veits kleiner Aktion beendete er schliesslich auch seinen Bericht und konnte sich endlich in den Feierabend verabschieden. Wobei Feierabend ein schlechter Witz war. Sobald eine Notsituation anstand, war's vorüber damit. Daher schaltete er auch den Viso-Caster nicht aus, hoffte jedoch, ihn heute nicht mehr für die Arbeit benutzen zu müssen. Der Ranger-Boss war immerhin doch auch fähig genug! ...wenn man schon nicht die Sponsoren weichreden musste.
Hast du heute noch irgendwelche Pläne?, wollte er schliesslich von Veit wissen. Man mochte ihm nicht ansehen, was er wirklich über Veit dachte, aber diese Frage klang doch ziemlich danach, als hätte zumindest Arima einen Plan.

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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam So Dez 17, 2017 11:54 pm

Das war Absicht. Das war doch mit Sicherheit Absicht! Dach? Hatte er sich bei Giulia angesteckt oder wie kam er auf eine solch seltendämliche Frage? Als ob dieser Kerl sich nicht hatte denken können, dass eigentlich ein Danke gemeint war. Korrigieren würde Veit ihn nun aber sicher nicht! Außerdem war es ja wohl Dankbarkeit genug, dass er diesen widerwärtigen Kaffee leer getrunken hatte! Na gut, der Kaffee an sich war natürlich vorzüglich gewesen. Die fremde Spucke aber eher weniger. Wie er den Gedanken doch ganz schnell wieder verdrängte und beiseite schob. Wenigstens Arimas verdutzter Blick war ein wenig Genugtuung. Na, damit hatte dieser Kerl nun wirklich nicht gerechnet!
In gewisser Weise hatte Veit mit dieser Aktion aber zumindest sein Ziel erreicht. Es verwunderte ihn ja ein wenig, dass Arima angab, es bedeute ihm mehr als irgendein PR-Kram. Aber hatte er es wirklich derart offensichtlich gemacht? Vielleicht sollte er doch noch besser darüber nachdenken, was er tat. Nein, offensichtlicher hätte er es eigentlich wirklich nicht mehr machen können. Kaffeeverschwendung ist einfach eine Sünde., entgegnete Veit darauf jedoch sogleich. Auch, wenn er es wirklich so empfand, hätte jedoch andernfalls nie daran gedacht, einen solchen Kaffee überhaupt noch zu trinken. Obdachlos hin oder her, aber ein paar wenige Prinzipien hatte er dann doch noch. Ob man das glauben mochte oder nicht.

Arimas Aussage, er sei nun frei, barg jedoch wieder Grund zur Verwirrung. Eigentlich hatte Veit ja noch immer keine Ahnung, welchem Beruf dieser Kerl nachging. Wenn er an die Reaktion der Leute dachte, lag er mit seiner Mafiavermutung aber wohl etwas daneben. Jedenfalls glaubte er nicht unbedingt daran, dass man der Mafia so besorgt entgegen trat, aber was wusste Veit schon. Aber was war Arima dann? Berühmter Kampfsportler? Nah, einen solchen fragte man wohl nicht, ob er nach einer kurzen Schlägerei in Ordnung war.
Warum sind die Leute eigentlich so förmlich zu dir?, rang Veit sich schließlich doch zu der Frage durch. Es kam ihm nämlich nicht ganz geheuer vor, aber auch nicht derart suspekt, dass er wohl vom Schlimmsten ausgehen musste. Was auch immer man als das "Schlimmste" betrachten wollte.
Als Arima dann jedoch fragte, ob er noch Pläne hätte, starrte der Rosahaarige ihn für einen Moment misstrauisch an. Du meinst, außer mir den Mund mit Kernseife auszuwaschen und mir ganz dringend Pfefferspray gegen Schläger und Perverse zu besorgen? Gegenfrage. Natürlich. Auch, wenn er nicht wirklich vor hatte, sich Pfefferspray zu kaufen. Zu teuer und zu tückisch. Am Ende sprühte er sich damit selbst noch in die Augen! Wenn es um die Eigensicherung ging, dann mussten sichere Methoden her. Obwohl er nicht den Hauch einer Ahnung hatte, was in der Hinsicht wohl sicher sein mochte. Mit Kampfsport versuchte er es nämlich lieber nicht. Wie gering wohl die Hemmungen waren, ihm ernsthaft weh zu tun und es als "Versehen" darzustellen? Na, das Risiko ging er nun wirklich nicht ein.
Letztendlich setzte der Rosahaarige sich die Kapuze wieder auf, nun, wo die Situation mehr oder weniger gemeistert war. Ein Glück war es wirklich nur Wasser gewesen. Cola oder andere Softdrinks wären jetzt wirklich eine wahre Katastrophe gewesen. Zumindest waren diese Kerle wirklich noch human genug, um Wasser genommen zu haben. Und zumindest hatten sie sich nicht an seiner Tasche vergriffen! Kurz warf er einen prüfenden Blick auf seine Umhängetasche. Bei Zeiten sollte er vielleicht mal überprüfen, wie es um seine Vorräte stand und ob sich nicht ein paar Schnäppchen finden ließen.
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Re: Café Illumina

