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Re: Wendelbergspitze

Beitrag von Lawrenceam Mo Dez 12, 2016 10:26 pm


Lawrence und Larina
I'm just here to avoid my duties. Don't mind me.

#141

Larina hatte glücklicherweise Verständnis für seine Situation und trank noch hastig aus, bevor sie sich daran machte, ihre Dinge zusammenzupacken. Überrascht stellte Lawrence dabei allerdings fest, dass sie ihm die Kekse daließ. Für einen Augenblick überlegte er bereits, ob er nicht ablehnen sollte, doch letzten Endes würde er sie damit womöglich nur kränken und solch eine kleine Aufmerksamkeit konnte man sich sicher gönnen. Ihm hatten die Kekse immerhin wirklich geschmeckt.
"Oh, das ist... vielen Dank!", entgegnete er daher verlegen auf ihre Freundlichkeit und betrachtete die Box noch einmal für einen kurzen Augenblick. Erneut musste er an Nahash denken und erneut machten sich die Schuldgefühle in ihm breit. Er wünschte, er könnte sie einfach verdrängen, doch leider war das Leben nicht so einfach. Er war nicht einfach. Doch das war nicht der richtige Zeitpunkt, darüber nachzudenken.
Immerhin schien sich Larina darüber zu freuen, dass sie Nummern taschten. Und der Schwarzhaarige konnte nicht anders, als sich bei diesem Anblick wieder ein wenig erheiterter zu fühlen. Eine Sache mochte zwar schieflaufen, doch dafür gewann man doch wieder etwas anderes, oder nicht? Es wäre leider nur so viel einfacher, wenn er diese Zweifel endlich würde ablegen können und jedem Menschen mit derselben Aufrichtigkeit begegnete. "Gut, ich freue mich schon darauf.", entgegnete er schließlich auf die Worte der Weißhaarigen hin, dass sie sich daran erinnern würde, ihnen mal einen besuch abzustatten, wenn sie sich in Twindrake City aufhielt. "Dasselbe gilt auch von meiner Seite. Ich bin mir zwar sicher, dass es mein Fennexis freuen würde, dich etwas näher kennenzulernen, aber zwinge dich auch nicht allzu sehr, okay?" Und mit diesen Worten verabschiedete er sie schließlich. Dabei verharrte er jedoch noch einen Augenblick und sah Larina hinterher, bis sie völlig aus seinem Blickfeld verschwunden war.
Für diesen Moment zögerte er noch, Delilah zum Zusammenpacken endlich aus ihrem Ball zu holen und wandte seinen Blick stattdessen wieder der Aussicht zu. Man fühlte sich gleich umso einsamer, wenn man gerade eben noch Gesellschaft gehabt hatte. So zog Lawrence seine Knie näher an sich heran, seinen schmerzenden Fuß dabei ignorierend, und vergrub sein Kinn zwischen ihnen, während seine Augenlider sich wehmütig senkten. Er musste an die ursprüngliche Intention seines Ausflugs hierher denken, als er die metergroßen Tiefen nur wenige Schritte vor sich sah. Intentionen, die er gehegt hatte, bevor Larina urplötzlich aufgetaucht war.
Im Nachhinein konnte er nur noch daran denken, wie Leid es ihm tat.

Letztendlich ließ er Delilah endlich wieder an die frische Luft und die Füchsin war wieder einmal äußerst mürrisch gelaunt. Jemand wie sie war wohl alles andere erfreut darüber, Packesel für ihren Trainer zu spielen, insbesondere wenn sich dieser "Trainingsausflug" letztendlich für die Katz herausstellte. Wobei dieser Eindruck ihrerseits nun mit Sicherheit falsch war. Lawrence selbst hatte ziemlich viel aus dieser einen Konversation gewonnen, auch wenn man es ihm nicht direkt ansehen mochte.
Jedenfalls wechselten die beiden trotz dessen nicht mehr allzu viele Worte, während sie sich auf den Weg waren. Delilah schien sich auch gar nicht dafür zu interessieren, was letztendlich aus der weißhaarigen jungen Frau geworden war, die sie so sehr verschreckt hatte. Das war allerdings weniger Ignoranz ihrerseits - insgeheim schämte sie sich doch dafür, jemanden durch ihr bloßes Auftreten derart zum Weinen gebracht zu haben und entschloss sich lieber dazu, es zu verdrängen.

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Re: Wendelbergspitze

Beitrag von Tabrisam So Jun 18, 2017 11:34 pm

cf: Route 6

Wenn er das gewusst hätte, hätte er diesen Aufstieg nie gemacht! Okay, nein. Das war gelogen. Selbst wenn Tabris gewusst hätte, was auf ihn zukommt, wäre er wohl zu diesem Ort gekommen. Dafür war seine Neugier einfach viel zu groß und…es war ein verdammt imposanter Anblick, dieser Legende gegenüber zu stehen. Selbst Shinji war am Staunen. Aber mal ehrlich. Er war jetzt seit ein paar Wochen Trainer und dann stand er schon diesem Pokemon gegenüber! Und Tabris musste zugeben, die Mythen und Geschichten über Arceus waren nicht gelogen. Es war atemberaubendes Pokemon.
Und er wäre dieses wohl nie begenet, wenn er vor zwei Wochen einen Trainer namens Eddi nicht getroffen hätte. Auf der 6. Route hatten sie sich getroffen und waren nach einem Trainingskampf weiter nach Panaero City gereist, wo sich ihre Wege schließlich wieder trennten. Zwei Tage waren sie unterwegs gewesen und hatten sich viel unterhalten. Und auch herausgefunden, dass sie viele gemeinsame Interessen hatten. Und darunter fielen auch die verschiedenen Legenden und Mythen der einzelnen Regionen. Auch hatte Tabris erfahren, dass Eddi hinter einer ganz bestimmten Legende her war, nämlich Arceus. Angeblich wollte er dieses sehen und war nun in Einall, um ein gewisses Artefakt zu finden. Die Azurflöte meinte er. Eine Flöte mit der es möglich sei, Arceus herbeizurufen. Was davon stimmte wusste Tabris nicht, aber er wünschte Eddi alles Gute bei seiner Reise und vor allem auch viel Glück. Das würde er wohl brauchen.

Gerade, als Tabris Panaero City aber wieder verlassen wollte, erreichte ihn eine Nachricht von Eddi auf seinem Viso-Caster. Bevor Eddi aufgebrochen war, hatten sie noch ihre Kontaktdaten getauscht und Tabris war in Panaero geblieben. Er wollte sich dort erst noch ein wenig umschauen und ein wenig Pause machen. Seine fehlende Kondition hatte sich bemerkbar gemacht und ein paar Tage Ruhe wären mehr als schön gewesen. Nur eine Woche war er dort geblieben und diese Zeit hatte für Eddi wohl gereicht, das zu bekommen, was er haben wollte. Die Azurflöte. Völlig aufgeregt hatte er dem Grauhaarigen mitgeteilt, dass er nun Arceus rufen könnte und ob Tabris sich das nicht mit anschauen wollte. Natürlich war der Trainer ziemlich überrascht gewesen, was er nun für eine Möglichkeit bekommen würde! Arceus sah man immerhin nicht alle Tage! Auch war er überrascht, dass Eddi noch an ihn gedacht hatte. Aber scheinbar waren sie in den zwei Tagen bessere ‚Freunde‘ geworden, als gedacht. Eddi war kein schlechter Kerl und wollte diesen Anblick wohl teilen. Also sagte Tabris nicht nein und begab sich zum vereinbarten Treffpunkt. Am Wendelberg wollten sie sich treffen, weil man Arceus wohl am besten auf höhergelegenen Orten treffen wollte. Somit stand dem Jungen also ein anstrengender Weg bevor. Einen Berg würde man nicht ohne weiteres erklimmen und Tabris wusste um seine schwächliche Kondition. Wenn ihm das mal keine Steine in den Weg legen würde…
Aber es ging hier um Arceus!
Da müsste man sich auch mal anstrengen.