Beitrag von Arimaam Mo Dez 18, 2017 7:33 am


Veit schien nicht auf seine Dach-Bemerkung einzugehen. Schade drum, so einfach würde Veit ihm die Informationsbeschaffung also doch nicht machen. Gross verwunderlich war dies für Arima aber auch nicht, so hätte er wohl Veits kleine Hintergrundgeschichte ohne ein Riesenglück wohl auch nie erfahren. Ein bisschen fragwürdig fand er es aber schon, dass seine Kollegen in Kalos jemanden wie ihn weiterhin ohne Konsequenzen herumlaufen liessen. Oder war Veit doch geschickter, als er den Anschein erweckte?
Schliesslich schien Veit seine etwas noble Tat als eine Kaffeeverschwendung verdecken zu wollen. 'Kaffeeverschwendung eine Sünde?' Wie Recht Veit damit doch hatte! Kaffeeliebhaber waren doch immer wieder sympathische Gesellen. Das zeugte doch immerhin davon, dass jemand länger wach blieb und was gab es schon gross gegen arbeitssame Menschen in Arimas Augen zu sagen?
Im Grunde aber erweckte ein gewisser Shaw immer mehr einen defensiven Eindruck, wenn etwas, das ihm nicht passte, gerade in einer Konversation abgehandelt wird.
Arima lächelte lediglich ein wenig, ehe er sich mit einer Kopfbewegung eine lästige Strähne befreite. Ein paar Sekunden zuvor nanntest du den Kaffee aber noch mein Geld., merkte er stumpf an. Es schien, als hätte er noch etwas ansetzen wollen, aber er unterliess es schliesslich. Wahrscheinlich entschloss er sich dazu, dass es nicht sein Problem war, wenn sein Gegenüber auf diese Weise kommunizieren wollte.

Schliesslich wollte Veit wissen, warum denn alle so förmlich mit ihm umgingen. Liegt lediglich an meiner Führungsposition in der RPV., kam es zunächst schulterzuckend von ihm, ehe er sich dann doch dazu erbarmte, Veit ein wenig mehr aufzuklären, wobei er jedoch nicht näher darauf einging, wofür RPV denn nun genau stand.
Wir sorgen für Ordnung in Einall. Er schlug sich die Umhängetasche über.Solche Bengel wie die da, er verwies mit einer Handbewegung auf die Rabauken, interessieren uns aber nicht. Ja, würden sie sich um solche Dreikäsehochbeleidiger kümmern, dann wären die bereits ausgeschöpften Kapazitäten komplett im Eimer. Versenk' Pokémon jedoch hier in Einall und unsere Leute haben dich schneller, als dass du beleidigen kannst. War das eine Drohung? Wie man es auffasste.  Arima entschloss sich dazu, dies Veit zu überlassen, wobei er selbst es wohl eher als ein Lob seiner Mitarbeiter betrachtete. Wichtig war, dass selbst jene aus anderen Regionen wussten, dass man hier in Einall nicht einfach so ungeschoren davonkommen würde.
Schliesslich hielt er jedoch kurz inne und seufzte einmal ausgiebig. Es schien, als hätte er seinen "Plan" noch einmal überdacht. Das war übrigens keine Drohung, sondern ein Fakt. Veit die Interpretation überlassen? Nachdem er sich kurz in Erinnerung rief, wie Veit bereits Sachen falsch aufzufassen vermochte, liessen ihn dann doch spontan seinen Plan ändern. Wenn mich solche Geschichten jucken würden, würde ich der falschen Arbeit nachgehen. ...oder ebenfalls in der Psychiatrie enden. Arima bewies gerade einmal wunderbar, wie man viele Informationen und doch die wichtigen Details auslassen konnte.
Auf seine Frage bezüglich Veits Plänen kam jedoch wieder eine Gegenfrage. Defensiver Veit war defensiv. Es juckte Arima in den Fingern, Veit bezüglich seiner Aktion zu erniedrigen und ihn daran zu erinnern, dass "Danke" einfacher wäre. Kann ich dir beides borgen, bis du dich sicherer fühlst. Sonst noch Pläne?
Er schien Veits misstrauischen Blick von zuvor komplett zu ignorieren und tat seine Antwort als eine Selbstverständlichkeit ab. Im Grunde aber kostete es ihn doch einiges an Selbstbeherrschung, auch wenn er sich dies nicht wirklich anmerken liess.

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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Mo Dez 18, 2017 7:58 pm

Geld. Richtig. Der Kaffee war doch immerhin von Arimas Geld gekauft worden. Tatsächlich fiel es Veit schwer auszumachen, worauf der Weißhaarige mit dieser Bemerkung hinaus wollte. Kurzum zuckte der Ex-Trainer mit den Achseln. Kaffee kostet Geld, also ist Kaffeeverschwendung auch Geldverschwendung. So einfach, so gut. Man hätte es vielleicht sogar ironisch nennen können, dass Veit nun belehrend den Finger hob. Und Geldverschwendung ist sündhaft. In seinen Augen, jedenfalls. Andere Menschen betrachteten wohl ganz andere Dinge als sündhaft. Für ihn war es jedoch über alle Maße verwerflich, wenn man Geld verschwendete. Wohl, weil er selbst einfach kaum welches hatte. Andererseits... lieber dein Geld als meines. Was aber nicht bedeutete, dass es gerechtfertigt war, Arimas Geld auf diese Weise zu verschwenden. Es war simpel! Für ihn jedenfalls.
Schnell schlug Veits Stimmung jedoch wieder um, als der Polizist seine Drohung aussprach. Mehr oder weniger. Auch, wenn Arima behauptete, es sei keine, war es für Veit unabstreitbar eine. Eine, mit der er hätte leben können, hätte sie etwas gänzlich anderes beinhaltet. Eine Verwechslung., wiederholte er mit deutlichem Nachdruck in der Stimme, während er Arima mit einem weniger wohlwollendem Blick fixierte. Es war ihm schon genug, wenn er angepöbelt wurde. Er konnte es nachvollziehen, sicher. Immerhin gingen sie allesamt von falschen Tatsachen aus. Und er selbst? Er verachtete doch ebenso Menschen, die Pokémon schaden zufügten. Mit dem Unterschied, dass er es nicht tat und trotzdem der Sündenbock war. So sehr er auch vor anderen behauptete, Pokémon zu hassen, desto tiefer traf es ihn, wenn man es ihm tatsächlich zutraute.
Dass Arima eine Führungspersönlichkeit der RPV war, konnte ihm nicht egaler sein. Aber wenn jener davon ausging, dass er wirklich ein Monster war...! Lass mich klarstellen..., begann der Ex-Champ dann und verschränkte beinahe wütend die Arme vor der Brust. Auch, wenn es wohl noch viel eher als Abwehrhaltung interpretiert werden konnte. Du kannst meinetwegen auch Arceus persönlich sein, aber wenn du keine Beweise hast, dann halt dein verdammtes Maul geschlossen, ehe ich es dir stopfe. Schlägertypen, die rumpöbelten, waren die eine Sache. Aber wenn ihm jemand - ein Polizist - derart drohte, ohne auch nur einen Hauch von Beweisen zu haben, war Schluss mit lustig. Die Beweise sollte er erstmal finden! Es gab sie nicht!