Wie abgemacht wartete Eddi am Eingang zum Wendelberg und lief Tabris auch schon aufgeregt entgegen, als er ihn erkannte. “Tabris! Los, komm! Wir müssen und beeilen, ich kann es kaum erwarten!“ Wie aufgeregt der braunhaarige Junge war! Aber die Aufregung war ansteckend und Tabris nickte sofort. “Ich bin so weit, lass uns losgehen!“ Er wollte Eddi nicht länger als nötig aufhalten und gemeinsam betraten sie den Wendelberg. Dieses Mal hatte sogar Eddi eine Karte bei sich, die den genauen Weg zum Aufstieg beschrieb. Grinsend musste sich Tabris ein Kommentar über die Orientierung Eddis verkneifen. Er wollte seinen Freund heute nicht verärgern und lief ihn einfach hinterher. Er war erstaunlich ruhig, was Gespräche anging und war voll und ganz auf die Sache mit Arceus fixiert. Leider musste Tabris ihn nach einer geraumen Zeit bitten, Pause zu machen, da es ihm zu schnell voran ging und war erstaunt darüber, wie gereizt Eddi darauf reagierte. Voller Missmut machten sie zwar zusammen Pause, aber es herrschte eine gewisse Kälte. Eddi sprach kein Wort und Tabris war unsicher, ob es wirklich eine so gute Sache gewesen war, sich dem Trainer anzuschließen, um Arceus sehen zu können. Aber vielleicht war Eddi auch einfach viel zu aufgeregt und hatte seine Gefühle deswegen nicht unter Kontrolle. Tabris beschloss, es ihm nicht übel zu nehmen und sich mehr zusammenzureißen.  Er wollte Eddi ja nicht länger als nötig aufhalten. Also riss er sich zusammen und nach einiger Zeit erreichten sie endlich die Spitze. “Woah…Was für ein Ausblick!“ Und was es für einer war! Soweit oben war Tabris noch nie gewesen! Und er musste ehrlich sein. Ein wenig schlotterten ihm ja doch die Knie. So eine Höhe hatte er noch nie erreicht und der Anblick war so schön! Einall war eine so schöne Region!
“Wundervoll, nicht wahr? Und was glaubst du, wie schön es erst wird, wenn wir Arceus hier sehen!“ Eddi war ebenso begeistert wie Tabris. Jauchzend stellte sich der Braunhaarige auf einen Felsbrocken und breitete die Arme aus. “Bald kann mir keiner mehr was!“, rief er laut und lachte dann. Und doch brachten diese Worte den Grauhaarigen zum Nachdenken. Was er damit wohl meinte? Allerdings war er vom Aufstieg ziemlich fertig und ließ sich auf dem Boden nieder. Zügig trank er einige schlücke Wasser aus einer Flasche und war froh, dieses Weg geschafft zu haben.

“Und jetzt? Willst du Arceus wirklich rufen?“ Es war noch immer so…unwirklich, dass es wirklich einen Weg gab, Arceus zu rufen. Aber Eddi nickte sofort und sprang vom Felsen runter. “Klar! Wozu bin ich sonst hier!? Schau. Damit ist es möglich. Das ist die Azurflöte.“ Der Braunhaarige holte ein ziemlich seltsames Ding aus seiner Tasche, welches in einem Tuch eingewickelt war. Gespannt sah Tabris zu, wie Eddi vorsichtig das Tuch löste und eine noch seltsamere Flöte ans Tageslicht kam. “Wenn man darauf die richtige Melodie spielt, erscheint angeblich Arceus! Was ist? Bereit, einer echten Legende gegenüber zu treten?“ Mit funkelnden Augen blickte er direkt in die von Tabris, welcher stumm nickte. Ja! Er war bereit. Er wollte auch diese sagenumwogende Legende sehen, doch bevor Eddi auf der Flöte spielte, entließ Tabris Shinji aus seinem Pokeball, damit es diesen Augenblick miterleben konnte. Shinji gesellte sich zu Panflam und beide Pokemon beobachteten ihre Trainer. Eddi nickte ein letztes Mal, ehe er die Flöte umklammerte und ein weiteres Mal auf den Felsbrocken stieg. “Dann lass uns mal sehen, wie viel Wahrheit in den Sagen steckt!“, sprach er noch, ehe er tief Luft holte und die Flöte ansetzte.

Die Melodie war erschreckend schön. Sie war traurig, voller Hoffnung, aber auch mit einer gewissen Wut begleitet. Tabris war beeindruckt von dem Spiel. Nie hatte er eine solche Melodie gehört und er war erstaunt, wie gut Eddi dies spielen konnte. Immerhin bedarf es auch einige Übung, eine Melodie so erklingen zu lassen. Es war so verdammt beeindruckend!
Tabris wusste nicht, wie lange er gelauscht hatte. Es kam ihn wie zig Stunden vor, dabei waren es nur ein paar wenige Minuten gewesen. Mit einem langen Ton endete die Melodie und Eddi ließ die Flöte wieder sinken. Erwartungsvoll hatte er seinen Blick gen Himmel gerichtet. Sollten die Legenden stimmen, wo würde Arceus auftauchen. Doch…nichts geschah. Unsicher sah sich Tabris um. War… es ein Fehler beim Lied gewesen? Oder stimmte die Legende um die Azurflöte und Arceus nicht? Nach fünf Minuten, in denen nichts geschehen war seufzte Tabris leise. “Es sind immer noch nur Legenden. Man nie mit Gewissheit sagen, wie viel Wahrheit in ihnen ste-“ “Sei Still! Es muss stimmen!“ Schrill hatte Eddi Tabris unterbrochen und erschrocken war dieser zusammengezuckt. Er…hatte es doch nicht böse gemeint! Aber Eddi hatte es offensichtlich so aufgefasst. In seinen Augen glitzerte die Wut und die Frustration, als er vom Felsbrocken stieg und auf Tabris zuschritt. “Ich dachte, du würdest auch an diese Legende glauben! Hast du etwa gedacht, es sei alles nur gelogen!? Warum bist du überhaupt mitgekommen, wenn du nicht daran glaubst?“ Eddi war außer sich vor Wut und schrie den jüngeren Trainer an. Dieser war zu überrascht etwas zu erwidern und wehrte sich nicht, als der Braunhaarige den Jungen gegen die Brist stieß und somit auf den Boden schupste. Unsanft kam Tabris auf dem steinernen Boden auf und japste nach Luft. Aber nicht aus Schmerz, wie Eddi annahm. Denn dieser lachte sofort und behauptete, wie schwach er denn sein konnte, wenn er bei sowas schon Schmerzen litt. Aber Tabris schüttelte nur den Kopf und deutete auf etwas hinter Eddi. Der Anblick hatte ihm die Sprache verschlagen.

Die Legenden waren nicht falsch. Sie steckten voller Wahrheit und dies hatte die Melodie der Azurflöte bewiesen. Während Eddi nur fassungslos auf Tabris herabblickte, blickte dieser an Eddi vorbei. Nein. Da war etwas, das viel mehr Aufmerksamkeit verlangte, als ein aufgebrachter Junge.
Arceus. Es war die Legende höchstpersönlich, die dort vor ihnen im Himmel schwebte. Nun drehte sich auch Eddi um und wich automatisch einen Schritt zurück. Das..konnte doch nicht wahr sein! Aber tatsächlich. Es war wirklich Arceus! Vor Staunen bekam der Braunhaarige seinen Mund gar nicht mehr zu!
Tabris hingegen richtete sich wieder auf, ohne seinen Blick von der Legende zu lösen. Er wollte nicht am Boden kauern, wenn vor ihnen der sozusagene Gott schwebte! Wenn die Legenden wirklich wahr waren, so war dieses Pokemon der Erschaffer allen Lebens! Jetzt, da Tabris diesem Gott gegenüberstand fühlte er sich so klein und schwach wie schon lange nicht mehr. Sein Herz raste und er konnte nicht aussprechen, was er gerade fühlte. Ehrfurcht war aber ganz klar vorhanden. Und vielleicht auch ein wenig Angst. Sie hatten Arceus gerufen, ja. Es hatte wirklich funktioniert! Und nun? Was wollten sie jetzt tun? Der Grauhaarige hatte keinen Plan, was sich Eddi eigentlich dabei gedacht hatte. Man rief doch nicht aus purer Laune heraus eines der mächtigsten Pokemon!

Aber scheinbar hatte sich Eddi schneller gefasst, als Tabris und kramte plötzlich völlig aufgeregt in seiner Tasche herum und…zog einen violetten Pokeball heraus auf dem ein großen „M“ prangte. Tabris‘ Augen wurden groß. Plötzlich verstand er, was Eddi da eigentlich vorhatte! Er kannte diesen Ball aus einem seiner Bücher. Ein Ball, mit dem wirklich jeder Fang gelang! Angeblich ließen sich damit selbst Legenden fangen. Eddi hatte also wirklich vor, Arceus zu fangen. Das…wow. Okay. Damit hatte Tabris wirklich nicht gerechnet! Kein Stück!
Eddi ging einfach an Tabris vorbei und hielt den Meisterball hoch, zeigte ihn Arceus, welches so seelenruhig am Himmel schwebte und auf die beiden Kinder mit ihren Pokemon herabblickte. Es war noch immer ein imposanter Anblick. “Schau es dir an, Arceus! Damit werde ich dich fangen und du kannst nichts dagegen tun! Damit werde ich an deine Macht bekommen und mich an jene rächen, die meiner Familie so viel Unrecht getan haben!“, verkündete Eddi laut und schritt immer weiter auf Arceus zu, wie es denn möglich war. Noch immer rührte sich das legendäre Pokemon nicht und Eddi schien sich so siegessicher zu sein. Mit einem selbstgefälligen Grinsen holte er schließlich aus und zielte mit dem Meisterball auf Arceus.

“Das darfst du nicht tun!“ Nein, das konnte Tabris beim besten Willen nicht zulassen! Es war zwar völliger Wahnsinn, aber Tabris schlug dem Braunhaarigen von hinten den Ball aus der Hand. Es war mehr ein Reflex gewesen, aber Tabris konnte doch nicht zulassen, wie ein normaler Trainer eine solche Legende fangen konnte! Und Arceus konnte sich nicht wehren, wenn es stimmte, dass der Meisterball jegliches Pokemon fangen konnte!
Entgeistert drehte sich Eddi um und blickte Tabris an. Dieser fühlte sich plötzlich noch kleiner, als zu Arceus‘ Erscheinen, entschuldigte sich aber nicht. Stattdessen fasste er ein wenig Mut und verteidigte das Pokemon. “Du kannst dieses Pokemon nicht fangen! Ich weiß nicht, was dir und deiner Familie passiert ist, aber es nicht richtig, Arceus zu fangen um Rache zu üben!“, versuchte er bei Eddi auf Vernunft zu treffen, doch das war wohl vergeblich. Hasserfüllt stieß er Tabris von sich und dieser taumelte einige Schritte rückwärts. Allerdings blieb er dieses Mal auf den Beinen und landete nicht wieder auf dem Boden.
“Dir wird ich’s zeigen, du kleiner Verräter! Ich dachte, du verstehst mich! Panflam!“ Erschrocken zuckte Tabris unter der Wut Eddis zusammen. Was war nur in ihn gefahren!? Langsam wünschte Tabris sich, Arceus würde wieder verschwinden. So imposant und ehrfürchtig dieser Anblick auch war, aber er wollte nicht, dass Eddi noch einmal die Chance bekam, Arceus zu fangen. Der Meisterball lag nämlich leider in der Nähe des Trainers und Tabris stand nun einem aufgebrachten Panflam gegenüber. Aber nicht für lange, denn auch Shinji mischte sich ein und das Serpifeu stellte sich verteidigend vor seinem Trainer. “Was willst du mit deinem lächerlichen Serpifeu schon ausrichten? Gegen Panflam habt ihr keine Chance! Du hast den letzten Kampf schon verloren!“
Lächerlich? Zugegeben, dies reizte Tabris dann schon ein wenig. Er mochte es nicht, wenn man auf seine Partner rumhackte. “Das mag sein, aber ich werde alles daran setzen, dass du Arceus nicht fangen wirst. Silberblick, Shinji!“ Und das war ein Versprechen! Eine Legende gehörte doch nicht eingesperrt.

“Leere Worte. Flammenrad, Panflam. Bring es schnell zu Ende!“ Der Kampf ging also los und Panflam hüllte sich sofort in den Flammen ein. Mit einer nicht zu verachtenden Geschwindigkeit raste es auf Serpifeu zu, welches auf Befehl seines Trainers aber noch rechtzeitig ausweichen konnte. Aber mehr als Ausweichen konnten sie gerade nicht tun, denn Eddi gab Panflam immer wieder den Befehl zum Flammenrad und Tabris wollte tunlichst vermeiden, dass Shinji von dieser Attacke getroffen wurde. Dann waren es wirklich leere Worte gewesen! Aber Tabris verstand auch nicht, warum Arceus nicht einfach verschwand! Es hatte doch gehört, was Eddi vor hatte!
Der Kampf ging weiter und man merkte, wie die Geschwindigkeit, wie auch die Power der Flammen Panflams nachließen. War es etwa schon aus der Puste? “Tackle, schnell!“ Sie mussten den Moment ausnutzen, in der Panflam nach Luft schnappte und tatsächlich. Es hatte gewirkt und die Attacke traf! Allerdings war Eddi sofort wieder sauer und trieb sein Pokemon zum äußersten an. Dieses Mal war Shinji aber nicht schnell genug wegekommen und musste die Flammen über sich ergehen lassen. “Shinji“ Doch das Serpifeu war noch nicht am Ende. Eher funkelte der Siegeswille in seinen Augen und es versuchte sich an alles aus dem Training zu erinnern. Er durfte hier nicht verlieren! Nein, auch Shinji hatte den Entschluss gefasst, diesen Kampf hier zu gewinnen!
Wieder raste das bereits geschwächte Panflam auf Shinji mit dem Flammenrad zu und Tabris bat ihn, doch auszuweichen. Aber Shinji blieb wo er war und wartete auf den passenden Moment. Schließlich sprang es in hoch und rotierte mit dem kleinem Schweif. Ein grüner Wirbel entstand und einzelne Blätter bildeten sich im Sturm. Diesen Wirbel schickte Serpifeu dem Panflam entgegen, welches nicht ausweichen konnte. Mochte sein, dass die Flammen ein wenig Schutz boten, aber die Attacke hatte gesessen. So wie Panflam im ersten Kampf den Angriff Serpifeus ausnutzte, tat es nun Shinji. Und das, mit der neuen Attacke, für die sie so viel trainiert hatten!
Erstaunt sah Tabris zu, wie Shinji die Attacke gebildet hatte und den Kampf somit für sich entschied.  Besiegt lag Panflam am Boden und beide Trainer blickten erschrocken auf das Ende des Kampfes. Diesen hatte Tabris gewonnen.