Letztendlich war es die Enttäuschung, die einen großen Teil dazu beitrug. Nein, eigentlich hatte er es erwarten müssen. Es war egal, wohin er ging oder mit wem er sprach. Sobald klar wurde, wer er eigentlich war, waren die Reaktionen doch alle gleich. Es war vollkommen egal, wohin er ging. Dank der Presse fand er keinen Frieden. Ob er Arima vielleicht genug provozieren konnte, um verhaftet zu werden? Dann wäre es wohl eine Sorge weniger. Andererseits war die nächste Frage wohl, wie das Leben im Gefängnis für ihn aussehen würde.
Auch, wenn er Arima nun mehr als eindeutig gedroht hatte, schaffte er es nicht im Ansatz, den Blick aufrechtzuerhalten. Er musste ihn unweigerlich senken und resigniert feststellen, dass ihm eigentlich vollkommen gleich war, was Arima tat. Wahrscheinlich würde jener noch wie ein Held gefeiert werden, wenn er den "miesen Champ", der seine Pokémon ertränkt hatte, verprügelte oder abführte. Dann hätte es wohl zumindest noch etwas Positives, richtig?
Da war Veit die Energie für dumme Kommentare und schnippische Bemerkungen nun auch endgültig vergangen. Keine. Also worauf willst du hinaus?, fragte er deshalb, als Arima weiterhin nachhakte, ob er noch Pläne hatte. Auch, wenn man genauso gut hätte glauben können, dass er zum Boden sprach, so eisern wie er ihn anstarrte.
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Re: Café Illumina

Beitrag von Arimaam Sa Jan 06, 2018 11:05 pm


Simple Schlussfolgerungen, gegen die Arima keine Einwände hatte. Aber Geldverschwendung als sündhaft zu bezeichnen? So materialistisch hätte er Veit zumindest nicht eingeschätzt, obwohl dies schlussendlich eigentlich nicht verwunderlich war. Geld hat nur Wert, weil wir ihm diesen zusprechen. Ja, für ihn selbst war Geld wertlos. Er akzeptierte auch seine "Beförderung" nicht, weil es mehr zu verdienen gab, sondern weil er es für das Richtige hielt.
Schliesslich fügte Veit noch an, dass lieber Arimas Geld verschwendet werden sollte als das Seine. Er lachte kurz. Veit, Veit... Die Aussage war nicht einmal lustig. Aber normale Menschen würden so etwas auch nicht zugeben, obwohl wohl die meisten so wie Veit in dieser Situation dachten.
Als Arima Veit das unglücklich gewählte Beispiel für die Arbeitseffizienz der RPV verdeutlichte, bemerkte er doch direkt anhand der Reaktion des anderen, dass es keine gute Idee war. Arceus, das passiert, wenn du keine Skillpunkte auf das Mitempfinden verteilst! ...nicht, dass es mich stören würde. Rasch wurde das Argument der Verwechslung gebracht, welches Arima Veit auch direkt geglaubt hätte, wäre... da nicht die darauffolgende Reaktion noch angefügt worden, die Arima auch gleich Arceus die Sache in die Schuhe schieben liess. Veit nahm nicht nur eine Abwehrhaltung ein, er blies Arima mit seiner "Klarstellung" auch ziemlich den Tenor. Stur wie Arima hingegen war, verstärkte sich nun dadurch seine Meinung, dass Veit tatsächlich der Champ aus den News war. Es war zudem auch interessant, dass Veit mit Beweisen argumentierte. Vielleicht war er sich sicher, dass es keine gab oder er war wirklich nicht der Veit, für den man ihn hielt. Vielleicht war es aber auch ein Bluff, so genau konnte Arima das nicht ausmachen.