“Ich werde Arceus trotzdem fangen!“, schrie Eddi und langte nach dem Meisterball, welcher auf dem Boden lag. Tabris wollte schon loshechten, um dies zu verhindern, doch endlich mischte sich auch Arceus ein. Wobei sich der Grauhaarige im Endeffekt wünschte, es hätte es nicht getan. Mit welcher Attacke auch immer griff dieses Pokemon tatsächlich die beiden Kinder auf dem Berg an. Eine helle Sphäre bildete sich auf der Stirn der Legende und wurde in den Himmel geschickt, wo sie schließlich in mehrere Einzelteile zerbarst und auf die Spitze des Wendelbergs regnete. Im Nachhinein war sich Tabris sicher, dass Arceus sich mächtig zurückgenommen hatte und es mehr als Warnung gelten sollte. Sonst wäre der Angriff nicht so glimpflich ausgefallen. Nunja. Es war schon ein gewaltiger Schock. Felsbrocken zersprangen und intuitiv hielt sich Tabris die Arme schützend über den Kopf. Ein Schrei ließ ihn aber aufblicken und sofort suchte er nach Eddi, konnte ihn aber nicht finden. Nunja. Eine Hand konnte er sehr wohl entdecken, welche sich mit ziemlicher Mühe an einem Felsvorsprung festhielt. Ohne nachzudenken lief Tabris augenblicklich hin und erkannte, dass Eddi im Begriff war, vom Berg zu stürzen. Trotz allem, was vorgefallen war griff der Grauhaarige sofort nach dem anderen Trainer und musste ziemlich Kraft aufbringen um ihn wieder hochzuziehen. Es würde für den Braunhaarigen deutlich schlecht ausgehen, würde er fallen!
Auch wenn Eddi es dem Trainer wahrlich nicht einfach machte.
“Warum tust du das!? Lass das! Du fällst nachher nur selber!“ Kraft zum Antworten hatte Tabris aber nicht übrig. Er war so schon körperlich eine Niete, da war es eine mächtige Herausforderung Eddi wieder hochzuziehen. Schließlich schaffte er es mit der Hilfe Shinjis und Eddi war wieder in Sicherheit. Zittrig holte Tabris Luft und war sich sicher, dass er diesen Tag nicht mehr so schnell vergessen würde. Das war das reinste Abenteuer! Auch Eddi lag neben ihn auf den Steinen und japste nach Luft. “Glaubst du…das ich Arceus jetzt ziehen lasse? Ich werde es trotzdem fa-“ “Nein, wirst du nicht!“ Dieses Mal unterbrach Tabris Eddi und erhob sich. Auch wenn es deutliche Anstrengung kostete. Der Meisterball war weg. Jedenfalls konnte der Trainer ihn nirgends finden. Wahrscheinlich hatte der Angriff von Arceus ihn vom Berg geschleudert. Dieses hatte sich auch wieder beruhigt und schwebte wieder im Himmel, da wo er vor kurzer Zeit auch aufgetaucht war. Worauf wartete das Pokemon!? Tabris hatte keine Ahnung.

Eddi hingegen war nun auch ziemlich fertig mit den Nerven und erkannte, in was für ein Schlammassel er sie da geritten hatte. Konnten sie hier jetzt einfach abhauen? Wahrscheinlich nicht. Zittrig sank Eddi auf die Knie nieder und erntete einen erstaunten Blick seitens Tabris. Was war denn jetzt los? “Du verstehst gar nichts!“, schrie er und deutet auf Arceus. “Dieses Pokemon hätte mir helfen können, diese Idioten zu finden, die die Pokemon meiner Eltern mitgenommen hatten! Mein Vater wurde schwer verletzt, als er sie retten wollte! Nur Panflam blieb, weil der Pokeball zu gut versteckt war! Ich will sie rächen! Und Arceus sollte helfen!“ Darum ging es also. Es war nicht ganz unnormal, dass es Verbrecherbanden gab, die andere Pokemon stahlen. Tabris konnte das handeln des Jungen durchaus verstehen, aber es entschuldigte trotzdem nicht, dass er eine Legende dazu zwingen wollte, es böses zu tun. Denn Rache war etwas schlechtes. “Aber Panflam ist doch nicht schwach! Wenn du es trainierst kann es stärker werden! Und wozu gibt es Polizisten, wenn du sie nicht um hilfe bittest? Rache ist nicht gut. So wirst du die Pokemon deiner Eltern nicht wiederbekommen.“ Oder vielleicht doch? Tabris hatte keine Ahnung. Er hatte zu wenig Erfahrung, wie das Ganze lief. Er war immer nur Zuhause gewesen, wo er gut behütet gewesen war. Er war erst vor kurzem in Kontakt mit Pokemon gekommen, er konnte sich Eddis Situation nicht vorstellen. Und wollte es auch gar nicht. Aber es half nichts. Arceus konnte er deswegen nicht fangen! Und da würde Tabris eisern bleiben.

Eddi seufzte und ließ kraftlos die Arme sinken. “Vielleicht hast du Recht. Vielleicht war es nicht der einfachste Weg. Vielleicht ja doch. Ich habe keine Ahnung.“ “Du bist doch mit deinem Onkel hier. Warum fragst du ihn nicht um Hilfe?“ Doch Eddi schüttelte nur den Kopf. “Der weiß von nichts. Ich hatte ihn nichts erzählt. Er glaubt, ich bin hier um stärker zu werden. Aber vielleicht…werde ich ihn einweihen. Dann kann er besser helfen!“ Das klang doch nach einem Plan! Wenn auch nach einem sehr sporadischen. Aber nichtsdestotrotz…
“Was…machen wir jetzt mit…eh…du weißt schon.“ Arceus? Gute Frage. Tabris fühlte sich unter dem Blick der Legende sichtlich unwohl und beide Jungs schreckten zurück, als Arceus näher kam und schließlich auf dem Berg landete. Nun stand das Pokemon in seiner vollen Größe vor ihnen und Tabris musste ja doch genervt schnauben, als Eddi hinter seinem Rücken Schutz suchte. Er war doch derjenige gewesen, der dieses Pokemon gerufen hatte! Konnte ja keiner Ahnen, wozu das führte!
Mit seinem Bein kickte das Pokemon sanft gegen einen runden Stein, welcher vor Tabris‘ Füße rollte. Kurz war er verwirrt, bis er die violette Färbung unter dem Staub erkannte und den Meisterball aufhob. Als der Grauhaarige den Ball an Eddi weitergeben wollte, ertönte ein verärgerter Laut von Arceus, welcher wieder beide Kinder zusammenzucken ließ. “Ich glaube, es will, dass du den Ball behälst.“, flüsterte Eddi. Dieser hatte nun wohl gehörig die Hosen voll. Also deutete Tabris an, denn Ball in seine Tasche zu stecken, doch wieder ertönte der Laut des Pokemon. Und Tabris hatte absolut keine Ahnung, was Arceus nun wollte. Er konnte hier ja nicht weiter blöd rumstehen, mit dem Meisterball in der Hand! Das bemerkte auch Arceus, welches nun wieder einen Laut erklingen ließ, welcher ein wenig ungeduldig klang. “Will…es vielleicht, dass du es…öh…fängst?“, flüsterte Eddi wieder, doch Tabris schüttelte nur den Kopf. “Quatsch! Man fängt legendäre Pokemon nicht!“, antwortete Tabris, wurde nun aber von eben diesem Pokemon unterbrochen, welches nun einen zustimmenden Laut gegeben hatte und beide Kinder starrten ziemlich entgeistert zur Legende auf. “Du willst, dass ich dich fange!?“ Jep. Die Unsicherheit hörte man Tabris deutlich an, doch Arceus schien nun genug zu haben und tippte nun von selbst gegen den Ball in der Hand des Jungen. Als sich Arceus bewegte, erhöhte sie der Druck auf den Schultern des Jungen. Eddi hatte wirklich einen starken Griff!

Aber das bedarf keiner Aufmerksamkeit. Beide Kinder starrten auf den Meisterball, gegen welchen Arceus ‚getippt‘ hatte und ihn dadurch geöffnet hatte. Der rote Strahl sog das riesige Pokemon ein und der Ball schloss sich wieder. Noch immer völlig entgeistert und auch überrascht blickten beide auf den Ball, welcher ruhig in der Hand des Grauhaarigen hin und her ruckte. Schließlich das bekannte Geräusch sagte ihnen, dass der Fang abgeschlossen war. “Du…hast mal eben Arceus dazu gebracht, sich dir anzuschließen. Und das, obwohl du so fest davon überzeugt warst, dass Legenden nicht gefangen werden sollen.“ Schweigen folgte, ehe Eddi loslachte. “Du bist mir einer! Ohman. Was wohl gewesen wäre, wenn ich dich nicht angesprochen hätte, hm? Hier. Nimm das. Oh und die Flöte vergiss auch nicht. Arceus gehört jetzt dir, da hab ich keine Verwendung mehr für.“ Noch immer sprachlos stand Tabris auf dem Berg und beobachtete Eddi dabei, wie er die Azurflöte aufnahm und eine dunkle Tafel aus seiner Tasche nahm. Dieses reichte er schließlich Tabris, welcher es irritiert annahm. “Die Tafel gibst du Arceus. Damit wird es zum Unlicht Typen. Und die Flöte…behalte sie als Andenken, an dieses Abenteuer.“ “Danke…“, presste Tabris hervor, der es nicht wirklich fassen konnte, was sich hier gerade abspielte. Selbst Shinji stand mit einem irritierten Blick neben seinen Trainer. Eddi hingegen ließ dann kurz den Kopf hängen. “Sei so gut und verlasse den Berg als erstes. Ich denke nicht, dass es so gut ist, wenn wir gemeinsam den Abstieg wagen. Immerhin hast du das, was ich eigentlich haben wollte. Und eigentlich noch immer haben will. Es ist gerade wohl mehr der Schock, dass ich das alles im Moment nicht mehr will. Sieh also zu, dass du schleunigst von hier verschwindest. Und…pass gut auf Arceus auf. Es passiert nicht alle Tage, dass sich man eine Legende bekommt“ Wieder ein Nicken von Tabris, dann schon Eddi ihn Richtung Abstieg. “Jetzt lass dich nicht bitten und verschwinde endlich! Mach’s gut, pass auf dein Team auf, vielleicht sieht man sich irgendwann wieder!“

“Ja. Mach’s gut, Eddi. Viel Glück noch! Bei allem!“, rief Tabris noch, eher er den Wunsch des anderen Trainers befolgte und wieder im Inneren des Berges verschwand. Er war Müde und erschöpft. Aber er würde den Wunsch des Trainers nachkommen und verschwinden, sodass sich ihre Wege nicht noch einmal treffen würden. Und es war immer noch so unfassbar, was sich da oben ereignet hatte. Der Abstieg ging schneller als gedachte. Aber vielleicht lag es auch daran, dass Tabris völlig in Gedanken versunken war. Noch immer hielt er den Meisterball mit Arceus in seinen Händen. Einfach um sicher zu gehen, dass er nicht aus der Tasche fallen würde. Shinji folgte ihm schweigend. Und erst jetzt wurde dem jungen Trainer wirklich bewusst, dass Shinji endlich die Attacke geschafft hatte, auf die sie so lange hingearbeitet hatten! Endlich schaffte Shinji es, Grasmixer einzusetzen! Der Tag war im Grunde ein voller Erfolg gewesen.
Nunja. Fast.
Denn immerhin war Tabris nun um einen Freund weniger. Allerdings auch wieder reicher. Er hoffte für Eddi nur das Beste und dass er die Pokemon seiner Eltern wieder bekommen würde. Sein Onkel könnte ihm bestimmt helfen. Er musste einfach! “Weißt du Shinji? Hiernach brauchen wir erst einmal eine Pause. Und ich glaube, wir müssen Majara von hiervon unbedingt erzählen.“
cf: ???
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Re: Wendelbergspitze

Beitrag von Lawrenceam Mi Jun 21, 2017 3:11 am


Lawrence all alone
 

#147

[cf: Wendelberg - Bergmitte]

"Hahaha... ahahaha..." Es erstaunte Lawrence selbst, dass ihm in dieser Situation überhaupt nach Lachen zumute war. Seine Hände tief in seiner Kleidung vergraben schritt er gebeugt voran, in dem verzweifelten Versuch, sich warmzuhalten. Der Wind peitschte ihm um die Ohren und gab ihm das Gefühl, als würde er mit jeder Böe ein Stück tiefer in sein Fleisch schneiden. Schon so oft genug hatte er sich gewünscht, dass er seine Existenz einfach beenden und ausradieren könnte, doch in keinem Moment hatte er das so sehr getan wie in diesem. "Warum zur Hölle tue ich mir das an...", fluchte er daher unter zusammengeknirschten Zähnen und versuchte, das Zittern seines Körpers auszublenden. Wie bescheuert war er eigentlich? Er konnte keinen Meter weit sehen und bekam nur aus dem Augenwinkel die zögernden Bewegungen seiner Pokémon mit, die sicherlich ebenfalls unter dem Sturm zu leiden hatten. Insbesondere Sentiment, der von Natur aus keine weitere Möglichkeit besaß, sich in irgendeiner Weise zu wärmen.
Was versprach er sich von alldem? Wie sollte er in diesem Sturm ein einziges Fukano finden? Fragen, auf die er keine Antwort hatte. Es war wie vor einigen Wochen, als er in dieses brennende Gebäude gerannt war. Als würde er sich erhoffen, etwas ganz anderes auf diesem Weg zu finden.
Sein Körper zitterrte, letztendlich musste er einmal stark husten und hielt inne. Aus diesem Grund konnte er gerade knapp aus dem Augenwinkel erkennen, dass sein Vulnona sich schon wieder verselbständigte und eine komplett andere Richtung einschlug. "Astra...?!", keuchte der Schwarzhaarige daraufhin panisch hervor. Wer wusste schon, was im Kopf dieses Pokémon vor sich ging! Eines war jedoch sicher, er konnte nun nicht das einzige Feuerpokémon verlieren, das er aktuell bei sich hatte. Das würde ansonsten alles andere als gut für ihn ausgehen. Er versuchte seinem Vulnona zu folgen, doch der Wind ließ ihn von seinem Pfad taumeln und eine andere Richtung einschlagen.
Auf einmal spürte er, wie seine Füße nicht länger festen Boden berührten. Sein Körper neigte sich zur Seite und er fiel in die Tiefe, die Situation geschah so plötzlich, er konnte nicht einmal schreien. Sein Rücken kam hart auf und der Aufprall stieß mit einem Mal sämtliche Luft aus seinen Lungen. Keuchend rang er nach der eisigen Luft und krümmte sich angesichts des dumpfen Schmerzes, der nun seinen Körper durchzog. Er konnte sich bewegen, doch es tat fürchterlich weh. Wie tief war er gefallen?
Er durfte allerdings auf keinen Fall auf diesem eisigen Grund liegen bleiben! Stöhnend drehte er sich auf seinen Bauch und versuchte sich abzustoßen. Seine Glieder waren jedoch dermaßen taub und schwer geworden, er spürte nicht einmal mehr den Schnee unter seinen Händen, seine Gesten waren von einem heftigen Zittern untermalt. Das Keuchen, das Lawrence in diesem Moment ausstieß, glich nun vielmehr einem kläglichen Jammern. Er musste aufstehen. Er musste weitergehen. So wollte er keinesfalls verenden. Die Verzweiflung trieb ihn dazu, ein letztes Mal seinen Kopf in die Höhe zu reßen, doch sein Fuß strauchelte und er landete mit dem Gesicht nach vorne erneut auf dem eisigen Grund. Seine Augenlider wurden schwer, nicht nur wollte sein Körper sich nicht mehr vernünftig bewegen, er war einfach unfassbar müde. Es half nichts. Es hatte einfach keinen Sinn.
Allmählich schlossen sich seine Augen, seine Sicht wurde schwarz. Das Tosen des Sturmes war in seinen Ohren zu einem dumpfen Rauschen verkommen. Letztendlich würde das wohl die einzige Option sein, dieser Situation zu entkommen. Er wollte einfach nur noch weg von diesem Ort...