Nicht meine Angelegenheit. Eigentlich hätte er liebend gerne nach Beweisen gesucht. Solche Arbeiten waren eine seiner liebsten, vor allem in einem solchen Fall wie diesen, der nicht ganz alltäglich war. Im Grunde antwortete er Veit aber einfach nur, weil er sich zumindest von ihm nicht vorschreiben lassen wollte, wann er zu reden hatte. Es war also eine kindische Trotzreaktion.
Obwohl er zwar gerne Beweise gegen Veit gefunden hätte, um ihn zu erniedrigen, wollte doch eine Seite von ihm auch, dass diese Person nicht wirklich Pokémon versank. Zudem empfand Arima auch, dass Veit bereits zur Genüge gestraft war und immerhin geschah es ja offiziell nicht aus lauter Bosheit. Falls seine Pokémon wirklich dem Meeresgrund Hallo sagten, konnte sich Arima keine Gefängnisaufenthaltszeit vorstellen, die härter und angebrachter war, selbst wenn Veit andere Gründe als Stress dafür hatte. Diese Geschichte schien zumindest ein sensibles Thema für Veit zu sein und die genauen Details wurden nie bekannt. Eventuell war Veit auch weiterhin auf freien Füssen, weil entweder auch die Polizisten von Kalos so empfanden oder es eben wirklich kaum Beweise gab. Sonderbar. Er schien knapp bei Kasse zu sein, eventuell hatten sie ihm eher Bussen aufgehalst? Arima konnte sich dies zwar kaum vorstellen, auf der anderen Seite hatte er gerade an dem heutigen Tag wieder zur Genüge erlebt, wie geizig Menschen sein konnten.
Arima war neugierig. Wirklich neugierig. Es war wohl lediglich sein Taktgefühl, das ihn davon abhielt, irgendwie nach Antworten zu bohren.

Dass sich dies seiner Meinung nach als die richtige Strategie erwies, zeigte sich, als Veit dann auch noch den Kopf senken liess und den Boden fixierte. Er antwortete ihm aber auch endlich auf seine Frage und wollte wissen, worauf Arima hinauswollte.
Ich dachte, du könntest etwas Ablenkung gebrauchen. Wahrscheinlich war er momentan wohl die falsche Person dafür, aber er wollte ihm das Angebot trotzdem offerieren. Abgesehen von ihrer letzten Interaktion war ja auch die Begegnung mit diesen Typen keine schöne Erfahrung. Mein Favorit wäre ja zocken, da du aber nicht zockst; wie wäre es mit dem Vergnügungspark oder Bowling? Ist beides noch ein paar Stunden lang offen. Er überlegte kurz, was objektiv aus Veits Sicht dagegensprechen könnte, ehe er auch noch anfügte: Also um den Eintritt müsstest du dir keine Gedanken machen... Im Grunde siegte schliesslich doch seine freundliche Seite und er wollte diesen jungen Mann einfach nur ein wenig glücklich machen. Letztendlich war aber jeder seines Glückes Schmied, es lag also an Veit, ob er Arima misstraute oder das Angebot annahm.
Für Arima selbst wäre es natürlich besser, wenn Veit ablehnen würde. Immerhin hatte er doch noch einen ziemlichen Heimweg vor sich und müsste sich notfalls wohl in Rayono City eine Unterkunft suchen. Ein Mehraufwand, den ihn aber nicht zu stören schien.

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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Sa Feb 24, 2018 10:08 pm

Wert, huh? Hatte nicht alles nur deswegen irgendeinen Wert, weil irgendjemand es dieser Sache zuschieb? Natürlich hatte Geld Wert, weil man es ihm beimaß. Das Papier an sich war wohl doch ziemlich wertlos. Aber es gab nichts, was den Wert des Geldes allzu schnell kaputtmachen würde. Es kam niemand daher und sagte einfach "Gras ist jetzt mehr wert" und das war es dann. So funktionierte das nicht. Richtig, stimmte Veit deshalb zu. Aber so schnell ändert sich das nunmal nicht. Schon gar nicht, weil irgendein einzelnes Individuum das so bestimmte. So lange hatte Geld einfach noch Wert für Veit. Wie sonst sollte er denn über die Runden kommen, wenn nicht mit Billigravioli aus der Dose?
Offenbar hatte Arima es aber nicht besonders auf Geld abgesehen. Ja, der Kerl lachte sogar kurz über die Aussage des Ex-Trainers, dass er doch lieber dessen Geld verbrannte, statt sein eigenes. War das so witzig? Vielleicht war Arima dank seines Berufs aber doch nur irgendein reicher Schnösel, der sein Dilemma nicht verstand. Eines, das er ihm ganz sicher nicht aufs Auge drücken würde. Als Boss der RPV musste man aber mit Sicherheit gar nicht so schlecht verdienen. Ha! Es konnte ja sogar lohnenswert sein, diesen Kerl so richtig auszunehmen! ... Wenn Veit denn eine Person gewesen wäre, die so etwas tat. Dafür hatte er dann doch zu viele Skrupel.