"Wenn du jetzt einschläfst, wirst du nie wieder aufwachen."

Diese Stimme, die in seinen Gedanken widerhallte, war nicht seine eigene. Ein merkwürdiges Gefühl ergriff Lawrence, das er nicht weiter definieren konnte. Er war es gewohnt, sich selbst in Gedanken niederzumachen, als würde eine zweite Person zu ihm sprechen. Doch dieses Mal war es anders. Zusätzlich dazu mischte sich der sanfte Klang der Klarglocke, die er an seiner Hüfte festgebunden hatte und nun plötzlich dem Tosen des Sturmes zu trotzen schien.
Er ballte die Hände vor seinem Kopf zu Fäusten und versuchte noch einmal, sich von dem kalten Grund zu erheben. Er wollte seine Augenlider öffnen, doch sie waren wie verklebt. Er konnte sie mit aller Macht nur sachte heben und selbst dann erschien ihm die Umgebung sogar durch seine verschobenen Brillengläser hindurch äußerst verschwommen. Was er jedoch erkennen konnte, war eine blasse Gestalt, beinahe komplett in weiß gehüllt. Sie glich fast schon einer Silhouette. Es schien ihm so, als würde sie zu ihm hinabblicken. Seine Augen fielen wieder zu, er blinzelte. Als er seine Lider ein weiteres Mal hob, schien es ihm, als hätte sich diese Gestalt plötzlich ein ganzes Stück von ihm entfernt, mit einem fast schon auffordernden Lächeln. Er kannte diese Frisur, deren Strähnen stets die linke Hälfte des Gesichts überdeckten...
"...Sache... verell...", raunte Lawrence schwach hervor und hob mit letzter Kraft seinen linken Arm, als würde er eine Hand ergreifen wollen. Seine Lippen brachten es in deutlicher Langsamkeit gerade noch zustande, das Wort "Hilfe" zu formen, ehe sein Körper mit einem Mal erschlaffte und zu Boden sackte.
Sein Arm erreichte jedoch nicht den eisigen Grund. Statt vollends in sich zusammenzusacken, stützte sich sein Arm plötzlich auf etwas weiches, warmes, das mit aller Macht versuchte, ihn nach oben zu ziehen. Lawrence reagierte und umfasste mit seiner Hand das Fell dieses Wesens. Letztendlich schaffte er es noch einmal, seine Augenlider zu öffnen und erkannte nun klar, wer direkt neben ihm kniete. "Sentiment...!", keuchte er nun hervor, weitaus lebhafter, als wäre er plötzlich aus seiner Trance gerissen worden. Mit einem Mal kehrte sein Lebensgeist in ihn zurück und er schaffte es, einigermaßen wieder auf die Beine die Beine zu kommen. Er war jedoch nach wie vor auf die Stütze von Sacheverells Pokémon angewiesen, das ihn entschlossen beäugte. Es schien ihn auf keinen Fall verlieren zu wollen.
"Du bist wirklich... haha...", versuchte der Arenaleiter hervorzubringen und dabei stark zu klingen, erreichte damit jedoch so ziemlich das Gegenteil. "...unmöglich... genau wie er..." Melancholisch schloss er ein weiteres Mal seine Augen, sich darauf gefasst machend, nun weiter zu gehen.

Plötzlich durchschnitt jedoch ein grelles Rufen das Tosen des Sturmes. Es war derart kräftig, dass es den Körper Lawrence' bis ins Mark erschütterte und ihn seine Augen abrupt aufreißen ließ. Mit einem Mal ließen die Winde ein wenig nach, als würden sie diesem Ruf folge leisten, und ermöglichten es dem Schwarzhaarigen, sich nach der Quelle dieses Rufens umzusehen. Letztendlich wandte er seine Augen nach oben... und erblickte etwas, das er in seinen kühnsten Träumen nicht für wahr gehalten hätte.
Ein goldener Schleier zog sich über den Horizont hinweg, dessen Schweif in den Farben des Regenbogens glänzte. Er durchtrennte die Sturmwolken, um einen Pfad aus Mondlicht zu ebnen und schien die Spitze des Wendelbergs anzusteuern. Es schien dem Arenaleiter, als wäre in diesem Augenblick sein Herz stehen geblieben. Er kannte dieses golden glänzende Gefieder, diese majestätische Bewegung dieser gebogenen Schwingen... er hatte schon zu viele Abbildungen dieses Wesens bewundert, um sich nun zu irren. Dennoch war der leibhaftige Anblick weitaus atemberaubender, als es jedes Kunstwerk hätte sein können.
"Ho-Oh...", murmelte Lawrence mit weit geöffneten Augen, in denen sich der Glanz des Himmels widerspiegelte, seine Stimme bebte vor Ehrfurcht. Mit einem Mal konnte er sein Herz nun umso deutlicher in seiner Brust schlagen spüren. Es war nicht nur Aufregung. Eine Empfindung war gefunden worden, die er schon seit langer Zeit verloren geglaubt hatte. Hoffnung. Ihm war ein Ziel in Erinnerung gerufen worden, das er in all seiner Besessenheit über seinen Aufenthaltsgrund in Einall vollkommen vergessen hatte. Nun schien es, als wäre tatsächlich etwas in ihn zurückgekehrt, das ihn vor zwei Jahren noch ausgemacht hatte.
"Sentiment! Der Gipfel!", wies er das Unlichtpokémon entschlossen an, das bei diesem Anblick ebenso große Ehrfurcht zeigte wie sein Trainer. Es teilte seine Entschlossenheit jedoch und abrupt schnellten seine schwarzen Klauen voran, um den Berg zu erklimmen. Lawrence hatte nun beide seiner Hände tief im Fell seines Begleiters verankert und gab sich alle Mühe, mit seinem Tempo mitzuhalten.

Es war ein mühsamer Weg gewesen. Je weiter sie sich dem Gipfel genähert hatten, umso heller war ihre Umgebung geworden. Der Schnee peitschte ihnen jedoch nach wie vor unablässig entgegen, als würde es von seinem Stolz abhängen, ihnen ein würdiges Hindernis zu bieten.
Letztendlich überschritt der Arenaleiter jedoch die Schwelle zu dem Plateau, das den Gipfel des Wendelbergs bildete. Jener Ort, an dem er schon so oft trainiert hatte, der ihm in diesem Augenblick allerdings so fremd erschien wie kein anderer Ort Einalls. Der goldene Schleier segelte über ihn hinweg und Lawrence fiel auf seine Knie, eingenommen von dem Schauspiel, das sich ihm bot. Der lange Hals dieses majestätischen Vogels bog sich in seine Richtung und die rot glänzenden Augen dieses Wesens musterten seine Gestalt eindringlich, ehe es plötzlich das erblickte, was es gesucht zu haben schien. Mit einem Schwung seiner Flügel löste sich der goldene Glanz um seine Erscheinung herum auf und er landete sanft auf dem Grund unter ihm, die Erscheinung dieses Menschen eindringlich musternd, der derart ehrfürchtig zu ihm aufsah. Es bedurfte jedoch nur eines kurzen Blickes hinter die Gläser dieser Brille um zu erkennen, dass trotz dieses hoffnungsvollen Glanzes, der seine Iriden ausfüllte, ein Mensch hinter diesen Seelenspiegeln lag wie jeder andere auch. Zerfressen von Korruption und Begierden. Er mochte zwar die Klarglocke bei sich tragen, doch dieses Symbol alleine bestätigte nicht das, was Ho-Oh all diese Jahrzehnte lang in der Menschheit gesucht hatte.
Lawrence wurde dieser Umstand abrupt klar, als der rote Phönix seine Schwingen erneut ausbreitete und sich mit einem Stoß wieder in die Luft beförderte, der den Schwarzhaarigen beinahe von seinen Knien gefegt hätte. Fassungslos stützte er sich jedoch im letzten Moment ab. Nein! So durfte es nicht enden!
"W-warte...!"
Vollkommen unvorbereitet wurde das legendäre Pokémon von einem gewaltigen Feuerstoß von der Seite attackiert und taumelte wieder zu Boden. Es schien unbeeindruckt von der Attacke zu sein, doch der Überraschungseffekt war stark genug gewesen, um es am Abflug zu hindern. Lawrence konnte seinen Blick nur entsetzt der eigentlichen Quelle dieses Angriffs zuwenden. Astra stand unweit von ihm entfernt, ihre Schnauze stolz gehoben und dem legendären Pokémon lediglich einen verachtenden Blick zuwerfend. Abrupt zog sich im Inneren des Arenaleiters etwas zusammen, als sie zu einem weiteren Inferno-Angriff ansetzte. "Stopp! Das darfst du nicht!", schrie er seinem Pokémon verzweifelt entgegen, doch das schien das Vulnona nicht zu kümmern. Es bombardierte Ho-Oh mit weiteren Feuersalven, die der Vogel mit seinen Flügeln abzuschirmen wusste, ehe es diese erneut ausbreitete. Die Funken der abgeblockten Attacken schossen durch die Luft und erneut ließ der Phönix einen grellen Schrei ertönen, der dieses Mal eine deutliche Warnung darstellte. Sowohl an das Pokémon... als auch an den Menschen, der zu ihm gehörte.