Zumindest entpuppte sich Arima ebenso wenig als skrupelloser Mensch. Das unliebsame Thema ließ er mit einem letzten Kommentar nämlich glücklicherweise wieder fallen. Es war nicht seine Angelegenheit. Die Aussage mochte sicherlich stimmen, aber war es denn verkehrt zu glauben, dass ein Polizist sich stärker in der Pflicht fühlte? Andererseits war Arima auch nicht gerade normal, ob man das nun als gut oder schlecht auffassen wollte, lag wohl immer noch im Auge des Betrachters. Veit kam es jedoch nur gelegen, auch wenn es seine Laune nicht wirklich besserte. Es war ihm jedoch nur recht, dass auf dem Thema nicht weiter herumgehackt wurde. Er sprach am liebsten nicht weiter darüber.
Umso verwirrender war jedoch Arimas Vorschlag danach. Ablenkung? Vergnügungspark? Bowling? Was genau hatte dieser Kerl eigentlich im Sinn? Woher kam diese Idee überhaupt so plötzlich? Bitte was?, entgegnete der Ex-Trainer daher ungläubig. Natürlich war die Aussicht, keinen Eintritt zahlen zu müssen, großartig! Auf der anderen Seite war Luxus nichts, an das Veit sich gewöhnen sollte. Jetzt ein Besuch im Vergnügungspark? Früher wäre er dafür wirklich Feuer und Flamme gewesen. Aber jetzt? Jetzt hatte er dringlichere Sorgen, als sich in Achterbahnen und Riesenrädern zu vergnügen. Aus seiner Sicht hatte es einfach keinen Mehrwert. Schwachsinn, murmelte er deshalb.
Natürlich lehnte Veit Einladungen ungerne ab. Schließlich konnte er Geld sparen! Aber wenn es nach ihm ginge, war ihm etwas leckeres zu essen oder ein Buch zum Zeitvertreib lieber. Vor allem Essen. Gutes Essen war eine Wohltat. Unterhaltungsliteratur, die er sich andernfalls nie kaufen würde, war aber gewiss auch nicht zu verachten. Aber..., begann Veit eher unbewusst und verstummte augenblicklich wieder. Nein. Nach etwas anderem konnte er schlicht und ergreifend nicht fragen. Er wollte auch eigentlich gar nicht. Auf der anderen Seite mochte es zwar unangenehm sein, war aber durchaus wichtig. Kurzum nahm der Ex-Champ aber seinen Viso-Caster vom Handgelenk und zeigte ihn Arima. Das Ding war schon seit einer Weile kaputt. Wenn du mir einen Gefallen tun willst, wäre eine Reparatur nicht schlecht, rang er sich schließlich durch, zu sagen. Es war immerhin wirklich wichtig. Wie sollte man ohne jegliche Kontaktmöglichkeit auch je einen halbwegs vernünftigen Job finden? Nicht, dass er es überhaupt je schaffte, lange einen zu behalten.
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Re: Café Illumina

Beitrag von Arimaam Sa März 10, 2018 11:03 pm


Veit gab ihm bezüglich des Wertes für Geld zwar Recht, beteuerte aber auch, dass sich der Wert von Geld so schnell nicht ändern würde. Auch richtig. Wobei Arima damals erstaunlich leicht dank Radiergummis Süssigkeiten finanzieren konnte. Aber das war auch wieder so eine Sache, mit der er jetzt eher weniger gut prahlen konnte.
Eventuell betrachtest du aber Geld als etwas zu wertvoll, fügte er noch mit mahnendem Unterton an und legte die Hand etwas nachdenklich ans Kinn. Immerhin gab es so viele Sachen, die Arima gerne hätte, sich aber nicht kaufen konnte, weil sie nicht kaufbar waren!
Ausserdem war es ohnehin ungesund, sich zu sehr aufs Geld zu konzentrieren. Gerade, wenn Menschen wegen Geldknappheit in grosse Bedrängnis geraten, neigen sie mitsamt gewissen Persönlichkeitsfaktoren zur Unberechenbarkeit in ihrem Verhalten, um es einmal positiv auszudrücken.

Arimas Einladung wurde schliesslich zunächst ungläubig quittiert, ehe sie auch noch als Schwachsinn abgestempelt wurde. Bist du etwa auch ein Einzelgänger?, wollte er daraufhin wenig gerührt in Erfahrung bringen. Ja, im Grunde versuchte er doch nur ab und zu einmal sozial zu sein, obwohl es im Endeffekt doch wieder nach seinen Präferenzen verlief. Dabei hätte es Arima wirklich toll gefunden, wenn er mit etwas Selbstlosigkeit für andere Sachen kompensieren könnte.
Im Grunde aber dachte er sich bereits, dass Veit mit seinem auffallend defensiven Verhalten mindestens unfreiwillig ein Einzelgänger war. Ob er wohl einen wunden Punkt getroffen hatte?
Schliesslich schien er aber für Veit doch noch nützlich werden zu können, als dieser ihn danach fragte, ob er dessen Viso-Caster reparieren könnte. Also war seine Viso-Caster-Nummer von zuvor sogar nutzlos, weil Veit seinen gar nicht benutzen konnte!
Stumm bückte Arima sich zunächst an dem von Veit hingehaltenen Viso-Caster heran und schien diesen zu begutachten. Er war kein Wunderwirker, der beim blossen Draufschauen das Problem erkannte oder plötzlich Reparaturutensilien mit sich hatte. Viel eher wägte er ab, ob er diesen Gefallen wirklich erweisen wollte oder nicht. Wenn er diese Aufgabe nämlich annahm, müsste sie bestmöglich ausgeführt werden!
Vorgeschichte?, wollte er schliesslich in Erfahrung bringen, als er sich wieder erhob. In der Tat wäre es gut zu wissen, wie es dazukam, dass der Viso-Caster nicht mehr funktionierte. "Einfach so" oder zum Beispiel Wasserschaden waren zwei verschiedene Dinge. ...wobei Arima sich hütete, Wasserschaden als Beispiel auszusprechen.
Mir fehlt es hier jedoch an der Ausstattung; würde es dir etwas ausmachen, mich nach Stratos City zu begleiten?, fuhr er auch sogleich fort. Ja, immerhin dachte er nicht daran, dass man ihn heute um eine Viso-Casterreparatur bitten würde! Plus, falls er komplett aufgeschmissen war, konnte er immer noch gewisse RPV-Angestellte damit belästigen. Die Forscherabteilung hatte doch ohnehin eine kleine Inspektion verdient! ...wobei er den Teil mit der Inspektion lieber an die für die Forscher zuständige Dame abgeben wollte. Es gab halt nicht mehrere Arimas.
Falls Veit einwilligen würde, hätte er zumindest zwei Wommel mit einer Klappe geschlagen: Veit könnte geholfen werden und er könnte sich für heute doch noch in seinem eigenen Bett verabschieden. Das war ein Luxus, den er gerne immer wieder in Anspruch nahm.