Von der Frustration übermannt konnte Lawrence daraufhin nicht anders, als seine Hände zu Fäusten zu ballen und den Boden anzustieren. Sein Ziel war es gewesen, bestimmte Worte an Ho-Oh zu richten. Es von seiner Meinung über sein Handeln zu überzeugen. Doch so, wie sich diese Legende in diesem Augenblick verhielt, schien es offensichtlich, dass sie ihm kein Gehör schenken würde. Erst recht nicht, nachdem sie attackiert worden war.
Während Sentiment vor der bedrohlichen Haltung Ho-Ohs zurüvkwich, trat Astra hervor, direkt in das Blickfeld ihres Trainers. Den roten Augen des Vulnona war nach wie vor die Verachtung zu entnehmen, die es dem Vogel entgegebrachte. Mit einem Mal löste sich die Anspannung des Schwarzhaarigen wieder, als ihm klar wurde, was sein Pokémon mit diesem durchtriebenen Grinsen um seine Schnauze herum andeuten wollte. Astra war schließlich über 580 Jahre alt. Es stand außer Frage, dass sie das Niederbrennen des Zinnturmes wohl mit eigenen Augen gesehen hatte...
"Richtig...", murmelte daraufhin schwach hervor, als ihn die Meinung des fuchsartigen Wesens vereinnahmte. Seine Lider senkten sich, um einen leeren Blick zu formen. Schlussendlich sah er auf, dem legendären Vogel direkt in die Augen sehend. Seine Stimme hatte wieder an Kraft gewonnen, doch der Ton war ominös, er verkündete Unheil.

"Trotz allem... ist es immer noch ein Pokémon. Wie jedes andere auch."

Es waren nicht die bloßen Worte, die Ho-Oh empört seine Augen weiten ließen. Es war allein der Tonfall an sich. Diese menschliche Überheblichkeit, die schon damals erklungen war, als der erste Stein gegriffen und nach ihm geworfen worden war. Die Menschen mochten es fürchten und verehren, doch gleichzeitig gab es nichs anderes, was sie mehr verehrten, als sich selbst.
Es war für Lawrence allerdings offensichtlich... wenn Ho-Oh ihm nicht zuhören wollte, dann würde er es dazu bringen, ihm zuzuhören. mit welchen Mitteln auch immer. Letzten Endes ließ sich doch jedes Pokémon fangen, solange man es nur ausreichend schwächte.
"Astra, Inferno!"
Sein Befehl durchschnitt die Luft und das Vulnona spie erneut eine starke Feuersalve hervor, der sich das legendäre Pokémon jedoch ohne mit der Wimper zu zucken entgegenstellte. Es ließ diesen Angriff über sich ergehen und auch wenn es deutlich wurde, dass es nach so vielen Inferno-Angriffen doch allmählich an Ausdauer verlor, hielt es nach wie vor souverän seine Stellung.
Dann folgte der Rückschlag.
Majestätisch breitete der Phönix seine Flügel aus und Flammen schossen um ihn herum hervor, die sich keilförmig nach vorne ausbreiteten, um seine Kontrahenten nicht zu treffen, sondern sie stattdessen einzukesseln. Ein golden leuchtendes Läuterfeuer. Diese gewaltige Hitze ließ Lawrence und Sentiment abrupt zurückweichen und mit einem Mal zersprang sein rechtes Brillenglas, ein deutlicher Riss zierte nun sein Sichtfeld.
Das Unlichtpokémon sah seinen Trainer nun entsetzt an. Was auch immer von ihm Besitz ergriffen hatte, er sollte gefälligst wieder zu Sinnen kommen! Doch selbst nachdem dieser gewaltige Feuerstoß verebbt war, aus dem verzerrten Blick des Schwarzhaarigen war der Kampfeswille kein Stück gewichen. Im Gegenteil, es schien ihm nur weiter entfacht zu haben.
Astra sah dies als ein Zeichen zu handeln und attackierte Ho-Oh mit Bürde. Auch wenn Sentiment mit den Aktionen seines Trainers nicht im geringsten einverstanden war, er konnte nicht zulassen, dass das legendäre Pokémon sie nun aus schierer Wut vom Gipfel fegte und bereitete daher einen Klingensturm vor. Erneut steckte Ho-Oh den Angriff des Vulnonas ein und schrie auf, während es seinen Körper in gleißendes, blaues Licht hüllte. Unterdessen schleuderte das Absol ihm den Klingensturm entgegen. Die Windsichel landeten einen Volltreffer, doch statt den legendären Vogel auch nur zusammenzucken zu lassen, war er nun komplett in blaue Flammen gehüllt, erhob sich mit einem kräftigen Flügelschlag in die Luft und fuhr mit gespreizten Flügeln auf die Pokémon hinab. Der Himmelsfeger war mächtig genug, um sie beide beiseite zu schleudern und ohnmächtig werden zu lassen.