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Re: Café Illumina

Beitrag von Gastam Fr März 16, 2018 1:05 am

Es war der mahnende Unterton in Arimas Stimme, der Veit die Braue skeptisch heben ließ. Es klang in seinen Ohren doch höchst fragwürdig, dass er Geld einen zu hohen Wert beimessen würde. Sicher, man konnte sich nicht alles mit Geld kaufen... wobei, doch, schon. Kam es denn nicht auf den Preis an? Wenn das Geld stimmte, gab doch jeder früher oder später kleinbei. Meinst du wirklich?, entgegnete der ehemalige Trainer mit genau der gleichen Skepsis, wie sein Blick sie schon ausdrückte. Vielleicht sah Arima das nur anders, weil er als Boss der RPV mit Sicherheit nicht schlecht verdiente. Ohne Geld hatte man Sorgen. Und zwar viele davon.
Leute, die Geld haben, sagen, dass es nicht glücklich macht, sagte Veit, ehe er mit den Achseln zuckte, aber Geld kann unfassbar glücklich machen. Alles hat seinen Preis. Mahnung oder nicht, aber jemand, der nicht am Hungertuch nagen musste, konnte doch gar nicht wissen, wie schwierig es war, ohne Geld auskommen zu müssen. Wer jeden Cent dreimal umdrehte, der wusste den Wert jedes Cents zu schätzen. Wenn der Preis stimmt, kriegt man Menschen dazu, alles zu tun, behauptete er. Nun gut, vielleicht nicht alles. Zumindest konnte Veit behaupten, bisher nicht straffällig geworden zu sein. Aber wenn es noch schlechter lief? Wenn er wirklich nicht mehr weiter wusste? Konnte er denn wirklich ausschließen, dass er nicht zu allem in der Lage war, wenn er verzweifelt genug war? Er selbst wagte es jedenfalls nicht, das gänzlich auszuschließen, auch wenn allein der Gedanke ihm wirklich zuwider war.

Arimas Frage beherbergte jedoch schon die nächste Verwirrung. Einzelgänger? War er das? Nun ja, letztendlich konnte man das wohl sagen. Schließlich scharte er nicht gerade große Massen an Freunden um sich. Anders als früher. Wenn er daran dachte, wie spaßig die gemeinsame Reise durch Kalos gewesen war und in welch absurde Situationen sie geraten waren, hätte er die Frage ja lieber verneint. Er liebte Gesellschaft. Gute. Freundliche. Aber das Blatt hatte sich zwischenzeitlich doch arg gewendet. Nicht einer seiner ehemaligen Freunde hatte sich je erkundigt, ob Maxims Behauptungen der Wahrheit entsprachen. Es war zum Heulen.
Vielleicht, ja..., antwortete er leise, eher geflüstert, als wirklich ernsthaft gesprochen. Vielleicht hatte Arima auch keine Antwort erwartet. Vielleicht war es auch nur eine simple, rhetorische Frage gewesen, die keiner Antwort bedurfte. War es denn schließlich nicht offensichtlich?

Als Arima nach der Vorgeschichte zum kaputten Viso-Caster fragte, fühlte der Ex-Trainer sich doch tatsächlich ertappt. Ja, er hatte wirklich keine Ahnung mehr. Wie lange war dieses Ding eigentlich schon kaputt? Er hatte sich nie wirklich darum gekümmert. Es erschien ihm nur schlicht und ergreifend sinnvoll, es wieder funktionstüchtig zu machen. Dann konnte er Arima schließlich auf die Nerven gehen, wenn etwas passierte! Nicht, dass er das wirklich vor hatte. Die Jobsuche erleichterte es aber wohl wirklich ungemein. Ich... habe keine Ahnung mehr, gab er dann doch überraschend ehrlich zu. Das mochte zwar nicht unbedingt hilfreich seine, eine Lüge war aber nun weit weniger hilfreich. Das Ding ist schon so lange kaputt...
Arima nach Stratos City zu begleiten war jedoch ein Vorschlag, mit dem Veit sich nicht unbedingt anfreunden konnte. Aber was tat man letztendlich nicht für eine gratis Reparatur? Nicht wirklich, meinte er, auch wenn das wohl keine sonderlich zuverlässige Antwort war. Ein funktionstüchtiger Viso-Caster war eben besser als ein kaputter. Außerdem war Rayono City eh nicht wirklich seine Stadt. Zu viele Menschen, die ihr Geld verschleuderten. Stratos City ist mir eh lieber als diese Stadt hier, sagte er deshalb.
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