"Ah...!"
Übrig blieb Lawrence, der diese Attacke nur teilnahmslos beobachten konnte. Geschockt starrte er den Phönix an, der ihm aktuell den Rücken zugewandt hatte. Nun blieb ihm keine andere Wahl. Er musste versuchen, ihn zu fangen! Doch direkt in dem Augenblick, in dem er in die Tasche griff, die er bei sich trug, wurde ihm leider viel zu spät etwas klar. Moment... die gehört gar nicht mir, schoss es ihm durch seine Gedanken und er musste seinen Blick daraufhin wieder seinem Ziel entgegenrichten. Ho-Oh hatte ihm über einen Flügelansatz hinweg einen geradezu stechenden Blick zugeworfen, der von Verachtung geradezu erfüllt war. Eingeschüchtert wich der Arenaleiter mehrere stolpernde Schritte zurück, schaffte es jedoch, innerhalb der Tasche einen Hyperball zu fassen zu bekommen und warf ihn nach seinem Ziel. Ho-Oh erkannte dieses Gerät jedoch und wandte sich abrupt um, während es dabei eine Welle aus Psi-Energie entfesselte. Der Sondersensor ließ den Ball zersplittern, was den Arenaleiter letztendlich hilflos dastehen ließ. Er wich weiterhin zurück. Die nackte Angst stand ihm ins Gesicht geschrieben, gemischt mit Reue.
Doch dieser Anblick trübte den richtenden Blick des legendären Pokémon nicht. Bedrohlich öffnete es seinen Schnabel, weitere goldgelbe Flammen züngelten aus ihm hervor. Kurz darauf entfesselte es ein weiteres gezieltes Läuterfeuer gegen diesen vermessenen Mann.
"AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH...!"
Ein erschütternder Schmerzensschrei durchschnitt die Atmosphäre des Wendelbergs und Lawrence fiel zu Boden, wo er sich wand wie ein Wurm im Dreck. Das Feuer hatte lediglich seine linke Schulter gestreift, doch es war dermaßen heiß gewesen, sodass es ihm eine massive Verbrennung zugefügt hatte. Winselnd lag er nun im angetauten Schnee, Tränen und Speichel liefen sein Gesicht hinab. Es brannte. Es brannte so fürchterlich.
Dabei blieb es jedoch nicht. Plötzlich spürte er einen Druck auf seiner Brust, der ihn in den Schnee presste. Ho-Oh hatte sich wortwörtlich über ihn gestellt. Mit seinen Klauen hielt es seinen gesamten Oberkörper umfasst und sah von oben ohne Gnade auf ihn hinab. Es drückte ihn weiter in den Schnee, die Luft wurde ihm regelrecht abgeschnitten.
"Gh...!" Flehend sah der Arenaleiter zu dem ihm überlegenen Wesen auf. Obwohl sein Körper inzwischen zu schwach wurde, versuche er Worte mit seinem Mund zu folgen. Seine Stimme verließ kaum seine Kehle.
"Ich... e-es...", keuchte er hervor, während sein Körper sich dem Druck des gewaltigen Vogels beugte, "bitte... hör mir z-zu... bitte..." Ein drückendes Gefühl machte sich in seinem Kopf breit, es flimmerte vor seinen Augen. Er war kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren.
Plötzlich wurde der Druck jedoch von ihm genommen. Ho-Oh hatte seine Klaue wieder angehoben, abrupt füllten sich seine Lungen wieder mit Luft, deren kalte Natur tief in seinen Körper schnitt. Das spielte jedoch keine Rolle. Er war immer noch am Leben...!
Aufmerksam hatte der rote Vogel seinen Kopf zu ihm hinuntergebeugt und sah ihm eindringlich in die Augen, seine roten Augen nach wie vor skeptisch. Die Hauptsache war jedoch, dass er überhaupt bereit war, ihm zuzuhören.
"Ich...", setzte Lawrence daher an und atmete ein letztes Mal tief ein, nur um schließlich ein tiefes Seufzen auszustoßen. "Ich... bin leer.", erläuterte er schließlich, jedoch war er sich bewusst, dass diese Worte so keinen Sinn ergaben. "Ich dachte, es hätte etwas in meinem Leben gegeben, dass mich ausgefüllt hat. Aber letztendlich... war es nur eine Illusion, mit der ich mich selbst betrogen habe." Tränen stiegen ihm in die Augen, doch er versuchte, seine Stimme gefasst zu halten. "Also habe ich zwanghaft versucht, sie zu füllen. Egal mit was. Ich wollte einfach... weiter voranschreiten..." Es war wie ein nie enden wollender Hunger. Ein Hunger, der sich lediglich mit einer bestimmten Sache stillen ließ. So suchte man weiter und verleibte sich eine Sache nach der anderen ein, nur um festzustellen, dass dieser Hunger nie gesättigt wurde. Kaum versah man sich, wuchs man zu einem gierigen und verblendeten Wesen heran.
"Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass jeder Mensch leer geboren wird... und es Dinge gibt... die uns ausfüllen. Je nachdem, mit was wir uns zu füllen versuchen, werden wir zu komplett unterschiedlichen Personen..." Ein Keuchen entwich ihm. Seine Kehle brannte. "Doch man kann all das wieder verlieren... und sich ändern... Menschen können sich ändern, Ho-Oh..." Er schloss seine Augen. "Ich habe vor langer Zeit selbst nicht daran geglaubt, bis mir jemand die Augen geöffnet hat..." Nun öffnete er sie wieder und warf dem legendären Vogel einen entschlossenen Blick entgegen. "Es mag zwar eine Menge Arbeit bedeuten, doch es ist möglich. Kein Mensch wird mit einem reinen Herzen geboren. Ebenso wenig wird er es je erlangen können. Alles... was wir tun können...!" Mit diesem Worten hob er seine gesunde, rechte Hand, umfasste damit das schwarze Bein des Vogels und versuchte, es mit aller Macht von seinem Körper zu hieven. "Alles, was wir tun können... ist die Balance zu wahren...!", keuchte er unter deutlicher Anstrengung hervor, während er sich darum bemühte, sich unter dem Fuß des Vogels aufzurichten. "Die Welt wird sich nicht bessern, indem du ewig auf diese eine Person wartest! Du musst dich selbst an ihr beteiligen und an ihr wachsen, Leute treffen, Taten vollbringen...!"
Diese Worte schrie er regelrecht hinaus, doch statt sich selbst zu befreien, hob Ho-Oh nun von sich aus seinen Fuß an, tief in Gedanken versunken. Lawrence schaffte es gerade noch, sich in eine sitzende Position zu begeben, sein linker Arm hing schlaff herunter. Aufmerksam verfolgte er, wie der Feuervogel in das nichts starrte und ihn letztendlich wieder mit seinem Blick konfrontierte. Er hatte nun weitaus sanftere Züge angenommen. Aufgrund dieses Anblicks weiteten sich die Augen des Arenaleiters erstaunt. "Was...", stammelte er unschlüssig hervor und wich noch einmal mit seiner Hand zurück, ehe er einen der Hyperbälle aus der fremden Tasche zu fassen bekam. Sie mussten bei seinem Aufprall verstreut worden sein.
Wie in Trance hob er diesen einen Ball auf, um ihn zu mustern, ehe die weißgrünen Federn von Ho-Ohs Schwinge plötzlich über sein Gesicht hinwegstrichen, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Als er seinen Blick anhob, nickte das legendäre Pokémon ihm lediglich bestätigend zu. "Das heißt...", versuchte er seine Geste zu interpretieren und trug dabei den Blick eines unwissenden Kindes, "...du möchtest doch versuchen, dich wieder mehr mit den Menschen zu beschäftigen...?" Ein weiteres Nicken folgte, plötzlich spürte der Arenaleiter, wie ihm heiße Tränen die Wangen hinunterliefen. Er konnte kein Schluchzen mehr unterbinden, eine Welle der Erleichterung und der Freude hatte ihn urplötzlich übermannt. "Mhm...!", war der einzige Laut, den er unter dieser Flut an Tränen hervorbringen konnte und er senkte seinen Kopf gen Boden, während er Ho-Oh den Hyperball entgegenhielt, als würde er ihm ein Opfer darbringen.
Der rote Vogel berührte den Ball mit einer Schwinge und verschwand schließlich in ihm, ohne jegliche Gegenwehr zu leisten. Lawrence wusste nicht, weshalb dieses legendäre Pokémon ihn trotz seiner Taten doch als würdig erachtete... doch auch er würde um jeden Preis versuchen, ein besserer Mensch zu werden, um diese Charakterzüge eines Tages hinter sich lassen zu können.
Kaum hatte er den Hyperball jedoch an sich gedrückt, erreichten die ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages seinen Blickwinkel. Er versuchte, seinen Kopf der Sonne zuzuwenden. Der Sturm hatte schon lange geendet. Sie waren nun wohl alle sicher. Das Licht war dermaßen grell, er war kaum mehr dazu in der Lage, etwas zu sehen.
Und letztendlich wurde ihm schwarz vor Augen. Mit der Erleichterung hatte ihn auch die Erschöpfung übermannt und sein Körper klappte regungslos in sich zusammen. Nun war er doch ohnmächtig geworden.

[tbc: Wendelberg - Bergmitte]

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